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Eure Firungeweihten

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
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Faras Damion
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Eure Firungeweihten

Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 05.09.2017 09:55

Huhu!

Ich brauche einen neuen Charakter für "Firuns Flüstern" und die Spielleiterin schlug einen Firungeweihten (m/w) vor. Dieser ist kein muss, aber wohl passend.

Jetzt ist das eine Profession, die mich bisher wenig gereizt hat. Als erstes habe ich den Typ "Einsamer Wolf" im Kopf, ein schweigsamer, harter Mensch, was als Romanfigur super funktioniert, ich aber im Rollenspiel für schwierig halte.

Außerdem finde ich die Vorgaben widersprüchlich. Auf der einen Seite sollen nur die Geschickten und Starken Erfolg haben. Auf der anderen Seite legt man sich bei der Jagd selbst Steine in den Weg und riskiert ein Scheitern. Ebenso wird teilweise ein darwinistisches WeltkKonzept beschrieben, teilweise soll man das ökologische Gleichgewicht nicht stören. Warum gibt es die ganzen Liturgien, die die Jagd und das Überleben einfacher machen?
Teilweise wurde das hier schon diskutiert viewtopic.php?t=35914#p1374613

Was mich aber explizit interessiert sind EURE Geweihtenkonzepte:
Hier gibt es bestimmt passionierte FirungeweihtenspielerInnen. Falls ihr Lust habt, könntet ihr etwas über eure Charaktere schreiben. Was reizt euch an Ihnen? wie ist ihre Motivation? Wie ihr Hintergrund? Wie ist die Interaktion mit anderen Figuren? Was für Schwächen haben sie? Was für Spleens haben sie? Was für Rasse und Kultur haben sie? Gibt es Übergänge zu anderen Glaubensrichtungen (z.B. Frunu)? Sind es nordländische Einzelgänger? Oder mittelreichische Wildhüter? Oder südländische Großwildjäger? Was waren prägende Ereignisse? Was waren schwierige Ereignisse? Wie haltet ihr es mit Magie? Ist der Einsatz von Mirakeln und Liturgien Schwäche?

LG

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Ungelesener Beitrag von der.maekkel » 05.09.2017 13:46

Huhu!

Habe bisher nur einen thorwalschen Ifirngeweihten (mit starker Firunbasis) gespielt, die sind ja deutlich Gemeinschaftszugewandter. Deshalb würde ich da auch fast eher einen Ifirngeweihten empfehlen. Dieser kann ja immer noch ein asketischer und harter Bursche sein.

Der Klischee-Firuni "Der harte Mann der aus der Kälte kam" ist eher ein mystischer Charakter, ja Firunis kommen darwinistisch rüber, aber hier spielt vorallem Überleben als Kernfaktor rein. Dazu gehört sich abzuhärten und diszipliniert zu sein, die Jagdgesetze dienen ja dazu, das man zum Überleben jagt und nicht zum Spaß. Auch das töten soll effektiv sein und nicht unnötig grausam sein. Auch ist ein überjagtes Gebioet nicht auf Dauer in der Lage den Jäger zu ernähren. Ja und die Liturgien ermöglichen das Überleben. Man darf nicht vergessen das es zwar diese sehr mystischen Leute im Kult gibt aber das gross sind doch die der Gesellschaft dienenden Geweihten, sei es das sie gegen Verweichlichung predigen, für das Jagdglück, Frevler verfolgen und so weiter.
Aspekte des Firun:
Askese, Disziplin, Eis, Gletscher, Hagel, Jagd, Kälte, körperliche Härte, Natur, Norden, Schnee, Selbstbeherrschung, Selbstüberwindung, Stärke, Stillstand, Tod, Überleben, Wege, Wildheit, Winter.

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Assaltaro
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 05.09.2017 13:53

Firun habe ich leider noch nicht gespielt, weil mir Ifirn auch deutlich mehr liegt.
Frag den SL doch mal, warum es Firun sein soll und ob nicht auch Ifirn ginge, falls dir grundsätzlich das Konzept eines Winter- und Naturgottes gefällt, aber du Probleme mit dem "einsamen Wolf" und dem Überleben der Starken hast.

Alternativ gibt es bei Firun aber auch noch die Hüter der Jagd. Diese sind eher bei den Adeligen anzutreffen und überwachen deren Jagdausflüge. Hautporte dürten da wohl Weiden und Andergast sein. Das wäre auch eine Variante die deutlich gesellschaftskompatibler ist, aber dafür den Eis- und Schnee Aspekt nicht so stark vertritt.

Falls dich meine Ifirnkonzepte interessieren, kann ich dir dazu näheres schicken.
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Tilim
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Ungelesener Beitrag von Tilim » 06.09.2017 06:39

Ich hatte mal (kurz) einen Spieler in der Gruppe der unbedingt einen Ork spielen wollte. Wir haben ihm gesagt, dass wir OT nichts dagegen hätten, IT bei uns aber Oks überall fast sofort gefangen oder erschlagen werden.
Am nächsten Spielabend kam er dann mit einem Sweltaler-Ork mit Firunsweihe und CH 7 in die Gruppe. War ein lustiger Charakter (nicht IT).

Er hat einen typischen "starken" Charakter gespielt. Jemand der ums überleben kämpft. Eine Liturgie war immer ein eingestehen persönlicher Unzulänglichkeit.

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Ungelesener Beitrag von Pfeiltänzer » 08.09.2017 16:05

Ich spiele seit einiger Zeit einen thorwalschen Firungeweihten, der mir sehr viel Spaß macht. Meiner Meinung nach sind nicht alle Priester des Firun Gestörte, die permanent nackt im Schneesturm rumrennen, um ihrem Gott nahe zu sein (auf diesen Gedanken kann man ja leicht mal kommen, wenn man z.B.WdG liest). Wenn es so wäre, gäbe es ja kaum welche.
Aber zu meinem Char: Ragnar Hengistson von Olport ist Mitglied der Sturmtrotzer Ottajasko. Er ist durch seine klassische Ausbildung zum Waldläufer durch seinen Mentor Algrimm von Bjaldorn auf der einen Seite ein häufig schweigsamer und zurückhaltender Mann (besonders in Städten oder auf gehobenem gesellschaftlichen Parkett), der aber auch, typisch thorwalsch, manchmal (jäh-)zornig werden kann (v.a. bei Frevel wider die zwolfgöttliche bzw firungefällige Ordnung). Ein weiterer Wesenszug, den ich ebenfalls seiner thorwalschen Herkunft zuschreibe, ist seine Geselligkeit im Kreise seiner Familie und seiner Freunde (zu denen er mittlerweile auch die anderen Gruppenmitglieder zählt, weshalb er auch gut spielbar wird), gerne auch bei dem ein oder anderen Humpen Bier.
Er kämpft primär mit Langbogen (auf dem Weg zum Waffenmeister) und Stoßspeer, einige Punkte sind aber auch schon in Raufen (Hammerfaust) geflossen. Eine Skraja hat er auch, aber bei Hiebwaffen TaW 1 gewinnt er damit keinen Blumentopf. Neben den obligatorischen Kotper- und Naturtalent habe ich bei ihm in Heilkunde Wunden investiert (immer sinnvoll), sowie Holzbearbeitung, Lederarbeit und Bogenbau (eher zur Reparatur seiner Ausrüstung). Außerdem alle möglichen Arten der Fortbewegung (Boote fahren, Fahrzeug lenken, Ski fahren, Reiten), um selbstständig überall hin zu kommen. Liturgie benutzt er eher selten und wenn dann zur Unterstützung anderer oder der Gruppe (Tiergestalt, im Endkampf auch mal Firuns Zorn), sonst halt mal einen Heilungs - oder Grabsegen. Ein Spleen von ihm ist, dass er ständig wilde Minze sammelt und andauernd ein paar Blätter kaut (okay, ich selber kaue einfach gerne und eigentlich permanent Kaugummi). Ansonsten führt ihn in der Zivilisation sein erster Weg immer ins Badehaus, das kennt er halt auch so von daheim.
Ansonsten fällt mir grade nichts mehr ein, Fazit ist, dass ich Ragnar sehr gerne spiele (wenngleich er echt AP-intensiv ist), auch wenn man ihn als Ifirngeweihten vielleicht noch besser spielen könnte. Aber ich finde Schwäne ein bisserl langweilig... :)
Viel zu lernen du noch hast, junger thara.
- ein kleiner, grüner Elf zu seinem Schüler, gehört in Donnerbach.

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Ungelesener Beitrag von Pfeiltänzer » 08.09.2017 16:12

Ach ja, Ragnar hat durchaus auch manchmal (ganz selten) Anflüge von Humor. So kam von ihm der (letztlich auch angenommene) Vorschlag, das Gruppenmaultier Isegrein zu nennen, nach dem Firunheiligen, der für Wildnisreisen zuständig ist. Er richtet es auch ab (sprich es sind auch schon AP in Tierkunde und Anrichten geflossen).
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Faras Damion
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Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 13.09.2017 16:48

Danke für die Antworten bisher! :)

@Assaltaro: Ein Ifirngeweihter würde mir deutlich leichter fallen, aber ich bin explizit an Erfahrung mit Firungeweihten interessiert. :) Ich teste gerne meine Grenzen in der Charakterdarstellung und es wurmt mich, dass ich keinen Zugang zu Firunpriestern finde, bei denen doch sehr interessante Aspekte enthalten sind. Ich bekomme sie nur nicht zusammengesetzt zu einem Charakter, in den ich mich verliebe.
"Hüter der Jagd" ist tatsächlich ein Konzept, dass mit noch am ehesten zusagt. Da hätte ich sogar eine Wildhüterin mit der man eine Spätweihe ansteben könnte. Leider fehlt da die Mystik völlig, was mir wie Verschwendung vorkommt.

@der.maekkel: Die Aspekte kenne ich, kann sie aber nicht zusammensetzen. Wie kann man gleichzeitig Stillstand und Wildheit huldigen, wie vereint man das Überleben mit dem spielerischen (in einem tödlichen Sinn) Kräftemessen mit der Natur. Du hast aber recht, dass ich das in den Kontext des Schutzes einer Gemeinschaft setzen sollte. Dann hat man immer eine gruppenverträgliche Präferenz über andere Aspekte. :)

@Tilim: Ich kannte bisher nur den perainegeweihten Ork. :D Firungeweiht passt sogar besser, man muss nur als solcher bekannt sein oder erkannt werden.

@Pfeiltänzer: Dein Geweihter gefällt mir :) , mit typischen Firungeweihteneigenschaften aber gruppenverträglich und mit ein paar Gimmicks, die nettes Rollenspiel zwischendurch erlauben.
Wie lief die Gruppenzusammenführung?

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Ungelesener Beitrag von Pfeiltänzer » 14.09.2017 09:20

Faras Damion hat geschrieben:
13.09.2017 16:48
Wie lief die Gruppenzusammenführung?
Wir sind in der Gruppe fünf Spieler und meistern abwechselnd. Das erste AB spielte in Andergast und hatte mit einem Dämonenbeschwörer aus dem Süden zu tun, der sich irgendwo in der Wildnis versteckt hielt. Die Helden wurden angeworben, ihn unschädlich zu machen. Da der Rest der Gruppe (fast) völlig wildnisunfähig war, haben sie sich an den örtlichen Firuntempel gewandt. Ragnar war dort auf Zwischenstation und verfügbar und der Kampf gegen dämonische Umtriebe ein Ansporn. Die ersten Folgeabenteuer haben sich dann aus entsprechenden Aufträgen ergeben und auch hauptsächlich im Norden gespielt, weshalb mein Geweihter es als seine Pflicht angesehen hat, seine neu gewonnen Freunde auch weiter zu unterstützen. Wobei er schon versucht, sie weiterzubilden (zum Beispiel nicht selbst die Wildnislebenprobe würfelt, sondern das den Nandusgeweihten machen lässt, auch auf die Gefahr hin, dass das Zelt dann neben einem Ameisenhaufen errichtet wird. Entsprechende Belehrung inklusive :ijw: ).
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