DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
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Reinecke
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Reinecke » 11.03.2015 23:23

Man kann auch die Schwarz&Weiß-Geschichte zu schwarz und weiß sehen...
Lithuasil hat geschrieben:Meiner Meinung nach an nicht vielen Stellen - nach Meinung einiger der HA-hasser hier aber schon - man nehme die letzten sechzig Seiten als Referenz.
In diesem Thread wurden die bisherigen Götter (va die Zwölf) eigentlich nur in einem Punkt als "weiß" gesetzt: Sie sind "pro Schöpfung". Dass manche dabei nicht unebdingt "nett" (zu Sterblichen) sind wurde nie bestritten. Mindestens einmal haben die Götter praktisch alle Sterblichen ausgerottet, weil das Pack das falsche Kalb umtanzt hat (ungefähr...), und nur das Eingreifen einiger weniger (ua Phex, der alte, fiese Intrigant...) haben Noah-like ein paar überleben lassen. Lieb und freundlich ist ganz sicher anders.

In diesem Kontext "schwarz" sind nur die Dämonen aus der siebten Sphäre (warum auch immer). Alles, was "zur Schöpfung gehört" und diese nicht gerade an die Dämonen verrät (wie der Namenlose) ist damit erst mal "weiß", inkl bspw der Orkgötter. Eine Definition von "weiß", die Tairach einschließt, finde ich aber... bearbeitungswürdig...

"Gut & böse" oder "schwarz & weiß" sind Konzepte, die immer individuell sind. Keine zwei Spieler werden sich da bis ins letzte Detail einig werden, noch viel weniger die Helden oder fiktiven Charaktere, die Aventurien bevölkern. Selbst die Götter sind sich ob ihrer zT widerstreitend Prinzipien uneins: "Gut" im Sinne des Praios ist was anderes als "gut" im Sinne des Phex oder der Rahja (vermutlich), oder im Sinne ihrer Kirchen und Gläubigen (ganz sicher). Bei einem zentralen Punkt ("pro Schöpfung" respektive "wider die Dämonen") kann man sich auf ein gemeinsames Ziel einigen, aber selbst da ist umstritten, waqs den die beste Stratgie gegen "den Erbfeind" ist, weil da wieder die unterschiedlichen Prinzipien ins Spiel kommen...

Außerdem ist ein wichtiger Teil des "schwarz & weiß"-Konzeptes, wie man mit den Grautönen umgeht. Während die Bannstrahler da traditionell eher die "Schwarz fängt bei hellgrau an!"-Schiene fahren (und ob der implizierten Intoleranz selber wieder tendenziell nicht zur "Fraktion Nett" gehören), zeichnen sich andere 12Götter-Kirchen eher durch eine "Es gibt kein grau, es gibt nur schmutziges Weiß (und tiefdunkles Schwarz)"-Einstellung aus. Könnte man mit lieb und tolerant assoziieren, kann aber auch riskant sein (außer man ist Oma Wetterwachs, von der die Weisheit stammt).

Zurück zur HA: Diese lässt offensichtlich vielen zu wenig Spielraum, was die eigene Bewertung von gut & böse, schwarz & weiß angeht. Sie stellt das ganze (zu) objektiv in einen überschaubaren und nachvollziehabren Rahmen: Man muss schon an den Worten einer Unsterblichen zweifeln, um in diesen keine Horde von machtgierigen Personen zu sehen; das konnte man schon vorher aus den Quellen interpretieren, aber es war nicht der einzige Schluss, jetzt schon.

So, wie ich DSA immer erlebt habe, waren schwarz und weiß nie eindeutig. Was "wirklich gut" war, blieb den Spielern/Helden(Meistern überlassen, aber es gab reichlich (auch sich widersprechende) Angebote; Praios oder Peraine, Rondra oder Rahja etc. Ebenso für das "wirklich böse", was i-wie sowohl die Dämonen als auch der Namenlose verkörperte; und für den biederen Mittelreicher ließe sich das noch um Orkinvasionen, Ogerzüge oder Bürgerkriege erweitern...

Die HA bietet durch den gegebenen Kontext und durch die Perspektive der Erzählenden als Teil des ganzen Götterzirkus viel weniger Möglichkeiten, die Ereignisse in Aventurien (bzw im DSA-Kosmos) selber zu bewerten und gut und böse für den eigenen Helden selber zu definieren, ohne entweder wissentlich "gegen den Kanon" zu spielen, oder die Götter-Verehrung aufzugeben.

BTW, wenn Chalwens Erzählung morgen im Aventurischen Boten veröffentlicht würden, wie viele Menschen würden dann wohl zur eflischen Weltischt wechseln? Oder zu der der Achaz? Aber verdammt, das sind laut Setzung ja auch Völker, die älter und vermutlich klüger als das Menschenpack sind und es demzufolge wirklich besser wissen müssten... oder Chalwen hat ihre Geschichte vor Jahrtausenden so erzählt wie in der HA, aber eben Echsen und Elfen, worauf die...

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S-T-Patrol
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von S-T-Patrol » 11.03.2015 23:44

Bejsaar hat geschrieben:Jeder Magierphilosphenspieler kann das sehr gut nachvollziehen @Brandolin. In WDZ (oder war es G?) wurde schon festgelegt, dass diese falsch ist. Durch die HA ist das nochmals sehr deutlich rausgekommen. Nichtsdestotrotz spiele ich sehr gern einen Magierphilosophen.
Muss aber nicht jedem genau so gehen,oder ? Aber es geht darum, dass die Setzung geretconnedwurde.
Stell die vor, im nächsten DSA-Buch stünde "Uhps, alles falsch, die Magierphilosophie ist doch die einzig richtige Auslegung des Kosmos...". Klar, deine Einstellung zum Charakter ändert sich nun. Dir macht das vielleicht nichts aus, vielleicht weil du nun "recht hast", oder aus einem anderen Grund. Aber es ist etwas anderes.
Und nun stell dir vor, es ist anders herum. Man spielt etwas, was seit 20 Jahren recht so ist, und dann wird es geretcommed, und man hat nicht mehr recht, und die eigene Einstellung zu ALLEN Charakteren ändert sich plötzlich, sowie die zu ihren Taten der letzten 20 Jahre.
Das ist doch was hier die Stimmung so gallig macht.
bluedragon7 hat geschrieben:Also ist ein Rollenspiel, welches nichts festlegt optimal weil maximaler Mythos? Warum wird gerade DSA mit seinen tausenden von Seiten Festlegungen dann gespielt?
Wir sind uns hoffentlich einig, dass
"in diesem Abenteuer heute ist an der Stelle Dorf X mit Wirt Y und Handlung Z, auch wenn in Abenteuer A38 von 1997 steht, dass da Weiler Alpha mit Wirtin Beta und Plot Gamma sein müsste"
ein anderes Kaliber hat als
"Götter sind in SH A jetzt so definiert, auch wenn in der dafür speziell rausgebrachten Spielhilfe B der derzeitigen, und daher eigentlich immer noch gültigen, Regeledition C steht, dass Götter eben so definiert sind, mit vielen Möglichkeiten für die Spieler, einschließlich des Ausdenkens eigener Götter unter der Bedingung D, im Einklang mit der bisherigen Mythologie. Spielhilfe A ändert das nun rückwirkend und erklärt alles von B-E für Unfug bis Nonexistent.",
oder ?

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TrollsTime
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 12.03.2015 08:02

@S-T-Patrol
Da sind wir uns einig;
wo wir uns nicht einig sind, ist, ob dies etwas gutes oder schlechtes ist.

Ich könnte sogar mit einem Restart gut leben, andere überhaupt nicht.

Womit ich gar nicht leben kann, ist, dass anscheinend wichtige Fakten in MyGö oder DZ abgelegt waren.
Jemanden, der die dortigen Settings bespielt hat, stört das natürlich weniger.

@Talasha
Talasha hat geschrieben:...

Nachtrag:
@Lithuasil
Dann lies doch bitte mal genauer, früher waren die Götter grau weil ihre Prinzipien sowohl nett als auch unschön sein konnten, nun sind sie Grau weil sie dumme selbstsüchtige Idioten sind.
Das erklären dir Sumaro und andere nun schon 65 Seiten lang.
Und seit 65 Seiten erkläre ich euch, dass das haltlos übertrieben ist. (Dein Argument der "65 Seiten" führt also zu nichts)
Übrigens können auch nach HA die Aspekte der Götter "unschön oder nett" sein.
TT wünscht allen Spielern jeweils das DSA, das ihnen am meisten gefällt.

Ardor
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Ardor » 12.03.2015 09:23

bluedragon7 hat geschrieben:Also ist ein Rollenspiel, welches nichts festlegt optimal weil maximaler Mythos? Warum wird gerade DSA mit seinen tausenden von Seiten Festlegungen dann gespielt?
"Wir fordern das Fehlen von feststehenden Tatsachen! Was nützt es, wenn wir darüber spekulieren ob es jetzt..." "Oder ob es jetzt nicht" "...einen Nandus gibt, wenn Euch dieses Ding seine Agenda ausspuckt!"

(Sehr frei nach Douglas Adams :-) )

Die Festlegung der Mythologie ist immer ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es eine Richtlinie für den Spielleiter, und er kann bei allen Abenteuer "Marke Selfmade" immer nachschlagen und weiß "wie es wirklich ist" *wissendes-Lachen*.

Auf der anderen Seite hat ihm die Regelung von W.d.G. auch einen Leitfaden und die Möglichkeit geboten, eigene, alte, karmaspendende Gottheiten einzuführen.

Klar konnte man nie wissen, ob man nicht durch später veröffentlichte Abenteuer und Quellenbücher mit den Hintergrund kollidiert.

Aber durch die gewisse Unschärfe der "späteren Erkenntnisse" die auftauchen könnten, und der nicht einwandfrei objektiven Quelle der Chalwen (von der man im Notfall auch sagen kann, das sie eben nicht alles weiß) kann man sich hier jetzt auch nicht 100%ig sicher sein, wenn es einem Autoren später in den Kram für einen geplanten Plot passt.

Ich fand z.B. die Möglichkeit in "Elfenblut" schön, in der eine Magierin eine Art Evolutionstheorie aufgestellt hat, und ein Geweihter bei "guten Rollenspiel" die entsprechenden Passagen im Tagebuch übersprignen sollte.

Klar kann ich Spieler- von Heldenwissen trennen. Aber reizvoller ist es meiner Meinung immer, wenn ich als Spieler es auch nicht weiß.

In meiner Runde ist es einfach so, das ich als SL alle Quellenbücher besitze (weil ich einfach - zumindest bisher - ein DSA-Fanboy/Sammelfreak bin), und ich auch einfach dossiere, was meine Spieler zu lesen bekommen (und das sind dann immer Ingame-Quellen). Ist auch für keinen ein Problem, weil alle - bis auf unsere (viel zu seltenen...) Spielrunden genug andere Interessen, Hobbies und noch so Sachen wie Job und Familie haben, um sich nicht unbedingt in die Hintergrundwelt einlesen zu wollen.

In der Hand eines Spielers halte ich die HA aber generell für Gift! Gilt auch, wenn es eine - für meinen Gusto, rein subjektiv - gelungene Version wäre. Keine Ahnung, wie ihr das handhabt.

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Madalena
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Madalena » 12.03.2015 09:53

Ja, das ist irgendwie blöd an den definitiven Setzungen. Der SL kann die Helden nichts entdecken oder erleben lassen, wo die Spieler das Ende nicht ohnehin bereits kennen. Es sei denn, er bricht explizit mit den Setzungen, aber dann braucht es die auch nicht.

Bejsaar
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Bejsaar » 12.03.2015 10:03

S-T-Patrol hat geschrieben:Stell die vor, im nächsten DSA-Buch stünde "Uhps, alles falsch, die Magierphilosophie ist doch die einzig richtige Auslegung des Kosmos...". Klar, deine Einstellung zum Charakter ändert sich nun.
Warum sollte sich meine Einstellung zum Charakter ändern? Es macht ehrlich gesagt beim Spielen des Charakters keinen Unterschied ob diese richtig oder falsch ist.
Ardor hat geschrieben:In der Hand eines Spielers halte ich die HA aber generell für Gift! Gilt auch, wenn es eine - für meinen Gusto, rein subjektiv - gelungene Version wäre. Keine Ahnung, wie ihr das handhabt.
Das kommt auf den Spieler an und inwieweit dieser zwischen IT und OT Wissen unterscheiden kann. Wenn ein Spieler z.B. einen gebildeten Aranier spielt, ist es gar nicht schlecht, wenn er ein bisschen Hintergrundwissen zu dem Land bzw. der Region hat, dass er einbringen kann. Klar reichen da auch die grünen Bände, aber warum nicht die HA wo Daten usw. festgelegt sind. Und im Zweifelsfall muss man ihn als Meister darauf aufmerksam machen, dass er dieses oder jenes nicht Wissen kann, da es Geheimwissen ist oder ähnliches.

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bluedragon7
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 12.03.2015 10:05

Ardor hat geschrieben: Klar kann ich Spieler- von Heldenwissen trennen. Aber reizvoller ist es meiner Meinung immer, wenn ich als Spieler es auch nicht weiß.
Meiner Erfahrung nach gibt es einen signifikanten Anteil Spieler bei DSA die ihren Spielspaß (zumindest teilweise) aus dem Wissen um die Welt ziehen, dem Wiedererkennen, dem heimisch-vertraut Fühlen. Für solche Spieler ist es eben nicht reizvoller, nichts zu wissen. Und davon gibt es nicht wenige, insbesondere viele Spieler die auch SL sind kommen ja nicht drum herum irgendwann die Welt sehr gut zu kennen und für die ist es wesentlich besser, wenn der Mythos für alle gleich ist und nicht jeder SL sein eigenes Süppchen kocht und sie immer wieder von ihren eigenen Theorien umdenken müssen darauf wie sich der nächste SL eine bestimmte offene Hintergrundsache erklärt hat.
Klar gibt es da noch die Geschmacksfrage welche Festlegung ihnen gefällt, aber grundsätzlich werden solche Spieler konsolidierende Festlegungen wollen.
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Brandolin
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Brandolin » 12.03.2015 10:08

S-T-Patrol hat geschrieben:
Bejsaar hat geschrieben:Jeder Magierphilosphenspieler kann das sehr gut nachvollziehen @Brandolin. In WDZ (oder war es G?) wurde schon festgelegt, dass diese falsch ist. Durch die HA ist das nochmals sehr deutlich rausgekommen. Nichtsdestotrotz spiele ich sehr gern einen Magierphilosophen.
Muss aber nicht jedem genau so gehen,oder ? Aber es geht darum, dass die Setzung geretconnedwurde.
Stell die vor, im nächsten DSA-Buch stünde "Uhps, alles falsch, die Magierphilosophie ist doch die einzig richtige Auslegung des Kosmos...". Klar, deine Einstellung zum Charakter ändert sich nun. Dir macht das vielleicht nichts aus, vielleicht weil du nun "recht hast", oder aus einem anderen Grund. Aber es ist etwas anderes.
Und nun stell dir vor, es ist anders herum. Man spielt etwas, was seit 20 Jahren recht so ist, und dann wird es geretcommed, und man hat nicht mehr recht, und die eigene Einstellung zu ALLEN Charakteren ändert sich plötzlich, sowie die zu ihren Taten der letzten 20 Jahre.
Das ist doch was hier die Stimmung so gallig macht.
Da sich Bejsaar auf meine Ausführungen bezog und du dich damit indirekt auch, erlaube ich mir einfach mal darauf einzugehen.

Und deine Behauptungen sind schlicht und ergreifend falsch. Selbst stünde in der nächsten Publikation, dass die Magierphilosophie einzig und allein richtig und der Rest Bockmist sei, würde das für das Spiel von mir und sicherlich auch von ihm nichts ändern. Einfach weil das Recht- oder Unrecht-Haben des Charakters vollkommen egal für die Einstellung zum Charakter und zum Spiel mit ihm ist.
Das ist die zentrale Aussage.
Ich habe verstanden und reflektiert, dass mein Charakter ein fiktives für ein Rollenspiel erschaffenes Wesen ist, dass einer fiktiven, für ein Rollenspiel geschaffenen Glaubensrichtung/Religion/Überzeugung an (k)eine fiktive, für ein Rollenspiel erfundene Gottheit anhängt.
Es kann daher gar kein "Richtig" oder "Falsch" im engeren Wortsinne geben. Denn jede Überzeugung eines jeden DSA-Charakters ist fiktiv, erfunden und von irgendwem irgendwie zusammengesponnen.
Wenn sich Pfarrer Heinz und Iman Abdul (man sehe mir die plakative Beispielhaftigkeit nach) treffen und darüber streiten, wer dem Richtigen oder Falschen Gott richtig oder falsch anbetet, dann ok - dabei geht es um Glaubensfragen und echtweltliche Überzeugungen. Aber auf unseren Rollenspiel-Publikationen steht "Fantasy" drauf. Hier geht es (hoffentlich) nicht darum, dass wirklich jemand als Spieler an Rondra, Kor, Tsa, Satuaria oder irgendeine andere DSA-Gottheit glaubt und diese vorm Schlafengehen anbetet.

Und da ich dies verstanden und reflektiert habe, ist für meine Einstellung zu meinem Charakter vollkommen egal, ob er an etwas glaubt, das als "richtig" oder "falsch" gelabelt wurde. Es ist für mich und meinen Spielspaß wie auch meine Charakterdarstellung und -ausgestaltung allein wichtig, dass er etwas glaubt und von der Richtigkeit seines Glaubens überzeugt ist. Er, der Charakter, nicht ich, der Spieler.
Und darum kann das "Richtig" und "Falsch"-Label des spielweltlichen Glaubens und der innerspielweltlichen Götterbilder sooft geretconnt werden, wie die REdaktion ihre Socken und/oder Unterhosen wechselt. Solang nicht mit einem mal das innerweltliche Glaubensbild radikal und ohne nachvollziehbare Begründung geändert wird, ist mein bisheriges und mein zukünftiges Charakterspiel nicht betroffen. Und die innerweltliche Religion wird von der HA nicht geändert und auch nicht gestreift.
Rondra ist nicht zur Pazifistin umgeschrieben wurde, die nen Herzkasper bekommt, sobald jemand eine Waffe zieht. Praios nicht zum wahrheitshassenden Chaosliebhaber und Und Boron nicht zum Herren über das endlose Leben und die rosabunte Geburt.

Wäre dies geschehen, hätte ich in der Tat Probleme mit meinen über die Jahrzehnte gespielten Charaktere und erst recht mit dem Retcon. Aber auf dieser Ebene gab es eben keinen Retcon und entsprechend ändert sich auch nichts an meiner Einstellung.
Ardor hat geschrieben:Auf der anderen Seite hat ihm die Regelung von W.d.G. auch einen Leitfaden und die Möglichkeit geboten, eigene, alte, karmaspendende Gottheiten einzuführen.
Und auch die HA lässt noch sehr viel Platz für eigene ausgedachte Unsterbliche, die im Karmakorthäon mitmischen können.
Ardor hat geschrieben:Klar kann ich Spieler- von Heldenwissen trennen. Aber reizvoller ist es meiner Meinung immer, wenn ich als Spieler es auch nicht weiß.
Und was ändert sich mit der HA in diesem Punkt ? Hat der Spieler die gleichen Werke gelesen, wie der SL, wusste er auch Bescheid. Das "Problem" besteht doch nicht in der mehr oder minder konkreten Setzung (die auch nach HA nicht gerade zuverlässig konkret ist), sondern im OT-Wissenskonsum des Spielers und ist hausgemacht.
Ardor hat geschrieben:In der Hand eines Spielers halte ich die HA aber generell für Gift! Gilt auch, wenn es eine - für meinen Gusto, rein subjektiv - gelungene Version wäre.
Dann gib sie dem Spieler doch einfach nicht in die Hand. Das mache ich mit WdG in der Gesamtheit auch nicht. Und mit anderen Publikationen auch nur mit ausgewählten und vorher ggf. zensierten Bereichen.
Wenn es jemand so hält, ändert sich doch mit der HA daran nichts.
So what's new ?

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Satinavian
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 12.03.2015 10:28

TrollsTime hat geschrieben:C) Warte mal ab: In 10 Jahren sieht die Community das plötzlich ganz anders (Das war auch schon immer so, ehrlich)
Sicher verändert sich die Community, aber das heißt nicht, dass sie HA-Setzungen annimmt.

Wir haben erlebt, was mit der Spellplaque passiert ist oder wie oWoD/nWod ausgegangen ist.

Glücklicherweise ist HA ein irrelevantes Zusatzbuch dritten Grades und es wird dem Verlag möglich sein, es zu ignorieren, bis es vergessen ist.

Ihr habt alle die Beta gelesen und wisst, wie arg wenig irgendwas zur Kosmologie im vermutlich ganzen ersten Jahr von DSA5 kommen wird. Und es ist auch ziemlich trivial, im irgendwann kommenden Götterband alle kontroversen Themen zu umschiffen.

Ardor
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Ardor » 12.03.2015 10:45

Brandolin hat geschrieben: Dann gib sie dem Spieler doch einfach nicht in die Hand. Das mache ich mit WdG in der Gesamtheit auch nicht. Und mit anderen Publikationen auch nur mit ausgewählten und vorher ggf. zensierten Bereichen.
Wenn es jemand so hält, ändert sich doch mit der HA daran nichts.
So what's new ?
Schon klar, lieber Brandolin. Nicht jede Aussage eines HA-Kritikers ist auch eine HA-Kritik. War nur eine allgemeine Feststellung.
Brandolin hat geschrieben: Und was ändert sich mit der HA in diesem Punkt ? Hat der Spieler die gleichen Werke gelesen, wie der SL, wusste er auch Bescheid. Das "Problem" besteht doch nicht in der mehr oder minder konkreten Setzung (die auch nach HA nicht gerade zuverlässig konkret ist), sondern im OT-Wissenskonsum des Spielers und ist hausgemacht.
Problematisch wird das nur bei wechselnden Meisteramt. Und ja, das war schon immer so.

Was durch die HA verloren geht - und das Problem betrifft wohl eher offizielle Abenteuer: ich fand Spekulationen über das Wesen und die Zusammenhänge von Göttern in Abenteuern immer ziemlich spannend und auch das IG und OG spekulieren darüber. Macht nach HA jetzt keinen Sinn, weil da stehts ja drin: der Unsterbliche hat diese Aspekte und den haben halt jetzt diese Völker dann und dann unter diesem oder jenen Namen mit diesen und jenen Aspekten und Riten angebetet.

Zugegeben: ein Meister kann das für seine Runde jetzt natürlich so einbauen, wenn das Meisteramt nicht wechselt und er weiß was dahinter steckt.

Das für mich als SL und DSA-Leser schrittweise Entdecken und spekulieren ist halt dahin.

Und ja: das ist rein subjektiv und wäre mit jeder Form der Festsetzung verloren gegangen.
bluedragon hat geschrieben:Meiner Erfahrung nach gibt es einen signifikanten Anteil Spieler bei DSA die ihren Spielspaß (zumindest teilweise) aus dem Wissen um die Welt ziehen, dem Wiedererkennen, dem heimisch-vertraut Fühlen. Für solche Spieler ist es eben nicht reizvoller, nichts zu wissen.
Gebe ich Dir vollkommen Recht. Aber nachdem ich die Welt seit ca. 1990 selbst stufenweise entdeckt habe (weil sie ja auch so publiziert wurde :-) und das für mich den Reiz ausmacht, lasse ich sie meine Spieler auch so entdecken.

Das heißt sie haben einmal das Wissen, das ihre Helden haben (vielleicht ein bisschen mehr. Vor allem mit dem Spieler des Gildenmagiers habe ich immer viel über DSA gesprochen, als noch nicht abzusehen war, das sie wir mal gemeinsam eine Runde starten - wohlweislich habe ich aber nichts über zukünftige Plots und Meisterinformationen verraten) und den Rest entdecken sie dann im Spiel.

Und dabei stehen mir halt schon Infos zur Verfügung, die anno 1990 noch nicht publiziert waren.

DAs gute ist, das ich die Setzungen der HA mal ignorieren kann, da sie ja "höheres Wissen" darstellen und ich noch keine Geweihten in der Gruppe habe.

Was ich allerdings mache, wenn ein Spieler mal einen Kor- oder Nandusgeweihten, eine Hexe oder eine Tsa-Geweihte spielen will weiß ich nicht.

.) Ihm/ihr von dem Charakter abraten?
.) HA ignorieren oder die Hintergründe einfach nie thematisieren?
.) HA verwenden und ihm/ihr sagen: "Aber du weißt: eigentlich ist das so und so..." und hoffen, das er/sie es so sieht wie Brandolin?
.) Ihn/sie einfach ins "Plotmesser" laufen lassen: "Ha, den Gott gibt es gar nicht!"
.) Oder im Spiel einfach nie "tieferes Wissen" zukommen lassen, sondern den Wissensstand immer am Level der dereischen Kulte belassen?

Letzteres ist wohl das Beste. Dann sehe ich aber den Nutzen in einer Festlegung nicht. Außer sagen zu können " Ha, ha! ICH weiß es!!"

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Derya Eulenhexe » 12.03.2015 11:02

Über die Zusammenlegung von Tsa und Satuaria war ich Anfangs ja auch ziemlich entsetzt, selbst wenn ich mich inzwischen damit anfreunden kann, ja es wahrscheinlich sogar begrüsse. Aber in keiner dieser Phasen - Entsetzen, Findung, Neuinterpretation - hat es mich im Spiel meiner Hexe beeinträchtigt.

Ich bezweifle nicht, dass es anderen den Spass vergällt hätte, aber mich stören diese Verallgemeinerungen zugegebenermassen ungemein. Nur weil man selbst mit einer Setzung ein Problem hat, muss dies nicht für alle anderen / die Gegenseite ebenfalls gelten. Und dies hat nichts mit einer schlechteren sondern allenfalls mit einer anderen Herangehensweise zu tun.

Denn dies stört mich ebenfalls - das immer mal wieder, mit Sicherheit unbeabsichtigte, unterschwellige Mitschwingen von - weil du es anders siehst, nicht nachvollziehen kannst, als ich/wir, betreibst du im Gegensatz zu uns 'schlechtes Rollenspiel'. Aber da müssen sich denke ich beide Seiten und dann auch jeder individuell an die eigene Nase fassen.

Ich würde mir wünschen, es würde öfter von der individuellen Befindlichkeit gesprochen und sie mir nicht ebenfalls übergestülpt, selbst wenn sie für mich vielleicht gar nicht zutrifft. Dann würde es leichter fallen, den anderen zu tolerieren, wenn man den Eindruck hat, die eigene Meinung wird ebenfalls toleriert. Aber beide Seiten geben sich da nicht unbedingt etwas und momentan kann man ja zum Glück schön diskutieren.

Im Übrigen ... Ich habe zufällig gesehen, dass die Historia im F-Shop momentan nicht auf Lager ist. Sollte die 1. Aufl. etwa ausverkauft sein und sie dabei sein eine 2. Aufl. zu produzieren? Dauert es mit der FAQ vielleicht auch so lange, weil sie da jetzt auch gleich noch eine Errata dranhängen? Zusätzlich zu den Erläuterungen der FAQ ... Oder doch nur nichts im Lager oder Fehlermeldung im Shop?
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Ardor » 12.03.2015 11:40

Geschätzte Derya Eulenhexe.

Ich weiß nicht, ob Du Dich damit
Derya Eulenhexe hat geschrieben:Ich bezweifle nicht, dass es anderen den Spass vergällt hätte, aber mich stören diese Verallgemeinerungen zugegebenermassen ungemein. Nur weil man selbst mit einer Setzung ein Problem hat, muss dies nicht für alle anderen / die Gegenseite ebenfalls gelten. Und dies hat nichts mit einer schlechteren sondern allenfalls mit einer anderen Herangehensweise zu tun.
direkt auf meinen Post beziehst, oder es eine allgemeine Anmerkung ist, aber zur Sicherheit:
Ardor hat geschrieben: Was ich allerdings mache, wenn ein Spieler mal einen Kor- oder Nandusgeweihten, eine Hexe oder eine Tsa-Geweihte spielen will weiß ich nicht.

.) Ihm/ihr von dem Charakter abraten?
.) HA ignorieren oder die Hintergründe einfach nie thematisieren?
.) HA verwenden und ihm/ihr sagen: "Aber du weißt: eigentlich ist das so und so..." und hoffen, das er/sie es so sieht wie Brandolin?
.) Ihn/sie einfach ins "Plotmesser" laufen lassen: "Ha, den Gott gibt es gar nicht!"
.) Oder im Spiel einfach nie "tieferes Wissen" zukommen lassen, sondern den Wissensstand immer am Level der dereischen Kulte belassen?

Letzteres ist wohl das Beste. Dann sehe ich aber den Nutzen in einer Festlegung nicht. Außer sagen zu können " Ha, ha! ICH weiß es!!"
(Wörter nachträglich fett hervorgehoben. Wichtig: ich nicht man oder alle)

Ich bin davon ausgegangen, dass damit klar wird, das ich hier meine rein subjektive Meinung kundtue. Ich kann natürlich auch nicht wissen, wie die Spieler meiner Runde das sehen, da aber ich mit ihnen am Spieltisch sitze, versuche ich alles nach MEINEM besten Wissen und Gewissen um unseren gemeinsamen Spielspaß zu fördern.

Wenn ich eine Setzung nicht mag, werde ich sie vielleicht auch nicht gut rüber bringen. Aber im Zweifelsfall hole ich mir auch Feedback hier im Forum, um über den Tellerrand zu blicken und das hat mir bisher immer sehr gut geholfen.

Das sich manche an diesen Erkenntnissen stören, andere nicht und sie andere sogar spannend finden weiß ich spätestens, seit dem ich die letzten 66 Seiten mit verfolgt habe.

Aber um jedes Missverständnis auszuräumen:

ALLE MEINE BEITRÄGE KÖNNEN NICHT NUR SONDERN ENTHALTEN DEFINITIV NICHT NUR SPUREN VON SUBJEKTIVER WAHRNEHMUNG UND MEINUNG!

Weder nehme ich mich wichtig genug um mich als repräsentativ für die breite Masse an DSAler zu sehen, noch schreibe ich jemanden vor, wie er etwas auszufassen hat.

Und ich versuche auch jeden anderen Standpunkt nach zu vollziehen, was mir mal mehr, mal weniger gelingt. Gut gelingt es mir bei TrollsTime, da er für mich auch jemand ist, der Argumente der Gegenseite annimmt und auch seine Meinung zu einigen Punkten auf Grund guter Gegenargumente schon relativiert hat.

Und ebenso wie er und wohl auch Du tue ich mir bei Grundsatzopposition und Beiträgen die "Ihr seid doch alles verbohrte Schwachköpfe" implizieren wiederum schwerer, mich auf die im Beitrag enthaltenen Argumente einzulassen.

EDIT: Auf Grund des großen Projektes DSA 5 glaube ich nicht, dass gleich eine 2. überarbeitete Auflage der "HA" die FAQ und Errata beinhaltet rauskommen wird.

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TrollsTime
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 12.03.2015 12:12

@Satinavian
Sofern sie nicht zurückrudern - was ich für äußerst unwahrscheinlich halte - ist/wird sein die HA der "Götterband" (bzw. Teil1 davon) zu DSA5.
Ganz gleich, ob er noch unter DSA4 rausgebracht wurde oder nicht.
Alles andere ergibt keinen Sinn oder zumindest recht wenig.

(Ob das einem gefällt, steht auf einem anderen Blatt)

@ Ardor
In meiner DSA4-Runde werde ich einfach mal unserem zweiten Spielleiter mal die HA in die Hand drücken und ihn mal fragen, was er davon hält. Dem dritten ist sie wahrscheinlich eh egal...
(Btw:
Beide spielen/leiten mit mir DSA4 seit etwa 7 Jahren und spielen DSA noch wesentlich länger und sind dennoch kaum in Foren aktiv)
Dann mache ich es vom Mehrheitsentschluss/Lautstärke abhängig.

In meiner DSA5beta-Runde glauben die Spieler eh das, was ich glaube.
Funktioniert auch
TT wünscht allen Spielern jeweils das DSA, das ihnen am meisten gefällt.

Gorbalad
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 12.03.2015 12:16

@TrollsTime: Ich glaube, mit Götterband war ein WdG/LL-Nachfolger, insbesondere was Regeln betrifft gemeint. Das ist HA sicher nicht.

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 12.03.2015 12:25

Gorbalad hat geschrieben:@TrollsTime: Ich glaube, mit Götterband war ein WdG/LL-Nachfolger, insbesondere was Regeln betrifft gemeint. Das ist HA sicher nicht.
Ich weiß.
Aber das HA die "Vorlage" ist, liegt doch auf der Hand.
Sonst gibt die Veröffentlichung mit so viel "neuem" doch keinen Sinn.

Zumindest wird der Götterband darauf aufbauen und die Regelfragen klären...
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 12.03.2015 12:27

Dass die HA nicht sonderlich sinnvoll war, ist ja eine nicht ganz unverbreitete These :)

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Derya Eulenhexe » 12.03.2015 12:30

@Ardor: Nein, kein Bezug zu diesem deinem Post vorher. Also keine Sorge. :) Wobei ich nicht ausschliessen möchte, dass andere Beiträge von dir, genauso wie von anderen, in so einen allgemeinen Eindruck eingeflossen sind. Aktueller Anlass war meine ich S-T-Patrol, aber es trieb mich schon eine Weile um und ich wollte es ganz bewusst allgemein halten und es nicht auf irgendjemand beziehen.

Denn erstens kam dieses Gefühl immer mal wieder bei unterschiedlichen Beiträgen von verschiedenen Ablehnern auf und ich gehe nicht davon aus, dass dies beabsichtigt war, und zweitens gehe ich davon aus, dass es so einigen Ablehnern mit so einigen Posts von Befürwortern ähnlich ging. Alles was ich wollte, war, dass in dieser hochemotionalen Debatte vielleicht zweimal drübernach nachgedacht wird, wie ein Beitrag beim jeweiligen Gegenüber ankommen kann.
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Talasha » 12.03.2015 12:30

TrollsTime hat geschrieben:

@Talasha
Talasha hat geschrieben:...

Nachtrag:
@Lithuasil
Dann lies doch bitte mal genauer, früher waren die Götter grau weil ihre Prinzipien sowohl nett als auch unschön sein konnten, nun sind sie Grau weil sie dumme selbstsüchtige Idioten sind.
Das erklären dir Sumaro und andere nun schon 65 Seiten lang.
Und seit 65 Seiten erkläre ich euch, dass das haltlos übertrieben ist. (Dein Argument der "65 Seiten" führt also zu nichts)
Übrigens können auch nach HA die Aspekte der Götter "unschön oder nett" sein.
Das Problem ist halt das deine Argumente das Götter keine dummen neidischen Idioten sind, nur dann zünden wenn ich eine Göttin (Chalwen) als dumme neidische Zicke betrachte.

Auch die ganzen tollen Plots die angeblich jetzt möglich sein sollen, damit ich glaube das erst jetzt nach zehntausenden von Jahren und mehreren Kharmakortäen aufkommt das Nandus nicht Nandus ist... sorry aber da brauche ich mindestens einen Schienennagel im Hirn pro Zeitalter in dem es Nandus schon nicht mehr gibt um das zu Glauben.(genau wie bei Olvirs These das die halbe Nanduskirche aus Amazerothpaktierern und Frevlern besteht und es keinem auffällt...)
bluedragon7 hat geschrieben: Meiner Erfahrung nach gibt es einen signifikanten Anteil Spieler bei DSA die ihren Spielspaß (zumindest teilweise) aus dem Wissen um die Welt ziehen, dem Wiedererkennen, dem heimisch-vertraut Fühlen. Für solche Spieler ist es eben nicht reizvoller, nichts zu wissen.
und was schließt du daraus das genau diejenigen die sich über die HA am lautesten aufregen zu exakt dieser Gruppe gehören?
Zuletzt geändert von Talasha am 12.03.2015 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von TrollsTime » 12.03.2015 12:31

@ Gorbalad
Ich sehe es so:
- Für die DSA4er sollte es ein großes Schmankerl zum Abschluss werden
- Für die DSA5er ein neuer aufgeräumter Hintergrund an EINER Stelle

Dass dieses Ideal nicht ganz - zumindest nicht für jeden - erreicht wurde, steht auf einem anderen Blatt.

Aber es wird nicht als "Werk für zwischendurch" beabsichtigt worden sein, sondern als Vorlage des Götterhintergrundes für DSA5, womit man sich im folgenden Götterband mehr auf Regelfragen und Detailfragen konzentrieren könnte.

@ Talasha
Talasha hat geschrieben:...
Das Problem ist halt das deine Argumente das Götter keine dummen neidischen Idioten sind, nur dann zünden wenn ich eine Göttin (Chalwen) als dumme neidische Zicke betrachte.
Was ist wahrscheinlicher? 100 neidische Idioten oder eine neidische Zicke?
Auch die ganzen tollen Plots die angeblich jetzt möglich sein sollen, damit ich glaube das erst jetzt nach zehntausenden von Jahren und mehreren Kharmakortäen aufkommt das Nandus nicht Nandus ist... sorry aber da brauche ich mindestens einen Schienennagel im Hirn pro Zeitalter in dem es Nandus schon nicht mehr gibt um das zu Glauben.(genau wie bei Olvirs These das die halbe Nanduskirche aus Amazerothpaktierern und Frevlern besteht und es keinem auffällt...)
"Plotfülle" ist immer ein dramaturgisches Problem.
Nichtsdestotrotz gang und gäbe.
Da haben sich die Helden noch nie beschwert....

Zu dem o.g. gibt es verschiedene Alternativen:
-- Hesinde-Anhänger sehen Nandus nur als Aspekt/Allegorie Hesindes. Irgendwann bildet sich hieraus eine Sekte, die sich verselbständigt. Ist und bleibt aber ein Aspekt Hesindes
-- Der Güldene oder Amazeran mischen da mit
-- Beides irgendwie.
Chalwen sagt hier ja im Grunde zwei Dinge aus:
Nandus, wie wir ihn kennen, existiert so nicht.
Es existierte mal eine ähnliche Wesenheit, die aus Vereinfachungsgründen Nandus genannt wird.
bluedragon7 hat geschrieben: Meiner Erfahrung nach gibt es einen signifikanten Anteil Spieler bei DSA die ihren Spielspaß (zumindest teilweise) aus dem Wissen um die Welt ziehen, dem Wiedererkennen, dem heimisch-vertraut Fühlen. Für solche Spieler ist es eben nicht reizvoller, nichts zu wissen.
und was schließt du daraus das genau diejenigen die sich über die HA am lautesten aufregen zu exakt dieser Gruppe gehören?
Das stimmt doch schlichtweg nicht.
Sumaro war beispielsweise definitiv für "offen" lassen.
Zuletzt geändert von TrollsTime am 12.03.2015 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Talasha » 12.03.2015 12:42

Brandolin hat geschrieben:

Das ist die zentrale Aussage.
Ich habe verstanden und reflektiert, dass mein Charakter ein fiktives für ein Rollenspiel erschaffenes Wesen ist, dass einer fiktiven, für ein Rollenspiel geschaffenen Glaubensrichtung/Religion/Überzeugung an (k)eine fiktive, für ein Rollenspiel erfundene Gottheit anhängt.
Das Problem ist halt das ich einen Rondrageweihten wollte, dank HA nun aber einen von vorne bis hinten verarschten Idioten habe.
Es sei denn ich stelle Chalwen als neidische missgünstige Zicke dar die von Hass auf die anderen Götter zerfressen ist.
(Was ich nebenbei machen werde.)
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Brandolin » 12.03.2015 13:41

Talasha hat geschrieben:
Brandolin hat geschrieben:

Das ist die zentrale Aussage.
Ich habe verstanden und reflektiert, dass mein Charakter ein fiktives für ein Rollenspiel erschaffenes Wesen ist, dass einer fiktiven, für ein Rollenspiel geschaffenen Glaubensrichtung/Religion/Überzeugung an (k)eine fiktive, für ein Rollenspiel erfundene Gottheit anhängt.
Das Problem ist halt das ich einen Rondrageweihten wollte, dank HA nun aber einen von vorne bis hinten verarschten Idioten habe.
Es sei denn ich stelle Chalwen als neidische missgünstige Zicke dar die von Hass auf die anderen Götter zerfressen ist.
(Was ich nebenbei machen werde.)
Ich würde gern verstehen, warum.
Versteh dies bitte nicht falsch, aber auch nach 66 Seiten verstehe ich noch nicht, warum ein Geweihter ein "verarschter Idiot" wird, und dies durch die HA.
Und ich würde es gern verstehen können, um der Argumentation folgen und mir darüber ein differenzierteres Bild machen zu können.
Die Wiederholung dieser oder ähnlicher Aussagen, wie in diesem und anderen Threads schon mehrfach von verschiedenen Usern getätigt, trägt zum Verständnis allerdings nicht bei.
Meine Rondra-Geweihte war aus der Sicht von mir, einem Ignostiker, schon immer eine "verarschte Idiotin" - um deinen Terminus zu benutzen - die an eine fiktive und zusammen geschusterte Gottheit mit einer ebenso zusammengeschusterten Religion glaubte. Was hat sich daran durch die HA geändert ?

Meine Rondra-Geweihte wird dadurch ausgemacht, wie sie sich verhält, woran sie glaubt und wie sie aufgrund ihres Glaubens agiert oder eben was sie aufgrund ihres Glaubens nicht tut/zu tun bereit ist. Nach der HA gibt es keinerlei Grund, dass sich ihr Glauben, ihre Moralvorstellungen oder ihre Überzeugungen ändern sollten. Warum sollten sie es ? Was hat die HA an diesen geändert ?

Hast du bisher auf das Spielen von Novadis verzichtet, weil deren Glaubensbild bisher besten Falles unbestätigt war ?
Hast du auf Magierphilosophen allein und einzig aus dem Grund verzichtet, weil ihr Glaubensbild als OT-unzutreffend definiert war ?
Wie sieht es mit Rur und Gror -Gläubigen oder Dualisten aus ?

Ich würde es wirklich gern verstehen. Deshalb sind die Fragen auch, wenn so formuliert, nicht allein an dich sondern jeden mit einer ähnlichen Einstellung gerichtet.

Brandolin

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 12.03.2015 13:46

@Brandolin:

In Kurz? Die GEWISSHEIT als SPIELER, wie die Gottheit dahinter IST (und wie auf jedenfall NICHT, und ob es sie überhaupt GIBT), weil man als Spieler in einem FAntasysetting sowas nachlesen kann.

Brandolin
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Brandolin » 12.03.2015 13:48

Ich würde statt der zigsten Wiederholung der Kurzfassung die lange Erklärung bevorzugen - wie ich schon schrieb.

Danke.
Brandolin

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Silverhammer » 12.03.2015 13:59

Brandolin hat geschrieben: Hast du bisher auf das Spielen von Novadis verzichtet, weil deren Glaubensbild bisher besten Falles unbestätigt war ?
Hast du auf Magierphilosophen allein und einzig aus dem Grund verzichtet, weil ihr Glaubensbild als OT-unzutreffend definiert war ?
Wie sieht es mit Rur und Gror -Gläubigen oder Dualisten aus ?
Weil man sich bei diesen Konzepten bewusst dafür entschieden hat, sie zu spielen.

Bei einem Zwölfgöttergeweihten hatte ich mich bisher immer dazu entschieden einen Geweihten einer IT definitiv existierenden Gottheit zu spielen die zwar nicht immer alles richtig macht aber dennoch mMn verehrungswürdig ist. Das hat mir die HA nun weggenommen, weil meiner Ansicht nach die Beschreibung in der HA nur noch sehr mächtige egoistische Typen darstellt und mir hier die eigene Entscheidung fehlt.

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Mithrandir
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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 12.03.2015 14:00

Hier wurde schon 100mal gesagt, dass die Wahrnehmung der Götter sich für einige Spieler subjektiv massiv verschoben hat und das es manche Götter (nandus, Kor, Ifirn, etc. pp.) schlichtweg nicht mehr gibt, darüberhinaus die Götterwelt mancher nicht-aventurischer Settings auf Dere im DSA Background auch mit dem neuen Götterbild schwierig umzusetzen ist (Uthuria, Myranor). Und jedesmal wurde dann von der HAnglikaner-Seite nicht verstande, warum das so ist :)

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Brandolin » 12.03.2015 14:22

Silverhammer hat geschrieben: Weil man sich bei diesen Konzepten bewusst dafür entschieden hat, sie zu spielen.

Bei einem Zwölfgöttergeweihten hatte ich mich bisher immer dazu entschieden einen Geweihten einer IT definitiv existierenden Gottheit zu spielen die zwar nicht immer alles richtig macht aber dennoch mMn verehrungswürdig ist. Das hat mir die HA nun weggenommen, weil meiner Ansicht nach die Beschreibung in der HA nur noch sehr mächtige egoistische Typen darstellt und mir hier die eigene Entscheidung fehlt.
Also ist es für dich wichtig, dass neben dem, was den Char zu seinem Glauben brachte und dessen Weltbild prägt, auch das Meta-Wissen, dass der Char eine "verehrungswürdige Wesenheit" anbetet/dieser dient ?
Ich verstehe dich ferner so, dass du dich bisher auch bewusst dafür entschieden hast, Charaktere zu spielen, die eben keiner IT definitiv existierenden Gottheit huldigen. Wenn ich dies richtig verstanden habe, möchte ich weiterfragen, was für dich den Unterschied darstellt. Ist es "nur" (und dieses nur kann ja durchaus als sehr gewichtig wahrgenommen werden), dass du dich mit der wahrgenommenen Umstellung nicht mehr dafür entschieden hast, sondern deine Entscheidung revidiert wurde ?
Und könntest du dir vorstellen, bewusst einen Geweihten zu spielen, obwohl die Gottheit dMn nicht verehrungswürdig oder IT-nonexistent ist - analog zu bisherigen MAgierphilosophen oder Novadis ?
Und falls ja, ist es dann "nur" die (durchaus nachvollziehbare) Enttäuschung, nicht selbst entsprechend entschieden zu haben, die dir deine Charaktere entfremdet oder welche Gründe/Gefühle hindern dich, ggf. dich nun bewusst dafür zu entscheiden, deine Charaktere genauso wie bisher - auch wenn sie IT einen egoistischen Typen dienen - weiter zu spielen ?

Mithrandir hat geschrieben:Hier wurde schon 100mal gesagt, dass die Wahrnehmung der Götter sich für einige Spieler subjektiv massiv verschoben hat und das es manche Götter (nandus, Kor, Ifirn, etc. pp.) schlichtweg nicht mehr gibt, darüberhinaus die Götterwelt mancher nicht-aventurischer Settings auf Dere im DSA Background auch mit dem neuen Götterbild schwierig umzusetzen ist (Uthuria, Myranor). Und jedesmal wurde dann von der HAnglikaner-Seite nicht verstande, warum das so ist :)
Ja, das wurde vermutlich schon 100mal so oder sehr ähnlich geschrieben. Vielleicht sogar von dir allein schon. Diese Aussage erklärt aber leider noch immer und auch nach der xten Nachfrage nicht, warum die verschobene subjektive Wahrnehmung der Götter, die die Charaktere selbst nicht erleben/erfahren werden/können, einen Einfluss auf die Darstellung eines Charakters mit bestimmten Verhaltens- und Glaubensmustern und einer bestimmten charakterspezifischen Moral und Überzeugung beeinflusst. Das geht aus deinen leider recht allgemeinen und unkonkreten Sätzen nicht hervor. Die HA schreibt selbst, dass sie Explizit nur und ausschließlich auf Aventurien bezogen ist. Aber selbst, wenn man das ignoriert, was hat die schwierige Umsetzbarkeit von Götterwelten jenseits von Aventurien mit der Umsetzung und dem Spiel eines aventurischen Rondrageweihten/Praiosgeweihten/... zu tun ?
Jeder Aventurische Geweihte wird ohnehin erst einmal überfordert und vermutlich in Glaubenskonflikte gestoßen, wenn er nach Myranor oder Uthuria kommt. Das hat aber mit HA nichts zu tun, das war auch schon nach WdG vs. MyGö so.
Also bitte erkläre es mir.

Brandolin

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Ardor » 12.03.2015 14:23

Brandolin hat geschrieben:Ich würde statt der zigsten Wiederholung der Kurzfassung die lange Erklärung bevorzugen - wie ich schon schrieb.

Danke.
Brandolin
Aus meiner Sicht und in meinen Worten:

Die Vor-HA Quellen haben es nahe gelegt, oder sagen wir besser, für viele HA-Kritiker die Schlussfolgerung begünstigt das z.B.:
.) Rondra und Kor zwei unterschiedliche Wesenheiten sind die unterschiedliche Prinzipien haben
.) Nandus existiert
.) Tsa und Satuaria zwei unerschiedliche Wesenheiten sind

Wie die Diskussion bisher ergeben hat, lassen die Quellen für einige HA-Befürworter durchaus andere Schlussfolgerungen zu (Themenbereich Kulte/Kirche Vs. Götter, Widersprüche HA/bisherige Setzung: ja oder nein).
Aber im Gegensatz zu anderen Dingen, die schon in WdG als Möglichkeit angedeutet und in HA dann so umgesetzt und konkretisiert wurden (Nichtexistenz Los/Sumu) haben sich diese Schlussfolgerung offenbar nicht jeden so aufgedrängt.

Wenn sich jemand für ein bestimmtes Charakterkonzept entschieden hat, dann unter den für ihn ersichtlichen Bedingungen.
Also Rondra-Geweihter statt Kor-Geweihter, weil man einen ehrenvollen Kämpfer wollte, der einer Gottheit dient, die diese Aspekte vertritt.
Ja, jetzt spielt man noch immer einen Geweihten, der einer KIRCHE dient, die diese Aspekte vertritt. Von der Darstellung der Rolle hat sich also nichts geändert.
Wenn man aber Wert darauf gelegt hat genau dieser Gottheit zu dienen so wie man sie verstanden hat (bezogen auf gewisse Teilaspekte wie ehrenvoller Kampf – die Gesamtheit einer Gottheit wurde weder beschrieben, noch könnte sie ein Mensch erfassen) dann ist man nun eben enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass diese Gottheit so gar nicht existiert.

Wenn Du das nicht verstehst liegt das einfach dran, dass Du andere Schwerpunkte bei Deiner Charaktergestaltung legst.
Und ja: ich gehe auch davon aus, dass niemand wirklich an einen fiktiven Gott aus einer fiktiven Welt glaubt. Nur das Schöne an der fiktiven Welt ist: schreibt ein Autor „eine Gottheit könnte so oder so sein“ dann gilt das für diese fiktive Welt.
Schreibt ein und der selbe Autor 8 Jahre später „die Gottheit ist eigentlich keine Gottheit per se sondern einfach einer von den ersten Wesen die entstanden sind, kann aber die Götterposition besetzen und ist eigentlich nicht so und so sondern nur so“ dann gilt das auch für diese fiktive Welt.

Held weiß es nicht, Spieler weiß es. Und für manche geht halt dadurch ein gewisser Reiz verloren.

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 12.03.2015 14:27

@Brandolin: Doch das wurde auch mehrfach erklärt und ausgeführt. "Ihr" (und das soll weder polemisch noch böswillig verallgemeinernd sein) versteht das nur nicht, weil ihr anders denkt, anders interpretiert und, vielleicht, Geweihte schon immer anders gespielt habt, als "wir".

Aber gerne nochmal:

Geweihter, der für Gottheit X, von der ich als Spieler weiß, dass sie für A, B und C steht und die Schöpfung bewahren will, streitet
spielt sich anders wie
Geweihter, der glaubt für Gottheit X, von der ich als Spieler weiß, dass sie nicht existiert, streitet
spielt sich anders wie
Geweihter, der für Gottheit X, von der ich als Spieler weiß, dass sie eigentlich, garnicht wie geglaubt für A, B und C steht und die Schöpfung bewahren will, sondern eher für B, D und F, aber im Zweifel alles das beiseite lässt, wenn es um ein "Pöstchen in Alveran" geht zu streiten glaubt.


Ein Schwertgeselle, der MEister seines Faches IST und dessen Vater ein Baron IST, spielt sich auch anders, wie ein mittelmäßiger Kämpfer, der sich für einen Meisterkämpfer hält (und mangels herausragender Gegner damit bisher auch noch nicht auf die Fresse gefallen ist) und dessen Vater nichta delig ist, er das aber glaubt.

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Brandolin » 12.03.2015 14:36

@ Ardor : Das erklärt die Enttäuschung, die ein Spieler empfinden kann. Und die ich auch ohne Probleme nachvollziehen kann. Du schreibst aber auch selbst, dass sich für das Spiel des Charakters selbst, erst einmal nichts ändert.
Ich verstehe ferner, dass mit der Spielprämisse, eines einer konkreten Gottheit nach den persönlichen konkreten Spielervorstellungen von dieser Gottheit dienenden Charakters mit der HA das Spielkonzept durch die Enttäuschung geändert wird.
Was sich meinem Verständnis aber noch immer entzieht - und dies sicher nicht aus Böswill - warum die Enttäuschung/Unzufriedenheit so unüberwindbar ist und einem den Charakter komplett verleidet.
Im schlimmsten der Fälle, kann man die HA für das Spiel des konkreten Charakters ignorieren oder sich auf all die Relativierungen in der HA berufen - diese meißelt ja nichts unverrückbar in Stein. Gut dann weicht man mit dem konkreten Charakter im Punkt des konkreten Gottes von der so verstandenen offiziellen Setzung ab, doch kommt dies doch in irgendwelchen Punkten ohnehin bei jeder Gruppe als Zugeständnis an den Spielspaß vor. Warum ist es hier so ein großer Schuh und bei anderen Bereichen sind Hausregeln oder das Ausblenden von ganzen Werken absolut unproblematisch ? (Beispiel H&K nach mindestens der Hälfte aller Forenuser)

@Mithrandir : Der Unterschied zwischen dem Beispiel des Adligen Kämpfers und der Geweihten ist doch aber, dass sich bei dem adligen Kämpfer der unterschied zwischen eingebildet und spielweltreal direkt auf das Spiel und die Spielwelt und entsprechend auch deren Feedbacks auswirkt. Beim Geweihten sehe ich diese Auswirkung auf die Spielwelt und das mit dem Char Erlebbare jedoch beim besten Willen nicht. Wie unterscheiden sich denn nach deiner Auffassung die Geweihten in ihrem Spiel ? Wie spielt sich der eine und wie der andere ?

LG,
Brandolin

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Re: DSA-Götterdämmerung (Historia Aventurica) [MI: G7]

Ungelesener Beitrag von Mithrandir » 12.03.2015 14:57

@Brandolin: Ich kann es dir glaube ich nicht bereiflich machen. Aber einen "leeren" Geweihten zu spielen" fühlt" sich einfach "falsch" an. Bzw. auf jedenfall "anders" für mich. Und die Menge an Arbeit, die ich bräuchte um mir den neuen DSA Kosmos hinzubiegen oder mich da reinzuarbeiten is SO groß (ich muss ja nicht "was neues lernen", ich muss das alte ja auch abschalten) dass sich bei mir, wie ich schonmal andeutete, die Überlegung des Systemwechsels deutlich dadurch abzeichnet, weil in einem neuen System habe ich was das angeht auch nicht mehr Arbeit. (Die von mir persönlich reeelativ liebgewonnenen 4.1 Regeln sind ja auch demnächst Makulatur, wenn ich dem MEtaplot weiter folgen will)

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