Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
Yantur_ibn_Said
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Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Yantur_ibn_Said » 19.10.2014 15:17

Nandus zum Gruße!

Ich würde gerne einmal meta-spieletechnisch diskutieren, wie ihr die Regeneration von Karmaenergie interpretiert.

Zunächst einmal wird ja von vielen Spielern strikt zwischen karmaspendenden und nicht-karmaspenden Göttern und Halgböttern unterschieden - was teilweise sogar mit existent/nicht existent gleichgesetzt wird. Die Grenzen wurden hier von der DSA-Redaktion ja schon vermutlich absichtlich im Laufe der Zeit etwas verwischt - immerhin spenden neben den Zwölfen und im Zwölfgötterkanon anerkannten Halbgöttern u.a. auch Tairach, die Himmelswölfe sowie Satuaria Karma - und nicht zu vergessen auch der Namenlose.

Darauf will ich jetzt aber nicht näher eingehen, sondern vor allem auf die DSA-Regel, dass im Großen und Ganzen göttergefälliges Handeln Voraussetzung dafür ist, dass Geweihte ihre Karmaenergie regenerieren. In dem Zusammengang ebenfalls interessant: Damit jemand Geweihter wird, muss er von der entsprechenden Gottheit angenommen werden.

Beißt sich das nicht teilweise mit dem, wie Geweihte agieren? Boron beispielsweise scheint ja sowohl Anhängern des Puniner wie des Al'Anfanfer Ritus Karma zu spenden - und das obwohl sich beide Seiten gegenseitig als Häretiker verfolgen - und das zuweilen sogar sehr blutig wurde. Die Gründung der Golgariten hatte immerhin nicht weniger als die "Vernichtung der Al'Anfaner Ketzer" zum Ziel.

Auch scheint er nach wie vor Anhänger beider Riten zu Geweihten zu berufen, was ja durchaus dahingehend interpretiert werden könnte, dass beide Seiten - so unterschiedlich sie Boron auch interpretieren - noch nah genug an der "wahren Lehre" sind, dass Boron sie nicht verstößt.

Wie würde sich ein Anhänger des jeweils anderen Ritus erklären, dass Boron seinem Todfeind noch Karmaenergie spendet?

Eine damit zusammenhängende Frage: Wie weit kann sich das Bild von einer Gottheit von der Realität entfernen (sofern es diese gibt), ohne dass die Gottheit die Gläubigen verstößt. Immerhin haben die Achaz (und einige Fischmenschen) von ihrer Schöpfergöttin Zsahh zum Beispiel doch ein ganz anderes Bild als die Menschen von der Gottheit, die sie Tsa nennen.
Zuletzt geändert von Yantur_ibn_Said am 19.10.2014 15:53, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Erdoj Hurlemaneff » 19.10.2014 15:39

Zu jedem deiner Unterpunkte könnte man einen eigenen Thread aufmachen.... ;)

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Na'rat
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 19.10.2014 15:45

Yantur_ibn_Said hat geschrieben: Eine damit zusammenhängende Frage: Wie weit kann sich das Bild von einer Gottheit von der Realität entfernen (sofern es diese gibt), ohne dass die Gottheit die Gläubigen verstößt. Immerhin haben die Achaz (und einige Fischmenschen) von ihrer Schöpfergöttin Zsahh doch ein ganz anderes Bild als die Menschen von der Gottheit, die sie Tsa nennen.
So weit es der Plot will, wir haben da die Golgariten, welche aufs engste mit den Al'Anfanern zusammenarbeiten - was noch harmlos ist, Gewalt und Mord verherrlichende Tsageweihte - als extra Strömung in der Kirche, Rondrageweihte welche traditionell ohne Sinn und Verstand ihr Leben wegwerfen, Hesindegeweihte welche sich für Kindstötungen nicht zu schade sind, Rondrageweihte die mal eben den Dämon Dämon sein lassen, verbrecherischere Praiosgeweihte, Phexgeweihte welche der sozialen Ordnung schaden wo es nur geht usw.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Asdrubal » 19.10.2014 16:06

Das lässt sich alles ingame mit dem alten Spruch begründen: Die Wege des Herren sind unergründlich.

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Halbblut
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Halbblut » 19.10.2014 19:01

Yantur_ibn_Said hat geschrieben:Boron beispielsweise scheint ja sowohl Anhängern des Puniner wie des Al'Anfanfer Ritus Karma zu spenden - und das obwohl sich beide Seiten gegenseitig als Häretiker verfolgen - und das zuweilen sogar sehr blutig wurde.

Eine damit zusammenhängende Frage: Wie weit kann sich das Bild von einer Gottheit von der Realität entfernen (sofern es diese gibt), ohne dass die Gottheit die Gläubigen verstößt. Immerhin haben die Achaz (und einige Fischmenschen) von ihrer Schöpfergöttin Zsahh zum Beispiel doch ein ganz anderes Bild als die Menschen von der Gottheit, die sie Tsa nennen.
Zu diesem Schisma schweigt sich Boron halt aus.

Scherz beiseite. Ich vermute eher einfach die Magiertheorie liegt nicht ganz falsch, dass die Zahl der Gläubigen extrem wichtig für einen Gott ist.

Im Grunde scheint es den Göttern nur im Kern auf einige Aspekte anzukommen. Bei den Achaz wird Tsa ja ebenfalls als Göttin der Wandels und Erneuerung verehrt. Gleiches gilt bei zwergischen Angrosch-Kult zum menschlichen Ingerimm-Kult. Unterschiede sind klar erkenntlich, aber Handwerk, Feuer etc. spielen eine wichtige Rolle. Deutlicher vielleicht bei Praios als Meisterinformationen: Pprsss (Praios) war bei den Achaz & Shinthr ebenfalls ein Sonnen- und Herrschergott. Allerdings auch sehr magieaffin. Letzeres ist im menschlichen Praioskult nicht der Fall.

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Varana
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Varana » 19.10.2014 19:17

Zunächst ist es sinnvoll, die für die Karmaregeneration nötige Gottgefälligkeit relativ großzügig zu handhaben. Sowohl im Kleinen (wie verhält sich der Geweihte), als auch im Großen (was lehrt die Kirche). Götter achten nicht auf einzelne Ameisen, solange der Ameisenhaufen einigermaßen gesund bleibt.

Ein großer Teil der Differenzen zwischen den Boronkirchen sind Dinge, die dem Gott gar nicht so wichtig sein müssen. Ist nun Buch X oder Buch Y heiliger? Sind Drogen gut oder nicht? Sollte die Kirche arm sein oder regieren? Sollte sie einen Assassinenorden unterhalten? Das sind alles Dinge, die Boron offensichtlich analperipher tangieren.

Dazu sollte man unbedingt davon ausgehen, daß sich Götter in verschiedenen Kulturen unterschiedlich offenbaren können. Den Echsen offenbaren sich Zsahh und H'Szint auf die eine Weise, den Menschen in Aventurien Tsa und Hesinde auf eine andere. Pprrss (oder so) ist ein bißchen anders als Praios ist ein bißchen anders als Brajan. Es gibt ein paar grundlegende Eigenschaften, aber nicht viele.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Yantur_ibn_Said » 20.10.2014 12:19

Varana hat geschrieben:Ein großer Teil der Differenzen zwischen den Boronkirchen sind Dinge, die dem Gott gar nicht so wichtig sein müssen. Ist nun Buch X oder Buch Y heiliger? Sind Drogen gut oder nicht? Sollte die Kirche arm sein oder regieren? Sollte sie einen Assassinenorden unterhalten? Das sind alles Dinge, die Boron offensichtlich analperipher tangieren.
Exakt! Und genau deshalb finde ich es so schwer nachzuvollziehen wie diese "Ketzer"-Ideologie bei Schismen zustandekommt.

Wenn doch der angebetene Gott höchstselbst die aufgeworfenen Fragen über die sich die Gläubigen in die Haare bekommen, nicht so wichtig nimmt, frage ich mich wirklich, wie sich das die Anhänger, die jeweils davon überzeugt sind, dass die anderen Ketzer sind, sich erklären.

Bei historischen Vorbildern blutiger Schismen war es nun mal so, dass kein Gott irgendein erkennbares Feedback gegeben hat.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Zyrrashijn » 20.10.2014 12:26

Ich denke, man muss die Verbindung zu der jeweiligen Gottheit und der damit verbundenen KE-Regeneration anders herum aufziehen. Nämlich wie sehr der jeweilige Geweihte sich selbst im Einklang mit den Prinzipien seines Gottes sieht. Erst bei zu großen Abweichungen kappt eine göttliche Entität vielleicht die Verbindung. Das würde Abweichungen wie das Schisma der Boron-Kirchen oder auch gewisse Wildermark-Kriegsfürsten mit KE erklären.
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 20.10.2014 13:00

Wenn man Götter und Glaubenslehre nicht in völlige Beliebigkeit abgleiten lassen will sollte man nicht versuchen zu innerweltlich erklären, warum z.B. praiosgeweihte Verbrecher den Segen ihres Gottes haben.

Schismen, gibt es im Zwölfgötterglauben oder überhaupt in Aventurien eh nur zwei, zwischen den beiden Boronkirchen und die thorwalsche Nationalkirche vs. Zwölfgötterglauben, und beide sind ausnehmend zahm bis folgenlos.
Was aber innerweltlich nicht an einem Mangel an Konflikten liegt sondern an der, implizierten, Designentscheidung, dass jeder Charakter immer und überall problemlos spielbar sein muss.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 20.10.2014 13:29

Meine persönliche Sicht: Es ist im allgemeinen nicht der jeweilige Gott der den Karmahahn zudreht sondern es das Gewissen des Geweihten welches im Falle von Verstößen gegen die indoktrinierte Geisteshaltung den Empfang von Karma stört.

Sprich wer glaubt, daß er gesündigt hat, der regeneriert kein Karma bis er glaubt die Sünde abgegolten zu haben. Dieser Glauben kann auch unterbewusst passieren.

Damit kann man bequem fast alles erklären
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 20.10.2014 13:41

Außer dass es dem Göttern grundsätzlich egal ist was das Bodenpersonal macht, die alles und jedem mit Karma ausstatten und deren Verhalten immer unterstützen.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Zyrrashijn » 20.10.2014 13:45

Bis zu einem gewissen Grad würde ich auf jeden Fall den Standpunkt einnehmen, dass den Göttern einiges egal ist.
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 20.10.2014 14:04

Na'rat hat geschrieben:Außer dass es dem Göttern grundsätzlich egal ist was das Bodenpersonal macht, die alles und jedem mit Karma ausstatten und deren Verhalten immer unterstützen.
Auch das ist damit erklärt: da sich das Ganze im allgemeinen selbst reguliert ist eine ständige Aufmerksamkeit der Götter nicht nötig und wenn mal was passiert, was ihnen nicht recht wäre geht es im Hintergrundrauschen unter. Das heisst nicht daß es den Göttern _grundsätzlich_ egal ist sondern daß vieles einfach nicht deren Aufmerksamkeit erreicht. Sie lassen die Ameisen einfach mal machen und daß meiste was vorgebracht wird als angeblicher Beweis des Desinteresses der Götter ist einfach nicht wichtig genug im Kosmologischen Kontext.
Götter haben Prinzipien aber die Vorgaben wie diese vor Ort umgesetzt werden unterscheiden sich so sehr wie die Anhänger und deren Kulte.

So gibt es dann eigentlich nix mehr was damit nicht erklärbar ist.

Andere mögen sich lieber daran aufreiben, daß ihre Wahrnehmung der Welt zu Problemen führt, ich bevorzuge es so wahrzunehmen, daß es solche möglichst wenig gibt.
Wenn man sich natürlich lieber über die blöden Setzungen der Redaxxx aufregen will ist mein Erklärungsansatz wie es mit der Karmaregeneration funktioniert natürlich ungeeignet :wink:
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von wolf-the-white » 20.10.2014 17:06

Es ist sicherlich so, dass die Götter einen größeren Spielraum haben, als die Kirchen ... zumindest im Allgemeinen.
Dennoch wird es wohl Grenzen geben.

Wenn man verschiedene Mönchsorden vergleicht gibt es ja auch große Unterschiede, die insbesondere unter ihnen zu Zwist führen.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 20.10.2014 17:26

Sehe ich recht ähnlich. Die Götter schauen ihren Geweihten nicht die ganze Zeit über die Schulter, dass sie auch ja brav sind. Ob sie dies aus Zeitmangel machen, oder einfach weil es sie nicht interessiert ist hier nicht wichtig. Bei der Weihe prüft die Gottheit den potenziellen Geweihten gründlich. Wenn sie denkt, er würde im Sinne der Gottheit handeln bekommt er Zugang zum Karmapool der Gottheit. Ab da entscheidet das Gewissen des Geweihten, wie viel er sich nimmt. (Das muss dem Geweihten nicht unbedingt klar sein!). Das erklärt auch, warum fehlgeleitete Geweihte, die aber noch immer voll davon überzeugt sind, im Sinne der Gottheit zu handeln Karma haben/bekommen.

Natürlich kann die Gottheit das Karma wieder entziehen, aber dafür muss sie erstmal überhaupt merken, was der Gewihte so alles macht. Die Karmalqueste wäre da finde ich ne gute Möglichkeit.
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Grangorerin » 21.10.2014 22:02

Ich mache es so, dass ich davon ausgehe, dass mit der Weihe der Geweihte ein "Gefäß" für göttliche Energie wird. Diese kann er in jedem Tempel seiner Gottheit bzw. verwandter Gottheiten (Rodrageweihte gehen auch in Swafnirtempel) Karma regeneriert - durch mindestens 1 Stunde Gottesdienst (1W 6 KE). Auch an Schreinen lässt sich regenerieren, aber schlechter. (1W6 -2 KE) Besonders gut regeneriert er, wenn er in Gottesdiensten beteiligt ist. (2 W 6 +2). Morgendliches und abendliches einsames Gebet regenerieren 1 KP pro Gebet.
Macht der Geweihte Unsinn, weiß er es meist selbst und steht sich damit entweder selbst im Weg oder die Gottheit spürt, dass er sich "versündigt" hat und verbietet die Regeneration.

Stingel
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Stingel » 22.10.2014 19:01

1 KaP für ein kleines Gebet? Dachte immer, dass tägliche kurze Gebete bei nem Geweihten eh schon obligatorisch wären. Ist aber sowieso OT.

Meine Interpretation dessen, dass beispielsweise Boron das Schisma der Kirche so hinnimmt und beiden Seiten nicht nur weiterhin Karma spendet sondern auch beiderseits weiterhin die Ordination neuer Geweihtererlaubt.

Offenbar ist es Boron egal, dass die Volksfront von Al'Anfa gegen die Al'anfaische erm... Puniner Volksfront kämpft. Das bringt mich dazu, dass die Götter an sich deutlich toleranter im Umgang mit ihren Prinzipien sind, als es die Kirchen sehen.

Ich sehe es ähnlich wie Bluedragon: Das Problem bei der Karamregeneration geht dabei vom Gewissen des Geweihten aus, das auch Unterbewusst verhinden kann, dass sich der Geweihte mit seinem Gott in Einklang bringt.

In meinem Aventurien schauen die Götter zwar schon genau hin und bekommen auch viel mit, handeln aber meist einfach nicht, weil sie eben darauf vertrauen, dass das Bodenpersonal sich drum kümmert, sei es, weil die von Selbst auf das Problem stoßen oder irgendwie drauf gestoßen werden. Dazu haben doch auch dir Kirchen ihre Mystiker, um Zeichen der Götter zu erkennen und zu deuten.

Gerade in solchen Schismen kann man es ja auch andersrum sehen:
1) Die kriegen noch Karma -> offenbar ist deren Position im Sinne unseres Gottes
2) Wir kriegen auch Karma -> noch offenbarer ist unsere Position im Sinne des Gottes und richtig
3) unsere Position ist richtiger als deren Position, unser Gott will sie nur nicht gleich mit der vollen breitseite strafen sondernerhält ihnen die göttlichen Gaben, dass sie schneller zur Vernuft und zu göttlichen Wahrheit zurückfinden.

Den grundlegenden "System- und Eignungscheck" eines Geweihten im Rahmen einer Karmaqueste halte ich dabei für sinnvoll und naheliegend. Das werde ich wohl fortan auch so handhaben.

VG Stingel

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 22.10.2014 19:25

Und wie erklärt man dann verbrecherische Praiosgeweihte oder mordende Tsageweihte mit Karma? Damit, dass Praios/Tsa derlei egal ist und die Kirche in grundlegenden Lehren vollkommen fehlgeht?

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Avariel Fink » 22.10.2014 19:32

Naja, es ist ja (soweit ich weiß) nirgends festgelegt, in welchen zeitlichen Dimensionen Götter so "denken". Womöglich kommt dann irgendwann (in 10, 100 oder 1000 Jahren) doch der Punkt, an dem Boron offenbart, welchen Ritus er für ketzerisch hält und wo er dann die Karma-Regeneration unterbindet. Ähnliches gilt dann analog für Praiosses Bannstrahler oder Tsas Finger-Killer. Oder eben die jeweiligen Gegenbewegungen.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 22.10.2014 19:41

Was die Sache nicht besser macht, frei nach dem Motto: Jetzt Mist bauen und später vielleicht bestraft werden.

Zumal die Götter zeitnah und unmittelbar eingreifen können, wie z.B. bei der Weihe von Geweihten. Auch gibt es verbrecherische Praiosgeweihte und mörderische Tsageweihte ja nicht erst seit gestern. Die machen jahre-, jahrzehnte- oder beim Bannstrahl jahrhundertelang gänzlich unsanktioniert was sie wollen?

Auch ist ketzerisches kein Grund für irgendwas in Aventurien. So ist die Rondrakirche ja auch Jahrtausende lang der Irrlehre aufgesessen eine Kriegsgöttin zu verehren und... gar nichts ist passiert.

kephas
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von kephas » 22.10.2014 19:46

Mir erschliesst sich nicht, wieso sich ein Gott so viel Zeit lassen sollte?

Wenn es innerhalb einer Kirche entgegengesetzte Strömungen gibt, und beide erhalten (angeblich von derselben Gottheit) ihr Karma, dann ist die logische Schlussfolgerung, dass beide Recht haben und die Thematik dem Gott damit egal ist.


Die Alternative wäre, dass mindestens eine der Strömungen von einem anderen Gott Karma gespendet bekommt. Wer weiss, am Ende geben Erzdämonen doch noch Karma :D

Stingel
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Stingel » 22.10.2014 19:55

Na'rat hat geschrieben:Und wie erklärt man dann verbrecherische Praiosgeweihte oder mordende Tsageweihte mit Karma? Damit, dass Praios/Tsa derlei egal ist und die Kirche in grundlegenden Lehren vollkommen fehlgeht?
Verbrecherischer Praiosgerweihter:
Verstoss gegen geltendes Recht führt zu Ordnung. Ein Aspekt verletzt, der andere gepflegt. Nicht wie es sein sollte, aber denkbar.

Mordender TSA-Geweihter:
Mordopfer verhinderte die Erneuerung und den Wandel.

Zumal: Das bereits vorhandene Karma wird ja durch einen Verstoss gegen die Prizipien der Gottheit nicht eingedampf, lediglich der Nachschub leidet darunter.

Und im Zweifel kann es dann immer noch das Rattengott sein, der seine Finger im Spiel hat.

Warum Rondra was dageen haben sollte, als Kriegsgöttin verehrt zu werden selbst wenn sie keine ist... Praois wird ja auch als Anti-Magie-Gott verehrt, obwohl das höchst strittig ist. Wichtiger ist es vermutlich, verehrt zu werden, egal warum.

Das wichtigere ist ja eher: Wenn TSA schon den mordenen Zweitfinger-Geweihten rennen läßt sollte sie dem Geweihten am Spieltisch nihcht schon auf die Finger kloppen, wenn der mal ne Fliege verschluckt.

Ich benaspruche für mich als Meister nicht, dass ich alles verstehe, was die Götter tun und planen. Zugegeben, ich sollte es wissen - aber hey... die Logik eine Gottes muss nicht der Logik eines Menschen (IT wie OT) entsprechen.

@kephas: Jo, sehe ich ähnlich. Gerade das Schisma in der Boronkirche hat ordentlich Schwung in die Bude gebracht. Plötzlich kann man als Borongeweihter auch was erleben statt nur Bekloppte zu betreuen, Gräber auszuschaufeln und sich mit Drogen vollgepumpt in Traumdeutung versuchen. Mal nen ordentlichen Rabenschnabel packen, Al'Anfaer verwemsen oder eben in "der Hand" dienen und den Puniner Stockärschen mal Liebesgrüße aus Mengbilla schicken.
Egal wie und auf welcher Seite... Hauptsache die Bude brummt und viele Leute wollen Geweihte werden, die dann ordentlich Eindruck machen und schnell abnippeln - das steigert die Seelendurchlfussrate mit Direktbezugsoption ohne auf die Alveran-GEZ warten zu müssen, die aus dem Pool der unentschlossenen nach langen Verhandlungen über Verteilschlüssel auch mal was rausrückt.
Zuletzt geändert von Stingel am 22.10.2014 19:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 22.10.2014 20:01

kephas hat geschrieben:Mir erschliesst sich nicht, wieso sich ein Gott so viel Zeit lassen sollte?
Götter haben ein anderes Zeitgefühl. Faustregel ist/war: 100 Jahre = 1 Tag.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 22.10.2014 20:04

Oder, aus der Leseprobe der Histuria Aventurica:

Die Zeit, die ein Wald braucht um natürlich zu wachsen = ein Augenblick^^
DSA, trotz der Regeln, nicht wegen der Regeln

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 22.10.2014 20:09

@ Stingel:

Also sind die Kirchenlehren, welche Mord, Krieg und Verbrechen verbieten schlicht falsch, stehen gar dem erklärten Ziel von Ordnung und Wandel im Weg? Das kann es ja auch nicht sein.
Stingel hat geschrieben: Zumal: Das bereits vorhandene Karma wird ja durch einen Verstoss gegen die Prizipien der Gottheit nicht eingedampf, lediglich der Nachschub leidet darunter.
Lies mal den Threadtitel.
Stingel hat geschrieben: Ich benaspruche für mich als Meister nicht, dass ich alles verstehe, was die Götter tun und planen.
Tja, als Spielleiter stellst du die Götter aber, direkt oder indirekt, dar.
Stingel hat geschrieben:Jo, sehe ich ähnlich. Gerade das Schisma in der Boronkirche hat ordentlich Schwung in die Bude gebracht.


Auch nicht, die Kirchen arbeiten aufs engste zusammen.
Captain Charisma hat geschrieben: Götter haben ein anderes Zeitgefühl. Faustregel ist/war: 100 Jahre = 1 Tag.
Schlicht falsch, wenn sie wollen können sie vor sich hinwundern dass es nur so kracht. Die Alternative wären Götter welche zuverlässig die Zukunft voraussehen können, was die vorliegende Problematik noch weiter verschärft.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von kephas » 22.10.2014 20:13

Ich bin etwas langsam, daher überschneidet sich meine Antwort mit der von Na'rat ein Stück weit.

Laut WdG S. 241 ist es die Gottheit, die über die Regeneration entscheidet.
Entweder hat eine Gottheit die Möglichkeit, akut einzugreifen (wie Regeneration oder auch grosse Götterwunder), oder sie hat die Möglichkeit nicht (à la 100 Jahre wie ein Tag). Aber dann ist auch das akute Eingreifen von Göttern futsch und generell die Einflussnahme auf die Regeneration der einzelnen Geweihten.
Ausser, wie Na'rat schreibt, die Götter können in die Zukunft schauen, was dann lauter peinliche Fragen aufwirft

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Captain Charisma » 22.10.2014 23:09

Na'rat hat geschrieben:
Captain Charisma hat geschrieben: Götter haben ein anderes Zeitgefühl. Faustregel ist/war: 100 Jahre = 1 Tag.
Schlicht falsch, wenn sie wollen können sie vor sich hinwundern dass es nur so kracht.
Schlicht richtig, denn es kann durchaus sein, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf etwas richten.

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Ostengar
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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Ostengar » 23.10.2014 02:26

Es gibt eben einen gewissen Vertrauensvorschuß seitens der Götter bzw sie haben eben nicht ständig Alles im Blick. Zudem sind die irdischen Auslegungen eben dehnbar solange die Grundrichtung stimmt. Andererseits gibts auch mal ganz persönliche Kontakte. Wichtig ist wohl die Verbindungshilfe nach Dere durch die Geweihten, die manchmal aber auch ganz persönlich sein kann.
Iritierend finde ich aber eben das diese Grundrichtung oft schon in Themen anderer Götter hineinreicht oder eben totale Widersprüche.
Eine Tsa die nichtmal im Götterkrieg mitmachen wollte fördert sicher keine Tötungen, höchstens toleriert sie evtl Selbstverteidigung.
Wenn ich meine These amorpher Energiefelder als Wesentliches nehme, hatt ein Gott eben viele Personen was ja schon die Möglichkeit an mehren Oten gleichzeitig zu sein weiterführt . Normalerweise mit einem Zentrum, aber evtl könnte somit zb der myranische Praios schon fast ein eigener Gott neben dem aventurischen, oder Tsa zur Echsischen fast eine 'Schwester' sein, oder sie könnten eben Götterkinder/Ableger wie die Halbgötter sein. Ich nehme mal die Aufteilung schon als eher fix, sehe aber so gewiße amorphe Formen.

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von kephas » 23.10.2014 06:30

Captain Charisma hat geschrieben:Schlicht richtig, denn es kann durchaus sein, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf etwas richten.
Das lässt natürlich auch darauf blicken, was Göttern so als wichtig genug erscheint, sodass sie ihre Aufmerksam darauf richten. "Weltbewegende Ereignisse, ganze Landstriche fallen dem Chaos anheim, ach was solls. Erst mal schauen, ob meine Schäfchen ihr Karma verdient haben."

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Re: Regeneration von Karmaenergie - Interpretationen

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 23.10.2014 12:24

Captain Charisma hat geschrieben: Schlicht richtig, denn es kann durchaus sein, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf etwas richten.
Was etwas anderes ist als ein abweichendes Zeitverständnis. Mangelnde Aufmerksamkeit ist auch schwierig, wenn sich die Verfehlungen über einen längeren Zeitraum ereignen.
Wenn schwerste Verfehlungen aber nicht die Aufmerksamkeit des Gottes auf sich ziehen, der und dessen Kirchen angeblich genau solchen Verfehlungen entgegenstehen, ist dies auch alles andere als unproblematisch.
Ostengar hat geschrieben: Eine Tsa die nichtmal im Götterkrieg mitmachen wollte fördert sicher keine Tötungen, höchstens toleriert sie evtl Selbstverteidigung.
Nein, zu den Freiheitskämpfern:
http://www.dsa4forum.de/viewtopic.php?p ... 0#p1457900

Solche Pannen wie den Bannstrahl erklärt dies auch nicht. Der Orden bekommt seit Jahr und Tag Brief und Siegel der Kirche. Die damit Verbrecher deckt und fördert und ihrerseits den Segen des Gottes hat.

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