DSA5 Objektsegen unnütz

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
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Zamino
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Objektsegen unnütz

Ungelesener Beitrag von Zamino » 14.02.2020 09:29

Wozu braucht man in DSA5 gesegnete Objekte? Sie helfen nicht bei Zeremonien. Sie sind auch nicht Voraussetzung, um Zeremonien überhaupt durchführen zu können.

Welche Gottheit „braucht“ welche gesegneten Gegenstände?
Oder sind gesegnete Objekte nicht für den jeweiligen Gott vorgesehen, sondern für Gläubige? Soll heißen: segnet man einfach alles mögliche und verschenkt/verkauft den Gegenstand dann an Gläubige, damit die sich freuen?

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Assaltaro
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 14.02.2020 09:45

Ich denke die Frage beantwortest du am besten mit "Wozu gibt es bei uns Weihwasser"
Gesegnete Gegenstände gehören einfach zum Glauben, regeltechnisch ist das nur einfach schwer abzubilden.
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Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

Bin ich froh DSA5 zu spielen. Nicht mehr alle Kämpfer waren in der Fasarer Arena!

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Sanyakho
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Ungelesener Beitrag von Sanyakho » 14.02.2020 10:00

Aus der Regelwiki
Gesegnet

Fast jeder Geweihter benutzt irgendwann in seinem Leben gesegnete Materialien, und auch viele Aventurier sind schon einmal durch Segnungen mit ihnen in Berührung gekommen. Diese einfachste Form der karmalen Objekte ist vor allem als Handwerkszeug für die Geweihten gedacht.

#Hervorrufungsart: Objektsegen (siehe Regelwerk, Seite 328)

#Berührungsschaden: Eine kurze Berührung erzeugt bei Dämonen 1W3 SP, dauerhafter Kontakt wird jede Kampfrunde schädlicher. In der ersten Kampfrunde sind es noch 1W3 SP, in der zweiten 1W3+1, in der dritten 1W3+2. Von der jeweiligen Gegengottheit gesegnetes Material verdoppelt den Schaden. Nach 3 Kampfrunden Körperkontakt mit Dämonen werden gesegnete Materialien zerstört.

#Waffenschaden: kein Nutzen

#Auraschaden: gibt es nicht

#Besonderheiten: keine
Es handelt sich hier einfach nur um die neidrigste Stufe der "Heiligsprechung" von Gegenständen, für mein Verständnis des Spiels eine "Fluff- und Hintergrundliturgie". Also genau das, womit ich in einem Rollenspiel mit der Welt interagiere, ähnlich wie die Zaubertricks bei den Magiern. Nimmst du deinen Geweihten und segnest einem Bauern im befreiten Tobrien sein Saatgut oder seine Sense, bringt das regeltechnisch nicht viel, aber bei ihm und damit in dem der Dorfgemeinschaft baust du dir wahrscheinlich einen großen Respekt und damit auch Unterstützung auf, solltest du Hilfe brauchen, weil du mit deiner Heldengruppe halb tot und blutend aus dem Wald kriechst.

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Shirwan
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Ungelesener Beitrag von Shirwan » 14.02.2020 10:44

Naja doppelter Berührungsschaden bei der Gegengottheit (1W3 x2), +1 (verdoppelt 2) nach jeder Kampfrunde und 3 KR "WD" (danach zerstört), sind im Schnitt 18 Schadenspunkte bei einem Dämon der Gegengottheit (24 mit der zweiten Erweiterung). Finde ich jetzt auch nicht verkehrt, zu mal man die Kosten auf 2 KaP senken kann.

Man müsste dann das gesegnete Material gegen besagten Dämon schleudern (Wurfwaffen?).

Edit: Wenn ihr es "nur" als Fluff nutzt (was vollkommen in Ordnung ist) könntet ihr das evtl. als "Karmaltrick" hausregeln. (AP-Kosten 1, Karmakosten ebenfalls 1, gelingt immer, LD: 1 Aktion) Wir überlegen das auch für andere Sachen wie Initiationen etc. so zu handhaben.
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Sanyakho
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Ungelesener Beitrag von Sanyakho » 14.02.2020 10:58

Oder man nimmt einen Pfeil, der stecken bleibt :lol:

Ja ich gebe zu, das ist nicht Nichts. Dennoch, nehme ich den Objektsegen gern einfach aus dem Fluff heraus gern mit, genau wie jedweder Magier aus meiner Feder sowohl wenigstens den Odem, wenn nicht auch noch den Analys, etwas schwächer, jeder Charakter ein "Feiertalent" (Musik, Tanzen oder singen) mitbekommt, es gehört eben dazu.

Ich muss auch sagen, dass ich selten in unserer Spielrunde erlebt habe, dass der Heldengeweihte genau auf den Widersacher gepasst hat. Daher habe ich die Regel mit der Gegengottheit nicht auf dem ersten Schirm gehabt. ;-)

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Shirwan
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Ungelesener Beitrag von Shirwan » 14.02.2020 11:24

Sanyakho hat geschrieben:
14.02.2020 10:58
Oder man nimmt einen Pfeil, der stecken bleibt
Oder so :ijw:. Hat ein wenig was von Diablo mit dem Dämonenjäger oder wie der hieß.

Wir haben es ehrlich gesagt bisher auch nicht dafür verwendet, aber dein zitierter Text macht diese Verwendung zumindest regeltechnich ja sinnvoll.
Keine Ahnung, ob das auch für Untote gilt, aber ein Borongeweihter, der ein paar Phiolen an seine Kameraden/NPCs in einem Hack&Slay Abenteuer verteilt kurz bevor sie die Flucht durch eine untote Horde wagen, fände ich auch lustig. :lol:
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Herr der Welt
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 14.02.2020 12:27

Zamino hat geschrieben:
14.02.2020 09:29
Oder sind gesegnete Objekte nicht für den jeweiligen Gott vorgesehen, sondern für Gläubige? Soll heißen: segnet man einfach alles mögliche und verschenkt/verkauft den Gegenstand dann an Gläubige, damit die sich freuen?
Sicher können gesegnete Gegenstände als Devotionalien (oder eher so etwas wie Sakramentalen, orientiert an der katholischen Kirche) vergeben werden.
Neben Fluff und möglichem Geld- oder Ansehensgewinn kann damit durchaus die Suggestion einer irgendwie besseren Wirksamkeit des Gegenstandes als geringer Bonus in passenden Situationen übersetzt werden: Die Nähe gewährt Zuversicht (MU-Probe erleichtert), das Werkzeug kann vielleicht eine knapp misslungene Probe doch gelingen lassen, das Wasser verstärkt die natürliche Heilung etc. Umgekehrt kann ein Verlust des Gegenstandes zu Demotvation, Missmut oder sogar leichter Kränklichkeit führen.
Das ist jeweils nicht unbedingt regeltechnisch verankert, wohl aber (je nach Typ Gläubiger) plausibilisierbar (wo auch immer es irgendeinen Unterschied macht).

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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 15.02.2020 17:17

In dämonisch verseuchten Gegenden wie Tobrien kann es durchaus einen handfesten Nutzen haben. Wenn man geweihtes Saatgut ausbringt, ist das Korn vielleicht widerstandsfähiger gegen dämonische Erntevernichter oder das Feld fungiert als Barriere gegen niedere Dämonen. Das Versprengen von Weihwasser kann vielleicht den Einflussbereich eines Arkhobals zumindest begrenzen und vielleicht kann man dämonische Magie zumindest ein bisschen erschweren, wenn man sich recjtzeitig damit übergießt. Ist natürlich Meisterentscheid, würde ich aber so machen.
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 15.02.2020 17:37

Ich habe vor in DSA 4.1 gesegnete Rauchbomben (Schwadenbeutel) zu erschaffen. Die können glaube ich unheiligen Wesen Schaden zu fügen (bin mir aber gerade nicht sicher) und sollten auch Wesen die eigentlich immun gegen Sichtbehinderung sind (Dämonen, Untote, etc.) beeinträchtigen.
Passt auch ganz gut, da schwarzer Rauch explizit für Zeremonien von Kor-Geweihten benutzt wird und viele Geweihte etwas ähnliches immer mit sich herum tragen.

Ich verlange für gesegnete Pfeile auch nur einen Objektsegen auf den Pfeilen, wenn der Bogen und Köcher selber die Objektweihe hat. Einige Meister verlangen wohl eine Objektweihe für jeden Pfeil.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

Zamino
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Ungelesener Beitrag von Zamino » 17.02.2020 09:16

Vielen Dank für eure Rückmeldung.

Soweit ich mich erinnere können Waffen nicht gesegnet werden, nur geweiht. Dann dürften auch keine Pfeile geweiht werden. Daher interessiert mich vor allem der Nutzen jenseits des Kampfes.

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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 17.02.2020 13:13

Eine weitere Option wäre, dass die Geweihte +1 FP auf ihre Liturgie erhält, wenn sie bestimmte gesegnete Materialien verwendet. Das könnte das Salben mit gesegnetem Rosenöl oder Weihwasser beim "heiligen Liebesspiel" beinhalten oder das Verbrennen von gesegnetem Weihrauch beim "Bann wider Untote". So könnte man durchaus einen spieltechnischen Nutzen in vielen Situationen aus dem Objektsegen ziehen.
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Christopher
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Ungelesener Beitrag von Christopher » 13.03.2020 20:56

Beachte das für Boron, alle Untoten als "zur Gegengottheit gehörend" zählen. Vom Beispiel Archetypus Borongeweihter:
"Gonzalo holte die Flaschen mit Salbungsöl
hervor und warf sie dem erstbesten Untoten
entgegen. Als die Glasphiole zerbrach und
das Öl sich über den Leib des wandelnden
Leichnams ergoss, begann es zu zischen, und
das Fleisch verbrannte. Der Untote sackte in
sich zusammen und Gonzalo warf das nächste
Fläschchen."

Man kann Waffen Segenen. Aber der Teil wo sie nach der 3ten Berührung/KR kaputt gehen? Eher Unpraktisch für die Meisten Waffen.
Für Pfeile gibt es bestimmt etwas wie einen Stäurefpeil? Oder eine Pfeil-variante des Mengbilar Dolches? Da Heilgies wie Säure, und Säure wie Feuer funktioniert, würde ich sagen die regeln für Brandpfeile helfen (minus Brennend und der Notwendigkeit auf entzündung zu hoffen).
https://ulisses-regelwiki.de/index.php/ ... olzen.html
https://ulisses-regelwiki.de/index.php/ ... olzen.html


Es gibt 3 Stufen von Elementaren, Feen, Dämonen und (ich glaube) Geistern.
3 Stufen von Liturgien/Zaubern (Trick/Segen, Spruch/Liturgie, Ritual/Zeremonie).

Ebenso gibt es 3 Level von "Heiligkeit":
Gesgenet ist das Niedrigste Level.
Geweihte Waffen/Gegenstände das ncäshte
Und Geweihter Boden das Höchste

Gleichzeitig ist die Stärke auch invers-proportional zur Nutzbarkeit für Abenteurer.
Gesegenete Gegenstände sollten Frei verkauft werden. Kosten halt so viel wie die Dienstleistung "Liturgie WIrken".
Geweihte werden aber nur an Geweihte ausgehändigt
Während Geweihter Boden nur Geweihten aktiv helfen kann.

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Timonidas
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 14.05.2020 18:41

Es heisst nur das Waffen typischerweise nicht gesegnet werden, aber bei manchen Gottheiten fände ich es schon passend. Man kann "etwa 1 Liter" segnenen, auf in Wurfdolche umgerrechnet sind das 2 (0,5 Stein), auf Wurfsterne 4 (0.25 Stein). Die Idee mit den kleinen Regelverbesserungen passend zu Gottheit finde ich gut, bei einem Phex gesegneten Geschoss oder einer Wurfwaffe würde ich zum Beispiel den Bestätigungswurf bei einem kritischen Treffer um 2 erleichtern. Ein Praios gesegnetes Objekt könnte schwerer zu verzaubern oder mit Magie zu manipulieren sein (der aventurische Aluhut?), und ein Firun gesegnetes Geschoss gibt +1FP bei Jagdproben damit usw.
Zuletzt geändert von Timonidas am 14.05.2020 23:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 14.05.2020 19:05

Das würde den Objektsegen aber wiederum ganz schön stark machen. Ich persönlich würde die Boni eher auf Liturgie-Proben gewähren und für andere Proben den "Hilfssegen" einführen, der zusätzlich auf bereits gesegnete Objekte gelegt werden kann.
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 14.05.2020 23:29

Skalde hat geschrieben:
14.05.2020 19:05
Das würde den Objektsegen aber wiederum ganz schön stark machen. Ich persönlich würde die Boni eher auf Liturgie-Proben gewähren und für andere Proben den "Hilfssegen" einführen, der zusätzlich auf bereits gesegnete Objekte gelegt werden kann.
Naja das kommt drauf an wie stark die Effekte sind, +1FeP auf Proben oder eine Erleichterung um 2 bei Bestätigungswürfe machen finde ich keinen riesenunterschied. Auf jeden Fall keinen der sich nicht mit dem steigern einer sonst weitestgehend nutzlosen B Liturgie und und 4 KaP rechtfertigen lässt.

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