HW03 Die gehäutete Schlange

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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Thallion
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HW03 Die gehäutete Schlange

Ungelesener Beitrag von Thallion » 04.12.2015 14:09

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte des im Dezember 2015 erschienenen DSA5-Abenteuers HW03 Die gehäutete Schlange von Michael Masberg bestimmt.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zu dem Abenteuer. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread das Abenteuer auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten. Hier gelangst Du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du willst dann abstimmen, könntest es aber nicht mehr, wenn du schon abgestimmt hättest, ohne das Abenteuer zu kennen.

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Engor
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Re: HW03 Die gehäutete Schlange

Ungelesener Beitrag von Engor » 10.12.2015 20:17

Bei "Die gehäutete Schlange" muss ich in der Bewertung etwas trennen: Als Hintergrundszenario gefällt mir die Gesamtgeschchte gut, mit dem vordergründigen Mord, den die Helden ausrecherchieren können und dem, was dahinter im Bereich der Hesindekirche stattfindet. Besonders gut sind dabei die unterschiedlichen Charaktere gelungen, wobei Festo für mich eindeutig die interessanteste Figur ist, die dem Spielleiter einige Möglichkeiten an die Hand gibt, die Spieler richtig schön zu nerven, aber eben als Obrigkeitsvertreter, nicht als finsterer Schurke. Und genauso kann er als Unterstützung zur rechten Zeit fungieren.
Als umgekehrt eher problematisch empfinde ich die teilweise eher vage Ausgestaltung. Einige Szenen (der Brand in der Herberge/ das Auffinden von Pienos Leiche)sind genauer beschreiben, andere lediglich umrissen. Vor allem fehlen Schauplätze, die in diesem knappen Format kaum beschrieben werden können, vor allem wenn man in einer der größten Städte Aventuriens agiert. Hier hätte man sicherlich auch gut das Doppelte an Seiten füllen können. Dem Spielleiter verlangt dies vergleichsweise viel Arbeit ab, vor allem im Bereich des völlig offen gelassenen Finales.
Meine ausführliche Kritik findet sich hier: https://engorsdereblick.wordpress.com/2 ... -schlange/

Ich gebe 3 Punkte.

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MadW
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HW03 Die gehäutete Schlange

Ungelesener Beitrag von MadW » 12.01.2021 22:55

Disclaimer: Da wir mit Ilaris spielen, kann ich zu den Werten in diesem AB keine Bewertung abgeben und beziehe mich ausschließlich auf Plot, Beschreibungen und Ausarbeitung.

Wir werden diesen Donnerstag das Abenteuer beenden und ich muss sagen, sonderlich gefallen hat es mir nicht.
Das fängt damit an, dass die Prioritätensetzung bzgl was hier wie viel Platz einnimmt absolut missraten ist. Die Einstiegsszene (absolut irrelevant für den Plot, außer, dass die Auftraggeberin auf die Helden aufmerksam wird) ist eine von ganzen zwei Szenen, die tatsächlich ausgearbeitet wurden, und mit 1,5 Seiten so ausführlich wie leider wenig anderes in diesem Abenteuer. Dafür bekomme ich zum Beispiel am Ende des Abenteuers eine Personenbeschreibung von nem tollen NSC plus dazugehöriger Geheimgesellschaft, denen nach Plan (oder überhaupt) kein Held in diesem Abenteuer je über den Weg laufen sollte.
Generell ist das die Sehne in dieser Achillesferse von Abenteuer: 50% der Geschehnisse können und sollen nicht aufgeklärt werden. Schlechte Quote für ein nach Eigenbeschreibung "Detektivabenteuer". Wenn meine Helden die Hintergründe einer Tat nicht aufklären können und sollen, warum sollte ich sie dann eigentlich ins Abenteuer schicken? Weil der Metaplot es wünscht? Warum schreibt man dann nicht einfach einen stinknormalen Botenartikel mit kleiner Meisterinfo am Ende dazu?
Der Detektivplot an sich, soweit er eben aufklärbar ist, ist allenfalls dürftig beschrieben. Zur Informationssuche werden hier Sammelproben geworfen, die ich ausdrücklich aus meiner Bewertung rausnehmen will, da ich von DSA5 keine Ahnung habe. Etwas seltsam finde ich es aber schon, so eine Informationssuche zu handhaben, bei uns wird so etwas in der Regel ausgespielt. Auch haben die Beispielinformanten keinerlei Bezug zu irgendwas oder irgendwem in diesem Abenteuer und wirken komplett willkürlich hineingeworfen. Was haben der Pfleger im Anatomischen Institut, die Tsageweihte oder die korrupte Gardistin mit dem gesuchten Krieger und Hesindejünger zu tun? In Die Gunst des Fuchses, wo die Informationssuche ähnlich abgehandelt war, gab es wenigstens Bezüge zur Handlung des Abenteuers, hier finde ich diese Bezüge nicht, womit das Ausspielen der Informationssuche nicht gerade erleichtert wird.
Überhaupt wird mit solchen Nicht-Informationen (wie auch der Zufallstabelle für Begegnungen zB, oder den vollkommen willkürlichen Patzerauswirkungen bei der Informationssuche) Absatz um Absatz verbraten, während man dann an entscheidenden Stellen ziemlich alleine gelassen wird. Generell gibt es kein Finale oder einen Abschluss dieses Abenteuers. Die Helden können Indizien zusammentragen, dann übernimmt die CCC. Schön zwar, dass es wenigstens eine Stadt in Aventurien gibt, wo Ermittler mal ihre Arbeit machen, Helden die länger als zwei Wochen durch Aventurien ziehen werden da wohl schon ganz anders konditioniert sein. Insgesamt halte ich es für sehr unbefriedigend den Spielern (auch in Form eines kompetenten NSCs) sagen zu müssen: Das wars, ihr könnt nichts beweisen und könnt mehr nicht machen, bitte weiterziehen, hier gibt es nichts mehr zu sehen. Echte Helden werden eine solche halbgare Ermittlung wohl kaum auf sich beruhen lassen.

Dabei gibt es durchaus wunderbare Ideen in diesem Abenteuer: Die Idee, dass Ludolfo einem der Helden ähnelt und es deswegen zu Verwechslungen kommt ist schön, Elysia und Festo sind wunderbare NSCs mit vernünftiger, nachvollziehbarer Motivation und auch das Pieno sein Tagebuch nicht Zuhause versteckt gefällt. Die Umsetzung dieser Ideen ist dann aber entweder aus Platzmangel oder, weil man sich in das Abenteuer nur bedingt betreffende Hintergründe verliert, eher enttäuschend.

Ich habe das Abenteuer als Einstieg in eine Horasreichkampagne bentzt und mehr oder weniger als Vorspiel zu Zyklopenfeuer verwendet. Das hat tatsächlich viele der (in meinen Augen) Schwächen wieder geradegebügelt: Der Kult des Namenlosen tritt an die Stelle des Hintermanns und Melchior war in diesem Falle den Eingeweihten auf der Spur und wurde deswegen ermordet.
Ein wenig ironisch ist es zwar schon, dass sich das Abenteuer meiner Meinung nach dadurch retten lässt, dass man es aus seinem Kontext reißt (bei einer "Lebendigen Geschichte" 3/4-Wertung...), aber immerhin als Ideensteinbruch ist das Abenteuer daher ganz gut verwendbar. Ich gebe 2 Punkte.
Ilarist

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Quintian
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HW03 Die gehäutete Schlange

Ungelesener Beitrag von Quintian » 18.02.2021 15:40

Ich fand es grausig.

- SPOILER -
Die Einstiegsszene war schick und auch schön beschrieben, aber völlig irrelevant: Elysia kennenzulernen, wie mein Vorredner schon schrieb, war wichtig... Aber.
Elysia taucht nach der Vorszene nicht wieder auf.
Schlimmer aber noch war die Suche nach Pieno: da wird eine Würfelorgie veranstaltet, die einfach unschön ist und wenig Rollenspiel ermöglicht. Eigene Ideen kommen quasi nicht zum Tragen, wenn man es wirklich nach dem HW hält.
Dann findet man den Penner endlich... und er ist tot! Sein kompletter Infotext ist somit ja für den Eimer. Besonders blieb mir im Sinn, dass er sich an ein Gespräch mit einem kleineren Antagonisten vor zwei Wochen aufgrund seines Alkoholpegels nicht mehr erinnern kann. Das ist für die Helden aber erst einmal irrelevant, weil die Helden A) den Antagonisten nie zu Gesicht bekommen und B) Pieno sich auch deswegen nicht mehr erinnern kann, weil er bereits tot ist - nur seine Leiche tritt im AB auf...
Mit der Garde vor Ort ist ein Nekropathia auch nicht gerade das Mittel der Wahl.

Die komplette Schlussphase war einfach für den Eimer. Man kann Indizienbeweise finden, dass Arba von Silas irgendwie in den Mord an Pieno (der Auftragsmörder in ihrem Dienst war) verwickelt ist. Dafür nimmt sie die totalen Profis, Xeledonisten.
Deren für den Mord abgestelltes Mitglied lässt einen anderen die Arbeit tun, schleicht sich dann in den Tatort und ritzt auch noch das Zeichen seiner Vereinigung "aus einer Laune heraus" in eine Statuette - schön sichtbar für jeden. Was war denn das für ein Käse? Oo

Und dann? Man belastet die Hochgeweihte, die zwischendurch noch einen Mörder auf die Helden hetzt (der ihnen eventuell Tulmadron ins Essen mischt, das nach DSA 4.1 im Schnitt um die 25 SP bei gelungenem Resistenzwurf verursacht)... und dann war der Platz aus, sieht man von der Möglichkeit des Showdowns mit dem Mörder (und seiner Zyankalikapsel) ab. Es steht sogar drin, dass die Geweihte durch die Aktionen der Helden nicht mehr ewig im Amt bleibt. Aber nur so als Ausblick. Ist Pieno tot und Ludolfo gefasst, bleibt noch die kurze Recherche, wer die Xeledonisten sind uuuund das war's.

- ENDE SPOILER -

Ich fand's furchtbar.

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