A203 Namenlose Nacht

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Brandolin
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Brandolin » 12.09.2014 13:08

Ich habe mich mit dem AB zwar nciht auseinandergesetzt, aber vielleicht etwas in Richtung Radscha Uschtammar ? Das könnte im biederen Gareth schon einige Grenzen übertreten.

Euer Brandolin

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Sumaro
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 12.09.2014 13:13

Nun ja, Sexualität bewegt sich ja deutlich breiter aufgestellt als nur an den beiden Polen Rahja und Belkelel. Levthansche Triebe z.B. sind ja etwas ganz anderes, das Prinzip der Dominanz ohne Einigkeit, ohne Harmonie, aber auch ohne den reinsten Zwang oder die Lust durch Schmerz der anderen. Ich hatte z.B. in meiner Gruppe eine garethische Beamte, die sich selbst über ihre intimsten Wünsche belogen hat, die sich niemals eingestehen würde, wie sehr es sie reizte von einem Kerl, gerne, schmierig, hässlich, brutal etc. benutzt zu werden, die das abstoßend fand und widerlich, wenn man sie auf gewisse Dinge ansprach und doch diese geheimen, vor sich selbst verborgenen Wünsche hatte, die sie unbewusst zu erfüllen suchte. Ein anderer SC war ein schmieriger Geldverleiher, der die Frauen wollte, die er niemals haben könnte, aber nicht nur das, er wollte sie freiwillig. Nicht mit Gewalt oder körperlichem Zwang, er wollte sie unter sich bringen, so dass sie ihn wollten und zugleich auch nicht anders konnten. Durch Intrigen, Geldnot, Manipulation seine tiefsten Gelüste an ihnen befriedigen, die ihn vielleicht vorher nur mit Abscheu betrachteten.

Das alles sind für mich Dinge, die sich abseits des Spektrums von Rahja (keine Harmonie, keine romantische Liebe, keine Einigkeit) aber auch nicht im reinen Bereich von Belkelel (Vergewaltigung, Lust durch Folter und Leid anderer, perverse Spielereien mit Dämonen etc.) befinden. Hier ging es hauptsächlich darum Barrieren im Verstand einzureißen, Hemmungen abzustreifen, sich dem Unbewussten und der Gier hinzugeben, jene zu finden, die ähnliches wollten und jene zu beeinflussen, die man für sich wollte.

Im größeren Topic, losgelöst vom Sex an sich, geht es mir darum, dass es so viele Dinge gibt, die man nicht denken, nicht sagen und nicht tun darf, ohne das es ein Gesetz dagegen gäbe. Es geziemt sich nicht, doch all dieses ziemliche, diese Moral, all diese Bedenken und ungeschriebenen Regeln konnten und wurden bei mir in den Namenlosen Nächten abgestriffen. Dabei kamen zum Teil faschistische, zum Teil perverse, zum Teil sehr sanfte, verletzliche Seiten zum Vorschein, die sonst in bestimmten Kreisen und unter den Regeln der Gesellschaft nicht gelebt werden durften.

Und am meisten hat mich am offiziellen AB ohnehin der Kasten zum Umgang mit Erotik im Rollenspiel gestört.
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Alrik vom Berg
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Alrik vom Berg » 05.10.2014 13:01

In meinen Augen eines der besten ABs der letzten Jahre. Ein frisches, unverbrauchtes Setting; eine ungewöhnliche AB-Idee.
Darüber hinaus eine sehr strukturierte Führung des Lesers, massig gut ausgearbeitete NSCs, extrem gut miteinander verquickte Handlungsstränge und eine (dank an unseren Meister) tolle Stimmung am Spieltisch.

Man merkt, dass hier (endlich mal wieder) Autoren am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen und die nicht nur auf billige Effekte, NSC-Porn und ewig gleiche Elemente / Versatzstücke zurückgreifen. Da dürften sich künftige ABs ruhig drei bis fünf Scheiben von abschneiden.

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Halbblut
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Halbblut » 11.10.2014 07:52

Dieser Soft-Porno in der DSA-Welt ist gar nicht nach meinem Geschmack. Oron war vom Setting sehr lächerlich und wurde ja recht schnell in den Hintegrund gesetzt.

Für mich gehört sowas nicht in ein Rollenspiel und das AB auf den Scheiterhaufen der Bannstrahler. Schon interessant wie ein fetter, fauler Kaiser, der sonst nix gerissen hat an das Mysterium der Unsterblichkeit gelangt. Man müsste meinen der Knilch hat neben noch Magiekunde 26 gemeistert um den Bau des Jungbrunnens zu vollenden.

Ich hoffe die Redax macht keine weiteren Schritte in die Richtung Blitz-Illu.

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Twix
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Twix » 11.10.2014 12:19

Er hats nicht gemeistert. Sein Hofmagier hats gemeistert unter Zurhilfenahmen der Ressourcen des Reiches und alter Überlieferungen.

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Halbblut
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Halbblut » 11.10.2014 12:52

S. 6 "Ein Jungbrunnen erwacht" beschreibt was anderes.

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Twix
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Twix » 11.10.2014 14:10

Ok du gewinnst.

Er hat in jahrzehntelanger Arbeit in der er all sein Streben auf dieses Problem konzentrierte, tatsächlich mit Trial and Error den Fehler in der Versuchsandordnung seines Hofmagiers gefunden.

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Cifer
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Cifer » 12.10.2014 12:25

Da scheint jemand seine immerhin 108 Lebensjahre (davon 61 nicht mehr auf dem Kaiserthron) tatsächlich genutzt zu haben. Die Götter mögen uns davor bewahren, dass NSCs so etwas wie Charakterentwicklung durchmachen!
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Sumaro
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 12.10.2014 13:01

Vom Charakter her hat er sich ja gar nicht groß entwickelt. Er hat lediglich den Verstand verloren und glaubt ein Gott zu sein. Und vor dieser Charakterentwicklung bei mehr NSC möge man uns wirklich bewahren...

Grundsätzlich ist allerdings vom Hintergrund in der Tat eine ziemliche Großtat ein funktionierendes Artefakt zu erschaffen, das anderen Leuten ohne irgendeine Möglichkeit der Gegenmaßnahme Lebenszeit stiehlt. Wenn man bedenkt, das die meisten hochrangigen Beschwörer ihren Viechern nicht mal besondere Eigenheiten mitgeben können und das man den nach Zauberwerkstatt möglichen 1 AsP-Alle-Zauber noch nicht entwickelt hat ist es in der Tat seltsam, dass ein Mann, der es in 108 Jahren auf das Werteniveau eines verskillten 5000 AP Helden gebracht hat, die Leistung zuende bringt. Bei mir habe ich das anders erklärt.
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Twix » 12.10.2014 22:37

Naja. Ich sehe es so.
Der Hofmagier hat nach Echsischer Anleitung das Dingen gebaut.
Bardo hat nur eine absichtlich eingebaute Fehlfunktion beseitigt.
Eine Gleichung die nicht aufging ausgeglichen.

Oder
Ich möchte es mal so bezeichnen.
Der Hofmagier baute den Verbrennungsmotor
Bardo entfernte die Verstopfung aus dem Benzinschlauch.

Und dann hat er ansonsten eben Magiekunde in einigen Jahrzehnten auf 18 mit Spezialisierung für Echsisches gesteigert. (KL: 14)
Es wurde niemals gesetzt, dass der Typ dumm ist.


Ein Held macht das im Zweifel mal eben nebenbei in 1 oder 2 Jahren.

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Sumaro
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 13.10.2014 10:04

Offiziell hat er Magiekunde 13 ohne weitere Spezi.

Ich sage nicht, dass das Szenario nicht möglich ist, wobei es natürlich schon arg überfrachtet ist mit altechsischer Temporalmagie, dem Kampf zweier Unsterblicher und einem Mädchenhandel-AB (sexistisch, oder? Wieso kein Jünglingshandel-Ring im gleichberechtigten Aventurien?), sondern lediglich das Bardo eben kein gutes Beispiel für einen sinnvoll entwickelten 108 Jahre alten NSC ist. Wertetechnisch nicht und auch in Sachen große Pläne nicht. Er ist einfach ein hochadliger Wahnsinniger, der mit Magie spielt, die er nicht versteht.
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Varana
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Varana » 25.10.2014 00:39

[mod]Zum Abenteuer zurückkehren, bitte.[/mod]

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shawell
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von shawell » 06.11.2014 18:25

Mich würde mal interessieren, wie viele AP eure Spieler in diesem Abenteuer so hatten?

Wie viele AP würdet ihr für neu erstellte Helden empfehlen?

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Cifer
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Cifer » 06.11.2014 22:28

IMO lebt das Abenteuer eher von den Einfällen der Spieler als den Fähigkeiten der SCs - die werden in erster Linie wichtig, wenn man sich mit dem Vampir prügelt.
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Arcos
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Arcos » 07.11.2014 00:13

Sumaro hat geschrieben:und einem Mädchenhandel-AB (sexistisch, oder? Wieso kein Jünglingshandel-Ring im gleichberechtigten Aventurien?)

Weil das genauso "sexistisch" wäre? Inwiefern es weniger "sexistisch" sein soll, wenn männliche Menschen als sexuelle Ware betrachtet werden erschließt sich mir nicht ganz. Aber bei den Grünen kann man ja auch nur zwischen "weiblich" und "nicht weiblich" beim Mitgliedsantrag wählen und das soll dann nicht sexistisch sein :rolleyes:

Bitte den Genderwahn aus meinem Lieblingshobby lassen :D

Ich fand das AB beim durchgehen ziemlich cool. Dass Bardo da nen abschließenden Faden spendiert bekam, hatte mich recht überrascht. Freue mich schon es irgendwann mal zu meistern - auch wenn das noch lange lange hin ist (am besten erfinde ich vorher im RL einen Jungbrunnen damit ich bis dahin noch lebe :lol: )

Was die Diskussion um die Logik angeht, warum Bardo das fertig brachte:
Ich möchte darauf Hinweisen dass Flemming das Penizillin entdeckte, weil er unsauber arbeitete und eines Tages in sein Labor stiefelte und alle Bakterienkulturen mit Pilzen überwuchert waren (oder wars anders rum? Ach egal). Pures Glück nennt man sowas - Bardo hatte wohl ne dreifach 1 auf Magiekunde :)

Alles erklärbar.

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Cifer
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Cifer » 07.11.2014 12:18

Weil das genauso "sexistisch" wäre? Inwiefern es weniger "sexistisch" sein soll, wenn männliche Menschen als sexuelle Ware betrachtet werden erschließt sich mir nicht ganz. Aber bei den Grünen kann man ja auch nur zwischen "weiblich" und "nicht weiblich" beim Mitgliedsantrag wählen und das soll dann nicht sexistisch sein :rolleyes:

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zaknitsch
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von zaknitsch » 26.11.2014 15:26

Kann man das Abenteuer nicht mehr kaufen? Also keine "Daten" kaufen, sondern wirklich das Abenteuer (so in Papierform)?

Ich glaube ich bin blind.

Edit:

Sehe gerade, gibt es wohl nicht mehr und war wohl limitiert. Geht bei Ebay gerade für > 120€ über den Tisch. Knall nicht gehört? :???:
Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. - Steine sind Ok.

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Black
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Black » 26.11.2014 16:12

Naja, Nachfrage > Angebot :rolleyes:

Das Ding war auf genau 1.000 Stück limitiert, wie mir der F-Shop auf Nachfrage mitteilte - und auch nur im F-Shop zu kaufen.

Gruß
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Raluf » 26.06.2015 22:09

Hallo zusammen,

hat sich womöglich jemand die Mühe gemacht und die "Rahjagefällige
Bildnisse" aus den Raumbeschreibungen in eine (übersichtliche) Datei zusammengetragen? Wenn ja, wäre sie/er bereit die Datei meiner Wenigkeit oder auch allen Interessierten zu überlassen?

Edit: Ich seh gerade, dass ich wohl im "falschen" Forum geschrieben habe, vieleicht kann ja einer der Mods meinen Beitrag zurecht schieben...

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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Celthan » 30.06.2015 07:31

Ein Spitzenklasseabenteuer!

Und denkwürdig für unsere Gruppe!

Ich spoilere mal...

Meine Helden waren so empört, dass Alara Paligan ihnen ihre Jahre stehlen wollte, dass sie sie angegriffen und ihr was mit einer Peitsche verpasst haben...

Jetzt haben sie "Gesucht II" im ganzen Mittelreich, - wegen tätlichen Angriffs auf ein Mitglied der kaiserlichen Familie...

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Fridolin
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Fridolin » 18.07.2015 12:02

Wie viele Spielstunden habt ihr für das abenteuer eigentlich ungefähr gebraucht? ich tue mich nämlich schwer in der Vorstellung, dass ein abenteuer, das ingame eigentlich nur an einem abend spielt, mehrere Outgame-Spieltage benötigt :D

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Cifer
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Cifer » 18.07.2015 15:50

Ich vermute, man kann das Abenteuer in einer langen Sitzung runterreißen - wenn sich die Spieler stärker auf die Orgie einlassen wollen und eventuell auch mal getrennt mehreren Spuren nachgehen, sollte man mindestens zwei einplanen.
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Olvir Albruch » 19.07.2015 15:06

Wir haben an dem Abenteuer ein ganzes Wochenende gespielt, d.h. von Freitag Abend bis Sonntag Nacht. Grundsätzlich ist der Zeitbedarf für dieses Abenteuer enorm schwer zu planen, da es stark davon abhängt, wie viel Interesse deine Spieler/Helden an der Orgie selber haben. Wir haben bspw. erst am Sonntag begonnen, uns ernsthafter mit dem Plot auseinanderzusetzen; bis dahin wurde die Zeit fast ausschließlich mit Rollenspiel verbracht. Die plotrelevanten Szenen und Ermittlungen ließen sich dann innerhalb eines Spieltages relativ schnell abschließen.

Wenn du die Möglichkeit dazu hast, würde ich empfehlen, deine Zeitplanung flexibel anzusetzen, deinen Spielern Zeit zu lassen und nicht gleich zu sehr darauf zu drängen, das Abenteuer voranzutreiben. "Namenlose Nacht" lebt von seinem Setting und seinen NSCs - man sollte sich hier ausreichend Zeit fürs Vorspiel lassen. ;)

MfG,
Olvir Albruch
Leitet gerade:
  • Schatten im Zwielicht (79 Std.)

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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Schweinepriester » 13.08.2015 18:51

Hallo liebe Mitspieler =)

Mein erster Beitrag hier =)

Ich werde demnächst das AB leiten und hab zwei Fragen:

1. Wie viele AP? Ich weiß, das wurde schon gefragt. Daher genauer: wie viele AP sind mindestens notwendig? Es wird wenig gekämpft und viel interagiert, so dass AP keine so große Rolle spielen, aber immerhin geht es gegen einen Vampir und einen Dschinn.

2. Was haltet ihr von einem Tsageweihten Schelm? Ingame und Outgame.

Ingame sind Geweihte von Zurbaran zwar eher ungern eingeladen, aber ein Schelm könnte eventuell als exotische Bereicherung angesehen werden? Wie denkt ihr darüber?

Outgame passt das Thema Verjüngung natürlich bestens zu einem Tsageweihten, und auch eine Orgie. Immerhin könnte ein Schelm den Anwesenden mal zeigen, "wie man richtig feiert". Aber ich habe Sorge, dass ein Schelm mit seinen Albereien die Stimmung killt. Am Anfang ist es ja irgendwie von schockierender Dekadenz (ich möchte noch vor der eigentlichen Orgie irgendwie mit einem kleinen Seitenschritt die lokale Armut deutlich machen, damit die Verschwenderei bei der Orgie abstoßender wirkt) geprägt, später kommt dann Angst und ein wenig Horror dazu.
Der Spieler des Schelms ist erfahren genug, um nicht jede Situation ins Alberne entgleisen zu lassen. Er kann sich auch zurückhalten. (sonst hätte ich ihm den Schelm nicht durchgehen lassen) Dennoch habe ich Sorge, ob ein solcher Charakter in dem AB sinnvoll mitspielen kann. Entweder er zerstört die Stimmung, oder er tut recht wenig, oder?

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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Cifer » 14.08.2015 23:46

1. Wie viele AP? Ich weiß, das wurde schon gefragt. Daher genauer: wie viele AP sind mindestens notwendig? Es wird wenig gekämpft und viel interagiert, so dass AP keine so große Rolle spielen, aber immerhin geht es gegen einen Vampir und einen Dschinn.
Wenn du den Dschinn rauslässt und beim Vampir klarstellst, dass stumpfes Draufprügeln wohl keine sinnvolle Strategie ist, dürfte das AP-Niveau fast egal sein.

2. Was haltet ihr von einem Tsageweihten Schelm? Ingame und Outgame.Ingame wird nur der Auftraggeber der Helden geladen, die Helden sind seine Gäste - wenn die Weihe nicht übermäßig stark herausgestellt wird, sollte das kein Problem ergeben und selbst wenn ist ein Tsageweihter jetzt nicht gerade jemand, vor dem Zurbaran unbedingt Angst haben müsste.
Outgame... tja, nur du kennst deinen Schelmenspieler. Das Abenteuer besteht zu großen Teilen aus sozialer Interaktion, Fähigkeiten sind nicht so wichtig. Wenn er da einigermaßen reinpasst (als exotischer Vogel dürfte er einiges Interesse erregen - und stimmt das eigentlich, was man sich über Teilverwandlungen mittels Langer Lulatsch erzählt?), kann er sicherlich viel ausrichten.
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Schweinepriester » 27.08.2015 00:55

Danke für deine Antwort.

Ich habe mich entschieden den Schelm nicht zuzulassen, der Spieler wird einen anderen Char spielen müssen.

Etwas anderes: um, wie oben schon beschrieben, die Dekadenz besonders hervorzustellen, würde ich gerne vor der eigentlichen Orgie ein kleines Miniabenteuer einbauen, in dem es irgendwie um Armut/soziale Gerechtigkeit (falls man das in Aventurien so nennen will) geht, am besten in Gareth oder zumindest in der Nähe.

Kennt jemand ein solches Abenteuer? Wie gesat, eher kurz, irgendwie in Gareth/Mittelreich/Horasreich, irgendwie mit Armut, sozialen Problemen, Aufständen, Hunger, ...

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Twix
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Twix » 27.08.2015 02:12

Das Massaker von Mühlingen zu verwursten würde sich wahrscheinlich anbieten.

Massaker_von_Mühlingen
Der AB Artikel gibt imo genug Stoff her für ein kleines Abenteuer.

Passt zwar zeitlich nicht, aber wenn deine Spieler es nicht so genau nehmen oder nicht ganz so versiert/fanatisch im Metaplot sind, kann man einen kleinen Hungeraufstand in Gareth sicherlich nahezu jederzeit anbringen.

Frage mich sowieso immer wie Gareth versorgt wird, wenn man angeblich 4 Bauern braucht um einen Stadtbewohner zu versorgen mit einem rebellischen Almada/Aranien, einem verwüsteten/besetzten Darpatien/Tobrien, im permanenten Kriegszustand und behinderten Wegen nach Weiden.
Zuletzt geändert von StipenTreublatt am 06.06.2017 21:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Wikilink korrigiert

Heldi
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Heldi » 27.08.2015 11:11

Auch in der Gareth-Box sind nach meiner Erinnerung einige Abenteuer, die in den Elendsvierteln spielen und bei denen man Hunger und Armut gut betonen kann. Schöne Idee mit dem Kontrast!

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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Schweinepriester » 27.08.2015 23:05

Danke für die Hinweise. =)

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Fridolin
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Re: A203 Namenlose Nacht

Ungelesener Beitrag von Fridolin » 26.10.2015 21:53

was können normale Helden eigentlich mit Stellaruptio (Bosp.: "Sternenbresche"), also dem Dolch von Zurbaran, anfangen?

Die Klinge gilt ja als geweihte Waffe und einfach geweihter Gegenstand des Namenlosen. Sie ist außerdem mit einem namenlosen Waffenfluch (III) belegt: alle damit geschlagenen Verletzungen verheilen weder auf natürlichem Wege noch durch profane oder magische Heilung. Nur Liturgien wie der Heilungssegen können die LeP zurückbringen.

Was soll ich als SL machen, wenn meine Spieler diese Waffe als Beutestück einkassieren? Es könnte halt sein, dass sie nicht überspannen, dass die Waffe dem NL geweiht ist (falls sie das wüssten, würden sie natürlich die Finger davon lassen). Geht die Weihe irgendwann von alleine weg? Was sind die Prinzipien, die der Träger leben müsste um die Weihe zu erhalten? Und was bedeutet eigentlich "einfach geweihter Gegenstand" regeltechnisch?

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