A135.2 Die Stunde des Todes (Hinter dem Thron)

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A135.2 Die Stunde des Todes (Hinter dem Thron)

Ungelesener Beitrag von Thallion » 18.02.2013 10:42

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion der Inhalte des Abenteuers A135.2 Die Stunde des Todes von Frank Wilco Bartels vorgesehen, das im August 2006 im Band A135 Hinter dem Thron, dem ersten Band der Königsmacher-Kampagne, erschienen ist.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Nutzern teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

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Robak
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Re: A135.2 Die Stunde des Todes (Hinter dem Thron)

Ungelesener Beitrag von Robak » 20.08.2013 00:14

Wir haben das Abenteuer letzten Freitag abgeschlossen. Das Setting des Abenteuers und auch die Identität der verstorbenen Agentin sowie deren Todesumstände sind ziemlich kreativ. Auch die Wahl eines Borontempels als Ermittlungsumfeld ist relativ selten und stellt somit mal etwas anderes dar.

Trotzdem oder eigentlich gerade wegen dieses kreativeren Ansatzes konnte mich der erste Teil des Abenteuers (Ermittlungen in Vinsalt bis zur Identifikation der verstorbenen Agentin) weder mitreißen noch überzeugen.

Die Helden haben am Anfang nur die Info, dass eine weibliche Person verstorben ist. Selbst dass sie in Vinsalt verstorben ist ist nicht gesichert und der Zeitraum ließ sich nicht sinnvoll eingrenzen. Wir sind zwar rasch zum Borontempel gegangen, doch dort stellt sich heraus, dass die Zahl der Toten auf die die wenigen Infos zutrafen zu hoch war. (50000 Einwohner / 50 Jahre Lebenserwartung je (erwachsenem) Einwohner -> 3 Tote pro Tag -> 1.5 tote Frauen pro Tag). Der SL hat die Zahl dann noch etwas erhöht um der sagen wir mal "statistischen" Herangehensweise einen Riegel vor zu schieben.

Die weiteren entsprechenden Ermittlungsansätzt basierten auf Spekulationen über Identität des Opfers (in guter Körperlicher Verfassung) sowie die Umstände des Ablehbens (Ungewöhnliche Todesumstände). Aufgrund der Kreativität des Abenteuersettings (total normaler Tod einer älteren Frau) liefen diese natürlich allesamt ins Nichts.

Outgame war allerdings ab dem Moment an dem der SL das Handout des Borontempels hervor geholt hat klar, dass man das Abenteuer lösen kann indem man intensiv mit den Geweihten und Bediensteten des Tempels plappert. Die Geschichten und Hintergründe der einzelnen Personen waren dabei auch durchaus interessant, doch ich fand es eher unbefriedigend, dass man Ingame keinen Grund hatte davon auszugehen, dass man im Borontempel auf eine heiße Spur stieß während Outgame klar war, dass das der zentrale Punkt war.
Bei uns lief es dann darauf hinaus, dass wir intensiv mit den Boronis etc, sprachen (viel intensiver als eigentlich schicklich gewesen wäre), irgendwann entdeckten wir dann, dass der junge Boroni seiner Geliebten die Adressen von Verstorbenen verriet (was aber mit der Mission nichts zu tun hatte). Auch sonst gab es viele interessante Anknüpfungspunkte an Aktivitäten der Helden, aber eben nichts was sagte, dass man irgendwie auf der richtigen Spur war. Als wir einen älteren Boroni dann zufällig auf eine verstorbene ältere Frau ansprachen (von der wir gehört hatten, dass die Leiche zur Akademie ging) da gestand er plötzlich, dass eine ältere Frau ihn erpresst hatte weil er früher mal dem anderen Boron Glauben anhing. Die Frau war die gesuchte Agentin hatte aber mit der Frau nach der wir gefragt hatten nichts zu tun.
Insgesamt haben wir also lange im trüben gestochert und irgendwann den Fisch gefunden den wir gesucht hatten obwohl wir eigentlich keinen echten Grund hatten gerade in dem Teich zu suchen.
Persönlich fand ich diese Art von Detektivabenteuer wenig befriedigend, da mit das Gefühl fehlte als Spieler und Charakter etwas clever kombiniert zu haben. Gerade wenn ich einen Ingame klugen Charakter spiele möchte ich dieses Spielgefühl erleben. Das Gefühl durch Verkettung glücklicher Umstände erfolgreich gewesen zu sein finde ich deutlich weniger befriedigend (zumindest mit einem KL 15 Nandusgeweihten als SC). Es wäre möglich, dass mich das Fischen im Trüben mit einem weniger klugen Charakter wie z.B. einem einfachen Söldner oder einem Jäger weniger gestört hätte.

Mich persönlich hat auch die Aufforderung das ganze inkognito und ohne jegliche offizielle Unterstützung zu erledigen eher gewurmt als erfreut. Die Aufgabe einen Agenten der Hand Borons zu finden ist ja an sich nicht gerade einfach (und die Helden werde dafür wohl keine Experten sein). Wenn man nun noch ein Inkognito wählen muss, dass weniger SO hat als man eigentlich hätte und von seiner (falschen) Identität her nichts mitbringt was öffentliche Einrichtungen kooperativer stimmt, dann ist das irgendwie Äquivalent dazu den Schwierigkeitsgrad eines Kampfabenteuers zu erhöhen indem sich die Helden zu beginn jeweils eine Wunde zufügen.
Besonders schade am Inkognito war, dass es die Möglichkeiten meines Charakters (ein Nandusgeweihter mit Heimattempel Vinsalt dessen Tempel 50 Meter vom Borontempel entfernt liegt) drastisch beschnitt da er immer damit rechnen musste erkannt zu werden und somit eigentlich mit kaum jemandem frei interagieren konnte. Effektiv wurde somit aus einem möglichen "Heimspiel" des Charakters in ihm bekannter Umgebung ein "Oh ich muss still sein sonst erkennt mich noch jemand".

Ab dem Moment in dem die Agentin identifiziert war nahm das Abenteuer deutlich an Fahrt auf und es boten sich den SC auch interessante Ermittlungsansätze deren Verfolgung Spaß machte und einem dem Ziel näher brachte. Auf die einzelnen Wege gehe ich an dieser Stelle nicht ein. Es soll genügen, dass mir diese Ermittlungen gefallen haben. Im Vergleich zu Gefangene von Naumstein vermeidet das Abenteuer den Fehler die Helden in X Kämpfe in kurzer Zeitspanne zu verwickeln, so dass die Helden das Finale halbwegs fit (außer an AsP) erreichen.

Im Finale hilft natürlich das Inkognito der Helden dabei zu begründen warum man die Sache nicht von der Garde erledigen lässt.

Persönlich würde ich zukünftigen SLs empfehlen den Helden ein Inkognito nahe zu legen, dass zwar nicht unbedingt direkt zu Ermittlungen befugt ist, aber (z.B. als Armeeangehörige zur besonderen Verwendung) zumindest mit kooperativen NSCs rechnen kann.
Außerdem würde ich empfehlen doch ein paar echte Spuren zu streuen denen die Helden bei Ermittlungen in Richtung Agentin folgen können oder zumindest Spuren zu streuen die vermuten lassen, dass man im Borontempel die Lösung findet.
[Es mag sein, dass das Abenteuer solche Spuren bietet aber wir haben solche nicht gefunden].

Ich schwanke zwischen 3 und 4 Punkte und entscheide mich mal für sehr schwache 4 Punkte.

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