A178 Der Lilienthron

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Robak
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A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Robak » 26.07.2010 11:05

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion der Inhalte des Abenteuers A178 Der Lilienthron von Michael Masberg vorgesehen, das im Juli 2010 erschienen ist.

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Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Nutzern teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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Dajin ibn sharif al'Alan
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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Dajin ibn sharif al'Alan » 26.07.2010 11:53

Hiho

bisher habe ich das AB nur gelesen, noch nicht gespielt.
Bisher macht es auf mich einen sehr guten eindruck bis auf zwei kleinigkeiten die mich stören.
Der Verweis auf andere Abenteuer (Mächte des Schicksals) ist meiner Meinung nach in Abenteuern nich angebracht, es sollten die relevanten Informationen im Ab stehen oder in den Regionalbeschreibungen.
Zum zweiten ist die Systematik der Angaben über Gruppen / Einzelpersonen ein wenig unglücklich finde ich. Einerseits sind weiter vorne die Personen/ Gruppen aufgelistet bei vielen derjenigen aber dann weider ein Verweis auf S.xy hinten im AB im Anhang (so wie meistens die Personen im ANhang beschrieben sind).
Das sind aber eigentlich nur Kleinigkeiten und es könnte auch sein das ich meine Bewertung nach dem spielen auf 5 Sterne anhebe. :)
Eine Warnung noch für alle SL: Das Ab gefällt mir deshalb so gut weil es eine fast umfassende Freiheit für die Spieler / Helden hergibt. Das macht es für einen SL allerdings nicht einfach zu leiten, da Spieler ja ohne die berümte "Eisenbahn" manchmal auf die absurdesten Einfälle kommen :lol:

Heldi
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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 26.07.2010 12:24

Ich habe das Abenteuer überflogen und dabei markante Stellen intensiver gelesen. Mein bisheriger Eindruck ist danach folgender:

1. Das Abenteuer gliedert sich grob in drei Teile: Die Anwerbung auf dem Festland und die Überfahrt nach Boran (die aber im Abenteuer keine wirkliche Rolle spielt), den Aufenthalt in Boran und eine abschließende Mission in die Tiefend es Dschungels.

2. Die Helden habe die Aufgabe, sich in Boran als Erben eines Kaufmanns auszugeben und unter dieser Tarnung in Boran für Zwietracht und Unordnung zu sorgen und den sich in Boran versteckt aufhaltenden (und bisher in keiner offiziellen Publikation beschriebenen) vierten Tetrarchen Dajin (Nein, nicht der wiedergeborene König, sondern ein Erbe Denderans und Bruder der falschen "Königin"). Damit soll der Sturm des Shikanydads auf die Heilige Stadt erleichtert werden. Diese Möglichkeit bietet sich den Maraskanern, da die Statthalterin Boran sich nach der Schwäche von Haffax Regime an der Westküste Maraskans zur Königin von eigenen Gnaden erhebt und nach Jergan zieht.

Dieser Teil ist sehr frei gehalten. Dennoch gibt es viele hinreichend konkrete Anregungen dafür, wie man die Mächtegruppen der besetzten Stadt gegeneinander ausspielen kann. Dieser Teil ist daher nach meinem Eindruck sehr gelungen, da er die Komponente Spielfreiheit mit hinreichender Ideenanregung kombiniert. Mir sind gleich mehrere Ideen gekommen, wie man die radikalen Haffajas gegen die Moderaten ausspielen kann. Das Abenteuer benutzt dabei zur Charakterisierung der Bevölkerungsgruppen in der Stadt die schon aus JdL bekannte Einteilung (Despoten, Pragmatiker), ergänzt diese aber noch. Das Spiel in Boran wird daher für den SL sicher nicht einfach, biete aber die Möglichkeiten, damit es ein voller Erfolg wird.

Edit: Einen Kritikpunkt habe ich aber. Das Versteckspiel um den Glücklichn Tetrarchen in Boran finde ich etwas unpassend verspielt. Sicherlich wird dieser sicherstellen müssen, dass seine Identität nicht von Haffajas enttarnt wird. Doch erscheint mir dafür dieses Aufgabenspiel zum Einen unpassend kompliziert (die Helden haben immer die wichtige strategische Aufgabe in Boran zu erledigen; ich könnte mir gut vorstellen, dass dieser Umweg bei vielen Gruppen nicht gut ankommt), zum Anderen aber auch nicht sehr geeignet. Denn diese "Spiele" könnte ein Überläufer genauso gut lösen wie die Helden. Viel sinnvoller wäre es da für ihn, wenn er sich versichert, das Milhi oder die anderen Tetrarchen die Auftraggeber der Helden sind.

3. Nach dem das AB nach der Eroberung Borans bereits beendet scheint (scheinen soll), erfahren die Helden dann von der Niederlage der selbsternanten Königin vor Jergan gegen die Bluttempler unter Mennung und dass diese sich in den Dschungel zurückgezogen hat. Die Helden werden daraufhin (optional: mit einer Gruppe Begleiter) auf eine Vernichtungsmission angesetzt und brechen in den Dschungel auf, um die "Königin" dort an einer alten Echsenpyramide zu treffen und zu besiegen. Dabei bekommen sie eine Ahnung davon, dass sie die "Königin" mit einer anderen Heptarchin eingelassen hat und diese fortan das primäre Ziel des Befreiungskampfes sein muss.

Dieser Teil ist nach meiner Einschätzung im Hinblick auf den angebotenen Plot nicht so stark. Insbesondere enttäuscht mich ein wenig, dass die Szenerie der Echsenpyramide einem Teil des Abenteuers "Goldene Flügel" geradezu entspricht. Das ist insbesondere für meine eigene Maraskankampagne bedauerlich, da ich den Lilienthron dort im Anschluss an Goldene Flügel spielen werde. Allerdings ist das Setting für sich genommen natürlich sehr spannend und durch den Bezug zur Skrechu auch geradezu geeignet für diesen Plotteil. Die Ähnlichkeiten rauben diesem Teil aber jedenfalls in gewissem Umfang die individuelle Note.

4. Insbesondere erscheint mir problematisch, dass die beiden Abenteuerteile sehr unterschiedlich sind. Beide Teile enthalten Anforderungen an Kampffertigkeiten, aber im ersten Teil sind die gesellschaftlichen Fähigkeiten angesprochen, während es sodann in die Tiefen des Dschungels geht. Gerade für die im ersten Teil sehr geeigneten Charaktere wird dieser zweite Teil sehr fruchtlos werden. Zwar entsprechen diese unterschiedlichen Anforderungen sicherlich dem Wunsch verschiedene Charakterklassen zu bedienen, doch wird das sehr problematisch, wenn es in dem langen Boranteil sehr intensiv um gesellschaftlichen Kontakte und Intrigen (also gewissermaßen die Hochform des Gesellschaftsspiel, da beim aktiven Intrigieren der Naturcharakter noch weniger beitragen kann als wenn es um die "passive" Aufnahmme von Informationen in einer Stadt geht), später aber dann mit dem maraskanischen Dschungel die Extremform der Wildniserfahrung gemacht werden muss.

5. Bei der Bewertung bin ich mir unsicher. Ich werde das Abenteuer aber noch nicht jetzt in der Abstimmung bewerten, sondern erst nach dem Leiten, tendiere aber nach dem ersten Eindruck eher zu schwachen 4 statt starken 3 Punkten.

Edit: Da ich die Bewertung ja im neuen Forum ändern kann, gebe ich jetzt doch vorläufig 4 Punkte.

6. Ein letztes Wort sei noch zum im Abenteuer angedeuteten Metaplot für die Entwicklung des Shikanydads gesagt: Der Fall des bisher verborgenen vierten Tetrarchen in die Arme der Skrechu, der sich in den nächsten Jahren vollziehen soll, ist schon harter Tobak. Ich persönlich empfand schon die Ereignisse um die Hochgeschwister in Goldene Flügel als sehr krass. Nun sind wohl die Tetrarchen als noch bedeutsamer einzustufen als ein beliebiger Hoher Priester (nehmen wir Milhi mal aus). Das folgere ich einfach aus ihrer geringeren Anzahl. Der Autor scheint mir da (womöglich aus seinem irdischen Theaterberuf resultierend) einen theatralisch-dramaturgischen Hang zum Verrat vertrauenswürdiger Führungspersonen zu haben. Damit möchte ich nicht etwa sagen, dass der Fall eines Tetrarchen unmöglich ist, er erscheint mir aber jedenfalls merkwürdig, wenn man das tiefe religiöse Selbstverständnis und die damit verbundene Selbstaufgabe bedenkt, die für die Selbstproklamation zum Tetrarchen nötig ist. Das Abenteuer leidet hier darunter, dass dieser Fall nicht ausreichend erklärt wird. Das im Abenteuer angedeutete "der bisher erfolglose Dschungelkampf hat ihn hart und bitter gemacht" ist mir da zu platt und altbekannt; insbesondere wenn man bedenkt, warum der Fall erst jetzt also nach dem jüngsten Erfolgen eintreten soll. Es bleibt zu hoffen, dass dies bei dem zu erwartenden Folgeabenteuer näher und besser ausgeführt wird.

Auf der anderen Seite ist im Abenteuer erstmals die Zielvorstellung Milhibethjidas für die zukünftige maraskanische Gesellschaft genannt: Sie strebt eine Theokratie an. Auch das würde starke Veränderungen bringen, war das Selbstverständnis der Priester doch bisher (unter Karlis Ägide) davon getragen, dass sie Lehrer, aber nicht Herrscher sind. Dennoch erscheint mir diese Auslegung der Ziele von Milhi auf Grund ihrer (von Karli selbst beschriebenen) "Erfahrungen" jedenfalls als plausibel. Ich bin da sehr gespannt, ob eine künftige kontinuierlichere Beschreibung des Shikanydads diese Konflikte über die richtige Herrschaftsform aufnimmt.
Zuletzt geändert von Heldi am 27.07.2010 10:33, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von rillenmanni » 28.07.2010 09:37

Auch wenn ich in der Bewertungsecke eigtl nur ungern inhaltlich über Abenteuer diskutiere, hier eine Entgegnung an / Beruhigung für Heldi:
Der Fall des bisher verborgenen vierten Tetrarchen in die Arme der Skrechu, der sich in den nächsten Jahren vollziehen soll, ist schon harter Tobak. ... Der Autor scheint mir da (womöglich aus seinem irdischen Theaterberuf resultierend) einen theatralisch-dramaturgischen Hang zum Verrat vertrauenswürdiger Führungspersonen zu haben. Damit möchte ich nicht etwa sagen, dass der Fall eines Tetrarchen unmöglich ist, er erscheint mir aber jedenfalls merkwürdig, wenn man das tiefe religiöse Selbstverständnis und die damit verbundene Selbstaufgabe bedenkt, die für die Selbstproklamation zum Tetrarchen nötig ist. Das Abenteuer leidet hier darunter, dass dieser Fall nicht ausreichend erklärt wird. Das im Abenteuer angedeutete "der bisher erfolglose Dschungelkampf hat ihn hart und bitter gemacht" ist mir da zu platt und altbekannt; insbesondere wenn man bedenkt, warum der Fall erst jetzt also nach dem jüngsten Erfolgen eintreten soll. Es bleibt zu hoffen, dass dies bei dem zu erwartenden Folgeabenteuer näher und besser ausgeführt wird.
Er ist der Skrechu ja längst verfallen (siehe Abenteuer). Dass selbst (Noch-Nicht-)Tetrarchen wanken und fallen können, sei - aventurisch betrachtet - der besonderen Rolle / Stärke der Skrechu zugeschrieben. Die Skrechu ist eben schon etwas Besonderes. Aus planungstechnischer Sicht ist der Fall des Glücklichen Tetrarchen ebenso wie dessen zukünftig maßgebliche Rolle ein wichtiger Baustein im Konzept der nahenden Spielhilfe. Hier ist Keidi also mitnichten in einen Rausch der Theatralik abgeglitten.

Und zu Milimi der Kindlichen (nur kurz, muss nun zum Bus): Das ist kein anderes Konzept als einst von Karli erdacht. Milimi alias Ex-Dajin will nicht nur selbst nicht mehr König werden, sie hält das Königtum für überholt. Das Shîkanydad ist nur ein Übergang (wenngleich in BuM noch nicht klar von der Königsidee getrennt, was auch einen irdischen/aventurischen Sinn ergibt), der Alabasterne Rat durchaus auch das Mittel der zukünftigen Wahl.

Aufruf an alle: Nochmal die Dajin-Trilogie lesen! :lol:

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 28.07.2010 10:19

Bei Milhi geht das ja auch durch (s.o.). Allerdings war die Abschaffung der Königtums nach meiner Erinnerung höchsten sehr unterschwellig in den alten Quellen als ihr Ziel angesprochen. Aber diese Auslegung ist wie gesagt plausibel.

p.s.: Dem Auruf schließe ich mich an.
Zuletzt geändert von Heldi am 28.07.2010 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von rillenmanni » 28.07.2010 11:04

Bei Milhi geht das ja auch durch (s.o.). Allerdings war die Abschaffung der Königtums nach meiner Erinnerung höchstens sehr unterschwellig in den alten Quellen als ihr Ziel angesprochen. Aber diese Auslegung ist wie gesagt plausibel.
Die Maxime "Lehrer statt Herrscher" würde ja durch eine Nichtwiederaufnahme des Königtums nicht zwangsläufig außer Kraft gesetzt. Wenngleich diese Maxime stets schon verschwammerlt wurde, zu sehen am Fall der Tetrarchen, die ja de facto doch stets schon immer irgendwie herrschten oder führten und schützten, wenn man so möchte. Gestern wie heute … und vielleicht auch morgen hatte das politische System Maraskans (exakt: der Glaubensgemeinschaft Maraskans) also immer ein bisschen etwas Theokratisches an sich.

Die Lektüre der wunderbaren Dajin-Trilogie lohnt sich auch im Hinblick auf die Spielhilfe – schließlich wird der Fall "Schattenlande" für Maraskan kein zweites Nostria werden. :lol: Es kann also mit der Aufnahme vieler Details gerechnet werden.
Zuletzt geändert von rillenmanni am 28.07.2010 11:05, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von karli » 28.07.2010 12:46

rillenmanni hat geschrieben: sie hält das Königtum für überholt.
Eigentlich stimmt das nicht, aber ich möchte den Thread jetzt nicht kapern. Der (vorläufige) Verzicht auf einen König hatte vor allem den Grund, eine maraskanische Spezialität, nämlich den Königsmord, spielbar zu machen.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von rillenmanni » 28.07.2010 13:43

Der (vorläufige) Verzicht auf einen König hatte vor allem den Grund, eine maraskanische Spezialität, nämlich den Königsmord, spielbar zu machen.
Oh, der Meister spricht! :lol:
Stibimmt, das hattest Du mir ja mal erzählt. Ein "(vorläufiger) Verzicht" liegt ja auch auf absehbare Zeit erst einmal vor, nämlich solange Milimi wirkungsvoll wirkt oder nicht von einem Sinneswandel heimgesucht wird. Die mit "Lilienthron" vorbereitete SH wird der Beschäftigung mit der maraskanischen Spezialität denn auch einige hilfreiche Details zur Verfügung stellen.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Skaven » 28.07.2010 13:51

Typisch Maraskanisch: "In Tuzak rufen sich nach dem Blutzug der Zwangsarbeiter in fünf Tagen elf Könige und Königinnen aus. Nach einer Woche leben nurnoch drei, die auch kurz darauf versterben (die beiden letzten durch Essunfälle)" :censored:

Freue mich auch schon das Abenteuer zu meistern, aber Aufgrund der vorgegangenen Ereignisse wird es difinitiv nach "Blutige See" und "Der Unersättliche" Stattfinden müssen.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 30.07.2010 21:36

1. @ rillenmanni: Es stimmt nicht ganz, dass der Glückliche Tetrarch bereits dem Dunklen verfallen ist. Das Abenteuer schreibt, dass er "künftig" der Skrechu dienen wird und diese "kurz davor steht" ihn auf ihre Seite zu ziehen. Von daher halte ich meine Argument, dass es etwas merkwürdig ist, dass der Glückliche Tetrarch ausgerechnet nach dem größten Sieg der letzten 16 Jahre zum Äthrajin wird, aufrecht.

2. Haben wir schon davon gesprochen, dass das für "erfahrene" Helden mit "mindestens 4.500AP" geschriebene AB den Helden ein Tuzakmesser mit 1W+10/BF-4 überlässt? :lol: Wenn sich das rumspricht, dann werden plötzlich sehr viele Spieler dieses Maraskanabenteuer spielen wollen! :devil: Ich bin aber noch nicht sicher, ob ich das so machen werden. Sehr heftig! Kennt der DSA-Kanon eine gleich hochkarätige nichtmagische Waffe?
Zuletzt geändert von Heldi am 30.07.2010 21:37, insgesamt 2-mal geändert.

Disaster

Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Disaster » 30.07.2010 21:44

Sehr heftig! Kennt der DSA-Kanon eine gleich hochkarätige nichtmagische Waffe?
Es gab mal in einem AB anstelle eines Bilder nackter, badender Amazonen ein Bild eines Schwertes, auf dessen Schneide 2W20 stand :wink:


-----

Die Struktur des AB gefällt mir übrigens recht gut. Ich habe es aber noch nicht gänzlich gelesen, so dass ich später bewerten möchte.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von rillenmanni » 30.07.2010 22:01

Heldi hat geschrieben:1. @ rillenmanni: Es stimmt nicht ganz, dass der Glückliche Tetrarch bereits dem Dunklen verfallen ist. Das Abenteuer schreibt, dass er "künftig" der Skrechu dienen wird und diese "kurz davor steht" ihn auf ihre Seite zu ziehen. Von daher halte ich meine Argument, dass es etwas merkwürdig ist, dass der Glückliche Tetrarch ausgerechnet nach dem größten Sieg der letzten 16 Jahre zum Äthrajin wird, aufrecht.
Oh, stimmt, in der Publikation steht es so drin. Das ist eine entschärfte Version, und ich trage die Schuld daran. :lol: In Keidis kommentierbarer Version stand noch - ich habe die Datei gerade geöffnet - dass Dajin längst einen Pakt mit der Skrechu geschlossen habe. Vor dem Hintergrund, dass Dajin ja mit den Helden im Abenteuer Finde-Den-Tetrarch! spielt und sich in diesem schlussendlich selbst als Tetrarch offenbart, hatte ich dazu Bedenken angebracht, dass argwöhnisch gewordene Helden Dajin einer entlarvenden (magisch/karmal) Überprüfung unterziehen wollen könnten - wenn der Spielleiter "railroadet", besteht die Gefahr einer Entlarvung zwar nicht, :lol: aber wir dürfen ja zum Glück davon ausgehen, dass viele Spielleiter ihren Spielern berechtigte (Würfel-)Erfolge zugestehen. In diesem Fall hieße das aber, dass einer Schlüsselperson für die nächsten Jahre maraskanischer Entwicklung schon vorneweg eine Verbindung zur Skrechu nachgewiesen wäre, und das will man ja nicht. :lol: Insofern bitte ich Dich, die nun publizierten Worte "künftig" und "kurz davor" in aller Weichheit zu interpretieren.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 31.07.2010 15:40

1. Hmm, bei aller Freiheit des Wahlrecht empfinde ich die 1Pkt.-Bewertung als unbefriedigend. Eine Begründung wäre schön. Gerade bei den Extrembewertungen finde ich das wichtig.

2. Hier nochmal der Aufruf: Wenn daran für die RSH noch etwas geändert werden kann, dann sollte bitte die Motivation des Glücklichen Tetrarchen (und dann muss er auch noch den Namen Dajin tragen; das ist alles wirklich einfach grausam :lol:) "verbessert werden". Die Erklärung "er ist verbittert" ist imho lieblos und wirkt zielgesteuert: Man möchte halt diesen Verräter aufbauen. Das Ergebnis kann ja auch akzeptieren, aber es braucht dafür irgendeine Geschichte, die das begreifbar macht. Bei Asfaloth kann man da doch auch genug Gründe in verstorbenen Familienmitgliedern/Vertrauenspersonen/Geliebten/etc. finden. Oder man verwendet eine Variante des "Stockholmsyndroms" oder erklärt es mit den Beeinflussungs- und Hellsichtsfähigkeiten der Skrechu und Al'Gorton. Und es gib bestimmt noch bessere Erklärungen. Aber die momentane Erklärung ist ein Schwachpunkt!

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von rillenmanni » 31.07.2010 21:28

Heldi hat geschrieben:2. Hier nochmal der Aufruf: Wenn daran für die RSH noch etwas geändert werden kann, dann sollte bitte die Motivation des Glücklichen Tetrarchen (und dann muss er auch noch den Namen Dajin tragen; das ist alles wirklich einfach grausam :lol:) "verbessert werden". Die Erklärung "er ist verbittert" ist imho lieblos und wirkt zielgesteuert: Man möchte halt diesen Verräter aufbauen. Das Ergebnis kann ja auch akzeptieren, aber es braucht dafür irgendeine Geschichte, die das begreifbar macht. Bei Asfaloth kann man da doch auch genug Gründe in verstorbenen Familienmitgliedern/Vertrauenspersonen/Geliebten/etc. finden. Oder man verwendet eine Variante des "Stockholmsyndroms" oder erklärt es mit den Beeinflussungs- und Hellsichtsfähigkeiten der Skrechu und Al'Gorton. Und es gib bestimmt noch bessere Erklärungen. Aber die momentane Erklärung ist ein Schwachpunkt!
OK, etwas Entsprechendes sollte sich einrichten lassen.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Skaven » 03.08.2010 10:56

Das Schwert ist doch überhaupt nicht magisch.
Es ist einfach nur von einem extrem guten Schmied geschmiedet worden.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 03.08.2010 12:41

@ Skaven: :???:
Heldi hat geschrieben:Kennt der DSA-Kanon eine gleich hochkarätige nichtmagische Waffe?

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 06.08.2010 20:02

Mir ist noch eine Sache aufgefallen, die mir eine Unstimmigkeit zu sein scheint: Im Abenteuer wird die Seeseite Borans als großer Schwachpunkt der Stadt benannt, da die Flotte in Jergan sei. Ich hatte mir Boran aber immer anders vorgestellt. Denn wie wurde diese Stadt 30 Jahre lang von mittelreichischer Besatzung freigehalten? Es wird bestimmt nicht an der militärisch starken Flotte Maraskans gelegen haben, da es zwar viele kleine maraskanische Schiffe geben mag, diese aber der mittelreichischen Flotte (noch vor der Abspaltung Araniens, also zu Hochzeiten!) niemals gewachsen gewesen wären. Wieso ist die Ostflotte nicht einfach um die Insel rum und hat Boran dann von der Seeseite her eingenommen?

Ich hatte mir Boran daher immer als sehr schwer erreichbaren Hafen mit schmaler Hafeneinfahrt, vielen Untiefen, starken Strömungen, etc. vorgestellt; so dass man maraskanische Lotsen gebraucht hätte, die aber ihre Heilige Stadt nicht verraten haben. Schon die Karte stellt aber einen offenen und wirklich kaum zu verteidigenden Hafen dar. Wieso hat Rateral Sanin den dann nicht eingenommen?
Zuletzt geändert von Heldi am 06.08.2010 20:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von zendijian » 07.08.2010 11:49

@ Heldi: als derjenige, der vor Jahren mal den ursprünglichen Plan von Boran gezeichnet hat, muss ich sagen, dass da die Hafeneinfahrt durch Palisaden enorm verkleinert wurde. Dies wurde aber nicht zu 100% übernommen. Aber Untiefen könnten ja eh vorhanden sen. Das zeigt die Karte ja nicht an. Und die massive Geschützpräsenz in der Hafenfestung und der Arethidenzitadelle dürfte das Eindringen von feindlichen Schiffen in den Hafen effektiv verhindert haben (man muss sich nur vorstellen, wie ne Bireme oder ne Trireme (oder auch drei oder vier, was etwa 10% der ehemaligen Maraskanflotte ausmachte) versuchen, in den Hafen vorzudringen, während sie ne Halbe Stunde (bei Rammgeschwindigkeit) in Reichweite der Geschütze waren. Und wenn nur 10 der Geschütze direkt auf den Hafeneingang bzw. das Vorfeld davon gerichtet sind, dann kann man sich mal die Verluste ausrechnen (ich denke mal, dass aus diesem Grunde auch die, die Hafeneinfahrt verkleinernden Palisaden fehlen. Schließlich sollen die Helden die Stadt mit einer flotte erobern).

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 07.08.2010 16:44

Hmm, naja, ich will ja nur sagen: Wenn dieser Hafen unter normalen Umständen mit einer vielfach überlegenen Angreiferflotte nicht von der Seeseite her bezwungen werden kann, dass gibt es gar keinen aventurischen Hafen der das kann!

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von zendijian » 07.08.2010 20:36

Meiner Meinung nach kann man eine Einnahme von Seeseite vergessen, wenn da mehr als drei schwerere Geschütze so positioniert sind, dass sie ein gutes Stück vor der Hafeneinfahrt bedecken können. Denn die wenn mans richtig macht (Gut hinter Festungsmauern geschützte Geschütze, die auf bewegliche Ziele schießen, am besten die Ruder und Segel zerstören), können schon ein paar Geschütze eine zehnfache Überlegenheit erledigen. Und da aventurische Admiräle zumindest ein bisserl Inteligenz besitzen machen sie sowas nicht (oft;-). Einfach zu verlustreich, da man auf den Schiffen meist nicht genügend Truppen mitführen kann, um direkt den Verteidigern an Mannstärke überlegen zu sein. Denn wenn man erstmal mehrere hundert Soldaten aus den Schiffen an Land bringen muss, dauert es ne ganze Weile, bis man Druck auf die Verteidiger ausüben kann (schließlich gibt es ja noch keine richtigen Landungsboote in Aventurien. da heißt es dann: Entweder über die Planke und dem Pfeilbeschuß ausgesetzt sein oder drei Schritt tief über die Bordwand springen).

Hat man hingegen Leute in der Stadt, die Offiziere ausschalten, Geschütze sabotieren und Truppen bestechen, nicht zu kämpfen,dann wird auch die uneinnehmbarste Stadt einnehmbar. Man hat mehr Zeit kann sich in Ruhe formieren, während der Feind immer panischer wird (Wo zum Erzdämon ist XYZ? Waaaas? Das Vorratslager für das Hylailer Feuer ist explodiert und hat undere komplette Munition unbrauchbar gemacht? Was, wir können das Tor der Zitadelle nicht schließen?)

Mein persönlicher Schwachpunkt Borans ist sicherlich die nördliche Seeseite: Dort können Schiffe nah am Ufer heranfahren (bessere Deckung als auf dem offenen Meer) und schneller ihre volle schlagkraft entfalten, gleichzeit aber weniger Geschtzen als am Hafen ausgesetzt sein.
Zuletzt geändert von zendijian am 07.08.2010 20:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 03.01.2011 11:00

Ich habe das Abenteuer zwischen Weihnachten und Silvester geleitet. Im Ergebnis hat sich mein Eindruck bestätigt und ich bleibe bei guten vier Punkten.

I. Der größte Schwachpunkt des Abenteuers ist für mich das angeklatschte Kapitel nach Boran, in dem die Helden Nedimajida aufspüren und vernichten sollen. Ich kann mir zwei Gründe vorstellen, warum man diesen Teil ins Abenteuer aufnehmen wollte: 1.Der bei Maraskanabenteuer ansonsten obligatorische Aspekt der Begegnung mit dem Dschungel fehlt ansonsten. 2.Der Teil gibt einen Ausblick auf die Bedrohungen und Konflikte des "neuen Weißmaraskans", wie es sich dann wohl nach der RSH darstellen soll. Beide Argumente reichen aber nicht aus, damit ich den Abschnitt als Teil des Abenteuers leiden kann. Denn der Dschungelaspekt spielt eben in allen anderen Maraskanabenteuern eine ausreichende Rolle und kann bei Bedarf auf dieser Grundlage vom SL selbst an das AB angehängt werden, so dies gewollt ist. Er musste nicht notwendig Teil des Bandes werden. Und der Aspekt des neuen Maraskans ist zwar zu berücksichtigen, doch hätte man diesen ebenso in einem Botenszenario behandeln können. Im Abenteuerband gefällt er mir nicht gut, da er ein anderes Thema hat, das Setting völlig verändert, die passenden Charaktere andere sind und dem Abenteuer das berauschende Finale nimmt, welches die Befreiung der Hl. Stadt darstellen sollte.

Dementsprechend habe ich in circa 32 Spielstunden nur den Boranteil gespielt und den Rest für ein Sequel angekündigt, welches evtl. mit anderen Charakteren, jedenfalls aber mit einer anderen dramaturgischen Linie gespielt werden wird.

II. Man darf nicht unterschätzen, wie wenig Abenteuer in dem Band ist. Der Boranteil hat faktisch keinen Plot. Es gibt einige kurze Einzelszenen, doch kann das AB nicht vohersehen, was die Helden tun werden und bietet daher darauf auch keine Antworten. Da das Abenteuer hier völlig von den Heldenfähigkeiten und -plänen abhängt, kann ich dies nicht als Mangel betrachten, hätte mir aber gewünscht, dass einige Aspekte (v.a. Vorgehen der Samtschatten und Szenarien zum Spiel mit diesen und möglichen Bespitzelungen der Helden durch Vorlops Leute, die über bloßes BEschatten hinausgehen) angesprochen worden wären. Das kommt im AB nicht vor und fiel mir am Tisch auch etwas schwer.

III. Die den Helden von Kabaljin auferlegte Queste habe ich gestrichen und anders eingebaut. Es erschien mir völlig unpassend, dass der Tetrarch die Gesandten seiner Amtsgeschwister auf diese Weise "überprüft". Statt dessen habe ich nach der sinnvollen Beobachtung der Helden sofort den Tetrarchen sich offenbaren lassen und die "Questen" dann als Vorbereitungsmaßnahmen für den Umsturz eingebaut, die der Tetrarch den Helden aufgibt. Damit er sich dabei nicht selbst einmischt, habe ich den Helden erklärt, dass der hölzerne Diskus, welchen die Helden ihm übergeben hatten, eine besondere Bedeutung hatte, nach der sich Dajin selbst zurückhalten und im Verborgenen bleiben sollte, da fähige Helden geschickt wurden und er sich nicht in Gefahr begeben darf.

Außerdem hatte ich den erfahrenen Fischer Kabaljin/Dajin als denjenigen auserkoren, der die Schiffe der weißmaraskanischen Flotte in den Hafen führen sollte. Denn "mein" Boraner Hafen ist ohne Lotsen nicht zu passieren, da sein Ausfahrt von Riffen, Untiefen, etc. geschützt ist (vgl. dazu oben im Thread den Diskurs über die Hafeneinfahrt). Das kam aber erst raus, nachdem die dafür vom Tetrarchen eigentlich vorgesehenen Fischer "abgesprungen" waren und Kabaljin die Sache selber machen musste. Das ermöglichte es mir auch, dass einer der Helden den Tetrarchen bei der Ausrufung des Aufstands an der Seite von Viderasab ersetzen musste, den ich zu Beginn der Kampfhandlungen gelegt hatte (das AB ist da imho widersprüchlich). Das habe ich so gelöst, dass Dajin den passenden Kämpfer zu seinem Buskur gemacht hat und dieser dann mit DEM Schwert in der Hand "als sein Arm und seine Stimme" auf dem Tempeldach das Ende der Häßlichen ausgerufen hat. So kann man diese sehr atmosphärische Szene für die Helden gewinnen.

IV. Etwas geändert habe ich die Szene bei Jemeljian, dem Meisterschmied. Ich habe ihn an Pai Mei angelehnt, der Waffe eine Bestimmung in den Hl. Rollen und des Schmied einen ausgeprägten Aberglauben gegeben. Die Szene endete damit, dass der Schmied sich in sein Schwert stürzte, damit Quesapion ebenso wie Silpion ihren Schmied tötet, um dann den Herrscher töten zu können.

V. Das Abenteuer ist trotz der angesprochenen Punkte gut, da es einen besonderen und ungewöhnlichen Auftrag enthält, bei dem die Charaktere sehr variantenreich vorgehen können und den Spielern so alle Kreativität möglich ist. Mit entsprechender Vorbereitung kann man dann in dem dichten kulturellen Setting viele schöne Szenen entwickeln, in der die Maraskaner in ihrer heiligen Stadt zunächst getreu des Befehls der Tetrarchen ("biegt Euch, aber brecht nicht") nur insgeheim Widerstand leisten, dann aber der Volksaufstand ausbricht.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Keideran Labharion » 03.01.2011 14:00

Hallo Heldi!

Sehr schöne, stimmungsvolle und empfehlenswerte Änderungen! Gefallen mit ausnehmend gut. Gerade die Sache mit dem Buskur und Jemeljians Opfer. :)

Deine angesprochenen Kritikpunkte kann ich nachvollziehen. Es freut mich aber, dass sie dem Spaß am Spieltisch keinen Abbruch taten.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Cyberian Korninger » 03.01.2011 16:16

zendijian hat geschrieben:Meiner Meinung nach kann man eine Einnahme von Seeseite vergessen, wenn da mehr als drei schwerere Geschütze so positioniert sind, dass sie ein gutes Stück vor der Hafeneinfahrt bedecken können. Denn die wenn mans richtig macht (Gut hinter Festungsmauern geschützte Geschütze, die auf bewegliche Ziele schießen, am besten die Ruder und Segel zerstören), können schon ein paar Geschütze eine zehnfache Überlegenheit erledigen. Und da aventurische Admiräle zumindest ein bisserl Inteligenz besitzen machen sie sowas nicht (oft;-). Einfach zu verlustreich, da man auf den Schiffen meist nicht genügend Truppen mitführen kann, um direkt den Verteidigern an Mannstärke überlegen zu sein. Denn wenn man erstmal mehrere hundert Soldaten aus den Schiffen an Land bringen muss, dauert es ne ganze Weile, bis man Druck auf die Verteidiger ausüben kann (schließlich gibt es ja noch keine richtigen Landungsboote in Aventurien. da heißt es dann: Entweder über die Planke und dem Pfeilbeschuß ausgesetzt sein oder drei Schritt tief über die Bordwand springen).
War das jetzt allgemein gesprochen oder nur auf die spezelle Situation? Im ersteren Fall kann ich nicht ganz zustimmen.

Segelt ein Schiff bei starkem Ostwind vor dem Wind direkt auf den Hafen zu ist erst ab einer bestimmten Neigung wenn das Schiff schon sehr nah ist möglich das Ruder zu treffen. Selbst bei einer Zerstörung der Takelage nimmt es nur Fahrt weg, hohe Manövrierfähigkeit ist aber sowieso nicht nötig wenn man nicht am Wind segeln muss. Auch mit vollständiger Zerstörung der Takelage innerhalb der Rotzenreichweite reicht die Restfahrt noch aus um das Hafenbecken zu erreichen. Im Schutz des Schiffsrumpfs auf der den Geschützen abgewandten Seite kann dann die Landung beginnen.

Gehen wir mal von der Karracke Eisenwald und den beiden Schivonen Kaiser Reto und Admiral Merarkos voll bewaffnet und mit einer Überbelegung an Seesoldaten aus. Gehen wir weiter von optimalem Wind von rahjawärts aus.
Die Schiffe erreichen mit der waffenstarrenden massiven Karracke voran das Hafenbecken. Die Landung beginnt unter Feuerschutz der Schiffe. Verteidiger im Stadtgebiet werden von den Dutzenden Geschützen dazu gezwungen sich in die Befestigungen zurückzuziehen. Damit ist das Stadtgebiet erobert und die Belagerung der Festung kann beginnen. Wobei hier allerdings noch die Frage ist ob Schiffe mit einem solchen Tiefgang den Hafen überhaupt erreichen können.

Wobei dieses Argument von mir jetzt vollkommen theoretisch ist, da das alles Optimalbedingungen voraussetzt und dann noch einen Fall der wohl in naher Zukunft nicht eintreten wird (MR vs. Shik) plus das MR nicht den Fehler machen sollte die letzten Ressourcen auf ein Unternehmen zu setzen das bei einem plötzlichen Wetterumschwung in einem Fiasko endet.
Und selbst bei einem Erfolg wären wir nur da wo wir 30 Jahre vorher schonmal waren: Die Maraskanis ziehen sich in den Dschungel zurück, bringen alle Mittelreicher um und kommen wieder.

Da Haffax ja in 4 Jahren weg ist müsste dann schon Al'Anfa die Aktion übernehmen (was ich eh mal schön fände so könnten die auch mal was reißen und nicht ewiger Verlierer sein). Aber das ist was für die ferne Zukunft weil Schattenlande ja erstmal eine Weile Bestand haben muss.
Zuletzt geändert von Cyberian Korninger am 03.01.2011 16:26, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Savertin Sturmfels » 31.05.2011 12:45

Ich gebe dem Abenteuer 4 Punkte.

Ich bin gerade dabei es in unserer doch recht großen Gruppe zu meistern (teilweise 7 Spieler + Meister am Tisch) und während der letzten Sitzung ist Boran befreit worden.

Das wirklich schöne an dem Abenteuer ist, dass der Teil in Boran so offengehalten ist, so dass es wirklich für jeden Helden eine Möglichkeit gibt, sich mit seinen Fähigkeiten einzubringen und dabei zu glänzen - wenn man sich als Meister genügend vorbereitet und in die Helden "reindenkt".

Als Kritikpunkt (und Grund wieso ich nur 4 statt 5 Punkten vergebe) muss ich den (schon von einigen Vorpostern genannten) "dünnen Plot" in Boran nennen. Man hat zwar als Meister alle Infos die man braucht um selber so etwas für die Gruppe zu "stricken", aber ein paar mehr Hinweise, Ideen und Aufhänger hätten dem Abenteuer wirklich noch gut getan und vorallem das leiten des Abenteuers um einiges vereinfacht... so hab ich halt doch relativ viel Zeit in die Vorbereitung stecken müssen, was sich aber durch ausgelohnt hat und ich hatte dann beim Leiten auch wirklich Spaß am Abenteuer - selbiges gilt wohl auch für meine Spieler.

Als Fazit kann ich sagen: wirklich schönes Abenteuer mit nettem Hintergrund und solider Ausarbeitung von Boran; aber um wirklich das Beste draus zum achen muss man sich als Meister doch noch mal ordentlich hinsetzen und das eine oder andere (idealerweise) auf seine Gruppe abgestimmte "dazu basteln". :)

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Heldi » 22.05.2012 21:26

Ich habe das Abenteuer am WE zum zweiten Mal geleitet. Ich bleibe bei guten vier Punkten. Dieses Mal kamen folgende Änderungen zur Anwendung:
Kopie aus einer Angabe ggüber den Spielern hat geschrieben:1. Wir haben nur 4/5 des Abenteuertextes gespielt. An die Befreiung Borans knüpft die Verfolgung und Aufspürung der Möchtegern-Königin Nedimajida im Auftrag des glücklichen Tetrarchen an. Dieser Teil ist aber emptional nur ein Anhängsel an die Befreiung der Heiligen Stadt und thematisch eher ein Vorausblick auf die Parteien und Konflikte des kommenden Maraskans. [Ich habe vor, diesen Teil später noch einmal im Rahmen eines anderen/besonderen Vorhabens anzubieten].
2. Im Abenteuer findet der Kampf um Boran vor allem durch Angriffe von See- und Landseite Stadt, wobei die Helden diese Erstürmung nur vorbereiten.
3. Die Öffnung des Tors der Arethenidenfeste durch den Aspyrdag ist nicht vorgesehen. Im Abenteuertext wird Boran in einem mehrtägigen/-wöchigen Kampf mit Ausfällen und Angriffen auf die Feste endgültig befreit, nachdem der Stadtkern erobert wurde. Dementsprechend war auch der Kampfrausch spontan von mir, da der Aspyrdag nach der Beschreibung in den Dajin-Romanen eine entsprechende agressive Stimmung verbreitet.
4. Das besondere Artefakt in der Grotte gibt es nicht. Die Helden sollen diese im Abenteuertext nur "reinigen", da von dort der Seeangriff abgewehrt werden könnte. Durch die Bedrohung mit einem gewissen Zehngehörnten bestand trotz der Änderung #3 aber auch für meine Gruppe die "Pflicht" zum Vorgehen in der Grotte.
5. Im Abenteuer wird der Aufstand durch den glücklichen Tetrarchen selbst ausgerufen.
6. Im Abenteuer ist Qaesapion ein rein mit dem AHH-Talent zu führendes Tuzakmesser. Ich habe die von mir gesetzte geringe Länge der Waffe einerseits im Hinblick auf Milhibethjida so bestimmt und andererseits, um einen von Euren Kämpfern mit der Waffe kämpfen lassen zu können.
7. Die Dunkle Gabe "Xarfais Arena" war von mir. Dabei duellierten sich ein Held und ein NSC allein auf Basis ihrer Lebensenergie, da die Verletzungen des einen Kämpfers automatisch auch zu identischen Verletzungen beim anderen Kämpfer führten.
Das Abenteuer ist in Teilen sehr unterschiedlich abgelaufen, was teils an meinen Ergänzungen gegenüber dem ersten Leiten, teils aber auch an der anderen Vorgehensweise der Spieler lag: Vorlop wurde dieses Mal nicht auf der Orgie, sondern erst später durch zwei SCs ausgeschaltet, die sich über Umwege gemeldet hatten als Vorlop Ersatz zur Befriedigung seiner schmerzhaften Sehnsüchte suchte. Alles in allem kann ich die obigen Änderungen nur empfehlen. Da ich das Abenteuer noch ein weiteres mal leiten werde, werde ich dort vor allem auf zwei zusätzliche Dinge achten:

1. Vorlop wird den Helden früher und schneller auf den Fersen sein, so dass die Helden ihn beseitigen (müssen), da er ihnen auf die Spur kommt. Als weiteres offensiv zu verfolgendes Ziel taugt er mMn nicht so sehr, da die militärischen Personen mir insofern wichtiger erscheinen.
2. Ich werde den Spielern noch deutlicher in der Endschlacht die Auswirkungen ihrer Maßnahmen zeigen. Bei einer so großen Schlacht ist das imho gar nicht so leicht. Gerade das Chaos der einfachen Soldaten in der Hafengarnison muss da betont werden, wenn die Helden die passenden Offiziere beseitigt haben.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Mysticus » 23.05.2012 12:19

Aus Spielersicht bewerte ich das Abenteuer mit 4 Punkten. Heldi hat es bei uns geschafft, die vollkommene Freiheit in allen Planungen zu gewährleisten und wir konnten uns auf vielfältige Art und Weise an die entsprechenden NSCs annähern und diese ausschalten bzw. Vertrauen gewinnen.

Die Überfahrt nach Boran ging mir etwas zu schnell, aber vermutlich ist da auch nicht viel auf dem Wege vorgesehen, aber immerhin sind es sieben Tage auf See, wo bei uns nichts passiert ist bis auf einen Karmanath, der als Bote fungierend maW auch nicht im Abenteuer steht.

In Boran selbst gab es unzählige kleine Plots zu erledigen, die das "Große Ganze" vorbereiten sollten, was auch gut gelang.

Die besten Szenen waren mMn die Festivitäten im Belkelel-Tempel und das Säubern des Unheiligtums von Charyptoroth, wobei beide ja offenbar auch nicht im Abenteuer vorgesehen waren, zumindest nicht explizit.

Den letzten Teil mit der Hatz auf Nedimajida haben wir nicht gespielt, da wären auch die Charaktere zu großen Teilen nicht gut aufgehoben gewesen.

Das Tuzakmesser habe ich an Milhibethjida übergeben, auch wenn es wohl dem Buskur dauerhaft zugedacht ist. Aber ich fand es für Connar ui Burkherdall (den ich spielte) unpassend, das Schwert von der Insel wieder mit aufs Festland zu nehmen und dann damit andere Abenteuer zu bestreiten. Ob es jetzt W+6, W+12 oder W+100 hat ist dabei vollkommen egal, es ist ja vielmehr ein Symbol der Befreiung Borans, wo sollte die Waffe dann besser aufgehoben sein als in Boran?

Da ich das Abenteuer nicht vorrätig habe, kann ich leider auch nichts nachlesen, aus Spielleitersicht wäre meine Bewertung demzufolge ggf. eine andere, vielleicht sogar nur eine 3.

Es grüßt Buskur Connar ui Burkherdall (aka Mysticus)
Zuletzt geändert von Mysticus am 23.05.2012 12:21, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Benutzer 498 gelöscht » 23.05.2012 13:30

In weiten Teilen schließe ich mich den Aussagen von Heldi und Mysticus an. Ein paar Punkte möchte ich allerdings auch aus meiner Sicht noch hinzufügen.

a) Die Überfahrt
Die Überfahrt war relativ kanpp gehalten. Für den begrenzten Zeitraum, in dem wir das Abenteuer gespielt haben (2 1/2 Tage), war das aber aus Spielersicht ein gute und sinnvolle Sache. Im Abenteuer ist für die Überfahrt weniger als eine Seite Platz vorhanden. Darin sind ein paar Vorschläge/Informationen, die allerdings auch in 2 Minuten zu improvisieren wären. Der Reise-Teil ist so gesehen eigentlich eher weniger Teil des Abenteuers. U.U. hätte es sich hier gelohnt den letzten Teil zu streichen und diesen Teil mit etwas mehr Fleisch zu versehen, gerade was die Gefahr durch die Fürstkomturei angeht.

b) Die Befreiung Borans
Ein sehr stimmungsvolles Kapitel, dem im Abenteuer aus meiner Sicht aber ein paar Probleme anhängen (die Heldi glücklicherweise entschärft hat):
Das Abenteuer geht davon aus, dass die Helden am 13. Praios in Boran ankommen, die Schlacht beginnt am 19. Rondra. Das sind 36 Tage, in denen man den Aufstand vorbereitet. Da man als Held keine Zeit vergeuden will und alle Ressourcen nutzen möchte ist diese Vorbereitung nach meiner Erfahrung extrem intensives Spiel, bei dem an jedem Spieltag die Zeit völlig ausgenutzt wird. Heldi hat den Zeitraum bei uns auf 7 Tage verkürzt, 5 hätten vermutlich auch gereicht. 36 Tage - das hätte den Spannungsbogen abgetötet.
Die Enttarnung des geheimen Tetrarchen ist in meinen Augen auch nicht so sinnvoll, dazu hat Heldi aber schon genug geschrieben.
Schlußendlich der Endkampf. Den Kasten "Die Schlacht am Spieltisch" habe ich mit einem gewissen Schmunzeln gelesen. Der Verweis auf die Schlachtregeln aus dem Arsenal und den Seekampfregeln aus Efferds Wogen sind ein pflichtschuldiger Verweis auf die real existierenden DSA-Regeln zu dem Komplex, anzig: ich kann mir nicht vorstellen, dass eine nennenswerte Zahl an Heldengruppen die Endschlacht nach diesen Regeln abhandeln will. Der Hinweis auf Marker und den Stadtplan sind da schon besser. Allerdings: Die entscheidenden Aktionen sollen natürlich die Helden durchführen - so sieht es auch das Abenteuer. Ich denke, es wäre an dieser Stelle sinnvoller gewesen die einzelnen kritischen Kampfplätze der Stadt näher zu beleuchten, mit Angreifern und Verteidigern, jeweils in Abhängigkeit von Heldenaktionen und verschiedene Taktiken zu präsentieren, bei denen sich die Helden vervortun könnten.
c) Tod einer Königen
Diesen Teil finde ich als Anhängsel ziemlich unnötig. Das wäre auch ein gutes Botenszenario gewesen. Hätte man die 6 Seiten eingespart, dann hätte man den ersten Teil noch etwas unterfüttern können und im eigentlichen Hauptteil - z.B. beim Finale - noch mehr Ausarbeitungen beifügen können.

Insgesamt gebe ich dem Abenteuer gute 3 Punkte. Mit Änderungen (wie von Heldi durchgeführt) ist es ein wundervolles Setting, was mir sehr viel Spaß gemacht hat, als Spielleiter finde ich in meinen Augen im Band allerdings zu viele Schwachstellen für 4 oder 5 Punkte.

Stingel
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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Stingel » 24.05.2012 09:38

Ich habe das Abenteuer etwas umgebaut und als "Prüfungsqueste" für einen angehenden Phex-Geweihten genutzt. Der Spieler wußte nicht, dass es eine Prüfung ist. Der Geweihten, der den Ablauf beobachtet habe ich bei der Überfahrt auftauschen lassen: Er war als Seemann auf dem SChmugglerschiff und hat dann mit dem grobschlächtigen Bootsmann, der auch im AB erwähnt ist, einen Streit angefangen, um einen vernünftigen Grund zu haben, in Boran das Schiff zu verlassen. Dort hat er als Träger und Wache bei den Helden im Kontor angeheuert - ohne dass jemand Verdacht schöpfte.

Die Prüfungen, die ich quasi heimlich stellte waren:
Vetragtreue: Marijamold fordert der die Schulden des Erblassers. Die Schulden sind in meinen Augen auch legitim. Der Spieler prüfte die Dokumente eingehend und verglich die Unterschrift auf den Schuldscheinen mit denen in anderen Kontordokumenten und bezahlte diese schließlich. Über einen zufriedenen Marijamold war es dann auch einfach, geschickt Kontakte zu anderen Personen der Stadt zu finden, da dieser ein guter Leumund war.
Handel: Es gab diverse Handelsabkommen zu schliessen und Ressourcen zu erschließen.
List: Das Gleichgewicht in der Stadt kippen, ohne zu morden (von den Charytoroth-Paktieren und Vereehrern mal abgesehen). Die Helden brachten Dominga und ihre Söldner auf ihre Seite. Zudem schafften sie es, ein Schmugglerschiff der leider verschiedenen Fischer der Nacht durch bestechung des Hafenmeisters zu aquirieren.
Heimlichkeit: Gerade während der letzten Schlacht gab es dann noch Genug in dieser Hinsicht zu tun.

Dazu haben auch meinen Spieler das Charyptoroth-Unheiligtum gesäubert. Anfänglich haben sie Muränen-Brinjid nur skeptisch beachtet. Als dann aber am helligten Tag ein toter Delphin in die Grotte geschleppt wurde, war das quasi der Auslöser, Brinjid und ihre Anhänger während einer Messe in die Seelenmühle zu schicken.

Mit Dominga und ihren 200 Söldnern auf ihrer Seite sowie einem Bündnis mit Gernot Achsenbrecher in der Hafenkommandatur war die Schlacht eher einfach, so dass wir nur Einzelszenen sowie die Showdown mit der Hexe und Prejin Pardenklaue gespielt haben.

Das letzte Kapitel empfangen wir ebenfalls als naja... angehängt. Klar... wenn man schon nach Maraskan fährt, will man auch nen König töten. Das Lager zu finden sollte recht einfach sein, nur was macht man gegen ein befestigtes Lager mit 2 Duzend Bluttemplern sowie mehreren Magiern etc, wenn man selbst nur ne Handvoll Dschungelkämpfer hat? Dazu der Tempel... er ist interessant und zu erkunden hat er Spass gemacht, aber letztlich war er vor allem leer. Ergo habe ich hier umgebaut und die Helden im Sarg des Echsenwesens einen Edelstein finden lassen, den man im Heiligtum an die fehlende Stelle setzen muss. Damit öffnete sich eine versteckte Kammer, in denen die helden neben Dokumenten ein Samenkorn fanden. DIeses Samenkorn "belebte" den Dschungel so dass in kurzer Zeit Bäume und Sträcuhre sprießten, Schlingpflanzen sich die Bluttempler krallten. Quasi wurde jemand mit seinen eingenen Waffen geschlagen. Der Königsmord blieb natürlich den helden überlassen.

Handwerklich gefällt mir das Abenteuer sehr gut. Ich konnte keine "Das würden meine Spieler niemals tun"-Situation, die sich nicht hätte problemlos umschiffen lassen. Ein paar "Szenen" mehr, die den Hauptplot in Boran unterfüttern wären noch schön gewesen. Das Ende war in meinen AUgen im Original eher schlaff. Ich geben dennoch 5 Punkte, weil ich mich beim Meistern sehr gut unterstütz gefühlt habe, ohne dass ich oder meinen Spieler vom Abenteuer eingeschränkt wurden und das Flair und Setting in Boran sehr angenehm war.

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Thallion
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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Thallion » 13.06.2012 12:03

Mich hat das Abenteuer eher enttäuscht.

(+) Der hohe Freiheitsgrad ist schon sehr ansprechend, nur muss der Spielleiter hier massig Arbeit reinstecken, um was Tolles daraus zu machen.
(-) Der Boran-Teil ist einfach viel zu schlecht ausgearbeitet. Sandbox schön und gut, aber mir fehlen hier einfach optionale Szenen bspw. konkretere Sabotage-Möglichkeiten, beispielhafte Darstellung von Meuchelaktionen an Offizieren und generell mehr Ereignissen in der Stadt, um Boran besser darstellen zu können.
(+) Interessante NSC's.
(-) Der Schluss-Teil kann nicht so recht überzeugen. Außerdem kopiert M. Masberg sich zu sehr selbst, da eine sehr ähnlich Pyramide schon in "Goldene Flügel" vorkam. Die Pyramide an sich finde ich auch zu unspektakulär und langweilig.
(+) Die Entwicklung Maraskans gefällt mir im Prinzip recht gut. Bin gespannt, was die Skreshu so alles auhecken wird.

Ich vergebe 3 Punkte.

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Re: A178 Der Lilienthron

Ungelesener Beitrag von Amosh » 26.10.2012 15:31

Wir haben das Abenteuer vor einiger Zeit gespielt, und es hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht. Mein Bruder schwärmt heute noch davon!

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