A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.

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Thallion
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A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Thallion » 22.02.2010 10:24

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte der im Dezember 2009 erschienenen und überarbeiteten Kampagne A173 Die Phileasson-Saga (2009) im Original von Bernhard Hennen unter Überarbeitung von Philipp Spreckels (Redaktion) sowie Dietrich Bernhardt, David Heise und Markus Pfitzner.

Die Überarbeitung ist, wie auch schon die 2. Auflage, in zwölf Abenteuerabschnitte unterteilt worden:
A173.1 - Gen Norden
A173.2 - Der Himmelsturm
A173.3 - Der Unglückswolf
A173.4 - Auf der Spur des Wolfes
A173.5 - H'rangas Kinder
A173.6 - Die Suche nach dem Largala'hen
A173.7 - Wie der Wind der Wüste
A173.8 - Der Prophet zieht weiter
A173.9 - Das Tal der Echsengötter
A173.10 - Inseln im Nebel
A173.11 - Der Alte König
A173.12 - Alte Freunde, alte Feinde

Die Bewertungsthreads der alten Auflage findet ihr hier:
A90.1 Folge dem Drachenhals
A90.2 Auf der Spur des Wolfes
A90.3 Wie der Wind in der Wüste
A90.4 Inseln im Nebel

Bild

Vielleicht hast du Erfahrungen mit der Kampagne gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zu dem Abenteuer. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread das Abenteuer auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten. Hier gelangst Du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du willst dann abstimmen, könntest es aber nicht mehr, wenn du schon abgestimmt hättest, ohne das Abenteuer zu kennen.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Harteschale » 23.02.2010 12:58

A 171.1) 2 Sterne
A 171.2) 1 Stern

Will man mal nett ein paar Abenteuer erleben ohne größere Ansprüche zu haben, dann ist das Abenteuer dafür gut geeignet. Jederzeit plausible Charhandlungen, Hintergrundplot etc. darf man aber nicht erwarten bzw. muss der Meister im Vorfeld bei manchen Handlungsabschnitten vorbereiten. Die Überarbeitung im Vergleich zur DSA3 überarbeiteten Variante ist manchmal halbwegs gelungen, meist fehlt aber der Mut bei den Änderungen und es bleibt bei nuancierten, kosmetischen Anpassungen.


Achtung, das Folgende kann Meisterinfos enthalten!


A 171.1)
Der Konflikt wird lieblos aufgebaut, Asleif und Beorn kaum beleuchtet als NSCs. Dito die Rolle der Traviakirche, Handlungsmotivationen etc. Hart aneinandergereihter Fließtext ohne sonderliche Auflockerung macht optisch wenig her.
Positiv fällt die Idee mit Garhelt auf.
Generell wurde im Vergleich zur DSA 3 Version auf, dass einige Dinge stark gekürzt wurden.

A 171.2)
Die hahnebüchene (im Vergleich zum derzeitigen offiziellen Hintergrund, für damals war es ja in Ordnung) Handlung und das innere des Turms werden vom Autor durch einige Notbehelfe noch von "grottig" zu "schlecht" gerettet. Big P mit minimalen Räumlichkeiten? Festlegungen zum Dämonensultan? Ständig wiederholende Räumlichkeiten? Nur minimale Änderungen zum Orginal? Inkompetente Gegner + Begleit-NSCs? Noch viel mehr dergleichen? Alles vorhanden!
Bei der Überarbeitung konnte ich nur den Namen des Turmes gleich lassen. Insbesondere der Vergleich mit dem (durchaus auch fehlerbehafteten, aber insgesamt stimmigen) Abenteuer "Krieg der Magier" drängt sich auf und den verliert die DSA 4 Fassung auf jeden Fall sehr deutlich.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 23.02.2010 14:29

Ja, man muss als Meister noch viel machen.

Die Charaktere Phileasson und Beorn hab ich im Preludium ausgeleuchtet, das nötig wurde, um die Gruppe überhaupt nach Thorwal zu lotsen (vorher: LF). Allerdings hat der neue Editor durchaus Recht, die Stimmung für die Gruppe muss eben der Meister machen, das ist aber immer so. Ich sehe beim Ometheon auch Probleme, die Gruppe hat ihn noch vor sich, aber das sind eher die allgemeinen Kampagnen-Probleme: Wie vermeide ich, dass die Rundreise zur Dia-Show wird. Wie streiche ich die Größe der Wettfahrt (Meisterinformationen: NL gegen Zwölfe) heraus, ohne sie zu früh "wegzuschmeißen".
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Harteschale » 24.02.2010 00:02

Naja, über Big P in ihrer Tarnrolle mag ich jetzt gar nicht mal anfangen zu reden :-)
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 24.02.2010 10:07

Wieso?
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 24.02.2010 11:21

Weil es mehr als sinnfrei ist, das eine 5200 Jahre alte Hochelfe mit Macht jenseits aller Vorstellungskraft mit Beorn mitzieht und so quasi ein Jahr verschwendet mit herumschludern mit Menschen. Vor allem da sie 10 Mal effizientere Möglichkeiten hat die Sache mitzuverfolgen, wenn es sie interessiert.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 24.02.2010 12:14

Ich habe es so verstanden, dass der NL sie beauftragt hat die Sache aus der Nähe heraus zu beobachten, weil weder Pardona noch der NL zu Beginn wissen, was der Sinn dieses Schachszuges der Zwölfe ist. Pardona ist ja auch nicht die ganze Zeit dabei, sie kommt erst im Ometheon zu Beorn und verlässt ihn in der Khom, ist also zwischen Khom und Endgemetzel eine ganze Weile nicht dabei und kümmert sich offenbar um den Khomkrieg oder dgl. In menschlicher Gestalt ist sie extrem beschränkt in ihrem Fähigkeiten, zum einen, weil ihr die Haut wohl nicht ganz passt und zum anderen, um nicht aufzufallen (vor den Zwölfen).
Und ob sie die Züge ohne eigene Anwesenheit verfolgen könnte (im Detail) kann ich nicht sagen. Ihre Resourcen sind beschränkt, da sie die meisten Reichtümer bei ihrem Volk angelegt hat und außerhalb Ometheons wenig Leute kennt, die ihr hörig sind (Einfluss: gering). Menschen interessieren sie eigentlich nicht so sehr und jeder Auftrag ihres Herren außerhalb ist daher also mit viel Engagement verbunden. Zumal sie ja wohl mehrere gleichzeitig hat.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 24.02.2010 13:39

Naja, vielleicht sollte man bedenken das es ziemlich unter der Würde einer Legatin des Namenlosen ist bei so einer Wettfahrt mit zu fahren. Wenn man einen Spion einschleusen will dann nimmt man dafür einen Nachtalben oder einen beherrschten Menschen oder einen Geweihten des Namenlosen aus einem der Zirkel, aber nicht Pardona.
Zum andere wäre die Gute, selbst wenn sie in harmloser Gestalt etc. unterwegs wäre (was ich immer noch für einen ziemlichen Griff ins Klo halte) keineswegs in ihrer Macht beschränkt. Im Endeffekt macht es sogar reichlich wenig Sinn das sie bei dieser Sache mitmacht.
Viel besser wäre es die Aufgabe zu delegieren. Und das der Namenlose Pardona "beauftragt" ist auch wieder so eine Sache. Pardona sieht sich selbst als Göttin und ist ein Teil des Namenlosen. Daher dürfte das Verhältnis ein wenig anders sein als Herr und unterwürfige Dienerin.
Im Endeffekt bringt es nichts die Rolle der Traviageweihten durch Pardona zu ersetzen da a) die Spieler ohnehin keine Möglichkeit haben irgendwie dahingehend einzugreifen und b) es absolut unstylisch und schlecht gemacht ist.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 24.02.2010 15:28

Ja, man könnte auch tiefstapeln, aber dann wäre es weniger Heldenepos. Und gerade wenn man Phileasson, G7 und Simyala verbinden will, bietet es sich gut an hier Pardona schon einzuführen. Und welche Kräfte sie hat, wenn sie auf "subtil" pfeift, sieht man im (neuen?) Finale, wo kurzerhand eine Globule geschaffen wird und Pardona und Niamh sich bekriegen. Es bleibt dann an den beschränkten Kräften und am Intellekt der Helden hängen, den Zweikampf zu entscheiden. Pro Elfenkönig, wenn's geht. :)

Ich denke auch nicht, dass es unter der Würde der obersten Dienerin ist, einen Plan zu vereiteln, der den Zwölfen die Menschen UND die Elfen in die Hand geben könnte. Letztere sind nicht mehr so bedeutend, aber noch eine wichtige Macht.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Robak » 24.02.2010 16:05

Man sollte Bedenken, dass eine Überarbeitung nicht nach belieben Retcon betreiben kann.

Gruß Robak

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 24.02.2010 16:58

@ Robak

Naja, man kann schon NSC austauschen. Und Pardona gegen einen Spitzel auszutauschen passt deutlich besser. Man hat auch bei der G7 NSC ausgetauscht.

@ Ursus

Also eigentlich geht es den Zwölfen nicht um die Elfen. Die bekommen sie nämlich nicht.
Aber das ist nebensächlich. Pardona als Agentin die sich unters Menschenvolk mischt, das ist unstylisch. Die gute hält sich für perfekt. Das sie im Hintergrund die Strippenzieherin ist und am Ende den Helden einen Teilsieg lässt, da sie dafür die Lichtelfe aus dem Weg und Fenvarien in seiner Globule hat, das passt hingegen.
Allgemein wird Pardona als Person selbst überstrapaziert und dann wird man ihrer Darstellung einfach nicht gerecht. Das sie im Finale auftaucht und dann das geschieht was nun mal geschieht ist ja auch ohne weiteres machbar wenn man die Episode mit ihr als Traviageweihte weglässt und dafür nen Agenten von ihr in Beorns Gruppe einschleust.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 24.02.2010 22:08

Sumaro hat geschrieben: @ Ursus
Also eigentlich geht es den Zwölfen nicht um die Elfen. Die bekommen sie nämlich nicht.
Phileassonsaga Ausgabe 2009, S. 6
"Ohne es zu merken, werden die Spieler zu Werkzeugen der Zwölfgötter, in deren Interesse das Wohlergehen der Elfenstämme zu liegen scheint. Denn obwohl dieses vielleicht älteste Volk des Kontinents nicht viel von Göttern hält, kann man doch sicher sein, dass sich die meisten niemals mit den Mächten der Finsternis einlassen werden. So erhoffen die Zwölf, auf lange Sicht zu einer wertvollen neuen Schachfigur im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse zu gelangen. Um das 'Rattenkind' - den Namenlosen Gott - nicht sofort auf die Gruppe aufmerksam werden zu lassen, handelt es [sich] oft um scheinbar zufällige Begegnungen am Rande des Abenteuers, die wichtige Informationen für die Suche nach Tie'Shianna, der 'Gleißenden Stadt', und Fenvarien, dem verschwundenen König, liefern. Natürlich lässt sich der Namenlose nicht lange täuschen und greift schon bald in das intrigante Spiel ein, in dessen Mittelpunkt Kapitän Phileasson und Ihre Heldengruppe stehen."

Das rechtfertigt für mich die Anwesenheit einer hohen Abgesandten des NL, da sie es mit einem halben Dutzend (und mehr) Gefolgsleuten der Zwölfe aufnehmen muss, die sich stets bewegen, was den Einsatz eines Kultes und seiner Kultisten schwierig macht. Denn diese sind auf's "nicht auffallen" spezialisiert. Pardona kann es sich leisten im Ernstfall mal eben zu klotzen, was sie ja auch gegen Ende tut (s.o.). Und warum menschliche Diener in einen Kampf senden, in dem es um Elfen geht. Da hat Pardona den Heimvorteil und würde sicher gewinnen, wenn es eben nicht unsere Helden wären, die das Blatt wenden.

Und so einen NSC raus zu retconnen wäre wie Liscom, Galotta, Xeraan oder Hafax aus der G7 zu streichen.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Harteschale » 24.02.2010 22:26

Man kann sich natürlich alles schönreden und hinbiegen, was in dem Abenteuer steht. Ich persönlich hätte mir trotzdem mehr mut zu Veränderungen gewünscht. Ein Blick durch Fremde Augen o.ä. hätte ja einen vergleichbaren Effekt gehabt (u.a. durch den Körper zaubern) ohne dass Pardona damit zur Witzfigur degradiert wird.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Doc Sternau » 24.02.2010 22:29

Und so einen NSC raus zu retconnen wäre wie Liscom, Galotta, Xeraan oder Hafax aus der G7 zu streichen.
Nur das bis auf Liscom alle erst in die G7 rein geretconnt wurden. ;)

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 25.02.2010 00:06

Harteschale hat geschrieben:Man kann sich natürlich alles schönreden und hinbiegen, was in dem Abenteuer steht. Ich persönlich hätte mir trotzdem mehr mut zu Veränderungen gewünscht. Ein Blick durch Fremde Augen o.ä. hätte ja einen vergleichbaren Effekt gehabt (u.a. durch den Körper zaubern) ohne dass Pardona damit zur Witzfigur degradiert wird.
Mehr Mut zu Veränderungen sind ein Copyright-Problem. Und "schönreden" ist vielleicht ein bisschen der falsche Ton. :rolleyes: Ich zitier wenigstens die Stellen, auf denen meine Meinung basiert, und Du? Wenn der Überarbeiter viel Mühe in das neue Werk steckt, hat er nix davon, weil die Arbeit unter dem alten Autor laufen muss, denn es ist sein Werk. Warum also alles so umbauen. Außerdem schreien doch bei massiven Retconning auch wieder viele Leute. Nur andere...

Und alles über einen Spruch zu machen ist doch erst Recht lächerlich. Wie sehr Pardona als Witzfigur rüberkommt, ist jedem Meister überlassen. Ich halte sie für gut darstellbar, die Motive sind ja klar aufgezeigt. Und so all zu viel gibt es über Pardona abseits der Phileasson-Saga auch nicht (an Neuem). In diesem Sinne ist Pardona so, wie sie hier steht sie selbst. For better or worse.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 25.02.2010 09:43

Also unter der Annahme das ich einen mächtigen aber normalen Magier spielen würde, der von irgendwem den Auftrag bekommt Leute auszuspionieren und dabei auf recht große Ressourcen zurückgreifen kann käme mir als letztes in den Sinn einfach selbst hinterdrein zu laufen und mich als Traviageweihte auszugeben. Sei es nun ein schwarzes Auge das man benutzen kann, sei es ein Gotongi der die Leute beobachtet, sei es ein getarnter Agent der den Leuten an den Fersen klebt. Das ist alles wunderbar möglich.

Da ich nun davon ausgehe das Pardona als selbsternannte Göttin und mächtigste Geweihte des Namenlosen und uralte Zauberin der Hochelfen noch einmal mehr Möglichkeiten zur Verfügung hat, ist es umso witzloser das sie selbst sich als Traviageweihte verkleidet und mitläuft.

Und dahingehend halte ich das Argument "Das ist aber gut und richtig so, weil es so im Buch steht" bei einer Kritik des Werks für unangebracht. Ich finde es eben gerade nicht gut und richtig so, weil es im Buch steht.
Für mich wird sich viel zu wenig Gedanken darum gemacht was bestimmte NSC können und mit welchen Mitteln sie agieren. Bei Pardonas Beschreibung z.B. steht auch, das sie ihre Aufgaben meistens delegiert (s. Drachenchronik).

Zudem muss man berücksichtigen WER Pardona ist und das die Helden mit ihrem Auftrag aufs Ganze betrachtet für Pardona und den Namenlosen keinerlei Gefahr darstellen. Ich denke man sollte sich bei der Motivation massiv eigene Gedanken machen, warum diese Wettfahrt stattfindet, warum die Götter daran interessiert sind und warum der Namenlose eingreift. Und danach die Mittel der Wahl ziehen.
Das wurde hier leider, wieder mal, versäumt.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 25.02.2010 10:26

Du kannst aber doch schlecht den Pardona-Fluff aus der Drachenchronik (oder irgendeinem anderen Abenteuer) auf die Phileasson-Saga umbiegen. Die PS ist der Ursprung Pardonas und alles danach ist eher konträr zur "eigentlichen Pardona". Das ist jetzt hart formuliert, aber eigentlich Deine Logik.

Nochmal zurück zu der Pardona in der PS: Ich halte sie ja auch nicht für unproblematisch, weil sie als mächtiger NSC nunmal stark die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen droht und man nachher den Spielern erklären muss, warum das nicht passiert ist. Aber, ich könnte mir das auch aus dem Verhältnis zwischen Pardona und dem Namenlosen heraus erklären. Pardona ist die Legatin des NL, ob sie ihm gewehit ist, wage ich zu bezweifeln, zum einen finden sich keine Hinweise darauf in den Spielwerten, zum anderen hat er sie persönlich aus den Niederhöllen geholt. Eine "Weihe" im klassischen Sinne, wäre da vielleicht unpassend. Möglicherweise ist die Verbindung elementarer. Auf der anderen Seite ist Pardona zu jeder Zeit nur sich selbst loyal gewesen. Möglich, dass der NL ihr keine karmalen Kräfte gestattet, weil sie die Ordnung der "Konkurrenz" auch so stören kann. Sie hat ihn nicht nötig, um ihm zu Diensten zu sein. Warum sollte er also investieren.
Da Pardona aber vielleicht kein Interesse hat ihm mehr als sich selbst zu dienen, stürzt sie sich ins Getümmel. So wendet sie weniger Macht auf und bleibt den Augen der Zwölfe verborgen und auch denen des NL. Schließlich geht es hier offenbar um eine Elfengeschichte und da will sie sicherlich die Hand am Drücker haben, denn einen Gutteil des Untergangs kann sie sich ja alleine auf die Fahne schreiben: Ometheon hat sie allein niedergestreckt (den Elf) und unterjocht (Turm mit Bevölkerung). Bei Simyala hat sie die Hauptarbeit gemacht, sie zieht hier mit dem NL also mindestens gleich. Mit den Menschen, so meint sie ja aus Erfahrung, wird sie schon alleine fertig und in der Tat braucht es nur eine kurze Episode , um eine von zwei Gruppen komplett zu übernehmen. Das die Zwölfgöttliche Fahrt nicht scheitert ist also der Verdienst der Helden und Phileassons. Zu einem guten Teil Pardonas Arroganz gestundet, was dramaturgischer Kanon ist (und somit für mich positiv), auch wenn es keiner technischen Simulation stand hielte.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von MagMagnusDejarik » 25.02.2010 10:56

Ich finde Pardona absolut stimmig an der Stelle.
Nur wenn man etwas selbst macht, ist es richtig und gut gemacht.
Einen Nachtalben zu schicken wär emehr als gefährlich, denn die Reiseumstände wären für ihn mehr als einmal unmöglich zu bewältigen. Abgesehen davon, dass er sich ja tarnen müsste, was über Wochen hinweg nicht sehr einfach ist.
Außerdem ist Pardona immer noch die Empfängerin der Prophezeiungen in Gestalt Lenyas. Ohne diese Prophezeiungen wäre es etwas schwer an der Wettfahrt teilzunehmen.
Desweiteren geht es bei der Wettfahrt um die Befreiung eben jener Wesen, die der Namenlose gestürzt hat. Spätestens in Tie'Shianna sollte das den helden bewusst werden. Sie laufen schließlich an einem Obersten Heerführer des NL vorbei. (Schade, dass dank Neuauflage der Pflock nicht mehr gezogen werden kann.... :devil: ).
Teile der Handlung liegen also sowohl in den magischen als auch den "karmalen" Kräften und Verbindungen Pardonas.

Zur Neuauflage generell:
Ich finde sie einfach nur klasse!!
Das neue Bild und Kartenmaterial ist wunderbar, ich wünschte ich hätte die Querskizze Ometheons schon damals gehabt. Wir haben mit der alten Neuauflage angefangen und vor dem Largala'hen auf die ganz neue gewechselt. Und die Unterschiede sind absolut berauschend.
Viele Dinge ergeben mehr Sinn, sind stimmiger, schöner beschrieben und eben nicht einfach nur "die können das". Allein die Befreiung Tie'Shiannas vom Sand ist plötzlich ein Erlebnis, keine Notwendigkeit der Regelstreckung mehr.
Die alten Echsengötter werden auch plötzlich zu einer Gefahr, nicht mehr zu einer Idee.

Das Hintergrundwissen, dass die Neuauflage bietet ist um vieles erweitert worden, die Chrononautus-Kästchen sind interessant und hilfreich. Es ist ein absoluter Genuss die Abenteuer vorzubereiten und einfach etwas darin zu schwelgen.
Die optionalen Szenarien sind interessant, und die Möglichkeit mit Rakorium zumindest kurz zu interagieren ist schon was nettes.
Ich war auch kurz verführt wirklich Staub und Sterne einzuschieben, wie es ja vorgeschlagen wird auch. Leider waren wir das bereits mit einer anderen Gruppe und einem Teil der Spieler am Spielen, deswegen habe ich darauf verzichtet.

Zum Negativen:
-Die Rennbahnkarte. Die finden Sie übrigens im Kapitel Tödliche Träume.
Naja, kann man im Netz ziehen oder kopieren aus den alten. Kein Problem soweit. (Vielleicht sollte die ja mit der Horasreich-Spielhilfe in Druck gehen...) :rolleyes:

-Einige Kommentare sind etwas seltsam... so unter Anderen, dass einige der im Kanon von 1030BF existierenden Sprüche noch nicht so offensiv benutzt werden (Z.B. der Ignisphaero).
Ach nee, die nutzen noch keine unentdeckten Formeln? Heißt das etwa, dass Foggwulf keinen Briefwechsel mit der noch ungeboren Rohaja haben darf?....
:???: :???:

-Eilif "Donnerfaust" Sigridsdottir....
Titten gegen die Gesetze der Biologie, Physik und vermutlich auch Chemie. Größere Oberarme als Schädelumfang. Ihre Nippel haben mehr masse als ihr Gehirn...
Sorry, geschmacklos und unnötig. :censored:

-Verglichen mit Staub und Sterne, dessen Punkte von 500 auf 750 hochgeschraubt wurden, hat die Foggwulfkampagne leider nur wenig erhöhte Punkte bekommen. Aber das kann der Meister ja jederzeit etwas korrigieren und auch ansonsten extre verteilen bei einzelnen Helden.

-OK, ich pingele, aber dieses wunderschöne Lesezeichenband, dass die Schwarz-roten Bücher hatten, liegt leider im blauen Band nicht vor. Fand ich sehr schade. :rolleyes:

Insgesamt vergebe ich 5 Punkte. So muss eine Neuauflage laufen. :)

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 25.02.2010 10:58

Wie bitte? Die eigentliche Pardona ist die aus der ersten Auflage der Drachenchronik? Ist das deine Meinung? Sorry, aber das bezweifle ich. Mit der Zeit entwickelt sich ein immer besser differenziertes Bild eines NSC. Während man ihn zu Beginn vielleicht nur als Randerscheinung einbaut (Pardona in der ersten Auflage hatte eigentlich keine tragende Rolle) wird er nach und nach immer facettenreicher.
Zudem halte ich deine Sichtweise für arg schlicht. Wenn dir Pardona in dieser simplen Rolle gefällt, als eine weitere mächtige Magierin die sich irgendwo tummelt, dann kannst du das gerne in deinem Aventurien so halten.
Laut Hintergrundbeschreibung gebietet die Frau über ein ganzes Volk, ist selbst ein Teil des Namenlosen (und Stellvertreterin auf Dere -> ähnliche karmale Macht wie der Lichtbote nur mit tausenden Jahren mehr Erfahrung), ist eine brillante Zauberin in fast allen Bereichen.
Dieses trickreiche hinter Illusionen verstecken passt mehr zu einer Nahema die sich dann in die Gruppe schleicht als zu Pardona.
Wie gesagt, ich habe höhere Erwartungen an eine Hochelfe, die über die mächtigste Armee der Welt gebietet, deren Pläne Jahrhunderte und Jahrtausende umfassen und deren einzige Beschränkung darin liegt nicht so sehr aufzufallen das die Götter es sich überlegen direkt einzugreifen.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Robak » 25.02.2010 11:43

Ich denke nicht, dass Pardona wirklich sinnvoll jemanden anderes schicken kann.
Mit der Phileasson Saga wird Pardona erst auf die Menschheit als solche aufmerksam. Entsprechend hat sie keine menschlichen Diener. Die Shagakra sind sicher kompetente Diener aber eben auch hochgradig auffällig. Selbst ein Transmutare dürfte nicht in der Lage sein die Besonderheiten bezüglich Licht und Eisen zu ändern. Außerdem sind die Shagakra sicher das absolute Gegenteil von "Sozial Anpassungsfähig". Die Shagakra wissen weniger von menschlichem Verhalten als ein Al'Anfaner vom Orkischer Religion. Ergo: Die Fähigkeiten der Shagakra in der Annahme einer Tarnidentität sind extrem schlecht, während Pardona selbst darin äußerst geübt ist.

Außerdem wäre es dämlich wäre wenn Pardona gegenüber den Shagakra die eigene absolute Unwissenheit bezüglich der Menschen zugeben würde. Pardona lässt sich als Göttin verehren. Zweifel an ihrer Göttlichkeit sind das was sie unter allen Umständen vermeiden muss (besonders wenn man annimmt, dass sie durchaus zu Teilen der Ometheonschen Philosophie anhängt). Entsprechend demonstriert man als Gott seinen Gäubigen nicht, dass man keine Ahnung hat. Hinzu kommt der Gefahr des Einflusses der Welt auf die Gläubigen. Die komplett isolierten Shagakra einfach so dem Einfluss eines Aventuriens auszusetzen, in dem niemand eine Göttin Pardona kennt und andere Götter mächtige Wunder wirken wäre eine ziemliche Gefahr für ihrer Stellung als alleinige Gottheit der Shagakra.

Gruß Robak

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 25.02.2010 12:23

Pardona lebt seit Jahrtausenden wieder in der Welt. Das sie erst nach 1000 Jahren auf die Menschen aufmerksam geworden sein soll ist bestenfalls lachhaft. Immerhin sind sie die aufstrebende Rasse und sowohl im Güldenland (wo Pardona seit Jahrhunderten durch ihre Nachtalben wirkt) als auch in Aventurien die dominierende Spezies.
Ihr stehen zudem Dutzende von magischen Möglichkeiten zur Rate mit denen sie ein Expeditionsmitglied Beorns übernehmen, manipulieren oder schlicht beobachten kann. Sie könnte sogar nur durch Beorns Augen Blicken, ein schwarzes Auge benutzen um die Mission zu verfolgen, einen Gotongi schicken, einen Quitslinga einschleusen und auf die menschlichen Kulte des Namenlosen zurückgreifen um die Gruppe in verschiedenen Städten und Ländern im Auge zu behalten. Sie könnte sogar einen unsichtbaren Trupp Shakagra mitschicken oder solche die die Truppe aus dem Limbus beobachten und dort verfolgen. Ihre Möglichkeiten sind vielfältig. Sich selbst als Traviageweihte zu verkleiden (wohlgemerkt auch noch schlecht, da die Augenfarbe sich nicht mitändert) halte ich dabei für die schlechteste Lösung. Sogar die Möglichkeit sie als normale Elfe zu begleiten die sich Beorn im ewigen Eis angeschlossen hat ist da plausibler, wenn man sie wirklich unbedingt mitschicken wollte.

Als ich das AB gespielt habe, damals noch zu DSA3 Zeiten war mir nur später nach dem lesen des ABs klar, das Pardona überhaupt mitgelaufen ist als Traviageweihte. Und ich hätte auch gut darauf verzichten können, wird sie doch auch nur als Deus ex Machina benutzt warum Beorns Truppe überlebt und weiterkommt.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 25.02.2010 15:52

Ok, ich merke Du kennst die neue Publikation nicht, das erklärt vielleicht unsere differierenden Standpunkte. Solche Sachen wie die Augenfarbe wurden korrigiert. Pardona als Lenya hat keine goldenen, sondern grüne Augen. Ich schließe mich auch völlig Robak an und meine, dass Shakagra'e denkbar ungeeignete Agenten sind. Erstens sollten sie am besten nichts von der Außenwelt wissen, weil eine zweite Meinung immer schlechter ist als Pardonas Meinung und zweitens, weil sie nicht in der Lage sind, sich unerkannt in Aventurien zu bewegen. Selbst mit einer Quelle der Unsichtbarkeit sind sie Aufmerksamkeitsmagneten. Ein Agententrupp Unsichtbarer, die spionieren fällt auch auf, weil sie ja nicht aufhören werden mit der Umwelt zu interagieren.

Wenn sie Beorn direkt begleitet, kann sie sicher stellen, dass er tut, was sie will. Sie weiß schließlich am besten, das man Diener kontrollieren muss, damit sie tun, was man erwartet. Sie macht(e) es ja nicht anders als Dienerin von zwei Entitäten.

Dass sie dem Lichtboten über ist, nehme ich auch an, aber die zwei spielen auf völlig unterschiedlicher Ebene. Erstmal ist sie regelmechanisch astral aktiv und nicht karmal (s.o.), was mich zunächst einmal nur bedingt interessiert, weil ich hohe NSC-Werte in der Liga nach Gutdünken auslege, aber es erklärt ihre Verbindung zum NL genauer. Sie ist zwar seine höchste Dienerin, aber er gibt ihr nicht sein volles Vertrauen. Kluger Junge, der Drache war nicht so schlau. Zweitens dürfte ihr Zugriff auf Kultisten des NL aus den von mir genannten Gründen recht schmal sein. Pardona interessiert sich explizit kaum für Menschen vor 1008 BF, auch wenn sie seit ca. 1000 Jahren wieder da ist (nicht etwa länger). Für sie sind aber Menschen nur eine Neuerscheinung, eben weil sie so alt ist. Alte Leute tun sich mit Computern schwer, auch wenn es seit 25 Jahren PCs gibt, aber man wird eben nicht unbedingt flexibler nach 5000 Jahren. Das dürfte zu wenig Dialog (mit Betonung auf "Dia-") mit den NL-Kulten führen, die ja (s.o.) auch wenig aus ihren Zirkeln ausbrechen (Heimlichkeit!) und somit zur Verfolgung von Reisenden bedingt geeignet sind und wenig voneinander wissen dürften, weil sie eben geheim sind. Außerdem: Was kann ein NL-Geweihter Mensch (egal wer), was Pardona nicht auch selbst kann?

Meine Sichtweise von Pardona ist also nicht "simpel", ich versuche nur (mir) zu erklären, was der Sinn vom Inhalt des Abenteuers ist, anstatt dagegen anzurennen. Ich gestehe Autor und Editor nämlich durchaus durchdachte Argumentationsketten zu.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 25.02.2010 16:10

@ Ursus

Also ich kenne die neue Publikation schon und ich frage mich an sehr vielen Stellen warum die so wieder erschienen ist.
Dein Vergleich von Pardona mit einer 80jährigen Oma die keinen PC beherrscht finde ich höchst amüsant aber unzutreffend.
Wenn ich die Saga leiten sollte werde ich Pardona definitiv nicht als Traviageweihte mitlaufen lassen. Zum einen wäre ihre Tarnung verdammt schlecht (Travias Gebote etc. stehen Pardona nicht mal im Ansatz nahe, noch viel weniger die thorwalsche Kultur).
Ich finde das handeln von Pardona keineswegs intelligent wie sie es tut. Ehrlich gesagt finde ich es sogar unglaublich entmystifizierend, wenn ich mir vorstelle, das die Dunkelelfe, eine der mächtigsten Personen der Welt mit Beorn in einer Festumer Taverne hockt während um sie herum die Leute saufen, furzen und gröhlen. Ich finde dieses Bild zutiefst unstimmig.

Was Pardona als Diener des Namenlosen angeht, solltest du berücksichtigen das sie ein Teil des Namenlosen ist. Pardona ist die Zunge des Namenlosen und das nicht nur metaphorisch sondern wortwörtlich. In ihr steckt die Macht eines Gottes, der einen Teil von sich auf Dere geworfen hat. Wenn die Frau keine karmale Power hat, dann niemand. Inwieweit sie sich selbst bewusst ist, bzw. bewusst macht das sie eine Dienerin und keine Verbündete ist, ist irrelevant. Fakt ist, das sie neben ihrer magischen Kraft auch auf die karmalen Kräfte und die Dämonen des Namenlosen zurückgreifen kann.

Zum Thema unsichtbare Shakagra: Ja, das ist nicht so "bodenständig" wie eine verkleidete Dunkelelfe, liegt aber durchaus innerhalb der Möglichkeiten einer Pardona. Vermutlich ist sie sogar mit Leichtigkeit im Stande Beorns komplette Truppe gegen Nachtalben auszutauschen und diese so zu "tarnen" und mit Fähigkeiten auszustatten, das auch ein Marsch durch die Wüste kein Problem ist.
Aber selbst wenn sie keine Diener schicken wollte, wäre sie ohne Zweifel in der Lage einen Dämon an die Stelle eines Mannschaftsmitgliedes zu setzen oder sie durch Dämonen beobachten zu lassen oder eben ihre Diener bzw. einen Eisdschinn die Beobachtungen durch ein schwarzes Auge mitschreiben zu lassen.
Davon das man diverse Leute mit Zauberzwang und ähnlichem beherrschen und sich untertan machen kann, ganz zu schweigen.

Es mag sein, das sich die Autoren was dabei gedacht haben die Frau mitzuschicken, aber in allen bisherigen Publikationen hat man darauf Wert gelegt, das Pardona grundsätzlich kurz auftaucht und dann scheitert weil irgendwelche kleinen Menschlein ihr ins Handwerk pfuschen. Genauso läuft es in der Philli zum Ende hin ab, genauso in der Simyala und genau dasselbe passiert in der Drachenchronik. Ob das durchdacht ist, wage ich zu bezweifeln, aber so wird sie benutzt. Nach dem Motto: Wem schieben wir es in die Schuhe? Paktierer sind langweilig, bei Nahema haben wir selbst keinen Plan was die will, also Pardona. *seufz*
Naja, wie auch immer, wenn du das gut findest, wie Pardona ihre Fertigkeiten einsetzt und wenn dir oben genannten Szenen stimmig erscheinen, dann setz es so um und bewerte das Band entsprechend.
Ich finde die Geschichte an sich ganz gut, den Einsatz der NSC und den Hintergrund allerdings eher zweifelhaft. Dafür würde ich mir die Neuauflage nicht kaufen.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 25.02.2010 20:51

Ok, Du gehst nicht wirklich auf meine Punkte ein, das macht es schwer zu diskutieren, vor allem, weil Du mir Spitzen in den Mund legst, die ich in einer ernsten Diskussion nicht genutzt habe. Etwas seltsam, aber meinetwegen.

Das Pardona die wahrhafte Zunge des Namenlosen ist halte ich indes für falsch. Ja, der Text in WdG 155 sagt es explizit, aber der Text ist sehr einseitig geschrieben und daher wohl eher Stimmung, als "Wahrheit", was ja für viele Texte bei DSA gilt. Auch, dass ihr Seelentier die Zunge des NL ist, war meiner Erinnerung nach nicht immer so, ich meine mich an alte Publikationen zu erinnern, in denen da "Gletscherwurm" stand. Sei es wie es will, sie wäre das einzige Körperteil, das rumläuft, zumal "Zunge des Namenlosen" auch kursiv geschrieben auftaucht und damit deutlich ein Titel ist und kein anatomischer Begriff.

Dein Problem scheint mit aber eher das ständige scheitern zu sein. Nun, wenn Pardona irgendwann malerfolgreich wäre, müssten wir wohl in einer anderen DSA-Welt spielen, oder? Sie ist ein klassischer Antagonist und - wie ich finde - ein guter dazu, sie hat nämlich nicht nur "Power" sondern auch Geschichte. Und für ein magisch-invitro gezüchtetes Geschöpf, kommt sie entsprechend soziopathisch rüber. Im Gegensatz zu Borbarad, der mir mit Rohal zusammen etwas zu flach das Cliché des schwarz-weiß Paares gibt. Aber andere Baustelle...

Pardona hingegen kann wirklich eine ganze Menge und da sind wir uns wohl einig, aber sie tut eben nicht alles, was sie kann, sondern verfolgt ihre Pläne. Und wenn sie beschließt diese Mission ihres "Herren" - wohl eher eine unfreiwillige Knechtschaft - zu erfüllen, dann tut sie das sicherlich auf ihre Weise. Du hast übrigens nicht auf Robaks und meine Einwände zu den Shakagra reagiert. Ich halte sie für ungeeignet in der Mission. Ebenso ist es nicht ihr Stil großflächig Leute durch Dämonen zu ersetzen oder für ein Jahr ein halbes Dutzend Menschen zu beherrschen. Ihre Art ist es eher, Dinge selber zu machen.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 25.02.2010 21:53

Also nach neuesten Quellen und Setzungen ist Pardona die Zunge des Namenlosen ebenso wie Zadig Voltach und diverse andere (13 um genau zu sein) Augen des Namenlosen sind. Und das sind inkorporierte Körperteile des Namenlosen Gottes die sie mit beträchtlicher Macht ausstatten und der Grundstein für seine bevorstehende Befreiung. Dementsprechend gehe ich davon aus, das die Legatin des Namenlosen, seine höchste Stellvertreterin auch eine machtvolle, wenn nicht die mächtigste Geweihte ist, auch wenn sie selbst es vermutlich anders bezeichnen würde und das Verhältnis von Gott zu Gottin eher von ihrer Seite als ein "partnerschaftliches" gesehen wird. Aber der Namenlose war immer schon der größte Betrüger der Schöpfung.

Ich halte Pardona für alles andere, aber nicht die Frau die alles selbst macht. Shakagra, vollkommen unangepasst und in schwarzer Rüstung mit elfischen Gesichtern etc. die so ausziehen um mit Beorn zu reisen sind in der Tat ungeeignet. Shakagra die speziell zum trügen und täuschen ausgebildet wurden, denen man das Wissen auf magische Weise einpflanzt oder gar per Dämon übertragen lässt und die dann mittels einiger magischer Artefakte gegen Licht und Hitze geschützt werden, sind eine ganz andere. Ich denke durchaus das Pardona in der Lage ist sowohl einen Trupp Shakagra als Beobachter im Limbus zu postieren, wie auch einem Teilnehmer der Expedition binnen kürzester Zeit so den Kopf zu verdrehen, das er ihr rettungslos verfallen ist und alles für sie tun würde.
Pardona ist, das sieht man in den zahlreichen Erscheinungen, eher die Frau die machen lässt. Das passt auch sehr gut zur Legatin des Namenlosen. Sie ist eine Strippenzieherin im Hintergrund. Sie hat den Menschen Borbarad auf den Hals gehetzt und danach die Menschen machen lassen während sie sich still und heimlich nach Borbarads Fall dessen Zitadelle untertan gemacht hat.
Sie lässt ihre Agenten in der Simyala-Kampagne handeln und auch später sind es meistens ihre Leute die in Erscheinung treten, nicht sie selbst.
Der einzige Auftritt der mit der Strippenzieherin im Hintergrund bricht ist das herumreisen mit polternden Thorwalern. Es passt außerdem mehr zu dem Hintergrund des Namenlosen wie auch dem Hintergrund, das sie sich für eine Göttin hält (und vermutlich das Wesen ist, das noch am nächsten an einen solchen herankommt), das sie weniger wirklich selbst macht, zumindest solche niederen Aufgaben wie Spionage und stattdessen Elite-Soldaten für sowas benutzt.

Das Problem für mich ist aber nicht das ständige Scheitern. Ich habe meine eigene Erklärung für Pardona, meine weitergesponnenen Hintergründe und Motivationen, meine Darstellung und Verhaltensmuster. Pardona ist mein Lieblings-NSC, eine wunderbare Idee von Seiten der Redaktion, diese Frau, aber leider völlig unter Wert benutzt. In meinem Aventurien ist Pardona noch niemals vollständig gescheitert. So wie es guter Brauch beim Namenlosen ist, jeder Sieg hat den faden Beigeschmack, das man irgendwie das wichtigste doch übersehen hat.
Zuletzt geändert von Sumaro am 25.02.2010 21:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Robak » 25.02.2010 23:18

Shakagra die speziell zum trügen und täuschen ausgebildet wurden,
Ja siehst du genau da liegt der Haken. Spitzel ist keine erlaubte Profession der Kultur "Tiefe Städte".
Shakagra die speziell zum trügen und täuschen ausgebildet wurden, sind in etwa so häufig wie goblinische Nandusgeweihte, Achaz Wüstenkundige oder Erzzwergische Flugechsenreiter.

Noch mal: Shakagra leben am von Glaskuppeln geschützten Städten auf dem Meeresgrund einige Hundert Meter unter dem ewigen Eis des Nordens. Dagegen gehören die Inuit zum Jet-Set.
Die aus Weltfremd(Leben jenseits der Tiefsee), Arroganz, Vorurteile(andere Rassen) resultierenden Mali auf Gesellschaftstalente sind weit höher als alle SEs die Pardona ihren Dienern per Memorabia verpassen könnte.

Gruß Roba

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 25.02.2010 23:26

Ok, dann streich die Shakagra und bedien dich aus den vielen anderen Möglichkeiten.

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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Harteschale » 26.02.2010 13:04

Robak hat geschrieben:Man sollte Bedenken, dass eine Überarbeitung nicht nach belieben Retcon betreiben kann.
Ich glaube, genau bei dem Punkt unterscheiden sich unsere Standpunkte.

Historisch betrachtet war die erste Version der PS eine Festlegung großer Teile der Spielwelt durch einen einzigen Autor. Eine gute Leistung, ein mutiger Schritt über weite Strecken an und für sich, aber naturgemäß nicht perfekt und mit Story vor Hintergrund.
In DSA ist es fast schon Tradition, auf verschiedenste Weisen "Altlasten" der DSA-Frühzeit zu korrigieren. Das wäre hier nun auch in bedeutenderen Teilen der Kampagne möglich gewesen, ohne dadurch den Rest der Spielwelt sonderlich stark ändern zu müssen.
Das Innenleben des Himmelsturms, Pardona in ihrer Rolle als heimliche Begleiterin und viele andere Dinge hätte man problemlos ändern können ohne dass der Reisebericht der Heldengruppe sich am Schluss massiv unterscheidet oder die Spielwelt sehr stark anders auf die PS reagiert.
Dass es auch anders geht beweißt z.B. die 7G, welche nachträglich eine sehr stimmige und tolle Motivation für Borbarad enthält sowie die diversen großen NSCs auf "böser" Seite, dazu geänderte Teilabschnitte, Überleitungen uvm.

Was ich in diesem Licht also dem Überarbeiter vorwerfe ist nicht ein mangelhaftes befassen mit dem Stoffgebiet, sondern den Mut die selbst erkannten Mängel nicht mutig zu beheben sondern sich an das historisch schwierige Orginal zu klammern.
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Magister Ursus » 26.02.2010 17:41

Mich wundert dennoch, dass so viele dem Abenteuer 2 Punkte geben. Findet die Abstimmung auf der Basis des neuen Abenteuers statt (das und nur das) oder stimmen hier viele auch ab, die den Vergleich mit den alten Versionen ziehen und einfließen lassen, was sie anders "neu" gemacht hätten. Sprich, wieviel "Altlasten" und "Vergleiche" spielen bei Euch eine Rolle?
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Re: A173 Die Phileasson-Saga (Neuauflage DSA4)

Ungelesener Beitrag von Harteschale » 26.02.2010 21:41

Bei mir kamen zu einem größeren Teil die Änderungen auch mit in die Bewertung.
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