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A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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Thallion
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A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Thallion » 19.10.2009 11:16

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion der Inhalte des Abenteuers A170.3 Aus Hass geboren von Ulrich Kneiphof & Jörg Middendorf vorgesehen, das im Juni 2009 im Band A170 "Drachenschatten", dem ersten Band der Drachenchronik, erschienen ist.

Unter folgenden Links kannst du die übrigen Abenteuer der Drachenchronik bewerten:
A170.1 Im Sand verborgen
A170.2 24 Stunden in Khunchom
A172.1 Bis ans Ende
A172.2 Vermächtnis im Mondschein

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Nutzern teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

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PS: Hier gelangst du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.
Zuletzt geändert von Thallion am 26.01.2010 09:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Thallion » 19.10.2009 18:04

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Kinshasa Beatboy hat geschrieben:3. Das dritte Abenteuer bedient diejenigen, die das Aventurien-Sightseeing lieben. Ich gehöre nicht dazu. Die Handlung lässt sich wie folgt zusammenfassen: es werden nacheinander drei mächtige NPCs mit der Bitte um Hilfe aufgesucht. Niemand kann helfen. Der Band endet damit, dass der dritte NPC (ein Kaiserdrache) die SCs ins eherne Schwert schickt, damit der vierte NPC (noch ein Kaiserdrache, aber fetter, schnarch...) sich des Problems annimmt. Einzig ein kurzer Befreiungsteil, um zu NPC #2 zu gelangen, ist mit Abstrichen gelungen. In Summe: nicht ganz so schlimm wie das zweite Abenteuer, aber noch immer ziemlich schrecklich.
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Borodan Nachtwind hat geschrieben:Bei Aus Hass geboren frage ich mich gerade, wo ich es schreibe, was der Titel eigentlich mit dem Abenteuer zu tun hat?
Nun gut, die Rolle muss zu Apep gebracht, ein verwirrter Adept zu seinem Meister (hier sollen wohl beide und das Mega-Artefakt Äthrolabium vorgestellt werden, weil sie im letzten Band wieder auftauchen werden) und ein Entführter berfreit werden.
Die Helden haben zwar die Wahl, wie sie manches angehen, doch müssen gewisse Meilensteine einfach abgearbeitet werde. Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, wie man eine Kampagne, die nicht auf begrenztem Raum angesiedelt ist, anders handhaben soll.
Die Seeschlacht gegen das Eisschiff und den Nachtdschinn hätte ich aber z.B. gern nach den Schiffskampfregeln ausgespielt gesehen.
Die Brefreiung Dracodans auf Burg Tobelstein wird Meister und Spielern jedoch völlig frei gestellt, wenn auch einige erprobte Varianten angesprochen werden.
Ein paar Sätze gibt es zum stattfindenden Wiederaufbau in Tobrien, was mir am Rande angenehm aufgefallen ist (dazu hätte ich wiederum gern mehr gehört!)
Der Aufstieg zu Apep ist im Großen und Ganzen unspektakulär, aber auch nicht langweilig (inklusive Finalkampf mit dem Dschinn der Nacht und Lessankan). Der Auftritt von Apep selbst geht in die gleiche Richtung.
Der epische Aspekt klingt allein an, wenn Apep Bruchstücke aus der Rolle überstetzt und dies wahrlich rudimentär.

Alles in allem 6 von 10 Punkte!
Zuletzt geändert von Thallion am 28.05.2010 09:06, insgesamt 3-mal geändert.

Eisenbeiß
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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Eisenbeiß » 18.04.2010 10:56

"Lahm" und "Uninteressant" sind die einzigen Umschreibungen, die mir für dieses 08/15-Abenteuer einfallen. Der letztendliche Todesstoß für die Kampagne kommt zwar deutlich später, meine Begeisterung für die Drachenchronik war jedoch ab der Lektüre dieses Abschnitts verflogen.

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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Andras Marwolaeth » 19.04.2010 21:31

Nach kurzer Überlegung stellte ich mir die Frage, warum die Helden sich die Mühe machen sollten, die ganze Rolle durch die Gegend zu schleppen, denn sie ist sperrig und schwer. Im ersten Abenteuer wurde schließlich darauf hingewiesen, dass man sie ohne Probleme in kleinere Teile zerlegen kann. Es wäre doch viel einfacher, so ein kleines Teilstück mitzunehmen, um überhaupt zu prüfen, ob jemand das entziffern kann. Wenn man dann jemanden gefunden hat, kann man den nach Khunchom einladen oder den Rest der Rolle direkt zu dieser Person bringen.

Insgesamt ist es wenig spannend, wenn man von einem zum nächsten weitergeschickt wird, ohne dass jemand die Rolle entziffern kann.

Gulmond
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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Gulmond » 23.04.2010 08:11

Das Abenteuer ist nicht nur mit langweiliger Handlung bestraft, sondern auch schlecht gegliedert. Wichtige Infos verstecken sich in unübersichtlichen Fließtextblöcken. Die Beschreibung von Burg Tobelstein ist grausam. Wenig wird beschrieben und dann auch noch wild durcheinander.

Sakurai
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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Sakurai » 28.05.2010 08:13

Also ganz so schlecht fand ich das Abenteuer nicht, als ich es gemeistert habe. Der Schiffskampf hat meinen Spielern viel Spaß gemacht und auch die Episode auf der Burg. Die Beschreibung der Burg war allerdings wirklich nicht sonderlich gut.

Alles in allem fand ich das Abenteuer durchaus ok. Daher 3 Punkte
Zuletzt geändert von Sakurai am 28.05.2010 08:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Thallion » 28.05.2010 08:53

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Iribaar hat geschrieben:Das Grundkonzept gefällt mir hier sehr gut: Der Turm des Limbusmagiers mit dem unbuchstabierbaren Namen, Entführern nachjagen, in eine Burg einbrechen (zum ersten mal wirklich was für die dunkleren Gesellen unter den Helden) und eine sehr stimmungsvolle Reise durch die Drachensteine (viele schöne Ideen, ich werde wohl noch die Burg dieser bornischen, ausgestorbenen Drachentöter-Familie einbauen, zwecks bornischem Ritter als SC. Was mir weniger gefiel war der Schreibstil, der teilweise recht verwirrend ist (kann aber auch wieder mal an der Uhrzeit gelegen haben ;-), aber zum Beispiel ist ein langer Vorlesetext über die Szene am Tor von Perainefurten, aber man erfährt erst SEITEN später die Hintergründe. Einiges scheint wohl auch der vermaledeiten Kürzung zum Opfer gefallen zu sein (man erfährt, dass die Fische und Viecher im unterirdischen See auf Burg Torbelstein der Monstrosität aus 9 zum Fressen dienen, aber man erfährt nie, WAS diese Monstrosität ist ?!). Das Finale ist wieder sehr stimmungsvoll, wohl aber für die Helden seehr schwer (wie eigentlich alle Kämpfe, fällt mir grad auf). Im Übrigen war wohl geplant den Shakagra mit Wurfspeeren aus blankem Eis werfen zu lassen (FK 25), zumindest erscheint es mir stimmungsvoll, wenngleich es nirgends erwähnt wird. Unterm Strich ist dieses Abenteuer ebenfalls positiv zu bewerten.
Zuletzt geändert von Thallion am 28.05.2010 09:12, insgesamt 6-mal geändert.

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Harteschale
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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Harteschale » 03.11.2010 01:11

1 Punkt von mir, aber nur weil man nicht weniger geben kann. Überhaupt einen Punkt vergeben zu müssen widerstrebt mir bei diesem Abenteuer.
Es ist nicht meine Absicht, den Autor hiermit persönlich anzugreifen, aber die (von mir als solche wahrgenommene) Wahrheit muss die Wahrheit bleiben.
Der Hintergrund wird mit Füßen getreten:
- Die eigentlich maximal kompetenten Magier Rakorium (Erzmagier!) und die Spektabilität zu Khunchom (immerhin Hüterakademie von Pyrs Karfunkel und mit immensen Ressourcen an Geld, Artefakten, Know-how, Personal, Beziehungen...) stimmen einem solch Hahnebüchnen Plan zu mit solcher lächerlicher Sicherung.
- Der Shakagra ist eine Lachnummer. Anstatt gegen einen jahrhundertealten Meister seines Fachs, einer Ausgeburt des Bösen welcher altelfische Magie, Enduriumausrüstung, Runentechnologie, Zeit, Erfahrung und Wissen zu einer todbringenden Mischung vereint gibt es was? Eislibellen, Verwandlung in einen scharzen Delfin und der Gleichen mehr!
- Tausende Optionen von alternativen Vorgehensweisen
- Verhalten von Gegnern und Kontrahenten wenn man von einer starken Sicherung ausgeht.
und viele mehr.

Dazu kommt noch Mary Sue Dracodan von Misaquell, unübersichtlicher Schreibstil, kaum oder abträglicher Style der Szenen, Eisenbahnfahren, schwer abänderbarer Plot und viele weitere Punkte.

Damit aber noch nicht genug:
- Der Aufstieg zu Apep soll einem epischen Aufstieg zu großen Höhen von Macht und Weisheit gleichen. Vergleicht man das mit Pyrs Karfunkel, dem Aufstieg im Ehernen Schwert zu Fuldigor und den Entdeckungen in Drakonia, ... , dann fällt das einfach in die Kategorie lächerlich.
- Das Abenteuer ist wieder mal langweiliger Reiseplot und dazu vollkommen uninspirierend.
- Der DC würde absolut nichts fehlen, würde man das AB einfach komplett weglassen.

Und weil es immer noch nicht genug ist, setzt das Abenteuer mit vielen mangelnden Bezügen zum Hintergrund, Plot, sonstigen ABs der DC und anderen ABs wie z.B. Wurm von Windhag einen Weiteren oben drauf.

So sehr ich mich auch bemühe, ich kann wirklich nicht mal an ein kleines Detail denken, welches mir positiv aufgefallen aufgefallen wäre. Etwas, was mir noch bei keiner Kritik vorkam.

Lieber Autor, ich weiß nicht, wie viel davon für dich vorgegeben war und wie viel du letztlich selbst dazu konntest, aber bitte, BITTE liefer NIE WIEDER so etwas ab!
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Dark-Chummer
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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Dark-Chummer » 08.12.2010 11:37

Positiv:
- wilder Kampf auf dem Meer gegen das Eisschiff und den Dschinn der Nacht
- Ausweglos erscheinender Kampf gegen eine Überzahl an feindlichen Kultisten vor dem Limbusturm, welche alle unglaublicherweise von meinen Spielern besiegt wurden
- Reise durch die Drachensteine
- Befreiung von Dracodan von Misaquell auf Burg Tobelstein
- Begegnung mit der ehemaligen Reichsrichterin
- gute Seitenansicht der Burg und den tiefen Gewölben, in welche ich übrigens noch eine Uralte Riesenamöbe eingebaut hab, die die Überreste des verschollenen Klugen Kaisers Nardes, samt verzaubertem Harnisch und besonderem Zweihänder
- Finaler Kampf auf einer steinernen Brücke gegen den Dschinn der Nacht, dessen Schergen und anschließend, wenn die Helden denken sie hätten es geschafft, noch Lessankan, der ihnen entgegen tritt (man merkt, ich liebe Kämpfe)

Negativ:
- Es gibt schon wieder keine ausreichende Motivation für die Helden, außer vielleicht die Hoffnung eine Endurium Rüstung zu erbeuten (welche dann auch erstirbt)
- ich hab nix gegen Reiseabenteuer, aber einfach unbefriedigend von einem NSC zum nächsten geschickt zu werden ist nicht motivierend für Spieler, die dabei das sperrige Ding auch noch überall mithin schleppen müssen
- behämmertes Rätsel, das den Helden vor dem Turm wàhrend des Aussichtslosen Kampfes (!) gestellt wird, welches quasi nur durch Zufall erraten werden kann, weshalb meine Helden scheiterten, da sie die Lösung einfach nicht wussten (worauf es auch niergens Hinweise dazu gibt) und somit nicht eingelassen wurden ; was diese Zwang ein Halbbanner Kultisten abzuschlachten (was ihnen auch nur gelang, da die auf Kampf ausgelegte Gruppe zwei Waffenmeister unter sich hatte und ich den Dschinn habe zuschauen lassen)
- schlechtes Bild der Burg Tobelstein, das nicht mit der Draufsicht übereinstimmt, das Bild verwirrt eher als daß es hilft
- viel zu niedrige und dazu auch noch falsche Werte des Dschinns der Nacht, da Vorraussetzungen für SF nicht erfüllt

Und wie bisher auch in den anderen beiden Abenteuern schon wieder ein toter Held (diesmal durch einen Verbeißen Angriff eines Riesenschröters / gut dafür kann der Autor nicht), was meine Einschätzung schon beim ersten Abenteuer bestärkt, dass die damaligen Start AP zu niedrig angesetzt sind.

Ich vergebe trotzdem 3 Punkte, da die Szenen auf Burg Tobelstein vieles wieder rausreißen.

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Xyxyx
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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Xyxyx » 13.09.2011 00:31

Nun kommt das nächste Abenteuer und es beginnt eine weitere sehr unbefriedigende Sache: Rakorium und die Khunchomer können die tolle Rolle nicht lesen bzw. nicht übersetzen. Daher schicken sie die Helden zur ODL-Großmeisterin Llezean von Vallusa. Doch diese Tante kann es natürlich auch nicht und die Helden werden zu Dracodan von Misaquell geschickt, der es auch nicht kann und die Helden zu Apep schickt, der kann es auch nicht und schickt die Helden zu Fuldigor. Schnarch. Institutionen abrennen, die sagen: „Ne, geht nicht, aber geht mal weiter zu jemand anderem, der kann das wohl“, finde ich jetzt nicht so spannend. Vor allem ist Rakorium der Drachen-und-Geschupptes-Verschwörungsexperte überhaupt. Ohne diesen nervigen Einschübe à la: „Ein Anderer kann das mit der Rolle“, ginge es auch: Rakorium und Khadil stellen fest, dass nur ein Drache die Schriftrolle lesen kann, um einen zu kontaktieren soll man über Llezean zu Dracodan und schließlich zu Apep gelangen. Dann hat man weniger Instanzen die „Nö, sorry“ sagen, aber den gleichen Weg wie im Abenteuer, es wären also schlicht und ergreifend weniger erzwungene Enttäuschungen für die Heldengruppe vorhanden. Vom Hintergrund der Drachen in Aventurien fände ich übrigens wäre Shafir der nahe liegendere Ansprechpartner als Apep. Gilt Shafir doch immerhin einem Pläuschchen als nicht abgeneigt, empfängt Delegationen und ist der typische Hüter gefährlicher Artefakte, während Apep ja eher ungemütlich ist.

Auf jeden Fall wird in Aus Hass geboren erzählt, dass unsere Helden nun von Khunchom nach Vallusa reisen sollen. Mit der unglaublich mächtigen Überrolle im Gepäck. Ausgearbeitet ist der Seeweg, auf die Möglichkeit des Landweges wird immerhin hingewiesen. Und die Helden sollen mit einem bornischen Handelsschiff das Ding transportieren. Warum? Damit das Schiff vom Dschinn der Nacht, dem mächtigen Shakagra und hohen Diener Pardonas, versenkt werden kann. Es wäre wohl angesichts der heiklen Fracht nur logisch, wenn den Helden hier die Sulman al’Nassori als Gefährt geboten würde. Da wäre die Schriftrolle zumindest einigermaßen sicher. Aber die Helden reisen nun mit dem bornischen Schiff und bekommen den ersten Angriff des Dschinns der Nacht mit. Mit einem Eisschiff greift er an und versenkt das Schiff der Helden, Alternativen dazu gibt es nicht und besiegen dürfen die Helden ihn auch nicht, nur etwas ansengen. Schließlich werden unsere Helden vom „zufällig“ kreuzenden Rieslandfahrer Ruban ibn Dhachmani gerettet. Rettung in der Not Nr. 1. Damit wird auf die Lichtvogelexpedition hingewiesen, die im nachfolgenden Band noch eine Rolle spielen soll, doch es ginge sicherlich schöner als mit einem Auftritt Rubans als deus ex machina. Immerhin ist Ruban auch an der Sulman al’Naassori beteiligt und will man die nicht einsetzen, so könnte man eines seiner Schiffe in Khunchom besteigen und würde auf die bornische Kogge sicherlich schmerzfrei verzichten. Übrigens haben die Helden immer noch Damiano dabei, der ja wie gesagt verrückt geworden ist und dürfen sich noch mit ihm abrackern und ihn heilen bzw. dies zumindest versuchen. Mit dem Schiffsuntergang hat man den Helden wohl auch die Pferde abgenommen, wie auch mal nebenbei erwähnt wird. nicht dass dieser Verlust für das Abenteuer und seine Dramaturgie irgendwie wichtig wäre – schon in Vallusa gibt es Ersatz – aber man kann ja einfach mal lieb gewonnene Reittiere ertrinken lassen, um Helden zu ärgern, oder so. Überraschung in Vallusa: Llezean kann die Rolle auch nicht übersetzen, aber man muss jetzt ohnehin erst einmal Damiano zu Taphirel zurück bringen. Llezean kommt als Meisterperson auch gleich mit, ohne dass dies notwendig wirklich wäre, aber als Meister muss man jetzt einfach so zwei Personen mitführen. Bei Taphîrels Turm greift dann erneut unser Dschinn der Nacht an, die Helden drohen zu unterliegen, doch zufällig taucht genau rechtzeitig der Turm aus dem Limbus auf. Rettung in der Not Nr. 2. Äußert unangenehm ist dabei auch, dass mit dem Auftauchen des Turms aus dem Limbus alle Erfolge der Helden bei der Heilung Damianos „mit einem Mal zunichte gemacht wurden“ (S. 97). Danke! Warum rackert man sich wie blöd ab, wenn es einem der Plot sofort wieder kaputt macht. So etwas hatten wir doch schon im zweiten Abenteuer mit der Sicherung des tollen Karfunkels. Warum dies hier jedoch notwendig ist versteht man auch nicht, es wird nur darauf hingewiesen, dass ein hier erwähntes Artefakt im vierten Band der Kampagne eine Rolle spielen wird.

Dann geht es (übrigens ohne Llezean oder sonstige Meisterpersonen) nach Perainefurten, um Dracodan von Misaquell zu treffen. Doch der Gesandte Apeps wurde leider entführt. Die Entführung ist sogar einigermaßen glaubwürdig erklärt. Also machen sich die Helden auf die Suche und besuchen Kanzlei, Wachstube, reden mit Leuten und laut Plan des Abenteuers liefert ihnen sogar „Kommissar Zufall“ (also wirklich ein zufällig daher streunender Passant, in Krimihandlungen sonst eher eine Notlösung bzw. ein „Wink mit dem Zaunpfahl“) einen entscheidenden Hinweis. Übrigens wurde Dracodan mit einem Boot entführt und die Helden begegnen dem bestohlenen Eigentümer des Bootes sogar bevor sie von der Entführung Wind bekommen. Doch laut des Vorlesetexts im Abenteuers erfahren sie an dieser Stelle gar nicht, dass dem Kerl ein Boot fehlt. Dabei wissen sie ja noch gar nicht, dass Dracodan entführt wurde. Also die Information mit dem gestohlenen Boot hätte man schon hier vermitteln können, ohne die Helden gleich plump auf Dracodans Entführung zu stoßen und die Helden hätten diese Informationen selbst verknüpfen können und so ein Erfolgserlebnis gehabt. Nun ja, die Helden nehmen also mehr oder weniger die Spur Dracodans auf und bekommen noch eine ziemlich überflüssige Meisterperson an die Seite gestellt. Warum Ritter Kuno Rudesen die Helden hier unbedingt begleiten muss weiß wohl auch keiner so recht. Vielleicht trauen DSA-Autoren Heldengruppen auf sich gestellt nichts mehr zu. Es wurde doch wirklich oft genug auf das Problem der mitlaufenden Meisterpesonen hingewiesen - warum wird das ausgerechnet in einem Abenteuer zweier „offizieller DSA-Meister“ so mies gehandhabt? Es wird nicht einmal darauf hingewiesen, dass die Begleitung eine Ption ist, sondern das Abenteuer geht ganz fest von der mitlaufenden Figur aus, ohne dass sie wirklich spielrelevant ist. Zu allem Überfluss handelt es sich noch um einen äußert ritterlichen Ritter und guten Kämpfer, der „gewohnt [ist], dass seinen Anordnungen Folge geleistet wird“ (S. 102). Eine derartige Führungsfigur sollte man Helden nicht fast grundlos vor die Nase setzen.

Apropos mies gehandhabt sind: In dem Abenteuer treten diverse Personen auf, manchmal auch „Prominente“, doch es finden sich zu ganz vielen Personen keine Darstellungshinweise, nicht einmal Beschreibungen. Ohne die Regionalspielhilfe weiß man nicht einmal wie die Personen aussehen (sollen). Es ist doch wirklich nicht zu viel verlangt, wie in diversen Abenteuern (Uli Lindner geht hier immer mit gutem Beispiel voran) hinter den Namen der Meisterpersonen ganz knapp in Klammern Alter und ein, zwei Stichworte zu Aussehen sowie Charakter zu setzen.

Die Verfolgung der Entführer ist sogar einigermaßen logisch aufgebaut und funktionstüchtig, die Helden erhalten verschiedene Hinweise und landen schließlich bei der Festung Torbelstein (der gute Kuno kommt ganz am Ende übrigens nicht mehr mit, sondern wartet lieber) In dieser Festung hausier übrigens die gute Praiodane/Tyakradane von Falkenstein (ja, jene Richterin die mit dem Usurpator Answin arbeitete und schließlich an Galottas Kaiserhof als Richterin werkelte), aber niemand weiß etwas über ihren Hintergrund und so schaltet und waltet sie einfach vor sich hin. Die Befreiung Dracodans ist dann sogar ganz spannend, er wird in einem Kerker tief unter der Burg gefangen gehalten und es gibt mehrere Möglichkeiten zu ihm zu gelangen, die dankenswerter Weise auch skizziert werden. Schließlich wird Dracodan nach einigen Herausforderungen für die Helden befreit und man schleppt eine weiteren Meisterperson mit sich herum. Es geht dann zurück nach Perainefurten. Dort kann dann Dracodan (natürlich) die Rolle auch nicht lesen und schickt die Helden zu Apep. Zu Apep wird die Helden aber niemand begleiten, Dracodan erklärt ihnen den Weg in Form eines Rätsels. Und weiter geht die Reise. Dabei wird mir ohnehin etwas arg viel gereist in diesem Abenteuer, auf ein bisschen hätte man da auch verzichten können. Die Szenen auf der Reise zu Apep sind meist auch eher minder spannend und trotz einiger Schwierigkeiten dieser Queste nicht angemessen. Auch das Rätsel Dracodans für den richtigen Weg gefällt mir nicht, da wird gesprochen vom „Scheideweg“, von „des Dämonen gierige[m] Griff“ und dem Ort wo „selbst Drachen rasten“ (S. 117). Hört sich nach Herausforderung an, aber leider ist „Scheideweg“ ein Gasthaus, des "Dämonen gieriger Griff" nur ein Berg in Form einer Kralle und der Ort „wo selbst Drachen rasten“ ein lahmer Rastplatz, an dem in großen Lettern "Drachenrast" steht. Etwas mehr Mystik hätte es sein dürfen.

Schließlich greift unser Dschinn der Nacht wieder an und darf diesmal endlich kaputt gehen. Aber er fällt in eine Schlucht, damit die Helden seine tolle Endurium-Rüstung nicht bekommen. Doch immerhin kann das ein spektakulärer Endkampf werden, das Abenteuer bietet dem Meister auch recht viele Ratschläge, um ein herausforderndes Finale zu gestalten. Dann greift noch der Drache Lessankan ein und die Helden drohen zu verlieren, doch es kommen zwei Perldrachen, die Lessankan im Auftrag Apeps verjagen. Rettung in der Not Nr. 3. Denn die Helden können da natürlich nichts reißen. Dann endlich treffen die Helden auf Apep, dessen Darstellung recht gelungen ist. Aber er kann die Rolle auch nicht wirklich lesen – immerhin erfährt man, dass es um Blutlinien der Drachen geht – und schickt die Helden mit Dracodan zu Fuldigor. Doch die Riesenrolle muss nicht mehr mit, da Apep dankenswerterweise das Ding in Dracodans Gedächtnis verankert. So, dann geht's wieder weg und das Abenteuer ist auch vorbei. Obwohl es in erster Linie Probleme und nervige Stellen hat, sind Szenarios wie die Befreiung Dracodans gelungen. Dennoch riecht Aus Hass geboren insgesamt sehr nach Eisenbahn. Ich gebe 2 Punkte.
"Um in dem Abenteuer [=SidW] von Anton Weste etwas Negatives zu finden, muss man schon recht genau hinsehen"

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Sarafin
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Re: A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Sarafin » 11.08.2013 23:04

Ich bin mit diesem AB in die Drachenchronik eingestiegen.
Die anderen Helden hatten schon eine Vorgeschichte und die ersten beiden ABs gespielt. Meine Heldin wurde als ihre Leibwächterin in Khunchom angeheuert.

In Postperspektive ist dieses AB wirklich sehr ... linear.
Man findet die Rolle und geht zu NPC X. NPC X sagt "nein, das kann ich nicht lesen" und schickt einen zu NPC Y. NPC Y sagt "nein, das kann ich nicht lesen" und schickt einen zu NPC Z. Und das wiederholt sich, bis man bei Fuldigor angekommen ist (wobei die Reise zu ihm ja streng genommen das nächste AB ist).

Ich schätze, dass es daran lag, dass meine Söldnerin nach den ersten Angriffen des Dschinns der Nacht von den anderen Helden Aufklärung verlangt hat ("Ich kann euch nicht schützen, wenn ihr mir nicht sagt wovor ich euch schützen muss.") und von den beiden Magiern und der Hexe mit viel Hintergrund gefüttert wurde, dass es nicht langweilig wurde.

Dann ist da noch die Spannung des Verfolgt-werdens, die Suche nach dem richtigen Weg, die Befreiung Dragodans ... es gab genug Action. Wir hatten Spaß daran und das ist ja die Hauptsache. Kein großer Griff in die Abenteuerkiste, aber seine drei Punkte auf jeden Fall wert.
„Nimm niemals Böswilligkeit an, wenn Dummheit hinreichend ist.“
~ Hanlon’s Razor

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A170.3 Aus Hass geboren (Drachenschatten)

Ungelesener Beitrag von Macaldor » 16.01.2018 20:47

Viele schöne Szenen waren in diesem Abenteuer zu erleben (Limbus, Festungen, Drachen), jedoch waren die einzelnen Plotelemente eher wie "gehe-in-das-nächste-Gebiet"-Quests von diversen online RPG's. 3-Sterne
"Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich" -Satz des Pythagoras

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