Ketten aus Gold (Fürsten, Händler, Intriganten)

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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Fystanithil
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Ketten aus Gold (Fürsten, Händler, Intriganten)

Ungelesener Beitrag von Fystanithil » 10.09.2009 11:17

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion des 1996 in der DSA3 Box "Fürsten, Händler, Intriganten" erschienenen Abenteuers Ketten aus Gold von Heike Kamaris vorgesehen.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.
Solltest du einen ausführlicheren Kommentar zum Abenteuer abgeben, dann wäre es nett wenn du in diesem auch erwähnen würdest wie du abgestimmt hast. Hier gelangst du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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Zuletzt geändert von Fystanithil am 10.09.2009 11:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ketten aus Gold (Fürsten, Händler, Intriganten)

Ungelesener Beitrag von Mysticus » 10.09.2009 11:22

Das ist für mich zu kurz gehalten, ein Szenariovorschlag, der allenfalls durchschnittlich ist, die zwei Seiten hätte man sich schenken sollen und lieber ein anderes Abenteuer etwas erweitern. So wie es dort steht muss man schon Zeit investieren, um etwas draus zu machen. Und das ist mMn bei Abenteuern aus Boxen und Kaufabenteuern im Allgemeinen nicht gewünscht und notwendig, hier leider schon.

2 Punkte.

Mysticus

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Re: Ketten aus Gold (Fürsten, Händler, Intriganten)

Ungelesener Beitrag von Robak » 02.11.2009 19:45

Ein zu kurzes Szenario, das trotz seines sehr kurzen Plots noch nicht mal annähernd ein Abenteuer darstellt. Eigentlich beinhaltet das Szenario kein Abenteuer, dass man bewerten könnte. Aus gutem Grund fällt diese Abenteueridee eigentlich aus unserem Bewertungsraster.
Da die Stimmung die die "Abenteuereridee" transportiert aber durchaus ins Horasreich passt und der Mini-Plot auch keine Fehler aufweist schwanke ich zwischen 2 und 3 Punkten. Letztlich gebe ich mal nur zwei weil die "Abenteueridee" dem SL kaum etwas an Arbeit abnimmt. Wenn man will kann man aus der Idee allerdings wohl durchaus ein hübsches kleines Miniabenteuer machen.

Gruß Robak

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Re: Ketten aus Gold (Fürsten, Händler, Intriganten)

Ungelesener Beitrag von Namaris » 26.02.2010 18:43

Bevor ich mit meiner Besprechung des Szenarios beginne, möchte ich kurz den (durchaus knappen) Inhalt zusammenfassen, da man in der verlinkten Wiki leider nur selten (auch nur grobe) Plotinfos findet.

Der kurze Plot des Titels stellt sich dar als eine Intrige um Geld und Ehre.
Es kann (und das ist eine der Stärken des Titels) in jede beliebige Stadt im Horasreich (und sogar darüber hinaus) verlegt werden.
Die Helden werden für einen delikaten Auftrag vom wohlhabenden Handeslherrn Gundolar Bosvani angeworben (Tipp des Abenteuers: ihn einem Gewerbe zuordnen zu dem ein Held Verbindungen gut gebrauchen kann z.b. Waffen, Alchemika, Pferdezucht) ein Schmuckstück zu erbeuten welches seine erst 20 Jahre alte Angetraute Alanora nach eigenen Angaben im Badehaus verloren hat.
Nun ist der Musicus Endrigo Montazzi so dreist, den Auftraggeber zu erpressen: Zahlt dieser ihm nicht bis zum Monatsende 10 Horasdor wird er Bosvani bloßstellen indem er öffentlich behauptet das Kleinod nach einer Liebesnacht erbeutet zu haben.
Die Helden können sich nun bis zu Montazzi durchfragen und wenn sie ihn stellen wollen, eben jenen in inniger Umarmung mit Aranola antreffen.
Man wird dann den Helden entweder drohen oder an sie appellieren aber auf jeden Fall klagt Aranola ihnen ihr Leid: sie ist mit Bosvani verheiratet worden auf das Drängen ihres Vormunds. Der "Ehevertrag" enthält eine Klausel, nachdem alles Vermögen von Alanora bei Untreue in den Besitz Bosvanis übergeht.
Natürlich fleht sie die Helden an, sie aus dieser Situation zu befreien.
Nun entfaltet sich eine weitere Stärke des Szenarios: man kann es klassisch bestreiten und im Sinne der Übervorteilten unschuldig Liebenden den Vertrag bei Bosvani entweden oder man kann den ursprünglich angenommen Auftrag ausführen.
Für beide möglichen Entscheidungen der Spieler liefert das Abenteuer Vorschläge für knappe Widerstände (getreu dem Motto: "sag ja! und reite die Spieler rein" aus "Spielleiten") bis zur wohlverdienten Belohnung und Konsequenzen fürs weitere Heldenleben.

Somit zum Inhalt.
Meine Besprechung möchte ich durchaus als Kontrapunkt zu den beiden Eindrücken meiner Kollegen darstellen, da ich vor allem sehe, dass dieses Szenario viele Stärken hat.
Da seien genannt:

-Wie bereits erwähnt die Möglichkeit das Abentuer frei zu verorten, diese Geschichte ist vielleicht typisch-horasisch, aber nicht ausschließlich, so dass ein jeder SL diese Geschichte in seine Kampagnen einplanen kann.

- Die antipizierte Dauer: es ist mit seinen 2 Druckseiten sehr kurz aber ausreichend. Locker an einem Abend durchzuspielen, was mehr als eine Anwendung ermöglicht: zum einen als "Lückenfüller" falls aus vielen Gründen ein Abenteuer eingeschoben werden muss, ist es hiermit möglich einen lustigen Abend zu verbringen ohne diesen Titel dann als "Altlast" mit sich herumzutragen (für den man dann extra Zeiten finden muss um ihn fertigzuspielen).
Man kann aufgrund der knappen Handlung das Szenario in ein anderes Stadtabenteuer einflechten, vielleicht um es aufzupeppen (z.b. um phexischen Helden die Möglichkeit zu geben zu glänzen) oder um das Konzept des "Abenteuers" ein wenig zu verwässern indem in der Geschichte plötzlich noch dieser zweite unverbundene Handlungsstrang auftaucht.

-Die Personen: sie sind prägnant aber lebendig beschrieben und erfüllen die Geschichte mit Leben. Beim Leiten war es mir ein leichtes mit den knappen Beschreibungen und den Tipps aus dem Heft diese NSCs glaubhaft und mit echter Motivation darzustellen.

- Die Komplett freie Ausgestaltung des Szenarios durch die Spieler. Hier ist ein sehr guter Spagat zwischen der Vorbereitung (aufgrund der überschaubaren Handlung ist hier nicht viel nötig) und der wirklich freien Wahl der SCs wie sie nun weiter verfahren wollen. Aber trotz den nur beiden Druckseiten wird der Platz hier sinnvoll ausgenutzt: es gibt eine grobe Hausbeschreibung die phexisches Vorgehen erleichtert (viel besser im Vergleich zu dem zuvor besprochenen Drôler Spitze wo eine Beschreibung des Haupt-Handlungsortes komplett fehlt).

Somit komme ich zu einer Bewertung von starken 3 Punkten, die sich daher erklärt dass diese Geschichte doch wirklich kurz und dramarturgisch schwach auf der Brust ist, aber immerhin in ihrem Aufbau und der Präsentation überzeugen kann.
Ich empfehle jedem, der dieses Buch besitzt, eine Stadtgruppe hat und vielleicht etwas Auflockerung benötigt, den Titel sich mal anzuschauen.
Es eignet sich hervorragend für kurz anberaumte Rollenspielabende ohne Vorbereitungszeit.

Eine Kaufentscheidung für Im Schatten des Adlers kann natürlich aufgrund dieses Szenarios nicht ausgesprochen werden, aber immerhin ist es ein zusätzliches Schmankerl sofern man sich für eines der anderen Abenteuer in dem Band interessiert.
“Ce qu'on appelle une raison de vivre est en même temps une excellente raison de mourir.” - Albert Camus

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Re: Ketten aus Gold (Fürsten, Händler, Intriganten)

Ungelesener Beitrag von Harcal » 20.03.2010 17:28

Eine nette Abenteueridee, besonders wenn man eher gesellschaftlich orientierte Helden/Spieler in der Gruppe hat.

Am ehesten geeignet für Spielleiter mit ausgereiftem Improvisationstalent.

Hilfreiche bis unabdingbare Lektüre: Die Kapitel zu Stadtabenteuern in "PATRIZIER und DIEBESBANDEN".

Meine Gruppe fands toll, hat ihnen das Liebespärchen zu langjährigen Freunden gemacht ;)

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Re: Ketten aus Gold (Fürsten, Händler, Intriganten)

Ungelesener Beitrag von Heldi » 20.03.2010 21:55

1. Ich möchte mich Namaris anschließen. Er hat die Vorteile des Abenteuers vorbildlich benannt. Ihm ist inhaltlich und auch hinsichtlich der Empfehlung vorbehaltlos zuzustimmen. Einzig auf Grund meiner eher etwas nach unten verschobenen Wertungsskala gebe ich daher (nur) eine 3-.

2. Positiv zu bemerken ist daneben noch die beispiellose schöne Illustration des Szenarios. Es gibt zwar (nach meiner Erinnerung) nur ein Bild auf der Doppelseite, aber dieses ist sehr formschön und ansehnlich geraten und rechtfertigt die Beschäftigung mit dem Abenteuer schon für sich. :)

3. Randbemerkung zu einer von diesem Szenario für RdH zu ziehenden Konsequenz: Übrigens ist mir gerade (beim Lesen von Namaris Zusammenfassung) aufgefallen, dass diese Szenarioidee ein interessantes Licht auf einen Streitpunkt bezgl. der zu erwartenden neuen Horasreich-RSH wirft, in der die bürgerlichen Familien als sehr hierarchisch strukturiert dargestellt werden sollen. Es gab dazu mal eine Vorabbeschreibung im Boten.

U.a. sollten nach Bartels Angaben Zwangsheiraten stark verbreitet sein. Dies wurde von vielen Lesern als starker Bruch und als Widerspruch zum geltenden Regelwerk gesehen. Unabhängig davon, was man von dem Anlegen des Maßstab des DSA-Regelwerks an die aventurische Spielwelt hält (man vgl. dazu den Diskurs zw. Robak und mir an dieser Stelle im Wolkenurm), zeigt dieses Szenario jedenfalls, dass solche Inhalte nach dem DSA-Kanon schon lange geübe Praxis im bürgerlichen Horasreich waren.
Zuletzt geändert von Heldi am 20.03.2010 21:57, insgesamt 2-mal geändert.

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