Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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Fystanithil
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Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Fystanithil » 05.08.2009 21:36

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion des im März 1998 in der DSA3 Box "Rauhes Land im hohen Norden" erschienenen Abenteuers "Doppeltes Spiel" von Mark Kessler vorgesehen.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.
Solltest du einen ausführlicheren Kommentar zum Abenteuer abgeben, dann wäre es nett wenn du in diesem auch erwähnen würdest wie du abgestimmt hast. Hier gelangst du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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Fessy
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Re: Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Fessy » 06.08.2009 10:41

Ich hab es geleitet und kann deshalb nur aus dieser Perspektive meine Meinung abgeben.

Die erste Hälfte des Abenteuer ist gut, man kann die Helden in die Enge eines bornischen Dorfes im Winter einführen, es gibt verschiedene, recht glaubwürdige NSCs und auch der Todesfall ist relativ glaubwürdig konstruiert. Dann konnte ich meine Truppe gut in die Kultur der Norbarden einführen, die für sie etwas komplett neues war.

Aber dann beginnen die Probleme… Es ist ziemlich unwahrscheinlich, daß eine Gruppe zwölfgöttergläubiger Helden in den Grabhügel einbricht, besonders, wenn sie vorher gerade erst angefangen haben, Respekt vor der fremden Kultur der Norbarden zu entwickeln. Sie brauchen den Hinweis, daß Swobodir ermordet wurde, also anders.
Das zweite massive Problem ist das eher schlecht ausgearbeitete Finale. Es wird offenbar davon ausgegangen, daß Wieland bis zum Tod kämpft und nicht vorher von Wunden bewusstlos wird. Die Reaktionen der Dörfler auf die Aufklärung sind ebenso unterschlagen worden.

Ich vergebe 3 Sterne für einen guten Ansatz mit dem Mord, der keiner ist und dem Unfall, der ein Mord ist und die Einführung in zwei eigene Welten, aber für die schlechte zweite Hälfte und die Umrechnung aus DSA3 nicht mehr.
Never argue with an idiot. He will drag you down on his level and then beat you with experience.

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Robak
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Re: Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Robak » 07.08.2009 11:38

Ich habe das Abenteuer vor einigen Jahren schon einmal geleitet und werde es bald wieder tun.
Hier meine aktuellen Gedanken zum Abenteuer:
Einstieg: Der Abenteuereinstieg ist klassisch aber durchaus plausibel gelöst. Die Abenteuermotivation dürfte für die meisten Helden kein größeres Problem darstellen.
Ermittlungen in Kreiben: Dies ist der stärkste Teil des Abenteuers. Im Gegensatz zu so manchem in den letzten Jahren erschienenen "Detektivabenteuer" gilt es hier wirklich Ermittlungen durchzuführen und nicht nur ein zu Zeitpunkt X stattfindendes Ereignis abzuwarten. Sowohl der wahre Handlungsverlauf als auch die Aussagen der Dörfler sind gut aufbereitet. Ein schöner Bonus wäre eine Karte des Dorfes gewesen.
Bei den Norbarden: Hier bietet sich für die Helden die Gelegenheit die Kultur der Norbarden kennen zu lernen. Allerding bleiben die Norbarden in meiner Erinnerung etwas blass, was primär daran liegt, dass die Helden eigentlich nur hier sind um den Verstorbenen zu untersuchen.
Der Grabhügel: Die Untersuchung des Leichnams erfordert von den Helden die Öffnung des Grabhügels. Auch wenn dieser wahrscheinlich keine Borongeweihte Ruhestätte darstellt, so handelt es sich doch trotzdem um eine Störung der Totenruhe. Es ist recht zweifelhaft ob sich die generische Zwölfgöttergläubige Heldengruppe darauf einlässt das Grab zu öffnen. Wenn die Gruppe dies ablehnt steht das Abenteuer vor einem nicht unbeträchtlichen Problem. Dieses Problem kann man entschärfen indem man festlegt, dass der verstorbene Norbarde noch nicht bestattet wurde, was aufgrund der winterlichen Witterung auch durchaus im Bereich des Möglichen ist.
Finale: Weniger kritisch sehe ich das kaum ausgearbeitete Finale. Das das Verhalten des Täters maßgeblich vom Vorgehen der Helden abhängen dürfte erscheint mir eine genaue Festlegung des Verhaltens überflüssig. Sowohl der Charakter des Täters als auch seine Möglichkeiten sind hinreichend genau beschrieben um dem SL (meiner Meinung nach) eine gute Improvisation zu erlauben.

Edit: Was mich etwas verwundert hat ist, dass es in Kreiben keine Bronnjaren gibt. Statt kommen zwei verhältnismäßig wohlhabende Freibauern vor. Ich denke ich werde dies abändern und aus den beiden wohlhabenden Freibauern niedere Adelige machen. Allerdings bin ich mir noch nicht so ganz sicher ob ich das so problemlos tun kann.)

Gruß Robak

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Re: Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Robak » 30.09.2009 19:29

So inzwischen habe ich das Abenteuer ein zweites Mal geleitet. Ich habe ein paar Änderungen vorgenommen und sowohl Tasjas als auch Otas Familie zu Schitzen (Bornländischem Flachadel) gemacht. Das hat dem Abenteuer (meiner Meinung nach) mehr Bornländisches Flair gegeben. Da die Gruppe zuvor in Neersand war wurde das Abenteuer ins Festenland verlegt.

Die Graböffnung erwies sich als unproblematisch, dafür habe ich feststellen müssen, dass es für die Spieler recht schwer ist herauszufinden, dass Otas Tod ein Unfall war. Es gibt nur zwei Randbemerkungen (Nadjescha schüttet Wasser aus dem Obergeschoss) und Tasjas Bericht von Geräuschen, die darauf schließen lassen. Beides kann recht schnell von den Spielern als nebensächlichkeit abgetan werden.
Als Finale gab es bei uns einen schön ausgespielten Prozess vor der örtlichen Bronjarin. der Gräf.

Alles in Allem 4 Punkte für das Abenteuer.

Gruß Robak

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Betos
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Re: Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Betos » 01.10.2009 10:47

Hab das AB bei Robak gespielt.

War ein wirklich schönes Detektiv AB, wie ich finde. Was den Schluss, dass es ein Sturz war, so schwierig macht, waren imo weniger die Hinweise, sondern die Vehemenz, mit der vor allem der Peraine Geweihte bestätigt hat, dass er natürlich erschlagen wurde. In meinen Augen sollte schon möglich sein zu erkennen, ob eine Wunde durch einen Sturz oder durch einen Schlag mit einer stumpfen Waffe entstanden ist.

Klar, darf das nicht gesagt, werden weil sonst die Lösung schon klar ist, aber vielleicht könnte man statt dem Geweihten einen anderen "normalen" NSC einbauen, dass die Leiche eben von einem Laien untersucht wird, der wirklich keine Ahnung hat. Oder man sagt einfach, dass die Leiche nicht genauer untersucht wurde, weil der Tathergang, für die Dörfler, ja sowieso klar war.
Ansonsten aber ein gutes AB, mit glaubwürdigen NSC's und schönem Setting. Und dass das Abenteuer mal ohne einen Kampf, der mit der Bewußtlosigkeit von mindestens 3 Helden endet, auskam war auch sehr gut.

4 Punkte
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Adalariel
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Re: Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Adalariel » 04.10.2009 21:44

Das Abenteuer hat Stärken in seinem recht kleinen geographischem Umgang und den ausführlichen NPCs.

Schwächen sehe ich in den Hinweise zur tatsächlichen Aufklärung. Die Hinweise auf den Sturz sind für die Spieler wirklich absolut vage und lassen nur Vermutungen offen.

Ich würde empfehlen, noch zusätzliche Punkte einzubauen wie:
a) Der Weg unter der Sturzstelle war es so glatt, dass Dörfler XY hingefallen ist und sich sogar den Arm verstaucht hat
b) Am Haus hat sich durch den Sturz ein Stein/Ziegel... deutlich gelockert

Ungünstig finde auch die Grabesöffnung:
Bei Charakteren mit starkem Boronglauben, hohen Prinzipien wird es zu großen Diskussionen kommen, das Grab zu öffnen. Hier würde vielleicht helfen, wenn Swobodir etwas sehr persönliches - Amulett, Sippenband o.ä. - verloren hat (z.B. am Steinbruch) und man damit die Meschpoche/Zibilja überzeugen kann, dies noch zusätzlich ins Grab zu bringen und die Helden zu begleiten. Damit würde man auch den Charakter der "Ruhestörer" vermeiden.

Eine der größten Schwierigkeiten besteht darin, die ganze Wahrheit herauszufinden, da nur der Schuldige sie wirklich kennt.
Den Mord am Norbarden kann man aufgrund der Tatwache nachweisen. Allerdings kennt nur der Mörder auch den tatsächlichen Hergang um Ota. Ob er dies auch tatsächlich offenlegt (und vor allem unter welchen Bedingungen), ist eine schwierige Angelegenheit, die fast schon nach Beeinflussung (Magie), Schwur (Karmal) oder anderem schreit.

Von mir bekommt das Abenteuer insgesamt 3 Punkte.

Nurd'dhao
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Zuletzt geändert von Adalariel am 04.10.2009 21:51, insgesamt 2-mal geändert.

Benja
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Re: Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Benja » 23.10.2009 01:15

Ich habe das Abenteuer auch bereits zweimal gemeistert, mir gefällt es recht gut.

Problematisch ist die Detekterei für eine Gruppe, die damit wenig am Hut hat - so wie meine erste Gruppe mit dem AB.

Die Sache mit den Bronnjaren habe auch ich etwas vermisst, aber es trotzdem so gelassen, wie es war.

Schön fand ich besonders die Ausarbeitung der Dörfler und der Norbarden und allgemein die geringen Vorgaben, wann was zu passieren hat. Die Schwierigkeiten rund um den Grabhügel gab es bei mir nicht, die mit der letztlichen Aufklärung des Falles aber doch auch.

Mein Fazit: ein schönes, stimmiges AB für detektivisch veranlagte Helden und Meister, die flexibel auf ihre Helden eingehen und auch kurzfristig gewisse Hinweise zusätzlich einbauen können, um ihre Spieler auf die richtige Spur zu bringen.
Zuletzt geändert von Benja am 23.10.2009 01:17, insgesamt 1-mal geändert.

Cachimba
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Re: Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Cachimba » 12.08.2010 12:08

Ich habe das Abenteuer zwei Mal geleitet, aber das ist schon eine Weile her.
Die Detektivgeschichte ist mir allerdings als sehr gut in Erinnerung geblieben, ebenso wie das Dorfsetting und die Norbarden-Sippe (man hatte ja durch die Box auch reichlich Infos zur Darstellung der Norbarden zur Verfügung). Ich würde das Abeneuer bestimmt noch ein drittes Mal spielen, wenn alle meine Spieler es nicht schon kennen würden... Vier Sternchen.

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Hina
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Doppeltes Spiel (Rauhes Land im hohen Norden)

Ungelesener Beitrag von Hina » 04.04.2019 17:48

Eines der schoensten "Hotzenplotz"-Abenteuer in einer der ueberhaupt stimmungsvollsten Publikationen aus 35 Jahren DSA Geschichte. Im Rahmen seines Anspruches ist "Doppeltes Spiel" wirklich geradezu perfekt. Habe es mehrere Male geleitet und erinnere mich gerade auch mit Einsteigern an sehr schoene Momente. Kreiben im Winter ist mir noch heute plastisch vor Augen. Leider ist das Finale unzureichend ausgearbeitet und wird wohl besser je nach Gruppenhandlung ganz flexibel gestaltet, was aber mit den detaillierten Informationen im AB zu Schauplatz und NSCs ohne Probleme moeglich ist.

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