A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug)

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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JR
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A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug)

Ungelesener Beitrag von JR » 23.06.2008 20:42

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion der Inhalte des Abenteuers A143.3 Preiset die Schönheit von Patrick Gouder und Stephan Frings vorgesehen, das 2006 im Band A143 "Bienenschwarm und Diskusflug" erschienen ist.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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JR
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Ungelesener Beitrag von JR » 05.07.2008 18:40

Ok, wie gut funktiniert ein Maraskaner-Abenteuer außerhalb Maraskans? Auch wenn ich kein großer Fan von "Jenseits des Lichts" bin, fand ich dort Festum sehr spannend - wie ist es hier?

Heldi
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Ungelesener Beitrag von Heldi » 06.07.2008 13:14

Ich habe mal nach dem Lesen und ohne Aussicht darauf, es in der nächsten Zeit zu spielen, mit 2 (,4) Punkten abgestimmt. An dem AB ist ganz nett, weil es etwas direkter als das andere AB mit maraskanischem Hintergrund in diesem Band in die maraskanische Kultur einführt, dafür aber nicht das mitunter als zwanghaft bezeichnete Ende des anderen Bandes hat.

Die Story flutscht so durch, es sind natürlich keine Innovationen. Asjergan ist dafür ganz schön gestaltet, aber nur durch einige Bröckchen und in Anbetracht des geringen Platzes ohne Chance auf eine umfassende Einführung.

Insgesamt ist das AB eben ein bißchen seicht und harmlos. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass ich das Ende mit dem Drachen rausnehmen werde, wenn ich PdS! in einer kleinen Reihe maraskanischer Abenteuer nach Die Überlegenen und vor Jenseits des Lichts leiten werde. Dieses Ende steht nach meinem Eindruck in abolut keinem vernünftigen Zusammenhang zu Rest des Abenteuers und bringt lediglich ein besonderes Finale. Für mich ist das unnötig und das AB wird mit einer Verfolgungsjagd durch Asjergan enden...

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Kerstion Lewe » 10.05.2009 20:34

Also, nachdem Heldi das AB mit uns gespielt hat, muss ich sagen: - ein Abenteuer ganz nach meinem Geschmack, ein Detektivplot, ein Mörder, viele Spuren, die zu verfolgen sind, und ein Finale, das ganz anders ist als die anderen.

Er hat es jedoch gut modifizieren müssen, und teilweise waren schon einige Unstimmigkeiten drin, besonders dieses unsäglich vorgesehene Finale mit dem Geist eines Drachen im Keller des Mörders ist ja ein Graus und hat nichts, aber auch gar nichts mit dem AB zu tun. Weg damit!
Souverän gemeistert ist das Abenteuer ganze 4 Punkte wert, doch wegen der Unstimmigkeiten kann ich objektiv nur 3 vergeben.

Ich bin übrigens sehr froh, dass die Szene des Hohen Bruders mit der mitreissenden Rede im Rur und Gror Tempel abgeändert wurde und ich in Gestalt des Ritters Reinmar die Ehre hatte, mit dem Hohen Bruder öffentlich zu disputieren, um den Mörder zu fassen, statt ihn alles allein machen zu lassen... ;-)

Spielbericht "Preiset die Schönheit" zum Download - guckst Du hier.
Zuletzt geändert von Kerstion Lewe am 20.07.2010 22:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Sarafin » 11.05.2009 15:35

Von mir kriegt das AB auch vier Punkte.
Allerdings liegen die großen Stärken in der Meisterleistung und dem tollen Rollenspiel der Runde. Der Plot selber war nicht unbedingt etwas Außergewöhnliches.
Für uns im Rahmen der Maraskankampagne, die wir ja nun spielen war es allerdings sehr passend. :)

Und das wir die Stoffdruckerei als Belohung bekommen haben fand ich besonders toll! :D
Leider haben wir uns für meinen Geschmack etwas zu sehr in der falschen Fährte verannt, die Meister Heldi für uns ausgelegt hatte (und die auch nicht von offizieller Seite im AB steht), so dass der Täter sich erst bei dem Disput selber entlarvt hat. Ich dagegen mag es dem Täter mit kleinen Schritten näher zu kommen, um ihn dann zu stellen. Aber gut, man kann nicht alles haben.
Da ich aber bis zum Schluss nicht sicher war, ob Bruder Bardojian nicht doch unser Mörder wäre, hatte ich persönlich arge Bedenken ihm vorbehaltlos zu vertrauen. Grade dass die Maraskaner ihn als hohen Bruder immer wieder von jedem Zweifel freigesprochen haben, machte ihn leider irgendwie hochverdächtig.
Erst als er dann wirklich öffentlich und überzeugend die Taten verurteilt hat, war auch für mich klar, dass er es nicht ist. Auf den Vater der Zwillinge wäre ich aber auch nie im Leben gekommen. Wir haben die Spur in diese Richtung einfach zu wenig verfolgt - und unser Ron hat da etwas mehr Intuition bewiesen als der Rest der Truppe, war er doch schon sehr früh der Meinung, dass es sich um einen Fanatiker handelte.

Trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht - wie auch Kerstion muss ich sagen, dass mir Detektivplots außerordentlich gut gefallen. Grade auch, weil solche Nischenhelden wie mein Schauspieler trotzdem ihre Auftritte haben können.
Insgesamt schraube ich das ganze dann aber doch ebenso auf 3 Punkte runter.
Dieser Drache ist schon starker schwachsinniger Tobak...

Lg
Sarafin
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Heldi
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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Heldi » 11.05.2009 17:01

Wie schon geschrieben. Das Abenteuer hat im Kerngerüst wenig Besonderes oder Beachtliches, wenn man die vorgesehene Art der Aufdeckung des Täters wegnimmt, die in einer provozierenden Rede der Anführers der Richtersekte besteht.

Die Szene ist schon besonders, andererseits sind die Helden dort etwas passiv. Bei mir hatte immerhin ein weltoffener aranischer Ritter aus dem Orden von Akos Shah die Gelegenheit aktiv zu werden und hat diese Szene aus meiner Sicht noch recht gut werden lassen, auch wenn immernoch 4 von 5 Spielern zum Abwarten verdammt waren.

Ich muss auch nochmal anmerken, dass dies die einzige vom Abenteuer vorgesehene Lösungsmöglichkeit ist. Der andere Pfad (Umradjida --> Stoffdruckerei --> Alrech) hätte nur zum Ziel geführt, wenn man etwa Schriftstücke von ihm gestohlen hätte. Das Abenteuer sieht dies nicht vor und meine Helden aber trotz wiederholter Stöße diese Stoffdruckerei auch nie besucht, was wiederum vertändlich ist, da die Ergiebigkeit dieser Spur nicht abzusehen ist. Es wurde für meine Gruppe daher recht schwer die richtige Spur zu verfolgen. Fast 50+ NSCs auf Kärtchen haben dann schnell Spuren hinterlassen und wohl auch den Pfad zur Stoffdruckerei verschwinden lassen. Aber so ist es eben auch bei Ermittlungsarbeit! Im Nachhinein haben sie sich natürlich vor den Kopf geschlagen, dass ihnen gerade Alrech am Boronsanger die Laterne in die Hand drückte, mit dem sie nach dem Ring gesucht haben.

Die falschen Fährten hingen mit dem Freibunds zusammen, zu dessen Gründungszeit das AB in meiner Kampagne spielte und die die Helden an einer stoerrebrandtsche Tat glauben ließen. Wohl auch, weil ich Stoerrebrandt und Hamar ibn Ruban ibn Dachmani im Hinblick auf den Aufhänger aus Goldene Flügel schon in die Reise von Khunchom nach Festum eingebaut habe.

Das vorgesehene Finale des Abenteuers ist freilich totaler Murks, ich habe es ohne zweiten Gedanken gestrichen und dadurch ersetzt, dass Alrech von seinen zwei Töchtern verteidigt wurde, die aber von meinen Helden (schließlich :rolleyes: ) nicht mit Waffengewalt, sondern friedlich überredet wurden.

Die Töchter waren ebenfalls mit den Helden von Khunchom nach Festum gereißt, auf dem Rückweg von ihrer vertiefenden Schwertgesellinenausbildung (zu schade, dass ich die Klingentänzer gar nicht einsetzen konnte; nur die Ini habe ich ausgewürfelt und den axxelerierten Halbelf etwas überrascht) und gaben einen frühen, freilich sehr vagen Hinweis auf die Hintergründe: Eine Tochter sah herausragend aus, die andere bot wegen einer Hasenscharte einen widerwärtigen Anblick. Dennoch versteckte sie ihr Aussehen nicht, sondern betonte es durch kurze Haare noch. Von den Taten ihres Vaters waren die Töchter dann freilich doch überrascht.

Positiv zu erwähnen ist der Umgang des Abenteuers mit der Richtersekte. Es ist recht leicht sie facettenreich darzustellen. Auch die Handouts geben die entsprechenden Hinweise recht deutlich. Meine Gruppe hat etwa "die Mittel Phexens" in dem Brief an Cassimasab gleich erkennt.



Alles in allem bleibt meine (gewohnt strenge) Bewertung bei 2 Punkten!

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von der_unbenannte » 11.05.2009 17:43

Ich schließe mich der Bewertung meiner Vorgänger an.

Das AB scheint mir aufgrund von Heldis Aussagen sehr schwach, seine Meisterleistung und unser gutes Zusammenspiel als Gruppe hat es aber zu einer sehr guten Unterhaltung werden lassen.

Insgesamt finde ich es schade, dass es unmöglich ist den Täter zu schnappen, indem man ihm die Taten nachweist oder ihn auf frischer Tat ertappt. Stattdessen muss man ihn zu einem Herauskommen zwingen, was im Endeffekt auch sehr spaßig (und für manche auch schmerzhaft :rolleyes: ) war.

Das von Heldi genannte Ende mit dem Drachen ist nun aber wirklich das schlimmste was ich je gehört habe und deswegen gibt es objektiv 3 Punkte, wobei es vermutlich sehr leicht zwei gewesen wären, wenn andere Spieler und SL beteiligt gewesen wären.
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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Arigata » 12.05.2009 12:39

So, hier jetzt auch mal mein Senf:

Ich hatte bei dem Abenteuer viel Spaß, was aber wohl auf die Leistung des Meisters zurück zu führen ist. Im Nachgespräch bekamen wir dann erzählt, was er alles geändert hat, um daraus ein vernünftiges Abenteuer zu machen.

Ich schließe mich meinen Vorrednern an in den Punkten, dass es einfach schwach ist, dass es letztlich egal ist, was man tut, der Mörder verrät sich am Ende selbst. Die diversen zusätzlich eingebauten falschen Fährten haben uns sehr schön verwirrt und in falsche Richtungen getrieben, aber ob es ohne diese Fährten soviel Spaß gemacht hätte, bezweifle ich.

Der bereits erwähnte Drache am Ende klingt wie der verzweifelte Versuch, doch noch einen Hauch von Mainstream-Fantasy einfließen zu lassen - und das auf eine völlig schwachsinnige Weise.

Das Abenteuer erhält von mir 3 Punkte. Ob die verdient sind, weiß ich auch nicht sicher, allerdings wurde es doch in mehreren Punkten soweit abgewandelt, dass eine objektive Beurteilung des Ursprungsabenteuers schwierig wird.
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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug)

Ungelesener Beitrag von Gwynn » 25.05.2009 15:05

ich hab es noch nicht gespielt (meine Heldengruppe ist noch zu schwach, und wenn ich den Drache am Ende kleiner mache wirds unrealistisch)
Aber ich hab noch einige Änderungen vor, z.B.: gegenspielerin, Mörder verrät sich nicht sondern nur fanatischer Diener von ihm und sie müssen dann den eig Mörder rausfinden bevor er sich umbringt...

Aber es wirkt sehr geil

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug)

Ungelesener Beitrag von Minual » 26.05.2009 07:56

Gwynn, lass den Drachen weg. Das gibt viel mehr Freiheiten in der Auflösung des Plots.

Ich fand das AB zu sehr railroadig, um es wirklich empfehlen zu können, auch wenn mir die Grundidee sehr gut gefallen hat.

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug)

Ungelesener Beitrag von Arigata » 26.05.2009 13:55

Minual hat geschrieben:Gwynn, lass den Drachen weg.
Das kann ich auch nur raten. Dieser Drache wirkt irgendwie furchtbar überflüssig und bei uns hat es nicht gestört, dass unser Meister ihn weggelassen hat. Im Gegenteil, es gab nur ungläubige Blicke, als er uns von dem Vieh erzählt hat.
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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug)

Ungelesener Beitrag von Kerstion Lewe » 20.07.2010 22:10

Wen es interessiert:
Spielbericht "Preiset die Schönheit" zum Download - guckst Du hier.
(Ist derselbe Link wie in meinem ersten Beitrag oben, zu Thread-update-Zwecken habe ich ihn nochmal gepostet.)

Clemens
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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug)

Ungelesener Beitrag von Clemens » 14.08.2010 01:04

Das Abenteuer hat mal wieder miserable NSC-Werte.

Einfache Schläger haben 38LE!! Und das mit KO13 und KK max. 14. D.h. sie haben ca. 8 LE dazugekauft/per Vorteil geholt.
Ravendor hat sogar 43 LE, bei KO 15.
Ich hoffe irgendwann lernen es Abenteuerautoren auch mal, Werte nicht nur zu raten.

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Robak » 30.07.2011 00:49

Ich habe das Abenteuer in unserer Bornlandgruppe gemeistert. Den Einstieg habe ich dabei verlegen müssen, da die Charaktere nicht aus Khunchom sondern aus Festum kamen. Primär habe ich das Abenteuer gewählt um dem Neu-Jerganer Exilmaraskaner (SC) auch mal ein Abenteuer in seiner Heimat bieten zu können.

Letztlich hat mich das Abenteuer aber nicht überzeugt.

Aber zu erst mal einige positive Punkte
  • Der Flair Neu-Jergans uns seiner Bewohner kommt gut rüber.
  • Die Idee den Hintermann einer Mordserie vom ausführenden Mörder zu trennen ist kreativ.
  • Das Abenteuer ist gut auf seinen Handlungsort (Neu Jergan) abgestimmt und nutzt die besonderheiten dieses Ortes (Richtersekte, marakanische Philosophie) nicht nur zur Untermahlung der Handlung mit Lokalkolorit sonder als zentrales Abenteuerelement
  • kreativer Anthagonist der eine eigene krude Moral hat.
Kommen wir nun zu den negatives Aspekten:
  • Storytelling:
    Das Problem des Abenteuers ist, dass der Autor davon ausgeht, dass die Helden ganz bestimmte Dinge unternehmen und an keiner Stelle in Erwägung zieht, dass die Helden vielleicht anders vorgehen könnten. Der SL hat damit einen einzigen Handlungsverlauf vor sich und keinerlei Hilfestellung wenn die Helden diesen verlassen. Hier schreibe ich bewusst nicht Railroading, denn es ist keineswegs so, dass das Abenteuer die Spieler/Helden zwingt einer Eisenbahn zu folgen egal was sie tun. Es ist eher das umgekehrte Problem. das Abenteuer hat viele Kreuzungen und Abzweigungen beschreibt aber immer nur einen Weg.
    Letztlich sieht das Abenteuer nur eine Lösung vor nämlich den Täter bei seiner Überzeugung zu packen und von dieser Basis zum Geständnis zu provozieren.
  • mangelnde Action
    Das Abenteuer ist ein reines Ermittlungsabenteuer, dem es an einem passenden Finale fehlt. Letztlich geht es darum den Täter zu ermitteln, wobei dem Plot ein Finale engerer Art fehlt, da die Überwindung des Täter selbst eigentlich keine Herausforderung darstellt.
  • Drachengeist:
    Das im vorigen Punkt beschriebene Problem scheint auch dem Autor aufgefallen zu sein. Er ist es angegangen indem er einen Drachengeist eingebaut hat der mit dem Abenteuer nichts zu tun hat und durch Sprengung des Alchemistischen Labors befreit wird. Damit ist zwar ein kreativer Endgegner gegeben, doch hat dieser nichts mit dem Abenteuer zu tun. Hier hätte man die Verknüpfung stärken (z.B. durch Täter wurde durch Drachengeist in seinem Schmuckstück zu Tat beeinflusst) oder ein anderes Finale spendieren sollen.
  • NSC Finale:
    Der Höhepunkt der eigentlichen Detektivhandlung besteht in der verbalen Konfrontation zwischen Bruder Bardojan und dem Täter bei dem der Täter dazu veranlasst wird sich zu enttarnen. Die Helden stehen daneben und schauen dabei zu.
  • Viele tote Spuren:
    Das Abenteuer präsentiert zu viele Spuren die per Setzung nicht zum Erfolg führen können (Hehlergut -> Hehler hat keine Ahnung wie der Verkäufer aussieht, Leichenuntersuchung -> Gift -> keine weitere Spur) ... . Es wäre hier sehr viel besser gewesen wenn jede Spur ein Puzzelstück geliefet hätte und man mit einem gewissen Teil der Stücke den Täter überführen hätte önnen.
Letztlich habe ich den Helden deutlich mehr Freiheiten erlaubt als dies im Abenteuer vorgesehen war.
Sehr früh haben die Helden Fragen nach besonderen Schmuckstücken gestellt und obwohl ich eine 12 elementige Liste von gestohlenen Schmuckstücken aufgestellt habe ist es den Helden gelungen durch geschicktes Nachfragen bei der Zofe extrem schnell auf den Ring zu kommen.
Anschließend wurde der Ring per Zauber Gefunden im Haus von Cassimasabs Eltern lokalisiert (die noch nicht Tot war). Allerdings gelang es den Helden nicht vor ihrer Ermordung mit ihr Kontakt aufzunehmen (Eltern waren auf Großer Wahrenschau. Helden beschlossen zu warten).
Früh habe ich Alrech Jerogan eingeführt und diesem zwei Große Schröter als Haustiere mitgegeben um die Maraskanische Exotik zu betonen. Berdojans mitreißende Predigt stieß bei den Spielern (mehr noch als bei den Helden) auf große Ablehnung. Leider hatten die Spieler schon nach dem zweiten Satz mit einem "Die Spinnen die Maraskaner" abgeblockt. Den Spielern nun die beachtlichen TaP* zu nennen die Bardojian bei seiner Überzeugen-Probe erzielt hatte brachte auch keinen Erfolg. Es zeigt sich hier mal wieder wie schwer es ist gesellschaftliche Talente am Spieltisch in Wirkung kommen zu lassen ist doch weder ein "Überzeugen 15 TaP*: Ihr habt das jetzt gefälligst toll zu finden" noch eine pure Rede des SL (die nie die Überzeugungskraft eines brillianten Sektengründers erreicht) eine gute Lösung.
Zentrale Idee der Helden bestand dann darin einen Schriftvergleich zwischen dem Liebesbrief und ihnen zugänglichen Schriften von Neu-Jerganer Bürgern durchzuführen. Angesichts der Erkenntnis dass der Schreiber eine geübte Handschrift, gute Rechtschreibung und ein gewisses Schriftstellerisches Talent hatte konnte auf einen gebildeten Neu-Jerganer geschlossen werden. Der Schriftvergleich selbst lieferte dann Alrech (neben Bruder Bardojian) als möglichen Verdächtigen. Über die Gabe Prophezeie (Inrah), die Frage "In welcher Beziehung steht Alrech Jeroran zum Mord an Cassimasab?" und der Karte des Magiers des Wassers wurde der Verdacht (nach Meinung des Prophezeienden Spielers) erhärtet.
Es wurde dann beschlossen nun wirklich die Wahrheit herauszufinden. Hierzu wurde ein SC Druide unsichtbar gezaubert und sollte so getarnt während des abendlichen/nächtlichen Spaziergangs einen Respondami "Hast du mit dem Mord an Cassimasab zu tun?" auf Alrech Jergoran wirken.
Der Zauber funktionierte, Alrech Jergoran sagte Ja und ließ seine Zwillingskäfer auf den Zauberwirker los. Letzere setzen den Heldne schwer zu, während es Alrech Jergoran gelang sich mit einem Levitationselixier dem Heldenzugriff einstweilen zu entziehen.
Unangenehmer war nun aber, dass die Helden zwar einen Zauber gewirkt hatten aber letztlich nicht viel mehr erreicht hatten als das ihr SO 5 Druide magisch getarnt, verbotenerweise einen illegalen Beherrschungszauber auf einen angesehenen Bürger (SO 10) wirkte, der dessen Geist bezwang und zu einer Antwort nötigte die nur der SO 5 Druide vernahm.
Nach erscheinen der Wachen auf dem Kampfplatz klagten die Helden nun Alrech Jergoran des Mordes an, der sich seinerseits damit revanchierte den Druiden des Doppelmordes anzuklagen.
So kam es dann zu einer Gerichtsverhandlung vor Mulziber (sowie Hildjain und der Mutter Cassimasabs als "Schöffen").
Die Verhandlung war leider kein toller Höhepunkt des Abenteuers. Zum einen gelang es de Helden leider nicht ihre Anklage zu untermauern (Es blieb bei einem "Die Schrift sieht ähnlich aus") zum anderen entstanden am Spieltisch einige lästige OT-Diskussionen über gerichtsrelevante Abenteuerdetails an die sich einzelne Spieler anders zu erinnern meinten als der SL. Neue Beweise waren auch kaum zu beschaffen, da Alrech wohlweislich darauf verzichtete neue zu liefern und die kreativen Ideen der Spieler leider etwas erschöpft waren.
Letztlich wäre das Abenteuer auf ein "Unentschieden" hinausgelaufen, dass ich verkürzt habe indem der Attentäter (der in weiteren Abeenteuern noch gebraucht werden könnte) den Angeklagten mittels eines wohlgezielten Pfeiles ermordete und sich so eines Zeugen entledigte.

Letztlich bin ich weder mit dem Abenteuer in seiner ursprünglichen Form noch mit meinen Änderungen sonderlich zufrieden.

Sinnvoller wäre es wohl gewesen Alrech keinen Fluchtversuch unternehmen zu lassen und so das Abenteuer mit dem finalen Kampf gegen Alrech und die Schröter enden zu lassen.

Ich empfehle das Abenteuer nicht mit Spielern/Helden zu spielen die Maraskanern gegenüber primär ein "Die spinnen doch alle die Maraskaner" im Kopf haben, da dann die größe Stärke der philosophische Unterbau praktisch wegfällt.

Da ich letztlich eigentlich eher bedauere das Abenteuer geleitet zu haben als dass es mir Freude gemacht hat es zu leiten bekommt das Abenteuer nur (starke) zwei von 5 Punkten.

Heldi
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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Heldi » 05.08.2011 00:34

Ich denke Du hast einige Dinge (vorsichtig formuliert) suboptimal gelöst:

1. Stellt man maraskanische Philosophie als Spielleiter da, dann muss man behutsam vorgehen. Als Spieler kann man es sich erlauben, wenn der eigene Held als "Spinner" wahrgenommen wird. Als SL muss man aber gleich zu Beginn einen Treffer landen. Bei Bardojian und generell maraskanischen Pristern ist dies mMn die radikale Antidämonologie. Ich nehme an, dass Deine nordländische Heldengruppe einige ritterlich/rondrianisch/praiotische Charaktere enthält, denen genau diese Einstellung entsprechen sollte. Diese Charaktere sind es (neben den chronisch genervten) auch, die meist die größten Probleme mit anderen Kulturen haben. Drückt man ihnen aber gleich aufs Auge, dass auch dort oben jemand steht und redet, der davon predigt, dass es keine Feier/Ruhe/Entspannung geben darf, bis die Dämonen verschwunden sind, dann betont dies das Gemeinsame statt des Trennenden. Kann ich so nur empfehlen und hat noch jedes Mal geklappt.

2. Wie bist Du nur auf die Idee mit den Schrötern gekommen. Das sieht nicht nach Exotik, sondern nach Kampfgegner aus. Ich kann mich an keinen Schröter erinneren, der nicht beämpft/umgangen, dh überwunden werden musste. Da hätte ich noch Parder für stimmiger empfunden, kann aber auch hier nur die Lösung mit den beiden Töchtern empfehlen.

3. Wie konnte man so schnell auf Alrech kommen? Alrech ist zwar reich, aber nicht besonders wichtig. Wer bewahrt wieso seine Schriftstücke auf. Und warum verfasst Korrespondenz nicht ein Schreiber? Ich empfinde die Lösung als zu einfach. Die erste Begegnung mit Alrech sollte eine sympathische sein. Bei mir war es die eines liebevollen Vaters bei der Heimkehr seiner Töchter. Auch die Begrüßung von Freunden passt da gut. Er sollte aber nicht zu deutlich platziert werden, sonern noch als Nebenfigur erscheinen.

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Doc Sternau » 05.08.2011 01:01

Heldi hat geschrieben:2. Wie bist Du nur auf die Idee mit den Schrötern gekommen. Das sieht nicht nach Exotik, sondern nach Kampfgegner aus. Ich kann mich an keinen Schröter erinneren, der nicht beämpft/umgangen, dh überwunden werden musste. Da hätte ich noch Parder für stimmiger empfunden, kann aber auch hier nur die Lösung mit den beiden Töchtern empfehlen.
Dem muss ich widersprechen. Große Schröter werden schon sehr lange als exotische Haustiere geführt. Es galt sogar mal eine ganze Zeit lang als chic, mit Großen Schrötern durch die Straßen und Plätze Vinsalts zu flanieren.
Ich hätte die Biester allerdings nicht unbedingt in den maraskanischen Kulturkreis verlagert.

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Betos » 05.08.2011 01:40

Also ich hab das AB bei Robak gespielt.

Insgesamt hat er es schon gut zusammengefasst. Aber ich wollte nochmal was zu den Problemen ausführen, die wir als Spieler damit hatten uns auf dieses AB einzulassen.

Allen voran die Philosophie. Eigentlich ist der maraskanische Glauben ja sehr interessant. Insbesondere der Dualismus. Auch die Exotik Neu-Jergans war Anfangs durchaus spannend. "Zu gemacht" haben wir bei der Rede von Bardojian. Eigentlich soll die ja wohl den philosophischen Anspruch der Maraskaner und der Sekte zeigen, aber ganz ehrlich, ich hab mir den Text jetzt zum dritten mal durchgelesen und steig immer noch nicht hinter die wirren Gedankengänge. Da war das für uns einfach nur noch ein "wie soll so ein wirres Gefasel irgendwen überzeugen" Gefühl. Und in dem Moment hat Robak recht, da kommt einfach das Gefühl des "brillianten Redners" nicht rüber. Und damit auch nicht der Sinn hinter der maraskanischen Philosophie. So ein Text sollte, insbesondere da er praktisch zum vorlesen ist, sinnvoll zu folgen sein.

Das große Problem in der Detektivstory ist, dass es eigentlich keine sinnvollen Beweise gibt. Das war unheimlich frustrierend. Bestenfalls kann man versuchen durch Indizien selber drauf zu kommen, wer der Täter ist, was uns ja gelang, aber umso schwerwiegender war es, dass wir praktisch wussten, ihm nichts sinnvoll nachweisen zu können. Die Gerichtsverhandlungsidee von Robak war eigentlich gar nicht schlecht, scheiterte aber eben daran, dass wir schon mit dem Wissen rein gegangen sind, keine sinnvollen Beweise zu haben und auch nicht mehr bekommen zu können. Das ist es auch, was dann zu den OT-Diskussionen geführt hat, da irgendeine sinnvolle Beweisführung nicht möglich war, haben wir versucht haben uns an kleinen Wortdrehungen aufzuhalten um doch noch was zu drehen. Was dann das ganze Ding zerfasert hat.

Ich würde das AB mit 2 Punkten bewerten. Die Idee ist eigentlich gut, aber die Umsetzung doch arg mangelhaft in meinen Augen. Ein Detektivplot ohne Beweise und der Versuch eine Philosophie zu vermitteln, mit völlig unverständlichen Ausführungen sollten einfach nicht sein.
"Remember that capitalism without deniability is the same as poverty." -Random Pointy Haired Boss

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Robak » 05.08.2011 13:49

@ Heldi:
1. Die Rede war im Abenteuer vorgefertigt vorhanden und hat im Abenteuer einen sehr gewichtigen dramaturgischen Zweck da sie mit den 4 Punkten (die Wahrhaftigkeit, die Schönheit, das Gute und die Tat) die Eckpunkte der Philosophie der Richtersekte erläutert auf der auch die Mordtat selbst beruht deren Motiv darin bestand Personen zu strafen denen es an Wahrhaftigkeit mangelte zur Schönheit ihres nicht sonderlich attraktiven Äußeren zu stehen.
Die Rede durch eine simple "Dämonen sind Böse" Rede zu ersetzen hätte sie ihrer Funktion im Abenteuer beraubt.
Letztlich ist die Rede eine Art Rätsel über dem man etwas knobeln und kniffen sollte.

Ich war davon ausgegangen, dass meine Spieler ein gewisses Interesse daran entwickeln würden die Motive und das Verhalten der Gesellschaft in der Sie sich bewegen zu verstehen (Zumal fast jeder SC den Nachteil Neugier hatte). Ich hatte keinen Grund davon auszugehen, dass sie hier einfach abblocken würden. Meiner Meinung nach ist es auch durchaus angemessen, dass sich Engagement für zentrale Abenteuerelemente auszahlt.

2. Schröter werden seid den Zeiten des Bestiariums als exotische Haustiere geführt. Sie können gemäß ZOOBOT verschiedene Ausbildungen (ich glaube zumindest als Wach und Tragetier) erhalten. Wenn ich mich recht erinnere waren sie zu Zeiten Bardos und Cellas in Gareth beliebte Haustiere (und Bardo verbrachte seinen Lebensabend in Festum).
Sie passen als Insekten recht gut zum Maraskanmotiven (Stichwort "Heerbann der friedlichen Schwestern", Insel des wimmelnden Getiers, Maraske, Schmetterlingsmann) und auch recht gut zur Maraskanischen Schönheitsvorstellung ("Die Welt (also auch diese hässlichen Käfer) ist schön"). Gerade dass es die Käfer in Maraskan selbst wohl eher nicht gibt (habe ich nicht nachgeschaut) zeigt dann auch noch wie die Exil-Maraskaner nach dem maraskanischsein streben ohne dabei so 100% authentisch zu sein.
Parder hingegen sind bezüglich ihrer Optik zu nahe am allgemeinen Schönheitsideal der Katzen um die spezielle maraskanische Schönheitsvorstellung zu reflektieren. Außerdem gehören sie vom Flair her eher nach Aranien als in den maraskanischen Kulturkreis.
Die Töchterlösung war mir aus eurem Spielbericht durchaus bekannt. Es gab aber einige Gründe die dagegen sprachen.
1. wären das noch mal zwei NSCs mehr gewesen, die man hätte einführen und aufgreifen müssen.
2. Hätten die Einführung der NSCs den Fokus noch mal mehr auf Alrech gelenkt.
3. Wusste ich aus eurem Spielbericht, dass die Töchter die große Gefahr in sich bergen, dass die Kampfbegegnung ganz wegfällt. Angesichts der Tatsache, dass wir an dem Abenteuer wohl etwa 6 Spielabende gespielt haben wobei die Großen Schröter die einzige Kampfbegegnung waren, erschien es mir nicht sinnvoll den an sich schon enorm mit Screentime bevorzugten Sozialcharakteren nun auch noch die Möglichkeit zu geben den Kämpfern durch Dialog ihren einzigen Glanzpunkt im Abenteuer zu klauen.
4. Es gab bei mir keine Überfahrt von Khunchom nach Festum auf der man die Töchter hätte kennenlernen können und in Sewerien gibt es keine Schwertgesellen.
Hinzu kommt, dass die Schröter als Kampfgegner mal was anderes waren als die üblichen menschlichen Antagonisten.
3. Wie konnte man so schnell auf Alrech kommen? Alrech ist zwar reich, aber nicht besonders wichtig. Wer bewahrt wieso seine Schriftstücke auf.
In der ersten Begegnung mit Alrech, deren Sinn darin bestand den NSC einzuführen, habe ich Alrech gegenüber der eitlen SC-Hexe (großer Kleiderschrank) für seine Stoffdruckerei werben lassen.
Irgendwann später hat die Hexe der Stoffdruckerei dann einen Besuch abgestattet. Der Spieler hat dann spontan gefragt ob es ein Gästebuch gibt.
Ich vertrete die Ansicht, dass man als SL kreative Ideen der Spieler grundsätzlich eher positiv gegenüberstehen sollte. Deshalb habe ich festgelegt, dass es zumindest eine Chance auf ein Gästebucht gibt und den Spieler einen W20 würfeln lassen, der dann auch eine 1 zeigte.
Ich fand dieses Vorgehen sehr sinnvoll bis nahezu genial. Außerdem ist der Liebesbrief ja letztlich die einzige echte Verbindung zwischen Alrech und dem Mord während alle anderen Spuren nur auf den Meuchler und nicht auf Alrech weisen. Letztlich habe ich den Helden aber nicht nur Alrech sondern auch Bruder Bardojian als eine Person deren Schrift passen könnte genannt.
Bei 5000 Einwohnern Neu-Jergans, kann die hohe Qualität des Papiers, die geringe Anzahl an Rechtschreibfehlern, die Eloquents des Schriftlichen Ausdrucks und die Handschrift schon eine sehr gute Spur sein.
Ich hatte eigentlich erhofft, dass sich Sprachgelehrte und Magier anschließend mal ein wenig in die öffentlich zugänglichen Schriften vergraben. Hätten sie dann noch einen maraskanischen Schriftgelehrten (im Idealfall sogar Emirasab) auf die Aussage "Die Schriften sind identisch" festnageln können, dann wäre alles in Butter gewesen.

Sie habe sich aber zu sehr auf die "Die Magie löst alle Probleme"-Schiene verlassen und sind damit letztlich nicht sonderlich gut gefahren. Auch das hat seinen Vorteil, zeigt es doch für die Zukunft, dass die Methode alle Verdächtigen per Respondami durchzufragen nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss ist.

Gruß Robak

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Heldi » 05.08.2011 14:48

Nur kurz zu der Rede, da ansonsten unsere Standpunkte wohl klar sind: Natürlich darf die Rede nicht nur die Aussage "Dämonen sind böse" enthalten. Ich kann mich an die Rede im Abenteuer nicht mehr gut erinnern, da ich die Rede dort wie meist nur als Inspiration verwende und meinen Spielern frei vorgetragen habe, eben selbst eine Rede gehalten. Es soll Dir deswegen ausdrücklich zugestanden sein, dass die Rede dort ungünstig aufgebaut ist.

Ich gebe dann nur Dir und allen zukünftigen Spielleitern den Rat, solche Reden künftig anders aufzubauen und umzuschreiben. Es ist, sofern man exotische Kulturen einführen will, von denen man weiß, dass sie etwas schräg sind und daher die Gefahr bieten, dass Spieler/Helden sie ablehnen, sehr wichtig, dass man zunächst etwas verbindendes schafft. Du hättest also die Rede mit dem "Dämonen sind schlecht" Mantra eröffnen sollen und die Zuhörer durch Bardojian zum ständigen Kampf gegen alles Damonische auffordern müssen. Damit hat man die Helden und Spieler sofort auf der Seite des Redners, denn vielen Helden (und gerade die, die mit "maraskanische Spinnern" Probleme haben) sehen dies ja genauso. Und dann erläuerst Du in der weiteren Rede, warum und mit welchen Prinzipien dieser Kampf geführt werden soll. Die abweichende Begründung für das verbindende Ziel wird dadurch leichter erträglich. Das ist ein allgemein zu beachtender rhetorischer Trick, er funktioniert iÜ auch auf dem Planeten Erde.

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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Pack_master » 30.06.2015 12:43

Es ist schon... oh je, einige Jahre her dass ich dieses Abenteuer geleitet habe, aber es ist dennoch sehr markant in meiner Erinnerung da es sehr sehr spaßig wahr.

Das Abenteuer ist wirklich nicht sonderlich besonders, aber sehr spaßig, und man hat was zu tun. Dies war so gut wie das einzige Abenteuer dass ich je gemeistert habe, dass ich ohne Änderungen übernommen habe (ein, zwei Gegnerwerte abgesehen). Im Nachhinein hätte ich jedoch das Streitgespräch des Täters mit Mulziber am Anfang weggelassen, denn dadurch wurde der Typ sofort verdächtig. Im Gegenzug sollte man sicherstellen, dass die Gruppe ihm in der Stoffdruckerei begegnet um ihm Fragen stellen zu können die er natürlich gerne beantwortet, denn ist er nicht da ist er sofort wieder verdächtig.

Ansonsten lief alles wie am Schnürchen. Die Anzahl Balkone und Dächer die meine Gruppe bei der Verfolgung demoliert haben war durchaus bemerkenswert, noch bemerkenswerter war dass es ohne große Verletzungen aufgrund derart verbaselter Proben ausging ;)
Dass Alrech draufgeht war nicht das Problem - die Gruppe hat ihn ja letztendlich gestellt, und ich habe ein paar Proben werfen lassen als einer versucht hat die Lampe aufzuhalten, naja, passt, hat trotzdem Wumms gemacht ;)
Aufgrund des Golgariten war auch der Drachengeist kein allzu großes Problem, aber man kann die Stelle wirklich rauslassen.


Wichtig: das Darstellen der maraskanischen Philosophie ist eine Gradwanderung zwischen putzig-lächerlich und enervierend ehrlich. Ich hatte das Glück, einerseits einen Maraskaner in der Gruppe gehabt zu haben (der bei der Anwerbung durch den Tetrarchen schlicht vor Freude und Ehrfurcht zerflossen ist - sowohl Spieler als auch Charakter :D), zudem hatte ich einfach einen Lauf als es an theologische Dispute ging, den ich bis heute nicht nachvollziehen kann. Wir hatten einen Golgariten dabei, der natürlich einige Einwände hatte und sich echt auf eine Diskussion mit Mulziber einließ.
Wie gesagt, ich hatte einen Lauf und habe ihn in Grund und Boden gequasselt bis sowohl Spieler als auch Charakter aus dem Fenster springen wollten weil sie meine Ausführungen nachvollziehen konnten, aber sie nicht wahrhaben wollten :D
Des Weiteren muss man (zumindest außerhalb solcher Dispute) aufpassen nicht zu übertreiben. Irgendwann hängt einem "Preiset die Schönheit, Bruderschwester!" echt zum Halse raus.


Ich gebe 4 Punkte. Es gibt meiner Ansicht nach nur kleine Schwächen wie angesprochen, ansonsten ist es ein lustiges Abenteuer in einem Dorf voller Verrückter, die man aber irgendwie um ihre Weltanschauung beneidet.

Yali ben Yussuf
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Re: A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug

Ungelesener Beitrag von Yali ben Yussuf » 25.08.2016 15:18

Der Eine zum Gruße!

Habe das AB gestern zu Ende geneistert und möchte deshalb hier meine Bewerrtung abgeben.

Positiv:
- die Umgebung, in der das AB spielt; Maraskaner sind ein exotisches Völkchen und ich glaube, es ist mir gut gelungen, ihre Lebensweise, Kultur und Philiosophie näher zu bringen; wenn man dann noch Spieler hat, die sich darauf einlasssen, macht es einfach Spaß
- die Grundidee mit religiösen Fanatikern, die nicht aus dem dem Praios- oder Novadiglauben kommen, ist einfach erfrischend
- die räumliche Enge des Maraskanerviertels hat sich als vorteilhaft erwiesen

Negativ:
- die Helden können wie so oft wieder kaum etwas erreichen, sondern müssen auf den Plot warten; dies gilt es als Meister zu umschiffen oder zumindest unauffällig zu gestalten
- Das Ende ist völlig sinnlos; nicht nur, dass der Verdächtige sich einfach umbringt, was immer ein wenig unbefriedigend ist, der Endkampf wirkt sehr konstruiert und erwartet von den Helden geweihte oder magische Waffen; warum aber sollten Helden, die so ein Szenario spielen, selbige besitzen

Insgesamt hatten wir alle Spaß, aber die genannten Abzüge führen doch nur zu einer Bewertung von

3 Punkten.

Dieschatten
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A143.3 Preiset die Schönheit (Bienenschwarm & Diskusflug)

Ungelesener Beitrag von Dieschatten » 01.11.2018 11:45

Haben das AB am WE gespielt und muss sagen es war sehr nice gemacht.
Der Drache am Ende war zwar ein wenig überraschend aber da konnte der Mage und die Mada Schwester mal punkten und mein SG und der Zwergenkrieger waren bei Geschmack :)

Den Kampf im Lagerhaus beim Hehler konnten wir umgehen mit einem schnellen Angriff auf den Chef selber.

Die Hinweise waren etwas schwierig zu bekommen fand ich weil man beim Untersuchen der Tatorte fast keine Hinweise bekam.
Insgesamt 4 Punkte

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