"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

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Kyula
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Kyula » 23.05.2020 02:58

Hey Leute!

Als ich so 13/14 alt war habe ich ungefähr mein gesamtes Konfirmationsgeld für DSA Boxen ausgegeben.
ich hatte alles und sehr viele Abenteuer. Ich habe das Zeug geliebt. Heute noch kann ich mit der Welt von D&D z.B. überhaupt nichts anfangen, aber nachdem wir neulich mal wieder über Rollenspiele gesprochen haben (ich habe so 3-4 Partien als Spieler bei D&D 5 im letzten Jahr mitgemacht), hat mich der Nostalgieflash gepackt und ich habe die alten Boxen wieder hervorgekramt (2./.3 Edition).

Ich habe das Zeug als Jugendlicher wirklich verschlungen, das große Problem ist nur: Gespielt haben wir so gut wie gar nicht. Ich glaube ein paar Monate lang haben wir mal 1-2 Abenteuer gespielt, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern.

Aber jetzt beim Durchblättern ... Al Anfa ... Das Bornland ... Borbarad ... Das Güldenland, Balsam Salabunde, Das liebliche Feld, Das große Donnersturmrennen, Praios, Tsa, Hesindes Federkiel ... ich hab zwar eigentlich ein Gedächtnis wie ein Sieb aber egal was ich in die Hand nehme, es fühlt sich alles super vertraut an und ich werde das Zeug in den nächsten Wochen / Monaten auf jeden Fall komplett durchlesen.

Unser D&D Meister kennt quasi nur D&D, macht da aber nen super Meister. Er meinte er hätte super Lust mal DSA auszurprobieren und da ich mich in der Welt so wohl und heimisch fühle hätte ich durchaus auch Lust, mich da mal als Meister auszuprobieren.

Ich bin da wahrscheinlich eher mäßig gut drin (gerade im Vergleich zu ihm) aber die Spieler wissen worauf sie sich einlassen.

Jetzt natürlich die Frage: Was mache ich da? Mittlerweile gibt es ja DSA 5 ... bzw. sogar Ilaris, was ich nach allem was ich gelesen habe bevorzugen würde. So wie ich es mitbekommen habe, entwickelt sich die DSA welt weiter und irgendwo hier habe ich gelesen, dass es daher keinen Sinn macht, die 3er Abenteuer an die 5er Regeln anzupassen.

Ich möchte aber auf jeden Fall 3er Abenteuer Spielen. Ich möchte wieder in die Welt eintauchen.
Nach allem was man so liest soll aus heutiger Sicht das 3er Regelwerk sehr schlecht sein, das vierer schon ein bisschen besser und über das 5er hab ich viel Kritik gelesen. Daher auch die Überlegung wenn dann Ilaris zu nehmen.

Aber was macht wirklich Sinn eurer Erfahrung nach?
Ohne Erfahrung versuchen die Werte der alten Abenteuer die neuen Regeln anzupassen?
Oder doch einfach nach den zum dem Originalabenteuer gehörenden Regeln spielen?

Ich habe da auch echt ein bisschen Bammel vor, weil ich auch nicht halb so kreativ wie die anderen Spieler bin die alle viel, viel mehr Rollenspielerfahrung haben und auch alle schon oft gemeistert haben.
Eigentlich könnte ich auch einfach die Bücher und Abenteuer lesen und wäre schon selig.
Aber Lust hätte ich trotzdem schon das mal mit ner richtigen Gruppe anzugehen.
Die Frage ist nur: Wie?

Und was wären aus eurer Sicht gute Abenteuer zum Einstieg?
Mir wäre am liebsten nix großes sondern Abenteuer die gut sind (auch für frische Meister), die Leuten die keine Ahnung von Aventurien haben ein wenig was von der Welt zeigen und die an einem sehr langen Spieletag oder höchstens zweien machbar sind.
Mit 2-3 Abenteuern dieser Art würde ich mich gerne Warmspielen um dann zu schauen, ob meine Gruppe und ich Lust auf mehr haben und wir dann mal etwas größeres angehen.

Vielen dank für eure Ideen und Anregungen und Hallo ans Forum :)

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Timonidas
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Timonidas » 23.05.2020 05:09

Kyula hat geschrieben:
23.05.2020 02:58
Jetzt natürlich die Frage: Was mache ich da? Mittlerweile gibt es ja DSA 5 ... bzw. sogar Ilaris, was ich nach allem was ich gelesen habe bevorzugen würde. So wie ich es mitbekommen habe, entwickelt sich die DSA welt weiter und irgendwo hier habe ich gelesen, dass es daher keinen Sinn macht, die 3er Abenteuer an die 5er Regeln anzupassen.
DSA hat eine "lebendige Geschichte" das heisst die Zeit in Aventurien geht voran und viele Abenteuer machen zu bestimmten Zeitpunkten keinen Sinn mehr. DSA 3 war zum Beispiel wenn ich mich nicht irre die Borbarad Zeit, in der DSA 5 Zeit sind die großen Bösewicht alle schon längst besiegt. Der Krieg gegen die Dämonenfürsten und ihre Diener ist im wesentlichen gewonnen, die neuen Kriege tragen die Götter untereinander aus. In Unheil über Arivor stürtze ein Stern aus dem Sternzeichen Rondras bei Arivor und zerstörte die Stadt die eines der wichtigsten Kultzentren Rondras waren. In der Theaterritter Kampagne konnte man zum Beispiel erleben wie der Gott des Krieges Kor sich gegen die Göttin Rondra erhebt, im kommenden Abenteuer Banner der Treue wird auch von einem längst vergessenen Kriegsgott namens Shinxir Konkurrenz kommen. Auch der Namenlose rüttelt an seinen Ketten und aus Uthurien wurde der Glaube an einen Meeresgott namens Numinoru importiert der Efferd den Platz streitig macht. In der Al'Anfa Kampagne die dieses Jahr kommen soll werden die beiden Boron Kirchen wahrscheinlich aufeinander los gehen. Viele Abenteuer aus DSA 3 machen in dieser Zeit einfach keinen Sinn weil sie die Dämonenreiche thematisieren die nicht mehr existieren. Wenn du eine längere Kampagne spielen willst in denen sowohl DSA 3 als auch DSA 5 Abenteuer vorkommen musst du sichergehen dass da keine Logikprobleme entstehen und dich auf eine Zeit festlegen, vor allem die Borbarad Sache hat ja fast alles in Aventurien umgekrempelt. Die Regeln sind dabei aber eigentlich nicht das Problem, das ist nicht besonders schwer.
Kyula hat geschrieben:
23.05.2020 02:58
Nach allem was man so liest soll aus heutiger Sicht das 3er Regelwerk sehr schlecht sein, das vierer schon ein bisschen besser und über das 5er hab ich viel Kritik gelesen. Daher auch die Überlegung wenn dann Ilaris zu nehmen.
DSA 3 ist nicht wirklich zeitgemäß, aber das macht es nicht schlecht, viele spielen es auch heute noch und einige haben 4 übersprungen und sind von DSA 3 auf DSA 5 gewechselt. Es ist schlicht Geschmackssache, hier im DSA Forum wirst du sehr viele DSA 4 Anhänger finden. Im Orkenspalter Forum wirst du eher DSA 5 Spieler finden. DSA 3 war simpel aber hatte einige Mechaniken die vielen nicht gefallen, die Kämpfe waren oft öde und das Levelsystem ist in der DSA Community auch extrem unbeliebt. DSA 4 hatte einen sehr simulationistischen Ansatz, die Regeln sind extrem kleinteilig und detailiert, die Heldenerschaffung braucht mindestens einen vollen Spielabend (für Anfänger) und Kämpfe ziehen sich nicht wie bei DSA 3 wegen hohen Lebenspunkten und Rüstungen sondern weil die Regeln extrem kompliziert sind und ständig darüber diskutiert wurde. DSA 5 wiederrum ist wieder sehr einfach gehalten, hat aber einen sehr modularen Aufbau, anders als bei DSA 4 brauchst du nur noch das Grundregelbuch um zu spielen, aber dafür gibt es zig Erweiterungsbände mit denen neue Fähigkeiten, Zauber, optionale Fokusregeln usw. kommen, was sehr viele stört weil man nicht mehr alles in "einem" hat wie bei DSA 4.1. Bei 4.1 musste man zwar ein eigenes Regelbuch für die Charaktererstellung, eins für Magie, eins für Götterwirken und eins für den Kampf und eins für Alchemie kaufen, dafür hatte man dann alle Regeln die man jemals braucht. DSA 5 hat ein Grundbuch in dem alles drin ist was man zum Spielen braucht, aber es gibt 3 Magieerweiterungen, 2 Götterwirken, 2 Kampferweiterungen und es nimmt kein Ende.

Zu Ilaris kann ich nichts sagen, habe es nie gespielt, aber es ist hier im Forum sehr beliebt, daher ist es sicher einen Blick wert wenn man mit DSA 4 oder 5 nicht glücklich ist.
Kyula hat geschrieben:
23.05.2020 02:58
Aber was macht wirklich Sinn eurer Erfahrung nach?
Ohne Erfahrung versuchen die Werte der alten Abenteuer die neuen Regeln anzupassen?
Oder doch einfach nach den zum dem Originalabenteuer gehörenden Regeln spielen?
Es ist garnicht so schwer die Anzupassen, aber als "Anfänger" würde ich wohl doch eher zu den DSA 3 Regeln greifen. Die Regeln sind nicht mehr wirklich zeitgemäß, aber manche Leute mögen das oldschool feeling.
Kyula hat geschrieben:
23.05.2020 02:58
Und was wären aus eurer Sicht gute Abenteuer zum Einstieg?
Also was DSA 3 Abenteuer angeht habe ich keine Ahnung. Für DSA 5 gibt es zum Beispiel Offenbarung des Himmels oder Hexenreigen die sich gut für Anfänger eignen. Es kommt aber natürlich sehr stark drauf an was genau ihr erleben wollt. Die DSA 5 Einsteigerbox ist natürlich vom Preis Leistungsverhältnis unschlagbar, und als PDF zurzeit glaube ich auch noch kostenlos im Ullisses E-Book Store herunterladbar, ein Blick ist es also Wert.

Alrik Normalpaktierer
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 23.05.2020 08:18

Hallo Kyula,

ich finde, du hast genau die richtige Intuition: alte Abenteuer nehmen und auf Ilaris anpassen. Das Regelwerk ist leicht zu verstehen, einheitlich, balanciert, erlaubt dennoch komplexe Handlungen abzubilden und unterstützt einen abenteuerlichen Erzählstil. Ich finde, wenn man sich die Beispiele und die Überlegungen zu den Proben aufmerksam durchliest, bekommt man auch schon eine ganze Weile Hilfestellung beim Spielleiten.

Umgekehrt waren die DSA3-Abenteuer oft auch regelseitig nicht durchdacht und mussten sowieso angepasst werden, weil nicht jede Herausforderung auf jede Gruppe gepasst haben.

Nicht zuletzt ist es auch eine Zeitfrage. Bei 75 LP pro Kampfteilnehmer (nach DSA3-Regeln) oder DSA4-Regeln muss man schon mit drei Stunden für einen größeren Endkampf rechnen. Mit Ilaris dauert das gleiche eine gute halbe. Erfahrungsgemäß sind die Zeitbudgets ab dem Berufseinstieg dann doch andere als in der Ausbildungsphase...

Zur Frage welche Abenteuer muss ich zurückfragen: welche liegen dir denn vor?
Meiner Meinung nach kann man die Stufenangaben in den meisten Fällen ignorieren. Gerade das "Donnersturmrennen" macht mit Einsteiger-Helden von 2000EP erzählerisch aber nicht soo viel Sinn.

Hier Suche alte, gute Abenteuer wurde vor kurzem eine ähnliche Frage gestellt.
Wie ich mit alten Abenteuern in der Praxis umgehe, berichte ich hier: Nostalgie-Kampagne mit Neulingen


/edit:
Mir ist gerade eingefallen, dass ich schon einmal einen kurzen Leitfaden geschrieben habe, wie ich alte Abenteuer vorbereite:
Alrik Normalpaktierer @ Kurze Fragen, kurze Antworten (Ilaris)

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hexe
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von hexe » 23.05.2020 11:04

Kyula hat geschrieben:
23.05.2020 02:58
Nach allem was man so liest soll aus heutiger Sicht das 3er Regelwerk sehr schlecht sein
Naja, es ist nicht wirklich 'schlechter' als D&D5 samt Vorgänger. ;)
DSA 4 plus hat halt keine Klassen und Stufen mehr und einen langsameren linearen Anstieg, eher freie Charakterentwicklung, weniger Dungeon im Abenteuer... Aber wenn Dich das bei D&D nicht stört, dann sollte es Dich bei DSA3 auch nicht stören, finde ich.
Kyula hat geschrieben:
23.05.2020 02:58
Oder doch einfach nach den zum dem Originalabenteuer gehörenden Regeln spielen?
Deshalb: warum nicht? Macht die Boxen auf und fangt einfach an mit dem was ihr habt. Wenn es taugt, dann könnt ihr immer noch überlegen, ob man eine andere Edition spielt oder euch einer Hausregelsammlung annimmt. Nicht zu viel Stress, es ist immer noch ein Spiel.

Aber das Liebliche Feld ist immer noch das Liebliche Feld, die 'Barockigkeit' hat sich mit den Regionalbeschreibungen zwar ein bisschen geändert, aber das macht ihr einfach so wie es Euch gefällt.
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Thorgrimma » 23.05.2020 11:19

@Timonidas: Ich würde nicht so viel spoilern, auch nicht die großen Linien. Denn du weißt ja nicht, ob wir hier mit Kyula jemanden vor uns haben, der/die vielleicht gerne die Welt nach und nach entdecken würde, während er sie spielt. Es ist nie gut, das Ende gleich im Voraus zu wissen... Ich wünschte jedenfalls, ich hätte die Chance ohne Spoiler von der guten alten Halzeit bis zu heute zu spielen!

@Kyula: Schön, dass du DSA wieder für dich entdeckt hast. Mir gings ähnlich, als beginnender Teenager bekam ich auch DSA-Bücher in die Hand und liebte sie zu lesen, wenngleich ich gar keine Gruppe hatte. Die habe ich auch erst Jahre später gefunden. :)
Ich würde mir wegen der Werteanpassungen nicht so viel Sorgen machen, sondern das System nehmen, das dir am besten gefällt oder für dich am unkompliziertesten ist. Womöglich ist es tatsächlich sehr unkompliziert, einfach das DSA3-System zu nehmen. Wenn es euch aber nicht so gut gefällt, weil hier bei der Charaktersteigerung auch sehr viel der Zufall regiert, kannst du auch ein für dich passendes System nehmen.
Wegen der Werte: Unser Meister passt die Gegnerstärke nie an die Helden an, sondern er gönnt den Helden den Sieg, wenn sie wirklich mal sehr schnell die nicht gut ausgerüsteten Räuber in die Flucht schlagen. Und wenn ein wirklich heftiger Gegner kommt, dann müssen die Spieler eben klug genug sein, das zu merken. Sie sollten dann entweder den Kampf vermeiden oder auch rechtzeitig fliehen oder sich ergeben. Daher würde ich eher pi mal Daumen schauen, ob du glaubst, dass die Werte ungefähr zu dem jeweiligen Gegner passen (die ältere Ritterin sollte keine schlechten Werte haben und die junge Stadtgardistin keine zu guten ;).

Nun weiß ich natürlich nicht, welchen Spielstil ihr habt, ob ihr sehr tief in die Welt eintaucht und eher realistisch spielt, oder ob bei euch eher Kämpfe und Rätsellösen im Vordergrund stehen. Das Problem bei DSA3 ist nämlich, dass die alten Abenteuer im Vergleich zu heutigen Abenteuern viel einfacher gestrickt sind und die Hintergründe oft nur sehr rudimentär beschrieben sind. Ich weiß nicht, ob euch das als heutige Spieler*innen reicht. Falls du beim Lesen schon das Gefühl hast, dass du die Abenteuer nicht so gut findest, dann rate ich dir zu DSA4- oder DSA5-Abenteuern.

Zu Einsteigerabenteuern bei DSA2/3 (? Ich weiß gar nicht, wann genau DSA3 anfing...):
- Ich würde ja immer mit dem Schwarzen Turm aus der DSA3-Box anfangen, das Abenteuer ist einfach gut und ein Klassiker.
- Das Grabmal von Brig-Lo finde ich auch ein hervorragendes Einsteigerabenteuer.
- Ebenfalls scheint mir Seuche an Bord aus Seuche an Bord für Anfänger gut geeignet zu sein.
- Ich habs selber nicht gespielt, aber viele schwärmen auch von Der Zorn des Bären. Ich weiß, dass das das Einstiegsabenteuer für eine Freundin von mir für DSA war, allerdings war sie in einer erfahreneren Gruppe dabei, daher schau mal, wie geeignet das ist.

DSA3 (glaube ich):
- Wirklich schön und auch für Einsteiger ist "Über den Greifenpass".
- Auch die Sammlung "Rückkehr zum Schwarzen Keiler" hat nette kleine Abenteuer dabei.
- Im Bann des Eichenkönigs und Goldene Ketten kann ich auch für Einsteiger empfehlen, weiß aber nicht, ob das schon DSA4 ist.

Die anderen Abenteuer aus der Zeit scheinen mir eher etwas für später zu sein (ich bin mal die ganze Liste durchgegangen), aber du kannst ja auch zu konkreten Abenteuern, die du besitzt, nachfragen, wann die gut zu spielen sind.

mike-in-the-box
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von mike-in-the-box » 23.05.2020 11:59

Spielen kann man mit allen Regeln, es kommt halt drauf an was bekannt ist, was verfügbar ist und wieviel Zeit man hat.

Wenn es einem sowieso fast nur um das Spiel geht und die Regeln nicht so wichtig sind, die 3er Regeln vorliegen und man sie eh kennt ... dann nimmt man sie halt. Mir wären sie heutzutage vermutlich zu altbacken, ich habe dazu aber auch nur einen begrenzten Nostalgiefaktor.

4.1 zum Anfangen ...puh ... das könnte hart werden. Eventuell nur mit den Basisbuch (wenn man es hat oder irgendwo findet). Aber mit Wege der Helden/Zauberei/Schwertes etc (die das Basisbuch ja de facto ersetzt haben), so alles auf einmal, uff. Ich glaub da muss man der Typ für sein. Könnte auch teuer werden. Wäre zum Einstieg nicht meine erste Wahl.

Bei 5 ist das Grundbuch immerhin verfügbar (und die Einsteigerbox, die ihre Fehler hat, die ich aber grundsätzlich gut gelungen finde). Das ist vermutlich der "einfachste" Neueinstieg. Jetzt habe ich auch mit DSA 5 so meine Liebe Not, aber (wenn man mal die ganzen Erweiturungen und Mini Erweiterungen außer acht lässt) ist zum Einstieg sicher gut geeignet (ja, ist kein altes DSA Abenteuer, aber zum reinkommen, bevor man gleich mit einem konvertierten loslegt...)

Ilaris hat denselben Vorteil, es ist direkt verfügbar (und als PDF auch kostenlos). Es hat aber keine Einsteigerbox, die Archetypen sind leider noch nicht auf Version geändert (Asche auf mein Haupt), aber weiter spielbar. Nur, es ist durchaus auch ein komplexes Regelsystem, kein Fate etc. Man muss es sich also durchlesen und erstmal einarbeiten ohne das man an die Hand genommen wird. Aber wenn man generell Rollenspielerfahrung hat sollte das kein Hexenwerk sein (gilt auch für 5, bei 4.1 wäre ich da aufgrund der schlechten Organisation etc. eher skeptisch was einen sehr leichten Einstieg angeht, Basisbuch geht aber).

Was das Thema konvertieren angeht: Sagen wir wie es ist, wenn man ein Abenteuer auf ein anderes System, auch aus derselben Welt, konvertiert wird man am Anfang Fehler machen. Natürlich kann man Gegner durch die gleichen Gegner aus dem anderen System ersetzen, aber das passt nicht immer. Man braucht ein Gefühl für die alte Prebenerschwernis und welche der im neuen System entspricht... summa summarum, das kann man imemr wieder nachblättern, aber das Gefühl wird erst nach ein paar mal spielen kommen. Das ist Arbeit, da hilft nur es einfach mal machen und im Zweifel sagen "Gut, das Skelett war jetzt villeicht etwas zu stark, das war nicht so im Original gedacht, ich mach es mal schnell schwächer bevor die Gruppe unverschuldet über den Jordan geht" etc. Das wäre also mein Vorschlag, guckt was ihr habt und spielt einfach eines, konvertieren ist imemr Arbeit und irgendwo auch Trial & Error. Nur Mut :)

P.S.
Wenn eure Wahl auf Ilaris fallen sollte kann du dann auch spezifisch im Ilaris Unterforum fragen , da tummeln sich halt vor allem die, die sich etwas mehr mit Ilaris auseinandersetzen und da sehen die es dann tendenziell eher.

I3igAl
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von I3igAl » 23.05.2020 21:05

Wenn du DSA3 so gerne mochtest und noch zahlreiche Bücher hast, bleibe doch dabei.
Wenn du mehr Komplexität und freie Charaktererschaffung möchtest und für dich Spielwelt vor Balance kommt, würde ich DSA4 wählen.
Wenn du etwas mehr Komplexität und freie Charaktererschaffung möchtest, aber dir Spielbalance wichtig ist, würde ich DSA5 wählen.
Timonidas hat geschrieben:
23.05.2020 05:09
DSA 3 ist nicht wirklich zeitgemäß, aber das macht es nicht schlecht, viele spielen es auch heute noch und einige haben 4 übersprungen und sind von DSA 3 auf DSA 5 gewechselt. Es ist schlicht Geschmackssache, hier im DSA Forum wirst du sehr viele DSA 4 Anhänger finden. Im Orkenspalter Forum wirst du eher DSA 5 Spieler finden. DSA 3 war simpel aber hatte einige Mechaniken die vielen nicht gefallen, die Kämpfe waren oft öde und das Levelsystem ist in der DSA Community auch extrem unbeliebt. DSA 4 hatte einen sehr simulationistischen Ansatz, die Regeln sind extrem kleinteilig und detailiert, die Heldenerschaffung braucht mindestens einen vollen Spielabend (für Anfänger) und Kämpfe ziehen sich nicht wie bei DSA 3 wegen hohen Lebenspunkten und Rüstungen sondern weil die Regeln extrem kompliziert sind und ständig darüber diskutiert wurde. DSA 5 wiederrum ist wieder sehr einfach gehalten, hat aber einen sehr modularen Aufbau, anders als bei DSA 4 brauchst du nur noch das Grundregelbuch um zu spielen, aber dafür gibt es zig Erweiterungsbände mit denen neue Fähigkeiten, Zauber, optionale Fokusregeln usw. kommen, was sehr viele stört weil man nicht mehr alles in "einem" hat wie bei DSA 4.1. Bei 4.1 musste man zwar ein eigenes Regelbuch für die Charaktererstellung, eins für Magie, eins für Götterwirken und eins für den Kampf und eins für Alchemie kaufen, dafür hatte man dann alle Regeln die man jemals braucht. DSA 5 hat ein Grundbuch in dem alles drin ist was man zum Spielen braucht, aber es gibt 3 Magieerweiterungen, 2 Götterwirken, 2 Kampferweiterungen und es nimmt kein Ende.
Ich würde wiedersprechen, dass DSA3 und 5 simple sind. Im Vergleich zu DSA4 schon, im Vergleich zu den meisten Rollenspielsystemen, wie zum Beispiel DnD5, was die Gruppe zuvor gespielt hat, sind sie doch recht kompliziert. Insbesondere DSA5 ist noch immer ein extrem komplexes System.

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Timonidas
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Timonidas » 23.05.2020 23:25

I3igAl hat geschrieben:
23.05.2020 21:05
Wenn du DSA3 so gerne mochtest und noch zahlreiche Bücher hast, bleibe doch dabei.
Wenn du mehr Komplexität und freie Charaktererschaffung möchtest und für dich Spielwelt vor Balance kommt, würde ich DSA4 wählen.
Wenn du etwas mehr Komplexität und freie Charaktererschaffung möchtest, aber dir Spielbalance wichtig ist, würde ich DSA5 wählen.
Ich würde widersprechen das DSA 4 eine freie Charaktererschaffung hat, im Grunde genommen muss man eine vorgegeben Klasse auswählen, die Auswahl ist aber sehr groß und es gibt Regeln dafür neue zu basteln. Frei wie in DSA 5 ist es aber nicht.
I3igAl hat geschrieben:
23.05.2020 21:05
Ich würde wiedersprechen, dass DSA3 und 5 simple sind. Im Vergleich zu DSA4 schon, im Vergleich zu den meisten Rollenspielsystemen, wie zum Beispiel DnD5, was die Gruppe zuvor gespielt hat, sind sie doch recht kompliziert. Insbesondere DSA5 ist noch immer ein extrem komplexes System.
Das kann sein, mit DnD5 kenne ich mich auch nicht aus. Aber ja Simple sind DSA 3 und 5 im Vergleich zu 4, nicht unbedingt im Vergleich zu anderen PnP Rollenspielen.

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Ungelesener Beitrag von I3igAl » 24.05.2020 01:47

Timonidas hat geschrieben:
23.05.2020 23:25
Ich würde widersprechen das DSA 4 eine freie Charaktererschaffung hat, im Grunde genommen muss man eine vorgegeben Klasse auswählen, die Auswahl ist aber sehr groß und es gibt Regeln dafür neue zu basteln. Frei wie in DSA 5 ist es aber nicht.
Stimmt hier muss ich mich korrigieren. Freier als in DSA3, nicht völlig frei.

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DnD-Flüchtling
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 24.05.2020 03:00

Kyula hat geschrieben:
23.05.2020 02:58
So wie ich es mitbekommen habe, entwickelt sich die DSA welt weiter und irgendwo hier habe ich gelesen, dass es daher keinen Sinn macht, die 3er Abenteuer an die 5er Regeln anzupassen.
Das ist nur dann der Fall, wenn du die aktuelle Geschichte bespielen möchtest; dazu zwingt dich allerdings keiner. Um genau zu sein, gibt es auch nicht wirklich einen Grund, das zu tun, insbesondere als Nostalgiespieler - wenn du Stand 1040 BF anfängst, dann sind dir über 40 Jahre lebendige Geschichte entgangen, unter anderem auch genau die Epoche, die dich überhaupt erst reizt.
Wenn ich von mir ausgehe - mich hatte letztes Jahr nach einer Ewigkeit der Hafer gestochen und ich hatte mich darum kurzfristig einer Gruppe angeschlossen, die gerade die Splitterdämmerung bespielte. Und ich merkte relativ schnell: Ich war nicht mit so superviel Begeisterung dabei, eben weil ich den DSA-Content, den ich von damals kannte, nochmal miterleben und von dort aus dann die Geschichte runterspielen wollte - und nicht etwa die 30 spannendsten Jahre aussparen.
Aber was macht wirklich Sinn eurer Erfahrung nach?
Ohne Erfahrung versuchen die Werte der alten Abenteuer die neuen Regeln anzupassen?
Oder doch einfach nach den zum dem Originalabenteuer gehörenden Regeln spielen?
Mit den alten Regeln würde ich auf keinen Fall spielen; einfach deswegen, weil alle dann gezwungen sind, sich mehrere Male an neue Regeln zu gewöhnen, wenn ihr in der Zeit nach vorne springt.
Letztlich geht es auch weniger darum, dass die jeweiligen Gegner und NSCs nach den neuen Regeln exakt dieselbe Machtfülle haben; sondern lediglich, dass ihre Macht den Helden angemessen ist (und deren Macht wiederum zum Themenschwerpunkt des Abenteuers passt). Was übrigens schon immer ein Grund war, die Werte in Abenteuern anzupassen.
Und was wären aus eurer Sicht gute Abenteuer zum Einstieg?
Tatsächlich sind das eher alte Abenteuer - viele von diesen sind nämlich auf eine relativ minimalistische Art gestaltet und erwarten vom Meister weder besondere Transferleistungen noch den Rückgriff auf externe Quellen; und teilweise sind die Begegnungen regelrecht gescriptet, was es auch unerfahrenen Meistern einfach macht, diese zu präsentieren.
Um das mal zu illustrieren: In alten Abenteuern konnten im Grunde banale Beschreibungen extrem viel Raum im Abenteuer einnehmen - Die Göttin der Amazonen (1985) ist so ein Beispiel dafür. Das Modul (der erste sogenannte "Abenteuer-Großband" mit stolzen 80 Seiten) beschreibt erst relativ ausführlich die Reise von Beilunk nach Shamaham, dann Shamaham selbst mit seinen Einwohnern, dann nochmal die Reise nach Burg Kurkum, und dann Burg Kurkum selbst mit allen Räumen und der Einrichtung für jeden Raum und den ganzen dort wohnhaften Amazonen. De facto mutet das ganze ein wenig wie ein Computerspiel der 90er Jahre an, wo es allgemein von Spieler- wie von Meisterseite relativ wenig Spielraum gibt; und Meister mit mehr Erfahrungen werden schon regelrecht dazu genötigt sein, das Abenteuer massiv umzuschreiben (und das nicht nur wegen der Elemente, die im heutigen Aventurien wenig bis gar keinen Sinn mehr machen) - so wie überhaupt viele alte Abenteuer im Grunde nichts bieten, was ein halbwegs kreativer SL nicht ohne weiteres auch selber in ein paar Stunden entwerfen könnte. Für unerfahrene Meister und Spieler ist es dagegen durchaus sinnvoll, da man schon sehr an der Hand gehalten wird.

Dasselbe Abenteuer hätte 15 Jahre später vermutlich auf 10 Seiten gepasst, aber auch deutlich mehr Transferleistungen des Sls verlangt:
- die Reise wird gar nicht erst thematisiert (es wird einfach davon ausgegangen, dass der Meister alle nötigen Erweiterungen hat, mit denen er der Region angemessene Zufallsbegegnungen generieren kann), wenn man von eventuell notwendigen obligatorischen Begegnungen absieht.
- in Shamaham hätte es in geraffter Form einige Informationen gegeben (was ist mit Ulfried Erber passiert; welche Informationen können die Helden im Dorf erhalten; eventuell einige Pointer für mögliche Events im Dorf sowie obligatorische Begegnungen mit relevanten NSCs).
- der Weg von Shamaham nach Kurkum wird wieder gewürfelt; möglichweise mit einigen obligatorischen Begegnungen eingesprenkelt.
- die Burg Kurkum wiederum wird nicht bis ins kleinste Detail ausgewalzt; vielmehr bekämst du da einen Grundriss, einige Pointer für die Begegnungen mit Gegnern (wo sind welche Amazonen wann etc.) und eventuell einige Ideen, wie du die Erkundung der Burg gestaltest.
Zuletzt geändert von DnD-Flüchtling am 24.05.2020 18:43, insgesamt 1-mal geändert.

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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Cherrie » 24.05.2020 12:45

Abenteuer sind für mich immer eine Inspiration gewesen, nie etwas "Unverrückbares". Plotideen, Twists, Geheimnisse. Eine gute Geschichte eben, die ich für MEIN Abenteuer mit MEINER Gruppe nutzen konnte.

Und ganz allgemein kann man sagen, dass mir ein guter Abenteuer-Plot 10x wichtiger war als das Regelwerk dahinter. Ich habe auch genug Abenteuer von anderen Systemen "geklaut" und mit DSA bespielt, früher gab es auch massig Abenteuer in Fan-Magazinen die ganz ausdrücklich systemfrei entworfen waren und überall platziert werden konnten, wo es eine Höhle, ein Dorf oder ein Gasthaus gibt.

Wenn Du also nun reichlich DSA3 Abenteuer hast und diese magst (es gibt in jeder Edition gute und schlechte Abenteuer, rein auf die Grundidee bezogen jetzt), dann spricht nichts dagegen diese auch zu nutzen.
Da Du ja erst einmal eine Art Testballon starten magst, würde ich mich dafür nicht zu sehr in Unkosten (=neue Regelwerke kaufen) oder tage-/wochenlange Vorbereitungszeit (=in DSA4 oder 5 Regeln einlesen) stürzen sondern mit dem arbeiten, was Du kennst und magst: DSA3.

Das Regelwerk ist nicht perfekt, keine Frage. Ist es aber nie. Es ist einfacher als die Nachfolger und kann von Neulingen (vor allem, da sie ja schon PnP-Erfahrung haben) rasch verstanden werden. Eine Charaktererschaffung dauert keine Stunden. Und man kann am selben Abend losspielen.

Klar gibt es Regel-Unterschiede zu D&D (wenn man den Meinungen glauben darf, ist DSA eher "low fantasy" hier, vor allem bei mittleren und hohen Heldenstufen), aber das wichtige ist ja die Welt an sich. Und genau die willst Du ja präsentieren. Eine lebendige Welt mit Geschichte, die sich auch dreht, wenn die Helden mit dem Spotlight mal woanders sind. Und das geht lockerst mit DSA3 Regeln. Das geht mir allen Regeln :)

Wenn es euch Spaß macht und ihr nach ein paar Monaten mehr wollt, könnt ihr ja gerne auf DSA5 oder Illaris umsteigen. Dann hast Du auch deutlich mehr Zeit Dich da reinzulesen nebenbei und Du weißt, dass die Arbeit nicht umsonst ist.


Ein Wort noch zu den Kommentaren in Richtung von "Du begehst Logikbrüche, wenn Du alte Abenteuer in andere Jahreszahlen verschiebst":
Ja, tust Du. Klar tust Du das, wenn ihr eine Stadt bespielt, die eigentlich noch gar nicht gebaut wurden, die bereits durch Krieg vernichtet wurde oder wo der Herrscher längst von seinem Sohn abgelöst wurde.
Aber: Who cares?
Deine Spieler kümmert´s bestimmt nicht. Sie kennen weder das eine noch das andere. Denen ist Latte, ob der Kaiser jetzt Hal oder Hans heißt.
Generell ist es überhaupt nur ein Thema, wenn ihr euch eisern an den offiziellen Metaplot halten wollt. Viele Gruppen bauen "ihr eigenes Aventurien" und denen ist es erneut völlig Wurst. Klar nehmen sie auch Ideen aus dem Metaplot an und greifen Dinge auf um sie einzubauen, aber sklavisch muss man damit nun wirklich nicht umgehen. Gefällt etwas aus dem offiziellen Setting -> nutze es. Findest Du was offizielles doof -> lass es weg. Du bist der Meister Deiner Welt. Und so lange es halbwegs in sich logisch verläuft, passt es perfekt!

Und Schlussbemerkung: Kein ansatzweise netter und befreundeter Mitspieler wird Dich an den Pranger stellen, wenn Du als Meister einen Fehler begehst, egal ob Regelfehler oder Logikfehler oder sonst etwas. Wir sind alles Menschen und als Meister muss man permanent die Welt anpassen und viel mehr Dinge im Blick haben, da sind Fehler absolut menschlich!


Also: Hey ho - lets go! :)

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Advocatus Diaboli
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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 24.05.2020 21:23

Ich würde dir zu allem raten außer DSA4.1.

Ich habe es ca. 10 Jahre mit viel Begeisterung gespielt... und bin dann mit noch größerer Begeisterung auf DSA 5 umgestiegen. DSA4(.1) ist hier in diesem Forum v.a. beliebt, weil die Leute es halt gewohnt sind. Es kann für manche auch reizvoller sein als 5, z.B. weil es komplexer ist. Das ist aber nun gerade kein guter Grund, es einem Anfänger ans Herz zu legen. xD DSA5 hat mit diversen Fokusregeln und den aktuell weiter erscheinenden Regelwerken auch viel Potential für Komplexität. Man kann aber auch alleine mit Grundregelwerk+Almanach spielen. Um 4.1 zu spielen, braucht es mindestens WdH, WdS, WdZ und mit Geweihten auch WdG. Und als Meister müsste man aus allen manche Regeln zumindest grob im Kopf haben... tu dir das nicht an, wenn es doch simplere Alternativen gibt, die genausoviel Spielspaß versprechen.


Ich denke, erstmal mit DSA3 zu starten ist gut. Arbeite mit dem, was du hast. Wenn dir das meistern gefällt und den anderen die Welt, sie aber gerne mehr Auswahl bei den Charakteren hätten bzw. anderweitig mehr Regelkomplexitat, könnt ihr ja auf Ilaris oder DSA5 umsteigen.

Ich verstehe sehr gut, warum Leute DSA4.1 weiter spielen, obwohl es DSA5 gibt. Ich kann mich selbst auch nicht zu 100% davon lösen. Aber ich sehe absolut keinen Grund, warum jemand jetzt mit 4(.1) anfangen sollte. Gar keinen.
Regeln sind dazu da, dass man nachdenkt bevor man sie bricht.

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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von mike-in-the-box » 24.05.2020 21:57

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
24.05.2020 21:23
Aber ich sehe absolut keinen Grund, warum jemand jetzt mit 4(.1) anfangen sollte. Gar keinen.
Vorbereitung auf ein Jurastudium, Verfassungsrichter mit zu viel Energie oder scheidender Präsident desselben der eine neue Herausforderung sucht...

Abgesehen davon bin ich da bei dir. Fairerweise sollte man aber hinzufügen, dass es in der Theorie das 4.1 Basisbuch gibt (was mit einer Fanerweiturung auch Geweihte ermöglicht) und was in seiner Komplexität auch nicht schlimmer ist als das Grundregelwerk von 5, sondern eher ein DSA 4.1 Lite ... aber, nachdem das gesagt ist: das 5er ist tatsächlich "umfassender" und runder an sich ...und es hat die Einsteigerbox. Dafür viele "offene" Enden.

Wer Lust hat, ich hab es mal verglichen:

mike-in-the-box @ DSA 5 auf dem Prüfstand

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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Der löbliche Pilger » 25.05.2020 11:50

DSA 4 bzw. 4.1 fällt ja bereits aus einem ganz praktischen Grund raus: Es ist nicht mehr verfügbar. :wink:

Wenn ihr vorher D&D5 gespielt habt, werdet ihr euch wahrscheinlich auch mit DSA 3 zurechtfinden können. Der Vorteil ist, dass ihr da bereits einige Sachen habt. Aber ich würde auch vermuten, dass euch DSA 5 dennoch näher liegt.
Ilaris ist sicher das "modernste" Regelwerk und persönlich würde ich es für meine Gruppe auch verwenden wollen. Allerdings setzt es eine gewisse Kenntnis der Welt voraus, wenn man die Werte von Kreaturen und NSCs konvertieren möchte.

Bezüglich der Editionswahl für die Abenteuer fällt es mir schon schwerer, da eine Empfehlung abzugeben. Ich würde lediglich nicht mehr auf alte DSA2-ABs zurückgreifen wollen. Ausser man mag wirklich oldschoolige und häufig sinnbefreite Plots.

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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 25.05.2020 13:47

Der löbliche Pilger hat geschrieben:
25.05.2020 11:50
Ilaris ist sicher das "modernste" Regelwerk und persönlich würde ich es für meine Gruppe auch verwenden wollen. Allerdings setzt es eine gewisse Kenntnis der Welt voraus, wenn man die Werte von Kreaturen und NSCs konvertieren möchte.
Mit dem Bestiarium im Ilaris-Buch gibt es eine ganz zuverlässige Vorlage, nach der man sich eigentlich jede gewünschte Herausforderung zusammenbasteln kann. Dazu stehen im Forum eine Umrechnungstabelle für Tiere und das komplette Pandämonium zur Verfügung - und nicht zuletzt diesen Thread Ilaris - NSC-Werte für offizielle Abenteuer in dem alle nachfragen können, die sich mit ihren Konvertierungs-Entwürfen unsicher sind.

Da auch die Generierung kompletter NSCs mit Sephrasto superschnell geht, ist der Aufwand also eher geringer, als wenn man Werte von DSA2- oder 3-Abenteuern nach DSA4 oder 5 konvertieren will.

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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von dschosch » 25.05.2020 15:10

hexe hat geschrieben:
23.05.2020 11:04
Naja, es ist nicht wirklich 'schlechter' als D&D5 samt Vorgänger.
Doch. DnD 5 funktioniert wirklich gut. Grad an den stellen wo es bei DSA 3 am meisten hakt. Ich will gar nicht rundheraus von DSA3 abraten, aber man muss sich darauf einstellen das grade Kämpfe deutlich nerfiger werden. Wenn man damit leben kann kann man das machen. Ich würd zumindest mal ein paar Testkämpfe mit mittelhohen Helden würfeln. Denn wenn ihr da nicht sehr leidensfähig seid, dann macht es mehr Sinn am Anfang etwas mehr aufwand zu betreiben und die Abenteuer zu konvertieren.


Advocatus Diaboli hat geschrieben:
24.05.2020 21:23
Ich würde dir zu allem raten außer DSA4.1.
Hast du mal das reguläre DSA 4 gespielt? 4.1 ist wirklich ne Verbesserung.
Kyula hat geschrieben:
23.05.2020 02:58
Und was wären aus eurer Sicht gute Abenteuer zum Einstieg?
Mir wäre am liebsten nix großes sondern Abenteuer die gut sind (auch für frische Meister), die Leuten die keine Ahnung von Aventurien haben ein wenig was von der Welt zeigen und die an einem sehr langen Spieletag oder höchstens zweien machbar sind.
Über den Greifenpass ist mMn nach beste Anfängerabenteuer was DSA 3 zu bieten hat. Leider ist es, wie die meisten DSA Abenteuer, etwas länger. Zwei lange Spieltage sollte man schon einplanen. Es ist aber recht Episodenhaft, so das man es gut aufteilen, oder auch einzellne Teile weg fallen lassen kann.

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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 25.05.2020 15:24

dschosch hat geschrieben:
25.05.2020 15:10
Hast du mal das reguläre DSA 4 gespielt? 4.1 ist wirklich ne Verbesserung.
Ne, hab weder 3 noch 4(.0) je gespielt. Hatte aber hatte den TE eher so verstanden, dass wenn 4, dann gleich 4.1 geplant wäre. :) 4(.0) ist sicher auch nicht zu empfehlen.
Regeln sind dazu da, dass man nachdenkt bevor man sie bricht.

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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 25.05.2020 17:13

mike-in-the-box hat geschrieben:
24.05.2020 21:57
Abgesehen davon bin ich da bei dir. Fairerweise sollte man aber hinzufügen, dass es in der Theorie das 4.1 Basisbuch gibt (was mit einer Fanerweiturung auch Geweihte ermöglicht) und was in seiner Komplexität auch nicht schlimmer ist als das Grundregelwerk von 5, sondern eher ein DSA 4.1 Lite ... aber, nachdem das gesagt ist: das 5er ist tatsächlich "umfassender" und runder an sich ...und es hat die Einsteigerbox. Dafür viele "offene" Enden.
Was ich DSA 5 wirklich zugute halten muss, ist, dass viele Fokusregeln tatsächlich optional sind. Bei DSA 3 war es zB so, dass es zwar auch ein Grundregelwerk mit einer abgespeckten Version der Regeln gab, aber die Charaktere, die man sich damit kreierte, nicht aufwärtskompatibel waren (man hatte zB nur 50% oder so der Talente).

Wenn ich bei DSA 5 dagegen kann ich "on the Fly" entscheiden, ob ich zB die ausführlichen Regeln für soziale Konflikte verwende oder mich mit einfachen Proben begnüge.

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"Rückkehr" nach 25 Jahren - Wie spiele ich 3er Abenteuer heute?

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 25.05.2020 20:31

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
25.05.2020 17:13
Was ich DSA 5 wirklich zugute halten muss, ist, dass viele Fokusregeln tatsächlich optional sind. Bei DSA 3 war es zB so, dass es zwar auch ein Grundregelwerk mit einer abgespeckten Version der Regeln gab, aber die Charaktere, die man sich damit kreierte, nicht aufwärtskompatibel waren (man hatte zB nur 50% oder so der Talente).
Das ist in DSA4.1 ein ähnliches Problem. Beinah alle Regeln zum Kampf sind eigentlich optionale Regeln (quasi alle Manöver über normalen Angriff, Parade und Ausweichen hinaus). Es ist aber kaum möglich, nur manche davon zu nehmen und andere nicht, weil die meistens ineinandergreifen und einzeln keinen Sinn ergeben. Entweder alle oder gar keine. Alle verstehen tun aber die wenigsten und sich alle merken kann keiner. Wirklich einzeln entscheiden kann man sich nur selten, z.B. ob man die Rüstungen mit Zonen oder ohne spielen mag.
DSA5 macht das viel besser. Ein Grundregelwerk mit überschaubarer Komplexität und dann jede Menge Fokusregeln, die man einzeln für sich nutzen kann oder nicht. Jede Gruppe kann sich entscheiden, welche Regeln zu ihnen passen, kann im Laufenden Spiel Regeln hinzufügen und auch je nach Situation mal nach Grundregeln und mal mit einer Fokusregel spielen. Das ist sehr einsteigerfreundlich und gefällt auch mir als alter Häsin gut.
Regeln sind dazu da, dass man nachdenkt bevor man sie bricht.

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