Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

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Na'rat
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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 30.11.2018 13:13

Eine super Rechtfertigung, nur zu kurz gedacht.

Um beim Bunkerbeispiel zu bleiben.
An mir, dem Geheimdienstfuchs, müssten auch die umfangreichen Bauarbeiten, der massive Einsatz von Menschen, Material, Ingenieursbüros, die taktischen und strategischen Planungen, die ganze Vorbereitung der dazugehörigen Truppen oder schlicht die Unsummen an Geld vorbeigegangen sein welche in das Projekt geflossen sind.
Ich weiß also, oder sollte wissen, dass der Feind da was richtig großes plant.
Zufällig habe ich auch noch Pläne, die zu den Dimensionen des beobachteten Projekts passen. :grübeln:

Innerweltlich ist Panik ein weit geringeres Problem als das Überraschungsmoment, bei einem Feind der ohnehin schon in allen Belangen völlig überlegen ist.

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Frostgeneral
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Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 30.11.2018 14:32

Na'rat hat geschrieben:
30.11.2018 09:42
Damit hast du dich ja schon ein gutes Stück vom offiziellen Aventurien gelöst. Wenn der Mann also nicht nutzlos war, warum hat er die Pläne für das UfO geheimgehalten? Mit den Plänen hätten sich die Mittelreicher vielleicht anders angestellt.
Schade, dass viele Sachen von dem was ich schreibe überlesen werden.
Nemrod
Frostgeneral hat geschrieben:
27.11.2018 23:36
Ja, Dexter Nemrod liegt leider seit der Stadt d1000 Augen in YolGhurmak.
Er hat diese Pläne nie gesehen. Er wurde gefangen genommen, weil die Helden unfähig waren.

Bereits in der Blutigen See habe ich Nemrod als fähigen Geheimagenten-Führer etabliert. Die Kampagne ging 1 Jahr lang
Na'rat hat geschrieben:
30.11.2018 09:42
Was an einer angeheirateten Albernierin so wichtig sein soll könnte man auch mal diskutieren. Amene-Horas böte sich viel eher an, wenn man irgendwie kaiserliches Dingens braucht, so ja der Eindruck in Teil 3.
Das habe ich auch nie verstanden, sie wurde aber seit jeher so etabliert nachdem Brin zerrissen wurde.
Nicht mein Bier, ich habe nur die Artikel der AvBo aufgegriffen und in meiner Runde vorgestellt.
Wieso SIE nun die Pyramide und das Omegatherion beschützen muss? KP
Na'rat hat geschrieben:
30.11.2018 09:42
Eine glaubwürdige Spielwelt scheint es aber nicht zu sein.
das mag richtig sein, ich versuche sie aber etwas besser zu machen als im Buch.
Ich bügle Fehler aus, mache keine neuen und finde mich mit dem ab, was ich nicht ändern kann
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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 30.11.2018 14:58

Frostgeneral hat geschrieben:
30.11.2018 14:32
Er hat diese Pläne nie gesehen. Er wurde gefangen genommen, weil die Helden unfähig waren.

Bereits in der Blutigen See habe ich Nemrod als fähigen Geheimagenten-Führer etabliert. Die Kampagne ging 1 Jahr lang
Genau das meinte er. In seinem Aventurien, bzw. dem, dass er ertragen musste (anders kann ich die weitgehend destruktive und abschätzige Grundhaltung nicht erklären), die meisten NSCs schlicht nicht fähig sein können, weil sie nicht seine überlegene OT-Sicht auf die Dinge haben.
Na'rat hat geschrieben:
30.11.2018 13:13
An mir, dem Geheimdienstfuchs, müssten auch die umfangreichen Bauarbeiten, der massive Einsatz von Menschen, Material, Ingenieursbüros, die taktischen und strategischen Planungen, die ganze Vorbereitung der dazugehörigen Truppen oder schlicht die Unsummen an Geld vorbeigegangen sein welche in das Projekt geflossen sind.
Ich weiß also, oder sollte wissen, dass der Feind da was richtig großes plant.
Zufällig habe ich auch noch Pläne, die zu den Dimensionen des beobachteten Projekts passen.
Das, mein werter Na'rat, klappt ja noch nichtmal in modernen Zeiten, geschweige denn in einer mittelalterlichen-frühneuzeitlichen Welt, alle Magie und Götter zum Trotz.
Frostgeneral hat geschrieben:
30.11.2018 14:32
Na'rat hat geschrieben: ↑30.11.2018 10:42
Was an einer angeheirateten Albernierin so wichtig sein soll könnte man auch mal diskutieren. Amene-Horas böte sich viel eher an, wenn man irgendwie kaiserliches Dingens braucht, so ja der Eindruck in Teil 3.
Das habe ich auch nie verstanden, sie wurde aber seit jeher so etabliert nachdem Brin zerrissen wurde.
Nicht mein Bier, ich habe nur die Artikel der AvBo aufgegriffen und in meiner Runde vorgestellt.
Wieso SIE nun die Pyramide und das Omegatherion beschützen muss? KP
Das mit der Pyramide ist recht einfach erklärt: Razzi hat Bock drauf, Emer mit den unendlichen Alpträumen zu quälen.
Warum er das tut... vielleicht ja nachtragend, dass es diese unwichtige kleine Sterbliche es wagte, ihn, den ältesten Diener des Borbarad herauszufordern.
Warum er so einen generellen Hass auf Emer hat... wird sich irgendein Autor mal ausgemalt haben. Und ich hoffe einfach, dass es nicht eine "Sie ist dein Untergang"-Prophezeihung ist.

Meine Idee wäre, dass er es Emer immer noch nachträgt, dass sie seinen Triumpf versaut hat. Immerhin war(en) es ihre (Helden) Ideen, die verhindert haben, dass er die Garether dadurch demütigen konnte, dass er Brins Leichnam klauen konnte.
Und Brin als seinen König der Toten... verdammtes Blondchen, die ihn da gelinkt hat. (Abenteuer im AvBo.)

(Vor allem wäre es denn auch verständlich, dass er sie umhauen will. Erst versteckt sie den wundervollen, kostbaren Leichnam Brins und dann hat sie auch nich die Frechheit, ihn herauszufordern. Ihn, einen mächtigen Kaiserdrachen. (Arroganz/Jähzorn triggered in 3...2....1......) Immerhin dürfte seine Herrin ja auch nicht glücklich gewesen sein, dass ihr Splitterträger den eigentlich einfachen Auftrag versemmelt...)


und ja... dann nutzt man die Ablenkung durch den kleinen :dance: doch, damit man alte Rechnungen beilegen kann.

(Inwiefern: "Amene gehört schon nem anderen Drachen. Und Bros for..." eine Rolle spielt... wer weiß, was in so einem Drachenhirn vorgeht ^^)

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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 30.11.2018 19:26

Habe ich tatsächlich überlesen, eine durchaus sinnvolle Änderung.
Frostgeneral hat geschrieben:
30.11.2018 14:32
Er wurde gefangen genommen, weil die Helden unfähig waren.
Nee, weil ein Greis und Hinterbänkler nichts auf dem Schlachtfeld zu suchen hat und weil die Mittelreicher unfähig sind, sich auf ihren Gegner einzustellen.
Frostgeneral hat geschrieben:
30.11.2018 14:32
Bereits in der Blutigen See habe ich Nemrod als fähigen Geheimagenten-Führer etabliert.
Oder auch nicht, wenn dessen Dienst fortlaufend versagt, wie eben die Allianz zweier Heptarchen oder das größte magische Konstrukt aller Zeiten oder später in der Kampagne Answin und seine Bagage aufzuklären oder Invher Abfall vom Reich oder Jasts Privatkrieg aufzuklären.

Ein fähiger Geheimdienstchef hat auch einen fähigen Geheimdienst unter sich. So einer hätte zumindest vor den Mitteln des Feindes warnen können und hätte sich vor allem nicht selbst aufs Schlachtfeld begeben.
Frostgeneral hat geschrieben:
30.11.2018 14:32
Ich bügle Fehler aus, mache keine neuen und finde mich mit dem ab, was ich nicht ändern kann
Na ja, irgendwie bleibst du trotzdem verdammt nahe an der Vorlage. Die eben daran krankt, dass NSCs entweder inkompetent oder auf der falschen Seite sind, deren Handlungen nicht nachvollziehbar sind und bei der es nicht mal im Ansatz einen interessanten Konflikt gibt, weil die Antagonisten einfach so lange unbesiegbar sind, wie der Plot es will.
Frostgeneral hat geschrieben:
30.11.2018 14:32
Nicht mein Bier, ich habe nur die Artikel der AvBo aufgegriffen und in meiner Runde vorgestellt.
Und eben die Motivation deiner Antagonisten völlig vernachlässigt. Dabei liegt mMn gerade darin der Stoff für interessante Geschichten oder auch entscheidenden Schwächen.
Jetzt wo der Wurm sein Ziel erreicht hat, warum dreht der nicht einfach ab oder macht die Glatze fertig? Wie reagiert die Glatze darauf, dass sein Verbündeter sich ihm plötzlich entzieht, welche Mittel wendet er gegen einen gleichwertigen Gegner auf, wenn er doch schon bei den Mittelreichern völligen Overkill betreibt?

Da könnte man tatsächlich noch was retten, aus eigener Kraft bekommen die Guten ja nichts auf die Reihe. Wenn sich der Wurm und die Glatze über Gareth gegenseitig zerfetzen hätten die vielleicht noch eine Chance. Immer vorausgesetzt, die NSCSs auf Seiten der SCs halten schön die Füße still.
Wolfio hat geschrieben:
30.11.2018 14:58
Das, mein werter Na'rat, klappt ja noch nichtmal in modernen Zeiten
Klar, natürlich hast du ein Beispiel gewählt, dass es völlig sinnlos ist. Oder darf ich es so verstehen, dass auch bei dir NSCs entweder inkompetent oder auf der falschen Seite sind?

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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 30.11.2018 19:38

Emer hat Rhazzazor persönlich herausgefordert (ich meine am Ende oder im Zuge jenes von Wolfio erwähnten Szenarios: "Bis auf die Knochen", um den AvBo 109 herum). Ansonsten ist das JdF Mittelreich-Angelegenheit. Die nach Regionen separierten Plots schließen eine Involvierung der Horaskaiserin aus. Ob nun Rohaja (als direktes Kaiserblut) besser wäre oder Alara Paligan als Kaiserwitwe nicht mindestens genauso gut (oder besser als die Reichsbehüterwitwe) - oder welche derisch nicht nur symbolische, sondern magisch-tatsächliche Macht der Titel "Reichsregentin" hat, bleibt unklar. Wichtig ist, dass die Figur Emer bereitstand, für den Plot auf diese Weise funktionalisiert zu werden. Bedenkt man, wie die Geschichte ausgeht, dürfte ihr Wert eher bei "spätere Helden können die einstige Reichsregentin/Kaiserinmutter von ihren Qualen erlösen, nachdem NSCs beim Versuch scheiterten" liegen.

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Sumaro
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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 30.11.2018 21:25

Rein vom Hintergrund her, sehe ich wenig strittiges in dem was Na'rat sagt. Das Jahr des Feuers funktioniert in weiten Teilen in der Tat nur, weil die Gegner einfach den geileren Kram besitzen und das größere Feuerwerk und das nicht irgendwie begründet sondern quasi herbeigeschrieben. Die fliegende Festung ist eine rein dramaturgische Maschinerie, deren Entstehung man schlicht nicht rechtfertigen oder erklären kann. Dafür bietet Tobrien einfach nicht die Ressourcen oder das Hinterland. Noch schlimmer war es zum Beginn des JdF, als man das erste Mal konfrontiert wurde und es noch nicht die ganzen nachgeschobenen Begründungen gegeben hat, die man jetzt bringt (Erz kommt vom gesplitterten Berg usw. usf.).

Es ist im Endeffekt eine sehr simple Dramaturgie, die vom übermächtigen Feind und vom Heldenmut-Epos getragen wird. Die Guten zeigen ihre "Stärke" vor allem durch ihre Opferbereitschaft, nicht durch ihre Fähigkeit. Racalla von Horsen-Rabenmund und Rondrasil Löwenbrand sind nicht fähig in ihren Taten, sie sind eben bereit sich zu opfern, auch ohne dass es etwas bewirkt, gleiches mit Rohaja und Nemrod. Niemand hat wirklich einen Plan, niemand hat eine Ahnung, alle sind weitestgehend unfähig innerhalb der Spielwelt.

Daran ändert - zumindest soweit dargestellt - auch Frostgenerals Variante nichts. Keinem der NSC gelingt irgendwas sinnvolles, niemand trägt etwas kluges bei, die meisten sind vollkommen hilflos und aufgeschmissen und die regeltechnischen Optionen der "Guten" sind dabei auch absolut irrelevant, ebenso wie die generelle Plausibilität der Gesamtsituation.

Soweit ich es verstanden habe, ist das aber auch nicht das Ziel und damit wird darauf eben auch kein Fokus gelegt. Das Ziel ist, meine Interpretation, den SC eine persönliche Einbindung zu geben und vertraute NSC als Redshirts zu nutzen, um sie a) zu motivieren und b) die Gefährlichkeit zu demonstrieren und c) Platz für Helden aus der zweiten bis dritten Reihe zu machen. Sprich, es ist vollkommen egal, ob die Spielwelt in irgendeiner Weise plausibel ist, ob diese ganze Scharade mit Keil des Lichts etc. Sinn ergibt, es ist eine Kulisse für den emotionalen Auftakt der Spieler und ihrer Charaktere. Es soll verdeutlichen, wie dramatisch die Situation ist, wie hilflos die Guten ohne die Hilfe der Helden sind und wie übermächtig der Feind und es soll sie inspirieren ebenfalls Opfermut zu zeigen, um dann - durch Glück, Götterfügung oder andere Umstände - siegreich zu sein, unter den großen Opfern die es braucht, um das Setup für die nächsten grausamen Szenarien zu legen.

Und das kann ja auch genau das richtige für die Spielgruppe sein. Jeder Appell an mehr simulationistische Elemente oder eine bessere Verflechtung des Hintergrundes mit den aktuellen Aspekten ist daher auch verschwendete Energie, es trifft nicht die Stoßrichtung, die ich jetzt mitbekommen habe. Es ist vollkommen egal woher Rhazzazzor seine Untoten hat oder ob Racalla sich unter Wert verkauft, bei dem was man sich von ihr erhofft oder auch wie die Festung entstanden und erhalten wird. Das ist Kulisse, nicht Bestandteil des Plots und der Lösung, sondern eine Umgebung.

Ich persönlich würde auch, wenn ich das Jahr des Feuers noch einmal leiten würde, sehr viel mehr Zeit investieren, die NSC anders aufzubauen, die Bösen verwundbarer zu machen, die Taten der SC und der Spielwelt auf eine Stufe zu stellen usw. usf.. Mein Bedürfnis wäre es, den Hintergrund und die Dramaturgie so dicht und so plausibel wie möglich mit dem Regelwerk in ein ganzes zu weben, aber das ist ein sehr hoher und sehr komplexer Anspruch, gerade bei einem Steinbruch wie dem Jahr des Feuers und es nützt rein gar nichts, wenn ich meine Maßstäbe einwerfe, wenn Frostgeneral eigentlich nur schildert, was er mit seiner Truppe macht und dabei viel weniger Elemente auf seiner Prämissen-Liste hat, als ich sie selbst berücksichtigen wollen würde.

Von daher, Na'rat hat schon rein hintergrundtechnisch und auch dramaturgisch mit seinen Bemerkungen recht. Es fehlt beim JdF an vielem, was man hineinlegen könnte, um es zu verbessern. Aber das ist eben auch gar nicht der Anspruch, all diese Dimensionen zu bedienen.
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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Na'rat » 30.11.2018 22:18

Sehe ich leider auch so, ich habe gehofft, dazu anzuregen, dass eine super epische Geschichte gerade vor dem Hintergrund von nachvollziehbar handelnden Charakteren besser ist als einfach nur Bombast.

Dann nehmen die halt den Ogerlöffel und prallen an den Schutzschilden ab. Schutzschilde, die bei einem Gegner ohne Luftwaffe oder Luftabwehr so gar keinen Sinn machen.

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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 30.11.2018 23:27

@ Sumaro:

Zur Erinnerung: Racella hat sich geopfert, um die Wolke Rahastes zu vernichten, welche den Untoten Heerwurm vor dem Sonnenlicht abschirmte. Mit dem Exzorzismus der Wolke wird quasi der gesamte Untote Heerwurm ausgelöscht. Einige können sich einbuddeln, aber der Gro des Zuges vergeht unter dem sengenden Blick des Praios.

Und so mal aus Spielersicht: Ich würde einen meiner Helden für solch eine Aktion auch draufgehen lassen.


@ Na'rat: Nein, heißt es nicht. Bei mir gibt es grundsätzlich auf beiden Seiten Idioten und Genies und auch eine ganze Menge dazwischen. Und ja... ich habe auch schon von einigen Spielern Kritik bekommen, weil die NSCs eben nicht dumm oder auf der falschen Seite sind. Wobei ich auch Atmosphäre nach vorne stelle. (Und ja... ich bin ein großer Fan der klassischen Bond-Bösewicht-Szenen, in denen der Schurke erst seinen diabolischen Plan enthüllt. Und ja, das fällt dannn auch mal aus dem Zeitverlauf,.)

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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 30.11.2018 23:56

Na'rat hat geschrieben:
30.11.2018 22:18
Schutzschilde, die bei einem Gegner ohne Luftwaffe oder Luftabwehr so gar keinen Sinn machen.
Manche Leute bereiten sich eben sorgfältig vor. Auch für den Fall, dass sämtliche Greifen Deres ankämen, angeführt von Shafir dem Prächtigen. Ein paar Firnelfen, die mit dem Schild den Solidirid rauf surfen um von oben zu schießen, oder auch das Suizid-Kommando des Kalifats auf fliegenden Teppichen.

Wenn sonst nichts, hilft der Schild vielleicht auch gegen Taubendreck.

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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 01.12.2018 01:03

@Wolfio
Ich habe es so verstanden, dass Racalla Teil des Keil des Lichtes war und nachher beim Magnum Opus des Weltenbrandes ums Leben gekommen ist.

Aber schauen wir uns doch mal an, was regeltechnisch geht. Racalla von Horsen-Rabenmund, beste Antimagierin des Reiches und Koryphäe der Gildenmagie, Erzmagierin, Erste Hofmagierin und Spektabilität, mit Erfahrungen aus mehr als einem Jahrzehnt Dämonenkrieg und Abwehr von Kreaturen der Finsternis gegen das Herz des Reiches gegen den gehörnten Rahastes.

Ein sehr unbekannter Dämon, den sie vielleicht in der Tat nicht kennt. Magiekunde 20+ wird sie zwar haben, aber das muss den Namen nicht inkludieren. Was sie aber bestimmt hat sind Bannschwert, Zauberkreide, Zugriff auf Astraltränke und eine Handvoll ihrer besten Schüler (immerhin kommt sie gerade aus Gareth) sowie die Sonderfertigkeit Exorzist und einen Pentagramma-ZfW von 15+. Kommt der Rahastes nun auf einen Aufschlag +41 durch Pentagramma und den doppelten Mali dank fehlendem wahren Namen (eher unwahrscheinlich, eigentlich funktioniert der Pentagramma so nicht, aber egal), dann kann Racalla zunächst einmal auf die SpoMod Erzwingen und Zauberdauer erhöhen zurückgreifen. Diese bringen ihr, für den Mehreinsatz von 8 AsP schon einmal -8 auf die Probe. Dazu kommen -2 aus dem Bannschwert, -2 aus der Zauberkreide und -10 aus der SF Exorzist (Magiekunde/2 unter Annahme, dass sie sogar immer noch was verwürfelt von ihren Punkten). Damit haben wir eine Probe +19 die übrig bleibt. Laut Abenteuer bekommt man für jeden Mitzauberer ca. 4 ZfW/ZfP* hinzu, der sich mit den Exorzisten verbündet. Sagen wir, sie hat drei gute Leute mit dabei, die sich ihr anschließen im Unitatio, dann bekommt sie +12 auf ihren ZfW. Der beträgt damit ca. 27 (konservativ gerechnet). Eine Probe +19 gegen ZfW 27. Klingt machbar. Es bleibt sogar noch genug übrig, um noch dreimal die SpoMod Reichweite anzuwenden (für sie als Gildenmagierin nur eine Probe +8 statt +15 und genau in dem Resort, was sie mit ZfW 15+ auch ansagen dürfte). Damit hat sie Reichweite Horizont für den Zauber Pentagramma und kann für 25 AsP (aufgeteilt durch 4 Mann im Unitatio) mit einer Probe +27 gegen ZfW 27 den Rahastes auf Sichtweite bannen. Wenn sie vorher noch einen Oculus Astralis anwirft, um den Dämon mit einer Kombination aus Adlerauge und Astralsinn zu analysieren, hat sie vielleicht noch mehr Erleichterungen. Geht man davon aus, dass sie einen ZfW von 20+ hat, so als Erzmagierin und Bannmagierin und Reichskoryphäe und Borbaradkriegveteranin, dann kann man ihr sogar noch mehr Boni zugestehen.

Jedenfalls hat sie mit ihren Ressourcen, die nicht übermächtig oder übermäßig übertrieben sind, nicht mal besonders machtvoll, doch einiges an Spielraum, um auch so einen Dämon zu exorzieren OHNE einen Keil des Lichts zu brauchen oder auch nur die Plagenknolle. Mit der Plagenknolle wird es sogar ein Kinderspiel.

Das ist natürlich nichts, was so eine dramatische Geschichte hergibt, aber es ist durchaus der plausiblere Weg. Man kann dann natürlich nicht den Vorlesetext nutzen, aber ein Spielermagier, mit einer antimagischen Spezialisierung, könnte es genauso machen und würde es vielleicht auch tun und wenn die NSC nicht darauf kommen, ist es eben Dummheit.

Betrachtet man dann, was dieser Exorzismus tut, laut Frostgeneral sorgt er bei den Kommandanten der Feinde für ein müdes Grinsen, weil sie ja alles genauso geplant haben, ist auch das Entsorgen eines Großteil des Heerwurmes letztlich kein großer Mehrwert. Der Heerwurm war ja für mehr als eine Finte gedacht (und er wäre sogar ziemlich gut zu vernichten, wenn die Geweihten des Heeres z.B. ihre Schutzssegen aufstufen und gegen alles Untote mehrere biestige und beständige Schutzzonen einrichten oder Borons Hauch das Schlachtfeld in Dunkelheit taucht, aus der die Untoten nicht mehr hervorkommen. Wie gesagt, die NSC verhalten sich deutlich inkompetenter als gewiefte SC und das kann durchaus sehr problematisch sein. Denn wenn NSC unfähig sind fehlt für die Spieler auch die Orientierungshilfe innerhalb der Spielwelt. Es ist ein Trugschluss man könne nur ein Held sein, wenn man der einzige mit kompetenten Taten ist.

Ich will damit auch nicht sagen, dass man es nicht so spielen kann, wie Frostgeneral es beschreibt. Ich habe meine erste Version des JdF als spieler sogar by the book erlebt und war nur vom Ende verstört, aber hatte damals auch keinen Anspruch an den Hintergrund bzw. die Konsistenz von Geschichte, Hintergrund und Regeln. Das hat sich allerdings geändert, weswegen ich jetzt auch andere Ansprüche umsetzen würde. Die sind aber viel schwerer zu verwirklichen. Und dennoch halte ich es für "wertvoll" genug, es anzustreben, selbst wenn es anstrengend ist.

Es bringt nur nichts, solche Maßstäbe an ein Szenario anzulegen, das von jemandem mit anderen Ansprüchen und Prämissen erstellt und geleitet wird.
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 01.12.2018 11:44

chizuranjida hat geschrieben:
30.11.2018 23:56
Manche Leute bereiten sich eben sorgfältig vor.
Ist schon ein Unterschied, ob man sich gegen alles schützen will, sich schützen kann oder der Meinung ist sich schützen zu müssen. Den Schutzschilden geht jede innerweltliche Notwendigkeit ab oder auch nur die Machbarkeit. Man überlege mal nur mal welchen Durchmesser die haben müssten. Als einziges oder eines von wenigen Science-Fiction Elementen sicher ganz nett, nur ihrer Summe wirken die jedoch nur noch unglaubwürdiger.

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Battlegonzo
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Ungelesener Beitrag von Battlegonzo » 01.12.2018 12:11

Sumaro hat geschrieben:
30.11.2018 21:25
Das Jahr des Feuers funktioniert in weiten Teilen in der Tat nur, weil die Gegner einfach den geileren Kram besitzen und das größere Feuerwerk und das nicht irgendwie begründet sondern quasi herbeigeschrieben. Die fliegende Festung ist eine rein dramaturgische Maschinerie, deren Entstehung man schlicht nicht rechtfertigen oder erklären kann.
Das genau ist meiner Ansicht nach die Kernfrage, welche die Bewertung des Abenteuers so schwierig macht, nämlich exakt "Ist soetwas wie die Fliegende Festung generell in Aventurien möglich oder nicht?"
An der Frage hängt sich alles auf. Die Festung ist für den Plot unabdingbar, und klar hat das Abenteuer in allen Belangen (Regeln/Proben, Timeline, Story, Hintergrund, NSC Handlungen etc) teils gravierende Fehler. Aber an sich finde ich den Plot echt episch und das Abenteuer ist war für mich sowohl als Spieler als auch als Meister eines der schönsten Abenteuer, allerdings nur wenn man (wie ich) die obige Kernfrage mit ja beantwortet. Dann sind die Fehler auch - so behaupte ich - alle ausbügelbar beim Meistern, auch wenn das teils echt aufwendig ist und recht große Anpassungen erfordert..
Verneint man aber die Möglichkeit, dass Galotta so ein Ding überhaupt jemals erzeugen kann, wird schwierig. In dem Punkt geht es mir nicht darum, ob das so geschieht wie es im Abenteuer/Boten beschrieben ist, sondern um das, was der ominöse "Hintergrund" hergibt. Und es geht auch nicht um genau die Festung exakt wie im Abenteuer beschrieben sondern halt um etwas "äquivalentes", das ins Aventurien der eigenen Gruppe passt.
Kann man sich aber keine Version oder Variante der Festung vorstellen, die in das eigene Aventurienverständnis passt, dann ist das Abenteuer denke ich eigentlich nicht zu retten. Dann kann man zwar irgendwie dran rumschrauben, damit es für die Gruppe erträglich ist, aber ein Abenteuer was ich nur "ertragen" kann, brauche ich weder zu spielen noch zu meistern.
Sumaro hat geschrieben:
30.11.2018 21:25
Keinem der NSC gelingt irgendwas sinnvolles, niemand trägt etwas kluges bei, die meisten sind vollkommen hilflos und aufgeschmissen und die regeltechnischen Optionen der "Guten" sind dabei auch absolut irrelevant, ebenso wie die generelle Plausibilität der Gesamtsituation.
Das steht im Abenteuer so geschrieben, ist wohl eine Eigenart des Autors (Nur Helden sind Helden, alle anderen... ). Das ist aber mMn ohne allzu großen Aufwand derart umzuschreiben, dass Dexter, Rondrasil, Racalla, Emer, Rohaja, und alle anderen wichtigen NSCs nicht wirken, als wären sie nur zufällig an die Macht gekommen und wüssten eigentlich garnicht was sie tun.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 01.12.2018 12:24

Battlegonzo hat geschrieben:
01.12.2018 12:11
"Ist soetwas wie die Fliegende Festung generell in Aventurien möglich oder nicht?"
Die Frage kann man ruhig bejahen. Man sollte nur hinterher schieben, welchen Preis haben sie dafür bezahlt? Welche Schwachstellen hat das Ding, welchem Zweck genau dient es, wie - in groben Zügen - haben die das gebaut und wer beherrscht es und warum.

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Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 01.12.2018 12:34

Ja, Racalla hat den Kessel exorziert und ist nicht dabei gestorben.
Sie war absolut kompetent in dem was sie tat.
Hat sich im Vorfeld mit der Knolle den Wahren Namen besorgt und dann im Keil ihren Beitrag geleistet.
Sie war nicht Unfähig, aber als dann ein Magnum Opus auf sie herein preschte, versuchte sie sich dagegen zu stemmen
und stellte sich als ERZMAGA(!) der Antimagie gegen Galotta. Sie hat damit sicherlich ein paar Wehrheimer gerettet, wurde dann nur eben vom Erdbeben verschluckt.
Wenn dir der Boden unter den Füßen weggezogen wird und deine AsP nach 8 Stunden(!) der Schlacht aufgebraucht sind,
dann kann man ihr kein Vorwurf machen.

Versteht mich nicht falsch.
Ich danke Na'rat sehr für seine Ideen, aber ich kann leider das Abenteuer nur in Maßen ändern, bevor mir die Spieler an die Gurgel springen.
In Gareth liegt ein Brocken Erz rum, Das Licht von Praios ist weg. Viele sind tot.
Wie komm ich dahin?
Naja, Fehler die von der Redax in Jahre 2000 +/-5 gemacht wurden kann ich nicht ausbügeln im Jahre 2018.
Ich muss eine Welt schaffen, ein Abenteuer das Spaß macht, glaubhaft ist und bewegt.

Als jetzt nach 30 Stunden Spiel jeder NPC in Gareth vorgestellt wurde und jeder wusste wer Marschall ist,
welche Hofmagier es gibt und und und, habe ich das JdF eingeleitet.
NPCs sterben, Dinge passieren und am Ende liegt der Brocken da.

Den Punkt mit : "Was tut GCEG wenn Rhazzazor ihn verrät" ist gut. Muss ich mir überlegen.
Vielleicht ist Rhazzazor ja aber auch dabei ? Weiß ich noch nicht.
Alternativ kann der ja auch versuchen Rommilys einzunehmen oder sowas.
Ich muss mir noch überlegen, was sein Ziel in G wäre, wenn Emer schon tot ist, wieso er dann doch noch mitkommt.
Wahrscheinlich wegen der Kaisergruft und dem Friedhof.

Nicht jeder NSC ist grottendämlich.
Oft geben Ressourcenprobleme vor, was möglich ist und was nicht.
Vor einem Jahr standen die Orks im Mittelreich (Orkensturm)
Nemrod wurde gefangengenommen vor einem Jahr, Paligan ist ein unfähiger Spacko.
Ich knobel ja gerne weiter mit euch Motivationen aus, um den Aspekt der Glaubhaftigkeit besser zu machen
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 01.12.2018 13:00

Frostgeneral hat geschrieben:
01.12.2018 12:34
Nicht jeder NSC ist grottendämlich.
Jepp, die Antagonisten sind es nicht. Die sind immer auf alles vorbereitet, haben immer die Imitative, haben immer alle Mittel welche sie gerade brauchen.

Aber okay, Wehrheim war eine Niederlage, warum auch immer hat man alle Lektionen aus den letztem Jahrzehnt Dämonenkrieg vergessen und ist treudoof zum sterben angetreten. Der Einsatz jeglicher Mittel hat am Ende gar nichts bewirkt.

Ein paar Fragen:
- Hat der Feind irgendwelche Mittel eingebüßt?
- Wenn ja, welche?
- Welchen Zweck hatte das gemeinsame Handeln des Wurms und der Glatze?
- Warum handeln sie, unüberwindbaren Machtmitteln versehen, nicht alleine?
- Ist das Ufo dazu gebaut mehrfach in den Hyperraum zu springen und seinen Superlaser einzusetzen?
- Hat das UfO irgendwelche Schwächen?
- Hat die Glatze irgendwelche Schwächen?
- Hat der Wurm irgendwelche Schwächen?
- Was ist die Motivation der Beiden?
- Warum sind Liturgien und Antimagie an denen verpufft?
- Welche, realistischen, Mittel haben die Verteidiger?
Frostgeneral hat geschrieben:
01.12.2018 12:34
In Gareth liegt ein Brocken Erz rum, Das Licht von Praios ist weg. Viele sind tot.
Wie komm ich dahin?
Der Wurm und die Glatze fechten es über Gareth aus und vernichten sich gegenseitig. Ende.
Beitrag der Protagonisten wäre, diesen Konflikt anzustacheln und am laufen zu halten.

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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 01.12.2018 13:35

Ich denke, dass man schon sehr plausibel beginnen kann seine Prämissen zu setzen und auch auszubauen, ohne aber zugleich die Regeln und den Hintergrund zu vernachlässigen. Und vor allem ohne die NSC zu unfähigen Statisten zu machen.

Wenn die Prämisse ist a) die fliegende Festung soll existieren und sie soll Gareth in einem nie gekannten Ausmaß bedrohen und b) die Reichsführung soll nicht komplett inkompetent sein sondern ihren Teil beitragen und c) die Erfahrungen der Vergangenheit sollen einbezogen werden, dann ist das alles eigentlich möglich, es ist nur schwer.

Nehmen wie den Rahastes. Dieser Dämon ist schon eine grausige Gestalt, aber alleine ist er eben keine Bedrohung, rein vom Hintergrund, weil es sehr machtvolle Mittel gibt, ihn zu entschwören. Nun hat man aber auf jeder Seite fähiges Personal. Z.B. kann man recht gut begründen, dass jemand wie Galotta gemeinsam mit jemandem wie Balphemor von Punin ein Artefakt wie den Kessel erschafft und damit in Verbindung von alter Magie aus Fran-Horas Sammlung und Protectionis-Anti-Antimagie, etwas erschafft, was selbst eine Erzmagierin nicht auf Sichtweite exorzieren kann. Ebenso könnte die Involvierung von geopferten Paktierern mit Paktgabe "Schutz vor göttlichem Wirken" den Rahastes auch widerstandsfähig gegen karmale Kräfte gemacht haben. Das sind die regeltechnischen Optionen, wieso gewisse Dinge nicht funktionieren. Das ist nicht unplausibel (gebundene und manifestierte Dämonen sind ja deutlich schwerer auszutreiben), aber es nimmt schon mal etwas von der Spannung zwischen Regeln und Hintergrund raus.

Mit diesem Hintergrund kann man dann auch plausibel sagen, dass eine Racalla, die den ganzen Kram mittels Oculus und Adlerauge auf Entfernung analysiert hat (vielleicht sogar in Adlergestalt, als sie einen mittels Visibili und Schleier der Unwissenheit getarnten Flug angetreten hat), abschätzt, dass sie das Artefakt, welches den Dämon bindet, zerstören muss, um Erfolg zu haben. Die gute Frau macht also ihre Hausaufgaben und weiß genau warum sie das tut, was sie tut.

Ebenso wird auch der Pakt zwischen Galotta und Balphemor einen "Haken" haben, denn Balphemor könnte hier als Joker auftauchen, der durchaus wollte, das Galotta versagt und der dafür z.B. auch bei der Konstruktion der Festung, ebenso wie Leonardo, Fehler eingebaut hat, die man später finden kann oder auch, dass er später den Helden in die Hände spielt, weil er an den Splitter des Agrimoth will (den er nicht besitzen möchte, aber als Paraphernalium schätzt). Hier kann man viele Hintertüren und auch innere Rivalitäten einbauen. So ist vielleicht der Magnum Opus, den er Galotta lehrte oder den er "verbesserte", so gestaltet, dass er die Essenz aus der Festung zieht und diese dabei immer mehr beschädigt wird.

Auch der Abgesang einer Racalla sollte natürlich ein Feuerwerk sein, sie sollte dann in der Tat ein banner Soldaten beschützen bei dem Versuch ihre Bannmagie gegen den Magnum Opus zu stemmen, vielleicht sogar eine Druidenrache initiieren, bei der sie eben irgendwen wichtiges beschützt und sie sollte gesehen werden, es sollte sich zeigen, was für eine Größe sie war, nicht nur in ihrer Vorbereitung sondern auch auf dem falschen Fuß erwischt. Hier darf sie scheinen und sollte es auch, das ist einer der entscheidendsten Momente ihrer Interaktion mit der Spielwelt und das macht unfassbar viel aus, wie sie auch wahrgenommen wird.

Auch den Heerwurm kann man durchaus plausibel schützen, z.B. weil er im Rahmen des Magnum Opus von Borbarad und später Rhazzazzor erhoben und auch gestärkt wurde und beide die Paktgabe "Schutz vor göttlichem Wirken" auf der höchsten Stufe haben, etwas was Untote unfassbar widerstandsfähig gegen geweihten Boden macht. Dennoch sind sie keine Gegner für die Boronis, deren geweihte Rabenschnäbel mit +10-20gTP zwischen sie fahren wie Naturgewalten. Doch es sind eben nur 100 Golgariten gegen 10.000 Untote. Oder Rondrasil Löwenbrand. Wieso muss er gegen irgendeine Kriegermumie durch "Dummheit" sterben? Sein Ende kann durchaus heroisch und tragisch sein. Z.B., dass er den Untotenkönig fordert und mit seiner Klinge, die in diesem Moment strahlt wie Armalion aus Titanium und Zwergensilber, seine Leibgarde versprengt und gleich der heiligen Thalionmel, ihren Schlachtgesang auf den Lippen, die grausigsten Kreaturen der Nekromanten zerschmettert, bevor er durch den Verrat an der Ehre - z.B. durch die Hand Nirravens, der eingreift und diesen Kampf mit finsterer Magie beendet - stirbt.

Das sind Szenen, die bewegen, aber eben nicht unfähig wirken, selbst wenn sie eine Niederlage sind. Und es spricht nichts gegen eine Niederlage. Die sind dramaturgisch unfassbar wertvoll. Aber sie sollten auch sinnhaft begründet sein. Ja, Galotta hat Schwächen, er ist arrogant, er hat sich in seinem eigenen Schoß Verräter herangezüchtet, die ihm an Macht beinahe ebenbürtig sind und er ist getrieben von einem Gefühl der Rache oder der fehlgeleiteten Gerechtigkeit und hat sich selbst und seinen Pfad als Magierphilosoph verloren. Rhazzazzor ist ein Ungetüm voller untotem Schrecken und Alpträumen, eine absolut widernatürliche, titanische Monstrosität mit perfidem Verstand, aber ebenso getrieben, gequält und in der Hälfte der Zeit nahe dem Wahn, den seine Paktherrin ihm in den Karfunkel treibt. Er ist fast unverwundbar, aber eben nur fast. Man muss eben ausarbeiten, wie man diese Dinge zusammenfügt zu einem großen Ganzen.

Man will das Feuerwerk, das ist das Jahr des Feuers, zumindest der erste Teil. Dann sollte man es beiden Seiten geben und die eine Seite ist vielleicht einfach nur im Vorteil, weil sie eine Finte, einen Trick mehr haben. Denn Galotta ist eben nicht Borbarad, der schlicht mächtiger war als alles andere um ihn herum.
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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Frostgeneral » 01.12.2018 14:07

Na'rat hat geschrieben:
01.12.2018 13:00
Frostgeneral hat geschrieben:
01.12.2018 12:34
Nicht jeder NSC ist grottendämlich.
Jepp, die Antagonisten sind es nicht. Die sind immer auf alles vorbereitet, haben immer die Imitative, haben immer alle Mittel welche sie gerade brauchen.

Aber okay, Wehrheim war eine Niederlage, warum auch immer hat man alle Lektionen aus den letztem Jahrzehnt Dämonenkrieg vergessen und ist treudoof zum sterben angetreten. Der Einsatz jeglicher Mittel hat am Ende gar nichts bewirkt.

Ein paar Fragen:
- Hat der Feind irgendwelche Mittel eingebüßt?
- Wenn ja, welche?
- Welchen Zweck hatte das gemeinsame Handeln des Wurms und der Glatze?
- Warum handeln sie, unüberwindbaren Machtmitteln versehen, nicht alleine?
- Ist das Ufo dazu gebaut mehrfach in den Hyperraum zu springen und seinen Superlaser einzusetzen?
- Hat das UfO irgendwelche Schwächen?
- Hat die Glatze irgendwelche Schwächen?
- Hat der Wurm irgendwelche Schwächen?
- Was ist die Motivation der Beiden?
- Warum sind Liturgien und Antimagie an denen verpufft?
- Welche, realistischen, Mittel haben die Verteidiger?
Infanterie
20.000 Untote.
Vielleicht waren Drache und Glatze (ich übernehme mal dein Sprech) ja auch noch (pyr) dacor und haben zerkrachen sich in den 5 Tagen.
Total geile Idee eigentlich.
Festung taucht auf und Rhazzazor und Galotta stürzen aus dem Limbus und da oben brennt ein Drachenkrieg!
Es wird delphinitiv klar, dass hier was im argen liegt und sie sich zerstritten haben, wieso auch immer.

Den Giftplot habe ich komplett gestrichen, die Schwachstellen erarbeiten die Helden grade durch
Alara Paligan (Omi von Selindian) und Polberra den Nekromanten.
Damit spielen wir das Ende des Wolkenturms.

Schwachstelle von Pluto mit dem Halsband erarbeiten wir danach in Teil 3 (denn nach Teil 1 kommt Teil 3!)
Na'rat hat geschrieben:
01.12.2018 13:00
Der Wurm und die Glatze fechten es über Gareth aus und vernichten sich gegenseitig. Ende.
Beitrag der Protagonisten wäre, diesen Konflikt anzustacheln und am laufen zu halten.
Gute Idee
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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 01.12.2018 17:43

Ich sehe darin eigentlich keine gute Idee, weil so beide nicht ihren Part erreichen und das Verwürfnis reichlich dämlich daherkommt. Ich meine, aus welchem Grund sollte Rhazzazzor auf Galotta sauer sein bzw. umgekehrt? Jeder spielt seinen Part. Dem Knochendrachen ist es egal, ob Galotta Gareth vernichtet oder nicht, sein Plan ist ein anderer und den kann er am besten verwirklichen, wenn Galotta Unfrieden stiftet. Und Galotta hat nun gar keine Konkurrenz mit dem Knochendrachen und seinem Plan sich von den Ketten der TGT zu befreien. Viel mehr dürfte ihm das als Magierphilosophen, wenn er es weiß, sogar zusagen.

Ein Zerwürfnis in diesem Moment, dem Augenblick in dem alles nach Plan läuft, wäre also sehr... seltsam.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 01.12.2018 18:30

Thema Schutzschilde:

Ob Galotta sich schlicht daran erinnert hat, dass die Garether irgendwo noch den Ogerlöffel rumstehen haben?
Wäre echt Mist, wenn die schöne Festung durch Katapulte zerlegt wird.
Von so Späßen wie "Auge des Limbus"-Pfeilen/Bolzen/Kugeln und Co ganz zu schweigen. Nicht grundlos sind Gardianum und Fortifex so beliebt ^^


Nachtrag: (Scherz! Achtung) Vielleicht ist das auch einfach eine Vorsichtsmaßnahme, um reisende tulamidsische Händler abzuhalten.
So häufig wie SCs einen Fliegenden Teppich als Besonderen Besitz wollen... Und seien wir mal ehrlich. Mitten in einer Invasion den Staubsauger und die Waschmaschine abwimmeln zu müssen, weil die verdammten Tulamiden einem an der Haustür selbst in 200 Meter Höhe auflauern ;)

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 01.12.2018 18:41

Die Festung fliegt in einer Meile Höhe, mit einem Katapult eine ballistische Bahn zu erreichen, die das irgendwie trifft und dann auch noch beschädigt (zumal man ja auch statt einem permanenten Zauberschild einfach Teile der Festung profan unzerbrechlich machen könnte) ist ziemlich unwahrscheinlich.

Der Schutzschild aus Gardianum-Fortifex für dieses riesige Teil ist... schon sehr strapaziert als magische Schutzmaßnahme. Das haben Personen mit deutlich mehr Ressourcen nicht geschafft als man im Borbaradkrieg Dämonenheere auf der anderen Seite hatte. ;)
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 01.12.2018 18:45

Sumaro hat geschrieben:
01.12.2018 17:43
Ich meine, aus welchem Grund sollte Rhazzazzor auf Galotta sauer sein bzw. umgekehrt?
^
Der eine hat dem anderen sein Förmchen kaputtgemacht. Oder anders, die Glatze hat ein paar von den Untoten des Wurms beschädigt während Galotta irgendwie seinen glorreichen Plan abändern musste.
Außerdem will Galotta ja über Lebende herrschen während der Wurm über Tote herrschen will. Zusammen mit den gesammelten Vor- und Nachteilen der Beiden, deren Paktherren usw. dürfte schon was bei rumkommen, was nur entfernt an rationales Verhalten erinnert.

Aber ja, hier müsste man mal die Motivation der Beteiligten abklopfen.

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 01.12.2018 19:12

Naja, das sehe ich ein wenig anders. Galotta will Rache (vornehmlich), Rhazzazzor will sich aus seinem Pakt lösen. Das er dafür den Osten des Mittelreichs entvölkern darf, ist eben der Deal, den er mit Galotta gemacht hat. Also selbst wenn man die Motivation aus dem Abenteuer selbst nimmt, sind die Interessen eben nicht großartig widersprüchlich und das der Knochendrache sich ein an paar Untoten sentimental aufhängt halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

Ich sehe da viel weniger sinnvolles Potential als z.B. in Galottas eigenem, paranoiden Hofstaat. Balphemor, Leonardo und auch Torxes haben alle viel bessere Gründe was zu sabotieren.
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 02.12.2018 00:11

Battlegonzo hat geschrieben:
01.12.2018 12:11
Keinem der NSC gelingt irgendwas sinnvolles, niemand trägt etwas kluges bei, die meisten sind vollkommen hilflos und aufgeschmissen und die regeltechnischen Optionen der "Guten" sind dabei auch absolut irrelevant, ebenso wie die generelle Plausibilität der Gesamtsituation.

Das steht im Abenteuer so geschrieben, ist wohl eine Eigenart des Autors (Nur Helden sind Helden, alle anderen... ). Das ist aber mMn ohne allzu großen Aufwand derart umzuschreiben, dass Dexter, Rondrasil, Racalla, Emer, Rohaja, und alle anderen wichtigen NSCs nicht wirken, als wären sie nur zufällig an die Macht gekommen und wüssten eigentlich garnicht was sie tun.
Emer und Rohaja sind tatsächlich zufällig an die Macht gekommen, qua Geburt bzw familiärer Heiratspolitik nämlich. Auch Racalla von Rabenmund ist ziemlich weit oben auf der Leiter gestartet.

Dass böse NSCs per Handwedeln alles haben und können, was für den Plot gebraucht wird, ist doch nicht neu, oder? Wenn der Standard-Schwarzmagier im Magierturm irgendwas können soll, was normal nicht geht, hat er das eben als Paktgeschenk, uraltes Artefakt, und ein Fass Astraltrank. Das fällt nicht gar so auf wie eine fliegende Festung, aber der Mechanismus ist der gleiche.
Und auch Söldner- oder Orkheere ploppen ja immer wieder aus dem Nichts auf und brauchen eher keinen Proviant. Auch das müssen die Welt und das Regelwerk offenbar nicht hergeben.
Edit: Und Nahema durfte immer schon ein Kettenhemd tragen. Galotta darf nun endlich zum Ausgleich eine fliegende Festung. Er hat lang genug unter ihr gelitten. :( Eigentlich müsste man die Dame in seine Rachepläne einbauen. Andererseits weiß er vermutlich, dass er da keine Chance hat. :cry:

Ärgerlicher als depperte NSCs finde ich persönlich, wenn diese NSCs alle anderslautenden Pläne der Helden (falls diese solche entwickeln) abschmettern, um ihren eigenen dämlichen Plan durchzuziehen. Aber das ist auch Geschmackssache, ob man planen will oder einfach wo draufhauen.
Frostgeneral hat geschrieben:
01.12.2018 12:34
Den Punkt mit : "Was tut GCEG wenn Rhazzazor ihn verrät" ist gut. Muss ich mir überlegen.
Vielleicht ist Rhazzazor ja aber auch dabei ? Weiß ich noch nicht.
Alternativ kann der ja auch versuchen Rommilys einzunehmen oder sowas.
Ich muss mir noch überlegen, was sein Ziel in G wäre, wenn Emer schon tot ist, wieso er dann doch noch mitkommt.
Wahrscheinlich wegen der Kaisergruft und dem Friedhof.
Wenn er nicht weiter mit will, kann er einfach Migräne haben. Also, Alpträume. Die Untotenarmee ist weg, dabei hatte er doch versprochen, die zu vergrößern. TGT: "Böser Drache, unfähig, Versager!" Drache: "Au, au, au, ich brauche ne Pause! Alpträume, arrrgh."
Außerdem bringt er alleine ohne Untotenarmee nicht gar so viel, und muss ja auch zu Hause sein Territorium halten, gegen Unterlinge, Galottas daheimgebliebene Schergen, reisende Heldengruppen ...
Vielleicht verspricht er, baldestmöglich mit Reserven nachzukommen.
Andererseits wäre es für ihn natürlich auch sinnvoll, weiter vorzurücken, wenn er eine Chance sieht, seine Untoten damit wieder aufzufüllen.
Oft geben Ressourcenprobleme vor, was möglich ist und was nicht.
Hach, wär' das schön. :wink: :ijw: :devil:
Na'rat hat geschrieben:
01.12.2018 13:00
Hat das UfO irgendwelche Schwächen?
- Hat die Glatze irgendwelche Schwächen?
- Hat der Wurm irgendwelche Schwächen?
- Warum sind Liturgien und Antimagie an denen verpufft?
Gute Fragen. Und vor allem: Wie können die Helden das herausfinden?, sowie: Wie kommen die Helden darauf, wie sie das herausfinden können?
Sumaro hat geschrieben:
01.12.2018 13:35
Auch der Abgesang einer Racalla sollte natürlich ein Feuerwerk sein, sie sollte dann in der Tat ein banner Soldaten beschützen bei dem Versuch ihre Bannmagie gegen den Magnum Opus zu stemmen, vielleicht sogar eine Druidenrache initiieren, bei der sie eben irgendwen wichtiges beschützt und sie sollte gesehen werden, es sollte sich zeigen, was für eine Größe sie war,
War sie so eine Größe? Ja, gesetzt. Aber haben die Helden sie als Größe kennengelernt und wahrgenommen, als ehrfurchtgebietend kompetent, oder zumindest als eine der ganz großen wichtigen Figuren Aventuriens, so wie man zB Stover Stoerrebrandt kennenlernen kann? Ich vermute, vielen Spielern sagt der Name absolut gar nichts. Helden, die nicht von mittelreichischem Adel sind oder erfahrene Antimagier müssen, denke ich, vor diesem Abenteuer nicht von ihr gehört haben.
Das ist eine von zwei Dutzend Akademieleitern, oder was sie ist. Das ist ordentlich und reicht. Das muss man nicht kurz bevor man sie abserviert noch mit Superlativen aufbauschen. ("Lustigster Schelm zwischen Alriksheim und Alrikshusen.") Sie ist trotzdem nicht Rohal oder Nahema.
Sumaro hat geschrieben:
01.12.2018 13:35
Oder Rondrasil Löwenbrand. Wieso muss er gegen irgendeine Kriegermumie durch "Dummheit" sterben? Sein Ende kann durchaus heroisch und tragisch sein. Z.B., dass er den Untotenkönig fordert und mit seiner Klinge, die in diesem Moment strahlt wie Armalion aus Titanium und Zwergensilber, seine Leibgarde versprengt und gleich der heiligen Thalionmel, ihren Schlachtgesang auf den Lippen, die grausigsten Kreaturen der Nekromanten zerschmettert, bevor er durch den Verrat an der Ehre - z.B. durch die Hand Nirravens, der eingreift und diesen Kampf mit finsterer Magie beendet - stirbt.
Sumaro hat geschrieben:
01.12.2018 13:35
Das sind Szenen, die bewegen, aber eben nicht unfähig wirken, selbst wenn sie eine Niederlage sind. Und es spricht nichts gegen eine Niederlage. Die sind dramaturgisch unfassbar wertvoll.
Das sind Szenen, die strikt zu vermeiden sind. NSC tut was Episches, während die Helden nix ändern können und die Spieler gähnend Däumchen drehen.
Am besten stirbt Rondrasil Löwenbrand weit entfernt von den Helden, und sie erfahren erst lange später, dass er tot ist, und können vielleicht selber eine Heldenlegende in Auftrag geben, auch wenn er bloß vom Pferd gefallen sein sollte.
Sumaro hat geschrieben:
01.12.2018 19:12
Ich sehe da viel weniger sinnvolles Potential als z.B. in Galottas eigenem, paranoiden Hofstaat. Balphemor, Leonardo und auch Torxes haben alle viel bessere Gründe was zu sabotieren.
Da ist was dran.
Zuletzt geändert von chizuranjida am 02.12.2018 00:44, insgesamt 1-mal geändert.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 02.12.2018 00:27

Wolfio hat geschrieben:
01.12.2018 18:30
Thema Schutzschilde:
Von so Späßen wie "Auge des Limbus"-Pfeilen/Bolzen/Kugeln und Co ganz zu schweigen. Nicht grundlos sind Gardianum und Fortifex so beliebt ^^
Ich bin leider derzeit nicht regelfest, aber bei solchen Problemen würde ich mich schon fragen, wie weit man mit allen Reichweiten-Mods mit diversen Zaubern und Liturgien kommt. Oder eben auch schwere Rotze auf hohem Gebäude mit Geschoss mit Zauber/Waffensegen drauf; die kommen vielleicht noch höher als die Ogerlöffelkurve.
Greife, wie schon angesprochen, fliegen definitiv so hoch, aber Luftdschinne auch, und die sind nun nicht so schwer zu bekommen.

Oder vielleicht hat Galotta eine Theateraufführung von "Tag der Unabhängigkeit" gesehen - was ihn überhaupt erst auf die Idee brachte - und fürchtet seitdem den ältlichen leicht durchgeknallten Hexer, der mit seinem mit Hexensalbe bestrichenen Schiff voller Hylailer Feuer von unten mitten rein fliegen würde ...
Also, wenn das da klebt und brennt, das könnte ja schon auch das Material verbiegen.


Und hier noch der Schlachtplan für Tsageweihte: "Wir brauchen Friedenstauben. Ganz, ganz viele Tauben. Und Vogelfutter. Ganz, ganz viel Vogelfutter. Irgendwann wird das Ding so schwer, dann muss das einfach landen."
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 02.12.2018 08:06

chizuranjida hat geschrieben:
02.12.2018 00:11
War sie so eine Größe? Ja, gesetzt. Aber haben die Helden sie als Größe kennengelernt und wahrgenommen, als ehrfurchtgebietend kompetent, oder zumindest als eine der ganz großen wichtigen Figuren Aventuriens, so wie man zB Stover Stoerrebrandt kennenlernen kann? Ich vermute, vielen Spielern sagt der Name absolut gar nichts. Helden, die nicht von mittelreichischem Adel sind oder erfahrene Antimagier müssen, denke ich, vor diesem Abenteuer nicht von ihr gehört haben.
Das ist eine von zwei Dutzend Akademieleitern, oder was sie ist. Das ist ordentlich und reicht. Das muss man nicht kurz bevor man sie abserviert noch mit Superlativen aufbauschen. ("Lustigster Schelm zwischen Alriksheim und Alrikshusen.") Sie ist trotzdem nicht Rohal oder Nahema.
Der Sl, der versäumt große Opfer vorher aufzubauen und entsprechend mit Leben zu füllen, ist aber auch selbst Schuld. Es gibt mehr als genug Gelegenheit mit dem Magierkonvent in Gareth, dem großen Turnier, der Ehrung durch die Reichsregentin usw. Racalla in Stellung zu bringen. Für mich war sie nie ein Name unter vielen, ich kenne sie seit sie bei Schatten über Riva gemeinsam mit Rohezal und anderen als eine der fünf mächtigsten Weißmagier vorgestellt wurde. Wenn man natürlich NSC nicht als Anspielpunkte und auch als Koryphäen aufbaut, wobei einem das Abenteuer bestimmt nicht hilft, da stimme ich zu, der ist selbst schuld, wenn deren Tod dramaturgisch nichts bewirkt. Der Tod eines Dumbledore ist ja auch ein gewaltiger Einschnitt und ein dramatisches Potential, gerade weil sein Schüler, der eigentliche Protagonist, nichts tun kann, weil sich dieser Mensch für ihn opfert.
chizuranjida hat geschrieben:
02.12.2018 00:11
Das sind Szenen, die strikt zu vermeiden sind. NSC tut was Episches, während die Helden nix ändern können und die Spieler gähnend Däumchen drehen.
Am besten stirbt Rondrasil Löwenbrand weit entfernt von den Helden, und sie erfahren erst lange später, dass er tot ist, und können vielleicht selber eine Heldenlegende in Auftrag geben, auch wenn er bloß vom Pferd gefallen sein sollte.
Das halte ich für die größe Fehlkonzeption überhaupt. NSC dürfen nichts episches tun, weil Helden sich langweilen und nur zuschauen? Nope. Hier liegt das Problem dabei, wenn die SC nichts tun, während die NSC strahlen. Aber NSC müssen strahlen, sie müssen heldenhaft sein können, denn sonst fehlt den Spielern auch jeder Anhaltspunkt, jede Respektsperson, jedes Aufstreben und Zustreben innerhalb der Spielwelt. Wenn der Schwertkönig keine großen Heldentaten vollbringt, welche die Helden auch miterleben können oder zumindest deutlich erfahren können, dann ist sein Titel wertlos und niemand wird ausziehen und auch der nächste Raidri sein wollen, wenn dieser eigentlich nur ein Säufer und Hurenhausbesucher gewesen ist, der zufällig dreimal mit dem Schwert richtig getroffen hat.

Nein, NSC brauchen Erfolge und Heldentaten. Und sie sollen und müssen gleichwertig und auch über den SC stehen können, damit diese auch innerweltlich Vorbilder und Leitlinie haben können, denen sie nacheifern können. Die Kunst liegt nicht darin NSC dumm und weit weg sterben zu lassen, damit die SC dann die Drecksarbeit machen dürfen (z.B. irgendeine billige PR-Scheiße abziehen) sondern die SC dabei mit ebenso sinnvollen Dingen zu beschäftigen. Während die Helden die Südflanke des Keil des Lichtes halten, hören sie Rondrasils Gebet wie ein Donnerschlag über den Sturm der Schlacht an der Nordflanke. Während sie selbst versuchen im Magnum Opus des Weltenbrandes Leute oder sich selbst zu retten, ist es Racallas mit Blutmagie gespeister Gardianum, der ihnen die letzten Momente erkauft, um aus der tobenden Flammenhölle zu entkommen, bevor sie selbst mit einem "Ihr sei ddie Hoffnung des Reiches" fortgerissen wird.

Natürlich dürfen NSC geilen Scheiß abziehen. Bei den Bösen nimmt man es ständig als gegeben hin und auch die Guten sollen das dürfen. Es ist immer genug für alle zu tun. Eine Gilia, Nahema und ein Waldemar der Bär dürfen durchaus Karmoth stellen und dabei ihr Leben und ihre Kraft geben und Helden sein, während die SC 100 Meter entfernt den Magnum Opus des Blutsäufers auf Xeraans Beschwörungshügel aufhalten müssen, damit nicht jeder Soldat eine blutsaufende Bestie wird.

Ich muss gestehen, ich bin immer wieder schockiert, wenn ich lese, dass man in der Tat glaubt NSC dürfen keine Showtime haben, in der sie mal die Stars sind. Auch das hat Unterhaltungswert, gerade das trägt zur Spielwelt und ihrer Konsistenz bei und gerade das gibt auch überhaupt den Taten der Spieler Kontext und Ziel.
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 02.12.2018 10:09

Witzigerweise gilt diese NSCs-dürfen-den-SCs-nicht-die-Show-stehlen nicht für die Antagonisten. Die dürfen und können alles, sind selbst die Show, bis der Plot was anderes verlangt. An denen sollen die SCs ja schließlich reifen. Nur gibt es da nichts zu reifen, wenn die NSCs nicht oder nur sehr schlecht in die Spielwelt eingehangen sind.
#allNSCareeqaul
Ich bin leider derzeit nicht regelfest
Stopp! Warum gelten die Regeln oder nur der Umstand das Ressourcen begrenzt sind nur für die Protagonisten? Wie gesagt, rechne mal überschlagsmässig durch, was für ein Aufwand der Schutzschild wäre, den die Antagonisten, neben allen anderen, auch noch betreiben müssten.

Selbst wenn sie den Aufwand betreiben könnten, warum sollten sie? Die Elite des Reiches ist vernichtet. Wenn die Mittelreicher irgendwas auf die Reihe bekommen würden, hätten sie es vor Wehrheim eingesetzt. Außerdem ist die einzige Partei mit einer Luftwaffe der engste Verbündete.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 02.12.2018 17:52

Na'rat hat geschrieben:
02.12.2018 10:09
Warum gelten die Regeln oder nur der Umstand das Ressourcen begrenzt sind nur für die Protagonisten?
Weil es immer so ist. Weil es für die Autoren einfacher ist, weil Aventurien als Wirtschaftssimulation nicht funktioniert, und weil man bei vielen Sachen sonst massiv abspecken müsste und nicht so spektakuläre Szenen einbauen könnte.
Na'rat hat geschrieben:
02.12.2018 10:09
Außerdem ist die einzige Partei mit einer Luftwaffe der engste Verbündete.
Nur unter der Voraussetzung, dass man sich darauf verlassen kann, dass die Mittelreicher sich blöd anstellen. Es gibt große Drachen wie Shafir oder Apep, die eng mit den Reichen der Menschen verbunden sind, oder diese Drachin im Raschtulswall die irgendwie mit Tomeg Atherion verbandelt ist. Man kann sich vom Luftdschinn hochtragen lassen, oder gleich einem Luft-Meister. Es gibt Greife und potentiell Greifenreiter, woher soll Galotta wissen, wie viele da auf einmal ankommen, wenn er die Stadt des Lichts klein macht?
Eine Harpyie kann einen Menschen tragen; da braucht man halt einen guten Beherrschungszauber für. Westwinddrachen, Hippogriffe? Borongefällige fliegende Gargyle von allen Bauwerken eslamidischen Baustils, seit Jahrhunderten bereiten sie sich auf ihren Einsatz vor?
Wie gesagt, ich weiß nicht, was aktuell die Zaubermodifikatoren hergeben - wie hoch kommt ein Unitatio-Zirkel mit Solidirid, Nihilatio; oder hat man Chancen mit einer Wolkenlauf-Version vom Wipfellauf?
Hexenbesen, fliegende Teppiche, Zauberer in Tiergestalt (oder auch mit Verwandlungselixier, oder Ucuri-Geweihte liturgisch in Falkengestalt); magisch beherrschte Tiere, oder einfach Luftelementare, die ein Artefakt mit strukturbrechendem Zauber hochtragen ...

Es kommt drauf an, was die Regeln hergeben, und das kann ich nicht beurteilen. Zweitens darauf, wie phantastisch man spielen will. Und falls man mit so Krams arbeiten will fragt sich dann, ob jemand die Beziehungen hat, entsprechende Leute in genügender Anzahl zu rekrutieren. Das Oberkommando vom Mittelreich ja offenbar nicht - aber will man sich dadrauf verlassen?
An der Trollpforte waren auf einmal auch Trolle da, mit denen seit ca tausend Jahren keiner mehr gerechnet hatte. Und die hat nicht Brin, Dexter oder Racalla angeworben. Warum jetzt nicht auf einmal donnerbacher Wolkenläufer, oder das neueste Mega-Zwergen-Katapult?
(Oder gar der Fliegende Bornländer. "Thargunitoths Splitter gebührt mir allein!") 8-)
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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 02.12.2018 18:24

Für die AsP die es braucht dauerhaft einen Gardianum-Fortifex-Schild um die gesamte Stadt zu legen kann er hunderte von gehörnten Dämonen, mächtige Golems und Flug-Abwehr-Artefakte haben. Es ist einfach regeltechnischer Bullshit, selbst wenn man davon ausgehen würde, dass die Garether eine beachtliche Luftflotte aufbringen könnten (was sie definitiv nicht können und er dank ewiger Gotongi-Überwachung auch wissen kann).

Sprich, der Schutzschild ist total unnütz (denn selbst wenn man ihn hat, ist es viel einfacher ihn zu durchschlagen, als ihn zu erhalten und schon ein einziger Greifenreiter mit Praiostalisman kommt mit seiner ganzen Staffel problemlos durch).
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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 02.12.2018 19:03

Sumaro hat geschrieben:
02.12.2018 08:06
Der Sl, der versäumt große Opfer vorher aufzubauen und entsprechend mit Leben zu füllen, ist aber auch selbst Schuld. Es gibt mehr als genug Gelegenheit mit dem Magierkonvent in Gareth, dem großen Turnier, der Ehrung durch die Reichsregentin usw. Racalla in Stellung zu bringen.
Aber keine Notwendigkeit. Man wird mit Ober-Hyper-Super-NSCs zugeschmissen, wenn man die großen Kampagnen spielt. Manchen nimmt man es ab, weil sie über Jahre hinweg in Spielhilfen, Abenteuern und Romanen so aufgebaut wurden (Raidri, Waldemar, Rohal, Nahema, Thesia, ...), manchen nicht so, wenn sie eben nicht schon immer unter den ganz Großen erwähnt wurden und nicht viel von sich reden gemacht haben.

Und das ist auch nicht nötig. Rondrasil muss nicht der zweite Raidri und Racalla nicht die zweite Thalionmel werden. Da reicht jeweils ein Exemplar davon.

(Rondrasil hatte bei uns in der Runde übrigens allein vom Namen her schon keine Chance, ernst genommen zu werden. "Ist der Kopf erst abgehauen, hat man auch keine Pickel mehr." "Kommt gleich auch noch 'ne Elfe namens Clerasil?" :) )
Sumaro hat geschrieben:
02.12.2018 08:06
Wenn der Schwertkönig keine großen Heldentaten vollbringt, welche die Helden auch miterleben können oder zumindest deutlich erfahren können,
Raidri hat seine Heldentaten vollbracht, bevor die meisten Helden auch nur geboren waren. Da konnte man nicht bei zusehen, und das ist auch gut so. So konnten sein Ruhm und seine Taten maßgeschneidert werden, und er stand abgehoben über dem Tagesgeschäft. (Z.B. dem einer brutalen Besatzungsmacht auf Maraskan, gegen die einfache Bauern sich auflehnen, realistischerweise mit den üblichen Widerlichkeiten eines Guerillakrieges.)
Sumaro hat geschrieben:
02.12.2018 08:06
Das halte ich für die größe Fehlkonzeption überhaupt. NSC dürfen nichts episches tun, weil Helden sich langweilen und nur zuschauen?
Das steht so als Ratschlag in irgendeinem Regelwerk bei den Tipps, worauf man achten sollte, wenn man selber Abenteuer baut. Oder vielleicht bei den Meister-Tipps in Über den Greifenpass. Oder ich hab's von einem Workshop auf einer Con. Jedenfalls kommt mir das sinnvoll vor, auch und gerade aus meiner eigenen Erfahrung. Weil ich den Fehler, NPCs Episches tun zu lassen, statt den Spielern möglichst viel Screentime für ihre Helden zu geben, nämlich auch schon gemacht habe. Da bin ich nicht stolz drauf, und kann davon nur abraten.
Sumaro hat geschrieben:
02.12.2018 08:06
Eine Gilia, Nahema und ein Waldemar der Bär dürfen durchaus Karmoth stellen und dabei ihr Leben und ihre Kraft geben und Helden sein, während die SC 100 Meter entfernt den Magnum Opus des Blutsäufers auf Xeraans Beschwörungshügel aufhalten müssen, damit nicht jeder Soldat eine blutsaufende Bestie wird.
Ja, dürfen sie. Aber das handelt man dann schnell ab mit: Da kommt Karmoth. Waldemar stellt sich dazwischen und ruft: "Den hat Rondra mir bestimmt, stürmt ihr den Hügel!" Der Rest passiert im Rücken der Helden, während sie mit ihrem eigenen Kampf beschäftigt sind, und nachher können sie Waldi begraben.

Und Rondrasil ist nicht so wichtig, etabliert und liebgewonnen wie Waldemar. Ob der jetzt über seiner verletzten Knappin stehend noch den Rondrakamm kreisen lässt und 2W20 Untote niedermäht, oder ob er vom Pferd fällt und sich den Hals bricht, das ist echt egal. Mir zumindest.

Nur weil er aktuell in der Rangordnung weit oben steht, braucht er keinen epischen Abgang. Schon gar nicht, wenn man vorher lang und mühsam Achtung oder Sympathie für ihn aufbauen soll (was das Abenteuer ja anscheinend nicht ausreichend tut).

Wenn der zwölfjährige Page aus dem Kaiserpalast, der einem mehrmals an der Befehlskette vorbei Audienzen verschafft hat, weil er einen der Helden bewundert, und der immer gute Tipps hatte ("Jetzt nicht, die Reichsbehüterin ist schlechter Laune. Und sprecht sie bloß nicht auf Graf Paligan an!"), wenn der sich plötzlich zu den Waffen meldet wie sein großer Held und auf dem Schlachtfeld auftaucht, um Gareth zu retten. Oder die verhärmte kleine Bäuerin aus dem Flüchtlingstreck, den man beschützt hat, deren Mann oder Kind man nicht mehr retten konnte, wenn die auf einmal mit der Sturmsense in der ersten Reihe steht ("Ich hab nichts mehr zu verlieren."). Das gibt was her, weil da eine Beziehung ist. Und/oder weil Leute über sich hinaus wachsen.

Der pflichtgemäße Heldentod von Raidri-Abklatsch Nr 5 ist keine Szene, die ich haben muss. Aber das mag Geschmackssache sein.
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Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld inklusive Vorgeschichte

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 02.12.2018 19:18

Nur weil es ein Tipp aus irgendeinem Regelwerk ist, heißt das ja nicht, dass es ein guter Tipp ist. ;)

Ich halte es für essentiell, dass NSC erlebbare und erfahrbare Erfolge haben. Sie setzen die Skala für die Spielwelt und sie sind diejenigen, zu denen SC aufschauen oder an denen sie sich messen. Solche Dinge "Offscreen" zu behandeln, ist mMn ein großes Versäumnis davon, ihre Stärken zu demonstrieren. Allerdings hatte ich auch bisher nur zweimal Spieler, die sich von NSC bedroht fühlten und glaubten, wenn sie nicht die dicksten Haie im Teich sind, dass dies irgendwie schlimm wäre. In diesen Fällen lag dem Problem aber eine generelle Annahme der Spielwelt als "ihr Spielplatz" und eine generelle eskapistische Suche nach "Macht" in einem anderen Setting als der realen Welt zugrunde, was generell den Spielspaß aller anderen am Tisch maßgeblich reduziert hat und auch ein inkompatibler Spielstil war. Spieler, welche nur anspringen, wenn sie selbst immer Epi-Zentrum der Ereignisse sind und quasi keinen Blick auf die Welt um sich herum haben wollen, außer sie dient ihrem Verlangen, haben mir am Spieltisch bisher noch nie was gebracht, sind aber die einzigen Typen, die ich kennengelernt habe, die bisher ein Problem mit kompetenten NSC hatten, die ihnen "Screentime" gestohlen haben (was sie auch nie taten, sie machten eben was anderes und die SC haben das miterleben können).

Das auch die kleinen Leute problemlos eine emotionale Reaktion hervorrufen können ist vollkommen in korrekt. Hier ging es aber nicht darum "welches emotionale Standing ist das bessere" sondern darum die Reichsführung, die da auf dem Schlachtfeld antanzt und ein gewisses Schicksal hat, selbst in ihrem Abgesang mit einer Rechtfertigung ihres Postens und ihrer Fähigkeit zu versehen, um sie eben nicht als reine Hofpomeranzen zu deklarieren. Dafür bleibt dann ja nur die Szene ihres letzten Auftritts, in dem sie kompetent, fähig und opferbereit sein können und damit etwas bewegen. Ansonsten sind sie eben einfach die Deppen, die gerade den Admiralshut getragen haben, als man von den Ereignissen überrumpelt wurde und dann eben mit einem großen Haufen in der Hose gestorben sind. Kann man auch machen, ist aber nicht die Zielsetzung, wenn ich Kompetenz und Standing trotz Niederlage und Untergang demonstrieren möchte.

Wem Racalla und Rondrasil egal sind, der mag einfach offiziell spielen. Muss man sich keine Gedanken drum machen, dass irgendwer (nicht mal die Helden) kompetent erscheinen. Aber wenn einen das nicht kümmert, wieso überhaupt darüber diskutieren?
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