DSA4 Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Von A wie Astralpunkte bis Z wie Zauberer: Alles über magische Kräfte.
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Madara Thiralion
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 09.11.2020 17:28

Simia und Mada zum Gruße, liebe Bastler des Forums!

Ich habe mich in letzter Zeit ein wenig mehr mit dem Zauber ANIMATIO STUMMER DIENER auseinandergesetzt.
Aus Gründen der Zeitersparnis und Übersicht poste ich den Zauber aus dem Liber Cantiones hier mal rein (falls das aus Copyright-Gründen schon kritisch sein sollte, bitte weist mich darauf hin, ich bin kein studierter Anwalt):
ANIMATIO STUMMER DIENERShow
ANIMATIO STUMMER DIENER
Probe: KL / FF / GE
Technik: Der Magier erfasst den Gegenstand mit beiden Händen und vollführt mit ihm sieben Mal die Bewegung, die in das Objekt übergehen soll, und spricht dabei sieben Mal das Zauberwort.
Zauberdauer: 28 Aktionen oder mehr
Wirkung: Der auf diese Art verzauberte Gegenstand (ein unbelebtes Objekt) wiederholt die ihm vorgeschriebene Bewegung, sobald er vom Magier die entsprechende Aufforderung erhält (Fingerschnippen, kurzer Befehl o.ä.) oder ein bestimmter Effekt eintritt. Die wiederholte Bewegung ist unabhängig vom Ort, an dem sie beginnt.
Soll der Zauber durch einen anderen Effekt als den Befehl des Magiers ausgelöst werden, ist die Zauberprobe um 3 Punkte erschwert. Dieser auslösende Effekt darf aber nur einfachster Natur sein (z.B. das Öffnen einer Tür). Soll der Zauber von einer anderen Person als dem Magier ausgelöst werden, ist die Zauberprobe um 3 Punkte pro zusätzlicher Person erschwert. Soll der Zauber von einem physischen Effekt ausgelöst werden, ist die Probe um 5 Punkte erschwert, magische Effekte als Auslöser erschweren die Probe um 7 Punkte.
Die eigentliche Bewegung muss vom Magier mit dem Gegenstand in weniger als ZfW x 10 Aktionen auszuführen sein. Der Gegenstand selbst darf dabei auch ‘unmögliche’ Bewegungen wie Schweben nachvollziehen. Die gewünschte Bewegung darf auch komplexerer Natur sein (z.B. Heranschweben, Drehen, Aufschließen und Aufklappen einer Kassette mit Spezereien).
Wie schwer der Gegenstand sein kann, hängt im Übrigen von der Körperkraft des Magiers ab, der die Bewegung ja sieben Mal ausführen muss; die Verwendung von Elixieren zur Kraftsteigerung ist ausdrücklich erlaubt.
Bekannte Beispiele für diesen Zauber sind apportierende Tabletts, sich auf Kommando öffnende Türen, herbeieilende Mäntel und dergleichen mehr.
Rohal selbst soll ein großer Freund dieses Zaubers gewesen sein, den er in Gesprächen als eine der klassischen Arten der Herrschaft des Geistes über die Materie bezeichnete.
Mit ANIMATIO verzauberte Gegenstände gelten nicht als magisch in dem Sinne, dass sie z.B. von der Wirkung eines DESINTEGRATUS ausgenommen wären oder dämonenverletzende Eigenschaften tragen.
Kosten: 12 AsP für Gegenstände bis zu 1 Stein Gewicht, 18 AsP für Objekte bis 5 Stein, 24 AsP für Gegenstände bis zu 10 Stein, 30 AsP für Objekte bis 50 Stein und mindestens 36 AsP für schwerere Objekte.
Zielobjekt: Einzelobjekt
Reichweite: Berührung; die Wirkung des Zaubers ist durch die Ausführung der Zauberhandlung beschränkt. Nach Abschluss der Zauberdauer kann sich der Magier beliebig weit vom verzauberten Objekt entfernen.
Wirkungsdauer: ZfP* Monate, längstens jedoch bis zur nächsten Sommersonnenwende
Modifikationen und Varianten: Kosten
• Tagelöhner (+3). Der Zauber wirkt nur ZfP* Stunden lang (maximal bis zum nächsten Sonnenaufgang), dafür kostet er auch nur ein Drittel der o.a. AsP.
• Knechtschaft (+3; ab ZfW 11). Der Zauber wirkt ZfP* Jahre, kostet jedoch je 3 AsP mehr.
• Mehrere Objekte (+3). Der Magier kann so viele Objekte gleichzeitig mit dem ANIMATIO belegen, wie er tragen kann. Notfalls ist eine FF-Probe erforderlich.
• Ad Infinitum, ad Nauseam (+7). Hiermit kann der Gegenstand für die Wirkungsdauer dazu gebracht werden, auf ein Kommando des Zauberers (Fingerschnippen, Schlüsselwort) stets die gleiche Bewegung zu wiederholen, nämlich jene, die der Zauberer dem Gegenstand vorgemacht hat. Der Magier selbst kann den Zauber jederzeit unterbrechen und wieder einsetzen lassen, um zwischendrin eine eigenhändige Manipulation durchzuführen.
• Geworfenes Objekt (+7; ab ZfW 11). Die Bewegung des Objekts kann ein Wurf sein, solange es dem Magier gelingt, den Gegenstand binnen ZfP* x 10 Aktionen wiederzuerlangen und neu zu werfen. Zum Wiedererlangen ist z.B. ein MOTORICUS erlaubt.
Reversalis: hebt einen bestehenden ANIMATIO auf.
Antimagie: kann in einer BEWEGUNG STÖREN-Zone nur erschwert gewirkt und von diesem Zauber beendet werden.
Merkmale: Telekinese
Komplexität: E
Repräsentationen und Verbreitung: Mag 3
Der Zauber gilt als nicht ganz einfach zu erlernen, wird jedoch in Belhanka, Khunchom und Punin gelehrt; außer dem lässt er sich aus den Schriften Telekins herleiten; hierzu muss man die kompletten Trilogie besitzen. In Khunchom wird von dem Lernenden oft verlangt, nach Jahr und Tag wiederzukommen, um eine scheinbar sinnlose Bewegung mit einem noch sinnloseren Objekt zu vollführen – mit Ersatzteilen für das Zauberschiff Sulman al-Nassori.
Nun habe ich mir im Laufe der letzten Woche sämtliche großen ANIMATIO-Threads, in denen über die Funktionsweise dieses Zaubers und mögliche Magomechanische Konstruktionen debattiert wurde, zur Gemüte geführt, in der Absicht, daraus für meine eigene Gruppe funktionale Hausregeln zu entwickeln. Mein Ziel ist dabei, den Zauber möglichst detailliert und konsistent zu verregeln, und ihn damit gut einsetzbar und auch mächtig (es ist immerhin ein seltener Zauber der Komplexität E) zu gestalten, aber andererseits zu verhindern, dass der Zauber das aventurische Setting komplett bricht und eine industrielle Revolution auslöst (was momentan RAW ziemlich sicher möglich wäre).

Einige grundlegende Annahmen meinerseits zur Funktionsweise des Zaubers:
a) Es ist nicht möglich, einen Gegenstand mit mehr als einem ANIMATIO gleichzeitig zu belegen.
Wege der Zauberei s. 16 hat geschrieben:Es ist nicht möglich, dass ein Lebewesen oder ein Objekt gleichzeitig von zwei gleichartigen Zaubern gleichzeitig profitiert.
b) Der Zauber muss notwendigerweise eine gewisse (wenn auch nur rudimentärste) eingebaute Möglichkeit besitzen, die magisch-telekinetisch ausgeübte Kraft den äußeren Umständen anzupassen (ein zum Esstisch schwebendes Tablett stürzt nicht sofort ab, wenn man ein Stück Torte drauf stellt, aber knallt auch nicht an die Decke, wenn man es mit dem Stück Kuchen darauf verzaubert hatte und dieses dann runter nimmt, dasselbe Problem ist auch mit vollen/leeren Manteltaschen und vielen anderen Fällen, im Extremfall gar dem nach Wetterlage schwankendem Luftdruck, zu veranschaulichen).
c) Es muss während der Zauberdauer möglich sein, die "Aufzeichung" der zu "programmierenden" Bewegung kurz zu unterbrechen und wieder anlaufen zu lassen (da die Bewegung sieben mal durchgeführt werden muss, ist es ja auch notwendig, das Tablett/den Mantel entsprechend oft zum Ausgangspunkt zurückzubringen, wenn das mit gespeichert werden würde, wäre der Zauber ziemlich sinnfrei für nicht-zyklische Bewegungen).

Meine Kritik am Zauber in seiner aktuellen, oben eingefügten Form:
• Es ist nicht geklärt, welche potentielle Kraft der Zauber zur Verfügung hat, um sich veränderten Umständen (etwa einem Gewicht auf einem Tablett oder einem Hindernis im Weg) anzupassen - mutmaßlich die maximale Kraft, die der Magier während der Verzauberung hätte aufbringen können, doch diese kann durch Tränke oder magische Verstärkungen schnell sehr groß werden. Allgemein ist leider nicht geklärt, welcher Kraft eine KK von einem bestimmten Wert ungefähr entspricht, was physikalische-rechnerische Überlegungen für den Zauber ziemlich hinfällig macht, wenn man diese Sache nicht auch noch zusätzlich verregeln will, was hier jetzt nicht das Ziel sein soll.
• Bewegungen müssen per definitionem über einen Bezugspunkt definiert werden, allerdings ist der Zauber da nicht hundertprozentig klar. Dies hier...
Zauberbeschreibung des ANIMATIO im Liber Cantiones hat geschrieben:Die wiederholte Bewegung ist unabhängig vom Ort, an dem sie beginnt.
... legt jedoch den Schluss nahe, dass die Bewegung von der Lage des Gegenstandes im Raum, und nicht seiner exakten geographischen Position abhängig ist. Vulgo, man bringt dem Tablett nicht bei, von der Küche in den Salon zu fliegen, sondern, ein Stück aufzusteigen, dann in Richtung seiner eigenen Stirnseite eine feste Entfernung zu fliegen und sich dann abzusenken (idealerweise dann über dem Tisch im Salon). Der Haken ist allerdings, dass die beschriebenen "apportierenden Tabletts" und "herbeieilenden Mäntel" dann nur sehr eingeschränkt möglich sind - man kann das Tablett nur für eine bestimmte Strecke einsetzen, man muss den Mantel stets an derselben Stelle aufhängen und sich an dieselbe Stelle stellen, um ihn zuverlässig in Empfang nehmen zu können. Ich denke jedoch, dass gerade diese Interpretation für die Anwendung in den Stuben weltfremder Magier oder dekadenter Patrizier nicht ungeeignet ist.
• Die Kosten sind, selbst wenn man die Astralmenge grundsätzlich für angemessen hält, ein völliges Chaos:
Zauberbeschreibung des ANIMATIO im Liber Cantiones hat geschrieben:Kosten: 12 AsP für Gegenstände bis zu 1 Stein Gewicht, 18 AsP für Objekte bis 5 Stein, 24 AsP für Gegenstände bis zu 10 Stein, 30 AsP für Objekte bis 50 Stein und mindestens 36 AsP für schwerere Objekte.
Welche Art von Kostenfunktion soll das bitte sein? Die Kosten steigen linear von 12 AsP in Sechserschritten bis 36 AsP an, gut und schön, aber das korrespondierende Gewicht steigt von 1 Stein auf 5, dann 10, dann 50, was den Faktorschritten x5, x2 und x5 entspricht. Hier wäre eine tatsächliche Exponentialfunktion (etwa: je +6 AsP -> Gewicht x5) oder eine einfache Angabe im Stile derer beim HASELBUSCH...
Zauberbeschreibung des ANIMATIO im Liber Cantiones hat geschrieben:Kosten: von 3 AsP für kleine Veränderungen wie dem schnellen Wachstum einer kleinen Heilpflanze bis hin zu 200 AsP für die deutliche Umformung eines großen Baumes (Meisterentscheid; abhängig von der Größe der Pflanze und dem Umfang der Veränderung).
... hilfreicher gewesen.
• Eine weitere Frage bei den Kosten stellt sich danach, was bei der Verzauberung als das Gewicht des Gegenstandes zu rechnen ist - dreht es sich um das reine Gewicht des Gegenstandes, oder spielt hier auch die oben erwähnte potentielle Kraft, die der Zauber maximal bewegen kann, eine Rolle (mag beim Silbertablett mit Pralinen weniger relevant sein, aber bei der Konstruktion von ANIMATIO-Schiffsschrauben oder Hebekränen ist das eine ganz fundamentale Frage).
• Die Variante Knechtschaft ist problematisch:
Zauberbeschreibung des ANIMATIO im Liber Cantiones hat geschrieben:• Knechtschaft (+3; ab ZfW 11). Der Zauber wirkt ZfP* Jahre, kostet jedoch je 3 AsP mehr.
Zum einen ist die Formulierung zu den Kosten unklar - soll "kostet je 3 AsP mehr" heißen, dass diese Variante um 3 AsP insgesamt teurer ist, oder dass sie für jede der oben bei den Kosten sehr merkwürdig klassifizierten "Gewichtsstufen" um 3 AsP verteuert ist? Allerdings ist das eher nebensächlich, weil die Kosten so oder so ein völliger Witz sind, bei einer Wirkungsdauer von ZfP* Jahren. Allein dass so etwas ohne pAsP möglich sein soll, lässt bei mir die Augenbrauen schon bedenklich weit nach oben wandern.
• Die Variante Ad Infinitum, ad Nauseam ermöglicht RAW völlig abstruse DInge: Was passiert zum Beispiel, wenn ich einen Goldbarren mittels ANIMATIO einen Schritt nach oben schweben lasse, und diese Bewegung ad infinitum wiederholen lasse? Fliegt der Goldbarren für Monate oder gar Jahre ununterbrochen himmelwärts, bis er die Sphären durchbricht und Praios ihn auffängt/er an die Oberkante der dritten Sphäre knallt? Hier sind einige offensichtliche und absolut notwendige Einschränkungen vergessen worden.

Insgesamt muss ich sagen, dass der Zauber vergleichsweise wenig Astralenergie in lächerlich viel "potentielle Energie" umwandelt. Wenn man andere, die physische Umwelt beeinflussende Zauber als ungefähre Vergleiche heranzieht, fällt auf, dass Zauber, die extrem starke Effekte haben (beispielsweise der MAHLSTROM oder die WETTERMEISTERSCHAFT) auch extrem kurze Wirkungsdauer haben, und Zauber im allgemeinen nicht einfach so Jahrzehnte weiterlaufen, sondern dass für langfristig weiterlaufende Effekte in der Regel auch kontinuierlich verfügbare Kraftquellen notwendig sind, seien es thaumaturgische Kraftspeicher, Kraftlinien oder Blutopfer. Mir fehlt hier massiv die Verhältnismäßigkeit. Aus meiner Sicht ist das ganze eigentlich doppelt schade, denn beim MOTORICHS als zweitem großen Telekinese-Zauber wurde sich erkennbar mehr Mühe mit dem Konzept und der Klarstellung von Grenzen gegeben:
Zauberbeschreibung des MOTORICUS im Liber Cantiones hat geschrieben:Die ‘Körperkraft’, die der Magier dabei auf Entfernung ausübt (z.B., wenn der Gegenstand von jemandem festgehalten wird), entspricht einem Wert von ZfP*/2 +7. Dies bedeutet auch, dass durch den Zauber Gegenstände von ebenso viel Stein Gewicht ohne weitere Anstrengung bewegt werden können. Ist der Gegenstand schwerer, so erleidet der Magier durch den Zauber pro Aktion einen Punkt Ausdauer-Verlust, ist der Gegenstand gar schwerer als das Vierfache dieses Werts, erleidet er pro Aktion, die er den Gegenstand bewegt oder hält, einen Punkt Erschöpfung.
Befinden sich auf dem zu bewegenden Objekt weitere Gegenstände (oder Personen), so zählen diese bei der Berechnung des erlaubten Gewichtes (s.o.) und bei der Kostenberechnung hinzu.
Dieser Zauber lässt für mich den Schluss zu, dass meine weiter oben aufgestellte Frage, ob "potentielles Gewicht" bzw. Gegenkräfte in der Berechnung der AsP-Kosten mit eingerechnet werden sollten, durchaus keine unberechtigte Frage ist, und hier setze ich auch mit meinen Hausregeln an.

Mein derzeitiger Entwurf für eine Hausregelung des ANIMATIO sieht folgendermaßen aus:
HAUSREGELN FÜR DEN ANIMATIO hat geschrieben: 1) Es ist möglich, während der Zauberdauer den Beginn und das Ende die "Aufzeichung" der Bewegung zu bestimmen (da die Bewegung sieben mal durchgeführt werden muss, ist es ja auch notwendig, das Tablett/den Mantel entsprechend oft zum Ausgangspunkt zurückzubringen, wenn das mit gespeichert werden würde, wäre der Zauber ziemlich sinnfrei für nicht-zyklische Bewegungen). Für jede der sieben Bewegungen stehen maximal ZfW x 10 Aktionen Zeit zur Verfügung, die Pausen zwischen den sieben Bewegungen dürfen bis zu doppelt so lang sein.
2) Die Bewegungen des Gegenstandes/der Gegenstände geschieht relativ zu sich selbst und ist damit unabhängig vom Ort, an dem die Verzauberung stattfand; allein relevant ist die Position und Ausrichtung des Gegenstandes während des Auslösens.
3) In den Zauber eingebaut ist eine rudimentäre ausgleichende "Intelligenz", um die magisch-telekinetisch ausgeübte Kraft den äußeren Umständen anzupassen und die "einprogrammierte" Bewegung störenden Kräften zum Trotz korrekt durchzuführen.
4) Die Kraft, die der verzauberte Gegenstand störenden Kräften (Gewicht auf einem Tablett, Gewicht an einer Kranwinde, zu verdrängendes Wasser um eine Schiffsschraube) entgegensetzen kann, kann maximal der Kraft entsprechen, die der Zaubernde zum Zeitpunkt der Verzauberung auf den Gegenstand hätte ausüben können (diese kann während dessen etwa durch Zauber temporär erhöht gewesen sein).
5) Potentiell anzuhebende oder zu verdrängende Masse wird bei der Berechnung der AsP-Kosten als Gewicht voll mit eingerechnet.
6) Die Kosten betragen 10 AsP + 2 AsP pro angefangenem Stein Gewicht.
7) Die Wirkungsdauer der Grundversion des Zaubers beträgt ZfP* Tage.
8) Die Variante Tagelöhner bleibt erhalten, die Einschränkung "maximal bis zum nächsten Sonnenaufgang" entfällt.
9) Die Variante Knechtschaft wird stark modifiziert: Knechtschaft (+5; ab ZfW 12). Für je 5 Punkte kann die Wirkungsdauer um eine Kategorie angehoben werden, wobei sich bei jeder solchen Anhebung der Kategorie die AsP-Kosten verdoppeln. Die Kategorien sind ZfP* Wochen/ZfP*x2 Monate/ZfP* Jahre/permanent. Für eine permanente Verzauberung fallen zusätzlich 1/20 der Kosten in pAsP an.
10) Neue Variante: Gewichtheber (+3). Für je 3 Punkte kann das doppelte Gewicht zu denselben Kosten verzaubert werden (für +12 betragen die Kosten also 10 AsP + 2 AsP pro angefangener (2x2x2x2=)16 Stein Gewicht). Nicht mit der Variante Feinmechanik kombinierbar.
11) Neue Variante: Feinmechanik (+3). Die Zauberkosten reduzieren sich auf ein Drittel (also 4 AsP, ggf. durch die Variante Knechtschaft deutlich mehr), allerdings können maximal 4 Unzen (100 Skrupel) Gewicht verzaubert werden. Nicht mit der Variante Gewichtheber kombinierbar.
12) Die Variante Mehrere Objekte bleibt unverändert.
13) Die Variante Ad Infinitum, ad Nauseam wird auf zyklische Bewegungsabläufe beschränkt, bei der der Gegenstand als Teil der Bewegung zum Ausgangspunkt zurück kehrt (eine Kreisbewegung oder eine beständige Bewegung vor und zurück, ein waagerecht bewegter Speer fliegt aber nicht bis zum Ende der Wirkungsdauer beständig geradeaus weiter). Der Ausgangspunkt dieses zyklischen Bewegungsablaufes ist räumlich fixiert an ein festes, deutlich größeres Objekt im Blickfeld des Magiers (analog der Regelung zum FORTIFEX).
14) Die Variante Geworfenes Objekt wird ersetzt durch die neue Variante Bewegung ohne Berührung (+5; ab ZfW 11). Die Zaubertechnik wird modifiziert und setzt keine Berührung während der Bewegung mehr voraus, die Bewegung muss allerdings dennoch durch den Magier geschehen. Hierdurch sind nicht nur Würfe, sondern auch die Verwendung des MOTORICUS zur Durchführung der zu speichernden Handlung erlaubt (dabei gelten die Einschränkungen des MOTORICUS auf maximal ausgeübte KK, Steigerungen der eigenen KK bleiben in diesem Fall natürlich ohne Effekt, die Variante Telemanipulation ist explizit erlaubt, alle anderen Varianten des MOTORICUS nicht).
Ich bin auf konstruktive Kritik gespannt.
Shinxir vult!

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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt » 09.11.2020 19:06

Wenn ich mir schon solche Gedanken machen muss
10) Neue Variante: Gewichtheber (+3). Für je 3 Punkte kann das doppelte Gewicht zu denselben Kosten verzaubert werden (für +12 betragen die Kosten also 10 AsP + 2 AsP pro angefangener (2x2x2x2=)16 Stein Gewicht). Nicht mit der Variante Feinmechanik kombinierbar.
wäre es vielleicht besser, den Zauber einfach zu streichen.
Dein Aufwand in allen Ehren, aber das ist typisches Rumgedoktere am 4.1 System. Wird das dadurch besser? Ich denke nicht.

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Ungelesener Beitrag von Hummelpilot » 09.11.2020 19:16

Madara Thiralion hat geschrieben:
09.11.2020 17:28
4) Die Kraft, die der verzauberte Gegenstand störenden Kräften (Gewicht auf einem Tablett, Gewicht an einer Kranwinde, zu verdrängendes Wasser um eine Schiffsschraube) entgegensetzen kann, kann maximal der Kraft entsprechen, die der Zaubernde zum Zeitpunkt der Verzauberung auf den Gegenstand hätte ausüben können (diese kann während dessen etwa durch Zauber temporär erhöht gewesen sein).
5) Potentiell anzuhebende oder zu verdrängende Masse wird bei der Berechnung der AsP-Kosten als Gewicht voll mit eingerechnet.
Das ist aus meiner Sicht das wirklich relevante, was man braucht um diesen Zauber halbwegs in die Logik anderer Zauber einzubinden. Ich würde es aber in eins fassen: Der Magier muss bei der Bewegung eventuelle Widerstände überwinden, alles darüber hinaus bringt die Bewegung zum Abbruch.
Ein Mantel kann also durch eine offene Tür zum Magier eilen, aber nicht die Tür durchschlagen weil der Magier grade noch seinen Muskelkraft und ein KK Elixier laufen hatte. So entschärft man auch magische Pflüge und "Schiffsschrauben". Wie man in Aventurien auch immer auf Schiffsschrauben kommen sollte.

Das wesentliche Problem des Zaubers ist aus meiner Sicht ohnehin, dass an dieser Stelle Spieler OC überlegen was man damit anstellen könnte, sich aber kaum einer IC denkt, ob der Charakter da drauf kommen könnte. Wohl das extremste Beispiel an Meta-Gaming.

So weit wie @Gerwulf_Treublatt würde ich da aber nicht gehen, da mit einigen Einschränkungen immernoch ein sehr schöner Fluff Zauber übrigbleibt.

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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt » 09.11.2020 19:20

Also das war auch gar nicht böse gemeint, die Ideen sind ja grundsätzlich schön!
Wem nützt eine komplette Neuregelung des A.? Ich habe den Zauber in meiner gesamten Spielzeit vielleicht drei Mal in Aktion gesehen. Und das waren in allen Fällen ingame-Beschreibungen, z. B. ein selbst rührender Löffel im Hexenkessel. Geregelt wurde da mWn nie etwas.
Hummelpilot hat geschrieben:
09.11.2020 19:16
Das wesentliche Problem des Zaubers ist aus meiner Sicht ohnehin, dass an dieser Stelle Spieler OC überlegen was man damit anstellen könnte, sich aber kaum einer IC denkt, ob der Charakter da drauf kommen könnte. Wohl das extremste Beispiel an Meta-Gaming.
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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 09.11.2020 19:53

Gerwulf_Treublatt hat geschrieben:
09.11.2020 19:06
Wenn ich mir schon solche Gedanken machen muss
10) Neue Variante: Gewichtheber (+3). Für je 3 Punkte kann das doppelte Gewicht zu denselben Kosten verzaubert werden (für +12 betragen die Kosten also 10 AsP + 2 AsP pro angefangener (2x2x2x2=)16 Stein Gewicht). Nicht mit der Variante Feinmechanik kombinierbar.
wäre es vielleicht besser, den Zauber einfach zu streichen.
Dein Aufwand in allen Ehren, aber das ist typisches Rumgedoktere am 4.1 System. Wird das dadurch besser? Ich denke nicht.
Das mit dem Gewicht ist vom Konzept her vom ADAMANTIUM übernommen, und über den beschwert sich keiner.
Wieso soll ich denn den Zauber nicht hausregeln, um ihn nutzbarer und eindeutiger zu machen? Und wenn mich komplizierte Regeln abschrecken würden, wäre ich ohnehin nicht DSA-Spieler.

Hummelpilot hat geschrieben:
09.11.2020 19:16
Madara Thiralion hat geschrieben:
09.11.2020 17:28
4) Die Kraft, die der verzauberte Gegenstand störenden Kräften (Gewicht auf einem Tablett, Gewicht an einer Kranwinde, zu verdrängendes Wasser um eine Schiffsschraube) entgegensetzen kann, kann maximal der Kraft entsprechen, die der Zaubernde zum Zeitpunkt der Verzauberung auf den Gegenstand hätte ausüben können (diese kann während dessen etwa durch Zauber temporär erhöht gewesen sein).
5) Potentiell anzuhebende oder zu verdrängende Masse wird bei der Berechnung der AsP-Kosten als Gewicht voll mit eingerechnet.
Das ist aus meiner Sicht das wirklich relevante, was man braucht um diesen Zauber halbwegs in die Logik anderer Zauber einzubinden. Ich würde es aber in eins fassen: Der Magier muss bei der Bewegung eventuelle Widerstände überwinden, alles darüber hinaus bringt die Bewegung zum Abbruch.
Ein Mantel kann also durch eine offene Tür zum Magier eilen, aber nicht die Tür durchschlagen weil der Magier grade noch seinen Muskelkraft und ein KK Elixier laufen hatte.
Ich verstehe den Ansatz, aber es wäre irgendwie auch blöd, für Verzauberung von Gegenständen, die im Freien agieren sollen, jedes mal auf einen Sturm aus mehreren Richtungen zu warten, um eine zuverlässige Verzauberung durchführen zu können. Ich halte es für schwierig bis unmöglich, alle möglichen Widerstandskräfte während der "Aufzeichnung" zu simulieren, weshalb ich das eher allgemein fassen würde.
Hummelpilot hat geschrieben:
09.11.2020 19:16
So entschärft man auch magische Pflüge und "Schiffsschrauben". Wie man in Aventurien auch immer auf Schiffsschrauben kommen sollte.
Die Sulman al'Nassori hat offiziell ANIMATIO-Schiffsschrauben, was immer man davon halten mag, und der Lamea-Expedition ist mit Sicherheit mal eine myranische Schraubengaleere begegnet.
Hummelpilot hat geschrieben:
09.11.2020 19:16
Das wesentliche Problem des Zaubers ist aus meiner Sicht ohnehin, dass an dieser Stelle Spieler OC überlegen was man damit anstellen könnte, sich aber kaum einer IC denkt, ob der Charakter da drauf kommen könnte. Wohl das extremste Beispiel an Meta-Gaming.
Das ist definitiv ein Problem, ja. Bloß weil ein Spieler Ingenieur ist, ist sein Khunchomer Magier nicht automatisch auch einer.

Gerwulf_Treublatt hat geschrieben:
09.11.2020 19:20
Wem nützt eine komplette Neuregelung des A.? Ich habe den Zauber in meiner gesamten Spielzeit vielleicht drei Mal in Aktion gesehen. Und das waren in allen Fällen ingame-Beschreibungen, z. B. ein selbst rührender Löffel im Hexenkessel. Geregelt wurde da mWn nie etwas.
Ich habe in meiner Spielzeit weder den STEIN WANDLE! noch den CHIMAEROFORM HYBRIDGESTALT je persönlich in Aktion gesehen, aber deren Möglichkeiten und Beschränkungen sind dennoch ein wichtiges Element der Spielwelt, und wenn sie sich drastisch ändern würden, würde das nicht nur das knappe Dutzend Anwender, sondern eben das ganze Setting betreffen. Das ist der Grund, wieso diese Fragen durchaus relevant sind.
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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 10.11.2020 00:47

Bei genauerer Betrachtung ist auch die erlaubte Dauer der einprogrammierten Bewegung verdammt hoch - ZfW x 10 Aktionen, das sind ZfW / 4 Minuten, mit UfW 20 wäre also eine Speicherung einer bis zu fünfminütigen Bewegung möglich!
Ehrlich gesagt fällt mir da nicht allzu viel ein, wofür das noch zu gebrauchen wäre - alle repetitiven Prozesse werden von der Ad Infinitum, ad Nauseam-Variante schon abgedeckt.
Was könnte man denn überhaupt an langen, nicht repetitiven Bewegungen von der Länge praktisch gut einspeichern?
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 10.11.2020 07:33

Hummelpilot hat geschrieben:
09.11.2020 19:16
Das wesentliche Problem des Zaubers ist aus meiner Sicht ohnehin, dass an dieser Stelle Spieler OC überlegen was man damit anstellen könnte, sich aber kaum einer IC denkt, ob der Charakter da drauf kommen könnte. Wohl das extremste Beispiel an Meta-Gaming.
Ein Charakter, der Arcanomechaniken bauen will, wird sicherlich auch genug Punkte im Talent Mechanik besitzen, um zu wissen, wie er eine magische dauerhafte Bewegungsquelle für allerhand Unsinn nutzen kann.
Fast nichts unter den regelmäßigen, spielweltverändernden Animatiovorschlägen ist mechanisch komplizierter als eine Mühle.

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Ungelesener Beitrag von Hummelpilot » 10.11.2020 07:59

Madara Thiralion hat geschrieben:
10.11.2020 00:47
Was könnte man denn überhaupt an langen, nicht repetitiven Bewegungen von der Länge praktisch gut einspeichern?
Bei einem Beschwörer könnte ich mir das nachziehen eines Pentagramms/Heptagramms vorstellen. Die Schutzzeichen etc muss man natürlich per Hand eintragen aber das Grundzeichen wäre schonmal da. In der Alchimie könnte ich mir das für komplexere Rührbewegungen vorstellen (3 mal im Uhrzeigersinn, 1 Minute Pause, 3 mal gegen den Uhrzeigersinn etc). Es gibt da schon Anwendungsfälle.

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Ungelesener Beitrag von Thargunitoth » 10.11.2020 08:46

Der Animatio sollte in zweierlei Hinsicht geändert werden:

- er muss nicht auf Gewicht, sondern auf Kraftaufwand aufbauen.
- die Aspkosten müssen im Verhältnis dazu stehen wieviel Energie aufgewendet wird.

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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 10.11.2020 10:04

Hummelpilot hat geschrieben:
10.11.2020 07:59
Madara Thiralion hat geschrieben:
10.11.2020 00:47
Was könnte man denn überhaupt an langen, nicht repetitiven Bewegungen von der Länge praktisch gut einspeichern?

Bei einem Beschwörer könnte ich mir das nachziehen eines Pentagramms/Heptagramms vorstellen. Die Schutzzeichen etc muss man natürlich per Hand eintragen aber das Grundzeichen wäre schonmal da. In der Alchimie könnte ich mir das für komplexere Rührbewegungen vorstellen (3 mal im Uhrzeigersinn, 1 Minute Pause, 3 mal gegen den Uhrzeigersinn etc). Es gibt da schon Anwendungsfälle.
Das sind in der Tat gute Ideen. Bei den Anwendungen mit Beschwörungs-/Bannungs-/Schutzkreisen kann es Probleme damit geben, dass die Kreide nicht lange hält, aber dennoch kreativ.
Aber der wahre Geniestreich ist wohl die Anwendung für die Herstellung gefährlicher Alchemika - Dinge, die unter Luftabschluss oder mit hohem Explosionsrisiko stattfinden, kann man dadurch teilweise automatisieren.

Thargunitoth hat geschrieben:
10.11.2020 08:46
Der Animatio sollte in zweierlei Hinsicht geändert werden:

- er muss nicht auf Gewicht, sondern auf Kraftaufwand aufbauen.
- die Aspkosten müssen im Verhältnis dazu stehen wieviel Energie aufgewendet wird.
Naja, exakt das habe ich ja gemacht. Ich schreibe zwar immer noch "Gewicht", aber das liegt hauptsächlich daran, dass wir keine inneraventurische Maßeinheit für Kraftaufwand haben, soweit ich das weiß. Aber die aufgewendete Kraft gegen Widerstände wird in meiner neuen Version explizit mit einbezogen.
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Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 10.11.2020 12:50

Mein großes Problem ist, dass der Animatio durch seine fehlende Intelligenz oft nicht das erfüllen kann, was er laut Hintergrund eigentlich sollte. Durch seine Fixierung auf räumliche Orientation sind viele Sachen, die man von ihm erwarten würde schlicht nicht durchführbar.
Hallen arkaner Macht, Seite 26 hat geschrieben:Der ANIMATIO STUMMER DIENER macht seinem vollen Namen an Akademien alle Ehren. Türen öffnen sich auf Kommando, Eimer schöpfen Wasser, Tabletts schweben zu Tisch, Betten machen sich von selbst, Bücher stellen sich ins Regal zurück. Es gibt eine Reihe von in Belhanka, Khunchom oder Punn ausgebildeten Lohnmagiern, die nichts anderes tun, also von Akademie zu Akademie zu reisen, um die animationes zu erneuern.
Die beschrieben Sachverhalte funktionieren einfach nicht. Die Türen sind kein Problem, aber schon der Wassereimer wird sehr viel verschütten, wenn man ihn nicht immer in genau das gleiche Gefäß an gleicher Stelle Wasser einschütten lässt. Tabletts müssten durchnummeriert werden und genaustens hingestellt, wenn man nicht will, das viel Essen einfach auf dem Boden landet. Bettenmachen ist unmöglich, außer der Magier bringt es stets in die gleiche Unordnung bevor er den Zauber auslöst, dann kann er es aber auch gleich selbst machen. Das Buch kann nur von einem bestimmten Platz zurück ins Regal, ein paar Finger weiter rechts und es zerquetscht die wertvolle Pergamentrolle im Nebenregal.

Beim ersten Lesen des Zaubers dachte ich an so etwas wie Besen, die einen Raum fegen oder kleine Bollerwägen, die dem Magier durch die Bibliothek folgen und auf die er schwere Bücher packen kann. Man bräuchte aber für jeden Raum einen eigenen Besen (und wehe jemand verrückt auch nur ein Möbelstück! Dann darf man den teuren Magier aus Khunchom herbestellen) und der Wagen würde nur funktionieren, wenn der Magier immer die gleiche Route durch die Bibliothek nimmt. Und nie stehen bleibt um mal einen Buchtitel zu lesen.

Meine erste Änderung an dem Zauber wäre also erstmal ihm eine ZfP* abhängige Intelligenz zu geben, mit der er erkennen kann was genau von ihm verlangt wird und je nachdem ob die ZfP* reichen kann er dann nachkorrigieren. ("Besen fege diesen Raum und fege um die Möbel drum herum!" "Buch kehre an deinen Platz zurück!" "Wagen, folge mir in 15 Finger Abstand!" "Eimer, fülle dieses Gefäß mit Wasser!"). Das Gegenstände in DSA eine Art von Intelligenz haben zeigt sich ja sehr gut am Objectovoco, mit dem man sogar Erinnerungen abfragen kann, die entstanden sind, bevor der Gegenstand jemals verzaubert wurde.
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 10.11.2020 14:34

WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 12:50
Mein großes Problem ist, dass der Animatio durch seine fehlende Intelligenz oft nicht das erfüllen kann, was er laut Hintergrund eigentlich sollte. Durch seine Fixierung auf räumliche Orientation sind viele Sachen, die man von ihm erwarten würde schlicht nicht durchführbar.
WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 12:50
Meine erste Änderung an dem Zauber wäre also erstmal ihm eine ZfP* abhängige Intelligenz zu geben, mit der er erkennen kann was genau von ihm verlangt wird und je nachdem ob die ZfP* reichen kann er dann nachkorrigieren. ("Besen fege diesen Raum und fege um die Möbel drum herum!" "Buch kehre an deinen Platz zurück!" "Wagen, folge mir in 15 Finger Abstand!" "Eimer, fülle dieses Gefäß mit Wasser!"). Das Gegenstände in DSA eine Art von Intelligenz haben zeigt sich ja sehr gut am Objectovoco, mit dem man sogar Erinnerungen abfragen kann, die entstanden sind, bevor der Gegenstand jemals verzaubert wurde.
Tbh, eine Intelligenz für Gegenstände macht ein völlig anderes Fass auf. Ich habe noch nie einen Charakter mit OBJECTOVOCO in einer Gruppe gehabt, und mir gefällt der Zauber vom Konzept her auch überhaupt nicht. Intelligenz für Gegenstände sollte etwas sein, was einer echten Beseelung (Artefaktseele, Golemid, Golem) vorbehalten ist. Der OBJECTOVOCO hat auch weder Hellsicht noch Eigenschaften als Merkmale, sondern nur Verständigung und sonst nichts, was impliziert, dass alle Gegenstände permanent über eine gewisse Intelligenz verfügen (und dazu kommt noch, dass sie sich anscheinend laut äußern können).
Der komplette Zauber ist mMn kompletter Murks, und in meinem Aventurien existiert er nicht.
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 10.11.2020 15:22

Madara Thiralion hat geschrieben:
10.11.2020 14:34
WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 12:50
Mein großes Problem ist, dass der Animatio durch seine fehlende Intelligenz oft nicht das erfüllen kann, was er laut Hintergrund eigentlich sollte. Durch seine Fixierung auf räumliche Orientation sind viele Sachen, die man von ihm erwarten würde schlicht nicht durchführbar.
WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 12:50
Meine erste Änderung an dem Zauber wäre also erstmal ihm eine ZfP* abhängige Intelligenz zu geben, mit der er erkennen kann was genau von ihm verlangt wird und je nachdem ob die ZfP* reichen kann er dann nachkorrigieren. ("Besen fege diesen Raum und fege um die Möbel drum herum!" "Buch kehre an deinen Platz zurück!" "Wagen, folge mir in 15 Finger Abstand!" "Eimer, fülle dieses Gefäß mit Wasser!"). Das Gegenstände in DSA eine Art von Intelligenz haben zeigt sich ja sehr gut am Objectovoco, mit dem man sogar Erinnerungen abfragen kann, die entstanden sind, bevor der Gegenstand jemals verzaubert wurde.
Tbh, eine Intelligenz für Gegenstände macht ein völlig anderes Fass auf. Ich habe noch nie einen Charakter mit OBJECTOVOCO in einer Gruppe gehabt, und mir gefällt der Zauber vom Konzept her auch überhaupt nicht. Intelligenz für Gegenstände sollte etwas sein, was einer echten Beseelung (Artefaktseele, Golemid, Golem) vorbehalten ist. Der OBJECTOVOCO hat auch weder Hellsicht noch Eigenschaften als Merkmale, sondern nur Verständigung und sonst nichts, was impliziert, dass alle Gegenstände permanent über eine gewisse Intelligenz verfügen (und dazu kommt noch, dass sie sich anscheinend laut äußern können).
Der komplette Zauber ist mMn kompletter Murks, und in meinem Aventurien existiert er nicht.
Wir haben den Zauber eigentlich schon immer in der Weise von WeZwanzig interpretiert (einfach wegen der Nutzbarkeit).
Bei uns hängt die "Intelligenz" aber eher im Zauber selbst als grundsätzlich im Gegenstand. "Intelligenz", da der Zauber, der den Gegenstand bewegt, nicht wirklich zu Gedanken/Überlegungen im Stande ist * , sondern nur grob zum Ausweichen/passgenauen Bewegungen fähig. Das Buch soll halt durch die Bibliothek fliegen ohne auf dem Weg einen Adepten ohnmächtig zu schlagen, eine Kerze und ein Stundenglas vom Tisch zu fegen und sich dann in ein anderes Buch zu rammen, weil der Magier beim Befehl einen halben Schritt weiter links stand :ijw:

*Der OBJECTOVOCO ist da in meinen Augen viel problematischer.
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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 10.11.2020 17:13

Desiderius Findeisen hat geschrieben:
10.11.2020 15:22
Wir haben den Zauber eigentlich schon immer in der Weise von WeZwanzig interpretiert (einfach wegen der Nutzbarkeit).
Bei uns hängt die "Intelligenz" aber eher im Zauber selbst als grundsätzlich im Gegenstand. "Intelligenz", da der Zauber, der den Gegenstand bewegt, nicht wirklich zu Gedanken/Überlegungen im Stande ist * , sondern nur grob zum Ausweichen/passgenauen Bewegungen fähig. Das Buch soll halt durch die Bibliothek fliegen ohne auf dem Weg einen Adepten ohnmächtig zu schlagen, eine Kerze und ein Stundenglas vom Tisch zu fegen und sich dann in ein anderes Buch zu rammen, weil der Magier beim Befehl einen halben Schritt weiter links stand :ijw:

*Der OBJECTOVOCO ist da in meinen Augen viel problematischer.
Nun, dem ANIMATIO bzw dessen Zaubermatrix eine solche Eigenschaft zuzusprechen ist das eine, es ist zwar von den Regeln her nicht zu begründen, wird aber vom Fluff durchaus stark impliziert, wie etwa in der Stelle aus HaM.

Die Interpretation, die der OBJECTOVOCO alerdings forciert, ist komplett absurd und der Zauber sollte mMn gestrichen werden.
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 10.11.2020 18:27

Madara Thiralion hat geschrieben:
10.11.2020 17:13
Die Interpretation, die der OBJECTOVOCO alerdings forciert, ist komplett absurd und der Zauber sollte mMn gestrichen werden.
Ich bin auch kein Freund davon, vor allem, weil der Zauber wie schon gesagt kein Hellsicht-Merkmal hat (das wäre der Punkt an dem ich ansetzen würde). Ist aber nicht der einzige Zauber der von einem "Erinnerungsvermögen" von Gegenständen ausgeht. Der REVERSALIS EISENROST UND PATINA setzt Gegenstände "bis maximal zum Ursprungszustand" zusammen, also muss der Zauber den Ursprungszustand abfragen können. GEISTERRUF, MADAS SPIEGEL und NEKROPATHIA funktionieren leichter, wenn man einen Gegenstand aus dem Besitz des Ziels als Fokus benutzt. Der XENOGRAPHUS erkennt welche Absicht und Sinn der Verfasser des Textes hatte, kann also sogar auf die Gedanken des Erschaffers, nicht nur auf die des Gegenstandes zurückgreifen. Und die Zibiljas können mit UNSICHTBARER CHRONIK und RUF DES BIENENSTOCKS Gegenstände nach ihrer Vergangenheit zu befragen, oder sie nach Gegenständen befragen, gegen die sie getauscht wurden.
Zugegeben, nichts davon ist extrem präsent in der DSA-Weltbeschreibung, aber es findet doch oft statt.

In meinem Haus-Aventurien hat ein Buch also sozusagen "Ahnung davon" wo sein Platz im Regal ist ("Durch den langfristigen Verbleib an einem Ort gleichen sich die schwachen astralen Fäden des Objectes an die astralen Muster seines Verbleiborts auf. Der Objectovoco-Cantus kann auf diese Muster zugreifen und sie dem Magier in einer für ihn verständlichen Form mitteilen. Aufgrund der nicht vorhanden Intelligenz des Objects sind nur simpelste Fragestellungen (Vulgo: Ja/Nein-Fragen) möglich"). Die Fähigkeit diesen Ort gezielt anzusteuern und Hindernissen auszuweichen würde bei mir dann aber aus der Zauber-Matrix des ANIMATIO kommen.
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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 10.11.2020 19:31

WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 18:27
Der REVERSALIS EISENROST UND PATINA setzt Gegenstände "bis maximal zum Ursprungszustand" zusammen, also muss der Zauber den Ursprungszustand abfragen können.
Nein, der Zauber hat das Merkmal Zeit und fragt im Zweifelsfall den vorherigen Zustand in der Vergangenheit ab.
WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 18:27
GEISTERRUF, MADAS SPIEGEL und NEKROPATHIA funktionieren leichter, wenn man einen Gegenstand aus dem Besitz des Ziels als Fokus benutzt.
Das wird weit eher an "Aura-Rückstrahlung" als einem Gedächtnis der jeweiligen Gegenstände liegen.
WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 18:27
Der XENOGRAPHUS erkennt welche Absicht und Sinn der Verfasser des Textes hatte, kann also sogar auf die Gedanken des Erschaffers, nicht nur auf die des Gegenstandes zurückgreifen.
Da hast du schon eher einen Punkt, über die Wirkungsweise des Zaubers müsste ich mir auch mal Gedanken machen.
WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 18:27
Und die Zibiljas können mit UNSICHTBARER CHRONIK und RUF DES BIENENSTOCKS Gegenstände nach ihrer Vergangenheit zu befragen, oder sie nach Gegenständen befragen, gegen die sie getauscht wurden.
WdZ s. 148 hat geschrieben:Dazu geht sie den feinen Spuren nach, welche durch die andauernde Nähe einer menschlicher Aura entstehen und umso deutlicher sind, je öfter und eingehender die Person den Gegenstand benutzt bzw. sich mit ihm befasst hat
Auch das geht nach der Aura, und hat zumindest die Komponente Hellsicht. Ich halte hier die Formulierung "befragt den Gegenstand" einfach ungünstig.
WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 18:27
In meinem Haus-Aventurien hat ein Buch also sozusagen "Ahnung davon" wo sein Platz im Regal ist ("Durch den langfristigen Verbleib an einem Ort gleichen sich die schwachen astralen Fäden des Objectes an die astralen Muster seines Verbleiborts auf.
Orte, Personen und magische Objekte haben Auren, unmagische Gegenstände eigentlich praktisch gar nicht.
WeZwanzig hat geschrieben:
10.11.2020 18:27
Die Fähigkeit diesen Ort gezielt anzusteuern und Hindernissen auszuweichen würde bei mir dann aber aus der Zauber-Matrix des ANIMATIO kommen.
Das sind schon zwei verschiedene Sachen. Für eine Rückkehr an einen Ort kannst du deine Ortsmustertheorie verwenden, aber für gezieltes Ausweichen braucht der Gegenstand/Zauber irgendeine Art von Wahrnehmung.
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Der Geier » 11.11.2020 09:33

Vielleicht wärs mal an der Zeit, einen Community-Fix für die ganzen alten Verbrechen, also nicht nur den Animatio, zu erstellen? So ähnlich wie Ilaris und die inoffiziellen Errate im Wiki das bereits probieren?
http://www.heldenbund.de - DSA-Spielerbörse, Heldenverwaltung, Gruppenforen etc.

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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 11.11.2020 10:56

Der Geier hat geschrieben:
11.11.2020 09:33
Vielleicht wärs mal an der Zeit, einen Community-Fix für die ganzen alten Verbrechen, also nicht nur den Animatio, zu erstellen? So ähnlich wie Ilaris und die inoffiziellen Errate im Wiki das bereits probieren?
Naja, ich bin für meine Runde momentan dabei, einige der am unklarsten beschriebenen Zauber zu Hausregeln, darunter den TRANSVERSALIS, den ANIMATIO, den ECLIPTIFACTUS, den MEMORABIA und den ADLERSCHWINGE.
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Laske Hjalkason » 11.11.2020 13:01

Schön das Du versuchst den Animatio mal etwas zu entbuggen. Da ich seit geraumer Zeit einen Belhankaner spiele bin ich auch sehr daran interessiert.
Madara Thiralion hat geschrieben:
09.11.2020 17:28
3) In den Zauber eingebaut ist eine rudimentäre ausgleichende "Intelligenz", um die magisch-telekinetisch ausgeübte Kraft den äußeren Umständen anzupassen und die "einprogrammierte" Bewegung störenden Kräften zum Trotz korrekt durchzuführen.
Denke das ist in der ürsprünglichen Zauberbeschreibung schon enthalten nur ohne Intelligenz.
Es ist nicht nur interessant welche Kräfte wirken sondern auch welche genauen Bewegungnen und mit welcher Geschwindigkeit. D.h. ein Tablett fliegt nicht mit voller Geschwindigkeit (also mit voller Kraft), erst wenn es auf einen Widerstand trifft wird es die Kraft erhöhen um die gewünschte Gechwindigkeit aufrecht zu erhalten. Auch wird es nicht mit voller Kraft heben sondern nur versuchen die gewünschte Höhe zu halten solange die Kraft ausreicht das Gewicht zu halten, was dem entspricht was der Magier hätte halten können.
Madara Thiralion hat geschrieben:
09.11.2020 17:28
5) Potentiell anzuhebende oder zu verdrängende Masse wird bei der Berechnung der AsP-Kosten als Gewicht voll mit eingerechnet.
Genau deswegen habe ich obigen Punkt nochmal angesprochen. Das Fass mit Kosten pro Kraft würde ich nicht aufmachen.
Ich kann schon verstehen das ein Rucksack (1 kg) der 10 kg trägt genauso 12 AsP kostet wie der Tragegurt (1 kg) der einen Elefanten trägt etwas schräg ist. Aber die Begrenzung auf die Kraft des Magiers finde ich eigentlich schön gewählt. Klar das PG Potential ist da natürlich riesig... aber hey ich find das schön.

Laß mich Dir die Krux mit den Kosten pro Kraft verdeutlichen, denn eigentlich ist nicht die Kraft interessant sondern die Leistung:
Mein Magier hat eine Animatio Seilwinde hergestellt. Da die Winde jetzt nicht sonderlich schnell drehen muß, dafür aber Lasten heben soll habe ich mit einem Hebel gearbeitet. Mit dem Modifikationsfokus habe ich den Stab anstatt der Hände genommen und in der Winde fixiert und habe die Bewegung eingespeichert in dem ich um die Winde herum gelaufen bin. Dadurch habe ich jetzt die Kraft der Winde um sagen wir mal Faktor 10 erhöht, aber gleichzeitig ist die Bewegung um denselben Faktor langsamer geworden.
Das möchte ich jetzt nicht mit dem 10-fachen bezahlen, denn die Leistung ist dieselbe.

Um Bei dem Beispiel zu bleiben kann ich jetzt noch mit dem Axxeleratus arbeiten. Der erhöht die Geschwindikeit der Bewegung (und damit die Leistung) aber nicht die potentielle Kraft dahinter um diese Geschwindikeit aufrecht zu erhalten.
Ich muß nachher mal physikalische Größen bei Wikipedia nachlesen. Natürlich hast Du eigentlich recht das die Geschwindigeit auch aus Kraft und Masse resultiert. Sobald man aber mit Übersetzungen (Hebel, Getriebe) arbeitet stimmt das nicht mehr ganz. (Aus dem Kopf) Denke die Verdoppelung des Arbeitsweges führt zur Verdoppelung der Kraft bzw. Halbierung der Geschwindigkeit.
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Ungelesener Beitrag von Sanaroth » 11.11.2020 16:29

Ich würde nicht die Kosten vom Gewicht sondern das Gewicht von den Kosten abhängig machen. Also anhand der eingesetzten Asp die Kraft definieren, welche das Objekt ausübt. Wertebalancing überlasse ich mal euch.
Das Eigengewicht des Objektes oder dessen Trägheit sollte diese Kraft im Effekt einfach entsprechend mindern. Es gibt ja ziemlich sicher irgendwelche Regeln, wieviel KK man braucht um ein bestimmtes Gewicht stämmen zu können, oder zumindest einen Ansatz dazu.
Die Variante Gewichtsheber skaliert die Wirkung sinnvollerweise auch entsprechend den Zfp.

Ich würde die Bewegung elastisch auslegen. Also dass das Objekt in seiner Bewegung gebremst oder übersteuert werden kann, und es stets wieder zu seiner vorhergesehenen Bahn zurückzukehren versucht. Auch ich würde dazu für den Bewegungsablauf eine von den Zfp abhängige maximale dauer definieren. Der Mantel klebt dann halt einfach an der Tür bis die Wirkung verfliegt oder sie nachgibt.

Nach allem was die sonstigen Artefaktregeln bieten sollte der Zauber, resp. das verzauberten Objekt keine Intelligenz haben und viele der beschriebenen Anwendungen nicht möglich sein oder entsprechend der Umstände anders ausfallen als vorgesehen. Würde das aber bei der Beschreibung offenkundig der Hausregelei überlassen. (Stichwort "Wie phantastisch darfs denn sein?")
(Btw. Auris Nasus ist da auch so ein Wunschkonzert-Kandidat)
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Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 11.11.2020 22:00

Laske Hjalkason hat geschrieben:
11.11.2020 13:01
Laß mich Dir die Krux mit den Kosten pro Kraft verdeutlichen, denn eigentlich ist nicht die Kraft interessant sondern die Leistung:
Mein Magier hat eine Animatio Seilwinde hergestellt. Da die Winde jetzt nicht sonderlich schnell drehen muß, dafür aber Lasten heben soll habe ich mit einem Hebel gearbeitet. Mit dem Modifikationsfokus habe ich den Stab anstatt der Hände genommen und in der Winde fixiert und habe die Bewegung eingespeichert in dem ich um die Winde herum gelaufen bin. Dadurch habe ich jetzt die Kraft der Winde um sagen wir mal Faktor 10 erhöht, aber gleichzeitig ist die Bewegung um denselben Faktor langsamer geworden.
Das möchte ich jetzt nicht mit dem 10-fachen bezahlen, denn die Leistung ist dieselbe.

Um Bei dem Beispiel zu bleiben kann ich jetzt noch mit dem Axxeleratus arbeiten. Der erhöht die Geschwindikeit der Bewegung (und damit die Leistung) aber nicht die potentielle Kraft dahinter um diese Geschwindikeit aufrecht zu erhalten.
Ich muß nachher mal physikalische Größen bei Wikipedia nachlesen. Natürlich hast Du eigentlich recht das die Geschwindigeit auch aus Kraft und Masse resultiert. Sobald man aber mit Übersetzungen (Hebel, Getriebe) arbeitet stimmt das nicht mehr ganz. (Aus dem Kopf) Denke die Verdoppelung des Arbeitsweges führt zur Verdoppelung der Kraft bzw. Halbierung der Geschwindigkeit.
Ich stimme dir darin zu, dass das von mir vorgeschlagene System mit Kosten entsprechend des Gewichts aus verschiedenen Gründen unsauber ist, Gewicht ist nicht gleich Kraft, und Dauer und Geschwindigkeit werden nicht beachtet. Das Problem ist, dass die Kosten eigentlich nach der aufgebrachten Kraft (in Newton o.Ä.) berechnet werden sollten, aber wir in weder Aventurien eine anständige Maßeinheit für mechanische Kraft haben, noch eine Angabe, welche KK welche Kraftausübung ermöglicht. Der Weg über das Gewicht erschien mir wie ein praktikabler Kompromiss, ohne direkt eine Physika Aventurica als Regelwerk zu verfassen, die nebenbei verregeln müsste, wie viel Newton Energie ein Astralpunkt hergibt. Ich weiß nicht, ob das zu einem Fantasy-Setting noch passt.
Sanaroth hat geschrieben:
11.11.2020 16:29
Das Eigengewicht des Objektes oder dessen Trägheit sollte diese Kraft im Effekt einfach entsprechend mindern. Es gibt ja ziemlich sicher irgendwelche Regeln, wieviel KK man braucht um ein bestimmtes Gewicht stemmen zu können, oder zumindest einen Ansatz dazu.
Gibt es im Meisterschirm, ja. Wobei auch die diskutabel sind.
Sanaroth hat geschrieben:
11.11.2020 16:29
Ich würde die Bewegung elastisch auslegen. Also dass das Objekt in seiner Bewegung gebremst oder übersteuert werden kann, und es stets wieder zu seiner vorhergesehenen Bahn zurückzukehren versucht.
Davon war ich ausgegangen, darauf zielte der Absatz mit dem Widerstand gegen störende Kräfte ab.
Sanaroth hat geschrieben:
11.11.2020 16:29
Auch ich würde dazu für den Bewegungsablauf eine von den Zfp abhängige maximale dauer definieren.
Das ist bereits so. Sogar in der offiziellen Version: ZfW x 10 Aktionen. Zumindest ohne die Ad Infinitum-Variante.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 12.11.2020 00:39

Regelung bei uns in der Runde:


Animatio Stummer Diener


Sowohl für die Grundvariante, als auch die Varianten gilt folgendes:

Die Kosten des Zaubers berechnen sich aus dem Gewicht des Objekts. Soll dieses später in der Lage sein, einen anderen Gegenstand, eine Person oder ein Lebewesen zu befördern, muss auch dessen Gewicht bei der Verzauberung mit bezahlt werden. Zu bedenken ist auch, die Bewegung sofort und in vollem Maße einsetzt, also keine ansteigende Bewegung darstellt, was bei etwaigen Widerständen durch Wasser, Erde oder ein Lebewesen bedacht werden sollte. Dieser Widerstand muss ebenfalls als "Gewicht" mit bezahlt werden.

Die wiederholte Bewegung erfolgt nach festen Parametern, entsprechend der Bewegung beim Wirken des Zaubers. Diese vorgeschriebene Bewegung ist auch bei "Ad Infinitum, ad Nauseam" immer identisch und nicht variabel. Durch einen Animatio kann also kein Apport simuliert werden, sondern nur starre Bewegungsmuster programmiert werden.

Bsp: Ein Umhang kann also jedes Mal vom Gaderobenhaken 3 Schritt gerade aus, 2 Schritt links und
1 Schritt nach oben fliegen, nicht jedoch auf Kommando selbstständig seinen Weg zu einem Ziel suchen.
Programmiert wird also der Weg inklusive seinem Weg-Ende, nicht aber seinem lokalen Zielort. Will der
Magier also seinen Umhang zu sich heranschweben lassen, muss er dafür an dem passenden Ort stehen.

Variante: Geworfenes Objekt: Die insgesamt 7 Würfe müssen nicht völlig identisch sein, jedoch sich soweit ähneln, dass sowohl Flugbahn als auch ungefähre Geschwindigkeit vergleichbar sind.



Damit sollten die meisten Probleme geregelt sein. Zumindest gab es bei uns bisher keine :)

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Ungelesener Beitrag von Taipan » 13.11.2020 13:25

Der Zauber beinhaltet ja von sich aus schon eine Wurf-Variante. Man muss also davon ausgehen, dass es einen gewissen Spielraum gibt was die Bewegung angeht. Niemand wirft sieben mal die gleiche Flugbahn, bei weiteren Distanzen muss man wahrscheinlich mit Abweichungen von einigen Schritten rechnen. Generell dürfte selbst bei Bewegungen wie dem Öffnen von Türen immer etwas Varianz dabei sein, und man könnte eh Argumentieren, dass die Technikbeschreibungen aus dem Liber primär Fluff sind.
Von daher würde ich mich nicht an der genauen Bewegung aufhängen, sondern (zugegebenermaßen etwas handwedlerisch) die Intention des Magiers als ausschlaggebendes Kriterium nehmen (wer sagt denn, dass Ausführen der Bewegung nicht eigentlich nur dazu dient, dass der Magier sich ein genaues Bild der Bewegung machen kann?). Dann ist die Bewegung für das Buch halt nicht "flieg 1 Schritt hoch, dann zwei Schritte nach links, [hier bitte die Rotationsanweisungen einfügen mit der sich das Buch korrekt ausrichtet], und dann fliegst du 20 Finger nach vorne und setzt dich den letzten Halbfinger ab" sondern "kehre an deinen Platz zurück" und solange der Ursprungsort der gleiche Schreibtisch oder Bücherwagen ist regelt die Magie das schon.
Das Buch wird keine Ausweichmanöver oder so machen (muss sich der Scholare halt ducken...) aber das Buch muss nicht auf den Millimeter genau am gleichen Ursprung liegen, damit das klappt.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 13.11.2020 14:50

Taipan hat geschrieben:
13.11.2020 13:25
und man könnte eh Argumentieren, dass die Technikbeschreibungen aus dem Liber primär Fluff sind.
Ja, kann man. Aber in 90% kommt so eine Aussage dann, wenn Spieler einen Nachteile eines Zaubers ausgleichen will. Dann kann man auch sagen, dass alle Beschreibungen nur Fluff sind und die Magier alles mit Schnipsen machen. Das ist halt schlicht nicht sinnvoll, da es die Komponente "Geste" letztlich so entwertet, dass es eben das ist, worauf der Spieler, im besten Falle die Gruppe, Lust haben.
Taipan hat geschrieben:
13.11.2020 13:25
Der Zauber beinhaltet ja von sich aus schon eine Wurf-Variante. Man muss also davon ausgehen, dass es einen gewissen Spielraum gibt was die Bewegung angeht. Niemand wirft sieben mal die gleiche Flugbahn, bei weiteren Distanzen muss man wahrscheinlich mit Abweichungen von einigen Schritten rechnen.
Deswegen bei unserer Regelung die Klarstellung. Bei Würfen reicht "annähernd gleich", bei direkter Manipulation sollte es schon so identisch wie möglich sein. Und da muss der Magier sich dann halt mal anstrengend und es ordentlich ausspielen.
Taipan hat geschrieben:
13.11.2020 13:25
Von daher würde ich mich nicht an der genauen Bewegung aufhängen, sondern (zugegebenermaßen etwas handwedlerisch) die Intention des Magiers als ausschlaggebendes Kriterium nehmen (wer sagt denn, dass Ausführen der Bewegung nicht eigentlich nur dazu dient, dass der Magier sich ein genaues Bild der Bewegung machen kann?). Dann ist die Bewegung für das Buch halt nicht "flieg 1 Schritt hoch, dann zwei Schritte nach links, [hier bitte die Rotationsanweisungen einfügen mit der sich das Buch korrekt ausrichtet], und dann fliegst du 20 Finger nach vorne und setzt dich den letzten Halbfinger ab" sondern "kehre an deinen Platz zurück"
Explizit vom Zauber betont: NEIN.
Der Animatio ist KEIN Apport und kann diesen auch nicht ersetzen. Er handelt vorgegebene Handlungsmuster ab.
Taipan hat geschrieben:
13.11.2020 13:25
und solange der Ursprungsort der gleiche Schreibtisch oder Bücherwagen ist regelt die Magie das schon.
Das Buch wird keine Ausweichmanöver oder so machen (muss sich der Scholare halt ducken...) aber das Buch muss nicht auf den Millimeter genau am gleichen Ursprung liegen, damit das klappt.
Ich kann die Intention verstehen, aber wie gesagt: Nein, so funktioniert der Zauber nicht. Mit dem Einräum-Zaubertrick aus DSA5 gibt es dafür einen Zaubertrick, aber der Animatio ist dafür nicht der richtige Zauber. Weder, damit der Mantel zu einem läuft, egal wo man im Haus ist, noch in andere Richtung.
Und diese Setzung ist richtig und wichtig.

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Ungelesener Beitrag von Taipan » 13.11.2020 16:11

Wolfio hat geschrieben:
13.11.2020 14:50
Dann kann man auch sagen, dass alle Beschreibungen nur Fluff sind und die Magier alles mit Schnipsen machen.
Ich sag ja nicht, dass es keine Gesten geben soll, oder das Magier die Bewegung nicht ausführen müssen. Ich meine, dass es logisch gar nicht möglich ist, dass der Gegenstand die vorgegebene Bewegung nachmacht, weil man so im Detail einfach nicht sieben mal die gleiche Bewegung machen kann.
Wolfio hat geschrieben:
13.11.2020 14:50
Er handelt vorgegebene Handlungsmuster ab
Genau, aber es bleibt offen wie genau das Handlungsmuster vorgegeben werden muss. Auf den Millimeter genau? Den Zentimeter? „Nimm das Buch vom Tisch und packe es an diesen spezifischen Platz im Regal“ ist auch ein vorgegebenes Handlungsmuster.
Wolfio hat geschrieben:
13.11.2020 14:50
Und diese Setzung ist richtig und wichtig.
Der Mantel der zum Magier läuft ist aber genauso Setzung, die Bücher die sich selbst einsortieren genauso. Die Setzung macht bei diesem Zauber keinen Sinn, deshalb diskutieren wir hier ja über Hausregeln. Ich meine übrigens auch nicht, dass der Mantel den Magier überall auf der Welt oder im Haus aufspüren können soll, aber wenn der Mantel immer am selben Haken aufgehängt werden muss und der Magier immer auf der selben Bodenfliese stehen muss macht das Ganze wie gesagt wenig Sinn.
"For those who believe, no proof is necessary. For those who don't believe, no proof is possible."

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Wolfio
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 13.11.2020 18:35

Taipan hat geschrieben:
13.11.2020 16:11
Genau, aber es bleibt offen wie genau das Handlungsmuster vorgegeben werden muss. Auf den Millimeter genau? Den Zentimeter? „Nimm das Buch vom Tisch und packe es an diesen spezifischen Platz im Regal“ ist auch ein vorgegebenes Handlungsmuster.
Du machst die Bewegung vor. Über "dabei weicht man paar Millimeter oder minimal in der Geschwindigkeit ab" kann man vllt noch reden. Aber das war es. Wenn du willst, dass der Umhang vom Haken zum Magier schwebt, dann musst du dem Umhang diesen Weg 7x exakt vormachen. Der Zauber ist weder ein Apport, noch eine Art Gegenapport vom Magier zu einem bestimmten Ort. Dafür hast du den Motoricus.

„Nimm das Buch vom Tisch und packe es an diesen spezifischen Platz im Regal“ geht damit explizit nicht, genau so wenig wie: "Flieg (auf variabler Bahn) von der Garderobe zum Magier". Der Zauber hat absichtlich keine Intelligenz und keine Zielfindung. Deswegen geht auch so ein Unfug wie: "Flieg aus meiner Hand ins Herz meines Gegners" oder ähnliches nicht.
Taipan hat geschrieben:
13.11.2020 16:11
Der Mantel der zum Magier läuft ist aber genauso Setzung
Das ist kein Apport. Der Weg wird in Parametern festgelegt, die der Magier davor festlegt, indem er sie vormacht. Punkt. So steht es im Text und das ist die einzige Einschränkung des Zaubers.
Taipan hat geschrieben:
13.11.2020 16:11
die Bücher die sich selbst einsortieren genauso
Textstelle bitte? Und nein "Hat ein anderer Spieler so erzählt" gilt hier nicht.
Taipan hat geschrieben:
13.11.2020 16:11
Ich meine übrigens auch nicht, dass der Mantel den Magier überall auf der Welt oder im Haus aufspüren können soll, aber wenn der Mantel immer am selben Haken aufgehängt werden muss und der Magier immer auf der selben Bodenfliese stehen muss macht das Ganze wie gesagt wenig Sinn.
In diesem Sinne macht für dich auch eine Dusche keinen Sinn. Diese funktioniert nämlich exakt auf diese Art. Durch einen "Zauber" wird Wasser vom "Brunnen" in den Raum transportiert und dort ausgegossen. In diesem Sinne: Ja, eine Dusche und "Der Zauberlehrling" sind recht nah aneinander.
Der Umhang fliegt vom Haken X Meter gerade aus, Y Meter links oder rechts, Z Meter hoch oder tief. Am Ende schwebt er dann neben dem Eingangsteppich, wo der Magier ihn greifen und anziehen kann. Das ist kein Umhang aus Marvel. Wer das möchte, der weiche doch bitte auf Elementar, Dschinn oder sonstige Beseelung aus.

Der Zauber ist immer noch mächtig, bietet genug Potential, etc.
Wie gesagt: 90% aller "Hausregeln" zu diesem Zauber dienen oftmals nur dazu, Spielern von Nachteilen eines eh schon guten Zaubers zu befreien. Aber das ist ja öfter der Fall bei zu spielerorientierten Lesarten.

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Madara Thiralion
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Madara Thiralion » 14.11.2020 02:55

Madara Thiralion hat geschrieben:
09.11.2020 17:28
Der Zauber ist immer noch mächtig, bietet genug Potential, etc.
Wie gesagt: 90% aller "Hausregeln" zu diesem Zauber dienen oftmals nur dazu, Spielern von Nachteilen eines eh schon guten Zaubers zu befreien. Aber das ist ja öfter der Fall bei zu spielerorientierten Lesarten.
Tatsächlich würde ich meine Hausregeln als spielerorientiert beschreiben – weil meine Spieler zuallererst klare und eindeutige Regeln und eine einigermaßen stimmige Spielwelt schätzen.
Shinxir vult!

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Wolfio
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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 14.11.2020 03:21

Durch die neuen Varianten bessert ihr den Zauber ja schon sehr deutlich auf ;)

Aber ja: Ich hab schon deutlich schlechtere Regelungen gesehen. Und wenn ihr es so handhaben wollt, geht das sicher :)

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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Galliad » 14.11.2020 11:11

ich muss kurz lachen. Natürlich ist bekannt, welche Kraft der Zauber nutzt. Er nutzt DIE Kraft. Magie ist die Kraft. Wortwörtlich, es ist ein anderer Begriff für Magie.
Ich hab mich darüber schon oft mit dem Co-Meister unterhalten und ja, der Animatio ist nicht nur aus Versehen eine Form von freier Energie, er IST geschaffen als eine Form freier Energie.
SpoilerShow
Freie Energie ist ein Konzept, das den irdischen Regeln der Physik widerspricht, genauer dem Energieerhaltungssatz. Gemäß dieser These ist es möglich eine Maschine zu bauen, die mehr Energie erzeugt, als sie verbraucht. Also eine angeblich vorhandene, freie Energie, die überall um uns herum wäre nutzbar zu machen. An sich völliger Blödsinn, auch wenn das viele Hobbymechaniker, Theoretiker und Ingenieure nicht davon abhält es weiter zu versuchen, da es bei Erfolg alle unsere Energieprobleme sofort lösen würde.
Der Animatio schafft es Maschinen zu bauen, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen. Das ist explizit so gewollt, sonst hätte man sowas wie die Variante, die das ganze ZfP* Jahre nutzbar macht, wohl rausgestrichen oder pAsP verlangt. Warum es keine industrielle Revolution auslöst, dazu gibt es hunderte Gründe.

Zum einen muss dazu sowohl die Variante Knechtschaft als auch die Variante Ad Infinitum, ad Nauseam durchgeführt werden. Wenn du die beiden schonmal unterbichst, muss die Maschine schon sehr komplex sein, sonst läuft sie einfach ewig, oder nur relativ kurz. Dann bräuchte jede Manufaktur einen Hausmagier, der ständig den Animatio neu spricht. Wenn beide zusammen gehen, ist der Zauber schonmal um 10 erschwert. Bei einem E Zauber haben das nun mal nicht viele.
Dann gibt es Widerstand der Ingerimmkirche, die nach Jahrzehnten nach der Erfindung der Manufaktur deren Verbreitung außerhalb des Horasreiches erfolgreich verhindern konnten. Dazu kommt, dass Menschen generell recht wenig von Mechanik verstehen. Da sind die Zwerge viel besser dran. Zwerge, die der Magie nicht trauen. Aber immerhin haben Erzzwerge im Phecanowald bereits den Computer erfunden, eine Rechenmaschine für ihre Zahlenmystik. (Quelle Angroschs Kinder)
Als letztes habe ich hier noch die Kosten für so einen Zauber. Magier sind sehr selten und daher sind ihre Dienste teuer. Nimm noch ein KK Elixir dazu, dann braucht der Magier schon einen hohen zweistelligen Dukatenbetrag um den Auftrag anzunehmen, eventuell sogar einen noch höheren, da er mit Mag 3 auch anreisen muss.

Ich sehe das weit weniger schwarz. Die Redaktion hat das sicher gewollt, dass der Zauber so eingesetzt wird und mit der Sulman auch selbst Gebrauch von ihrer Regel gemacht. Eventuell ist das hier nur ein Blick in die Zukunft. Oder es ist Träumerei, da du was ganz wichtiges vergisst: Kritische Essenz.

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Der ANIMATIO: Ein Hausregel-Ansatz

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 14.11.2020 12:11

In einigen Landstrichen dürfte auch noch dazukommen: "Wie? Der Stuhl wurde mit Magie hergestellt? Das ist mir nicht geheuer... nachher verhext der mich noch oder verschwindet einfach oder.... nein nein. ich geh weiter zu Meister Ederer. Da hat man solides Handwerk, dem man vertrauen kann."

(Und wer das für Spinnerei hält: Ich werfe einfach mal das Stichwort "Gentechnik in der Landwirtschaft" in den Raum. Da hat man ein gutes Beispiel. )

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