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DSA5 Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Von A wie Astralpunkte bis Z wie Zauberer: Alles über magische Kräfte.
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ocz
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ocz » 16.08.2019 20:31

Heute soll es mal um den Manifesto in DSA5 gehen. Da der Manifesto seeehr viele Möglichkeiten bietet und es nach 4 Jahren noch keinen DSA5-spezifischen Sammelthread dazu gibt, sollte man vielleicht den Versuch starten darüber zu reden.
Dies richtet sich an DSA5-Spieler, die sich schon einmal mit ihm, seine Regeln, seinen Fluff und generell auseinandergesetzt haben oder sich einfach informieren wollen. Ich versuche eine Einleitung zu schreiben und Ihr schreibt einfach unabhängig, was ihr so in euren Runden alles mit ihm anstellt habt, zugelassen habt, oder wo eure Runden/SLs die Notbremse gezogen haben. Soll als Referenz für alle die sich dafür interessieren dienen und die nicht so wirklich wissen, wo sie selbst die Grenzen ziehen sollen, oder als Ideensammlung, um das Rollenspiel zu bereichern.

Motivation des Thread-Openers:
Motivation des Thread-Openers und wie es(vermutlich)in DSA4 war …Anzeigen
Als ich den Manifesto im GRW das erste mal gelesen habe, war ich nicht sonderlich beeindruckt. Ein Müllzauber, der zum erschweren des erlernen des Elementaren Dieners dient. Mit den Zaubererweiterungen aus dem AMI habe ich dann mal angefangen zu rechnen und bin zum Schluss gekommen, dass mit der "Reduktion der AsP"-Modifikation (4 AsP->2 AsP), Verdoppelung der Zauberdauer und der Erhöhung der Menge (0,2l pro QS), der Zauber doch mal richtig gut ist, wenn man dringend Trinkwasser braucht. Später dachte ich mir dann wie schön es wäre an einem heißen Tag etwas Schnee mit Sirup zu übergießen und weg zu löffeln. Und dann war es das schon.

DOCH DANN hatte ich das (Un)glück etwas in einem "Hallen arkaner Macht" (DSA4) lesen zu dürfen, um meine Erkenntnisse bezüglich des Fluffs zu erweitern. (Liegt hier immer noch herum.) Und da ging es los: Manifesto Humus beschwört auf Wunsch sowohl (wohl beliebige) Pflanzen, wie Brennnesseln, als auch pflanzliche Lebensenergie, die welkes Gestrüpp wieder flott macht. O_O Ich hatte mich schon gefragt, wie sich der Manifesto des Elementes Humus materialisiert, doch die Implikation der Vielfältigkeit ist ein starkes Stück. Was ließe sich dann mit dem Manifesto Erz alles herbeirufen? Gold? Diamanten?

Weiteres Recherchieren hier im Forum brachten weiteres Hintergrundwissen (vornehmlich DSA4-basierent, aber vermutlich auch älter):
  • Manifestiertes verbleibt nur eine gewisse Zeit in der dritten Sphäre und demanifestiert sich wieder, genau so wie es auch Wände aus Elementen tun.
  • Braucht man das manifestierte Objekt für etwas auf, trinkt man z.B. Wasser, so kann es sein, dass es dauerhaft bleibt oder dass der SL den Spieler eiskalt Verdurstungsschaden erleiden lässt.
  • Man kann unterschiedlichste Materialien, wie Diamanten und Gold, manifestieren, doch dies ist an Beschwörungserfolge geknüpft. Usw.
Mit anderen Worten: Der Manifesto ist ein Massereplikator und ein totaler Gamebreaker! Wünsch dir was.

All das obige lässt sich aber beim besten Willen nicht aus den DSA5-Text zum Manifesto herauslesen. Ich schlussfolgerte also, dass der Manifesto, wie viele andere Zauber, beschnitten worden ist, weil er zu mächtig war. Ergibt Sinn. Doch was ist denn nun noch nach RAW erlaubt?
Kurzfasssung: Am Anfang hielt ich den Manifesto für Fluff, doch dann dämmerten mir die Möglichkeiten. Er war in DSA4, wie es wohl aussieht, viel mächtiger, wurde aber für DSA5 beschnitten. Wie viel ist aber in DSA5 noch möglich?

Manifesto RAW:
Link: Manifesto
Beschreibung des Manifesto (der Einfachheit halber herauskopiert)Anzeigen
Wirkung: Es manifestiert sich eine Handvoll eines bestimmten Elements nach Wahl des Zaubernden. Es handelt sich um einfache Manifestationen wie eine kleine Flamme, einen Kieselstein oder ein Stück Eis. Elementaristen erlernen diesen Zauberspruch früh in ihrer Ausbildung, um die Grundzüge der Herbeirufung zu erlernen, ohne Elementare zu belästigen (Insgesamt erscheint etwa eine Menge bvon 0,05 l pro QS).

Zauberdauer: 4 Aktionen
AsP-Kosten: 4 AsP
Reichweite: 1 Schritt
Wirkungsdauer: sofort
Zielkategorie: Objekt
Merkmal: Elementar
Verbreitung: allgemein
Steigerungsfaktor: A
Unklarheiten:
Da kommen doch gleich ein paar Fragen auf:
  • Ich lese hier nichts von einer begrenzten Dauer. Bei Wirkungsdauer steht auch nur 'sofort', was impliziert, dass das Beschworene dauerhaft in Dere bleibt. Ist schon einmal radikal anders als in DSA4. Ist es aber auch richtig?
  • Leider ist die Beschreibung 'einfache Manifestationen' nur bedingt hilfreich. Was heißt einfach? Ich will einfach nur Gold. Versteht der Herrscher des Erzes, was wir Menschen als einfach und selten ansehen? Ist Gold schwerer zu beschwören als Basalt? Richtet es sich danach, was sich durchschnittlich in der Erdkruste von Dere befindet? (Das wäre dann schon einmal eine Erklärung.) Was ist dann aber die einfache Form von Humus? Leben ist generell komplex. Bekomme ich dann auch nur eine Pflanze, die heimisch wächst? Ist das dann vielleicht auch nach Seltenheitsgrad bestimmt, oder habe ich die freie Auswahl? Kann ich immer noch Pflanzen wiedererwecken? Darf es beim Manifesto Feuer auch simples, geschmolzenes Gestein sein, statt heiß glühender Luft? Gefrorener oder flüssiger Stickstoff, statt festem Wasser, beim Manifesto Eis?
  • Was ist mit der Form? Ist alles in Ordnung solange es 'einfach' ist? Darf ich sowohl Eiswürfel als auch Schnee beschwören? Waffenfähige Kiesel für Schleudern oder auch einen Stein? Einen Satz Pfeile oder Bolzen aus reiner Steineiche? Wo endet einfach? Ein 30HF langer, länglicher Feuerstein, der an einem Ende spitz und scharfkantig ist und am anderen Ende gut greifbar, wäre für meinen Dolch-schwingenden Scharlatan in Notsituationen schon schön. Dieser Makeshift-Dolch ist ja keine aus 5 Gesteinssorten zusammengesetzte Praios-Büste, sondern nur ein einfacher 0,6-0,8 Stn wiegender Stein mit einer einfachen Form, die praktisch ist.
Also die Stichwörter, auf die Poster mit ihren Beiträgen, wenn möglich, etwas eingehen sollten, lauten: Dauer, Material, Form.

Also ich hoffe ihr habt einige gute Geschichten auf Lager, lehrreiche Anekdoten, einfache (und möglichst geniale) Hausregeln und Erklärungen, warum etwas geht und was anderes nicht, oder wie ihr mit den Manifesto unfassbare Dinge angestellt habt.

Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht, wollte jetzt aber nicht die Richtung des Thread zu sehr beeinflussen. Ich poste sie als Beitrag später.

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ChaoGirDja
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 16.08.2019 21:37

Hum...
Nach dem was ich so lese, wurde der MANIFESTO in DSA5 nicht beschnitten, sondern maximal aufgebohrt...
Besonders das Wegfallen eine Zeitspanne der Manifestation, sowie der praktisch vollständige Verlust eines Hinweis darauf wie rein das Element sein darf...

Da stehen einem Tür und Tor nun wirklich offen. Gut gemacht Redax...

(wo um alles in der Welt steht in Hallen arkaner Macht, das man damit Sikaryan manifestieren kann? Das ja un wirklich Quark... [zumal ich selbst ich das Zeug nichtmal einem der Elemente zuordnen würde. Sie bestehen daraus, wie könnte es dann eines sein?])
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ocz
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ocz » 16.08.2019 21:43

ChaoGirDja hat geschrieben:
16.08.2019 21:37
wo um alles in der Welt steht in Hallen arkaner Macht, das man damit Sikaryan manifestieren kann? Das ja un wirklich Quark
Wenn ich Sikaryan mit dem Stehaufmännchenmanöver für Pflanzen gleichsetzen darf, dann...
Hallen arkaner Macht, Seite 25 hat geschrieben:Ein Magier verhilft einer welken Pflanze mit einer Handbewegung wieder zu voller Pracht. (MANIFESTO Humus), kurz bevor die Spektabilität erscheint.
So nett dies aber auch wirklich ist, könnte dies ein Fall von "Man muss ja nicht alles, was in einem Quellbuch steht auch akzeptieren, wenn es anderen Sachen zu sehr widerspricht." sein.

Darf ich eigentlich einfach so zitieren?
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Leta
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Ungelesener Beitrag von Leta » 17.08.2019 08:51

ocz hat geschrieben:
16.08.2019 21:43
Hallen arkaner Macht, Seite 25 hat geschrieben:Ein Magier verhilft einer welken Pflanze mit einer Handbewegung wieder zu voller Pracht. (MANIFESTO Humus), kurz bevor die Spektabilität erscheint.
So nett dies aber auch wirklich ist, könnte dies ein Fall von "Man muss ja nicht alles, was in einem Quellbuch steht auch akzeptieren, wenn es anderen Sachen zu sehr widerspricht." sein.
Das bedeutet nur das die Kraft des Humus in der Pflanze gestärkt wird, mit "Sikaryan Manifestation" hat das nichts zutun.


Ich sehe momentan auch die Probleme beim Manifesto in DSA4 nicht in dem Maße wie @ocz. Durch die Zeitliche Begrenzung sehe ich da keine ernsten Probleme.

R. Farrerson
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von R. Farrerson » 17.08.2019 13:03

Das Thema Material ist eigentlich eine Frage der elementaren Reinheit, siehe z.B. Myranische Magie S. 31.
Von einfachem Gestein bis Gold sind es 2 Aufstufungen der Reinheit, nach meinem Verständnis ergibt der Manifesto immer die Reinheitsstufe "rein", genau auf der Mitte zwischen "besonders unedel" und "besonders edel"

Beim Thema Form würde ich einfach den Zauer Transformatio Formgestalt herbeiziehen (Liber Cantiones, S. 260), dort sind Aufschläge für z.B. die Herstellung eines Tepplich aus einem Knäuel Wolle zu finden.

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ChaoGirDja
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 17.08.2019 22:48

ocz hat geschrieben:
16.08.2019 21:43
ChaoGirDja hat geschrieben:
16.08.2019 21:37
wo um alles in der Welt steht in Hallen arkaner Macht, das man damit Sikaryan manifestieren kann? Das ja un wirklich Quark
Wenn ich Sikaryan mit dem Stehaufmännchenmanöver für Pflanzen gleichsetzen darf, dann...
Hallen arkaner Macht, Seite 25 hat geschrieben:Ein Magier verhilft einer welken Pflanze mit einer Handbewegung wieder zu voller Pracht. (MANIFESTO Humus), kurz bevor die Spektabilität erscheint.
So nett dies aber auch wirklich ist, könnte dies ein Fall von "Man muss ja nicht alles, was in einem Quellbuch steht auch akzeptieren, wenn es anderen Sachen zu sehr widerspricht." sein.
Ne, was da beschreiben wird hat nicht unbedingt etwas mit "Lebenskraft" zu tun.
Allerdings halte ich auch das dort Beschriebene für "mit dem MANIFESTO nach dem LC(HC) nicht machbar". Vom Effekt her unproblematisch, aber mEn nicht durch die Beschreibung des Zaubers gedeckt.
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Herr der Welt
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 18.08.2019 07:48

Per Manifesto kann "eine Handvoll eines bestimmten Elements" (die Zaubererweiterungen erhöhen diese Menge) als "einfache Manifestation" beschworen werden. Das sind die wesentlichen Informationen. Und im Vergleich zu DSA4 hat sich auch nicht so viel verändert.

Blicken wir also zuerst zu DSA4 zurück. Dort wurde noch ausdrücklicher über die genauen Möglichkeiten gesprochen - dass es sich mehr oder minder um Fluff-Effekte handelt; dass aber auch ZfP über die genaue Entsprechung der Form gemäß den Wünschen des Zauberers entscheiden. D.h.: Je mehr ZfP, desto genauer kann man bestimmen, in welcher Form das Element erscheint - wohl gemerkt: in einem engen Rahmen, der von den exemplarischen Angaben zu den einzelnen Elementen abgesteckt wird, ebenso von Formulierungen wie "ist dem Beschwörer stets von Nutzen" und "letztlich harmloses Herbeizaubern von Kleinigkeiten". Ferner wurde die begrenzte Wirkungsdauer bereits erwähnt.

In DSA5 hat der Manifesto keine Wirkungsdauer. Jedoch bleiben gerade flüchtige Elemente nicht ewig. Ein beschworener Windhauch vergeht also genauso schnell wie bei DSA4 (oder wie ein "sofort" erscheinender Ignifaxius; sofort ist ungleich permanent). Eine Handvoll Kiesel bliebt wohl - wie die meisten Ausformungen von Erz - erhalten; Eis schmilzt ggf.; Wasser fließt davon, verdampft, gefriert; Feuer vergeht (interessanter Weise sollte es das relativ schnell, wenn man es nicht am Brennen hält, gerade weil keine Wirkungsdauer gegeben ist). Auch Humus manifestiert sich als kurzes Aufblühen von Leben, wenn die Umwelt lebensfeindlich wirkt: Im DSA4-Liber findet sich etwa das Bsp. der im Winter aufknospenden Blüte. In DSA5 würde diese alsbald wieder vergehen.
Kurzum: Im Wegfall einer Wirkungsdauer sehe ich weder eine radikale Änderung zu DSA4 noch ein Problem, im Gegenteil: Dass die Elemente sich schlicht natürlich fügen, erscheint mir praktikabler als ihr plötzliches Verschwinden. Für die Wirkung bezahlt man immerhin 4 AsP, womit man auch deutlich Nützlicheres anstellen kann (vom Preis-Leistungs-Verhältnis her argumentiert).

"Einfache Manifestation": Ich weiß nicht, in welchem Maße es in DSA5 Reinheitsgrade gibt, aber keinesfalls ist etwa Gold eine einfache Manifestation des Erzes. Wenn die "Handvoll" die Quantität angibt, so haben wir hier eine Information über die Qualität. Das Ergebnis sind also niemals nagrachkaltes Eis, reine Edelsteine, Eisen schmelzende Flammen, höhere Tiere, nicht einmal besonders bewegliche Formen von Wasser oder Luft, sondern nur klirrende Kälte von maximal -50° (und das Eis, was sie hervorbringt), einfaches Gestein, Backofen-Hitze, einfache Pflanzen, Frischluft oder Trinkwasser - ich orientierte mich an MyMa 15 bzw. die dortigen Angaben zu "besonders edel" und "rein". Das passt auch zu den DSA4-Beispielen aus dem Liber. Orientiert man sich an den - freilich sehr knapp ausgewählten - DSA5-Beispielen ("kleine Flamme", "Kieselstein", "Stück Eis"), dann könnte man sogar Ausprägungen von geminderter Qualität annehmen (an MyMa orientiert). Den Editions übergreifenden Spagat muss man aber nicht hinlegen.
Es sollte auch in DSA5 schwieriger sein, Gold zu beschwören als Kiesel. Und der Manifesto lässt keine Steigerung der Qualität zu, ist also niemals zur Goldbeschwörung geeignet. Solange es in der Edition keine Angaben über Reinheit gibt, muss man eben gruppenintern abwägen, was als "einfache Manifestation" verstanden wird. Ich würde weder Gold noch Leben generell, auch nicht Hitze, die Gestein verflüssigt, oder Temperaturen von annähernd -200° (flüssiger Stickstoff) hinzuzählen - um die eingangs angeführten Beispiele aufzugreifen. Das ist alles eher hochwertig, edel.

Was ist mit der Form? Die Handvoll kann hier gleichsam qualifizierend wirken, will heißen: Es ist einfach - soweit möglich - ein Häufchen des Elements, eine stets diffuse Menge. Ich lese aus der (DSA5-)Beschreibung nirgends heraus, dass das Element auch nur irgendwie in seiner Form bestimmt werden kann (anders als in DSA4). Allenfalls die (durch QS/Erweiterungen) gesteigerte Menge kann hier - aber auch nur sehr grob - orientierend funktionieren. D.h., der Manifesto ist kein irgendwie besonders taktiler oder detailliert formender Zauber.
Um auch hier auf die Beispiele aus dem Eingangsbeitrag einzugehen: Ein schleuderfähiger Kiesel dürfte drin sein (hierfür lassen sich ja auch Steine vom Wegesrand, also in ihrer natürliche Form verwenden), Pfeile o.a. bearbeitete Formen eines Elements (da unterscheidet der DSA-Hintergrund sehr genau: vgl. die Effekte reinen vs. verarbeiteten Erzes für Zauberei) nicht. Auch die genaue Form des Feuersteins sollte nicht möglich sein: Die Form mag vglw. einfach sein (die Praios-Büste ist natürlich keine Referenz für den Manifesto), aber es ist eine Formung, die der Zauber nicht vorsieht.

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Ungelesener Beitrag von ocz » 18.08.2019 09:34

Na, da ist ja schon mal etwas an DSA4-Hintergrund wissen zusammen gekommen. Ich sollte an dieser Stelle noch einmal erwähnen, dass ich als Rollenspieler erst mit Edition 5. in DSA eingestiegen bin und daher eigentlich keine DSA4(.1)-Regelwerke besitze. Ich weiß jetzt nicht wie repräsentativ ich bin, aber dieser DSA4 Hintergrund ist für Leute, die sich unsicher sind und die Repräsentation des Manifesto in DSA5 genauer abstecken wollen auf jeden Fall schon mal eine wahre Bereicherung.

Ich sehe das mit den Reinheitsgraden und das höhere dieser mit den RAW nicht ohne weiteres gegeben sind sehr ähnlich. Silber, Gold, Diamanten (Erz), Lava (Feuer), flüssiger Stickstoff (Eis), Helium, Argon, Xenon (Luft) und Schweres Wasser für Fusionsreaktoren (Wasser) sind mit dem einfachen Manifesto so ohne Zusatzregeln nicht machbar. Was mich aber als Referenz richtig interessieren würde, sind Reinheitsgrade für Humus. Kann man mit dem Manifesto Humus Pflanzen beschwören, die nach Reinheitsgraden erschwert sind? Stellen Löwenzahn und Brennnesseln etwa kein Problem dar, Heilkräuter, wie etwa Wirselkraut, aber schon? Kann ich da eine kleine Tabelle zu haben? Und als Vergleich, was für einen Reinheitswert hat Gold?

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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 18.08.2019 11:31

Myranische Magie unterteilt Reinheit in sechs Grade: von "besonders unedel" bis "edel".
Gold ist auf der vorletzten Stufe bei Erz (neben Marmor und Halbedelsteinen), dann folgen reine Edelsteine auf der höchsten Stufe.
Für Humus werden als Beispiele genannt (in der Reihenfolge in ihrer Reinheit um je eine Stufe steigend): verrottete Pflanzen, Waldboden/Kompost, Flechten/Algen/altes Holz, Pflanzen/Frischholz, einfache Heilpflanzen, Heil-/Giftpflanzen/einfache Lebewesen, sehr starke Heilpflanzen/höhere Lebewesen.

Da der Manifesto bestenfalls Standard-Reinheit liefert, sind gewöhnliche Pflanzen drin, Heil- oder Giftpflanzen nicht.
Aber, weil der DSA5-Manifesto nicht einmal die Option einer genaueren Zielbestimmung (über die Wahl des Elements hinausgehend) kennt (je nachdem, wie restriktiv man das auslegen möchte), dürften auch spezielle Pflanzen (wie Brennnessel oder Löwenzahn) eigentlich nicht beschwörbar sein.
Diese Lesart ergibt auch im Kontext verwandter Zauber (und deren Effizienz) Sinn. Der Haselbusch etwa ist komplexer, auf Humus beschränkt und kann lediglich vorhandene Pflanzen wachsen lassen, was immer noch mehr Zeit kostet als eine instantane Beschwörung. Zudem ist die Wirkungsdauer auf einen Tag beschränkt. Metamorpho (noch dazu in der Humus-Ausprägung) scheint es (noch) nicht zu geben.

In der Ausprägung Humus dürfte der Manifesto also weitgehend effektlose organische Materie, irgendwelches Grünzeug oder dergleichen liefern.

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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von Leta » 18.08.2019 11:33

Bei den Reinheitsgraden geht es von unrein über rein zu sehr rein. Mit Abstufungen dazwischen.

Bei Erz von Staub über Sand und Steine zu Metallen und endet bei Edelmetallen und Edelsteinen.
Bei Humus von Staub über verrottetes Pflanzenmaterial über frische Pflanzenteile zu Heilpflanzen. Lebende Pflanzen sind mMn nicht möglich.

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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ocz » 23.08.2019 16:41

So, jetzt haben wir zwar schon einmal festgehalten, dass ursprünglich nach DSA4 mit dem Manifesto Humus manifestierte Pflanzen wieder demanifestieren und dass mit gegenwärtiger, strengen Auslegung und restriktiver Deutung des DSA5-Manifesto kein Pflanzen gezielt beschworen werden sollten dürften, ... aber wenn man beides ignoriert (oder einfach etwas freier auslegt), dann kann man sich Dinge zaubern, die das Ritual Zaubernahrung echt verblassen lassen. Um den Thread mit etwas Content zu füllen (und weil ich dieses Post schon bei der Threaderöffung mit eingeplant hatte), folgen nun:

Rezepte mit dem Manifesto:
Einfache Schnee-Erfrischung:Anzeigen
Eine sehr einfache Erfrischung, die besonders an heißen Tagen große Freude bereitet.

Zutaten:
Zauber Manifesto FW12 + Zaubererweiterung "Noch größere Menge"

Zubereitung: Man nehme eine Schüssel oder einen tiefen Teller und manifestiere nach Belieben und Können eine gewünschte Menge Schnee mit dem Manifesto des Elements Eis.
Fertig. Der Schnee kann nun mit einem Löffel konsumiert werden.

Spielart: Man beschwöre vor dem Schnee eine gewünschte Menge schmackhafter, saftiger Früchte mit dem Manifesto des Elements Humus und presse sie für ihren Saft aus. Der Saft wird anschließend über den Schnee gegossen.
Alternative je nach nach Können des Zauberers wird mit dem Manifest des Elements Humus nur der Saft direkt manifestiert.
Backkartoffeln Rohal-Art:Anzeigen
Eine am Lagerfeuer einfach zuzubereitende Speise, die für eine Tag hinreichende Sättigung verschaffen sollte und etwas Abwechslung in die Reisegruppe trägt.

Zutaten:
Zauber Manifesto FW12 + Zaubererweiterung "Noch größere Menge"

Zubereitung: Man manifestiere mit den Manifesto des Elements Humus ein paar große Kartoffeln vom Typ mehlig-kochend. Sollte der Manifesto mit der QS3 bis QS4 gelungen sein, so sollten zwei 0,3-0,4 Stein schwere Kartoffeln manifestiert werden. Bei niedrigeren Qualitätsstufen sollte man sich auf nur eine konzentrieren. Bei höheren darf es eine mehr sein. Man sollte aber darauf achten keine Kartoffel mit einem Gewicht von über 0,4 Stein zu beschwören, da diese eine höhere Zubereitungszeit benötigt und womöglich nicht gleichmäßig genug gart. Für jede Person sollten etwa 2 Kartoffeln beschworen werden, die zusammen auf etwa 0,5 Stein kommen.
Die Kartoffeln werden dann mit heißer Asche bedeckt und etwas Glut auf dieser verteilt. Die Kartoffeln sollten nach 25-45 Minuten gar sein.

In der Zwischenzeit sollte eine schmackhaft Paste, mit denen die Kartoffeln garniert werden können, zubereitet werden.
Traditionell nimmt man sich hierfür Sauerrahm, der mit geschnittenen Lauch vermengt und mit Salz nach belieben abgeschmeckt wird. Jedoch sind Milchprodukte in der Wildnis eher selten. Daher folgen zwei Pasten-Vorschläge:
Gemüsepaste exotisch:Anzeigen
Man beschwöre etwa 0,4-0,6 Stein einer Frucht der Südinseln des Namens Avocado. Diese Früchte sollten dem Zauberer natürlich geläufig und auch reif sein. Eine reife Frucht zeichnet sich durch Weichheit des Fleisches aus. Des weiteren beschwöre man mindestens eine Limette oder Zitrone, je nach Geschmack, und je nach Können das Öl der Oliven (0,05-0,15 Stein) oder ganze Oliven. Das Öl wäre zu bevorzugen. Andere Öle, z.B. des Sesams oder der Praiosblume, sind auch möglich. Mindermengen an gesammelten oder beschworenen Kräutern, Gewürzen und mit dem Manifesto des Erzes beschworenes Kochsalz, können zum abschmecken vorbereitet werden. VORSICHT! Das Salz sollte von einem erfahrenen Zauberer beschwören werden, da es auch ungenießbare Salzarten gibt, die zu üblen Nebenwirkungen führen können!

Das weiche Fleisch der Avocados wird aus der Haut entfernt und der Kern der Frucht entnommen. Achtung! Handelt es sich bei dem Kern der Frucht nicht um einen etwa "ein Auge"-großen, harten Kern oder fehlt dieser gänzlich, handelt es sich nicht um eine Avocado! Das Fruchtfleisch sollte dann mit Vorsicht zu genießen sein. Ein Klarum-Purum Zauber FW8 könnte Abhilfe schaffen. Für den Geschmack wird jedoch nicht garantiert.

Das weiche Fruchtfleisch wird mit dem Öl zu einer Paste verrieben und mit dem Saft der halben bis ganzen Limette oder Zitrone vermengt. Der Saft erzeugt eine fruchtige Note. Es kommen die Kräuter, Gewürze und das Salz zum abschmecken hinzu.
Auch andere Gemüse, wie Gurken, Sellerie oder auch die exotische Paprika, können heraufbeschworen, gewürfelt und hinzu gegeben werden um die Paste weiter anzureichern.
Gemüsepaste heimisch:Anzeigen
Man beschwöre etwa 0,6-1 Stein gewöhnlicher Erbsen. Diese werden mit etwas Wasser für etwa 3-7 Minuten, je nach gewünschter Festigkeit, zum Kochen gebracht. Das Wasser wird dann weg geschüttet und die Erbsen zu einer Pampe zermatscht. Wenn vorhanden darf auch etwas Fleisch, am besten Speck, mit einer zuvor beschwörenen und fein gewürfelten Zwiebel angebraten werden. Das Fleisch, die Zwiebel und deren Sud werden dann mit der Erbsenmasse vermengt.

Alternativ zum Fleisch können noch vor den Kartoffeln 0,2-0,4 Stein Karotten beschworen werden. Diese werden, parallel zum garen der Kartoffeln, weich gekocht und anschließend feingeschnitten der Erbsenpaste beigemengt.

Anschliessend können noch eine Mindermenge an gesammelten oder beschworenen Kräutern, Gewürzen und mit dem Manifesto des Erzes beschworenes Kochsalz, zum abschmecken beigemischt werden. VORSICHT! Das Salz sollte von einem erfahrenen Zauberer beschwören werden, da es auch ungenießbare Salzarten gibt, die zu üblen Nebenwirkungen führen können!
Wenn die Kartoffeln gar sein sollten, werden sie vorsichtig mit einem Stock aus der Glut geholt und von der Asche befreit. Man steche an einer Seite vorsichtig in die Kartoffel, um zu überprüfen, ob sie tatsächlich schon durch ist. Man schneide sie an einer Seite längs mit einem Dolch auf. (Es darf natürlich auch einen Küchenmesser verwendet werden, wenn dieses seinen Weg in die Ausrüstung gefunden hat.) Man quetsche die Kartoffel von beiden Enden aus (Vorsicht, heiß!) bis etwas der Kartoffelmasse hervor tritt. Leichter Druck sollte genügen. Nun garniere man die Kartoffel mit der bereiteten Gemüsepaste in der Öffnung und fertig.
Ifirn-Speise Horas-Art:Anzeigen
Ein sehr ungewöhnliches Rezept, dafür dass es aus dem Horasreich stammt. Im Reich tragen die kulinarischen Künste unter anderen sehr absurde Früchte. Eine der köstlicheren dieser ist die Ifirn-Speise, die durch Experimente mit dem Element des Eises entstanden ist. Ifirn stand hierfür nur namentlich Patin. Sie erfreut sich bei Hofe gerade im Sommer hoher Freude und es werden sogar speziell Eisblöcke aus dem im Norden gelegenen Gebirge des Eisenwaldes herangeschafft oder aus Nostria oder Albernia eingeschifft.

Zutaten:
Zauber Manifesto FW12 + Zaubererweiterung "Noch größere Menge"
1 Maß Sahne der Milch einer Kuh
Große Mengen an süßen Weidenhonig, Sirup oder gar Zucker

Zubereitung: Man nehme eine große Schüssel (mindestens für 3 Maß Inhalt) und fülle diesen mit der Sahne. Man süße die Sahne nach Geschmack. Dann manifestiere man eine ganze Schotte des Gewürzes Vanille mit dem Manifesto Humus und kratze einen Teil ihres Inhalt aus. Vanille ist sehr aromatisch, daher reicht eine geringe Menge. Diese wird vorerst bei Seite gelegt. Nun manifestiere man Schnee und menge diesen unter ständigen Rühren der Sahne zu, bis diese eine leicht dickflüssige Konsistenz erreicht. Aber nicht mehr als 0,6 Stein, da die Sahne sonst zu dünn wird. Nun werden die Vanilleflocken Stück für Stück beigemengt, um diese gleichmäßig zu verteilen, und 1 Minute verrührt. Anschliessend wird zur Festigung noch etwas Schnee hinzugefügt und die Masse zum festigen für einige Stunden an einen kalten Ort gegeben. Dies kann ein wohl gekühlter Eisschrank oder die Obhut eines Cladofrigo Zaubers sein. Gelegentlich sollte die Substanz heraus genommen und umgerührt werden.

Wenn alles gut gegangen ist, erhält man einen weichen Eisblock, der mit einem Messer geschnitten werden kann. Fertig. Die Ifirn-Speise kann nun mit einem Löffel und leckeren Sirup als Garnierung konsumiert werden.

Spielarten: Man beschwöre vor dem Schnee eine gewünschte Menge schmackhafter, saftiger Früchte mit dem Manifesto des Elements Humus und presse sie für ihren Saft aus. Der Saft und die Früchte werden anschließend in die Sahne gegossen.
Oder man nehme einen Schuss eines guten Weinbrandes oder Geistes und menge diesen unter. Hierdurch kann die Konsistenz der Masse jedoch leiden, also sind nur Mindermengen beizufügen.
Auch denkbar ist es Kakaopulver unter die Sahne statt der Vanille, dem Alkohol oder die Früchte zu mischen. Das Kakaopulver sollte jedoch gekauft werden, da eine Zubereitung aus beschworenen Früchten der Kakaopflanze zu aufwendig und langwierig ist.
Diese Rezepte sind ohne Gewehr, da ich sie nicht testen konnte. (Der Versuch die Ifirn-Speise zu erzeugen befindet sich aber gerade in meinem Gefrierfach.) Wenn jemand noch andere Rezeptideen für Wald und Wiese, Flur und (sogar) Larp oder auch Wüste und Globuli hat, (die den Manifesto in irgendeiner Weise enthalten, am besten sogar so dass alle Zutaten mit ihm heraufbeschworen werden können,) so möge er diese posten.

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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 23.08.2019 18:50

Das klingt eher nach einer Sammelliste für die Magister Luminoff und Morcalino. Ein (magischer) Rezept-Thread hat sicher seine Berechtigung. Ich bin mir nur nicht sicher, ob hier der rechte Ort dafür ist.

Wenn der Manifesto ein Zauber sein soll, der beinahe beliebige Materie erzeugen kann, dann dürfte das ein langer Sammelthread werden.
Abseits fluffiger Rezepte ist das Missbrauchspotential - gelinde gesagt - nicht gerade gering. Vielleicht ist das eher die Kragenweite eines Transformatio, mit dem man in DSA4 schier beliebige Verwandlungen durchzuführen vermochte, wenn man die Probe packte (und den gar nicht mal so billigen Zauber steigerte und wirkte).

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 23.08.2019 22:34

Herr der Welt hat geschrieben:
18.08.2019 11:31
Pflanzen/Frischholz, einfache Heilpflanzen, Heil-/Giftpflanzen/einfache Lebewesen, sehr starke Heilpflanzen/höhere Lebewesen.
OT: Das war wohl noch vor der Entdeckung, dass Pflanzen Lebewesen sind. :dunkelheit:
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Wolfio
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 23.08.2019 23:51

chizuranjida hat geschrieben:
23.08.2019 22:34
OT: Das war wohl noch vor der Entdeckung, dass Pflanzen Lebewesen sind.
Erzähl das ja keinem Veganer ;)

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ChaoGirDja
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 24.08.2019 14:12

chizuranjida hat geschrieben:
23.08.2019 22:34
Herr der Welt hat geschrieben:
18.08.2019 11:31
Pflanzen/Frischholz, einfache Heilpflanzen, Heil-/Giftpflanzen/einfache Lebewesen, sehr starke Heilpflanzen/höhere Lebewesen.
OT: Das war wohl noch vor der Entdeckung, dass Pflanzen Lebewesen sind. :dunkelheit:
Rein Praktisch schon richtig, aber im Sinne der Zauberregeln sind Pflanzen keine Lebewesen.
Das sieht man schon, wenn man sich die Definition von EInzelperson/Einzelwesen im LC anguckt.
Und das ist durchaus eine relevante Einschränkung ^^
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Auch ein leichter Legastheniker mit Kontroll-Prog. finden nicht alle.

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Herr der Welt
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 24.08.2019 18:45

Pflanzen, Tiere und "denkende Lebewesen" (das wären die drei Kategorien, die LC 5 beschreibt) haben ihre Humus-Affinität gemeinsam (ausgeschlossen sind anderweitige Elementarwesen). Ich wäre allerdings vorsichtig anzunehmen, eine Humusbeschwörung könnte ein lebendes Wesen hervorbringen, jedenfalls wenn es ein Bewusstsein haben soll (und das betrifft auch sehr viele Tiere).

ocz
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ocz » 06.09.2019 19:29

Ich schreibe gerade an einem längeren Post hier. Ist es in DSA eigentlich möglich die Hitze des Manifesto Feuers direkt in einen Topf Wasser hinein zu impfen (ohne die Luft der Flamme) und so das Wasser zu erhitzen oder ein Stück Fleisch durch direktes einimpfen deines Manifesto Eis (wieder nur die Kälte ohne das Wasser des Eises) einzufrieren oder ein Schwert zu kühlen?

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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 06.09.2019 19:32

In DSA4 ging das, als Beispiel:
LC S. 173 hat geschrieben:Feuer: Flämmchen für Pfeife oder Herdfeuer, Funken über der Hand des Zaubernden, warmer Schauer für Gefährten, kurzes Aufgleißen eines Lichtes, erhöhte Hauttemperatur

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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ocz » 06.09.2019 19:38

Gorbalad hat geschrieben:
06.09.2019 19:32
In DSA4 ging das, als Beispiel:
LC S. 173 hat geschrieben:Feuer: Flämmchen für Pfeife oder Herdfeuer, Funken über der Hand des Zaubernden, warmer Schauer für Gefährten, kurzes Aufgleißen eines Lichtes, erhöhte Hauttemperatur
Müsste nach DSA4 also möglich sein, wenn man genug Erfolge hat.

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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 06.09.2019 19:48

Genau. Das hier ist aber ein DSA-5-Thread, da kann das anders sein.
Die Beschreibung auf https://ulisses-regelwiki.de/index.php/ ... festo.html sieht mir eher nach 'geht nicht mehr' aus.

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Wolfio
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 06.09.2019 21:16

Dafür gibt es nun sicher irgendeinenen Zaubetrick..... :rolleyes:

ocz
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Spaß mit dem Manifesto in DSA5 (und wo man lieber die Grenze ziehen sollte)

Ungelesener Beitrag von ocz » 06.09.2019 21:20

So, um den Thread zum Wochenende noch ein letztes mal zu beleben (und noch etwas Content heraus zu kitzeln), hier der letzte Themenbereichspost, den ich mir vorgenommen habe. Es ist ein persönlicher Versuch den Manifesto regeltechnisch für mich etwas genauer in DSA5 zu erfassen. Wenn jemanden die Regeln aus dem GRW etwas zu schwammig sind, der kann sich die folgenden Regelgedanken als Beispiel anlesen und dann selber kreativ werden.

Das hier soll ein Teil des Teils über das Grenzenziehen sein.

Work in progress
Das alles zu schreiben hat jetzt erheblich länger gedauert, als ich erwartet habe. Und da mir der Saft ausgeht, breche ich für heute ab und ergänze den Post später und überarbeite ihn dann auch noch einmal (Hoffentlich in Form einer Kürzung). Ihr könnte aber schon mal reinlesen und Input geben, falls ihr das wollt.
EDIT: Da die Größe langsam explodiert, überlege ich mir diesen Post aus diesen Thread auszulagern. Mal sehen, wenn er fertig gebaut ist.


Dank des reichlichen Zuflusses an DSA4.1-Hintergrund sollte dabei auch etwas rumkommen, dass sich gut in Deres Naturgesetze einfügen lassen sollte. (Hier nochmals besonderes Dankeschön an @Herr der Welt, aber natürlich auch einen großen Dank an alle anderen, die sich beteiligt haben.)

Jetzt konnte ich mich aber leider nicht nur für eine Interpretation entscheiden, daher mache ich drei Regelvorschläge. Diese Vorschläge sollten in sich selbst schlüssig und abgestimmt sein. Ein Wort der Warnung sei angebracht: Wie ich am Ende gemerkt habe, gehen sie SEEEEHR ins Detail. Aber da es ja nur Vorschläge sind, kann man sich eh das herauspicken, was einem gefällt, oder sich anschauen, wo jemand anderer die Regeln wie ausgelegt hat.
Manifesto, strenge Auslegung nach DSA5-GRW:Anzeigen
Idee hinter diesem Vorschlag:
Ich versuche hiermit nur offene Fragen, die ich zu den Manifesto-RAW nach DSA5 hatte, zu beantworten. Daher orientiert sich dieser Regelvorschlag hauptsächlich an dem GRW von DSA5 und füllt Lücken mit Hintergrund aus DSA1-4. DSA1-4 Hintergrund, der aber der DSA5-Beschreibung des Manifesto widerspricht, wird ignoriert oder angepasst. Begründung ist, dass das Regelwerk und viele Zauber ohnehin für DSA5 verändert worden sind.

Zeitlicher Verbleib:
Manifestiertes verbleibt in Dere und demanifestiert sich nicht mehr spontan. Manifestiertes Feuer erlischt jedoch, wenn damit nichts angezündet worden ist und die Wirkung des Manifesto endet. Ebenso beginnt manifestiertes Eis auf natürliche Art zu schmelzen, wenn die Wirkung vorüber ist.
Verdeutlichung: Das Eis schmilzt rasch in einem Topf mit kochendem Wasser, schmilzt langsam an einem lauen Frühlingstag im Gras an der Sonne und schmilzt gar nicht, bei Temperaturen unter 0°C. Nach Ende der Wirkung gilt es nicht nur als, sondern es ist natürliches Eis. Derselbe Status als "natürlich" gilt auch für beschworende Steine, Wasser, Pflanzen, Luft und entzündetes Feuer.

Manifestiertes Material und Form (Variante A, liberal):
Manifestiert werden können nur einfache Formen des Elements. Einfach heißt in diesem Zusammenhang, dass die manifestierten Objekte aus einem häufig in der Umgebung vorkommenden Material oder in einer häufig vorkommenden Form sein müssen. In Rahmen dieser Begrenzung darf eine Form gewählt werden, wenn nicht anders angegeben. Während der Materialisierung eines einzelnen Objektes unterliegt dieses nicht den üblichen Naturgesetzen. Es ist für diesen Zeitraum etwa schwerelos. Dieser Zustand endet augenblicklich für ein fertig manifestiertes Objekt. Wasser in einem Wasserstrahl gilt als fertig manifestiert und der Strahl unterliegt augenblicklich der Schwerkraft, auch wenn der Manifesto immer noch weites Wasser an der Quelle des Strahles manifestiert.
Konkrete Beschreibung der einzelnen Elemente:Anzeigen
  • Wasser wird nur in flüssiger Form mit Umgebungstemperatur (jedoch mindesten 4°C und höchstens 35°C) beschworen. Es ist immer reines Frischwasser. In Meeresnähe darf aber auch wahlweise Salzwasser beschworen werden. Gültige Formen der Manifestation sind eine zusammenhängende Wassermasse (wabernd, kugelförmig) oder ein schwacher Wasserstrahl (bis max. 1 Sekunde pro 0,1 Maß (Liter)).
  • Manifestierte Luft hat auf Dere ausschließlich, die gleiche Zusammensetzung wie Deres Atmosphäre. Gültige Formen sind eine zusammenhängende, kugelförmige Luftmasse oder ein schwacher Luftstrahl, der gerade so eine Kerze ausblasen kann oder ein Feuerchen anfachen vermag (bis max. 1 Sekunde pro 0,0001 Raumschritt (0,1 Liter)).
  • Mit dem Manifesto Erz beschworene Objekte bestehen auf Dere aus dem häufigsten vorkommenden Material, des umgebenen Gesteins (In der Nähe eines Vulkans etwa Vulkangestein.) oder nach Wahl aus Basalt. Jedoch darf das Material niemals auf Dere allgemein seltene Materialien enthalten, wie z.B. Eisenerz, Gold oder Edelsteine, auch wenn diese in der Umgebung, etwa einer reichen Goldmine, im Überfluss vorhanden sind! Es gilt Deres Seltenheitsstandard. Daher bestehen beschworene Objekte sehr häufig aus gewöhnlichem Basaltgestein. In Sandreichen Umgebungen, etwa Sandwüsten, Stränden oder auf See über Meeresgrund, darf es auch identischer Sand sein.
    Als gültige Form gilt alles von Mittelsand (auch Basaltsand), über Kieselsteingroß, bis hin zu einem Felsbrocken. Staub ist als Form nicht erlaubt. Kieselsteingroße Steine dürfen rundlich in der Form gewählt werden, alle anderen Formen sind Gesteinsart typisch irregulär und zufällig, der kleinste Durchmesser durch den Mittelpunkt steht aber zum längsten mindestens im Verhältnis 1:2 (sind also niemals platt). Kleiner Kiesel und Sand dürfen als schwacher Strahl und einzelne Steine nacheinander manifestiert werden (bis max. 1 Sekunde pro 0,1 Maß (Liter)) oder gleichzeitig in einer zusammenhängenden, kugelförmigen und dicht gepackten Region. Die Region gilt nur für die Wahl des Manifestationsortes und kann nicht genutzt werden, um einen Felsbrocken in Kugelform zu zwingen. Einzelne Steine erscheinen augenblicklich.
  • Der Manifesto Humus manifestiert (regionsunabhängig) fruchtbare Schwarzerde (Blumenerde) oder häufig vorkommende Kleinpflanzen oder Pilze, der heimischen Flora. In Wald- und Wiesengebieten etwa Löwenzahn, Gras, Moose oder auch Baumsprösslinge, in Eiswüsten Algen und Flechten und in Hitzewüsten Sträucher, Flechten und vielleicht kleine Kakteen, wenn ohnehin vorhanden. Auch hier gilt das Prinzip des Ausschlusses nach Seltenheit. Niemals sollten etwa Heilpflanzen oder sehr seltene Gewürzpflanzen beschworen werden dürfen. Auch Saatgut der erlaubten Pflanzen sind möglich.
  • Eis wird als Kälte nur in Verbindung mit Wasser beschworen und besteht ausschließlich aus gefrorenem Reinwasser. (Salzwasser ist nicht zulässig!) Als gültige Form gilt alles von feinem Schnee, über feine Hagelkörner, Eiswürfelgroße Hagelkörner bis hin zu einem Eisbrocken. Die Form der Hagelkorn- bis Eisbrockengroßen Stücke ist an den Kanten leicht abgerundet, wobei diese Rundungen bei großen Brocken kaum mehr auffällig ist. Die Formen sind irregulär und zufällig, aber der kleinste Durchmesser durch den Mittelpunkt steht zum längsten mindestens im Verhältnis 1:2 (sind also niemals platt). Kleine Hagelkörner und Schnee dürfen als schwacher Strahl und einzelne Eisklumpen nacheinander manifestiert werden (bis max. 1 Sekunde pro 0,1 Maß (Liter)) oder gleichzeitig in einer zusammenhängenden, kugelförmigen und dicht gepackten Region. Die Region gilt nur für die Wahl des Manifestationsortes und kann nicht genutzt werden, um einen Eisbrocken in Kugelform zu zwingen. Einzelne Eisstücke erscheinen augenblicklich.
  • Feuer wird als Hitze nur in Verbindung mit Luft beschworen. Die Beschworene Luft hat eine Temperatur von ca. 350°C. Gültige Formen der Manifestation sind ein zusammenhängender Feuerball, der augenblicklich verpufft, oder eine Flamme (Brenndauer bis max. 1 Sekunde pro 0,0001 Raumschritt (0,1 Liter)).
oder

Manifestiertes Material und Form (Variante B, restriktiv):
Manifestiert werden kann nur eine einfache Form des Elements. Einfach heißt in diesem Zusammenhang, dass die manifestierten Objekte aus einem häufig in der Umgebung vorkommenden Material oder in einer häufig vorkommenden Form sein müssen. In Rahmen dieser Begrenzung wird eine Form vorgegeben, wenn nicht anders angegeben. Während der Materialisierung eines einzelnen Objektes unterliegt dieses nicht den üblichen Naturgesetzen. Es ist für diesen Zeitraum etwa schwerelos. Dieser Zustand endet augenblicklich für ein fertig manifestiertes Objekt. Wasser in einem Wasserstrahl gilt als fertig manifestiert und der Strahl unterliegt augenblicklich der Schwerkraft, auch wenn der Manifesto immer noch weites Wasser an der Quelle des Strahles manifestiert.
Konkrete Beschreibung der einzelnen Elemente:Anzeigen
  • Wasser wird nur in flüssiger Form mit Umgebungstemperatur (jedoch mindesten 4°C und höchstens 35°C) beschworen. Es ist immer reines Frischwasser. Die gültige Form der Manifestation ist ein schwacher Wasserstrahl (bis max. 1 Sekunde pro 0,1 Maß (Liter)).
  • Manifestierte Luft hat auf Dere ausschließlich, die gleiche Zusammensetzung wie Deres Atmosphäre. Die gültige Form der Manifestation ist ein schwacher Luftstrahl, der gerade so eine Kerze ausblasen kann oder ein Feuerchen anfachen vermag (bis max. 1 Sekunde pro 0,0001 Raumschritt (0,1 Liter)).
  • Mit dem Manifesto Erz beschworene Objekte bestehen auf Dere immer aus Basaltgestein. Als gültige Form gilt ein zusammenhängender Stein irregulärer und zufälliger Form. Der kleinste Durchmesser des Steines durch seinen Mittelpunkt steht aber zum längsten mindestens im Verhältnis 1:2 (ist also niemals platt). Der Stein erscheint augenblicklich.
  • Der Manifesto Humus manifestiert zufällig eine Sorte von häufig vorkommende Kleinpflanzen oder Pilzen der heimischen Flora pro wirken. In Wald- und Wiesengebieten etwa Löwenzahn, Gras, Moose oder auch Baumsprösslinge, in Eiswüsten Algen und Flechten und in Hitzewüsten Sträucher, Flechten und vielleicht kleine Kakteen, wenn ohnehin vorhanden. Es gilt das Prinzip des Ausschlusses nach Seltenheit. Niemals sollten etwa Heilpflanzen oder sehr seltene Gewürzpflanzen beschworen werden. Auch Saatgut der Pflanzen sind möglich.
  • Eis wird als Kälte nur in Verbindung mit Wasser beschworen und besteht ausschließlich aus gefrorenem Reinwasser. Die gültige Form ist ein zusammenhängendes Eisstück. Die Form des Stückes ist an den Kanten leicht abgerundet, wobei diese Rundungen bei großen Brocken kaum mehr auffällig ist. Die Form ist irregulär und zufällig, aber der kleinste Durchmesser durch den Mittelpunkt steht zum längsten mindestens im Verhältnis 1:2 (ist also niemals platt). Das Eisstück erscheint augenblicklich.
  • Feuer wird als Hitze nur in Verbindung mit Luft beschworen. Die gültige Form der Manifestation ist eine ca. 350°C heiße Flamme (Brenndauer bis max. 1 Sekunde pro 0,0001 Raumschritt (0,1 Liter)).
Ort der Manifestation:
Die Reichweite des Zaubers beträgt 1 Schritt. Nur innerhalb dieser Zone dürfen die beschworenen Objekte in einem Vakuum, in Freiräumen gefüllt mit Gas oder Flüssigkeiten oder andere leicht verformbare Materialien erscheinen. Als leicht verformbar gelten, neben Gasen und Flüssigkeiten, lockere Massen, z.B der obere 1. Schritt einer Schneedecke, die oberen 0,5 Schritt von weichen Sand oder die oberen 0,1 Schritt von weicher Erde.
Objekte dürfen nicht in Wesen oder festen Objekten manifestiert werden. Es ist daher nicht erlaubt einen Stein im Gehirn eines Gegners zu manifestieren oder seine Lunge mit Wasser zu füllen! Ob sein offener Mund geflutet werden darf ist Meisterentscheid.
Der Ort kann entweder irgendwo fest in der Zone bestimmt werden oder relativ an einer Hand des Zauberwirkenden gebunden. Z.B. 1HF von seiner Zeigefingerspitze entfernt oder auf seiner Handfläche. Dieser Ort bewegt sich dann auch mit der Hand mit. So kann etwa ein aus der Fingerspitze kommender Wasserstrahl per Fingerzeig durch die Gegend geschwenkt werden.
Wenn ein Ort nicht genügend Platz für eine vollständige Manifestation aufweist oder Materialien nicht mehr weichen können, so endet der Zauber frühzeitig und die restliche beschworene Menge verfällt. (Etwa in einem wasserdichten und komplett mit Wasser gefüllten Raum, in dem das Wasser nicht mehr verdrängt werden kann.)

Anmerkungen:
Auch wenn eine große Menge eines Materials augenblicklich manifestiert wird, so passiert dies immer noch gerade so langsam, dass kein relevanter Schadeneffekt eintritt, so wie etwa ein lauter Knall, eine Druckwelle oder das jemand durch die Masse geschlagen oder umgeschubst wird. Ein Stein, der jemanden nach seiner Manifestation auf den Kopf fällt, tut aber immer noch weh.
Manifesto nach DSA5-GRW mit Aspekten von DSA4:Anzeigen

Baustelle

Idee hinter diesem Vorschlag:
Dieser Regelvorschlag orientiert sich an dem GRW von DSA5 und füllt jedoch nicht nur Lücken mit Hintergrund aus DSA1-4, sondern erweitert den Manifesto noch um die Möglichkeit aus vorherigen DSA Editionen auch seltenere Materialien zu beschwören. Dies kommt allerdings mit dem Preis einer generell beschränkten Manifestationsdauer.
Diese Regeln sind mit den Regeln zu "Manifesto, strenge Auslegung nach DSA5-GRW" weiten Teilen identisch. Es sollen hier daher nur die Unterschiede erläutert werden.

Zeitlicher Verbleib (demanifestations Regeln):
Manifestiertes demanifestiert sich nach einer gewissen Zeitspanne wieder spontan. Wie dies jedoch passiert hängt vom Element und der Art des beschworenen Objektes ab. Im allgemeinen kann man sagen, dass beschworene Festkörper wieder verschwinden, während Gas, die meisten Flüssigkeiten, aber auch Hitze und Kälte, da diese dazu neigen sich mit der Welt Dere zu vermischen, aus ganz Dere wieder in der Ebene der Erde zurückgeholt wird und nicht nur Lokal.

Zeitschritte
VerweildauerSeltenheitsgradHitzegradKältegrad
1 KRexotisch+550°C-200°C
3 Minutenspeziell+500°C-100°C
15 Minutenrar+450°C-50°C
1 Stundeselten+400°C-30°C
4 Stundenungewöhnlich+350°C-15°C
16 Stundegewöhnlich+300°C-5°C
3 Tage
1 Monat
Dauerhaft
Konkrete Beschreibung der einzelnen Elemente:Anzeigen
  • Manifestiertes Feuer erlischt schon nach Ende der Wirkdauer, wenn damit nichts angezündet wurde. Wenn allerdings etwas damit entzündet wurde, so wird die Hitzte nicht wieder diesem Feuer entnommen, da sich die beschworene Hitze bereits verteilt hat und sich das Feuer aus eigener Kraft nährt. Stattdessen wird sie von allen Orten Deres entnommen. Man kann annehmen, dass die Hitze aus Deres flüssigen Kern bezogen wird. Eine Fackel geht also nicht einfach aus und erst recht nicht das brennende Schloss.
    Es gibt jedoch eine Ausnahme. Wenn die Hitze des Feuers mit einem Träger des Elementes Erz beschworen wurde, also als geschmolzenes Gestein, so wird die restliche verbliebene Hitze mit dem Gestein zurückgeholt.
  • Das Element Luft hält es ähnlich. Beschworene Gase verteilen sich für gewöhnlich in Deres Atmosphäre. Bei erreichen der Demanifestationszeit werden sich die entsprechenden Gase gleichmäßig aus Deres Atmosphäre geholt und nicht unbedingt dasselbe Gas aus der Lunge des Zauberwirkenden und seiner Freunde. So kann man also besondere Gase, wie etwa Helium (wenn der Wirkende um dessen Existenz weiß oder konkret theoretisiert), beschwören, einfangen und dauerhaft behalten. Das Element Luft ist sehr nachsichtig in dieser Angelegenheit.
  • Wasser ist auch sehr lax damit, welches Wasser wieder zurückgeführt wird. Am Ende der Verweildauer wird die passende Menge an Wasser wieder aus den Ozeanen und sonstigen Gewässern Deres geholt. Manifestiertes Wasser kann also bedenkenlos getrunken werden, wenn man sich nicht zufälligerweise in einer 3. Sphäre komplett ohne natürlichem Wasser auffällt und das einzige Wasser der Ebene sich im Zaubernen befindet.
  • Des Eises Kälte neigt auch dazu sich mit dem Rest der Welt zu vermischen. Diese entwichene Kälte wird sich aus kalten Gebieten Deres, wie den Polregionen, zurückgeholt. Die Kühlwirkung des Manifestos bleibt lokal also erhalten, wenn diese Abkühlung lokal noch vorhanden ist und zerstreut sich auf natürliche Weise. Ein gekühltes Schwert wird also nicht wieder plötzlich heiß und wärmeisoliertes, kaltes Wasser, bleibt so lange kühl, wie es die Isolation erlaubt. Jedoch gibt es eine Ausnahme, die die lokale Demanifestation herbeiführt. Wenn die Kälte noch in dem Festkörper steckt, der mit dem Manifesto Eis selber heraufbeschworen wurde, meistens gefrorenes Wasser, so wird diese gebundene Kälte, soweit sie noch nicht diffundiert ist, mit dem Festkörper zusammen (Ja, auch wenn dieser gefrorenes Wasser ist) komplett zurückgeholt. Ein großer Eisbrocken verschwindet wieder, soweit er noch nicht geschmolzen ist, so wie es auch bei dem Zauberspruch "Wand aus Eis" der Fall ist. Geschmolzenes Eis bleibt aber zurück.
  • Die verbliebenen Elemente Erz und Humus demanifestieren rigoros jegliche Materie, die mit ihnen manifestiert wurde. Auch wenn heraufbeschworenes Gold verflüssigt oder gar zu einem Gas erhitzt wurde, so findet die Erdebene dieses Gold bis auf den letzten Rest in jeglicher Form wieder. Gleiches gilt auch für Früchte und deren Säfte. Sie vermögen kurzzeitig zu sättigen, doch führt der plötzliche Entzug dieser zu einem sofort wiederkehrenden Hungergefühl und kann, je nach gegessener Menge, sogar bis zu 1W3 SP verursachen. Keine Mengen, wie etwa durch den Verzerr von Speisen, die mit beschworenen Gewürzen abgeschmeckt wurden oder mit beschworenen Fruchtsäft oder Sirup nachgesüßt wurden, sind unbedenklich.
Drei kommt noch...
Zuletzt geändert von ocz am 08.09.2019 23:04, insgesamt 6-mal geändert.

ocz
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Ungelesener Beitrag von ocz » 06.09.2019 21:24

Gorbalad hat geschrieben:
06.09.2019 19:48
Genau. Das hier ist aber ein DSA-5-Thread, da kann das anders sein.
Die Beschreibung auf https://ulisses-regelwiki.de/index.php/ ... festo.html sieht mir eher nach 'geht nicht mehr' aus.
Deswegen habe ich das jetzt auch aus "Manifesto, strenge Auslegung nach DSA5-GRW" herausgenommen. Es wird aber noch seinen Weg in "Manifesto in stärkerer Annäherung zu DSA4" hinein finden. (Dann aber nur das Einimpfen und nicht in allen Unterarten. Das ginge dann zu weit. Dafür gibt es dann tatsächlich Zaubertricks. Feuerfinger z.B. ist ja quasi ein auf Brenndauer, Schwäche der Flamme und AsP-Kosten optimierter Manifesto Feuer, wenn ich das richtig sehe.)

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