Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

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Krimdar
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Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von Krimdar » 18.08.2015 09:41

Hallo allerseits,

auch wenn es mein Meister und ich schon gewohnt sind, dass die Regeln beim (elementaren) Golembau mehr Schund, Widersprüche und mathematische Bildungslücken der Autoren als wirkliche Substanz beinhalten, ist gestern beim Erstellen einer Konstruktionsthesis meines Rashduler Magiers mal wieder etwas Neues aufgetaucht. :lol:

Während bei (dämonischen) Golems die Affinität des Materials zum Erzdämonen eine Rolle spielt, wurde für (elementare) Golemiden die Reinheit herangezogen. Steigende Reinheit gibt Boni, sinkende Reinheit Mali - klingt auf den ersten Blick logisch.

Nur ist es nicht möglich, (elementare) Golemiden aus anderen Materialien als Sand herzustellen (utopische Spielereien in der Zauberwerkstatt mit dem Stein Wandle! mal außen vor).

Ein Blick in die Auflistung der Reinheitsgrade in WdZ zeigt: Staub, Sand und Kies sind unedel. Doch ergeben sich nun direkt ein paar Probleme daraus.
  • Regelproblem
    Dies bedeutet nun, dass der Staub Wandle! unabhängig aller anderen Faktoren immer um zusätzliche 6 Punkte erschwert ist und gleichzeitig der gesamte Absatz zu Reinheitsboni-/mali beim Golembau keinerlei Existenzberechtigung hat. Schließlich kann man den Zauber nur für belebte Sandkuchen verwenden. :rolleyes:
  • Logikproblem
    Die Größe des erzenen Objekts beeinflusst z.B. bei Edelmetallen und -steinen nicht die Reinheit. Gold ist edel, ob nun faust- oder kieselgroß. Ein Kristall als kleiner Schmuckstein wiederum ist ziemlich edel, so lange man ihn nicht als Quarz tituliert und anmerkt, dass der Stein im Ring ja kieselgroß ist - dann ist Kristall plötzlich besonders unedel. :???: Somit widerspricht sich der Regeltext mal wieder selbst.
Aufgrund der Widersprüche wurde die Reinheit erstmal von meinem Meister ausgeklammert, bis man weitere Meinungen im Forum an Land gezogen hat.
  • Möglicher Lösungansatz / Erklärungsversuch
    Meine These dazu wäre, dass Sand&Co. als besonders unedel eingestuft wird, weil es normal ein wildes Gemenge verschiedenster Erzarten in unterschiedlichstem Reinheitsgrad ist und somit viel zu heterogen, um irgendeine nennenswerte homogene Reinheit zu haben.
    Das würde einerseits bedeuten, dass Sand in der Natur und bei Händlern zumeist weiterhin im angegebenen besonders unedlen Reinheitsgrad vorkommt. Gleichzeitig würde es aber auch erlauben, den Stoff durch Sortieren o.ä. in reinere Formen zu bringen. Kiesel kann man noch leicht nach Erzart sortieren, bei Sand hingegen wird man wohl z.B. Magie brauchen. Damit wäre dann die Reinheit abhängig, ob es Quarzsand, Basaltsand etc. und nicht, wie groß die Korngröße ist.
Haltet ihr diesen Ansatz für sinnvoll? Oder fällt euch eine bessere Lösung ein? :)

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AngeliAter
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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 18.08.2015 09:49

Es wird sicherlich einen Grund haben warum die Fließsandgolem von Sultan Hasrabal bestimmte Sand-/Wassersorten als Voraussetzung haben.
Da scheint es sich wirklich um reinen/edlen Sand zu handeln.
Das Stockholm-Syndrom ist eine anerkannte Methode um neue Freundschaften zu schließen.

Bejsaar
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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von Bejsaar » 18.08.2015 11:53

Ich würde mich hier an den Alchimieregeln orientieren.

z.B. frischer aus der Luft gefangener Khomsand eines Wüstensturms auf dem Kreuz der Oasen El'Ankhra, Kireh, Shebah und Terekh am dritten Tag des Hesindemondes zur Phexstunde kann edel sein.
Oder vlt. mit den Kraftlinien, berühmten Schlachten, magischen Orten usw. spielen.

Das heißt für den Meister, wenn du einen bestimmten Reinheitsgrad möchtest, kannst du mit viel Forschung herausbekommen, welcher Sand möglicherweise der geeigneteste ist. Dann geht es auf die Expedition um diesen Sand zu erhalten und schließlich kannst du einen Golem bauen.

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Zakkarus
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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von Zakkarus » 18.08.2015 12:20

Sand ist nicht gleich Sand. https://de.wikipedia.org/wiki/Sand

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Krimdar
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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von Krimdar » 18.08.2015 13:33

@AngeliAter
Dachte ich mir auch. Insbesondere, da z.B. Gorsand und Chalukwasser schon von Haus aus als magisch aufgeladen gelten.

@Bejsaar
Ungefähr auf diese Art ist auch das benötigte Wasser in der Fluff-Einkaufsliste in Elementare Gewalten beschrieben und würde sich mit dem prä-EG zwingend benötigten Gorsand-Chalukwasser-Gemisch decken.

@Zakkarus
Stimmt, das ist ja genau, was ich bemängle. Nur wird Sand/Staub/Kies was Reinheitsgrade anbelangt eben regeltechnisch mit +6 auf die Probe über einen Kamm geschert - egal, aus was er nun konkret besteht.

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Prester
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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von Prester » 20.09.2015 12:18

Also in Anbetracht der Tatsache, dass der Spruch explizit für diesen Sand und mit diesem Wasser perfektioniert wurde, würde ich hier das Reinheitsgebot auf 0 stellen oder sogar Bonus geben wenn du 100% aus diesen Materialien baust.

Bedenke, du lernst dort nicht den Universalen Staub Wandle! sondern Hasrabals Version, die von ihm sehr stark verändert wurde. Also zählen auch seine Bedingungen und nicht die des "theoretisch echten" Staub wandles!, denn du aber nicht kennst, du kennst Staub wandle(Hasrabal)!
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat.

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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von Omar Al Hashinnah » 20.09.2015 15:09

NA wie wäre es wenn du die Reinheit mit dem von dir verwendeten Material von +6 steigern könntest? Wobei +6 für mal kurz neben dem Strassenrand im Dreck gebuddelt steht, Khomsand für +3, Sand on den weissen Stränden Benbukulas mit +0, Gorsand mit -3 und reiner Quarzsand vom Selmegrund aus dem Meteroiten Krater mit -6 zu Buche schlägt. Gut das du für letzteres bei Leonardo die Taucherglocke ausleihen müsstest dich mit Hummeriern und Risso prügeln um Quaderweise Sand vom Selemgrund zu bergen nur um sie dann von Elementaren Dienern nach reinheit sortieren zu lassen um an das perfekte Material zu kommen, ei sehr aufwendiger Prozess ist.

Du kannst natürlich auch haufenweise Diamanten kaufen und sie von einem Dschinn zermahlen lassen um mit Diamantstaub zu arbeiten ich glaube aber da kommt die dich die eben genannte Variante günstiger.

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Cifer
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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von Cifer » 21.09.2015 14:00

Ich hatte mir mal ein paar Gedanken zum gesamten System der Golemidenerschaffung gemacht. Heraus kam, dass man die ersten paar Reinheitsstufen (bis rein) durch's reine Aussieben des Sandes erreichen kann und danach alchimistische Prozesse zur Verfeinerung braucht.
Der vorhandene Sand muss zunächst von Unreinheiten befreit werden,
um keinen Dreckgolemiden zu erschaffen. Mithilfe eines Siebes dauert dies
etwa 30 Minuten pro 100 Stein Sand. Dann ist für das Ausgangsmaterial die
Stufe rein (Affinität +0) erreicht. Wird darauf verzichtet, gilt das Material
als unedel (+4) oder im Falle von stark durchmischtem Sand als besonders
unedel (+6). Wird nur grob gesiebt, was 10 Minuten pro 100 Stein benötigt,
gilt das Material noch immer als gemindert (+2).
Für höhere Materialreinheit muss wortwörtlich ausgesiebt werden - mit-
hilfe alchimistischer Ausrüstung kann der Golemidenerschaffer feststellen,
welcher Teil des Rohmaterials sich besonders gut zur Beseelung eignen wür-
de. Für jede Stufe über rein wird dabei die benötigte Rohsandmenge ver-
doppelt. Innerhalb einer ZE lassen sich mittels einer Alchimieprobe -3 (er-
forderliche Laborstufe: Archaisch, Hilfstalent: Gesteinskunde, freiwillige Er-
schwerung der Probe ist wie bei Tränken möglich) 10+TaP*x3+(freiwillige
Erschwernis)x6 Stein Sand beurteilen - bei großen Mengen empfiehlt sich hier
die Mittelung anhand von zwei oder drei Proben. Sand aus Zonen besonde-
rer elementarer Reinheit oder dämonischer Verseuchung kann von Natur aus
größere oder geringere Reinheitsgrade aufweisen.

Beispiel 1: Vom tulamidischen Golemidenbauer Dschelef al-Alam soll
ein mittelgroßer Golemid aus konzentriertem Material hergestellt werden.
Da er mitten im Nirgendwo lebt, ist gewöhnlicher Sand wohl das Medium
der Wahl. Konzentriert ist eine Stufe höher als rein, es wird also die dop-
pelte Ausgangsmenge benötigt. Den Sand von den gröbsten Unreinheiten
zu befreien dauert 300/100x30 = 90 Minuten. Danach den konzentrierten
Sand abzuschöpfen benötigt eine Alchimieprobe -3. Der Golemidenschöpfer
besitzt zwar keine Gesteinskunde, aber dafür alchimistische Ausrüstung der
6Stufe Labor, die ihm weitere -3 auf seine Probe geben. so dass er all seine 10
Punkte übrig behält. Innerhalb von 2 Stunden kann er 40 seiner 300 Stein
untersuchen, er wird also insgesamt 7,5 ZE oder zwei Tage Arbeit benötigen,
bis er die passenden 150 Stein Sand für den Golem zusammen hat.

Beispiel 2: Sultan Hasrabal ist ein wenig größenwahnsinnig und hät-
te gern als Prestigeprojekt einen besonders edlen Riesengolemiden. Er lässt
sich also die benötigten 55 Tonnen Sand (5600 Stein für rein, verachtfacht
für rein → konzentriert → edel → besonders edel) aus der Gor heranschaffen
und beauftragt dann seine Untergebenen mit dem Aussieben. Zehn Sklaven
sind gut dreieinhalb Tage lang beschäftigt, bis die Unreinheiten aus dem
Sand gesammelt sind. Die drei studierten Alchimisten, die er an die Ausle-
se setzt, haben Alchimiewerte von 15 und Gesteinskundewerte von 10, dazu
wiederum ein Labor zur Verfügung. Bei der Gesteinskundeprobe bleiben 5
Punkte übrig, die Alchimieprobe wäre also um insgesamt 9 Punkte erleich-
tert. Die Herren Alchimisten erschweren sie sich jedoch um 14 Punkte und
behalten noch 6 TaP* zurück. Jeder von ihnen gräbt sich also pro ZE durch
10+6x3+14x6=112 Stein Sand. Bei drei Alchimisten und 4 ZE pro Tag sind
sie also bereits nach etwa 40 Tagen Arbeit durch und der Sultan kann mit der
Verzauberung beginnen. Gut die Hälfte der Zeit hätte sich Hasrabal sparen
können, indem er in der Gor nach einem Ort besonderer Reinheit gesucht
hätte, der den Sand bereits auf der Stufe konzentriert hätte starten lassen,
doch Expeditionen ins Innere der Wüste haben eine eher unerfreuliche Quote
an Verlusten, so dass er sich mit dem zufrieden gibt, was er bekommen kann.
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dead-flunky
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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von dead-flunky » 21.09.2015 18:46

Das Aussieben geht deutlich zu schnell. 100 kg in einer Stunde alleine?

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Cifer
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Re: Reinheitsgrad von Sand - unedler Unsinn?

Ungelesener Beitrag von Cifer » 22.09.2015 00:36

dead-flunky hat geschrieben:Das Aussieben geht deutlich zu schnell. 100 kg in einer Stunde alleine?
Wenn man es nicht gerade mit dem Nudelsieb macht, würde ich das für möglich halten - 100kg Sand sind 0,07 Kubikmeter.
Freiheit aus Schmerz.
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