Zweistimmiger Gesang - Wie kann man sich das vorstellen?

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I3igAl
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Zweistimmiger Gesang - Wie kann man sich das vorstellen?

Ungelesener Beitrag von I3igAl » 14.02.2020 00:10

Vor kurzem hatte ich eine Uneinigkeit mit einem anderen Spieler, wie der zweistimmige Gesang sich wohl anhören dürfte. Da es sein Elf war, habe ich ihn dann entscheiden lassen.
Wie stellt ihr euch den zweistimmigen Gesang vor? Gibt es irgendwo besonders konkrete Beschreibungen?

"Dolby Surround"-Effekt - bisher hatte ich immer angenommen, der zweistimmige Gesang sei einfach ein Halleffekt oder Basseffekt durch das Übereinanderlegen zweier Stimmen. Ähnlich wie eine Soundanlage im Wohnzimmer. Ein passendes Beispiel schien mir das Zauberduell zwischen Saruman und Gandalf in "Herr der Ringe - Die Gefährten" am Caradras.
Zwei vollkommen unabhängige Stimmen - Mein Spieler war überzeugt, dass der Elf mit zwei verschiedenen Stimmen singen kann. Auch verschiedene Texte oder im Kanon mit sich selbst. Mir persönlich scheint diese Version etwas zu bauchrednerisch und nicht besonders stimmungsvoll, da mir die Elfen hier eher wie Zirkusnummern vorkommen.
Zwei klanglich unterschiedliche, aber zeitlich gebundene Stimmen - Hier würde der Elf mit zwei verschiedenen Stimmen singen, aber zur selben Zeit denselben Text nutzen. Die scheint mir theoretisch vorstellbar, aber ich vermute, dass es entsetzlich klingen würden. (Andererseits sollen die Elfengesänge ja dem menschlichen Harmonieverständnis widersprechen.)
Zwei klanglich gleiche, aber zeitlich versetze Stimmen - das könnte theoretisch gut klingen, macht den Elf aber für mich auch etwas zu sehr zum Clown.
Anderes - bitte spezifizieren

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chizuranjida
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Zweistimmiger Gesang - Wie kann man sich das vorstellen?

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 14.02.2020 00:29

Die offizielle Beschreibung ist (ohne nachzuschlagen) "Als ob eine Frau spricht und ein Mann lacht", oder so ähnlich. Also, es geht eher in die Richtung, dass zwei Stimmen in unterschiedlicher Tonlage zugleich denselben Text sprechen, oder Unterton/Nachhall, aber nicht zwei unabhängig voneinander gesprochene Stimmen, und auch nicht zeitlich versetzt.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

Dragenreyter
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Zweistimmiger Gesang - Wie kann man sich das vorstellen?

Ungelesener Beitrag von Dragenreyter » 14.02.2020 05:03

Ich würde sagen: es ist wie eine extreme Form des harmonischen Obertongesangs mit klarer distanzierten Tonhöhen, so dass es fast wie zwei unterschiedliche Sänger klingt welche die selbe Melodie mit geringeren Variationen im Duett singen. Aber auf jeden Fall sich harmonisch umspielend/ergänzend, da Harmonie den Elfen ja im Wesen liegt.

Denderajida_von_Tuzak
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Zweistimmiger Gesang - Wie kann man sich das vorstellen?

Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 14.02.2020 10:42

Stelle mir das so ähnlich vor wie Bachs Solosonaten für Cello oder Geige, bei denen auf einem einzigen Instrument auch parallel mehrere Stimmen gespielt werden... so dass die elfische Stimme in wechselnden Harmonien ertönt.

Bei gehobenem Taw (10+) könnte ich mir vorstellen, dass es auch möglich ist, zeitlich versetzte Melodien zu singen; ab TaW 15+ vielleicht sogar Melodien so, dass ein Ton in der einen andauert während in der anderen ein neuer beginnt.

ledaeth
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Zweistimmiger Gesang - Wie kann man sich das vorstellen?

Ungelesener Beitrag von ledaeth » 14.02.2020 11:13

Ich bevorzuge möglichst unmagische Erklärungen, daher kann ich mir zwar vorstellen, dass Stimmbänder zwei verschiedene Töne gleichzeitig produzieren (wie beim Obertongesang, nur fantasymäßig krasser). Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mund zwei verschiedene Texte gleichzeitig spricht.

Daher tendiere ich ebenfalls zum Cello-Vergleich, oder wenn man auf dem Klavier immer zwei Töne gleichzeitig anschlägt:
Das wäre dann derselbe Text, derselbe Rhythmus und dieselbe Melodie, nur in zwei verschiedenen Tonlagen. Also eine Hauptstimme und gleichzeitig eine höher gelegene Chorstimme/Harmoniestimme, die komplett parallel verläuft (beide gehen gemeinsam um dasselbe Intervall hoch oder runter).
Ab höheren Talentwerten dann nicht mehr nur parallel, sondern auch in unterschiedlichen Intervallen oder sogar gegenläufig (Hauptstimme aufwärts, Harmoniestimme abwärts), und in höchsten Werten sogar zwei unterschiedliche Melodien, die auch unterschiedliche Rhythmen haben und sich dadurch floral umspielen können.
Denn wie ein sehr weiser Mann einmal sagte: „Da, wo du hingehst, da bist du dann.“

Aussprachehilfe zu "ledaeth": [​liːdai:θ]

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Advocatus Diaboli
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Zweistimmiger Gesang - Wie kann man sich das vorstellen?

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 15.02.2020 04:44

Das Konzept von Hauptstimme und Zweitstimme gibt es doch schon in der irdischen Musik. Es können auch noch mehr Stimmen werden. Ein typisches Chorstück hat mindestens vier Stimmen: Je eine Sopran-, Alt-, Tenor- und eine Bass-Stimme. Chorstücke können aber auch zwei Sopran-Stimmen haben und/oder zwei Bassstimmen. Alle singen dasselbe Lied. D.h. in den meisten Fällen auch denselben Text. Die verschiedenen Stimmen singen das aber in verschiedenen Tonlagen und - in richtigen Chorstücken - meistens auch mit abgeänderter Melodie. Die einfache Variante ist halt ein bisschen tiefer/höher zu singen als die Hauptstimme. Komplex sind es völlig verschiedene Melodien, die aber miteinander harmonieren, so wie verschiedene Instrumente in einem Orchester ja auch verschiedene Melodien spielen und alles zusammen harmoniert. Das ist halt die Kunst beim Komponieren bzw. auch improvisieren.
Das hat wenig bis gar nichts mit Kanonsingen zu tun. Es gibt natürlich die Möglichkeit, verschiedene Stimmen im Kanon singen zu lassen, aber da kombiniert man dann zwei Aspekte. Die Zweitstimme kann versetzt zur Hauptstimme gesungen werden, aber das ist nicht das, was sie ausmacht. Ausmachen tut sie in erster Linie eine eigene Tonlage und in zweiter ggf. eine eigene Melodie.

Wenn ein Mann und eine Frau zusammen Alle meine Entchen singen, ist das schon zweistimmig (außer ggf. er singt sehr hoch bzw. sie sehr tief). Singen sie Bruder Jakob im Kanon, singen sie zweistimmig und im Kanon. Wenn zwei Frauen das singen und eine singt Sopran und die andere Alt, ist das auch zweistimmig. Singen beide Alt, ist es einstimmig. Singen beide Alt im Kanon, singen sie an sich immer noch einstimmig (wobei man zur Klärung, wer anfängt, ggf. trotzdem von erster und zweiter Stimme spricht).

Ich war mir immer sicher, dass der Zweistimmige Gesang der DSA-Elfen genau diese irdische Zweistimmigkeit meint - also dass Elfen gleichzeitig in zwei Tonlagen singen können und dabei evtl. auch zwei unterschiedliche aber voneinander abhängige Melodien. Darüber, wie das biologisch bzw. physikalisch möglich ist, habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ich glaube, die DSA-Autoren auch nicht.
Regeln sind dazu da, dass man nachdenkt bevor man sie bricht.

( o _
/ / \
V_/_

~ Boronskuttentaucher sind toll <3 ~

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