DSA4 Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Von A wie Astralpunkte bis Z wie Zauberer: Alles über magische Kräfte.
Phexian Vulpo
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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Phexian Vulpo » 07.06.2019 21:49

Zum Gruße!

Zum Schelm und seiner Festen Gewohnheit, nur aus Spaß zu zaubern, hatte Tjorse im Thread "SL nie zufrieden" ab S. 5 bereits eine Diskussion angestoßen. Da ich hier nur speziell zu diesem magischen Aspekt etwas sagen möchte, ich jedoch keinen passenden Thread gefunden habe, eröffne ich hiermit ein neues Thema. (Falls der Beitrag woanders reinpasst, darf er gerne verschoben werden.)

Ich verstehe, warum einige Leute diesen Nachteil sehr restriktiv auslegen möchten, um die sehr schnellen, günstigen und von ihrer potentiellen Wirkung recht mächtigen Schelmenzauber im Zaum halten zu können.
Einige Zauber, deren Ursprung in der schelmischen Tradition liegt, lassen jedoch vermuten, dass es NICHT IMMER aus Spaß sein muss. Der Grund des Zaubers muss dabei aber dennoch immer den tiefsten und ureigensten Interessen des Schelms entspringen. Der GEFUNDEN! könnte eine Art Versteck- und Suchspiel mit dem vermissten Ausrüstungsgegenstand sein, ist aber dennoch nicht "aus Spaß" gezaubert. Der schelmische PENETRIZZEL oder FORAMEN sind nicht die Werkzeuge in einem Spionageauftrag, sondern schlicht der Neugier des Schelmen geschuldet. Die Situation entscheidet, ob ein Aufschlag auf die Probe fällig wird, oder nicht. Soll der Schelm eine verschlossene Tür für einen Diebstahl öffnen, wird der Aufschlag sicher fällig. Will der Schelm aber einfach nur unbedingt wissen, was hinter der Tür oder in der Kiste ist (ohne weitere Hintergedanken), dürfte das sehr dem Wesen des Schelms entsprechen. Einen Aufschlag würde ich in einem solchen Fall, obwohl definitiv nicht "aus Spaß" gezaubert wird, dennoch nicht veranschlagen.
Ein weiteres Beispiel ist der FLIM FLAM. Restriktiv ausgelegt müsste der FLIM FLAM, um ohne Aufschlag gezaubert zu werden, immer irgendwie lustig sein. Will der Schelm einfach nur Licht machen, bekommt er Aufschläge. Gut, auch beim FLIM FLAM ist es sehr leicht, verspielte Aspekte z.B. durch Modifikationen hervorzuheben. Aber reicht das schon um "aus Spaß" zu zaubern?
Selbst ein KOMM KOBOLD KOMM wäre mit Aufschlägen belegt, wird er nicht aus Spaß gezaubert. Doch, wie sollte das gehen? Schon die Auslegung, mit dem Kobold Spaß zu haben, wenn er dann da ist, geht über eine restriktive Auslegung hinaus. Ein Ruf um Hilfe oder gar eine Lernanfrage dann erst recht. Auch beim KUSCH! ist es nur schwer vorstellbar, dass er "aus Spaß" gezaubert wird.

Unterm Strich: Schelme haben eine ganz spezielle Weltsicht und wenn sie Magie wirken, sollte das in engem Einklang damit geschehen. Will der Schelm seine Fähigkeiten einmal anders einsetzen, ... NEIN, eigentlich WILL er das nicht. Der SPIELER will das oder andere Charaktere versuchen, den Schelm dazu zu bringen. In einer solchen Situation kommen die Aufschläge voll zum tragen, denn genau dann versucht der Schelm entgegen seiner Tradition, entgegen dem Wesen seiner Zauberkunst zu zaubern.

Ich freue mich sehr auf weitere Meinungen zu diesem Thema.

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Djayan
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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Djayan » 08.06.2019 23:57

Damals zu DSA3-Zeiten hatten wir einen Schelm, der für unglaublich lustige Situationen gesorgt hat aber der relativ bald der gesamten Gruppe tierisch auf den Geist ging. Schließlich ist jeder Sch**ß, der die Gruppe nervt und behindert, als "rollengerechtes Spiel" deklarierbar. Selbst den Spieler hat das dann irgendwann genervt und so zog der Schelm mit der Gauklertruppe "Magenwind" davon und bald darauf stieß ein Elf zur Gruppe ...

Ich bin froh, dass ich bisher keinen Schelm in einer meiner DSA4.1-Gruppen habe. Ich wüsste einfach nicht, wie ich gut damit umgehen sollte. Es hatte mal jemand hier im Forum in seiner/ihrer (?) Signatur stehen: "Schelme sind Sportwagen mit 500 PS, die nur im ersten Gang gefahren werden dürfen." (so ungefähr) Das trifft es meiner Meinung nach sehr gut. Die schelmische Repräsentation gewährt unglaublich krasse Vorteile aber wird sofort massiv eingeschränkt. Sobald man keinen Spaß hat, sondern z.B. aus der Not zaubert: -BUMMS!- +12 auf die Probe. Was in den meisten Fällen heißt, dass man es auch gleich sein lassen kann. Ihrer Majestät Trollmops mit einem Kusch! weg scheuchen, weil er immer wenn er Angst hat, auf den Thron pinkelt, ist ok aber wenn man mal dringend diesen Bär im Wald davon jagen müsste, der sich ansonsten ein amüsantes Mahl gönnen täte?! Nee, is nich! Das ist doch frustierend.

Ob man einen Schelm in der Gruppe zulässt und wenn ja, was er wie darf, sollten mMn nicht nur Meister und Schelmenspieler sondern die gesamte Gruppe gemeinsam im Voraus klären. Sonst ist entweder der Schelm "unnütz", weil ständig +12 eingeschränkt oder die Mitspieler (besonders die sehr regeltreuen) sind angeätzt, weil der Schelm mit billigen, schnellen Zaubern um sich wirft, Leute mit ner MR unterhalb von Dexter Nemrod fröhlich auslacht und dann auch noch die (Achtung Kalauer!) "Spaß-Bremse" entschärft wurde.

Ehrlich gesagt hoffe ich, dass ich einfach weiterhin keinen Schelm mehr "betreuen" muss. Falls doch, würde ich eventuell die schelmische Repräsentation vielleicht wie folgt abändern:
- Nur aus Spaß zaubern wäre keine zentrale Technik mehr.
- Zauber kosten die normalen AsP-Kosten.
- Zauberdauer (nicht Wirkungsdauer!) verdoppelt.
- aus Spaß gewirkte Zauber kosten die AsP der Schelmen-Variante und haben normale Zauberdauer.
- evtl. (in Anlehnung an die satuarische Rep.): Spaß beim Zaubern erhöht die Wirkung um bis zu 3 ZfP*, analog sinkt die Wirkung
in trauriger/melancholischer Stimmung um bis zu 3 ZfP*, je nach Meisterentscheid.

Ob diese Änderung so machbar wäre, weiß ich nicht. Ist nur das, was mir in der Schnelle durch den Kopf ging. Und ich hoffe nach wie vor, dass ich nicht in die Situation komme, diese Änderungen einzusetzen.

Liebe Grüße
Djayan

PS:
Deine Zauberbeispiele und deren Interpretation finde ich übrigens klasse!
Djayan ben Jikhbar ben Melahath ben Chadim ben Ismeth von Schwanheim zu Freymoor

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Edwin Briar
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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Edwin Briar » 09.06.2019 07:34

Wir hatten letztens die Situation, dass eins unserer Gruppenmitglieder unter die Kontrolle eines Brabak-Magiers/Nekromanten gefallen ist und wir ihn und einige andere retten wollten...leider war die Gruppe so aufgebaut, dass ich fast sämtliche Asp verbrennen musste um uns bis zum Nekromanten einen gewaltfreien Weg zu bahnen....so habe ich zum Beispiel mit Blendwerk in einem Bereich ein 4m Koschfrettchen über die Dächer springen lassen...ich musste erst der Gruppe subtil verständlich machen, dass ich nicht aktiv ein Ablenkungsmanöver planen würde, aber wohl der Stadtwache sehr wohl einen Streich spielen könnte, bei der sie "wat dolles zu sehen bekommen".
Vor der Nekromantenkammer brach dann unser gefangenes Gruppenmitglied durch die Tür, was relativ problematisch war, da er auch unser Nahkampfmonster ist...er ist aber auch nicht besonders schnell, weshalb ich ihm mit Aufgeblasen Abgehoben zu einer Auszeit an der Decke verhalf, bis er sich wieder eingekriegt hat...wiederum war die Decke nicht besonders hoch und nach SL konnte er immer noch von da oben seinen 2m Andergaster nach uns schwingen, weshalb wir über den Boden robben mussten, was doch recht witzig für meinen Schelm zu mindest war.

Während des Kampfes war ich recht nutzlos, mit Ausnahme dessen, dass ich einen Schrank, vor dem der niedergeworfenen Nekromant lag, auf ihn drauf kippte und damit dem "Vollarsch, derso vielen Leuten Leid bescherte und ihnen das Lachen nahm" ein Ende setzte. (Ich vertrete die Meinung, dass Schelme sehr wohl zu aktiver Gewalt und Zorn fähig sind, wenn das entsprechende Ziel ihnen einen Grund gegeben hat. So hatten die Schergen dieses Nekromanten den Bauernhof einer Familie zerstört, den Vater getötet, die Mutter zum Sterben zurückgelassen* und die Söhne entführt, was ihn schon wütend gemacht hat, da er die Familie mochte. Ich bin ohnehin der Meinung, dass Schelmen unsinniger Weise ein Großteil des emotionalen Spektrums abgesprochen wird von vielen.) Danach Griff er sich den Stab des Nekromanten und auch wenn es sonst nicht möglich ist konnte er dank SL Handwedelei, die Zauber darin für sich nutzbar machen so lange er auf einem W6 entsprechend würfeln würde....zuerst entfesselte er mal eine Dunkelheit im halben Raum um den Mitstreitern zu "helfen", da schon 2 nicht mehr in bester Verfassung waren, aber der Kampf ging noch gut aus und wir mussten wieder unter unserem Gruppenmitglied durch, aber ihn auch irgendwie mitnehmen. Ergo nahm ich ein Seil und mit ein paar Proben und etwas Glück zog ich ihn über die Decke wie einen Ballon bis nach draußen und aus der Stadt raus, wo der Aufgeblasen Abgehoben dann auch endete, er aber noch immer versuchte uns zu töten, weshalb ich nochmal den Stab zu bemühen.
Als erstes kam ein Zauber der nach SL bei einem Treffer des Stabs dem Ziel seine AP-Reduzieren würde, was aber mein Schelm nur als schwarzes leuchten sah und deshalb sofort den nächsten entfesselte....und da wurde es schelmisch...ein Hartes Schmelze sorgte dafür, dass der Boden unter seinen Füßen versumpfte, seine Unterwäsche und Unterzeug schmolz und aus seiner verzauberten Rüstung floss und auch sein Dolch danach nur noch Matsche war (der SL sagte schon, dass das sonst so nicht funktioniert, er den gespeicherten Zauber etwas modifiziert hatte aus erzählerischen Gründen und dass so wohl die schelmische Variante aussehen würde...etwas unkontrollierter)...und zu letzt ein Angstzauber, der ihm Ängste vor der Farbe Schwarz bescherte....und seine ganze Ausrüstung ist schwarz...sowie sein Körperhaar, da er ein Halbork ist....mein Schelm konnte nicht mehr vor lachen (vor allem als er anfing sich den Schambereich zu enthaaren...mit bloßen Händen) und die Gruppe auch nicht.

Diese kleine Erzählung zeigt wie ich den Schelm sehe. Es geht ihm schon um Freude und Heiterkeit (vor allem die eigene), aber es gibt auch Gründe für die man die Kräfte des Spaßes zweckentfremden muss, da die Maxime gilt: "Was witzig ist und was nicht, das entscheide immer noch ich!"

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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Eadee » 09.06.2019 07:41

Ich würde in Schelmen-Rep&Nachteil schlicht den Punkt "nur aus Spaß zaubern" ersetzen durch:
- Feste Gewohnheit (Keinen körperlichen Schaden anrichten).
- Lockeres Zaubern und Unbeschwertes Zaubern zeigen nur dann Wirkung wenn der Schelm aus Spaß zaubert. ("nur" bedeutet hier nicht dass er "ausschließlich" aus spaß zaubern muss, sondern dass eine seiner Motivationen zum Zaubern Spaß sein muss. Und ja, es ist schon witzig wenn das große große Raubtier wegen einem einfachen "kusch!" die Flucht ergreift.)
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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Tjorse » 12.06.2019 09:55

Ich bin wahrlich nicht als Schelmenfreund bekannt, aber in diesem Fall würde ich das "nur aus Spaß zaubern" einfach nicht zeitlich so eng auslegen.

Der Schelm zieht mit Freunden los, um Spaß zu haben. Eventuell hat die Gruppe ihm einen entsprechenden Bären aufgebunden, warum die bevorstehende Aktion spassig sein wird, jedenfalls ist es gelugnen, dem Schelm einzuimpfen, das es jetzt darum geht, Spaß zu haben.
Somit ist alles, was in Zusammenhang mit diesem Abschnitt passiert, auch "aus Spaß gezaubert", selbst wenn es sich auf die aktuelle Minute bezogen gar nicht spassig anfühlt. D.h. beim Eindringen in den Palast des Herrschenden wird nicht bei jeder Aktion geprüft Spaß/kein Spaß, sondern das Ziel muss spassig sein, dann ist auf dem Weg dahin auch mal was nicht unmittelbar spassiges erlaubt.

Das Beispiel mit dem Bären: Der Schelm ist im Wald unterwegs und freut sich seines Lebens, hat Spaß und pfeift ein lustiges Liedchen. Da kommt der Bär und stört dabei und wird halt weggekuscht. Absolut legitim, denn der Schelm ist aus Spaß unterwegs.

Natürlich darf man das auch nicht zu grob auslegen, nach dem Motto "das ganze Leben ist Spaß, also ist alles, was ich tue, aus Spaß oder ein Mittel zum Spaß". Aber so haarklein auf einzelne Kampfrunden muss man es eben auch nicht auslegen.

Somit hätte man die Möglichkeit, den Schelm seine Paradefähigkeiten zu nutzen, ohne dabei krasse Abzüge zu erleiden, gleichzeitig würde weiterhin verhindert, das der Schelm zu einem magischen Supereinbrecher wird, indem man der Gesamtaktion den "Spaß-Faktor" entzieht.

Oder man tötet einfach alle Schelme, das macht Spaß ;)

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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von margolos » 12.06.2019 11:21

Also das Schelme aktiv töten (wie Edwins Schelm) würde ich als Meister nicht zulassen. Das widerspricht am extremsten der Natur eines Schelms, aus meiner Sicht (und wird auch im Regelwerk verboten). Das wäre dann mit einer schweren Depression zu ahnden, die lebenslang +12 auf jeden Zauber geben würde.

Ich habe aber auch noch keinen erlebt, der einen Schelm wirklich gut spielen konnte.

Edwin Briar
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Ungelesener Beitrag von Edwin Briar » 12.06.2019 19:59

margolos hat geschrieben:
12.06.2019 11:21
Also das Schelme aktiv töten (wie Edwins Schelm) würde ich als Meister nicht zulassen. Das widerspricht am extremsten der Natur eines Schelms, aus meiner Sicht (und wird auch im Regelwerk verboten). Das wäre dann mit einer schweren Depression zu ahnden, die lebenslang +12 auf jeden Zauber geben würde.
Wie würde ein Schelm deiner Meinung nach in der Situation handeln, die ich beschrieben habe? Der Typ war sau-böse und hat Menschen unaussprechliches Leid zugefügt die mein Kirek wirklich gemocht hat.
Wie genau sollte sich ein Schelm in dieser Situation verhalten? Passivität oder gänzliches Abtun der Taten des Nekromanten lässt eher auf eine absolute Emotionslosigkeit schließen, abgesehen von dem hedonistischen Drang Spaß zu haben.

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Rasputin
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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Rasputin » 12.06.2019 20:24

Ich würde es auf jeden Fall so auslegen, dass ein Flim Flam lustiger ist als die alternative: Eine stockfinstere Höhle
Und Diebstahl würde ich auf jeden Fall mit Schelmen erlauben. Nichts ist Lustiger als der Adlige der seinen teuersten Schatz verloren hat. Natürlich klaut man aber dem Bettler nicht sein Brot.
Und ein lebendiger Freund der mit "Lach dich Gesund" gerettet wurde, ist auch viel lustiger als ein toter Freund.
Und der schönen Alrike beim Baden zu zu schauen, kann mit Penetrizzel auch ganz "lustig" sein :wink:
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Phexian Vulpo » 12.06.2019 20:43

Vielen Dank für die bisherigen Antworten!!!

Ich persönlich würde die Regeln nicht abändern, sie aber nicht restriktiv auslegen, sondern einen vernünftigen und stimmigen Rahmen einhalten.
(Falls doch, dann eher wie Eadee es vorgeschlagen hat. Das löst zwar nicht das Problem, würde aber die Diskussionen am Spieltisch abschwächen, da der strittige Punkt (Spaß) nicht mehr mit +12-Aufschlägen daherkommt. Die Änderungen von Djayan gehen mir zu weit, z.B. mit den unterschiedlichen Kosten je nach Situation.)
Dazu ist es offensichtlich, dass man die Handhabung dieses Aspekts im Vorfeld mit der ganzen Spielgruppe (nicht nur mit der SL) besprechen muss. Da ein Schelm nicht unbedingt für JEDES Abenteuer geeignet ist, sollte es sowieso gute Absprachen geben. Je besser sich die Spieler kennen, desto eher können sie auch einschätzen, was auf sie zu kommt.

Es wird viel von der Spielweise abhängen. Ich sehe Schelme auf Fluff, nicht auf Effizienz ausgelegt. Und die großen Schwierigkeiten, einen Schelm zu spielen, ergeben sich dann, wenn man den Fluff auch gegen die Effizienz aufrechthalten will. Wer das nicht tut, kassiert Aufschläge - und sollte sich vielleicht überlegen, ob der Schelm wirklich der richtige Charakter ist.
Natürlich darf jede(r) seinen/ihren Charakter so spielen, wie er/sie möchte. Aber wie margolos schon geschrieben hat, sind die Erfahrungen, es erlebt zu haben, dass ein Schelm wirklich gut gespielt wurde/wird, äußerst spärlich gesät. Daher habe ich mich auch erst nach vielen Jahren DSA-Erfahrung überhaupt daran gewagt, selbst mal einen Schelm-Charakter auszuprobieren.

Warum Schelme am Spieltisch erstmal nicht gerne gesehen sind, liegt wohl daran, dass sie zumeist nervig statt lustig und lebensfroh gespielt werden, und daran, dass die Spieler Abenteuer-effizient vorgehen wollen und dann zu diskutieren anfangen, wenn Einwände kommen...
Solche Schelme(nspieler) würde ich auch nicht haben wollen.

Ich habe dem in meinem Konzept etwas entgegengesteuert, indem ich meine Schelmin sehr Tsa-verbunden, sogar als Tsa-Akoluthin entwickelt habe.

P.S.: Ich hoffe, ich habe die Diskussion jetzt nicht zu weit vom Thema weg gelenkt. Aber mMn müssen bei diesem Thema auch die Absprache über die Auslegung und die Spielweise zur Sprache kommen.

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Ungelesener Beitrag von Phexian Vulpo » 12.06.2019 21:04

Edwin Briar hat geschrieben:
12.06.2019 19:59
Wie genau sollte sich ein Schelm in dieser Situation verhalten? Passivität oder gänzliches Abtun der Taten des Nekromanten lässt eher auf eine absolute Emotionslosigkeit schließen, abgesehen von dem hedonistischen Drang Spaß zu haben.
Ja, unausweichliche Kampfsituationen sind so ziemlich das Schwierigste, was auf einen Schelm zukommen kann. Als SL würde ich einen Schelm erst langsam an so etwas heranführen, indem er (und die Gruppe) zunächst mit Konflikten konfrontiert wird, die sich auch anders lösen lassen. Nach und nach die Schwierigkeit einer gewaltlosen Lösung erhöhen und sehen, wie sich der Schelm schlägt.
Sogar in einem unausweichlichen Kampf gegen böse Mächte wie Dämonen oder in Eurem Fall einen Nekromanten kann der Schelm glänzen. Es ist nur richtig schwierig, in dem Moment die passenden Ideen zu haben, die die Situation auch hergeben muss. Der Schelm hat also viele Einsatzmöglichkeiten, wenn es darum geht, sich und andere zu schützen. Aber wie steht er zum Vorgehen der eigenen Gruppe? Auch für 'Gegner' kann er lebensrettend eingreifen, wenn die sog. Helden lieber kurzen Prozess (im wahrsten Sinne des Wortes) machen wollen. Wenn das Vorgehen nicht im Vorhinein geklärt wurde (wie Gegner möglichst wenig zu verletzen und möglichst gar nicht zu töten. Ziel ist es, die Situation unter Kontrolle zu bekommen: also auf außer Gefecht setzen konzentrieren -> bewusstlos, entwaffnet, gefesselt), dann bleibt dem Schelm in der Situation nicht viel mehr als spontanes Eingreifen und Protestieren.

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Ungelesener Beitrag von margolos » 13.06.2019 08:39

Edwin Briar hat geschrieben:
12.06.2019 19:59
margolos hat geschrieben:
12.06.2019 11:21
Also das Schelme aktiv töten (wie Edwins Schelm) würde ich als Meister nicht zulassen. Das widerspricht am extremsten der Natur eines Schelms, aus meiner Sicht (und wird auch im Regelwerk verboten). Das wäre dann mit einer schweren Depression zu ahnden, die lebenslang +12 auf jeden Zauber geben würde.
Wie würde ein Schelm deiner Meinung nach in der Situation handeln, die ich beschrieben habe? Der Typ war sau-böse und hat Menschen unaussprechliches Leid zugefügt die mein Kirek wirklich gemocht hat.
Wie genau sollte sich ein Schelm in dieser Situation verhalten? Passivität oder gänzliches Abtun der Taten des Nekromanten lässt eher auf eine absolute Emotionslosigkeit schließen, abgesehen von dem hedonistischen Drang Spaß zu haben.
Er würde alles machen, nur nicht töten oder bewusst Leid zufügen. Aus meiner Sicht versteht sich ein Schelm nicht als Richter und Henker. Er weiß ja nichtmal was ein Richter und Henker ist. Der kommt aus der Feenwelt in der alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Da gibt es kein Zank, kein Mord, keine negativen Emotionen!
Somit würde ich sagen, erkennt der Schelm zwar die Boshaftigkeit des Gegners, kann damit aber nicht umgehen.
Somit überlässt er es den "Menschen aus der Anderswelt" (deine Abenteuerkollegen), den Richter und Henker zu spielen und wendet sich einfach ab.

Edwin Briar
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Ungelesener Beitrag von Edwin Briar » 13.06.2019 14:54

margolos hat geschrieben:
13.06.2019 08:39
Aus meiner Sicht versteht sich ein Schelm nicht als Richter und Henker. Er weiß ja nichtmal was ein Richter und Henker ist.
Er hat einen Schrank auf einen am Boden liegenden, brennenden* (ich glaube den Teil habe ich ausgelassen) Nekromanten gekippt...nicht das Richtschwert ausgepackt und daraus eine Praios-gefällige Zeremonie zur Auslöschung des Bösen gemacht. Auch hatte er ein kurzes "Warte..."-Erlebnis als er realisierte, dass der Schrank wohl voller Alchemika war...und hat dann unbeirrt weiter gemacht (sponsored by "verkackte Klugheits-Probe").


*Er hat aber noch geschrien...

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Ungelesener Beitrag von margolos » 13.06.2019 15:17

Naja, wenn er nicht gerade mit Klugheit 8 "gesegnet" ist, wird er ja wissen, dass ein fallender Schrank auf einen am Boden liegenden mindestens schwer verletztend, in der Regel tödlich enden wird.
Aber ist ja nur meine Einstellung, wenn ihr in eurer Runde damit Pari seit, ist das für euch ja gut.

Ein Beispiel fällt mir da noch ein: Für mich darf ein Schelm einem anderen ein Bein stellen. Das ist lustig und ist in der Regel nur mit ganz leichtem Schmerz verbunden und der Schaden steht da nicht an erster Stelle.
Einem ein Bein zu stellen, wohlwissend, dass es dahinter 3 Meter in die Tiefe geht, ist ein Akt der Gewalt und man möchte Schaden zufügen und das wäre einem Schelm wieder nicht erlaubt.

Phexian Vulpo
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Ungelesener Beitrag von Phexian Vulpo » 13.06.2019 16:22

Zu der Sache mit dem Schrank:
Wirklich jedem sollte klar sein, dass das nur im Glücksfall nicht tödlich endet. Da habt Ihr Glück gehabt, dass die SL nicht auf den Gedanken kam, die Alchemika für den ganzen Raum unangenehm miteinander reagieren zu lassen.

Es ist auch richtig, dass nicht jeder Schelm die Gebote der Tsa-Kirche verinnerlicht hat und danach lebt. Das hängt eben stark davon ab, wie ihr Leben weiterging, nachdem sie sich aus der heilen Feen- und Koboldwelt zurück auf Dere wiederfanden.

Zu ihrer magischen Praxis (Repräsentation) gehören aber nunmal sowohl die Unbeschwertheit aber auch der Spaßaspekt dieser Koboldwelt. Dere ist da oft ernst und voller Gewalt. Einem Schelm fällt es daher in solchen Situationen äußerst schwer (+12), seine magischen Kräfte, die ja für was ganz anderes gedacht sind, einzusetzen.
Profan kann ein Schelm sich dennoch dazu entwickelt haben. Das gehört dann aber nicht mehr zum Bereich Magie.

[Ich bin gerade dabei, ein paar alte Threads zur Spielweise (Schelm) auszugraben. Wenn ich was Passendes gefunden (also gelesen und für gut oder hilfreich befunden) habe, verlinke ich es hier nachher noch.]

Edith und ihre Tanten...:
1) der Thread hat mir sehr gut gefallen. Auf "nur aus Spaß zaubern" wird auch oft eingegangen. Wie spielt man einen Schelm???
2) dieser Thread dreht sich auch weitgehend um die Feste Gewohnheit und liefert sogar ein Zitat des Autoren, wie sie gedacht war (S.4). Schelme im Kampf
3) ein kurzer Thread mit weiteren hilfreichen Links. Schelme im Kampf

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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von margolos » 14.06.2019 10:21

Es ist auch nicht so, dass Schelme gar nicht kämpfen dürfen, aber dann nicht um zu siegen, sondern den Gegner zu zeigen wie lächerlich der Kampf eigentlich ist.
Als Beispiel fällt mir da Peter Pan ein, wenn er gegen Captain Hook fechtet. Peter hat gar nicht im Sinn den Capatin zu verletzen oder kalt zu machen. Der macht sich einen Spaß daraus mit ihm zu fechten und ihn zu zeigen, wie schlecht er ist. Da gibts dann auch mal nen Klaps auf den Hintern mit dem Degen oder ein Sturz usw. aber keinen Stich in die Brust, durchs Gesicht oder sonstwas.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 14.06.2019 11:21

margolos hat geschrieben:
14.06.2019 10:21
Als Beispiel fällt mir da Peter Pan ein, wenn er gegen Captain Hook fechtet. Peter hat gar nicht im Sinn den Capatin zu verletzen oder kalt zu machen. Der macht sich einen Spaß daraus mit ihm zu fechten und ihn zu zeigen, wie schlecht er ist. Da gibts dann auch mal nen Klaps auf den Hintern mit dem Degen oder ein Sturz usw. aber keinen Stich in die Brust, durchs Gesicht oder sonstwas.
Oh das finde ich echt spannend. Frage mich nur gerade welche Sonderfertigkeiten sich dafür eignen, vermutlich mal Entwaffnen und Niederwerfen (aber das geht glaub ned mit Fechtwaffen)
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Ungelesener Beitrag von Xoltax » 14.06.2019 11:32

Umreißen passt doch gut. und so ein Stab also harmlose Kampftechnik ist doch auch passend.

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 14.06.2019 11:42

Binden und Gezielter Schlag/Stich auf den Gürtel (nicht auf den Gegner selbst).
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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von margolos » 14.06.2019 11:44

Also zumindest in DSA 4 ist ein Schelm ja nicht vollkommen unbegabt in den Kampftalenten. Ganz klein wenig können die ja auch.
Und eure genannten Sonderfertigkeiten finde ich toll.
Selbst wenn der Schelm damit keinen Schaden macht. So beschäftigt er Gegner, die dann von den richtigen Kämpfern später geholt werden.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 14.06.2019 11:46

Ich finde Kämpfer, die keinen "Schaden" machen, schon immer faszinierend. Meist ist es dann daran gescheitert, dass man die Sonderfertigkeiten dafür zu Start nicht einsetzen kann. Glaub Entwaffnen hat ne 8er Erschwerniss.
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Ungelesener Beitrag von margolos » 14.06.2019 12:16

Wirf hatten zuletzt in der DSA4 Runde einen Schelm und der hat halt Geräuschhexerei gemacht während des Kampfes um die Gegner abzulenken. Das habe ich als Meister natürlich gut gefunden und entsprechend honoriert.

Witchblade
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Ungelesener Beitrag von Witchblade » 17.06.2019 08:55

Aus FesteGewohnheitn "Zum Spass zaubern" - Wer sagt dem einem Schelm mit "Weltfremd: menschl. Humor" was er spassig findet und was nicht.

Daher keine Einschränkung und 10 GP für lau.
=> Just No

" Bei dieser Gelegenheit würd ich euch gern Tassilo Stielfang vorstellen. Ein 50 Jahre alter Brünstiger Schelmenopa :D
Das Weltfremd hat er schon längst abgelegt und erfreut sich jetzt irdischer Freuden. Ist aber immer noch für den einen oder anderen Schabernack zu haben. "

Vielleicht aus Jucks und Tollerrei als Avatar ein Bild von Peter Lustig.

LG Andre

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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 17.06.2019 10:39

Ja die Feste Gewohnheit und das Weltfremd zusammen wird schnell komisch.
Ich würde daher die Feste Gewohnheit auch leicht abändern in "solange keiner dabei zu schaden kommt". Also im Grunde ein leichter Pazifismus auf die Magie bezogen.
Die Folge davon ist nur, dass alle Schwarzschelme sich die Feste Gewohnheit wegkaufen müssen, bisher konnten sie ja entstehen weil sich ihre Definition von Spaß geändert hat.
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Feste Gewohnheit: Nur aus Spaß zaubern (Schelm)

Ungelesener Beitrag von Witchblade » 17.06.2019 11:59

Assaltaro hat geschrieben:
17.06.2019 10:39
Ja die Feste Gewohnheit und das Weltfremd zusammen wird schnell komisch.
Ich würde daher die Feste Gewohnheit auch leicht abändern in "solange keiner dabei zu schaden kommt". Also im Grunde ein leichter Pazifismus auf die Magie bezogen.
Die Folge davon ist nur, dass alle Schwarzschelme sich die Feste Gewohnheit wegkaufen müssen, bisher konnten sie ja entstehen weil sich ihre Definition von Spaß geändert hat.

Definiere Schaden. Ein zerstörter Ruf im falschen Moment, Nur Gerüchte können dir in gewissen Umständen das Leben kosten. Eine zerissene Leinenhose eines Bauern, ein gebrochenes Werkzeug, widerlich schmeckendes Essen, verschwundenes Geld auch wenn es nur ein paar Kreuzer sind mag ausreichen.

Schaden ist alles was der Schelm macht was der Andere gar nicht will.

Einem Adligen ein Leinenhemd zu zerzaubern ist für den wahrscheinlich ärgerlich. Das letzte Hemd des Bauern ist vermutlich eine andere Sache.

Eine FG sollte nicht Situationsgebunden sein. Sondern eben eine sehr stark eingeprägte Gewohnheit. Wie Morgens aufs Klo gehen.

zB als Denkanreiz eine für mich sehr passende FG für einen Schelm wäre:

Jedes Mal wenn ein Zauber gelingt (was auch meistens ein oder andere Verwirrung auslöst) laut Hals los zu prusten und sich abzuhauen.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 17.06.2019 12:14

ok ich dachte hier schon Richtung körperlicher Schaden, denn das mit dem versauten Ruf, kann der Schelm oft wegen seiner Weltfremdheit nicht nachvollziehen.
Dass der Bauer aber ohne sein letztes Hemd im Winter erfriert, dürfte ihm dagegen klar sein.
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Ungelesener Beitrag von Witchblade » 17.06.2019 12:23

Assaltaro hat geschrieben:
17.06.2019 12:14
ok ich dachte hier schon Richtung körperlicher Schaden, denn das mit dem versauten Ruf, kann der Schelm oft wegen seiner Weltfremdheit nicht nachvollziehen.
Dass der Bauer aber ohne sein letztes Hemd im Winter erfriert, dürfte ihm dagegen klar sein.
Woher soll er das den wissen. Magische Hellsicht für Lau? Oder informiert er sicher vorher über die finanzielle Lage seiner Opfer?

Oh ein Bauer das muss sein letztes Hemd sein, dem krümm ich kein Haar. 2 Tage am Hof später, ach sch*** jetzt hat er ein anderes an.
Diese Spielverderber

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 17.06.2019 12:25

Nein, ich meinte das schon so, wenn er vorher erfahren hat, dass er keine weitere Kleidung hat.
Aber ich finde das halt besser, als dieses "nur aus Spaß zaubern", das bringt meiner Meinung nach noch viel mehr Probleme.
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Ungelesener Beitrag von Witchblade » 17.06.2019 12:26

Oh ein Bauer das muss sein letztes Hemd sein, dem krümm ich kein Haar. 2 Tage am Hof später, ach sch*** jetzt hat er ein Anderes an.
Immer diese Spielverderber.

Körperlicher Schaden ist nicht unbedingt Lebensbedrohlich. Ein schlechter Ruf für den falschen Mann ist es schon.


FG " Nur aus Spaß zaubern" ist beim Schelm = FG " Ich hab die 10 GP gebraucht und will nichts dafür geben

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 17.06.2019 12:32

Witchblade hat geschrieben:
17.06.2019 12:26
FG " Nur aus Spaß zaubern" ist beim Schelm = FG " Ich hab die 10 GP gebraucht und will nichts dafür geben
Naja du hast da als Spieler ja keine Wahl, die Feste Gewohnheit ist zumindest in 4.1 automatisch im Paket.
Daher wollte ich einen Impuls geben wie man die vielleicht sinnvoll abändern kann, denn es hat kaum einer Lust die FG aus dem Paket rauszurechnen, das ist in 4.1 recht eklig.
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Ungelesener Beitrag von Witchblade » 17.06.2019 12:38

Für guten Fluff oder andere Konzepte einfach anderwertige 10GP bezahlen und tauschen.
(Aber dann hab ich ja mehr bezahlt)

Ja und das ist gut so.

LG

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