Wo hat euer Kämpfer den größten Unterschied gemacht?

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.
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Rosencrantz
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Wo hat euer Kämpfer den größten Unterschied gemacht?

Ungelesener Beitrag von Rosencrantz » 20.12.2019 06:34

Hallo Leute!

In Anlehnung an den "was sind eure besten Stories am Spieltisch" möchte ich hier eine Geschichtensammlung für den Gefechts-Thread erstellen.

In welcher Situation hat euer Kämpfer - oder auch Nichtkämpfer - in einem Gefecht / einer Schlacht das Zünglein an der Waage dargestellt?

Dabei muss nicht unbedingt immer das Schicksal von Aventurien auf dem Spiel gestanden haben. Auch nicht so schicksalsträchtige Situationen könnt ihr hier gerne teilen. Habt ihr einem Kameraden in höchster Not und unwahrscheinlich das Leben gerettet und so am Spieltisch wirklich einen Unterschied gemacht? Wart ihr die Person, die als letzte noch stand und konntet ihr das Gefecht noch gewinnen? War der Kampf heroisch, war er schmutzig? Habt ihr gar in einer großen Schlacht einen nennenswerten Beitrag zum Erfolg des Heeres/der Mission/der Sache beisteuern können? Gebt mir eure besten Stories!

Da ich euch nicht auffordern möchte, ohne den Anfang zu machen, hier meine wichtigste Kampfaktion in meiner Rollenspielkarriere:

unsere Gruppe war während
SpoilerShow
des Jahrs des Feuers
in einer großen Schlacht bei und um Warunk beteiligt. Die Kompanie, der unsere Schlachterprobten Helden zugeteilt waren, hatte einen Vorstoß in die Stadt gewagt und dabei eine volle Breitseite der Verteidiger abbekommen (Sordulsäpfel, Geschosse, Dämonenwerk). Es war nicht klar, ob wir die Linie halten können würden, bis Verstärkung eintreffen würde, und ob mit dem Scheitern unserer (völlig übermütigen) Kommandoaktion möglicherweise das ganze Gefecht kippen würde und wir bei der Aktion alle draufgehen würden. Wir hatten uns an einer der Stadtmauern verschanzt und waren zwischen Angreifern eingepfercht. Wir hatten gerade eine Welle zurückgeschlagen und waren (inkl. NPCs) vielleicht noch 15 waffenfähige Leute, als noch ein Banner anrückte, um uns völlig den Garaus zu machen.

Ich spielte zu dem Zeitpunkt einen Khunchomer Artefaktmagier, der aber durch die Kampagne mittlerweile ein ordentlicher Kampfmagier geworden war. Mein Lieblingszauber zu der Zeit war der Kulminatio Kugelblitz , den ich recht hoch hatte und der mir schon einen ganz guten Ruf im Trosszug beschert hatte. Da ich bis zu dem Zeitpunkt hauptsächlich auf meine Stabzauber zurückgegriffen hatte, hatte ich noch ein paar AsP übrig und entschloss mich dazu, ein riskantes Manöver zu fahren: eine Wolke von Atall. Meine Mitstreiter haben mich verteidigt und sind bei der Konfrontation mit dem Banner aufgerieben worden, aber kurz bevor unsere Position gestürmt wurde, gelang mir der Zauber (ich hatte ~ 50 AsP und es war mehr oder weniger 50/50 ob der Zauber nicht schon durch die 5W20 Kosten scheitern würde) und ich habe die Anstürmenden mit 15 (bei Gelingen zufällig 3W6 Kugelblitze) Blitzen eingedeckt und bei den Schadenswürfen auch noch unverschämt oft unverschämt hoch gewürfelt, sodass ich es schaffte, die Angreifer entweder auszuschalten oder in Panik fliehen zu lassen - fast 50 Leute.

Unsere Verbündeten kamen danach mit Verstärkung in die Stadt und wir konnten das Kampfesglück zu unserem Gunsten wenden. Mehr Schadenspunkte in einer kritischeren Situation habe ich danach nie wieder ausgeteilt.

Was waren eure epischsten, spannendsten, wichtigsten und unwahrscheinlichsten Gefechtserlebnisse?

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ledaeth
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Ungelesener Beitrag von ledaeth » 20.12.2019 09:54

Schöne Idee! Heroen an die Front!! :)
Denn wie ein sehr weiser Mann einmal sagte: „Da, wo du hingehst, da bist du dann.“

Aussprachehilfe zu "ledaeth": [​liːdai:θ]

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Fridolin
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Ungelesener Beitrag von Fridolin » 20.12.2019 16:11

Kann mich noch an eine Szene erinnern, in der der Kampf gegen einige Steppenorks ein regelrechter Abnutzungskrieg war. War gar nichts episches, sondern einfach Heldengruppe vs. Orkische Fourageure.
Am Ende war es ein hartnäckiges Gemetzel und das Blut von Helden und Orks hat sich am Boden gemischt. Sterbende Helden und ausblutende Orks lagen nebeneinander im trockenen Gras.
Der letzte noch stehende SC schwang sich in echter Heldenmanier mit letzter Kraft auf ein herrenloses Orkpony und ritt die letzten zwei stehenden Orks über den Haufen und entschied damit das Gemetzel.

Einfach nur episch, weil es so verflucht spannend war und wir alle echte Angst um unsere Helden hatten. Glaube der Kampf dauerte Outgame 4 Stunden, aber es war nie langweilig 8-)
Günstige Miniaturen zum DSA-Spielen: How-To: Mit Miniaturen für DSA einsteigen

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Rasputin
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 07.01.2020 21:40

Letzer Spieleabend:
Die Gruppe befindet sich im Abenteuer
SpoilerShow
"Namenlose Nacht"
Mein Charakter ist ein Muskelprotz mit guten Werten in Ringen und Raufen und dazu übermenschlicher Körperkraft.
Die Gruppe befindet sich während der Namenlosen Tage auf einer "Party für Erwachsene" in einem Saunaclub einer Therme um dort einen Auftrag zu erledigen. Weil wir dafür bezahlt werden, überlegt sich die Gruppe auch gleich noch einen Ring von Menschenhändlern auf der Party aus zu heben.
Da man auf so einer Party in der Regel keine Kleidung trägt, ist die komplette Gruppe unbewaffnet. Nur mein Charakter konnte seinen vergoldeten +3 Schlagring den er immer als Schmuck um den Hals trägt mit rein schmuggeln.
Mein Kostüm (ohne Schwert):Show
Bild
Wir wissen wo die verschwundenen Mädchen sind und machen uns auf den Weg zum Wasserturm. Wir rechnen nicht mit gegenwehr und die ganze Gruppe ist wortwörtlich splitterfasernackt. Wir dachten dort ist nur ein Zuhälter. In Wahrheit wartete da ein Gargoyle und 4 Profikämpfer auf uns. Ausgerüstet mit vergifteten Waffen, BhK2 und Magie.

Die Gruppe wird vom Gargoyle überrascht. Mein Charakter nimmt diesen aber schnell in einen kritischen Griff, dann eine Klammer und anschließend einen Schwitzkasten nachdem er mit einen Wurf auf dem Boden befördert wurde. Nicht ein Schadenspunkt bekommen. Während mein Charakter den Gargoyle erwürgt, hämmert der Speerwerfer-Zwerg (ohne Speere) der Gruppe mit seinem Großschild (Kostüm Schildkröte :rolleyes: ) auf den am Boden liegenden Gargoyle ein, kommt aber nicht durch den RS.
Mein Charakter sagt, "Kümmert euch schon mal um den Boss, ich bin hier gleich fertig."

Durch den Lärm wurden die Menschenhändler gewarnt. Ein Hruruzat-Kämpfer kommt mit einem Sprungtritt die Treppe herunter gesprungen, wird aber ausgewichen. Der Support-Magier (Verkleidung Rohal :rolleyes: ) zaubert einen Flim-Flam weil wir keine Fackeln haben. Nun kämpft ein Gruppenmitglied (Verkleidung Mannwidder) gegen diesen Kämpfer. Von oben schießt ein weiterer Gegner mit einer Armbrust ins Kampfgetümmel und trifft eine zufällige Person. Ein Mitspieler soll getroffen werden, würfelt aber mit einen Schicksalspunkt neu, damit der Pfeil den Hruruzat-Kämpfer trifft.

Dieser wirft Krähenfüße auf die Treppe und rennt nach oben. Inzwischen hat mein Charakter den Gargoyle erwürgt. Der meister beschreibt die Bewaffnung der Gegner. Ich merke an, dass der Typ mit den zwei Säbeln und der Armbrust hoffentlich kein BhK2 hat. Das ist auf unserem Erfahrungsniveau noch sehr stark. Der Meister sagt nur: "Ich habe den nicht erstellt. Der kommt im Abenteuer so vor. :dance: ".
Mir schwant übles.

Die Gruppe rennt die Treppe herauf, nachdem der Magier die Krähenfüße entfernt hat. Dort warten 4 Kämpfer auf uns.
Eine Thorwalerin mit einem Kriegshammer. Sie versteckt sich hinter einer knienden Geisel.
Ein Halbelf mit Dolch an der Kehle einer weiteren Geisel (die für die wir bezahlt wurden).
Ein Tulamide mit zwei Kunchomern.
Der Hruruzat-Kämpfer im Efferd-Kostüm.

Wir werden gewarnt. Die Geiselnehmer drohen die Geiseln zu töten.
Meinem Kor-Akoluthen ist die andere Geisel weitestgehend egal. Wenn sie im Kampf stirbt, ist es der Wille der Götter und nicht sein Problem. Mit irrem Blick und enthemmt durch die namenlosen Tage, versucht er es mit einschüchtern und erklärt, mit mehr Wahrheit in der Aussage als er zugeben möchte, dass Jungfrauenblut ihm fast so sehr gefällt, wie das Blut seiner Feinde.
Die andere Geisel muss aber auf jeden Fall gerettet werden. Ein Kor-Akoluth gibt immer alles für seinen Auftrag.
Der Magier hat noch einen "Paralys" im Stab. Sein letzter Zauber. Er hat auch fast keine AsP mehr. Allerdings wirkt dieser nur gegen 5 MR und er vermutet der Halbelf könnte mehr haben.
Ein vielsagender Blick geht in Richtung des Magiers. Der Magier versteht.

Der Magier benutzt seinen Zauber um die wichtige Geisel zu versteinern.
Mein Charakter hat mit 21 die meiste Initiative und benutzt seine erste Bewegungsaktion um sich auf die Frau mit dem Hammer zu stürzen. Vielleicht kann er die andere Geisel auch retten. Das sorgt dafür, dass er aber von 4 Gegnern umzingelt ist. Diese sind jetzt an der Reihe.

Der Halbelf will seine Geisel erstechen, wundern sich aber, warum diese plötzlich so hart wie Diamant ist.
Die Thorwalerin will von DK:H auf N erweitern. Patzer, Sturz.
Der Tulamide greift auch meinen Charakter an, kündigt 2 Angriffe+Parade an, die Befürchtungen der Gruppe wurde somit bestätigt, und will ebenfalls von H auf N erweitern. Angriff schlägt fehl. Ich wische mir Schweiß von der Stirn.
Mein Charakter ergreift die Thorwalerin und wird kurz darauf schmerzhaft aber nicht gefährlich von einem (Hruruzat) Tritt getroffen.
Der nächste Angriff vom Tulamiden ist um +6 wegen falscher DK erschwert und schlägt fehl. Es darf kein Angriff zur Veränderung der DK sein.

Der Magier startet einen Axxeleratus auf mich mit seinen letzten AsP.
Die anderen Gruppenmitglieder kommen zur Hilfe, viel können sie aber ohne Waffe nicht ausrichten. Mein Charakter ist weiterhin umzingelt.
Der Axxeleratus ist fertig :devil:

Mein Charakter setzt einen harten Schmetterschlag an (15TP) und schickt die Thorwalerin ins Reich der Träume.
Der Hruruzat-Kämpfer bricht zusammen und übergibt sich. Der Pfeil, von dem er aus versehen getroffen wurde war wohl vergiftet.
Der Halbelf zaubert einen Blitz auf meinen Charakter, der aber nur mit 1 ZfP* durch die MR kommt.
Der Tulamide zieht plötzlich (wahrscheinlich vergiftete) Nadeln aus seinem Turban.
Diese Aktion nutzt mein Charakter um eine Klammer an diesem an zu setzen. An diesen Nadeln könnte alles sein, kein Risiko mehr eingehen.
Der Zwerg der Gruppe schlägt mit seinem Großschild so lange auf den wehrlosen Tulamiden ein, bis dieser seine Hirnmasse im kompletten Raum verteilt hat.

Der Halbelf versucht es mit Überreden und will uns verklickern, er sei einer der Guten und Undercover um jemanden zu retten. Der Meister würfelt eine Doppel-20 auf Überreden(Lügen). Der Vater des Mädchens, der uns beauftragt hat und von einem Gastspieler gespielt wird, fragt in die Gruppe was wir mit ihm machen sollen. Mein Charakter sagt, dass uns nach dem Kunchomer Kodex sein Leben zusteht und sein Gott nicht umsonst als "der Gnadenlose" bezeichnet wird. Der Vater des Mädchens hebt einen Säbel auf und Köpft den Entführer mit einem Hieb.

Wir sind also mit einer 4er Gurkentruppe, komplett nackt gegen 4 sehr gut gerüstete, AP-Mäßig wohl überlegene Gegner und einen Gargoyle in den Kampf gezogen und mein Charakter ist nahezu unverletzt (nur 1 Tritt) aus dem Kampf gegangen, obwohl er von allen 5 Gegnern fokussiert wurde und wir haben auch noch alle Geiseln gerettet bekommen.

Hier hat der Abend geendet.
Vielleicht sah der Kampf aber auch so aus :lol:Show
Zuletzt geändert von Rasputin am 07.01.2020 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Edwin Briar
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Wo hat euer Kämpfer den größten Unterschied gemacht?

Ungelesener Beitrag von Edwin Briar » 07.01.2020 23:28

Ich glaube das war als ein Dekapus unser Schiff (an)gegriffen hat. Mehrfach wurden Gruppenmitglieder von dem Vieh gegriffen und ich war praktisch nur damit beschäftigt die Arme anzugreifen um Leute nicht zum Snack werden zu lassen.
Kurze Erklärung zu meinem Charakter....er ist Gesellschafter und Fauskämpfer mit Panzerarmen....nur damals mit KK 9 (oder waren es schon 10?). Nach einigen bestätigten Einsen, hochkarätigen Geraden und einem voll ausgereizten Axxel war das Vieh 5 Arme ärmer durch mich (naja 4 davon blieben dran, da nur 1 Exemplar zur Sicherung des Gegriffenen abgeschlagen wurde). Mein Ausweichen Wert von 22 (im Axxel) hat auch geholfen nicht selbst in diese Lage gebracht zu werden.

Raufen gegen Monster ist grober Unsinn.

Oder als unser Gruppentank zwischen den Kiefern eines untoten Tatzelwurms steckte...und ich dem Vieh (damals ohne Hammerfaust und garantiert mit KK9) den Unterkiefer zertrümmert hatte...dank glücklicher 1 und rondrageweihtem Panzerarm*.


*im Rondra-Design...es zahlt sich aus wenn man sich in einem Abenteuer verdient macht bei einer Rondrageweihten/Schmiedin und der Krieger der Gruppe durch Druidenkräutermischung merklich high war, sodass nur Dieb mit Dolch oder ich als Belohnungsempfänger übrig blieben für eine hausgeschmiedete Waffe

Dragenreyter
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Wo hat euer Kämpfer den größten Unterschied gemacht?

Ungelesener Beitrag von Dragenreyter » 08.01.2020 00:24

Neulich in der Improrunde: mein Stoerrebranter Leibmagus und sein Rochaz Trollzacker Bergkönig (jeweils ca. 20.000 Ap) mit maximal gepimpter Enduriumbarbarenaxt verfolgen ein paar per Illusionszauber getarnte Geschuppte in einen geheimen Echsentempel unter Fasar.

Dort findet offenbar eine Art Ritual statt und ein mächtiges Pyrdacorartefakt soll geborgen werden, was es zu verhindern gilt.
Ein Blick aus der Deckung enthüllt einen Skrechu Magier, der gerade eine goldene Drachenklaue in seinen 4 Händen hält, sowie einen Leviatan in juwelenbesetzter Enduriumrüstung mit Enduriumaxt als Wache, uns zugewandt. Handeln ist angesagt!

Mein Magus drückt dem mit Wurfäxten sehr fähigen Trollzacker zwei Wurfbeutel mit Blendpulver (feinst zermahlene Pfefferschoten mit Glasstaub und Salz gemischt) in die Hand und wirkt aus dem Stabspeicher einen Axxeleratus auf ihn.
Trollzacker wirft mit 1 aus der Deckung und trifft den überraschten Leviatan direkt auf die Nase, Meister gewährt Effekt wie ein 15 Zfp* Blitz dich find, Feind ist geblendet und desorientiert.
Trollzacker macht Sturmangriff wie ne Dampflok und spaltet den Leviatan trotz Enduriumrüstung (10RS) fast zur Hälfte (über 60 Tp), doch dieser steht noch und aktiviert aus einem Juwel an seiner Rüstung einen Heilzauber.
Magier aktiviert aus seinen Artefaktarmschienen Armatrutz, gardianum Körperschild, Fortifex Schild und Reversalis Plumbumbarum und stürzt sich auf den Skrechu, damit dieser mit dem Artefakt nicht entkommt.
Der Trollzacker mit über 40 ini braucht noch weitere 2 Schläge, umd den Leviatan Elitekrieger kaputtzukriegen, letztlich mit einem glücklichen Hammerschlag.
Magier will den Skrechu blitzen, doch scheitert an dessen MR, Ignifaxius enger Strahl aus dem Stabspeicher richtet ebenfalls kaum Schaden an (Aurapanzer).
Skrechu schleudert dem Magus einen heftigen Zorn der Elemente Erz entgegen, welcher jedoch am Gardianum und Fortifexschild verpufft.
Trollzacker stürzt sich auf den Skrechu, welcher jedoch mit einem Fortifex seinerseits blockt. Das Einzige Hindernis, wogegen selbst eine Stein spaltende magische Enduriumaxt nicht ankommt.
Skrechu aktiviert aus seinen Artefaktarmringen eine art Leib des Erzes, welcher seinen Körper in (beweglichen) Stein verwandelt (grosser Fehler!) und zwei weitere Armreifen, welche sich in goldene Kopeshs verwandeln. Verdammt zäher Gegner!
Während der Skrechu noch immer die goldene Klaue in zwei Händen über dem Kopf hält, die Kopeshs in den Anderen, wirkt mein Magus einen beweglichen Fortifex aus dem Stabspeicher und benutzt ihn als Rammbock, um ihm die Drachenklaue aus den Händen zu schlagen, bevor er sich damit irgendwie verdünnisieren kann, scheitert aber an der überraschend hohen Körperkraft und Standfestigkeit des Gegners.
Währenddessen führt der Trollzacker einen weiteren glücklichen Angriff am Fortifex vorbei, wird aber genauso glücklich pariert und bekommt zwei heftige Hiebe ab.
Dem Magus gelingt es, mit einem erneuten glücklichen Tackle die Artefaktklaue dem abgelenkten Skrechu zu entreissen, der Trollzacker hat nun freie Bahn und spaltet den versteinerten Skrechu mit einem weiteren glücklichen Hammerschlag mit seiner Stein spaltenden Enduriumaxt und haut danach die steinernen Stücke noch in Stücke, nur um sicher zu gehen.

Der Tag und das Pyrdacorartefakt (sowie 4 enorm mächtige und wertvolle Skrechu-Artefakte) sind gewonnen! Der Leviatan wird seiner Ausrüstung (immerhin knapp 30 Stein Schwarzstahl) entledigt, ausgeweidet, Körpersäfte für Alchemie gesammelt (Substitution Drachenblut+Dracherntränen etc.) und waidmännisch zwecks Verwertung zerlegt, das Herz wird roh verzehrt. Trollzacker halt!

Was den Trollzacker dann schließlich umhaut, ist ein Schluck vom höchstpotenten Siegesschnapps dank Blutverlust und Patzer bei der Zechenprobe. :rolleyes:

Mein Magus wäre allein gegen solche Gegner nahezu machtlos gewesen. Mit einem geringeren Krieger wärs auch arg eng geworden. Aber der gebuffte Trollzackerhaudrauf hat dank insgesamt 4! glücklichen Attacken beiden Feinden innerhalb kürzester Zeit den Garaus gemacht. Insgesamt sind an diesem sehr spannenden Abend mehr 1er von Allen gewürfelt worden, als sonst im ganzen Jahr. Ohne diese wäre es aber auch ein deutlich längerer und schwierigerer Kampf geworden.

Freue mich schon auf den nächsten Abend, wenn mein Magus den Trollzacker mal so RICHTIG mit seinem vollen Repertoire für einen Kampf buffen kann! :wobble:

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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 08.01.2020 16:23

Kein Kämpfer, aber eine nette Geschichte:

Dramatis personae:
Iodas, nostrischer Bogenschütze
Kalimba, thorwalsche Piratin
Faizal, brabaker Beschwörer (meiner einer)
Dariyon, Avesgeweihter
Kaidash, Orksöldner
Gazalinde, aranische Katzenhexe

Die Gruppe hat sich an Arenakämpfen und den Wetten darauf beteiligt, um sowohl Geld als auch Informationen über einen gewissen NSC zu beschaffen. Kaidash trat im Einzelkampf gegen einen Säbelzahntiger an und hat das Viech schlussendlich mit seinem Andergaster geschreddert, obwohl es teilweise echt knapp aussah. Dann wurde als Gegner für Kalimba und Iodas ein großer Bornbär angekündigt. Faizal, nach dem ersten Kampf voller böser Vorahnungen, zog sich zurück mit der Behauptung, er müsse auf den Abort. In Wirklichkeit verzog er sich in eine Ecke, um hastig einen Thalon zu beschwören, der seinen Freunden unsichtbar beistehen sollte. Dariyon folgte ihm voller böser Vorahnungen und versuchte, Faizal von der Beschwörung abzubringen, der jedoch ließ sich nicht beirren. Dariyon floh schließlich voller Angst und Zorn zurück auf die Zuschauertribüne, als das kleine Ungeheuer erschien. Faizal befahl dem Thalon, unsichtbar gegen den Bären zu kämpfen, und eilte selbst zurück.

Kalimba und Iodas standen schon bereit und soeben wurde der Bär in die Arena gelassen. Iodas setzte zu einem gezielten Schuss mit hoher Ansage an, der Pfeil ging daneben, der Bär sprang durch die Arena auf die beiden zu und klatschte Iodas mit einem glücklichen Doppelangriff gegen die Absperrung. Der übel zugerichtete Schütze sank mit 3 Wunden und noch 7 LeP zu Boden. Kalimba, nur mit einem Säbel bewaffnet und nicht gerade ein Frontschwein, begann auf den Bären einzuschlagen, als der Thalon unsichtbar dazuflitzte und ihr half. Der Bär verpasste Iodas einen weiteren Schlag und versuchte sich gegen Kalimba und das seltsame unsichtbare Wesen zu wehren, aber ein paar Kampfrunden später lag das Tier ausgeblutet am Boden, der Thalon entschwand in die Niederhöllen und Kalimba hatte den Kampf ohne einen Kratzer gewonnen. Weder sie noch die Zuschauer (und erst recht nicht Iodas) hatten die dämonische Hilfe bemerkt; nur Faizal und Dariyon wussten, was passiert war. Ersterer drehte sich grinsend zu dem Priester um, der sich nur kopfschüttelnd abwandte und in dem Moment noch nicht zugeben konnte, dass er durchaus dankbar war. So hat Faizal mit einer äußerst riskanten Aktion (I. Minor auf 14, keine Vorbereitung, keine Paraphernalia) zwei Gruppenmitgliedern das Leben gerettet, denn ohne absurd großes Würfelglück hätte Kalimba den Kampf mit dem Bären keinesfalls überlebt. Hat auch dazu geführt, dass er sich mit Dariyon inzwischen sehr viel besser versteht und der sogar einsieht, dass ein Dämon einem manchmal den Tag retten kann.
Zuletzt geändert von Skalde am 08.01.2020 19:04, insgesamt 1-mal geändert.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

Dariyon, Avesgeweihter

"Wenn du Angst hast, tu es nicht. Wenn du es tust, hab keine Angst."

Dschingis Khan

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Wo hat euer Kämpfer den größten Unterschied gemacht?

Ungelesener Beitrag von An0n » 08.01.2020 18:50

Rasputin hat geschrieben:
07.01.2020 21:40
Der Vater des Mädchens hebt einen Säbel auf und Köpft den Entführer mit einem Hieb.
Und das ist an dieser Stelle noch die verkürzte Fassung *hust*
Nur so viel sei gesagt: Es heißt nicht umsonst, dass man an den Namenlosen Tagen lieber zu Hause bleiben sollte - die enthemmen mehr als eine Flasche Vodka auf ex... :censored:

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Rasputin
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 08.01.2020 23:14

An0n hat geschrieben:
08.01.2020 18:50
Und das ist an dieser Stelle noch die verkürzte Fassung *hust*
Was in den namenlosen Tagen passiert, bleibt in den namenlosen Tagen!
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Jyivindar
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Wo hat euer Kämpfer den größten Unterschied gemacht?

Ungelesener Beitrag von Jyivindar » 08.01.2020 23:49

Solche Epischen Szenen hatten wir eigentlich fast garnicht.. na, vielleicht eine.

Den Größten Unterschied hat einmal unsere Halbelfin mit ihrem Jagdspeer gemacht.
Unsere Hexe hat sich die Zähne an einer bösen Hexe ausgebissen, der Söldner hatte seine liebe Not gegen einen stark gerüsteten Zwerg, auf dem auch der Magier herumkloppte. Die Halbelfin wurde von dem Vertrautentier der Hexe abgelenkt und konnte nicht zur Gruppe aufschließen. Sogar als der Magier die gegnerische Hexe erfolgreich versteinert hatte und unsere Hexe uns ebenfalls unterstützte, konnten wir den Zwerg nicht in die Knie zwingen. Dieser konnte uns aber unaufhörlich Schaden zufügen. Es sah schlecht aus und wir hatten einfach kein Glück, denn der Gegner war stärker als wir (ganz zu Beginn der Gruppe, somit noch sehr unerfahren).
Da gelang es überraschend der Elfin eine wirklich erschwerte Attacke, und sie pfählte die Katze auf und eilte uns sofort zu Hilfe - noch mit der Katze am Speer.
Sie fiehl dem Zwerg in den Rücken und konnte mit einer weiteren glücklichen Attacke diesem ebenfalls den Speer direkt durch die Brust rammen.
*Aufatmen in der Gruppe* Aber die Freude hielt nicht lange - die Versteinerung der Hexe ließ nach und diese drohte einen Krähenruf herauf zu beschwören. Die Halbelfin forderte die anderen Mitglieder auf, den Speer ebenfalls zu greifen (an dem die Katze und der Zwerg noch hingen) und rannten so gegen die Hexe an, die ebenfalls auf diesem Speer ihr Ende fand. Ich habe es als Meister versucht, aber der Speer hielt tatsächlich den Belastungen stand (!) und die Halbelfin galt als Erfinder des Katzenzwergenhexen-Schaschliks.

Ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob das Zünglein an der Waage jetzt die Halbelfe oder eher dieser unkaputtbare Jagdspeer war...

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Rhonda Eilwind
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Wo hat euer Kämpfer den größten Unterschied gemacht?

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 09.01.2020 00:31

Ich kann mich an zwei eigene Kämpfe erinnern, die ich wirklich legendär fand. Wobei der erste quasi DER Kampf meines bisherigen RPG-Lebens war.

Gespielt wurde AD&D, 2nd. Ed. (ergänzt, wenn ich mich recht erinnere, um einige Hausregeln zu Charakteren mit mehr als einer Charakterklasse)

Gruppe, zu der Zeit:
Ein kampfstarker Zwergenpriester
Ein mittelstarker Kämpfer und Magier
Ein unfähiger Selune-Priester (und Magier) (dessen Unfähigkeit nicht an seinen Fähigkeiten lag, sondern an dem Talent seines Spielers, stets ungünstige Entscheidungen zu treffen :ijw: )
Ein ziemlich zauberkräftiger Barde/Magier, der sonst aber nix konnte.
Und der einzige gar nicht zaubernde Charakter, gespielt von mir: Ein Kämpfer/Dieb, Hauptberuf Fassadenkletterer, mit extrem hoher Geschicklichkeit, aber kaum Körperkraft. Der im Kapf wenig Schaden machte, aber den Vorteil hatte, kaum zu treffen zu sein. In der Gruppe in der Funktion des Kundschafters/Fallenentschärfers usw. unterwegs, im Kampf eher die Ablenkung für die Gegner, bis die anderen sie irgendwie erledigten.

Level der ganzen Gruppe: Noch relativ unerfahren. Was bei AD&D hieß: Man starb gefühlt ständig "so gut wie". :ijw:

Die Gruppe war als Leibwache für den relativ unwichtigen 5. Sohn eines wichtigen Gesandten auf Staatsbesuch angeheuert worden und sollte diesen (Alter 10 oder 11) während des Rahmenprogrammes beschützen.

Natürlich passierte, was passieren musste, und irgendwann, nach diversen verhinderten Attentaten bei Ausflügen oder Spaziergängen, gab es bei einer kurzen Reise über Land einen umfassenden Angriff auf die ganze Gesandtschaft.
Von ziemlich starken Gegnern.

Und wie es das Unglück wollte, hatte der Barde Pech mit einem (Rüstungs)Zauber und ging ziemlich am Anfang schon zu Boden oder erlitt sonstwie Schiffbruch mit der Zauberei, der Selune-Priester schaffte es, sich selbst auszuschalten, und die anderen beiden, die eigentlich sozusagen die Tanks darstellten (es gab noch einen weiteren, aber dessen Spieler leitete das Abenteuer), lagen nach Würfelpech und mangelnder Hilfe vom Selune-Priester sterbend oder ko am Boden. Sprich: Zwischen dem uns anvertrauten Kind und drei mordlustigen, schwer bewaffneten Söldnern stand der (nur waffenlos kämpfende und kein Kung-Fu-Genie seiende) NSC-Hauslehrer des Kindes und mein SC - mit Lederrüstung, Kurzschwert und 3 Hitpoints.

Und - "ich" habe gewonnen. Ich habe jede (!) Attacke durchgebracht, wurde nicht getroffen (bei einem Treffer wäre der Kampf auch zuende gewesen :lol: ) - wir haben zu zweit (der SL und ich) bestimmt ne halbe Stunde oder länger gewürfelt und der Rest der Gruppe schaute gebannt zu. Ich meine, der letzte Kämpfer hätte sich ergeben, als Entsatz anrückte, aber der war zu dem Zeitpunkt mindestens so fertig wie mein SC, und es ging nur noch darum, wer als erster fällt.

Kann
man mal machen, sowas. :)

Der zweite Kampf war vom Verlauf vage ähnlich und ist mir nur wegen des unerwarteten Endes in Erinnerung geblieben.

Gespielt wurde DSA 3, anwesend waren eine junge (also noch recht niedrigstufige) Kriegerin, eine Zofe, mehrere Packpferde und ein ehemaliger Thorwaler Schiffszimmermann und jetzt irgendwie Adeliger im Hintertobrischen, gespielt von mir, der im Auftrag seines Lehnsherrn auf Brautschau war.

(Der Auftrag lautete: "Hier habt ihr drei Adressen geeigneter Kandidatinnen. Es wurde bereits schriftlich vorgefühlt, die Eltern sind einverstanden. Fragt die betreffenden Damen, ob sie Interesse hätten, schaut sie euch gut an, und wählt bei mehreren Zusagen die aus, die am geeignesten erscheint. und bringt sie gleich mit!" :borbi: - Der Lehnsherr war schwer erkrankt gewesen und konnte nicht selbst reisen. Musste sich aber aus politischen Gründen schnellstmöglich vermählen. Oder wollte es. )

Irgendwo im Gebirge wurden wir ganz profan überfallen, weil wir schwer bepackt waren - Gastgeschenke und Gedöns für alle die Adeligen,die wir besuchen sollten und so weiter.

Und es sah gar nicht gut aus. Zumal die Zofe nicht kämpfen konnte (sondern nur auf der Rückreise für die Bequemlichkeit der neuen Gräfin sorgen sollte, welcher auch immer...), und die Kriegerin noch nicht so gut.

Von 5 Räubern fällten wir drei, aber am Ende stand der Thorwaler schwer verwundet allein gegen 2 Leute, die noch relativ frisch aussahen. Der war da schon relativ hochstufig und hatte entsprechend viel LE.

Für den Kampf gewürfelt wurde offen, aber die LE führten SL und Spieler jeder für sich und separat.

Die Räuber und der Thorwaler teilten mächtig aus und steckten mächtig ein. Aber keiner fiel um.

Und irgendwann - der Thorwaler hatte vielleicht noch 4 LP und hatte gerade wieder getroffen, aber wieder keinen von den Füßen geholt, und eine Attacke nur knapp pariert - richtete er sich zu seiner (relativ bescheidenen) Größe von 1,95 m auf, riss die Augen auf und fuhr die Gegner an, mit so einer Art "Raubtiergrollen" (und letzter Kraft, aber das wurde anscheinend gekonnt überspielt): "Wollt ihr nicht end-lich mal nach Hau-se gehen?"

Das hätte einen Ausfall einleiten können (der mit dem ersten durchgekommenen Treffer beendet gewesen wäre... :P ) -Aber der Anblick des blutüberströmten, rasend wirkenden Thorwalers, der einfach nicht sterben zu können schien, war anscheinend so furchterregend, dass die Räuber sich umgehend ergaben.

Edit: Wichtiges Detail hinzugefügt: Dieses Ergeben kam nicht etwa aus dem blauen Dunst, sondern die SL würfelte für beide auf Mut, und beide NSCs versiebten die Probe spektakulär...

Das machte IG durchaus Sinn, denn...

LE-technisch standen die beide nämlich tatsächlich noch schlechter da als er :lol: .

In dem Fall also: Nicht ganz so legendär und heroisch, aber beendet durch verzweifelten Bluff. Immerhin. :ijw:

---

Und ein sehr schöner, definitiv ungescripteter Kampf, an dem ich auf der anderen Seite beteiligt war, ist mir noch eingefallen... da machte ausgerechnet der Magier den Unterschied. Aber nicht etwa mit einem Zauber.

Die Konstellation war:

Sehr kampfstarker, nicht so ganz menschlicher Oberschurke gegen die Gruppe, die ihn undercover ausspioniert und sich wirklich gut vorbereitet hatte. Sprich: Alle waren gut aufgestellt, er war völlig überrascht (das entsprach auch den entsprechenden Würfelergebnissen) und sie hatten auch Mittel und Wege gefunden, seine wenigen Schwächen für sich zu nutzen. (Und: Die entsprechenden Manöver waren alle wenigstens teilweise gelungen

Es war das Ende des Abenteuers, recht viel davon wurde von mir spontan improvisiert. Was ich bis zum Schluss eigentlich nicht wusste, war, was ich mit dem "Endgegner" anfangen sollte, über dessen Hintergrund die anderen Spielker gern mehr herausgefunden hätten. Dass er einfach umgekloppt wurde, lag im Bereich des Möglichen, war aber irgendwo schade. Ihn auf jeden Fall in letzter Minute entkommen zu lassen, weil der Plot es so wollte, auf das ssie ihn später irgendwie lebend fangen oder andere Leute das tun, fand ich unschön.

Ihn lebend zu überwältigen, aber fast nicht möglich. Fast.

Der Gruppenmagier, ein Kampfmagier aus Andergast, der ein ziemlich guter Stabkämpfer war, hatte anfangs gezaubert (was gegen den Betreffenden wegen hoher MR auch nicht ganz einfach war) und sich dann plangemäß damit beschäftigt, mit dem unzerbrechlichen Zauberstab, ausschließlich parierend, eine Mitkämpferin während eines Störmanövers abzuschirmen.
Dieses gelang und dem auf einmal extrem gehandicapten Gegner fiel eine Waffe herunter.

Er kämpfte mit der anderen weiter und wollte dann einen Patzer seines zweiten Gegners nutzen, um sie wieder aufzuheben.

In dem Moment sagte der Spieler es Magiers: "Wenn der sich vorbeugt: Gezielte Attacke mit Stab auf Kopf, mit dem erklärten Ziel, ihn k.o. zu schlagen!"

Ich kann den Aufschlag auf die Probe nicht mehr genau sagen - er war ziemlich hoch.

Der Spieler würfelte - eine 1. Würfelte Schaden aus, und ich sagte: "Bei allem über 3 ist er bewusstlos, sonst nur benommen und du hast eine zweite Attacke."

Würfelt: 6.

Und nutzt die daraus resultierende etwas längere Bewusstlosigkeit, um ihn in aller Ruhe erstmal zu versteinern.

Hätte in keinem Drehbuch besser stehen können. War aber von mir weder gescriptet noch auch nur im Traum vorhergesehen, dass es so kommen würde. :ijw:
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

Dragenreyter
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Ungelesener Beitrag von Dragenreyter » 09.01.2020 16:08

Eine Erinnerung aus meiner alten Drachenchronik Gruppe (vorsicht spoiler!):
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Es galt, zusammen mit einer Armee Xorloscher Drachentöter einen recht alten aber geschwächten Drachen in seinem Hort zu bezwingen.

Unsere beiden Elementaristen aus Drakonia beschwören also einen elementaren Meister der Luft mit dem Wunsch, dass dieser doch bitte jegliche Flugversuche des Drachens unterbinden möge. Der Wunsch wird gewehrt.

Der Drache wird aus seiner Höhle gescheucht, kann aber zu seiner Frustration einfach nicht abheben. Also versucht er zu fliehen und erklimmt dazu eine Steilwand in der Nähe, während einige in seinem Dienst stehende kleinere Drachen die Zwerge beschäftigen.

Unser Khunchomer Artefaktmagier hat unseren Waldmenschengladiator (in Enduriumrüstung eines Shakagra und mit Zyklopenanderthalbhänder) mit Artefakten gebufft und verpasst ihm noch einen Spinnenlauf. Gladiator flitzt Axxeleriert zur Steilwand und klettert flink hinter dem Drachen her.
Er holt ihn tatsächlich ein und ein akrobatischer Kampf entbrennt, wobei der Gladiator dem Drachen mit dem einhändig geführten Schwert böse zusetzt, während dessen Angriffe weitgehend fehlgehen oder dank magischem Schutz wirkungslos bleiben.

Fast gelingt es, den Drachen zu töten, da wird er von einigen seiner Dienerdrachen gepackt und davongetragen. Potzblitz!

War trotzdem ziemlich episch, einen Drachen praktisch im Alleingang an einer Steilwand hängend quasi einhändig fast zu töten.
Eine schmerzhafte Erinnerung aus einer alten Phileasson Gruppe, in welches der Meister das Abenteuer Staub&Sterne eingebunden hat:
SpoilerShow
In der Wüste Gor wird der Turm des bösen Schwarzmagiers gestürmt. Mein vorheriger Entdeckercharakter war in der Gor zuvor an einer Mischung aus eigener Dummheit und einer katastrophal verpatzten klettern Probe verstorben, der Ersatzchar war ein kämpferischer Hesindegweweihter, quasi ein Proto-Draconiter, der aus der dortigen Mindoriummine befreit wurde.

Die Gruppe tritt quasi das Tor ein (Thorwaler sind halt nicht so für heimliches Vorgehen prädestiniert) und stellt den Hausherrn auf der Treppe, dieser hetzt den Helden zwei äusserst starke Schlangenchimären auf den Hals, welche sämtliche Nahkämpfer binden. Mein Hesindegeweihter ist noch ohne seine Ausrüstung, nur mit etwas schäbiger improvisierter Lederkleidung bekleidet und mit einem Holzspeer bewaffnet, dazu noch ohne Astralkraft (Magiedilletant) und mit nur knapp 2 KaP, hält sich also wohlweislich im Hintergrund. Bösewicht beschwört einen Shruuf in den Rücken der Gruppe und entschwindet. Orksch! :ups:
Mein praktisch wehrloser Hesindegeweihter steht also plötzlich praktisch allein einem Shruuf, der problemlos die ganze Gruppe zwischen ihm und den Schlangenchimären aufreiben könnte, mit nur einem übergrossen Zahnstocher gegenüber. :kotz:
Sämtliche anderen Kämpfer mit magischen oder geweihten Waffen, welche den Shruuf tatsächlich verletzen könnten, sind mit den Chimären gebunden, unser Olporter Magier ohne AsP geht in den ersten Kampfrunden zu Boden.
Was tun?
Natürlich das Einzige, was in so einer aussichtslosen Situation noch bleibt: Märtyrersegen mit den verbliebenen KaP rein, beten und Zeit schinden!
Der Shruuf lässt sich nicht lumpen und zerpflückt meinen Hesindegeweihten enthusiastisch mit seinen 4+ Attacken pro KR, schält ihm wortwörtlich ohne grosse Gegenwehr (womit auch?) das Fleisch von den Knochen, die nur dank Rondras Gunst noch zwischen ihm und den Rücken der Gruppe stehen bleiben.
Die Beschäftigungstherapie für den Dämon reicht grade so aus, dass der Rest der Gruppe die Chimären klein kriegt, bevor mein skelettierter Hesindianer zusammenbricht. Da erscheint ein rettender Drache, zerrt den Shruuf hinaus und vertilgt ihn mit seinem Feueratem.
Hätte vielleicht ruhig einen Ticken früher auftauchen können, dann hätte ich nicht meinen zweiten Char innerhalb von 3 Spielabenden und die Lust am Weiterspielen erstmal verloren. Hätte aber auch nicht so eine dramatische Geschichte zu erzählen gegeben! :rolleyes:
Immerhin hat dieses Heldenopfer ein vorzeitiges Ende der Kampagne verhindert. :6F:

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Ungelesener Beitrag von Sanyakho » 14.01.2020 07:55

In meiner Spielgruppe wurde zuletzt ein selbstgebautes Abenteuer gespielt, das auf den Geschehnissen aus Rabenerbe und Rabenbund aufbaut und eine Themengruppe für die kommende Al'Anfa Abenteuer etablieren sollte.

Im Abenteuer wurde uns schon weit zu Beginn der Antagonist offen dargelegt und es war lange für uns nicht denkbar, ihm irgendwie Herr zu werden, zu mächtig schien er in jedeweder Hinsicht und uns auch immer einen Schritt voraus. Irgendwann im Laufe des Abenteuers haben wir es dann doch geschafft ihn zu stellen und auf einem gekaperten Schiff des Nachts zu überraschen. Während die anderen SC das Deck und Krähennest sicherten ging ich, meines Zeichens Magierin aus Fasar, Schülerin des Thomeg Atherion, unter Deck mit einer Hand voll Söldner. In der Kammer des Wüters angekommen bauten sich die Söldner vor mir auf und ich habe den Wüter, der uns bis dato als schier unüberwindbar galt innerhalb von 2 Kampfrunden, durch zugegeben auch ziemliches Würfelfglück, mit zwei erzwungenen Horriphobus wie ein wimmerndes Kind aus dem rennen nehmen können. Die Söldner, völlig perplex von der Situation haben ihm dann komplett den Rest gegeben, mehr als den Kopf hat man wohl nicht mehr erkannt. Kein andere SC hat es mitbekommen und so geht die gesamte Ehre natürlich an die Söldner und damit an den SC, der sie ausbildete.

Das Gesicht meines SL war mit dem zweiten gesprochen Horriphobus auch zu gut. Ich hatte mich danach tatsächlich noch entschuldigt, denn ich glaube er mochte seinen Wüter schon ein bisschen. Wir waren alle mehr als überrascht.

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Ungelesener Beitrag von Faenwulf Angarson » 17.01.2020 16:53

Nicht mein Charakter, sondern der Charakter meines Bruders, ein albanischer Deserteur der Reichsarmee. Gleichzeitig einer der epischsten Momente unserer Gruppe und der größte WTF Moment unseres Meisters.
Maximale Spoiler Warnung für die Drachenchronik.
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Finaler Endkampf gegen Pardona, die gerade in einem Humusfluss stehend versucht Pyrdacor wiederzubeleben. Die Gruppe stürmt auf den Ritualplatz um sie daran zu hindern. Mein Bruder sagt an, dass sein Charakter direkt auf Pardona zustürmt. Die restlichen Spieler schauen ungläubig und verabschieden sich innerlich von dem seit Jahren gespielten Charakter. Es wird nochmal nachgefragt, ob er dies wirklich tun möchte. Er bleibt dabei. Die Nachtalben aus ihrem Gefolge sprinten los um ihn aufzuhalten, die Charaktere der anderen Spieler schaffen es die Nachtalben abzufangen und seinen Weg freizumachen.
Mein Bruder sagt einen Sturmangriff plus eine zweite Attacke aus beidhändiger Kampf an, verzichtet auf seine Parade und erschwert sich beide Attacken auf einen Wert von 12. Würfelt das erste Mal: 1! Bestätigt die glückliche Attacke. Pardona wird getroffen.Würfelt nahezu maximalen Schaden aus. Der Meister schaut ungläubig und streicht etliche LeP ab.
Würfelt das zweite Mal: 1!!! Bestätigt die glückliche Attacke. Pardona wird getroffen. Würfelt erneut maximalen Schaden aus. Meister schaut ungläubig bis völlig verzweifelt. Streicht weitere Lebenspunkte auf seinem Schmierzettel weg. Schaut auf seinen Zettel schaut seine Gruppe an, schaut auf seinen Zettel, legt den Zettel weg.
"Pardona wird von zwei mächtigen Hieben getroffen und versinkt im Humus Strom."
Das ganze hat ingame ungefähr fünf Minuten gedauert und war das Ende der über mehrere Jahre gespielten Kampagne. Der Meister ist Physiker und hat daraufhin die Wahrscheinlichkeit für diese für Würfelgebnisse ausgerechnet. War sehr niedrig. Hat ihn aber kaum darüber hinwegtrösten können, dass er das Finale sehr lange ausgearbeitet hatte. :ups:

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Ungelesener Beitrag von nuin » 25.01.2020 13:00

Achja, heroische Taten. Nundenn, lasst mich euch die heroischste Tat von meinem edlen Arius zu Gareth von Dragenstein erzählen.

Wir durften eine Stadt
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Zweimühlen
gegen ein Heer, aufgestellt von einem Mitglied des Nekromantenrates verteidigen - zwar schon mit einer soliden 100 köpfigen, einem 20 Kontigent aus Eliteschützen aus Havenna, 35 Ork Kämpfern und zwei Bannern Rittern.
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Die Wildermark ist ein chatoischer Ort, und Hilfe jeder Art lehtn man nicht ab - obwohl unser Kommandant hass auf Orks hat
Während sich unsere Truppen um die Gegner kümmerten (mit schönen Spielereien, wie z.B. unser Elementarmagier, der zwischen die aufeinanderreitenden schweren Kavallerietrosse eine Flammenwand zauberte, über die unsere Ritter informiert waren, die Gegnerische Kavallerie abdrehte, der Magier den Zauber löste und unsere Reiterei dann voll in sie rein krachte... :dunkelheit: ), als ihre Belagerungsmaschinen eine Bresche in unsere Mauer schlugen, während unser Hauptheer mit knapp der Hälfte ihrer 300 Mann starken Armee beschäftigt war. Also, die Orks in die Bresche gestellt, die werden schon lang genug halten, war unser Gedanken.

Bis plötzlich eine pestilenzartige Wolke von Schwefelgestank über das Schlachtfeld schwappte und niederhöllische Klick- und Scharrgeräusche lautstark zu vernehmen waren. Haben die doch glatt einen gebunden Shruuf gerufen.

Also, unsere Truppen sind gebunden, die die in der Reserve waren, werden langsam aufgerieben und jetzt steht da noch ein Shruuf. Ihr wisst schon, unzählige Tentakel, Instantkill Schnabel und ein vielfaches titanischer als selbst ein schwerer Reiter auf einem Weidenener Schlachtross.

Während dieser Situation ist mit eine brilliante Parallele aufgefallen (daher auch der Name des Charakters):
Arius und Alveransbeginnen beide mit A. Zufall? Ich glaube nicht.
Also, aus dem Kommandopunkt gestürmt (wo ich als Standby stand, für Notfälle aller Art), in voller Plattengarnitur auf Dracar (edles Teshalker Schlachtross), Lanze und Zweihänder eingepackt und allein gen Shruuf gechargt. Während der Lanzengang zwar sehr gut verlief (hoch gewürfelt), hatte der Shruuf danach immernoch ein paar mehr Aktionen als ich und noch knapp 4/5 seiner LeP.
Ich habe bis heute noch keine genaue Ahnung, wie das ganze geklappt hat (außer mit vielen, vielen niedrigen Würfen, weil in Plattenrüstung ausweichen geht nicht so gut), aber irgendwie gelang es mir, mit verzögerten Aktionen und Befreiungsschlägen (erste Attacke auf die Tentakel zielen, die mich greifen, zweite Attacke auf den Hauptkörper um TP zu verursachen), aber es endete mit mir auf -17 Lebenspunkten (letzte Attacke war Gegenhalten in den Biss des Shruufs) und einem erschlagenen Shruuf.
Man, das war ein Kampf!

Danach hat sich mein Charakter Kor zugewandt :D

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 25.01.2020 13:49

nuin hat geschrieben:
25.01.2020 13:00
Danach hat sich mein Charakter Kor zugewandt
Soll das heißen, er hat minus 17 LeP überlebt? :ups: Hat er Golgari bestochen, damit er ihn da lässt?

Edit: Die Geschichte ist absolut episch, ich bin nur neugierig, wie er da lebend wieder rauskam.
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Ungelesener Beitrag von Angorax » 31.01.2020 01:57

Ich muss vorausschicken, dass meine Dose auch genau dafür gebaut, geplant und gesteigert ist, eine Menge Schäden und Schädinnen zu fressen. So war es denn im Kampf gegen Paktierer und Paktiereinnen der Thargunitoth, als alle karmalen RegisterInnen gezogen, alles an AsP verbraten wurde, damit der eine Kämpe so lange Prügel und Prügelinnen beziehen konnte, bis der Rest und die Restinnen der Tuppe entweder wieder soweit geheilt oder zumindest einsatzfähig waren. Dort lagen am Ende noch 1 LeP über TodesschwellIn und eine Sekunde vor absolutem Ende die heilenden Hände, die die letzten NotAsP hatten auf der Dose. Heiliger RS, alles an Kampfkunst, es wurde alles in den Kampf geworfen, und obwohl andere sich Mühe gaben, war es die als OP belächtelte Dose, die durch enormes SchadenfraßvermögIn am Ende allen das Überleben - und dem Feind die NiederlagIn ermöglichte. Ein episches Moment, das ich nie vergessen werde, und auch meine MitheldInnen nicht.
Entweder Klopapier horten oder sich vor lauter Panikmache einstuhlen. Aber nicht Beides!

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 16.03.2020 12:49

Gestern ist mein Achaz Zzha'ch'xl auf etwas ungeplante Art zum Endboss der eigenen Gruppe geworden. Spoilerwarnung für das Orkenspalter-AB "Die Erben des Kriegsherrn"!

Die Helden (Jasper Salzer, Efferdpriester; Hakon Treublatt, Puniner Magier; Daria Jorlen, Diebin; Patras Wulfen, Kopfgeldjäger; Laomir, phexgeweihter Medicus sowie Tao G. Nigs, Schelm) kämpfen sich durch ein echsisches Grabmal in den Spinnenbergen. Mit von der Partie sind zwei NSC; der Prospektor Ghorio sowie ein namenlos gebliebener Gelehrter, der eigentlich für die Gegenseite arbeitet. Besagte Gegenseite ist eine Gruppe Mirhamer Palastverschwörer, die sich aus der Abhängigkeit von Al'Anfa lösen und zu diesem Zweck den Kriegsherrn, einen vor langer Zeit verstorbenen echsischen Kämpfer; wiedererwecken wollen. Die Seele und Macht des Kriegsherrn wurden in vier Artefakte gebannt: Ein Paar Armschienen, ein Amulett, eine Axt und ein Gürtel. Der Achaz-Pirat Zzha'ch'xl, seit längerer Zeit im Besitz von Armschienen und Amulett, vernahm in der Nacht zuvor den Ruf des Kriegsherrn und verschwand vor der Nase seiner Gefährten. Die Verschwörer sind im Besitz von Gürtel und Axt, die sie einem der Ihren angelegt haben, um bei ihm die Seelenwanderung einzuleiten. Jedoch wurde ihr Lager kurz zuvor von Achaz-Kriegern überfallen und die meisten von ihnen getötet.

Nach einem längeren Marsch durch einen Dungeon voller Rätsel stehen die Helden schließlich in einer Kammer im Inneren des Vulkans. Eine steinerne Plattform ragt über einen See aus brodelnder Lava, der dort hinreichende Steg ist auf einer Strecke von 2 Metern weggebrochen. (Klischeeliste: check!) Auf der Steinplattform in der Mitte sehen sie ihren alten Gefährten Zzha'ch'xl wieder - im tödlichen Zweikampf mit Gonralez, dem Champion der Verschwörer, der die Axt und den Gürtel des Kriegsherrn trägt. In Panik beschließen die Helden, Zzha'ch'xl und Gonralez kampfunfähig zu machen und die Artefakte entweder mitzunehmen oder in die Lava zu werfen. Für den absoluten Notfall haben die Helden noch einen Armbrustbolzen, den Hakon mit einem Desintegratus belegt hat.

Zzha'ch'xl fügt seinem Gegner mit dem Dolch eine tiefe Wunde zu. Gonralez wiederum setzt zu einem Wuchtschlag mit der mächtigen Axt des Kriegherrn an, patzt, und die Axt bohrt sich in den Boden. Der Achaz entwindet Gonralez die Waffe und streckt ihn mit einem mächtigen Hieb nieder. Daria schießt schweren Herzens einen Bolzen auf Zzha'ch'xl ab, verfehlt ihn jedoch und trifft den vorangestürmten Patras in den Rücken. Zzha'ch'xl stellt sich über Gonralez und schlägt ihm mit den Worten "Stirb, Unwürdiger!" den Kopf ab. Im selben Moment trifft ihn ein zweiter Bolzen, er fährt herum und erblick seine alten Gefährten - Patras direkt auf der anderen Seite der Kluft, die anderen auf dem Steg am Rand der Kammer. Berauscht von seiner Macht bietet er ihnen an, ihm zu folgen auf seinem Weg zur Herrschaft. "Folgt mir! Wir haben gut zusammen gekämpft, wir können es wieder tun. Gemeinsam werden wir Ruhm und Macht erlangen!" Daria (misslungene Goldgier-Probe) lässt die Armbrust sinken. "Ich bin der Kriegsherr! Ich war es schon immer! Seine Seele lebt in mir!"

Patras erkennt, dass sein alter Freund offenbar den Verstand verloren hat, und wirft sein Lasso nach ihm. Zzha'ch'xl weicht aus, springt über die Schlucht und wirft sich auf Patras. Das lang erwartete Duell gegen den Kriegsherrn beginnt und endet gleich wieder, als Zzha'ch'xls Schmetterschlag und ein KO-Patzer Patras bewusstlos auf den Felsboden sinken lassen. Der Achaz schreitet auf seine Gefährten zu und fordert sie auf, ihn durchzulassen. Ghorio hebt die Armbrust, wird aber von dem Gelehrten angegriffen und die beiden prügeln sich gefährlich nah am Abgrund. Tao sucht verängstigt das Weite, Jasper hat schon aufgrund der Hitze nicht gewagt, weiter hinab zu steigen. Zzha'ch'xl erkennt den Gelehrten als Feind, dreht sich zu ihm um und will ihn in die Lava stoßen.

Jetzt ergreift Hakon die Initiative: Er packt den verzauberten Bolzen und stößt ihn (die Spieler von Zzha'ch'xl und Patras ooc um Verzeihung bittend) in den Steg. Der Fels zerbricht. Ghorio, der Gelehrte und der bewusstlose Patras stürzen in einem Trümmerregen in die Lava hinab, Zzha'ch'xl hechtet (Akrobatik +8 unter dem Gejohle der anderen mit einer Doppel-1 geschafft) irgendwie auf festen Boden, verliert dabei aber die Axt. Daria ist schon weggerannt, Hakon und Laomir versuchen noch, Zzha'ch'xl aufzuhalten; zur Not indem man sich gemeinsam mit ihm in die Lava stürzt. Der Achaz schüttelt die beiden jedoch ab und verlässt das Grabmal.

Fazit: Die Axt ist zerstört, der Gürtel liegt unerreichbar auf der Plattform im Vulkan, aber Zzha'ch'xl ist mit den beiden anderen Artefakten geflohen. Die frische Bergluft und der Verlust der Artefakte haben seinen Größenwahn zumindest ein bisschen abgekühlt. Die Rückkehr des Kriegsherrn wurde quasi zur Hälfte verhindert, Belohnung vom Auftraggeber wird es wohl keine geben, der arme Patras hat sein Wikingerbegräbnis zumindest nicht bewusst miterlebt. Aber insgesamt war es ein episches Finale, das uns allen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

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