DSA5 Feuerspeien

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.
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Puppebaerbel2
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Feuerspeien

Ungelesener Beitrag von Puppebaerbel2 » 08.09.2020 22:22

Den Zwölfen zum Gruße :ijw: ,
Eine meiner Mitspielerinnen hatte bei der Erstellung eines Charakters eine Frage und ich konnte die leider überhaupt nicht beantworten, deswegen hoffe ich, dass ihr mir helfen könnt. Das Problem betrifft dabei die Fernkampftechnik "Feuerspeien", die die Spielerin generell sehr interessant und verlockend findet, doch leider haben wir bislang nicht herausgefunden, wie das genau funktionieren würde.
1. Wie funktioniert das allgemein, also braucht man z.B. eine Fackel dafür?
2. Bei der Sonderfertigkeit "Feuerschlucker" wird eine Brennflüssigkeit genannt, was wäre das genau? Also wie teuer und wo findet man das?
3. Wie viel Schaden macht das und kann man das irgendwie weiter beeinflussen, also vielleicht verstärken?
4. Lohnt sich das eurer Meinung nach als primäre Kampftechnik?
5. Und kann man das vielleicht mit Zaubern verbinden? Sie würde möglicherweise eine Feuermagierin spielen wollen und findet Feuerspeien dabei generell durchaus interessant.
Vielen Dank :)

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Zordan Zornbold
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Feuerspeien

Ungelesener Beitrag von Zordan Zornbold » 08.09.2020 23:47

Ich bin mir ziemlich sicher, dass damit einfach Feuerspucken gemeint ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerspucken

Kenne mich mit DSA 5 leider nicht besonders gut aus. Aber wenigstens bei 4 können im Grunde nur Drachen (Evtl andere magische Wesen Dämonen/Dschinne) Feuer spucken welches Schaden anrichten kann.

Warum das unter Fernkampftalenten gelistet ist erschließt sich mir nicht wirklich, würde aber das normale Feuerspucken nicht als Kampftechnik ansehen. In dem Link müsstest du eigentlich alles passende zum Feuerspucken finden.

Beim Schaden würde ich mich an der Fackel orientieren (Eher weniger).

Aber wie gesagt, hab ich das Regelwerk leider nicht. (Steht denn hier nichts? Aventurisches Kompendium Seite 105)

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Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 09.09.2020 00:04

Die Agrimoth- oder Blakharaz-Version des "Tlalucs Odem" könnte man vielleicht als Flammenspei-Zauber auffassen... (auch wenn nicht wirklich eine Flamme gespuckt wird.)

FreiherrVonJever
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Ungelesener Beitrag von FreiherrVonJever » 09.09.2020 09:18

"Feuerschlucker
Auf den Jahrmärkten kann man häufig Feuerschlucker bewundern, die scheinbar, ohne sich zu verbrennen, Fackeln in ihrem Mund löschen oder selbst Feuer speien.
Regel: Durch diese Sonderfertigkeit bekommt der Held im Talent Gaukeleien das neue Anwendungsgebiet Feuerschlucken. Er kann extra dafür angefertigte brennende Fackeln in seinem Mund löschen oder mittels einer Brennflüssigkeit Feuer speien.** Vom Feuer getroffene Personen gelten aber nicht automatisch als Brennend (siehe Regelwerk
Seite 341).
Voraussetzungen: Gaukeleien 8, Körperbeherrschung 4
AP-Wert: 5 Abenteuerpunkte

** Das Feuerspeien ist eine eigene Fernkampftechnik: RW 1/2/§; Steigerungsfaktor B, Schaden 1W6."


Aventurisches Kompendium S. 105

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Marty mcFly
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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 09.09.2020 09:48

Als Hauptkampftalent taugt es nicht, es ist vielleicht ein netter Effekt, um kleingeistige Feinde einzuschüchtern. Wie sieht es denn mit der Ladezeit aus?

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Ugo Baersgarjew
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Feuerspeien

Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 09.09.2020 10:19

Feuerspucken ist nicht ohne. Was die in den Mund nehmen um es in einem Feinem Strahl zwischen auf einander gepressnen Lippen zerstäuben ist eine Art Petrolium.

Die Handhabung in einem Kampf stell ich mir extrem schwierig vor, weil man sich beim Bewegen anstrengt und atmen muss.

Wenn man mal auf einem Mittelaltermarkt einen Feuerspucker beobachtet, wird man erkennen das die in der Zeit in der sie den Mund voll haben, sich recht wenig bewegen um eben Atem zu sparen und nichts zu verschlucken. Denn gesund ist das Zeug auch nicht viel mehr sollte man sich erbrechen falls man etwas verschluckt weil es einem die Magenwände verätzt.

Man braucht ein Gefäß in jeder Hand. Eines mit Petrolium und eines mit Wasser zum ausspülen, welches der Feuerspucker wären der Show irgendwo auf der Bühne platziert hat.

Vielleicht ist es so gedacht, das wenn man gerade eine Vorführung hat und ein Kampf entsteht eben mit dem was man gerade hat angreifen kann. Aber im Abenteuer in Überfallsituationen und Scharmützeln stelle ich mir das ungeeignet vor.
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Zordan Zornbold
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Ungelesener Beitrag von Zordan Zornbold » 09.09.2020 10:28

Ugo Baersgarjew hat geschrieben:
09.09.2020 10:19
enn gesund ist das Zeug auch nicht viel mehr sollte man sich erbrechen falls man etwas verschluckt weil es einem die Magenwände verätzt.
Bin mir nicht ganz sicher wie es gemeint ist, aber ein wichtiger Hinweis, gerade für die die Kinder haben und auf Petroleum Lampen stehen (Freunde haben die darauf stehen).


Nach einer Petroleum Vergiftung niemals Erbrechen, falls es sich irgendwie vermeiden lässt.

Der Schaden der in den Lungen ausgelöst werden kann ist deutlich schlimmer als der im Magen, einfach ins Krankenhaus fahren und auspumpen lassen.

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Ugo Baersgarjew
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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 09.09.2020 10:43

Zordan Zornbold hat geschrieben:
09.09.2020 10:28
Ugo Baersgarjew hat geschrieben:
09.09.2020 10:19
enn gesund ist das Zeug auch nicht viel mehr sollte man sich erbrechen falls man etwas verschluckt weil es einem die Magenwände verätzt.
Bin mir nicht ganz sicher wie es gemeint ist, aber ein wichtiger Hinweis, gerade für die die Kinder haben und auf Petroleum Lampen stehen (Freunde haben die darauf stehen).


Nach einer Petroleum Vergiftung niemals Erbrechen, falls es sich irgendwie vermeiden lässt.

Der Schaden der in den Lungen ausgelöst werden kann ist deutlich schlimmer als der im Magen, einfach ins Krankenhaus fahren und auspumpen lassen.
Du hast völlig recht. Daran hab ich jetzt gar nicht gedacht.

Wenn ich aber in der Wildnis wäre und keine Möglichkeit hätte einen Giftnotruf zu tätigen oder ist Krankenhaus zu kommen (was einem im DSA Abenteuer zu meist geschehen wird) scheint es mir auch wenn ein Risiko (Risiko bedeutet ja nicht das der Fall zwingend eintreten muss, sondern nur das eine Wahrscheinlichkeit besteht)besteht das etwas in die Lunge gerät, das Erbrechen sinnvoller als das Lampenöl mit X Litern Wasser zu verdünnen und zu hoffen das es schon irgendwie geht.
Zudem ist es dem Feuerspucker durchaus bewusst was er da macht und kennt auch sicher einen Notfallplan.
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Grumbrak
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Ungelesener Beitrag von Grumbrak » 14.09.2020 12:17

Ugo Baersgarjew hat geschrieben:
09.09.2020 10:19
Man braucht ein Gefäß in jeder Hand. Eines mit Petrolium und eines mit Wasser zum ausspülen, welches der Feuerspucker wären der Show irgendwo auf der Bühne platziert hat.
Annahme: Wenn Feuerspucker wirklich aliphatische Verbindungen verwenden (ist letztendlich ne Frage der Zündtemperatur) wird Wasser wohl kaum zum ausspülen aliphatischer Verbindungen genutzt werden. Eher hochprozentiger Alkohol, sonst mischt es sich nicht.

Grundsätzlich rate ich allen ab, das hobby mäßig zu verwenden. Die Gefahr durch Verbrennung/ Apsiration ist zu hoch.
Ugo Baersgarjew hat geschrieben:
09.09.2020 10:19
Wenn man mal auf einem Mittelaltermarkt einen Feuerspucker beobachtet, wird man erkennen das die in der Zeit in der sie den Mund voll haben, sich recht wenig bewegen um eben Atem zu sparen und nichts zu verschlucken. Denn gesund ist das Zeug auch nicht viel mehr sollte man sich erbrechen falls man etwas verschluckt weil es einem die Magenwände verätzt.
Das glaube ich nun nicht. Ätzend ist es wohl kaum und Magensäure ist ziemlcih ätzend.
Verätzen kann man sich: die Speiseröhre (die Entfernung der Speiseröhre ist auch blöd - vor allem wenn man dann sein Lebenlang eine Magensonde nutzt) aber den Magen verätzen: Nein - eher nicht!
Aliphatische Verbindungen (Kohlenwasserstoffe) haben viele negative Eigenschaften: Krebserregend, lösen Lungenentzündung aus (wenn aspiriert), etc. aber ätzend: Nein.

Um die Frage zu beantworten (Regelseitig steht es schon oben):

irdisch verwenden Feuerspucker brennbare Flüssigeiten und entzünden diese an einer Zündquelle. Flammen im Gesicht mag keiner - ein paar SP kann sicher jeder aventurische Held so herauskitzeln... aber die Handhabung ist etwas umständlich.

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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 14.09.2020 13:37

Problem im Magen/Verdauungstrakt sind meines Wissens nach die Schwermetalle im Petroleum. Deswegen lieber Ersatz aus Raps verwenden. Das ist in der Lunge genauso problematisch, beim richtigen verschlucken löst es aber maximal Durchfall aus und keine bleibenden Schäden.

Zum Vorspülen Olivenöl (oder ein anderes kräfiges Salatöl), zum Nachspülen Vollmilch... Beides ausspucken und nicht runterschlucken...

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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 14.09.2020 13:46

Ich kann mir nicht recht vorstellen, wie man das in einem ernsthaften Kampf einsetzen soll. Folgerichtigerweise scheinen die Regeln das abzubilden.
Als Hobby für einen feueraffinen Charakter find ich‘s aber spitze.

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Ugo Baersgarjew
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Feuerspeien

Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 14.09.2020 16:17

PyrofluidBearbeiten

Jegliches Pyrofluid kann zu tödlichen Lungenentzündungen führen. Ein Pyrofluid ist in den meisten Fällen eine Flüssigkeit auf der Basis von hochgereinigtem Petroleum, das in Apotheken, Drogerien oder bei Fachhändlern erworben werden kann. Der Feuerspucker nimmt diese Flüssigkeit in den Mund und speit sie unter Druck durch seine leicht gespitzten Lippen wieder aus. Aufgrund der Düsenwirkung wird das Pyrofluid zerstäubt. Berührt der Sprühnebel eine Fackel, so entsteht ein Feuerball. Obwohl petroleumbasierte Pyrofluide bei Kontakt mit der Haut und insbesondere den Schleimhäuten gesundheitsschädlich sind, bevorzugen professionelle Feuerspucker meist diese Variante, da sich hierdurch mehr Möglichkeiten hinsichtlich der Spucktechniken und damit auch der erzielten Effekte bieten. Seit einigen Jahren gibt es auch Lampenöl auf Rapsöl-Basis, mit dem Feuerspucken möglich ist. Es entzündet sich wegen des höheren Flammpunktes nicht so gut wie Öle auf Petroleum-Basis, weshalb das Spucken zwar erschwert und der sogenannte Fallout – der Anteil nichtverbrannten Pyrofluids, der zu Boden fällt – größer ist, aber dadurch ist auch die Wahrscheinlichkeit des Flammenrückschlages geringer. Gute Mittel zum Feuerspucken haben einen Flammpunkt von 50 °C bis 60 °C und einen niedrigen Brennpunkt von um die 90 °C. Zum Üben kann Wasser verwendet werden.

GefahrenBearbeiten

Feuerspucken kann für den Aufführenden lebensbedrohlich sein. So kann das versehentliche Einatmen oder Verschlucken einer größeren Menge des Brandmittels zu akuter Atemnot führen. Auch kann eine Lungenentzündung die Folge sein.[1] Weitere Gefahren sind Verbrennungen, z. B. durch entzündete Kleidung oder Haare, und Vergiftungen durch ungeeignete Brandmittel.

LungenentzündungBearbeiten

Eine Lungenentzündung durch Feuerspucken kann tödlich sein, Teile der Lunge zerstören und die Leistungsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigen. Lungenentzündungen durch Feuerspucken entstehen durch eingeatmeten Dampf oder durch 'Verschlucken' (Aspiration) öl-artiger Flüssigkeiten. Diese so genannte Lipid-Pneumonie oder „chemische Entzündung“[2] wird ausgelöst durch die Zerstörung des Phospholipid-Films der Lungenbläschen und kann zu einem tödlichen Lungenödem oder einer schweren bakteriellen Lungenentzündung führen. Dieser Mechanismus ist unabhängig vom verwendeten Mittel oder dessen Reinheit und wird nur durch dessen physikalische Eigenschaften verursacht. Ernste Warnsignale für eine Lipid-Pneumonie sind anhaltende Hustenanfälle. In den deutschen Giftinformationszentren wurden in den Jahren 2000 und 2001 über 100 Fälle dieser Art registriert.

Im Showbereich gelten Pulver als gesundheitlich weniger riskante Alternative zu Petroleum oder anderen brennbaren Fluiden. Als Pulver kommen meist Sporen des Bärlapps (sog. Bärlappsporen) zur Anwendung. Auch hier wurden jedoch in Einzelfällen Lungenentzündungen nach dem Einatmen beschrieben.[3]

VerbrennungenBearbeiten

Ein leichtes Drehen oder Auffachen des Windes kann dazu führen, dass der Künstler in seiner eigenen Flamme steht. Gerade bei Fluiden kann es zudem vorkommen, dass die Flamme zurückschlägt und sich Fluid direkt vor oder auf dem Gesicht entzündet, schlimmstenfalls sogar bis in den Racheninnenraum vordringt. Atmet der Feuerspucker in so einem Moment ein, sind schwere Lungenschäden die Folge.

VergiftungenBearbeiten

Viele Anfänger unterschätzen diese Gefahrenquelle des Feuerspuckens, denn fast sämtliche Brandmittel sind für den Menschen giftig. Oft reicht schon der ungeschützte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten, um Vergiftungserscheinungen wie Ausschläge, Juckreiz oder Erbrechen herbeizuführen. Vor allem bei der Verwendung von Pyrofluid kann ungewolltes Verschlucken zu einer gesundheitsschädlichen, irreparablen oder gar tödlichen Vergiftung führen. Die Gefahr des ungewollten Verschluckens besteht, weil der Feuerspucker während der Show beständig gegen den körpereigenen Schluckreflex ankämpft, weswegen gerade das Feuerspucken im Liegen besonders gefährlich ist. Durch die Mundschleimhäute gelangen auch schon geringe Mengen des Brandmittels ins Blut, was Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Eine evtl. Gefährdung der Nasenschleimhäute durch das lange Im-Mund-Halten der Brennflüssigkeit kann bei manchen Feuerspuckern zu Sinusitis führen.

Edit:
Der Magen ist ein Hohlmuskel und innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Sie schützt den Magen vor der Magensäure. Für die Verdauung werden im Magen Nahrung und Magensäure miteinander vermengt und durch Muskelarbeit weiter Richtung Darm befördert.
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 15.09.2020 06:42

Ich denke, man wollte eine stimmige Kampf-Aktion für Gaukler schaffen, ohne an die irdischen Gefahren oder die diffizile Kunst zu denken. Während in DSA4 Feuerspucken meines Wissens noch lediglich eine Spezialisierung des Talenst Gaukeleien war, wird dem in DSA5 offenkundig als eigene Fertigkeit ein besonderes Gewicht verliehen. Ich würde jedenfalls keine eigene Kampffertigkeit steigern, die dann aus Gründen des Realismus faktisch (sollte sich besser nicht bewegen und hat eigentlich keine Hand frei) nicht im Kampf einsetzbar ist. In dem Fall sollte man das den Spielern vermitteln und die Fertigkeit streichen (und es als Gaukelein-Aktion belassen).

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Grumbrak
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Ungelesener Beitrag von Grumbrak » 16.09.2020 11:18

Ugo Baersgarjew hat geschrieben:
14.09.2020 16:17
PyrofluidBearbeiten
Wenn du schon (von wiki?) kopierst, dann lösche doch bitte das mehrfache Wort "bearbeiten" und schreibe, das es ein Zitat ist... Dankeschön.

Ansonsten deckt sich der wiki text toxikologisch genau mit dem was ich schrieb: Aspiration ist die große Gefahr (dabei ist es fast unerheblich, welches aliphatische oder aromatisch Lösungsmittel man aspiriert). Generell (und darum sind "morderne" Lampenlöe verdickt) kann man sagen: Je höher die Viskosität (Zähflüssigkeit), der Flüssigkeit desto geringer ist die Chance des versehentlichen Aspirierens.
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
14.09.2020 13:37
Problem im Magen/Verdauungstrakt sind meines Wissens nach die Schwermetalle im Petroleum.
Soso. Ich hab nur 2 Semester Toxikologie belegt, aber Du scheinst da mehr zu wissen als ich... Ich würde sagen oral aufgenommene aliphatische Kohlenwasserstoffe (KW) können der Leber schaden. Das aromatisch KW Krebs auslösen können sollte hinreichend bekannt sein. Das ist Lotto spielen mit seiner Gesundheit...

Mein Tip: Ein Ork sollte kein Lotto spielen, wenn er den Gewinn nicht haben will...

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 16.09.2020 13:02

Petrolium und Co. wird eigentlich nur aus kostengründen (oder von Laien) verwendet. Besser sind Sachen wie Bärlappsporen. Das wurde übrigens bereits im Mittelalter zum Feuerspucken eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4rlappsporen
Das Stockholm-Syndrom ist eine anerkannte Methode um neue Freundschaften zu schließen.

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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 16.09.2020 18:47

@Grumbrak Das Petrolium veräzt die Magemwände nicht direkt das ist richtig. Aber es beschädigt die Magenschleimhaut welchen die Magenwände vor der Magensäure schütz. wenn die Magenschleimhaut also beschädigt ist verätzt die Magensäure die Magenwände. Und für einen nicht Toxikologen/Arzt oder Sanitäter ins besondere im Mittelalter ist dies Info -wenn man das zeug verschluckt, können sich die Magenwände veräzten- doch völlig ausreichend. Genau so wie auf dem Lampenöl steht: "nicht erbrechen weil die Lunge sonst geschädigt werden kann." Wie das exakt vor sich geht muss doch den Leien nicht interessieren. für den Leien ist interessant: "was erwartet mich wenn?". "Was mache ich falls?"

Und nach dem ich selbst knapp 15 Jahre Ambiente Camping (Mittelaltermarkt Schaustellerei) auf dem Buckel habe und doch den ein oder andern Profifakir, Feuerschlucker/-spucker, Gaukler kenne, und auch ein wenig Praxis Erfahrung mitbringe, bin ich mir mit dem schon sicher.
Ein altes Sprichwort sagt ja" Versuch macht kluch".
Und nur weil man etwas auswendig gelernt hat, bedeutet es nicht das man die praktischen Zusammenhänge auch verstanden hat.

Die Hinweise zu den auf Rapsöl basierenden Ersatzproduckten finde ich auch schön zu wissen, aber das kam erst in den letzten paar Jahren auf. Wusste man das also schon im Mittelalter (anglehnt an DSA)? Ich denke nicht. Das müsse in meinem Aventurien erst mal ein Alchimist entdecken.
Und wie man auch aus dem Wiki entnehmen kann, nehmen die Profis auch weiterhin hauptsächlich das schädliche Zeug weil es einfach bessere Ergebnisse bringt.
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Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 16.09.2020 21:44

Ugo Baersgarjew hat geschrieben:
16.09.2020 18:47
Die Hinweise zu den auf Rapsöl basierenden Ersatzproduckten finde ich auch schön zu wissen, aber das kam erst in den letzten paar Jahren auf. Wusste man das also schon im Mittelalter (anglehnt an DSA)? Ich denke nicht. Das müsse in meinem Aventurien erst mal ein Alchimist entdecken.
Und wie man auch aus dem Wiki entnehmen kann, nehmen die Profis auch weiterhin hauptsächlich das schädliche Zeug weil es einfach bessere Ergebnisse bringt.
Damals dürfte man zumindest in Mitteleuropa weder das eine noch das andere verwendet haben (mangels Verfügbarkeit); Raps wurde bei uns erst im Spätmittelalter angebaut, das in Europa gefunden Petroleum war eher zähflüssig und viel zu kostbar, um es einfach so in die Luft zu pusten (wurde, wenn überhaupt, eher in Salben für die Reichen verwendet,... oder als Pech in Schiffsbau u.ä.)...

wie die Verfügbarkeit von beidem in Aventurien aussieht, weiß ich nicht... würde annehmen, dass da auch eher auf Sporen, Mehl oder ähnliches gesetzt wird... mit Bärlappsporen gefüllte Bambusröhrchen zum Durchblasen, auf die ein Custodosigil gesprochen ist (beim Durchblasen auslösend), könnten vielleicht wirklich im Kampf funktionieren...

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