DSA4 Hausregel: SF Mordhau

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.
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Skalde
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Hausregel: SF Mordhau

Ungelesener Beitrag von Skalde » 08.08.2019 21:39

Hallo lieber Schwarm,

da das Thema dieses Jahr hin und wieder Gegenstand der Diskussion war, habe ich hier mal eine SF entworfen, die den Mordhau in DSA ermöglichen soll. Vorschläge zur Verbesserung oder zum Balancing sind natürlich erwünscht.

SF "Mordhau"

Der Kämpfer muss sein Schwert an der Klinge greifen (kostet eine Aktion Position) und dann mit dem Griff zuschlagen. Ein Mordhau erfordert (auch mit einem Einhandschwert) beide Hände, die gleichzeitige Verwendung eines Schildes oder einer zweiten Waffe ist nicht möglich. Die Waffe wird entweder mit dem Ursprungstalent (Schwerter, Anderthalbhänder oder Zweihandschwerter; dann mit zusätzlichem WM -2/-3) oder Zweihandhiebwaffen (nur PA -2) geführt; die TP bleiben gleich. Bei einem gelungenen Treffer wird nur der halbe gegnerische RS angerechnet.
Der Mordhau kann nur mit den Manövern Ausfall, Wuchtschlag und Hammerschlag kombiniert werden, dazu muss der Kämpfer aber die entsprechenden SF beherrschen.

Wer die SF nicht beherrscht, kann ebenfalls einen Mordhau durchführen, dann jedoch ist das Manöver Ausfall nicht möglich und die Manöver Wuchtschlag und Hammerschlag haben nur halbe Wirkung. Außerdem steigt die Gefahr, sich zu verletzen: Bei jedem Schlag muss dem Kämpfer eine FF-Probe gelingen, sonst erleidet er 1W6 TP durch Schnitte an den Händen; wenn er nicht mindestens Kettenhandschuhe trägt.

Kosten: 100 AP; Verbreitung: 4, professionelle Kämpfer (meist Infanterie) im Mittel- und Horasreich.



Dinge, bei denen ich mir nicht sicher bin:

Reduzierung der TP: Evtl. würde ich ein Schwert bei dieser Verwendung 1-2 TP weniger anrichten lassen, will die Technik aber auch nicht zu ineffizient machen, damit sich ihre Anwendung auch noch lohnt.

SF Halbschwert: Zur Voraussetzung fürs Erlernen des Mordhau machen oder den Mordhau für Kenner von Halbschwert verbilligen?

AT- und PA-Abzüge durch ungewohnte Handhabung: Zu hoch? Zu niedrig? Ausweichen auf Zweihandhiebwaffen überhaupt erlauben?


Idee zum inneraventurischen Fluff: "Einige konservative Rondrageweihte sehen diese Technik nicht gern und verdammen sie als unehrenhaft oder zumindest stillos. Die Korkirche hingegen steht auf dem Standpunkt, solche Überlegungen könne sich nur leisten, wer selbst stets schwer gerüstet in die Schlacht ziehe. Sie sieht diese Kampftechnik als legitime Möglchkeit an, es mit einem überlegenen Gegner aufzunehmen."

Bin auf eure Anregungen und Ideen gespannt.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

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Madalena
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Hausregel: SF Mordhau

Ungelesener Beitrag von Madalena » 08.08.2019 21:50

Mit ZH-HW fehlt mir gerade die Imagination, wie das genau aussieht.

Mit Klingenwaffen würde ich es als relativ ineffizient ansehen: WM -2/-3, dazu eine Aktion Position davor und danach (?) - und durch den halbierten RS macht man wenn es hoch kommt vielleicht 4 SP mehr... Da kommt man mit dem Wuchtschlag leichter ans Ziel.

Fluffmäßig würde ich die Ablehnung durch Teile der Rondrakirche nicht so sehen. Unehrenhaft würde ich es nicht nennen (gerade wo es ein Mittel gegen gut gepanzerte Gegner ist), und Stil steht nicht unbedingt auf den Fahnen der Rondrakirche. Außerdem würde ich denen in ihrer Paradedisziplin (AHH) nicht noch zusätzliche Steine in den Weg legen. ;)

-----

Die Grundidee, den Mordhau einzubinden mag ich aber. :)

Vasall
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Hausregel: SF Mordhau

Ungelesener Beitrag von Vasall » 08.08.2019 23:07

Hm, mir ist das RS/2 auch zu wenig.
Der Mordhau sollte im Grunde ja mehr Effekt bei mehr Risiko versprechen, richtig?

Weitere Überlegung ist, dass Schläge mit dem Gehilz in Halbschwertstellung Grundtechnik sind, hier unterscheidet man ganz banal den 'stechenden Ort' (Spitze) und den 'schlagenden Ort' (Knauf).

Wie wäre es wenn die SF Mordhau einfach Niederwerfen und Hammerschlag im Halbschwert erlaubt, weil man gelernt hat neben dem Spitzen Ort (SF Halbschwert) auch den Schlagenden Ort (SF Mordhau) effektiv einzusetzen.

Der Preis ist eine erhöhte Patzerwahrscheinlichkeit, sagen wir 1-5 auf dem W20 weil man sich dabei echt schnell verhaut und verletzen kann.
Dafür kann man Hammerschlag und Niederwerfen auf kurze Distanz ausführen und so den unterlaufen Gegner mit erschwerten Parade effektiv umhauen.

Ich denke das ist gamistisch ein sinnvolles Element und der Fluff trifft immernoch den realen Nutzen des Mordhaus ganz gut.

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AngeliAter
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Hausregel: SF Mordhau

Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 08.08.2019 23:37

Ich sehe jetzt nicht so viel Sinn in diesem Manöver.
Wo genau soll nun der Vorteil gegen einem einfachen Wuchtschlag +4 (der ja damit quasi den halben RS einer Rittertrüstung entspricht)? Vor allem, wenn der Mordhau bereits eine +2 Erschwerniss über seinen VW erhält?
Oder soll diese SF gezielt gegen Träger von Ritterrüstungen aus Toschkril, gefertigt von Zyklopenhand, entwickelt worden sein?
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barret
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Ungelesener Beitrag von barret » 08.08.2019 23:49

Also so wie die SF jetzt gestaltet ist, kann sie mit anderen guten Manövern vom Powerlevel her nicht mithalten. Halbe RS ist durch den Attackemalus wieder relativiert, Einhandkämpfer verlieren ihre zweite Hand dazu kommt noch ne Aktion Position. Die Frage ist aber, soll sie überhaupt mithalten können oder ist sie eine reine Fluff SF? Gibt ja genug SFs, die wenig effektiv sind, die aber einfach fürs Flair und für bestimmte Situationen gedacht sind.

Wenn sie mithalten soll, dann muss sie auf jeden Fall mehr können oder zumindest einen besonderen Effekt haben, der manchmal eintrifft und die schlechten Stats wett macht. Vielleicht neben der halben RS noch WS-2 wie beim gezielten Stich? Oder wenn man die selbe Stelle zweimal trifft, dass sich die angerichteten TP addieren im Sinne der Wundschwelle wie beim Verbeißen?
Alternativ könnte man sagen, dass man mit einer Waffe im Mordhau in jeder Distanzklasse agieren kann (bis hin zur maximalen DK versteht sich) und dafür außer dem Waffenmalus der SF keine weitere Mali aufgrund von DK erhält. Dazu könnte man dann noch die von dir aufgezählten Manöver auch in für die Waffe ungeeigneten Distanzklassen machen mit einer Erschwernis von zwei. Wenn du das Powerlevel noch anheben willst, nimmst du alle für die Waffe zugelassenen Manöver (auch wenn das wahrscheinlich dann wenig realitätsnah ist).

Was deine Fragen angeht, TP Malus macht Sinn vom Realitätsaspekt her, macht das ineffektive Manöver aber nur noch ineffektiver. Kommt dann drauf an, was dir wichtiger ist. Ich würde sagen in der Variante wie du sie jetzt hast kein Malus.
Halbschwert als Voraussetzung würde für mich Sinn machen. Wenn du Effektivität erhöhen willst, könntest du aber auch den Waffenmalus bei Kenntnis von Halbschwert auf -1/-2 verringern.
Waffenmali sind wie beim TP Malus stimmig, aber erhöhen die Ineffektivität. Zu hoch finde ich sie aber nicht. Zweihandhiebwaffen würde ich erlauben.

Edit: Noch eine Idee: Keine RS Reduktion aber alle auf Wuchtschlag basierten Manöver profitieren doppelt von Ansagen. Das könnte interessant sein. Dann muss aber der verbesserte WM bei der Zweihandhiebwaffenvariante weg, sonst wären normale Zweihandhiebwaffen obsolet.
Zuletzt geändert von barret am 09.08.2019 00:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 08.08.2019 23:58

Wenn man nicht gerade gegen eine extreme Kleinteiligkeit der Regeln ist, wäre die Idee des Mordhaus grundsätzlich brauchbar... wäre da nicht mehrere Probleme:
1. Die Rüstungen in DSA im werden Grunde ziemlich unter Wert gehandelt. Der Mordhau wurde ja eingesetzt, um Schaden gegen Kämpfer zu erzielen, die dank ihrer Rüstung für Schwertkämpfer praktisch unverwundbar waren. In DSA 4? Da hast WIMRE mit der stärksten Rüstung RS 10, und wenn du mit Zonenrüstung spielst, RS 8 - und auch wenn ein Schwert kaum KK-Bonus geltend machen kann, ist diese Rüstung mit den bei entsprechendem Skill exorbitant hohen AT-Werten (und damit entsprechend starkem Wuchtschlag) mehr ein Ärgernis als ein echtes Problem.
2. Dazu kommt das Problem, dass der Mordhau ja einen ganz anderen Teil des Schwertes benutzt und damit rein technisch ähnlich wie der Brabakbengel funktionieren müsste, nämlich mit einer ganz anderen Schadensklasse. Jedenfalls macht es wenig Sinn, wenn man mit dem 5000mal gefalteten 1W+8 Enduriumschwert ebenfalls 4 TP mit der Parierstange mehr macht, obwohl die kaum genauso optimiert sein dürfte.
3. Und zudem ist die Frage nicht nur, warum man einen Mordhau einsetzen muss, wenn es ein Wuchtschlag +4 auch tut, sondern warum man in erster Linie überhaupt einen Mordhau braucht, wenn man genauso gut sagen kann, dass dieser ingame durch einen entsprechend starken Wuchtschlag simuliert wird.
4. Und zu guter letzt wirft es auch die Frage auf, warum Wuchtwaffen nicht dann den vergleichbaren Vorzug erhalten. Denn, sehen wir den Tatsachen ins Auge: Ein Mordhau ist im Grunde eine Technik, die es erlaubt, ein Schwert so ähnlich einzusetzen wie einen Hammer. Warum bekommt man dann mit einem schlechten Hammerersatz einen Bonus gegen schwere Rüstungen, aber mit echten Kampfhämmern (die ja deutlich besser für diesen Kampfstil geeignet sein müssten) nicht?

Galliad
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Ungelesener Beitrag von Galliad » 09.08.2019 00:11

da nehm ich das Schwert lieber normal und mach Gezielter Stich. Was soll es für einen Vorteil bringen? Was ist der Nutzen von einem Mordhau?

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Cherrie
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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 09.08.2019 08:40

Ich glaube, es geht hier nur um den "geilen Namen" :)

Einen Vorteil in den Regeln scheint es nicht zu geben. Und wenn das Teil effektiv wäre, täte ich doch empfehlen, alle Schwerter immer falschrum zu führen. Oder gleich ein "doppelseitiges Schwert" zu entwerfen, auf der einen Seite die Klinge, auf der anderen den Hammerkopf :)
(Alternative: Schweizer Taschenmesser. Da sind vielleicht noch mehr Funktionen drinnen und ein Dosenöffner hilft doch auch immer gegen stark gepanzerte Ritter?)

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Fiieri
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Ungelesener Beitrag von Fiieri » 09.08.2019 08:57

Hm also rein aus der Perspektive ob die SF sinnvoll im Spielverlauf wäre:

Für Schwerter dank Wuchtschlag und so eher nicht.
Für Fechtwaffen aber dafür umso mehr, da sie dann auch gegen Skelette und andere Wesenheiten wirken würden, die normalen Stichschaden ignorieren können :)

Und das wäre schon gar nicht schlecht als Möglichkeit zu haben.

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Ungelesener Beitrag von Djembo » 09.08.2019 09:31

Wobei man ja nur wenige Fechtwaffen stimmig damit nutzen kann, da der Mordhau ja so funktioniert, dass die Parierstange als stabile Spitze genutzt wird. Und die Fechtwaffen haben ja tendenziell eher einen Griffkorb.
Wenn man sich aber mal ansieht, wie der Mordhau eigentlich benutzt wurde (und wird), gibt es da eine ganz andere Verwendung für: Ringen-Manöver im bewaffneten Kampf. Der irdische Mordhau ist ja kein Schlag, sondern die Technik, das Schwert "falsch herum" zu verwenden und im Mordhau finden sehr viel mehr Hebel- und Wurftechniken Anwendung als tatsächliche Schläge. Also warum nicht folgende Variante:

SF "Mordhau"

Der Kämpfer muss sein Schwert an der Klinge greifen (kostet eine Aktion Position) und dann mit dem Griff zuschlagen um in die Position Mordhau zu wechseln. Ein Die Position Mordhau erfordert (auch mit einem Einhandschwert) beide Hände, die gleichzeitige Verwendung eines Schildes oder einer zweiten Waffe ist nicht möglich. Die Waffe wird entweder mit dem Ursprungstalent (Schwerter, Anderthalbhänder oder Zweihandschwerter; dann mit zusätzlichem WM -2/-3, der WM verschlechtert sich um -1/-1) oder Zweihandhiebwaffen (nur PA -2) geführt; die TP bleiben gleich. Bei einem gelungenen Treffer wird nur der halbe gegnerische RS angerechnet. Die Position Mordhau entfernt aus entsprechend langen Waffen die Distanzklasse S. In der Position Mordhau sind nun zusätzlich zu den eigentlichen Manövern alle Manöver des Talents Ringen möglich.
Der Mordhau kann nur mit den Manövern Ausfall, Wuchtschlag und Hammerschlag kombiniert werden, dazu muss der Kämpfer aber die entsprechenden SF beherrschen.

Wer die SF nicht beherrscht, kann ebenfalls einen Mordhau durchführen, dann jedoch ist das Manöver Ausfall nicht möglich und die Manöver Wuchtschlag und Hammerschlag haben nur halbe Wirkung. Außerdem steigt die Gefahr, sich zu verletzen: Bei jedem Schlag muss dem Kämpfer eine FF-Probe gelingen, sonst erleidet er 1W6 TP durch Schnitte an den Händen; wenn er nicht mindestens Kettenhandschuhe trägt.

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Meine Vorschläge sind blau, was ich entfernen wollen würde ist rot

EDIT: Natürlich könnte man das auch kombinieren, um die Schlagtechniken mit der Parierstange einzubringen. Den Effekt würde ich aber nicht zu stark machen, auch im Mordhau versucht man meist, erstmal den Gegner zu Boden zu bringen, dann lässt sich auch mit viel mehr Wucht auf ihn einknüppeln. Beispielsweise könnte man den RS einfach platt um 1 gegen Mordhau Kämpfer senken, aber warum kann der Streitkolben das dann nicht?
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 09.08.2019 09:45

Ich sehe keinen Grund für diese SF. Für mich war der Mordhau immer eine mögliche Ausprägung des Hammerschlags. Ich sehe auch nicht, warum dieser Angriff den RS umgehen soll. Streitkolben umgehen den auch nicht. Weder die stumpfen, noch die mit Spitzen.
Der Hammerschlag ist das Manöver, welches einen Mordhau am besten abbildet.
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 09.08.2019 10:10

Ich finde es zwar auch interessant, historisch belegte Manöver zu integrieren, aber aufgrund des Aufbau des Systems würde ich da eher schauen, mit welchem Manöver ich dem Effekt am nächsten komme und ihn so regelseitig umzusetzen. Im Falle eines Mordhau z.B. als Wuchtschlag+x (z.B. RS/2 oder RS). Wenn man alles in neue SF+Manöver giessen möchte wird's unübersichtlich und das meiste, wie auch die SF Mordhau hier, passt sich nicht gut ins System ein.
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Ungelesener Beitrag von Arikha Madaiama » 09.08.2019 10:22

Auch wenn ich es cool finde echte Fechttechniken in DSA einzubauen: Da DSA nicht wirklich verschiedene Wirkungsweisen von verschiedenen Rüstungen und Waffen aufeinander abbildet, der Mordhau aber genau dafür da ist einem Schwertkämpfer eine Technik gegen Plattenrüstungen an die Hand zu geben, gegen die er mit der Klinge keinen Stich macht, macht diese Technik für mich im System wie es ist im Vergleich zu anderen Techniken keinen tieferen Sinn.

Um den Effekt des Mordhau umzusetzen müsstest du das gesamte Wirksystem von Rüstungen und Waffen überarbeiten. Als Mindestanforderung hätte ich, dass Waffen, die explizit dafür ausgelegt sind so zu wirken wie der Mordhau, mindestens denselben Bonus bekommen wie diese Technik (Rabenschnabel, Warunker Hammer,...). Letztlich würde man verschiedene Wirkungsarten von Waffen machen müssen, und den Rüstungen unterschiedlichen Schutz gegen diese Wirkungsarten geben. Waffen die mehrere Fähigkeiten aufweisen würden sich dann auch signifikant von one-trick-ponies unterscheiden. Aber das wäre sehr viel Arbeit für eine bessere Simulation und nicht unbedingt besseres Spiel.

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Rasputin
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 09.08.2019 10:33

Ich persönlich würde es auch besser finden, den Waffen ähnlich wie es in DSA5 gemacht wurde, Boni zu geben. So würden sich die Waffen noch mehr unterscheiden und nicht alle rennen mit den gleichen 3 Waffen rum.
Der Hakenspieß, Kurzschwert und der Panzerstecher z.B. haben so etwas schon. Jetzt braucht man es nur noch für alle anderen Waffen. Dem Boronsichel würde ich z.B. nen saftigen AT-WM Bonus gegen berittene Gegner geben.

Aber das ganze geht so langsam von der Ursprünglichen Idee vom TE zu weit weg.

Ich bin der Meinung, dass man ein solches Manöver nicht braucht, da auch ein normaler Wuchtschlag/ Hammerschlag den Schaden gegen Rüstung erhöht. Effektiver als Wucht/Hammerschlag darf das Manöver mMn auch nicht werden, sonst würde es den GS, Niederwerfen und Umreißen ausstechen, was mMn nicht gut wäre.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

Vasall
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 09.08.2019 10:37

Rasputin hat geschrieben:
09.08.2019 10:33
Ich bin der Meinung, dass man ein solches Manöver nicht braucht, da auch ein normaler Wuchtschlag/ Hammerschlag den Schaden gegen Rüstung erhöht.
Sehe ich auch so! Deswegen mein Vorschlag von weiter oben den Mordhau als Variante des Hammerschlags herauszustellen.

Und Realismus =/= Simulationismus
Man kann auch abstrakte Regeln machen die trotzdem den reale Kontext widerspiegeln und stimmige Effekte bieten.
Ein Mordschlag als Hammerschlag/Niederwerfen tut dies bereits, finde ich.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 09.08.2019 12:28

Rasputin hat geschrieben:
09.08.2019 09:45
Ich sehe keinen Grund für diese SF. Für mich war der Mordhau immer eine mögliche Ausprägung des Hammerschlags. Ich sehe auch nicht, warum dieser Angriff den RS umgehen soll. Streitkolben umgehen den auch nicht. Weder die stumpfen, noch die mit Spitzen.
Jup. Man müsste die RS-Werte insbesondere von Plattenrüstungen erhöhen und dann für Wuchtwaffen die RS-Halbierung als Standard einführen, dann hätte der Mordhau auch seine Daseinsberechtigung.

Ich meine, man führt die Waffe auf eine denkbar unpraktische Art und die ist dann trotzdem immer noch sinnvoller als der Angriff mit der Klinge; da müssten schon die allgemeinen Regeln diese Dynamik abbilden, damit der Mordhau Sinn macht.
Zuletzt geändert von DnD-Flüchtling am 10.08.2019 23:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 09.08.2019 12:57

Man könnte das ganze Ding auch als Weiterentwicklung eines Wuchtschlages ansehen, etwas, wenn man einen Wuchtschlag +5 (oder höher) ansagt, wird das Ding zu einem Mordhau und hat den zusätzlichen Effekt wie "ignoriert 2 Punkte RS des Trägers wenn diese höher wie 6 Punkte ist".
Also nur einen Zusatzeffekt bei stark gerüsteten aber keinen Malus welcher verhindern würde, das man es überhaupt einsetzen würde.
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 09.08.2019 13:25



Schaut euch das mal an. Der Mordhau ist die Haltung und die Stellung, nicht der Schlag mit dem Knauf. Und in dem Video sieht man, ganz klassisch nach Lehrbuch, verschiedene Hebel-, Wurf- und Stichtechniken. Auch die Knauf- und Parierstangenschläge, aber das sind immer klassische gezielte Angriffe in eine verwundbare Position, von oben auf den Kopf, unter den Helm und so weiter. Sowas lässt sich tatsächlich am besten mit dem gezielten Stich, der ja auch die Halbschwertstellung bedingt, abbilden.
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Berto
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Ungelesener Beitrag von Berto » 09.08.2019 13:45

Skalde hat geschrieben:
08.08.2019 21:39
SF "Mordhau"

Der Kämpfer muss sein Schwert an der Klinge greifen (kostet eine Aktion Position) und dann mit dem Griff zuschlagen. Ein Mordhau erfordert (auch mit einem Einhandschwert) beide Hände, die gleichzeitige Verwendung eines Schildes oder einer zweiten Waffe ist nicht möglich. Die Waffe wird entweder mit dem Ursprungstalent (Schwerter, Anderthalbhänder oder Zweihandschwerter; dann mit zusätzlichem WM -2/-3) oder Zweihandhiebwaffen (nur PA -2) geführt; die TP bleiben gleich. Bei einem gelungenen Treffer wird nur der halbe gegnerische RS angerechnet.
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Grundsätzlich wird die SF schon durch zwei Faktoren völlig uninteressant: ohne sie mit Finte kombinieren zu können, ist die Aussicht überhaupt Schaden anrichten zu können, verschwindend gering. Dazu kommt die Aktion Position, was in einer KR den Ausfall des kompletten Schadens nach sich zieht. In dem Fall wäre ein Kämpfer besser beraten, wenigstens normal oder mit Finte/Wuchtschlag anzugreifen, um wenigstens die Chance auf Schaden zu haben. Die Möglichkeit, das Manöver per ZHH auszuführen, ist nicht mehr als Flavour. Niemand bei Verstand steigert ZHH.

Davon ab ist es - genau wie der Gezielte Stich - uninteressanter als der Wuchtschlag.
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 10.08.2019 07:28

Djembo hat geschrieben:
09.08.2019 13:25
Der Mordhau ist die Haltung und die Stellung, nicht der Schlag mit dem Knauf.
Nein, die Haltung/Kampfweise nennt sich das Fechten aus dem kurzen, oder halben Schwert. Der Mordschlag ist einfach ein Schlag mit dem Knauf, der aus dieser Haltung heraus erfolgt.

Der Fechtmeister Peter von Danzig empfiehlt z.B. stets nur einen einzigen Mordschlag zu versuchen und dann wieder mit der Spitze zuzustechen. Andere Quellen beschreiben die selbe Technik und nennen sie einfach 'Schlag mit dem Knauf', was natürlich weniger reißerisch klingt als Mordhau. :wink:

Es gibt im Kriegsringen aber analog zum Halbschwert, sogenannte 'Mordstöße'. Dies sind gezielte Schläge auf verletzliche Stellen, die der Gegner schützen muss, und sie dienen dazu den Gegner für eine Hebeltechnik oder nen Wurf zu öffnen.

Auch der Mordschlag soll mitunter auf Knie, oder Füße geführt werden, um ein anschließendes gezieltes Stechen zu ermöglichen.
Daher die Begriffsähnlichkeit.

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Ungelesener Beitrag von Darwosch » 10.08.2019 18:01

Nur kurz als Ergänzung: Gibts bei uns alles als Umschreibung der Aktion wenn jemand dies möchte. Die Windmühle ist dann halt der Meisterhau Durchgehende Dachparade. Der Mordhau ala Gladiatoria mit dem Parier und vollem Schwung in die Augenpartie mit beiden Händen aan der Klinge ist dann halt ein Hammerschlag; kleine Handarbeiten werden übers Raufen abgedeckt.

Alles andere ist mir zu kompliziert, weil man ja natürlich dann noch die gesamte Waffenliste anpassen müßte für Bloßfechten vs Harnischfechten um überhaupt mit der Halbwschwert- und Klingengriffthematik umzugehen.

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Djembo
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Ungelesener Beitrag von Djembo » 10.08.2019 20:05

Das Buch, das ich im Studium in der Hand hatte (frag mich nicht nach der genauen Codexnummer, Autor war ein Liechtenauer-Nachfolger, das ganze war eine englische Quelle mit einzelnen deutschen Begriffen) benannte den ganzen Komplex des kurzen Schwertes mit "Mordhau", also auch die ganzen daraus gehenden Techniken, und den kompletten Komplex des Bloßfechtens mit "heh sweord" (was eigentlich eher "das erhabene Schwert" als "das lange Schwert" bedeutet). Ich hatte bei der Lektüre, vor allem wegen solcher eher ungewöhnlicher Wortwahl, schon den Eindruck, dass es eher von einem, der kein englischer Muttersprachler war, aus einer anderen Sprache heraus übersetzt worden ist. Gibt es denn irgendwo eine Vereinheitlichung der Begrifflichkeiten?

Es ist schon ein wenig die Frage, was man mit solchen Ideen erreichen will. Eine neue, interessante Möglichkeit für Kämpfer schaffen (hier: besser gegen Gerüstete kämpfen oder [mein Vorschlag] waffenlose Manöver über bewaffnete Talente benutzen) oder eher realistischen Schwertkampf abbilden. Das letztere ist sowieso zum Scheitern verurteilt, da echte Kämpfe meistens nach eine-zwei Sekunden beendet sind und außerdem es unendlich komplex würde. Also bleibt das zuerst Genannte und das finde ich gar nicht uninteressant.
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Darwosch
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Ungelesener Beitrag von Darwosch » 10.08.2019 20:21

Hey Djembo,

eine einheitliche Nomenklatur gibts nicht, denk nurmal an den Begriff des "Versatz", der alles mögliche bedeuten kann um nicht direkt getroffen zu werden und auch einen Gegenangriff einzuleiten.

Denderajida_von_Tuzak
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 11.08.2019 12:32

Würde den Mordhau ein kleines bisschen anders aufziehen:

Voraussetzungen: FF 12, SF Halbschwert - Kosten: 200 AP

Anwendbar mit ZHS, AHH, Schwertern, Säbeln und Fechtwaffen

Wirkungen:
1. Erlaubt es, auch Säbel und Fechtwaffen in Halbschwertstellung zu greifen und dann mit Knauf/Parierstange/Handschutz zuzuschlagen, solange die Waffe nicht DK H besitzt (Kurzschwerter, Langdolche, Waqife u.ä. sind dafür zu kurz)
2. Die Waffe wird mit den Werten ihres normalen Waffentalentes in Halbschwertstellung (mit entsprechender DK und den entsprechenden Abzügen) geführt, zählt aber bzgl. weiterer erlaubter Manöver und Paradeeinschränkungen/Resistenzen dagegen als Zweihandhiebwaffe. Mordhau ist demnach mit Wuchtschlag, Niederwerfen, Befreiungsschlag, Hammerschlag, Schildspalter u.s.w. kombinierbar, auch wenn diese Manöver für die Waffe eigentlich nicht zugelassen sind bzw. in Halbschwertstellung ursprünglich nicht erlaubt waren. Und per Mordhau machen diese Waffen bspw. den vollen unten genannten Schaden gegen Skelette oder sind von Dolchen und Parierwaffen nicht parierbar.
3. Bei 19-20 wird gepatzt (analog zu Kettenwaffen). Bei einer 19 findet immer eine Selbstverletzung statt. Als potentieller Schaden hierfür wird immer der normale Waffenschaden herangezogen, nicht der unter Punkt 4 genannte.
4. Säbel und Fechtwaffen machen per Mordhau geführt 1W6+1 TP, (nicht als Säbel/Fechtwaffe führbare) Schwerter 1W6+3, (nicht als Schwerter führbare) Anderthalbhänder 1w6+4, reine (nicht als AHH führbare) Zweihänder 1w6+5 TP; die Waffen erhalten generell TP/KK von 11/3. Die TP von Knauf und Parierstange können gemäß der Schmiederegeln gezielt um bis zu zwei Punkte verbessert werden, wirken dann aber nur im Mordhau, während Verbesserungen der Klinge im Mordau nicht berücksichtigt werden.

Taipan
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Ungelesener Beitrag von Taipan » 13.08.2019 15:37

Ich würde den Mordhau einfach als Erweiterung der Halbschwertstellung abhandeln. Halbschwert wäre quasi die grundlegende Erlaubnis sein Schwert an der Klinge zu greifen. Dadurch kann man den gezielten Stich ausführen. Die SF Mordhau erlaubt es dann zum Einen im Halbschwert weiterhin Angriffe zum Niederwerfen, Schildspalter, Hammerschläge und Befreiungsschläge auszuführen, und zum Anderen gezielte Stiche im Halbschwert mit einer Wuchtschlagansage zu versehen (die dann halt erzählerisch keine Stiche mehr sind).
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Wizkatz
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Ungelesener Beitrag von Wizkatz » 18.08.2019 22:19

1. Alles, was eine Aktion Position erfordert, ist für mich eigentlich ab Werk gestorben, solange es die Chance auf a) Treffer und b) Effekt im nächsten Angriff nicht DEUTLICH erhöht. Alles, wo zwischendurch noch etwas passieren kann, alles, wo ein Gegner im schlimmsten Fall sogar einfach noch DK verlängert oder einen tatsächlich selber nicht nur erwischt sondern auch noch betäubt/mit Debuffs versieht, ist in DSA vor allem im Nahkampf (!) einfach viel zu häufig der regulären AT (Chance auf Schaden, Gegner muss meist PA vorhalten/planen) überlegen.

2. Bei aller Liebe für Details würde ich bestimmte Griffe für verschiedene Waffen als Bestandteil des jeweiligen Basistalents und ggf. der gefallenen Schadenswürfel ansehen, bevor es mit den Regeln noch mehr Überhand nimmt bei DSA. Ich sehe z.B. einen Hellebardentreffer mit 6 TP auch gerne mal als schnellen Schlag mit dem stumpfen Ende, der den Gegner überraschen konnte, während 11 TP erzählerisch halt dann der Volltreffer mit der Klingenseite war.

3. Wenn man argumentiert, dass der Mordhau Rüstung schwächer macht, weil der stumpfe Angriff sich besser gegen Rüstung eignet als die Klinge, macht man ein Fass auf, dass es bei DSA (vllt. glücklicherweise) nur im Ansatz wirklich gibt - nämlich die Aufspaltung von physischem Schaden in stumpfen Schaden, Stichschaden, schneidenden Schaden und so weiter. Was wäre denn die Erklärung gegenüber den Spielern mit Kettenwaffen- und Streitkolben-Charakteren, warum das Schwert im Spezialgriff mit Knauf und Parierstange als Wirkseite auf einmal Rüstung ignoriert, die für ihre ab Werk viel besser dafür geeigneten Waffen voll angerechnet wird? Ne, da würde den Mordhau lieber als coole narrative Darstellung für gut gelungene Wuchtschläge nehmen und gut is'.

Ich merke, mein Post liest sich vielleicht zu ablehnend für einen Thread, an dem ich ja nun wirklich nicht teilnehmen muss - wenn es um regeltechnische Vorschläge geht, würde ich sagen: Nicht mehr als 100 AP, entspannte Verbreitung, KEINE Aktion Position vor Irgendwas, mit Finte kombinierbar oder irgendsoeine "Gegner werden von diesem ungewöhnlichen Angriff ähnlich wie von Linkshändern überrascht und haben -2 auf ihre PA" Autobonus-Regelung zuzüglich zu einer Reduktion der Rüstungswertung.

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