Historia Aventurica! lohnt es sich noch?

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Tîp
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Historia Aventurica! lohnt es sich noch?

Ungelesener Beitrag von Tîp » 04.01.2021 13:54

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob es sich lohnt das Historia Aventurica als gebundenes Buch von 2015 zu holen oder ob es besser ist abzuwarten um sich in naher Zukunft eine weitere Neuauflage bzgl. DSA 5 zu kaufen? Da ich jetzt von unserer Gruppe so ziemlich derjenige bin der hauptsächlich meistern muss, müsste ich mal mein Wissen in der Geschichte Aventuriens aufarbeiten und die Mysterien besser kennen lernen. Will ja mein Verständnis von der Welt erweitern. Weiß halt nur nicht ob das Buch von 2015 obsolet geworden ist? :grübeln:
Zuletzt geändert von Tîp am 05.01.2021 13:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Carolan
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Ungelesener Beitrag von Carolan » 04.01.2021 14:03

Wenn du wirklich mehr von der Geschichte erfahren möchtest würde ich dir raten es zu holen.
Zum einen glaube ich nicht, dass das nächste was Ulisses rausgibt das neue Geschichtswerk sein wird, zum anderen glaube ich, dass im neuen Geschichtswerk auch andere Informationen stehen werden.
Natürlich wird es wichtige Themen, die es im alten gab auch im neuen geben, aber für den besten Überblick würde ich dir raten jetzt das DSA 4 Geschichtswerk zu holen.
Auch ich spiele DSA 5 und werde mir demnächst trotzdem ein DSA 4 Buch holen, da es dieses schlicht und ergreifend auf dem Markt nicht als DSA 5 Format gibt.

Man muss sich auch die Frage stellen: Wieso sollte Ulisses ein neues Geschichtswerk rausgeben, was ist so wichtig und nicht im alten dabei, dass sie noch eins rausgeben.
Die Geschichte hat sich ja nicht groß verändert, da ist es nicht so, wie beim Regelwerk oder bei der Magie, wo sie die Regel eigentlich "neugeschrieben" haben (Natürlich haben sie sie nur zum Teil erneuert, aber ich glaube du weißt, was ich dir sagen will).
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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 04.01.2021 21:32

Die Historia Aventurica war von Anfang an sehr umstritten (da gibt es den einen oder anderen Faden hier im Forum). Wir (unsere Gruppe) hat sich entschlossen die HA komplett zu ignorieren.
Für DSA5 ist in der Richtung meines Wissens nach noch nichts in Planung.
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Ungelesener Beitrag von Eloquent Erlenfold » 05.01.2021 08:44

Ich bin DSA 5 Spieler und mit DSA 5 auch eingestiegen. Als Meister wollte ich dann gerne nach mehreren Jahren tiefer in die Geschichte einsteigen (besonders in Bezug auf Elfen/Götter) und hab mir die HA geholt. Ich finde sie super und sie ist mein Standartwerk wenns um die Geschichte geht.
Ich kann sie nur empfehlen, nachdem ich bezweifle, dass in der Richtung nochmal was kommt, die Geschichte ändert sich ja nicht. Nachdem die HA auch komplett ohne Regeln auskommt macht das auch nichts für DSA 5 Meister und Spieler.

Obsolet ist die nicht, man muss halt wissen, dass die detaillierte Geschichte "nur" bis 1030 BF geht, alles danach muss man sich halt von woanders herholen.
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Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 05.01.2021 20:20

Eloquent Erlenfold hat geschrieben:
05.01.2021 08:44
Ich kann sie nur empfehlen, nachdem ich bezweifle, dass in der Richtung nochmal was kommt, die Geschichte ändert sich ja nicht.
Die HA Beweist uns das Gegenteil ;)
Kurz nach erscheinen von DSA5 heiß es sogar mal, das man mit der 5Ed. Teile der HA wieder zurückgenommen hätte... Aber da ich von 5 nichts habe, kann ich mir dazu kein eigenes Bild machen. Andere im Foren haben dem btw. auch gleich Widersprochen.
Die HA ist letztlich genau so lange Aktuell, wie man in der Redax Beschließt erneut eben genau das zu tun, was man mit der HA gemacht hat und auch vor der HA mit jeder Edition getan hat: Die Geschichte, vor allem die Frühgeschichte, der Welt Dere erneut zu ändern.
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Ungelesener Beitrag von Eloquent Erlenfold » 05.01.2021 21:05

ChaoGirDja hat geschrieben:
05.01.2021 20:20
Eloquent Erlenfold hat geschrieben:
05.01.2021 08:44
Ich kann sie nur empfehlen, nachdem ich bezweifle, dass in der Richtung nochmal was kommt, die Geschichte ändert sich ja nicht.
Die HA Beweist uns das Gegenteil ;)
Kurz nach erscheinen von DSA5 heiß es sogar mal, das man mit der 5Ed. Teile der HA wieder zurückgenommen hätte... Aber da ich von 5 nichts habe, kann ich mir dazu kein eigenes Bild machen. Andere im Foren haben dem btw. auch gleich Widersprochen.
Die HA ist letztlich genau so lange Aktuell, wie man in der Redax Beschließt erneut eben genau das zu tun, was man mit der HA gemacht hat und auch vor der HA mit jeder Edition getan hat: Die Geschichte, vor allem die Frühgeschichte, der Welt Dere erneut zu ändern.
Natürlich, Retcons sind jetzt hier nicht gemeint. Aber nachdem ich denke, dass sie jetzt die die Geschichte soweit es ihnen halt passt aufgeräumt haben, rechne ich mit keinem baldigen Äquivalent.
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Ungelesener Beitrag von Tîp » 05.01.2021 21:49

Danke für die Antworten.

Also verstehe ich das jetzt richtig, es ist in naher Zukunft nichts neues bzgl. des HA geplant, soll mich aber darauf einstellen das es sehr wahrscheinlich irgendwann eine für DSA 5 entwickelte Neuauflage (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das sich dort was ändert) geben wird.

Uuuuuuurrrrrgggghhhh! Genau das hatte ich mir nicht erhofft. :( :( :(

Kein bock das Ding zweimal zu kaufen!
Zuletzt geändert von Tîp am 05.01.2021 23:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 05.01.2021 22:01

Die HA ist schon ziemlich Einzigartig (im Meinungsbild, wie auch in ihrer Geschichte ;) ).
Und ich denke das Eloquent durchaus recht hat: Alt so bald wird es wohl nichts neues in der Richtung geben. Zumal ja nicht mal alle Regios draußen sind...
Aber niemand kann sagen "es wird nie wieder eine Inhaltlich geänderte Neuauflage der HA geben". Vor der HA hat sich auch niemand Vorstellen können, das die Redax einmal den Hintergrund auf diese Art und Weise neu Sortieren würde.
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Ungelesener Beitrag von Zaidou » 05.01.2021 23:47

ChaoGirDja hat geschrieben:
05.01.2021 22:01
or der HA hat sich auch niemand Vorstellen können, das die Redax einmal den Hintergrund auf diese Art und Weise neu Sortieren würde.
Das ist sehr... diplomatisch... ausgedrückt. Ich hätte dafür wesneltich andere Worte in meinem Fundus...

Ich persönlich halte es wie @Desiderius Findeisen, in meiner Welt ist die Historica einfach nicht existent. Sie hat für mich keien Nennenswerten mehrwehrt, macht Dinge nicht wirklich besser oder durchdachter. Aber das ist - zu einem sehr kleinen Teil, meine persönliche Meinung. Im Grunde muss das halt jeder für sich entscheiden. Mein Aventurien kommt ohne dieses.... Buch... aus und wie gesagt, für mich persönlich gibt das Ding kein Mehrwehrt oder auch nur eine Sache die ich da von übernommen hätte, her.

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Ungelesener Beitrag von Tîp » 06.01.2021 00:12

@Zaidou ok, aber ich finde es eigentlich schon ziemlich nett eine Fülle an Lore zu haben. Das man das Ding um Abenteuer zu spielen nicht unbedingt braucht ist mir klar. Aber sowas wie die Dämonenkriege, die Unabhängigkeit vom Horasreich zum Mittelreich, Magierkriege und vor allem die ganzen mythischen Sachen rund um die Götter finde ich erstens interessant und zweitens sollte man das mal als Meister gehört haben. (Meiner Meinung nach)

Ich bin es einfach satt die kurzen Wiki-Einträge zusammen zu suchen und mich nur mit Dreizeilern informieren zu müssen (zumal interessiert es mich auch) :ijw:

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Ungelesener Beitrag von Hina » 06.01.2021 00:44

Kriegst Du alles besser und kanonischer hier. ;)

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Ungelesener Beitrag von Zaidou » 06.01.2021 01:48

Tîp hat geschrieben:
06.01.2021 00:12
vor allem die ganzen mythischen Sachen rund um die Götter finde ich erstens interessant und zweitens sollte man das mal als Meister gehört haben.
Und genau das ist einer meiner Kritikpunkte an der Historica. Es ist nur meine persönliche Meinung, aber die Historica hat gerade wenn es darum geht, meiner Meinung nach, absolut kein Mehrwert. Es wurde auf biegen und brechen versucht, Dinge die gar keine neuinterpretation bedurften, neu zu interpretieren. Dazu kommt, auch hier wieder meiner persönlichen Meinung nach, wurde nichts irgendwie besser gemacht, im Gegenteil.

Klar jeder sollte sich sein eigenes Bild machen, meiner Meinung nach, gehört das Werk aber definitiv ignoriert und in die Tonne geklopft.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 06.01.2021 03:58

Also, um auf deine beiden Fragen einzugehen:
1. ich persönlich finde die HA gelungen und auch durchaus hilfreich; da die Inhalte allerdings zu 95% "Hoheitswissen" sind, ist es fraglich, ob sie ein Muss sind.
2. Ich glaube nicht, dass die HA so schnell obsolet wird: Wenn ich mich nicht irre, wurde sie unter der Federführung der gegenwärtigen Redaktion verfasst; dass die darin befindlichen Inhalte so bald geretconned werden, ist also höchst unwahrscheinlich.

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Ungelesener Beitrag von Eloquent Erlenfold » 06.01.2021 08:07

Also ich Interpretiere Tîp als jemanden, der die alten DSA Setzungen nicht hat und sich daher nicht an den Retcons stört. Es ist wohl richtig, dass da viele Konflikte mit bisherigen Setzungen existieren aber die sind mir (als DSA 5 Einsteiger) nicht aufgefallen und ich habe auch keine auffälligen inkonsistenzen innerhalb des Buches mitbekommen. So wie ich das mitbekommen habe sind die größten Konflikte sowieso in der Alveraninterpretation und nachdem ich mich so ziemlich garnicht für die Götter interessiere kann ich sie nur empfehlen. Mir hilft sie sehr weiter, man kann immer sich der ausführlichen Quelle bedienen anstatt nur aus zusammengestückelten Dingen.
Tîp hat geschrieben:
05.01.2021 21:49
soll mich aber darauf einstellen das es sehr wahrscheinlich irgendwann eine für DSA 5 entwickelte Neuauflage
Ne einstellen würde ich nicht sagen. Nachdem man ja auf die HA aufbaut sehe ich 3 Dinge für wahrscheinlich:
1. Am Ende von DSA 5 (was sicher noch viele, viele Jahre brauchen wird) gibt es eine Neuauflage in der die neue Geschichtsschreibung fortgeführt wird.
2. Am Ende von DSA 5 gibt es eine komplett neue HA in der es wieder Retcons gibt.
3. Am Ende von DSA 5 gibts ein komplett neues neues Buch, welches nur die jüngere Geschichte behandelt.

So viel wie prä. HA zu post. HA wird sich aber sicher nicht ändern, ich glaube dazu haben sie den Hintergrund schon passend genug zusammengerückt.

Edi: aus 2 mach 3
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 07.01.2021 10:19

ChaoGirDja hat geschrieben:
05.01.2021 20:20
Kurz nach erscheinen von DSA5 heiß es sogar mal, das man mit der 5Ed. Teile der HA wieder zurückgenommen hätte... Aber da ich von 5 nichts habe, kann ich mir dazu kein eigenes Bild machen. Andere im Foren haben dem btw. auch gleich Widersprochen.
Ich wüsste nicht, was da zurück genommen worden sein sollte.

Mein Eindruck ist eher, dass die HA den Grundstein gelegt hat für den DSA-5-Metaplot: Eine ausführliche Beschreibung des Phänomens Karmakathäon.

Die HA wird deswegen so zwiespältig bewertet, weil sie viele Setzungen explizit oder auch neu gemacht hat, die zuvor bewusst vage gehalten waren. Ich würde da nichtmal von Retcons sprechen. Vor der HA existierten zur älteren Geschichte Deres hauptsächlich Sagen und Mythen - es gab kaum OT-Setzungen, was davon wahr und was falsch ist. Alle Spielenden und v.a. die SL in DSA1 bis 4.1 haben sich aus den Mythen und aus eigener Spekulation ihre eigene kosmologische Wahrheit gebastelt - oder damit gelebt, es halt nicht zu wissen. Die SC und NSC wussten es ja auch nicht. Dann kam zum Ende der DSA4-Ära die HA raus. Was zuvor nur vereinzelt angedeutet war, wurde jetzt mit Paukenschlag als zentrale kosmische Wahrheit zementiert: Es gab und gibt nicht nur 12 gute Götter, die in brüderlicher und schwesterlicher Einheit über Deren wachen - es gab und gibt viel mehr Götter und sie alle sind im ewigen Wettstreit um Macht. Und nebenbei definierte man die Entstehungsgeschichte diverser Spezien inklusive der Menschen.

Da waren alle empört, die sich zuvor ein anderes Bild der kosmischen Wahrheit gemacht hatten - oder die es gerade mochten, dass diese Wahrheit nicht greifbar war. Diese Empörung ist völlig verständlich. Das muss aber niemanden von der HA abschrecken, der eh mit DSA5 angefangen hat. Ich könnte mich nicht entsinnen, mal von einem DSA5-Einsteiger gehört/gelesen zu haben, der die HA doof fand. Und ich habe einiges dazu gelesen. Wenn es DSA5-Einsteiger-HA-Kritiker gibt, dann sind die auf jeden Fall in der Unterzahl. Wer keine vorgefertigten Absichten hat, kann von der HA nicht enttäuscht werden.

Ob man die HA dann gut findet, ist natürlich nochmal eine andere Frage.

Niemand braucht die HA. Das meiste des dortigen Geschichtswissens wird kein SC je wissen können und die lebenden (sterblichen) NSC, die über größere Teile davon bescheid wissen, kann man vermutlich an einer Hand abzählen (Pardona wäre wohl ne Kandidatin, aber die kann man auch ohne darstellen, sie erzählt das ja nicht rum).
Wer DSA5-Abenteuer leiten möchte, in denen die Rivalität der Götter eine Rolle spielt oder alte Geschichte bzw. alte Sagen, der kann wahrscheinlich davon profitieren, in der HA zu lesen, was nach offizieller Setzung die tatsächliche Wahrheit ist - v.a., wenn die SC lange gespielt werden sollen. Damit sichert man sich ab, dass erspieltes Wissen der SC auch noch zu den Abenteuern passt, welche die nächsten Jahre heraus kommen werden. Größere Retcons zum HA-Wissen erwarte ich die nächsten 10 Jahre ganz sicher nicht. Wie gesagt wurde die HA schon bewusst in Vorbereitung zum DSA-5-Metaplot ums Karmakathäon geschrieben.
Wer keine solchen Abenteuer spielt oder eh nur One Shots und/oder mit öfter wechselnden SC, der zieht wenig Gewinn für's Spiel. Und wer bezüglich Götterwelt und historischen Ereignissen lieber selbst kreativ ist, sollte vielleicht gerade die Finger davon lassen. Das vorgegebene Wissen kann sich auch einschränkend anfühlen bei Dingen, die man vielleicht lieber anders gehabt hätte in seinem eigenen Aventurien.



Ich persönlich habe glaube 2007 oder so mit DSA angefangen. Als die HA kam, steckte ich zwar schon tief in der aktuellen DSA-Lore drin, hatte aber gerade zur Geschichte und den Göttern keine festen Ansichten. Ich fand die HA großartig. Ich lese immer wieder gerne drin.

Ich muss aber auch zugeben, dass sie mir für mein Spiel bislang wenig gebracht hat. Als SL nix, weil ich keine passenden Abenteuer geleitet habe. Als Spielerin nur ein wenig bei meiner Namenlosgeweihten. Die hat die 13 Lobpreisungen des Namenlosen gelesen, hat Geschichtswissen 15 und Götter und Kulte 17. Der gestehe ich ein paar Bruchstücke der OT als wahr gesetzten kosmologischen Wahrheit zu - v.a. jene Teile, welche die 12 Götter in negativerem Licht da stehen lassen. Das hätte ich mir auch ohne HA so ähnlich zusammen reimen können. Aber es verleiht meinem Spiel eine gewisse Sicherheit, wenn ich eine Anhängerin des Bösen spielen kann, die aber tatsächlich Wahrheiten kennt, die allen anderen unbekannt sind - die in gewissen Teilen erleuchtet ist... und in anderen Teilen dafür umso verblendeter. :wink:
Regeln sind dazu da, dass man nachdenkt, bevor man sie bricht. // 92% MA, 63% ST, 58% TT, 50% PG

( o _
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 07.01.2021 11:16

@Advocatus Diaboli
So siehts aus.
Okay, es gab eine Menge Retcons dieser Art hier (https://en.wikipedia.org/wiki/Retroacti ... y#Addition), aber ansonsten wurden eigentlich kaum irgendwelche als unverrückbare Ingame-Realität gesetzte Fakten zurückgenommen - zumindest fallen mir keine ein. Was es allerdings gab, waren eine Menge Setzungen, die der Darstellung des Zwölfgötterkultes (im folgenden 12GK) widersprachen; und diese waren ja im Grunde das, was zu dem Zeitpunkt der "offiziellen Wahrheit" mangels irgendwelcher Alternativen am nächsten kam.

1. Die Relativierung des Silem Horas-Pantheons und damit indirekt auch die Infragestellung des 12GK als endgültiger Wahrheit: Wenn die Besetzung Alverans im 11. ZA nur einen temporären Zustand beschreibt und nicht etwa die einzigen "echten" Götter (die natürlich auch bis in alle Ewigkeit herrschen), dann ist das letztlich auf eine gewisse Weise auch eine Bestätigung aller anderen Religionen, die diese Besetzung nicht widerspiegeln - die waren nämlich vorher durchweg mehr oder weniger Fehlgeleitete, die nur die halbe Wahrheit kannten oder komplettem Unfug aufgesessen waren.
Damit verbunden war auch die Einführung komplett neuer Gottheiten, die vorher nur angedeutet waren, als Giganten galten (Mithrida, Sokramur, Kauca etc.), oder oder oder.

2. Die Infragestellung der 12GK-Darstellung der Götter als gütige Entitäten und Brüder und Schwestern, die sich im Großen und Ganzen alle lieb haben und nur gelegentlich untereinander konkurrieren. Wenn man bedenkt, wie fragwürdig diese Darstellung im Grunde seit 1985 ist (Praios hatte offenbar kein allzugroßes Problem damit, dass seine Anhänger versuchten, den Rondrakult zu vernichten, was dann doch mehr als nur gesunder Wettbewerb ist; und Efferd sah nichts besonders schlimmes an einem Massenmord, weil in der Stadt ein NL-Kult Fuß gefasst hatte), ist die Klarstellung, dass die Götter eben doch nicht so nett sind, eigentlich längst überfällig.

3. Die Widerlegung vieler Mythen und Erzählungen des 12GK als eindeutigen Unsinn (wie zB die Platzierung Rondras - die erst im 9. ZA auftauchte - auf den Zinnen Alverans im 2. ZA; oder der Mythos von Halbgöttern als Kinder anderer Götter).

Die Grundlage für diese Punkte wurde schon deutlich früher gelegt (so hatte zB UWW den Mythos der Entstehung Swafnirs angegriffen; oder DDZ die Ewiggültigkeit des Silem Horas-Edikts in Frage gestellt; dass Charypta nicht schon immer eine Erzdämonin war sondern tatsächlich eine göttliche Vergangenheit hatte wurde auch schon in den 90ern erwähnt etc.).
Ohne jetzt einen Einblick in die Interna der Redaktion zu haben, vermute ich, dass insbesondere DDZ eine große Rolle gespielt hat bei der Entscheidung, die Hintergrund-Lore vom Kopf auf die Füße zu stellen (zwischen DDZ und der HA liegen ja auch nur 3 Jahre) - schließlich begegnen einem ja gerade in dieser Erweiterung alle möglichen Dynamiken und Entwicklungen, die mit der Existenz eines harmonischen und ewiggültigen 12G-Alverans (+ Halbgötterkinder) kaum vereinbar sind, mit der eines volatilen, stetig im Wandel begriffenen und von Streit und Konflikt geprägten Götterhimmels dagegen sehr wohl.
Und ich denke auch, dass die Redaktion nach der positiven Aufnahme von DDZ (zumindest habe ich den Eindruck, dass die ganz gut ankam) dachte, dass die HA - die ja letztlich die DDZ-Setzungen bestätigt - deutlich besser ankommen würde.

Unterm Strich habe ich (obwohl ich ein Spieler der Frühzeit bin) einen Narren an der HA gefressen und sehe sie als gelungenen Ansatz an, der u.a. zum Ziel hatte, endlich mal alle konkurrierenden Mythen unter einen Hut zu kriegen - deswegen finde ich es auch schade, dass sie so schlecht angekommen ist.
Wenn ich allerdings mutmaßen müsste, was alles schlecht ankam...

1. Es wurde eine offizielle Faktenlage eingeführt statt Dinge wie zuvor im Dunkeln zu lassen.
2. Es wurden neue Setzungen eingeführt, die vorherigen Darstellungen widersprachen - ärgerlich für solche Runden, die sich daran gewöhnt hatten, Ingame-Quellen als Outgame-Fakten zu interpretieren.
3. Es kam zu einer gewissen "Profanisierung" der Götter, die nun mehr wie die kleinlichen und egoistischen Götter irdischer Mythen agierten als wie Wesen höherer Moral.
4. Manche Entitäten wurden übelst vernachlässigt (Rondra beispielsweise, Rur und Gror geht es noch schlimmer).
5. Verschiedene Setzungen klingen eher beknackt (Ogeron als Ursprung des Dämonensultans, der Nandus-Split, die Geschichte mit den karmalen Ankern etc.)

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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 07.01.2021 12:08

Hallo!

Den Ausführungen von Advocatus Diaboli und DnD-Flüchtling kann ich nur voll zustimmen.

Was man imho noch erwähnen kann, um deutlich zu machen, wie sehr umstritten diese Publikation bei Erscheinen war, ist dass es eigentlich zwei Versionen der HA gab.
Als die erste erschienen war, wurde die Kritik daran aber dermaßen überbordend, dass sich die Redaktion genötigt sah, diese erste Version zurückzurufen - man konnte sie mWn gegen die neue umtauschen lassen - und sie stark zu überarbeiten, um die daraus resultierende zweite Version zu publizieren.

Hauptkritikpunkt war, wie schon erwähnt wurde, dass Aventurien letztendlich eine vollständige Setzung der Zeitalter und der Götter erhielt und damit die Freiräume des Meisters diesbezüglich füllte, ohne dass wirklich jemand danach gefragt hatte.
Auch jedes Gefühl von Mystik ist damit im Bezug auf die Götter eigentlich nicht mehr zu erzeugen - die Spieler müssen ja nur in der HA nachschlagen, dann wissen sie, woran sie sind.

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Zuletzt geändert von Korwarin am 07.01.2021 13:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 07.01.2021 12:33

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
07.01.2021 11:16
Okay, es gab eine Menge Retcons dieser Art hier (https://en.wikipedia.org/wiki/Retroacti ... y#Addition), aber ansonsten wurden eigentlich kaum irgendwelche als unverrückbare Ingame-Realität gesetzte Fakten zurückgenommen - zumindest fallen mir keine ein.
Ich glaube der größte Retcon war, dass man die Nandus-Phex-Verwandschaft aufgebrochen hat, was zumindest in der G7 zu einigen, bis heute nicht gelösten Logikproblemen führt
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Ungelesener Beitrag von Kendor » 07.01.2021 12:36

Wurde nicht auch offiziell festgelegt, dass z.B. Ifirn nicht exisitert? Das wird den Spielern der doch einigermaßen beliebten Ifirngeweihten bestimmt nicht gefallen haben.

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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 07.01.2021 14:02

Nein, so weit ich weiß existiert Ifirn. Nandus gibt es nicht (mehr) nach der HA.
Aus der Erinnerung, grob wiedergegeben zu Nanuds und HA:
SpoilerShow
Nandus ist geplatzt wegen zu viel widersprüchlichen Wissen, aus ihm entstanden dann Hesinde und Amazeroth. Amazeroth war erst ein Gott, wegen mehr Wissen ging er dann freiwillig in die Niederhöllen und wurde Erzdämon.
Ähnlich endete es auch mit Nandus Alveranier, Der platze und wurde zu Rohal und Borbele.

Aber niemand weiß das Nandus nicht existiert, weil es noch "Restbestände" an Karma gibt die Nandus vor seinem Platzen angelegt hat, aus diesen Zisternen bekommen Nandusgeweihte ihr Karma und glauben es käme von Nandus der ja nicht mehr existiert.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 07.01.2021 14:12

Diese Karmaanker- und Spaltungs-Geschichte ist in der Tat eine der unglücklicheren Setzungen aus der HA.

Auch wenn ich bei letzterer sogar vermute, dass da tatsächlich die Nanduszwillinge mit hineinspielen - da man gesetzt hat, dass Götter keine Kinder kriegen, mussten die sich was anderes einfallen lassen, warum es einen bösen und einen guten Nandus-Alveraniar gibt.

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Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 07.01.2021 14:18

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
07.01.2021 14:12
da man gesetzt hat, dass Götter keine Kinder kriegen,
Auch das ist so nicht ganz richtig, es gibt immer noch Götterkinder. Ucuri ist immer noch von Praios erschaffen und Rondra spaltet im, ich glaube, 9ten Zeitalter Kor von sich ab, davor waren sie eine Entität. Was in der HA wirklich nicht mehr auftaucht ist, dass ein Gott von zwei Göttern (sprich einem Elternpaar) erschaffen wurde.
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Historia Aventurica! lohnt es sich noch?

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 07.01.2021 14:26

WeZwanzig hat geschrieben:
07.01.2021 14:18
Auch das ist so nicht ganz richtig, es gibt immer noch Götterkinder. Ucuri ist immer noch von Praios erschaffen und Rondra spaltet im, ich glaube, 9ten Zeitalter Kor von sich ab, davor waren sie eine Entität. Was in der HA wirklich nicht mehr auftaucht ist, dass ein Gott von zwei Göttern (sprich einem Elternpaar) erschaffen wurde.
Hieß es bei Ucuri nicht doch irgendwo, dass er nur Alveraniar oder irgendwas zwischen einer Gottheit und einem Alveraniar sei? Jedenfalls bin ich mir ziemlich sicher, dass er kein Gott ist wie die anderen Abspaltungsprodukte.

Und die göttliche Zellteilung sehe ich jetzt nicht so wirklich als Elternschaft in dem Sinne.

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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 07.01.2021 14:43

Letzten Endes ist es ja auch egal, weil die Sterblichen das eh nicht durchblicken werden.
Und bisher scheint sich bspw. Nandus nicht zu beschweren, Dass die Menschen denken, er sei das Kind von Hesinde und Phex.
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Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 07.01.2021 14:52

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
07.01.2021 14:43
Letzten Endes ist es ja auch egal, weil die Sterblichen das eh nicht durchblicken werden.
Es ist halt dann ein Problem, wenn eine Waffe, die sich gezielt gegen Phex richtet auch auf Borbarad, seinen "Enkel" anspringt.
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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 07.01.2021 15:05

WeZwanzig hat geschrieben:
07.01.2021 14:52
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
07.01.2021 14:43
Letzten Endes ist es ja auch egal, weil die Sterblichen das eh nicht durchblicken werden.
Es ist halt dann ein Problem, wenn eine Waffe, die sich gezielt gegen Phex richtet auch auf Borbarad, seinen "Enkel" anspringt.
Es ist nie ein Problem, wenn sich eine Waffe gegen Borbarad richtet ;)
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 08.01.2021 19:13

WeZwanzig hat geschrieben:
07.01.2021 12:33
Ich glaube der größte Retcon war, dass man die Nandus-Phex-Verwandschaft aufgebrochen hat, was zumindest in der G7 zu einigen, bis heute nicht gelösten Logikproblemen führt
Ah, okay. Das kann sein. G7 hab ich nie gespielt. Auch Phileasson nicht. Vielleicht stört mich deswegen die HA soviel weniger als viele meiner Generation (=Startedition). Ich nehme an, G7 hatte auch viel Potenzial für SL angeboten, Götterwirken selbst auszugestalten, ebenso die Phileassonkampagne. Wer das durch hat und mit der HA dann gesagt bekam, seine Auslegungen seien falsch... stelle ich mir schon auch frustrierend vor.
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Ungelesener Beitrag von Der löbliche Pilger » 11.01.2021 17:02

Zur ursprünglichen Frage:
Für mich ist die HA ein sehr, sehr nützliches Werk und ich bezweifle, dass der Inhalt sich in einer 5. Edition ändern wird. Die Ereignisse zwischen 1030 BF (bis dahin kommt die HA) und dem aktuellen inneraventurischen Datum 1045 BF (?) halten sich auch stark in Grenzen. Selbst in 10 Jahren wird nicht ausreichend Stoff vorhanden sein, um ein Erweiterungs-Heftchen damit zu füllen.

Somit legst du dir mit der HA ein Standardwerk zu, welches zeitlos ist.

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Ungelesener Beitrag von Tîp » 11.01.2021 19:26

Danke für die blühende Diskussion.
Korwarin hat geschrieben:
07.01.2021 12:08
Hauptkritikpunkt war, wie schon erwähnt wurde, dass Aventurien letztendlich eine vollständige Setzung der Zeitalter und der Götter erhielt und damit die Freiräume des Meisters diesbezüglich füllte, ohne dass wirklich jemand danach gefragt hatte.
Auch jedes Gefühl von Mystik ist damit im Bezug auf die Götter eigentlich nicht mehr zu erzeugen - die Spieler müssen ja nur in der HA nachschlagen, dann wissen sie, woran sie sind.
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
07.01.2021 11:16
1. Es wurde eine offizielle Faktenlage eingeführt statt Dinge wie zuvor im Dunkeln zu lassen.
Mal kurz so nebenbei. Das dort im HA Sachen drinstehen die vorherige eventuelle Mythen und ungeklärte Sachen nun tatsächlich genau aufbröckeln und schildern finde ich eigentlich ganz gut. Ich will mich nicht unbeliebt machen aber genau das hatte ich eigentlich von dem HA erhofft. Die Spieler sollen die HA ja auch nicht lesen :D.

2. Es wurden neue Setzungen eingeführt, die vorherigen Darstellungen widersprachen - ärgerlich für solche Runden, die sich daran gewöhnt hatten, Ingame-Quellen als Outgame-Fakten zu interpretieren.
3. Es kam zu einer gewissen "Profanisierung" der Götter, die nun mehr wie die kleinlichen und egoistischen Götter irdischer Mythen agierten als wie Wesen höherer Moral.
4. Manche Entitäten wurden übelst vernachlässigt (Rondra beispielsweise, Rur und Gror geht es noch schlimmer).
5. Verschiedene Setzungen klingen eher beknackt (Ogeron als Ursprung des Dämonensultans, der Nandus-Split, die Geschichte mit den karmalen Ankern etc.)

Ok das ist blöd!
Advocatus Diaboli hat geschrieben:
07.01.2021 10:19
Ich muss aber auch zugeben, dass sie mir für mein Spiel bislang wenig gebracht hat. Als SL nix, weil ich keine passenden Abenteuer geleitet habe. Als Spielerin nur ein wenig bei meiner Namenlosgeweihten. Die hat die 13 Lobpreisungen des Namenlosen gelesen, hat Geschichtswissen 15 und Götter und Kulte 17. Der gestehe ich ein paar Bruchstücke der OT als wahr gesetzten kosmologischen Wahrheit zu - v.a. jene Teile, welche die 12 Götter in negativerem Licht da stehen lassen. Das hätte ich mir auch ohne HA so ähnlich zusammen reimen können. Aber es verleiht meinem Spiel eine gewisse Sicherheit, wenn ich eine Anhängerin des Bösen spielen kann, die aber tatsächlich Wahrheiten kennt, die allen anderen unbekannt sind - die in gewissen Teilen erleuchtet ist... und in anderen Teilen dafür umso verblendeter.
aijaijai!!! Das hat dein Meister erlaubt? Auf sowas hätte ich auch mal bock! :devil: :devil: :devil:

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 11.01.2021 19:34

Der löbliche Pilger hat geschrieben:
11.01.2021 17:02
Zur ursprünglichen Frage:
Für mich ist die HA ein sehr, sehr nützliches Werk und ich bezweifle, dass der Inhalt sich in einer 5. Edition ändern wird. Die Ereignisse zwischen 1030 BF (bis dahin kommt die HA) und dem aktuellen inneraventurischen Datum 1045 BF (?) halten sich auch stark in Grenzen. Selbst in 10 Jahren wird nicht ausreichend Stoff vorhanden sein, um ein Erweiterungs-Heftchen damit zu füllen.

Somit legst du dir mit der HA ein Standardwerk zu, welches zeitlos ist.
Was ich auch noch anmerken möchte: Die HA hat mit wenigen Ausnahmen (der haarigste Fall war wohl die Auflösung der Verwandschaft zwischen Borbarad und Phex) tatsächlich keine eindeutigen Änderungen an der innerweltlichen Faktenlage vorgenommen: Es wurden nur solche Setzungen widerlegt oder richtiggestellt, die eindeutig Mythen (und damit eben keine Fakten) waren. Würde man jedoch irgendwann in der Zukunft einen neuen Band herausbringen, der die HA widerlegt, wäre das schon problematischer.

Was ich mir allerdings vorstellen könnte, wäre eine "Historica Aventurica 3.0", die die Inhalte der HA nochmal aufbereitet, aber auch Lücken auffüllt: Die HA erwähnt ja eine Menge Götter, konzentriert sich aber auf einige wenige Akteure (Praios, der Namenlose, Charypta, Nandus, Phex, Tsatuaria dürften die am häufigsten genannten sein bzw diejenigen Akteure, die tatsächlich agieren und Ziele haben und nicht nur reine Statistenrollen übernehmen), während andere entweder nur Deko sind oder erst relativ spät auftauchen - und es gibt nicht wenige Götter, die durchaus eine breitere Behandlung verdient hätten*; ebenso wie eine Behandlung der Spielwelt über Aventurien hinaus.

Wenn die HA generalüberholt würde, dann würde es wohl am meisten Sinn machen, daraus einen Zweiteiler zu machen: Einmal einen Band, der die ersten zehn Zeitalter behandelt - und zwar ausführlicher als sie in der HA präsentiert wurden - sowie beim elften die Schauplätze außerhalb Aventuriens anspricht (also u.a. die ganze Geschichte Myranors, Uthurias und Tharuns abdeckt); und dann einen zweiten, der sich um die "spielrelevante" Geschichte kümmert, nämlich das 11. Zeitalter in Aventurien, inklusive lebendiger Geschichte.
Allerdings glaube ich nicht dran - zum einen sieht es eher nicht so aus, als hätte Ulisses besonders viel Kapazitäten frei (und ich weiß auch nicht, wie es mit den Rechten an den Inhalten für Tharun und Myranor aussieht, wenn die von externen Verlagen kreiert wurden), und zum anderen haben sie sich ja mit der Historia Aventurica bereits ordentlich auf die Nase gelegt: Ich glaube jedenfalls nicht, dass die unentgeltliche Bereitstellung einer generalüberholten Version für alle Käufer der 2014er HA so günstig war.


* Fragen wie zB folgende: in welcher Verbindung stehen Rondra und Mithrida? Wie ist Brazoragh aufgetreten, wenn er sich nicht an die Orks wandte - Zirraku hat ja eine ganz andere Darstellung? Haben Mailam Rekdai und Orvai Kurim auch was gemacht, oder nur Federn in die Luft geblasen? Was ist die Verbindung von Arkan'Zin und Blakharaz bzw. hat Arkan'Zin allgemein überhaupt was gemacht? Was machte Raschtul die ganze Zeit (wenn man "Die Stadt des Toten Herrschers" als Kanon nimmt, war er ja bereits vor der Geburt von Rashtul al-Sheik aktiv)? Und so weiter.
Tîp hat geschrieben:
11.01.2021 19:26
Mal kurz so nebenbei. Das dort im HA Sachen drinstehen die vorherige eventuelle Mythen und ungeklärte Sachen nun tatsächlich genau aufbröckeln und schildern finde ich eigentlich ganz gut. Ich will mich nicht unbeliebt machen aber genau das hatte ich eigentlich von dem HA erhofft. Die Spieler sollen die HA ja auch nicht lesen :D.
Versteh mich nicht falsch, mir gehts genauso (zumal die die "generalüberholte" Geschichte besser finde als das, was wir vorher wussten) - und die HA hat sowas dänikenmäßiges, wie sie die bisher unbekannten Geheimnisse der Geschichte aufdeckt, dass ich ganz unterhaltsam finde ;)

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