Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 30.10.2020 21:02

Resets oder zumindest harte Retcons, die nur selten (gut, wenn überhaupt...) begründet sind und einen Orkensturm gabs doch erst vor kurzem.

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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 30.10.2020 23:39

Also ein Reset bis zum Orkensturm halte ich doch für sehr absurd. Ich weiß, DSA3 hat seine Fans, für die alles post Borbarad Ketzerei ist...

Aber 27 OT Jahre und 30 IT Jahre zu streichen... Halte ich für keine gute Idee.

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Lafayette
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Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Ungelesener Beitrag von Lafayette » 31.10.2020 08:52

Satinavian hat geschrieben:
29.10.2020 12:32
Aber 27 OT Jahre und 30 IT Jahre zu streichen... Halte ich für keine gute Idee.
Ich seh den Unterschied zu einem Reset 1020 BF nicht, um ehrlich zu sein.

Ich fände einen Reset oder Zeitsprung, bei dem man dann mal ein paar Dimensionen anpasst sehr gut, aber ich traue es der aktuellen Redax schlicht nicht, dass auch nur ansatzweise hinzubekommen.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 31.10.2020 09:02

Lafayette hat geschrieben:
31.10.2020 08:52
Satinavian hat geschrieben:
29.10.2020 12:32
Aber 27 OT Jahre und 30 IT Jahre zu streichen... Halte ich für keine gute Idee.
Ich seh den Unterschied zu einem Reset 1020 BF nicht, um ehrlich zu sein.

Ich fände einen Reset oder Zeitsprung, bei dem man dann mal ein paar Dimensionen anpasst sehr gut, aber ich traue es der aktuellen Redax schlicht nicht, dass auch nur ansatzweise hinzubekommen.
Also die G7 hat schon sehr deutlich Dinge verändert

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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 31.10.2020 09:05

Ich denke man muss sich vom Gedanken lösen, dass ein Reset das gleiche Aventurien nur in anders produziert.

Tatsächlich wäre es eine Neukonzeption mit Ähnlichkeiten und Anlehnungen aber keine Fortschreibung bzw. Änderung.

Also nicht DSA 6 sondern DSA 1 Neu. DSA 1 - 5 wird dann zu DSA Legends oder sowas.

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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 31.10.2020 11:25

Warum sollte man so etwad wollen?

Im Prinzip bräuchte es das, was die HA zumindest versucht hatte: Eine unendlich mühselige Lektüre aller Regionalbesvhreibungen u. Ä. Von dsa1-5.

Schauen, wo es zwischen Editionen Unstimmigkeiten oder gar Retcons gab, oder wo ABoten oder Abenteuer sich nicht an die Regionalbeschreibungen gehalten haben.

Dann unter pauschaler Priorität der älteten/ältesten Texte Retcons streichen oder so umschreiben, dass sie doch mit den DSA 1-2 Weltbesvhteibungen zusammenpassen.

Dann noch mal übetlegen, was die Autoren der ersten Generation als kosmologischen Entwurf wollten und schauen: Passen dinge wie das Karmakothäon oder dass Nandus nicht Hesindes 'Kind' /Abspaltunf ist, usw. Wirklich nach Aventurien?

Usw.

Ein Reset - also ein großanfelegtet Oberretcon - wäre absolut katastrophal

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Lafayette
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Ungelesener Beitrag von Lafayette » 31.10.2020 11:51

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
31.10.2020 11:25
Ein Reset - also ein großanfelegtet Oberretcon - wäre absolut katastrophal
Mit der aktuellen Redax auf jeden Fall, aber so grundsätzlich sehe ich das Problem an einem Reset nicht.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
31.10.2020 11:25
Warum sollte man so etwad wollen?
Keine Ahnung, vllt weil man eine vernünftig durchdachte Welt aus einem Guss haben will?
Bei DSA ist da Hopfen und Malz verloren, aber darüber spekulieren kann man ja trotzdem.
Aventurien passt einfach hinten und vorne nicht zusammen.
Versteh mich bitte nicht falsch, es macht Spaß, sonst würde ich es nicht bespielen, auch wenn ich Ilaris bevorzuge.
Aber ich kann mich vor den absolut offensichtlichen Unstimmigkeiten nur schwer verschließen - am einfachsten ist es, wenn man nur ein Setting bespielt, aber eine "heute Brabak, morgen Paavi" Spielweise stößt da meiner Erfahrung nach schnell auf die Unstimmigkeiten.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
31.10.2020 11:25
Dann noch mal übetlegen, was die Autoren der ersten Generation als kosmologischen Entwurf wollten
Wieso ist eigentlich wichtig, was irgendwelche Leute in den 80ern dazu gesagt haben? Sonst wurde ja auch so ziemlich alles aus DSA 1 geretconnt.
zB Sklaverei im Mittelreich, das Geschlecht gewisser Herrscher sowie Rohan und der Besucher von Riegel VII.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 31.10.2020 12:44

Lafayette hat geschrieben:
31.10.2020 11:51
Mit der aktuellen Redax auf jeden Fall, aber so grundsätzlich sehe ich das Problem an einem Reset nicht.
Also du meinst, außer einer harten Spaltung der DSA-Community in Post-Cut und Cut, was nochmal ein deutlich härterer Cut wäre, als ob jetzt 4.1 oder 5?

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Ungelesener Beitrag von Lafayette » 31.10.2020 13:11

Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 12:44
Lafayette hat geschrieben:
31.10.2020 11:51
Mit der aktuellen Redax auf jeden Fall, aber so grundsätzlich sehe ich das Problem an einem Reset nicht.
Also du meinst, außer einer harten Spaltung der DSA-Community in Post-Cut und Cut, was nochmal ein deutlich härterer Cut wäre, als ob jetzt 4.1 oder 5?
Ja, steht da doch.
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Ungelesener Beitrag von Wight » 31.10.2020 13:41

Ein solcher Cut würde vermutlich die vertreiben, die still schweigen und mit dem Setting als Hintergrund im Wesentlichen einverstanden sind (und sich deswegen in solche Diskussionen einmischen).
Die Diskussion über einen solchen Cut/Reset sollten die Interessierten aber in einen separaten Strang ausgliedern.

Hier sollte es doch darum gehen
toedlicherErnst hat geschrieben:
11.10.2016 23:09
wie die geneigten Foristen die letzten [n] DSA-Jahre bewerten würden

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Timonidas
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Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Ungelesener Beitrag von Timonidas » 31.10.2020 14:31

Ein Reset im Sinne von einer Weltverändernden Kampagne würde ich mir auch wünschen, ein Reset im Sinne von Ausradierung der letzten 30 Jahren DSA Geschichte wäre aber ein riesiger Reinfall. Damit würde DSA sein Alleinstellungsmerkmal verlieren.

Was auch nice wäre wäre mehr Mut bescheuerte Setzungen aus der DSA Frühzeit zu retconnen. Man ist ja heute schon fleißig dabei vieles zu ignorieren was früher gesagt wurde, solche unnötigen Sachen wie die Größe Aventuriens sollte eigentlich ohne Probleme geändert werden können, da habe ich kein Verständnis warum man sich davor drückt.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 31.10.2020 14:34

Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 14:31
Was auch nice wäre wäre mehr Mut bescheuerte Setzungen aus der DSA Frühzeit zu retconnen.
Beispiele?

Also außer der Größe des Kontinents?
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 14:31
Ein Reset im Sinne von einer Weltverändernden Kampagne würde ich mir auch wünschen, ein Reset im Sinne von Ausradierung der letzten 30 Jahren DSA Geschichte wäre aber ein riesiger Reinfall.
Selten, aber hier sind wir tatsächlich mal einer Meinung.

Zumal mit der Zeitenwende, sich veränderndem Sternenhimmel und allem drumherum ja mehr als genug Potential für massive Settingänderungen im Raum stehen.

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Timonidas
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 31.10.2020 15:02

Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 14:34
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 14:31
Was auch nice wäre wäre mehr Mut bescheuerte Setzungen aus der DSA Frühzeit zu retconnen.
Beispiele?

Also außer der Größe des Kontinents?
Verbot für Frauen Kaiser zu werden. "Torsionswaffen" (die physikalisch keinen Sinn ergeben) als Ersatz für einfache Feuerwaffen. Die größte Stadt des Kontinents ohne Fluss. Kindermordende Amazonen die Karma von Rondra bekommen. 99% der Bevölkerung des Kontinents sprechen eine von zwei Sprachen.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 31.10.2020 15:13

Das mit dem Kaiser und den Amazonen wurde doch bereits geretconnt.
Und die Torsionswaffen sind irgendwie cool.
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

Bin ich froh DSA5 zu spielen. Nicht mehr alle Kämpfer waren in der Fasarer Arena!

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Aus Liebe zu Aventurien ertrage ich die Regeln.
... Sc*** Steigerungsregeln (4.1)
....Sc*** Kampfregeln

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 31.10.2020 15:13

Also, wenn ich es recht sehe: es sollen einige Änderungen durchgeführt wo die meisten Spieler entweder ein "Ist mir doch egal" oder "Habe ich bereits in meiner Runde geändert" sagen, gleichzeitig sollen einige hunderte Arbeitsstunden für die Aufarbeitung alles bisher erschienenden Materials durchgeführt werden und das muss dann auch auf kaufwillige Leute treffen. Und das müssen wirklich viele kaufwillige Leute sein und ich befürchte, für eine Änderung der Spielwelt alleine werden sich jetzt nicht viele berufen sehen, wieder einige hunderte Euros zu investieren.
Und gleichzeitig wird dann auch vorausgesetzt, das sofort alle Spieler ihre alten Chars, ihre Erlbenisse und Co. schlichtwegs "vergessen" damit sie auf Aventurien 6.1 komplett bei 0 anfangen?
Haben wir noch den Wunsch, das am besten alle Bücher innerhalb eines Jahrzehntes erscheinen?

Hört sich nach einen großartigen Plan an.. zum glück gibt es Spielewelten wo sich die Welt nicht plötzlich ändert weil ein Spieler mit irgendetwas nicht zufrieden ist.
Das Stockholm-Syndrom ist eine anerkannte Methode um neue Freundschaften zu schließen.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 31.10.2020 15:16

Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 15:02
Verbot für Frauen Kaiser zu werden.
Wurde mittlerweile aufgehoben, ist somit nicht mehr Gesetz im Mittelreich. Mit Rohaja von Gareth sitzt aktuell sogar eine Kaiserin auf dem Thron. Maßgeblich hierfür war glaube ich Brin von Gareth.
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 15:02
"Torsionswaffen" als Ersatz für einfache Feuerwaffen.
Lass den Briefspielern und Musketier-Fans ihre Gewehre und Pistolen. Schwarzpulver braucht man aber in DSA schlicht nicht. Wir brauchen da echt nicht noch die profane Variante von Bombenplots.
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 15:02
Die größte Stadt des Kontinents ohne Fluss.
Du wärst erstaunt, was man mit genügend Zisternen und Brunnen alles anstellen kann. In der Garethbox gibt es übrigens eine sehr ausführliche Erklärung dafür. Mit dem Silk, einem der Zuflüsse der Natter (Ein Zufluss des Darpat), gibt es übrigens einen recht berühmten Fluss in oder um Gareth. Diese dürfte je nach Wasseraufkommen auch für die Versorgung nutzbar sein.
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 15:02
Kindermordende Amazonen die Karma von Rondra bekommen.
Wie schon in anderen Threads mehrfach und ausführlich erwähnt: Das waren Gesetzgebungen in der Vergangenheit. Schon "Die Göttin der Amazonen" hat diese Setzung nicht mehr drin stehen. Etwaige Söhne werden auf den Gehöften oder umliegenden Dörfern großgezogen.
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 15:02
99% der Bevölkerung des Kontinents sprechen eine von zwei Sprachen.
Für das mittelalterliche und frühneuzeitliche Europa ist das mit Latein, Deutsch und Französisch weitgehend auch der Fall. Auch hier übrigens durch Heiratspolitik, Kulturaustausch und Hegemonialbestrebungen Frankreichs (ab ca. 1200), dem Römischen Reich (vornehmlich bis 1250) oder der katholischen Kirche.
Außerdem... brauchen wir ernsthaft noch mehr Sprachen, als es jetzt schon im Regelwerk gibt?

Hummelpilot
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Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Ungelesener Beitrag von Hummelpilot » 31.10.2020 15:37

Ich persönlich gehöre zu denen die Widersprüche sobald sie den Spielern auffallen intern entscheide, habe also wie so viele andere ein eigenes Aventurien mit kleineren Abweichungen zum offiziell beschriebenen.
Ich finde die aktuelle Situation des Sternenfalls aber auch schwierig: Es finden gerade Prozesse zwischen Entitäten statt für die Zeit kaum eine Rolle spielt. Jahre bedeuten den Göttern nichts mehr als für die Menschen Minuten. Deshalb laufen die Prozesse in und um Alveran (verständlicherweise) langsam ab. Angekündigt ist es aber als Zeitalter großer Umwälzungen. Aus den vorher genannten Gründen laufen diese Umwälzungen aber für menschliche Verhältnisse sehr langsam ab. Aus meiner Sicht hätte also für DSA5 ein Schritt sinn gehabt, dass die Welt 100 oder noch mehr Jahre in die Zukunft springt und das Ergebniss dieser Umwälzungen mitgeteilt wird. In der Welt danach passen sich dann die Reiche der Menschen und anderen Völker an diesen neuen himmlischen Status Quo an. Dabei ist genug platz für Konflikte und Reibungen. Auch die langsam niedergehenden Völker der Zwerge und Elfen könnte man massiv mit einbeziehen. Diese Chance auf einen Neuanfang ohne altes wegzuwerfen wurde leider vertan. Drüber gefreut hätte ich mich sehr.

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Ungelesener Beitrag von Lafayette » 31.10.2020 15:50

Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 12:44
Du wärst erstaunt, was man mit genügend Zisternen und Brunnen alles anstellen kann. In der Garethbox gibt es übrigens eine sehr ausführliche Erklärung dafür. Mit dem Silk, einem der Zuflüsse der Natter (Ein Zufluss des Darpat), gibt es übrigens einen recht berühmten Fluss in oder um Gareth. Diese dürfte je nach Wasseraufkommen auch für die Versorgung nutzbar sein.
Das ist nicht richtig. Gareth wird über ein Feen-Aquädukt samt Geheimkult versorgt - vmtl weil den Machern der Box aufgefallen ist, was da für ein Blödsinn aufgeschrieben wurde.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 31.10.2020 15:55

Die berechtigte Frage ist dabei halt: Wie unterscheidet sich ein "Wir streichen das alles" von einem "Wir verschieben es weit in die Vergangenheit der aktuellen Spielzeit"?

Ich stimme dir ja durchaus zu, dass ein Zeitsprung zu Beginn von DSA 5, etwa an das Ende der Regentschaft Rohajas oder anderer wichtiger Zäsuren, eine interessante Idee gewesen wäre, mit der sich auch viele der Neuerungen von 5 hätten erklären lassen. Seien es die Zauberbarden, neue Zauber oder Rituale, etc.

Alle Vorteile können aber leider den Nachteil der Idee nicht wirklich abfedern: Das Aventurien wäre für alle Spieler ein neues, in dem sie sich weder in der aktuellen Politik auskennen, ja vielleicht sogar nicht mal mehr in Geographie und/oder Religion. Stell dir dafür einfach mal vor, ein Mensch von 1910 würde nach 2010 versetzt. Natürlich wäre er immer noch im selben Land, aber es wäre ihm völlig fremd(artig). Ähnlich stünde es bei einem Zeitsprung von zu großer Dauer.

Zumal solche Zeitsprünge, selbst wenn sie nur 40-50 Jahre dauern würden, die Frage aufwerfen würde, ob man nicht auch Abenteuer für die Zwischenphase schreiben könnte. Und am besten auch Botenartikel, Regionalbeschreibungen, etc. Und dann fällt das ganze halt sehr schnell in sich zusammen.


Tatsache dürfte leider sein, dass DSA sowohl durch einen rabiaten Cut oder Reset, als auch durch einen zu großen Zeitsprung seinen wichtigsten Markenkern opfern würde: Die lebendige Geschichte.

Lafayette hat geschrieben:
31.10.2020 15:50
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 12:44
Du wärst erstaunt, was man mit genügend Zisternen und Brunnen alles anstellen kann. In der Garethbox gibt es übrigens eine sehr ausführliche Erklärung dafür. Mit dem Silk, einem der Zuflüsse der Natter (Ein Zufluss des Darpat), gibt es übrigens einen recht berühmten Fluss in oder um Gareth. Diese dürfte je nach Wasseraufkommen auch für die Versorgung nutzbar sein.
Das ist nicht richtig. Gareth wird über ein Feen-Aquädukt samt Geheimkult versorgt - vmtl weil den Machern der Box aufgefallen ist, was da für ein Blödsinn aufgeschrieben wurde.

Ja, weil "Wir haben tiefe Brunnen von Zwergen bohren lassen und wegen der nahen Flüsse guten Anschluss an Grundwasser" ja auch zu langweilig gewesen wäre. Sowohl der Silk, als auch die Wasserspeicher im Boden, bedingt durch die nahen Auenlandschaften, sprechen sehr deutlich für genug Wasser.

Außerdem schließt sich "Flussversorgung" und "Feen-Aquädukt", sowie "Tiefe Brunnen" nicht aus.
So die Garethbox da widerspricht... sehe ich das Problem eher bei der Garethbox als der generellen Beschreibung.

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Ungelesener Beitrag von Leta » 31.10.2020 15:59

Ein Reset/Reboot/Zeitsprung vergrault immer Spieler.

Und ich sehe nicht was ein solcher besser machen sollte. DSA/Aventurien ist so erfolgreich WEIL es so viele verschiedene Settings bietet, WEIL es eine lebendige Geschichte hat usw.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 31.10.2020 16:04

Assaltaro hat geschrieben:
31.10.2020 15:13
Das mit dem Kaiser und den Amazonen wurde doch bereits geretconnt.
Dass Frauen nicht Kaiser werden durften wurde erklärt, nicht geretconned. Setzung ist immer noch, dass sie das seit Raul nicht durften.
SpoilerShow
Die nachträglich eingefügte Begründung ist: Raul war Tulamide und hat vor seinem kulturellen Hintergrund sich gedacht: "Hela? Typisch, welcher Idiot lässt auch eine Frau an die Regierung, das kann ja nicht gutgehen sowas."

Lafayette hat geschrieben:
31.10.2020 11:51
Wieso ist eigentlich wichtig, was irgendwelche Leute in den 80ern dazu gesagt haben? Sonst wurde ja auch so ziemlich alles aus DSA 1 geretconnt.
zB Sklaverei im Mittelreich, das Geschlecht gewisser Herrscher
Sklaverei ist mW im Mittelreich immer noch legal. Nur das Halten von Menschen als Sklaven ist illigal. Nichtmenschen dürfen versklavt werden und werden das auch hin und wieder.
Ansonsten ist das eher ein Darstellungsproblem, wie sowas dann in Abenteuern, Stadtbeschreibungen, im Boten, bei NSCs und so aufgegriffen wurde.
Bei Zwergen gab es immer schon Schuldsklaverei, aber wurde jemals irgendwo ein solcher Schuldsklave erwähnt?
Goblins oder Orks als Sklaven irgendwo auf dem Feld, im Steinbruch, etc sind rechtlich immer möglich gewesen, aber seltenst aufgegriffen worden.

Davon abgesehen, was hätte man denn als neuen Zustand nach dem Reset auf die 80er? Ein alles dominierendes Mittelreich mit großem stehendem Heer und gutem Geheimdienst, wo eher keine Helden benötigt werden, sondern man sich fragt, warum die nicht mal einfach ins Orkland einrücken und die Orks ausrotten. Einige Randkulturen wie Maraskan, Gjalsker, Fjarninger oder sogar Aranien würden gar nicht existieren, die anderen wären mindestens so bedeutungslos wie heute.
Toll?

Man hat doch, soweit ich das mitbekommen habe, das Mittelreich auch deswegen geschwächt und zerteilt, weil in dieser "heilen Welt" eigentlich kaum zu begründen war, wofür bei dem gut funktionierenden Staatsapparat noch Abenteurer gebraucht werden sollten.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 31.10.2020 16:06

Assaltaro hat geschrieben:
31.10.2020 15:13
Das mit dem Kaiser und den Amazonen wurde doch bereits geretconnt.
Achso ok ich dachte es wäre innerweltlich verändert worden. Torsionswaffen finde ich aber nicht vool, zumindest nicht bei Pistolen und Gewehren, die Vorstellung allein ist albern finde ich.
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 15:16
Wurde mittlerweile aufgehoben, ist somit nicht mehr Gesetz im Mittelreich. Mit Rohaja von Gareth sitzt aktuell sogar eine Kaiserin auf dem Thron. Maßgeblich hierfür war glaube ich Brin von Gareth.
Ist mir schon klar dass es nicht mehr gilt, dass es vor 15 Jahren galt ist trotzdem schwachsinn.
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 15:16
Lass den Briefspielern und Musketier-Fans ihre Gewehre und Pistolen. Schwarzpulver braucht man aber in DSA schlicht nicht. Wir brauchen da echt nicht noch die profane Variante von Bombenplots.
Das Verb Brauchen ist völlig hirnrissig in diesem Zusammenhang. DSA braucht auch keine logisch konsistente Welt, wäre aber trotzdem nett. Also lass doch den Musketierfans ihre Musketen und den Pistolero Fans ihre Pistolen anstatt sie mit schwachsinnigen Steinschleudern auszustatten die mehr Schaden machen als Pfeil und Bogen.
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 15:16
Für das mittelalterliche und frühneuzeitliche Europa ist das mit Latein, Deutsch und Französisch weitgehend auch der Fall.
Falsch. In Europa gab es bereits im Mittelalter zahlreiche verschiedene Sprachen, Latein (im Mittelalter) bzw. Französisch (Frühneuzeit) waren Elitensprachen die vom Großteil der Bevölkerung nicht gesprochen wurden. Die Deutsch Sprecher des Mittelalter konnten sich untereinander teilweise nicht verstehen. In Aventurien kommt man von Riva bis Al'Anfa mit Garethi zurecht. Unabhängig von Bildungstand und Situation.
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 15:16
Außerdem... brauchen wir ernsthaft noch mehr Sprachen, als es jetzt schon im Regelwerk gibt?
Jein, das Problem ist dass die meisten Sprachen völlig nutzlos sind weil sie von 2 oder 3 Personen gesprochen werden. Es wäre ein leichtes verschiedenen Kulturen eigene Sprachen zu geben, warum muss Maraskani ein Garethi Dialekt sein? Warum können Bornländisch oder Charypto keine eigenen Sprachen sein? Ich bin mir ziemlich sicher dass nach 1000 Jahren getrennter Entwicklung nur noch wenige Gemeinsamkeiten bestehen dürften. Ich verstehe schon warum man das gemacht hat, man wollte halt eine moderne globalisierte Welt in der man ohne Schwierigkeiten herumreisen kann, nur stört das massiv dem flair einer scheinbar mittelalterlichen Welt wenn man bei einer Weltreise kein einziges mal Übersetzer braucht.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 31.10.2020 16:29

chizuranjida hat geschrieben:
31.10.2020 16:04
Dass Frauen nicht Kaiser werden durften wurde erklärt, nicht geretconned. Setzung ist immer noch, dass sie das seit Raul nicht durften.
Halte ich für einen Mythos, siehe Krönung von Rohaja von Gareth. Deutlich vor einer Hochzeit
chizuranjida hat geschrieben:
31.10.2020 16:04
Sklaverei ist mW im Mittelreich immer noch legal. Nur das Halten von Menschen als Sklaven ist illigal. Nichtmenschen dürfen versklavt werden und werden das auch hin und wieder.
Ansonsten ist das eher ein Darstellungsproblem, wie sowas dann in Abenteuern, Stadtbeschreibungen, im Boten, bei NSCs und so aufgegriffen wurde.
Vielleicht auch ein Problem einiger Autoren und etwaiger Unkenntnis über den rechtlichen Zustand "Unfrei". Orkische Arbeitssklaven im Mittelreich (etwa Hartsteen) sind laut Satzung Kriegsgefangene, leisten also Strafarbeit und keine Sklavenarbeit.
chizuranjida hat geschrieben:
31.10.2020 16:04
Man hat doch, soweit ich das mitbekommen habe, das Mittelreich auch deswegen geschwächt und zerteilt, weil in dieser "heilen Welt" eigentlich kaum zu begründen war, wofür bei dem gut funktionierenden Staatsapparat noch Abenteurer gebraucht werden sollten.
Was eigentlich ein Faszinosum an sich darstellt. Selbst mit funktionierender Obrigkeit und stehendem Heer gibt es immer noch mehr als genug potentielle Abenteuerquellen. Dass diese für "Big epic Plot"-ABs ignoriert werden, ist vermutlich eher ein Problem.

Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 16:06
Ist mir schon klar dass es nicht mehr gilt, dass es vor 15 Jahren galt ist trotzdem schwachsinn.
Meinst du da nun IT oder OT?
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 16:06
Das Verb Brauchen ist völlig hirnrissig in diesem Zusammenhang. DSA braucht auch keine logisch konsistente Welt, wäre aber trotzdem nett. Also lass doch den Musketierfans ihre Musketen und den Pistolero Fans ihre Pistolen anstatt sie mit schwachsinnigen Steinschleudern auszustatten die mehr Schaden machen als Pfeil und Bogen.


Bitte auf die Wortwahl achten, danke. Und Sprengstoff und Schwarzpulver ziehen halt deutlich mehr nach sich, als einfach nur Pistolen/Musketen.
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 16:06
Falsch. In Europa gab es bereits im Mittelalter zahlreiche verschiedene Sprachen, Latein (im Mittelalter) bzw. Französisch (Frühneuzeit) waren Elitensprachen die vom Großteil der Bevölkerung nicht gesprochen wurden. Die Deutsch Sprecher des Mittelalter konnten sich untereinander teilweise nicht verstehen. In Aventurien kommt man von Riva bis Al'Anfa mit Garethi zurecht. Unabhängig von Bildungstand und Situation.
Die gibt es in Aventurien auch, jedoch hat sich, ähnlich wie im irdischen Mittelalter (Hochmittelalter und Spätmittelalter, versteht sich), durchaus eine Verkehrssprache entwickelt. Dass eine Verständigung bereits im nächsten Dorf kaum mehr möglich war, ist übrigens ein Mythos, der in der frühen Neuzeit als Profilierung gegenüber dem "ach so rückständigen Mittelalter" aufkam. Es gab durchaus regionale Unterschiede, die waren aber in der Regel eher im Vokabelbereich angesiedelt (Fleischhauer statt Metzger, etc).
Vor allem der Fernhandel bildete 3-4 nahezu europaweite Verkehrssprachen aus, die von Novgorod, über Bergen, London, bis nach Mailand und Byzanz verstanden wurden.

Wenn, müsste man für DSA also vielleicht noch eine 3. Sprache hinzufügen, damit es vollkommen ausreichend ist. Abenteurer würden dann neben ihrer Heimatsprache noch eine oder zwei der Verkehrs- und Handelssprachen beherrschen. Eine Änderung in Richtung noch mehr Detail fände ich hier fürs Spielgeschehen aber eher hinderlich. Mit am Ende 50-60 Sprachen mag man die Regionalvielfalt hochhalten, aber ein Mehrgewinn liegt darin nur sehr bedingt.
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 16:06
Es wäre ein leichtes verschiedenen Kulturen eigene Sprachen zu geben, warum muss Maraskani ein Garethi Dialekt sein?
Tun sie nicht. Siehe WdH. Maraskan hat regeltechnisch Garethi, jedoch mit unzähligen Lehnwörten, Verschleifungen, etc aus anderen Sprachen.
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 16:06
Ich verstehe schon warum man das gemacht hat, man wollte halt eine moderne globalisierte Welt in der man ohne Schwierigkeiten herumreisen kann, nur stört das massiv dem flair einer scheinbar mittelalterlichen Welt wenn man bei einer Weltreise kein einziges mal Übersetzer braucht.
Dann verstehst du (zumindest meiner Sichtweise nach) das Problem aber falsch. Moderne, globalisierte Welt ist da gar nicht der Punkt. Spielbarkeit, Interaktionsmöglichkeit und Verzicht auf zu detailliertes Minimanagment bei Sprachen, ist eher der Punkt. Immer dran denken: Sprachbarrieren gelten auch für Helden. Mit 3-4 Großsprachen findet man als Held deutlich eher Leute für Abenteuer in der Fremde (aka Mitspieler), als wenn man nur seine eigene Sprache kann und für alles und jeden einen Übersetzer braucht.

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Timonidas
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Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Ungelesener Beitrag von Timonidas » 31.10.2020 16:56

Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 16:29
Bitte auf die Wortwahl achten, danke. Und Sprengstoff und Schwarzpulver ziehen halt deutlich mehr nach sich, als einfach nur Pistolen/Musketen.
Äh mein nicht wirklich. Erstens kann man einfasch Sprengstoff weg lassen, und zweitens kann man damit auch nicht mehr machen als mit Magie sowieso nicht schon möglich wäre. Es würde die Logik der Welt jedenfalls nicht mehr bröckeln lassen als Caldofrigo Atombomben.
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 16:29
Dass eine Verständigung bereits im nächsten Dorf kaum mehr möglich war, ist übrigens ein Mythos, der in der frühen Neuzeit als Profilierung gegenüber dem "ach so rückständigen Mittelalter" aufkam.
Wer behauptete das den?
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 16:29
Vor allem der Fernhandel bildete 3-4 nahezu europaweite Verkehrssprachen aus, die von Novgorod, über Bergen, London, bis nach Mailand und Byzanz verstanden wurden.
Oh Wunder und trotzdem hatten alle ihre eigenen Sprachen, keine Ahung gegen was du hier argumentierst, wann hab ich denn behauptet dass es keine Lingua Franka geben soll?
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 16:29
Wenn, müsste man für DSA also vielleicht noch eine 3. Sprache hinzufügen, damit es vollkommen ausreichend ist. Abenteurer würden dann neben ihrer Heimatsprache noch eine oder zwei der Verkehrs- und Handelssprachen beherrschen. Eine Änderung in Richtung noch mehr Detail fände ich hier fürs Spielgeschehen aber eher hinderlich. Mit am Ende 50-60 Sprachen mag man die Regionalvielfalt hochhalten, aber ein Mehrgewinn liegt darin nur sehr bedingt.
Mag sein dass das für viele Gruppen kein Mehrwert darstellt, aber für die die auf eine glaubwürdige Welt wert legen macht es eben wohl einen Unterschied. Wenn man sogar in der Al'Anfanischen Gosse die selbe Sprache spricht wie in abgelgenenen Siedlungen des Hohen Nordens dann führt das nur dazu dass die Welt sich extrem klein anfühlt.
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 16:29
Tun sie nicht. Siehe WdH. Maraskan hat regeltechnisch Garethi, jedoch mit unzähligen Lehnwörten, Verschleifungen, etc aus anderen Sprachen.
Maraskani ist ein Garethidialekt.
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 16:29
Immer dran denken: Sprachbarrieren gelten auch für Helden. Mit 3-4 Großsprachen findet man als Held deutlich eher Leute für Abenteuer in der Fremde (aka Mitspieler), als wenn man nur seine eigene Sprache kann und für alles und jeden einen Übersetzer braucht.
Ja gut, das ist genauso gut als Argument wie dass man ja von Frisov bis nach Al'Anfa laufen können muss ohne alt zu werden. Klar macht es das Abenteuerleben einfacher wenn jeder auf der Welt die gleiche Sprache spricht und der Kontinent in einer Woche durchlaufen werden kann. Glaubwürdig und stimmig ist es halt trotzdem nicht.

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Lafayette
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Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Ungelesener Beitrag von Lafayette » 31.10.2020 17:03

Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 16:29
Halte ich für einen Mythos, siehe Krönung von Rohaja von Gareth. Deutlich vor einer Hochzeit
Ist aber kein Mythos? Bis zum Hoftag, an dem es geändert wurde, durften Frauen nicht Kaiser werden. Wo ist da ein retcon der 1000 jährigen Geschichte?
chizuranjida hat geschrieben:
31.10.2020 16:04
Sklaverei ist mW im Mittelreich immer noch legal. Nur das Halten von Menschen als Sklaven ist illigal. Nichtmenschen dürfen versklavt werden und werden das auch hin und wieder.
Ansonsten ist das eher ein Darstellungsproblem, wie sowas dann in Abenteuern, Stadtbeschreibungen, im Boten, bei NSCs und so aufgegriffen wurde.
Bei Zwergen gab es immer schon Schuldsklaverei, aber wurde jemals irgendwo ein solcher Schuldsklave erwähnt?
Goblins oder Orks als Sklaven irgendwo auf dem Feld, im Steinbruch, etc sind rechtlich immer möglich gewesen, aber seltenst aufgegriffen worden.

Davon abgesehen, was hätte man denn als neuen Zustand nach dem Reset auf die 80er? Ein alles dominierendes Mittelreich mit großem stehendem Heer und gutem Geheimdienst, wo eher keine Helden benötigt werden, sondern man sich fragt, warum die nicht mal einfach ins Orkland einrücken und die Orks ausrotten. Einige Randkulturen wie Maraskan, Gjalsker, Fjarninger oder sogar Aranien würden gar nicht existieren, die anderen wären mindestens so bedeutungslos wie heute.
Toll?
Nein, das meine ich nicht. In DSA1, ganz am Anfang, war das MR böse, weil die voll auf Sklaverei gesetzt haben. Hat sich dann geändert. @DnD-Flüchtling hat da mal einen guten Beitrag drüber verfasst.
Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 16:29
Die gibt es in Aventurien auch, jedoch hat sich, ähnlich wie im irdischen Mittelalter (Hochmittelalter und Spätmittelalter, versteht sich), durchaus eine Verkehrssprache entwickelt. Dass eine Verständigung bereits im nächsten Dorf kaum mehr möglich war, ist übrigens ein Mythos, der in der frühen Neuzeit als Profilierung gegenüber dem "ach so rückständigen Mittelalter" aufkam. Es gab durchaus regionale Unterschiede, die waren aber in der Regel eher im Vokabelbereich angesiedelt (Fleischhauer statt Metzger, etc).
Im "nächsten Dorf" nicht, nein. Wenn Du aber die Übertragung Mittelreich/Deutsche Lande mit Garethi benutzt, musst Du Dir auch den Widerspruch gefallen lassen. Nieder"deutsch"- und Hochddeutschsprecher konnten sich nur sehr schwer verständigen, ein Bauer aus einem Dorf bei Kiel und ein Bauer aus einem Dorf bei Graz hätten sich wohl gar nicht mehr verstanden.
Das ist in Aventurien aber nicht der Fall. Von Paavi bis Brabak sprechen alle die selbe Sprache - und selbst wer mit Tulamidya aufwächst, spricht sehr sehr wahrscheinlich Garethi.
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Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 31.10.2020 21:30

Mir fällt gerade auf, dass es von den Leuten abhängt, was als kacke empfunden wird, und was nicht.

Ich hab nen Bekannten, der über Reich des Horas (4.1) schimpft, weil es da zu viele Retcons gab zu FHI (3), weil mit den Seiten 34ff. und 72ff. die "falsche Illusion, die nichts mit DSA zutun hat" aufgebaut wird, dass SCs einen SO von 10+ oder gar Systemmacht haben dürften, usw.

Ich hingegen kenne dsa 3 / FHI nicht und kann seine Kritik daher gar nicht nachvollziehen, finde RdH (und gerade besagte Seiten, ein Herz für SO13 comto ehrenhalber SCs!) absolut klasse! Und merke ja gar nicht, dass irgendwelche Dinge früher mal anders war.

Vllt. geht es ja den neuen DSA Generationen so auch mit den aktuellen Enteicklungen: Solange die dsa5 Publikationen einigermaßen konsistenz zu sich selbst sind und die HA und den Almanach ernst nehmen, fällt denen gar nicht auf, dass es irgendwan mal anders gelaufen ist.

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Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Ungelesener Beitrag von Galliad » 31.10.2020 22:13

Also ich wäre da strickt gegen. Einen Reset einzuführen wird bei sämtlichen Debatten über Hintergründe irgendwann die Frage aufkommen lassen "was das jetzt vor oder nach dem Reset so?"
Ich fände lediglich eine überarbeitete Karte cool. Wir haben bei uns jetzt die Größe Aventuriens nochmal um den Faktor x2 erhöht. Die Folge davon ist, dass Aventurien nun so groß ist wie Afrika. 7500-8000 Meilen von Riva nach Altoum. Eine Umrundung mit dem Schiff dauert zwischen 30 und 150 Tagen je nach Wind und Schichtbetrieb. Die Gruppe ist damit auch zufrieden. Und wir können weiter Avespfade benutzen und auch Strecken aus vorgegeben Abenteuern. Nur muss halt jede Strecke verdoppelt werden.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 31.10.2020 22:26

Wolfio hat geschrieben:
31.10.2020 09:02
Also die G7 hat schon sehr deutlich Dinge verändert
In Tobrien und der unmitelbaren Umgebung. Während der G7 war es großartig, gewaltig, spähernerschütterend was da abging. Danach und bei genauerer Betrachtung dabei war es eigentlich nur ein eher bedeutungsloser (ost-) mittelreichischer Bürgerkrieg, der von allen nicht unmittelbar Betroffenen getrost ignoriert werden konnte und kann.

Ansonsten kocht so ein Vorschlag alle paar Jahre mal hoch. Im wesentlichen gibt es dabei drei Standpunkte. Die welche alles super finden, die welche nicht alles super finden aber Veränderungen scheuen und die welche Veränderungen wollen.
Ich gehöre zu letzteren, eine neu gestaltete Spielwelt würde mehr Probleme lösen als versuchen. Wobei man da mit der geographischen Beschreibung der Spielwelt anfangen sollte. Ein größeres Aventurien, ein paar Binnenmeere, eine anständige Bevölkerungsdichte, Städte welche es verdienen so genannt zu werden, viel mehr große Flüsse, Klimazonen die nicht dicht an dicht liegen, wirklich abgelegene Regionen welche nicht das Yeti-Land sind usw. So unglaublich viel an einem (gut) durchdachten Setting bedingen und folgen aus einer Geographie welche den Namen verdient hat.

Thorwaler, die endlich mal über ihre Nachbarn herfallen können, ohne das ihre Nachbarn entweder völlig wehrlos (Nostria) oder spielend in der Lage sind sie auslöschen (Horasier) sind.
Oder warum das Horasreich noch nicht binnen Wochen die bekannte Welt erobert hat, weil die bekannte Welt dazu zu groß ist, es ordentlich geographische Barrieren gibt, man alle Ressourcen schon im Land hat, es auch im Rest der Welt Mächte gibt die es an Schlagkraft mit den Horasiern aufnehmen können.
Auch so heilige Kühe wie die philasonische Schneckenfahrt, der hat 80 Wochen für eine Reise gebraucht die man mit etwas laufen und per Anhalter auf Küstenfahrern schneller hätte erledigen können. Die G7 wäre auch ein ganzes Stück epischer, wenn nicht nur eine Region betroffen wäre welche gefühlt halb so groß ist wie Oberfranken.
Optionen des Scheiterns wären auch einfacherer. Man konnte nicht verhindern, dass die Echsen ihre Globule zurückzaubern? Na ja, ist ja genug Platz da und in erster Linie ein Problem der wenigen Wüstenbewohner nicht für die ganzen (angeblichen) Großmächte in ein paar Tagen Abstand.
Um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Timonidas hat geschrieben:
31.10.2020 14:31
Ein Reset im Sinne von einer Weltverändernden Kampagne würde ich mir auch wünschen,
Man kann ein OT-Problem nicht mit IT-Mitteln lösen und umgekehrt.
Zuletzt geändert von Na'rat am 31.10.2020 22:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Wäre ein Reset der Spielwelt sinnvoll?

Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 31.10.2020 22:31

Ein Reset hätte das Riesenproblem, dass dann eine neue Welt geschaffen werden würde, die genauso wie Aventurien Lücken, Inkonsistenzen etc. aufweisen würde, die dann erst im Lauf der zeit gefüllt werden müssten... und damit, zumindest wenn die Welt von verschiedenen Autoren gefüllt wird, Raum für dieselben Inkonsistenzen bieten würde, die in Aventurien in den letzten 30, 35 Jahren langsam ausradiert wurden. Die über Jahrzehnte hinweg gewachsene Geschichte ist mit Sicherheit in sich stimmiger als alles, was neu entworfen wird - trotz aller berechtigter Kritik daran. Vielleicht würde es nur helfen, wenn die Autoren/Redaktion/Spielleitenden nicht so oft sagen würden, dass XY Fakt ist, sondern dass XY aktueller Erkenntnisstand der Spielwelt ist (oder das, was die aktuelle Geschichtsschreibung/Propaganda darüber sagt).

Und wer sowieso seine eigene, für sich selbst konsistente Welt haben will, kann ja einfach das DSA Regelwerk nehmen und eine gänzlich neue Spielwelt beschreiben (mit eigenen Völkern, Kontinenten, Reichen, Göttern,...).

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 31.10.2020 22:34

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
31.10.2020 22:31
Und wer sowieso seine eigene, für sich selbst konsistente Welt haben will, kann ja einfach das DSA Regelwerk nehmen und eine gänzlich neue Spielwelt beschreiben (mit eigenen Völkern, Kontinenten, Reichen, Göttern,...).
Das ist irgendwie immer das Totschlagargument. Mach. Es. Selbst.

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