DSA-Foren in der Diskussion

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Herr der Welt
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 23.05.2020 11:59

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
22.05.2020 22:47
GTStar hat geschrieben:
22.05.2020 21:02
Die (zweifelsohne große) DSA 5-Community ist ansonsten deutlich stärker auf Facebook und Discord vertreten, was eventuell(?) eine Generationenfrage sein könnte? Zumindest sind Foren heutzutage - leider! - nicht mehr sehr en vogue.
Das würde sich auch mit meiner Wahrnehmung decken - das DSA5-affine Orkenspalter-Forum erscheint mir doch ein niedrigeres Durchschnittsalter zu haben als hier. Aber das liegt auch daran, dass die dortige Diskussionskultur so einen gewissen, nun ja, "Twitter-Vibe" hat, was für mich ein deutlich größeres Problem ist als das Bann- und Löschverhalten der Moderation.
Ich bin um dieses Forum auch froh als eine Bastion gegen den Niedergang der (konzeptionellen) Schriftlichkeit in der Kommunikation, wie er sich mit dem Siegeszug der (sog.) sozialen Medien vollzieht. Chat-ähnliche Beiträge waren hier glücklicherweise nie sonderlich präsent oder erwünscht. Auch abseits kultur-apokalyptischer Prognosen - die Schriftlichkeit in der breiten Kommunikation war noch selten dominant - ist es ein gutes Zeichen, wenn sich Plattformen noch die Standards der Schriftlichkeit erhalten, denn ansonsten ließe sich über manche Sachverhalte schlicht gar nicht mehr sprechen.
Meiner - bescheidenen - Wahrnehmung nach handelt es sich aber auch beim Orkenspalter um eine solche Plattform. Umso bedenklicher wären Tendenzen, die in eine andere Richtung weisen.

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DnD-Flüchtling
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 23.05.2020 14:52

Herr der Welt hat geschrieben:
23.05.2020 11:59
Ich bin um dieses Forum auch froh als eine Bastion gegen den Niedergang der (konzeptionellen) Schriftlichkeit in der Kommunikation, wie er sich mit dem Siegeszug der (sog.) sozialen Medien vollzieht. Chat-ähnliche Beiträge waren hier glücklicherweise nie sonderlich präsent oder erwünscht. Auch abseits kultur-apokalyptischer Prognosen - die Schriftlichkeit in der breiten Kommunikation war noch selten dominant - ist es ein gutes Zeichen, wenn sich Plattformen noch die Standards der Schriftlichkeit erhalten, denn ansonsten ließe sich über manche Sachverhalte schlicht gar nicht mehr sprechen.
Meiner - bescheidenen - Wahrnehmung nach handelt es sich aber auch beim Orkenspalter um eine solche Plattform. Umso bedenklicher wären Tendenzen, die in eine andere Richtung weisen.
Oh, ich meinte mit "Twitter-Vibe" nicht die Tendenz dazu, Beiträge mit 140 (bzw 300) Zeichen zu verfassen und dann zu hoffen, dass daraus sowas wie eine sinnvolle Diskussion entsteht.
Worum es mir hier ging, war der Hang zur teilweise hysterisch anmutenden Empörungs- und Anprangerungskultur, die auf Twitter endemisch ist und mir im Spalter (Wortspiel nur so halb beabsichtigt) durchaus negativ aufgefallen ist. Und bei allen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mitgliedern habe ich das hier noch nicht erlebt.

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Ungelesener Beitrag von B.O.B. » 23.05.2020 16:15

"Twitter-Vibe" ist eine sehr schöne Bezeichnung für den von der Moderation teils noch unterstützen aggressiv-beleidigenden Ton, der zumindest "damals" üblich war, als ich das letzte Mal im Orkenspalter-Forum aktiv war. :lol:

GTStar
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Ungelesener Beitrag von GTStar » 23.05.2020 16:59

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
22.05.2020 22:47
Würde mich interessieren, wieviele die beiden in einen Topf werfen. In diesem Thread hier ist bisher ja Fenia die einzige, die über die wahren Verhältnisse Bescheid wusste, alle anderen Kommentierenden sind bisher vom Gegenteil ausgegangen.
Das stimmt so nicht, das ist bspw. auch mir bekannt (und ich dachte in der Tat, das sei allgemein bekannter) :)
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
23.05.2020 14:52
Oh, ich meinte mit "Twitter-Vibe" nicht die Tendenz dazu, Beiträge mit 140 (bzw 300) Zeichen zu verfassen und dann zu hoffen, dass daraus sowas wie eine sinnvolle Diskussion entsteht.
Worum es mir hier ging, war der Hang zur teilweise hysterisch anmutenden Empörungs- und Anprangerungskultur, die auf Twitter endemisch ist und mir im Spalter (Wortspiel nur so halb beabsichtigt) durchaus negativ aufgefallen ist. Und bei allen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mitgliedern habe ich das hier noch nicht erlebt.
Ersteres könnte ich so auch keinesfalls unterschreiben. Und das Forum ist auch nicht voll von Empörungs- und Anprangerungskultur. Die empfinde ich im Übrigen überall als störend, wo sie auftaucht. Es ist aber meines Erachtens nicht prägend für das Orkenspalter.

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DnD-Flüchtling
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 24.05.2020 19:00

GTStar hat geschrieben:
23.05.2020 16:59
Das stimmt so nicht, das ist bspw. auch mir bekannt (und ich dachte in der Tat, das sei allgemein bekannter) :)
Deswegen sagte ich ja auch "Kommentierende" - inwiefern diejenigen Bescheid wussten, die dazu keine Stellung bezogen hatten, kann ich natürlich nicht beurteilen.
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
23.05.2020 14:52
Und das Forum ist auch nicht voll von Empörungs- und Anprangerungskultur. Die empfinde ich im Übrigen überall als störend, wo sie auftaucht. Es ist aber meines Erachtens nicht prägend für das Orkenspalter.
Dann haben wir wohl einen unterschiedlichen Eindruck vom Forum. Wenn ich jedenfalls innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums mehrfach so Perlen sehe wie dass jemand den Uhrwerk-Verlag des endemischen Sexismus beschuldigt, weil deren Tharun-Bände eine zutiefst patriarchalische Gesellschaft abbilden (was nebenbei erwähnt ja gerade ein Feature dieses - 1988 dezidiert als Feindbild entworfenenes - Settings ist); oder mich jemand der Homophobie bezichtigt (inklusive übelsten Strohmann verprügelns beim Sezieren meines dazugehörigen Posts), weil ich auf der Basis meiner Erfahrungswerte die These, homosexuelle Spieler seien im PnP-Hobby merklich überrepräsentiert, nicht bestätigen konnte; oder wenn - der Stein des Anstoßes des Threads hier - eine Fundamentalkritik an einem (aktuellen) Abenteuer direkt zu Anfällen von Fans führt... dann verstärkt sich bei mir schon so ein entsprechender Eindruck. Und von den Blüten, die das Drama um WdV (inklusive der von viel Nachtreten begleitenden Abgänge von Michael Masberg und Mike Krzywik-Groß) getrieben hat, möchte ich gar nicht erst anfangen (ich meine - klar war WdV bescheuert und wohl das #1-Beispiel für "DSA-Bände, die die Welt nicht braucht", aber die Hysterie, mit der sich da teilweise in einen Ulisses-Schauprozess gesteigert wurde, war jenseits von Gut und Böse).

Jedenfalls fühlte ich mich mehr als einmal an die Twitter-Kultur erinnert; wo sich jeder zweite und seine Großmutter dazu berufen fühlt, jegliche Stellungnahmen, Beiträge oder Werke anderer (ob nun Mitforisten oder Autoren) akribischst auf Gedankenverbrechen hin zu durchleuchten - und sie mangels dazu geeigneten Materials im Zweifelsfall auch selbst zu solchen aufbläst. Und davon bin ich halt kein besonderer Fan.

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Ungelesener Beitrag von GTStar » 24.05.2020 20:28

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
24.05.2020 19:00
Deswegen sagte ich ja auch "Kommentierende" - inwiefern diejenigen Bescheid wussten, die dazu keine Stellung bezogen hatten, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Ok, sorry. Ich dachte du beziehst das auf "alle anderen Kommentierenden" im gesamten Thread. Auf das Thema selber hatten neben dir ja nun noch nicht so viele User überrascht reagiert ;)
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
24.05.2020 19:00

Jedenfalls fühlte ich mich mehr als einmal an die Twitter-Kultur erinnert; wo sich jeder zweite und seine Großmutter dazu berufen fühlt, jegliche Stellungnahmen, Beiträge oder Werke anderer (ob nun Mitforisten oder Autoren) akribischst auf Gedankenverbrechen hin zu durchleuchten - und sie mangels dazu geeigneten Materials im Zweifelsfall auch selbst zu solchen aufbläst. Und davon bin ich halt kein besonderer Fan.
Aber das konkret war doch kein Problem des Orkenspalter, sondern ein generelles Problem zu der Zeit, dass sich eigentlich in allen Foren, auf Facebook und Co widergespiegelt hat. Das lief leider nirgendwo ohne so merkwürdige Blüten ab. Und es gab überall User, die es angeprangert haben sowie welche, die es versucht haben zu relativeren.

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 24.05.2020 22:46

GTStar hat geschrieben:
24.05.2020 20:28
Aber das konkret war doch kein Problem des Orkenspalter, sondern ein generelles Problem zu der Zeit, dass sich eigentlich in allen Foren, auf Facebook und Co widergespiegelt hat.
Ja, aber man muss doch zugeben, dass manche Foren härter als andere betroffen waren. Twitter ist ein gutes Beispiel von social media Plattformen, die das ganze auf ein völlig neues Level gehoben haben ich halte Twitter ja für absoluten Krebs.
Ja, es hat so ziemlich das ganze Internet getroffen, ich halte es aber nicht für richtig hier jetzt zu stark zu verallgemeinern/ relativieren.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Zorni
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Ungelesener Beitrag von Zorni » 25.05.2020 07:33

Twitter ist in der PnP-Szene harmlos - meistens zumindest. Man nutzt einfach Tweetdeck und den Hashtag #pnpde
Dazu einfach die ausblenden/muten, die meinen ihrer politische Agenda ständig propagieren zu müssen (Ist eine eigene kleine Bubble in der deutschen PnP-Szene).
Damit hat man eigentlich ein recht angenehmes Erlebnis.

Facebook ist die eigentliche Verblödungsmaschinerie.

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