Wie lukrativ ist Heldentum?

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
Galliad
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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von Galliad » 09.02.2020 13:39

Wenn ich mir mal monitäre Belohnungen für Abenteuer anschaue, im Vergleich dazu was manche Dinge so kosten, frage ich mich, ob Helden nicht besser ihr Geld machen könnten, wenn sie als Schmied, Edelsteinschleifer oder Holzfäller arbeiten würden, oder als Heiler.
Nehmen wir einen al'anfanischen Medicus, der kriegt gut und gerne seine 2 Dukaten pro Behandlung. Angenommen er ist jetzt ein guter Arzt und lebt in einer Stadt wie Khunchom, Brabak oder Zorgan, kann er sicher damit rechnen, dass ihn am Tag mindestens 1-5 Patienten aufsuchen. Damit macht er zwischen 2 und 10 Dukaten am Tag, damit 42-260 Dukaten im Monat, von dem 15-50 für Lebensstil draufgehen. (siehe WdS)

Vielleicht behandelt er manche sogar billiger um mehr Kunden anzuziehen und macht somit mehr. Das ganze -20% (Zehnt für den Lehensherrn und die Kirche im schlimmsten Fall und varriabel wo er lebt) macht er immer noch mehr als die Helden für so manches Abenteuer kriegen.

Also...warum tut er nicht das?

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Ares
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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von Ares » 09.02.2020 13:45

Kurze Antwort:
Weil DSA Abenteuerschreiber häufig der Ansicht sind, dass man Helden nicht zu stark werden lassen darf.

Kürzere Antwort:
Kill people, steal their stuff.

Längere Antwort:
Weil Abenteuer häufig mehr an Abenteuern als an Reichtümern interessiert sind und man im Verlauf eines solchen häufig auch Gelegenheit hat noch nebenbei etwas zu verdienen, das das Festgehalt übersteigt.
To strive, to seek, to find, and not to yield.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.02.2020 13:59

@Galliad: Die meisten Drogendealer verdienen auch weniger (und sterben viel früher) als der durchschnittliche Würstchenverkäufer... also warum...

In der klassichen Heldengruppe, die heimtlos durch die Welt zieht, um diese zu retten und dem Guten zu dienen, ist es eben das: Der Kampf für die gutes Sache.
Ansonsten tun viele Helden eben genau das, was ihre Pflicht ist: Der Ritter dient seinem Herrscher und kümmert sich in dessen Namen um Probleme. Viele Helden werden über Verpflichtungen ins AB gezogen. Viele Aventurier tun wie ganz reale Menschen auch einfach das, was sie gelernt haben.

Ausserdem krankt Deine Beispielrechnung für den Arzt. Der mag zwar pro Behandlung (wenn er erst einmal angesehen ist...) ein paar Goldstücke bekommen, aber es ist selbst in Khunchom nicht gesagt, dass er jeden Tag auch nur einmal zu einem zahlungsfähigen Kunden gerufen wird. Wie Dir jeder Kioskbetreiber erzählen kann, gibt es gute und schlechte Tage.

Sicher wäre es für die meisten fähigen Artefaktmagier, Medici und Alchemisten viel lukrativer, in einer grossen Stadt sesshaft zu sein, und das sind sie sicher auch (eben NSC's) aber die sind eben nicht die wenigen abenteuerlustigen oder von Verpflichtungen/der Not ins Abenteuer gezwungen. Viele Helden sind auch nur im Zeitraum zwischen 18 und ca. 29 Abenteurer. Danach sind sie entweder tot oder setzen sich mehr oder weniger wohlhabend und ruhmreich mit einem seriösen 9-5-Job zur Ruhe.
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AngeliAter
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 09.02.2020 14:00

Ja, wenn wirklich alles und jeder nur am einfachen Gewinn und einem angenehmen Leben interessiert ist, weshalb werden Leute Politiker, Vertreter oder machen gemeinnützliche Arbeit?
Die Antwort ist recht simpel: nicht alle Menschen werden durch Geld motiviert.

Und DSA ist keine Wirtschaftssimulation sondern ein Heldenrollenspiel, hier spielt man (normalerweise) nicht den großen Banker der Nordlandbank sondern einen Helden. Und seltsamerweise haben unsere Figuren absolut keinen Einfluss auf ihr Leben sondern sind sowas vom Fremdbestimmt durch uns und machen einfach Dinge welche kein normaler Mensch machen würde.

Ansonsten, man lebt in einer Welt welche vergnügungstechnisch gar nichts bietet außer ab und an mal eine Hochzeit, ein Skandälchen oder eben über Nachbarn tratschen, wem wunders, wenn man mal zur Abwechslung mal sowas amüsantes macht wie ständig sein Leben zu riskieren?
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 09.02.2020 14:32

Zum einen: Sobald du dich in der lukrativen Stadt niederlässt gibt es Zünfte und keine Niederlassungsfreiheit. Da musst du erstmal reinkommen und ausreichend aufsteigen, ehe du mit täglich 1-5 eigenen Patienten rechnen kannst. Auf dem Dorf sicherlich einfacher, da bekommst nur nie so viel pro Behandlung.

Und als grundlegend abenteuerwilliger rechnest du nicht so genau nach, du hoffst mal den einen Schatz zu finden, der dich reich macht. Und da können dir die ganzen Langweiler gestohlen bleiben, die einfach nur gut über die Runden kommen. Deine Zeit wird kommen wenn du nur erstmal diesen Schatz gefunden hast, dann zeigst du es denen.
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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 09.02.2020 14:52

Bei einem hochbezahlten Spezialisten wie einem Arzt ist das auch nochmal was anderes. Viele Helden (zumindest in meinen Gruppen) sind Söldner, Diebe, entflohene Leibeigene oder Menschen/sonstige Kulturschaffende, für die Reisen ohnehin Beruf und Lebensinhalt ist. Andere können vielleicht nicht mehr zurück nach Hause - weil ihr Heim zerstört wurde, sie wegen eines Verbrechens gesucht werden oder sie mit ihrem Beruf nie genug Geld verdienen werden, um der hübschen Kaufmannstochter einen Antrag machen zu können. Ja, vielleicht stirbt man in der Fremde und vielleicht bleibt man arm - aber in der Heimat bleibt man es ganz sicher, also was solls. Auf ins Abenteuer!

Und ja, die Neugier spielt halt einfach eine Rolle. In Aventurien sehen viele Menschen in ihrem Leben kaum was anderes als ihr Heimatdorf und die nächstgrößere Stadt, in der sie zum Markt gehen. Reisen ist gefährlich und teuer und die meisten haben dafür eh keine Zeit. Welcher beruf erlaubt es einem durchschnittlichen Mittelländer denn, mal eine zwei Wochen Urlaub in Almada zu machen? Die meisten kennen das Land außerhalb ihrer Baronie oder Stadt fast nur aus Erzählungen und so bleibt es ihr Leben lang. Was natürlich eine Tortur für jeden neugierigen Menschen ist, der Abends in der Schenke die Geschichten aus fernen Ländern hört. Al'Anfa, die gleißende Perle am Fuß des schwarzen Berges! Dampfende Dschungel voll prächtiger Blüten! Südsseinseln, auf denen es das ganze Jahr warm ist! Prächtige Tulamidenstädte, über denen fliegende Teppiche ihre Kreise ziehen! Für jeden meiner Helden kam irgendwann der Punkt, an dem er beschloss, dass er das alles sehen muss. Egal, was er dafür vielleicht aufgeben muss.

Ich studier ja auch nicht Archäologie, um damit reich zu werden oder immer einen gemütlichen, langweiligen Job zu haben. Ich will was von der Welt sehen, in die Vergangenheit und Gegenwart anderer Länder eintauchen und einfach was erleben. Klar, es gibt ungefährlichere und besser bezahlte Jobs, aber was man erlebt, wiegt einem kein Geld dieser Welt auf.
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Ungelesener Beitrag von LordShadowGizar » 09.02.2020 15:03

Dem Wahnwitz zum Gruße!

Trotzdem muss man sagen das zumindest Monitäre Belohnungen bei offiziellen Abenteuern oft im Verhältnis zum darin 'erledigten' aberwitzig gering ausfällt. Nicht selten erledigt man irgentwelche Großtaten, für die man sogar dann nur mit ein paar Groschen abgespeist wird, selbst wenn der Auftraggeber sich eine vernünftige Bezahlung leisten kann.

Aber hier wird an dieser stelle mit zweierlei Maß gerechnet. Wenn die Spieler z.B. als auftraggeber daherkommen wollten, dann würde das Vorrechen losgehen, wieviel Lohn für Personal kostet, dann bräuchte man noch Material, Personal und Material müssen untergebracht und transportiert werden... usw usf... das kostet jede menge...
Hingegen die Spielercharaktere sollen einen Drachen erledigen, kriegen insgesamt 10 D in voraus und haben gefälligst nicht zu meckern wenn man der gesamten gruppe dann hinterher 50D überreicht... führt euch mal vor Augen was ein Spieler-Alchemist an kosten zahlen müsste für nen Trupp Soldaten (oder noch schlimmer, Spezielisten die von Drachenjagt einen Ahnung haben), die ihn einen Wurm für material erlegen.

Aber auch wenn man sich sagen wollte... "Hey! Scheiß auf abenteuer ich verdiene mein Geld mit 'ehrlicher' Arbeit"... Nö... auch hier hat man eher eine 'halbe-Listenpreis-Politik'? Warum? Weil Spielercharakter. =.="

Also ob man mit Reichen Charakteren plötzlich keinen Anreiz mehr hätte gute Taten zu verüben, oder Ruhm und Ansehen anzureichern. Und als ob es nicht bei DSA auch so was wie 'Lebensstielregeln' gibt, mit denen man einen ordentlichen Anreiz schaffen kann geld Auszugeben und wieder neues Verdienen zu müssen... anstatt seine Belohnung für ein 1000 D teures, meisterlich geschmiedetes Schwert auszugeben und dafür in der Gosse zu leben. =.="

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 09.02.2020 15:21

Naja, die niedrige Bezahlung rührt auch daher das der Auftraggeber das einfach nicht einschätzen kann.
Schickt er eine Horde Leibeigener wird die Belohnung eher schon zu viel Geld sein. Aber Helden sind keine Leibeigenen sondern meistens irgendwelche Spezialisten. Dummerweise gibt es keine Vergleichsportale wo man die Löhne für "Einmal Ogerhöhle ausräuchern wird meist mit 15 Dukaten bezahlt" finden kann. Also wird er vorab erst einmal nur normale Löhne rausrücken wie so ziemlich jeder Fachmann in der Stadt für eine Auftragsarbeit nehmen würde.
Aber Auftragsgeber die mehrfach auftauchen sollten spätestens beim 3. Auftrag wissen das die Helden da Arbeit erledigen die deutlich mehr wert ist wie 15 Dukaten.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 09.02.2020 15:36

Zumal: Wer ist denn in vielen Fällen der Auftraggeber? Der Graf oder Herzog wohl kaum. Bei den größeren Kampagnen ist das vielleicht der Fall, aber bei vielen Abenteuern ist es eben der mittellose Adlige oder das Bauerndorf, dass die Helden anheuert. Und wenn die sich nun einmal nicht mehr leisten können... Mein Phexgeweihter versucht ja immer, seine Entlohnung danach zu richten, was der Auftraggeber entbehren kann. Dann kostet es das Dorf eben deutlich weniger, die Räuberbande zu erledigen, als es den Grafen kostet, dessen Truppen grad gegen die Orks stehen und den Baron, dessen Garde grad im Heerbann der Kaiserin wider die Schwarzen Lande stehen, nochmal weniger.


Wie sehr sich "Heldentum" lohnt, hängt auch immer davon ab, FÜR WEN man arbeitet und nicht nur WAS man arbeitet.

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Ungelesener Beitrag von Leta » 09.02.2020 18:41

Das Problem entsteht auch wenn der Abenteuerautor an SO 1-5 Abschaum denkt und die Heldengruppe aber aus SO 7-10 Helden besteht.

Ich finde ja immer zusätzlich zu Dukaten „immaterielle“ Belohnungen gut. Verbindungen, Lehrmeister...

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 09.02.2020 19:05

Leta hat geschrieben:
09.02.2020 18:41
Das Problem entsteht auch wenn der Abenteuerautor an SO 1-5 Abschaum denkt und die Heldengruppe aber aus SO 7-10 Helden besteht.

Ich finde ja immer zusätzlich zu Dukaten „immaterielle“ Belohnungen gut. Verbindungen, Lehrmeister...
Das auch. Andererseits hatte ich echt schon ABs erlebt, wo ein Dorf mit 50 Einwohnern immer wieder mit Räubern Probleme hatte, den 6 Helden dann aber pro Kopf 10 Dukaten zahlen konnten und sich sogar auf 15 Dukaten hochhandeln ließen. Der Vorschlag meines Söldners, die Banditen zu erschlagen und selbst das Dorf auszunehmen... kam nicht sooo gut an ;)

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Ungelesener Beitrag von Xeledonius Spareios » 09.02.2020 19:07

Generell funktioniert meiner Meinung nach eine monetäre Belohnung hauptsächlich in den unteren Gesellschaftsschichten, denn durch das Geld lässt sich ein neues,"besseres" Leben erkaufen.

Wer viel Geld hat, wird sich nicht des Geldes wegen in ein Abenteuer mit ungewissenem Ausgang begeben. Das es eine Aufwandsentschädigung für Ausrüstung und Dienstleistungen gibt, sollte in den höheren Schichten angebracht sein.

Ein weiteres Problem liegt aber auch meistens daran, dass weder Auftraggeber noch Helden wissen, wie schwierig die gestellte Aufgabe ist. Somit müsste man meistens im Nachgang neu verhandeln

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Ungelesener Beitrag von LordShadowGizar » 09.02.2020 20:21

Wie schwer sich eine Aufgabe 'hinterher' entwickelt kann natürlich kein schwein wissen wenn das einfache 'bring-den-Brief-zu-meiner-Oma' sich zu einen 'Oma-wurde-entführt-und-muss-gerettet-werden' mutiert (...wobei ich auch bei sowas Abenteuer kennenlern durfte die einen optimale Zeitpunjte zum Nachverhandeln bot).

Besonders ärgerlich wird das ganze Sache vorallem wenn:
a) Die zugrunde liegende Aufgabe von sich aus eine besseren Entlohnung verdienen dürfte.
b) die beauftragten Personen keine Leute sind die man mal eben herum schubsen und mit 'hier-hast-du-1-Silbertaler' abspeisen kann.
c) der Auftraggeber jemand ist, der sich eine vernünftige bezahlung leisten kann.

Und offizielle Abenteuer scheinen seeeehr häufig, von sich aus alle Spielercharaktere recht schlecht zu belohnen, egal welche umstände da gerade anstehen.

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Ungelesener Beitrag von Fridolin » 09.02.2020 21:18

Also die eigentlichen Bezahlung vom Auftraggeber würde uns auch nicht reichen. Wodurch man vernünftig Geld macht ist dann eher so Zeug wie die Pferde und Rüstungen der erschlagenen Bösewichter verkaufen.

Aber selbst dadurch sind unsere aktuellen hochstufigen Helden noch nicht unendlich reich geworden, weil man einfach auch oft hohe Ausgaben hat (alleine schon die Kosten von Heiltränken beispielsweise). Jeder hat aktuell vllt so knapp 200 Dukaten auf der hohen Kante und mehr oder weniger ausgemaxte profane Ausrüstung + Pferd. Aber das eben auch erst mit sehr hoher Stufe und vom eigenen Haus mit Grundstück sind wir auch noch weit entfernt.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 09.02.2020 21:27

Fridolin hat geschrieben:
09.02.2020 21:18
eder hat aktuell vllt so knapp 200 Dukaten auf der hohen Kante und mehr oder weniger ausgemaxte profane Ausrüstung + Pferd. Aber das eben auch erst mit sehr hoher Stufe und vom eigenen Haus mit Grundstück sind wir auch noch weit entfernt.
Kannst du das etwas präzisieren?
Was verstehst du unter "hoher Stufe" und "ausgemaxte Ausrüstung + Pferd"?

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Ungelesener Beitrag von Fridolin » 09.02.2020 21:40

Wolfio hat geschrieben:
09.02.2020 21:27
Kannst du das etwas präzisieren?
Was verstehst du unter "hoher Stufe" und "ausgemaxte Ausrüstung + Pferd"?
klar gerne: ca. 12.000 Abenteuerpunkte nach DSA 4. Bei Ausrüstung halt das für den jeweiligen Charakter beste "profane, ungepimpte" Zeug, das man regulär erstehen kann. Also keine skurrilen Sonderanfertigungen, magisches Zeug oder Waffen von Meisterschmieden.

Pferde meistens im mittleren Preissegment, da die uns regelmäßig "unterm Arsch weggeschossen" werden. Das heißt es gibt bei uns relativ häufig Abenteuersituationen, in denen Pferde sterben (Sturz im Gebirge, Tod im Kampf, Schiffbruch usw)
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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 09.02.2020 21:47

Wenn's nur um den schnöden Mamon ginge währe mir DSA zu wieder. Wenn jeder nur auf seinen Vorteil bedacht währe gäbe es weder die Freiwillge Feuerwehr noch das THW oder das Rote Kreuz. Wir Menschen sind doch mehr als nur Maschinen die nur dann laufen wenn mal Benzin (Dukaten) getankt hat Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Nächstenliebe und Prinzipien in Form von ein stabilen Erziehung wechle Soziale Kompitenz beinhaltet sind in meinen Augen der Treibstoff für unseren sozialen Umgang. Und das ist auch der Treibstoff für mein Helden. Egal auf welcher sozialen Stufe sie stehen.
Und den Feldscher, Quacksalberwürde und auch Teilweise den Bader ich nicht bei den Ärzten ansiedeln sondern eher bei den Gauklern und Scharlatanen als Wandee Beruf. Wie auch im Film "Der Medicus" sehr schön dargestellt wird.
Den Medicus treibt die Neugier neue und andere und bessere Metoden zu finden durch das Land. Den wenn ein junger Gelehrter keinen Antrieb hat die Welt zu verbessern, würde ich ihm entgegnen das er erstaunlich zufrieden mit seiner Unwissenheit aussieht.
In der Würze liegt die Kraft!

Und würzen kann man auch durch reduzieren.

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Ungelesener Beitrag von Galliad » 10.02.2020 00:18

mir fiel das auf, als meine Helden beschlossen vor kurzem mit einem erbeuteten Schiff (Thalukke aus Piratenblut, 40 Mann Besatzung, eine Rotze, 2 Hornissen) eine Plantage in Maraskan zu überfallen. Haffax Territorium. Alles in allem gab es für die dort gemachte Beute (Zuckerrohr und verarbieteter Kristallzucker) nur ca. 50 Dukaten bei Dachmani in Khunchom. Gut, es war nicht gerade Erntezeit. Aber die gefangenen Sklavenaufseher und Soldaten von Haffax, brachten über 300 Dukaten ein, als sie in Khunchom auf dem Sklavenmarkt an einen Sklavenausbilder verkauft wurden (Wildfänge, -75% Preis)

Da kam ich noch mehr ins Grübbeln. Ein guter Pirat hat so gut und gerne 30-50 Mharawedi Kopfgeld. Starker Mann, guter Kämpfer....der ist auf dem Sklavenmarkt viel mehr wert. Ich erinnere mich an ein Anfängerabenteuer aus Greifenfurt, wo man für einen Banditenanführer 10 Dukaten Kopfgeld bekam.

Es ist ja nicht mal böse. Bei den Tulamiden ist Sklaverei Kultur, ganz normal. Niemand würde das verachten. Keine Autorität würde dagegen sein. Besser, keine Helden sein, sondern Wegelagerer oder Söldner in den Schattenlanden und einfach rauben. Da hat man Aufregung, viel Beute und nebenbei tut man noch was für die Ordnung der 12...oder nicht? :D
Unser Efferdgeweihte wird immer verrückter danach solche Dinge zu tun. bald, bald greifen die glibberigen Arme der tiefen Tochter nach ihm.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 10.02.2020 02:12

Galliad hat geschrieben:
10.02.2020 00:18
Unser Efferdgeweihte wird immer verrückter danach solche Dinge zu tun. bald, bald greifen die glibberigen Arme der tiefen Tochter nach ihm.
Wieso das? Du sagst selbst, dass es im Tulamidenland völlig normal und okay ist, Sklaven zu verkaufen. Wenn er Bösewichte einfängt und verkauft, oder selbst wenn er ganz normale Leute die nix getan haben versklaven würde, was hat das mit der Antigottheit des verdorbenen Wassers und der faulenden Algen zu tun?
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von Galliad » 10.02.2020 02:53

ich rücke ihn langsam von weißgrau zu dunkelgrau. was, wenn er visionen bekommt, die ihm zeigen, dass bestimmte gruppen böser sind als er dachte, oder nicht so böse sind, dass man sie bekämpfen soll. gerade carypta ist da sicher subtil. ich hab mit der kampagne lange genug zeit ihn zum heptarchen der meere zu verführen.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 10.02.2020 04:52

Galliad hat geschrieben:
10.02.2020 02:53
ich rücke ihn langsam von weißgrau zu dunkelgrau. was, wenn er visionen bekommt, die ihm zeigen, dass bestimmte gruppen böser sind als er dachte, oder nicht so böse sind, dass man sie bekämpfen soll. gerade carypta ist da sicher subtil. ich hab mit der kampagne lange genug zeit ihn zum heptarchen der meere zu verführen.
Wäre da Blakaraz ("Die haben es verdient, Vergeltung!") oder Tasfarelel (Profit!) nicht passender als Chary?

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 10.02.2020 08:22

Galliad hat geschrieben:
10.02.2020 00:18
mir fiel das auf, als meine Helden beschlossen vor kurzem mit einem erbeuteten Schiff (Thalukke aus Piratenblut, 40 Mann Besatzung, eine Rotze, 2 Hornissen) eine Plantage in Maraskan zu überfallen. Haffax Territorium. Alles in allem gab es für die dort gemachte Beute (Zuckerrohr und verarbieteter Kristallzucker) nur ca. 50 Dukaten bei Dachmani in Khunchom. Gut, es war nicht gerade Erntezeit. Aber die gefangenen Sklavenaufseher und Soldaten von Haffax, brachten über 300 Dukaten ein, als sie in Khunchom auf dem Sklavenmarkt an einen Sklavenausbilder verkauft wurden (Wildfänge, -75% Preis)

Da kam ich noch mehr ins Grübbeln. Ein guter Pirat hat so gut und gerne 30-50 Mharawedi Kopfgeld. Starker Mann, guter Kämpfer....der ist auf dem Sklavenmarkt viel mehr wert. Ich erinnere mich an ein Anfängerabenteuer aus Greifenfurt, wo man für einen Banditenanführer 10 Dukaten Kopfgeld bekam.

Es ist ja nicht mal böse. Bei den Tulamiden ist Sklaverei Kultur, ganz normal. Niemand würde das verachten. Keine Autorität würde dagegen sein. Besser, keine Helden sein, sondern Wegelagerer oder Söldner in den Schattenlanden und einfach rauben. Da hat man Aufregung, viel Beute und nebenbei tut man noch was für die Ordnung der 12...oder nicht? :D
Unser Efferdgeweihte wird immer verrückter danach solche Dinge zu tun. bald, bald greifen die glibberigen Arme der tiefen Tochter nach ihm.
Ich würde da trotzdem noch mal über den Begriff Held nachdenken. Ich mein sind das alles Südländer und kein einziger aus dem MR, Horasreich, Thorwal etc wo Sklaverei als Böse gilt?

Ja anderes ist vielleicht lukrativer als Heldentum, daher finde ich Helden die sich nur durch Geld motivieren lassen schwierig.

Betrachte hier als Gegenzug Superhelden. Batman bekommt kein Geld dafür, sicher würde Bruce Firma noch mehr abwerfen, wenn er sich anständig darum kümmern würde und nicht so viel für teures Spielzeug ausgibt. Also warum tut er es? Weil er geschworen hat, dass nie wieder ein Kind so leidet wie er. (Was er nicht ganz erfüllen kann, weil er doch mal zu spät kommt)
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

Bin ich froh DSA5 zu spielen. Nicht mehr alle Kämpfer waren in der Fasarer Arena!

Meine Helden

Aus Liebe zu Aventurien ertrage ich die Regeln.
... Sc*** Steigerungsregeln (4.1)
....Sc*** Kampfregeln

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Edwin Briar
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Ungelesener Beitrag von Edwin Briar » 10.02.2020 09:26

Da einige Leute unserer Gruppe ausgefallen sind haben wir ein anderes Abenteuer gespielt. Wir wurden angeworben um für das Haus Stoerrebrandt Handelsbeziehungen zu den Moha-Stämmen des Südens aufzubauen (hauptsächlich für Jade)...und haben sogar Beziehungen mit den Achaz gesichert. Dafür sind wir über die Blutige See geschippert...dafür haben wir 10 Dukaten pro Nase bekommen. Darf ich bitte anmerken, dass um nach Vallusa von Perikum aus zu kommen wir in einer anderen Kampagne einem abgewrackten Kapitän einen Goldklumpen im Wert von 500 Dukaten überantworten mussten? Nur für die Hinfahrt.... Und der sich nicht noch durch den Dschungel schlagen und Handelsbeziehungen knüpfen musste die dem Handelshaus immense Gewinne bringen werden.

In der Hauptgruppe im Übrigen hatten wir zur Zeit etwa 16.000 Dukaten und haben uns 10.000 zur Seite gelegt um die Mannschaft unserer Arche über Monate zu finanzieren, während der Rest zum shoppen benutzt wurde. Wobei wir nicht mal ahnen können wie lange wir das Ding noch halten können.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.02.2020 10:28

Was ist lukrativ...

- In seiner Hilfsbereitschaft ausgenutzt werden, ggf. noch mit Plot- und Moralkeule gezwungenermassen macht keinen Spaß. Wo vorhanden, sollten Helden also angemessen, ja großzügig entlohnt werdne. Wo nicht monetär glaubhaft möglich, dann mit anderen Sachen (wie Landrechten, Privilegien, Sachzuwendungen und Ehrungen), die den Spielern Spaß machen.
- klassische Abenteurer sind - zumindest zu beginn ihrer Karriere - erst einmal "auftragsbezogen bezahlte Teilzeitkräfte mit wenig sozialem Rückhalt". Wenn eine Hexe, ein Kundschafter, ein Söldner und ein verschuldeter Jungadept auf Abenteuer gehen um des Schmiedes Töchterlein zu retten wird es sich nicht wirklich monetär lohnen, sofern die Bösen keine Schätze gehortet haben, und genau wie im echten Leben, wenn es ein echter Schatz ist, erheben schnell die Herrscher des Landes Anspruch darauf.
- Wenn die Spieler allerdings Helden und nicht einfachnur SC führen wollen, sich also den "Wir sind die Guten"-Hut aufsetzen, dann müssen sie sich auch an ihren Taten messen lassen. Böse ist, wer Böses tut. Plantagen des Feindes zu überfallen und seine Gefangenen in die Sklaverei zu verkaufen mag von der einen Seite "erlaubt" sein, eine Heldentat ist es nicht, und wird es auch nicht dadurch, wenn der Feind die Komturei ist. Wenn die Spieler diese Selbstreflexion nicht hinkriegen und sich weiterhin als "Die Guten" vorkommen, sollte man das ansprechen. Innerweltlich würde ich "reality happens" passieren lassen. Keine Spielerbestrafung, einfach nur plausible Weltreaktion. Die "Helden" sind halt Sklavenjäger. Die Gegenseite reagiert mit Vergeltungsmassnahmen, und da die Welt klein ist, trifft es vielleicht Bekannte der Helden.

Als Meister sollte man seiner Gruppe eigentlich das Gefühl vermitteln, dass die Taten gebührende Anerkennung finden, im Guten wie im Bösen. Sonst macht es einfach keinen Spaß.
Dreck vorbeischwimmen lassen

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Baal Zephon
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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 10.02.2020 11:58

Klassisches Heldentum kann nicht lukrativ sein wenn wir bei klassischen Helden eine gewisse Selbstlosigkeit als Prämisse annehmen. Meiner Erfahrung nach gehen einige Kaufabenteuer diesen Weg. Kann man gut finden, wenn allerdings ohne Automatischen Lebensstil spielt und die SC für ihre Unterbringung und Versorgung selbst sorgen müssen darf man sich, frei nach Brecht, nicht wundern wenn irgendwann Mal die Bösen auf dem Sklavenmarkt verscherbelt werden oder man das gerborgene Rauschkraut selber verscherbelt.
Batman ist ein super Beispiel, der kann leicht Altruistisch sein, denn sein Alter Ego ist ein Multimilliardär... Der braucht die Kohle nicht, der hat schon genug.
Deswegen bin ich ein Verfechter vom freien Lebensstil und spiele gerne reiche SC.
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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 10.02.2020 12:30

Das stimmt. Sehr viele der Superhelden, die keine Superkraft haben und daher teure Ausrüstung brauchen, haben ein Vermögen geerbt. Neben Batman wären das auch noch Green Arrow und Iron Man.
Das war ein Punkt der mich an 4.1 stört, man kann nicht mit wirklich viel Bargeld starten. Bei Besonderer Besitz und Ausrüstungsvorteil muss ich alles in Ausrüstung stecken. Über den SO und Adlig bekam ich auch nicht viel zusammen.
In 5 hab ich jetzt mit Reich X oft viel über und kann ohne Geldsorgen Heldentaten begehen. Im Kompendium 2 kam jetzt auch noch Einkommen dazu.
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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt » 10.02.2020 12:49

Es gibt in „Wege nach Myranor“ den Vorteil Apanage. Damit ließe sich ein größeres Erbe abbilden.

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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 10.02.2020 12:54

Ich finde es aber mühsam für Aventurien Vorteile aus Wege nach Myranor zu benutzen, wenn ich das Setting gar nicht spiele. Offiziell gibt es sie für Aventurien nicht.
Ich hätte mich da aber wirklich mal über ein Ergänzungspdf zu WdH gefreut, wo die Vorteile drin wären. Aber vermutlich ging das wegen den verschiedenen Verlagen auch nicht.
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DerShrimp
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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von DerShrimp » 10.02.2020 12:57

Ich bin sowohl stark dafür, dass Helden nicht künstlich kurz gehalten werden beim Geld (meine Gruppe bekam kürzlich 500D pro Person von einer Gräfin), als auch dafür, dass Gold nicht die einzige Heldenmotivation sein soll.
Eine Person die Geld scheffeln will und deren vorrangiges Interesse das ist wird vermutlich was anderes machen als Abenteuer werden.

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Wie lukrativ ist Heldentum?

Ungelesener Beitrag von Der Geier » 10.02.2020 15:36

Falls die Gegenspieler meiner Gruppe hier mitlesen, bitte nicht weiter! :P

Wir spielen teilweise eine Handelssimulation, haben (zur Tarnung, aber auch zur besseren Verwaltung) eine Handelscompagnie und eine Schiffseignergesellschaft gegründet. Da wird manchmal mit Beträgen gehandelt, die so ziemlich jedem frisch generierten Helden Tränen kommen lassen und wo Abenteuerbelohnungen dagegen manchmal echt alt aussehen. Aktuell ist unser Schiff noch arg unterbesetzt, kostet aber bereits 1800 Dukaten Instandhaltung pro (See)Monat.

Das passiert aber auch nur deshalb in dem Maße, weil das OT Charakterkonzept der Spieler das vorsieht. Ingame sehen die Charaktere das zum Teil völlig unterschiedlich: Wir haben einen tulamidischen Magier, der irgendwann seinen reichen Vater beeindrucken muß und Angst hat, daß er sich irgendwann dieses oder jenes Zauberbuch nicht leisten kann. Einen Zwergen, der reicher werden muß als ein Konkurrent. Und ein Boronpriester, der eigentlich in der Puniner Kirche als Buchhalter arbeitet und nur wider Willen mit so viel Geld umgehen können muß - trotz Schwur der Besitzlosigkeit kann man ihn ja nicht völlig außen vor lassen, so verwaltet er so ziemlich alles, was man ihm da so an Geld an den Kopf wirft "im Namen der Kirche".

Wenn wir an unserem Bestimmungsort - Al'Anfa - angekommen sind, werden wir zwischen den Abenteuern auch einige Zeit Leerlauf haben, in dieser Zeit werden die Charaktere selbstverständlich als niedergelassene Handwerker, Alchimister, Hehler oder was ihnen sonst so als Tarnrolle einfällt arbeiten, einen entsprechenden Lebensstil pflegen und Einnahmen haben müssen. Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Hätten wir eine Bande von Streunern, deren OT Charakterkonzept besitzlosigkeit vorsieht, aber IT trotzdem jeder nach jedem Heller giert, dann würde es wohl etwas anders aussehen, kommt halt immer drauf an, was man spielen will :P

Unser tulamidischer Magier hätte beinahe ein paar Sklaven als Handelsware gekauft, wenn ihm die anderen nicht strikt abgeraten hätten, aber das ist halt Teil des Rollenspieles - er kennt das einfach nicht anders und kann sich die Alanafanische Art der Sklavberei nicht so richtig vorstellen, während unser Boroni und vor allem der Zwerg da ausschließlich auf ihre jeweiligen Geschichten zugreifen: "Sklaven? Das machen nur die Al'Anfaner, das sind Ketzer." und "Bedenke, was dem Zwergenvolk passiert ist, als es andere Wesen geknechtet hat! Bedenke, was in Umrazim passiert ist!"

Diese Helden sind also zwar auf dem Papier relativ reich, aber richtig viel ungebundenes Vermögen haben sie nicht. Trotzdem können sie es sich leisten, auch mal Leuten ohne finanzielle Vergütungsaussicht zu helfen. Trotzdem fallen magische Schwerter nicht einfach von den Bäumen, wenn sie mit Dukaten wedeln. Das liegt daran, daß bei uns ein Zauberschmied, der was auf sich hält, lieber die 900 Dukaten der ihm bekannten Gräfin nimmt, als die 2000 Dukaten einer Gruppe Herumtreiber, von denen man nicht weiß, ob sie der Waffe am Ende Ehre machen würden. Ruf und Ansehen und all das sind in dem Moment weit wichtiger als Gold - davon hat jede Heldengruppe irgendwann genug.
http://www.heldenbund.de - DSA-Spielerbörse, Heldenverwaltung, Gruppenforen etc.

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