Cross-gender im Rollenspiel

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Fenia_Winterkalt
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 10.11.2019 10:59

Nachricht der Moderation

Realpolitische Themen sind hier nicht erwünscht, denn sie arten regelmäßig aus. Bitte auch nicht 'reingeschummelt' indem man noch ein bisschen Rollenspiel drum herum schreibt. Das provoziert nur Diskussionen, die wir dann wieder moderieren müssen. Bleibt einfach beim Thema!

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Skalde
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Skalde » 10.11.2019 11:00

knppel hat geschrieben:
10.11.2019 05:28
Dumm, laut und rauflustig sein, um beim Beispiel zu bleiben, und alle müssen drüber lachen, wieder mal so ein Privileg dass dem weißen Mann abhanden kommt. Sind dann meistens übrigens männliche Spieler, denen dass sauer aufstößt- entweder soll mann als frau bitte schön adrett und sauber sein, und keinesfalls die Wortführung übernehmen, oder wenigstens dass allseits beliebte Gruppenschlampen-Klischee erfüllen
Und schon wieder frage ich mich: In was für Runden spielt ihr bitte? Hab ich auf ner Insel gelebt, auf der es solche Leute einfach dankenswerterweise nicht gibt?

Es kann ja bestimmt auch Spaß machen, eine Gruppe aus Machos, prolligen Söldnern und äußerst nymphomanischen Hafenhuren zu spielen. Etwa einen Abend lang. Danach wäre es meiner Gruppe aber vermutlich zu peinlich und zu langweilig. Galuben echt so viele Rollenspieler, dass das Geschlecht oder was sie für Eigenschaften des jeweiligen Geschlechts halten das einzige ist, was einen Menschen oder Rollenspielcharakter ausmacht?
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 10.11.2019 12:45

@Skalde

Ich glaube ;) mit Glauben hat das weniger zu tun als mit dem jeweiligen persönlichen Vorstellungsvermögen... und das hängt wiederum nicht nur von der Persönlichkeit, sondern auch von der jeweiligen Lebenserfahrung ab.
Ist also uU orts- oder altersabhängig.

Dann hängt mE auch vieles an der Gewichtung, die man Erfahrungen gibt. Der eine sieht den einen oder die zwei Kumpels, die mal blöde Sprüche raushauen, als Einzelfälle, weil sie ja sonst ganz ok sind.
Der andere trifft diese zwei vielleicht auf einer Con, kennt sie nicht näher und verbucht die Begegnung unter ‚Leute mit Vorurteilen gegen Crossgender‘ oder ‚Leute mit seltsamem Bild von Frauen getroffen’.

Fazit des einen: ‘Bei uns gib es das praktisch nicht” (falls doch, braucht man es bei xyz nicht ernst zu nehmen). Fazit des anderen: “Ist allgegenwärtig - auf jeder Con treffe ich mindestens zwei Kandidaten!” :P

@Fenia_Winterkalt

Es ist mE schwierig, RL-Aspekte hier ganz heraus zu lassen - die Vorurteile gegen Crossgender bestehen ja OT.

Und haben natürlich auch mit der Vorstellung aller Beteiligten von ‚gender‘ und dessen Auswirkungen zu tun.

Ich bin mir zB ziemlich sicher, dass die mir früher begegnete Ablehnung von ‚gendergleichem‘ Spiel (es wurde von mir als Frau ganz selbstverständlich erwartet, dass ich einen Mann spiele, und mir keine ‚Extrawürste brate‘) auch mit der damaligen grundsätzlichen Einstellung der betreffenden Spieler und Meister zu Frauen generell zu tun hatte.

Das muss man gar nicht weiter irgendwie aufdröseln, aber ganz ohne Verweis auf das RL kommt man bei diesem Thema mE schlecht hin.

Weil die Gründe für die bestehenden Probleme eben nicht nur IG liegen.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Desiderius Findeisen
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 10.11.2019 12:48

Wir haben nun schon seit über zwanzig Jahren eine gemischte Gruppe aus männlichen und weiblichen Spielern. Cross-Gender war schon immer dabei, auch wenn keiner das Wort kannte und auch keinem klar war, dass das irgendwie ein Problem sein könnte.
Nie war jemand von uns der Meinung, dass „das andere Geschlecht nicht gut rübergebracht wird“.
Wie genau spielt man denn eine Kriegerin anders als einen Krieger?
Meine Spielerinnen haben darauf auch keine Antwort.
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 10.11.2019 13:02

@Rhonda Eilwind das Problem dabei ist das die Beiträge oft so gestaltet sind das man sie eigentlich nur Off Topic beantworten kann wenn man anfängt mit der realen Welt zu vergleichen, dann folgen nämlich Gegen-'beweise' und so weiter, außerdem fühlen sich Leute von soetwas real angegriffen und können keine Gegendarstellung schreiben weil die total OT wäre. Ich will das nicht weiter aufdröseln als nötig, aber es gab Meldungen und Rückmeldungen zu dem Thread hier und ich musste bereits Dinge löschen und PMs schreiben. Es geht nicht um Klein klein, aber ich bitte doch sehr das Thema sensibel anzugehen und nicht ausarten zu lassen.

Und nun back to Topic, wer was zu meiner Moderation sagen möchte kann das per PM zun

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Skalde
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Skalde » 10.11.2019 13:08

Desiderius Findeisen hat geschrieben:
10.11.2019 12:48
Wie genau spielt man denn eine Kriegerin anders als einen Krieger?
Natürlich indem sie vor jedem Kampf erst mal Makeup auflegt. :wink:
Rhonda Eilwind hat geschrieben:
10.11.2019 12:45
Fazit des einen: ‘Bei uns gib es das praktisch nicht” (falls doch, braucht man es bei xyz nicht ernst zu nehmen). Fazit des anderen: “Ist allgegenwärtig - auf jeder Con treffe ich mindestens zwei Kandidaten!”
Guter Punkt. Natürlich ist die Wahrnehmung da bei uns allen subjektiv. Im Rahmen dieser Diskussion wurde aber auch von Sachen berichtet (SL lässt weibliche SC durch NSC vergewaltigen, Männer spielen eindimensionale Gruppenhure etc.) die über ein paar Witze weit hinaus gehen. Ein Spruch a'la "Ich spiel nen Söldner, der kommt nicht in Stimmung, wenn er sie nicht mit dem Schwert bedroht" kann auch von jemandem gemacht werden, der nicht so eindimensional denkt und sich nur über das Klischee lustig macht. Der wird aber vermutlich niemanden zwingen wollen, seine pubertären Fantasien mit ihm auszuspielen.
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 10.11.2019 13:12

Skalde hat geschrieben:
10.11.2019 13:08
Desiderius Findeisen hat geschrieben:
10.11.2019 12:48
Wie genau spielt man denn eine Kriegerin anders als einen Krieger?
Natürlich indem sie vor jedem Kampf erst mal Makeup auflegt. :wink:
Spaß bei Seite: Ich befürchte echt, dass genau sowas von vielen als „gendergerechtes“ Spiel angesehen wird. :ups:
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Avessandrina » 10.11.2019 13:40

Skalde hat geschrieben:
10.11.2019 11:00
Und schon wieder frage ich mich: In was für Runden spielt ihr bitte? Hab ich auf ner Insel gelebt, auf der es solche Leute einfach dankenswerterweise nicht gibt?
Genau das habe ich mich aber auch gefragt. Ich meine, das sind doch Leute, mit denen ich freiwillig meine Freizeit verbringe. Und da sind weder heute noch jemals irgendwelche hohlen Stammtischtypen, deren Entgleisungen ich "halt augenrollend hinnehme". Und selbst wenn, warum sollte ich sowas bei einem männlichen Spieler ODER Charakter hinnehmen und bei einem weiblichen nicht? Entweder stört mich das, dann sage ich etwas und ändere etwas daran oder ich nehme es hin, dann aber auch bei allen.

Und im Gegensatz zu knppls Erfahrungen habe ich sowas weder online noch im P&P in Jahrzehnten erlebt. Auch im RL kommt sowas sehr selten vor. Was sicher auch daran liegt, daß ich in sehr liberalen Kreisen von gebildeten Leuten in Berlin unterwegs bin und vielleicht drei Mal auf einem Con gespielt habe. Aber wie gesagt, selbst online habe ich derlei sehr, sehr selten erlebt. Wenn waren das Wikinger-artige Nordleute, die dann aber eher alles per Schlägerei lösen wollten und keine ausgewiesenen Sexisten. Zumindest war das die Seite, die ich von ihnen kennengelernt habe und dann meidet man diese Typen eben.

Das mal als verwunderte Anmerkung zum angeblich überall verbreiteten Dumpf-Sexismus unter Rollenspielern (gerade die sind doch selbst oft "anders" und daher nicht das klassische Stammtischklientel?).

Und eine Gruppe oder ein Spieler, der "erstmal Makeup auflegt", bevor seine (oder ihre) Kriegerin kämpft (überspitzt übernommen) scheint mir doch sehr wenig Fanatsie und Mühe in die Darstellung seiner Charaktere zu legen und wäre wahrscheinlich niemand, der überhaupt einen Charakter in der Welt oder von sich interessant und differenziert darstellt.
Und eine Gruppe, der das genügt, wird höchstwahrscheinlich auch keine Feinheiten wie seine Einstellung zu X für wichtig erachten. Also wieder mal eine Frage des Anspruchs an das Rollenspiel der eigenen Gruppe und dessen, welche Dinge der Gruppe wichtig sind.
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 10.11.2019 13:55

Desiderius Findeisen hat geschrieben:
10.11.2019 12:48
Wie genau spielt man denn eine Kriegerin anders als einen Krieger?
Meine Spielerinnen haben darauf auch keine Antwort.
Aber wenn das Geschlecht des Chars eh egal ist, kann doch auch einfach jeder sein eigenes Geschlecht spielen, ohne, dass sich über die Vorgabe echauffiert werden muss?
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 10.11.2019 14:07

Ich spiele zur Zeit (hier im Forum) Cross Gender einen Ritter und bin jetzt mal in mich gegangen und hab mich gefragt ob er sich anders spielt. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, eigentlich gar nicht. Was den Charakter besonders macht sind sein Hintergrund und seine Erfahrungen die ich ihm in dem Zuge verpasst habe. Das Konzept ließe sich 1:1 auf eine Frau oder andere sexuelle Orientierung übertragen.
Warum ich einen Mann gewählt habe? Ganz einfach, es waren sonst nur weibliche SC in dem Abenteuer für das ich ihn Konzipiert habe, auch einige CG gespielte. Und ich fühle mich in reinen Männer/- oder Frauengruppen nicht wohl, ich mag die Spannung zwischen den SC, flirten, gegenflirten, sich vor dem anderen Geschlecht beweisen, Konflikte und Interaktion erzeugen. Klar das sind Klischees und man kann dies alles auch unabhängig von einer Heterosexuellen Konstellation tun, aber ich wollte das in dem Fall nicht. Kurzum: Ich spiele einen Mann weil ich es wollte und weil es mir Spaß gemacht hat diesen Char zu erschaffen. Ich mag ihn ziemlich gerne so wie er ist.

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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 10.11.2019 14:15

Avessandrina hat geschrieben:
10.11.2019 13:40
Und eine Gruppe oder ein Spieler, der "erstmal Makeup auflegt", bevor seine (oder ihre) Kriegerin kämpft (überspitzt übernommen) scheint mir doch sehr wenig Fanatsie und Mühe in die Darstellung seiner Charaktere zu legen und wäre wahrscheinlich niemand, der überhaupt einen Charakter in der Welt oder von sich interessant und differenziert darstellt.
Balayanim nach Ishanna al'Kira könnte ich mir bspw. sehr gut mit Make-up im Kampf vorstellen. Umgekehrt würde es wohl auch niemand unstimmig finden, wenn der Waldmenschen-Stammeskrieger Kriegsbemalung auflegt (auch letztlich eine Form des Make-up).

Könnte in einer gleichberechtigten Welt natürlich auch der geschminkte Aranier sein. Aber da sind wir Spieler*innen wieder alle mehr oder weniger Kinder unserer Sozialisierung. Da würden manche Spieler wohl doch drüber stolpern und das unmännlich finden (egal ob von Mann oder Frau gespielt).

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Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 10.11.2019 14:26

Ich hab mir tatsächlich mal einen (dann nie gespielten) eitlen Ritter gebaut, der Sturmhaube statt Visierhelm trägt, damit sein hübsches Gesicht und seine blonden Locken auch im Kampf zur Geltung kommen. Da er aus der Heldentrutz stammt, hat er es nicht so mit Makeup, aber bei einem tulamidischen Krieger, der sehr viel Wert auf Stil legt, könnte ich mir das durchaus vorstellen.
Madalena hat geschrieben:
10.11.2019 14:15
Aber da sind wir Spieler*innen wieder alle mehr oder weniger Kinder unserer Sozialisierung. Da würden manche Spieler wohl doch drüber stolpern und das unmännlich finden
Tja, von Sozialisierung und Erwartungen an Geschlechter kann ich als auf dem Land aufgewachsener Mann mit langen Haaren echt ein Lied singen. ("Du siehst aus wie ein Mädchen." "Wann willst du dir denn endlich die Haare schneiden lassen? Du willst doch auch mal gut aussehen.")Vielleicht hab ich ja deswegen so eine Aversion gegen Geschlechterklischees.
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Timonidas » 10.11.2019 15:08

Avessandrina hat geschrieben:
10.11.2019 13:40
irgendwelche hohlen Stammtischtypen
Avessandrina hat geschrieben:
10.11.2019 13:40
zum angeblich überall verbreiteten Dumpf-Sexismus unter Rollenspielern (gerade die sind doch selbst oft "anders" und daher nicht das klassische Stammtischklientel?).
Würdest du bitte aufhören gegen "Stammtischklientel" zu hetzen?
Madalena hat geschrieben:
10.11.2019 14:15
Könnte in einer gleichberechtigten Welt natürlich auch der geschminkte Aranier sein.
In Aranien gibt es aber keine gleichberechtigung. Ich weiss jetzt nicht wie geschlechterspezifisch das Schminken in Aranien bewertet wird, aber vielleicht wird man dort auf geschminkte Männer ähnlich reagieren wie man in Andergast auf eine Frau mit Rüstung reagiert.

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Madalena » 10.11.2019 15:13

Timonidas hat geschrieben:
10.11.2019 15:08
In Aranien gibt es aber keine gleichberechtigung. Ich weiss jetzt nicht wie geschlechterspezifisch das Schminken in Aranien bewertet wird, aber vielleicht wird man dort auf geschminkte Männer ähnlich reagieren wie man in Andergast auf eine Frau mit Rüstung reagiert.
Stimmt, das war ein etwas schiefes Beispiel, was Gleichberechtigung angeht. Aber ich denke es gibt Kulturen in Aventurien wo Schminken zumindest ebenfalls männlich besetzt sein kann (keine Ahnung, wie da offizielle Setzungen sind).

Aber vielleicht bewegen wir uns da wieder etwas vom Thema weg, mea culpa.

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Avessandrina » 10.11.2019 15:23

Echt jetzt? Ok, "Stammtisch" diente hierbei als Synonym für ein gewisses Niveau und gewisse damit allgemein assoziierte Verhaltensweisen. Es war NICHT jede einzelne Person gemeint, die sich an Stammtischen für was auch immer trifft. Rollenspielstammtische zum Beispiel :P

Schminken sich Aranier nicht? Ich glaube, in den Romanen war das auch so beschrieben, wenn man die denn dazu heranziehen kann. Unser aranischer Nandusgeweihter schminkt sich jedenfalls. Allerdings nicht vor dem Kampf :ijw:
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 10.11.2019 15:37

Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.11.2019 13:55
Desiderius Findeisen hat geschrieben:
10.11.2019 12:48
Wie genau spielt man denn eine Kriegerin anders als einen Krieger?
Meine Spielerinnen haben darauf auch keine Antwort.
Aber wenn das Geschlecht des Chars eh egal ist, kann doch auch einfach jeder sein eigenes Geschlecht spielen, ohne, dass sich über die Vorgabe echauffiert werden muss?
Das Problem ist eben nicht das „können“ sondern das „müssen“.
Es gibt ja anscheinend noch einige Gründe außer „ich möchte meinen Mitspielern mit überzogenen Geschlechter-Klischees auf den Keks gehen“, die einen Spieler dazu bewegen ein anderes Geschlecht für seinen Charakter zu wählen (siehe verschiedene Beiträge hier im Faden).
Und die dann einfach verbieten? Warum, wenn es doch eh egal ist :wink:
Was anderes ist es, wenn ein Mitspieler oder (anscheinend selten) eine Mitspielerin bereits ein untolerierbares Verhalten gezeigt hat: Dann hätte ich auch kein Problem damit, in der Gruppe entsprechende Vorgaben zu vereinbaren. Das gilt aber unabhängig vom Cross-Gender für jedes untolerierbare Verhalten von Mitspielern.
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knppel
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Ungelesener Beitrag von knppel » 10.11.2019 15:41

Skalde hat geschrieben:
10.11.2019 14:26
Ich hab mir tatsächlich mal einen (dann nie gespielten) eitlen Ritter gebaut, der Sturmhaube statt Visierhelm trägt, damit sein hübsches Gesicht und seine blonden Locken auch im Kampf zur Geltung kommen. Da er aus der Heldentrutz stammt, hat er es nicht so mit Makeup, aber bei einem tulamidischen Krieger, der sehr viel Wert auf Stil legt, könnte ich mir das durchaus vorstellen.
Ich wollte eben sagen, das ist doch wieder nur so ein dummes falsches Klischee, Frauen und Eitel und immer besser gepflegt.
Und ich habe den eitlen Gecken jahrelang gespielt. Natürlich, im Ernstfall wird er noch mit Schaum vorm Mund vom Stuhl springen und mit dem eiligst ergriffenen Barbiermesser in den Kampf eingreifen.
Aber wenn er es irgendwie vermeiden kann, wird er den Teufel tun wenn er es nicht wirklich muss ("Ich würde eurer Aufforderung nach Satisfaktion ja liebend gerne nachkommen, Madame, aber meine Donnerstagsrüstung ist in Reparatur, ihr seht also, mir sind leider die Hände gebunden." Der Sekretär murmelt etwas ins Ohr "Aber der Boronstag Nachmittag ist noch Duell-frei, wie ich höre, wenn es genehm wäre...").

Und natürlich gilt das oben gesagte: Ich stelle einen Charakter dar, nicht ein Geschlecht- solange das die Grundidee ist, kann meiner Erfahrung nach eigentlich wenig schief gehen.
Für fast alle meine Charaktere, mit Ausname vielleicht des asketischen Praioten, gilt aber auch:
wenn ein freundlicher Flirt (oder im Zweifelsfall auch zähneknirschende Einwilligung zum Geschlechtsverkehr) tatsächlich den branchenüblichen Totschlag zum verrichten der Heldentat gleichwertig ersetzen kann, ist er fast immer erste Wahl. Also, der Flirt.
Einfach weil gebrochene Herzen auf dem Weg vielleicht auch tragisch sind, aber im Gegensatz zu Leichen auf dem Weg nicht so viel Aufmerksamkeit von Ordnungshütern auf sich ziehen. Und so dumm, dass er (oder sie) das nicht kapiert und berücksichtigt, sind nichtmal die stupidesten meiner Spielfiguren.
(und auch hier habe ich reichlich erfahrung, aus naheliegenden Gründen spiele ich auch gerne mal Charakter die, z.B. einfach mal posten ohne korrektur zu lesen, oder die inzwischen geposteten 9 anderen Antworten durchzusehen....)

Und last but not least, zum Thema "Wo findet man denn sowas"-
Einerseits muss ich vorneweg sagen, ich bin GTA-online geschädigt. Kurzfassung: Als weiblichen Charakter nimm entweder graue Maus, oder Polizei, oder Gruppenschlampe, und selbst dann wird man auf der Straße noch von Hinz und Kuntz in den Kofferraum gepackt, wenn man nicht aufpasst, selbst bewaffnet ist, oder sich mit privatem Sicherheitsdienst und genug Erpressungsmaterial gegen die Mafiabanden und Stadtwache/Polizei die Großmächte vom Leib hält.
Ich habe auch im echten Leben zuvor niemals facebook benutzt, und dieser rp-server hatte sein eigenes Social Network, was mein Charakter natürlich suuuuuper interressant fand. Ich erspare euch weitere Details an dieser Stelle.

Allerdings ist man auch am privaten und mutmaßlich sicheren Spieltisch nicht vor Überraschungen gefeit.
Wir hatten einmal einen Abend, da war ein Kerl, also.
Es war eine recht große Gruppe an jenem Abend, ich glaube 7-8 Spieler, dementsprechend viel Eigendynamik und wenig SL-Kontrolle. Wir hatten vier oder fünf weibliche Charakter in der (gemischten) Gruppe, darunter ich als Katzenhexe aus dem Bornland, klein und dick mit Schaukelpferd, aber mit grundsonnigem Gemüt und eigentlich hochoptimistisch.
Langer Rede kurzer Sinn, der Spieler hat sich nicht nur mehr betrunken als man das am Spieltisch sollte, er hat sich auch so dermaßen in der Rolle seines Frauenverachtenden Ferkinas ergeben, dass selbst meine eher verbal schlagfertige und im Zweifel fluchfreudige Spielfigur schlicht sprachlos war von der ganzen Performance, während die (echten) Damen mit hochgezogenen Augenbrauen um den Tisch saßen und warten dass er aufhört, oder so.
Zu einem Stammtisch kommt man auf dem Niveau gewiss nicht, egal wie ungut die Gegend, um mal den rethorischen pun umzudrehen.
Wir waren zu verdattert um ihn rauszuschmeißen, oder am Tisch zu grillen wie es angemessen gewesen wäre, aber unser SL hat den Kerl nicht wieder eingeladen.
Ist glücklicherweise die Ausname gewesen, nicht die Regel (von wegen verbreitetem dümmlichem Sexismus, und so), aber es kann vorkommen.

Im Zweifel gilt im Nachhinein: Auch bei einer Frau, die mit gleich zwei Flaschen Four Roses zum Spieleabend kommt, wäre ich wohl in Zukunft vorsichtiger und reservierter.

Timonidas
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 10.11.2019 16:13

knppel hat geschrieben:
10.11.2019 15:41
Ich wollte eben sagen, das ist doch wieder nur so ein dummes falsches Klischee, Frauen und Eitel und immer besser gepflegt.
Jein. Wenn du mit dumm und falsch, nicht allgemeingültig meinst, dann ja aber generell sind Frauen doch eitler und gepflegter. Zumindest in meinem Umfeld.
knppel hat geschrieben:
10.11.2019 15:41
Langer Rede kurzer Sinn, der Spieler hat sich nicht nur mehr betrunken als man das am Spieltisch sollte, er hat sich auch so dermaßen in der Rolle seines Frauenverachtenden Ferkinas ergeben, dass selbst meine eher verbal schlagfertige und im Zweifel fluchfreudige Spielfigur schlicht sprachlos war von der ganzen Performance, während die (echten) Damen mit hochgezogenen Augenbrauen um den Tisch saßen und warten dass er aufhört, oder so.
Zu einem Stammtisch kommt man auf dem Niveau gewiss nicht, egal wie ungut die Gegend, um mal den rethorischen pun umzudrehen.
Wir waren zu verdattert um ihn rauszuschmeißen, oder am Tisch zu grillen wie es angemessen gewesen wäre, aber unser SL hat den Kerl nicht wieder eingeladen.
Also ich will dich ja nicht persönlich angreifen oder so aber wie willst du den das Patriarchat überwinden wenn du es nichtmal schaffst jemanden der sich so dermaßen daneben benimmt darauf hinzuweisen dass sein Verhalten inakzeptabel ist? Du musst schon die Übeltäter direkt konvertieren und nicht nur online über sie meckern.

Achso und Kannibalismus ist pfui.

knppel
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Ungelesener Beitrag von knppel » 10.11.2019 16:25

Man kann nicht nur online, sondern auch an einem echten Tisch an seine Grenzen stoßen. Passiert mir gewiss nicht häufig. War da aber der Fall.
Hat eventuell eben auch damit zu tun, dass mein aventurischer Charakter eben kein Patriarchat überwinden wollte (weil sie es ja nicht musste), und ich deswegen nicht so darauf vorbereitet war, offenem Sexismus Paroli zu bieten.

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Ungelesener Beitrag von B.O.B. » 10.11.2019 16:57

knppel hat geschrieben:
10.11.2019 15:41
Langer Rede kurzer Sinn, der Spieler hat sich nicht nur mehr betrunken als man das am Spieltisch sollte, er hat sich auch so dermaßen in der Rolle seines Frauenverachtenden Ferkinas ergeben, dass selbst meine eher verbal schlagfertige und im Zweifel fluchfreudige Spielfigur schlicht sprachlos war von der ganzen Performance, während die (echten) Damen mit hochgezogenen Augenbrauen um den Tisch saßen und warten dass er aufhört, oder so.
Zu einem Stammtisch kommt man auf dem Niveau gewiss nicht, egal wie ungut die Gegend, um mal den rethorischen pun umzudrehen.
Wir waren zu verdattert um ihn rauszuschmeißen, oder am Tisch zu grillen wie es angemessen gewesen wäre, aber unser SL hat den Kerl nicht wieder eingeladen.
Aber wo war denn jetzt das genaue Problem? (Bitte ankreuzen, gern auch mehrfach...)

[ ] A: Der Spieler kam schon mit einer ungesunden und unangemessenen Menge an Alkohol zum Spielabend.
[ ] B: Der Spieler stellte einen Wilden aus einer primitiven Barbarenkultur, in der novadische Patriachatsvorstellungen liberal wirken, hintergrundkonform da... nur leider in einer unpassenden Gruppe und/oder ohne vorherige Absprache mit den Mitspielern.
[ ] C: Der Spieler mißbrauchte den Rollenspielabend, um einfach mal ohne Rücksicht auf Mitspieler die Sau rauszulassen...
[ ] D: Irgendein Grund, der sich auf Cross-Gender oder (vermeintlich oder real) falsche Geschlechterdarstellung im Rollenspiel bezieht.

Da ich mir irgendwie keinen Grund ausdenken kann, mein Kreuzchen bei D zu machen, ist das 'ne schöne Anekdote zu 'nen problematischen Spieler aber hat irgendwie nichts mit dem Thema zu tun.
Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.11.2019 13:55
Aber wenn das Geschlecht des Chars eh egal ist, kann doch auch einfach jeder sein eigenes Geschlecht spielen
...oder einfach grundsätzlich das jeweils andere. Ist schließlich -wie du richtig festgestellst- egal. :ritterswitch:

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Skalde » 10.11.2019 17:11

Klingt nach nem klaren Fall von A und C, der eher wenig mit Cross-Gender oder Geschlechterverhältnis als vielmehr mit generell mangelnder Etikette beim Spieler zu tun hatte. Solche Leute sind unabhängig von den Moralvorstellungen ihrer Charaktere ätzend, es fällt nur bei manchen Heldenkonzepten mehr auf als bei anderen.
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 10.11.2019 19:32

Skalde hat geschrieben:
10.11.2019 13:08
Desiderius Findeisen hat geschrieben:
10.11.2019 12:48
Wie genau spielt man denn eine Kriegerin anders als einen Krieger?
Natürlich indem sie vor jedem Kampf erst mal Makeup auflegt. :wink:
Es ist wichtig well dressed in den Kampf zu ziehen, könnte ja der letzte Kampf sein.

https://www.youtube.com/watch?v=6v-nGkv26n8

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von ledaeth » 10.11.2019 20:06

Jadoran hat geschrieben:
10.11.2019 08:35
Wenn ich mir einige der letzten Posts so anschaue: Und wieder sind wir bei der Allgemeinpolitik. Vorsichtig ausgrdrückt. Haben denn echt so viele Rollenspieler Gender-Studies als Erst-Hobby?
Dass Rollenspieler überdurchschnittlich interessiert sind an Psychologie und Sich-in-andere-hineinversetzen sollte eigentlich nicht verwunderlich sein.
Denn wie ein sehr weiser Mann einmal sagte: „Da, wo du hingehst, da bist du dann.“

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von hexe » 10.11.2019 20:14

Timonidas hat geschrieben:
10.11.2019 15:08
In Aranien gibt es aber keine gleichberechtigung. Ich weiss jetzt nicht wie geschlechterspezifisch das Schminken in Aranien bewertet wird, aber vielleicht wird man dort auf geschminkte Männer ähnlich reagieren wie man in Andergast auf eine Frau mit Rüstung reagiert.
Avessandrina hat geschrieben:
10.11.2019 15:23
Schminken sich Aranier nicht?
Aranien gehört in diesem Bezug zum tulamidischen Kulturraum. Dort schminken sich die, die es sich leisten können Männer wie Frauen. Auch mein novadischer Derwisch hat für entsprechende Gelegenheiten zumindest einen Kohlestift für die Augen dabei. Das macht man so.
Timonidas hat geschrieben:
10.11.2019 16:13
Zumindest in meinem Umfeld.
Oder auf Rollenspielconventions ist der Prozentsatz an ungepflegten, übergewichtigen, bärtigen Männern größer als üblich?

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von knppel » 10.11.2019 20:17

C&A, in der Tat. Es war wohl auch deshalb so eindrücklich, weil ich soetwas aus naheliegenden Gründen einfach vorher noch nicht erlebt hatte (also, an mir selbst bzw. meiner Spielfigur).
Es war jetzt nicht ein dummer oder mieser Witz, oder ein paar, sondern der konsequente Versuch den Charakter zu mobben, von dem Moment da klar war das für ihn nichts gehen wird (weil er sich ja von Anfang an wie ein Arsch benommen hat).
Mit steigendem Alkoholpegel kam dann die Unfähigkeit hinzu, tatsächlich einen Dialog zu führen (und wenn ich das jemandem attestiere... ist ja nicht so dass ich das nicht auch ein wenig könnte, hüstel). Der hat sich sosehr hineingesteigert, dass er es irgendwann tatsächlich als Angriff empfunden hat, wenn einer der weiblichen Charakter auch mal den Mund aufmachen wollte- und sei es nur, um mit jemand anderem zu reden- und sofort unterbrechen musste. Weil ja mein Stamm, meine Weiber, alles meins, und besoffen. :rolleyes:

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 10.11.2019 21:27

Also das du ein paar Posts vorher groß über das Patriachat und die Ungerechtigkeit getönt hast, kann man schon von erwarten, dass du die Krallen ausgefahren hättest.
Auf der anderen Seite hätte auch einer der anderen Männer den Betrunkenen in die Schranken weisen können und den Damen zu Hilfe eilen sollen, zu mindestens mache ich das so auch wenn mir dass dann wahrscheinlich giftige Blicke und angefauchete Sprüche ala: "Ich kann das auch selber" einbringen würde.
Was ja glatt gelogen ist aber mit dem normalen Mann kann man es ja machen, weil der Gentleman das einfach hinnimmt und nicht ausfällig wird.

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Skalde » 10.11.2019 22:02

Bist du sicher, dass das hier die richtige Plattform für deine Probleme ist?
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 10.11.2019 22:05

Meine Probleme ?

Evtl. solltest du mir das aber per PM schicken.

Fenias Mod Hand zuckt schon wieder so verdächtig. :thorwaler:

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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.11.2019 22:21

Die Anekdote hat einfach nichts mit Cross Gender zu tun. Es hat sich anscheinend damals wer schwer daneben benommen, und anstatt, dass die deutliche Mehrheit (5w+2m vs. 1m) ihn zunächst zur Mässigung und notfalls zum gehen aufgefordert hat... egal. Wäre vielleicht ein Thema: "Wie soll man sich auf Conrunden verhalten, wenn ein/die Mitspieler/SL einem furchtbar auf den Zeiger gehen? Aber brauchen wir nicht, dafür gibts ja selbst auf unseren Forentreffen schon eine Anti-Harassment-Policy. Die SUFU hilft da sicher. Soziale Dynamiken bei gefühlten Konsens- und Regelverstössen sind auch ein interessantes Thema, aber recht... allgemein. Testsituationen in Abenteuern führen oft zu einem Zuschauersyndrom ("Geht uns ja nicht wirklich was an, oder?") oder einer gewalttätigen Überreaktion ("Waffe ziehen und drauf"), fast nie zu einem diplomatischen Vorgehen. Auf jeden Fall ist es ein anderes Thema. Ich kann der Anekdote kein Argument für oder gegen Cross Gender Play entnehmen.
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Cross-gender im Rollenspiel

Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 10.11.2019 22:53

Jadoran hat geschrieben:
10.11.2019 22:21
Die Anekdote hat einfach nichts mit Cross Gender zu tun.
Jein.

Wenn ich es richtig verstanden habe, spielte ja @knppel (männlich?) eine Hexe (weiblich?) - und der weibliche SC von @knppel wurde ingame gemobbt, weil er weiblich war...
Während die männlichen SCs männlicher wie weiblicher (?) Spieler nicht gemobbt wurden?

Insofern war das Erlebnis für @knppel eine direkte Folge von cross-gender, weil es ihm sonst nicht passiert wäre-

Trotzdem ist das Ganze eher unter "intensives Rollenspiel" zu verorten, denn es wurde ja nicht der SC gemobbt, weil er vom anderen Geschlecht gespielt wurde, sondern generell, weil er weiblich war.
Aber: Anscheinend konnte man suffbedingt nicht mehr OT mit den Spieler kommunizieren, sondern nur noch mit seinem Charakter. Was die Sache dann etwas schwierig macht, denke ich mir.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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