Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
margolos
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ungelesener Beitrag von margolos » 18.06.2019 09:23

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:
18.06.2019 09:08
Du siehst es so, andere anders. Lebe damit. Du wirst nicht gezwungen mit jemandem zusammenzuspielen, der eine andere Sicht auf die Regeln hat.
Und ein Regelbuch ist kein Gesetzbuch, es ist ein Vorschlag der Autoren, wie man das Spiel spielen kann. Es gibt überhaupt keinen Grund, davon in seiner eigenen Gruppe nicht abweichen zu dürfen. Es muss einem nur klar sein, dass andere Gruppen vielleicht nach anderen Regeln spielen. Und in dieser Hinsicht besteht überhaupt kein Unterschied mehr zwischen Optional-, Experten- und Hausregeln. Es sind Variationen des grundlegenden Regelsets die in beliebiger Kombination in unterschiedlichen Runden unterschiedlich zusammengestellt werden, bevorzugt um den Spielspass zu erweitern. Nur das die ersten beiden möglicherweise schneller erklärt sind, weil jeder sie gelesen haben kann, wobei fraglich ist, ob jemand den Inhalt einer Optionalregel, die er nicht nutzt, wirklich einfach parat hat das der Name der Regel reicht.
Was man zu Hause macht ist ja egal, es geht ja in dieser Diskussion um allgemeine Gültigkeit, wenn man mit Fremden spielt, auf Cons zum Beispiel.
Ich denke fast niemand bezeichnet die DSA Regeln als gut.
Ich ja. Besonders die Grundregeln.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 18.06.2019 09:29

Also auf Cons habe ich noch nicht gespielt, aber sehr viel online. Da ist es auch üblich dass der SL bei der Runden Ausschreibung auch dazu schreibt ob und welche Hausregeln er verwendet
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Ungelesener Beitrag von juppdersepp » 18.06.2019 09:37

Hmm. . . , auch auf die Gefahr hin, dass wir uns noch weiter von der Ausgangsfrage entfernen :dunkelheit: hier eine kleine Anmerkung:

DSA, wie eigentliche jedes andere Spiel auch, soll doch in erster Linie Spaß machen. Es ist eine Freizeitbeschäftigung und keine Religion (obwohl ich weiß, dass das manchmal anders gesehen wird :lol: ). Wer da mit Dogmatismus und so rüberkommt ist mM nach eh schlecht beraten. Ich habe in meiner fast 30-jährigen Zeit als DSA´ler das Spielen immer als Prozess betrachtet, der einfach aus sich heraus schon (Regel-) Änderungen unterworfen ist. Selbst diejenigen welche genau so spielen, wie es in den Büchern steht können mir nicht erzählen, dass sie sich innerhalb der Gruppe noch nie darüber unterhalten haben, ob man die eine oder andere Regel nicht weglässt oder ne HR hinzufügt. Wenn man dann doch nach den RAW spielt, ist das vollkommen OK, doch im Endeefekkt nichts anderes als wenn man mit HR spielt, da der Findungsprozess, nach welchen Regeln man nun spielt, trotzdem stattgefunden hat. Weil: am Ende soll´s ja für alle nen Spaß sein :cookie:
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 18.06.2019 10:08

Rasputin hat geschrieben:
18.06.2019 09:18
- Gegenhalten mit doppel-DK Waffen ist nur in der geringeren DK erlaubt
@Rasputin _ mal ne kleine Frage nebenbei, warum habt ihr euch denn für die kürzere der möglichen DK entschieden? Optisch wäre doch die Größere sinnvoller (man versucht doch das Gegenhalten auf größtmöglichen Abstand). Jemand der an der Spitze der Waffe vorbei ist hat es doch schwieriger gegenzuhalten. Also warum diese Entscheidung?

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Ungelesener Beitrag von Tjorse » 18.06.2019 11:06

Ich bin etwas spät zur Party...

Zur Eingangsfrage:
Ich als SL beziehe meinen Spaß direkt und proportinal aus dem Spaß der Spieler. Wenn den Spielern mein Abenteuer Spaß macht, habe auch ich Spaß. Wenn meine Spieler gelangweilt oder gar verärgert sind, habe ich keinen Spaß. Wenn ich mir monatelang eine eigene Kampagne ausgedacht habe und die Spieler diese aber nicht spielen wollen, weil ich die Rahmenbedingungen völlig falsch eingeschätzt habe (z.B. eine Horde Barbaren soll am Hofe im Horasreich sinnvoll agieren.. ohne Axt), dann habe ich keinen Spaß und es bringt mir auch gar nichts, wenn ich die Spieler in irgendeiner Form dazu dränge, das Abenteuer oder die Kampagne doch zu spielen, nur weil ich mir die (vergebliche) Mühe gemacht habe, sie vorzubereiten.
Mein Lohn als SL ist das Lachen und das zufriedene Lächeln der Spieler am Ende des Spieltages. Bekomme ich das nicht hin, denke ich das alleine ich versagt habe.

Wieviel würfle ich:
Ich würfle für NSC in Kämpfen. Ich würfle nicht für Meucheln, Gifteinsatz, Fälschen oder ähnliches. Das Abenteuer, das ich gerade leite sieht beispielsweise vor, das ein NSC ein Dokument fälscht. Im Abenteuer ist beschrieben, wie das Dokument aussieht wenn es erfolgreich gefälscht wird und wenn nicht. Das finde ich albern, darauf würfle ich nicht. Das Dokument wird von mir in der gefälschten Version ausgedruckt und die Spieler haben eine Chance, das zu bemerken, nicht aufgrund von Würfeln, sondern aufgrund des wirklichen Wissen der Spieler (Abenteuerwissen, nicht RL-Wissen).
In einem Kampf schummle ich und zwar in beide Richtungen. Ich würfle und in über 90% der Fälle gilt auch das Ergebnis, was ich erwürfelt habe. Wenn sich aber ein epischer Feind als Pechmagnet herausstellt, ignoriere ich 20er und wenn ein 0815 Feind der keine ernsthafte Bedrohung sein sollte und der auch nicht vermieden werden konnte ständig 1er würfelt, dann sind das auch mal einfach normale Treffer.
Insbesondere in Hinterhalten oder sonstwie absolut unumgänglichen Kämpfen gelingt keinem NSC jemals ein "lucky shot" mit dem er einen Spielerchar unmittelbar tötet.
Kurzum, ich versuche Situationen spannend und gefährlich zu halten, ohne dabei eine zufallsbasierte Lebensgefahr für die Chars zu haben. Auf Basis von schlechten Entscheidungen kann man bei mir sterben, aber nicht auf Basis von schlechten Würfeln.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 18.06.2019 12:28

Rasputin hat geschrieben:
18.06.2019 09:18
Allerdings halte ich es auch generell für wichtig sich im großen und ganzen an die Regeln zu halten, ich kann aber verstehen wenn es andere Gruppen anders sehen. Wenn die Regeln allerdings zu simpel werden, hätte ich keine Lust mehr. Ich mag es komplex.
Naja die Gruppe hält sich ja dann an ihre Regeln.
Unsere letzte DSA5 Runde lief da so: wir lesen Status liegend nach, Feststellung so wie das da steht macht es zusammen mit Manöver Festnageln kaum Sinn. Wollen wir das nicht leicht ändern. Es waren alle mit der Änderung einverstanden, also gilt die jetzt (ich muss sie nur noch aufschreiben, das hab ich jetzt vergessen)

Das mit der Komplexität sieht halt auch jeder anders, was DSA schon immer über die Expertenregeln und jetzt Fokusregeln erreichen wollte, dass jede Gruppe sich seinen eigenen Komplexitätsgrad aussucht.
Aber ich hätt langsam am liebsten die große Auswahl von DSA was Fähigkeiten betrifft, aber dabei die Einfachheit der WoD Sachen. Hab da gestern nen Werwolf gebaut und hab glaub gesamt mit Durchlesen mancher Fähigkeiten nur 20 min gebraucht. Es kostet aber halt auch jedes Talent gleich viel.
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Ungelesener Beitrag von Svalja » 18.06.2019 12:38

Ich hab auch Senf, der hier drauf soll :lol:

1. Woraus ziehe ich als Meisterin meinen Spaß?
- Ich bereite gerne Abenteuer vor. Ich lese gerne Abenteuer anderer Leute und ich baue gerne meine eigenen - das ist an sich schon eine lohnenswerte Beschäftigung, aber natürlich würde das längst nicht so viel Spaß machen, wenn ich mir dabei nicht schon überlegen könnte, wie meine kleinen Mäuschen später durch das Labyrinth laufen.
- Ich lasse mich gerne von meinen Spielern überraschen. Am meisten Spaß habe ich, wenn meine Leute etwas anderes tun, als ich mir je vorgestellt hätte, und ich die Hälfte meiner Vorbereitungen streichen kann - denn dann erzählen wir tatsächlich alle zusammen eine Geschichte. (Hm, vermutlich kommt da mein Problem mit offiziellen Kamapgnen her)
- Ich freue mich über die Erfolge der SCs und die Freunde der Spieler
- Ich freu mich diebisch, wenn meine Spieler glauben, dass sie feststecken, und ich aber weiß, dass sie nur noch ein kleines bisschen erledigen müssen, um wieder Oberwasser zu bekommen

2. Wieviel ich würfel?
Wenn ich das mit den Antworten meiner Vorgänger vergleiche, dann würfle ich relativ oft. Für die NSCs, von denen meine Truppe durchs Gebirge verfolgt wrden, gibt es Klettern-Proben, genau so wie für die SCs auch - ich will nicht einfach willkürlich festlegen, ob/wann sie eingeholt werden. Wenn die sich aber alle gleich auf dem ersten Hügel die Beine brechen, oder aber schon nach der ersten erwischt werden, dann drehe ich das manchmal ein bisschen zurecht - aber nicht immer. Wenn die Helden gerade einen Erfolg nötig haben, dann dürfen sie sich auch über das Pech ihrer Feinde lachen oder müssen eben damit leben, dass sie gefangen werden, und nicht mit allem durchkommen.

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Ungelesener Beitrag von margolos » 18.06.2019 13:44

Aber mal eine ernsthafte Frage an die Schummler.
Warum würfelt ihr denn überhaupt, wenn ihr die Würfel eh zu eurer Zufriedenheit dreht? Um die Spieler für doof zu verkaufen?
Es macht das Spiel ja langsamer, da ihr einmal mehr würfelt, obwohl das Ergebnis ja feststeht. Also vollkommen umsonst würfelt.
Gerade in DSA 4 wo es noch keine Qualitätsstufen gab, waren die übrig behalten TAP* bei den meisten Proben total irrelevant. Bestanden oder Nicht bestanden ist da meist die Devise. Und das weiß der Schummler ja schon vor dem Wurf.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 18.06.2019 13:51

margolos hat geschrieben:
18.06.2019 13:44
Gerade in DSA 4 wo es noch keine Qualitätsstufen gab, waren die übrig behalten TAP* bei den meisten Proben total irrelevant. Bestanden oder Nicht bestanden ist da meist die Devise. Und das weiß der Schummler ja schon vor dem Wurf.
Also bei uns waren die TaP* schon immer wichtig, beim Klettern z.b. bestimmen sie auch darüber wie schnell man die Mauer hochkommt und bei Verfolgungsjagden ist das ja durchaus wichtig .
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Ungelesener Beitrag von Fiieri » 18.06.2019 13:55

margolos hat geschrieben:
18.06.2019 13:44
...
Gerade in DSA 4 wo es noch keine Qualitätsstufen gab, waren die übrig behalten TAP* bei den meisten Proben total irrelevant. Bestanden oder Nicht bestanden ist da meist die Devise. Und das weiß der Schummler ja schon vor dem Wurf.
Nun, das stimmt ja so nicht. TAP* sind in den meisten Fällen sehr wohl Ausschlaggebend, sei es um fest zu stellen wie schnell jemand geklettert ist, wie gut der jeweilige Zauber gelungen ist und vieles mehr.

Und so schwarz weiß ist das "schummeln" ja nicht: Aus einem knapp nicht bestanden ein bestanden machen verleiht dann TaP* 0; der Würfelwurf war dann eine Richtungsweisung wie gut etwas ausgeht.

Ich persönlich würfle für die NPC so selten wie möglich, allerdings fordere ich auch so wenig Proben von SCs ein wie irgendwie machbar.
Jemand mit Klettern 7 wird immer eine Mauer erklettern können wenn er beliebig Zeit hat und Helfer mit Klettern 14.
Ob es ihm gut gelingt oder er viel Hilfe braucht kann dann der Spieler selbst entscheiden und dies nach eigenen belieben vortragen :-)

Im Kampf Würfel ich für NPCs ganz normal, wenn auch so manches mal abgekürzt (ein w10 statt 3w20 Probe für einen Zauber mit ungefährer gleichwertiger Wahrscheinlichkeitsverteilung), da ich sonst nur noch am würfeln wäre ^^

Andererseits haben NPCs wie eine Pardona Werte und Sonderfertigkeiten, die einen Patzer schlicht unmöglich machen.
Da opfere ich die Fairness ohne schlechtem Gewissen ganz einfach auf dem Altar der Dramaturgie :lol:

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Ungelesener Beitrag von margolos » 18.06.2019 14:04

Klettern ist das beste Beispiel. Es interessiert keinen wie schnell man klettert. Im Normalfall klettert man, weil man eine erhöhte Position erreichen möchte. Wie schnell ist da vollkommen egal. Wer flüchtet, der macht das nicht indem er davon klettert.
Meine Spieler wollten noch nie wissen, wie schnell sie einen Berg erklommen haben.
Und ja es gibt Situationen wo TAP* wichtig sind (wie Verfolgungsjagden), aber die sind halt relativ gering.
Und Schummeln ist natürlich immer nur schwarz/weiss. Entweder ich spiel ehrlich (weiss) oder ich schummel und spiel falsch (schwarz).
Ob es ihm gut gelingt oder er viel Hilfe braucht kann dann der Spieler selbst entscheiden und dies nach eigenen belieben vortragen
Er entscheidet selber ohne zu würfeln, ob er die Probe mit Bravur bestanden hat oder gescheitert ist? Na, Nacht Matthes. Lass das meine Spieler hören und die werfen alle ihre Würfel weg und haben nur noch bestanden mit 3 Einsen!

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 18.06.2019 14:07

Naja wenn sowieso klar ist, dass man die Probe schafft, muss man nicht würfeln. In DSA5 nennt sich das ganze Routineprobe und viele haben das halt schon intuitiv in 4.1 so gemacht
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Ungelesener Beitrag von Fiieri » 18.06.2019 14:11

margolos hat geschrieben:
18.06.2019 14:04
Er entscheidet selber ohne zu würfeln, ob er die Probe mit Bravur bestanden hat oder gescheitert ist? Na, Nacht Matthes. Lass das meine Spieler hören und die werfen alle ihre Würfel weg und haben nur noch bestanden mit 3 Einsen!
Nun, das kann durchaus so bei euch laufen. Bei uns nicht. Aber das ist definitiv nicht für alle Gruppen geeignet und läuft nur so lange gut, wie sich jeder dran hält.

Aber bei Klettern ohne Druck von außen gibt es auch kaum einen Grund zu würfeln^^
Wenn ich alle Zeit der Welt habe, suche ich mir Hilfe und Hilfsmittel und komme damit überall hoch.
Was anderes ist es, wenn Materialien und Zeit begrenzt sind (sei es im Gebirge fern der Zivilisation, sei es bei einer Verfolgungsjagd). Und bei beiden machen TaP* dann eine Menge aus (je geringer, desto mehr der begrenzten Ressource wird verbraucht).

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Ungelesener Beitrag von margolos » 18.06.2019 14:15

Fiieri hat geschrieben:
18.06.2019 14:11
margolos hat geschrieben:
18.06.2019 14:04
Er entscheidet selber ohne zu würfeln, ob er die Probe mit Bravur bestanden hat oder gescheitert ist? Na, Nacht Matthes. Lass das meine Spieler hören und die werfen alle ihre Würfel weg und haben nur noch bestanden mit 3 Einsen!
Nun, das kann durchaus so bei euch laufen. Bei uns nicht. Aber das ist definitiv nicht für alle Gruppen geeignet und läuft nur so lange gut, wie sich jeder dran hält.

Aber bei Klettern ohne Druck von außen gibt es auch kaum einen Grund zu würfeln^^
Wenn ich alle Zeit der Welt habe, suche ich mir Hilfe und Hilfsmittel und komme damit überall hoch.
Was anderes ist es, wenn Materialien und Zeit begrenzt sind (sei es im Gebirge fern der Zivilisation, sei es bei einer Verfolgungsjagd). Und bei beiden machen TaP* dann eine Menge aus (je geringer, desto mehr der begrenzten Ressource wird verbraucht).
Also in deiner Runde tragen die Spieler auch mal vor, dass sie eine Probe absolut verhauen haben und sich in Lebensgefahr damit bringen? Hut ab, wenn es so ist.

Natürlich muss man beim Klettern würfeln. Immer. Klettern hat das größte Gefahrenpotential im ganzen DSA Universum. Pro Meter Sturz 1W6 Fallschaden und vorbereitungszeit gibt es da nicht wirklich. Gibt keine nachgebenden Kletterseile, da war Klettern noch wirklich Free Climbing.
Sicherungen? Kannten die nicht. Hast du dich an einem anderen gebunden? Tja dann sind beide in die Tiefe gestürzt.

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Ungelesener Beitrag von bluedragon7 » 18.06.2019 14:26

Schummeln ist es nur wenn man sich in der Gruppe geeinigt hat daß keiner Würfel drehen darf und man es trotzdem macht.

Als SL läuft Würfeldrehen bei mir meist so, daß ich die meisten Würfelergebnisse übernehme und lediglich bestimmte Ergebnisse ignoriere, hauptsächlich Krits und wenn der AT 17 Gegner die Xte 18 in Folge würfelt.
AT + 17
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Ungelesener Beitrag von margolos » 18.06.2019 14:33

Schummeln ist, wenn man Würfel dreht, Punkt. Auch wenn eine Gruppe sich dazu einigt, dass in ihrer Spielrunde schummeln erlaubt ist, bleibt es schummeln.
Gilt das schummeln bei euch denn für beide Seiten, also dürfen die Spieler dann auch die Würfel drehen?

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 18.06.2019 14:47

Spieler dürfen das nur mit Schicksalspunkten.
Und schummeln ist der Verstoß gegen Regeln, wenn die Gruppe aber festlegt der SL darf Würfel drehen ist es kein schummeln weil er sich an die vereinbarten Regeln hält.

Und natürlich gab es schon Sicherungen. Wenn der beste vorklettert und oben ein Seil befestigt haben es die anderen leichter. Dazu gibt es auch noch Kletzerhaken etc.
Aber das geht jetzt am Thema vorbei.
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Ungelesener Beitrag von margolos » 18.06.2019 14:50

Bei DSA 4 gibt es keine Schicksalspunkte!
Naja wir sehen das Regelbuch halt anders.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 18.06.2019 14:51

Doch, die wurden optional im Wege des Meisters eingeführt
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 18.06.2019 14:53

@margolos: Ich schaue meinen Spielern grundsätzlich nicht auf die Würfel. Sie scheitern oft genug, aber falls jemand mal die Würfel verflucht und verdammt noch mal jetzt seinen Held nicht schon wieder blamiert sehen will, dann habe ich damit nicht das geringste Problem: Ich lasse nur würfeln, wenn ich mit der ganzen Bandbreite des Gelingens und Scheiterns leben kann. Wenn wer mit dem Kopf durch die Wand will. lasse ich nicht würfeln, höchstens um zu sehen, wieviel Aua er am Kopf bekommt.
Sollte mal ein Spieler "zu erfolgreich" sein, dann schauen ihm schon seine Mitspieler auf die Würfel, aber da bei uns nicht leichtfertig verstümmelt oder gestorben wird, geben sich meine Spieler normalerweise vertrauensvoll in meine Hände, auch wenn es weh tun wird. Das Abenteuer geht weiter, die Helden heilen an Körper und Ego, und sie werden es schon schaffen. Es wird auf jeden Fall ein spannedes (hoffentlich) Abenteuer, dessen Verlauf sie maßgeblich bestimmen.
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Ungelesener Beitrag von Tjorse » 18.06.2019 15:29

margolos hat geschrieben:
18.06.2019 14:15
Natürlich muss man beim Klettern würfeln. Immer. Klettern hat das größte Gefahrenpotential im ganzen DSA Universum. Pro Meter Sturz 1W6 Fallschaden und vorbereitungszeit gibt es da nicht wirklich. Gibt keine nachgebenden Kletterseile, da war Klettern noch wirklich Free Climbing.
Sicherungen? Kannten die nicht. Hast du dich an einem anderen gebunden? Tja dann sind beide in die Tiefe gestürzt.
Sorry, aber das halte ich für blanken Unsinn. Es gibt Haken, Nägel, Steighilfen für die Schuhe, es ist selbstverständlich möglich,eine Seilsicherung zu machen, bei der der abstürzende eben nicht automatisch den anderen mitreisst. So wie du Klettern beschreibst, würde ich bei dir nichtmal auf einen Tisch steige wollen, weil ja anscheinend jederzeit die Möglichkeit besteht, sich das Genick zu brechen und legitime Vorsichtsmaßnahmen von vorne herein als unwirksam abgelehnt werden.
margolos hat geschrieben:
18.06.2019 14:33
Gilt das schummeln bei euch denn für beide Seiten, also dürfen die Spieler dann auch die Würfel drehen?
Nein, die Spieler dürfen die Würfel bei mir nicht drehen. Das beidseitige erfolgt bereits auf SL-Seite, denn der SL dreht die Würfel ja nicht nur, damit die Spieler versagen, sondern ganz im Gegenteil eben auch, damit sie nicht wegen dummen Zufall draufgehen. Der SL entschärft beide Seiten des Spektrums, die Spieler würfeln alles "offen". Und das ist nicht Schummeln, solange die Gruppe sich damit einverstanden erklärt, das der SL eben Spannung und Sicherheitsnetz gleichzeitig in seiner Hand hat. Sie es als Hausregel an. Nur weil andere Gruppen als deine, diese nutzen, schummeln sie deswegen nicht. Sieh es einfach wie Doppelkopf. Da gbt es auch unzählige Regelvarianten und nur weil eine Runde eine andere Regelvariante spielt, schummelt sie nicht.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.06.2019 15:33

Tjorse hat geschrieben:
18.06.2019 15:29
Sorry, aber das halte ich für blanken Unsinn. Es gibt Haken, Nägel, Steighilfen für die Schuhe, es ist selbstverständlich möglich,eine Seilsicherung zu machen, bei der der abstürzende eben nicht automatisch den anderen mitreisst. So wie du Klettern beschreibst, würde ich bei dir nichtmal auf einen Tisch steige wollen, weil ja anscheinend jederzeit die Möglichkeit besteht, sich das Genick zu brechen und legitime Vorsichtsmaßnahmen von vorne herein als unwirksam abgelehnt werden.
Ganz unrecht hat er nicht. In der realen Welt sah es da tatsächlich mies aus, in Aventurien beschreiben aber quasi alle relevanten Werke das Gegenteil.

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Ungelesener Beitrag von Tjorse » 18.06.2019 15:39

Wolfio hat geschrieben:
18.06.2019 15:33
Ganz unrecht hat er nicht. In der realen Welt sah es da tatsächlich mies aus, in Aventurien beschreiben aber quasi alle relevanten Werke das Gegenteil.
Insbesondere die offiziellen Kletterregeln:
WdS, S. 20 hat geschrieben:...Kletterhilfen (Steighaken, Seile, Wurfanker) erleichtern natürlich die Probe, wenn man mit ihnen umzugehen versteht ...
Es gibt sogar extra eine Spezialisierung für Klettern, namens "Freiklettern", was automatisch bedeutet, das das normale Klettern eben nicht nur Freiklettern umfasst.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.06.2019 18:15

margolos hat geschrieben:
18.06.2019 14:15
Natürlich muss man beim Klettern würfeln. Immer. Klettern hat das größte Gefahrenpotential im ganzen DSA Universum. Pro Meter Sturz 1W6 Fallschaden und vorbereitungszeit gibt es da nicht wirklich. Gibt keine nachgebenden Kletterseile, da war Klettern noch wirklich Free Climbing.
Sicherungen? Kannten die nicht. Hast du dich an einem anderen gebunden? Tja dann sind beide in die Tiefe gestürzt.
Verwechsel bitte nicht DSA und die Realität, danke.
Und Thema Vorbereitungszeit: Es gibt sogar nach Regelwerk eine extra Probe, um die Schwierigkeit einer Wand und den besten Weg einzuschätzen.

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 18.06.2019 18:31

Lokwai hat geschrieben:
18.06.2019 10:08
mal ne kleine Frage nebenbei, warum habt ihr euch denn für die kürzere der möglichen DK entschieden?
Hauptsächlich damit Gegenhalten für diese speziellen Waffen unattraktiver wird.
Lokwai hat geschrieben:
18.06.2019 10:08
Jemand der an der Spitze der Waffe vorbei ist hat es doch schwieriger gegenzuhalten.
Doppel-DK-Waffen sind zu 99% Zweihandschwerter und AHH. Also eher Hau- als Stichwaffen. Da halte ich das für weniger wichtig.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ungelesener Beitrag von margolos » 19.06.2019 07:16

Sorry, aber das halte ich für blanken Unsinn. Es gibt Haken, Nägel, Steighilfen für die Schuhe, es ist selbstverständlich möglich,eine Seilsicherung zu machen, bei der der abstürzende eben nicht automatisch den anderen mitreisst. So wie du Klettern beschreibst, würde ich bei dir nichtmal auf einen Tisch steige wollen, weil ja anscheinend jederzeit die Möglichkeit besteht, sich das Genick zu brechen und legitime Vorsichtsmaßnahmen von vorne herein als unwirksam abgelehnt werden.
Das sind alles Kletterhilfen, aber keine Sicherungshilfen und ja du kannst dich mit einem Seil am Fels binden, mit einer in den Fels geschlagenen Öse. Nur wir reden hier nicht von modernen Kletterseilen. Wenn du mit so einem mittelalterlichen Hanfseil 3-5 Meter fällst, dann bekommst du die gesamte Energie vom Fall auf die Schlinge ab. Das bedeutet schwere Organquetschungen (Haut, Innere Organe) bis hin zum Wirbelsäulenbruch. Tragegeschirr, welches die Energie auf den ganzen Oberkörper verteilt und sich dehnende Seile gab es da noch nicht.
Ja Klettern war eine der größten sportlichen Herausforderungen in dieser Zeit.
Nein, die Spieler dürfen die Würfel bei mir nicht drehen. Das beidseitige erfolgt bereits auf SL-Seite, denn der SL dreht die Würfel ja nicht nur, damit die Spieler versagen, sondern ganz im Gegenteil eben auch, damit sie nicht wegen dummen Zufall draufgehen. Der SL entschärft beide Seiten des Spektrums, die Spieler würfeln alles "offen". Und das ist nicht Schummeln, solange die Gruppe sich damit einverstanden erklärt, das der SL eben Spannung und Sicherheitsnetz gleichzeitig in seiner Hand hat. Sie es als Hausregel an. Nur weil andere Gruppen als deine, diese nutzen, schummeln sie deswegen nicht. Sieh es einfach wie Doppelkopf. Da gbt es auch unzählige Regelvarianten und nur weil eine Runde eine andere Regelvariante spielt, schummelt sie nicht.
Ja okay aber das ist ja auch nur der Willkür des Meisters unterlegen. Wenn er nen schlechten Tag hat, dreht er nur für seine NPCs die Würfel. Das ist ja noch unfairer, wenn die Spieler nicht auch schummeln dürfen.
Würfeldrehen ist keine Regelvariante!!!
Verwechsel bitte nicht DSA und die Realität, danke.
Also ich versuche DSA schon sehr realistisch zu simulieren. Gelingt mir auch.

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Fiieri
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ungelesener Beitrag von Fiieri » 19.06.2019 07:54

Bei DSA, anders als bei einem Computerspiel, kann man nunmal selbst nach eigenem Gutdünken und in Absprache mit der Gruppe beliebig regeln ändern.
Eine mögliche solche Änderung ist es, dem Meister zu gestatten, Würfel Ergebnisse um zu deuten oder "zu schummeln".
Ist diese Änderung Gruppenkonsens, so ist es auch kein schummeln mehr sondern die Extra-Regel "der Meister darf Würfelergebnisse umdeuten".

Um zu verhindern, dass der Meister damit Unfug treibt und nur seine NPCs stärkt (aber mal ehrlich, wenn der Meister den Spielern eine rein würgen will kann er das jederzeit tun. Dafür braucht er überhaupt keine Würfeldreherherei oder sonstiges, er sagt einfach ein Gewitter zieht auf und ein Blitz trifft dich. Meister vs Spielersituationen sind absurd witzlos, da der Meister wenn er es drauf anlegt immer gewinnt), kann man ja am Ende des Abends eine kurze Diskussionsrunde über die etwaigen gedrehten Würfel führen:
Wann wurde ein Würfelergebnis ignoriert, war das wirklich sinnvoll oder wäre es anders besser gewesen und ähnliches.

Dann merkt der Meister auch schnell, was seinen Spielern besser gefällt: sicherer Ablauf der Story oder mehr bangen über Würfelergebnisse und eventuell kippt man die Meister-darf-Würfelergebnisse-verändern Regel wieder.

Bei uns zumindest hat die Story-basierte "Schummelei" gewonnen (wobei das im Durchschnitt nicht mal einen Wurf am Abend bedeutet in unserem Fall, und meistens werden einfach Kritische Treffer der Gegner von mir kassiert und abgeschwächt :wink: )

margolos
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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ungelesener Beitrag von margolos » 19.06.2019 08:07

wenn der Meister den Spielern eine rein würgen will kann er das jederzeit tun
Aber mit Würfeldrehen macht er es heimlich und es würde niemals jemanden auffallen. Da er ja verdeckt würfelt.

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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ungelesener Beitrag von juppdersepp » 19.06.2019 08:24

margolos hat geschrieben:
19.06.2019 07:16
Das sind alles Kletterhilfen, aber keine Sicherungshilfen und ja du kannst dich mit einem Seil am Fels binden, mit einer in den Fels geschlagenen Öse. Nur wir reden hier nicht von modernen Kletterseilen. Wenn du mit so einem mittelalterlichen Hanfseil 3-5 Meter fällst, dann bekommst du die gesamte Energie vom Fall auf die Schlinge ab. Das bedeutet schwere Organquetschungen (Haut, Innere Organe) bis hin zum Wirbelsäulenbruch. Tragegeschirr, welches die Energie auf den ganzen Oberkörper verteilt und sich dehnende Seile gab es da noch nicht.
Ganz im Gegenteil: Schau doch mal hier (so ab min 1.20):


Also jeder soll sich doch soviel Hartwurst in seinen Rucksack packen wie er möchte - oder es bleiben lassen. :cookie:
margolos hat geschrieben:
19.06.2019 07:16
Wenn er nen schlechten Tag hat, dreht er nur für seine NPCs die Würfel.
Ganz ehrlich, wer macht denn sowas? Würdest du, wenn du nen schlechten Tag hast, deinen Frust beim Spielen in der Freizeit an deinen Freunden auslassen? Ne, das Argument erschließt sich mir nicht wirklich.
margolos hat geschrieben:
19.06.2019 07:16
Würfeldrehen ist keine Regelvariante!!!
Man kann es Schummeln nennen oder auch nicht, aber wenn alle Spieler in der Gruppe einverstanden sind, dass der Meister die Würfel dreht, dann ist die Diskussion hierüber auch schon zu Ende.
Zuletzt geändert von juppdersepp am 19.06.2019 08:26, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich habe den Sachsen das Angeln beigebracht, seitdem heissen sie Angelsachsen. Ich bin der König aller Angler. Ich bin Artus, Erfinder des Eukalyptusbonbons am Stiel. Der hier Geräusche macht heisst Petzi, wir durchreiten das Land Länge mal Breite mal Höhe um Gastritter zu finden, die an meinen Hof an Camelot kommen wollen."

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Woraus zieht der Meister seinen Spielspaß und wie viel sollte er würfeln

Ungelesener Beitrag von Tjorse » 19.06.2019 08:25

margolos hat geschrieben:
19.06.2019 07:16
Also ich versuche DSA schon sehr realistisch zu simulieren. Gelingt mir auch.
D.h. Nichtmenschliche Rassen und jede Form der Magie ist automatisch bei dir nicht erlaubt? ;)
Du hast selbst geschrieben, das du Hilfmittel, die laut Regeln ausdrücklich erlaubt sind, nicht zulässt und das unter dem Deckmantel der angeblichen absoluten Regeltreue und dem Realismus. Das passt einfach nicht zusammen. Jede Aussage für sich von dir mag stimmig sein, aber zusammengenommen widersprichst Du dir selbst.
margolos hat geschrieben:
19.06.2019 07:16
Ja okay aber das ist ja auch nur der Willkür des Meisters unterlegen.
Immer wieder dieses Willkür-Argument. Meine Fresse, das gesamte Spiel unterliegt der Willkür des SL, denn alleine der SL entscheidet, ob um die nächste Ecke des Weges ein Regenbogen, ein Einhorn oder eine Horde Banditen wartet. Allein der SL entscheidet, ob die Gruppe von professionellen Assassinen angegriffen wird oder von Stümpern. Der SL entscheidet 100x am Spieltag irgendetwas, was entweder nicht im Abenteuer oder nicht in den Regeln exakt abgedeckt ist. Das ist der verdammte Job des SL und jeder SL kann die Gruppe problemlos umbringen, wenn er es denn so wollte, also was soll immer dieser Unfug mit der Spielleiterwillkür?

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