Krieger oder Schwertgeselle?

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Akademie oder Schwertmeister?

Akademie
24
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Schwertmeister
18
43%
 
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Benutzer 16037 gelöscht

Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Benutzer 16037 gelöscht » 27.04.2019 15:01

Seid gegrüßt Freunde des Waffenhandwerks,

Mich würde interessieren wozu ihr bei einem kämpferischen Char eher tendiert und warum.

Die klassische und traditionelle Ausbildung in einer Kriegerakademie, oder die moderne persönlichere Unterweisung bei einem Schwertmeister?

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AngeliAter
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 27.04.2019 15:47

Bei mir geht es eher Richtung Krieger. Ich mag es einfach wenn man noch 3-4 Waffentalente zum Ausweichen hat wenn die Primärwaffe mal drauf geht. Und das wichtige sind ja eh die Sonderfähigkeiten und die sind zum Teil talentübergreifend (und sind eh vergünstigt).
Als Krieger jetzt auf genau eine Waffe zu gehen ist Verschwendung, sowas kann man den Schwertgesellen überlassen.
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 27.04.2019 16:47

Ich kann keins von beidem generell bevorzugen. Es kommt bei der Wahl stark darauf an, welchen Hintergrund der Char hat. Zum einen passt der Spezialist besser zum anderen der Generalist...
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

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Assaltaro
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 27.04.2019 16:57

Ich finde dass es bei beidem interessante Schulen gibt und oft ist es ja auch noch so, dass man im Süden mehr Schwertgesellen und im Norden mehr Krieger gibt, nur im Horasreich ist beides gut vertreten und Adersin bildet irgendwie noch so ne Ausnahme.

Die almadanischen Caballeros möchte ich nicht wirklich als SG auffassen, weil sie vom Fluff her die almadanische Ritterversion sind, auch wenn sie regeltechnisch als SG laufen (Caballero heißt ja auch Ritter)
Ebenso der Buskur, das ist vom Fluff her auch der maraskanische Ritter.
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Eadee » 27.04.2019 18:24

Krieger. Das ist ein klassischer Heldentypus dessen Kodex ihn hervorragend fürs Abenteuerleben prädestiniert.

Schwertgesellen empfinde ich eher als arrogantere Artgenossen, welche oft nur ihren eigenen Ruf im Sinn haben und sich oftmals auch zu fein sind dem gemeinen Volk aus der Misere zu helfen.

Das ist jetzt kein Schwarz-Weiß, sondern eine Tendenz wegen derer ich als Spieler und als Spielleiter den Krieger (tendenziell) bevorzuge. Das heißt nicht dass es keine schlechten Krieger oder keine guten Schwertgesellen gibt.

Außerdem finde ich den Allrounder-Krieger gut weil er eben immer kämpfen kann, egal was er zur Hand hat oder was er nicht zur Hand hat. So mancher Schwertgeselle beginnt zu jammern und gibt gar kein heldenhaftes Bild mehr ab wenn das Abenteuer ihm mal seinen Bratspieß abnimmt.

Fazit: Schwertgeselle kann man spielen, aber Krieger ist für Spielgruppe und Spielleiter leichter in eine Heldengruppe(tm) zu integrieren. :visierzum:
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Vasall
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Vasall » 27.04.2019 21:36

Ich hab auch für Akademie gestimmt.
Bei einem Kämpferchar denke ich zwar zuerst an Ritter, da das nunmal die exklusivste und praxisnaheste Ausbildung darstellt, aber der ist ja an höheren Stand gebunden und ist ja auch nicht in der Auswahl der Umfrage.

Der SG trägt das Rittertum in post- bzw. nichtfeudale Strukturen, aber zu dem Preis der absoluten Spezialisierung.
Für bestimmte Charakterkonzepte ist der Typus spannend, aber ich würde ihn immer an einem breiteren Waffenspektrum ausgebildet erstellen als die Vorgabe hergibt.

Der Krieger im Mittelreich ist zentrale Säule des feudalen Rittertums, dafür ist die Ausbildung weniger exklusiv, aber was soll's, er hat von Haus aus alles was einen vollwertigen Kämpfer ausmacht.

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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 27.04.2019 23:46

Für einen Charakter, dessen Hauptaufgabe nur der Kampf ist: Bei höherem SO Krieger, bei niedrigerem SO Söldner (mMn noch Gruppentauglicher als der Krieger).

Wenn der SC gleichzeitig noch als Sozialiser für die oberen Schichten dienen soll (oder klar ist, dass nur im zivilisierten Umfeld unter Menschen gespielt wird, d.h. kaum Tiere/Dämonen/Untote auftauchen), würde ich eher einen Schwertgesellen wählen.

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Baal Zephon
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Baal Zephon » 28.04.2019 07:14

Ich mag Schwert Gesellen lieber, einfach weil mir diese organisierte künstlich herbeigeschriebene Akademie System nicht behagt. Ich weiß dass das historisch gewachsen ist, aber es fühlt sich für mich falsch an. Auf jeden Fall weniger natürlich als die Ausbildung bei einem Schwert/Waffenmeister. Auch die Boni für akademische Ausbildung... Nein danke für mich wäre der Krieger an sich als eigener Stand obsolet. Was wäre sonst das mittending zwischen Fußsoldat und Ritter? Nichts, bzw. halt der Edelknecht, der macht in der Struktur auch mehr Sinn.
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 28.04.2019 08:53

Baal Zephon hat geschrieben:
28.04.2019 07:14
Ich mag Schwert Gesellen lieber, einfach weil mir diese organisierte künstlich herbeigeschriebene Akademie System nicht behagt.
Das geht mir durchaus ähnlich. Einige Akademien haben schon was sehr artifizielles.

Auf der anderen Seite ist die Nähe zu irdischen Hof- und Knappenschulen ebenso klar gegeben.
Das sich Ritter, verdiente Kämpen und Gelehrte an großen Höfen gemeinsam um die Ausbildung der Jungen kümmerten kann man gut nachvollziehen und diesen Schulen entstammen die ministerialen Dienstleute als Bindeglied zwischen gemeinem Fußsoldat und adeligem Ritter auch in Aventurien. Zudem mag ich den Ursprung der aventurischen Kriegerakademien in den bosparanischen Legionslagern.

Ministerialen, Edelknechte, Men-at-arms, Gens d'arms, Armige, Sarjanten, und wie man sie nennen mag. Die ganzen hochprofessionellen Elitekrieger waren immer Hort und Garant des Rittertums, das ja nicht originär adelig ist. Knight kommt von Knecht. Das lateinische Wort Miles definiert den Ritter einfach als den Soldaten schlechthin.
Auch ein funktionierendes Feudalsystem in Aventurien braucht so einen offenen Ritter-/Kriegerstand.

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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Madalena » 28.04.2019 09:48

Meine Entscheidung für oder gegen Professionen ist in erster Linie eine Fluff-Entscheidung, während regeltechnische Effizienz eher eine Nebenbedingung ist (manche Konzepte sind halt vom Generierungssystem so verstümmelt, dass ich sie kaum je spielen würde).

Krieger und SG sind beides regeltechnisch ziemlich starke/bevorzugte Klassen, was da im Einzelnen besser ist brauche ich für mich nicht im einzelnen ausklamüsern. Also gehe ich danach, was ich darstellen will. Und da finde ich bei beiden reichlich Auswahl. Es gibt sehr spannende, schön ausgearbeitete Stile ebenso wie Kriegerakademien.

Und ein Stück weit blutet mein Herz über die DSA4-Ungerechtigkeit, dass manche Professionsklassen mit einer extremen Detailverliebtheit ausdifferenziert werden, während bei anderen nur eine grob dahingeschusterte Einheitsgröße zur Verfügung steht, und es von Eigeninitiative, Gruppenkonsens und Überzeugungskraft abhängt wie sehr man die Pakete individualisieren kann.

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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 28.04.2019 10:06

Auch bei mir hängt die Wahl vom Charakter-Konzept ab, ich habe beides im Portfolio.
Eine Entscheidung für einen Charakter hängt bei mir nicht vom regeltechnischen Unterbau ab sondern rein davon, was ich darstellen möchte.
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Trym » 28.04.2019 12:05

Ich bevorzuge auch eher den Krieger, da ich das Gefühl habe, dass man ihn offener entwickeln kann. Dadurch, dass die akademische Ausbildung ja jegliche Kampfsonderfertigkeiten vergünstigt bleiben mehr AP frei, auch wenn man den Charakter stets nah an dem Erlebten und Genutzten steigert. Durch diese Ersparnis bleibt dann die Möglichkeit schneller die "Profil-" und "Flufftalente" zu steigern, was dem Krieger schneller etwas mehr Fleisch auf das Konzeptskelett bringt.
Hinzu kommt, dass ich persönlich zwar sehr gerne kampforientierte Charaktere spiele, aber den Paradewaffenstil am wenigsten gerne. Die Schwertgesellen sind ja aber im Gegenzug auch eher Parierwaffenfuchtler, was viele Stile für mich schon komplett unattraktiv macht.
Ich spiele auch gerne Kämpfer, die irgendwann in den Kirchendienst treten. Und für mich ist da das Bild des Kriegers stimmiger als die Palastwache eines Kardinals aus der irdischen Renaissance wie man sie in diversen Mantel und Degen Filmen ja so sieht.

Eigentlich würde ich auch gerne Ritter spielen, nehme dann aber eher den Standardkrieger als Ausgangsprofession und individualisiere den dann so gut es geht mit den Generierungspunkten.

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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Vasall » 28.04.2019 12:58

Der Ritter dient doch schon als Knappe ab dem 14. Lebensjahr bereits im Heer und muss sich die Sporen im Schilddienst verdienen bevor er Ritter wird.
Je nach dem wie viel er in der Knappenzeit erlebt hat, gebe ich ihm zusätzliche Abenteuergeschichten und spezielle Erfahrungen. Der Durchschnittsknappe des Professionspaketes in WdH kann dieses mögliche Spektrum, das in DSA3 ja noch dadurch abgebildet wurde, dass man erst im Abenteurerleben zum Ritter wurde, natürlich nicht abbilden. Art und Ausmaß an Erfahrung muss man individuell für jeden einzelnen Ritter entwickeln.

Aber ich schau bei der Charakterwahl ohnehin nach dem Fluff - und darum geht's doch hier in Thema, oder? - und bastel die Profession dann so hin, dass sie dem Charakter gerecht wird.

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Assaltaro
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 28.04.2019 13:40

Vorallem gelte die Argumente bzgl Professionspakete regelseitig ja nur für eine Edition, der Thread sollte aber denke ich davon unabhängig sein.

Mich würde mal interessieren, ob die Leute die Krieger wegen der akademischen Ausbildung nehmen in 5 immer noch pro Krieger sind. Bei einem freien Steigerungssystem ist die Frage ob Krieger oder SG ja wirklich nur noch Fluff, es bekommt keiner mehr irgendwas durch die Profession verbilligt.
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Madalena » 28.04.2019 20:14

Assaltaro hat geschrieben:
28.04.2019 13:40
Mich würde mal interessieren, ob die Leute die Krieger wegen der akademischen Ausbildung nehmen in 5 immer noch pro Krieger sind. Bei einem freien Steigerungssystem ist die Frage ob Krieger oder SG ja wirklich nur noch Fluff, es bekommt keiner mehr irgendwas durch die Profession verbilligt.
Ich spiele zwar kein DSA5, aber je mehr ich mich reindenke in den Fall dass nur der Fluff zählt, desto mehr verschwimmen die Trennlinien.

Wenn man sich so manchen SG-Stil durchliest mit mehreren Ausbildern und einer doch recht verschulten Konzeption fragt man sich schon warum das jetzt keine Kriegerakademie sein darf (Khunchom und Rashdul wurden ja sogar bei 4 zwischen beiden Versionen hin- und her geschoben). Wieso Fähnriche keine Akademische Kriegerausbildung genießen ist auch etwas was ich eher hinnehme als für eine fluffmäßig voll logische Abgrenzung halte. Und wieso das Konzept "individuelle Einzelausbildung" bei SG so viel effizienter ist als bei Knappen? Wahrscheinlich weil Ritter einfach weniger aus dem Kasten haben als Schwertmeister. Was aber anders wäre wenn besagte Ritter aus dem coolen Maraskan kämen.

Und wieso Ordenskrieger komplett abseits dieses Systems stehen, ist dann noch mal ein anderes Fass.

Also ja, natürlich verstehe ich dass die Ausbildungskonzepte sich unterscheiden. Wieso kleine, fließende Unterschiede aber so krasse regeltechnische Umbrüche bewirken, bleibt mir schleierhaft.

Sorry, ich glaube ich habe mich mal wieder etwas sehr in DSA4-Kopfschütteln verloren. Back to topic: Ich würde diesen aufgeklebten Etiketten wie man es nun genau schimpft gar nicht so viel Bedeutung beimessen, wenn mich das Regelwerk nicht dazu nötigt.

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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Asacrion » 28.04.2019 21:07

Für mich ist ein Krieger ein Fantasy-Archetyp - einer, der für das Gute kämpft. Dagegen kämpft ein Schwertgeselle in erster Linie für sich, sein Ziel ist seine eigene Perfektion (Schwertmeister). Diese Einteilung ist sicherlich sehr grob und altbacken, führt aber dazu, dass ich immer wieder auf Krieger als SCs zurückkomme.

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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 28.04.2019 21:19

Das Problem ist mMn ein DSA-Geschichtliches. Am Anfang war der Krieger. Das war egal, ob das nun ein Akademiekrieger, ein Ritter, ein Stammeskrieger oder sonstwas war, jeder Hauptkämpfer war Krieger (oder eventuell noch Rondrageweihter).
In späteren Editionen kamen dann mehr und mehr Professionen (Söldner, Schwertgeselle, Soldat, Fähnrich, Knappe, Ritter, Stammeskrieger,...) dazu, bis eigentlich nix mehr übrig blieb. Bei 4.x gab es noch den Unterschied anhand der Ausbildung, Akademisch vs. Verbilligungen, was mit 5 halt wegfiel. DSA-typisch wird aber nix weggestrichen, sondern nur noch irgendwo was anderes draufgepappt und drangekleistert.

Leta
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Leta » 28.04.2019 22:10

Gorbalad hat geschrieben:
28.04.2019 21:19
Das Problem ist mMn ein DSA-Geschichtliches
Ist das nicht sogar ein Thema der generelle Rollenspiel Geschichte. Der Krieger war von Anfang an eine der zentralen Charakterklassen.

Darjin
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Darjin » 29.04.2019 05:14

Habe für SG gestimmt - vom reinen Regelkontext mal abgesehen gefällt mir generell die Idee einer persönlichen Ausbildung mit kleinerem, aber engeren Beziehungsgeflecht für einen Charakter besser. Da es alles sehr allgemein gehalten ist, bin ich davon ausgegangen, dass die Prof im zweifelsfall als Schablone für einen eigene Prof auch her halten kann. Und es gibt genügend un(t)adelige SG als dass man das niedrige soziale Profil den Krieger vorbehalten sollten (von Söldnern ganz zu schweigen). Dazumal DSA selbst ja bei den Kriegerakademien ein sehr starres Anforderungskonstrukt anlegt mit sehr wenigen Ausnahmen, wohingegen die ganze SG-Schiene ja eh schon mit 'irgendwelchen' Privatlehrern( die 'irgendwas-mit-Waffe' unterrichten) überschwemmt ist - vermutlich kennt kein einziger Buskur-Lehrmeister alle anderen Buskur-Lehrmeister....
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 29.04.2019 09:23

Leta hat geschrieben:
28.04.2019 22:10
Ist das nicht sogar ein Thema der generelle Rollenspiel Geschichte. Der Krieger war von Anfang an eine der zentralen Charakterklassen.
Der Krieger steht ja auch für einen universellen Kämpfertyp, egal ob Zweihänder und Platte oder Schwert und Kette oder Barbarenschwert und nackter Haut, er denkt einfach alles ab. Für die Literatur ist er damit einfach perfekt, ein Wort für alles was man beschreiben möchte.
Wenn man jetzt zB. den Ritter raus greift ist seine Rolle schon festgelegt, ein Typ mit Pferd, recht dicker Rüstung und Schwert/Axt mit Schild oder Lanze. Der Ritter kann in der Literatur einfach keinen Conan abbilden sondern einfach immer nur einen Ritter.
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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Witchblade » 29.04.2019 21:23

AngeliAter hat geschrieben:
29.04.2019 09:23
Leta hat geschrieben:
28.04.2019 22:10
Ist das nicht sogar ein Thema der generelle Rollenspiel Geschichte. Der Krieger war von Anfang an eine der zentralen Charakterklassen.
Der Krieger steht ja auch für einen universellen Kämpfertyp, egal ob Zweihänder und Platte oder Schwert und Kette oder Barbarenschwert und nackter Haut, er denkt einfach alles ab. Für die Literatur ist er damit einfach perfekt, ein Wort für alles was man beschreiben möchte.
Wenn man jetzt zB. den Ritter raus greift ist seine Rolle schon festgelegt, ein Typ mit Pferd, recht dicker Rüstung und Schwert/Axt mit Schild oder Lanze. Der Ritter kann in der Literatur einfach keinen Conan abbilden sondern einfach immer nur einen Ritter.

Klar geht auch das, man muss ja nicht immer vom Strahlemannkonzept schlecht hin ausgehen. Ein verarmter Ritter ohne Lehen nichts außer den Titel und den immer noch sehr hohen und maßlosen Konsum von Alkohol verfallen, driftet in unerwartete Tiefen und arbeitet als Holzfäller während er zum Schluss sogar auf einer Otta anheuert und trotzdem war er mal Ritter und kann darüber immer Geschichten erzählen und prahlen/schwelgen.

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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von barret » 30.04.2019 16:35

Für mich ganz klar der Schwertgeselle. Vielleicht habe ich einfach zu wenig Erfahrung oder zu wenig Phantasie, aber für mich sind alle Krieger irgendwie gleich mit wirklich sehr kleinen Unterschieden. Das Gefühl wird verstärkt durch den gleichen Satz Prinzipientreue und Massen an "verschiedener" Kriegerakademien, zu denen aber zumindest im WdH jeweils nur ein paar Sätze stehen und einem kein bisschen klar wird, inwiefern die sich jetzt von den anderen nennenswert unterschieden außer vielleicht im primären Waffentalent. Wenn man Klingentänzer einmal komplett durchgeht, was ich bei Kriegern nie gemacht habe, werden diese Unterschiede vielleicht klarer, aber auf den ersten Blick ist Krieger für mich eine Masse relativ homogener Charaktere.
Schwertgesellen sind da deutlich individueller. Ob ich jetzt Buskurstil praktiziere, Caballero bin oder unter Marwan Sahib gelernt habe, bei all denen habe ich ein sehr unterschiedliches Bild vom Charakter vor Augen mit sehr unterschiedlicher Kampfausrichtung, Prinzipientreue und Spielart. So kann man 7 verschiedene Schwertgesellen spielen und alle sind von Grund auf unterschiedlich. Das finde ich ziemlich spannend.

Da ich mich schon als einen Optimierer bezeichnen würde, stellt sich für mich die Frage aber auch, welche Profession wertetechnisch besser ist. Von den GP Kosten tun sie sich ja nicht viel, wenn man mal von den teureren Kriegerakademien absieht. Ich finde auch hier haben die Schwertgesellenschulen klar die Nase vorn. Man bekommt so zwischen 1100 und 1500 AP in regulären Sonderfertigkeiten einfach geschenkt und bekommt noch einmal ca. 1000 AP Verbilligung durch verbilligte Sonderfertigkeiten, die auch meistens alle sehr relevant sind. Bis der Krieger mit seiner 3/4 Verbilligung da dran kommt muss er insgesamt 9000 (!) AP in Sonderfertigkeiten investieren. Bin gerade spaßeshalber alle SFs durchgegangen, die ich irgendwie relevant fand und bin auf ca. 7000 AP gekommen, aber auch nur wenn man wirklich ALLES mitnimmt und jeden der guten Kampfstile beherrschen will. Die zwei verbilligten Spalten Kampffertigkeiten sind zwar schon schön, aber selbst wenn man 4 Kampftalente auf 10 steigert, belaufen sich die Ersparnisse nur auf ca. 400 AP. Das kann man dann mit BB und Veteran noch pushen wenn man will, aber dann bleiben nicht mehr viel GP für irgendwas anderes.

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Krieger oder Schwertgeselle?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 30.04.2019 16:45

barret hat geschrieben:
30.04.2019 16:35
Das Gefühl wird verstärkt durch den gleichen Satz Prinzipientreue und Massen an "verschiedener" Kriegerakademien, zu denen aber zumindest im WdH jeweils nur ein paar Sätze stehen und einem kein bisschen klar wird, inwiefern die sich jetzt von den anderen nennenswert unterschieden außer vielleicht im primären Waffentalent. Wenn man Klingentänzer einmal komplett durchgeht, was ich bei Kriegern nie gemacht habe, werden diese Unterschiede vielleicht klarer, aber auf den ersten Blick ist Krieger für mich eine Masse relativ homogener Charaktere.
Ja durch Klingentänzer werden die Unterschiede klar, z.b. dass Zyklopeninseln (Hylailos) dabei noch so viel Wert auf KampfKUNST und allgemein rahjagefällige Künste legen, jeder Schüler angehalten wird eine Kunst zu erlernen (Tanzen, Musizieren, Bildhauerei egal). Das hebt sie für mich von anderen klar ab, ist aber aus dem Professionspaket im WdH kaum ersichtlich.
barret hat geschrieben:
30.04.2019 16:35
Da ich mich schon als einen Optimierer bezeichnen würde, stellt sich für mich die Frage aber auch, welche Profession wertetechnisch besser ist. Von den GP Kosten tun sie sich ja nicht viel, wenn man mal von den teureren Kriegerakademien absieht. Ich finde auch hier haben die Schwertgesellenschulen klar die Nase vorn. Man bekommt so zwischen 1100 und 1500 AP in regulären Sonderfertigkeiten einfach geschenkt und bekommt noch einmal ca. 1000 AP Verbilligung durch verbilligte Sonderfertigkeiten, die auch meistens alle sehr relevant sind. Bis der Krieger mit seiner 3/4 Verbilligung da dran kommt muss er insgesamt 9000 (!) AP in Sonderfertigkeiten investieren. Bin gerade spaßeshalber alle SFs durchgegangen, die ich irgendwie relevant fand und bin auf ca. 7000 AP gekommen, aber auch nur wenn man wirklich ALLES mitnimmt und jeden der guten Kampfstile beherrschen will. Die zwei verbilligten Spalten Kampffertigkeiten sind zwar schon schön, aber selbst wenn man 4 Kampftalente auf 10 steigert, belaufen sich die Ersparnisse nur auf ca. 400 AP. Das kann man dann mit BB und Veteran noch pushen wenn man will, aber dann bleiben nicht mehr viel GP für irgendwas anderes.
Gut aber das lässt sich wieder nur ganz speziell auf 4.1 beziehen und das hier ist ne allgemeine Diskussion. In 5 oder dem Fanwerk Ilaris gelten diese Überlegungen halt nicht mehr, da ist die Frage Krieger oder Schwertgeselle nur noch eine des Hintergrundes und Eigenheiten (was ich ja besser finde)
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 30.04.2019 19:51

Assaltaro hat geschrieben:
30.04.2019 16:45
Ja durch Klingentänzer werden die Unterschiede klar, z.b. dass Zyklopeninseln (Hylailos) dabei noch so viel Wert auf KampfKUNST und allgemein rahjagefällige Künste legen, jeder Schüler angehalten wird eine Kunst zu erlernen (Tanzen, Musizieren, Bildhauerei egal). Das hebt sie für mich von anderen klar ab, ist aber aus dem Professionspaket im WdH kaum ersichtlich.
Ich kenne Klingentänzer nicht (oder nur mal irgendwann einen groben Blick drauf geworfen), aber für mich war das immer schon (= MBK/WdS) eine der spannendsten Akademien, mit einer sehr liebevollen, "lustmachenden" Beschreibung.

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Ungelesener Beitrag von Esgaroth » 02.05.2019 13:19

Mir sind Schwertgesellen zu sehr die 'golden boys' des Systems und der Fluff lockt mich auch nicht wirklich hinter dem Ofen vor. Ich bevorzuge Krieger, Ritter und Soldaten.

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