Mein kleiner Desillusioniertheits-Thread

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Timonidas
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Mein kleiner Desillusioniertheits-Thread

Ungelesener Beitrag von Timonidas » 15.04.2019 11:05

toedlicherErnst hat geschrieben:
14.04.2019 17:58
Diese Regeldiskussionen sind hier etwas aus dem Ruder gelaufen. Der Threadersteller hat explizit die nachlassende Qualität in den Abenteuern erwähnt, leider wurde darauf kaum eingegangen.

"Die Gefangengen von Santobal" sind ein gutes Beispiel. Die Komplexität von Spieler und Meister ist mit mittel bzw. hoch angegeben. Dabei ist es unglaublich einfach gestrickt und absolut ohne Überraschungen, dass ich es ohne Vorbereitung aus dem Stand leiten könnte. Doch selbst dann ist es nicht mehr als ein einfaches Szenario, belanglos und ohne eine interessante Geschichte.

"Ketten für die Ewigkeit" setzt die Komplexität niedriger an, doch man sollte schon relativ viel dazu dichten um es für Erwachsene Spieler interessant zu halten.
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Diebin stellen, vom Bestohlenen angeworben werden, Flussreise mit Piratenüberfall, Informationssuche am Wohnort des Bösies, Weiterreise zu den Zwergen, Ketten aus dem Bart leiern durch absolvieren von Saufspielen etc, Finale.
Wow!

Verglichen mit dem, was Schreiber früher ablieferten, so ist dies nach meinem Empfinden zum sehr großen Teil ganz einfache Kost. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, doch in der Breite sind die Abenteuer flacher und deutlich kürzer geworden. In Belhanka spielen wir aus diesem Grund drei Abenteuer zeitlich parallel, d.h die drei Abenteuer laufen zeitgleich ab. Große thematische Überschneidungen gibt es nicht, für die Spieler ist es aber viel schwieriger die einzelnen Personen und Vorfälle zuzuordnen, obwohl es ja relativ simpel ist
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Abenteuer 1 = Entführungen, Abenteuer 2 = Mordserie und Abenteuer 3 = einfache Intrigen ohne schwere Körperverletzung
. Jedes Abenteuer für sich allein genommen ist einfach zu banal und einfach, da retten auch nicht Details zu Schamhaarfrisuren und hypnotischen Brüsten.
Naja dazu kann ich nicht viel sagen außer dass ich dem, von dem was ich gesehen habe, nicht zustimmen kann. Ich habe aber auch wenig Erfahrung mit DSA 4 Abenteuern. Gelesen habe ich Zeit der Ritter, Goldene Ketten, Fremde Gefährten, Bernstein & Diskusflug und noch ein paar die ich aber verdrängt habe.

Was die Handlung selbst angeht sehe ich in beiden Generation eher schwache und starke Vertreter. Gerade weil du dich auf Wendungen und "zu leichte" Abenteuer beziehst kann ich dir nicht zustimmen. Offenbarung des Himmels hatte auch eine Twist und die Szene mit der Trommel in der Weisse See war für meine Gruppe ein Riesenschock, und es fühlte sich auch nicht "vorgescriptet" an weil meine Spieler die Goblins nach der Befreiung ignoriert haben und darauf bestanden hatten ihre Waffen bei der Verhandlung zu tragen. Also von "leichter Kost" oder mangelnden Überraschungen kann da nicht die Rede sein, meiner Meinung nach. Und auch bei DSA 4 gibt es richtig tolle Abenteuer und richtig schlechte Beispiele. Aber grundsätzlich finde ich die DSA 5 Abenteuer dennoch gelungener, weniger Fließtexte, weniger Vorlesetexte, weniger Bevormundung der Spieler. die meisten DSA 5 Abenteuer kommen mit Umgebungskarten, weniger Verweise auf andere Bücher, kleinen Spielhilfen, Regelerweiterungen die ins Abenteuer passen (Bspw. Verhandlung in TR1 oder Massenkontrolle in HW05), die ich bei alten Abenteuern vermisse. Die Abenteuer sind auch übersichtlicher gestaltet was das leiten stark vereinfacht da man schneller findet was man sucht und sich nicht während des Spielens durch Fließtexte lesen muss.

Aber wie gesagt meine Erfahrung mit DSA 4 ist sehr beschränkt, deshalb will ich keine endgültige Aussage machen.

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