Sinn und Unsinn von Archetypen

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Perceval
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von Perceval » 27.02.2019 12:14

Nachricht der Moderation

Das Thema ist hieraus entstanden
Was mich an den Archetypen stört?

Sie sind weder besonders originell, noch besonders gut erstellt. Platzverschwendung.

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Assaltaro
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Aventurisches Kompendium II

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 27.02.2019 12:23

Ich erwarte von Archetypen nicht, dass sie originell sind.
Sie sollen von Anfängern gut spielbar sein, da ist oft ein Klischee besser als Exotik. Und gut erstellt ist relativ, bislang taugen sie für den Zweck neue Spieler in DSA einzuführen ohne vorher mit ihnen ewig lang einen Charakter bauen zu müssen.
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Aventurisches Kompendium II

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 28.02.2019 22:10

Perceval hat geschrieben:
27.02.2019 12:14
Was mich an den Archetypen stört?

Sie sind weder besonders originell, noch besonders gut erstellt. Platzverschwendung.
Assaltaro hat geschrieben:
27.02.2019 12:23
Ich erwarte von Archetypen nicht, dass sie originell sind.
Sie sollen von Anfängern gut spielbar sein, da ist oft ein Klischee besser als Exotik. Und gut erstellt ist relativ, bislang taugen sie für den Zweck neue Spieler in DSA einzuführen ohne vorher mit ihnen ewig lang einen Charakter bauen zu müssen.
Also wenn ich das richtig verstehe, gibt es eine Seitenbegrenzung bei den DSA Büchern.
Wenn das stimmt, dann stimme ich dem Argument der Platzverschwendung zu, da man bessere Texte bei den Professionen und bei Regeln, SFs, usw. gestalten könnte.

Davon abgesehen in ich sehr dankbar für diese Archetypen, weil sie als gewichtige Ergänzung zu den Professionsbeschreibungen empfinde - zumal es noch keine neuen DSA5 Themenbänge zu Berufsgruppen gibt - , mir Inspiration gibt, was alrik normalaventurisch in Bezug auf diese (RK)P ist, und wie man einen möglichst regelkonformen/fluffkonformen/passenden, stimmigen Helden basteln kann.
Quasi als narrative Variante eines Kastens wie "Profession XY nach der Ausbildung, beispielhafter Alltag dieser Profession, etc.

Wenn ich einen Helden erstelle und mir noch unsicher bin, wie ich ihn darstellen möchte, schaue ich immer gerne die Archetypen an.
Wobei ich gleichzeitig sagen muss, dass es mich am meisten fasziniert, dass/wenn diese Geschichten tatsächlich zusammengehören, und für mich quasi eine Kurzgeschichte (oder gar Romananfang) sind.
~ Der Threadnekromant.
PG FTW: Wenn ein Krieger zwei linke Hände für Fernkampfwaffen hat, ist dem halt so!

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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 28.02.2019 22:43

Archetypen geben ein gutes Bild davon, welche Werte/Fähigkeiten, welche von der Redax als typisch in dieser Spielewelt angesehen werden.
Von Archetypen erwarte ich nicht das jeder einzelne ein Einhorn oder eine Schneeflocke ist sondern ganz einfach ein normaler durchschnittlicher Charakter/Held.
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Sumaro
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von Sumaro » 28.02.2019 22:54

Ich halte Archetypen auch für Platzverschwendung, weil eben Platz begrenzt ist. ABER da DSA5-Bücher ohnehin einen gewaltigen Umfang an Redundanzen haben (innerhalb der Magie I bis III Bücher werden mehrere Tabellen häufiger wiederholt), scheint man ohnehin ein Problem zu haben die Seiten sonst mit nützlichem Inhalt zu füllen. Also sind Archetypen willkommene und gute Füller, die zwar wenig Mehrwert generieren (denn zum Darstellen der Spielwelt taugen sie nicht und ihre Tauglichkeit als Los-Spiel-Charaktere ist auch von Archetyp zu Archetyp unterschiedlich), aber eben schnell und ohne Ressourcenaufwand zu erstellen sind.

Mit den Professionsbeschreibungen sind sie zwar eine weitere Dopplung (man könnte ja auch Professionen weglassen und nur Archetypen machen, ist immerhin ein freies Kaufsystem), aber da DSA-Generierung ECHT schwerfällig und langwierig (und auch langweilig) ist, wundert es mich nicht, dass man lieber alles mehrfach abdruckt.
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 28.02.2019 23:14

Ich halte Archetypen an sich für nützlich, wegen der langen und schwierigen Generierung. Einerseits, um ein paar Helden zur Verfügung zu stellen, mit denen man losspielen kann, wenn man an der Generierung scheitert oder keine Lust drauf hat. Zweitens, als Beispiele, was in etwa im Rahmen ist. Und drittens, um vielleicht hier und da auch mal Helden-Konzepte vorzustellen, die eigentlich keine "Archetypen" im Sinne von Krieger, Ritter, Katzenhexe sind, sondern Spielern Lust machen könnten auf ungewöhnliche Konzepte oder nicht durchoptimierte Chars, die rollenspielerisch interessant sein könnten und aus der Fülle des Hintergrunds schöpfen.

Gerade für letzteres, falls man das überhaupt will, ist aber in den Spielhilfen kein Platz. Deswegen würde ich nur in eine Einsteiger-SH Archetypen zum Sofort-Losspielen tun, und ansonsten eher für eine kleine Auswahl online plädieren, die man kostenlos runterladen könnte.
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von Timonidas » 01.03.2019 05:28

Perceval hat geschrieben:
27.02.2019 12:14
Was mich an den Archetypen stört?

Sie sind weder besonders originell, noch besonders gut erstellt. Platzverschwendung.
Wenn ich das aus dem Griechischen stammende Wort Archetyp bisher immer richtig interpretiert habe dann beschreibt es etwas dass im Idealfall dem genauen Gegenteil von originell entspricht. Daher ist die Kritik die Archetypen seien nicht originell irgendwie unfair, weil da ein Anspruch gestellt wird den die Autoren selbst bewusst nicht erfüllen. Was die Frage angeht ob sie "gut erstellt" wurden musst du das glaube ich genauer erklären, normalerweise ist für mich ein Charakter nicht gut erstellt wenn sein Hintergrund und seine Fertigkeiten, Eigenschaften usw. nicht zusammen passen was ja bei den Archetpyen normalerweise nicht der Fall ist.

Ansonsten oute ich mich mal als Fan der Archetypen. Die zusammenhängenden Kurzgeschichten finde ich richtig gut, ich benutze sie auch gerne als NPCs für meine Kampagnen und hab auch schonmal einen an einen Spieler gegeben der spontan mal mitspielen wollte. Von mir aus könnte man auch ein ganzes Buch nur über Archetypen veröffentlichen, ich meine zu DSA 4.1 Zeiten gab es sogar mal was ähnliches. Würde ich definitiv unterstützen.

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vanDyck
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von vanDyck » 01.03.2019 07:40

Wir haben die Dinger noch nie gebraucht. Ich habe sie mir auch noch nie wirklich genau angesehen. Für neue Spieler wurde immer der erste Held gemeinsam mit einem erfahreneren Spieler generiert. Archetypen bzw. vorgefertigte Helden könnte man auch einfach mit einem entsprechenden Verweis auf die Homepage dort zum Download anbieten.

Faras Damion
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 01.03.2019 08:52

Ich glaube, wir sind uns einig, dass in ein Grundbuch oder einen Schnellstarter Archetypen gehören. Es erleichtert den Start in ein neues System ungemein.

Ob auch in Erweiterungsbände Archetypen gehören, ist sicherlich eine Designentscheidung.

Ich persönlich mag das. Die Archteypen von DSA5 sind auch nur mit dem Grundbuch plus wenig Zusatz spielbar, so dass man Neulingen ein größere Auswah geben kann. Außerdem verwende ich die Archetypen ebenfalls als NPC-Vorlagen.

Dabei verstehe ich den Vorwurf der Dopplung, denn man hat ja sowie die ausführliche Professionsbeschreibung als auch Archetyp. Aber da sehe ich eher das Problem, dass man die Berufe nicht als Baukasten konstruiert hat. Die Archetypen würde ich beibehalten.

Für neue Systeme suche ich übrigens immer gerne Achetypen von Fans im Netz. Da gibt es zu DSA5 leider nur wenig. Und ich finde es schade, dass es gar keine Archetypen für höhere Level gibt. Gerade für Cons wäre das praktisch, wenn ein Abenteuer für höheres Level vorgesehen ist und man als Spielerin oder Spielleiterin Vorbereitungszeit sparen will.
Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen und kreiert ein paar schöne Archetypen. :)

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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von Mudaris al'Ifriques » 01.03.2019 10:37

Ich schließe mich der Meinung von Faras an.

Ich finde die Archetypen eigentlich sehr angenehm, sowohl als schnell Einsteigerheld für zwischendurch, als auch als NPC-Vorlage/-Orientierung.

Zur Doppelung im Regelwerk bzw. Auch Folgebänden bin ich auch kein Fan. Ich kenn da andere Systeme die die offiziellen Archetypen, inklusive Hintergrundstory, Motivationen etc., in einem jeweils separaten kurzzeitigen Beiheftchen beigelegt wird. Sind auch besser zum austeilen sind für Einsteigerrunden.

Perceval
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von Perceval » 01.03.2019 20:34

Gut gemachte Archetypen haben für mich ihren Sinn im Grundregelwerk. Für Anfänger. Als Beispiel und zur Erleichterung des Einstiegs.

Wir reden hier aber über einen Fortsetzungband. Sogar über den Fortsetzungsband des Fortsetzungsbandes :wink: Aufgrund der fixen Seitenzahl würde ich lieber mehr Regeln oder Professionen sehen als lieblos generierte Archetypen.

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Sanyarion
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von Sanyarion » 02.03.2019 23:21

Ich mag Archetypen. überhaupt mag ich es, von anderen generierte Charaktere zu betrachten, egal ob "offiziell"(auch Autoren sind nur Menschen) oder beispielsweise hier im Forum.

Ich ziehe daraus Inspitationen für eigene Charaktere und Plots.

Gleichzeitig finde ich, dass solche Archetypen und typische NSCs in einem gelungenen Regelsystem eher in separate Publikationen gehören als in Erweiterungsregeln. Im Grundregelwerk (allerdings noch besser im Schnellstarter) sehe ich aus Gründen der Anfängerfreundlichkeit durchaus Berechtigung für einige Seiten mit Archtypen, danach sollte -gerade wenn der Platz aufgrund von Design-Vorgaben begrenzt ist- der Schwerpunkt anders liegen.

Da DSA5 als Regelwerk für mich nicht interessant ist, gehören die Archetypen trotzdem zu den von mir am aufmerksamsten gelesenen Seiten, wenn ich doch mal einen Band durchblättere.

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DnD-Flüchtling
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 11.03.2019 10:00

vanDyck hat geschrieben:
01.03.2019 07:40
Archetypen bzw. vorgefertigte Helden könnte man auch einfach mit einem entsprechenden Verweis auf die Homepage dort zum Download anbieten.
Naja, wenn man mal annimmt, dass Archetypen vor allem unter dem Gesichtspunkt der Benutzerfreundlichkeit hinzugefügt worden sind (und das auch und gerade im Hinblick auf neue Spieler), würde es diesem Ziel zuwiderlaufen, von den Spielern zu erwarten, dafür erstmal den Rechner anzuwerfen und die ganzen Werte vom Bildschirm auf den Heldenbrief zu übertragen.

Sinn und Zweck der ganzen Übung ist ja, dass ein Spieler nur das GRW braucht, um zu starten, und nicht noch auf weitere Ressourcen zurückgreifen muss.

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vanDyck
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von vanDyck » 11.03.2019 18:37

Zum einen bereitet man seinen Helden doch hoffentlich zuhause vor da ist Rechner an, passenden raussuchen (und ausdrucken) wohl weniger das Problem. Die gemeinsame Zeit sollte auch gemeinsam zum spielen genutzt werden. Gegebenenfalls trifft man sich alleine mit einem Neueinsteiger und hilft ihm.
Ansonsten im Zeitalter von mobilem Internet (und vllt mit einem QR - Code "Hier gehts zu den Archetypen" im Regelbuch) sollte das eine Fragen von wenigen Minuten sein die zu finden und sich die Daten aufs Gerät zu schmeißen.

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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 11.03.2019 19:18

vanDyck hat geschrieben:
11.03.2019 18:37
Zum einen bereitet man seinen Helden doch hoffentlich zuhause vor da ist Rechner an, passenden raussuchen (und ausdrucken) wohl weniger das Problem.
Also das läuft gerade bei Anfängern nicht immer so. Da kam es bei uns schon vor, dass Interessierte einfach zum Spielabend eingeladen werden um das mal auszuprobieren. Da fragt man dann oft noch davor, was sie sich vorstellen könnten zu spielen und baut selbst etwas entsprechendes oder legt ihnen einfach das Archetypenkapitel vor. Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass viele sich nicht davor ewig lang mit Charaktererstellung beschäftigen wollen, das ist für manche sogar eher abschreckend, wenn man meint ja also wir treffen uns schon Fr Abend zum Charakter bauen, damit wir Sa direkt losspielen können.
Ich hab das auch zu lange geglaubt, dass man direkt was bauen sollte, aber viele sind viel glücklicher, wenn man ihnen am Spieltag einfach ein paar Archetypen vorlegt und sie nur ein wenig Auswahl haben anstatt die gigantische Menge, was das DSA Generierungssystem liefert.
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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 12.03.2019 10:22

Eben.

In DnD hat man sich ganz traditionell die Werte ausgewürfelt (bzw bei einem Verteilungssystem zusammengestellt), sich die Klasse ausgesucht und eine Handvoll Fertigkeiten ausgewählt - und damit war die Sache erledigt; selbst wenn man ein Anfänger war, konnte man das in ein einer halben Stunde erledigen - eben weil es nicht so viel Auswahl gab.

Bei DSA sieht das anders aus; da sind Archetypen ohne groß rumzusuchen für totale Neuanfänger schon von Vorteil.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 12.03.2019 10:27

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
12.03.2019 10:22
In DnD hat man sich ganz traditionell die Werte ausgewürfelt (bzw bei einem Verteilungssystem zusammengestellt), sich die Klasse ausgesucht und eine Handvoll Fertigkeiten ausgewählt - und damit war die Sache erledigt; selbst wenn man ein Anfänger war, konnte man das in ein einer halben Stunde erledigen - eben weil es nicht so viel Auswahl gab.
Ja und das wäre mir aber nach der Anfangsphase eben deutlich zu wenig. Wenn ich mal drin war und mich in Aventurien auskannte, habe ich die große Auswahl lieben gelernt. Gut man könnte dann überlegen, ob vielleicht eine abgespeckte Anfängergenerierung mit festen Klassen, denen schon passende Vor- und nachteile zugeordnet sind Sinn macht, aber ich denke den Job erfüllen die Archetypen eben sehr gut.
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Ungelesener Beitrag von Leta » 12.03.2019 10:57

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
12.03.2019 10:22
In DnD hat man sich ganz traditionell die Werte ausgewürfelt (bzw bei einem Verteilungssystem zusammengestellt), sich die Klasse ausgesucht und eine Handvoll Fertigkeiten ausgewählt - und damit war die Sache erledigt;
Ja das hat man bei DSA1 auch...

Es gibt genug Rollenspiele die extrem schlanke Regeln haben. Wenn man sowas will, würde ich empfehlen auf ein solches System zu wechseln. Wenn man die Vielfalt und die Möglichkeiten haben will muss man eben damit leben das man eben einen gewissen Aufwand hat.

Wir hatten neulich einen DSA1 Oneshot gespielt. Da haben wir in weniger als einer halben Stunde 3 Helden generiert und ausgerüstet. Großer Spaß ... für einen Oneshot.

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Sinn und Unsinn von Archetypen

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 12.03.2019 11:07

Assaltaro hat geschrieben:
12.03.2019 10:27
Ja und das wäre mir aber nach der Anfangsphase eben deutlich zu wenig.
Leta hat geschrieben:
12.03.2019 10:57
Ja das hat man bei DSA1 auch...
DnD ist auch ein ganz anderes Spiel; da kommt der Ausbau erst später (zumindest ab DnD3, wo man dann diverse Richtungsentscheidungen treffen darf) - bei DSA 1 dagegen änderte sich nichts mehr.
Es gibt genug Rollenspiele die extrem schlanke Regeln haben. Wenn man sowas will, würde ich empfehlen auf ein solches System zu wechseln. Wenn man die Vielfalt und die Möglichkeiten haben will muss man eben damit leben das man eben einen gewissen Aufwand hat.
Mein Problem ist nicht der Aufwand an sich (wobei ich den für DSA 4 tatsächlich überzogen fand) - mein Problem ist, dass der Aufwand zu Beginn abschreckend auf potenzielle Neulinge wirkt. Ich weiß nicht, wie begeistert ich oder die meisten meiner Mitspieler gewesen wären, wenn wir nicht mit DSA 2/3, sondern DSA 4 begonnen hätten.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 12.03.2019 11:18

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
12.03.2019 11:07
bei DSA 1 dagegen änderte sich nichts mehr.
Da konnte man doch nachträglich noch Amazone oder Hexe werden. :lol:
Als Abenteurer konnte man glaube ich auch Krieger werden, wenn man gewisse Werte erreicht hatte.

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Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 12.03.2019 11:22

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
12.03.2019 11:07
Mein Problem ist nicht der Aufwand an sich (wobei ich den für DSA 4 tatsächlich überzogen fand) - mein Problem ist, dass der Aufwand zu Beginn abschreckend auf potenzielle Neulinge wirkt. Ich weiß nicht, wie begeistert ich oder die meisten meiner Mitspieler gewesen wären, wenn wir nicht mit DSA 2/3, sondern DSA 4 begonnen hätten.
Ich bin immer wieder überrascht, wie weit das DSA5-Grundbuch reicht. Aber das hat auch schon über 400 Seiten.

Der Schnellstarter ist schon gut. Aber dann fehlt zum Einstieg tatsächlich eine Zwischenstufe. Ich denke, die Einsteigerbox soll so etwas liefern.

Bin gespannt wie die so ist.

Ich arbeite mich gerade in Wrath&Glory ein und dort finde ich Schnellstarter und Starterbox sehr anspruchsvoll. Ist aber auch Ulisses-US. Vielleicht bekommen sie es bei DSA einfacher hin.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 12.03.2019 11:29

Gorbalad hat geschrieben:
12.03.2019 11:18
Da konnte man doch nachträglich noch Amazone oder Hexe werden. :lol:
Als Abenteurer konnte man glaube ich auch Krieger werden, wenn man gewisse Werte erreicht hatte.
"Krieger werden" bedeutete nur, dass du eine Ritterrüstung und Zweihandwaffen benutzen durftest; und Amazonen waren ja quasi Kriegerinnen.

Was Hexen angeht, müsste ich nochmal Hexennacht anschauen; das dürfte die einzige Quelle sein, die das thematisierte (wurde auch später meines Wissens nicht mehr aufgegriffen).

Weihen lassen konnte man sich noch. Aber auch das war jetzt kein großer organisatorischer Aufwand.

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Ungelesener Beitrag von Leta » 12.03.2019 11:30

@DnD-Flüchtling DSA1 war auch nur ein Beispiel für ein sehr einfaches Regelsystem. Es gibt davon inzwischen eine sehr große Menge. Schau dir die ganzen aus der OSR Geschichten an. Wer die Optionen von DSA4/5 und anderen komplexen Systemen nicht haben will oder nicht braucht wird vielleicht dort glücklicher.

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Ungelesener Beitrag von vanDyck » 12.03.2019 12:43

Bei uns war es mit den letzen Neuzugängen die nicht ohnehin schon Spielerfahrung hatten (die ich mitbetreut habe, ich meine aber bei anderen ist es genauso gewesen) immer so das man sich vorher (nicht erst zur ersten Spielsitzung) getroffen und gemeinsam den ersten Held (bei mir von Hand damit man es mal sieht) erstellt hat, Regeln erklärt, Tipps gegeben etc.

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Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 12.03.2019 12:49

Wie macht ihr es denn mit Systemen, mit denen alle am Tisch keine Erfahrung haben? Also nicht einfach eine neue Regeledition sondern ein komplett neues System.

Ich kenne beides, diejenigen die dann Archetypen benutzen und diejenigen, die sich reinfuchsen und gleich eigene Charaktere erstellen. Ich gehöre zu ersteren. :)

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 12.03.2019 13:16

vanDyck hat geschrieben:
12.03.2019 12:43
ei uns war es mit den letzen Neuzugängen die nicht ohnehin schon Spielerfahrung hatten (die ich mitbetreut habe, ich meine aber bei anderen ist es genauso gewesen) immer so das man sich vorher (nicht erst zur ersten Spielsitzung) getroffen und gemeinsam den ersten Held (bei mir von Hand damit man es mal sieht) erstellt hat, Regeln erklärt, Tipps gegeben etc.
Ich glaube wir drehen uns im Kreis, ich habe es eben auch schon erlebt, dass das auf manche abschreckend wirkt, wenn man sich schon nen Abend vorher treffen muss. Manche wollen einfach gleich direkt losspielen.

Als meine damalige dSA runde was anderes probieren wollte zur Abwechslung und wir uns Shadowrun rausgesucht haben, weil die Welt irgendwie interessant klang, haben wir auch zuerst zwei Abenteuer mit Archetypen gespielt. Einfach weil wir gleich direkt testen wollten, ob uns die Welt auch im Spiel taugt und sich nicht nur gut liest. (hätte die Welt nicht gepasst, wären uns die Regeln sowieso egal gewesen)
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Ungelesener Beitrag von Tarak » 12.03.2019 17:52

Naja ich find ja grad durch das "bauen" und personalisieren des Chars fühlt man sich so n bischen ein.
Wenn ich ohne zu optimieren einfach n Char bauen will geht das auch in 15-20 min.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 12.03.2019 17:58

Tarak hat geschrieben:
12.03.2019 17:52
Wenn ich ohne zu optimieren einfach n Char bauen will geht das auch in 15-20 min.
Ich optimiere keinesfalls und brauch deutlich länger als 20 min. einfach weil das Überlegen des Hintergrunds etc länger dauert als die Werte zusammen zu klicken
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Ungelesener Beitrag von vanDyck » 12.03.2019 18:50

In dem Falle das wirklich wir mal ein neues System was für alle neu wäre spielen würden wollen, würde ich erwarten (bzw. mich selber entsprechend vorbereiten) das derjenige der das Material hat entsprechend firm zumindest in den Basisregeln ist damit er diese den anderen erklären kann. Idealerweise liegt dann auch für alle eine Schnellübersicht vor. (So halten wir es bzw. ich es wenn wir z.B. ein neues Brettspiel das Erste mal anspielen.) Generieren könnte man dann am ersten Termin gemeinsam.

Jemand der sich vor dem Termin nicht die Zeit nehmen will (wenn er sie denn hätte) wär mir schon suspekt. Es muss ja nicht der Abend vorher sein, wir spielen 1 mal im Monat bis maximal alle 2 Wochen ca. außer in Ausnahmefällen. Da wird sich zeitlich schon was finden.
Wildfremde würde ich sowie erstmal kennenlernen wollen.

Dazu ist aber auch zu sagen das unsere Runde aus Freunden und Bekannten gewachsen ist. Jemand der Neu dazugekommen ist war immer irgendwie Freund, Bekannter oder neuer Partner vom jemandem der dann auch dafür gesorgt hat das derjenige einen Helden hatte und halbwegs wusste worum es geht.

Wir haben noch nie in über 20 Jahren DSA Archetypen benötigt. Dazu spielen wir alle wohl zu gern "unseren" Helden. Selbst als wir mal Shadowrun (lang ists her) für ein Einstiegsabenteuer gespielt haben, haben wir uns eigene Chars erstellt. Selbst wenn alles nichts hilft würde ich nach grober Abspache was der Neueinsteiger spielen möchte (Kämpfer, Dieb, Magier etc) wohl eher ihm selber was bauen als ihm einen Archetypen in die Hand drücken.

Ich erstelle von Hand einen DSA 4.1 Helden in etwa 3 Stunden inkl. Zeit für eine kurze Zusammenfassung von Besonderheiten, Vorteilen, Sonderregeln etc. in eigenen Worten. Ein grobes Konzept habe ich dann meist schon in Kopf. Für den Hintergrund kann dann gerne nochmal ähnlich viel Zeit drauf gehen. Weitere Zeit geht drauf für eine Übersicht was der Held mal in etwa alles mal können soll.

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