DSA4 Wiedereinstieg - noch lohnenswert?

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Helven
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Wiedereinstieg - noch lohnenswert?

Ungelesener Beitrag von Helven » 11.02.2019 18:21

Servus liebe Aventurier!

Ich habe in meinen zwanzigern gerne DSA 4 gespielt sowie gemeistert und hatte über sechs Jahre hinweg drei Spielgruppen, die alle viel Spaß gemacht haben. Obwohl DSA in meinem nicht-Gamer-Freundeskreis eher als "Kinder-Fantasy" abgetan wird, fand ich es immer ganz reizvoll, da die Welt gut ausgestaltet und somit ein immersives Erlebnis möglich war.

Nun, das ist jetzt schon ziemlich lange her, mittlerweile befinde ich mich in meinen vierzigern und denke, ich könnte es ja auch mal wieder mit P&P versuchen. Vor wenigen Jahren habe ich allerdings mal eine Spielgruppe besucht, die nicht so ganz mein Fall war, und habs dann gleich wieder gelassen. Aber irgendwie "schlummert" der Aventurier immer noch in mir, und manchmal will er einfach raus :wink: Zuletzt geschehen so um 2011 rum, da habe ich mir dann im Wahn einen großen Batzen an DSA 4.1 Regelwerken zugelegt, da ich meine alten, zerfledderten 4er-Boxen schon lange verschenkt hatte. Leider bin ich nie dazu gekommen, die neuen Sachen zu bespielen. Jetzt liegen über 800 € neuwertige Bücher einfach in ner blöden Kiste rum... Und irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass der Aventurier in mir altersschwach geworden ist. Ein Greis, am Leben gehalten von der Erinnerung an die gute alte Zeit...

Wächst man doch aus seiner alten P&P-Liebe heraus? Kann man sie nicht ersetzen, sich sozusagen eine Neue anlachen? Ich habe bisschen was über DSA 5 gelesen, scheint ja nicht so der Bringer zu sein. Auch neuere, "zeitgemäße" Systeme (mit Schicksalspunkten und vereinfachten Regeln usw.) habe ich mir mal angeschaut, allen voran "A Song of Ice and Fire". Ich dachte, ich könnte die ganzen Game of Thrones Fans um mich rum damit abholen und zum P&P bekehren, aber nach gut 15 Jahren Pause fiel mir das Meistern :Maske: dann doch merklich schwer... Oder ich könnte sie zu Cons mitschleppen, obwohl ich selber ja nie ein großer Con-Gänger war. Momentan bleiben mir nur Mitspieler für Boardgames wie Gloomhaven, ein müdes Echo des wahren Rollenspiels... :grübeln:

Wie geht's euch anderen Altgedienten so damit? Findet ihr noch Freunde um euch herum, die diese Leidenschaft mit euch teilen? Oder seid ihr auch einsame Wölfe auf der Suche nach einem Rudel, wohl wissend, dass es niemals mehr so sein kann wie früher, als wir noch jung waren und alle Zähne hatten :lol: Gibt es noch Spielwelten, in die wir abtauchen können und deren Sog stark genug ist um ein paar Freunde mit uns fortzureißen? Wenn ja, ist es noch DSA? Oder sollte ich diese Welt endgültig hinter mir lassen?

Helven

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Tjorse
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Ungelesener Beitrag von Tjorse » 11.02.2019 18:29

Helven hat geschrieben:
11.02.2019 18:21
Wächst man doch aus seiner alten P&P-Liebe heraus?
Nein, man wächst mit ihr.

P&P-Rollenspiel ist immer noch das, was du daraus machst. Das kann eine stumpfe Hack&Slash-Gruppe im Stile von Diablo1-3 sein, oder es kann ein Drama in 42 Akten voller echter Emotion sein. Es kann zu Tränen rühren und zum gemeinsamen Lachen bringen. Es kann Spannung wie in der Lieblingsserie sein, nur ist es eben mittendrin, statt nur dabei. Man ist nicht nur der Zuschauer, sonder einer der Akteure. Etwas besseres gibt es mMn nicht.

Zu alt fürs P&P kann man meiner Erfahrung nach nicht sein (47,5 J. mit 32 Jahren Rollenspielerfahrung und noch aktiv in 2 Gruppen.)

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.02.2019 18:54

Es hilft, wenn man Anschluss an eine Gruppe findet, die sich ungefähr in ähnlichen Lebenswirklichkeiten bewegt. PnP ist ein tolles Hobby, ich würde es einfach mal probieren. Das es bei der ersten "Pickup-Party" nicht gleich rund läuft ist normal, aber es gibt ja die Spielersuche, und das Forum hier ist auch aktiv :)

Helven
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Ungelesener Beitrag von Helven » 11.02.2019 19:24

Ja, irgendwie geh ich schon auf Suche. Aber wenn es wieder DSA werden soll, dann würd ich mich wieder mit DSA 4.1 Sachen eindecken. Ich hab auf eBay gesehen, dass die ziemlich teuer geworden sind. Ist das jetzt alles Sammlerware oder was?!

Oder ich hau die DSA-Sammlung raus und versuche mal was komplett neues... Was ist euer liebstes (Zweit-)System?

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Assaltaro
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 11.02.2019 19:30

Was von den Regelwerken hast du denn noch?
Und ja seit die 4.1 Sachen nicht mehr gedruckt werden, gehen die Preise ziemlich nach oben. Leider oft unbezahlbar, eine Alternative stellen da vielleicht pdfs dar.

Wenn es um Hintergrundbände geht, da lassen sich auch die DSA5 Sachen benutzen, da ist nur noch nicht so viel erschienen. Bisher nur Andergast/Nostria, Albernia/Windhag, Flusslande und Havena. Bisher gelesen habe ich nur "An der Siebenwindküste" was mir aber recht gut gefallen hat.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.02.2019 19:33

Auf ebay stehen vor allem die Sachen, die wegen des hohen Preises keinen Käufer finden :censored: Man braucht ja auch nicht alles von vorne bis hinten, mit etwas Geduld kriegt man die Wegebände für kleines Geld zusammen, die Heldensoftware gibts ja online und für lau.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 11.02.2019 20:39

Es gibt die Wegebände noch als PDF. Ist halt kein Papier, aber benutzbar und günstiger als Ebay.

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Ungelesener Beitrag von Faras Damion » 11.02.2019 21:03

Wie geht's euch anderen Altgedienten so damit? Findet ihr noch Freunde um euch herum, die diese Leidenschaft mit euch teilen? Oder seid ihr auch einsame Wölfe auf der Suche nach einem Rudel, wohl wissend, dass es niemals mehr so sein kann wie früher, als wir noch jung waren und alle Zähne hatten :lol: Gibt es noch Spielwelten, in die wir abtauchen können und deren Sog stark genug ist um ein paar Freunde mit uns fortzureißen? Wenn ja, ist es noch DSA? Oder sollte ich diese Welt endgültig hinter mir lassen?
Die meisten hier im Forum werden aktive Spielerinnen sein. Ich auch. Und dadurch habe ich auch Freundinnen und Bekannte, die dieses Hobby teilen. Von den Studienfreundschaften haben fast nur diejenigen gehalten, mit denen ich regelmässig spiele.

Aber ich kenne ein paar Wiedereinsteiger, die sehr glücklich sind. Durch Umzug, Nicht-Rollenspielende-Lebensgefährten und Kinder wurden diese arme Menschen jahrelang vom wunderbarsten Hobby getrennt. Und nun sind sie wieder angekommen und sehr glücklich.

Im Ernst: Die technischen Möglichkeiten sind heute einfach anders als vor 15 Jahren. Durch Online Runden hat man die Chance auf regelmässigen Spiel zu familienfreundlichen Zeiten. Dann spielt man halt nur 3 Stunden aber jeder Woche.

Und die Wiedereinsteiger waren auch immer noch sehr zufrieden mit Aventurien. (Okay, zugegeben,... ich würde enttäuschte Ex-Spieler mit geplatzter Nostalgieblase auch kaum mitbekommen.) Aber dennoch... es ist schön, dass der Zauber auch für alte Säcke funktionieren kann.

Also hopphopp: Auf zur Drachenzwinge und mal einen Fewshot mitspielen:
https://www.drachenzwinge.de/forum/index.php

Das Regelsystem würde ich immer von der Gruppe abhängig machen, nicht umgekehrt.

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Ungelesener Beitrag von X76 » 11.02.2019 22:54

Ich kenne sehr viel mehr DSAler im Bereich Ü30 als darunter und in einer Runde lag der Durchschnitt sogar eher bei Ü40. :wink:

Das Spielerlebnis und die Art zu spielen ändert sich meiner Erfahrung nach (wenn ich daran denke, wie wir als Jugendliche DSA gespielt haben...), aber zu Alt ist man nie. Was erfahrungsgemäß heute am Meisten drückt ist die Zeitnot: Kinder, Beruf und andere Freizeitaktivitäten sind die schlimmsten Feinde regelmäßigen Rollenspiels.

Letztendlich ist das Alter aber gar nicht entscheidend. Es kommt eigentlich nur darauf an, dass die Chemie in der Gruppe stimmt und man einen gemeinsamen Spielstil liebt. Rollenspiel ist unglaublich flexibel und als "interaktive virtuelle Realität, die bislang in ihren Möglichkeiten unerreicht ist" eigentlich auch sehr aktuell (auch wenn ihm etwas der Geruch von "das haben wir doch als Kinder gespielt" anhaftet). Computerwelten können da noch lange nicht mithalten.

Meiner Erfahrung nach ist Rollenspiel eine super Sache, um neue Leute kennen zu lernen und oft findet man so auch Freunde, mit denen einen mehr als nur das Hobby verbindet. Die meisten Rollenspieler (auch Exrollenspieler) sind sich irgendwo ähnlich...

Aktuell haben meine beiden Stammrunden im Mittel etwa 37 bzw. 42 Jahre. Darunter viele Spieler, die DSA durchgehend oder mit Pausen seit ihrer Jugend spielen, aber auch einige völlige Neueinsteiger ins Hobby Rollenspiel sind dabei. Einer kam auch mit der Frage "Mit 40 zum ersten mal DSA spielen?" über ein Forum zu uns.

Weder vom Hintergrund noch vom Alter stichst Du da also heraus. :wink:

Mindergeist
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Ungelesener Beitrag von Mindergeist » 12.02.2019 00:07

Helven hat geschrieben:
11.02.2019 18:21
Kann man sie nicht ersetzen, sich sozusagen eine Neue anlachen?
ich bin aus Aventurien rausgewachsen und spiele nun fast nur noch Systeme die in der realen Vergangenheit angesiedelt sind. Das Spielerlebnis ist meiner Empfindung nach deutlich tiefer und ernsthafter.

Ich muss keinen dicken Ritter mehr verkörpern der Skelettkrieger klein schlägt.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 12.02.2019 10:22

X76 hat geschrieben:
11.02.2019 22:54
Ich kenne sehr viel mehr DSAler im Bereich Ü30 als darunter und in einer Runde lag der Durchschnitt sogar eher bei Ü40. :wink:
Das ist auch so eine Sache, die mich überrascht hat, als ich mich zum ersten Mal nach über 10 Jahren wieder in den Dunstkreis von PnP begeben hatte - in das dann noch aktive Ulisses-Forum. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass alle (wie damals, als ich noch selbst gespielt hatte) so in den 20ern sind, und dann stellte sich heraus, dass die Spielerschaft in den 30ern/40ern war.

Ich denke aber auch, dass das insbesondere bei DSA so ein Problem war, das mit der 4. Edition angefangen hat: Wenn man mal davon absieht, dass es in den 00er Jahren immer attraktivere Alternativen zum PnP gab (ich sags nicht gerne, aber ich habe mich bei KotOR und bei Mass Effect besser unterhalten gefühlt als bei sehr vielen Tischrunden), kommt noch dazu, dass DSA4 alles andere als einsteigerfreundlich war: Wer mit DSA 2 oder DSA 3 - wohl der Hochzeit von DSA - dazugekommen war, konnte sich eventuell einarbeiten, aber wer als Neuling zum Rollenspiel kam, dürfte sich von dem Regel- und Generierungswust mehr abgeschreckt als angezogen fühlen haben. Insofern verstehe ich auch, was die Redax mit DSA 5 bezweckte.

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Assaltaro
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 12.02.2019 10:55

Ja ich denke auch, dass DSA5 jetzt wieder mehr jüngere anzieht, als 4.1. Ich gehör aber wohl selbst noch zu den jüngeren mit meinen unter 30, aber ich kenn manche die sind ja mit 12 in DSA eingestiegen, aber dann oft eben noch zu DSA1-3 Zeiten.
Der Regelwust hätte mich am Anfang wohl auch abgeschreckt, wenn ich die vorm ersten Spielen hätte können müssen, aber ich hatte das Glück in eine erfahrene Runde zu kommen und dann lernte ich die Regeln im Spiel, was ich immer für besser halte.
Letztens hab ich aber auch wieder gehört wie man neue Leute verschreckt: Der Bruder von meinem Freund hat mir erzählt ein Kumpel wollte wohl bei ner DSA Runde mitspielen und gucken ob ihm das gefällt. Dann haben die ihm vorher einfach das Buch in die Hand gedrückt und gesagt er soll sich nen Charakter bauen. Wie kann man einen Anfänger bei der Erstellung alleine lassen? Ich weiß aber nicht, welche Edition die gespielt haben. Bei 5 geb ich Anfänger nur noch Archetypen für die ersten 1-2 Abenteuer, da ist die Auswahl jetzt echt groß genug.

Edit:
Was war an deinen Tischrunden denn so schlecht?
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Ungelesener Beitrag von Helven » 12.02.2019 11:21

Bzgl. DSA-Versionen: ich komm mit den 4er Regeln an sich gut zurecht, mir geht es eher um eine Reform der Spielewelt. Vielleicht packt mich auch mal ein neuzeitliches Setup... mal sehn.

Und zu den Tischrunden, so schlecht waren die auch nicht, aber vielleicht ist es eine Mischung aus knapper Zeit und unkreativen Abenteuern bzw. dem Gefühl, man kennt das alles schon... Früher hatte man wesentlich mehr Zeit, da war es egal, wenn es mal zwei drei Abende schleppend dahin ging und der Plot erst nach ner Weile so richtig ins rollen kam. Heute will man jede Stunde seiner kostbaren Freizeit voll auskosten und hat nicht mehr die Geduld, dass sich etwas langsam entwickeln kann/muss. Es muss gleich von 0 auf 100 richtig geil sein, sonst lässt man's halt... Ne?! Und da sind Boardgames halt eher die low hanging fruit für einen spaßigen Abend als großes P&P, das halt nen ziemlich langen Anlauf benötigt.

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Ungelesener Beitrag von Gargaret » 12.02.2019 11:52

Hallo,

bei mit kam der Wiedereinstieg mehr oder weniger über meine ältere Tochter (19), die vor ein paar Jahren die alten Sachen (DSA 1-3) auf dem Speicher gefunden und sich sehr dafür interessiert hat. Sie haat dann ihre Schwester (17) ebenfalls begeistert, ich einen alten Freund und DSA Kameraden aus Schul- und Studienzeiten wieder gewonnen, so dass wir nun eine schön sowohl alters- als auch geschlechtermäßig gemischte Runde haben, die sich gut ergänzt.

Wir haben das ganze zum Anlass genommen, mit DSA 5 neu einzusteigen und sind im großen und ganzen sehr zufrieden (klar, irgendwas ist immer).

Um die Frage zu beantworten, für mich und meinen Kumpel war der Wiedereinstieg sehr lohnenswert, wir haben wirklich viel Spaß obwohl wir seit rd. 20 Jahren "raus" waren. Und für meine Töchter war der Neueinstieg ebenso lohnenswert, sie sind beide mit Begeisterung dabei.

Cons habe ich früher nie besucht, aber meine ältere Tochter hatte mich 2017 Jahr überredet zur Rat-Con zu fahren und Anfang 2018 zum KRK.
Wir waren beide positiv angetan davon und sind auch diesmal beim KRK wieder dabei.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 12.02.2019 12:24

Assaltaro hat geschrieben:
12.02.2019 10:55
Ja ich denke auch, dass DSA5 jetzt wieder mehr jüngere anzieht, als 4.1. Ich gehör aber wohl selbst noch zu den jüngeren mit meinen unter 30, aber ich kenn manche die sind ja mit 12 in DSA eingestiegen, aber dann oft eben noch zu DSA1-3 Zeiten.
*winkt*
Ich weiß auch nicht mehr so ganz genau, wann ich damit angefangen habe, aber es war irgendwann Anfang der 90er, so mit 10 oder 11 Jahren. Es war auf jeden Fall einige Zeit vor der Schicksalsklinge, aber damals war ein Jahr ja subjektiv deutlich länger als heute.
Der Regelwust hätte mich am Anfang wohl auch abgeschreckt, wenn ich die vorm ersten Spielen hätte können müssen, aber ich hatte das Glück in eine erfahrene Runde zu kommen und dann lernte ich die Regeln im Spiel, was ich immer für besser halte.
Keine Frage, aber halt nicht immer möglich.
Bei mir zum Beispiel war es so, dass mein älterer Bruder damals (als er wegen unserem Umzug auf eine neue Schule ging) über neue Freunde mit dem Hobby in Berührung kam, und dann mich und einen Freund ebenfalls "reingezogen" hat. Effektiv haben wir dann mehr mit ihm gespielt, womit wir faktisch eine reine Anfängergruppe waren.
Einige Jahre später haben dann (unabhängig von mir) einige aus meiner Klasse damit angefangen, die ebenfalls eine Anfängergruppe waren und das Spiel wohl auch ohne mich auf die Kette bekommen hätten.
Ob die sich aus dem Stand für DSA 4 hätten begeistern lassen, bezweifle ich irgendwie.
Letztens hab ich aber auch wieder gehört wie man neue Leute verschreckt: Der Bruder von meinem Freund hat mir erzählt ein Kumpel wollte wohl bei ner DSA Runde mitspielen und gucken ob ihm das gefällt. Dann haben die ihm vorher einfach das Buch in die Hand gedrückt und gesagt er soll sich nen Charakter bauen. Wie kann man einen Anfänger bei der Erstellung alleine lassen? Ich weiß aber nicht, welche Edition die gespielt haben. Bei 5 geb ich Anfänger nur noch Archetypen für die ersten 1-2 Abenteuer, da ist die Auswahl jetzt echt groß genug.
Ab DSA 4 geht das definitiv nicht mehr - und trotz der Vereinfachung auch in DSA 5 nicht wirklich.
In DSA 1-3 war es noch hinreichend einfach: Du suchst dir einfach aus, was du spielen willst (gerne auch mit Kulturkreis), würfelst Eigenschaften aus, überträgst die Talente, steigerst noch für die 1. Stufe und das wars - aber das Steigerungssystem hat dem einen Riegel vorgeschoben.
Edit:
Was war an deinen Tischrunden denn so schlecht?
Nichts besonderes, aber KotOR und Mass Effect sind eben verdammt gut.
Helven hat geschrieben:
12.02.2019 11:21
Früher hatte man wesentlich mehr Zeit, da war es egal, wenn es mal zwei drei Abende schleppend dahin ging und der Plot erst nach ner Weile so richtig ins rollen kam. Heute will man jede Stunde seiner kostbaren Freizeit voll auskosten und hat nicht mehr die Geduld, dass sich etwas langsam entwickeln kann/muss.
Vergiss nicht, dass es auch an der Zeit hängt, die man zusammen hat. Selbst wenn man theoretisch (nach Arbeit, Schlafen, sonstigen Hobbies und familiären/häuslichen Aufgaben) zig Stunden Freizeit pro Woche hätte, müssen die sich ja immer noch mit der Gruppe überschneiden.

Theoretisch kann man ohne weiteres 10-15h pro Woche in ein Computerspiel versenken, wenn man denn will (und der Partner mitspielt, wenn man denn einen hat). Dasselbe ist deutlich schwerer zu bewerkstelligen und auch deutlich stressiger bei einer PnP-Runde.

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Assaltaro
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 12.02.2019 12:50

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
12.02.2019 12:24
Ab DSA 4 geht das definitiv nicht mehr - und trotz der Vereinfachung auch in DSA 5 nicht wirklich.
Ich nehme an es war eins von den beiden, mit Tendenz zu 4.1 Da er wohl insgesamt so 17 Stunden nach seiner Aussage dran saß, was wohl hinkommen kann, wenn man Neulingen auch die Software verschweigt. Zudem kam ein Nein auf die Frage ob es fertige Charaktere gäbe, in 5 hätte er die wohl auch selbst gefunden. (Oder die Gruppe wollte ihm in 5 die Archetypen verweigern, weil sie halt wirklich nicht optimiert sind, aber durchaus spielbar)
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 12.02.2019 13:38

Assaltaro hat geschrieben:
12.02.2019 12:50
Zudem kam ein Nein auf die Frage ob es fertige Charaktere gäbe, in 5 hätte er die wohl auch selbst gefunden. (Oder die Gruppe wollte ihm in 5 die Archetypen verweigern, weil sie halt wirklich nicht optimiert sind, aber durchaus spielbar)
Unwahrscheinlich; außer natürlich, die Software hatte keine Archetypen drin (oder er hatte sie nicht gefunden).

Bei DSA 4 oder 5 würde ich einem Neueinsteiger ohnehin einen vorgefertigten Char geben und ihn diesen dann, wenn er erst mal in der Materie drin ist (ob das nun vor oder nach dem Abenteuer ist), von der Pike auf neu generieren lassen.

So eine Archetyp-Entscheidung wie "axtschwingender Wikinger", "degenfechtender Musketier", "italienischer Condottiere", "holländischer Händler", "Zigeuner-Wahrsagerin", "deutscher Ritter", "spanischer Hidalgo", "morgenländischer Zauberer", "Scottish Highlander", "Indianer-Medizinmann" etc. kann man auch komplett ohne DSA-Vorkenntnisse treffen (und vom Meister einfach das entsprechende aventurische Gegenstück kredenzt bekommen), eine elabortiere (oder optimiertere) Version desselben zu erstellen braucht dagegen schon tiefere Kenntnisse.
Zuletzt geändert von DnD-Flüchtling am 13.02.2019 13:33, insgesamt 1-mal geändert.

Todeshörnchen
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Ungelesener Beitrag von Todeshörnchen » 12.02.2019 19:58

Wenn du deinen DSA-Kram loswerden willst, findest du hier bestimmt eine Menge Abnehmer. Ich suche auch noch. Über die Mitspielersuche findest du hier bzw. in den einschlägigen Foren bestimmt Gleichgesinnte im passenden Alter.
"Sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns in Bielefeld!"

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 13.02.2019 13:31

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Witchblade
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Ungelesener Beitrag von Witchblade » 15.02.2019 20:22

Ich würde dich sofort mit offenen Armen begrüßen.
So viel Spielerwissen bringt nicht bald wer an den Tisch.

Natürlich wärn für dich auf die neuen Editionen etliche unterschiede.
Aber wenn Alrik Normalaventurier - DSA spielen kann können wir das so und so.

Antwort ist also klar: Alles lohnt sich, solang du dabei Freude hast.

Lg Hans der Dunkelelfassasine

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