DSA4 Liebhaber: Wie seht ihr DSA5 2019?

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
Jadoran
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DSA4 Liebhaber: Wie seht ihr DSA5 2018?

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.01.2019 12:07

ChaoGirDja hat geschrieben:
06.01.2019 11:57
("sein sollten", weil sie es nach Regeln eher weniger sind... Was aber am Kampfsystem liegt).
Auf die Gefahr hin, dass mich berechtigt der OT-Blendstrahl trifft: Der Absolvent der Kriegerschule mit RGW 1, Taw 8-10 in seiner Hauptwaffe, Rüstung und ordentlicher Waffe, mit AT 13/12 oder so... macht den unerfahrenen Wegelagerer ohne Rüstung, TAW 4 in Hiebwaffen, mit Keule und seiner AT 11/8 immer noch fertig. Den Bauern mit seiner Mistgabel ebenfalls.
+1 bzgl. der Verdeutlichung der "Mitwachsenden Mauern".

Mir ist DSA-5 einfach zu "mmorpg'ig" Die QS helfen mir nicht, über die Verteilung der Regeln wurde schon geschrieben. Das generelle runterstufen der Magiebegabten finde ich nicht so gut, da es förmlich nach Exploits schreit und für den "Normalspieler" Zauberer irgendwie witzlos macht.

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ChaoGirDja
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Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 06.01.2019 12:25

Jadoran hat geschrieben:
06.01.2019 12:07
ChaoGirDja hat geschrieben:
06.01.2019 11:57
´("sein sollten", weil sie es nach Regeln eher weniger sind... Was aber am Kampfsystem liegt).
Auf die Gefahr hin, dass mich berechtigt der OT-Blendstrahl trifft: Der Absolvent der Kriegerschule mit RGW 1, Taw 8-10 in seiner Hauptwaffe, Rüstung und ordentlicher Waffe, mit AT 13/12 oder so... macht den unerfahrenen Wegelagerer ohne Rüstung, TAW 4 in Hiebwaffen, mit Keule und seiner AT 11/8 immer noch fertig. Den Bauern mit seiner Mistgabel ebenfalls.
Mag ja sein...
Aber dum drein Prügeln und hoffen zu treffen, das kann auch der Bauer.
Was den Krieger vom Bauern unterscheidet, sind die Manöver. Und mit 13/12 kann man nicht einmal an die einfachen davon denken...
Aber ja, das ist OT.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Auch ein leichter Legastheniker mit Kontroll-Prog. finden nicht alle.

Feyangola
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Ungelesener Beitrag von Feyangola » 07.01.2019 14:18

Ich bin Mitte 30. DSA 4 war damals wie eine Offenbarung für mich. Ein riesiger Fortschritt im Vergleich zu DSA 3 mit seinen schablonisierten Heldenklassen und der würfelabhängigen LE- und Eigenschaftssteigerung. Endlich eigene Helden mit unterschiedlichen Kultur-Profession-Kombinationen bauen, frei wählbare Vor- und Nachteile, Sonderfertigkeiten (noch so eine Einführung von DSA4) und das auch noch nach der Generierung.

Seit weit über 10 Jahren sind die vier Wege-Bände die Regelgrundlage unserer DSA-Runde. Wege der Helden zum Charakter bauen, Wege des Schwerts für profane Regeln, Wege der Zauberei (+ den Liber) für Magie, Wege der Götter für (+ Liber, wers braucht) für Geweihte.

Wir haben Hunderte Spielsitzungen gespielt, haben Dutzende Helden erschaffen und Abertausende Abenteuerpunkte zur Heldensteigerung verwendet. Manchmal haben wir über die Regeln geflucht, sie abgeändert, weggelassen oder gehausregelt. Aber im Großen und Ganzen sind wir DSA4.1 treu geblieben, bis heute. Kluge Autoren (ja, ich bin nach wie vor Thomas-Römer-Fan und vermisse seinen Einfluss heute mehr denn je) haben einen großen Batzen an alle Bereiche abdeckenden Regeln niedergeschrieben und mit DSA 4.1 auch vernünftig geordnet. Wir profitieren bis heute davon. Bis heute probieren wir neue Charakter-Konzepte aus, entdecken neue Regelbereiche (Geister / Traumwelten / Schamanismus / Zauberwerkstatt etc.) und toben uns darin aus. DSA 4.1 ist meine Rollenspiel-Heimat, ein immer noch reicher Fundus an Regeln, Ideen, Konzepten, die mich inspirieren und für mich ebenso wie der reiche aventurische Hintergrund zu DSA gehören.

Dann kam DSA 5. Und mit ihm ein verniedlichendes Artwork. Unsinnige Verschlimmbesserungen (Qualitätstufen). Unsinnige Simplizifierungen (kategorisierende Zustände statt situationsangepasste Boni/Abzüge). Computerspiel-Anleihen. Starke Reduktion von Helden-Entwicklungsmöglichkeiten und Powerlevel. Retcons (Beispiel Karmal-Zauberer, Levthan, Zauberbarden). Schlechte Regel-Witze (Wege der Vereinigungen). Regel-Verteilung auf 100 Bücher (Stichwort Waffenbuch Nostria-Andergast). Schicksalspunkte (nicht in meinem Aventurien).

Ich sehe keinen einzigen Bereich für mich persönlich, in dem DSA 5 mir eine Verbesserung zu DSA 4.1 bietet. Ich vermisse den Sprachstil und das Sprachniveau der früheren Autoren schmerzlich. Den erwachseneren, epischeren Ansatz. Das Gefühl, einen Bücherschatz mit dem Tor zu einer anderen Welt entdeckt zu haben, und kein bunt bemaltes Kinderbuch mit Scherzregeln.

Auch im Bereich der Abenteuer vermisse ich den großen Wurf. Abenteuer wären das Einzige, was mich interessieren würde, wobei ich die Regeln auf DSA 4.1 adaptieren würde. Leider bin ich auch hier bisher enttäuscht. Auf epische Kampagnen habe ich bisher vergeblich gewartet (Stichwort Theaterritter). Wo sind die großen Geschichten mit der Brillianz einer Königsmacher-Kampagne, mit der Wucht der Gezeichneten-Bände oder den genialen Ideen von Teilen der Splitterdämmerungs-Bände? Ich warte hier bisher vergeblich. Deshalb nach wie vor ein klares Nein zu DSA 5. Zum Glück reichen die Tiefe von Hintergrund, von Plots und auch den Regeln mit ihren Entwicklungsmöglichkeiten für Helden bei uns noch für viele Jahre DSA 4.1 mit viel Spielspaß und Freude am Rollenspiel.

Jasper Stoßenheimer
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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 08.01.2019 01:42

Naja, nur wenn man mitmacht.
Wenn Helden genug Taw haben lasse ich viele Proben gar nicht mehr Würfeln sondern gehe von einem automatischen Erfolg aus. Wer Tanzen TaW 10+ (DSA4) hat, kommt gut durch jeden Ball auch mit schwächeren Tanzpartnern. Nur wenn wen er die wenig gewandte Adlige mit vollem Karacho durchs Geviert jagen will, um zu beeindrucken werden die Würfel gezückt.

Ich habe es mir abgewöhnt von der Redax irgendwas stringentes sinniges zu erhoffen und passe einfach alles an die Gruppe an. Die erfahrene Truppe geht halt Ninja Style über die Mauer und die Noobs müssen sich die Finger blutig schürfen (Würfeln).

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Cahoir
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Ungelesener Beitrag von Cahoir » 10.01.2019 10:22

Die alte Art der Zeichnungen, das sprachliche Niveau usw. sind ebenfalls Dinge, die ich vermisse und wo ich mich an den neueren Publikationen reibe.

Man mag es als Nostalgie abtun und "früher war alles bessser" Gegreine, jedoch bin ich der Auffassung, dass hier tatsächlich ein Abschwung zu beobachten ist.

Alles vernidlicht, versimpelt - und das oftmals wie schon ausführlich von andern beschrieben nichtmal sinnvoll.
Das Auge isst mit und abgesehen von den genannten regeltechnischen Mankos befriedigt DSA5 in dieser Hinsicht ebenfalls nicht.
Truth is not what you want it to be; it is what it is, and you must bend to its power or live a lie - Myamoto Musashi

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Eadee
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 10.01.2019 13:07

Ja, die Optik lässt sehr zu wünschen übrig, nämlich den Wunsch dass sie nicht so viel Geld für teure Bilder und Farbdruck rauswerfen sondern stattdessen in Leute investieren die gute Regeln schreiben statt dem was bisher abgeliefert wird. Aber wie gesagt, da schon die 3w20 Probe so grundlegend versaut wurde ist DSA5 meiner Befürchtung nach nicht mehr zu retten, das ganze System baut auf diesem verkrampften Mechanismus auf. Meine Hoffnungen liegen in DSA6 oder wenn ich die Zeit mal beisammen habe einem eigenen System für DSA das nah an 4 ist aber etwas weniger Kompliziert, ohne Paketrabatte, vernünftigen Spezialgebiet-Regeln und vor allem einer verbesserten 3w20-Probe statt einer verschlechterten!

Jasper Stoßenheimer
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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 10.01.2019 16:01

Eadee hat geschrieben:
10.01.2019 13:07
Meine Hoffnungen liegen in DSA6 oder wenn ich die Zeit mal beisammen habe einem eigenen System für DSA das nah an 4 ist aber etwas weniger Kompliziert, ohne Paketrabatte, vernünftigen Spezialgebiet-Regeln und vor allem einer verbesserten 3w20-Probe statt einer verschlechterten!
Ilaris ?

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 10.01.2019 16:07

Ilaris finde ich gut umgesetzt und werde auch sicher mal ne Runde oder zwei spielen.

Leider sind die Designziele die bei Ilaris im Vordergrund standen nicht die Ziele die mir wichtig sind. Für mich kann das Bäh!ancing gerne in den Hintergrund treten. Ich mag eine 3w20 Probe die nah an DSA4.1 ist (Details habe ich dazu ja schon früher geschrieben) und ich finde die Umkehrung von Merkmalen und Zaubern nicht gut, es dürfte auch gerne weniger Fokus auf erzählerischem und dafür mehr auf simulationistischem Spiel liegen.

Ilaris ist gut in dem was es erreichen will, aber ich will halt für DSA etwas anderes als das was Ilaris will :)

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Ungelesener Beitrag von mike-in-the-box » 11.01.2019 00:15

Eadee hat geschrieben:
10.01.2019 16:07
Ilaris ist gut in dem was es erreichen will, aber ich will halt für DSA etwas anderes als das was Ilaris will :)
Dann soltlest du dir mal Gatsus Hausregelsammlung zu Ilaris ansehen, ichg laube ihr beide teilt da eine gewisse Vorliebe :).

Aber um auch was zu Thema zu schreiben, icch habe mich damals tatsächlich auf DSA5 gefreut, weil ich im Laufe der Jahre immer mehr gemerkt habe wie ... ja, verkorkst, man kann es eigentlich nicht anders sagen, DSA 4. Ich habe viel Spass mit DSA 4 gehabt und ich bin ehrlich, grundsätzlich mag ich 1000+ Optionen mit Details hier und da. Wer mal einen meine rälteren Beiträge gelesen hat wo ich Seitenweise versuche anhand 5 Regelbüchern zu rekonstruieren was ein "Tier" ist und ob bestimmte Drachen "Tiere" im Sinne des Adlerschwinge sind der versteht villeicht ws ich meine.
ABer gerade das ist auch, was mir mitlerweile die komplete Freude verweigert. Für olch triviale Sachen muss ich in x-Büchern nachschlagen und bin hinterher auch nicht wirklich schlauer, weil es, und da bin ich mir sicher, kein einheitliches Konzept gab.
Um beim Beispiel des "Tiers" zu bleiben: Ich vermute der AUtor des Zauber meint "Tier" im weltlichen Sinne, Hund, Katze Maus. Punkt. Aber das Zoo Botanica macht eine ganz andere (und schwammige) Kategorie für "Tier" auf. Da wurde einfach parallel geschrieben.

Um den Bogen zu DSA5 zu schlagen: Da sehe ich es mitlerweile genauso. Das System ist etwas besser (soll heißen: in sich stringenter) gestartet, ist aber mitlerweile in 1000+ SF, Kampf-SF, Kampfstil-SF, Mini Boni für Gegenstände und was immer nach der Rüstkammer gekommen ist und an mir vorüberging ertrunken. Als ich die Rüstkammer gelsen habe habe ich mich gegruselt.
Jetzt gibt es noch ganz andere Kritikpunkte an DSA 5 (Powerlevel, 3W20 Probe, vieles wurde schon beschrieben). Das geht aber uach viel in die Richtung "Wie möchte ich mein Spiel". Wenn man das beieinander gehalten hätte wäre es meiner Meinugn nach besser gewesen. Aber die immer neuen Regeln und Sonderfertigkeiten, verteilt auf x+ Bände...ich möchte es ehrlich gesagt nicht mehr.

So bin ich dann bei Ilaris gelandet. Und da bin ich wie ich gestehen muss derjenige, der öfter gesagt hat "sollen wir nicht hier noch was und da noch machen und diese SF reinnehmen" etc. Da hängt mir meien Vorliebe für komplexe Sachen nach. Das hat sich etwas geändert.

Villeicht liegt es aber auch am Alter, ich habe einfach nicht mehr die Zeit wie zu Studi Zeiten 1000 Seiten Regeln zu wälzen 8bzw. dazu gewzungen zu sein, weil alles verteilt und verstreut ist).
Ich habe micha uch ab und an dazu ertappt bei Gatsus Hausregeln zu Ilaris zu schmunzeln und zu denken "ach guck mal, da warst du vor nichtmal 2 Jahren auch, an diesem Punkt".
Und das bezieht sich jetzt nicht darauf dass ich die Hausregeln schlecht finde sondern auf meine innere Wandlung von DSA4 eher zu etwas wie Ilaris.

Als kleine Geschichte zum Abschluss, ich habe mit das DSA 5 Regelwerk an meinem Geburtstag gekauft und mich dann genau einen Tag später hier im Forum angemeldet. Weil ich dan nach der ersten Lektüre des DSA 5 Regelwerkes einiges an Diskussionsbedarf hatte. So gesehen hat DSA 5 doch schon einen wichtigen Schritt in meinem Rollenspielleben ausgelöst.

mfg

René

P.S.

Zumindestens im Grundregeklwerk in Schwarz/Weiß mochte ich das Artwork überwiegebd, in Farbe fand iche s auch noch ganz nett, an das was danach kam erinner ich mich allerdings kaum, da habe ich nurnoch die Regeln gelesen.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 11.01.2019 10:36

mike-in-the-box hat geschrieben:
11.01.2019 00:15
Um den Bogen zu DSA5 zu schlagen: Da sehe ich es mitlerweile genauso. Das System ist etwas besser (soll heißen: in sich stringenter) gestartet, ist aber mitlerweile in 1000+ SF, Kampf-SF, Kampfstil-SF, Mini Boni für Gegenstände und was immer nach der Rüstkammer gekommen ist und an mir vorüberging ertrunken. Als ich die Rüstkammer gelsen habe habe ich mich gegruselt.
Das ist mir auch extrem negativ aufgefallen.
Ich bin ja gerade dabei, die ganzen Regeln der Wiki mal in einem einzelnen PDF zu konsolidieren (und vor allem: Es halbwegs übersichtlich zu gestalten), und hänge schon mehrere Tage alleine an der Organisation der SFs, weil es einfach so zum Erbrechen viele sind.
Und die teilweise vollkommen arbiträren Waffenvor- und -nachteile hauen mich auch nicht gerade vom Hocker.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 11.01.2019 12:24

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
11.01.2019 10:36
mike-in-the-box hat geschrieben:
11.01.2019 00:15
Um den Bogen zu DSA5 zu schlagen: Da sehe ich es mitlerweile genauso. Das System ist etwas besser (soll heißen: in sich stringenter) gestartet, ist aber mitlerweile in 1000+ SF, Kampf-SF, Kampfstil-SF, Mini Boni für Gegenstände und was immer nach der Rüstkammer gekommen ist und an mir vorüberging ertrunken. Als ich die Rüstkammer gelsen habe habe ich mich gegruselt.
Das ist mir auch extrem negativ aufgefallen.
Ich bin ja gerade dabei, die ganzen Regeln der Wiki mal in einem einzelnen PDF zu konsolidieren (und vor allem: Es halbwegs übersichtlich zu gestalten), und hänge schon mehrere Tage alleine an der Organisation der SFs, weil es einfach so zum Erbrechen viele sind.
Und die teilweise vollkommen arbiträren Waffenvor- und -nachteile hauen mich auch nicht gerade vom Hocker.


Ich erinnere mich noch an riesen Flame-Tiraden auf Facebook, wenn man den DSA5-Fans prophezeite, dass DSA5 noch mehr Bücher, Sonderregeln und Co als DSA4.1 haben wird.... Damals wurde man quasi als "ewiggestriger Ketzer" dargestellt, der DSA5 einfach nur schlecht reden will... mittlerweile.... :grübeln: .... :dunkelheit:

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 11.01.2019 14:03

Wolfio hat geschrieben:
11.01.2019 12:24
Ich erinnere mich noch an riesen Flame-Tiraden auf Facebook, wenn man den DSA5-Fans prophezeite, dass DSA5 noch mehr Bücher, Sonderregeln und Co als DSA4.1 haben wird.... Damals wurde man quasi als "ewiggestriger Ketzer" dargestellt, der DSA5 einfach nur schlecht reden will... mittlerweile.... :grübeln: .... :dunkelheit:
Ich habe das nicht miterlebt, auch wenn ich im Ulisses-Forum meinen Senf dazugegeben hatte.

Grundsätzlich fand (und finde) ich verschiedene Änderungen am System ganz gut, aber die Verschlankung und Vereinfachung der Charaktererstellung haben sie zumindest teilweise wieder dadurch entwertet, dass man sich mittlerweile jeden Scheiß mit AP kaufen muss - inklusive Rezepte, Berufsgeheimnisse etc.
Denn ein Part, den DSA5 dem Vorgänger eigentlich voraus *hatte*, ist, dass es deutlich weniger Buchhaltungsaufwand bei der Steigerung gab. Wenn ich jetzt allerdings 1-5 AP für hunderte Kleinigkeiten ausgeben darf, dann bin ich ja schon wieder stundenlang mit Stift und Papier am Rumaddieren.

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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 11.01.2019 22:29

Naja, das Design war bei DSA immer so eine Sache. Nun sind halt Zeichern dran, die mit Manga/Anime und MMORPG groß geworden sind, das färbt halt ab.
Ich mochte eigentlich die "erwachsenen" Zeichnungen aus den alten Spielen. Die Bilder in "Zorn des Bären" finde ich zum Beispiel gut. Etwas größes ein paar Details/Feinheiten mehr und ich wäre rundum zufrieden.
Liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich als kleiner Stöpsel "Prinz Eisenherz" gelesen habe und die Bilder in diese Richtung gehen.

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 11.01.2019 22:48

Also ich mag die neuen Zeichnungen, ja vielleicht sind sie nicht mehr so erwachsen, aber dennoch gefallen sie mir. Allerdings steh ich auch auf Animes und Superhelden-Comics
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

Ja ich betreibe "Blümchen"-Rollenspiel und ich steh dazu.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 11.01.2019 23:10

Ich finde halt z.B. den Zeichenstil aus Hexxen deutlich deutlich angenehmer und ansprechender.


Vor allem bei Bestien und Kreaturen fehlt mir bei DSA5 ab und an doch die Unterschiede (etwa bei Drachen... die wohl mit Seeschlangen verwand sind, wenn man sich die Köpfe anguckt)

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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 12.01.2019 11:56

Assaltaro hat geschrieben:
11.01.2019 22:48
Allerdings steh ich auch auf Animes und Superhelden-Comics
Da haben wir was gemeinsam. Nur erwarte ich diese Art Zeichnungen eben in einem JRPG mit Panzer IV und nicht in DSA. Ist aber müßig man muss damit leben, in all den DSA Jahren gab es nie wirklich einen durchgehenden Zeichenstil, wenn das nun so ist, ist es im Grunde eine Verbesserung. Immerhin weiß der Autor dann mit wem er die Zeichnungen absprechen kann um Mißverständnise ala Maraskan zu vermeinden, was das betrifft bin ich auf den Regionalband Maraskan gespannt.

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Ungelesener Beitrag von mike-in-the-box » 12.01.2019 18:42

Was für mich ja auch Teil von DSA 5 ist, ist der Hintergrund. Und da mus sich sagen, dass ich bisher nicht wirklich begeistert bin. Die Schattenlande beispielsweise, die nach den Ereignissen während der DSA 4 Zeit wirklich gut bespielbar wurden und auch eine Art "grauschwarzer" Gegentwntwurdf zu den "heroischen" klassischen Settings waren, sind de Facto weg. Ja, es gibt noch Schwarztobrien, aber das ist ein kleiner Rest.

Sehr schade, gerade die Fürstkomturei mit ihrer "Leistung über Adel" war durchaus die ein oder andere Kampagne wert.
Natürlich ist es recht schwer vorstellbar, dass die kleinen Länder sich gegen ein geeintes Mittelreich, auch mit mehr skrupellosigkeit, lange würden behaupten können.

Was mich dann dazu bringt, dass nach dem "Wir machen alles kaputt" Jahr des Feuers mitlerweile gefühlt alles wieder so ist wie vorher. Ja, die Kaiserein reist mehr rum, aber alle (wichtigen) Länder sind wieder Teil des Mittelreiches (vergessen wir Maraskan, das hat da eh nie hingehört).
Da hätte man durchaus weiter Richtung Heiliges Römisches Reich gehen können, mit de Facto unabhängigen Staaten und einem (oder mit Selindian auch 2) nominal Kaiser(n). Das hätte das Mittelreich aufgebrochen, mehr Konfliktlinien geschaffen und damit auch mehr Platz für Erzählungen. Und ich fände ein unabhängiges Königreich Albanien oder Almada nicht schlimm. Die müssen nicht alle in einem Reich hocken.
Das heißt ja nicht, dass die alle im Krieg miteinander liegen müssen, ein stabiler Frieden mit Fehden ist da gut vorstellbar.

Was ich auch nicht mag ist die Tendenz, alles (oder viel) mit übernatürlichem zu erklären. Das ist eine Tendenz die es freilich auch bei DSA 4 schon gab, aber mit 5 eher noch ausgebaut wurde:

Das in Maraskan (immerhin ja wahrscheinlich der Körper von TSA) die Kräfte der Schöpfung nach dem Schänden durch Asfaloth wild toben...ok.

Aber muss dann Zeitglich noch das Bornland "erwachen" und die streitenden Königreiche von irgendwelchen uraten Wesen in ihren Konflikt gezwungen werden? Muss der Kaiser des Horasreiches wirkliche in Drachensohn sein?
Und so weiter. Was ich sagen will, ich verstehe die Tendenz dazu (bombastisch ist halt immer irgendwie nett), aber wenn es zu oft eingesetzt wird, dann wird es auch mehr doer weniger langweilig.

Und im DSA 5 Fall, nimmt es den Streitenden Königreichen meiner Meinugn nach jedweden Reiz. Die Menschen können ja nichts dafür. Sie sind ja "magisch" kontrolliert. Was, nebenbei, ja auch eien erzählerisch viel schönere Quelle ist als schnöde menschliche Vorurteile, Charakterschwächen oder einfach auch Dummheit. Das Völker sich über Jahrhunderte in Hass verbunden sind ist ja auch wirklich kaum vorstellbar, wenn keien Magie im Spiel ist. In der echten Welt finden wir da sicher kein Beispiel.

Es nimmt aber auch jedwedem Erfolg bei Verhandlungen oder ähnlichem, auch wenn sie nur lokal den Koflikt beenden, jedwede Würze. Denn mamn weiß ja, dass man die Menschen, auch wenn man imemr wieder eingreift, icht zum Frieden bringen kann, sie müssen ja frühe roder später wieder ihren Hass entwickeln. Meh.
Sonst ist ja glaube ich bisher kein Regionalband erschienen, korrogiert mich wenn ich da was verpasst habe. Was auch so eine Sache ist. Aber wie es in bestimmten Reichen weitergeht interessiert mich dann doch durchaus, ich finde ja auch nicht immer alles schlecht.

Und auch das ist DSA 5. Nicht nur die Regeln. Ist auch alles Geschmackssache. Aber wenn man nicht in einem Forum darüber schreiben kann, was einem alles NICHT gefällt, wo dann? ;)

mfg

René

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DSA4 Liebhaber: Wie seht ihr DSA5 2018?

Ungelesener Beitrag von Eadee » 12.01.2019 19:35

Och, dass die (meisten) Schwarzen Lande weg sind finde ich sogar gut, die hätte es erst gar nicht geben dürfen (eigentlich wie die ganze G7). Allerdings ist das kein Verdienst von DSA5 so weit ich weiß, es sind doch die ganzen Splitterdämmerungsdinger noch in DSA4 erschienen.

Die Spielwelt wurde aus meiner Sicht schon gegen Ende DSA3 durch "alles ist immer magisch, dämonisch oder Namenlos" vermurkst, das kann man DSA5 nun wirklich nicht ankreiden.
Ich glaube es gibt keinen DSA4 Regionalband der nicht mindestens zwei Namenlose Kulte oder Dämonenverehrer in hohen Kreisen hat. Alle Politik ist letztendlich wenigstens auf einer Seite von finsteren Mächten motiviert und das nervt.

Ich wünsche mir definitiv mehr Sandbox-Konflikte a la "Der Löwe und der Rabe" die weltlich, politisch oder religiös motiviert sind und nicht vom Namenlosen, Dämonen oder anderen Absurditäten getrieben werden.

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Ungelesener Beitrag von mike-in-the-box » 12.01.2019 20:03

Jein, die definitve Landkarte wo man sieht das im Endeffekt nur Schwarztobrien existiert kam mit DSA 5 ;).
Und wie gesagt, ist Geschmackssache, wie sie die Schattenlande aufgezogen haben war...murks. Was sie dannspäter draus gemacht haben gefiel mir, nicht immer nur heititai Länder-

Und mit dem magischen meinte ich vor allem, das das "alles ist übernatürlich) langsam aber sicher auf der höchsten Ebene angekommen ist, Es geht nicht mehr nur um Kulte (Fun Fact, gefühlt tarnt sich der namenlose Geweihte in fast jedem offiziellen Abenteuer als Geweihter der 12) sondenr eben darum, dass jetzt irgendwie auch Länder magisch sind und "erwachen" oder ganze Staaten unter der Kontrolle stehen. Das hat mit DSA4 angefangen, aber DSA5 setzt es immer weiter fort. Wenn das neue Automodell genauso schlecht ist wie der Vorgänger sag ich ja auch nicht, dass war ja früher auch schon so, dass kann man dem Auto nicht anlasten ;).
So gesehen, es ist eine Fortsetzung der Kritik die mana uch an DSA 4 üben kann, aber üben kann man sie.

Und Sandbox Konflikte wären super (ich würde da noch die Wildermark Kampagne einordnen), aber dafür fehlt es halt an besagten Konfliklinien. Ich fand da ein unabhängiges Albernien und Almada durchaus passend. Achja, vergessen, Kaiser Selindian wird von Brazoragh kontrolliert, wieder so ein "alles muss auf höchster Ebene übernatürlichs ein" (auch bei DSA 4). Das hätte es nicht gebraucht.

Jasper Stoßenheimer
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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 13.01.2019 01:46

Hey, willkommen im Karma Battle vor Alveran. Da ist halt alles übernatürlich beim großen Stühlerücken.
Ich frage mich nur wie das in DSA 5 dargestellt werden soll, so richtig kann ich es mir nicht vorstellen, dass das in ein paar Jahren Aventurischer Geschichte erledigt sein soll. Ich fürchte die Redax hat da einen zu großen Bissen genommen und wird bestimmt kein Götterbattle das mindestens ein paar Jahrzehnte (Eher Jahrhunderte, was ist schon Zeit für Götter)dauert in irgendeiner weise stringent und logisch hinbekommen. Aleine die Fluktuation der Schreiber wird da einiges durcheinander wirbeln.
Irgendwann gibts dann den großen Gongschlag wenn alle die Übersicht verloren haben und es ist............, wieder wie vorher (von ein paar kosmetischen Strichen abgesehen).

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DSA4 Liebhaber: Wie seht ihr DSA5 2018?

Ungelesener Beitrag von Perceval » 13.01.2019 11:55

mike-in-the-box hat geschrieben:
12.01.2019 18:42
Was für mich ja auch Teil von DSA 5 ist, ist der Hintergrund. Und da mus sich sagen, dass ich bisher nicht wirklich begeistert bin. [...]

Und auch das ist DSA 5. Nicht nur die Regeln. Ist auch alles Geschmackssache. Aber wenn man nicht in einem Forum darüber schreiben kann, was einem alles NICHT gefällt, wo dann? ;)
Splitterdämmerung ist 4.1. Daran ändert auch die Landkarte nicht :rolleyes:
Jahr des Feuers und die Entwicklung des MR / Reisekaisertums ist 4.1
Status Maraskan ist 4.1
Erwachen des Bornlands ist 4.1
Khadan V. Firdayon geht auf DSA3 zurück

In Deiner Auflistung ist einzig die Setzung zu Andergast und Nostria erst mit DSA5 erschienen.

Man kann über 5 viel sagen. Aber die Setzung des Hintergrunds (GRW, Almanach) ist in weiten Teilen eine Konsolidierung von 4.1. Wenn man etwas diesbezüglich an 5 kritisieren möchte, dann, dass man es in über 3 Jahren nicht geschafft hat, wirkliche eigene Akzente zu setzen.

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Wolfio
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DSA4 Liebhaber: Wie seht ihr DSA5 2018?

Ungelesener Beitrag von Wolfio » 13.01.2019 12:19

@Perceval

Jain, stimmt so nicht ganz. Sowohl Splitterdämmerung, als auch Maraskan wurden vor allem wegen dem Wechsel der Editionen fokussiert. Man wollte schlicht keine offenen Plotfäden aus früheren Editionen haben, damit man sich bei den Abenteuern auf 1 Stand konzentrieren kann. An sich war dies eine sehr gute Idee, da die Spieler sonst immer das Problem bekämen, dass AB 1-3 der Splitterdämmerung nach 4.1, 4-7 nach DSA 5 gemeistert und bespielt würden, bzw man immer alles umarbeiten müsste.

Das Problem ist nur, dass diese eigentlich tolle Idee einen gewissen Schwachpunkt hat, der aktuell etwas "backfired". Durch "Alle Kampagnen abgeschlossen" fehlt dir auch eine entsprechende Kampagne, an die du anbauen kannst. So kann man sich zwar rein auf DSA5-AB konzentrieren, es führt aber trotzdem zu dem Problem, dass Anknüpfungspunkte immer in der alten Edition liegen.

Da man dies nun vermeiden möchte, dass dies an Bedeutung gewinnt, muss man am Anfang der neuen Edition ALLE Hintergrund/Regionalbände neuschreiben und publizieren, ehe man neue AB starten kann. Die Theaterritter haben ja genau dieses Problem gezeigt. Die Idee stammt mit dem Erwachen des Bornlandes wurde zwar in 4.1. angekündigt, jedoch gab es in 4.1 keine wirkliche Ausführung dieser Idee und zum Start von 5 fehlte schlicht eine Beschreibung des Bornlands. Das machte es sehr sehr unglücklich.


Was @mike-in-the-box glaube ich meint, ist, dass durch den Wechsel zu 5 Potential absichtlich abgewürgt wurde, damit man keine Altlasten wie die Schwarze-Lande-Kampagne mit nach 5 trägt, gleichzeitig aber keine Grundlage für eigene Kampagnen mehr vorhanden waren, da man alle alten Ideen, die noch Potential gehabt hätten, abgewürgt hat.



Als anschauliches Beispiel: Splitterkampagne.

Es war sehr früh klar, dass diese Kampagne etwas gezwungen wirken wird, weil man die Kampagne als Ende von 4.1 haben wollte. Alle Plotstränge sollten mit dem Editionswechsel abgeschlossen sein. Da das in ABs nicht mehr schaffbar war, wurde Schwarztobrien in die beiden Romane verlegt, die nun jedoch abgebrochen wurden, da der Autor nach Band 1 geschmissen hat. Leider deutlich zu spät, als dass man noch hätte reagieren können.
Fraglich wäre, ob es nicht taktisch schlauer gewesen wäre, die Splitterkampagne (zumindest die letzten, neueren Bände) nicht als Übergang statt als Abschluss zu setzen. Als Bindeglied zwischen 4.1 und 5 wäre die Kampagne super gewesen. Leider wollte man genau das vermeiden. Für die Spieler, wie etwa mike, steht am Anfang von DSA5 nun leider eine große Leere. Und die ist sehr sehr unglücklich, für einen Editionswechsel. Und nein, die Theaterritter-Kampagne ist deutlich zu unbedeutend in ihren Auswirkungen, um einen Übergang darzustellen.

Meiner Meinung nach, wäre der fließende Übergang sinniger gewesen, als der harte Schnitt.
So wirkt es sehr nach "Damit wollen wir nichts mehr zu tun haben" statt "lasst uns gemeinsam in die Zukunft schreiten".

(Und ja, die Ereignisse während der Splitterdämmerung wären z.B. hervorragende Anlässe, die Regelmechanismen wie Schicksalspunkte, veränderte Karma-Energie etc einzubauen. Einfach weil es so als Reaktion der Götter auf die Ereignisse während der Kampagne gewirkt hätte. Priester können mehr Liturgien wirken, nicht, weil wir nun halt DSA5 spielen, sondern weil die Götter es als Reaktion auf die Splitter und die Kriege gegen die Dämonen als sinnvoll gesehen haben. Schicksalspunkte? Phex' "Segen" für die Streiter versus die Schwarzen Horden, etc.

Selbst die Magieklassen wären durch die Änderungen in der Kampagne besser erklärbar, als "danach gab es sie einfach".

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Ungelesener Beitrag von Perceval » 13.01.2019 12:32

@Wolfio

Mir geht es nicht darum, wann etwas erschienen ist, sondern aus welchen Entwicklungen sich etwas nährt. Und der Kampf gegen Borbarads Erben und die Heptarchien ist mehr oder minder das Hauptthema von 4 / 4.1. Das eine andere Veröffentlichungsstrategie eventuell schlauer gewesen wäre, steht auf einem anderen Blatt, da bin ich bei Dir. Die entsprechenden Details sind mir übrigens durchaus bekannt :wink:

Reine DSA5-Setzungen gibt es bislang wenige. Und das ist ein gutes Thema für sich. Aber zu sagen, 5 ist "mäh" wegen Altlasten aus anderen Versionen, ist meines Erachtens nicht fair. Oder lastet jemand DSA4 die G7 an? :wink:

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 13.01.2019 12:36

Nein, weil G7 zwar Railroad in sich hatte, wie ich Fettzellen :dunkelheit: , war es trotzdem eine sehr gute Kampagne.

Und ja, es war das Hauptthema, ich bin aber der Meinung, dass die Redax sich mit dem Abschluss der Kampagne vor dem Wechsel zu 5 keinen Gefallen getan hat

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Ungelesener Beitrag von Perceval » 13.01.2019 12:42

Wie Du selbst schriebst - geplant war es ja anders. Wären die Abenteuer zügiger erschienen und hätte Leonardo sein Abenteuer bekommen, würden wir eventuell anderes darüber denken. Aber bei DSA ist es ja häufiger so, dass nicht alles wie geplant läuft. Das letzte Jahr ist ja ein gutes Beispiel dafür :wink:

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 13.01.2019 13:00

Crowd-funding ist gut, es ermöglicht dem Verlag, mehr Dinge als Geschenke rauszubringen.
Ohne Crowd-funding wäre Havena mit seinen Abenteuern und Co nicht möglich gewesen

Und jetzt sprich es mir nach

:borbi:

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 13.01.2019 13:15

Die Sache ist natürlich auch, dass man mit DSA 5 auf neue Zielgruppen gesetzt hat, und deswegen einen klaren Schnitt wollte. Eine Welt zu setzen, die eigentlich gerade noch mitten im Übergang ist, wird da schwieriger.

Nehmen wir die Schwarzen Lande: Für neu dazugestoßenene kann man nicht voraussetzen, dass sie die alten Schwarzen Lande zur Genüge kennen. Eine DSA5-Beschreibung der alten Schwarzen Lande, nur um eben diese direkt "abzuwickeln" und die Verhältnisse gründlich umzukrempeln wäre aber auch unglücklich gewesen.

Insofern hängt es dann schon klar mit dem Editionswechsel zusammen, dass man da vorher "klar Schiff" (ob zum Guten oder zum Schlechten) gemacht hat.

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pimpfl
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Ungelesener Beitrag von pimpfl » 13.01.2019 13:36

So gesehen gibt's vier aktuelle Probleme mit DSA5:

a) Die akute Metaplot-Schwäche, gut dokumentiert zB hier: https://www.orkenspalter.de/index.php?t ... onsthread/

b) Regeln nicht optimal (ist halt eine .0 Variante), zersplitterte Pubizierung, wieder das alte Minibonus&Co Problem, fehlendes Killer-Argument für den Wechsel auf 5.0

c) Regionalbände noch nicht fertig publiziert

d) Stillstand in Tharun und Myranor (Lizenz retour an Ulisses) und Uthuria

Als DSA4 "Afficionado" bewerte ich die *für mich* so:

a) Problem wenn man in der Gegenwart spielt, wenn nicht dann egal

b) Super, dadurch habe ich mir den Wechsel erspart und damit viel Geld und Zeit

c) Egal, als DSA4-Liebhaber kann man ja auf die Grüne Reihe zurückgreifen

d) Schade um Uthuria, Myranor hat mir nie gefallen, Tharun eigentlich auch nicht.
Zuletzt geändert von pimpfl am 13.01.2019 13:52, insgesamt 2-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 13.01.2019 13:43

Madalena hat geschrieben:
13.01.2019 13:15
Nehmen wir die Schwarzen Lande: Für neu dazugestoßenene kann man nicht voraussetzen, dass sie die alten Schwarzen Lande zur Genüge kennen. Eine DSA5-Beschreibung der alten Schwarzen Lande, nur um eben diese direkt "abzuwickeln" und die Verhältnisse gründlich umzukrempeln wäre aber auch unglücklich gewesen.
deswegen sag ich ja: Hätte man lassen sollen.
Größter Schwachpunkt der Schwarzen Lande war für mich eh, dass die konzentriert an 1 Ort waren (man klammere mal Glorana aus).
Eine Gegend der Finsternis und Dämonknechte hätte über Jahre hinweg noch super Plots geliefert. Sicher locker IT für mehrere Jahrzehnte.

(Vielleicht mit einer krank werdenden Rohaja, die irgendwann 1050/60 als letzte Aufgabe die Vernichtung der Schwarzen Lande anstrebt oder so)



btw fände ich eine Streuung der Schwarzen Lande über den ganzen Kontinent hinweg sehr spannend. Ähnliches hat man bei Hexxen ja gemacht.
Problem ist hier, dass Borbi eben nur im Osten war ^^
Zuletzt geändert von Wolfio am 13.01.2019 13:45, insgesamt 1-mal geändert.

Perceval
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Ungelesener Beitrag von Perceval » 13.01.2019 13:44

@Wolfio

Ich spiele auf Verzögerungen und Umbrüche durch Krankheitsfälle, Verlagswechsel (inkl. einer Insolvenz) und unzuverlässige Autoren an, Du kommst polemisch mit Crowdfundings. Spannend.

@Madalena

Natürlich hat das eine mit dem anderen zu tun. Bestreite ich auch gar nicht. Hätte es aber so laufen müssen, wie es gelaufen ist? Wahrscheinlich nicht. War das für den Verlag alles beherrschbar? Wahrscheinlich auch nicht, s.o..

@all

Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, wer von den hier vertretenen DSA 4.1-Spielern wirklich mal ernsthaft 5 gespielt hat. Und damit meine ich mehr als 1-2 Schnupperabenteuer.

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