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Heldenentwicklung im Schneckentempo

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BenjaminK
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Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 31.10.2018 14:11

Ging zwar nicht an mich, aber ich teile die Einschätzung. "Kurzfristig" hat in dem Fall nix damit zu tun, ob das jetzt in 10, 12, oder 459 Zeiteinheiten (Sessions, Jahre, Monate, Abenteuer....) erreicht wird. Der Motivationstrainer nennt das dann vielleicht eher extrinsische Incentives, oder irgendein anderes modisches Wort.
Es geht darum, ob es 1.) eine Sättigung geben kann und 2.) wie schnell die generelle Motivation aufhört, wenn die Befeuerung aufhört. Und da ist es eben so, dass AP nur kurzfristig motivieren. In dem Moment, wo es keine AP mehr gibt, ist die Motivation komplett weg.
Demgegenüber stehen eben die Ziele des Charakters. Solange die da sind, generieren sie Motivation, auch (und gerade) wenn man gerade keines dieser Ziele erreicht. Deswegen ist die Motivation durch Ziele auch langfristig.

Edit: Okay, man kann natürlich auch selten dämliche Ziele festlegen wie zB "5 Silbermünzen verdienen". Im Gegensatz zur Arbeit zB sollten die nicht abschließend erreichbar sein. "Einmal im Leben nach Thorwal kommen" ist ein schönes Ziel für Abenteuerfahrt. Ist der Charakter einmal in Thorwal gewesen, ist es aus. "Die Welt verbessern" ist dagegen eine unerschöpfliche Quelle an Handlungsmöglichkeit :D
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smarrthrinn
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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 31.10.2018 14:24

BenjaminK hat geschrieben:
31.10.2018 14:11
"Kurzfristig" hat in dem Fall nix damit zu tun, ob das jetzt in 10, 12, oder 459 Zeiteinheiten (Sessions, Jahre, Monate, Abenteuer....) erreicht wird.
Doch, das ist die einzige zulässige Bedeutung des Wortes "Kurzfristig" im Bereich der Motivation. Wenn jemand schon diesen Sack aufmachen will, dann sollten wir uns auch an die dort üblichen Begriffe und deren Definition halten.

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BenjaminK
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Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 31.10.2018 14:29

smarrthrinn hat geschrieben:
31.10.2018 14:24
Doch, das ist die einzige zulässige Bedeutung des Wortes "Kurzfristig" im Bereich der Motivation. Wenn jemand schon diesen Sack aufmachen will, dann sollten wir uns auch an die dort üblichen Begriffe und deren Definition halten.
1. Link beim Googeln von kurzfristigen Anreizen:
https://www.business-wissen.de/artikel/anreizsysteme-was-motiviert-mitarbeiter-am-staerksten/ hat geschrieben:Extrinsische Anreize wie etwa Prämien motivieren nur kurzfristig. Intrinsische Motivation wirkt stabiler und verbessert die Leistung der Mitarbeiter anhaltender. Das Erleben von Sinn ist die stärkste Motivation für einen Menschen.
Streiche Prämien, schreibe AP hin. Streiche Mitarbeiter, schreibe Charaktere hin.
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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 31.10.2018 14:59

Wow, Du schaffst es elegant an meinen Argumenten vorbeizureden. So ist leider keine sinnvolle Diskussion möglich.

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Eadee
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 31.10.2018 15:12

Nur weil eine kurzfristige Motivation immer wieder wiederholt wird wird daraus noch keine langfristige Motivation. Es ist eine wiederholte Anwendung von kurzfristigen Motivationen.

Ich habe davon abgesehen mit intrinsischer und extrinsischer Motivation anzufangen um nicht zu weit abzuschweifen, aber BenjaminK trifft den Nagel auf den Kopf.

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hexe
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Ungelesener Beitrag von hexe » 31.10.2018 16:54

CaptainBurger hat geschrieben:
31.10.2018 09:15
SPASS HABEN
Das wollen alle. Nur haben, den alle auf andere Weise. An 'Grind' hatte ich noch nie Spaß. Schon gar nicht ohne PC...

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Ungelesener Beitrag von Darilon » 31.10.2018 21:08

Die Essenz aus der ganzen Rollenspieltheorie und den unzähligen Spielertypisierungen ist doch, dass jeder den Spielspaß aus was anderem zieht.
Der eine zieht ihn aus der wertetechnischen Verbesserung seines Chars. Der Andere aus einem tollen Plot, der Nächste aus dem Ausleben seines Charakters, dem Schnetzel von Monsterns, weil sie was Verrücktes tun, was auch immer.

Letzendlich haben die Spieler Spaß wenn ihre Motivation jeden Abend bedient wird.
Der eine will jeden Abend was haben, um seinen Char zu verbessern.
Der andere will jeden Abend etwas Charakterspiel haben.
Der Andere will jeden Abend einen guten Plot oder Monster schnetzeln oder oder oder.

Wenn das, was dem Spieler Spaß macht, ausbleibt, ist der Spieler gefrustet.
Wenn der Charakterspieler nicht zu seinem Charakterspiel kommt, ist er genauso frustriert wie der Charakterverbesserer, der keine oder zu wenig AP bekommt. Das hat nichts mit langfristiger Motivation zu tun.
Hinzugehen und dem einen seine AP zu kürzen oder zu steichen weil es ja "nur eine kurzfristige Motivation ist" und "sich sonst zu schnell abnutzt" bzw. "die Erwartungen zu hoch wachsen" und man "nicht mehr wirklich belohnen kann, weil alles schon mal dagewesen ist", ist letztendlich genauso also würde man dem Storyteller sagen, dass es jetzt nur noch alle 10 Abende einen Plot gibt, "Weil sonst zu schnell all Plotelemente aufgebraucht sind" und "sich das Ploterlebnis abnutzt" außerdem kann er den Plot wenn er denn dann kommt "auch richtig genießen."
Das kann kann man genauso für alle Spielertypen übertragen und das ist in allen Fällen derselbe totale Quatsch.

Insofern, auch wenn Werteentwiclkung vielleicht nicht bei jedem ein wichtiger Faktor ist, sollte man doch zumindest anerkennen, dass es bei Anderen einer ist, der nicht "schlechter" ist als andere Motivationen. Und es ist auch nicht abhängig von DSA 3 oder 4, sondern vom Spielertyp.
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 31.10.2018 21:48

Ich würde dir zustimmen wenn es nicht Stand der empirischen Wissenschaft wäre dass regelmäßige extrinsische Motivation dazu führen kann dass die intrinsische Motivation geschädigt wird oder gar vollkommen verebbt.

Ja, jeder Mensch ist ein Individuum mit individuellen Vorlieben, aber diese Vorlieben sind zu einem Großteil auch nur aus dem was die Person erlebt hat erwachsen.

Deswegen macht es meiner Meinung nach sehr viel Sinn wenn man Rollenspiel langfristig betreiben will, die Bedingungen dazu zu schaffen dass die Spieler Spaß am Spielen selbst haben und nicht nur von den AP am Spielen gehalten werden.

Nochmal, ich sage keineswegs dass man wenige oder keine AP geben soll im Gegenteil. Ich sage nur die AP sollten nicht unmittelbar immer sofort und jederzeit einsetzbar sein, damit die intrinsische Motivation der Spieler am Rollenspiel nicht unnötig untergraben wird. Eine AP-Verknappung bewirkt aber das Gegenteil, weil die Spieler sich umso mehr mit den AP auseinandersetzen müssen und damit wie sie sie effizient einsetzen.

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Ungelesener Beitrag von Darilon » 31.10.2018 22:06

Die langfristige intrinsische Motivation des einen ist es, irgendwann einen Charakter mit zig kAP zu haben.
Die kurzfristige Motivation dazu ist jeden Abend ein paar AP zu kriegen.

Die langfristige Motivation des anderen ist es seine Charakterziele zu erreichen.
Die kurzfristige Motivation ist es, jeden Abend seinem Charakter etwas weiter ausspielen zu können.

Es macht keinen SInn die kurzfristige Motivation des einen gegen die langfristige Motivation des anderen auszuspielen. Beide haben eine langfristige Motivation. Und für beide Typen gilt, dass wenn sie mit ihrer Agenda nicht weiterkommen, hören sie gefrustet auf.
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 31.10.2018 22:29

Darilon hat geschrieben:
31.10.2018 22:06
Die langfristige intrinsische Motivation des einen ist es, irgendwann einen Charakter mit zig kAP zu haben.
Bitte lies nach was intrinsische Motivation bedeutet.
http://www.lernpsychologie.net/motivati ... motivation
Wenn er intrinsisch motiviert ist viele AP zu haben, würde er sich 1.000.000 AP auf sein Sheet schreiben ohne überhaupt einen Helden zu erstellen (geschweigedenn zu spielen) allein der Akt diese AP aufzuschreiben (oder abzustreichen und eine Zahl hoch zu setzen) wäre so faszinierend für ihn, dass das Rollenspiel belanglos für ihn wird. Intrinsische Motivation bedeutet dass man an der Tätigkeit selbst Interesse hat, nicht an einer Belohnung die man für die Tätigkeit erhält (dh bessere Erfolgschancen beim Spiel sind eine extrinsische Belohnung fürs AP ausgeben, also für einen intrinsisch motivierten AP-Liebhaber uninteressant).

AP sind neben Geld wohl eines der eindeutigsten Musterbeispiele für extrinsische Motivation überhaupt.

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Ungelesener Beitrag von Leta » 31.10.2018 23:04

Eadee hat geschrieben:
31.10.2018 22:29
Wenn er intrinsisch motiviert ist viele AP zu haben, würde er sich 1.000.000 AP auf sein Sheet schreiben ohne überhaupt einen Helden zu erstellen (geschweigedenn zu spielen) allein der Akt diese AP aufzuschreiben (oder abzustreichen und eine Zahl hoch zu setzen) wäre so faszinierend für ihn, dass das Rollenspiel belanglos für ihn wird.
Du willst es aber auch falsch verstehen? Seine Motivation ist es viele AP im Spiel zu erhalten und einen richtig starken Helden (durch seine vielen AP) bekommen.

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 31.10.2018 23:39

Ja, das mag seine Motivation sein, sie ist aber nicht intrinsisch, das ist das einzige das ich da kritisiert habe.

Wir reden übers Rollenspiel. Ist das Rollenspiel selbst deine Motivation? Gratuliere, du bist intrinsisch für Rollenspiel motiviert.

Sind irgendwelche AP-Zahlen (egal ob im Spiel oder sonstwie gewonnen) deine Motivation? Ist ein Held mit höheren Talentwerten als zu Spielbeginn deine Motivation? Sind 100 verschiedene Artefakte die der Held einmal haben wird deine Motivation? Ist die Erfüllung aller Ziele/Wünsche deines Charakters deine Motivation? Tja, dann bist du extrinsisch motiviert, zwar in unterschiedlichen Abstraktionsgraden, aber du spielst eben für eine bestimmte (extrinsische) Belohnung.

Intrinsische Motivation bedeutet dass dich das Rollenspiel fasziniert/interessiert egal was dabei herauskommt, der Akt des Spielens selbst ist es der dich erfüllt.

Und ja, jeder Mensch ist zu einem gewissen Teil extrinsisch und intrinsisch motiviert, das ist kein schwarz und weiß. Aber eine unverhältnismäßig starke und häufige extrinsische Motivation kann die intrinsische schädigen und zwar so stark dass wenn die extrinsische Motivation ausbleibt, gar keine Motivation mehr übrig ist.

Deswegen sollte extrinsische Motivation nur in Maßen eingesetzt werden und nicht mehr Aufmerksamkeit zugespielt bekommen als die Tätigkeit selbst.


Ideal aus lernpsychologischer Sicht wäre vermutlich der Einsatz von AP als intermittierende Verstärkung.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Intermi ... erstärkung

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Ungelesener Beitrag von Leta » 01.11.2018 09:39

Eadee hat geschrieben:
31.10.2018 23:39
deal aus lernpsychologischer Sicht wäre vermutlich der Einsatz von AP als intermittierende Verstärkung.
Jetzt müsste man nur noch die Begriffe so sauber definieren das man zwischen akzeptabler "intermittierende Verstärkung" und nicht guter "extrinsischer Motivation" unterscheiden kann.
Zuletzt geändert von Leta am 01.11.2018 10:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 01.11.2018 09:56

Darilon hat geschrieben:
31.10.2018 22:06
Die langfristige intrinsische Motivation des einen ist es, irgendwann einen Charakter mit zig kAP zu haben.
Die kurzfristige Motivation dazu ist jeden Abend ein paar AP zu kriegen.
Das AP-haben an sich wird nicht die Motivation sein. Dagobert Duck will Geld haben, sitzt in seinem Tresor und macht nix damit. Wer sagt, er will einen Char mit zig kAP haben, der meint (meiner Erfahrung nach) etwas ganz anderes. Derjenige will eigentlich die größten Herausforderungen sehen und die schwierigsten Probleme lösen - durch die Spielwerte. Sobald er keine Herausforderung mehr bekommt, wird es auch für ihn langweilig, egal ob er dafür 10000000 AP bekommt. Und die nächsten 2 Goblins, die beim Erschlagen 1.ooo.ooo AP fallen lassen...

Ich bleib dabei, der einzelne AP ist dabei nur ein Strohfeuer, was sofort als Motivation erlischt, wenn er ausgegeben ist. Die "echte" Motivation ist die steigende Herausforderung. Und ja, verknappte AP sind dabei eher hinderlich. Dreht man die Herausforderung auf, ohne AP im gleichen Maße zu verteilen, fällt das lösen der Herausforderung durch Spielwerte raus. Belässt man die Herausforderung gleich und verknappt die AP, passt das wieder zusammen, aber eben keine Entwicklung hin zu der größten Herausforderung.

Daraus kann man auch prima Konzepte stricken. "Ich will der allerbeste sein, wie keiner vor mir war" oder "den Schwertkönig übertrumpfen" oder "ein eigenes Königreich erobern, erschaffen und regieren". Die AP sind da aber auch nur Mittel zum Zweck, nicht Selbstzweck.

PS: intermittierende Verstärkung ist eine Form der extrinsischen Motivation *g* die saubere Trennung und Diskussion über Motivationstheorie ist am Ende akademisch. Übrigens halte ich AP für eine Hygienefaktor nach Herzberg :D
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Ungelesener Beitrag von Eadee » 01.11.2018 12:48

Leta hat geschrieben:
01.11.2018 09:39
Eadee hat geschrieben:
31.10.2018 23:39
deal aus lernpsychologischer Sicht wäre vermutlich der Einsatz von AP als intermittierende Verstärkung.
Jetzt müsste man nur noch die Begriffe so sauber definieren das man zwischen akzeptabler "intermittierende Verstärkung" und nicht guter "extrinsischer Motivation" unterscheiden kann.
Extrinsische Motivation ist an sich nichts schlechtes. Erst das Übermaß macht sie schlecht.
Sowohl kontiniuierliche Verstärkung als auch intermittierende Verstärkung sind extrinsische Motivation, aber kontinuierliche Verstärkung ist eben übermäßig und lenkt die Aufmerksamkeit viel zu sehr auf die Belohnung statt auf das zu verstärkende Verhalten und untergräbt so die intrinsische Motivation.

Zamino
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Ungelesener Beitrag von Zamino » 06.11.2018 12:42

Für mich als Meister sind die AP ein nützliches Mittel, um die Helden auch jenseits von Gold für ihre Taten zu belohnen. In meiner Runde gibt es recht viele SCs, die gierig auf Gold sind und selbst schiffbrüchige Menschen am Rande zum Tod noch nach eine Bezahlung fragen. Dank der Vergabe von AP merken sie nun aber, dass es sich auch jenseits von Gold lohnen kann, heldenhafte Taten zu vollbringen. Eine pauschale Vergabe von 25 AP pro Abend, egal was wie gespielt wurde, sehe ich als eine vertane Chance an, die Helden für ihre Handlungen zu belohnen. Man kann nen Abend lang sich zurückhalten und mitlaufen und erhält trotzdem AP?

Ich vergebe AP nach heldenhaften Erfahrungen in meiner DSA5 Gruppe. In der Regel sind das so 5 AP für kleine Aktionen. Für abgeschlossene Queste vergebe ich aktuell rund 30 AP, je nach Herausforderungen innerhalb des Abenteuers und Länge. Als Bonus vergebe ich an jedem Abend meist 5 AP, die nur gezielt für bestimmte Talente ausgegeben werden dürfen, die am Abend häufig angewendet wurden. So erhalten meine Spieler an einem Abend aktuell ca. 15 - 25 AP, bei Abenteuerabschluss ca. 40 AP. Wir spielen 1x im Monat. Ein LVL-Up ist so nur aller 7 Monate drin. Aber da hat sich bisher niemand beschwert.

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Ungelesener Beitrag von SpongeBob » 09.11.2018 09:08

Für mich als Spieler wäre es extrem frustrierend keine oder ständig zuwenige AP zu erhalten und die ganze Zeit rumzusümpeln. Ich meine wie oft spielt man? Wenn ein Termin der für :alle passt gefunden wird und keiner absagt bestenfalls alle 3 Wochen. Dies mag bei anderen Gruppen anders sein. Da möchte ich dass Klein-Alrik sich langsam endlich zu Gross-Alrik entwickelt! :)

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Ungelesener Beitrag von Angorax » 17.12.2018 00:55

Ein schönes Gleichnis, das einer meiner Mitleidenden brachte, war Geld.
Wenn ich etwas unbedingt haben will, sagen wir... ein Auto für 7000€, und ich hab im Monat 1000€ übrig, dann leg ich doch eher mal 500€ weg fürs Auto, und vom Rest leiste ich mir Geschenke für Freunde, mal den teuren Käse, ein paar Luxusgüter, und nach einem gerüttet Maß an Zeit hab ich sowohl die kleinen Nettigkeiten, als auch das Auto.
Habe ich aber nur 100€ übrig, dann leg ich die komplett fürs Auto weg, denn ich wills ja irgendwann haben.

Mein Meister argumentierte nun so, dass man, habe man halt nur die 100€, doch lieber den Käse und die Geschenke kaufen solle. Das sei das Los
der Spezialisten (wenn es nur spartanisch AP gibt).

Ähm, ... nein?
DSA ist wie LARP. Großer Blödsinn. *subjektive Ansicht*

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 17.12.2018 17:11

Kannst ihm ja mal vorrechnen wieviel Prozent des DSA-Regelwerks er sich hätte sparen können wenn ihr mit so wenigen AP breit steigert, weil dann nie ein Held weiterführende SFs oder hohe ZFW-Varianten beherrschen würde.

Aber mal im ernst, ist die gesamte Runde auf dem niedrige-AP-Trip? Oder leitet der Spielleiter so meisterlich erfüllend? Ich jedenfalls kann als Außenstehender nicht nachvollziehen warum ihr nicht einfach einen SL mit rationaler AP-Vergabe sucht. Der alte SL kann ja gerne als Spieler mitmachen (wenn ihm das nicht zu viele AP sind :thorwaler: )

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Ungelesener Beitrag von Doggo » 17.12.2018 18:27

Eure Theorien interessiern vielleicht den der sie erfunden äh entwickelt hat. Kann mir keiner erzählen dass diese Theorien 100 pro wasserdicht sind. No Sir.

Hier wird mir auch viel zu sehr aus Spielleitersicht argumentiert. Und zwar aus der paranoiden, geizigen Sicht von Spielleitern, die den Spielern Jaaaa nicht zu viel Gold und Rüstung zugestehen wollen weil dann angeblich die BALOOOOS leiden soll.

Was wirklich leidet ist der Spielspass.

Ich hab in den vielen Runden noch nicht EINEN Spieler getroffen der sich nichtn Wolf gefreut hätte wenn ern neues Level erreicht. Keinen. Einzigen.

Das wär als würde man behaupten ab einer bestimmten Gehaltsstufe freut einen Geld nicht mehr. Komplette Büffelkacke diese Theorien. Total.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 17.12.2018 18:35

Natürlich muss es jede Runde für sich selbst bestimmen, wieviel AP sie sich gönnt, aber ich persönlich bin da grundsätzlich doch eher auf der "more XP!!!111"-Seite. Ich fand, dass die AP schon in DSA4 deutlich entwertet wurden (zumindest mit Blick auf die Eigenschaftssteigerungen, die deutlich teurer geworden sind, und die SFs, die es davor gar nicht gab), und wenn ich mich dann dazu noch mit einem Meister rumschlagen müsste, der einem nach Jahren des Spielens Steigerungen im Gegenwert einer DSA3-Stufe spendiert, wäre ich schneller aus der Runde raus als er gucken kann.

DSA ist bereits ein System, das schon rein systembedingt mit dem Machtzuwachs der Charaktere relativ sparsam umgeht (nicht, dass das schlecht sein muss), direkt (was das Potenzial einer Klasse angeht) und erst recht indirekt (was die Verbesserung der Ausrüstung angeht) - da muss ich es nicht auch noch auf die Bremse bei den AP treten. Wann die AP ausgeteilt werden, ist da im Grunde zweitrangig; wegen mir kann man die auch erst dann austeilen, wenn die Helden wieder eine lange Freizeit haben, wo sie sie investieren können - Hauptsache, sie werden wenigstens stärker.

Allerdings würde ich als Meister die AP-Vergabe grundsätzlich anders handhaben, folgende Möglichkeiten drängen sich mir da auf:
1. Forcierte AP-Verteilung: Um "One Trick Ponies" zu verhindern, würde ich die Spieler auf eine bestimmte AP-Verteilung verpflichten - und sei es auch nur sowas banales wie "jeweils 10-40% für Eigenschaften, Fertigkeiten, SFs und Kampf-SFs" (nur zur Illustration, am Ende sähe es wohl anders aus)
2. Zweckgebundene AP statt SEs: Es gibt keine SEs oder Verbilligungen von Steigerungen, sondern nur AP, die bestimmten Werten zugewiesen werden und die der Spieler dann auch nur für diese investieren kann - ob er wartet, bis er genug Sonder-AP für eine Steigerung gesammelt hat oder selber welche zuschießen will, ist sekundär. Angewendet wird es dann wie SEs oder sonstige Steigerungsverbilligung: der weise Sensei gibt ebenso AP wie der tolle Leitfaden oder die häufige praktische Anwendung im Abenteuer. Auf diese Art und Weise wird dann auch das superfokussierte Steigern vermieden - wenn der Anteil an zweckgebundenen AP entsprechend hoch ist, verteilen sie sich ganz automatisch.
3. AP-werte Freizeit: Die Spieler können ihre Freizeit zwischen den Abenteuern entsprechend gestalten, dass sie sich ebenfalls auf das AP-Konto auswirken (natürlich ebenfalls zweckgebunden). Der Held arbeitet ein halbes Jahr als Schmied? AP für KK, FF, Schmieden, SF Hitzeresistenz. Der Held ist nur am Feiern und rumhuren? AP für CH, IN, Betören, Glücksspiel und Zechen. Oder was auch immer - Möglichkeiten gibt es ja genug.

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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 18.12.2018 07:49

Bei uns gibt es immer eine bestimmte Menge an Fluff-AP, mit denen die Chars dann Töpfern, Singen, Philosophie usw steigern können. Außerdem hat der Meister mitunter ein Wort bei der Steigerung mitzureden. Ansonsten halten wir uns an die offiziellen Angaben. Damit fahren wir ganz gut.

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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 18.12.2018 08:22

Ich überlege gerade, ob ich meiner Gruppe (DSA 4.1) den Ersatz der SE's durch zweckgebundene AP vorschlagen soll.
Es stört mich mittlerweile sehr, dass je nach TaW der Charaktere die SE stark unterschiedliche Auswirkung hat.
Allerdings bedeutet das auch wieder bürokratischen Mehraufwand.
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Ungelesener Beitrag von hexe » 18.12.2018 08:28

Desiderius Findeisen hat geschrieben:
18.12.2018 08:22
Allerdings bedeutet das auch wieder bürokratischen Mehraufwand.
Würde ich nur machen, wenn sich deshalb einer der Mitspieler 'blöd' vorkommt. Und wie ich Euch kennen lernen durfte, habe ich da eigentlich nicht das Gefühl, oder?

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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 18.12.2018 09:11

Ich finde es auf jeden Fall sehr interessant, dass die meisten Gruppen (so wie ich) die AP von den OT-Stunden oder Abenteuerweise machen und ich es bis jetzt nur einmal gelesen habe, dass AP konsequent von der Ingame-Zeit abhängen.
In diesem Thread, wurde ich für diese Herangehensweise noch schief angeguckt.

Meine Gruppe vergibt pro OT-Stunde etwa 25-50AP (was sich auch in etwa mit den offiziellen Abenteuern und der Empfehlung in WdM deckt). Kurze Abenteuer (eher Nebenquests) geben also eher 200AP, die meisten Abenteuer geben ca. 400AP und richtig lange können auch mal 1000 AP geben.

Gesteigert wird nur am Ende eines Abenteuers, wenn es AP gibt, also zwischen den Abenden. Steigern kann eigentlich jeder Spieler was er möchte. Für 90% aller SF braucht man einen Lehrmeister, wobei ein Lehrmeister auch der dankbare Barbarenhäuptling sein, der dem Krieger zeigt, wie man Orks am besten umbringt. Verbilligte SF können jederzeit gelernt werden.

Lehrmeister für Talentsteigerungen sind selten, dafür spielen wir ohne "Selbststudium".
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 18.12.2018 10:58

hexe hat geschrieben:
18.12.2018 08:28
Würde ich nur machen, wenn sich deshalb einer der Mitspieler 'blöd' vorkommt. Und wie ich Euch kennen lernen durfte, habe ich da eigentlich nicht das Gefühl, oder?
Bisher wird das von den Spielern achselzuckend zur Kenntnis genommen. Mich als Spielleiter scheint es tatsächlich mehr zu stören als sie. :ijw:
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DnD-Flüchtling
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Heldenentwicklung im Schneckentempo

Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 18.12.2018 11:08

Rasputin hat geschrieben:
18.12.2018 09:11
Ich finde es auf jeden Fall sehr interessant, dass die meisten Gruppen (so wie ich) die AP von den OT-Stunden oder Abenteuerweise machen und ich es bis jetzt nur einmal gelesen habe, dass AP konsequent von der Ingame-Zeit abhängen.
In diesem Thread, wurde ich für diese Herangehensweise noch schief angeguckt.
Na, das sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Das eine ist rein Ingame (die Dauer, die dein Charakter an den Auswirkungen einer schlechten Eigenschaft zu knabbern hat); das andere ist in der Tat spielzeitgebunden: Wenn man eine OT-Stunde praktisch in Echtzeit verbringt, dann gehe ich davon aus, dass in dieser IT-Stunde auch mehr passiert als in all den IT-Stunden, die verstreichen, wenn eine OT-Stunde ein ganzer Tag ist.

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Wolfio
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.12.2018 22:18

@ TE:

Die OT-Zeit, die ein Abenteuer beansprucht, kann/sollte eigentlich nie die Grundlage für die Bemessung der AP sein, sondern die Schwierigkeit des Abenteuers und die Herausforderungen, denen sich die Helden stellen mussten. Paradebeispiel ist hier immer die Fluff-Gruppe, die auch mal 3-4 Abende eines ABs einfach im Gasthof chillt oder miteinander RP betreibt. Nehmen wir nun mal an: "Rettet die Katze vom Baum und sucht meinen Hund" wäre der Plot. Also wirklich mehr als banal. Nun beschätfigen sich die Spieler stundenlang im Gasthof, der Magier erklärt seinen Mitgefährten, welche Gefahren alles im Wald lauern, etc. Lass das jetzt mal mehrere Stunden gehen, ehe man aufbricht, die Katze zu retten. SCs vergessen nämlich gerne mal, dass die Welt ohne sie trotzdem weiter läuft. Das wird von vielen ABs LEIDER auch noch gefördert. Die Jungfrau soll geopfert werden, aber die Helden finden die Spur nicht? Kein Problem, dann stirbt sie halt erst in der 2. Praioswoche, statt in den Namenlosen Tagen, etc.

Nun vergibt man AP nach Spielzeit.
Für das AB: "Zieht aus und tötet den Oger und verhandelt mit Shafir dem Prächtigen", was den Kampfschläf... Krieger der Gruppe natürlich weckt, braucht die Gruppe nun 1 Abend, für den Hund retten 3 Abende, da man davon noch zum Schmied und zur Andacht will.

Soll es nun wirklich mehr AP für das Suchen des Hundes als für das Erschlagen eines Ogers geben, weil es OT mehr Zeit brauchte? Ich glaube eher nicht....



Und zum "Steigern im Schneckentempo": Ich sehe da das Problem nicht. On Online-Spielen mag es sinnig sein, möglichst schnell max-Level zu erreichen, um am High-End-Content teilhaben zu können. Genau diesen gibt es im normalen Rollenspiel aber quasi nicht oder nur sehr begrenzt.

Was auch hilft: Spielen mit Steigerungsregeln.
Dann brauchst du nämlich zum Versteigern von 250 AP auch 250 ZE also 500 Stunden. Bei maximal 4 ZE pro Tag, brauchst du also 125 Tage, also etwa 4 Monate IT, bis du die AP versteigert hast. Bis dahin hast du aber meist IT wieder irgendwas erlebt, was deinen Helden geprägt hat, so dass du doch etwas anderes lernen möchtest, etc.

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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 18.12.2018 22:27

@Wolfio
Das ist ein sehr berechtigter Einwand.

Wobei das natürlich auch Geschmackssache ist: Eine RP-lastige Gruppe, die AP auch für Rollenspiel gibt, sieht eine ausgedehnte, rollenspiellastige Suche nach dem laufenden Zeckenteppich vielleicht auch einfach als "AP-würdiger" an als den kurzen Kampf gegen den Oger? Ich meine, ich täte es nicht, aber jedem das seine...
Wohingegen bei einer "normalen" Gruppe sich zielgerichtetes Abenteuerspiel und Rollenspiel in einem relativ fixen Verhältnis befinden sollten (und vor allem: Mehr ersteres als letzteres betrieben wird) - es dürfte nur eine Minderheit sein, die den ganzen Abend in der Taverne verbringt und sich gegenseitig Stories erzählt, aber dann dafür genausoviele AP erwartet wie für den nächsten Abend, an dem sie ein Verließ ausräumt.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 18.12.2018 22:37

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
18.12.2018 22:27
Eine RP-lastige Gruppe, die AP auch für Rollenspiel gibt, sieht eine ausgedehnte, rollenspiellastige Suche

Auch dazu ein ganz klares und entschiedenes Nein. Der dümmste Satz, der jemals in einem AB fiel, ist "Für gutes Rollenspiel können sie noch individuell bis zu X AP vergeben".

Weil das bringt einen ganz ganz schnell in die Situation, dass man in "gutes RP" und "Schlechtes RP" unterteilt. Also ich möchte nicht der sein, der Thomas die 30 AP für geniales RP mit seinem Streuner gibt, Lars aber "leider nur 10, weil du warst recht ruhig heute"... wenn der nun einmal einen Jäger oder Haudrauf-Thorwaler spielt.

Und von Diskussionen über "Warum bekommt Lars denn AP? Der hat doch heute gar nix gesagt/gemacht" fangen wir jetzt gar nicht erst an. Und ja: Dieser Einwand wäre für mich völlig berechtigt. Denn warum bekommt jemand für "gutes RP" AP, wenn er an der Art RP gar kein Interesse hat, sondern lieber den Plot lösen will.
Im härtesten Falle zieht Lars dann alleine los und löst den Plot, weil er sich so die Plot-AP holt, während der Rest ihre RP-AP sammeln. Und dann wird es... schwierig.....

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