DSA4 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.

Wie bewertet ihr die Weiterentwicklung von DSA seit 2011?

überwiegend Positiv
68
26%
Unverändert
31
12%
überwiegend Negativ
161
62%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 260

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Skalde
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5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Ungelesener Beitrag von Skalde » 09.03.2020 14:59

Also falls die bewusste Überspitzung echt so unklar war: Natürlich war DSA4 nicht grimdark. Ich hab doch sogar geschrieben, dass ich das eben nicht so sehe. Bitte Kontext beachten.

Edit: Das Setting selbst mag sich nicht sonderlich stark gewandelt haben. Die Beschreibungen und Perspektiven darauf hingegen sehr. Und da ich nicht der einzige bin, dem das sauer aufstößt, wage ich mal die vorsichtige Vermutung, dass ich nicht bekloppt bin und tatsächlich irgendwas anders ist.

Edit 2:
Der löbliche Pilger hat geschrieben:
09.03.2020 14:47
Die Belege, dass DSA schon IMMER ein sehr liberales Weltbild gepflegt hat, werden ja auch ignoriert.
Das zweifel ich nicht im Mindesten an. Man kann aber ein liberales Weltbild pflegen und dennoch eine Welt beschreiben, die komplett anders ist - oder vielmehr man konnte, denn das fehlt mir bei neuen Publikationen einfach. Nicht erst in der 5. Edition, einige spätere DSA4-Produkte schlagen ja bereits in dieselbe Kerbe. Bei der Lektüre neuerer Bücher (vor allem natürlich WdV) habe ich oft den Eindruck gehabt, gerade einen dieser historischen Romane zu lesen, bei denen absolut alles (Sprechweise, Umgang, Formulierungen, Weltsicht) genau wie in der Gegenwart ist und dem Ritter bloß noch das Smartphone fehlen würde.
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5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.03.2020 15:26

Ich bin da auf Deiner Linie. Ich habe bei fast jedem Kauf-AB das Gefühl, dass die Autoren sich trotz allem Fäntel-Gedöns immer nur durch unsere deutsche Millenium+ Gesellschaft schreiben. Beispiele:
  • Sex und Partnerwahl wird als absolute Privatsache zwischen zwei Menschen angesehen. Jede Abweichung davon gilt als unzulässige Einmischung in die Lebensplanung. Sexuelle Untreue ist kein Vergehen oder gar Verbrechen sondern ein 'dann hat sie halt mit wem anders gepoppt, ist doch ihr gutes Recht!' Uneheliche Kinder werden meist so beschrieben, als hätten sie eigentlich die gleichen Rechte wie eheliche.
  • Standesdenken wird immer nur als Ausformung des Nachteils Arroganz oder als Diskriminierung wahrgenommen, die "guten" NSC's sauer aufstößt und den Helden natürlich sowieso. (mein schon im anderen Thread gebrachtes Beispiel von der Prinzessin, die abenteuern will oder - gleich in doppelter Hinsicht - dem Bauernmädchen, dass keinen Junker heiraten will, sondern lieber mit ihrer Freundin in der nächsten Stadt "ihr Glück" suchen will. Was die Helden natürlich unterstützen sollen.)
  • Kulturen, die ein Patriarchat gleich welcher Ausprägung aufweisen werden als "rückständig" dargestellt. Gilt umgekehrt nicht für Matriarchate.
  • Glauben wird als Privatsache gesetzt, und ausser den 'Bösen' (meist müssen dafür die Praioten/Bannstrahler herhalten) läßt es den braven Aventurier kalt, an was sein Nachbar glaubt oder nicht glaubt, solange er keine Dämonen oder den NL anbetet.
Ich habe den Eindruck, dass das eine Folge mangelnder Bereitschaft ist, sich in eine andere Gesellschaftsform hineinzudenken. So wie manche Leute Amerikaner grundsätzlich für waffengeil halten, weil sie in der Mehrheit für ein sehr liberales Waffenrecht sind, oder andere glauben, Muslimas müssten sich allesamt unterdrückt und benachteiligt fühlen und mit völligem Unverständnis auf Konvertitinnen reagieren. ("Die haben eine Gehirnwäsche bekommen" / "Die sind nicht ganz bei Trost!")
Was ich also kritisiere, ist die Diskrepanz zwischen angeblicher und tatsächlich beschriebener Gesellschaftsformen in DSA.
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Ungelesener Beitrag von Der löbliche Pilger » 09.03.2020 15:46

Skalde hat geschrieben:
09.03.2020 14:59
Also falls die bewusste Überspitzung echt so unklar war: Natürlich war DSA4 nicht grimdark. Ich hab doch sogar geschrieben, dass ich das eben nicht so sehe. Bitte Kontext beachten.

Edit: Das Setting selbst mag sich nicht sonderlich stark gewandelt haben. Die Beschreibungen und Perspektiven darauf hingegen sehr. Und da ich nicht der einzige bin, dem das sauer aufstößt, wage ich mal die vorsichtige Vermutung, dass ich nicht bekloppt bin und tatsächlich irgendwas anders ist.

Edit 2:
Der löbliche Pilger hat geschrieben:
09.03.2020 14:47
Die Belege, dass DSA schon IMMER ein sehr liberales Weltbild gepflegt hat, werden ja auch ignoriert.
Das zweifel ich nicht im Mindesten an. Man kann aber ein liberales Weltbild pflegen und dennoch eine Welt beschreiben, die komplett anders ist - oder vielmehr man konnte, denn das fehlt mir bei neuen Publikationen einfach. Nicht erst in der 5. Edition, einige spätere DSA4-Produkte schlagen ja bereits in dieselbe Kerbe. Bei der Lektüre neuerer Bücher (vor allem natürlich WdV) habe ich oft den Eindruck gehabt, gerade einen dieser historischen Romane zu lesen, bei denen absolut alles (Sprechweise, Umgang, Formulierungen, Weltsicht) genau wie in der Gegenwart ist und dem Ritter bloß noch das Smartphone fehlen würde.
Mal ganz ehrlich: Wieviele DSA5-Bände (außer WdV) hast du wirklich gelesen?

Ich muss zugeben, dass ich die ganzen Regelwerke der neuen Edition nicht kenne, da ich mich für diese nicht interessiere. Meine Meinung fußt also auf den RSHs sowie den ABs. Auch in WdV habe ich lediglich mal 'reingeblättert und es dann kopfschüttelnd beiseite gelegt, insofern bin ich, was dieses Werk betrifft, ganz bei dir. ;)

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Ungelesener Beitrag von Alrik aus Beilunk » 09.03.2020 20:21

Jadoran hat geschrieben:
09.03.2020 15:26
Ich bin da auf Deiner Linie. Ich habe bei fast jedem Kauf-AB das Gefühl, dass die Autoren sich trotz allem Fäntel-Gedöns immer nur durch unsere deutsche Millenium+ Gesellschaft schreiben.
Das ist mir auch bei der Thorwaler Trommel sauer aufgestoßen :angry:
SpoilerShow
Magister & Eleven der Magierakedemie die den historischen Triumphzug der Stadtgarde blockieren weil die Thorwaler Piraten die vor 100 Jahren die Stadt in Geiselhaft hielten zu schlecht dabei wegkommen...
Habs dann so abgeändert das es vor allem darum geht das die Trommel wegen der Menschenhaut boronslästerlich ist und die Eleven wegen möglichen erzdämonischen Einflüssen besorgt sind, und die Blockade dazu dient das die Trommel dem Boronstempel übergeben werden soll.
Das Problem mit dem "zu modernen Aventurien" ist das es zu wenig Probleme gibt.
Warum soll die Mutter eines unehelichen Kindes eine Intrige gegen den ehlichen Erben schmieden wenn die uneheliche Geburt kein Problem ist?
Warum soll ein Adliger der sich nicht standesgemäß verhält Probleme bekommen wenn das mit dem Stand gar nicht so wichtig ist?
ect., ect...

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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 09.03.2020 20:40

Jadoran hat geschrieben:
09.03.2020 15:26
Bauernmädchen, dass keinen Junker heiraten will, sondern lieber mit ihrer Freundin in der nächsten Stadt "ihr Glück" suchen will. Was die Helden natürlich unterstützen sollen.
Um welches Abenteuer handelt es sich da?
Jadoran hat geschrieben:
09.03.2020 15:26
Kulturen, die ein Patriarchat gleich welcher Ausprägung aufweisen werden als "rückständig" dargestellt. Gilt umgekehrt nicht für Matriarchate.
War das nicht schon immer so bei DSA?
Jadoran hat geschrieben:
09.03.2020 15:26
Glauben wird als Privatsache gesetzt, und ausser den 'Bösen' (meist müssen dafür die Praioten/Bannstrahler herhalten) läßt es den braven Aventurier kalt, an was sein Nachbar glaubt oder nicht glaubt, solange er keine Dämonen oder den NL anbetet.
Das ist schlicht falsch und es gibt in DSA 5 mehrere Abenteuer die das thematisieren.
Alrik aus Beilunk hat geschrieben:
09.03.2020 20:21
Magister & Eleven der Magierakedemie die den historischen Triumphzug der Stadtgarde blockieren weil die Thorwaler Piraten die vor 100 Jahren die Stadt in Geiselhaft hielten zu schlecht dabei wegkommen...
Da hättest du dir die Spoiler Funktion sparen können den im Abenteuer steht nichts derartiges.
Die Thorwalertrommel hat geschrieben:Im Nordosten der Altstadt blockiert ein Protestumzug aus dem Hesindendorf die Straße. Künstler, Alchimisten und Freigeister tragen Spruchbänder: „Bürgerrecht ist Goblinrecht“, „Ihr seid nicht besser als Atmaskot“ oder „Trommelt auf Menschenhaut und ihr trommelt für Dämonen“.
Alrik aus Beilunk hat geschrieben:
09.03.2020 20:21
Habs dann so abgeändert das es vor allem darum geht das die Trommel wegen der Menschenhaut boronslästerlich ist und die Eleven wegen möglichen erzdämonischen Einflüssen besorgt sind, und die Blockade dazu dient das die Trommel dem Boronstempel übergeben werden soll.
Zumindest mit den (befürchteten) erzdämonischen Einflüssen lagst du garnicht so weit daneben. Das "Hauptproblem" war einfach dass der Umzug die Minderheiten der Stadt provozieren sollte (was man auch aus der Beschreibung des Umzugs herauslesen kann).

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5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.03.2020 20:56

@Timonidas: Das mit dem Junker, der ein hübsches Bauernmädchen heiraten will und die statttdessen mit ihrer Freundin ausrücken will, um ihr Glück zu machen stammt aus dem neueren Heldenwerk Abenteuer "Firunja Fällt".

Bei DSA-3 waren die Novadis noch cool (und durften immer mal wieder siegen) und die Andergaster unerschrockene Pioniere. Ein Relikt ist noch das "Meister der Improvisation" bei der Kultur in DSA 4. (Und Aranien und die Amazonen waren auch cool. Das ist ja auch so geblieben...)

Bezüglich der Religion nehme ich das anders wahr: Welche Abenteuer meinst Du, wo religiöse Intoleranz als etwas Normales, gar Richtiges ("Ihr glaubt nicht an die Zwölfe, sondern an Kamaluq, Tapams und Nipakau? Ihr seid Heiden!") und nicht als zu überwindende religiöse Intoleranz gezeichnet wird?
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 09.03.2020 21:44

Hust Hust *räusper*

Firunja fällt ist kein Offizielles Abenteuer, sondern ist ein Fanabenteuer, hervorgegangen aus einem Wettbewerb vom DSAForum und Nandurion

Firunja Fällt

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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 09.03.2020 21:46

Jadoran hat geschrieben:
09.03.2020 20:56
Das mit dem Junker, der ein hübsches Bauernmädchen heiraten will und die statttdessen mit ihrer Freundin ausrücken will, um ihr Glück zu machen stammt aus dem neueren Heldenwerk Abenteuer "Firunja Fällt".
Das war doch kein Heldenwerk, sondern eine Einsendung bei unserem letzten "offiziellen" Abenteuerwettbewerb. Hat also mit der aktuellen Redax null zu tun.

Edit: Fenia war schneller
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer

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Bin ich froh DSA5 zu spielen. Nicht mehr alle Kämpfer waren in der Fasarer Arena!

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.03.2020 21:48

Mein Fehler... ist einfach prägnant bei mir hängen geblieben.
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Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 09.03.2020 21:52

Ja und ich weiß auch noch, dass wir den Plot unterschiedlich positiv/negativ aufgenommen haben.

Was Religionskonflikte betrifft, ist da in 5 schon was angelegt. Z.b. die neuen Numinoru-Geweihten in Havena, die aber natürlich bei den Efferdgläubigen als Ketzer gelten und sich verstecken. Ob das auch schon in Abenteuer genutzt wird, weiß ich nicht, ich komm nicht mehr dazu, wirklich alles zu verfolgen.
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 10.03.2020 00:26

Jadoran hat geschrieben:
09.03.2020 20:56
Das mit dem Junker, der ein hübsches Bauernmädchen heiraten will und die statttdessen mit ihrer Freundin ausrücken will, um ihr Glück zu machen stammt aus dem neueren Heldenwerk Abenteuer "Firunja Fällt".
Also erstens gibt es diese Heldenwerk meines Wissens nach nicht. Aber selbst wenn Standesgesellschaft heisst nicht dass man automatisch alle die über einem stehen innigst verehren und lieben muss, wenn der Junker ein hässliches Arschloch ist (ich kenne die genauen Umstände des Abenteuers nicht) dann will vermutlich auch die Bauernstochter ihn nicht heiraten. Familienglück und persönliches Glück stehen sich in einer Standesgesellschaft halt oft im Weg. Und es ist ein üblicher Trope der Mittelalter Fantasy Literatur diesen Konflikt zu thematisieren. DSA 5 Abenteuer sind aber eigentlich was die Motivation der Helden angeht eher offen gestaltet (im Vergleich zu alten Abenteuern) weshalb es mich wundern würde wenn tatsächlich davon ausgegangen wird das die Helden sie unterstützen wollen.

Gut das wurde ja geklärt, hab ich zu spät gesehen.
Jadoran hat geschrieben:
09.03.2020 20:56
Bei DSA-3 waren die Novadis noch cool (und durften immer mal wieder siegen) und die Andergaster unerschrockene Pioniere. Ein Relikt ist noch das "Meister der Improvisation" bei der Kultur in DSA 4. (Und Aranien und die Amazonen waren auch cool. Das ist ja auch so geblieben...)
DSA 3 kenne ich nicht aber in DSA 4 waren nach allem was ich gesehen und gespielt haben weder Andergaster noch Novadis "cool". Novadis wurden bei einer Runde eher wie ein Plage behandelt und wenn man ihnen in der Khom begegnet ist waren sie einfach nur Ärsche (kann auch am SL liegen) und für Andergast wird bei der RSH Unter dem Westwind bereits als technologisch und kutlurell rückständig beschrieben.
Jadoran hat geschrieben:
09.03.2020 20:56
Bezüglich der Religion nehme ich das anders wahr: Welche Abenteuer meinst Du, wo religiöse Intoleranz als etwas Normales, gar Richtiges ("Ihr glaubt nicht an die Zwölfe, sondern an Kamaluq, Tapams und Nipakau? Ihr seid Heiden!") und nicht als zu überwindende religiöse Intoleranz gezeichnet wird?
Dort wo Kamaluq, Tapams und Nipaku verehrt werden schert sich auch kein Mensch um den 12 G Glauben. Diese Situation ist völlig konstruiert und kommt höchstens bei einer sehr exotischen Heldengruppe vor. Die Religion der 12 G wird hauptsächlich nur im Mittel- und Horasreich wirklich praktiziert. Alle anderen Regionen haben bestenfalls die 12 Götterreligion halbherzig angenommen, verehren aber nicht wirklich alle. Das Problem hier ist aber auch älter als DSA 5. Die Autoren fanden es halt damals cool sowohl die polytheistische Tradition der römischen Religion inklusive Interpreatio Romana zu adaptieren und gleichzeitig mit dem Praios Kult eine abrahamitisch monotheistische Religion inklusive Abolutheitsanspruch mit dem römischen Polytheismus zu kombinieren. Das beißt sich einfach und man muss sich entscheiden wie man das umsetzt. Bei mir gibt es diesen Absolutheitsanspruch nicht und wenn dann nur in sehr Praiosgläubigen Gegenden (wo Andersgläubige freilich auch sanktioniert werden), aber dort spiele ich nicht. Das heisst aber noch lange nicht dass es den Leuten egal ist was man glaubt. Wenn jemand die in der betreffenden Region vorherrschende Glaubensvorstellung (meistens eine Variation der 12 G) vor der falschen Person in Frage stellt ist das Ketzerei und kann je nach Situation und Rechtslage bestraft werden. Es kann aber auch sein dass man einfach als Spinner abgestempelt wird. Kulte die die dominante Religion in Frage stellen müssen sich nach wie vor verborgen halten oder werden offen bekämpft (Shinxir, Ras'Ragh, Nomunoru, Kor ect.).

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Ungelesener Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 10.03.2020 00:50

Assaltaro hat geschrieben:
09.03.2020 21:52
Was Religionskonflikte betrifft, ist da in 5 schon was angelegt. Z.b. die neuen Numinoru-Geweihten in Havena, die aber natürlich bei den Efferdgläubigen als Ketzer gelten und sich verstecken.
Wobei sie sich einfach nicht zu verstecken bräuchten.
Beton ist das Metall unter den Hölzern.

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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 10.03.2020 02:21

Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.03.2020 00:50
Assaltaro hat geschrieben:
09.03.2020 21:52
Was Religionskonflikte betrifft, ist da in 5 schon was angelegt. Z.b. die neuen Numinoru-Geweihten in Havena, die aber natürlich bei den Efferdgläubigen als Ketzer gelten und sich verstecken.
Wobei sie sich einfach nicht zu verstecken bräuchten.
Schreib das doch mal den Autoren warum die dann so blöd sind und festlegen das Numinoru Anhänger als Ketzer verfolgt werden? Wenn du dich mit dem Efferdglaube und ihrem Einfluss in Havena besser auskennst als die Autoren solltest du sie zumindest mal auf ihre Fehler hinweisen.

Versunkene Geheimnisse S. 43 hat geschrieben:Rianod Regenherz (*982 BF, blond, klare blaue Augen,verhärmt, ‚Kupferne‘), Efferdschwester und Akoluthin,wurde wegen Ketzerei verurteilt. Sie hatte gelehrt, dass Efferd nur ein Meeresgott unter mehreren sei und die Havener auch dessen „Bruder“ Numinoru achten müssten. Ihre Haft soll so lange dauern, bis sie ihre Thesen widerruft.

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Ungelesener Beitrag von Carus » 10.03.2020 03:36

Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.03.2020 00:50
Assaltaro hat geschrieben:
09.03.2020 21:52
Was Religionskonflikte betrifft, ist da in 5 schon was angelegt. Z.b. die neuen Numinoru-Geweihten in Havena, die aber natürlich bei den Efferdgläubigen als Ketzer gelten und sich verstecken.
Wobei sie sich einfach nicht zu verstecken bräuchten.
Einige der Massnahmen, welche die Efferd-Kirche gegen einen aufstrebenden Nouminoru-Kult ergreifen würde:
Havena - Versunkene Geheimnisse hat geschrieben:"wütende Predigten, eigene Gläubige gegen den anderen Kult mobilisieren und ihre Taten als gerechte Sache sanktionieren."

"kircheninterne Ächtung der Lehren des gegnerischen Kultes, Einwirkung auf Fürst und Ältestenrat
für Verbote der Strömenden und der Verbreitung ihrer Schriften, Anrufung der Inquisition wegen Ketzerei (ungern, das Verhältnis zur Praioskirche ist distanziert)."
Gemessen am politischen und gesellschaftlichen Einfluss, den die Kirche in der Stadt hat, sind das wohl sehr realistische Vorgehensweisen. Dazu kommt noch, das gewisse Vorgehensweisen des Nouminoru-Kults deutlich gesetzeswiederig sind, z.B. Diebstahl von efferdheiligen Artefakten. Da macht es absolut Sinn, erst mal im Verborgenen zu agieren.

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Ungelesener Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 10.03.2020 10:23

Timonidas hat geschrieben:
10.03.2020 02:21
Schreib das doch mal den Autoren warum die dann so blöd sind
Das würde ich tatsächlich gerne bei einigen machen, dafür bin ich aber zu höflich.
Timonidas hat geschrieben:
10.03.2020 02:21
Dazu kommt noch, das gewisse Vorgehensweisen des Nouminoru-Kults deutlich gesetzeswiederig sind, z.B. Diebstahl von efferdheiligen Artefakten.
Das wäre aber auch gesetzeswidrig, wenn es keine Numinoru-Kultisten wären.
Beton ist das Metall unter den Hölzern.

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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 10.03.2020 10:27

Nicht zu vergessen, die Rondra Kirche weiß wie man mit Konkurenzkulten umzugehen hat.
Die Praioten würden da bestimmt auch eine Hand leihen.

Damit wären dann die beiden stärksten Kulte im Boot. Nicht vergessen, es geht um Macht und wenn diese bedroht wird findet sich ganz schnell ein Grund die enstsprechende Konkurenz zu entsorgen.
Da würde noch nicht mal ein König es wagen zu wiedersprechen.

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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 10.03.2020 10:37

Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.03.2020 10:23
Das würde ich tatsächlich gerne bei einigen machen, dafür bin ich aber zu höflich.
Es wäre doch nicht unhöflich andere auf ihre Fehler freundlich hinzuweisen, vor allem wenn man schlüssig begründen kann warum sie es falsch gemacht haben. Du könntest es dir natürlich auch leicht machen und einfach nur behaupten du weisst alles besser als die DSA Autoren ohne es begründen oder beweisen zu können, wobei ich mir nicht sicher bin ob da snicht unhöflicher wäre.

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Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 10.03.2020 11:12

Alrik aus Beilunk hat geschrieben:
09.03.2020 20:21
Warum soll die Mutter eines unehelichen Kindes eine Intrige gegen den ehlichen Erben schmieden wenn die uneheliche Geburt kein Problem ist?
Warum soll ein Adliger der sich nicht standesgemäß verhält Probleme bekommen wenn das mit dem Stand gar nicht so wichtig ist?
Bin ich den wirklich der einzige, dem Auffällt, das das so in den Hintergrundwerken genau eben nicht dargestellt wird?

Natürlich ist es nicht Ehrenrührig ein Bastard zu sein, keine Frage. Aber der Lehnsherr hat beim Erbe des Lehens immer das letzte Wort. Nur ist das bei legitimen Kindern nur noch eine Formalie. Bei Bastarden hingegen, entscheidet er noch immer darüber (Btw. gilt das auch für Adoptivkinder; HDR 25). Und das ganze in der Form gilt sogar nur für Kinder, deren Eltern nach der Geburt geheiratet haben... Wenn die schon solche Probleme mit dem Erbe haben... Dann braucht man nicht lange zu überlegen, was mit echten unehelichen Kindern ist.
Strenggenommen... ist dieser Plot "Mutter eines außerehelichen Kindes intrigiert gegen den ehelichen Erben" eher Aussichtslos... Versuchen kann man es natürlich dennoch.
TlDl: DIe Geburt entscheidet in Aventurien, nach Hintergrunzlage, noch immer über alles. Man ist zwar Abweichlern gegenüber offener (als es wohl real war) und macht sie nicht automatisch schlecht... Aber offen stehen ihnen die Türen dadurch noch lange nicht.

Und ein Adliger, der sich nicht Standesgemäß verhält, muss durchaus mit Konsequenzen rechnen. Wer sich sonderbar verhält, wird bestenfalls "nur" Geschnitten. Man lässt ihn in Ruhe, ja. Aber man beachtet ihn auch sonst nicht. Er sitzt ganz hinten an der Tafel, steht alleine auf dem Ball. Usw. usv. Auf diesem Weg, kann er keine sinnvolle Politik machen. Und ein Lehen führen, so es nicht grade zufällig zu 100% Autark ist, ist so auch "schwierig".
Er muss nicht unbedingt mit offener Verachtung rechnen, das ist sicherlich eine deutliche Abweichung von der "realität". Aber "kein Problem" ist sowas noch lange lange lange nicht.

Da ist Aventurien, in den jeweilig relevanten Regionen, dann eben doch im Detail deutlich "schmutziger", als man auf Anhieb meinen könnte.
Und ehrlich gesagt, ist das auch ganz gut so. Wer in's Detail geht, wer das mag, der sieht die vielen vielen "schmutzigen" Flecken auf der vermeintlich weiß/grauen Weste. Wer das aber nicht mag und einfach nur ein paar schöne Abentuer, ohne solchen "ballast" spielen will, der kann das genau so gut machen. Eben weil diese Flecken erst beim nahe hinsehen auftauchen.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Auch ein leichter Legastheniker mit Kontroll-Prog. finden nicht alle.

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Der löbliche Pilger
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Ungelesener Beitrag von Der löbliche Pilger » 10.03.2020 12:06

Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.03.2020 00:50
Assaltaro hat geschrieben:
09.03.2020 21:52
Was Religionskonflikte betrifft, ist da in 5 schon was angelegt. Z.b. die neuen Numinoru-Geweihten in Havena, die aber natürlich bei den Efferdgläubigen als Ketzer gelten und sich verstecken.
Wobei sie sich einfach nicht zu verstecken bräuchten.
Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.03.2020 10:23
Timonidas hat geschrieben:
10.03.2020 02:21
Schreib das doch mal den Autoren warum die dann so blöd sind
Das würde ich tatsächlich gerne bei einigen machen, dafür bin ich aber zu höflich.
Hmmm, jetzt komme ich nicht mehr mit. Du willst dich bei der Redaktion darüber beschweren, dass ein religiöser Konflikt gesetzt wird und kritisiert initial, dass die aktuelle Redaktion zu weich ist und keine religiösen Konflikte setzt?!? :???:

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.03.2020 12:24

@ChaoGirDja: Ich und einige andere reiben sich ja gerade an der Diskrepanz, dass es einerseits Standesgesellschaften, Erbrecht etc gibt, das andererseits in AB's und in der "Lebendigen Geschichte" aber immer wieder ignoriert wird.
Dass etwa Rojaha ihren dynastischen Pflichten nicht nachkommt, müsste für das Haus Gareth ein ganz erhebliches Problem sein, weil es eben den Verlust der Macht für die gesamte Dynastie bedeuten kann und praktisch einen Bürgerkrieg garantiert. Aber tasächlich wird so getan, als ob das halt ihre Privatsache wäre. In einer Gesellschaft wie der angeblich gesetzten ist es aber alles andere als das.
Es gibt schon gesetzte Religiöse Konflikte, aber die werden überregional ignoriert. Wie das Verbot des Praioskultes in Mengbilla. Müsste eigentlich ein Riesending sein, mit mindestens Handelssanktionen und noch mehr. Geht eigentlich gar nicht. Aber: Still ruht der See.
Auch das Magieverbot in Havena. Das müsste eigentlich mit einem reziproken Totalboykott der magischen Gesellschaft für Havena - auch und gerade für die Heilmagie - einhergehen. Schiffsmagier dürften sich weigern, in Havena einzulaufen, weil sie sonst Sanktionen ihrer Gilden zu befürchten hätten. Havener Kapitäne könnten keine Schiffsmagier anheuern. (Keine Wettermeisterschaft für havenische Schiffe...) Und Havena müsste massiv darunter leiden, denn Magie ist ein ganz erheblicher Wirtschaftsfaktor. Aber: Still ruht der See.
Die mal angeschriebene almadanische Reconquista um Omlad herum ist abgeblasen, ein Konflikt, der seit Jahrzehnten nur auf dem Papier existiert.
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Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 10.03.2020 13:46

Das solche Themen garnicht aufgegriffen werden, ist natürlich idT schade.
Allerdings sehe ich das persönlich jetzt auch nicht so Eng. Aber das ist natürlich meine Sichtweise :)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 10.03.2020 13:47

Hallo!

Diese Diskrepanz in der eigentlichen Setzung einer feudalen Gesellschaft und widersprechender Autoren-Inputs ist aber nicht erst seit DSA5 vorhanden.
Havena war schon immer eine Stadt mit Magieverbot, die Novadis waren außerhalb von "Der Löwe und der Rabe" schon mehr oder weniger immer nervtötende Fanatiker (zumindest in meiner Erinnerung) und das Bild der aventurischen Elfen auch nie einheitlich.

Was die lebendige Geschichte und die Politik Aventuriens angeht darf man imho nicht vergessen, dass diese Entwicklungen oft in der Vergangenheit vom offiziellen Briefspiel und der Beteiligung der Redaktion daran gelebt hat.
Den letzten Redakteur, den ich danach auf der RatCon gefragt habe, wusste nicht einmal mehr, ob es das Briefspiel noch gibt.
Eine Redaktion von wenigen Leuten kann keine reale, sich stetig verändernde Welt mit allerlei "systeminternen" Konflikten so abbilden, wie es eine dezentrale Lösung kann, die das Briefspiel ja im Endeffekt war.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.03.2020 14:00

Es stimmt schon, wir hatten immer schon was an DSA auszusetzen. 8-)

Meine Meinung ist trotzdem, dass sich die Redax an ihren Ansprüchen (Lebendige, glaubwürdige und immersionsfähige Welt) messen lassen sollte. Das Briefspiel, auch wenn es eine Tendenz zu Snowflakes hatte, weil gefühlt keiner einen "ganz normalen" Adligen spielen wollte und es daher praktisch keinen "normalen Adligen" gab sondern nur Halbelfen, verkappte Hexen, etc., hat dennoch damals der Spielerschaft das Gefühl gegeben, das die DSA-Welt sich tatsächlich dreht. Keine Ahnung, ob das Briefspiel noch existiert, aber soweit ich weiß, bestenfalls abgekoppelt von der Redax. "Lebendige Welt" könnte man sicher auch anders hinbekommen, aber gegenwärtig wirkt es auch mich, als würde die Redaktion das gar nicht versuchen, sondern hoffen, mit dem alten Etikett durchzukommen.
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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 10.03.2020 14:14

Hallo!

Da stimme ich dir zu. Die Redax hat imho ein großes Erbe angetreten und nicht alle Möglichkeiten genutzt, oder zumindest nicht weitergeführt, was vor ihrer Tätigkeit eigentlich ganz guten Input geliefert hat.
Insofern wäre es doch konstruktiv, mal bei der Redax anzuregen, in diese Richtung wieder aktiv zu werden.
Diesmal vielleicht mit ein paar Vorgaben, damit nicht jeder wieder seine Mary Sue als Baron einsetzt :wink:

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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 10.03.2020 14:27

Jadoran hat geschrieben:
10.03.2020 14:00
Das Briefspiel, auch wenn es eine Tendenz zu Snowflakes hatte, weil gefühlt keiner einen "ganz normalen" Adligen spielen wollte und es daher praktisch keinen "normalen Adligen" gab sondern nur Halbelfen, verkappte Hexen, etc., hat dennoch damals der Spielerschaft das Gefühl gegeben, das die DSA-Welt sich tatsächlich dreht.
Hier möchte ich (mal wieder) Einspruch erheben, zumindest für den mir bekannten Teil des Adelsbriefspiel. Mir sind in Albernia nur die Fenwasian mit einigen Absonderlichkeiten durch ihre Nähe zu Farindel bekannt, aber das ist auch passend so. Der Rest der Adligen ist sehr weltlich und menschlich (höchsten noch der eine Crumold, wo es aber wieder der Albernia-typische Feenkontakt ist. Bleibt aber selten).
Auch rühren wohl einige Diskrepanzen aus einer eben nicht einheitlichen Übernahme des Adelsbriefspiels ins lebende Aventurien. Im Endeffekt wurde nur übernommen, was der Redaktion (oder einem großen Teil davon) gefiel und in ihre Vorstellungen passte. Da kann es aber natürlich auch immer mal zu Missverständnissen oder unterschiedlichen Sichtweisen gekommen sein.
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 10.03.2020 14:28

Jadoran hat geschrieben:
10.03.2020 12:24
Es gibt schon gesetzte Religiöse Konflikte, aber die werden überregional ignoriert. Wie das Verbot des Praioskultes in Mengbilla. Müsste eigentlich ein Riesending sein, mit mindestens Handelssanktionen und noch mehr. Geht eigentlich gar nicht. Aber: Still ruht der See.
Naja Riesending ist vielleicht etwas hoch gegriffen. Ich glaub du überschätzt hier die Macht der Praioskirche. Die mag zwar groß sein im MR und HR aber groß ist auch der Einfluss der Handelshäuser. Am Ende sind es nicht die Kirchen die solche politischen Entscheidungen treffen, dass tun eher weltliche Machthaber, und dass die Praios Kirche vor allem stützen damit diese ihren gottgegebenen Herrschaftsanspruch bestätigen und nicht unbedingt immer tun was sie will, vor allem wenn es um goldene Münzen geht, finde ich nicht unglaubwürdig.
Jadoran hat geschrieben:
10.03.2020 12:24
Auch das Magieverbot in Havena. Das müsste eigentlich mit einem reziproken Totalboykott der magischen Gesellschaft für Havena - auch und gerade für die Heilmagie - einhergehen. Schiffsmagier dürften sich weigern, in Havena einzulaufen, weil sie sonst Sanktionen ihrer Gilden zu befürchten hätten. Havener Kapitäne könnten keine Schiffsmagier anheuern. (Keine Wettermeisterschaft für havenische Schiffe...) Und Havena müsste massiv darunter leiden, denn Magie ist ein ganz erheblicher Wirtschaftsfaktor. Aber: Still ruht der See.
Wäre das nicht etwas erbärmlich? Wer würde den diesen Handelskrieg führen? Die weisse Gilde wohl sicher nicht die akzeptiert die Gesetze, und wo Zauberverbot gilt wird halt nicht gezaubert, fertig. Die Schwarze Gilde? Genauso unwahrscheinlich, die juckt doch nicht die Politik in einer Stadt wo sie keine Mitglieder haben. Bleibt noch die graue Gilde, das wird sicher Havena in die Knie zwingen wenn die Graue Gilde ihren Mitgliedern sagt dass sie Havena boykottieren sollen. Magier gibts ja wie Sand am Meer, haben wir ja besprochen. Außerdem ist es in Efferds Wogen auch gesetzt dass Schiffe aus Havena keine Schiffsmagier benutzen. Schiffsmagier findet man ohnehin nur auf etwa 5 - 10% aller Schiffe, sind also allgemein eine Seltenheit womit ihr fehlen auf Havener Schiffen kaum auffallen dürfte, dazu werden sie selber noch von den restlichen Gildenmagier als weltlich und pragmatisch verpönt, würde mich also nicht wundern wenn die einen ******* auf den Handelskrieg der grauen Gilde geben. Achso und selbst unter den Schiffsmagiern ist die Wettermeisterschaft eine Seltenheit, ich glaube du hast ein etwas zu fantastisches Bild von der aventurischen Seefahrt. Das selbe gilt übrigens für Bordgeweihte, und da dürften die Havener ihren Mangel an Zauberer locker wieder ausgleichen.
Jadoran hat geschrieben:
10.03.2020 12:24
Die mal angeschriebene almadanische Reconquista um Omlad herum ist abgeblasen, ein Konflikt, der seit Jahrzehnten nur auf dem Papier existiert.
Die Novadi sind halt keine kleine Sekte die man konsequenzlos unterdrücken und verfolgen kann (wie der Numinoru Kult in Havena), das wäre ein richtiger Krieg, und im Augenblick ist das Mittelreich noch nichtmal mit den Schwarzen Landen fertig. Dass die da nicht direkt den nächsten großen Krieg anfangen finde ich da jetzt auch nicht so unlogisch.

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Ungelesener Beitrag von ChaoGirDja » 10.03.2020 14:34

Ich Glaube auch nicht, das die Reconquista jemals als großer Konflikt angedacht war.
So wie ich das immer gelesen habe, war/ist das als eher regionale "Zotte" gedacht gewesen, die man da unten halt so macht. Ohne das da eine große Politik hinter steckt. Natürlich kann diese der großen Politik auf die Füsse fallen... Aber bisher schienen beide Seite mit anderen Dingen beschäftigt genug zu sein.
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Ungelesener Beitrag von Carus » 10.03.2020 14:38

Jadoran hat geschrieben:
10.03.2020 14:00
Keine Ahnung, ob das Briefspiel noch existiert, aber soweit ich weiß, bestenfalls abgekoppelt von der Redax.
Aktives Briefspiel gibts in Almada, Albernia, Kosch, Horasreich, Garetien/Greifenfurt/Perricum, Tobrien Weiden und Nordmarken. Von einigen dieser Briefspieler erscheinen regelmässig Artikel im Boten und sie betätigen sich auch an offiziellen Produkten. Zudem gibts auch Rücksprachen seitens des Verlags für Arbeit an den Regionen (z.B. bei der Einsteigerbox die ja in Weiden verortet ist). Direkt aus dem Briefspiel zu übernehmen geht allerdings nicht mehr wegen Urheberrechten. Wieviel Kontakt zur Redaktion besteht hängt wohl auch vom jeweiligen Briefspiel ab.

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Ungelesener Beitrag von Korwarin » 10.03.2020 16:02

Hallo!
Hesindian Fuxfell hat geschrieben:
10.03.2020 14:27
Hier möchte ich (mal wieder) Einspruch erheben, zumindest für den mir bekannten Teil des Adelsbriefspiel. Mir sind in Albernia nur die Fenwasian mit einigen Absonderlichkeiten durch ihre Nähe zu Farindel bekannt, aber das ist auch passend so. Der Rest der Adligen ist sehr weltlich und menschlich (höchsten noch der eine Crumold, wo es aber wieder der Albernia-typische Feenkontakt ist. Bleibt aber selten).
Auch rühren wohl einige Diskrepanzen aus einer eben nicht einheitlichen Übernahme des Adelsbriefspiels ins lebende Aventurien. Im Endeffekt wurde nur übernommen, was der Redaktion (oder einem großen Teil davon) gefiel und in ihre Vorstellungen passte. Da kann es aber natürlich auch immer mal zu Missverständnissen oder unterschiedlichen Sichtweisen gekommen sein.
Ich kann mich zumindest bei Weiden daran erinnern, dass dort laut Briefspiel-Wiki ein aus Mammutknochen erbaute Firuntempel stand, was ich schon sehr kurios fand, sowie andere Kleinigkeiten, an denen ich mich gestört habe.
Vielleicht wirkt es im Nachhinein so, als ob solche Dinge deutlich häufiger vorkamen, weil sie einem eher im Gedächtnis blieben. Ich will da niemandem Unrecht tun, weil ich mich damit nur relativ kurz beschäftigt habe, aber ich glaube mich erinnern zu können, dass eben diese kuriosen Besetzungen für Adelige der Baronien häufiger zu Diskussionen geführt hatten.

In jedem Fall wäre es imho der Sache zuträglich gewesen, da einen Standard zu definieren, um solche Auswüchse einzudämmen.
Carus hat geschrieben:
10.03.2020 14:27
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Das erstaunt mich ehrlich gesagt ein bisschen. Bei wem liegen denn die Rechte, wenn nicht bei Ulisses?

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Ungelesener Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 10.03.2020 16:13

Der löbliche Pilger hat geschrieben:
10.03.2020 12:06
Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.03.2020 00:50
Assaltaro hat geschrieben:
09.03.2020 21:52
Was Religionskonflikte betrifft, ist da in 5 schon was angelegt. Z.b. die neuen Numinoru-Geweihten in Havena, die aber natürlich bei den Efferdgläubigen als Ketzer gelten und sich verstecken.
Wobei sie sich einfach nicht zu verstecken bräuchten.
Nepolemo ya Dolvaran hat geschrieben:
10.03.2020 10:23
Timonidas hat geschrieben:
10.03.2020 02:21
Schreib das doch mal den Autoren warum die dann so blöd sind
Das würde ich tatsächlich gerne bei einigen machen, dafür bin ich aber zu höflich.
Hmmm, jetzt komme ich nicht mehr mit. Du willst dich bei der Redaktion darüber beschweren, dass ein religiöser Konflikt gesetzt wird und kritisiert initial, dass die aktuelle Redaktion zu weich ist und keine religiösen Konflikte setzt?!? :???:
Ich sehe den Widerspruch nicht. Da wird mal was gesetzt, ist aber mMn nicht wirklich durchdacht. Die grundlegend liberale Haltung der Kirchen gegenüber Andersgläubigen, auch in Machtpositionen, wurde ja nicht abgeschafft - so ist das ganze ein kleines Stürmchen im Wasserglas Havena.

@Briefspiel
Ich schaue ab und zu mal in die Regional-Wikis rein, wenn ich mir Hintergründe für Charaktere überlege und bin auch der Meinung, dass man da allerlei super-coole, super-mysteriöse Ober-NSCs findet - Spielercharaktere eben.
Beton ist das Metall unter den Hölzern.

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