DSA4 5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.

Wie bewertet ihr die Weiterentwicklung von DSA seit 2011?

überwiegend Positiv
86
28%
Unverändert
34
11%
überwiegend Negativ
186
61%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 306

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Grinder
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5 Jahre nach Umstrukturierung der Redaktion

Ungelesener Beitrag von Grinder » 21.10.2020 17:50

Immerhin wären die Hardcore-Grognards glücklich. :hammer:
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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 21.10.2020 18:03

Das mit den Rechten ist natürlich kacke, und soweit ich das verstehe, kann man Ulisses da auch nicht imemr einen Vorwurf machen....

Denn wie gesagt: Dass man bei sinkenden Verkaufszahlen der Bücher sagt: Da muss was neues her!, das begreife ich: Der Verlag muss ja auch überleben.

Aber optimal wäre es natürlich, wenn einfach alles, was nicht mehr gedruckt wird, weiterhin online als PDF erhältlich wäre (bei einigem ist dies ja der Fall).

Dann müsste man in neuen RHS bspw. nur den Geschichtsabriss mitschleppen und köntne ansonsten einen wunderbaren, schlanken aber dennoch detaillierten Regelband präsentieren, der den aktuellen Zustand wiedergibt - hat doch in der grünen Reihe jedenfalls funktioniert.
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DnD-Flüchtling
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 21.10.2020 19:22

Grinder hat geschrieben:
21.10.2020 17:50
Immerhin wären die Hardcore-Grognards glücklich. :hammer:
Sei mal ganz ehrlich: Welche Inhalte würdest du denn in eine niegelnagelneue Thorwal- oder Mhanadistan-RSH packen, die es noch nicht in denen von DSA 4 gegeben hat und für die ein Update vom Umfang eines schmalen Heftchens nicht ausreichen würde? Ach ja, der Hammer-Smiley ist kein Argument.

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Ungelesener Beitrag von Gerwulf_Treublatt » 21.10.2020 19:48

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.10.2020 19:22
Sei mal ganz ehrlich: Welche Inhalte würdest du denn in eine niegelnagelneue Thorwal- oder Mhanadistan-RSH packen, die es noch nicht in denen von DSA 4
Wale, die auf Ziegen starren. :dunkelheit:

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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 21.10.2020 19:55

Gerwulf_Treublatt hat geschrieben:
21.10.2020 19:48
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.10.2020 19:22
Sei mal ganz ehrlich: Welche Inhalte würdest du denn in eine niegelnagelneue Thorwal- oder Mhanadistan-RSH packen, die es noch nicht in denen von DSA 4
Wale, die auf Ziegen starren. :dunkelheit:
Ich sage ja. Solange man an bestimmte prä dsa5 Literatur noch herankommt, braucht es icht überall was neues.

Das THorwal oder Horasreich funktionieren prima noch mit dem bestehenden - ich meine, man kann ja auch DSA5 so lange mit Arivor spielen, bis man die Kampagne spielt, in der dasdrauf geht.
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Grinder
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Ungelesener Beitrag von Grinder » 22.10.2020 09:54

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.10.2020 19:22
Grinder hat geschrieben:
21.10.2020 17:50
Immerhin wären die Hardcore-Grognards glücklich. :hammer:
Sei mal ganz ehrlich: Welche Inhalte würdest du denn in eine niegelnagelneue Thorwal- oder Mhanadistan-RSH packen, die es noch nicht in denen von DSA 4 gegeben hat und für die ein Update vom Umfang eines schmalen Heftchens nicht ausreichen würde? Ach ja, der Hammer-Smiley ist kein Argument.
Keine Ahnung, ist mir für die Betrachtung auch egal. Ob es komplett neue Inhalte sind oder alter Wein in neuen Schläuchen, ist für die Verfügbarkeit der DSA5-Bücher ja wums. Wichtiger ist, dass für eine neue Edition die passenden/ aktuellen Bücher zur Verfügung stehen und nicht auf vorherige Editionen verwiesen wird und sich über die Nicht-mehr-Verfügbarkeit alter Bücher aufgeregt wird.

PS: Der Hammer-Smiley ist Bombe. Bombe! :ijw:
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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 22.10.2020 12:51

DnD-Flüchtling hat geschrieben: angepassten Beschreibungen ohne ein Regeleditions-Update
War das nicht mal mit den Jahrbüchern so praktiziert worden?
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.10.2020 16:40
Wenn ich, sagen wir, DnD spiele, wo die kulturellen Beschreibungen meist eher dünn sind
Ich vergleiche gerne D & D 1 zu DSA 1 & 2. Da gab es für alle Regionen Beschreibungen die brauchbar waren, leider kam es nie zu einer Veröffentlichung in D, gab es alles nur in English. Jedenfalls gab es mehr und tiefer als damals in DSA.
Keine Ahnung ob sich das geändert hat.


Engasal kommt zurück :heart:
Im Sciptorium kommt endlich ein Teil 2 dazu, hat zwar nix mit der Redax zu tun aber der original Autor ist dabei. Ich bin zufrieden, nachdem Engasal so schmählich im Nostergast Band behandelt wurde.
Zuletzt geändert von Herr der Welt am 22.10.2020 13:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Falsches Zitat angepasst

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Shirwan
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Ungelesener Beitrag von Shirwan » 23.10.2020 17:02

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
21.10.2020 19:22
Grinder hat geschrieben:
21.10.2020 17:50
Immerhin wären die Hardcore-Grognards glücklich. :hammer:
Sei mal ganz ehrlich: Welche Inhalte würdest du denn in eine niegelnagelneue Thorwal- oder Mhanadistan-RSH packen, die es noch nicht in denen von DSA 4 gegeben hat und für die ein Update vom Umfang eines schmalen Heftchens nicht ausreichen würde? Ach ja, der Hammer-Smiley ist kein Argument.
Oh das wäre sehr schade, wenn dem (erneut) so wäre. Ich hätte gerade in Mhanadistan (+Balash, Gorien, Thalusa und Co.) erwartet dass da deutlich neues an Material kommt. Handlungsfelder haben wir beide ja in diversen anderen Themen erörtert, da sollte deutlich mehr rauskommen als nur ein schmales Heftchen und zumindest von der kulturellen Diversifikation weiss ich dass dies redaktionell auch angegangen werden will. Wünschenswert wäre auch die Fusion mit den Vorgaben aus DDZ (am liebsten auch mit Uli in einer maßgeblichen Position :heart: ).
Ohne das Dornenreich Satz um Satz zu analysieren würde ich behaupten dass mindestens 50% der Inhalte neu, stark überarbeitet oder zumindest stark uminterpretiert worden sind. Auch die vielen Ortschaften haben ein schönes neues Flair und regionale Besonderheiten bekommen.
Für mich ist somit der Sprung von LdeS zu Dornenreich (der ja auch nur einen Teil darstellt) ein sehr viel bedeutender als zB der in einem anderen Thema von dir leicht monierte Sprung von DSA 2 zu 3 der Novadispielhilfe.
Nicht dass das unter DSA4 nicht möglich war: Der Sprung des Horasreichs war von DSA3 zu 4, nach meiner Sicht auch nicht unbedeutend (auch wenn mir als Dumas Fan natürlich 3 deutlich besser gefiel als 4). In diesem Kontext muss man übrigens sagen dass zwischen der ersten Ankündigung und der tatsächlichen Publikation auch einige Jahre vergingen (ich meine 7, nagelt mich aber nicht darauf fest....) und auch hier weil man erst die Kampagne vorschob, ist also alles nichts neues.
Btw hatte ich gestern gelesen dass jetzt eine Spielhilfe fürs Bornland und die Theaterritter rauskommt, um die Theaterritterkampagne entsprechend mit Hintergrundinfos zu versehen. Wems gefällt :)

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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.10.2020 18:10

Shirwan hat geschrieben:
23.10.2020 17:02
neues Flair
Heißt das etwa, Dornenreich ist eine RHS, die (mal wieder) mit vielen RETCONS 'glänzt' ? :( Q_Q
"Ich verachte niemanden. Mein Hass trifft jene, die verachten" - Bertolt Brecht.

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Timonidas
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Ungelesener Beitrag von Timonidas » 23.10.2020 18:12

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
23.10.2020 18:10
Shirwan hat geschrieben:
23.10.2020 17:02
neues Flair
Heißt das etwa, Dornenreich ist eine RHS, die (mal wieder) mit vielen RETCONS 'glänzt' ? :( Q_Q
Nein das heisst dass man der Region deutlich mehr Eigenheiten gegeben hat und sie von den restlichen Tulamidenlanden differenziert hat, anstatt sie als "Tulamidenlande mit Extras" zu beschreiben.

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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 23.10.2020 18:53

Timonidas hat geschrieben:
23.10.2020 18:12
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
23.10.2020 18:10
Shirwan hat geschrieben:
23.10.2020 17:02
neues Flair
Heißt das etwa, Dornenreich ist eine RHS, die (mal wieder) mit vielen RETCONS 'glänzt' ? :( Q_Q
Nein das heisst dass man der Region deutlich mehr Eigenheiten gegeben hat und sie von den restlichen Tulamidenlanden differenziert hat, anstatt sie als "Tulamidenlande mit Extras" zu beschreiben.
Ah, ok. Ja, das ist ja auch richtig so: Aranien war lange Zeit Teil des Mittelreiches und mindestens in dem -mehr oder weniger existentend - Adelssystem/Ständesystem ist ein Unterschied zu den Tulamidischen Kulturen immer noch spürbar.

Wenn es gelungen ist, Aranien ein größeres eigenständiges Profil zu geben, ohne Retcons bzgl Adelsrängen, Glaubenswelt, etc. zu LdeS durchzuführen, wär ich ja mal versucht, mir die RHS zuzulegen: Der Artikel in LdeS ist nämlich leider recht knapp.
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Ungelesener Beitrag von toedlicherErnst » 27.10.2020 10:58

Rückblickend empfinde ich die Zeit von DSA 4(1) als die Hochzeit des schwarzen Auges. Ich bin seit 1991 dabei und verkläre da bestimmt nicht all zu sehr.

Die Autorenschaft war sehr breit aufgestellt und es gab einen lesbar hohen Grad an Enthusiasmus für das Spiel an sich, als auch am Wunsch, die Welt mit Leben zu füllen. Die Abenteuer und Hintergrundbeschreibungen waren in der Breite schlichtweg besser, komplexer und ich hatte selten das Gefühl, dass der oder die Autorin ein nicht so ausgeprägtes Gefühl für das Spiel hat.

Wenn ich heute auf Facebook in manchen DSA Gruppen die Beiträge lese, dann muss ich unweigerlich an die eigenen Anfänge in den frühen 90ern denken. Nur dass die Beiträge dort von Erwachsenen geschrieben werden und nicht von 14 jährigen.

Ja, ich möchte nicht alles über einen Kamm scheren. Es gibt auch gute DSA5 Abenteuer. Es gibt auch gute Beiträge auf Facebook. Es gibt aber auch sehr viel Schatten. Plotwüsten, mittelmäßige Kampagnen, Retcons die nur noch die Augen rollen lassen und ein Hang zum Umsatz generieren, der die Inhalte zur Nebensache verkommen lässt.

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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 27.10.2020 12:31

@toedlicherErnst Was die Regionalbände betrifft, denke ich auch, dass DSA 3-4.1 die Hochzeit bildet.

Aber es ist auch die Zeit der Retcons ohne Rücksicht auf Verlustr (G7) und der Aufgabe von Plausibilität (Wildetmark direkt neben Gareth und teilweise konkurrietende Kirchentruppen müssen das irgendwie regeln?) und des Zusammenbruch des Mittelreiches (Orkensturm, G7, JdF).

Ich liebe HdR als Regionalband, ebenso UdW.

Aber auch in DSA5 gibt es Gutes und Schlechtes und das meiste davon ist subjektiv.

MIR zum Beispiel passt der Tod Efferdans und die Inthronisierung des druidenaffinen Zornbolds gar nicht - den Redaktoren aber sehr wohl.

ICH finde die Theaterritterkampagne brilliant - nicht zu letzt, weil sie lieber copy&pasted, anstatt auf Im Land des Schwarzen Bären zu scheissen - andere finden sie langweilig oder unnötig.

Auch der Sternenfall spaltet die Menschen.
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Ungelesener Beitrag von Lafayette » 27.10.2020 12:49

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
21.10.2020 18:03
Auch der Sternenfall spaltet die Menschen.
Es passiert ja nichts, was kann da spalten?
Wir sind mittlerweile 5? Jahre im neuen "Metaplot" und so richtig erschließt sich mir nicht, wohin die Reise geht. Wie bitte? Die Redax hat selbst zugegeben, dass der Sternfall Kulisse und nicht Plot ist? Sachen gibt's... :rolleyes:
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 27.10.2020 14:07

Das Problem ist halt auch, dass mit der Splitterdämmerung alle großen Gegner erstmal ausgeschaltet sind, die bisher für Abenteuer zur Verfügung standen. Mit den Schwarzen Landen als ständige Bedrohung, die vielleicht sogar Agenten aussendet um in entlegenen Winkeln Unruhe zu stiften und vielleicht sogar weitere Brückenköpfe zu erschaffen, wäre eine sinnigere Idee gewesen, als die Auflösung wegen "Wollen mit DSA 5 neu starten".

Die Schwarzen Lande kränkelten ja primär an ihrer Lage. Gebündelt im Osten des Mittelreiches waren die gut eingekapselt. Gloarania und Oron boten ja gerade deswegen sehr viel (verschenktes) Potential. weil sie verteilt und nicht in diesem "schwarzen Klecks" lagen. Schade, dass man hier wenig mit gemacht hat. (Ich zähle übrigens auch die Dämonenbrache als eine Art von "Schwarzen Landen", wenn auch in anderer Art. Aber die ist ja auch eher ein Themenpark als ne wirkliche Bedrohung. Kam da außer einigen Banditen jemals etwas größeres aus der Brache?)

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Ungelesener Beitrag von Aryador » 27.10.2020 14:22

Wolfio hat geschrieben:
27.10.2020 14:07
Das Problem ist halt auch, dass mit der Splitterdämmerung alle großen Gegner erstmal ausgeschaltet sind, die bisher für Abenteuer zur Verfügung standen. Mit den Schwarzen Landen als ständige Bedrohung, die vielleicht sogar Agenten aussendet um in entlegenen Winkeln Unruhe zu stiften und vielleicht sogar weitere Brückenköpfe zu erschaffen, wäre eine sinnigere Idee gewesen, als die Auflösung wegen "Wollen mit DSA 5 neu starten".
Wäre es das? Das wäre doch genau der Status-Quo gewesen, den hier gleichzeitig so viele bemängeln. So war wenigstens im Osten des Kontinents ein bisschen was los und in Aktion und es gab ein paar Veränderungen. Nebenbei bemerkt sind "dämonische Horror-Diktaturen" als Plot-Setting eh etwas dröge. Konnte man ja auch an "Eiserne Flammen" gut sehen, dass da einige Leser kritisch angemerkt haben, warum in Yol-Gurmak überhaupt noch Menschen freiwillig leben.

Mein Eindruck ist ein wenig, dass es die Redaktion hier eh niemandem recht machen kann. Ändern sie zu radikal, schreien Spieler auf, dass Regionalspielhilfen unbrauchbar sind oder dass ihre geliebte Region XY nicht mehr die Region XY ist. Ändern sie zu wenig, beschweren sich andere Spieler, dass zu wenig passiert.

Ich denke auch, dass vermutlich solche Überlegungen dazu geführt haben, dass die Redaktion gesagt hat, wir machen jetzt mal eine Zeit lang keine weltrevolutionären Sachen, sondern die Spieler sollen sich in den jeweiligen Regionen austoben können, und alles, was passiert, hat vergleichsweise begrenzten Charakter. Und in ein paar Jahren kann man dann wieder voll auf Metaplot umschalten, und den nächsten Kataklysmus über die Welt hereinbrechen lassen. Dann kommt halt das Zeitalter der Echsen zurück, oder das Zeitalter der Insekten, oder der Wassertiere.

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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 27.10.2020 14:56

@Aryador

Man hätte das Ganze einfach schlüssiger von Anbeginn umsetzen müssen. Die Dämonenverehrung in den Hintergrund stellen und gut wäre es gewesen

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 27.10.2020 14:58

DSA fällt eben auf die Füße, was man am Anfang nicht ordentlich gemacht hat: Es fehlt am sinnvollen Worldbuilding. Und jetzt bröselt das Setting ebenso in sich zusammen. Es kann die ganze Last der Geschichten nicht mehr sinnvoll tragen, konnte das schon häufig vorher nicht mehr und wenn man nicht glänzende, neue Sachen hineinwirft, die von den Rissen im Bühnenbild ablenken sondern eben so gemächlich vor sich hinmurkst, dann fällt es immer mehr auf, das Aventurien nicht funktioniert. Nicht ohne beständige Betreuung.
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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 27.10.2020 15:12

Erschwerend kommt hinzu, dass man aus political correctness und ähnlichem auf bestimmte Settingideen verzichten möchte, damit sich keine potentiellen Spieler angegriffen fühlen. So sind Glaubenskriege zwischen Zwölfgöttergläubigen und Novadis ja eher... ungerne gesehen. Vor allem im Setting des Sternenfalls könnte man mit dem Zwölfgötterglaube als allumfassenden Glaubensvorstellung brechen.

Zu den Schwarzen Landen: Tatsächlich sind die Schwarzen Lande vor allem als Konfliktherd von Potential. Als quasi uneinnehmbare Stätte der Finsternis, die immer wieder Agenten/Kultisten in die Welt schickt, wäre sicherlich eine Option gewesen. Etwaige Dämonenkulte in den Bergen oder Abseits der Städte wäre mehr als einfach einzubauen. Dann verschwinden halt in Hintertupfenberg immer mal wieder Geweihte oder Reisende, oder Attentäter der Dämonenreiche spinnen immer wieder ihre Intrigen und machen das, was sie eigentlich sollten: Chaos schaffen und Ordnung zerstören.

Hierfür wäre es halt praktischer gewesen, wenn die Schwarzen Lande nicht gebündelt an 1 Ort (Glorania mal ausgeklammert) platziert worden wären. Was im übrigen auch nichts gewesen ist, was man nicht hätte verbessern können. Stichwort: Jahr des Feuers und "Wo ist eigentlich der Heerzug von Dämonenfeldherr XY hin?" Svellttal, Regengebirge, Fjarninger/Gjalsker-Land wären hier sehr gute Positionen gewesen. Vor allem des Svellttal, wo sicherlich ... einige... Menschen dem Joch der Orks durch das ein oder andere Blutopfer entkommen wollen würden.

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Ungelesener Beitrag von Aryador » 27.10.2020 17:33

Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 14:58
DSA fällt eben auf die Füße, was man am Anfang nicht ordentlich gemacht hat: Es fehlt am sinnvollen Worldbuilding.
Nun kann man Ulisses aber schlecht vorwerfen, was die Gründer-Crew aus den 80ern zu verantworten hat. Und selbst der kann man es schlecht vorwerfen, die konnten sich sicherlich im Traum nicht vorstellen, dass 40 Jahre später noch neue Redakteure auf ihren alten Ideen aufbauen mussten, von denen einige ja völlig spontan getroffen wurden.
Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 14:58
und wenn man nicht glänzende, neue Sachen hineinwirft, die von den Rissen im Bühnenbild ablenken
Das klingt jetzt so, als würde Ulisses absichtlich hochwertige Layouts produzieren mit dem perfiden Plan, vom Text abzulenken. Was ich für einen falschen Gedanken halte. Wir sind nunmal im Jahr 2020, viele Dinge haben sich weiterentwickelt, und mit der Gestaltung der Anfangsjahre und den Bleiwüsten einiger 4er-Produkte verkaufst du halt am Markt keine Bücher mehr.
Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 14:58
dann fällt es immer mehr auf, das Aventurien nicht funktioniert. Nicht ohne beständige Betreuung.
Nun, die Zeiten, in denen man Redaktionen in Fußballmannschaftsstärke bezahlen und finanzieren konnte, sind eben vorbei. Pen&Paper ist ein Nischenhobby geworden, und in dieser Nische wildern die Dickschiffe aus den USA genauso wie kleine Start-Ups, die dank neuer digitaler Technik und Druckmethoden ihre Indie-Systeme professionell hochwertig auf den Markt bringen können.

Ich stimme dir da übrigens prinzipiell zu: Aventurien, mit all seiner Geschichte, wirkt stellenweise zu groß und zu schwer, um es überhaupt noch irgendwie sinnvoll stemmen zu können. Jede neue Regionalspielhilfe muss gleichzeitig alle 40 Jahre Geschichte vorher beachten, soll dann aber substantiell noch etwas Neues hinzufügen.

Das einzige, was da langfristig hilft, ist vermutlich tatsächlich der Reset-Knopf: Den gesamten Kanon löschen, Aventurien neu konzipieren. Inklusive anständiger Größenordnungen und eines von vorne herein sinnvollen Plans, mit all dem Wissen über Worldbuilding, das Redaktionen und Autoren in den vergangenen 40 Jahren gesammelt haben, und wovon die DSA-Gründer und selbst FanPro damals nur träumen konnte.

Alternativ DSA einfach sterben lassen. Marke begraben. Schön war's. Danke für das Wirtshaus zum Schwarzen Keiler und Borborads Raumschiff.

Nur, interessanterweise, funktioniert DSA als Marke ja doch noch. Irgendwas scheint also an dem Setting dran zu sein, dass es immer noch neue Spieler anzieht. Das sind ja offenkundig diejenigen, die aktuell die DSA5-Bände kaufen. Die werden ja nicht dazu gezwungen, die Auswahl an Systemen ist ja groß genug. Und diejenigen hier, die schon alles von DSA4 haben, kaufen die 5er-Edition ja offenbar auch nicht. Also warum genau denn nicht einfach den neuen Leuten den Spaß lassen, Aventurien zu entdecken.

So ganz verstehe ich den Unmut einiger DSA4-Veteranen hier nicht. Denn die Analyse ist ja richtig: Die Last ist zu schwer, Ulisses schleppt Altlasten mit sich herum, und im Grunde ist in 300+ Abenteuern und meterweisen Quellenbänden wirklich alles schon einmal beschrieben worden. Es gibt absolut keinen Grund für 4er-Edition-Spieler sich für Edition 5 zu interessieren, wenn sie es nicht wollen. Gleichzeitig haben die 4er Spieler alles, was sie brauchen, um noch weitere 30 Jahre DSA zu spielen und sich den Fortgang der Geschichte selbst auszudenken. Es ist alles da. Hintergründe, Vorgeschichte, Lore... Zehnmal, ach was, hundert Mal mehr als bei jedem anderen Rollenspiel auf dem Markt, von denen aus auch viele gibt, die seit Jahren und Jahrzehnten existieren, und gelegentlich mal was Neues rausbringen. Die Redaktion wird den Spagat zwischen all den verschiedenen Gruppen an Spielern nicht bewältigen können, nicht mit diesem Rucksack auf den Schultern. Es wird immer Spieler geben, die unzufrieden sind. Dazu fehlt auch der Aufbruchs-Enthusiasmus, den andere Systeme, die neu auf den Markt kommen, und sich eine kleine, feine Community an Begeisterten versammeln können, die das Gefühl haben, dass sie hier was echt Cooles entdeckt haben.

Insofern, glaube ich, ist es eingepreist von Ulisses, dass einige Spieler verprellt werden. Eine andere Wahl haben sie nicht. Nicht, solange Rollenspiel nicht wieder 100.000er Auflagen produziert und eine Redaktion beschäftigt werden kann, die die Kapazitäten hat, neue und alte Spieler, Metaplotter und Hotzenplotz-Spieler, Regelfanatiker und Storyspieler zu befriedigen, und parallel noch neue Welten in Uthuria und Myranor zu entwerfen.

Die andere Alternative ist entweder der erwähnte radikale Reset oder eben das "Rest In Peace".

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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 27.10.2020 17:48

Aryador hat geschrieben:
27.10.2020 17:33
Nur, interessanterweise, funktioniert DSA als Marke ja doch noch. Irgendwas scheint also an dem Setting dran zu sein, dass es immer noch neue Spieler anzieht. Das sind ja offenkundig diejenigen, die aktuell die DSA5-Bände kaufen. Die werden ja nicht dazu gezwungen, die Auswahl an Systemen ist ja groß genug. Und diejenigen hier, die schon alles von DSA4 haben, kaufen die 5er-Edition ja offenbar auch nicht. Also warum genau denn nicht einfach den neuen Leuten den Spaß lassen, Aventurien zu entdecken.
Ist doch alles Spekulation. Niemand hat saubere Daten darüber, wer was von DSA kauft und wie die Spielerschaft aufgestellt ist. Es gibt faktisch keine zugängliche Marktforschung in dem Bereich.

Das was offensichtlich ist, sind die Schwächen von DSA im Vergleich zu anderen Geschichten erzählenden Medien. Was Ulisses "Masterplan" ist, ist mir dabei vollkommen gleichgültig. Ich tippe darauf, dass es keinen gibt. Es wird einfach weitergemacht und solange sich noch was abverkauft und es genug Wale gibt, wird auch noch ein Einkommen generiert. Da man am Rollenspielmarkt ohnehin beinahe eine Monopolstellung hat (viele Systeme kommen nur noch aus der Hand von Ulisses ins Land), ist es auch gar nicht so wichtig Qualität zu liefern, man ist ja quasi der einzige, der Fantasy-Pen&Paper noch liquide liefern kann. Und das obwohl der Laden ein winziges mittelständisches Unternehmen ist.

Was glänzendes einzuwerfen bezieht sich übrigens auf neue Plotstränge, die für Ablenkung vom Gesamtsetting sorgen, nicht für buntes Artwork. Das hat mittlerweile jeder Verlag und ist in der Tat Standard. Aber wenn es eben keine großen Kampagnen und Kataklysmen gibt und stattdessen regionale Reisekampagnen, wird das Setting eben stärker belastet.

Von daher ist meine Frage auch gar nicht "Oh nein, was kann man da nur machen?" sondern eher eine Aussage "Ja, daran liegt es unter anderem, dass viel Kram in DSA nicht mehr funktioniert". Und ja, ein Neustart erscheint mir auch sinnvoller als die Altlasten mitzuschleppen, aber das bedeutet ja auch nicht, dass es dann besser würde. Denn man bräuchte ja Ahnung vom Worldbuilding.^^
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 27.10.2020 18:03

Neustart ist halt schwierig.

Wenn man nicht mehr auf Aventurien bauen kann mit den Leuten, die emotionale Beziehungen zu all den Details haben, konkurriert man mit den anderen neuen Systemen.

Dann müsste das neue Setting und die Regeln von sich aus überzeugen und Leute zum Wechseln bringen. Da wollte man sich auch hauptsächlich von den ganzen alten wenig durchdachten Setzungen und ihren unangenehmen Konsequenzen lösen.

Das hat nWoD auch versucht und gründlich auf die Nase gefallen.

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Ungelesener Beitrag von Aryador » 27.10.2020 18:05

Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 17:48
Ist doch alles Spekulation. Niemand hat saubere Daten darüber, wer was von DSA kauft und wie die Spielerschaft aufgestellt ist. Es gibt faktisch keine zugängliche Marktforschung in dem Bereich.
Es gibt die Aussage von Ulisses-Mitarbeitern, dass sie vor dem Start von DSA5 Marktforschung gemacht haben über ihre Käufer, um herauszufinden, wer die Zielgruppe ist. Und dass das Resultat war: Alle. DSA-Käufer kamen aus sämtlichen Berufen, sämtlichen Altersgruppen, sämtlichen sozialen Hintergründen.

Wenn man sich im Netz umschaut, fällt außerdem schnell auf, dass DSA sehr unterschiedliche Spieler-Typen vereint. Die eher storylastigen Spieler sagen, sie spielen "DSA trotz der Regeln", und die regellastigen Spieler fragen bei neuen RSH nach, ob denn da auch hoffentlich neue Regeln drin seien. Und so weiter. Man nehme das mit den Erkenntnissen dieser besagten Marktforschung zusammen, und ich komme als Außenstehender zum Schluss, dass die Käufer- und Spielerschicht extrem, extrem divers ist, und ganz viele verschiedene Gruppen beinhaltet, die alle was anderes wollen.

Und ich gehe doch mal davon aus, dass diejenigen, die hier zum Beispiel im Thread erklären, wie blöd die neuen DSA5-Produkte sind, und dass die 4er-Produkte viel besser waren (ja, das ist eine von mir verkürzte Aussage) dann auch konsequenterweise nicht die neuen Produkte kaufen.

Insofern glaube ich, dass meine Aussage, dass a) DSA sich offenbar verkauft und b) von neuen Spielern gekauft wird und c) die 5er-Edition von einigen Veteranen nicht gekauft wird dann doch ein klein wenig mehr ist als "alles Spekulation". Selbstverständlich habe ich keine Daten über Verkaufszahlen. Aber ein paar Rückschlüsse kann man ja durchaus ziehen. Ulisses würde auch keine "Hexe vom Schattenwasser" auflegen, wenn die Einsteiger-Box nicht erfolgreich gewesen wäre.

Im Übrigen ist Ulisses für einen Verlag ziemlich transparent und offen, was Verkäufe angeht. Wir haben haufenweise Zitate von Mitarbeitern, die zum Beispiel offen darüber reden, dass sich RSHs eher schlecht verkaufen, dass sich Monster-Bände und ähnliches sehr gut verkaufen. Wir wissen auch, dass die Auflagen von Rollenspielbüchern etwa in der Größenordnung von 300 Stück im Jahr liegen. Das sind Auflagen, für die schämst du dich als drittklassiger Regionalkrimi-Autor, dessen Bücher ausschließlich in den Buchhandlungen vor Ort ausliegen.

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 27.10.2020 18:16

Sorry, das sind doch keine harten Zahlen...

Ebensowenig wie DSA-Spieler sich mit "Jeder ist DSA-Spieler" klassifizieren lässt. xD Und wenn das die Marktforschung war bzw. das Ergebnis, dann, oh boy, war das bescheidene Marktforschung. xD DSA ist ja nicht das Windows der Rollenspiele. :lol:

Aus der "Vielzahl" an Statements darf natürlich jeder ableiten, was er oder sie möchte. Meinungen sind frei und unabhängig von der Datenlage.

Meine Meinung ist, dass DSA an dem zerbröselt (und das tut es durchaus, wenn man nur noch 300 Bücher Auflagen schafft), was man niemals gut gemacht und niemals aufbereitet und aufgearbeitet hat: Worldbuilding. Das hat nichts mit der Edition zu tun, höchstens in dem Umfang, dass die neue Edition Ressourcen wegzieht, die man sonst zum Aufrechterhalten des Bühnenbildes benutzen konnte oder zum Ablenken vom abgekratzten Lack der dritten und noch viel mehr vierten Edition. Auf Sand kann man eben nichts bauen.
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Ungelesener Beitrag von Aryador » 27.10.2020 18:34

Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 18:16
Sorry, das sind doch keine harten Zahlen...
Das schrieb ich so, ja, korrekt. Danke dass du mir zustimmst. :)
Diskutieren wir jetzt sämtliche Fragen nur noch auf der Basis von zweifach belegten Quellen im Excel-Format?
Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 18:16
Ebensowenig wie DSA-Spieler sich mit "Jeder ist DSA-Spieler" klassifizieren lässt. xD Und wenn das die Marktforschung war bzw. das Ergebnis, dann, oh boy, war das bescheidene Marktforschung. xD
Ja, mein Gott, ich bin sicher, die Statistik war differenzierter. Die Aussage bleibt. Ich halte sie auch für plausibel. Du kannst das gerne anders sehen, denn, wie du selbst schreibst: "Meinungen sind frei und unabhängig von Datenlage".
Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 18:16
Aus der "Vielzahl" an Statements darf natürlich jeder ableiten, was er oder sie möchte. Meinungen sind frei und unabhängig von der Datenlage.
Die Differenzen unter der DSA-Spielerschaft sind, gerade im Vergleich zu vielen anderen Systemen, augenfällig. Natürlich bringen das große, erfolgreiche Systeme teilweise mit sich. Man darf sich niemals blenden lassen von Einzel-Anekdoten, Facebook-Postings und Sozialen Medien, aber es wäre auch dumm, Hinweise komplett zu ignorieren.
Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 18:16
Meine Meinung ist, dass DSA an dem zerbröselt (und das tut es durchaus, wenn man nur noch 300 Bücher Auflagen schafft),
Achtung, bitte genau lesen, wenn du schon so viel Wert auf harte Zahlen legst: Die Aussage war allgemein zu Rollenspielbüchern getroffen. Man kann vielleicht daraus Rückschlüsse ziehen, was den DSA-Verkauf angeht, aber solche Rückschlüsse können auch in die Irre führen.
Sumaro hat geschrieben:
27.10.2020 18:16
was man niemals gut gemacht und niemals aufbereitet und aufgearbeitet hat: Worldbuilding. Das hat nichts mit der Edition zu tun, höchstens in dem Umfang, dass die neue Edition Ressourcen wegzieht, die man sonst zum Aufrechterhalten des Bühnenbildes benutzen konnte oder zum Ablenken vom abgekratzten Lack der dritten und noch viel mehr vierten Edition. Auf Sand kann man eben nichts bauen.
Ja. Nein. Keine Ahnung. Das Worldbuilding von DSA1 war schlecht. Das hatte ich ja ebenfalls deutlich geschrieben. Es war aber auch niemals langfristig gedacht. Zwischendrin ist ja schon einiges passiert. Die dritte Edition hat ja überhaupt erst versucht, sinnvolles Worldbuilding zu praktizieren. Und einigen Bücher der vierten Edition merkt man sehr wohl sehr viel Einsatz an. Du kämpfst halt mit grundlegenden Problemen, wie der Größe der Welt und solchen Sachen. Aber ein K.O.-Kriterium ist das für mich nicht. Das ist mir als Erklärung dann doch zu monokausal.

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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 27.10.2020 18:47

Wir diskutieren hier gar nichts.^^

Wir tauschen Meinungen aus. Und ich denke das ist von meiner Seite aus abgeschlossen. :)
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Ungelesener Beitrag von DnD-Flüchtling » 28.10.2020 00:37

Wolfio hat geschrieben:
27.10.2020 14:07
Das Problem ist halt auch, dass mit der Splitterdämmerung alle großen Gegner erstmal ausgeschaltet sind, die bisher für Abenteuer zur Verfügung standen. Mit den Schwarzen Landen als ständige Bedrohung, die vielleicht sogar Agenten aussendet um in entlegenen Winkeln Unruhe zu stiften und vielleicht sogar weitere Brückenköpfe zu erschaffen, wäre eine sinnigere Idee gewesen, als die Auflösung wegen "Wollen mit DSA 5 neu starten".
Die Frage ist allerdings, ob es überhaupt eine permanente Bedrohung aus dem Vorhof Niederhöllen braucht, um interessanten Content zu gestalten?
Ich würde behaupten, dass DSA durchaus verschiedene Konfliktansätze bietet, auch ohne die permanente Präsenz von Teufelsanbetern auf allen Ebenen des Settings.

- die klassischen politischen Konflikte zwischen den verschiedenen Machtblöcken, die es schon sehr früh im Spiel gegeben hat (MR, HR, Kalifat, Schwarze Allianz, Bornland etc.)
- theologische Konflikte im Gefolge des Karmakorthäons
- settingübergreifende Konflikte (Myranor, Tharun, Uthuria)

Auch wenn die 7G-Kampagne das Setting über 20 Jahre hinweg direkt und indirekt mit Plot Hooks versorgt hat, bedeutet das ja nicht, dass es auch dauerhaft so bleiben muss. Und nun zu sagen, dass die TNBT-Plots der Zukunft nicht mehr vom epischen Kampf zwischen Licht und Schatten geprägt sind, sondern die Wellen der Neuaufteilung von Himmel (Alveran) und Erde (Dere) sind, fände ich gar nicht so unpassend vor dem Hintergrund, den wir haben.
Wolfio hat geschrieben:
27.10.2020 15:12
Erschwerend kommt hinzu, dass man aus political correctness und ähnlichem auf bestimmte Settingideen verzichten möchte, damit sich keine potentiellen Spieler angegriffen fühlen. So sind Glaubenskriege zwischen Zwölfgöttergläubigen und Novadis ja eher... ungerne gesehen. Vor allem im Setting des Sternenfalls könnte man mit dem Zwölfgötterglaube als allumfassenden Glaubensvorstellung brechen.
Wenn der Wille da wäre, könnte man auch den Rastullahkult auch genausogut in das theologische Gebäude von DSA integrieren und in Zuge dessen seiner "Islamähnlichkeit" berauben. (die Novadis wären allerdings immer noch Sarazenen-Abziehbilder und religiöse Konflikte mit diesen hätten auch nach wie vor diesen Beigeschmack.)
Aryador hat geschrieben:
27.10.2020 17:33
Das einzige, was da langfristig hilft, ist vermutlich tatsächlich der Reset-Knopf: Den gesamten Kanon löschen, Aventurien neu konzipieren. Inklusive anständiger Größenordnungen und eines von vorne herein sinnvollen Plans, mit all dem Wissen über Worldbuilding, das Redaktionen und Autoren in den vergangenen 40 Jahren gesammelt haben, und wovon die DSA-Gründer und selbst FanPro damals nur träumen konnte.
Ich vermute mal, dass das nicht ernst gemeint ist; aber dennoch - ich denke, aus demselben Grund, aus dem Blizzard nie WoW 2 rausgebracht hat (obwohl ein Reset hier auch sehr viel Sinn gemacht hätte), wird es auch nie ein DSA 2.0 (also ein Setting 2.0, nicht die Regeledition) geben: Ein solcher Umbruch hätte immer das Risiko, dass du alle Leute verlieren würdest, die dir bis dahin immer noch die Stange gehalten haben, weil sie es nun als Gelegenheit ansehen würden, dieses Kapitel für sich abzuschließen, da es nun "ja zuende gegangen ist."
Aryador hat geschrieben:
27.10.2020 18:05
Im Übrigen ist Ulisses für einen Verlag ziemlich transparent und offen, was Verkäufe angeht. Wir haben haufenweise Zitate von Mitarbeitern, die zum Beispiel offen darüber reden, dass sich RSHs eher schlecht verkaufen, dass sich Monster-Bände und ähnliches sehr gut verkaufen.
Das wirft die Frage auf, wie gut es Ulisses eigentlich wirklich gelungen ist, neue Spieler anzuziehen.
Meine persönliche Position zu den RSHs ist, dass die 4. Edition in dieser Hinsicht dermaßen umfassend war, dass es sich kaum rechnet, neue zu kaufen, wenn man diese hat. Selbst die Erklärungen wie "es gibt halt jetzt besonders tiefgreifende Veränderungen in Region XY" ziehen nicht so wirklich: Wenn ich einen 300 Seiten starken Band habe, der auf Religion, Landschaft, Geschichte, Alltag, Kultur, Persönlichkeiten etc. eines bestimmten Gebiets eingeht, dann kann man die darin zu findenden Inhalte bestenfalls zu 20% glaubhaft durch aktuellere Inhalte austauschen; aber die anderen 80% müssten im Grunde bleiben wie sie sind - womit die Daseinsberechtigung umfangreicher RSHs sich schon erledigt hat.
(deswegen gibt es dann auch 2, 3, 4 verschiedene Bücher zu einem Hinterwäldler-Landstrich wie den Streitenden Königreichen)

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Shirwan
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Ungelesener Beitrag von Shirwan » 28.10.2020 01:51

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
28.10.2020 00:37
Wenn ich einen 300 Seiten starken Band habe, der auf Religion, Landschaft, Geschichte, Alltag, Kultur, Persönlichkeiten etc. eines bestimmten Gebiets eingeht, dann kann man die darin zu findenden Inhalte bestenfalls zu 20% glaubhaft durch aktuellere Inhalte austauschen; aber die anderen 80% müssten im Grunde bleiben wie sie sind - womit die Daseinsberechtigung umfangreicher RSHs sich schon erledigt hat.
Mhm ich kann nur von der Dornenreich RSH sprechen und da bin ich halt einfach nicht bei 20%. bzw. es kann gut sein, dass 25% aktualisiert wurden, dazu kommen aber noch ca. 25% neuer Inhalt. Aranien hatte halt den Vorteil, dass es relativ viele Abenteuer zur Region zwischen den Editionswechseln gab, die ausreichend geänderten Content zur Verfügung gestellt haben. Es ist schwer das auszumachen, ohne jetzt die Texte minutiös zu vergleichen. Wenn ich als Beispiel das mal auf die Hauptprotagonisten Araniens reduziere (das sind natürlich jetzt nicht viele Seiten, aber dafür lassen die sich gut gliedern), hätte ich z.B. folgendes Ergebnis:

Arkos: Stark überarbeitet / aktualisiert (wenn auch durch den AB nicht konsequent durchgezogen...)
Eleonora: Stark überarbeitet / aktualisiert
Kharibet II: Quasi neu /aktualisiert
Methelessa: Minimale Änderung = so geblieben
Asha al'Fhelya: Aktualisiert
Shanya ash Shaya: Neu
Rashpatani: Neu
Khelbara: Neu
Rasulan: Neu
Taref: Neu (glaube ich...)
Jashild: Starke Überarbeitung /aktualisiert
Salamon: Leichte Änderungen, meinetwegen so geblieben / aktualisiert
Shazanrinja: Neu

Ein ähnliches Bild bietet sich für mich übrigens auch bei den Regionen, wo neue Städte/Dörfer dargestellt oder angepasst wurden und auch der Kultur. Das Rechtssystem wurde angepasst und mit dem Feqz- und Peraineglauben harmonisiert. Der Buchdruck hat Einzug gehalten, das Bildungssystem und die Wirtschaft wurden angepasst, wodurch ganz Aranien moderner daherkommt. Der Glaube an einige (vorrangig mittelreichische) Götter zurückgefahren (z.B. Marbo statt Boronverehrung etc., wobei das hier nur deutlicher ausgedrückt wurde, in LdeS stand das auch schon andeutungsweise für Aranien), bei den Mysterien hat man sich bspw. auf die Bashuriden und den Sternenfall bezogen usw. Es sind die Summe dieser Aktualisierungen/Ergänzungen, die schon eine grundlegende Erneuerung umsetzen. Ob man diese auf 60 Seiten einzeln aus dem Kontext gerissen in einem Begleitheftchen darstellen könnte, kann ich mir irgendwie vom Aufbau und dem Umfang der Aktualisierungen/Ergänzungen nicht vorstellen.

Hätte ich LdeS genommen und direkt danach Das Dornenreich gelesen, es wäre für mich schon ein sehr deutlicher Unterschied gewesen ohne dass man (meiner Meinung nach) viel oder überhaupt was geretconnt hätte. Wie gesagt von DSA 3 nach 4 habe ich Unterschiede, im Sinne von Aktualisierungen oder neuem Content (bei einigen Regionen wohlgemerkt) nicht so stark wahrgenommen.

Und ich kann mir eigentlich auch bei der Havena Spielhilfe nicht vorstellen, dass das zu 80% copy&paste sein soll, das wäre schon ein dickes Ding.... Dazu kommen dann Gebiete die (gemäß meines Kenntnisstands) nie groß im Fokus waren, wie z.B. Chababistan, das ja zusammen mit den Zyklopeninseln eine neue RSH kriegt etc.

Was halt massiv viel Platz frisst (und damit den neuen "Fluff-Content" in Wirklichkeit reduziert) ist der ganze Regelteil, der gehört für mich nach wie vor nicht in eine RSH.

Edit: Ich will die 4er RSH übrigens gar nicht kleinreden, da waren richtige Perlen darunter. Aber nach meinem Empfinden finde ich es schon seltsam, wenn in einer Region in Aventurien in 10 Jahren so wenig passiert, so wenig neues ausgearbeitet wurde, so wenig dazu an Abenteuern geschrieben wurde, dass man da nach 10 oder noch mehr Jahren nur ein "kleines Begleitheftchen" rausbringen kann.

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Ungelesener Beitrag von Jasper Stoßenheimer » 28.10.2020 02:55

Ein Neustart müsste noch nicht mal ein massiver Bruch sein. Wenn man den Kontinent neu konzipieren würde könnte die Form grob erhalten bleiben so dass sich auch alte Spieler zurechtfinden. Gleiches mit den Reichen, selbst die Geschichte könnte annähernd gleich bleiben.
Das Jahr Null in dem der Spieler zum ersten Mal einsteigt könnte dann ein Zeitpunkt sein der mit dem Karmakorthäon zusammenfällt.

z.B. die Geschichte Aventuriens wird wie bisher erzählt nur Borbarads Feldzug wird aufgebläht und als alles verschlingende schwarze Welle die über den Kontinent schwappt dargestellt. Aufgehalten konnte Borbarad nur werden, weil er gar nicht erobern wollte sondern irgendeinen heiligen Superduper Knotenpunkt im Herzen des Kontinent erreichen wollte und auf dem Weg dahin alles verwüstet hat. Der Feldzug bricht mangels Nachschub zusammen die Götter gratulieren den Menschen zur finalen Prüfung und verkünden ihr Zeitalter. Zwei Sekunden später geht das Gerangel in Alveran los, weil doch einiges in Schieflage geraten ist. Gleichzeitig liegen fast alle Reiche mehr oder minder am Boden da man Aventurienweit geblutet hat. Zusammenbruch der Ordnung, Reste des schwarzen Zuges die ihr Unwesen treiben, die 12G plötzlich in Kokurenz zueinander plus Emporkömlinge die meinen einen Platz in Alveran erhalten zu können usw.
Dunke Zeiten die Zweite.

Das gibt erst mal genug Spielplatz ohne gleich die nächste Weltendekatastrophe zu brauchen.

Was ich aber zwingend zum Start brauchen würde. Wäre ein Geschichtsband der auch tatsächlich den Namen verdient mit Karten und so. Der die Geschichte der jüngeren Vergangenheit erzählt. Max. bis zur Landung der Horasier in Aventurien und gleichzeitigem Aufstieg des Diamantenen Sultanats. Evtl. als Doppelband der sich auf vor und nach 0 BF aufteilt.
Mit diesem Band der zum Startpunkt des neuen Aventuriens bereit sein muss, können dann alle Neueinsteigen. Für die Alten sollten genug Marken dabei sein um sich zurechtzufinden und die Neuen hätten dann eine lebendige Geschichte gleich parat.
Die fernere Vergangenheit kann dann nachgereicht werden, wenn Zwerge, Elfen und Trolle ihr Wissen zum Besten geben. Die Welterschaffung und die ganzen Zeitalter von 1 - 10 sollten einfach ein Geheimniss sein oder der Drogenrausch eines Mystikers. Woher wissen wir den heute in DSA das Zeitalter X genau das der Insekten war? Es gibt ja keinen der dabei war, selbst Pardona kommt nicht soweit zurück. Alles nur Spekulation. Die Kirchen können ihre jeweiligen Schöpfungsmythen in die Welt setzen und nur drauf hoffen, dass sie halbwegs dran sind.

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Ungelesener Beitrag von Wolfio » 28.10.2020 02:58

Hinweis: Sorry für den langen Text... gehe dabei auf verschiedene Posts ein, so dass es etwas länger wurde.

DnD-Flüchtling hat geschrieben:
28.10.2020 00:37
Wenn der Wille da wäre, könnte man auch den Rastullahkult auch genausogut in das theologische Gebäude von DSA integrieren und in Zuge dessen seiner "Islamähnlichkeit" berauben. (die Novadis wären allerdings immer noch Sarazenen-Abziehbilder und religiöse Konflikte mit diesen hätten auch nach wie vor diesen Beigeschmack.)
Naja... Novadis ok. Aber generell fehlt es an religiösen Spannungen. Und wenn man religiöse Spannungen einbaut, kommt man früher oder später immer zum Thema "Wie stehen die Götter denn zueinander". Ein harmonisches "ach, die göttern da so nebeneinander her" ist möglich, aber halt recht nutzlos für Plotideen. Außer man will unbedingt die Fanatiker-drehen-am-Rad-Kreuzzug-Idee durchdrücken.

ABER: Auch wenn Ulisses da sehr skeptisch ist und es immer diesen Beigeschmack hat: Im Karmakorthäon werden sie um Religionskriege schlicht nicht herumkommen. u.a. allein schon, weil Rashdullah den Anspruch als monotheistische Religion vertritt. Es gibt kein Alveran mit vielen Göttern in dem der Glaube an den All-einen konsistent vertreten werden könnte.
Dass das Horasreich an Shinxir fallen und sich quasi ein neues Bosparan erhebt... wäre schon eine der besseren Optionen in dem Kontext. Und.... ob nen "dunkle Götter", "andere Götter" oder "Dämonen"... nimmt sich jetzt nicht wirklich was.
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
28.10.2020 00:37
Ich vermute mal, dass das nicht ernst gemeint ist; aber dennoch - ich denke, aus demselben Grund, aus dem Blizzard nie WoW 2 rausgebracht hat (obwohl ein Reset hier auch sehr viel Sinn gemacht hätte), wird es auch nie ein DSA 2.0 (also ein Setting 2.0, nicht die Regeledition) geben: Ein solcher Umbruch hätte immer das Risiko, dass du alle Leute verlieren würdest, die dir bis dahin immer noch die Stange gehalten haben, weil sie es nun als Gelegenheit ansehen würden, dieses Kapitel für sich abzuschließen, da es nun "ja zuende gegangen ist."
Die Idee nannte sich im weitesten Sinne "Splittermond" und läuft ja bekanntlich eher... suboptimal. Und ein konsequentes Reset-Worldbuilding müsste halt sehr massiv Dinge umstellen, so dass man dann auch gleich sagen kann: Aventurien hat es so nie gegeben... was man zu "Wir haben hier einen neuen Kontinent" vereinfachen kann. Lustiger Fun Fact: Mit Riesland, Myranor und Uthuria gäbe es diesen "neuen Kontinent" ja quasi. Leider ist das entweder etwas eingeschlafen oder wird eher stiefmütterlich behandelt.

Das Hauptproblem von DSA ist btw weniger das Worldbuilding, als vielmehr die sich entwickelnde Geschichte. Das ist aber auch gleichzeitig die größte Trumpfkarte von DSA. Die meisten anderen Systeme leisten sich schlicht kein sich immer weiter entwickelndes und veränderndes Setting mit übergeordnetem Metaplot.
DnD-Flüchtling hat geschrieben:
28.10.2020 00:37
Das wirft die Frage auf, wie gut es Ulisses eigentlich wirklich gelungen ist, neue Spieler anzuziehen.
Meine persönliche Position zu den RSHs ist, dass die 4. Edition in dieser Hinsicht dermaßen umfassend war, dass es sich kaum rechnet, neue zu kaufen, wenn man diese hat. Selbst die Erklärungen wie "es gibt halt jetzt besonders tiefgreifende Veränderungen in Region XY" ziehen nicht so wirklich: Wenn ich einen 300 Seiten starken Band habe, der auf Religion, Landschaft, Geschichte, Alltag, Kultur, Persönlichkeiten etc. eines bestimmten Gebiets eingeht, dann kann man die darin zu findenden Inhalte bestenfalls zu 20% glaubhaft durch aktuellere Inhalte austauschen; aber die anderen 80% müssten im Grunde bleiben wie sie sind - womit die Daseinsberechtigung umfangreicher RSHs sich schon erledigt hat.
(deswegen gibt es dann auch 2, 3, 4 verschiedene Bücher zu einem Hinterwäldler-Landstrich wie den Streitenden Königreichen)
Hart formuliert: Der Hauptzweck von neuen RSH ist weniger, dass Setting zu verändern, als das Setting allen zugänglich zu machen. Denn das ist und war ja tatsächlich das Hauptproblem für verschiedene Regionalspielhilfen: Die Rechte waren schlicht verschollen oder bei Autoren, die Ulisses lieber heute als Morgen im Regen stehen sehen würden.

Shirwan hat geschrieben:
28.10.2020 01:51
Edit: Ich will die 4er RSH übrigens gar nicht kleinreden, da waren richtige Perlen darunter. Aber nach meinem Empfinden finde ich es schon seltsam, wenn in einer Region in Aventurien in 10 Jahren so wenig passiert, so wenig neues ausgearbeitet wurde, so wenig dazu an Abenteuern geschrieben wurde, dass man da nach 10 oder noch mehr Jahren nur ein "kleines Begleitheftchen" rausbringen kann.
Hauptproblem: Keine Veränderung ohne Autoren.
Ulisses hat ja mehrfach deutlich gemacht, dass fehlende Entwicklungen oftmals auch daher rühren, dass die entsprechenden Autoren fehlen und man nicht großangelegte Veränderungen (erneut) im Boten durchdrücken will. Ein "OMG! Andergast hat alle Zwölfgöttergläubigen verbannen lassen, weil sie auf Naturreligion und Waldgeister setzen wollen" wäre sicher eine passende Veränderung (Sumuglaube und Naturreligion for the win, Kinners), aber da braucht es dann auch Autoren, die dazu mit Abenteuerideen kommen und diese schreiben wollen/können. Oder anders: Man stelle sich mal vor, die G7 einfach als Settingänderung von 3 auf 4 ohne entsprechende Kampagne... das hätte im Lebtag nicht funktioniert ;)

Ähnlich steht es ja auch mit anderen Regionen. Für den Regenwald hätte man übrigens auch deutlich mehr auf die Echsen-Karte setzen können. Ein erstarkendes, sich neu ausdehnendes Echsenreich von H'Rexem aus... gibt doch sicher einige Echsengötter, die neu nach Macht streben. Und sei es nur ein Gott wie Kor, der sich halt nach X Jahren als Juniorpartner der Rondrakirche denkt "Wisst ihr was, ihr Loser?! Echsen sind nicht solche Pussys, ich bin hier raus" und sein karma den Echsen zuschiebt, statt den paar Hansels von Gladiatoren und Söldnern. Shinxir könnte sich ähnlicher Techniken bedienen, etc. Leider fehlt Pyrdakor als BigBoss der Echsengötter... aber da fände sich doch sicherlich ein Ersatz. Und sei es Schnappi das kleine Krokodil (und jetzt habt ihr einen Ohrwurm muhahaha)
Jasper Stoßenheimer hat geschrieben:
28.10.2020 02:55
Ein Neustart müsste noch nicht mal ein massiver Bruch sein. Wenn man den Kontinent neu konzipieren würde könnte die Form grob erhalten bleiben so dass sich auch alte Spieler zurechtfinden. Gleiches mit den Reichen, selbst die Geschichte könnte annähernd gleich bleiben.
Das Jahr Null in dem der Spieler zum ersten Mal einsteigt könnte dann ein Zeitpunkt sein der mit dem Karmakorthäon zusammenfällt.
Auch wenn DSA-Spieler in der Mehrzahl sehr progressiv und weltoffen sind (zumindest wenn man so auf Cons mit welchen redet)... bei Weltbau und Beschreibung sind viele dann doch recht konservativ ;) Ist halt auch ein Punkt, der erschwerend hinzukommt.
Jasper Stoßenheimer hat geschrieben:
28.10.2020 02:55
z.B. die Geschichte Aventuriens wird wie bisher erzählt nur Borbarads Feldzug wird aufgebläht und als alles verschlingende schwarze Welle die über den Kontinent schwappt dargestellt. Aufgehalten konnte Borbarad nur werden, weil er gar nicht erobern wollte sondern irgendeinen heiligen Superduper Knotenpunkt im Herzen des Kontinent erreichen wollte und auf dem Weg dahin alles verwüstet hat. Der Feldzug bricht mangels Nachschub zusammen die Götter gratulieren den Menschen zur finalen Prüfung und verkünden ihr Zeitalter. Zwei Sekunden später geht das Gerangel in Alveran los, weil doch einiges in Schieflage geraten ist. Gleichzeitig liegen fast alle Reiche mehr oder minder am Boden da man Aventurienweit geblutet hat. Zusammenbruch der Ordnung, Reste des schwarzen Zuges die ihr Unwesen treiben, die 12G plötzlich in Kokurenz zueinander plus Emporkömlinge die meinen einen Platz in Alveran erhalten zu können usw.
Dafür hat man die Schwarzen Lande und Co zu sehr weggeputscht. Mit dem Jahr des Feuers hat man eine echt große Chance verpasst, dem Mittelreich die Klinge in den Rücken zu stoßen. Die Splitterdämmerung hat das ganze dann weitgehend beendet. Zumindest für diese Ideenvariante. Mondenkaiser und Almada waren dann auch nicht unbedingt förderlich.
Jasper Stoßenheimer hat geschrieben:
28.10.2020 02:55
Was ich aber zwingend zum Start brauchen würde. Wäre ein Geschichtsband der auch tatsächlich den Namen verdient mit Karten und so. Der die Geschichte der jüngeren Vergangenheit erzählt. Max. bis zur Landung der Horasier in Aventurien und gleichzeitigem Aufstieg des Diamantenen Sultanats. Evtl. als Doppelband der sich auf vor und nach 0 BF aufteilt.
Mit diesem Band der zum Startpunkt des neuen Aventuriens bereit sein muss, können dann alle Neueinsteigen. Für die Alten sollten genug Marken dabei sein um sich zurechtzufinden und die Neuen hätten dann eine lebendige Geschichte gleich parat.
Die HA war ja der Versuch dazu... mit dem entsprechenden "Erfolg". Was aber tatsächlich eine Option wäre: Regionalband und Hintergrundband trennen. Dass du also im Regionalband den Status Quo hast und in einem gesonderten Band dann die Geschichte zu der jeweiligen Region. Dann hätte man dafür auch mal ordentlich Platz und könnte einige Setzungen umdeuten. Für Andergast/Nostria würde sich eben tatsächlich anbieten, dass das Bekenntnis zu den Zwölfen dort seit jeher nur oberflächliches Blabla war. Nichts anderes ist ja Setzung (Hirsch und Ochse, Wald- und Naturgeister, etc. + Selem-Horas-Edikt nie offiziell anerkannt). Vor allem Andergast wäre da prädestiniert für, seit Wendelmir da an der Spitze hockt. Nostria ist (hart formuliert) eh eine halbe Saturiakratie, wenn man mal anguckt, welche MACHT die Hexen dort haben. Und Thorwal... Die werden doch seit ewigen Tagen eh schon als "Swafnir, sonst nix, Kinners" dargestellt, zumindest von Spielerseite her.

In Kurz: Mehr Regionen, die nach Borbarad, JdF, Orkensturm und Co vom Zwölfgötterglaube abfallen und mit denen es zu Konflikten kommt. Ohne Konflikte kein Metaplot.
Jasper Stoßenheimer hat geschrieben:
28.10.2020 02:55
Die fernere Vergangenheit kann dann nachgereicht werden, wenn Zwerge, Elfen und Trolle ihr Wissen zum Besten geben. Die Welterschaffung und die ganzen Zeitalter von 1 - 10 sollten einfach ein Geheimniss sein oder der Drogenrausch eines Mystikers. Woher wissen wir den heute in DSA das Zeitalter X genau das der Insekten war? Es gibt ja keinen der dabei war, selbst Pardona kommt nicht soweit zurück. Alles nur Spekulation. Die Kirchen können ihre jeweiligen Schöpfungsmythen in die Welt setzen und nur drauf hoffen, dass sie halbwegs dran sind.
Meiner Meinung nach falsche Stoßrichtung: Nicht weniger Verbindlichkeit, sondern mehr. Einen festen Hintergrund sollte es schon geben, es sollte aber halt auch Relikte, Überreste und Spuren der Vergangenheit geben. (Notiz: Zumindest in Andergast und im Orkland gibt es ja tatsächlich Ansätze dazu. Im Orkland auf Spielerbasis sogar seit "Die Orklandkampagne")
Damit kann man doch deutlich mehr arbeiten, indem da alte Überbleibsel zu neuer Macht streben. Mit Shinxir ist doch genau das der Narrativ für den "Plot" fürs Horasreich.

Mag jetzt sein, dass ich da als alter WOWler mit einem Herz für Käfer zu sehr an Silithus denke... aber... Hatten wir in der Khom nicht noch irgendwelche Insekteneier des Großen Schwarms? Ich wäre ja für eine Rückkehr der Insektoiden, die die Khom übernehmen und zu einer Art riesigem Insektenbau machen. Dann hätten die Tulamiden auch mal ein Problem vor der Haustür und Al'Anfa könnte mal zeigen, dass sie mehr können, als kleine Kemis zusammenhauen ;) Und Shinxir hätte auch mal ordentlich neue Anhänger.

Und mit Echsenreich im Regengebirge/Süden, Insektenstaat/Bau in der Khom/Mitte und Glaubensverfall ("Wo waren denn die Götter, als wir gegen Orks und Dämonenknechte standen?!") im Norden... dann hätte man mehr als genug Brandherde, müsste aber lediglich Entwicklungen verstärken, denn umändern.

(*hust* Und Wakanda-DSA hätte mal nen Grund, sich all die Jahre versteckt zu haben. Trainingslager gegen die Echsen. Ich meine... die verbuddeln sich in einem Berg, wie Zwerge. Ich will da Echsenhass sehen ;) )

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