DSA4 Krankheiten

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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maaus
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Krankheiten

Ungelesener Beitrag von maaus » 18.01.2011 15:25

Hallo,
ich hoffe ich bin hier mit dem Thema im richtigen Forum.

Ich möchte gerne eine Diskusion starten wie ihr Krankheiten in euer Spiel einbaut.
Wie häufig werden Helden krank?
Spielt ihr mit mehr oder weniger der offiziellen Aventurischen Krankheiten?
Oder ignoriert ihr diese Regelung ganz?

Bisher haben wir bei uns in der Gruppe weitestgehend ohne Krankheiten gespielt, da das gute Dutzend an exestierenden Krankheiten ja nur in wirklich seltenen Fällen zur Anwendung kommen kann.
Wundfieber ist hier die einziege Krankheit die regelmäßiger auftreten könnte, aber mit einem Heiler in der Gruppe der alle Helden nach dem Kampf untersucht und verbindet (HkW-Probe) ist die Chance das dieser seien Probe nciht schafft nicht soo hoch.

Weshalb ich auf das Thema komme ist die Tatsache, daß ein neuer Held nun den Nachteil "Krankheitsanfällig" hat. Damit das natürlich nicht nur ein GP Bonus war würde ich gerne Krankheiten mit ins Spiel einbringen und war sehr enttäuscht über die paar die in den Regelwerken angegeben sind.
Habe ich vileicht ein Buch übersehne in dem mehr Krankheiten drin stehen? WdH, WdS, WdM ...

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ore
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von ore » 18.01.2011 15:35

Ich weiß gerade nicht, welche Krankheiten jeweils enthalten sind, aber abgesehen von den Wege des Schwerts stehen auch noch in der Geographia Aventurica Krankheiten darin.

Ansonsten kannst du natürlich nach eigenen Gefühl weitere reale Krankheiten übernehmen. Im ersten Moment denkt man sich zwar "Welcher echte Held stirbt schon an der Grippe?", aber Krankheiten sind schönes Spiel für Heiler, vor allem auch wenn noch ein Magier oder Geweihter in der Gruppe ist, die Wunden wesentlich schneller versorgen können, als es profan möglich ist.
Krankheiten hingegen bieten im Normalfall keine Möglichkeit der magischen Heilung und auch Geweihte machen kein "kleines Gebet und gut ist".

Wir spielen inzwischen recht oft mit Krankheiten und es ist schon nett, wie menschlich plötzlich die Helden wieder werden. Sie fangen an sich um Komfort, warme Unterkünfte und passende Bekleidung zu sorgen. Ignorieren nicht mehr ob es nun regnet, schneit oder die Sonne scheint und bemitleiden einander. Außerdem ist es goldig mit anzusehen, wie der Jäger der Gruppe auf Anraten des Heilers versucht im Dorf ein Huhn und Gemüse für eine Suppe zu bekommen, statt wie sonst ein Kaninchen nach dem anderen zu schießen.
Zuletzt geändert von ore am 18.01.2011 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
Ares sagt: Schelme sind Sportwagen mit 500 PS, die nur im ersten Gang gefahren werden dürfen.

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Cifer
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Cifer » 18.01.2011 15:56

Wenn man mit Krankheiten spielt, sollte man jederzeit annehmen, dass das Abenteuer spontan unterbrochen werden kann, wenn sich mal die halbe Gruppe irgendwas holt. Ohne dedizierten Heiler kann man zum Beispiel bei Wundfieber erstmal eine Woche aussetzen - doof, wenn man ein zeitkritisches Abenteuer spielt.

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maaus
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von maaus » 18.01.2011 16:52

Wie schon oben beschrieben will ich nun mehr mit Krankheiten spielen damit der Nachteil Krankheitsanfälligkeit auch einen Sinn hat.

Haben Helden in eurer Gruppe diesen Nachteil ?

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Torben Bierwirth » 18.01.2011 17:05

Das größte Problem an Krankheiten ist deren nahezu absolute Unvereinbarkeit mit jeglicher Abenteuertätigkeit. Der Spieler eines infizierten Helden kann selbst bei häufigeren Erkrankungen wie dem Dumpfschädel(= Influenza) oder Wundfieber quasi nach Hause gehen. Das ist unbefriedigend.

Darüber hinaus halte ich den W20-Prüfwurf auf die Konstitution des Charakters für einen deutlich zu unspezifischen und zufälligen Mechanismus, um derart weitreichende Konsequenzen zu bestimmen. Abgesehen von einer unattraktiven und für sehr viele Charaktere nicht finanzierbaren KO-Steigerung, welche die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung lediglich um 5% senkt, sind die Spielercharaktere dem Faktor Krankheit absolut schutzlos ausgeliefert. Das sorgt für Frust.
Das Projekt zum DSA 4.1 Reiterkampf ohne Sonderregeln:

Initiative zur Rettung der Kavallerie

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Sarafin » 18.01.2011 17:15

@maaus:
Ich habe keinen Helden mit dem Nachteil und ich würde ihn auch nie nehmen.
Um ihn anzuspielen kannst du beispielsweise nach einem Marsch durch den Regen oder jegliche andere unangenehme Beschäftigung ohne genügend Komfort (wahrscheinlich ist der Charakter eher ein "Warmduscher", oder?) von dem Spieler eine KO-Probe verlangen. Gelingt diese nicht, hat der Charakter eben eine Schnupfnase. Das sollte sich dahingehend äußern, dass der Charakter einen schlechteren Geruchssinn hat und evtl. Kopfschmerzen, sowie geringere Belastbarkeit. Also alles, was man so von der eigenen Erkältung kennt, die einen nicht gleich ans Bett fesselt. Falls der Charakter dann auch noch die Etikette vermissen lässt, macht sich das sicherlich in Gesprächen mit höher gestellten NPCs als Nachteil (Nase hochziehen, in den Ärmel wischen etc.).
Dumpfschädel würde ich nicht direkt daraus machen, sonst rottest du dir schnell die Gruppe mit der blauen Keuche aus. Dazu würde ich nur greifen, wenn ohnehin für alle Mitglieder der Runde eine KO-Probe anliegt. Evtl. kannst du auch aus dem Nachteil auch einen "Pechmangnet für Krankheiten" machen, also eine KO-Probe zum Widerstand gegen Krankheiten als Misserfolg deklarieren.

Ich würde all diese Sachen aber vorher mit dem Spieler absprechen, weil es Menschen gibt, die sich sehr leicht gegängelt fühlen. Vor allem, wenn Krankheiten bei euch vorher kein Thema waren.

Gruß
Sarafin
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Cifer » 18.01.2011 19:10

Wie schon oben beschrieben will ich nun mehr mit Krankheiten spielen damit der Nachteil Krankheitsanfälligkeit auch einen Sinn hat.

Haben Helden in eurer Gruppe diesen Nachteil ?
Nö. Meine eine prägende Erfahrung war, als wir irgendwo im Nirgendwo auf einer Insel im Südmeer waren und uns da bei fast der kompletten Gruppe Wundfieber gefangen haben, weil der Heiler einen grandiosen Talentwert von 5 hatte und die Konstiprobe +5 (50% LeP-Verlust & schmutzige Waffen) auch nicht sonderlich erfolgreich ausfiel. Durchschnittlich 7 Tage lang Schaden zu kassieren anstatt zu regenerieren (wir erinnern uns: Die Gelegenheiten, zu denen man Wundfieber bekommt, geben einem meist nicht gerade LeP dazu) machte dann keinen sonderlichen Spaß. Das eigentliche Abenteuer haben wir dann auch eher durch Meistergnade geschafft, weil dem auch nicht in der Form bewusst war, was er da auf uns los ließ.

Seitdem wird das Thema Krankheiten bei uns irgendwie nicht mehr allzu häufig erwähnt.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Rethon » 18.01.2011 19:24

Ich bekomme bei der Sache etwas Magengrummeln. Erst jetzt, wo es richtig reinhauen kann, auf einmal mehr Krankheiten vorkommen zu lassen, halte ich für unschön. Sarafin hat schon Recht, sowas kann leicht zum Gefühl der Gängelung führen.

Ich würde stattdessen vorschlagen, für den Nachteil einfach weniger GP zu geben als regulär.Vielleicht 5 oder gar nur 3. Einfach weil es bei euch ein schwächerer Nachteil ist. In offiziellen Abenteuern kommen ab und zu schon Krankheiten vor, dann wirkt der Nachteil immernoch. Außerdem sollte man halt in Krankheitsfördernder Umgebung (Dschungel, Sumpf) daran denken.
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von myrkur » 18.01.2011 19:54

Rethon hat geschrieben:Ich bekomme bei der Sache etwas Magengrummeln. Erst jetzt, wo es richtig reinhauen kann, auf einmal mehr Krankheiten vorkommen zu lassen, halte ich für unschön. Sarafin hat schon Recht, sowas kann leicht zum Gefühl der Gängelung führen.
Dem schließ ich mich an, würde aber noch hinzufügen, dass man dem Spieler sagen könnte: "Wir spielen ja eigentlich nicht mit Krankheiten, also such dir bitte lieber einen anderen Nachteil, weil das geschenkte GP wären, und unfair gegenüber den anderen, die echte Nachteile haben."
Dann müsste man aber auch andere unbeachtete Nachteile einschränken, wie Verpflichtungen, die nie relevant werden.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 18.01.2011 22:34

Wie häufig werden Helden krank?
Wenn sie sich über längere Zeit schutzlos den Witterungen ausliefern, dann darf es schon mal die KO-Probe am Ende des Tages sein, die entscheidet, ob einer der Helden an Triefnase erkrankt, was durchaus auch noch in einem abenteuertauglichen Rahmen ist.
Der nächste Schritt wären andere - vergleichsweise - harmlose Krankheiten, etwa der Flinke Difar. Problematischer wird es dann erst ab Dumpfschädel: nicht nur weil die Mali schon ordentlich sind, sondern auch, weil die nächste Stufe weit schlimmere Krankheiten auftreten können, die sich dann gerne mal in den Mittelpunkt des Geschehens drängen, weil es um ein Heldenleben gehen kann.

Aber das ist mir ehrlich gesagt so noch nicht passiert. Klar, es gibt noch die Möglichkeit der Ansteckung (wobei ich das bislang nicht beachtet habe, es ist regelseitig auch nicht festgelegt, soweit ich weiß) oder einiger Zauber/Schwarze Gaben o.Ä. Aber es gibt sicher einen Grund, warum bei auftretenden Druiden der Fluch der Pestilenz selten als Zauber genannt wird und warum Belzorash-Paktierer überhaupt eher selten auftreten.
Wundfieber ist hier die einziege Krankheit die regelmäßiger auftreten könnte, aber mit einem Heiler in der Gruppe der alle Helden nach dem Kampf untersucht und verbindet (HkW-Probe) ist die Chance das dieser seien Probe nciht schafft nicht soo hoch.
Nur wer hat schon immer einen Heiler zur Verfügung. Gerade wenn man irgendwo fern der Zivilisation ist oder einfach weder einen kundigen Heiler, noch überragendes Werkzeug zur Verfügung hat, um die teilweise deftigen Erschwernisse (v.a. im Trefferzonensystem) zu senken, kann die Lage schnell ernst werden.
Aber Wundfieber sollte schon eine Gefahr bleiben, die die Helden bzw. die Spieler im Hinterkopf behalten, wenn sie sich - dann sicher nicht mehr so leichtfertig - in den Kampf stürzen.
Darüber hinaus halte ich den W20-Prüfwurf auf die Konstitution des Charakters für einen deutlich zu unspezifischen und zufälligen Mechanismus, um derart weitreichende Konsequenzen zu bestimmen.
Wie handhabt ihr den Prüfwurf denn? Oder zieht ihr die Konsequenz, gar nicht erst mit Krankheiten zu spielen?
Mehrere W20-Proben als Simulation einer sukzessiven Erkrankung - wie ich sie weiter oben exemplarisch schilderte - halte ich schon mal für eine gangbarere Lösung.
Aber vlt. hat hier jemand auch andere Wege gefunden.
Zuletzt geändert von Herr der Welt am 21.03.2012 11:43, insgesamt 1-mal geändert.

sensi
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von sensi » 19.01.2011 03:11

Krankheiten gibt es in Aventurien unendlich viele.
Denk dir einfach etwas aus. Siehe grobe Richtung Reallife.

Man kann ja nun nicht, um die Welt "realitätsgetreuer" zu machen, anfangen 300 000 krankheiten in einem Riesen Influenza-Lexikona-Aventuria zusammen zu fassen und zu beschreiben. Denke mal dieses Buch würde sich extrem schlecht verkaufen und wäre den Aufwand nicht wert. Leite einfach aus dem echten Leben ab.

Hierbei solltest du auch erstmal mit deinen Mitspielern und dem SL darüber reden.

Bedeuted nun Kranksheitsanfällig das du bei jedem feuchten Wetter gleich Husten bekommst oder ebend das wenn die Gruppe, nach Meister entscheid, gerade etwas erwischt hat genau du darunter besonders schlimm leidest. Also während andere mit Fieber noch weitergehen können, liegst du platt mit Schüttelfrost und Gliederschmerzen im Zelt und "hälst die Gruppe auf". Und bedenke auch Depressionen sind eine Krankheit. Wenn du viel schlimmes/schlechtes erlebst wirst du vielleicht schnell depressiv. Nur, wer hat schon lust mit einem Depressiven ständig maulenden alles schlimm und schlecht redenden Charakter umher zu ziehen.

Lege ansonsten etwas eigen initiative in den Nachteil mit hinein. Z.b. mache vorher dem SL klar, wie du dir diesen Nachteil vorstellst.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Cyberian Korninger » 19.01.2011 07:52

Wir hatten mal kurz experimentiert und dann nachdem ein Held fast an Wundfieber gestorben wäre festgestellt, dass das so unspielbar ist.

Seitdem sind richtige Krankheiten nur bei NPCs aufgetreten. Wobei flinker Difar (also eine Erkältung) mit geringen Abzügen schon aufgetreten ist.
ore hat geschrieben:Wir spielen inzwischen recht oft mit Krankheiten und es ist schon nett, wie menschlich plötzlich die Helden wieder werden. Sie fangen an sich um Komfort, warme Unterkünfte und passende Bekleidung zu sorgen. Ignorieren nicht mehr ob es nun regnet, schneit oder die Sonne scheint und bemitleiden einander. Außerdem ist es goldig mit anzusehen, wie der Jäger der Gruppe auf Anraten des Heilers versucht im Dorf ein Huhn und Gemüse für eine Suppe zu bekommen, statt wie sonst ein Kaninchen nach dem anderen zu schießen.
Ich sehe das auch als einzigen Vorteil den man durch die Verwendung von Krankheiten erzielt. Ich habe bisher versucht das durch eine Krankheitsbedrohungen bei NSCs oder Beschreibungen ("deine Glieder schmerzen und du fühlst dich mehr als unwohl bei diesem Wetter und wenn du nicht bald bei der Wache abgelöst wirst fürchtest du dir noch etwas einzufangen") oder einer Bedrohung die in der Luft liegt zu erreichen.
Aber ich habe keine Lust mir davon meine Helden töten zu lassen oder den Helden die Erfolgserlebnisse zu nehmen.
Verfolgungen oder Reisen durch unwirtliches dünn besiedeltes Gelände mit einem Kampf zwischendurch könnten da leicht kritisch werden.

Also alle Reisen in Gebirgen, Sümpfen, dem hohen Norden, Khom oder Dschungel. Gesetzt den Fall die Truppe ist komplett schwer verletz und ASP ausgebrannt. Und fängt sich dann durch die widrigen Umstände (schlechte Hygiene, Wetter, Viecher (z.B. Insekten) die Krankheiten übertragen)) was ein. Das führt dann entweder dazu, dass die eine WOche ein Lager aufschlagen müssen und damit vielleicht nicht mehr ihr ursprüngliches Ziel erreichen können (Enttäuschung der Spieler) oder gleich sterben. Also wenn dann würde ich nur den KO Wurf machen lassen und eine Erkrankungsmöglichkeit schaffen wenn dafür grad Zeit ist und es nicht zu kritisch wird, nicht aber immer wenn es realistisch wäre.

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Korgash
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Korgash » 19.01.2011 08:40

Ich würde Krankheiten nicht allzu oft vorkommen lassen. Der Nachteil heißt ja nicht, dass der Charakter zehnmal öfter auf seine KO würfeln muss, sondern, dass entsprechende Würfe schlechter ausfallen.

Krankheiten können ebenso wie Gifte eine verheerende Wirkung unter Helden entfalten, daher sollte man wissen, was man tut, man kann aber damit auch durchaus ein etwas zu leichtes Abenteuer erschweren oder Helden für mangelnde Vorbereitung in Wildnisabenteuern bestrafen.

- Ohne Kälteschutz im winterlichen Bornland unterwegs?
- Längerer Aufenthalt in Selem?
- Moskitostiche im Regenwald?

Besonders bei Wildnisabenteuern gehören Krankheiten für mich einfach dazu.
Einen Heiler dabei zu haben, sollte sich ohnehin jede Gruppe angewöhnen.
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Jost Perisen
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Jost Perisen » 19.01.2011 13:18

Wir spielen generell mit Krankheiten.
Proben kommen vor wenn der Charakter einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt ist.

Die Aussage das das System dadurch nicht spielbar wird ist falsch.

Wer sich ohne Heilkundigen in der Gruppe mitten in die Pampa begibt, ohne Zelt oder auch nur einer Decke im freien schläft und seine Verwundungen mit gebrauchten Unterhosen verbindet, ist selbst schuld wenn der Charakter an Krankheiten krepiert.

Die Konsequenz daraus sollte nicht sein, dass man Krankheiten weg lässt, sondern sich beim nächsten mal nicht so doof anstellt. :wink:
Gewisse Heilkräuter erleichtern die Ko Proben für z.B. Wundfieber enorm und gehören einfach in den Heldenrucksack.
Schon ein Qualität B Heiltrank macht die Probe hinfällig.
Mit vernünftiger Ausrüstung gegen Kälte und Witterung und vernünftigem Verbandszeug als auch HK Wunden Talent, lassen sich 95% der Fälle in denen man sich Krankheiten einfangen könnte von vornherein verhindern oder zu Mindest so stark erleichtern, dass man als Meister keine Probe mehr verlangen muss
(auf Patzerwarscheinlichkeit lasse ich außer im Kampf nicht würfeln, wenn der geprüfte Wert, nach Einrechnung aller Modifikationen effektiv über 20 liegt.)
Dass kann durchaus dazu führen, dass ein Held mit KO 10 und Krankheitanfälligkeit ein paar Proben mehr machen muss als ein KO 15 Firnelf mit Krankheits und Kälteresistenz.

Keinen Heilkundingen in der Gruppe zu haben kann genau so tödlich sein wie keinen Wildnisskundigen mit in den Reichsforst zu nehmen.

Wenn man das einfach ignoriert wertet man Heilkundige als auch Wildnisskundige in der Gruppe extrem ab.
Außerdem sorgt dies dafür, dass die Gruppen dazu neigen keine den äußeren Umständen angepasste Ausrüstung mit zu führen.

Wozu ein Zelt und ein Schlafsack, wenn die Pfütze mit Moosboden und der Umhang genau so gut taugt?
Das mitschleppen einer solchen Ausrüstung wird dadurch zum reinen Balast ohne Nutzen.
Sicher kann man hier mit sehr hohem Wildnissleben substituieren.
Braucht man dies nicht, fehlen diesen Charaktären weitere Glanzmomente.

Ohne Kundigen ist die Wildniss nun mal das was sie ist: Tödlich!

Wer sich nicht anständig vorbereitet muss halt mit den Konsequenzen rechnen.
Aktio->Reaktio
Zuletzt geändert von Jost Perisen am 19.01.2011 13:57, insgesamt 3-mal geändert.

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maaus
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von maaus » 19.01.2011 14:24

Hab noch mal eine Frage zu Krankheiten im Spiel

Nehmen wir mal als Beispiel den Blutigen Rotz. Hier steht eine Ansteckungswarsdcheinlichkeit von 20% wenn man sich längere Zeit im Regenwald aufhält.
Heißt das, dass der Spieler dann einfach mit einem W20 nur höher als 4 Würfeln muss und sich somit nicht infiziert und nur wenn er eine 1-4 würfelt eine KO Probe +Zuschläge nötig wird mit der er nochmal die Chance hat der Krankheit zu entgehen?

Klar, Helden sollen nicht ständig krank sein, aber wenn ich das richtig verstanden habe ist die Chance krank zu werden doch sehr sehr gering ...

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Jost Perisen » 19.01.2011 16:15

@maaus dein Beispiel ist korrekt.

Das ist batürlich nur eine von relativ vielen Krankheiten.

Ich lasse auch nicht ständig auf alles würfeln und bei jedem Nieselregen gleich ne Schnupfenprobe anfallen.

Wenn die Helden sich entsprechend vorbereiten, (passende Kleidung, ein paar Kräuter, Verbandszeug, Schlafsack, evtl Zelt, Pasten welche die Insekten fern halten etc. ) ist die Ansteckungsgefahr in der Regel so gering, dass Krankheiten im Heldenaltag keine Rolle spielen. Erst wenn man dies Vernachlässigt wird es Gefährlich. Dem kann man unter Umständen mit Hohen Talenten und entsprecgenden Vorteilen entgegenwirken, so das weniger Gepäck benötigt wird.
Mit Wildnissleben 10, Waldkundig und Krankheisresistenz mag man hier, entsprechende Kleidung vorrausgesetzt, ebenso gefeiht vor den meisten Krankheiten sein.
Jemand mit hohem Wildniss und Pflanzenkunde Talent, welcher sich im Dschungel auskennt mag eine anti Moskito Paste einfach herstellen können wenn sie benötigt wird.

Als Meister lasse ich die Spieler entsprechende Proben würfeln um eventuell Gegenmaßnahmen schon einzuleiten bevor ich die Krankheitsprobe würfeln lasse.
Das gehört für einen Kundigen zur routine Prophylaxe.
Ob der Held "kundig" genug ist vorrausschauende Maßnahmen zu ergreifen, endscheidet die Probe.

Eine gelungene Wettervorhersage mag hier ebenso vor einer Erkältung schützen, sofern die Helden vor dem Wolkenbruch einen Unterschlupf suchen.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von der.maekkel » 19.01.2011 18:01

Ich persönlich mag das Spiel mit KRankheiten nicht sonderlich... wenn dann mal so was wie Schnupfen oder ne leichte Grippe. Welche eventuell die Helden "verlangsamen" oder behindern aber nicht unbedingt töten.

Die Regeln für Wundfieber sind recht tödlich selbst für Leute mit Resistenz KRankheiten.
Wundfieber kann mal vieleicht einmal einbauen. Aber wenn man nach je 5 Tp prüft ob es Wundfieber gibt... nenene

Ich habe noch nie einen Helden mit Resistenz oder Anfälligkeit gebaut.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von myrkur » 20.01.2011 01:11

maaus hat geschrieben:Klar, Helden sollen nicht ständig krank sein, aber wenn ich das richtig verstanden habe ist die Chance krank zu werden doch sehr sehr gering ...
Und jetz stell dir mal nen Durchschnittsmoha vor, der sein ganzes Leben im Regenwald verbringt, dann wird die Chance krank zu werden (blutiger Rotz) plötzlich doch irgendwie absurd hoch.
(wobei natürlich offen ist, was nun als "längere Zeit" gilt, aber besagter Moha sollte damit alle Nase lang mal Probleme haben.
Scheinbar ist der "Medizin"-Mann nicht umsonst eine angesehene Persönlichkeit. )

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Milan » 10.03.2012 13:13

Aufgrund eines anderen Threads ist in mir gerade Lust aufgekommen, mal Mishkara zu spielen und für ein 200 Seelen-Dorf einen ganz gewöhnlichen Krankheitsverlauf auszuwürfeln.
Da ich einfach nicht gut im gegen mich selbst spielen bin, suche ich jetzt einen Freiwilligen der bereit ist, als Peraine-Priester den Kampf gegen die faulige Monarchin des ewigen Siechtums aufzunehmen.

Wir könnten dann im Lauf der nächsten Tage ein grobes Modell ausarbeiten, wobei ich schon recht feste Vorstellungen von der Zusammensetzung des Dorfes und von den zu erwartenden Krankheiten habe, und danach Tag für Tag die Krankheiten durchwürfeln und durchexerzieren was der Geweihte macht, um am Ende mal zu wissen: "wie gefährlich sind aventurische Krankheiten?".

Also: Freiwillige vor!

SirJobo
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von SirJobo » 10.03.2012 20:45

maaus hat geschrieben:Hallo,
ich hoffe ich bin hier mit dem Thema im richtigen Forum.

Ich möchte gerne eine Diskusion starten wie ihr Krankheiten in euer Spiel einbaut.
Wie häufig werden Helden krank?
Spielt ihr mit mehr oder weniger der offiziellen Aventurischen Krankheiten?
Oder ignoriert ihr diese Regelung ganz?

Bisher haben wir bei uns in der Gruppe weitestgehend ohne Krankheiten gespielt, da das gute Dutzend an exestierenden Krankheiten ja nur in wirklich seltenen Fällen zur Anwendung kommen kann.
Wundfieber ist hier die einziege Krankheit die regelmäßiger auftreten könnte, aber mit einem Heiler in der Gruppe der alle Helden nach dem Kampf untersucht und verbindet (HkW-Probe) ist die Chance das dieser seien Probe nciht schafft nicht soo hoch.

Weshalb ich auf das Thema komme ist die Tatsache, daß ein neuer Held nun den Nachteil "Krankheitsanfällig" hat. Damit das natürlich nicht nur ein GP Bonus war würde ich gerne Krankheiten mit ins Spiel einbringen und war sehr enttäuscht über die paar die in den Regelwerken angegeben sind.
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Die Überlebenschance sinkt gewalltig im Abenteuer. Würde Dir keine großen Chancen einräumem wenn Du mit der Roten Keuche zum Beispiel als 1.Stufer schon dahin siechst. Schwer zu heilen alles und immer eine Gefahr an jeder Ecke sich mit sonst was anzustecken.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Waldtroll » 10.03.2012 21:51

Ich hab immer selten mit Krankheiten gespielt, eben weil es so eine Abenteuerbremse sein kann. Karnkheiten hab ich auch mal als Plotaufhänger erlebt, das war dann aber eher Meisterwilkür, da war man dann Krank um für ein Paar Wochen ausser Gefecht zu sein und konnte nichts dagegen Machen.
Ansonsten hab ich bei Krankheiten immer nur die richtigen Hämmer erlebt (Wundfieber, Schlachtfeldfieber, Duglumspest) da war man dann aber schon froh wenn man nicht krankheitsanfällig war.

In so fern würde ich sagen lass es so wie es ist! Krankheiten kommen alle Jubeljahre mal vor, da ist es dann ein potentiell tödlicher Nachteil, ansonsten ist er für seine GP vielleicht zu billig, aber das sind anere Nachteile auch. Wenn Du es also der Fairnes halber veränderst solltest Du dir die Frage stellen ob nicht auch diverse andere Nachteile zu viel oder zu wenig GP bringen. Im Grunde müsste man dann das ganze Vor/Nachteilsystem neu durchskalieren und auf die eigene Kampange und Spielweise abstimmen, das kann ma tun mir wäre es aber zu anstrengend.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Milan » 11.03.2012 10:22

Auch wenn es noch keinen Freiwilligen für die Rolle des Peraine-Geweihten gibt, habe ich schon mal angefangen mir Gedanken zum Projekt Mishkara vs. Peraine zu machen.

Ort des Geschehens ein bisher namenloses Dorf mit 200 Einwohnern in der Markgrafschaft Greifenfurt.
Die Einwohner sind in "Ideal"-Familien/Haushalte von je 10 Personen aufgeteilt, wobei pro Haushalt 4 Erwachsene und 6 Jugendliche und Kinder anzutreffen sind.
Die Dorfbewohner haben "Einheitswerte" und wurden mit 95 GP generiert, alte Dorfbewohner haben ein paar AP mehr, Kinder und Jugendliche wurden nach den Regeln für "Kleine Helden" modifiziert.
Das Dorf besteht größtenteils aus Leibeigenen die entsprechend arm sind und ein paar Freibauern denen es finanziell unwesentlich besser geht.
In der Nähe befindet sich der Gutshof des zuständigen Ritters.
Situation: Nach einem langen, harten Winter in dem allen die Vorräte auszugehen drohten, ist es jetzt endlich Anfang Phex und der Frühling bricht langsam an. Ein Peraine-Geweihter kommt (aus bislang völlig ungeklärten Gründen) in das Dorf.

Wie bereits geschrieben suche ich jetzt jemanden der einen Peraine-Geweihten generiert, ich würde 95 GP und maximal 30 Punkte in Nachteilen bevorzugen, bin aber auch mit regulären 110 GP und Nachteilen einverstanden, von mir aus kann der Geweihte auch schon ein paar AP versteigert haben, aber da müsste man sich auf einen Wert einigen, Ausrüstung dürfte auch schon etwas besser, sollte aber nicht übertrieben sein.
Der Spieler dieses Geweihten hätte dann in den nächsten paar Tagen die Aufgabe einfach in diesem Dorf zu leben und wenn er Krankheiten erkennt darauf zu reagieren, während ich für die 200 Dorfbewohner über Ansteckung, LeP-Verlust, Erschöpfung, etc. Buch führe.

Die Kommunikation zwischen mir und dem Geweihten-Spieler dürfte am besten über email laufen.
Eventuell wäre es nicht schlecht noch einen neutralen Schiedsrichter zu haben, wenn man sich bei einer Reaktion der Spielwelt nicht einigen kann.


Weiterhin sind ein paar Fragen aufgetaucht über deren Handhabung ich mir nicht sicher bin:
1.: In welchem Tempo werden verlorene Attributspunkte regeneriert, wenn bei der Krankheit nichts angegeben ist?
2.: Wie lange ist man vor erneuter Ansteckung gefeit, wenn man eine Krankheit gerade überstanden hat?
Themenkomplex Mehrfacherkrankungen:
3.: Wie werden Verluste von Attributspunkten bei Mehrfacherkrankungen verrechnet, Punkt vor Strich oder in der Reihenfolge der Erkrankung?
Bsp.: KO 12 :2 :2 -2 = 1 oder KO 12 :2 -2 :2 = 2
4.: Kann man nach dem Abklingen einer Krankheit die durch diese Krankheit verlorenen Attributspunkte regenerieren wenn man noch an einer anderen Krankheit leidet?

P.S.: Es gibt einen Kandidaten für die Rolle des Peraine-Geweihten.
Zuletzt geändert von Milan am 11.03.2012 15:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Cifer » 11.03.2012 22:11

Ort des Geschehens ein bisher namenloses Dorf mit 200 Einwohnern in der Markgrafschaft Greifenfurt.
Na das kann ja nichts werden...

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Black Dog
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Black Dog » 11.03.2012 23:30

An dem Modell was du planst haben sich schon ganze Pharmaunternehmen, Gesundheitsbehörden und Expertengruppen die Zähne ausgebissen. Und das nur nach irdischem Vorbild wo es keine Perainewunder gibt. Im Grunde müsstest du für jeden Menschen festlegen mit wie vielen anderen er Kontakt hat (ein Mittelwert reicht leider nicht), aus welcher Schicht er kommt, wie gut sein Zugang zu medizinischen Versorgungen ist, usw... Dazu kommen Wetter, Reisende, Jahreszeit, Flora/Fauna, Regionale Feste und andere Arton von Gesselligkeiten.

Mit anderen Worten: Ehrgeizig aber nicht sinnvoll durchführbar.

Zum Abschluss:
Ich finde man kann Krankheiten durchaus einbringen. Bloss sollte man davon abweichen, dass jeder Schnupfen die komplette Regeneration verhindert und stattdessen die Regeneration um die (halbe) Krankheitsstufe oder sowas in der Art verringern.

Gez.
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Milan
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Milan » 13.03.2012 14:34

Cifer hat geschrieben:
Ort des Geschehens ein bisher namenloses Dorf mit 200 Einwohnern in der Markgrafschaft Greifenfurt.
Na das kann ja nichts werden...
Stimmt!
Deshalb hat das Dorf inzwischen einen Namen:
Hagensbach gelegen in der Baronie Helbrache im Lichthag der Markgrafschaft Greifenfurt.

@Black Dog
Ich sehe das nicht so kritisch, ich will ja keine realweltliche Simulation, sondern nur eine nach DSA-Regeln und da wird doch einiges vereinfacht.
Im Moment bedeutet das, jeder Einwohner von Hagensbach hat Namen, Familie, Beruf, SO und eine Krankengeschichte mitsamt aktuellem LE-Stand.
Jahreszeit, Flora/Fauna und Feiertage werden durch das Setting vorgegeben, Reisende sind pro Tag 2W6-11 zu erwarten, zum Glück ist der neueste Ankömmling ein Therbûnit.
Über das Wetter entscheide ich hoheitlich mithilfe von ein paar Tabellen aus einem anderen System.
Der Kontakt der Dörfler untereinander ergibt sich aus Familienbanden, Tätigkeit und Alter und ist insgesamt sehr eng (wenig kompliziert festzulegen).
Schwierig wird es zu bestimmen wie ein eventuelles Kompetenzgerangel zwischen dem durchreisenden Therbûniten und dem ortsansässigen Adligen, einem gewissen Junker Kalman Peradan Aldecstreu von Hagensbach, ausgeht.
Na mal schauen wie sich das entwickelt.

Inhalt ergänzt am 21.03.2012 08:52

Bei der "Simulation" eines aventurischen Dorfs ist ein Problem aufgetaucht.

Folgende Geschichte steht noch nicht unumstößlich fest, weil das Spiel per Email nicht ganz unkompliziert ist und wir eventuell diese Situation noch einmal zurückspulen, trotzdem ist das Grundproblem zu klären.

Der im Dorf anwesende Peraine geweihte Therbûnit hat am vierten Tag seiner Anwesenheit sein erstes Todesopfer zu beklagen.
Hätte er schneller gehandelt hätte er das 12-jährige Mädchen retten können, aber er kam zu spät.

Das Problem ist jetzt: greift die Prinzipientreue?
Wenn ja, wie lange?
Wenn die prinzipientreue greift droht ein Teufelskreis, Peraine fordert tätige Reue, also weiter Krankenbehandlung. Mit einer Erschwernis von 6 auf Behandlungs-, Kochen- und Liturgieproben droht er des öfteren durch simples Würfelpech zu scheitern und dadurch neue Todesfälle zu verschulden, bei einer verhauenen Nachbehandlungsprobe sogar direkt zu verursachen.

Wie sollte man das handhaben?

P.S.: Der Spieler des Geweihten darf gerne seine Sicht der Dinge auch hier darlegen! :wink:
Zuletzt geändert von Milan am 21.03.2012 08:52, insgesamt 1-mal geändert.

Asdrubal
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Asdrubal » 21.03.2012 09:09

Zunächst müsste man mal klären, warum er zu spät kam. Hat er einfach gefaulenzt oder haben ihn andere, aus seiner sicht vergleichbar wichtige Dinge von der Behandlung abgehalten? Prinzipientreue würde imho nur im ersten Fall greifen.

Die Dauer ist Meisterentscheid. Ich würde drei bis fünf Tage ansetzen.

Aber wenn die Prinzipientreue greift, dann ist das so: Die Proben werden erschwert, was unter Umständen heißt, dass er gegen die Epidemie nichts ausrichten kann.

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Oscar
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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Oscar » 21.03.2012 10:05

Welche Prinzipientreue überhaupt? Laut meinem WdH haben Perainegeweihte (auch Therbûniten) nur den Moralkodex, dass sie Hilfe leisten müssen. Falls der Geweihte irgendetwas versucht hat, hat er diesen schon erfüllt.
Wobei ich aber zugeben muss, dass (nur) der spätere Beitritt zu den Therbûniten zu einem "Moralkodex (Therbûniten)" führt, zu dem ich keinerlei Angaben entdecken konnte.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Milan » 21.03.2012 10:28

Ich versuche das mal etwas ausführlicher darzustellen:

Vortag:
In einem Dorf in dem es bisher ein paar Fälle von Mangelernährung und Dumpfschädel gibt, wird früh morgens der Geweihte von Salix Arres angesprochen dem Vater von Ayla Arres.
Der Vater bittet den Geweihten inständig und mit vielen Worten darum seiner kranken Tochter zu helfen. (eine nicht erfolgte Menschenkenntnis-Probe hätte ernsthafte Sorge des Vaters ergeben, aber auch mehrfaches Lügen in einigen anderen Punkten).
Der Geweihte sucht die Familie auf, untersucht das Mädchen und stellt bei ihr sowohl die Mangelernährung als auch Dumpfschädel fest, er behandelt sie soweit möglich, sie bleibt aber sehr schwach und mit hohem Fieber, Halluzinationen etc. liegen.
Ein Heilungssegen zu diesem Zeitpunkt hätte sie ausreichend stabilisiert.
Den restlichen Tag kümmert sich der Geweihte um andere Kranke und verbringt den Nachmittag beim zuständigen Landjunker (schön Wetter machen).

Heute:
Morgens sitzt der Geweihte mit den Dorfältetsten zusammen um die Anweisungen des Junkers und das weitere Vorgehen zu besprechen, in dieser Besprechung erfährt der Geweihte von wesentlich mehr und schlimmer Erkrankten als er bisher annahm.
Mitten in diese Besprechung platzt Salix Arres und bittet den Geweihten flehentlich darum seiner Tochter zu helfen (eine nicht erfolgte Menschenkenntnis-Probe hätte ernsthafte Sorge des Vaters um seine Tochter ergeben (das ist auch der Punkt zu dem zur Not zurückgespult wird)).
Der Vater geht ohne Geweihten zur Tochter, die Besprechung wird fortgesetzt bis alles besprochen ist, wobei gegen Ende vor allem nur noch Genöle des Sprechers der Leibeigenen kommt der sich über die Mehrarbeit beschwerte.
(Spätestens nach der Besprechung hätte der Geweihte los gemusst um das Mädchen noch von der Schwelle zu Borons Reich zu retten).
Der Geweihte instruiert mehrere Kinder/Jugendliche welche Kräuter er benötigt und schickt sie in den Wald, danach kocht er Einbeerensaft bevor er zur Kate der Familie Arres aufbricht.
Als er eintrifft ist das Mädchen tot.

Wie bereits gesagt, ohne Spiel per Mail hätte er vielleicht anders gehandelt, vielleicht aber auch nicht.
Zuletzt geändert von Milan am 21.03.2012 10:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Asdrubal » 21.03.2012 10:39

Hm, letztlich mag der Geweihte die Prioritäten falsch gesetzt haben, aber eine grobe Pflichtverletzung kann ich nicht sehen.

Zunächst hat er das Mädchen ja behandelt. Ob der Heilungssegen in diesem Fall wirklich naheliegend war, müsste sich aus dem Umständen ergeben. Im Regelfall wird er ja meist auf Wunden angewendet und seltener auf Krankheiten. Die Angemessenheit hängt auch davon ab, wie viel Karma im moment noch zur Verfügung stand und was im Verlauf des Abenteuers noch zu erwarten war.

Bei der Besprechung wäre es geradezu fahrlässig gewesen, hinter dem Vater herzustürzen, wenn dadurch die groß angelegte Bekämpfung der Krankheit um einen Tag verzögert und dadurch noch mehr Leute gefährdet worden wären. Natürlich wäre es im Rückblick besser gewesen, die Leibeigenen schnell abzufertigen oder während der Kräutersuche durch die Kinder schnell bei dem Mädchen vorbeizuschauen. Aber er hat sich ja um die Bekämpfung der Seuche bemüht, wenn auch vielleicht mit falschen Prioritäten.

Insgesamt würde ich eher verneinen, dass das zum Brechen der Prinzipientreue ausreicht.

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Re: Krankheiten

Ungelesener Beitrag von Oscar » 21.03.2012 10:47

Erfahren wir überhaupt noch, um was für eine Prinzipientreue es sich handelt, über die wir eine Einschätzung abgeben sollen?

Im Bezug auf den Moralkodex sehe ich jedenfalls absolut kein Problem. Der Kerl war die ganze Zeit über damit beschäftigt, die Krankheitsbekämpfung im gesamten Dorf zu organisieren. Insbesondere ein pragmatischer Therbûnit wird sich dabei nicht von einzelnen Opfern aus der Bahn werfen lassen, deren Intensivbetreuung vielleicht die Rettung des ganzen Dorfes verzögert oder gefährdet.

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