DSA5 Buch als improvisierte Waffe

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Danbu
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Danbu » 04.05.2021 12:07

Hallo zusammen,
nach welchen Regeln würdet ihr ein Buch als improvisierte Waffe erstellen?
Dabei muss ja das Gewicht eine wesentliche Rolle spielen.

Bücher als improvisierte Waffen
GewichtKampftechnikTPL+SAT/PARW
1-30 SteinHiebwaffen1W6+Gewicht14+Gewicht+3/-3kurz
Die Leiteigenschaft + Schadensschwelle (L+S) würde bei Büchern also auf Hiebwaffen basieren (KK). Verglichen mit einem Besen (Hiebwaffe), der als improvisierte Waffe mit einem Gewicht von 0,75 Stn. eine L+S von 15 hat und 1W6+2 TP anrichtet, denke ich dass man die TP für ein Buch aus 1W6+Gewicht annehmen darf und die L+S 14+Gewicht. Bei der AT/PA denke ich, dass die Sache gebalanced ist, wenn die Erleichterung der PA des Gegners auf dem Gewicht basiert. Ein schweres Buch ist in der Regel wie ein Schild, wobei ein kleines Buch schneller bewegt werden kann. Somit kann man +3/-3 glaube ich für alle Gewichte gelten lassen.

Zudem gilt, dass ein Buch bei einer AT/PA von 19 und 20 (Patzer) zerstört wird.
Aventurische Rüstkammer S. 10 hat geschrieben:Bei Attacken und Paraden reicht bereits eine gewürfelte 19 des Helden aus, damit ein Bestätigungswurf für einen Patzer erfolgen muss (sprich: es ist wahrscheinlicher, einen Patzer abzulegen).
Gegen improvisierte Waffen erhält der Verteidiger einen Bonus von 2 auf seine Verteidigung
Somit würde ich die Focusregel so auslegen, dass das Gewicht die Parade des Gegeners erleichtert (statt Bonus 2).

Was denkt ihr?

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Mikal Isleifson
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Mikal Isleifson » 04.05.2021 19:32

1W6+30??? Das ist für viele Humanoide Instakill - mit nur einem Hieb eines Buches. Also ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Schlag mit einem Zweihänder wesentlich gefährlicher sein sollte...
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Arathorns Sohn
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Arathorns Sohn » 04.05.2021 20:23

Ja, das sehe ich so wie Mikal. TP W6-1+(Buchgewicht in Stein)/10 (normal gerundet) fände ich gerade noch so vertretbar, vielleicht noch +1 bei metallverstärktem Einband. Ich glaube aber nicht dass man mit einem schweren Buch in einem Kampf ohne eigenen Hinterhalt überhaupt einigermaßen effektiv (effektiv ist es ja fast nur am Kopf) treffen kann. Überhaupt ist eine Waffe ja auf Kampf - sogar oft über Jahrhunderte hinweg - perfekt designt und ein Buch ganz und gar nicht, da sollte ein sehr großer Unterschied bestehen. In der Realität tötet ein Schwert relativ sicher und schnell (wenn der andere sich nicht gekonnt verteidigt/ausweicht), ein schweres Buch höchstens bei Treffer am Kopf und selbst dann ist das weit entfernt von sicher. Der Unterschied ist immens.
Daher würde ich für das Buch sagen AT minus Buchgewicht*6/KK (oder soviel auf Gegnerparade/ausweichen) und die Schadensschwelle auf den spätest-einsetzenden Wert, den es bei Waffen überhaupt gibt.

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Mikal Isleifson
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Mikal Isleifson » 04.05.2021 20:57

Stimmt, finde ich stimmiger. Die Feder ist zwar mächtiger als das Schwert, aber das war etwas zu viel des guten ;)
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X76
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Ungelesener Beitrag von X76 » 04.05.2021 23:55

Die Werte passen meiner Meinung nach nicht. Improvisierte Hiebwaffen haben Abzüge auf den AT/PA Mod und keinen Bonus.

Gewicht alleine macht auch noch lange keine gute Hiebwaffe oder viele TP, wie man gut am 5 Kg Brecheisen sehen kann (https://ulisses-regelwiki.de/brecheisen-i.html , welches wohl die nahezu ideale improvisierte Hiebwaffe wäre [Form, Handhabung, Robustheit).

Ein schweres Buch würde ich grob zwischen einem Handspiegel https://ulisses-regelwiki.de/handspiegel.html und einem Stuhl https://ulisses-regelwiki.de/stuhl-i.html einsortieren, da diese von den vorhandenen improvisierten Waffen noch am nächsten liegen.

Grob passende Werte für ein "schweres Buch" TP 1W6+1 L+S KK 15 AT/PA -3/-3 (äußerst unhandlich) RW kurz
auch im Hinblick auf andere improvisierte Waffen, sowie richtige Waffen wie den Schlagring (https://ulisses-regelwiki.de/schlagring.html).

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Marty mcFly
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 05.05.2021 00:11

Ein interessantes Thema ;)

Ein Buch kann auch niemals AT+3 haben. Bei keiner anderen Waffe gibt es einen AT Bonus, der über +1 hinaus geht.

Eher beides -3. Eine Brechstange hat -1/-3, ein Buch kann ja nicht besser zum Angriff geeignet sein als eine Brechstange.
Ein Buch ist, sobald es genug Gewicht hat, um überhaupt Schaden zu machen, äußerst unhandlich.
Ich würde daher auch definitv Zweihandhiebwaffe als Kampftechnik nehmen!
Kleine Bücher kannst du auch in einer Hand führen, ja. Aber die haben dann so wenig Gewicht, dass du damit maximal W3-1 TP verursachst.
Versuche aber mal, mit einem großen Schinken (10kg oder mehr?) in einer Hand gehalten zuzuschlagen. Der fällt dir bei jedem Schlag aus der Hand (selbst bei einem "Zweihänderfolianten" besteht dieses Problem).

Mach es auch nicht so kompliziert mit den Sonderregeln (Schaden und L+S vom Gewicht abhängig und so). Nagut, ich habe mich weiter unten auch nicht mit Ruhm bekleckert, was die Schlichtheit anbelangt ;)

Ich gehe beim Schaden davon aus, dass man mit Vorder- oder Rückseite des Buches zuschlägt, also nicht mit dem Buchrücken.
Dadurch hat man jedoch eine große Fläche hat, wodurch sich die Wucht des Aufpralls verteilt (kinetische Energie oder so, habe in Physik nicht aufgepasst und es ist auch schon lange her :censored: ). D.h. der Schaden ist einfach nicht so groß. Ich würde sogar fast soweit gehen zu sagen, dass man ernsthaft Schaden mit so einem Schinken nur bei einem Kopftreffer erzielt.

Bedenke auch: Waffen sind in DSA insgesamt nicht ganz so tödlich wie im echten Leben. Ein Schwerthieb muss schon sehr gut sitzen (6 auf dem W6 geworfen, Wuchtschlag II und kritischer Treffer, dazu Torsotreffer mit W3+1 Extraschaden), um einen Ungerüsteten mit 30 LeP zu töten.




Hier mal mein Entwurf:

Gewicht Kampftechnik TP L+S AT/PA RW
10 Stein(?) ZH-Hiebwaffen 1W6 14 -2/-3 kurz

Waffenvorteil:
Gelingt die AT (egal ob pariert oder nicht), werden alle direkt im Kampf beteiligten (auch der Angreifer selbst) von einer Staubwolke eingehüllt. Jeder betroffene muss eine Selbstbeherrschungsprobe ablegen. Bei misslingen erhält er eine Stufe Betäubung für 3 - QS KR, da er einen Niesanfall hat. Dieser Vorteil ist pro Buch nur einmal [oder W3 mal?] möglich. Wenn er genutzt wurde, muss das Buch erst wieder ein paar Monate im Regal stehen, um genug Staub anzusammeln. ;)

Waffennachteil:
So ein dicker Schinken ist schwer festzuhalten. Zusätzlich zu der erhöhten Patzerwahrscheinlichkeit für improvisierte Waffen (bei 19 und bei 20) fällt einem das Buch aus der Hand ("Waffe verloren"), wenn man 16, 17 oder 18 bei einer AT oder PA würfelt.

Anmerkung: Wird bei einer AT mit dem Buch ein kritischer Erfolg erzielt, erhöht sich die KL des Gegners für eine Stunde um 1. (Oder noch besser: der Gegner erhält in einem zum Thema des Buches passenden Talent für eine Stunde eine Erleichterung von 1) :ijw:


Edit: Noch schwerere Bücher (was wiegt denn so ein Foliant?) könnten auch W6+1 TP verursachen bzw. L+S 13 haben. Dann würde ich aber nochmal je -1 auf AT und PA geben.

Edit 2: Diese Werte sind für eine klassische Kampfsituation gedacht, in der ein Gegner sich wehrt, in Bewegung ist etc. Wenn du so einen Folianten als Werkzeug für einen hinterrücksen (:censored:) Meuchelmord nutzen möchtest, kommen ohnehin die Regeln für Meucheln und Betäuben zum Tragen.
Da macht dieses W6 Buch dann erstmal W6+2 Schaden (da Reichweite kurz), und dieser wird x5 genommen! Damit kannst du dann dein armes Opfer ganz hesinde- und phexgefällig in Borons selige Arme befördern.

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Grumbrak
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Grumbrak » 05.05.2021 08:16

Marty mcFly hat geschrieben:
05.05.2021 00:11
Anmerkung: Wird bei einer AT mit dem Buch ein kritischer Erfolg erzielt, erhöht sich die KL des Gegners für eine Stunde um 1. (Oder noch besser: der Gegner erhält in einem zum Thema des Buches passenden Talent für eine Stunde eine Erleichterung von 1)
Kleine SChläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen, nicht kritische Treffer.

Immer wenn mit dem Buchangriff eine 1 gewürfelt wird, herhält der getroffene .... eine Erleichterung von 1 auf ein dem Buch günstiges Talent.

Danbu
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Danbu » 05.05.2021 11:43

Danke für die rege Beteiligung und die durchdachten Vorschläge.
Ich hab mal versucht einen Lösungsansatz daraus zu basteln.
improvisierteWaffeBuch.png
Was denkt ihr darüber ?
Wenn akzeptabel, dann bitte Upvote, damit ich etwas support habe, wenn ich das publische...

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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 05.05.2021 12:26

Der Schaden ist mMn. noch zu hoch. Mit einem Buch, das 1kg wiegt, haut jemand mit KK14 W3+4 Schaden raus. Das sind durchschnittlich 6 Schaden. Ein Dolchkämpfer mit GE 14 kommt auf 4,5 Schaden im Durchschnitt.

Kleines Buch 2-4kg (darunter macht ein Buch einfach gar keinen Schaden): W3-1, L+S 14. AT/PA -1/-3 ist ok.

Großes Buch siehe mein Vorschlag oben.

Bücher sind eben keine Waffen und machen in einem normalen Kampf daher auch kaum Schaden.

Soll das denn für eine offizielle Publikation werden? Oder für einen Scriptoriumsbeitrag?
Und woher hast du die Gewichtsangaben für Bücher? Kommt ein großes Buch wirklich auf 10kg oder mehr?

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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Arathorns Sohn » 05.05.2021 12:29

@Marty mcFly

Ich sehe das zwar wie Du, aber das DSA5-Regelwerk stuft auch andere improvisierte Waffen wie Handspiegel und Stuhl unrealistisch stark ein. Im Vergleich zum offiziellen DSA5-Regelwerk passt der Vorschlag wie gepostet jetzt meines Erachtens. L+S könnte man vielleicht noch in Zeile 1 auf 13 erhöhen.

P.S.: Ein großer Foliant kommt locker auf 10 kg und auch mehr. Gutenberg-Bibeln wurden beispielsweise in Ausgaben mit 2 Bänden a jeweils 8 kg Gewicht gefertigt. Deren Format 43cmx31cm kann aber durchaus übertroffen werden.

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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 05.05.2021 13:32

Arathorns Sohn hat geschrieben:
05.05.2021 12:29
@Marty mcFly

Ich sehe das zwar wie Du, aber das DSA5-Regelwerk stuft auch andere improvisierte Waffen wie Handspiegel und Stuhl unrealistisch stark ein. Im Vergleich zum offiziellen DSA5-Regelwerk passt der Vorschlag wie gepostet jetzt meines Erachtens. L+S könnte man vielleicht noch in Zeile 1 auf 13 erhöhen.
Ja, da sind schon ein paar seltsame Werte bei ein paar Waffen dabei. Es wird aber auch nicht besser dadurch, dass man dazu noch seltsamere und unpassendere Waffenwerte hinzufügt ;) Zumal beim Stuhl auch eine falsche Kampftechnik angegeben ist. Ich möchte mal sehen, wie jemand mit normaler KK einen Stuhl einhändig im Kampf schwingt :P Von daher würde ich auch einige offizielle Angaben schon eher kritisch sehen.
Beim Stuhlbein finde ich z.B. die W6+2 passender als beim mittelschweren Buch, weil es ein viel kleinere Aufschlagfläche hat.
Dass das Stuhlbein in jedem Fall nach einem Angriff schon kaputt ist, ist wohl in der angedachten Verwendung in Slapstick Tavernenschlägereien begründet.

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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Mikal Isleifson » 05.05.2021 15:41

Marty mcFly hat geschrieben:
05.05.2021 00:11
Oder noch besser: der Gegner erhält in einem zum Thema des Buches passenden Talent für eine Stunde eine Erleichterung von 1
Ich glaube, im Geiste von DSA5 eher "Der Gegner erhält für die je erste Teilprobe bei allen zum Thema des Buches passenden Talentproben einen Bonus von +1 (+2 wenn der Schlag auf den Kopf im Hesindemond appliziert wurde)" *flitz*
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Vasall
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Vasall » 05.05.2021 16:13

Das Buch braucht lediglich einen Wert für die Behinderung, die es einem im Kampf einbrockt.
Dann drückt man es dem Gegner kurz vor dem Angriff überraschend in die Hand und kann dann leichter seinen Fausthieb oder Armhebel ansetzen.

Für den Nahkampf lässt es sich nicht sinnvoll einsetzen, außer ganz vielleicht als improvisierter Schild oder besser halt als Wurfgeschoss im Sinne von "schmutzigen Tricks", um den Gegner zu verwirren, gibt's die noch in DSA5?
Jedenfalls nicht als Waffenersatz, dazu fehlt der Hebel.

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Cherrie
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Cherrie » 05.05.2021 20:27

Ein BUCH ist für mich als Kampfwaffe völlig daneben.

*jetzt kommt lange Zeit nichts*

Da man mich sonst eh nur wieder löscht, folge jetzt noch ein paar Ausführungen, auch wenn diese irgendwie sinnfrei und selbsterklärend sein sollten:
- Ich würde einen Dolch JEDERZEIT einem Buch als Waffe vorziehen. Warum? Weil ein Dolch wesentlich (!) effektiver in einem Kampf ist. Können wir gerne mal im 1 vs. 1 austesten :) Von daher muss ein Buch deutlich (!) schlechtere Werte haben.
- Bitte probiere dies einmal selbst aus. Schnapp Dir ein schweres Buch und versuche damit jemanden der eine Waffe trägt anzugreifen. Jemand, der auch mit einem Angriff rechnet. Du wirst Dich wundern, wie schnell Du tot bist, vermutlich deutlich vor Deinem ersten Schlag.
- Du kannst ein Buch gerne für einen "Hinterhalt" benutzen, also es z.B. jemandem von hinten über den Kopf ziehen. Schön mit beiden Händen lange und hoch über´m eigenen Kopf ausholen und es dann mit einem Rums nach unten donnern. Dafür würde ich Dir Schaden zugestehen. Fertig.
- Bücher, je schwerer desto mehr, sind sowas von unhandlich! Du müsstest es außerdem immer geschlossen halten, sonst fleddert es ja auf und wird noch viel mieser zu bewegen.
- Versuch mal mit einem 10kg schweren Teil etwas zu blocken. Die Geschwindigkeit, mit der Du es bewegen wirst (im Vergleich zu Dolch, Schwert, Axt,...) ist dermaßen lahm, Du kommst niemals hinterher. Parade -10 und ich bin noch gnädig.

Kurzum: Wenn mal absolut nichts besseres greifbar ist, klar, soll sich Dein Held ein Buch schnappen und sein Glück versuchen. Aber am Ende bleibt es Slapstick. Niemals eine Waffe und dann noch NIE NIE NIEMALS eine Waffe, die auch nur ansatzweise einer echten Waffe das Wasser reichen kann. Sonst würden ja alle Ganoven in Gareth nachts mit einem dicken Buch herum laufen statt einem Messer...

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X76
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von X76 » 05.05.2021 22:54

Marty mcFly hat geschrieben:
05.05.2021 12:26
Der Schaden ist mMn. noch zu hoch. Mit einem Buch, das 1kg wiegt, haut jemand mit KK14 W3+4 Schaden raus.
Ich würde die L/S auf 13 erhöhen. Das harmonisiert mit der alles entscheidenden Vergleichswaffe "Waffenlos" (L/S 14) deutlich besser. Im Schnitt bringt das Buch verlässlicher Schaden (W3+2 statt W6), aber keinen wirklichen Vorteil da es unter hohen Abzügen leidet. Das man in der Not trotzdem zum Buch greift und nicht mit der Faust zuschlägt, liegt vor allem daran, dass man im Kampf gegen einen Bewaffneten nicht mehr unbewaffnet ist!

Schon ein einfaches Messer (W6+1, 0/-2, nicht improvi) ist dagegen das reinste Mordinstrument und so sollte es auch sein.

Danbu
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Danbu » 10.05.2021 13:51

Marty mcFly hat geschrieben:
05.05.2021 12:26
Soll das denn für eine offizielle Publikation werden? Oder für einen Scriptoriumsbeitrag?
Und woher hast du die Gewichtsangaben für Bücher? Kommt ein großes Buch wirklich auf 10kg oder mehr?
Die Gewichte habe ich berechnet. Es gibt in der kommenden Aventurischen Bibliothek ein Tabelle die das Gewicht von 200 Seiten verschiedener Papiere und Formate angibt. Die Quellen die ich ursprünglich für die Erstellung verwendet habe geben das Format und Seitenzahl jeweils an.
Hexen und Hexenmeister wiegt 9 Stein.
Wenn man alle 7 Bände der Encyklopedia Magica mit sich herum tragen wollte, wären das ca. 15 Stein.
Bei irgend einem Buch kam ich auf 30 Stein (mir ist grade entfallen, welches das war).

Bezüglich der von einem Diskussionsteilnehmer unterdrückten Emotionen: Das Ziel ist, dass das Buch als improvisierte Waffe nutzbar ist. Wenn ich mich hier in der Größenordnung vergreife liegt das daran, dass ich in Bücher verliebt bin. Da ich das weiß führe ich diese Diskussion. Eine gut funktionierende Community wird mir den Zahn schon ziehen und am Ende kommt was brauchbares raus.

Für einen Betäubungsschlag oder zur Verteidigung ist ein Buch sinnvoll, wenn nichts anderes greifbar. Und ein Buch in dem nach einer Parade ein Dolch steckt, kann durchaus ein erfolgreicher Kampf sein. Vielleicht sollte ich das als Paradevorteil gegen Dolche formulieren? Ist das plausibel?

Anbei ein stark reduzierter Vorschlag was die Balance im Vergleich mit echten Waffen angeht. Das war schon irgendwie ein guter Punkt.
Dateianhänge
buchkartenWaffe.png

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Marty mcFly
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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 10.05.2021 14:16

Die L+S Werte erscheinen mir noch nicht ganz stimmig. ZHH haben normalerweise L+S 13. Beim ZHH Buch würde ich jeweils 15 annehmen.
Beim Einhandbuch dagegen 16 (wenn man denn unbedingt ein Einhandbuch als "Waffe" braucht).
Denn ich denke noch immer, dass es auch mit einem leichten Buch (3kg sind immer noch viel) sehr schwierig ist, einhändig zu "kämpfen".
Ich weiß nicht, ob die Gewichtsangaben bei den anderen Waffen realistisch sind. Aber eine Orknase soll 1,75kg wiegen (erscheint mir gefühlt zu wenig, aber ich bin kein Experte). Ein 3kg Buch dürfte somit mit einer Hand kaum führbar sein. Das wird mit den -1/-3 noch nicht widergegeben.
Ich würde Bücher deswegen grundsätzlich als zweihändige "Waffen" sehen. Will man es dennoch einhändig führen (bei Nutzung von ZHH als Kampftechnik), nutzt man die dafür vorgesehenen Regeln (TP halbiert, PA nochmals -3).


Außerdem würde ich unbedingt von diesen Sonderregeln abraten! Oder war das eine Vorgabe der DSA Redax (könnte ich mir durchaus vorstellen :censored: )?
Anstatt dem Verteidiger einen Bonus zu geben, verringere den AT Modifikator weiter! Das ist weniger Verwaltungsaufwand.
Oder soll das ganze als Waffennachteil geführt werden?

Buch als Wurfwaffe: Ein 10+ Stein Buch wirfst du nicht. Zumindest nicht gezielt auf jemanden in einem Kampf. FK würde ich bei so einem Buch sagen: -15 oder noch schlechter! Wenn man es aber unbedingt werfen muss, braucht man keine 5 Aktionen zum Laden. 1 Aktion für ein kleines Buch, 2 oder 3 Aktionen für ein großes.

Ich würde sowieso davon absehen, drei verschiedene Größen auszuarbeiten. Besser: Buch (3-5 kg), Schweres Buch (5-10kg).

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Buch als improvisierte Waffe

Ungelesener Beitrag von Danbu » 15.05.2021 16:39

@Marty mcFly Danke für das nochmalige Feedback :-)

Ich hab deine Vorschläge größten Teils eingearbeitet. Ich denke auf diese Weise wird niemand auf die Idee kommen sich mit einem Buch zu bewaffnen, es jedoch in Erwägung ziehen, wenn er nichts anderes findet. Sollen ja improvisierte Waffen sein.

Was denk ihr über über den Unterschied bei den TP 5-9 Stein ? Ist das plausibel (ohne dass ich es begründe)...
Dateianhänge
Screenshot 2021-05-15_16-34-43-551.png

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Ungelesener Beitrag von Cherrie » 15.05.2021 19:33

Ich finde das so stimmig.
(Hätte mir zwar die ganze Arbeit nicht gemacht es in Regeln zu gießen, sondern bei Bedarf zu Handwedeln, aber hey :) )

Einzig der Paradebonus für den Verteidiger verstehe ich nun nicht ganz, warum er in 3 Kategorien gegliedert ist (+2/+3/+4), weil das nicht mehr zu den Gewichtsklassen darüber zu passen scheint. Ein alter Arbeitsstand vermutlich.

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 15.05.2021 22:23

hm, jetzt macht man mit einem normalen Schinken 2-4 Schaden (Durchschnitt 3) und mit einem großen Wälzer 0-5 (Durchschnitt 2,5). Da ist das kleinere Buch ja besser. Oder habe ich etwas übersehen?

Danbu
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Ungelesener Beitrag von Danbu » 17.05.2021 00:04

Marty mcFly hat geschrieben:
15.05.2021 22:23
hm, jetzt macht man mit einem normalen Schinken 2-4 Schaden (Durchschnitt 3) und mit einem großen Wälzer 0-5 (Durchschnitt 2,5). Da ist das kleinere Buch ja besser. Oder habe ich etwas übersehen?
Der Gedanke ist, dass ich ein fliegendes Buch nicht mehr steuern kann. Bei einem Schinken, kann ich schon noch die Kante drehen und auf eine empfindlichere Stelle treffen und dabei richtig durchziehen (beschleunigen). Aber es ist mehr Glückssache als bei einem Buch, dass jemanden durch die Flugrotation wahrscheinlich mit einer Kante trifft.
Die Möglichkeit die L+S zu senken und die TP mit 1W3 abzubilden fand ich der Strukturpunkte wegen zu stark.

Bezüglich +2/+3/+4 .... wurde korrigiert (hatte ich vergessen zu ändern als ich die Zeilen gelöscht hab)

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 17.05.2021 00:39

Danbu hat geschrieben:
17.05.2021 00:04
Der Gedanke ist, dass ich ein fliegendes Buch nicht mehr steuern kann. Bei einem Schinken, kann ich schon noch die Kante drehen und auf eine empfindlichere Stelle treffen und dabei richtig durchziehen (beschleunigen). Aber es ist mehr Glückssache als bei einem Buch, dass jemanden durch die Flugrotation wahrscheinlich mit einer Kante trifft.
Sprichst du jetzt vom Schaden der Bücher als Wurfwaffe? Ich meinte schon die Bücher im Nahkampf. Da ist das leichtere Buch jetzt deutlich überlegen, da es höheren Durchschnittsschaden und höheren Mindestschaden hat sowie bessere AT / PA Werte.
Nochmal zum Gewicht: Vielleicht besser -> normales Buch (3-4 Stein), schweres Buch (5-7 Stein). Noch schwerere Bücher sind nicht mehr als improvisierte Waffe nutzbar bzw. da müssten die Mali noch deutlicher ausfallen. Das sind jetzt aber nur Kleinigkeiten.

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