Nachteil - ILaris nicht für epische Kämpfe geeignet

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Thomgryn
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Nachteil - ILaris nicht für epische Kämpfe geeignet

Ungelesener Beitrag von Thomgryn » 17.02.2020 22:11

Hallihallo,

Wir spielen jetzt mittlerweile einige Abende Ilaris und sind aiuch sehr zufrieden mit dem System, aber nach dem letzten Spielabend (Humanoider Endgegner) habe ich gemerkt, das das "tödliche" und Effektive Kampfsystem nicht für epische Endkämpfe zumindest mit humanoiden Gegnern ausgelegt ist...

Endkampf der Anfänger Charaktere war gegen einen Magier mit seinen sechs Schergen...
Es begann mit einem Ignifaxius mit mächtiger Magie und noch durch eine Charaktereigenschaft ergänzt, Fazit waren 8 w 6 mit 32 Punkten schaden... das ergibt bei einem (unvorbereiteten) ungerüsteten Magier mit WS von 5 insgesamt mindesten 6 Wunden......., danach noch einmal angegriffen und das wars.... ich habe dann noch aus den Räubern Söldner gemacht um wenigstens eine kleine "Challenge" zu vermitteln.... aber ich war doch sehr ernüchtert.....

Also meinen "mehr-stagingen" Epischen Bossfight (inkl. Beschwörung etc) hatte ich mir anders vorgestellt.... insbesondere bei humanoiden Gegnern, die nicht mehr Wunden haben können ist das System zu tödlich.....

Was meint Ihr ?


M.

Thomgryn
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Nachteil - ILaris nicht für epische Kämpfe geeignet

Ungelesener Beitrag von Thomgryn » 17.02.2020 22:20

Ach so und die Zweihandwaffen sind meiner Meinung nach overpowered

Kronos
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Nachteil - ILaris nicht für epische Kämpfe geeignet

Ungelesener Beitrag von Kronos » 17.02.2020 23:27

Also das Ignifaxius Beispiel hat wenig mit Ilaris zu tun, auch in DSA hätte man den "epischen" Magier mit einem solchen Zauber schnell weggelasert.

Richtig ist lediglich das man den Igni, gerade als Kampfzauberer besser/öfter nutzen kann, war aber auch ziel der Regeln soweit mir bekannt istß. Kampf und Antimagie wurden aufgewertet.

Die Frage ist für mich, wie konnte der böse Magier so blöd sein seine Meat Shields nicht zwischen sich zu stellen und den Spielermagier gleich in Reichweite kommen zu lassen?

Klar ist wenn so ein starker Zauber erfolgt hat ist Feierabend, gilt auch für einen guten Pfeil oder einen Wuchtschlag bei so einem schwächlichen Magier, wenn der Magier als epischer Endgegner herhalten soll warum hatte er keinen Armatrutz am Start, warum keinen Gardianum? Und wenn es wirklich ein Gegner sein soll der viel aushält ist er eben eine schlechte Wahl. Ich glaube für einen epischen Kampf, ohne Details zum Ablauf zu kennen, so scheint mir der Magier entweder besonders unklug oder die Helden besonders schlau agiert zu haben, in beiden Fällen darf man sich nicht nicht wunderen wenn der Ignifaxius jemanden verbrennt.

Zweihandwaffen im Vergleich zu was? Tuzakmesser macht im schnitt 10 TP bei bessere Reichweite, ein Wolfsmesser 8 TP und eine Hand frei für Schild oder eine zweite Waffe, das ist ist recht gleich gut, dass jemand mit NUR einer Einhandwaffe gegen jemand mit einer Zweihandwaffe in der Regel im Nachteil ist, sollte für gutes Design sprechen, gegen Handgemenge umso mehr. Zudem muss man natürlich auch den Fluff bemühen, ein Zweihänder im Ballsaal ist ein NoGo, ein Degen vielleicht akzeptiert oder angemessen, ein Dolch kann auch verborgen werden.
In welchem Zusammenhang also overpowerd? Deine Meinung respektiere ich natürlich aber so kann hier niemand was damit anfangen.

Argilac
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Ungelesener Beitrag von Argilac » 18.02.2020 10:26

Thomgryn hat geschrieben:
17.02.2020 22:11
Es begann mit einem Ignifaxius mit mächtiger Magie
So etwas ist mir als SL auch schon im alten 4.1-System passiert. Wisse, daß Deine Spieler immer irgendeine Idee haben werden, auf die Du nicht vorbereitet bist! ;)
In diesem Falle hätte der "epische" Magier (also Du) ja wissen können, welcher Zauber da gerade vorbereitet wird, der Ignifaxius hat 1 Aktion Vorbereitungszeit. Das reicht für einen Fulminictus (zur Not mit verdoppelter Reichweite), der den SC-Magier nicht nur verwunden dürfte, sondern obendrein ihn aus der Konzentration bringen würde.

Wir haben gestern ein kleines Turnier gespielt. Die Einzelkämpfe waren am Ende abwechslungsreicher, als ich das erwartet hatte. Es geht also mit Ilaris. Auch episch. Überlege Dir beim nächsten Mal, was Deine Pappenheimer so in petto haben und bereite Dich darauf vor, sie zu zermalmen... oder sie zumindest ins Schwitzen zu bringen! :)

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Ungelesener Beitrag von Myratel » 18.02.2020 11:52

Das Problem ist sicher kein reines von Ilaris,
Ich hab mich darauf vorbereitet das der Spielermagier einen Feuerball sprechen wird, da wär genug Zeit gewesen das zu verhindern. Nur hatte ich vergessen das er auch einen Ring mit einer Ladung Feuerball hatte. Und just in dem Kampf greift er zum Ring. Und in einer Aktion konnte ich nix verhindern. Das war normales 4.1.

Was eventuell noch geht, wenn der Gegner sich vorbereiten konnte zu definieren, der hat jetzt einen Gardianum der ihn schützt.

Kämpfe mit einem Bossgegner sind für mich in DSA sehr schwierig, die werden nie spannend. Da müssen immer genug Gegner da sein, dass die Spieler die Qual der Wahl haben, was sie zuerst tun.

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Ungelesener Beitrag von Alrik Normalpaktierer » 18.02.2020 19:37

Thomgryn hat geschrieben:
17.02.2020 22:11

Also meinen "mehr-stagingen" Epischen Bossfight (inkl. Beschwörung etc) hatte ich mir anders vorgestellt.... insbesondere bei humanoiden Gegnern, die nicht mehr Wunden haben können ist das System zu tödlich.....
Die Regeln werden besser, wenn man sie auch anwendet ;-)
Ein Endgegner sollte in Ilaris eigentlich über Schicksalspunkte verfügen (S. 16). Dem hier beschriebenen Fall - ein nicht besonders mächtiger Antagonist, der aber der einzige echte Charakter unter den Gegnern und ansonsten nur von Schergen umgeben ist - würde ich die üblichen vier zugestehen. Mit "Nur ein Kratzer" (S. 15) werden aus den sechs Wunden drei - ein Einsatz, der sich auf jeden Fall lohnt. Damit ist der Erfolg der Gruppe nicht dahin, aber der Endgegner auch noch nicht ernsthaft eingeschränkt. Ob die Gruppe gleich in der nächsten Runde wieder so einen Hammer auspacken kann, oder dann nicht auch durch die Schergen beschäftigt sein wird, steht dahin.

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Curthan Mercatio
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Nachteil - ILaris nicht für epische Kämpfe geeignet

Ungelesener Beitrag von Curthan Mercatio » 23.02.2020 20:20

Ich denke gerade ein Magier ist besonders schlecht geeignet für einen langen Bosskampf. Einerseits haben sie viel Offensivpotential. In der Regel können sie einen normalen Humanoiden ohne besondere Abwehrfähigkeiten (Geisterpanzer, hohe MR, hohe Akrobatik, Gardianum) mit einem Schlag ausschalten.
Andererseits halten sie relativ wenig aus. Jeder erfahrene Held kann einen normalen Zauberer mit einem Schlag töten: Ein Hammerschlag/Todesstoß/Meisterschuss/Ignifaxius ist mehr als ausreichend. Dadurch sind Kämpfe zwischen Zauberern wie ein Westernduell - wer zuerst zieht und trifft, gewinnt.

Wenn du einen epischen Endkampf willst, solltest du einen Gegner wählen, der etwas mehr wegstecken kann. Dann hast du auch die Zeit, dass der Kampf mehrere Phasen durchläuft - auch wenn Ilaris-Kämpfe niemals sehr viele Runden umfassen. Ich habe hier einmal drei "mehrphasige" Endkämpfe zusammengefasst, die in ich für meine Runde vorbereitet habe. Zwei von denen haben wir auch gespielt. Trotzdem ist der Zustand ziemlich roh, eigentlich war das ja nur als Merkhilfe für mich gedacht.
  • Uragoth, der Nachtherrscher/der Purpurschatten: Ein dem Namenlosen verfallener Gryphone. Zu Beginn bereits ein recht respektabler Kämpfer und mit Liturgien des Namenlosen ausgestattet, ruft er zuerst die Heerscharen des Namenlosen herbei. Dann entzündet er seine Klinge in purpurnem Feuer. Und kurz vor dem Ableben lässt er sich von Maruk-Methai in Besitz nehmen und gerät so in eine ziemlich gefährliche Raserei (Zusätzliche Attacke IV bei AT 22und 4W6+10 TP).
  • Nathorond, der eiserne Bewahrer: Ein uraltes Elementarwesen, das die Inseln eines Archipels formte und über sie wacht. Wurde von den Helden nicht bekämpft. Seiner natur nach ist er zu Beginn des Kampfes nicht mobil und ziemlich langsam (niedrige Kampfwerte), richtet dafür aber sehr hohen Schaden an.
    Im Kampf lässt er Felsen von der Decke regnen, beschwört Erzgolems und kämpft sich nach einigen Wunden doch hoch, um den Helden mit seinem Hammer einzuheizen (mit 3W20+20 Trefferpunkten sollte man eher nicht getroffen werden).
  • Nekatheth, ein mächtiger Zwietrachtdämon: Eine Person war von einem Zwietrachtsdämon besessen, der sich gegen die Austreibung wehrte und sich mehr und mehr aus seinem sterblichen Wirt "schält". Das war relativ gruselig und kam bei den Spielern gut an. Zuerst kämpft er noch mit den übernatürlichen Fäusten des Wirts, dann brechen Krallen aus den Händen hervor. Später reißt der Dämon dem Opfer die Wirbelsäule heraus, um sie als Waffe zu verwenden und der Kopf wandelt sich zu einem dämonischen Maul. Spoiler Altert: Der Wirt hat es nicht überlebt.
In jedem Fall muss ein "Boss" genug einstecken können, sodass der Kampf einige Zeit geht. Und (zumindest für mich) muss es eine einigermaßen plausible Erklärung geben, warum er während des Kampfes stärker wird.
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