Gedicht: Ein Thorwaler im Spukforst (Rohfassung)

Basteln, malen, zeichnen, Helden erschaffen: Lass uns an deinen musischen Werken teilhaben!
Antworten
Pietroschek
Posts in diesem Topic: 2

Gedicht: Ein Thorwaler im Spukforst (Rohfassung)

Ungelesener Beitrag von Pietroschek » 22.11.2017 11:25

Inspiriert durch: Autorin Heidi Schmitt-Lermann's DER GEISTERWALD

Das Schwarze Auge, Region Thorwal und Thorwaler als Charakterklasse und Wikinger-Abkupferung sind Eingetragenes Warenzeichen bei Ulisses Spiele und urheberrechtlich geschützes Zeug.


Ein Thorwaler im Spukforst
© Andrè M. Pietroschek, alle Rechte vorbehalten

Sein treues Weib konnte ihn da nicht begleiten,
denn Sie hatte zu schützen ihr Herd und Heim.
Doch der drohenden Sage vom blutigen Spukforst,
der geht kein echter Swafnirson auf den Leim!

Mit Streitaxt und Schild bewaffnet marsch.
Dem Grauen mutig entgegen in jener Nacht.
Denn kein Spuk der in seiner Heimat wandelt
hat je mehr Leute als die Angst umgebracht.

Ein Nebel steigt herauf, Drachenodem gleich.
Hirngespinste hüten da wohl Ihr kleines Reich.
Doch waghalsig stapft der Nordmann vorwärts,
denn ein Werwolf lockt zum blutigen Reigen.

Ob er da Räuber oder gar pelziger Mond-Skalde,
es werde sich im aufrechten Zweikampf zeigen.
Die Geisterfee blickt ungläubig aufs Treiben,
zwei Narren, die sich fröhlich hier entleiben.

Der Nordmann hat fürwahr die Bestie bezwungen,
knapper Sieg und mit um Luft ringenden Lungen.
Die Geisterfee eilt herbei, der Neugier Kind
"Hab Anstand, Spuk, ich raste im eisigen Wind."

Den Todeskuss, den hält die Fee für Rahja's Spiel,
doch Nordmann hat wahrlich nicht den Tod als Ziel.
Verbannt wird jenes Weib mit Ihren dunklen Launen,
durch Pulvergemisch aus Salz und Sud der Alraunen!

Die Hexe blickt verschmitzt, einst war sie selber jung.
Des Nordmann's Seele und wie sie den Tod im Eis bezwung.
"Verschone ich Dein Leben, so gib mir Dein Ehrenwort,
nur zur Jagd und zum Überleben kehr zurück an diesen Ort."

Der Sohn Thorwal's dreht sich heimwärts, ein Ehrenmann.
Die Hexe blickt ihm lange nach, entschwindet aber dann.
Daheim ward sein tapfres Weib auf einsamer Wacht beäugt.
In dieser Nacht, geliebtes Kind, haben wir Dich gezeugt.

:phex:
Zuletzt geändert von Pietroschek am 22.11.2017 11:34, insgesamt 2-mal geändert.

Pietroschek
Posts in diesem Topic: 2

Gedicht: Ein Thorwaler im Spukforst (Rohfassung)

Ungelesener Beitrag von Pietroschek » 22.11.2017 11:29

Erste Person & Dritte Person in einer Dichtung... grober Fehler...

Antworten