Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

Eröffne ein Geschäft oder eine Schenke als Treffpunkt abenteuergeplagter Helden.
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Horasischer Vagant
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Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 27.01.2020 08:25

Lyssandra schmunzelte als Dwartoscha meinte, dass das Bier schon wer trinken würde.
Im Zweifel wohl Dwartoscha selbst!
Besuche mit Deinem Helden das Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

DriveZ
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Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

Ungelesener Beitrag von DriveZ » 27.01.2020 21:18

Als Sandro fertig ist mit dem Dokument, streut er noch ein weiteres mal Löschsand darüber, um sämtliche überflüssige Tinte aufzunehmen.
Nachdem auch das erledigt ist, reicht er das Dokument zu Herr Tinker und schiebt auch das Tintenfass mit der Feder zu ihm. Die Schrift war gestochen scharf und sehr sauber, wenn auch nicht mit Kaligraphie verziert. "Oben habe ich Platz für euren Namen gelassen und am Ende auf der leeren Linie müsst ihr unterschreiben aber ich nehme an das kennt ihr wohl."

Dann nimmt er einen Schluck von dem Bier und nahm seine Harfe wieder zur Hand.
"Eine Geschichte also? - Gut unser junger Mörder war also auf der Flucht. In den größten Teilen hätte man ihn als das erkannt, was er war und so tat er das einzige, was ihm einfiel und setzte in das Elendsvirtel der Stadt über. Hier war es den Leuten egal, wer oder was man war und Wachen setzten auch nur selten einen Fuß in diesen Teil. Doch unser junger Freund war lediglich den Palast seiner Herrin und die besseren Teile der Stadt gewohnt. Es dauerte keine zwei Tage und von seiner Kleidung waren bestenfalls noch Fetzen über. Von anderer Habe ganz zu schweigen. Weitere Tage später und er lag mit Fieber in einer kleinen Nische zwischen zwei alten Häusern auf einem Platz, wo man eine alte Gestalt mit dem Namen "ehrwürdiges Mütterchen" verehrte. Dort fand ihn eine junge Frau. Sie erkannte was das waidwunde Etwas dort auf dem Boden war. Schließlich trug er noch immer das Zeichen seiner Herrin. Doch schleppte sie ihn nicht zurück zu den Stadtwachen, um ein Kopfgeld einzustreichen."
Bis hier her war Sandros Musik von Hoffnungslosigkeit geprägt, wirkte düster und verwirrend. Doch nun wandelt sie sich in eine ruhigere Spielart, wirkt kräftiger, erweckt eine Aufbruchsstimmung.

"Sie pflegte ihn, päppelte ihn auf. Für einen kurzen Moment wurde sogar ein wenig mehr aus ihnen. Doch sie bestand darauf, dass er aus der Stadt fliehen sollte. Die Gefahr wäre zu groß, dass ihn doch jemand erkennen würde und so stellte sie ihm einen Freund vor. Eine Nacht nachdem dieser Freund angekommen war, zog es unseren ehemaligen Sklaven dann in die Wälder mit diesem Freund. Einige Tagesreisen später, stand er in einem kleinen Dorf mitten in den Wäldern eines Gebirges.
Man hieß ihn willkommen, er bekam sogar ein eigenes Bett in einer der Hütten. Scheinbar war man darauf vorbereitet Gäst aufzunehmen.
Bald schon war er ein Teil der Dorfgemeinschaft. Vor allen Dingen half er ihnen, indem er Bögen erschuf und auch Pfeile bastelte er. Das Dorf hatte einen bemerkenswerten Verbrauch an beidem."

An dieser Stelle wird die Musik wieder unruhiger. Gewann an fahrt und klingt bis weilen fast ein wenig bedrohlich.

"Irgendwann begleitete er einen der großen Jagdausflüge. Doch dieses mal trug die Beute keine Pelze, sondern Leder und auch Metallpanzer. Die Jagdgruppe hatte eine Karawane aufgespürt. Eine mit normaler aber auch menschlicher Fracht. Aufgrund der guten Verstecke im Wald hatten die Wachen keine große Chance. Die Pfeile flogen und dort wo sie einschlugen starben bewaffnete Männer.
Die Sklaven der Leute wurden befreit, die Herren gebranntmarkt. Jene Sklaven, die sich ihnen anschließen wollten durften dies tun. Die anderen bekamen Essen und Trinken. Ihnen wurde der Weg zum nächsten Dorf gewiesen. Dann nahmen sich die Leute so viel Vorräte wie sie tragen konnten. Der Rest wurde verbrannt. Die ehemaligen Herren bekamen nichts und wurden zurückgelassen.

In der folgenden Zeit, nahm unser Ritter der Rechtlosen, den als solcher versuchte er sich in der Zeit zu fühlen, noch einige male teil. Doch irgendwann wurde er unruhig. Dieses viele Töten behagte ihm nicht und außerdem musste die Welt doch so viel mehr zu bieten haben.
So kehrte er irgendwann dem Dorf den Rücken zu und begann ein neues drittes Leben. Dieses mal sollte es friedlicher sein und den Leuten Freude bringen, nicht Angst und Tod."

Jetzt wird die Musik fröhlich und ein wenig leichtfüßig, so als ob er einen schönen Frühlingstag beschreiben würde.

"So wurde er zum Spielmann. Eine ganze Weile reiste er durch die Lande und lernte die Welt und auch die Götter kennen. Besser kennen sollte man wohl sagen. Er erlebte Abenteuer, gar nicht wenige. Irgendwann traf er ein junges Mädchen und beschloss ihr die Gelegenheit zu bieten ein glücklicheres Leben zu führen noch ein wenig Kindheit zu haben. Auf dem Weg in ein schöneres Gebiet, trafen die beiden dann auf eine Geweihte der jungen Göttin. Sie erzählte wunderbare Geschichten und unser Spielmann überlegte sich, dass es wohl an der Zeit war, das Leben ein weiteres mal zu überdenken. Mit der Adoption seiner Tochter hatte sich ohnehin viel verändert. Es hatte sozusagen neu begonnen. Er sah zurück und stellte fest, wie oft die Göttin der Eidechsen ihm einen Neuanfang geschenkt hatte. Dieses mal so beschloss er, würde er den neuen Abschnitt in ihrem Zeichen beginnen."
Damit nahm er die Finger von der Harfe und wartete die Reaktionen der Leute ab.
Man weiß nie, vor welchem größeren Unglück einen das Pech bewahrt hat.

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Farmelon
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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 27.01.2020 22:42

Sein Bier nimmt er dankend an und stößt an, auf Tutus freiheit. Als der Geweihte dann offenbart was er ist zieht Gordovan eine Augenbraue hoch. Aber seine Musnwinkel zucken dabei.

Als der Geweihte dann den Segen spricht trinkt er von dem Bier, zeichnet mit der anderen Hand einen Fuchskopf in die Luft und bleibt ansonsten andächtig ruhig. Und richtet dabei in Gedanken stumm die passenden Gebete an Phex, macht nur ein, zwei sehr unauffällige Gesten dabei und sein Lächeln wird eine Spur breiter, als er spürt wie das Karma Gestalt annimmt und er im Stillen, Geheimen ein wenig Anteil daran nimmt diesen Segen zu unterstützen wie er es gelernt hat.
Falls der Geweihte spürt das es hier einen Mitbeter gibt, welcher mehr Einfluss darauf hat als ein gewöhnlicher Gläubiger, so bemüht Gordovan sich unbeteiligt daran zu wirken. Egal ob der Geweihte es merkt oder nicht.

Als es dann an die weitere Geschichte geht, Sandro erzählt was gewesen ist seufzt er doch wieder etwas betrübt, nimmt noch einen großen Schluck von dem guten Bier. Damit sein Pegel auch ja nicht zu sehr sinkt. Zumindest kann er inzwischen wieder besser damit umgehen. "Geschichten, wie sie das Leben schreibt. Gut und Böse, Held oder Schurke hängt sehr oft nur von der Perspektive ab. Ich werde Euch nicht verurteilen, das wäre nicht angemessen. Aber es freut mich das Ihr Euer Leben ändern konntet und so mehr Frieden gefunden habt. Auch mit Euch selber.""

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Sanja
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Ungelesener Beitrag von Sanja » 28.01.2020 07:23

Die ganze Situation ist für Tutu völlig überwältigend. Wie hätte sie darauf vorbereitet sein können.
So ist es letztendlich die Geschichte des Tsa geweihten Musikers die sie langsam wieder zur Ruhe kommen lässt. Inzwischen hat sie sich auch wieder hin gesetzt und lauscht der Geschichte. Dabei wird ihr langsam aber sicher etwas klar. Sie selbst kann sich nun entscheiden was sie aus ihrem Leben machen möchte.
Bisher war für sie immer klar, dass sie ihr Leben lang als Sklavin ihren Herrn Dienen würde bis sie irgendwann zu alt dafür gewesen wäre und vielleicht das Glück gehabt hätte von einem großzügigen Herrn ein Gnadenbrot zu bekommen.
Doch nun liegt ihre Zukunft in ihren eigenen Händen. Wie Herr Sandro kann sie sich entscheiden was sie tut. Weiter dienen, ein Handwerk erlernen oder sogar eine Geweihte werden. Ihr Blick geht zu Injo hinüber. Ihr Herr ist Forscher und Mechanikus. Vielleicht würde sie ihn bitten ihr sein Handwerk bei zu bringen?
Ja, das könnte ihr gefallen. auch wenn ihre Lebensspanne wohl nicht ausreichen würde um alles zu erlernen was dieser seltsame, freundliche Herr weiß.
Zufrieden lächelt sie.
Dass neben dem Tsa Geweihten auch ein Phexischer Geweihter seinen Segen auf sie gesprochen hat bemerkt das Mädchen überhaupt nicht.

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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 28.01.2020 09:45

Dwartoscha war nachdenklich über Sandros Erzählung. Man merkte, dass etwas in ihr arbeitete. "Das mit der Musik habt Ihr wirklich gut gemacht. Es ist eine wahre Freude die Klänge zu hören. Und Euch eines Mädchens anzunehmen das keine Familie hat ebenso. Aber sagt mal, woher wisst Ihr wann es Zeit ist für eine Veränderung? Habt Ihr auch manchmal auch den Wunsch nach Beständigkeit, Euer Gnaden?"
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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 28.01.2020 13:02

Lifthrasil lächelt grimmig. "Die ehemaligen Herren selbst zu brandmarken und sie den Sklavenstand selbst mal spüren zu lassen gefällt mir. Das ist besser, als sie umzubringen. Vielleicht lernt der ein oder andere was daraus. So weise war ich in meiner Jugend nicht..."

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Horasischer Vagant
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 29.01.2020 08:52

Auch ich schulde Euch noch das versprochene Abenteuer! sagt Lyssandra und beginnt nach einer kurzen Pause zu erzählen:

Es ist nun mittlerweile bereits ein paar Jahre her, dass der Perainegeweihte Parainor in den Archiven Zorgans einen potentiellen Heiligen der Perainekirche, der rund 500 BF, in der Gegend von Teriliabad geboren wurde und wundersame Heilungen im Gebiet rund um Khunchom wirkte, entdeckte. Er bat meine Gefährten und mich ihn auf seinen Erkundungen zu begleiten und im Falle einer Heiligsprechung würde es der Stadt sicher gut tun einen lokalen Heiligen der gütigen Göttin sein Eigen zu nennen.

In Yasair, Chefe und Challef ließen sich tatsächlich Hinweise zum Leben Sherazuls finden. Mit seiner spiegelnden Zaubermaske und seinem Stab mit zwei Schlangen soll er ganze Landstriche rund um Temphis von krankheitsbringenden Seuchen geheilt haben.

In der besagten Stadt Temphis fanden wir dann das vermutete Haus Sherazuls und einige Meilen außerhalb das Grabmal des Heilers. Mittlerweile hatten wir jedoch bereits Bedenken was die Redlichkeit des potentiellen Heiligen anging.

Darin fanden wir zunächst Steintafeln auf denen die Meilensteine Sherazuls, die in Form von Bildern dargestellt waren. Durch einen Geheimgang gelang es uns ins Innere der Anlage vorzudringen wo wir eine Statue entdeckten, die eine silberne Maske trug und den besagten Schlangenstab in der Hand hielt. Da die Tunika als Beschwörungskleidung ausgemacht wurde – war uns klar was wirklich hinter Sherazul stcckte. Mit der Hilfe Mishkharas machte er die Menschen krank und schickte Seuchen auf die Welt, die er dann heldenhaft heilte und so seinen Ruhm und sein Vermögen mehrte.

Über ein mit Fallen und allerhand Gefahren gespicktes Labyrinth kamen wir zum Sarkophag Sherazuls, den wir öffneten. Darin fanden wir die echte silberne Maske, seinen Zauberstab mit zwei gewundenen Schlangen und einen Oktavband aus Menschenhaut in dem er seinen schändlichen Lebensweg selbst beschrieb und allerlei unheiliges Wissen über alchimistische Rezepte und Wissen auf dem Gebiet der Heilkunde niederschrieb. All diese Gegenstände übergaben wir später dem Sidi-Eslamin-Tempel hier in Zorgan.

Zuvor mussten wir uns aber noch einem Kampf mit einem Diener Mishkharas stellen – denn im Sarkophag waren nicht nur die angesprochenen Gegenstände sondern auch tausende lebendiger Schaben, die sich zu einem ogergroßen Golem zusammen fügten.
Nachdem wir diesen besiegt hatten ließen wir die Grabanlage von den Geweihten der Peraine versiegeln.

Achja, und mein Kompagnon Geomir konnte seiner Goldgier nicht widerstehen und nahm Schmuck von Sherazuls Frauen mit, die in einer Kammer ebenfalls bestattet wurden…aber das ist eine andere Geschichte!
schließt die Hausherrin die Erzählung.
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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 29.01.2020 11:48

"Lass mich raten, er oder die Personen denen er den Schmuck verkaufte wurden krank?" fragt Lifthrasil.

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 29.01.2020 16:14

Das wird vielleicht der Inhalt der nächsten Erzählung! lächelt Lyssandra.
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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 29.01.2020 23:17

"So etwas kommt leider immer wieder vor." <Ob er nun den potentiellen heiligen meint, oder seuchenbringenden Schmuck, das lässt er dabei offen.
Lieber trinkt er noch einen Schluck von den gutem Bier.

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 30.01.2020 07:25

Schuldet uns noch jemand eine Geschichte? Schaut Lyssandra in die Runde.
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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 30.01.2020 08:10

"Ich habe noch keine Geschichte heute erzählt." meint Dwartoscha. "Leider gibt es über mich selbst nur wenig zu erzählen. Eigentlich nur eine Geschichte die für euch interessant sein könnte. Ich kenne aber noch viele andere Geschichten aus der Vergangenheit meines Volkes."
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 30.01.2020 08:37

Erzählt uns doch bitte die Geschichte, die für uns interessant sein könnnte!
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 30.01.2020 09:56

Mhanach hatte der weiteren Diskussion um Tutu still gelauscht und auch die anderen Geschichten ruhig genossen. Als die Rede auf das Humusartefakt kam, schien es als wollte er kurz etwas einwerfen, hält sich aber auch da erstmal zurück. Als jetzt die Frage im Raum steht, muss er sich aber doch zu Wort melden.
"Ich glaube, ich fehle noch. Ich würde aber zum Abschluss keine große Heldengeschichte erzählen, vielleicht eher eine etwas lockere Anekdote." Er niimmt noch einen Schluck von dem Wein, ehe er mit seiner Geschichte beginnt.
"Es ist schon eine Weile her, da erlebte ich den Niedergang eines Meteors in der Nähe von Enqui. Da ich zu diesem Zeitpunkt aber andere, dringlichere Verpflichtungen hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als mir den Ort so gut es ging zu merken und später wiederzukommen. Als ich dies endlich einrichten konnte, musste ich leider feststellen, dass noch andere aufmerksam geworden sind. Zeitgleich mit mir erreichte eine Kollega den Ort des Aufschlags und es kam zu einem Disput, wem denn der Fund zustehen würde. Da sie keinen Kompromiss eingehen wollte, maßen wir uns in den arkanen Künsten. dies ging eine ganz Weile, wir waren beide mittlerweile an den Grenzen unserer Kräfte angekommen, da versuchte ich mit einer kleinen Flammenlanze zumindest ihre Robe zu erwischen und damit einen Treffer zu erringen.

Was dann geschah war interessant. Ich nehme an, es lag an den freigesetzten Energien in Verbindung mit den nahen magischen Metallen des Meteors, jedoch kam es zu elementaren Disruptionen und statt Flammen stand plötzlich Wasser in der Luft, welches sich spontan abregnete und den Boden in ein einziges Schlammfeld verwandelte. Jetzt bar jeglicher arkaner Kräfte hätte man sich ja doch einigen können, nur ging es dann in den Nahkampf über, bei dem ich sie am Ende doch zu Boden bringen konnte und sie einer Teilung des Fundes letztendlich doch noch zustimmte.
Wir sind dann auch noch eine Weile zusammen gereist, ehe wir wieder Zivilisation erreichten, aber seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen."


Nach der Geschichte wendet er sich noch einmal an die Gastgeberin. "Aber über diese Akademie sollten wir uns vielleicht nochmal in Ruhe unterhalten. Ich wusste noch gar nicht, dass es hier eine Neugründung gab, die sich noch dazu mit elementar-magischen Themen beschäftigt. Auch wenn ich im Bereich Humus noch nicht so bewandert bin wie bei anderen Elementen."
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 30.01.2020 10:51

Ja, die Akademie nennt sich Aranische Zauberschule zu Teriliabad und wurde erst vor kurzem gegründet. Die Hauptelemente, wenn man das so sagen kann mit denen sich die Zauberschule becshäftig sind Wasser und Luft. Für uns schien es am besten das Humusauge in einer Akademie aufzubewahren zumal diese Elementarismus als Hauptmerkmal hat.
Soweit ich weiß ist die Zauberschule immer an Lehrern aber auch Gastlehrern interessiert. Was haltet Ihr davon einmal dort vorzusprechen?
sagt Lyssandra.
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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 31.01.2020 00:00

"Dann erzähl doch die eine Geschichte." bittet Lifthrasil Dwartoscha.

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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 31.01.2020 11:08

Freundlich nickt Mhanach zu Lyssandras Antwort. "Das klingt doch interessant, dann denke ich ist dies mein nächstes Ziel. Ihr könnt mir doch auch sicher sagen, wer Spektabilität der Akademie ist. Und ich nehme an, sie gehört der großen grauen Gilde an?" Aber dann blickt er zu der Zwergin, da ihre Geschichte ja noch aussteht.
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 31.01.2020 11:25

Aber natürlich: die Leiterin der Zauberschule nennt sich Zahrabeth saba Shulinaisala al´Sarjaban alearif. Und die Einrichtung gehört der grauen Gilde an. Wenn Ihr möchtet kann ich Euch ein Empfehlungsschreiben verfassen? bietet Lyssandra an.
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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 31.01.2020 11:37

"Danke für das Angebot, aber ich denke, dass ich ihre Spektabilität mit meinem Wissen und Befähigung ausreichend überzeugen kann, wenn sich diese Frage stellen sollte." Die Antwort ist deutlich freundlich, obschon er einen Hauch von Arroganz im Tonfall nicht ganz unterdrücken kann.
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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 31.01.2020 11:44

Diese Antwortwollte ich hören! schmunzelt Lyssandra in sich hinein.
Das denke ich auch werter Magus!
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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 31.01.2020 13:24

Gordovan hört der Geschichte des anderen Magus interessiert zu, lacht schließlich sogar herzlich auf als sich offenbart wie das alles geendet hat. "Das ist eine Geschichte, die Ihr sicher noch Euren Enkeln erzählen könnt. Wunderbar."

Bei dem weiteren hält er sich erst einmal raus, aber irgendwie zucken seine Mundwinkel doch etwas verräterisch, etwas schelmisch dabei. "Das wär es jetzt noch. Wir treiben die Spektabilität und den restlichen Lehrkörper in den Wahnsinn bis die alle freiwillig die Flucht ergreifen." Geht ihm dabei durch den Kopf. "Wo wir wieder bei diesem Humusauge angekommen sind, ist es frei zugänglich oder müsste man vorsprechen um es begutachten zu dürfen?" Erkundigt er sich dann aber doch noch.

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 31.01.2020 14:43

Ihr müsstet vorsprechen werter Gordovan – das Humusauge ist nicht frei zugänglich! antwortet Lyssandra an Gordovan gewandt.
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Ungelesener Beitrag von Sanja » 31.01.2020 15:00

Die Vorstellung wie zwei Magier sich im Schlamm wälzen und raufen entlockt Tutu ein leises Kichern. Eine wirklich schöne Geschichte.

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 31.01.2020 15:20

Wenn Ihr allerdings schon in Teriliabad seid solltet Ihr Euch auch in den Efferd-Tempel begeben - dort könnt Ihr Euch den „Dreizack des Wächters“ ansehen. Dieser Dreizack hat vor einigen Jahren das Schicksal des Heptarchen Darion Paligan besiegelt! Diese Waffe ist im Tempel öffentlich ausgestellt! berichtet die Beyrouna stolz.
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Ungelesener Beitrag von Farmelon » 31.01.2020 21:13

Gordovan nickt sachte, trinkt noch einen Schluck von dem guten Bier und schmunzelt dabei ein wenig. "Danke sehr Beyrouna, aber der Dreizack klingt ebenfalls interessant. Vielleicht statte ich der Akademie doch einmal einen Besuch ab und lasse es auf einen Versuch ankommen."

Bei Tutus leisem Kichern wandert Gordovans Blick zu dieser und ein wenig grinst er dabei schon. "gestern habe ich mich bei den Stallungen noch mit einem Thorwaler freundschaftlich ein wenig geprügelt. So etwas kann richtig Spaß machen. Und den Kopf frei." Verrät er der nun freien Ex-Sklavin.

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Lifthrasil
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Ungelesener Beitrag von Lifthrasil » 31.01.2020 22:53

"Ein Magier, der physische Auseinandersetzungen mag und zudem noch mit einem meiner Landsleute? Du bist ungewöhnlich, Gordovan." stellt Lifthrasil fest.

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Sanja
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Ungelesener Beitrag von Sanja » 01.02.2020 09:05

"Ich habe mich noch nie geprügelt." Meint Tutu leise und klingt dabei durchaus verwundert. Dass sich gegenseitig weh tun Spaß machen kann, kann sie sich irgendwie überhaupt nicht vorstellen. Ein paar mal wurde sie verprügelt in ihrem Leben und das hat alles andere als Spaß gemacht.
"Vieleicht ist es lustiger, wenn man sich wehren kann."

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Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 01.02.2020 10:22

Ich habe mich den Göttern sei Dank auch noch nie geprügelt! lacht Lyssandra.
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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 01.02.2020 11:28

Dwartoscha nahm noch einen Schluck Bier. "Gerauft zum üben, oder aus Spaß habe ich mehr als einmal. Um Leben und Tod gekämpft aber nur einmal.

Es war am letzten Tag von Lorgolosch, das Jahrtausende lang Heimat der Brillantzwerge gewesen war. Der Schatten Borbarads war über das Land gefallen, und seine Schergen steckten ihre Klauen auch nach den Reichtümern unseres Bergkönigreiches aus. Ich war damals noch zu jung, um die Zöpfe zu flechten, es war vor meiner Feuertaufe."


Sie hatte ihre Harfe ausgepackt, und begann ihre Erzählung mit bedrohlichen Klängen zu untermalen.

"Die Täler hatten wir rasch preisgegeben. Aber in den Tunneln erwartete sie ein bitterer Kampf. Gärten und Wohnhöhlen wurden zu Schlachtfeldern. Unsere Äxte, unsere Fallen, unsere Geschütze verlangten ihnen einen hohen Blutzoll ab. Doch ihre Gier war groß, und wo einer fiel, füllten zwei andere seine Lücke. Wir sind zäh, wir Angroschim haben schon immer gewusst, uns zu verteidigen. Es wurde eine langwierige Belagerung daraus. Für jeden Toten von uns mussten sie im Dutzend bezahlen, aber sie blieben hartnäckig, und sie setzten Drachenkraft und Dämonen ein. Die Dinge sahen mit jedem Tag und jeder Woche schlechter aus. Es gab Fluchttunnel, aber zu wenige dass unser ganzes Volk hätte entkommen können. Und außerdem hätten sie uns nicht in Sicherheit geführt, denn das ganze Land ringsum war schon unter die Dämonenkrone gefallen. Wir hätten lediglich den Schutz unserer Festungen aufgegeben. Also harrten wir aus, und kämpften weiter. Meine Mutter... sie fiel gegen eines der Geschöpfe, die nicht in diese Welt gehören.

Die Harfentöne verlangen traurig, sie nahm noch einen großen Schluck. Ein Blick zum Diener reichte dass er verstand.

Dann spielte sie eine Melodie, die wieder etwas Mut machte. "Doch wir waren nicht ganz ohne Hilfe. Einer jener Zwerge, die sich der Magie verschrieben hatten kam. Der mächtigste Große gar, Xenos von den Flammen. Mit Hilfe einiger Großlinge hatte er sich in die bedrängten Hallen Schatodors durchgeschlagen. Er hatte einen Pakt mit einem mächtigen Elementarwesen geschlossen das versprach, uns alle in Sicherheit zu bringen."

Erneut wurde die Melodie dramatischer. "Gerade als der Befehl kam, dass sich das ganze Volk im Allerheiligsten einfinden sollte, gelang allerdings dem Feind ein Durchbruch. Die Höhlen unserer Sippe wurden überrannt, plötzlich waren die Feinde überall, es herrschte heilloses Chaos. Mein Vater lief zu mir und drückte mir einen Drachentöter in die Hand. 'Nimm deine Brüder und bringt euch in Sicherheit. Wir werden den Rückzug decken, schaut nicht zurück!' sagte er. Ich war noch ein Kind, aber ich war die Älteste von uns. Ich wusste nicht, ob ich Väterchen je wiedersehen würde. Aber ich kannte die Regeln des Überlebens, die unser Volk seit undenklichen Zeiten bestimmten. Also nickte ich, schnappte mir Dworgasch und Dwurgasch, Dwelgor und Dwelgram. Die größeren nahmen die Kleinen an die Hand, und wir liefen.

Dennoch folgten uns zwei der Söldner. Unsere Sippe war auf einen möglichen Rückzug vorbereitet. Wir hatten Geröllfallen vorbereitet. Es brauchte nur einen kleinen Schubs. Einen von ihnen erwischte es, ich weiß nicht wie sehr. Aber der andere folgte uns unerbittlich. Ihm davon laufen war nicht möglich, Dwelgor und Dwelgram waren noch so klein. Die beiden Zwillinge schlugen vor, gemeinsam gegen ihn zu kämpfen. Aber ich ließ sie bei Angroschs Feuerschlunden schwören sich zu verstecken. Sollte ich nicht zurück kommen, sollten sie ihre Brüder ins Heiligtum bringen."


Das Spiel der Musik wurde nun schneller, aggressiver.

"Ich nahm den Drachentöter fest in die Hand. Unser Verfolger hatte uns kurz aus den Augen verloren, aber wir hörten sein Lachen und Rufen. Lange hätten wir ihn nicht abgeschüttelt. Ich warf einen Stein, und er ließ sich davon narren. Ich konnte ihn in einen besonders schmalen Tunnel locken. Dort stellte ich mich ihm. Doch er war ein erfahrener Kämpfer, und ich kam nur schwer gegen ihn an. Ich versuchte, seine Füße zu erwischen, unter seinem Schild hindurch. Damit hatte er wohl gerechnet. Er ließ seine Waffe fallen, packte meinen Waffenarm, und zog mich an sich heran, während der den Schild beiseite nahm. Dicht an dicht standen wir nun, ich konnte seinen Gestank riechen. Waffen konnten wir nicht mehr einsetzen, aber er donnerte mir den Schild gegen den Kopf, dass mir die Sterne vor Augen tanzten. Meine Axt kriegte ich nicht frei, so sehr ich es versuchte, und ich nahm einen weiteren Treffer. Da fiel mir nur noch eines ein: Ich warf mich plötzlich mit aller Kraft nach vorne - das hatte er nicht erwartet! Wäre er normal groß, wäre er wohl gestürzt. So verkeilte er sich mit seinem langen Leib zwischen Decke und Boden. Trotzdem drosch er weiter mit dem Schild auf meinen Kopf ein. Mir wurde schwarz vor Augen... aber ich musste meine Brüder beschützen! Ich drückte nochmals nach vorne. Er hatte keinen festen Stand mehr um gegen zu halten. Ich hörte ein hässliches Knacken. Dann ließ er los, beide Arme hingen jetzt schlaff herab. Ich trat einen Schritt zurück, mein Schädel fühlte sich an wie ein Amboss nach einem langen Tag an der Schmiede. Dann... sah ich in seine Augen. Diese Mischung aus Hass und Entsetzen! "... holte ich aus, und beendete es."

Die Musik erstarb, sie leerte den neuen Bierkrug zur Hälfte auf einmal.

"Als ich zu meinem Brüdern zurück kehrte, tanzten sie um mich herum, klopften mir auf die Schulter. Aber ihre Stimmen klangen weit weg, und es wurde immer dunkler um mich herum". Dass ihre Brüder bis heute Stein und Bein schworen, sie hätte ihnen vor die Füße gekotzt, erwähnte sie mal nicht.

"An das was danach kam, erinnere ich mich nicht mehr genau. Dworgasch und Dwurgasch haben mich offenbar gestützt, und nun die Führung übernommen.

Ich wurde irgendwann wieder wach. Der Elementargeist hatte Wort gehalten, und unser Volk an einen sicheren Ort weit weg gebracht. Unsere Heimat, unsere Ahnenhallen und unsere Schätze hatten wir zurücklassen müssen. Aber Ingerimm selbst nahm sie wieder zu sich zurück, füllte die Kammern und Gänge Lorgoloschs mit Feuer und flüssigem Stein. Der Feind fand keine Beute, und fiele von ihnen fielen noch dem göttlichen Zorn zum Opfer. Und die Geschichte der Brillantzwerge, sie ist nicht vorüber.

Viele hatten es nicht geschafft. Aber mein Vater war da. Er reichte mir ein Bier und sagte, ich sei immer schon ein Dickschädel gewesen..."


Dwartoscha legte die Harfe beiseite. Hatte sie nicht vorhin noch ein Bier bestellt? Es war kaum noch was übrig.
Trage deine Maske wie deine Unterhose: Wenn was raus hängt, machst du was falsch.

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Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

Ungelesener Beitrag von Horasischer Vagant » 01.02.2020 12:07

Eine wirklich sehr berührende Geschichte! sagt die Hausherrin betroffen.
Sind die beiden Zwerge, die nach Euch suchen die Zwillinge aus der Erzählung?
Besuche mit Deinem Helden das Shaya´al´Laila in Zorgan (offenes RP)

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