DSA5 Ich weiß jetzt, was soll es bedeuten

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Haketau
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Ich weiß jetzt, was soll es bedeuten

Ungelesener Beitrag von Haketau » 19.05.2019 22:50

Nostria Stadt, 15. Apelmond 1895 (15. Rondra 1041 BF), Mittagszeit

Das große Ritterturnier ist beendet. Die Teilnehmer und Gäste bereiten ihre Heimreisen vor. Vom Meer her sendet Effert schwere Wolken. Es droht für den Nachmittag ein heftigen Sommergewitter. Hastig packen die verblieben Straßenhändlerinnen ihre Waren zusammen.

5 Gestalten eilen zur königlichen Burg. Sie wurden zu einem besonderen Termin zusammengerufen. Obwohl sie sich noch nicht kennen, plant die Auftraggeberin Fürstedle Rondriane von Sappenstiel, Marschallin ihrer Königin sie zu einer gemeinsamen Reise zu senden, auf deren Höhepunkt eine Hochzeit in Harmlyn geplant ist.

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 20.05.2019 10:59

Havel hatte fast furchtsam auf das Schreiben geschaut das ihm während des Turniers gebracht wurde, fürchtete er doch im ersten Moment es sei das Schreiben das sein noch freies Leben auf einen Schlag beenden würde. So nahm er erst gar nicht den Boten und das Siegel wahr, sondern öffnete es schnell und mit bangem Herzen.
Während des Lesens durchlief sein Gesicht eine Welle mehrere Gefühlsspitzen, sollte es endlich passieren? Weitergehen für ihn? Seine Chance sich zu beweisen endlich da sein? Rondriane von Sappenstiel höchstpersönlich! Er war aufgefallen! Ha! Gut, den Königinnentag zu verpassen war schon ärgerlich, hatte er sich doch bereits mit einigen Kameraden zum Feiern verabredet, aber das konnten sie schon bei nächster Gelegenheit nachholen!

So hatte er schnell seine Zusage schriftlich bestätigt und sich den Vorschuss von der Hofkammer auszahlen lassen. Zwar hatte er es nicht weit und somit keine allzu großen Reisekosten, aber Askarn war bei den letzten beiden Lanzengängen zweimal leicht weggerutscht und die Anschaffung neuer Hufeisen sollte er nicht weiter aufschieben. Dazu gönnte er sich noch einen guten Haarschnitt und eine frische Rasur. Er wollte schließlich einen guten Eindruck machen. Den Rest des Turniers strengte er sich besonders an und errang keine allzu schlechten Plätze, fragte sich aber ob er immer noch beobachtet wurde, eingeschätzt. Zumindest konnte es nicht schaden nichtmehr allzu viel zu trinken am Abend.

Natürlich muss es regnen als er sein kleines Turnierzelt abbaut. Die Turnierausrüstung die er geliehen hat konnte er zum Glück bereits am Vortag wieder abgeben. Alles andere wird auf seinem Tralloper verstaut, immerhin ist er so bereits fast reisefertig. Seine frisch polierten Stiefel sind bereits wieder schlammbespritzt vom regendurchweichten Turnierplatz, als er sich hoch zu Ross auf den Weg zur Königsburg macht, welche die Stadt überragt. Den Schweren Mantel tief ins Gesicht gezogen um dem Regen zu trotzen durchquert er die Stadt um sie über die Kaspomirbrücke wieder zu verlassen und den Weg zur Burg einzuschlagen.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 20.05.2019 21:07

Manchmal sind Turniere ja ganz interessant, hatte Elara sich gedacht, als sie den Weg in die Stadt angetreten hatte um sich die Festlichkeiten anzuschauen. Die Wahrheit war wohl eher, dass auch eine allein lebende Waldläuferin manchmal einfach mal etwas anderes sehen wollte. Sie liebte die Ruhe "ihres" Waldes, sie liebte die Tiere, die Bäume, einfach alles dort. Aber manchmal - da war es einfach alles zu ruhig!
Getrieben von einem Funken Rastlosigkeit und vielleicht der stillen Hoffnung, eine interessante Bekanntschaft zu machen, hatte sie so unauffällig wie möglich die Spiele beobachtet. Zugegeben, es wäre vielleicht leichter gewesen jemanden kennenzulernen, wenn man nicht die meiste Zeit über verhüllt in einer halbdunklen Ecke der Tribüne gestanden hätte, aber Elara hatte aus Erfahrung gelernt, dass spätetens wenn der Alkohol ins Spiel kam manche der edlen Streiter hier etwas nervtötend werden konnten.

Umso erstaunter sah sie auf, als der Bote sie im Gewühl der Zuschauer zielsicher fand und ihr den Brief überreichte. Eine Escorte? Die Worte klangen nicht nach einer Bitte, trotzdem ging Elara kurz in Gedanken durch, wieviele Dinge sie noch zuhause zu erledigen hatte. Nichts, dass nicht warten konnte. Die Jagd hatte gute Vorräte gebracht in den letzten Wochen, aber ein bisschen Geld war nie verkehrt. Der nächste Winter kam bestimmt und da gab es ja noch das Loch im Dach zu reparieren.

So wartet Elara auch pünktlich zur vereinbarten Stunde vor den Toren der Palastes. Sie war etwas früher angekommen als erwartet, um zu sehen, wer sich wohl zu einer ähnlichen Zeit auf den Weg gemacht hat. Die weiche Lederrüstung liegt an ihrem schlanken Körper wie eine zweite Haut. Der Bogen an ihrem Rücken ist die einzige sichtbare Waffe an ihr. Haar und Gesicht liegen noch verdeckt durch den langen, warmen Mantel, der so ziemlich alles von Elara verbergen kann, wenn sie nur will. Aber wenn man genau hinsieht und versucht das Gesicht unter der großen Kapuze zu erkennen, sieht man wie sich die zarten Lippen der jungen Frau zu einem kleinen, amüsierten Lächeln kräuseln. Ein Lächeln, dass zu Elara genauso gehört wie die Lärche zum Frühling.

Tharn
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Ungelesener Beitrag von Tharn » 21.05.2019 20:23

In der Burg

Kathalin sitzt etwas verträumt vor dem Fenster ihres Gemaches und schaut aus dem Fenster. Sie bürstet gerade ihr langes blondes Haar. Neben ihr auf dem Schemel liegt der Brief, den sie vor zwei Tagen erhalten und sofort beantwortet hatte. Nun ist sie auf das geheimnisvolle Treffen gespannt. "Es zieht wohl Regen auf", seufzt sie gedankenverloren vor sich hin, als ob sie jemand hören könnte. Sie nimmt den kleinen silbernen Spiegel in die Hand und begutachtet ihr Werk. "Ich denke das müsste reichen." Als ob er sie verstehen könnte schnurrt der alte Kater, der sich auf die Fensterbank vor dem Fenster gelegt hatte. Kathalin legt den Spiegel und die Bürste zur Seite und grault den Kater. "Wer sie wohl sein mögen?" Sie öffnet das Fenster und schaut neugierig zu allen Seiten hinaus. Von ihrem Fenster kann sie das umliegende Land und Teile vor der Burg einsehen. "Schade, ich wüsste zu gerne, ob da jemand vor dem Tor steht." Dann kommt ein kleiner Windstoß als Vorbote des Sommersturms und zerzaust ihr die Haare.
Kathalin schließt das Fenster wieder und betrachtet sich noch einmal im Spiegel. "Jetzt sieh dir das an. Alle Arbeit umsonst und das wegen einem kleinen Windstoß." Seufzend setzt sie sich wieder auf ihren gepolsterten Stuhl und kämmt sich erneut durch das blonde Haar. Anschließend steht sie auf und streicht sich das grüne Kleid glatt. "Meinst du, ich kann so gehen?", fragt sie den Kater, als ob dieser von Mode eine Ahnung hätte und ihr das auch noch mitteilen könnte. Sie dreht sich einmal im Kreis.

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 21.05.2019 21:25

Vor der Burg

Kurz vor der Burg öffnet Havel seinen Mantel vorne ein wenig, gerade soweit das man gut den blauen Wappenrock mit dem Wappen von Salzbruck erkennen konnte. Man musste kein großer Kenner der Heraldik sein, um festzustellen das es sich wohl um ein nostrisches Wappen handelte, prangte doch eine wunderbar platte Salzarele darauf. Ein Fisch der einfach unverwechselbar und vor allem unverwechselbar nostrisch war. Zumindest sollten die Wachen ihn als das erkennen was er war und er ohne Probleme das Tor passieren können.

Ganz in der Nähe des Tores zieht eine Gestalt seine Aufmerksamkeit auf sich. Nicht das sie zu denen gehörte denen man sonst viel Aufmerksamkeit schenkte, aber sie wirkte etwas deplatziert hier, wartend, und sie schien Havel ebenfalls Aufmerksamkeit zu schenken. Genug Gründe sie sich anzusehen. Einfache Kleidung, Bogen, vermutlich nicht gerüstet. Havel stuft sie erst mal nicht als gefährlich ein, nicht jetzt und nicht hier zumindest. Als er versucht das Gesicht unter der Kapuze zu erkennen bemerkt er das es sich um eine Frau handelt, vielleicht sogar eine recht hübsche, so richtig war das nicht zu sehen. Natürlich wäre es vollkommen unangemessen der Frau jetzt ein Lächeln zuzuwerfen, auf dem Weg zu einer wichtigen Mission, aber ein kleiner Druck mit den Beinen, ein kurzer, kaum merklicher Zug an den Zügeln und das schwarze, riesige Pferd des Ritters beugt seinen Hals majestetisch und tänzelt leicht, als er an der Frau vorbeireitet. Havel wusste das das beeindruckend aussah und schaut einfach konzentriert auf das Tor so als hätte er gar nichts damit zu tun.

„Havel von Salzbruck“ meldet er sich bei den Wachen „Die Fürstedle Rondriane von Sappenstiel erwartet mich“ fügt er hinzu und wartet auf ein Zeichen des Einverständnisses um auf den Hof zu reiten.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 21.05.2019 22:15

Vor der Burg


Neugierig hatte Elara das wunderschöne Pferd betrachtet, dass sich da mitsamt Reiter von der Brücke her nähert. Elara liebt Pferde. All diese Kraft und natürliche Schönheit, mit der sich der stolze Rappe in jedem Schritt vorwärts trägt... Da kann man schonmal ins Schwärmen kommen. Sie ertappt sich dabei darüber nachzudenken, ob das Tier sich wohl über den Regen ärgert, der sein schönes Fell so durchnässt hat. Und ob sein Besitzer sich wohl gut um ihn kümmert?

Während all dieser Gedanken hat sie noch gar nicht auf den Reiter geschaut, aber dieser mag bemerken, dass die kleine tänzelnde Einlage seines Reittieres durchaus ihre Wirkung auf die unbekannte Frau nicht verfehlt. Mit einem entzückten Lächeln auf den Lippen stößt Elara sich behende ein Stückchen von der Mauer ab und kommt einen halben Schritt näher, nur um gleich wieder inne zu halten. Manche Adelige sind ja schonmal ein bisschen... komisch, wenn sie von Leuten angesprochen werden, die nicht zu ihrem Stand gehören. So ganz hat Elara das noch nie verstanden, aber immerhin hat sie gelernt, im Zweifel dann doch lieber ihr hübsches Mundwerk zu halten. Hin und wieder muss das auch geklappt haben, sonst wäre sie jetzt wohl kaum hier eingeladen worden.

Als sich der Reiter als Havel von Salzbruck vorstellt richtet sie ihren Kopf ein Stück nach oben. Natürlich hat sie schon während er sich näherte die ansprechende Statur des Ritters bemerkt, alleine ob das Gesicht wohl zu der angenehmen Stimme passen würde, wollte sie natürlich gerne wissen. Nicht, dass sie neugierig wäre...

Wenn die Wachen das Tor öffnen, würde sie wohl die Gelegenheit nutzen um gleich mit durchzugehen.

Haketau
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Ungelesener Beitrag von Haketau » 21.05.2019 22:22

Mürrisch blickt die Torwache auf die Eintreffenden. Die kleine Person trägt einen viel zu weiten Waffenrock und hat den Helm tief in das Gesicht gezogen. Dann pfeift sie Wortlos einen Stallburschen vom Hof herbei. "Ruf Dolfer herbei und bring das Pferd der Herrschaft zum Stall der Gästepferde". Es ist eine raue Stimme die vermutlich zu einer Frau gehört.
Wenig später erscheint ein kleiner rundlicher Mann mit rotem Gesicht und der Kleidung eines Bediensteten des Palast. Hecktisch sprudeln die Worte aus ihm heraus: "Ich darf die Herrschaften bitten mir zu folgen - Herr von Salzbruck und Frau von äh. Frau Eichenkind nehme ich an?".
Zunächst geht er zielstrebig zu einem Raum nahe des Eingangs. "Sie können ihr Gepäck hier deponieren" Nervös schaut er auf mögliche mitgefürte Waffen. Erlaubt doch die Hofetikette nur den Bediensteten der Wache das offene Tragen von Waffen. Lediglich Adligen ist das Mitführen einer kurzen Seitenwaffe als Zeichen ihres Ranges gestattet.
Nach gefühlt einen dutzend Treppenhäusern und noch mehr Gängen durch die Burg erreicht die kleine Gruppe ein Zimmer in der dritten Etage. Der aufwendig mit Ahorn getäfelte Raum war sicher mal das Meisterstück eines Tischlers. Aber das muss wohl schon zu Zeiten König Kasimirs des Weisen geschehen ist.
Im Raum steht ein größer Tisch mit sieben Stühlen. Auf jeder Langseite drei und einer als Vorsitz vor Kopf.

Ihre "Hochwohlgeboren Fürstedle Marschallin lässt sich noch entschuldigen, sie ist noch im Rat. Darf ich ihrer Hochgeborenheit schon mal den Stuhl anbieten?" Dolfor zeigt für Havel auf den Stuhl zur linken des Vorsitz. Dann zeigt der sichtlich überforderte Diener auf den letzten Stuhl auf der linken Seite und sagt: "Für sie Frau Eichenkind. Ich muss dann nach sehen ob die übrigen Gäste inzwischen eingetroffen sind."

Wenig später erscheint eine junge Küchenhilfe in einer adrett gebügelten Schürze und bringt ein Tablett mit einem Krug und einigen Zinnbecher. Mit schüchtern niedergeschlagenen Augen stellt sie dieses auf den Tisch "Ich darf den Herrschaften dieses Spinatbier kredenzen. Wenn die Herrschaften meiner Hilfe bedürfen, zögern sie nicht nach mir zu Klingeln. Die Klingelschnur ist neben der Eingangstür.". Danach wartet sie noch einen Moment ehe sie wieder den Raum verlässt.
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Inzwischen eilt Dolfer zu Kathalins Gemächern um ihr Mitzuteilen, das die ersten erwarteten Besucher eingetroffen sind. Vorsichtig klopft er an der Tür und wartet auf die Erlaubnis zum Einlass.

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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 21.05.2019 22:45

Ahornzimmer

Havel war von dem großen Pferd abgestiegen das nun lässig den Hals und die Ohren hängen lässt, ganz entspannt. Er nimmt derweil sein Schwert ab solange wie er auf den Stallburschen wartet, der sich um Askarn kümmern soll. Er krault sein nicht mehr junges Streitross hinter den Ohren und schubbert ihm kurz die Nase zum Abschied. So wusste sein Partner das alles seine Richtigkeit hatte und er mit dem Jungen mitgehen konnte.
Eichenkind.. Havel musterte die Frau nochmal. Klang irgendwie andergastisch, aber dann würde sie vermutlich nicht hier sein. Er nimmt seine Kaputze ab, auch wenn es noch ein bisschen regnete, aber es schien ihm unangebracht sich nicht ganz zu zeigen. In der Tat ist er nicht unansehnlich, aber die frische Frisur wirkt sehr streng und die glatte Rasur ein bisschen geleckt.
Trotzdem schenkt er der Frau ein Lächeln, sie mochte sein Pferd, das sah er sofort, Askarn flogen schnell die Herzen zu.

In der Burg verliert er schnell die Orientierung, zwar war er schon einmal hier gewesen, aber dieses riesige, geschwürartige Gebäude brauchte viel mehr Zeit um seine Wege zu offenbaren als er hier verbracht hatte.
Havel bedankt sich freundlich für den Stuhl, aber setzt sich nicht. Das war doch albern mit zwei Leuten an so einem großen Tisch zu sitzen und dann noch so weit voneinander entfernt. Inzwischen hatte sie ihre Kapuze wohl auch abgenommen. Sie war wirklich sehr hübsch. Ihre leicht elfischen Züge lassen ihn aber etwas vorsichtiger werden, erst vor kurzem hatte er eine obskure Begegnung mit zwei hübschen, aber vollkommen verrückten Elfinnen gehabt die er noch nicht ganz verwunden hatte. “Habt Dank“ bedankt er sich auch bei der Küchenhilfe und schaut ihr kurz nach bevor er zu der jungen Frau Eichenschild blickt. “Möchtet ihr etwas?“ fragt er sie und deutet auf das Tablett mit dem Knat und den Bechern.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 21.05.2019 23:23

Elara war dem Pferd durch das Tor gefolgt und hatte dem verwirrten Diener freundlich zugelächelt, als er sie anspricht. Den nervösen Blick auf ihren Bogen scheint sie gar nicht zu bemerken, oder zu ignorieren, aber solange niemand sie direkt darauf hinweist, nimmt sie den Bogen natürlich mit.
Ihre Kapuze hat sie bereits hinter der Tür soweit zurück genommen, dass man ihr ebenmäßiges Gesicht gut erkennen kann. Aufmerksam beobachtet sie wie freundlich der Ritter sich von seinem Pferd verabschiedet. Ein wohlwollendes Lächeln huscht über ihr Gesicht. Der Ritter mag sein Pferd, das macht ihn Elara gleich sympatisch. Auch wenn er ein bisschen einschüchternd aussieht... so groß und herausgeputzt.

Sobald sie den Palast betreten nimmt sie natürlich auch die Kapuze herunter und entblößt damit ihr seidiges weißblondes Haar und ihre spitzen Ohren.
Auf den angebotenen Stuhl am anderen Ende des Tisches setzt sie sich auch nicht. Sie scheint noch viel mehr damit beschäftigt zu sein, sich aufmerksam umzuschauen. Offensichtlich ist sie nicht oft in Palästen. Ihre schlanken Hände streicheln neugierig über den Fensterrahmen des Fensters, aus dem sie gerade schaut um sich die Aussicht nach draußen einzuprägen.

Als Havel sie anspricht, zuckt sie kaum merklich zurück und schaut zu ihm auf.

"Oh... nein, vielen Dank", sagt sie rasch und ein kleines Leuchten erhellt ihre schönen silbergrauen Augen, bevor sie rasch zufügt:
"... Spinatbier ist nicht so ganz mein Geschmack."

Die amüsierte Art, wie sie das sagt, lässt vermuten, dass sie von diesem Getränk wirklich gar keine Ahnung hat.
"Was für eine wunderschöne Aussicht von hier oben, findet ihr nicht ... Euer Hochgeborenheit?"

Die Anrede kommt leicht verzögert. Wenn der Diener den Ritter so anspricht, wird das schon die richtige Anrede sein, hofft Elara jetzt einfach mal. Sie spührt wie die leichte Nervosität in ihrem Bauch ihr einen Hauch von Röte in die Wangen treibt. Eher aus Gewohnheit behält sie mit einem halben Blick immer die Tür im Auge.

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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 22.05.2019 09:03

Ahornzimmer

Havel grinst die Halbelfe leicht verschmitzt an, als sie sagt das sie kein Spinatbier mag, vielleicht doch eine Andergastsche Spionin, denkt er belustigt, vielleicht ein guter Witz zur Auflockerung, überlegt er kurz. Aber die junge Frau wirkt unsicher an einem Ort wie diesen, also wagt er es lieber nicht. Er selbst gießt sich etwas ein und nimmt einen kleinen Schluck. Als sie ihn vom Fenster aus anspricht stellt er den Zinnbecher auf den Tisch und tritt zu ihr. Er überragt sie fast um Haupteslänge.

Er schaut ebenfalls aus dem Fenster, über den regengrauen Fluss, den Tommel, hinüber zur regenverhangenen Stadt. “Eine Aussicht wie sie sonst nur die Vögel genießen.. und die Götter natürlich“ sinniert er “Euer Wohlgeboren reicht vollkommen“ fügt er dann freundlich hinzu und beugt sich etwas nach vorne Richtung Fenster.

“Dort drüben ist der Rondratempel, da das kleine bescheidene Gebäude neben dem großen Mietshaus.. ziemlich genau geradeaus“ er zeigt mit eher groben Fingern in die Richtung. “Eigentlich ist das kleine Haus nur der Eingang, die Halle der Helden liegt unterirdisch“ erzählt er um ein bisschen die Zeit des Wartens zu überbrücken und um herauszufinden ob sie vielleicht aus der Stadt war oder nicht. Wobei er nicht wirklich glaubte, das er ein Stadtkind vor sich hatte.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 22.05.2019 09:16

Ahornzimmer

Elara folgt Havels Richtungszeig sofort mit den Augen. Ein kleines bisschen geht sie auf die Zehenspitzen, als würde sie dadurch besser sehen können. Ein neugieriger Seitenblick huscht in seine Richtung, als er so nah neben ihr steht, aber dann schaut sie wieder interessiert nach draußen.

"Ja wirklich? Ich dachte immer der Tempel der Sturmgöttin wäre eine Festung, mit dicken Mauern und vielen Waffen. Ihr seid sicher oft dort um der Göttin zu huldigen."
Mit einem unbekümmerten, und vielleicht sogar ein bisschen bewunderndem Lächeln schaut sie ihn wieder an. Zweifellos eine Anspielung auf seine kämpferische Statur und damit natürlich als Kompliment gemeint. Aber seine Frage hatte sie damit wohl auch beantwortet. Niemand der hier aus der Stadt käme, würde nicht wissen, wo der Rondra Tempel steht.

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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 22.05.2019 09:22

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“Naja ab und an wenn ich in Nostria bin, es gibt noch einen Schrein hier auf der Burg, den finde ich vom Hof aus sogar“ meint er und erwidert das Lächeln, aber nur kurz, ja also dafür war er ja nun wirklich nicht hier. Er strafft sich etwas “Die Gewölbe des Tempels dürften jedem Angriff standhalten schätze ich. Woher stammt ihr, wenn ich fragen darf?“ fragt er dann.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 22.05.2019 10:45

Ahornzimmer

Elara neigt kurz nachdenklich den Kopf. Ob sich der Ritter wohl in seinem Ketten Hemd unwohl fühlt? Oder hat sie ihn mit ihrer Aussage irgendwie in Verlegenheit gebracht? Man hatte sie vorgewarnt, dass am Hofe andere Regeln galten als auf der Straße, nur hatte sich natürlich niemand jemals die Mühe gemacht ihr diese Regeln zu erklären.

"Ich wohne in Fiolbar, etwas abseits am Waldrand in meinem Haus."
Ja gut es war eher eine kleine Hütte. Aber man musste ja nicht zu tief stapeln. Am Ende sank die Meinung des Ritters über sie sonst vielleicht noch mehr.
Kurz überlegt sie, ob er mit seiner Frage wohl eher meinte, wo sie geboren war, fragt dann aber doch lieber erstmal:

"Und woher stammt Ihr, Euer Wohlgeboren?"

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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 22.05.2019 11:21

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Havel überlegt. Fiolbar.. Fiolbar… “Ah, ich weiß. Die Ornibians sind wohl eure Lehnsherren, ja genau“ bestätigt er sich selbst. Die Familie hatte ihren Stammsitz in Fiolbar soweit er wusste, allerdings traf man sie zumeist in Nostria. “Da wo ihr aus dem Haus tretet und den Wald seht, sehe ich das Meer wenn ich aus dem meinen trete“ erklärt er und lässt unerwähnt, das er damit nahezu alle Sehenswürdigkeiten in Salzbruck bereits aufgezählt hat. “Salzbruck liegt an der Küste, zwischen hier und Trondsand, also sehr weit habe ich es nicht. Seid ihr mit der Marshallin oder den Sappenstiels bekannt?“ fragt er dann weiter

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 22.05.2019 13:19

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"Ah ihr kommt aus Siebenwind? Da bin ich schonmal durchgereist", überlegt Elara leise und versucht sich die Gegend vorzustellen. Das Meer hat sie nur von weitem gesehen, aber der Duft der Bäume und die Stimmen der Tiere leben in ihrer Erinnerung wieder auf.

Auf die Frage hin, ob sie mit der Marschallin bekannt wäre huscht wieder ein kleines Lächeln über ihr Gesicht. Ohne allzusehr ins Detail zu gehen antwortet sie:

"Bekannt wäre vielleicht zuviel gesagt, aber wir sind uns schon begegnet ja. Sie ist eine beeindruckende Frau. Kennt ihr die Familie?"

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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 22.05.2019 14:06

Ahornzimmer

Havel nickt zur Vermutung das er aus Siebenwind kommt.
Bei der Frage ob er die Familie kennt wiegt er den Kopf. “Ja.. nein.. eigentlich nicht. Man trifft sich natürlich bei Gelegenheiten, wie dem Turnier oder anderen Feierlichkeiten aber.. nein, nicht wirklich persönlich“ gesteht er ein.

“Habt ihr das Turnier besucht?“ fragt er, natürlich in der Hoffnung das sie ihm jetzt sagt das er ihr da aufgefallen ist mit seinen Turnierkünsten oder ähnlichem. Wobei er sich nicht entsinnen kann sie gesehen zu haben. Mit diesen außergewöhnlichen Haaren wäre sie ihm bestimmt aufgefallen.

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Ungelesener Beitrag von Criosa » 22.05.2019 18:09

Einen Moment lang überlegt Elara, warum der Ritter wohl hier ist, wenn er die Familie gar nicht kennt. Im Detail ist sie ja auch noch nicht in den Auftrag eingeweiht, aber sicherlich ist es immer gut, einen starken Kämpfer auf einer Reise dabei zu haben.

Wenn so jemand damals dagewesen wäre..., ein kurzer Anflug von Traurigkeit überschatten ihr Gesicht. Nur eine Sekunde lang, dann hat sie diese Erinnerungen schnell wieder beiseite geschoben.

"Turnier? Oh, ja natürlich."

Nun strahlt sie ihn wieder an, mustert dann kurz das Wappen auf seiner Rüstung und überlegt, ob sie ihn da nicht schon gesehen hatte. Gut da waren viele Ritter gewesen. Stattliche Ritter, dicke Ritter... der ein oder andere betrunkene Ritter... aber dann erinnert sie sich doch. Er war einer deren gewesen, die ehrenvoll gekämpft hatten. Nicht wie diese hinterlistigen Andergaster es tun würden!
Hatte sie ihn nicht mit dieser jungen Frau gesehen? Innerlich seufzte sie schon leise.

"Das war sehr erheiternd, auch wenn meine Favoriten eigentlich nie gewonnen haben", sagte sie schließlich und lächelte, ohne damit irgendeine Aussage darüber zu machen, wer denn eigentlich ihr Favorit gewesen wäre.
"Geht es Eurem Pferd gut? Ich glaube mich zu erinnern, dass es beim Lanzengang etwas gerutscht ist?"

Wieder wandert ihr Blick ganz kurz zur Tür.

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Ungelesener Beitrag von Erzelementarist » 22.05.2019 19:34

Eigentlich wollte Buuuriel nicht so schnell wieder eine Verpflichtung eingehen, seid sie wieder einen Fuß auf heimatliches Territorium gesetzt hatte. Sie wollte ein bisschen herumreisen und dann zuerst einmal ihre Familie mit ihrer Anwesenheit beglücken. Da kam ihr der Brief ihrer Gönners Alrik Merluccius sehr ungelegen. Vor allem dass dessen Bote sie so einfach gefunden. Unangekündigt war dieser unter den Bäumen hervorgetreten, hatte die einfache Reisende angesprochen und ihr besagtes Schriftstück überreicht. Und dann ließ dieses Schriftstück auch keinen Interpretationsspielraum zu was diese Einladung betraf. „ siehst du Schimmer, sie zitieren uns herbei.“ Zuerst dachte der Bote, die junge Frau spräche mit sich selbst und es wurde ihm unbehaglich zu Mute. Dann aber so er zu seiner Erleichterung wie sich eine relativ große Katze mit schneeweißem Fell in den Vordergrund der Szene huschen. Abermals erschrecken ließ ihn die offensichtliche Feindseligkeit des Tieres, das ihn so heftig anknurrte als hätte er dessen Fisch zwischen den Zähnen stehlen wollen. Mit einem selbstgefälligen Nicken entließ die junge Adepta ihren Gegenüber und machte sich, gut eine Stunde nachdem dieser das Weite gesucht hatte, langsam bereit den unvermeidlichen Weg anzutreten.
Nachdem sie sich ihre avisierten 6 Dukaten abgeholt hatte und dadurch etwas besser gestimmt worden war, bewegte sich ihre Stute, welche ohne einen einzigen hellen Fleck komplett schwarz war, mit Buuuriel im Sattel auf die Burg zu wo sie wohl erwartet wurde. Natürlich sollte ihr Kommen für alle auf der Burg ein bleibendes Erlebnis werden und so ließ es sich die junge Magierin nicht nehmen ihre papageiengelbe Robe zur Schau zu stellen. Gönnerhaft blickte sie die Wache an, die ihren Tag damit fristen muss mit Helm auf dem Kopf in der prallen Sonne zu stehen. Der sinnflutartige Regen, welcher Buuuriel befürchtet hatte war ihrem Pfad bisher nicht gefolgt. Also musste das Hirn dieser Wache regelrecht gebraten worden sein unter dem Metallhelm.
Vor besagter Person bleiben das Pferd der Adepta stehen und beide schauen in deren Richtung in Erwartung einer angemessenen Begrüßung. Ihren Magierstecken trägt diese dabei zur Schau obwohl ihr bewusst sein dürfte, dass die Torwache keine Ahnung ob der exotischen Beschaffenheit ihres Standeszeichens haben dürfte.

Tharn
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Ungelesener Beitrag von Tharn » 22.05.2019 20:05

Als es plötzlich klopft erschrickt Kathalin zuerst. Doch dann hört sie eine vertraute Stimme. "Ihr könnt eintreten. Ich bin Salonfähig", ruft sie dem Diener vor der Tür zu. Am liebsten wäre sie sofort losgestürmt. Seit Tagen hatte sie auf diesen Moment gewartet. Natürlich ziemt sich das für eine Edeldame nicht und so bleibt sie voller Ungeduld sitzen und wartet darauf, dass der Mann vor der Tür eintritt und ihr die Nachricht überbringt. Schnell legt sie den Silberspiegel und die Haarbürste auf das kleine Tischchen neben ihr.

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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 22.05.2019 20:09

Ahornzimmer

Havel muss nun doch lächeln, wo ihn die hübsche Halbelfe so anstrahlt. Als sie auf sein Pferd zu sprechen kommt verschwindet das Lächeln allerdings und macht einer etwas schuldbewussten Mine Platz. Er nickt ”Ja Askarn geht es gut, das er gerutscht ist lag an seinen Hufeisen, sie waren schon zu abgenutzt, ich hätte sie früher ersetzen müssen.” erklärt er. Dann strafft er sich wieder ”Aber dafür habe ich inzwischen gesorgt, also keine Sorge was unsere Reise angeht.. ich nehme doch an ihr seit auch hier um jemanden nach Harmlyn zu begleiten?” da er sich nicht gänzlich sicher sein konnte, nannte er lieber keine Namen.

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Criosa
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Ich weiß jetzt, was soll es bedeuten

Ungelesener Beitrag von Criosa » 22.05.2019 20:58

Ahornzimmer

Elara bemerkt den schuldbewussten Blick des Ritters und beißt sich leicht verlegen kurz auf die Unterlippe. Beschämen hatte sie ihn nun gar nicht wollen. Sie hatte ja eben gesehen, wie liebevoll er mit seinem Tier umgegangen war. Da hatte sie schon ganz andere Leute gesehen, die ihre Tiere nur aus purem Ehrgeiz oder persönlichem Frust geschunden hatten. Aber glücklicherweise wechselt Havel gleich das Thema und ergießt sich nicht in Rechtfertigungen, ein sehr feiner Zug an ihm, wie sie findet.

"Ja, das bin ich", stimmt sie dann auch Havels Vermutung zu.
"Fürstedle Rondriane von Sappenstiel hat mich gebeten heute herzukommen um meine Reisegruppe kennenzulernen. Ich nehme an, ihr gehört zur... Escorte?"

Sie mustert ihn vorsichtig. Aus Mangel an Details weiß sie natürlich nicht so genau, welche Stellung Havel hier einnimmt. Oder ob er etwas mit dieser erwähnten Trommelina zu tun hat. Vielleicht hat die Fürstedle ihn ja auch bestellt um ihn mit der Nichte zu verkuppeln. Tun Adelige sowas? Elaras Fantasie geht mal wieder mit ihr durch, aber die Vorstellung lässt sie schmunzeln.

Haketau
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Ich weiß jetzt, was soll es bedeuten

Ungelesener Beitrag von Haketau » 22.05.2019 22:31

Gelangweilt schaute die Wache auf. Eine -ja was eigentlich?- vermutliche Magierin war in ihrem Tagesbefehl nicht erwähnt, und die sah auch noch sehr exotisch auf. Obwohl, vielleicht war es auch eine Hexe. Immerhin hatte sie eine Katze dabei. Woher sollte sie das wissen. Seit eine Magierin sogar auf dem Königsthron saß, kamen alle möglichen Gestalten in die Burg. Früher, ja da hätte, ... aber seit der blauen Keuche war das nun mal anderes.

Nach kurzem zögern wandte sie ihre raue Stimme an die Frau: "Was ist euer begehren?" Aufmerksam hörte sie die Antwort an, bis sie zu einem Entschluss kam. Mit einem kurzer Pfiff zitierte sie einen Stallburschen vom Hof herbei und befahl: "Schaff mir diesen Dolfer herbei. Soll der sich darum kümmern." Anschließend setzte sie ein Gesicht auf als müsste sie im Alleingang das Königreich gegen die Andergaster verteidigen.
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Unterdessen betrat Dolfer Kathalins Quartier. "Euer Wohlgeboren, ich darf euch Ausrichten, dass die ersten Gäste eingetroffen sind." Vorsichtig trat er einen Schritt zurück. Zwar war er kein ausgebildeter Leibdiener, aber während seiner Lehrzeit vor vielen Götterläufen hatte man ihm eingeschärft, dass ein Bediensteter niemals einem Adligen einen Auftrag erteilen dürfe. Mit dieser einfachen Regel war er immer gut zurechtgekommen.

Nachdem Kathalin sich auf den Weg in das Ahornzimmer begeben hatte, schloss er hinter ihr die Tür und verabschiedete sich. "Ihre Hochwohlgeboren erwartet noch weitere Gäste. Ich sollte nochmal am Tor nachsehen ob sie inzwischen eingetroffen sind."
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Nach einer gefühlten Ewigkeit erschien der Stallbursche mit dem kleine rundliche Mann am Tor. und es entspannte sich eine kurze Diskussion zwischen Dolfer und der Wache. Nach dem Satz: "Eine Magierin, ja doch. Da muss euch der Castelan wahrscheilich vergessen haben zu informieren." wandte sich Dolfer an die junge Frau: "Darf ich nach eurem Namen und Auftraggeber fragen?"

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Fenia_Winterkalt
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Ungelesener Beitrag von Fenia_Winterkalt » 23.05.2019 09:45

Ahornzimmer

Havel nickt “Das nehme ich an, vielmehr weiß ich allerdings auch noch nicht. Doch ich freue mich das ich mit der Reisegesellschaft bislang großes Glück zu haben scheine“ erklärt er und lächelt die Halbelfe leicht an. Dann schaut er wieder hinaus. Nach dem Ausblick konnte man ja fast süchtig werden. Schön zu sehen das in die Stadt das Leben immer mehr zurückkehrte. Er spürte den Aufwind, trotz des grauen Regens. Vielleicht kam der Aufwind nun auch für ihn und Salzbruck.

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Ungelesener Beitrag von Erzelementarist » 23.05.2019 10:54

Amüsiert blickt Buuuriel auf den vor ihr stehenden Mann zu ihren Füßen. Eigentlich müsste euch mein Name geläufig sein guter Mann, aber wie ich sehe habe ich es mit den Unwissenden hier zu tun. Ich wurde eingeladen zu einer Audienz bei der hochwohlgeboren Marschallin höchst selbst. Ich gehe davon aus, dass es euch obliegt mir meine Räumlichkeit zu weisen. Also folge ich euch auf dem Fuße guter Mann.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 23.05.2019 12:00

Ahornzimmer

Das Kompliment belohnt Elara auch gleich mit einem hinreißenden kleinen Lächeln, dass ihr vor Verlegenheit glatt wieder die Wangen erröten lässt.
Innerlich verflucht sie mal wieder ihre blasse Hautfarbe, die es nur allzuleicht macht zu sehen, wenn sie verlegen ist, aber solche Dinge lassen sich nunmal nicht ändern.

So schaut auch sie erstmal wieder aus dem Fenster und genießt die Aussicht.

Haketau
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Ungelesener Beitrag von Haketau » 23.05.2019 19:03

Der Mann schaut die Reiterin überrascht an, wollte sie das Problem nicht verstehen. Sie war doch sicher eine gelehrte Damen. Dann versuchte er in seiner Art zu erklären: "Ja schon aber ich muss doch wissen, ob ihr die seid für die ich euch halten soll und nicht jemand den ich für euch halten soll obwohl ihr dann doch jemand anderes seid. Also ich meine eigentlich, äh bitte versteht mich nicht falsch wenn ihr mich nicht richtig versteht." Er schaute sie fragend an.

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Ungelesener Beitrag von Tharn » 23.05.2019 20:52

Ahornzimmer

Die Tür zum Ahornzimmer geht auf und Kathalin schreitet würdevoll in den Raum. Sofort geht ihr Blick zu dem Ritter. Danach auch kurz zu der Jägerin und wieder zurück zu dem Ritter. Dann nimmt sie ihr Kleid mit den Händen und knickst höflich. "Kathalin von Kleuren euer Wohlgeboren." Nun wartet sie ihrerseits auf die förmliche Vorstellung, wie es das Hofzeremoniell vorsieht.

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Ungelesener Beitrag von Erzelementarist » 23.05.2019 21:12

Mein Name ist Buuuriel Farindel und ich bin in Harmlyn geboren. Ich verbrachte einige Jahre in Sinoda, um dort die Kunst der Magie zu verinnerlichen. Ich wollte euch nicht in Verlegenheit bringen. schiebt die junge Adepta noch hinterher und sieht dabei ernsthaft aus. Ihr angedeutetes schelmisches Grinsen sagt jedoch etwas anderes, nämlich dass Buuuriel ihren Gegenüber etwas necken wollte.

Haketau
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Ungelesener Beitrag von Haketau » 23.05.2019 22:26

Am Tor
"Habt Dank für die freundliche Auskunft. Dann sendet euch wohl Meister Merluccius?" Mit einem freundlichen Lächeln strahlt der Mann die Magierin an. Dann signalisiert er der Torwächterin, dass Buuuriel eintreten kann. Mit einem Schnauben öffnet sie ein Torflügel.

Nachdem die Magierin die Burg betreten hatte deutet Dolfer auf ein Stalltor: "Stellt doch bitte euer Pferd dort drüben in den Stall der Gästepferde und folgt mir in das Gebäude."

Danach geht es in das Gebäude. Zunächst steuert Dolfer das Abstellt immer an und fordert Buuuriel auf sich des unnötigen Gepäcks und möglicher Waffen zu entledigen. Er wird großzügig vergessen, dass Magierstäbe seit Yolandes Krönung nicht als Waffen gelten.

Anschließend wird er mit ihr durch die Flure und Gänge eilen bis sie das Ahornzimmer erreichen.

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Criosa
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Ungelesener Beitrag von Criosa » 23.05.2019 23:18

Schon bevor sich die Tür öffnet, kann Havel bemerken, wie Elara sich anspannt und in Richtung Tür schaut, als ihr feines Gehör die näher kommenden Schritte wahrnimmt, lange bevor ein "Normalsterblicher" das gehört hätte. War sie eben noch in seiner Nähe etwas lockerer geworden, so wirkt sie jetzt erneut wie eine angespannte Bogensehne, bereit jederzeit zu fliehen, sollte jemand falsch husten. Irgendetwas scheint sie hier ziemlich nervös zu machen.

Als dann die edle Dame eintritt und einen Knicks vor Havel macht, schaut Elara Kathalin kurz etwas verdutzt an. Ihr Blick wandert kurz zu den Schuhen und dann zu den Händen der Frau. Ein prüfender Blick, mit dem sie eben auch Havel zweifellos gemustert hat, nur zu welchem Ergebnis sie dieses Mal kommt, sieht man ihr nicht ganz so leicht an.

Sie deutet eine höfliche Verbeugung an, als Kathalin ihr eine halbe Sekunde Aufmerksamkeit schenkt, bricht diese allerdings mit leicht verwirrtem Gesichtsausdruck ab, als Kathalin sich direkt wieder abwendet und sich erstmal ganz förmlich Havel vorstellt.
Elara schweigt vorerst und mustert die Begrüßung der Edelleute aufmerksam. Der Hauch von Unsicherheit in ihrer Mine lässt sie wieder fast zerbrechlich wirken. Nicht so wie eine wohlerzogene Edeldame hübsch und zerbrechlich aussehen "soll", sondern eher wie ein scheues, eingeschüchtertes Reh, dass man irgendwo eingesperrt hat und das insgeheim gerade verzweifelt den Ausgang sucht.

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