DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 31.05.2019 09:26

9. Tag, tagsüber, Im Säulenfeld, Ruinensumpf (Boronaya)
Der Tag ist mühsam, vor allem, weil wieder eine nahezu endlose Menge Bambusstangen benötigt wird, und bald fühlen sich Boronayas Arme und Schultern an wie Gummi. Gerade beim Ernten bleibt auch stes ein mulmiges Gefühl, weil der Dunst sich heute einfach nicht richtig heben will und man zuweilen von einem Augenblick auf den anderen in einer Nebelschwade steht und keine zehn Schritt weit mehr sehen kann. Jucho übernimmt die Hauptlast der körperlichen Arbeit, aber trotzdem ahnt Boronaya, dass sie heute abend und erst recht morgen früh jede Faser ihres Körpers wird spüren können. Mit Tanzen wird das heute abend jedenfalls nichts.

Als endlich der Mittagsregen einsetzt, und sie eine Pause machen müssen, oder besser dürfen, zieht Fortschreitter, der zwar selbst nicht mit Bambus geschlagen hat, aber dennoch ordentlich ins Schwitzen gekommen ist, ein vorläufiges Fazit. “Also, wir haben, als Protohypothese, eine Eidechsenstatue auf einem ovalen Sockel. Von hier bis zur Mitte des Baumes sind es recht genau acht mal acht echsische Lanzen, zumindest wenn ich mich nicht verrechnet habe. Der laut Magister Prospero geweihte Bezirk ist ungefähr trapezförmig, aber mit unregelmässigen Kantenlängen. Leider haben wir keine Möglichkeit, das im Moment zu verifizieren. Sondierstangen haben östlich und westlich der Statue in jeweils acht echsischer Lanzen Entfernung viele Steine gefunden, was auf Gebäudereste hindeutet. Weiter südlich könnte sich zumindest im .Osten eine Umfassungsmauer befinden. Da der Boden dort ansteigt, können wir das aber auch nur im Bereich des Morastes indizieren. Gen Westen scheint es noch mehr Gebäude gegeben zu haben.. Die Eidechsenstatue befindet sich am Spitzpunkt des Trapezes, bei der nördlich davon liegenden alten Ausgrabung wurde nur Lotos geernet, was uns keinen Hinweis gibt. Hmmm. Ich denke, die besten Hinweise bekommen wir derzeit, wenn wir das Relief auf der Baumseite weiter abzeichnen.” Jucho brummt. “Wir haben noch maximal drei Stunden, Senor Fortschreitter, danach müssen wir uns auf den Rückweg machen. Und ihr wollt wahrscheinlich ein Gerüst an der Wand errichten, oder?” Fortschreitter wird rot. “Ich bin mir bewußt, dass ich euch heute sehr strapaziere... es tut mir leid...” Jucho versucht, seine Schultern zu entspannen. “Geht schon in Ordnung, Senor, aber Rabotnici machen euch sowas schneller.” Fortschreitters Verlegenheit vertieft sich, und er schaut zu Boronaya. “Wie geht es Dir?”
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 31.05.2019 15:17

9. Tag, tagsüber, Im Säulenfeld, Ruinensumpf (Boronaya)
Boronayas gute Laune wandelt sich erst zu etwas vor sich hin fluchen, was genau hatte sie sich dabei eigentlich gedacht sich für so etwas herzugeben, das war Sklavenarbeit. Dann irgendwann zu stiller Resignation, einfach eine Stange nach der anderen holen.
So verfolgt sie die Ausführungen auch nur mit halbem Ohr, was genau hatten sie denn herausgefunden?
Daher dauert es einen Moment bis sie auf die Ansprache hin antwortet. "Solange mich niemand dazu auffordert meine Arme zu bewegen..." versucht sie das ganze etwas herunterzuspielen. "Erwarte bitte nicht, dass ich heute irgendwas zeichne," sie hebt eine Hand, die leicht zittert, ob der Anstrengung davor.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 31.05.2019 17:56

9. Tag, nachmittags, Im Säulenfeld, Ruinensumpf (Boronaya)
Fortschreitter zieht den Kopf ein. “Ich machs wieder gut!” Erst mal sieht es nicht so aus. Der Nachmittag wird nicht besser, und abgesehen davon, dass sie in der Ruine erst einmal wieder Morfus beseitigen müssen, von denen einer, der sich besonders gut versteckt hat, Boronaya beinahe zum Verhängnis wird, als er, sich wohl vor der Herabkletternden erschreckend, auf einmal seine Dornen verschiesst. Glücklicherweise schiesst er nach oben, und es bleibt alles so gerade eben noch in Stiefel und der guten Lederhose hängen, aber sie verbringt eine halbe Stunde damit, mit Tonarev zusammen sorgfältig einen giftigen Dorn nach dem anderen heraus zu ziehen, damit sie sich nicht nacher doch noch einen reindrückt. Auch wenn der Anlaß unwillkommen ist, so erspart es ihr doch einen Großteil der Knochenarbeit, die das Aufstellen des Bambusgerüstes am Relief bedeutet, und als es Zeit wird, zu gehen, schneidet Jucho, dem nun auch sichtbar die Arme bis auf den Boden hängen, das Thema respektvoll an. “Senor Fortschreitter, ich will wirklich nicht nachverhandeln, aber das war heute nicht gerade Bedeckung und Erkundung.” Siana und Fortschreitter können das nicht bestreiten. “Ein Bad mit Massage in der Bambusblüte kostet sieben Kupfer, ist das nicht noch drin?” Siana nickt. “Ja, ich denke, das ist fair, Ribaldo.” Fortschreitter hält nicht dagegen. Siana grinst. “Ist aber ein gemischtes Becken, Boronaya, ist das was für dich?”
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 31.05.2019 18:46

9. Tag, nachmittags, Im Säulenfeld, Ruinensumpf (Boronaya)
Das war ein Tag gewesen, ihre Arme brannten, fast wäre sie zu einem Nadelkissen geworden und so wirklich etwas Spannendes hatte man wieder nicht gefunden. Schatzkammern voller magischer Artefakte, das wäre mal etwas. Sie seufzt, gut man wird ja noch träumen dürfen.
Auf das Bad angesprochen zuckt Boronaya mit der Schulter. Bei der Massage hattet ihr mich, der Rest ist mir egal und ich mache mir wieder darüber gedanken, wenn ich meine Hände wieder spüre."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 31.05.2019 19:28

9. Tag, nachmittags, Ruinensumpf -> Rossa (Boronaya)
Die Nachricht heitert Boronayas Kameraden sichtbar auf, namentlich Tonarev und Makita – für sie ist das eben doch ein kleiner Luxus. Sie packen zusammen, besonders, da es anfängt zu regnen, und machen sich auf den Heimweg. Glücklicherweise ist es nur ein kurzer Nieselregen, kein alles durchnässender Wolkenbruch. Aber er reicht, um den Sumpf in dichten Dunst und Nebel zu hüllen, so dass sie deutlich länger als auf der Hinfahrt brauchen. Immerhin hat Jucho die Zeit eingerechnet, und sie kommen zwar als Letzte, aber immer noch kurz vor der Rossa an.

Der Steg und danach das Schiff sind gerammelt voll, das liegt auch an Prosperos Truppe. Die beiden Lastkähne liegen tief im Wasser, aber ihre Ladung ist unter Planen und einem improvisietren Bambusgestänge verborgen. Es gibt zwei Leichtverletzte, aber offen nicht aufgrund von Feindeinwirkung sondern von Unfällen. Die Stimmung ist jedoch gut, und Prospero winkt ihnen, seine Pfeife aus dem Mund nehmend und sein Gespräch mit Hubertus Dommel und Maushaber unterbrechend, fröhlich zu. Bombarda und ihre Truppe sind offenbar schon morgens abgereist, ebenso Vecna und Shiri. Boronaya fühlt wieder Sliff und Rodels Blicke auf sich, aber hier auf dem Schiff benehmen sie sich. Prospero scheint mal wieder beste Laune zu haben. “Seid gegrüßt, ihr Tapferen. Habt ihr es ja gerade noch aus der Suppe heraus geschafft.” Siana lacht. “Man muss auch für kleine Segnungen dankbar sein. Lief alles gut bei euch?” Prospero wiegt den Kopf. “Ich denke schon. Ich warwohl ein wenig übervorsichtig, die Truppe hatte kaum was zu tun, Senor Onid musste sich einiges einfallen lassen, um sie zu beschäftigen.” Der Riese grinst. “Hatten wohl die Hosen voll nach dem letzten Mal.” Der Söldner neben ihm, bis auf eine hässliche Würgenarbe am Hals eigentlich ein recht angenehmes Gesicht, macht das Zeichen gegen das Böse. “Wer will's ihnen verübeln? Ich wäre auch nicht wieder gekommen an deren Stelle!” Prospero mustert Boronaya, der man bei aller Haltung ihr Tagewerk ansieht, allein schon wegen der unzählichen Bamussplitter und -spreissel auf und an ihr. “Ribaldo, ihr habt doch nicht etwa meine geschätzte Collega als Lastesel eingesetzt? Sparsamkeit ist gewiss eine Tugend, aber manches ist unverzeihlich!” Fortschreitter ist das peinlich. “Ich habe schon versprochen, es gut zu machen. Wir sind nur leider gerade etwas...” Knapp bei Kasse? Offenbar. Aber Prospero reitet nicht darauf herum. “Nun, ein heisses Bad, ein gutes Essen und ein sauberes Bett sind ein guter Anfang.” Er zwinkert Fortschreitter zu. “Und eine Massage nach dem Bad ist ein erster Schritt, um tätige Reue zu beweisen!”
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 31.05.2019 22:37

9. Tag, nachmittags, Ruinensumpf -> Rossa (Boronaya)
Boronaya nickt den anderen freundlich zu, zumindest denjenigen, die sie inzwischen kennt.
Prospero antwortet sie in Ur-Tulamidya, zitiert eine Stelle der Grundausbildung der Magier:"Ein gesunder Geist benötigt einen gesunden Körper." Sie scheint es noch mit Humor nehmen zu können. Dann schaut sie ein wenig amüsiert, zwinkert kurz auch Fortschreitter zu. "Ich dachte er soll es gutmachen und nicht damit belohnt werden mich massieren zu dürfen. Aber ich sehe ihr wart erfolgreich. Irgendwann müssen sie ein eigenes Lagerhaus für euch bauen."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.06.2019 08:57

9. Tag, nachmittags, Ruinensumpf -> Rossa (Boronaya)
Prospero lacht und vervollständigt den Satz auf Urtulamidya. “Ich wette, ihr seid eurer Meisterin dankbar, dass sie euch nicht zur Stubenhockerin erzogen hat, nicht wahr? Gesunde Beine sind für einen Magus erschreckend oft lebensnotwendig.” Maushaber lächelt abgeklärt und nickt. Als Boronaya dann Fortschreitter ein wenig in die Zange nimmt, der auch prompt wieder verlegen wird, macht Prospero nur eine entschuldigende Geste und geht lieber auf ihre letzte Bemerkung ein. “Nun, zumindest haben wir etwas mitgebracht. Ob es wirklich von wissenschaftlichem Wert oder nur ein Schmuckgegegnstand für eine Grandenvilla ist, muss sich noch zeigen. Der Materialwert dürfte nicht exorbitant sein – es ist Bronze und Messing, wahrscheinlich mit einem Kern aus Eisenholz. Aber ich vergesse ganz meine Manieren! Hubertus, ihr seid euch schon begegnet?” Der ältere Magus nickt. “Oh, äh, ja, natürlich, wir wurden schon vorgestellt. Die Schülerin der berühmten Sefira, nicht wahr? Wir sind uns sogar schon einmal früher begegnet, wobei... nein, das war ja die andere, nicht wahr? Laila, so hiess sie, ja. Boronaya, sehr erfreut, wir sind gestern abend kaum ins Gespräch gekommen. Da war dieses Schlammloch, wenn mich Senor Duro nicht am Bein gepackt und hinausgezogen hätte... Wart ihr erfolgreich, Teuerste?”

29. Tag, Sandalia, Santinera (Crocodileros)
Fina hat nur Augen für Jelinea, und auch die fixiert sie. “Wo?” “In den alten Baracken auf dem Hof.” “In diesem abgeranzten Gemäuer? Von mir aus. Wann?” Alejando gehen die Pferde durch und er versetzt Jelinea eine Kopfnuss, die sie zusammenzucken lässt. “Macht ihr hier gerade ein Duell aus, oder was? Jeli, Du bist immerhin Teil unserer Partida. Fina, Du hast Dich gerade erst bei uns entschuldigt und beleidigst uns gleich wieder? Die Alten Baracken mögen keine Grandenvilla sein, aber wir leben dort und wir halten sie sauber und ordentlich.” Auch Sumaida funkelt sie an wie ein zorniges Lamm, und vielleicht gibt das sogar den Ausschlag. Jelinea wird rot. “Tut mir leid, Alejandro. Das ist eine Ehrensache. Ich wollte euch keinen Ärger machen. Aber..” Auch Fina ist rot geworden. “Das ihr da wohnt, wußte ich nicht. Das abgeranzt nehme ich zurück.”
Sie bemerken, dass sie nicht im Hafen, sondern in Sandalia sind. Und das äussert sich darin, dass zwei Gardisten auftauchen, die die beiden jungen Frauen mustern und mit der gedehnten Höflichkeit von Leuten, die die Antwort kennen und deren Geduld gering ist, fragen. “Gibt es hier ein Problem, Signoritas?” Alejandro wendet sich an sie. “Keines, dass hier gelöst werden müsste, Herr Weibel.” Fina ist versucht, die Söldlinge stolz zu ignorieren, aber ihr Selbsterhaltungstrieb übernimmt und bringt sie dazu, zu nicken. Der Ältere der beiden nickt Alejandro nicht unfreundlich zu. “Dann ist ja gut. Halt Deine Heisssporne im Griff, Junge. Sonst tun wir es.” Alejandro nickt. “Nur eine kleine Meinungsverschiedenheit unter Freunden, Herr Weibel, die auch woanders besprochen werden kann.” Der Gardist reibt es noch ein wenig rein und wendet sich an die jungen Damen. “Ihr habt euren Chef gehört. Abmarsch!” Fina läuft rot an, beherrscht sich aber. Der Gardist besteht auf Respekt. “Ich habs wohl mit den Ohren.” Er wendet sich an seinen Kameraden. “Hast Du was gehört?” Jelinea beißt die Zähne zusammen. “Jawohl, Herr Weibel.” “Geht doch.” Fina findet sich im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit und tut es Jelinea gleich. “Wir haben verstanden, Herr Weibel.” “Dann ist es ja gut, und muss nicht noch einmal erklärt werden.” Sein Blick fällt auf Sumaida, seine Haltung verändert sich ins Respektvolle, und er tippt höflich an den Rand seines Tellerhelms., “Nichts für ungut, Euer Gnaden.” Fina wird nun knallrot und schaut überrascht zu Sumaida, die daraufhin auch rot wird. Es hat sich offenbar also doch schon herumgesprochen. “Ihr tut nur eure Pflicht, Senores, der Fehler lag...uh.. bei uns.” Auch der zweite Gardist grüßt Sumaida mit einem angedeuteten Salut.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 01.06.2019 20:53

9. Tag, nachmittags, Ruinensumpf -> Rossa (Boronaya)
"Und auch hübscher anzuschauen. Aber es freut mich, dass ihr erfolgreich wart." ergänzt sie lächelnd.
"Ja die bin ich. Wir hatten uns schon getroffen und vorgestellt. Und man könnte sagen, wir sind mit Wissen aber wenig Materiellem zurückgekommen. Wie seid ihr denn in diese missliche Lage gekommen? Und wart ihr auch erfolgreich?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.06.2019 22:08

9. Tag, nachmittags, Auf der Rossa (Boronaya)
Der sicher um gut ein Dutzend Jahre reichere Magus faltet die Hände vor seinem Bauch. “Erfolgreich? Ich bin da einer sehr interessanten Sache auf der Spur, vielleicht nicht so einträglich, wie mein geschätzter Kollege, nichts für ungut, Tadaeus, aber vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, denke ich...nun, wo fange ich am besten an. Das Diamantene Sultanat! Genau.” Oh gütige Herrin Hesinde! Nein, bitte nicht! Bitte nicht jetzt, wo sie vor Müdigkeit kaum stehen kann, ihre Arme sich anfühlen wie ausgesaugt und ihre Hände wie auf die doppelte Grösse angeschwollen. Bitte keine Lehrstunde in theoretischer Magiehistorie unter besonderer Berücksichtigung saurischer Kristallomantie, bei Einbeziehung Radom Finsterfangs Experimental-Hypothesen sakraler Magieanwendung und ihrer Portierung auf die prä-gildenmagische Tradition der Kophta. Womit hat sie das verdient?
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 01.06.2019 22:55

9. Tag, nachmittags, Auf der Rossa (Boronaya)
Bei Hesindes Gnade, was hatte sie den Göttern angetan. Sie verstand nur die Hälfte von seinem Gefasel und ihr ganzer Kopf fühlt sich an, als ob er mit Schwämmen gefüllt sei. Was hatte er da gesagt. Ach verdammt, das klang wichtig.
Bevor er noch tiefer einsteigt oder sie sich blamiert, denn verstanden hatte sie bisher wenig, hebt sie einen Moment die Hände. "Signor, könnt ihr mir die Details vielleicht morgen bei einem Wein verraten. Ich bin so erschöpft, dass ich kaum gerade aus denken kann und das wäre eurem reichen Wissensschatz unwürdig. Wo speist ihr denn normalerweise zu abend?" versucht sie sich aus der Affäre zu ziehen.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.06.2019 08:47

9. Tag, nachmittags, Auf der Rossa (Boronaya)
Dommel hat tatsächlich einen Bremsweg von zwei oder drei Sätzen, wobei das auch ein einziger, langer, gewesen sein könnte. Gibt es denn etwas Schöneres, als eine hübsche junge Frau zu belehren, die noch dazu auch gerade nicht weglaufen kann? Es bedarf tatsächlich einer Berührung durch Prospero an seiner Schulter. “Hubertus, die junge Collega hatte einen langen Tag.” “Äh, ja, Entschuldigung, natürlich.” Dommel hat immerhin ihre Frage gehört und erinnert sich jetzt daran. “Ich wohne bei meiner Cousine, Donna Marietta.” Also Donna Marietta Salmoranez. “Zweiten Grades, Mein Onkel Adolphe hat Henrietta, die Schwester ihres Mannes geheiratet. Ich hoffe, ich habe euch nicht gelangweilt?” Prospero lächelt, wieder den Kobold in seinen Augen, und kommt Boronaya erneut zu Hilfe. Entweder konnte er den Ausführungen folgen, oder er hat mit den Jahren einfach genug Übung darin bekommen, so zu tun als ob. “Auf das Objekt vor Ort bezogen, grob verkürzt, ist eure Vermutung, dass ein Einschlag eines Geschosses den Tempel zerstört hat? Deutlich grösser als ein herkömmliches Katapult, aber ganz sicher nicht in der Grösse eines Himmelskörpers? Wichtig, weil alle anderen bisherigen Ruinen weder geplündert noch durch Kriegseinwirkung zerstört wirken, sofern man das nach dieser Zeit noch sagen kann. Habe ich das jetzt ungefähr ins Brabaci übersetzt?” Dommel wiegt sich, eine steile Denkerfalte auf der Stirn. “Nun, das ist nicht das Determinierende in der Causa, vielmehr... aber wenn ihr es auf die primäre Evidenz der Observation reduzieren wollt... Ja, man könnte das so ausdrücken.” Er würde offenbar noch ausholen, wie man es etwas weniger knapp, aber dafür wissenschaftlich deutlich exakter und vor allem in den Kontext eingeordnet ausdrücken könnte, aber die Rossa erreicht nun langsam Santinera.

29. Tag, Sandalia, Santinera (Crocodileros)
Die Gardisten verabschieden sich deutlich freundlicher, der Ältere erkennt nun auch in Alejandro den 'Jungen, der den Maru erledigt hat', und beglückwünscht ihn zu seiner Heldentat, bevor sie weiterziehen. Alejandro atmet tief durch. “Danke, Sumi.” “Euer Gnaden?” Fina schaut Sumaida fassungslos an. “Ich...uh..also...” Alejandro schreitet ein. “Nicht hier auf der Strasse. Fina, Du wolltest uns einen Wein austun. Was hälst Du davon, wenn wir auf dem Markt einen Krug kaufen und ein paar Rotgnitzen, und dann erklärt ihr beiden uns in den Alten Baracken, was ihr für ein Problem miteinander habt? Tut mir übrigens leid mit der Kopfnuss, Jeli.” Die nickt nur. “Paßt schon. Ist in Ordnung. Euer Gnaden?” Auch Fina nickt. Eine Duellforderung in Gegenwart einer Geweihten der Peraine auszusprechen ist eine Unhöflichkeit sondersgleichen, und man sieht ihr an, dass sie am liebsten vor Scham im Boden versinken würde.

Auf dem Markt gibt es natürlich um diese Tageszeit schon keine Rotgnitzen mehr, und sie müssen sich mit Aal begnügen. Alejandro sucht sich drei der seiner Meinung nach Besten aus und dann ziehen sie zusammen in die Alten Baracken, wo Korian gerade Ubungen mit seiner Hellebarde macht, während Rando seine und Haranas Waffe pflegt. Buki, Janis und Harana sind nicht zu sehen, aber Geräusche aus dem Waschhaus und eine Wäscheleine mit feuchten Klamotten spricht für Waschtag. Korian bemerkt sie schon im Durchgang und pausiert mit seinen Übungen. “Das ging aber schnell. Wen bringt ihr uns denn da hübsches?” Das er keine Questadora vor sich hat, ist offensichtlich. Fina zögert nur unmerklich. “Fina Riarda-Bonareth.” Sie nickt, und er tippt mit zwei Fingern einen Helmsalut an seine Schläfe. “Angenehm. Korian. Das da ist Rando, der Rest meiner Partida macht Wäsche.” Er wendet sich an Alejandro, anscheinend nicht im mindesten durch den grossen Namen beeindruckt. “Ist sie das, Bruder?” Alejandro hebt die Hände, Korians unterschwellig provokanten Ton richtig deutend. “Sie hat sich entschuldigt. Wir haben keinen Streit.” Fina hat eine Spur eingeschüchtert zu Korian geschaut, nun nickt sie, selbstbewußt und erleichtert zugleich. Korian schaut zum Kübel und zum Krug. “Was gibt es?” Jelinea macht den Mund auf, überläßt aber doch lieber erst einmal Alejandro das Reden. “Fina und Jeli haben wohl bei unterschiedlichen Schwertmeistern gelernt und müssen sich deswegen wohl duellieren um herauszufinden, wer die Bessere ist. War doch so, mein ich?” Fina wird rot, und Jelinea wagt Widerspruch. “So wie Du das sagst klingt es, als ob das albern wäre. Das ist es aber nicht. Nur in Duellen mit Ebenbürtigen können wir unsere Technik verbessern, und zwischen unseren Schulen herrscht nun einmal eine scharfe Rivalität.” Alejandro zuckt mit den Schultern. “Tut mir leid, verstehe ich ja.” Er schaut zu Fina, die, obzwar ein wenig eingeschüchtert ob der eher gegen Null gehenden Ehrerbietung, die ihr hier entgegengebracht wird, aber nicht verstimmt zu sein scheint. “Nur damit das klar ist. Wer die andere so schwer verletzt, dass Sumi nähen muss, bekommt Ärger mit mir. Ist das akzeptabel?” Sumaida nickt heftig, die Duellidee trotz der gelieferten Erklärung sehr offensichtlich für idiotisch haltend. Jelinea zögert. “Ärger?” Fina dreht prompt auf. “Hast Du Angst, er könnte dich übers Knie legen?” Sie lacht spöttisch, und Jelinea wird rot. Korian legt die Hellebarde über die Schulter. “Was passiert eigentlich mit der Verliererin?” Marico grinst. “Ausziehen!” Jelinea knufft ihn recht unsanft gegen die Schulter. “Das würde Dir so passen.” Marico steckt das weg und Fina lacht erneut. “Von mir aus. Und Du musst zugeben, dass Mestre Airecaliente der Bessere ist. Auf Knien.” Korian grinst. “Gefällt mir. Haben wir wenigstens auch was von. Will irgendwer wetten? Oder kneifst Du jetzt, Jeli? Du bist doch angeblich die Meisterschülerin gewesen.”
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 02.06.2019 23:04

9. Tag, nachmittags, Auf der Rossa (Boronaya)
Das bringt Prospero auf jeden Fall einen dankbaren Blick ein. "Auf gar keinen Fall habt ihr mich gelangweilt, aber ich könnte heute Abend nicht einmal mehr Mantikor richtig schreiben...Wenn es euch recht wäre, würde ich mich gerne einmal an einem anderen Abend darüber mit euch unterhalten. Ich würde euch eine Nachricht zukommen lassen. Welcher Abend wäre euch denn Recht," fragt sie noch nach. Spannend klingt es ja wirklich, aber davor müsste sie vermutlich einen Attributo auf sich wirken.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.06.2019 10:54

9. Tag, nachmittags, Rossa -> Gildenhaus (Boronaya)
Boronayas Angebot, ihm eine Nachricht zu schicken, nimmt der ältere Magus freundlich zur Kenntnis. “Gewiss, gewiss, Teuerste, ich würde mich freuen.” Die Rossa hat nun den Anleger erreicht, und da es keine Beute zu begutachten gibt, kann Jucho mit seiner Truppe direkt ins Gildenhaus, um sich da den freigezeichneten Auftrag auszahlen zu lassen. Fortschreitter und Siana verabschieden sich, letzterer mit dem Versprechen an Boronaya, ihr am nächsten Tag eine Nachricht zukommen zu lassen. Prospero verabschiedet sich noch am Anleger, bei ihm geht es wieder einmal ins Gildenlagerhaus zum Begutachten. Das Entladen der Lastkähne erfordert den kleinen Laufradkran am hinteren Anleger, der das Sperrgut auf zwei stabile Maultier-Einachser verlädt,und zusätzlich ein Dutzend Schauerleute, und das ganze Prozedere überläßt er seiner Assistentin Maushaber. Neben Kleinigkeiten sind es wohl vor allem zwei grosse Platten – den sofort umlaufenden Gerüchten nach bronzene Torflügel.
Das Gildenhaus ist schon recht voll, und bis Jucho bei Rijka dran kommt, dauert es ein wenig. Seine Schwester knufft ihn gegen die Schulter. “Was dagegen, wenn wir schon vorgehen? Makita, Boronaya?”

29. Tag, vormittags, Alte Baracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Jelinea läßt sich provozieren, wie so viele, die Korian angeht. “Na schön! Wir werden ja sehen!” Alejandro kratzt sich am Kopf und blickt zu Sumaida, die eher unsicher schaut. Er ringt sich durch und wird seiner Verantwortung als Anführer gerecht. “Jeli, Du läßt Dich viel zu leicht provozieren. Und Du sowieso, Fina. Wollt ihr wirklich vor uns Jungs blankziehen, nur weil ihr einen Übungskampf verliert?” Korian grinst, und sowohl Jelinea wie auch Fina schauen sich unsicher an, aber keine ist bereit, den ersten Schritt zu tun, und dann ist der Moment verpaßt. Buki kommt hinzu, nur im Hemd, nasse Wäsche über dem Arm und hängt weitere Klamotten auf. Sie hat offensichtlich nicht nur die letzten Worte gehört und gießt gleich Öl ins Feuer. “Ein Duell? Mir wurde schon langweilig. He Janis – willst Du mal sehen, wie Jeli sich nackig macht?” Die wird noch röter und Fina grinst siegesgewiss. Alejandro tritt zu Jelinea und legt ihr die Hand auf die Schulter. “Laß Dich bloss nicht kirre machen. Du hast drei Achaz abgestochen, da wirst Du doch wohl gegen sie bestehen.” Sie nickt. “So ein eingebildetes Stück!” Alejandro läßt die Hand liegen. “Laß dich nicht wütend machen. Wütende Leute machen Fehler. Immer schön ruhig bleiben, wie ein Krokodil im Wasser.” Jelinea muss unwillkürlich kichern. “Hey, das war als Ermutigung gemeint!” Sie nickt. “So ist es auch angekommen. Danke. Es ist nur...” Sie macht eine hilflose Geste. Eben genau das Beispiel, das ein Crocodilero geben würde. Aber das Lachen hat ihr geholfen, sich zu entspannen.
Buki schnappt sich einen Hut. “Also, wettet wer? Ein Oreal Einsatz! Ich setz auf die Jeli, ich will mal Grandessenmöpse sehen! Einen Oreal! Wer hält dagegen?” Harana und Janis tauchen auf, und nach kurzem Zögern setzt Janis auf Jelinea, aber offensichtlich mehr aus Loyalität als aus Überzeugung. “Im Duell ist sie mit dem Hakendolch besser dran.” Korian klopft ihm auf die Schulter. “Der Vorteil: Wir kriegen auf jeden Fall Möpse zu sehen!” Er grinst. Dann wirft er einen Oreal in Bukis Hut. “Dann halte ich mal dagegen, auf die Silberbergerin.” Er zwinkert Fina zu, und die lächelt nervös, nicht ganz unempfindlich für seinen Charme und sein Selbstbewußtsein. Harana schließt sich Korian an, Rando zögert. “Fürs Wetten ist mir mein Silber zu schade.” “Spassbremse!” Buki strubbelt ihm durchs Haar, und er gibt nach. “Na schön. Dann auch auf die Silberbergerin. Hakendolch schlägt Buckler im Duell eine gegen eine.” Alejandro ist Wetten um Geld eigentlich ebenfalls abgeneigt, aber er fühlt sch bemüssigt, seine Gruppenkameradin zu unterstützen. “Einen Oreal auf Jeli.” Sumaida nickt und flüstert. “Ich auch.” Marico zögert. Auch er riskiert ungern sein Geld, und er hat gesehen, wie schnell Fina ist. “Ich passe. Haltet mich für langweilig, aber ich wette nicht um Geld.” Buki zieht ihm eine Schnute. “Sei nicht so geizig. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.” Marico grinst. “Vom gucken wird man nicht satt.” Er dreht den Spieß um. “Aber wenn Du selbst ins Risiko gehst...” Buki läßt sich jedoch nicht so einfach provozieren, jedenfalls nicht von ihm. “Schön wär's, nicht wahr? Dann eben nicht, liebe Tante, heirate ich 'nen Onkel, ist auch ein schöner Mann.” Er grinst, und sie zwinkert ihm zu.
Der Kampfplatz wird abgesteckt, die Regeln noch einmal von Korian zusammengefasst. “Also – bis zum ersten Punkt. Die Verliererin zieht sich aus und muss sich auf Knien entschuldigen. Wer die andere ernsthaft verwundet, bekommt eine saftige Abreibung.” Buki grinst. “Melde mich freiwillig!” Sie nimmt ihre Peitsche vom Tisch und hält sie hoch. “Garantiert kein Blut, aber viel Gestöhne.” Sie grinst lasterhaft.
Fina und Jelinea schauen sich unsicher an. Mittlerweile haben beide durchschaut, dass Korian ihre Arroganz und Eitelkeit gegen sie gewendet hat, und sie sich im Bemühen, die andere ein wenig zu demütigen, in eine dumme Zwickmühle haben manövrieren lassen. Aber es fehlt ihnen wieder die Kraft, sich dagegen zu verbünden. Fina zieht ihr Rapier und macht ein paar Probeschläge, dann zieht sie aus der Rückenscheide hinter ihrer Schärpe den Hakendolch.
Jelinea legt Kürass und Helm an. “Hast Du etwa Angst vor einem Schmiss?” Fina spottet. Jelinea gelingt es, sich zu beherrschen. “Nur ein Narr trägt im Kampf keine Rüstung.” Sie dreht sich um und lässt sich von Janis den Sitz der Riemen überprüfen, dann streckt und dehnt sie sich. “Alejandro soll den Kampfrichter machen.” Der zögert, nickt dann aber, als keiner Protest einlegt. Nun zieht auch Jelinea ihr Rapier und nimmt den Buckler vom Gürtel.
Als beide Aufstellung genommen haben, tritt Alejandro in die Mitte. “Auf mein Zeichen. Möge die Bessere gewinnen!
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 03.06.2019 12:52

10. Tag, Morgens, in der Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Alricio & Goldon)

Goldon ist erfreut Alricio wieder auf den Beinen zu sehen.
"Was geschehen ist?" Er grinst böse. "Du hast dich von einer Spinne beißen lassen und deinem Körper gefiel das überhaupt nicht. Und ich musste mich um dich kümmern, dass war schon hart für mich, denn ich bin nicht besonders gut darin. Habe paar Basiskenntnisse, die die man als Gardist können sollte. Aber die Tiere hier sind gefährlich und dann ging das Trinkwasser schneller zu neige als ich bis 100 zählen konnte. Ich habe mir dann auch noch was geholt, lag wohl am schlecht abgekochtem Wasser. Ich sags dir ... wir wären beinahe schon am Steg verreckt. Also ich habe vorerst die Schnauze voll vom Dschungel."
Dann grinst er und klopt Alricio auf die Schulter: "Für einen Horasier hast du dich ganz gut gehalten. Bestimmt gab es einige die dir keine Träne nachgeweint hätten. Die Seeschlacht von Phrygaios hat vielen ihren Stolz genommen. Aber hey, viele können auch die Silberberger nicht leiden. Also was solls." Er lacht kurz.
Dann erzählt er ihm davon, wie sie die Tage im Dschungel verbrachten. Die Geschichte war schnell erzählt, das liegt natürlich auch daran, dass Goldon es gewohnt ist eher nur die Fakten und wichtige Details zu nennen, anstatt solche Vorkommnisse auszuschmücken wie es die Nordländer tun.
"Ich würde vorschlagen, wir schauen uns nach Personal um, denn ohne dieses wird Boron, der Ewige, nicht noch einmal so gnädig sein. Du siehst, er hat noch was mit uns vor!"
Dann zeigt er in Richtung Stadtteil wo das Gildenhaus steht. "Wollen wir?"

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 03.06.2019 19:41

9. Tag, nachmittags, Rossa -> Gildenhaus (Boronaya)

"Auf jeden Fall. Eure Theorie klingt zu interessant um sie nicht richtig wertzuschätzen." Sie verabschiedet sich auch freundlich von Prospero, der ihr den Hintern gerettet hat und aus dem sie ehrlich gesagt nicht schlau wird. Er war eigentlich viel zu nett, dafür, dass er so erfolgreich in der Schlangengrube Al'Anfa war.
"Ich freue mich schon darauf. Erholt euch gut," meint sie zu den beiden Auftraggebern und macht sich dann auf den Weg ins Gildenhaus.
"Nichts lieber meint sie zu dem Vorschlag. Ich glaube ein guter Masseur oder eine gute Masseurin könnte heute mein Herz erobern..."
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.06.2019 21:48

9. Tag, nachmittags, Rossa -> Gildenhaus (Boronaya)
Sie haben wieder einen gemeinsamen Weg mit einen guten Dutzend anderer Sumpfheimkehrer, die es wohl auch großteils ihren Anführern überlassen, die Bezahlung abzuholen, oder das gleich auf den abendlichen Umtrunk verschieben. Cusi treffen sie troztdem erst in der Herberge, und in der Waschküche dürfen sie sich ihren gutmütigen Spott anhören. “Haben die beiden sich mal wieder die Arbeiter gespart?” Tonarev schält sich aus ihren Klamotten. “Ich kann Dir sagen... aber Bruderherz hat ihnen schon ins Gewissen geredet, und sie haben uns zumindest das Badehaus spendiert.” Sich gegenseitig die Bambussplitter aus den Haaren zu waschen, ist alles andere als trivial, vor allem, da sie hundemüde sind, und es endet damit, dass sie sich auch einige aus den Fingern ziehen müssen. Makita fragt trotzdem nach dem Erfolg von Prosperos Unternehmung, aber Cusi winkt ab. “Das war diesmal mit Rotzen auf Kanus gefeuert. Das letztes Mal hat die Zischler derartig verschreckt, die haben in fünfhundert Schritt Entfernung Tabupfähle aufgestellt. Und die Beute... naja. Boronaya hats ja schon gehört: Ein Tor aus Bronze und Messing, nicht magisch. Ich glaub, um uns zufrieden zu stellen, haben wir noch mehr gebuddelt, als ihm eigentlich wichtig war, und sind dem Gang gefolgt in eine Kammer. Da ist noch ein bisschen was bei rum gekommen, drei oder vier Oreal zusätzlich zu den zwölfen, die wir fest bekommen haben. Kein Vergleich zu letztes Mal, aber offen gesagt: So ist's mir lieber. Aber auch bei dem Gold: Er wusste wieder mal, wo es lag. Das war wohl mal eine Schatzkammer, leider bis aufeinen traurigen Rest geräumt, nur noch ein paar komische kleine Münzbarren und sowas. Das scheint alles sehr plötzlich aufgegeben worden zu sein von den Zischlern damals. Wirkte alles verfallen, nicht zerstört. Aber unterirdisch ist's irgendwie gruselig, gerade, im Sumpf. Das kann ich gar nicht.” Makita und Tonarev schütteln sich allein bei dem Gedanken. “Wie habt ihr denn den ganzen Schlamm weg bekommen? Das würde unseren Goldesel sicher sehr interessieren.” Cusi macht das Zeichen gegen den Bösen Einfluss. “Magie, fürchte ich. Wir hatten wieder einmal Hilfe.” Es klingt nicht danach, als ob sie ohne weiteres darüber reden wolle. Draussen erklingt Juchos Stimme, wie er die Wirtin begrüsst, und sie zieht sich ihre Tunika über. “Abendessen, genau das fehlt mir jetzt. Endlich wieder eine Mahlzeit ohne die Gesellschaft von Sliff und Rodel.” “Kommst Du hinterher mit in die Bambusblüte?” Cusi zögert, schwer versucht, schüttelt aber den Kopf. “Wir treffen uns um acht im Gildenhaus, Auszahlung. Jefe mag es gar nicht, wenn man sich abseilt. Nachher zusammen saufen ist ihm wichtig. Gut für die Moral und so."
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 03.06.2019 22:50

9. Tag, nachmittags, Rossa -> Gildenhaus (Boronaya)
Dass Boronaya Dreadlocks hat, macht das Herauspulen nicht besser und man kann durchaus den ein oder anderen unterdrückten Fluch hören.
Dass die anderen diese Informationsvorteile haben ist dann noch zusätzlich frustrierend und sie bekommt ein Gefühl dafür, was Nichtmagier ihr gegenüber empfinden müssen.
"Ich wette, dass die Hilfe nicht von hier war, oder? Dass er das schon wieder schafft ist viel eher besonders, wenn ich ehrlich bin. Hattet ihr nicht vorgestern schon Hilfe, sogar zwei mal?"
Dann zieht auch sie sich etwas über. "Die beiden. Ganz ehrlich, ich weiß nicht nicht, ob ich denen in einer dunklen Gasse begegnen will..." meint sie zu Sliff und Rodel, bevor sie dann zum Essen geht.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.06.2019 08:48

9. Tag, abends, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Cusi lacht trocken. “Nein, Senor C'Tar Pilar ist gewiss nicht von hier.” Sie präsentieren sich tischfähig den anderen Gästen und es wird aufgetragen. Der Horasier ist nicht dabei, er liegt wohl krank mit einem ausklingenden Reisswasserfieber auf seiner Kammer, worum ihn keiner beneidet, weil jeder es schon mindestens einmal hatte. Aber es soll ihm dank der Dottora und guter Pflege schon deutlich besser gehen.
Nach dem Essen, als sich Juchos Truppe sammelt, um zur Bambusblüte zu gehen, nimmt die Wirtin Boronaya beiseite, und winkt auch die gerade halbwüchsige Pikita dazu. “Erzähl es ihr, Mädchen.” Die kleine Sklavn schluckt und nickt. “Also da war gestern morgen so ein Mann am Brunnen, als ich Wasser holte, der tat sehr nett und macht mir Komplimente und so. Wie die Jungs, wenn sie was von einem wollen, und so.” Sie schaut unsicher zur Wirtin, und die hebt die Augenbrauen. “Ich mahne meine Mädchen stets zur Vorsicht.” Sie schluckt. “Und er erzähte mir eine Geschichte, die mich ganz verwirrte, dass er euch liebt und nicht weiss, was ihr über ihn denkt und so, aber es lief darauf hinaus, dass er mir einen Oreal geben wollte, wenn ich eure Kammer durchsuche und ihm eure Aufzeichnungen bringe und sie hinter wieder hin tue, wenn er sie mir wieder gibt. Ich hab nein gesagt.” “Braves Mädcehen! Wie sah der Kerl aus?” “Er war groß und sprach fein. Langes schwarzes Haar, und er hatte sehr zarte Hände.” Der Beschreibung nach ist das nicht Diederich, aber es wäre auch sehr leichtsinnig von ihm, sowas selbst zu machen.
“Boronaya, kommst Du?” Makita winkt vom Durchgang her.

29. Tag, spät vormittags, Alte Baracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Sie gehen aufeinander los, und den Zuschauern wird einiges geboten. Zunächst tastetn sie sich ein wenig ab, aber das ist nur eine kurze Phase, dann wird es hitzig. Fina versucht, mit dem Hakendolch die Waffe ihrer Gegnerin zu binden und es wirkt so, als befände sich Jelinea in der Defensive. Dann aber nutzt Jelinea eine kleine Öffnung in der Deckung, drängt ins Handgemenge und haut Fina ihren Buckler mitten auf die Nase. Deren Hakendolch streift zwar ihren Kürass, aber zu schwach, um es als Treffer zu zählen, und als Fina zurückweichen will, stolpert sie über Jelineas passend gestelltes Bein. Sie fällt auf den Po und sieht prompt Jelineas Klingespitze an ihrer Kehle. “Das war unfair!” Alejandro schütelt den Kopf. “Von fair war nicht die Rede. Im Kampf geht es darum, zu überleben. Gestehst Du Deine Niederlage ein?” Fina ringt mit sich. Aber es läßt sich schwer bestreiten. “Ja. Ich hab verloren. Du kämpfst wie eine Kneipenschlägerin.” Sie muffelt. Jelinea präsentiert kurz das Rapier und steckt es dann elegant in die Scheide. Dann hält sie ihr die Hand hin. “Es geht darum zu siegen. Nicht darum, dabei gut auszusehen.” Sie schaut zu Buki. “Und bevor Du auf dumme Ideen kommst – das bischen Nasenbluten zählt nicht!” Die grinst. “Hab doch gar nichts gesagt.” Fina zögert, aber nimmt die Hand entgegen. Sie blickt zu Korian. “Das provozieren hast Du gut drauf. Wie ein Gladiator.” Korian grinst entwaffnend. “Da hab ich's gelernt.” Er schnappt sich den Weinkrug und gießt ein paar Becher ein. “Auf die Siegerin!” Jelinea lächelt unsicher. Fina ringt noch einmal mit sich, dann erfüllt sie die Bedingungen der Wette, versuchend, das Gejohle und die begehrlichen Blicke mit Humor zu nehmen, aber gerade das Niederknien kommt ihr schwer an, obwohl es Jelinea auch unangenehm zu sein scheint. Dann jedoch entspannt sich die Stimmung, und Korian legt den Arm um Finas Hüfte, zieht sie zu sich heran und drückt ihr einen Becher in die Hand. “Sieg oder Niederlage, man muss dem Publikum eine gute Schau liefern, und das hast Du! Jezt iß und trink mit uns! Aljeandro macht den besten gegrillten Fisch der Stadt!” Vielleicht würde sich Fina lieber zunächst erst einmal wieder anziehen, aber sie läßt sich mitreissen. Als man sich an den Tisch setzt und Alejandro sich nach einem Toast ans Kochen begibt, läßt sie es nach einem weiteren Becher Wein sogar zu, dass Korian sie auf seinen Schoss zieht. Buki leert ihren Becher, läßt sich nachfüllen, und prostet dann Jelinea und Fina zu. “Guter Kampf, ihr beiden. Und jetzt wollen wir den Abend mal etwas auflockern.” Sie stellt den Becher ab und zieht sich die Tunika über den Kopf. “Na, Marico, zufrieden? Ist das nicht was?” Sie streicht sich die Haare in den Nacken und drückt die Brust raus. Marico grinst und geniesst die Aussieht. Buki schaut zu Harana, und die läßt sich mitreissen, und nun wendet sich Buki auch an Jelinea und Sumaida. “Kommt schon! Zeigt den Jungs, was ihr habt!” Jelinea hebt die Hände, ist aber kurz davor, nachzugeben, um die ausgelassene Stimmung nicht zu verderben. Sumaida schüttelt den Kopf. “Ich möchte das nicht!” Buki nimmt es überhaupt nicht krumm und drängt auch nicht. “Kein Zwang Sumi, bleib locker.” Sumaida atmet auf, und nun hat auch Jelinea die Kraft, den Kopf zu schütteln. “Nicht, dass die Jungs Nasenbluten bekommen.” Sie erntet Kichern, aber zumindest Korian bedient sich schon recht freimütig bei Fina, und die läßt nun die Reste von Zurückhaltung fahren und küßt ihn. Sumaida erhebt sich beinahe geduckt. “Ich..uh...schaue mal, ob Alejandro..uh... Hilfe braucht.” Sie flieht in die Küche, und Jelinea schließt sich ihr an.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 04.06.2019 20:46

9. Tag, abends, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Der Arme," entfährt es auch Boronaya beim Essen.
Boronayas Augenbrauen ziehen sich dann bei der Geschichte zusammen. "Das wäre mir neu. Welcher Sohn einer.." sie besinnt sich gerade noch darauf, dass die Wirtin so etwas nciht möchte, bevor der Fluch vollendet wird. Kurz überegt sie auch, ob sie jemanden kennt auf den die Beschreibung passt.
"Kanntet ihr den Mann? Oder war er nicht von hier?", fragt sie noch nach. "Und habt vielen Dank. Das ist das niederträchtigste, was mir seit einer Weile passiert ist." Gut seit einer Woche vielleicht. "Ich hoffe, dass ich mich erkenntlich zeigen kann." Schade, vielleicht konnte sie morgen noch mit der Wirtin sprechen, mit etwas Vorbereitung könnte man ihm so durchaus einiges an Fehlinformationen unterjubeln.

Sie wartet noch, ob die beiden ihr noch etwas sagen können, winkt den anderen noch einen Moment zu warten, bevor sie ihnen folgt und dann auf dem Weg davon erzählt. "Wieso denn bei mir? Ich leite doch die Ausgrabungen gar nicht. Möge sein Levthansstab verwelken..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.06.2019 23:08

9. Tag, abends, Herberge Arangenbäume -> Badehaus Bambusblüte, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Konkrete weitere Informationen haben weder Pikita noch Senora Ponches, allerdings haben sie wohl auch keine eigenen Nachforschungen angestellt.
Ihre Kameraden hingegen empören sich mit ihr, und versuchen dann, sich einen Reim darauf zu machen. “Ist schon komisch. Erst heuert diese Frau Vecna und Shiri an, dich und Fortschreitter auszuspionieren, und ziemlich zeitgleich ein 'schöner Mann', der sich an die kleine Pikita ranmacht. Entweder wissen die zuwenig von Dir, oder wir.” Jucho grinst mit einem entschuldigenden Welpenblick. “Was ich meine, Du bist jetzt grade mal eine Woche hier. Was glaubt der denn, steht in Deinen Aufzeichnungen?” Tonarev nickt. “Oder sie denken, Du bist ein leichtes Ziel.” Sertudo erwartet sie vor der Bambusblüte, und nach dem Zahlen trennt es sich trotz des gemischten Badebeckens zum Waschen erst einmal nach Geschlechtern, und sie sehen sich erst wieder, als sie in das angenehm warme, beinahe heisse Becken steigen.
Da sie direkt nach dem Essen gekommen sind, sind noch kaum andere Gäste da, nur drei ältere Männer, die bemerkenswert abgeklärt auf ihre weiblichen Reize reagieren und nicht starren, eine junge Thalusierin, die auch Boronaya zuerst für ein Mädchen gehalten hätte, wenn da nicht die eiserne Gildenmarke um ihren Hals gehangen hätte, und die sie erst auf den dritten Blick als Inazuna wieder erkennt. Als ihre Blicke sich treffen nickt sie ihnen höflich zu, wirkt aber so, als wolle sie ihre Ruhe haben.
Schliesslich auf einem der Massagetische hinter der Sichtwand ein Söldner, der offenbar schwer unter Verspannungen leidet und sich grunzend und stöhnend von einer der Badehelferinnen massieren lässt, wohl tatsächlich massieren, denn er klingt eher wie ein Bär im Verdauungsschlaf. Eine zweite Sklavin bedient in einer weit ausgeschnittenen Tunika hinter einem Tresen, und als Jucho ihr zuwinkt, bringt sie einen Krug Sangria und ein paar einfache Holzbecher. Sertudo wurde mittlerweile eingeweiht, und er, der einzige der Partida, der mehr oder weniger aus Santinera kommt, fragt prompt die Bedienung. “Liessa, sag mal, hast Du die beiden schon mal gesehen? Eine schöne Frau, Städterin, langes, lockiges Haar, Seidenkleider. Ein Typ, wohl auch Städter, auch gut aussehend, besonders zarte Hände?” Das Sklavenmädchen stellt das Tablett ab. “Meinst Du Pala, diese Magierin mit dem Brandmal im Ausschnitt und ihren Schreiber? Ja, die waren hier. Sie hat mit ihren Möpsen angegeben und dann, als die Kerle ansprangen, auf unnahbar gemacht. Der Schreiber heisst Piri, glaube ich. Sehr nett, aber irgendwie etwas windig.” Sie lächelt. “Hat sich von mir massieren lassen, ausgiebig. War sehr neugierig.” Sie zwinkert Bule zu, und lässt aus reiner Bosheit einen Träger über die Schulter rutschen, so dass aus dem Einblick eher ein Ausblick wird, und Bule prompt seinem Spitznamen alle Ehre macht, obwohl doch Tonarev, Makita, Boronaya und die Thalusierin mehr oder weniger nackt neben ihm im Becken sitzen. “Gegen eine richtige Massage hätte ich heute auch nichts.” Jucho hebt seine Hände, die deutliche Spuren der zweitägigen Arbeit im Bambus zeigen. Liessa lächelt. “Nur eine richtige? Schade! Aber jetzt habe ich noch Zeit, gerne.” “Was wollten sie denn wissen?” Tonarev übernimmt für ihren Bruder das fragen. Als Liessas Lächeln nahelegt, dass die Qualität der Antworten etwas mit der Reichhaltigkeit der örtlichen Kupfervorkommen zu tun haben könnte, hebt auch sie die Hände. “Eine Massage könnte ich auch gebrauchen.” Sertudo schliesst sich an. “Ich auch. Allerdings ohne Extras – sonst bekomme ich Ärger.” Die junge Sklavin lacht. “Extras kosten sowieso extra. Und mehr als eine einfühlsame Massage wird's eh nicht, der rote Mungo ist zu Besuch.” Sie schenkt die Becher voll und streift dann den Träger ihrer Tunika wieder hoch über die Schulter. “Viel hab ich nicht gehört, aber ein bischen schon.” Sie schaut zum Sichtschutz, hinter dem sich die Massagebänke befinden. “Wer will zuerst?”

29. Tag, spät vormttags, Alte Baracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Alejandro ist gut beschäftigt, auch wenn er natürlich mitbekommen hat, was auf dem Hof vor sich geht. “Schön, dass ihr mir helft. Machen wir etwas Reis dazu, damit es für alle reicht.” Sumaida nickt und macht sich an die Arbeit. “Ich kann das einfach nicht.” Jelinea nickt, sie spricht ihr aus der Seele.” Aljeandro wird rot, zumal Buki gerade auf den Tisch gestiegen ist und sich mit aufreizender Pose auch ihr Höschen auszieht. “Ich auch nicht. Es ist aber in Ordnung, wenn sie Spaß dran haben.” Jelinea nickt, und man sieht ihr an, dass sie sich fragt, ob es ihr vielleicht an Humor mangelt, oder sie zu prüde ist. Sie schaut verstohlen nach draussen. “Wie lange läuft das schon mit Harana und Janis?” Alejandro bekommt rote Ohren. “Ich mein... da läuft gar nicht richtig was. Die haben nur etwas Spass, mein ich.” Sumaida schaut mitfühlend zu Jelinea, die sich irgendwie gedemütig vorkommt, als Harana sich rittlings bei Janis auf den Schoss setzt. “Ich bin nicht prüde. Und er kann machen, was er will.” Alejandro reicht ihr einen Korb mit Obst. “Kannst Du das für Sangria kleinschneiden? Und denk bitte bei den Bananen nicht an das Falsche, sonst bekome ich Angst, wenn du sie in Streifen schneidest und klein hackst.” Sein Scherz bringt erst Sumaida, dann auch Jelinea zum Kichern, und sie entspannen sich.
Jelinea schnibbelt die ihr anvertrauten Früchte auf und schiebt sie dann in den Krug. “Aber was anderes. Was war das eben bei den Wachen, Sumi? Ich weiss, Du hast die letzten Tage bei Dottora Altana verbraucht... Euer Gnaden? Ich hab das im Sumpf nicht so ganz mitbekommen. Du bist geweiht?” Sumaida wird rot. “Ich..uh... Sie...uh...” Alejandro kommt ihr zu Hilfe. “Dottora Altana ist Schwester des Ordens des Heiligen Therbuns. Und nach ausgiebiger Prüfung hat sie Sumaida ordiniert. Sumaida war ja ohnehin schon Akolytin.” Jelinea schaut zu Sumaida. Die ist hochrot. “Der Tempel muss das noch... uh... bestätigen. Aber ich habe die Liebe der Gütigen gespürt.” Sie strahlt. Jelinea ist schwer beeindruckt. Dann schaut sie zu Aljandro. “Darfst Du denn dann einfach so weiter auf Queste gehen?” Sumaida nickt. “Ja, natürlich.” “Echt?” Sumaida nickt erneut, überzeugt, weil sie Maree genau diese wichtige Frage selber gestellt hat. “Die Kirche der Gütigen ist nicht so hierarchisch wie die Kirche des Herrn des Schlafes oder des Herrn Praios, und insbesondere der Orden des heiligen Therbun.... Dottora Altana lebt ja auch hier. Jeder muss seinen eigenen Weg zur Gütigen finden.”
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 05.06.2019 10:01

10. Tag, Morgens, Sandalia > Gildenhaus, Santinera (Alricio & Goldon)

Die beiden schlendern gemütlich die Gassen entlang und tauschen sich aus. Goldon bemerkt das Alricio noch nicht ganz auf der Höhe ist, bei ihm war es ähnlich, bei körperlicher Anstrengung war er immer noch am schwitzen wie ein Schwein.
"Ich bin gespannt was heute die Götter wieder für uns auskoren haben," leichter Hohn liegt in Goldons Stimme, "ich bin fest davon überzeugt, dass es ab jetzt nur noch bergauf gehen wird." Das war bei dem was er bisher hier erlebt hat auch nicht schwer, außer vielleicht die schöne Summe die es bei Prosperos Mission gab.
"Ich denke, einen Eskortauftrag könnten wir annehmen, es sei denn dieser würde in den Dschungel gehen! Ich kann es aber nur wiederholen, ohne Kundschaftern und Heilern werden wir nicht weit kommen. Wer sorgt eigentlich für die Sicherheit Santineras? Stadtwachen habe ich gesehen, aber wieviele gibt es von denen? Denn Glücksritter, Söldner und andere Abenteuerer gibt es hier ja genügend."
Er überlegt als er so durch die Gassen zieht, wieviele Büttel oder Stadtwachen er bisher gesehen hatte und versucht hochzurechnen auf wieviele Büttel, Stadtwachen ein Gildenangehöriger kommt.
"Du kannst dich glücklich schätzen, dass Bruder Borrogio die Medizin für dich bezahlt hat. Er hat ein gutes Herz", stellt er noch mal klar, natürlich war jeder Priester besorgt um das Seelenheil und Gesundheit der Gläubigen. Doch reell war es nicht möglich jeden zu versorgen, erstens gibt es nicht für alle Probleme genügend Priester und zweitens auch nicht genügend Mittel um allen Bedürftigen von ihren Lasten zu befreien.
"Ah, schau, wir sind da!"

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.06.2019 10:46

10. Tag, morgens, auf dem Weg zum Gildenhaus. (Goldon, Alricio)
Auf dem Weg geht Goldon aus dem Gedächtnis durch, wo er bislang Stadtwachen gesehen hat. Es ist eine überschaubare Anzahl. An den Viertelgrenzen, am Platz der Helden, auf dem Markt, natürlich an den Toren, und die eine oder andere Streife. Allzu viele sind es nicht, und die meisten schienen gestandene Männer oder Frauen. Keine Kampfeinheit, sondern eine Ordnungsmacht. Auch wenn es etwas gegen seinen Stolz gehen mag, wirken sie deutlich integerer als die wegen miserabler Bezahlung fast durchweg käuflichen Statdgardisten der Metropole. Aber natürlich läßt sich eine überschaubare Kleinstadt in geregelten Machtverhältnissen einfacher regieren als die ausufernde Metropole.
Der kleine Flottenposten am Nordende des Hafens ist mehr ein Kontor und Magazin. Eine Garnison gibt es da nicht – wozu auch? Das ist ist zwar mehr oder weniger die Grenze des Imperiums, aber keine Aussengrenze zu einer anderen Macht. Einmal im Mond kommt ein Rotzenboot der Flotte vorbei, und das scheint zu reichen.
Aber ihm fällt auch ein, was ihm über die Zerschlagung der Truppe jener Condottiera berichtet wurde, die die Gilde sprengen wollte. Das haben die herrschenden Familien mit ihren Haustruppen gemacht – bei den Viehzüchtern Macalinto sind das die Gauchos. Sehr schnell, präzise und beinahe zornbrechtisch rabiat. Die Schlagkraft der Salmoranez ist schwerer zu beurteilen, aber wenn sie ihren Reichtum nicht schützen würden, hätte sich garantiert längst jemand gefunden, der sie davon befreit. Es handelt sich hier wohl um die – ausser bei den Zornbrechts – klassische alanfanische Methode der eisernen Faust im Samthandschuh.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 05.06.2019 15:53

9. Tag, abends, Herberge Arangenbäume -> Badehaus Bambusblüte, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ahh du hast mich ertappt. EIgentlich bin ich heimlich Erzmagierin und Spektabilität," meint sie kopfschüttelnd. "Ich glaube eine Mischung aus beidem oder sie denken, sie kommen über mich an Prospero oder Fortschreitter ran..."

Im Bad angekommen ist Boronaya ein wenig unsicher, auch wenn sie versucht es zu überspielen, immerhin ist das das erste Mal in einem solchen Bad oder Etablissement. Was sie nie zugeben würde, aber wer Erfahrung hat, kann ihr das schon ansehen, auch die etwas geröteten Wangen verraten das durchaus. SIe wirkt nicht prüde oder verstpóckt, aber einfach neu. So ist sie auch froh, als sie im Wasser verschwinden kann. Als sich dann antworten auf die Fragen ergeben , keimt erkennen in ihr auf. War die nicht am Hafen gestanden? Mit dem Rabengardisten. Diese falsche Sch...
Als sich die anderen melden und klar ist, dass das mehr Informationen verspricht, meldet sie sich auch. "ich könnte auch eine Massage vertragen, Herrin der Becken. Wenn es eurer Erinnerung hilft gerne auch eine ausführlichere Massage." Hier passen Wort und Betonung nicht zusammen. Man könnte meinen sie meint wirklich einfach eine längere Massage, aber... Dann schaut sie sich um und nachdem niemand sich vordrängelt und auch Jucho nicht gleich hier geschrien hat, nimmt sie das als Einlaudung. "Wenn ihr nichts dagegen habt?" fragt sie noch die anderen und trinkt einen Schluck Sangria.
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Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 05.06.2019 18:03

10. Tag, morgens, auf dem Weg zum Gildenhaus. (Goldon, Alricio)

"Eine Spinne? Ich mochte Spinne, die größer als SO sind, noch nie." Zwischen Daumen und Zeigefinger passt gerade mal ein Reiskorn. "Phrygaios? Ach, weißt du, Politik ist wie das Wetter: man kann es eh nicht ändern, also macht es wenig Sinn, sich aufzuregen. Außer natürlich, wenn es gegen die verfluchten Alanfaner geht." Alricio zwinkert Goldon zu. "War nur ein Scherz. Mir sind alle Menschen recht, nette Leute und Arschlöcher trifft man überall, soweit ich das sehe.
Aber ja, du hast recht, wir sollten nicht noch einmal zu zweit in den Dschungel, das wird wieder schiefgehen. Eskorte geht klar, damit kenne ich mich auch deutlich besser aus. Vielleicht haben wir Glück. Wobei es vermutlich zu spät ist. Na, mal sehen.
Zwei Fragen habe ich noch: weißt du, was aus der hübschen Grandessa geworden ist? Ich hab gehört, sie sei verschwunden? Und zweitens: wem schulde ich jetzt alles meinen Dank und wem noch zusätzlich Geld? Ich will nicht mit Schulden aus dieser Welt gehen!", erklärt er frohen Mutes.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.06.2019 22:59

9. Tag, abends, Badehaus Bambusblüte, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ihre Kameraden lassen ihr den Vortritt. “Ihr werdet es geniessen, Gelehrte Dame.” Liessa reicht ihr die Hand und führt sie hinter den Sichtschutz. Sie müssen an der Nische mit dem Questador vorbei, und für einen Augenblick bekommt Boronaya doch einen Anfall akuter Scham, stellt dann aber fest, dass es gar nicht so orgiastisch ist, wie befürchtet. Das auf dem Bauch liegende Ungetüm in Menschengstalt auf dem steinernen Massagetisch ist Duro, und er ist zwar nackt, aber dank Körperbehaarung wieder doch nicht. Wenn er den Kopf gesenkt hält, würde er wahrscheinlich als Bär durchgehen. Auch seine Masseuse ist bis auf ein Sklavenhalsband splitternackt, so dass man zumindest von einem rahjaischen Beiprogramm sprechen kann, aber tatsächlich tritt sie ihn gerade, wenn auch vorsichtig und gezielt, mit Füssen. Aber Boronaya kann sich auch nicht vorstellen, dass man diese Muskelberge mit zarter Frauenhand durchkneten kann. Er hebt natürlich den Kopf, als er sie erblickt, und seinen strahlenden Augen und seinem Grinsen nach zu urteilen hat sie ihm gerade den Abend versüsst. “Rahja zum Grusse, Gelehrte Dame!” Ihm gefällt eindeutig, was er sieht, aber er scheint tatsächlich ein Gespür dafür zu haben, ob Frauen gerade von ihm angegraben werden wollen oder nicht, und er schliesst die Augen wieder und grunzt wohlig. “Ja, genau da!” Die Sklavin marschiert wieder zu der Stelle, wo sie eben war.
Die Nische nebenan ist noch frei, und Boronaya nimmt auf dem Tisch Platz. Liessa beginnt mit der Massage, und es fühlt sich gut an. “Nun, was möchtet ihr wissen?”

10. Tag, morgens, auf dem Weg zum Gildenhaus. (Goldon, Alricio)
Im Gildenhaus ist nicht gerade viel los, kaum überraschend, und ein Blick aufs schwarze Brett und die nicht gerade leeren Tische sagt ihnen schon von weitem, dass es offenbar nicht genug Aufträge für alle gab. Der Auftrag, an dem sie sich die Zähne ausgebissen haben, hängt immer noch, beziehungsweise wieder da, offenbar hat es niemanden verlockt.
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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 06.06.2019 00:15

9. Tag, abends, Badehaus Bambusblüte, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Da bin ich mir sicher," lächelt sie zurück und folgt ihr hinter den Sichtschutz. Als sie Duri erblickt und gegrüßt wird, errötet sie wieder, auch wenn sie alles daran setzt sich keine Nervosität anmerken zu lassen. "Radscha zum Gruße Duro."
Sie nimmt bereitwillig auf der Liege Platz und die ersten Sekunden kann sie auch nciht anders als wohlig zu stöhnen, sich erst dann bewusst werden wie das klingen mag, aber es tut so gut. Die verspannten Muskeln beginnen sich zu lockern. Süßer Schmerz..."Mhhm. Ohh bei Radscha... Ähmm. Eigentlich so viel ihr mir verraten könnt über diese Magierin und ihren Schreiber. Was wollten sie wissen, wo wohnen sie, wenn ihr euch an solche Sachen erinnern könnt. "
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.06.2019 12:52

9. Tag, abends, Badehaus Bambusblüte, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Vielleicht sind die Badesklaven in Sefiras Palast begabter, aber gerade im Moment befindet sich Boronaya im Himmel. Liessa läßt sich ein wneig Ziet und erzählt dann. “Die Magierin heisst Paladrine, nennt sich aber Pala, ihren Nachnamen kenne ich nicht. Sie ist seit einer guten Woche in der Stadt und ist zusammen mit einem Schreiber angekommen, Piriones, oder Piri. Ein sehr hübscher Mann, etwas älter als sie und auch gewitzter. Sie waren nur zweimal hier bisher. Sie kommt aus Mirham, und war wohl früher mal Sklavin, jedenfalls trägt sie ein Brandmal auf dem Brustbein. Sie ist wirklich schön – üppig, breite Hüften, schmale Taille, große Augen, gepflegte Haut.” Und dann ein Brandmal im Ausschnitt? Dann ist das nicht das erste Mal, dass sie Ärger bekommt. “Hat den Kerlen hier schöne Augen gemacht und ihre Möpse ins Gesicht gehalten, und als ihr dann einer an den Po faßte, ist sie beinahe ausgerastet.” Sie schnaubt. “Ich meine, sie wusste schon, wo sie hier ist. Wenn man hier nur einfach badet, packt einen auch keiner an. Sonst schmeisst die Patrona den Kerl achtkantig raus. Aber wenn mans selbst herausfordert ist man auch selber schuld.” Sie schüttelt den Kopf und verpaßt Boronaya einen kleinen Klaps, wohl um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen. “Sie hat zunächst im Palmenhaus gewohnt, das ist eine sehr respektable Herberge oben am Hang, nur für Frauen. Aber ich habe ghört, dass die Wirtin sie gebeten hat, zu gehen. Ich weiss nicht warum, abr es wird schon seinen Grund haben. Die beiden haben hier die Gäste ausgefragt nach den Auftraggebern, besonders den Magiern. Ich mein, das kommt schon vor, aber sie haben es etwas übertrieben, es klang ein bischen so, als wollten sie die auskundschaften.” Und da die Questadoren mal für den einen, mal für den anderen arbeiten, und natürlich die erfolgreichsten Auftraggeber deswegen auch die beliebtesten sind, muss man sowas sicherlich mit viel Fingerspitzengefühl anleiern.
“Ich hab gehört, sie wohnt jetzt in der Püschelgasse neben der Herberge, die Senor Diederich mit seinem Gefolge belegt hat.” Nebenan erklingt ein Schnarchen, dann ein lautes Klatschen und ein belustigt-empörtes. “Du kannst doch nicht einfach einschlafen, während ich nackig auf Dir sitze, Du grober Klotz!” “Verzeih mir vielmals, meine Antilope.” “Pfff! He - Lass das!” Die Masseuse kichert. “Ich bin mit Deinen Beinen noch nicht fertig. Beherrsche dich solange, Unersättlicher!” ”Ich bin Wachs in Deinen Händen!” “Schön wär's! Ebensogut könnte ich einen Mohagonistamm massieren!”
Auch Liessa kichert, wird dann etwas ernster. “Der Schreiber war auch zweimal hier, einmal mit ihr zusammen, da tat sie so, als wären sie nicht zusammen, aber ihr hättet sie sehen sollen, als er versuchte, mit Netta anzubändeln. Die hat ihn ablitzen lassen. Bei Nikka hatte er dann Erfolg. Er hat schon was.” Scheint ein Fall von 'Der Kopf sagt nein, der Bauch sagt ja' zu sein.
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 06.06.2019 13:02

10. Tag, morgens, im Gildenhaus (Goldon, Alricio)
Über Alricio ironischem Humor muss Goldon lachen, zumindest spielten sie in der gleichen Liga.
"Ich weiß nicht was aus der hübschen Grandessa geworden ist, aber das werden wir hier bestimmt herausfinden können", er sieht sich um und sucht nach einem ihm bekannten Gesicht.
"Und Dank schuldest du Boron, seinem Priester und der Dottora, wie auch denen die dich gepflegt haben. Das mit dem Geld, ich weiß nicht recht, Bruder Borrogio wird es dich schon wissen lassen, ob er das Geld zurück haben möchte oder dafür einen kleinen Gefallen von dir erwartet", antwortet er achselzuckend.
"Hmm, das Brett ist leer und der olle Auftrag hängt wieder da. Jetzt wissen wir warum den Keiner an sich genommen hat. Wir lernen bestimmt daraus." Er lacht.
Bisher hatte er den Eindruck, dass es gut ist Reijka anzuvertrauen was man sucht. War sie anwesenden?

Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.06.2019 13:13

Tag 10 vormittags, Im Gildenhaus in Portas, Santinera (Alricio, Goldon)
Während er sich noch umschaut, kommen zwei junge Frauen an ihren Tisch, oder genauer eine, mit einer anderen im Schlepptau. Sie dürften so um die achtzehn oder neunzehn Sommer zählen, und es steckt deutlich mehr Moha als Mittelländer in ihnen. Ihre Kleidung ist zweckmässig, aber recht einfach: ordentlich geflickte Lederhosen, Wickelgamaschen, sauber und gut gepflegte Halbstiefel und eine eher grobe Leinentunika. Die vordere grüßt sie selbstbewusst, vielleicht etwas selbstbewusster als sie tatsächlich ist.. “Hola Senores! Signorita Rijka sagte mir, ihr sucht noch eine Partida, die sich im Dschungel und im Sumpf auskennt. Ich bin Vecna, das ist meine Cousine Shiri.” Diese hebt grüssend die Hand und lächelt scheu. Vecna reckt ihre jugendliche Brust, ein recht hübscher Anblick, auch wenn die Leinentunika, in der sie steckt, ziemlich abgetragen ist. “Wir sind gute Schützen und Kundschafter, und könnten noch zwei Fechter gebrauchen, damit wir vernünftige Eskorten machen können. Rijka sagte, ihr wäret ehrliche Leute. Wie wär's? Wollt ihr nicht bei uns mitmachen?” Sie scheint sich für eine Anführerin zu halten. Was ja immerhin eine notwendige Voraussetzung für den Posten ist.
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Lokwai
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Lokwai » 06.06.2019 17:10

Tag 10 vormittags, Im Gildenhaus in Portas, Santinera (Alricio, Goldon)
Als die beiden Mädels an ihren Tisch kommen und sich vorstellen bzw. sie zu ihrer Partida einladen wollen, runzelt Goldon die Stirn und blickt zu Alricio hinüber. Ein Grinsen kann er kaum sich verkneifen.
Dann wendet er sich wieder den beiden Mädels zu, mustert beide, und spricht dann Vecna an.
"Hola Senoritas, es freut mich eure Bekanntschaft machen zu dürfen. Das neben mir ist Alricio und ich heiße Goldon, Gardist der Stadt des Schweigens ... es tut mir leid, leider können wir euch nicht beitreten. Denn wir sind schon eine Partida und suchen Kundschafter und Heiler, beide sollten mit Waffen umgehen können, egal ob Fern- oder Nahkampf. Ich denke ihr würdet gut zu uns passen. Das einzige Problem was ich sehen, dass ich hier der Anführer sein werde ... kommt ihr damit klar sind wir im Geschäft. Also was meint ihr? Oder wie siehst du das, Alricio?"

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