DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Fjolnir Draugertöter Torbrandson
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Fjolnir Draugertöter Torbrandson » 30.11.2018 22:58

Tag 2, Abends im Gildenhaus in Portas, Santinera (Isna-Inti Strang)

Insgesamt macht Isna-Inti einen sehr verlorenen und ratlosen Eindruck und macht damit ihrem Waldmenschennamen alle Ehre. Zwar beruhigt sie sich und weint nicht mehr, vielleicht auch weil sie sich als Kriegerin schämt, vor den Bleichgesichtern zu weinen. "Danke für Worte was ihr sagt, Duro-stark wie Wasserbüffel, Sylla-Haar wie Sonne und Paco. Ich weiß nicht gerade was ich machen soll. Ob ich warten soll, bis Gonrales-Stamm war bei Echslinge oder ob ich reisen soll zu Makimaki, die komisch sprechen
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.12.2018 15:57

2.Tag, Abends, Gildenhaus in Portas, Santinera
Die Questadoren schweigen einen Moment. Questadoren sind frei, aber Freiheit erfordert Entschlossenheit, und es kommt ihnen nicht wirklich in den Sinn, Isna-Inti nahe zu legen, was sie tun soll. Dann leert Duro seinen Humpen. „Trink erst mal einen drauf und schlaf drüber. Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus. Und falls Du Gesellschaft brauchst...“ Er grinst breit und einladend und bekommt nun doch noch eine Kopfnuss von Ranica. Sylla seufzt. „Du denkst tatsächlich nur ans saufen und vögeln. Eine Schande, dass Du so ein guter Fechter bist.“ „Ich bin halt leicht zufrieden zu stellen.“ Ranica grinst. „Na, wenn das so ist, dann lasse ich es mal drauf ankommen. Morgen geht es wieder in den Sumpf, da lass ich es mir gerne vorher noch mal ausgiebig besorgen.“ Sylla schüttelt den Kopf, Duro aber zieht Ranica grinsend auf seinen Schoss. „Habe ich Dir schon gesagt, was ich an Dir so schätze?“ Ranica grinst zurück. „Lass es lieber, ich könnte mich noch anders entscheiden.“ Paco wendet sich an Isna-Inti. „Duro hat recht. Schlaf noch mal drüber. Ansonsten drücke ich Dir die Daumen.“ Er lächelt. Duro und Ranica erheben sich. „Wir gehen dann mal die Affen zählen.“ Duro nickt Isna-Inti noch mal zu. „Kopf hoch, Kleine. Wird schon werden. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

7. Tag, kurz nach Mittag, mitten irgendwo im Dschungel:
Die Moha reicht ihre Waffen einem der Männer, und deren Gesichter zeigen eine Mischung aus Resignation und Vorfreude auf bevorstehendes Amüsement. Die Kriegerin tritt vor und hebt die Fäuste. “Ich bin Tamaka Kami! Ich bin unbesiegt im Zweikampf! Ich breche Dir die Knochen, Du lügende Bleichhaut!” Alejandro lockert seine Muskeln und reicht Mariko seinen Waffengürtel. “Die wird Huruzat können.” “Läßt sich nicht ändern.” Alejandro schlägt die Faust in die hohle Hand. “Ich bin Alejandro, und wir werden sehen, wer der Bessere ist.”
Erst einmal sind seine Nehmerqualitäten gefragt, denn Tamaka Kami ist schnell und tritt wie erwartet zu wie ein Muli. Mangels eigener Huruzatkenntnisse muss Alejandro sich aufs Blocken und Ausweichen verlegen, und das gelingt nur mässig – allerdings fängt seine Krötenhaut einiges ab, zu Tamakas Frustration. “Du kämpfst gar nicht richtig Du feige...” Welches Schimpfwort sie ihm an den Kopf werfen wollte, wird nicht mehr geklärt, denn Alejandro erkennt eine Öffnung und geht mit ihr in den Ringkampf. Sie zappelt wild, und beinahe erinnert sie Sumaida an das Krokodil auf der Sandbank, das Marico verletzt hat. Aber je mehr sie zappelt, desto mehr scheint sich Alejandros Klammergriff zu festigen, und dann hat er die Druckpunkte für den Mantisgriff. “Gib auf. Du hast verloren.” Sie spannt alle ihre Muskeln an, aber kann nicht wieder die Hebelkraft. “Bring es zuende, Bleichhaut.” Jetzt wird Alejandro böse. “Zuende? Du dummes Stück willst wegen so einer albernen Niederlage Dein Leben wegwerfen?” Sie versucht erneut sich zu befreien, aber es ist aussichtslos. “Ich habe verloren.” “Ja, das hast Du.” Alejandro läßt sie aus und steht auf, seine Muskeln ausschüttelnd, und die umstehenden Mohas entspannen sich und nicken ihm anerkennend zu. Sie erhebt sich ebenfalls. “Du bist ein Tamaka ebenbürtiger Kämpfer. Willst Du Liebe mit mir machen?” Alejandro schaut sie ratlos an. “Was?” Sumaida muss kichern, aber Alejandro schüttelt den Kopf. “Du hast mir eben in die Eier getreten! Nein, ich will nicht mit Dir Liebe machen. Ich mag keine Frauen, die sich grundlos mit mir prügeln wollen.” Sumaida kann sich gar nicht beherrschen, vielleicht weil die Anspannung des Kampfes vorüber ist, und ihr glockenhelles Kichern steckt die anderen Mohas an, erst die Blasrohrschützin, dann die Männer. Tamaka sieht ihn fassungslos an, die Zurückweisung ist ihr offenbar vollkommen unerklärlich. “Aber wir haben gekämpft! Du hast Dir Tamakas Achtung erkämpft. Eben hast Du gesagt, Du findest mich hübsch.” Sumaida prustet immer noch. “Tu Dir keinen Zwang an, Alejandro.” Der schüttelt wieder den Kopf. “Da hattest Du mir noch nicht ins Gurkenbeet getreten.” Sumaida muss wieder prusten. “Hey, das hat weh getan!” Sie schüttelt den Kopf und hebt die Hand. “Tut mir leid, ich weiss, aber das ist so unfreiwillig komisch.” Tamaka hat sich offenbar entschlossen, dass jemand, der nicht mit ihr Liebe machen will, äusserst dumm sein muss, aber andererseits scheint sie auch trotzig nun erst recht zu wollen, gerade weil die dumme Bleichhaut sie nicht will. “Ich bin eine grosse Kriegerin. Du solltest sehr glücklich sein, dass Dich erwähle! Und ich mache sehr gute Liebe!” Marica brummt. “Was stellst Du Dich so an. Sie sieht doch scharf aus.” Alejandra knurrt zurück. “Sie hat mir eben erst in die Eier getreten. Ihr mögt das ja witzig finden. Sie ist ein eitles, eingebildetes Miststück.” Sumaida kommen die Tränen vor Lachen. “Tut mir wirklich leid.” Tamaka wird böse. “Lacht Helles Haar mich aus?” Alejandro schüttelt den Kopf. “Nein, sie lacht mich aus, weil ich nicht mit Dir Liebe machen will.” Sumaida wird etwas ernster. “So war das nicht gemeint!” Alejandros Antwort besänftigt Tamaka immerhin etwas. “Helles Haar ist klüger als Du!” Alejandro lacht nun auch mit. “Ja, ganz ohne Zweifel.” Marico mustert Tamaka, die tatsächlich nicht gerade hässlich ist. “Also ich würd's machen.” Tamaka versteht ihn, auch wenn er Garethi gesprochen hat, der Tonfall ist einfach zu klar. Sie mustert ihn von oben herab, obwohl sie eher einen Zentimeter kleiner ist als er. “Tamaka macht nur mit großen Kriegern Liebe!” Alejandro unterstützt seinen Freund prompt. “Marico ist dort, wo ich herkomme, der beste Krokodiljäger. Und er ist stärker als ich.” Sumaida hält die Hand vor den Mund, aber als ihre Blicke sich mit der jungen Moha, die das Blasrohr hat, kreuzen, müssen sie beide wieder losprusten ob der Gockelei. Tamaka ist sich unsicher – ganz augenscheinlich beeindruckt sowohl sie wie auch die anderen die Bezeichnung 'Krokodiljäger' nicht wenig. ”Wenn Du ein so großer Jäger bist, warum folgst Du dann einem so dummen Mann wie ihm?” Marico grinst. “Er hat gute Einfälle und die Geister beschützen ihn.” Aljedanro wirft ihm einen Seitenblick zu. “Seit wann das denn? Also das mit den Geistern?” “Du lebst doch noch, oder?” Tamaka wechselt nun einen Blick mit der anderen jungen Jägerin. “Du tötest wirklich Krokodile?” Sie blickt zu Sumaida, aber die nickt. Nun sind die Mohas tatsächlich beeindruckt, und einer der Jungkrieger meldet sich zu Wort. “Mit dem Donnerstock?” “Nein, mit Stab, Schlinge und Messer. Allerdings zu zweit.” Marico bleibt bei der Wahrheit. Der Krieger schaut beeindruckt, aber immer noch zweifelnd, dann deutet er auf Sumaida. “Mit ihren Geisterkräften?” Sumaida schaut fragend, aber Alejandro hat ihn verstanden. “Er glaubt, dass Du zaubern kannst. Er hält dich für unsere Schamanin oder sowas. Liegt er ja auch gar nicht so falsch.” Sumaida schüttelt den Kopf. “Ich kenne mich nur gut mit Kräutern aus.” Der Krieger wechselt einen Blick mit den anderen beiden Kriegern und schaut dann Marico an. “Wenn Du vor unseren Augen ein Krokodil mit Stab, Schlinge und Messer tötest, dann wollen sicher alle jungen Frauen mit Dir Liebe machen.” Sumaida muss wieder kichern. “Das hast Du jetzt davon!” Marico wirft den beiden anwesenden Jägerinnen einen halb fragenden Blick zu, und während Tamaka sich noch nicht sicher ist, nickt, die Blasrohrschützin. “Ein Krokodil verschlang meine Schwester Mata Baqua.” Alejandro wird deutlich ernster. “Krokodile jagt man am besten morgens, wenn sie noch recht träge sind. Und am besten an einer Sandbank. Wo sind denn eure Krokodile?” Die Mohas beraten nun untereinander. Sumaida ist nun auch wieder ernst. “Wollt ihr wirklich für die Krokodile jagen?” “Sofern es kein Fünf-Schritt Ungetüm ist wie an unserem ersten Tag. Dann verraten sie uns vielleicht, wo wir Badilakszünglein finden. Und Marico bekommt seinen Spass.” “Macht euch nur lustig über mich.” Sumaida muss prompt wieder kichern.
Die Mohas haben sich entschlossen. “Wir zeigen Dir eine Stelle! Folge uns.” Aljeandro nimmt von Sumaida wieder seine Balestra entgegen. “Ihr habt den Mann gehört.” Tamaka läuft vorneweg, hin und wieder verstohlen zu Alejandro schauend, wendet aber immer wieder den Blick ab, wenn er es bemerkt. Der neue Wortführer geht voran, die Blasrohrschützin gesellt sich zu Sumaida und flüstert mit ihr, was trotz ihres nicht einmal ansatzweise vorhandenen Garethi und Sumaidas bestenfalls als Plantagenmohisch zu bezeichnenen Sprachkenntnissen anscheinend erstaunlich gut funktioniert. Marico und Alejandro lassen sich derweil die Krokodile beschreiben. Alejandros Mohisch ist noch am besten, und nach geduldigem Zuhören und ein paar Rückfragen meint er. “Klingt nach Alligatoren. Klar, mit dem Speer und den einfachen Macheten haben sie da wenig Chancen, aber das dürfte eigentlich kein großes Problem sein, oder?” “Wir werden sehen.” Bei Krokodilen ist grundsätzlich Vorsicht angesagt. Hinter ihnen kichert es wieder. Marico brummt. “Das habe ich gehört. Frag sie lieber nach den Kräutern.” Sumaida gelobt Besserung.

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Romin Aranthal
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 01.12.2018 16:55

3. Tag Anlegestelle Santinera

Pala stand neben Lucan Piriones während die Conchita langsam am Anlegesteg Santineras festmachte, bisher war die Reise von Mirham problemlos verlaufen, auch Dank Piriones, wie sich Pala eingestehen musste. Der gutaussehende groß gewachsene Mann war ihr kurzerhand vom Akademierat zur Seite gestellt worden, zunächst hatte ihr dies wenig gefallen, hatte sie doch alles gegeben, um für diesen Auftrag ausgewählt zu werden. Jetzt wollte sie ihre künftigen Lorbeeren auf gar keinen Fall mit dem profanen Schreiber, Bibliotheksgehilfen und Hilfsdozent in Rssahh teilen. Doch musste sie zugeben, dass der Mann ihr gefiel, nicht nur das er gut aussah, er verstand es auch ihr sehr diskret behilflich zu sein. An Ruhm für sich schien er nicht interessiert zu sein, dafür aber am Glücksspiel, wie Pala zu ihrem Missfallen bemerken musste. Bereits auf der Überfahrt nach Al`Anfa hatte sie ihn beim Glücksspiel mit einfachen MAtrosen angetroffen, das alleine wäre nicht so schlimm gewesen, hätte er sich nicht übel verspielt gehabt, um dann in einem noch riskanteren Spiel auf das Geld der Expeditionskasse zurück zu greifen, das er um ein Haar verloren hätte. Hätte sie den MAtrosen nicht mit einem FlimFlam Angst eingejagen können, wäre Piriones Lächeln heute vermutlich nicht mehr so makellos, vor allem da sie ihn des Betruges beschuldigt hatten. Nach dieser Erfahrung blieb ihr nichts anderes übrig als das Geld vollständig selbst zu verwahren.
In Gedanken versunken beobachtete sie wie die Matrosen vom Boot aus ans Ufer sprangen und geschickt das Boot verteuten, während andere die Landungsplanke auslegten. "Mein lieber Piriones, zunächst sollten wir uns eine Unterkunft suchen. Danach können wir in dieser Crocidilgilde nachfragen, wie wir am besten zur Ausgrabungsstätte gelangen. Außerdem bin ich gespannt was man sich hier noch so erzählt." "Gewiss Magistra, ich habe dort vorne bereits das Schild eines scheinbar besseren Gasthauses ausmachen können. Das sollten wir uns anschauen." "Gut, und Piriones" "Ja Magistra" "Lasst die Hände vom Glücksspiel, mir ist nicht entgangen, dass ihr die Fahrt mit spielen verbracht habt, genausowenig ist mir entgangen, dass ihr jedesmal zu verlieren schient, bis ihr euch eines besseren besonnen habt - zum Missmut der Matrosen. Ich habe keine Lust wegen euch in der Nacht noch die Kehle aufgeschlitzt zu bekommen." "Verzeiht Magistra, es war einfach zu verlockend" antwortete Lucan mit einem schmunzeln, woraufhin Pala gleichgültig seufzte, zumindest kannte sie sein Laster und er hatte eines, Männer ohne Laster waren ihr unheimlich.
Als das Schiff angelegt hatte nahm Piriones ihr Gepäck auf und folgte Pala in Richtung des Gasthauses, das er ihr vom Boot aus gezeigt hatte. Zielstrebig ging Pala mit weiten Schritten auf das Gasthaus zu, die Waldmenschenfrau hatte ihr glattes langes schwarzes Haar zu einem dicken Zopf gegebunden und ihn sich über ihre Schulter gelegt, so dass Piriones gar nichts anderes übrig blieb als ihres grazilen langen Hals und ihren schönen Nacken zu bewundern. Pala kleidete sich sehr Modebewusst, und das hieß dieser Tage weniger ist mehr, wie Piriones zu seinem Leidwesen feststellen musste. Die Robe war so eng geschnitten, dass kein Blatt Papier mehr zwischen sie und ihren Körper zu passen schien, dazu lies sie mehr unverhüllt als sie verbarg, die Schultern blieben frei und die Träger banden sich mehr um ihre Oberarme, der Ausschnitt war tief und man war jedesmal versucht einen Blick auf ihre Brüste zu erhaschen, was einem dann doch nur ansatzweise gelang. Der Gehschlitz ihrer Robe verlief seitlich bis kurz unter ihre Hüfte und gab bei jedem Schritt einen ansehnlichen Blick auf ihre langen Beine preis, die in von Strumbändern gehaltene Netzstrümpfe gehült waren. Er wunderte sich insgeheim, dass sie sich für eine Robe mit solch einem Schnitt entschieden hatte. Blieb durch die Schulterfreiheit doch das Sklavenbrandmal auf ihrem Schlüsselbein für alle sichtbar und gab unverholen ihre Herkunft preis.
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.12.2018 17:52

3. Tag, Morgens, Anlegestelle in Portas, Santinera
Kaum liegt die Conichita fest, ist der Anleger auch schon von kleinen mehr oder weniger schmutzigen Rangen umlagert, die sich als Fremdenführer und Gepäckträger verdingen wollen, und Piriones lässt mittels eines kleinen Trinkgelds den Schiffer zwei etwas sauberere und kräftigere Jungen auswählen, die sich prompt eifrig die Taschen und die Kiste aufladen. Als Pala auf das durchaus ordentlich aussehende Gasthaus am Südende des Hafens deutet, schüttelt der Kleinere der beiden den Kopf. „Oh schöne Signorita, das ist kein Gasthaus, das ist Carloscos Schenke, Das ist ein Puff.“ Piriones schnippt ihm noch einen Kreuzer zu, und in seiner Hand spielen noch ein paar weitere. „Die Gelehrte Dame ist keine Signorita sondern Magierin. Sie sucht eine angemessene Unterkunft. Wenn möglich, in der Nähe, wo die anderen Magier und Gelehrten wohnen.“
Die beiden kleinen Rangen zögern kurz. „Da gibt es derzeit fünf richtige Magier und zwei Gelehrte in der Stadt, die die Ruinen im Sumpf erforschen. Wollt ihr auch dahin?“ Piriones zieht die Augenbrauen hoch. „Der mit dem Geld, stellt die Fragen, nicht wahr, Kleiner?“ Der Kleine grinst. Ein weiterer Kreuzer wird im hohen Bogen geschnippt und der Junge fängt ihn geschickt auf.
„Der Magus Jaspo Czysic...“ Er Junge macht eine unscheinbare Fingerbewegung, die Piriones mit einem angeekelten Blick zu Kenntnis nimmt, den er schnell wieder aus seinem Gesicht verbannt und mit einer eigenen kleinen Fingergeste beantwortet. Der Junge fährt fort, als sei nichts gewesen. „Die Maga Julia Sinistrae, der Magier Prospero Tatdaeus und der Gelehrte Caspiano Diederich wohnen alle im Weißen Ara, in Brosorius Pangsion zusammen mit ihrem Gefolge, die haben das ganze Haus gemietet und wohnen da schon lange. Da wohnte früher auch der Großmagier Rodrigo aus Zelem, der die Ruinen entdeckt hat! Wenn ihr nur zu zweien seid, hat die Witwe Edelich vielleicht noch Platz, die wohnt in der Gasse direkt dahinter.“ Piriones nickt erst einmal nur. „Im Palmenhaus wohnen die schöne Magierin Akagi aus Thalusistan und die Gelehrte Siana, von der man nicht weiß, woher sie wirklich kommt. Aber im Palmenhaus wohnen nur Frauen, da ist Männerbesuch nur auf der Terrasse erlaubt. Der Magus Hubertus Dommel wohnt schon seit Wochen zu Gast bei den ehrenwerten Salmoranez.“ Pririones blickt kurz zu Pala, die ihm den Namen dieser Familie als die 'maßgeblichste' der drei in Santinera genannt hat. Eine letzte Frage hat er noch an die Jungs. „Woher kommen denn die Magier und Gelehrte, die im Weißen Ara wohnen?“ Der dritte Kreuzer wechselt den Besitzer. Prospero kommt aus Selem, die anderen alle aus Al'Anfa. Wahrscheinlich machen die mehr oder weniger gemeinsame Sache – zumindest gegen alle anderen. Piriones lässt den letzten Kreuzer um seine Finger spielen, ein Trick, der ihm unter den Matrosen keine Freunde beschert hat, die Kinder aber beeindruckt. „Gibt es sonst noch was, was wir direkt wissen sollten, ihr kleinen Mungos?“ Der Kleinere ist offenbar fürs Reden zuständig. „Wenn ihr in das Ruinenfeld im Sumpf wollt, müsst ihr Questadoren in der Gilde und Arbeiter anheuern. Dazu müsst ihr mit Signorita Rijka sprechen wegen der Questadoren, und wenn ihr Arbeiter braucht, mit den Rabotniki in Carloscos Schenke, da treffen sie sich abends. Die wollen alle immer im Voraus bezahlt werden und bleiben immer nur eine Nacht im Sumpf, weil sonst zu viele krank werden.“ Der Junge grinst hoffnungsvoll. „Ich weiß auch, wie die Hauptorte in den Ruinen heißen, und welche besonders lohnend und gefährlich sein sollen. Wenn ihr das schon wisst, wenn ihr mit anderen Magiern redet, dann merkt ihr, wenn sie versuchen, euch dummes Zeug zu erzählen, das machen sie mit Neuen immer gerne, wegen der Kongruenz!“ Piriones blickt kurz zu Pala, ob die die Verhandlungen übernehmen will.

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Fjolnir Draugertöter Torbrandson » 01.12.2018 18:00

2.Tag, Abends, Gildenhaus in Portas, Santinera

Schließlich fängt sich Isna-Inti bei den aufbauenden Worten der dreien "Ihr habt recht. Wenn man hat geschlafen, man weiß klarer was man will. Ich werde hier bleiben und warten, bis der Gonrales Stamm mit Hauwaanso kommt, dann ich will bereit sein und ihnen meine Leute abkaufen können. Wieviele von den glitzernden runden Steine brauche ich dafür? Wenn ich morgen mitgehe in das Sumpf und euch helfe, kriege ich dann auch glitzernde Steine?" dann schaut sie fragend zu Duro und Ranica "Warum ihr zählt Affen? Das ist doch langeweilig, ich dachte ihr wollt machen Liebe...
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 01.12.2018 18:33

2.Tag, Abends, Gildenhaus in Portas, Santinera, (Isna-Inti Strang)
Sylla lacht. „Das ist wieder ein Wortspiel. Affen zählen, Flussperlen polieren, Bananen naschen... Natürlich machen sie Liebe.“ Dann wird sie etwas ernster. „Warst Du denn schon mal in diesem von allen Guten Geistern verfluchten Sumpf, Insa Inti? Wenn Du Questador werden willst, also die Leute beschützen, die in den Sumpf gehen, dann musst Du erst Mitglied der Gilde werden.“ Sie deutet auf die glänzende bronzene Hundemarke um ihren Hals. „Die ganz Unerfahrenen haben lederne Zeichen. Daran erkennt man, dass sie noch neu sind. Die Erfahrenen haben eiserne Marken. In den Sumpf sollten nur Krieger und Kundschafter gehen, die mindestens eiserne Marken haben, sonst sterben sie dort schnell. Die sehr erfahrenen haben bronzene Marken. Dazu gehören Duro, Paco, Ranica und ich, und noch ein paar wenige andere. Es gibt noch ein paar ganz wenige, die haben silberne oder gar goldene Abzeichen, aber die arbeiten nicht mehr für tägliche Aufgaben, sondern haben sich eine Sippe gesucht, wo sie fest arbeiten. Wir arbeiten auch bereits fest für einen älteren Schamanen.
Aber vor allem musst Du, wenn Du als Questador arbeiten willst, eine Partida finden, das ist wie eine kleine Sippe. Kampfgenossen, auf die Du dich verlassen kannst. Wir vier sind leider vollständig. Am besten Du schaust, wenn jemand neu in die Stadt und die Gilde kommt, nachmittags, wenn die Schiffe kommen. Auch wenn ein neuer Schamane in die Stadt kommt, der die Ruinen in den Sümpfen untersuchen will. Die suchen sich auch gerne eine eigene Kundschafterin, damit sie nur für sie und für niemanden anderen arbeitet und nicht anderen erzählt, was sie gefunden hat. Aber die Magier, also die Schamanen aus der Ganz Großen Stadt suchen sich nur Leute aus, die zur Gilde gehören – denn dann wissen sie, dass sie ihnen trauen können. Einigermaßen trauen.“
Zuletzt geändert von Jadoran am 02.12.2018 15:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Fjolnir Draugertöter Torbrandson » 01.12.2018 19:00

2.Tag, Abends, Gildenhaus in Portas, Santinera, (Isna-Inti Strang)

Jetzt muss auch Isna-Inti kurz kichern. DIe Bleichgewichter und ihre lustigen Wörter; aber es ist nur ein kurzes Kichern. Zu elend ist ihr im Moment grundsätzlich zu mute. Aufmerksam hört sie zu, wie schwierig alles wieder war, bei den Bleichgesichtern.

"Schade Isna-Inti hätte euch gern geholfen, weil ihr nett wart zu Isna Inti- Gut ich werde morgen Nachmittag warten auf die großen Kanus, vielleicht nimmt ein Schamane aus großer Stadt Isna Inti mit als Kundschafterin"
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 01.12.2018 21:06

3. Tag, Morgens, Anlegestelle in Portas, Santinera
Neugierig folgt Pala dem Geschehen am Pier und dankt im Stillen der Weisicht des Rates ihr Piriones mitzugeben, sie hätte sich in der Schenke übel blamieren können. Fünf Magier! Leichte Unsicherheit machte sich in ihr breit als sie dem Gespräch weiter folgt. Was war das für ein Zeichen, mit diesem Czysic scheint etwas nicht zu stimmen. Und die anderen, hab ich von einem schonmal gelesen oder gehört...? Natürlich Rodrigo aus Zelem, ist er nicht auch einer der führenden Saurologen...? Es wäre sicher gut mehr über dieses Trio im Haus des Großmagus herauszufinden - vor allem da ich bei so einem verbundenen Haufen verbündete brauche - ah die beiden Frauen könnten doch vielleicht interessante Verbündete sein - erstmal. Etwas wehmütig blickt sie zu Piriones, der ihr immer besser gefiel, irgendwo wird er schon unterkommen, sollten die beiden wirklich gute verbündete sein, und wenn es hinter dem Weißen Ara ist, da kann er wenigstens informationen sammeln - wann sie das Haus verlasssen etc. ich würde mich gerne mal darin umschauen... Magus Hubertus Dommel...Dommel...? "Dann lass mal hören Kleiner" lächelt Pala die beiden Jungs an, "und woher weißt du mit welchen Tricks sie die neue Konkurrenz reinlegen, gehst du bei denen ein und aus?"
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.12.2018 09:33

3. Tag, Morgens, Anlegestelle in Portas, Santinera (Pala-Strang)
Der Kleine lacht, während sie auf eine schmale Straße den Hügel hinan einbiegen, an zwei Stadtgardisten vorbei, die im Schatten einer Garküche mit einer Mischung aus Langeweile und Wachsamkeit das Treiben beobachten. Der Blick des jüngeren bleibt kurz an Palas Beinen hängen, nimmt dann aber Zauberstab und Siegel auf der Hand zur Kenntnis und schweift weiter.
„Mein Bruder und ich, wir zählen zu den Veteranen hier, wir sind schon zwei Jahre dabei und haben viel gesehen. Während wir euch zum Palmenhaus bringen, fragen andere die Matrosen nach euren Namen, und zumindest Lilika hat sicher auch erkannt, dass ihr keine Gelehrte Dame aus Al'Anfa seid, denn ihr habt ein anderes Siegel als die Magier aus Al'Anfa auf der Hand. Wir kennen uns hier recht gut aus.“ Er schaut zu Piriones und dann zu einer weiteren Garküche, an der ihr gerade vorbeikommt. Der lacht. „Bei einem Happen redet es sich besser? Darüber lässt sich reden, Mungos. Bringt meine Herrin aber erst einmal zum Palmenhaus, so hieß es doch, und erzählt uns derweil etwas über die Senoras, die dort wohnen.“ Wieder so eine unscheinbare, harmlose Fingerbewegung, die Pala nur auffällt, weil sie nach der ersten darauf achtet, und der Kleine grinst breit. „Gewiss doch, Senor!“ Er scheint Piriones einen gewissen Kredit einzuräumen, wendet sich an Pala und beantwortet zunächst deren Frage. „Der erste Trick, den sie meistens versuchen, ist die ersten Tage, wenn ein neuer Magus kommt, die besten Questadores vom Markt zu nehmen, damit der Neue in seiner Ungeduld mit unerfahrenen Ledermarken in den Sumpf geht.“ Es geht nun eine lange Treppe hoch, unterbrochen durch kleine Gässchen, an denen teilweise Bäche mit erstaunlich sauberem Wasser entlang fließen. Alle Häuser sind aus weiß verputzen Ton- oder Lehmziegeln gebaut und, wohl aus Brandschutzgründen, auch mit roten Tonziegeln gedeckt. Die Stadt muss tatsächlich recht wohlhabend sein, und es fehlen, bis auf die hohe Magierdichte, gerade die unangenehmen Anzeichen eines 'Goldrausches'. Keine herumlungernden Banden von Schlagetots, keine Strassenprostitution im Hafen. Die herrschenden Familien haben die Lage offenbar gut unter Kontrolle.

7. Tag, ziemlich genau Mittag, mitten irgendwo im Dschungel am Ostufer
Die bezeichnete Stelle ist ein eigentlich zum Baden einladender kleiner See, an dessen Ende ein mehrstufiger und breiter, aber nicht sehr starker Wasserfall über eine Felswand sprüht. Auf ihrer Seite ist ein breiter Sandstrand, auf der etwa fünfzehn Schritt gegenüber liegenden Seite steht dichtes Schilf. Die Strömung ist kaum vorhanden, was mit der Breite des Flusses zu tun hat. Alejandro und Marico setzen ihre Packs ab. “Passt Du bitte drauf auf?” Sumaida wird sehr ernst. “Seid vorsichtig, bitte.” “Sind wir ganz sicher.” Alejandro späht, aber die Waldmenschen haben wohl die besseren Augen, und der Wortführer deutet auf einen Punkt im Schilf. Alejandro nickt. “Ich sehe ihn. Dafür brauchen wir ein Kanu.” “Krokodil wirft Kanu um!” Alejandro nickt nur. Marico rempelt ihn an. “Auf unserer Seite links. Da ist auch eines. Und dort auch.” Es ist ja auch eine Stelle, wie gemacht für Krokodile. “Wartet hier.” Die beiden ziehen los, und Sumaida bleibt mit den Mohas zurück, die sich schon nach wenigen Augenblicken auf wundersame Art und Weise zu vermehren beginnen.

Als Marico und Alejandro das dritte Krokodil hoch auf den Sand ziehen und ablegen, taucht auch eine bunt bemalte, schon älter wirkende Frau mit einer Holzmaske auf, der sofort ehrerbietig Platz gemacht wird. Auch Sumaida braucht nicht erklärt zu bekommen, dass es sich um die Schamanin handelt. Tamaka sagt, ganz ohne Spott. “Sie sind große Jäger. Er ist doch nicht ganz dumm.” Ein anderer Jäger sagt, ohne den Blick abzuwenden. “Sie haben viel Übung.” Die Schamanin rasselt mit ihrer Keule. “Wir sehen! Wir lernen!”
Nach dem fünften Alligator, alle nicht länger als drei Schritt, kommen Marico und Alejandro wieder. “Na, zuviel versprochen?” Der Jäger, der zuletzt gesprochen hat, stellt sich nun als Tao Tawhitti Rawa, Wirft Speer Sehr Weit, vor, und er ist offenbar der Häuptling, dem die Schamanin auch zunächst das Reden überläßt. Er bietet den dreien Gastfreundschaft an, und als sich Alejandro und Marico erbieten, ihnen zu zeigen, wie man die Beute ausnehmen und damit verarbeiten kann, kennt die Begeisterung kaum Grenzen. Sobald klar wird, dass sie bereit sind, ihr Wissen zu teilen, taut auch die Schamanin weiter auf, und nun erfährt Sumaida auch, wo sie besser die Kräuter finden können, die sie suchen, wobei sie angehalten wird, nicht 'zu viel' zu nehmen, damit es nachwachsen kann. Bei Alejandro und Marico dreht es sich nun um die notwendige Ausrüstung, und während Stock und Schlinge unter ihrer Anleitung schnell gefertigt sind, hapert es beim Panzerstecher und dem zum Aufbrechen notwendigen guten Jagdmesser, denn die Mohas haben nur einfachste Macheten, und weder Marico noch Alejandro wollen sich von ihren eigenen Waffen trennen. So bleibt ihnen nur, den Mohas zu erzählen, was die Waffen bei den Bleichhäuten wert sind, immerhin jeweils einige Goldstücke, und wie man sie pflegen muss. “Zum töten der Biester kann man sich auch mit einem Mohagonipflock und einem Holzfäustel behelfen, aber das ist viel schwieriger.” Marico demonstriert die Technik, während Alejando sich mit eingeborener Unterstützung ans Aufrechen der Beute macht. “Solange sie frisch sind, könnt ihr die Häute in Santinera auch eintauschen. Die Gerber nehmen sie gerne.” Verglichen mit dem Fangen ist die Verarbeitung allerdings ziemlich zeitintensiv, und die Zubereitung von Krokodilfleisch ohne einen richtigen Grill ist auch nicht so einfach. Sumaida, die sich auch nützlich machen wollte, wird in der Zeit von zwei Jägerinnen zu der von der Schamanin beschriebenen Stelle geführt, und auf dem Weg dahin ausgiebigst über Alejandros und Maricos Qualitäten im Allgemeinen, Besonderen und ganz Speziellen befragt, was sie, im Gegensatz zu vorher, zunehmend verlegen werden läßt. Vor allem natürlich weil recht unbefangen gefragt wird, ob sie auch schon einschlägige Erfahrungen mit ihnen habe, und als sie das verneint, gefragt wird, warum denn nicht. So ist sie glücklich, als sie endlich mit dem Suchen anfangen können, und tatsächlich finden sich hier sowohl Badilakszünglein wie auch, keine zwanzig Schritt davon entfernt Sotaiete Areropaoka. Sumaida erntet jeweils zwei, wie es die Liste des Apothekers erfordert, und lauscht mit roten Ohren den unangefordert dargebrachten Einschätzungen über geeignete Paarungen für sie mit den Kriegern der Sippe. Als sie wiederkommen, braten auf einem flachen Stein bereits einige Alligatorsteaks, und die Sippe hat es sich um den mit Unterstützung von zwei jungen Frauen arbeitenden Alejandro herum gemütlich gemacht. Marico geniesst derzeit die Aufmerksamkeit von gleich drei jungen Damen, wenn auch derzeit nur rein verbal und durch Anschauen, und Sumaida kann nicht anders, als ihn aufzuziehen. “Triffst Du gerade eine Vorauswahl?” Marico grinst zurück. “Laß mich doch, wann wird man als einfacher Plantagenjunge schon wie ein Prinz behandelt.” Sumaida kichert. “Nur zu, nur zu. Geniesse es. Ich werde es zuhause alles Buki und Harana stecken.” “Bei denen habe ich doch eh keine Chance.” Sumaida lacht, sagt aber. “Klotzkopf.” Alejandro schaut ein wenig unsicher zu ihr. “Hilfst Du mir ein wenig?” Sumaida läuft rot an und nickt. “Gerne. Ich hab übrigens alles gefunden.” Alejandro strahlt. “Das ist prima.” Er reicht ihr sein Jagdmesser, und sie macht sich an die Arbeit. Sie mustert etwas scheu die ganze holde, ausnahmslos barbusige Weiblichkeit, und – von ihrer Begleitung mit Details versorgt, fragt sie, seinem Blick ausweichend. “Wenn Du auch willst... ich nehme es Dir nicht übel. Wirklich nicht.” Alejandro läßt seinen Blick kurz schweifen und vermeidet so ihren. Dann schluckt er und meint. “Wenn ich Dich habe, können mir die alle gestohlen bleiben.” Sumaida schneidet sich beinahe in den Finger, dann bemüht sie sich, welterfahren und unbefangen zu klingen. “Wir können ja zuhause noch, soviel wir wollen.” “Würdest Du denn...” “Vielleicht. Du hast ja nie gefragt.” Sie schaut ihn immer noch nicht an. Dann lacht sie. “Aber übe hier ruhig noch etwas. Nicht, dass Du Dich bei mir ungeschickt anstellst.” Alejandro muss auch lachen.

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Romin Aranthal
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 02.12.2018 20:26

3. Tag, Morgens, Anlegestelle in Portas, Santinera (Pala-Strang)
Pala wirft den zwei Jungs einen anerkennenden Blick zu und wuschelt ihnen durchs Haar, "Ihr seid ja ganz schön gerissen. Lilika ist eure Konkurrentin nehme ich an, wieviel lässt sich denn mit Informationen über mich verdienen? Vielleicht könnte ich euch exklusive Geheimnisse erzählen und ihr verdient euch was leckeres zu essen." Damit folgt Pala dem Blick der Jungs und Piriones, "Was häckt ihr da wieder hinter meinem Rücken aus,." schimpft sie gespielt streng und zwinkert den Dreien dann lächelnd zu , ohne eine wirkliche Antwort zu erwarten. "Das müsst ihr aber ein bisschen unaufmerksamer machen. Hier gibts wohl gutes Essen. Ja lasst uns später essen, stimmt sie Piriones zu und folgt den Jungs. Dem Erzählten folgt sie gespannt "Ich bin gespannt wie weit meine werten Magae-Kollegen noch gehen würden?" Dann zieht sie Piriones am Ärmel, dass dieser stehen bleibt, hackt sich bei ihm unter und stellt sich auf die Zehen spitzen, um ihm mit dem Mund seinem Ohr nahe zuzuflüstern, "einen guten Dieb bräuchte man, was liese sich arbeit sparen, wenn man die Aufzeichnungen stiehlt. Aber wie anstellen, Ideen? " Auf dem weiteren Weg schaut sie sich interessiert die Umgebung an und versucht sich den Weg einzuprägen, während sie den Jungs zuhört
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.12.2018 21:54

3. Tag, Morgens, Anlegestelle in Portas, Santinera (Pala-Strang)
Piriones lässt sich das gerne gefallen, schüttelt aber den Kopf. „Der Jugend Ungestüm... sondieren wir erst einmal, bevor wir waghalsig werden.“ Zufall oder Geschick, seine Hand streichelt kurz über ihren durch die hochgeschlitzen Beinkleider frei zugänglichen Oberschenkel, sanft und doch zu beiläufig, um es eindeutig als Absicht oder gar Zudringlichkeit zu brandmarken.
Er wendet sich an die Jungs. „Lilika ist die Anführerin eurer Truppe, nicht wahr?“ Die Jungs sind beeindruckt. „Das stimmt, Senor – woran habt ihr das erkannt?“ „Ihr habt mit Respekt von ihr geredet – und ansonsten war es geraten.“ Sie lachen. Er schaut sich um. „Hier in Santinera läuft alles in gut geregelten Bahnen, nicht wahr?“ Die Jungs nicken, gehen aber erst einmal nicht weiter darauf ein. „Seht ihr das Haus dort oben Gelehrte Dame? – Das ist das Palmenhaus!“
Eine letzte steinerne Treppe windet sich einen Felsen hoch und sie landen in einer Gasse, von der es nach rechts in eine sehr schöne kleine Herberge geht, deren Terrasse den tief unter ihnen liegenden Hafen überblickt. Drei runde Tische stehen im Schatten einer üppig berankten Pergola, und sie sind kaum durch das Gatter zur Terrasse, als aus dem Inneren eine stämmige Mittvierzigerin auftaucht, mit einer maximal vierzehnjährigen im Schlepptau, die sie freundlich begrüsst. „Travia zum Gruß, Gelehrte Dame. Das Palmenhaus heißt euch willkommen. Mein Name ist Tania Pakasa, ich bin die Wirtin.“ Die Jungs stellen das Gepäck ab, bis auf Piriones Tasche, was der Wirtin sagt, dass jener bereits die Gepflogenheiten des Hauses kennt und somit nicht erst abgewiesen werden muss.
Hinten schließt sich noch eine weitere Terrasse an, wo ein länglicher Tisch steht, aber dieser ist leer. An einem der drei runden Tische sitzt eine junge Frau in thalusischer und damit für die hiesigen Verhältnisse gar nicht einmal unpraktischen Tracht. Bunte Farben und der elegante, kaum Haut zeigende Schnitt sprechen von Wohlstand, eine schmale Lederrüstung und lederne Armschienen für eine gewisse Wehrhaftigkeit, aufgestickte und ins Leder gepunzte Sigillen und ein gegen einen Stuhl lehnender schlichter, langer Stab, den jeder Magier sofort als Zauberstab erkennt dafür, dass es sich um die thalusische Magierin Akagi handeln muss. Sie ist damit beschäftigt, mit Tusche und Pinsel in ein Buch zu malen und wirkt wie jemand, der gerade seine Ruhe haben will, ebenso wie die beiden offenbar zum Haus gehörenden beiden Katzen, die es sich auf dem freien Stuhl und zu ihren Füssen bequem gemacht haben.
DSA_Santinera_Palmenhaus.jpg

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Fjolnir Draugertöter Torbrandson » 02.12.2018 22:07

3.Tag, Morgens, Anlegestelle in Portas, Santinera ( (Isna-Inti Strang).

Am Abend hat sich Isna-Inti noch von ihrern Bekanntschaften und Helfern der ersten Stunde verabschiedet und angekündigt, am nächsten Tage auf die großen Kanus warten zu wollen und hat sich dann wieder zu der Unterkunft begegeben.
Bei der netten Familie verabschiedet sie sich am nächsten Tag und erklärt ihnen was sie vor hat und bedankt sich.

So geht sie staunend durch den Hafen von Santinera und schaut nach diesen großen Kanus und fragt einen der Umstehenden "Ist eins der großen Kanus aus der Steinstadt gekommen mit diesen Schamanen, die ihr Magier nennt?"
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.12.2018 08:26

3. Tag, vormittags, Hafen in Portas, Santinera (Isna-Inti Strang)
Nachdem eine sehnige Bewaffnete sie recht unfreundlich aber beiläufig mit „Keine Ahnung, geht dich das was an? Kommst wohl direkt aus dem Busch gekrochen um Dir 'nen Messer zu ervögeln, wie?“ stehen lässt, zupft ein etwa zehnjähriger Junge sie an ihrer groben Tunika. „Die Conchita ist vor zwei Stunden eingelaufen, da war aber nur eine Magierin drauf, die war aber sehr hübsch.“ Ein anderer bestätigt das und beschreibt höchst wichtige anatomische Details, auf die Duro sicher Wert gelegt hätte, fügt auch hinzu, dass die wohl sehr jung war und ganz neu in der Stadt sein muss. Ein vielleicht fünfzehnjähriges Mädchen, dass sich offenbar noch nicht recht entschieden hat, ob sie sich wie eine Frau oder ein Junge kleiden soll und daher zu einer etwas schmutzigen Tunika und abgerissenen Hosen aus billigstem Stoff eine schöne Lilienblüte im einigermaßen sauberen Haar trägt, präzisiert die Information. „Sie heißt Gelehrte Dame Pala und wohnt im Palmenhaus“, sie deutet den Hang hinauf, „aber das weit ist oben in Sandalia. Die Stadtwache wird dich so nicht rauflassen, Isna-Inti. Da musst Du gute Kleidung anhaben und frisch gewaschen sein.“ Es ist durchaus ein gewisser Stolz heraus zu hören, dass sie weiß, wer Isna-Inti ist, ohne dass die sich vorgestellt hat. Die Jungs bestätigen dass. Der mit dem Scharfblick für weibliche Anatomie scheint auch ansonsten neugierig zu sein. „Warum fragst Du nach Magiern?“

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Romin Aranthal
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 03.12.2018 10:43

3. Tag, Morgens, Palmenhaus, Santinera (Pala-Strang)
"Natürlich nicht sofort, erst müssen wir rauskriegen, wer das beste und auch lohnendste Ziel ist. Ich hoffe diese Thalusierin eignet sich als verbündete. Eine kurze weile nach dem Wortwechsel löst sie sich sanft aus seinem Arm, ohne sich etwas wegen der Berührung an ihrem Bein anmerken zu lassen, auch wenn sie sich innerlich freut, denn natürlich muss es Absicht gewesen sein.
Und wer ist die Anführerin von Lilika, denkt sich Pala und folgt dem Blick des Jungen. "Oh, das ist aber hübsch, ihr habt es in Santinera überhaupt sehr hübsch. Dann wollen wir mal hochgehen." Pala schaut sich auf der Terrasse um und genießt den Ausblick über Hafen und Dschungel als die Wirtin sie anspricht. "Seid mir gegrüßt Tania Pakasa, mein Name ist Pala Mumbana und ich würde gerne ein Zimmer bei euch mieten. Vielleicht könnt ihr den Jungs das Zimmer schon mal zeigen, damit sie mein Gepäck reinbringen können." Als die Wirtin gefolgt von den Kindern das Haus mit dem Gepäck betritt wendet sie sich der Aussicht zu "Mal sehen was ich hier erreichen kann, falls meine Hoffnung mich trügt zieh ich hier wieder aus. Es gefällt mir nicht euch alleine ziehen zu lassen." Damit dreht sie sich wieder vom Geländer weg und wendet sich Piriones lächelnd zu, bevor sie mit strengen Blick und seine Hand ergreifend fortfährt. "Und lasst die Hände von den Karten ich brauche euch noch." Als die Kinder mit der Wirtin zurück kommt, verabschiedet sie sich von Piriones mit zwei angedeuteten Küssen und den Kindern in dem sie ihnen durchs Haar wuschelt. "Wir sehen uns am Nachmittag nach der Siesta." Sie blickt den drei Jungs hinterher wie sie die steinerne Treppe hinuntersteigen innerlich seufzend, warum muss er auch so verdammt gut aussehen.
Dann geht sie zur Wirtin, "wenn ich jetzt mein Zimmer sehen könnte, Signora Pakasa, ich würde mich gerne frisch machen und dann einen Tee auf der Terrasse einnehmen."
Damit folgt sie der Wirtin, sich kurz versichernd, dass die Magierin noch arbeitet, und macht sich auf ihrem Zimmer kurz frisch, etwas gehetzt, da sie die Magierin doch unbedingt noch sprechen möchte. Als sie wieder auf die Terrasse tritt und überprüft sie schnell, ob die Magierin noch da ist. Sie setzt sich zwei Tische von der Magierin entfernt in den Schatten der Pergola und trinkt ihren Tee und isst etwas Gebäck, darauf wartend, dass die Thalusierin von ihrer Schreibarbeit aufblicken möge, während sie selbst im Buch "De Synthaxis Chrmkis" liest
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 03.12.2018 15:29

3. Tag, vormittags, Palmenhaus in Sandalia, Santinera (Pala-Strang)
„Keine Sorge, Signorita, wie sagt der Große General: Getrennt marschieren, vereint schlagen.“ Pala ist sich nicht sicher, woher das Zitat kommt, und Pirion hat es wahrscheinlich auch nur von ein paar Söldnern aufgeschnappt. Er verabschiedet sich mit den beiden Jungs, und Pala hört ihn noch auf der Treppe. „Wo kann man denn hier nicht nur essen, Jungs, sondern auch einen guten Schluck trinken, wo den Leuten das Messer nicht zu locker sitzt?“
Nachdem das Geschäftliche geregelt und Pala ihr Zimmer bezogen hat – es ist immerhin größer als ihre letzte Stube auf der Akademie, und sie muss es sich mit niemanden teilen – empfängt sie auf der Terrasse eine angenehm frische Brise..
Die thalusische Magierin sitzt noch auf ihrem Platz und zeichnet mit ruhiger Hand, so dass es beinahe meditativ wirkt. Außer, dass sie jetzt zusätzlich eine Teetasse vor sich stehen hat und eine der Katzen sich etwas anders hingestreckt hat, hat sich in der Viertelstunde nichts geändert. Bei näherem Hinsehen dürfte die Magierin Mitte/Ende-Zwanzig sein, also ein gutes Stück älter als Pala, und als jene sich setzt, schaut sie nur kurz auf und nickt ihr höflich zu in einer Art, die recht eindeutig nicht zum Gespräch einlädt: es ist lediglich das respektvolle Anerkennen von Palas Existenz.

7. Tag, schon gegen Abend , vom Dschungel zurück nach Santinera
So schön der Nachmittag ist, Satinav ist unerbittlich, und sie müssen viel früher aufbrechen, als sie eigentlich wollen. Die Sippe, die ihnen zwar Eigennamen genannt hat, aber nicht, wie sie sich nennt – der Frage wurde zweimal ausgewichen, woraufhin sie sie nicht ein drittes Mal stellten – gibt ihnen zwei Jägerinnen als Geleit, wodurch es auch deutlich fixer durch den Dschungel geht, als wenn sie mühsam ihren Hinweg zurück verfolgen müssten. Der Fischer wartet trotzdem schon so lange, dass seine Laune merklich gelitten hat und erst durch zwei zusätzliche Kupferstücke soweit besänftigt ist, dass Marico sich in Ruhe und mit einem gewissen Widerstreben von ihrer Eskorte verabschieden darf. Die Fahrt verläuft recht still, jeder ist ein wenig in seinen eigenen Gedanken, nur Marico summt frühlich eine Melodie vor sich hin, was sowohl Alejandro wie auch Sumaida zum Lächeln bringt.
In Santinera machen sie sich erst einmal in den Alten Baracken Pause, und Marico bietet an, einzuräumen und das Feuer im Badehaus anzulegen, während Alejandro und Sumaida bei Paulson ihren Autrag abzeichnen lassen. Sie brauchen nicht lange, er ist gerade dabei, am Tisch im Innenhof seine Waffen zu reinigen, als sie wiederkommen, und Alejandro grinsend einen satt klimpernden Beutel auf den Tisch wirft. “Der Tag hat sich gelohnt. Lasst uns ein wenig feiern – wir haben bei Guean einen Krug ordentlichen Roten gekauft. Wir sind heute eine ganze Woche zusammen.” Marico fällt noch etwas anderes auf – eine einfache, aber hübsche Haarspange in Sumaidas Haar. Er grinst, und Sumaida wird prompt knallrot, als sie seinen Blick bemerkt. Er lacht. “Wir sind eine gute Truppe!” Sie entspannt sich. “Ich bin froh, dass ich euch getroffen habe.” Alejandro stellt den Krug auf den Tisch. “Dann laßt uns essen.” Sumaida protestiert. “Erst einmal hilf mir aus diesem ledernen Büsserhemd!” Alejandro ist ihr gerne behilflich. Marico nimmt unterdessen den Beutel auf. “Wieviel?” “Eine ganze Dublone für jeden, und noch ein paar Oreal für die Haushaltskasse.” Marico lacht. “Na also!” Er zögert, während Sumaida, nunmehr in ihrer Tunika, sich vorsichtig reckt und seufzt. “Schön, wenn der Schmerz nach läßt?” “Das kannst Du laut sagen.” Sie schaut zu Marico. Der kratzt sich am Kopf. “Ihr wisst, gestern hat Korian uns gefragt, ob wir bei ihm einsteigen wollen, nicht wahr?” Alejandro und Sumaida nicken. “Wißt ihr, ich bin dagegen. Ich mag die vier. Die sind nett. Und Korian ist ein anständiger, grader Kerl mit Cojones.” Er erntet keinen Widerspruch. “Aber ich bin mir sicher, das heute im Busch wäre anders verlaufen, wenn er und nicht Du uns angeführt hätte.” Sumaida wird rot, und Alejandro wehrt ab. “Da war auch ein gerüttelt Maß Wohlwollen des großen Mungos dabei – ich hab ihm schon einen Oreal gespendet.” Marico macht das Zeichen Phexens. “Sicher. Trotzdem. Korian hätte der dummen Schnepfe den Schädel gespalten, so wie Amina.” Alejandro bricht für den Abwesenden eine Lanze. “Glaube ich ehrlich nicht, meine ich. Amina wollte uns wirklich umbringen. Tamaka hat mir zwar ins Gurkenbeet getreten.” Sumaida kichert wieder, und er hebt hilflos die Hände. “Aber sie hatte nicht diese mörderische Niedertracht. Ich glaub, sie war nur unsicher, mein ich. Wenn Du 'unbesiegt' bist, dann ... irgendwann kommt wer, der fester oder schneller zuhaut...Du verstehst?” Marico nickt. “Ums kurz zu machen. Ich war gestern schon dagegen und bin es heute noch mehr. Wir können gerne noch einen dazu nehmen, aber wenn wir bei Korian mitmachen, dann hätte er das sagen. Und für sieben Leute muss es immer was wirklich gut Bezahltes sein, weil ja alles durch sieben geht.” Sumaida nickt. “Und gute Bezahltes ist auch gefährlich.” “Ihr seid also auch dagegen?” Beide nicken. “Gut, dann bin ich erleichtert.” Alejandro lächelt. “Ich wollte nämlich irgendwie nicht als der Koch der Truppe enden, mein ich.” Sumaida kichert. Dann streckt sie die Arme weit aus. “Dann laßt uns essen, trinken und feiern.” Ein letzter Sonnenstrahl erleuchtet den Innenhof. Sie zögert. “Eine Frage hätte ich doch noch zu den Eingeborenen. Wieso wussten die nicht, wie man Krokodile jagt? Die leben doch im Dschungel.” Marico überlässt wieder einmal Alejandro das Reden. “Na ja, mein ich, ohne gute Stahlwaffen ist es gar nicht so einfach, sie zu töten. Und erst recht kannst Du sie nicht aufbrechen und ausnehmen. Sie könnten sie also nicht essen. Und damit es so leicht aussieht, muss man es bei jemand lernen, der es kann und mit ihm üben. Marico und ich haben uns unsere Technik ja auch nicht selber ausgedacht, meine ich. Die Sippe war ja jetzt nicht so groß, mein ich, ich hab mal geschätzt zwei Dutzend Erwachene gesehen und dasselbe nochmal als Kinder. Die können sich Verluste nicht leisten.” Sumaid nickt. “Ah, danke, das verstehe ich.” Marico grinst. Und ich dachte schon, Du hättest eine ganz andere Frage zu den Eingeborenen.” “Klotzkopf.”

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Romin Aranthal
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 03.12.2018 21:38

3. Tag, vormittags, Palmenhaus in Sandalia - Hafen, Santinera (Pala-Strang)
Pala nickt der Magierin ebenfalls respektvoll zu und wirft dann das Buch gelangweilt auf den Tisch. Was mach ich hier eigentlich, und warum les ich gerade dieses Buch?! Hallo! du bist nicht mehr an der Akademie - hab Spaß. Damit springt sie auf und geht hinunter an den Hafen.
Einen Augeblick später kam sie Terrassentreppe wieder hoch und kaufte bei der Herbergsmutter einen Sangria. Dasnn war sie auch schon wieder weg.
Auf dem Weg hielt sie an der Garküche und probiert das Essesn, fragte nach den zwei Jungs, in welche Kneipe sie wohl Gäste bringen würden. Dann geht sie weiter Richtung Hafen, in die Kneipen spähen und den Sangria vorsichtig trinkend. Wo ist dieser Kerl, warum bin ich nur geblieben, wir sind angekommen, dass muss doch erstmal gefeiert werden.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 04.12.2018 10:35

3. Tag, vormittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)
Die Gassen und Straßen sind recht belebt, auch wenn es natürlich einem Vergleich mit der Metropole nicht einmal ansatzweise nahe kommt. Sandalia scheint vornehmlich ein Hanwerkerviertel zu sein. Glücklicherweise ist Piriones jemand, dessen Erscheinung zumindest Frauen gut im Gedächtnis bleibt, und die Frage nach einem 'schönen Mann und zwei Jungs, die sein Gepäck tragen' führt sie durch ein paar verwinkelte, aber helle Gassen, bis sie auf einem kleinen nach Osten hin offenen Platz kommt, den man in größeren Städten noch nicht einmal als richtigen Hinterhof bezeichnen würde. Die Hälfte des Platzes wird von zwei groben Tischen unter einem Sonnensegel eingenommen, die zu einer Garküche gehören, aus der es recht scharf gewürzt duftet. In einer Hauswand ist ein kleiner Traviaschrein – eigentlich nur ein Gotteswinkel mit einer kleinen, tönernen Gans und zwei einfachen Blumenvasen darin. Am Tisch mit der besseren Aussicht sitzt Piriones gutgelaunt vor einem Krug Sangria, ihm gegenüber auf der Bank hocken die beiden Jungs und löffeln eifrig aus hölzernen Schalen und reden dabei mehr oder weniger gleichzeitig. Am anderen Tisch sitzen, ihrem Werkzeug und Hobel- und Sägemehl auf der Kleidung nach zu urteilen, ein halbes Dutzend Zimmerer- oder Tischlergesellen beiderlei Geschlechts, erstaunlich bunt gekleidet, mit Zöpfen im Haar, und scheinen sich die ganze Zeit anzuschreien und zu verwünschen. Maraskaner. Zwei junge Frauen darunter schauen auch immer wieder zu Piriones und sind offenbar dabei, sich etwas Mut anzutrinken, um den doch deutlich feiner als sie gekleideten jungen Mann am Nebentisch anzusprechen. Gerade als Pala auf den Platz tritt, wirft Piriones den Kopf in den Nacken und lacht herzlich, und die beiden Jungen grinsen breit, dann aber erblickt er Pala und erhebt sich. „Pala – sagt bloß, die Sehnsucht hat euch zu mir getrieben!“ Die beiden jungen Tischlergesellinnen mustern Pala missmutig, sagen aber nichts zu ihr.

8. Tag, früh morgens, Alte Baracken in Portas, Santinera
“Irgendwie fehlen die vier mir schon ein bischen, mein ich.” Sumaida nickt. “Hoffentlich ist ihnen nichts passiert.” Marico schüttelt den Kopf. “Korian und was passieren? Ausserdem haben sie nur Wachddienst. Das ist ein Posten der Gonralas, die können doch angeblich mit den Eingeborenen hier. Und die Echsen kommen wohl kaum über den Fluss.” Seine Argumente beruhigen Sumaida, und sie trinkt die restliche Suppe aus der Schale. “Was machen wir heute?” Sie blickt ebenso wie Marico zu Alejandro. Der zögert. “Schauen wir mal am Brett. Auf Krokodile habe ich offen gesagt nicht so die Lust, aber notfalls... wir haben zwar in der Woche gutes Geld gemacht, aber in der Regenzeit wird's kaum was zu tun geben, da sitzen wir dann wochenlang da und können nur Däumchen drehen.”
Es werden wieder Krokodile. Glücklicherweise auf einer zu Fuss erreichbaren Plantage, aber da es sich um einen monatliche Aufgabe handelt und die Plantage gut geführt wird, gibt es nicht viel zu holen, und so kommen die drei schon am frühen Nachmittag mit einem Tagesverdienst von nur acht Oreal nach Hause. Zwar konnten sie am Wegesrand einiges an Nahrung fürs Abendessen sammlen und liess sich auch mit nur einer Kugel Ermutigung ein Affe überreden, vom Baum zu fallen, aber so richtig will sich das Gefühl von Erfolg nicht einstellen. “Üben wir halt schiessen und machen etwas Sparring. Kann nie schaden, meine ich.” Sumaida nickt brav und streckt die Arme aus. “Bitte hilf mir raus.” Alejandro befreit sie von ihrer Rüstung, und sie seufzt tief. “Ich fürchte, ich werde mich nie an das Ding gewöhnen.” “Doch, wirst Du.” Sie seufzt erneut. “Wahrscheinlich kriege ich dann Hornhaut an Stellen, wo keine Frau welche haben will.” Alejandro massiert ihr sanft die Schultern und sie schließt die Augen, wohlig seufzend. “Das tut gut.” Marico grinst. “Wenn ihr etwas Zeit für euch haben wollt....” Sumaida wird prompt rot. “Du bist unmöglich, Marico! Wer hat denn gestern...” “Nur kein Neid.” Sumaida seufzt erneut. “Bitte nicht aufhören.” Alejando lacht. “Streck Dich schon mal auf der Bank aus, ich mache uns eben einen Tee.” Marico erhebt sich. “Das kriege ich auch noch hin. Aber bleibt sauber – ich kann euch von der Küche aus nämlich sehen.” Sumaidas rot verstärkt sich, aber sie merkt schon, dass er sie nur aufzieht. Marico schiebt noch etwas nach. “Wir können ja abends noch mal ins Gildenhaus. Vielleicht hängt da schon was neues aus?” Sumaida seufzt nur, allerdings in einem zustimmenden Ton, aber Alejandro nickt. “Keine schlechte Idee.”

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Fjolnir Draugertöter Torbrandson » 04.12.2018 21:35

3.Tag, Abends, Gildenhaus in Portas, Santinera, (Isna-Inti Strang)

"oh schön, du weißt wer ich bin. Nicht böse sein dass ich nicht weiß wer du bist entschuldigt sich Isna-Inti bei dem jungen Mädchen und lächelt ihr und dem Jungen zu "Ich kann waschen mich und dann gehen zu den Palmen und Haus und sprechen mit Gele..hr.te Da.meee Pala. Aber was ist falsch mit meine Kleidung?" blickt dabei an sich herunter und ist sichtlich verwirrt.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.12.2018 09:06

3. Tag, vormittags, Hafen in Portas, Santinera (Isna-Inti Strang)
Das Mädchen mustert Isna-Intis Lendenschurz, der nun eben gerade mal das bedeckt, was der Name sagt, und das ihr von der Fischerin geschenkte Brusttuch erfüllt auch nur seinen primären Zweck. „Oben sind die besseren Viertel. Da darf man nur hin, wenn man sauber und ordentlich angezogen ist. Also eine Hose oder einen Rock und eine gute Tunika. Außerdem bist Du eine Annoiha und kennst die Sitten hier nicht und sprichst unsere eigentliche Sprache nicht, das Brabaci. Es gibt hier viele Regeln, was man darf, und was man nicht darf. Was willst Du denn von den Magiern? Magier sind mächtig, man darf sie nicht ärgern oder belästigen. Und wenn Du willst, dass Sie dir helfen, musst Du ihnen viel Gold geben.“

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 05.12.2018 14:35

3. Tag, vormittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)
Pala ist verzückt von der schlichten Schönheit Sandalias, vor allem die Sauberkeit der Strassen und Häuser beeindrucken sie und auch die Lautstärke ist viel geringer als in Mirham, ganz abgesehen von der dort herrschenden Hektik auf der Strasse. Die Hilfsbereitschaft der MEnschen freut sie und guter Dinge folgt sie der Spur ihrer Jungs. Nanu hier ist es dann doch nicht viel stiller als in Mirham, denkt sie als sie durch die enge helle Gasse auf den Hinterhof tritt, ah Maraskaner kein Wunder Als sie den Schrein erblickt wendet sie den Blick von diesem schnell ab und bemüht sich, nicht in eine offene Sichtlinie zu diesem zu geraten, vor allem vermeidet sie ihn anzublicken, um nicht die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Statt dessen nimmt sie die Gesellschaft in Augenschein. Ah, da sind sie ja, damit winkt sie auch schon den dreien zu, erfreut sie gefunden zu haben, "Natürlich, was den sonst, du und mein Durst," dabei hebt sie die Sangriaflasche kurz an und läuft zielstrebig auf Piriones zu, wobei ihr dicker über die Schulter gelegter Zopf auf und ab hüpft, bis sie ihn schließlich schwungvoll mit einer Hand von ihrer Schulter und Brust nach Hinten streift. Wodurch das Sklavenbrandmal, eine in Ketten geschlungene schwarze Rose noch sichtbarer wird. Sie grüßt die Gesellschaft am Tisch mit einem fröhlichen "Hallo zusammen", bevor sie sich neben Piriones setzt, "ich will heute feiern, schließlich haben wir es nach Santinera geschafft ohne abzusaufen oder von geprellten Spielern gemeuchelt zu werden." Bei den letzten Worten stösst sie ihn leicht mit den Elbogen in die Seite und erhebt ihre Flasche zum Anstoßen. "Also trink mit mir und ihr auch," meint sie zu den Jungs und schüttet ihnen Sangria in die Becher, nachdem sie mit dem Krug von Piriones angestoßen hat.
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 05.12.2018 16:19

3. Tag, vormittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)
Die Jungs grinsen breit und prosten ihr zu, und auch Piriones gießt sich nach. „Auf Dich und den Erfolg unserer Unternehmungen.“ Er hebt den Becher und, ohne dass das die Jungs oder gar Umstehende das mitbekommen, begib sich seine freie Hand ein wenig auf Abwege. Durchaus wagemutig, und ihr Gewand erleichtert die Wanderschaft seiner Finger. „Nun erzählt, Jungs, was wisst ihr über die Damen Akagi und Siana?“ Seine Finger sind doch etwas wagemutiger als sie es sich vorgestellt hat, aber schon als sie sich etwas anspannt, erkennt er, dass er da wohl etwas zu stürmisch war und zieht sich zurück, bevor er auf tatsächlich verbotenes Terrain vordringt.
Der größere Junge schaut auf Palas Sklavenmal... wobei, es könnte durchaus auch einfach ein von Alkohol und Pubertät befeuerter Blick in ihren Ausschnitt sein. Der Kleinere erteilt, durch den Sangria gelockert, bereitwillig Auskunft. „Meisterin Akagi ist unheimlich. Man sagt, sie kann mit den Katzen reden und sie herbeirufen. Die starren einen dann an, dass einem ganz anders wird.“ Er macht das Zeichen gegen das Böse. „Die Questadoren erzählen, sie habe im Sumpf einen Achaz mit ihrem Bogen erschossen, so dass er zu Asche wurde, als der Pfeil ihn traf.“ Der Größere reisst sich von Palas Sehenswürdigkeiten, seien sie eingebrannt oder angewachsen, los. „Sie ist aber immer sehr freundlich und höflich. Anders als die Magier aus der Metropole. Und sie geht immer Mittwoch nachmittags ins Badehaus in Magnolia. Ihr Haar soll über zwei Schritt lang sein, wenn sie es auf macht.“ Nach Palas Einschätzung, die sich mit Frisuren und Frauenhaaren ein wenig besser auskennt, wird es ihr wohl allenfalls knapp bis zum Gesäß reichen. Der kleinere streckt Piriones hoffnungsvoll seinen leeren Becher hin, und der füllt ihm mit der unbeschäftigten Hand nach. „Sie nimmt auch nie Rabotnici mit in den Sumpf, sondern immer nur dieselben drei Questadoren. Und die erzählen nie viel, was sie da tut.“ Eine Magierin, die ihre Zeit darauf verwendet, die anspruchsvolle Kunst des Bogenschießens zu lernen? Ernsthaft?

8. Tag, früher Abend, Alte Baracken in Portas, Santinera
Mit dem Sparring wurde es nicht allzu viel, aber sie verbringen immerhin eine gute Stunde mit Übungsschiessen. Dann allerdings bleibt nichts anders zu tun als ihre Kleidung zu waschen und auszubessern, und es läßt sich nicht leugen, dass es auch Lederhosen und erst recht Stofftuniken und Hemden nicht gut tut, wenn man damit Bäume hochklettert. Und im Gegensatz zu dem Grünton, mit dem Sumaidas Tunika ursprünglich gefärbt war, erweisst sich der Saft mancher Urwaldpflanze, mit der sie in Berührung kam, als ernüchternd farbecht. “Ich sehe aus wie eine Landstreicherin.” Sie überprüft die ausgebesserte Naht und hält ihre Tunika dazu gegen das Licht. Der Stoff glänzt schon und ist an manchen Stellen durchsichtig wie Seide. Alejandro und Mariko geht es nicht anders, und besonders Alejandro hat viel Mühe, seine Lederhose zu flicken, die einiges abbekommen hat. “Im Dschungel ist das egal.” Marico putzt seine Stiefel. Sumaida flunscht ein wenig. Das war nicht die Antwort, die sie sich erhofft hatte. Und um sich neue Hemden zu kaufen hat sie eigentlich nicht genug Geld, der heutige Tag hat ja gerade bewiesen, dass es auch Durststrecken geben wird. Ausserdem haben die beiden ihr gerade bei der Rüstung so großzügig beigestanden. Da kann sie schlecht Geld für eine neue Tunika ausgeben, die sie noch nicht wirklich braucht. Eine gute grüne, die sie nicht in den Dschungel anzieht, und eine zum Schlafen hat sie ja noch. Alejandro lächelt sie an. “Also mir gefällst Du auch in Dschungelmontur. Und wir werden schon noch besser verdienen. Ich wollte mir auch eigentlich eine Balestrina kaufen, auf kurze Distanz ist die einfach besser, aber ich denke, ich warte damit noch etwas.” Sumaida lächelt ihn dankbar an. “Na ja, unter der Rüstung sieht man die Stopfnähte und Flicken ja nicht.”
Im Durchgang entsteht Bewegung, und sie schauen auf. Es sind Korian und seine Gefährten. Korian trägt Buki auf dem Rücken, kann sich aber offenbar selbst kaum auf den Beinen halten und schwankt, seine Hellebarde als Stütze gebrauchend. Rando hat sich Haranas Arm über die Schulter gelegt, aber es ist nicht klar, wer wem Halt gibt.
Sumaida springt auf. “Sie sind krank!” Sie dreht sich um. “Alejandro, hilf Korian, Marico, bitte setz einen Kessel Wasser auf!” Korian schleppt sich zum Tisch, noch bevor Alejandro ihn erreicht, aber er kann ihm zumindest helfen, Buki sanft abzusetzen, die kaum bei Bewußtsein ist. “Tut mir leid Bruder, uns hat irgendwas erwischt. Seid gestern morgen bleibt nichts mehr drin.” Sumaida kümmert sich als erstes um Buki. “Sie hat hohes Fieber!” Die schlägt die Augen auf.”Sind wir zuhause? Oh, Sumi. Schön dich zu sehen.” Sie blinzelt. “Geht uns leider nicht gut. Ich hoffe, es ist nichts Ansteckendes.” Sumaida tastet sie bereits ab und riecht an ihrem Atem. “Alejandro, hol bitte meine Tasche.” “Mach ich.”

Sumaida arbeitet ruhig und konzentriert, und Alejandro und Marico tun, wie ihnen geheissen wird. Nach kurzer Zeit ist sie sich sicher. “Ihr hab das Reisswasserfieber. Ihr habt schlechtes Wasser getrunken. Das ist gefährlich, aber es ist nicht ansteckend, und der Donf-Tee den ich euch eben gegeben habe, hilft euch bei der Heilung. Später gebe ich euch noch einen anderen Tee, zur Stärkung.” Korian lächelt matt. “Wenn wir dich nicht hätten, Kleine.” Sumaida lächelt. “Ihr werdet schon wieder.” Sie wendet sich an Alejandro. “Zum Essen wäre Weissbrot oder zumindest weiches Fladenbrot gut. Und eine klare Brühe.” Der nickt. “Kriegen wir hin. Ich wollte die Affenknochen ohnehin auskochen, meine ich, und Mehl haben wir noch – ich mache mich gleich dran.” Er verschwindet.
Korian seufzt. “Wie lange liegen wir flach?” Sumaida zögert, wie alle Heiler, dann wagt sie eine Prognose. “Wenn es gut anschlägt, vier Tage bis eine Woche.” Korian seufzt. “Buki hat es am schlimmsten erwischt.” Sumaida streicht ihm über die Stirn. “Du hast sie vom Schiff bis hierher getragen?” Korian markiert immer noch den starken Mann. “Die paar Schritt.”

Als Sumaida unten in der Küche ankommt, sind Alejandro und Marico schon eifrig am schaffen. Sie zögert. “Für ihre Heilung brauche ich das Marama Tonu.” Alejandro lacht. “Dann hat sich die Kletterei wenigstens gelohnt.” Sumaida schaut ihn an. “Echt? Das ist sehr teuer.” “Wir haben es ja nicht gekauft. Wir finden schon wieder eines.” Er schaut auf den Hof. “Wie geht es ihnen?” “Sie werden es überstehen. Aber es ist ein schlimmes Fieber. Wir werden ungefähr eine Woche für sie sorgen müssen.” Sie schaut zu Boden. “Machen wir. Oder, Rico?” Marico nickt. “Klar doch.”

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Romin Aranthal
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 05.12.2018 21:21

3. Tag, vormittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)
"Auf den Erfolg der Unternehmung" Pala trinkt einen guten Schluck, Mh, fühlt sich ja schön an, ich weiß nur nicht ob das mir zu schneeEELLL....Puh!, Sie hält aus reflex seine Hand fest, schaut ihm etwas zu streng in die Augen und raunt, "es gibt sichere noch größere Erfolge zu feiern" Himmel was hab ich getan, ahh er ist doch so Süß, hoffentlich nimmt er mir das nicht übel, oh nein - ach jetzt komm mal runter alte - klar er lächelt doch noch und ist entspannt also entspann dich auch wieder. Sie stößt nochmal mit ihm und den Jungs an. Unbewußt zieht sie den Zopf mit der freien Hand über das Brandmal knapp unterhalb ihres Schlüsselbeins und folgt dann der Erzählung der Jungs. Während der Katzengeschichte lehnt sie sich interessiert vor, und schreckt dann empört zurück, "Das kann sie doch nicht machen, was hat der Achchazz ihr gemacht! Freundlich und Höflich, pah! Haar zwei Schritt aha!" Moment die Jungs übertreiben ganz schön - das mit dem Achchazz ist bestimmt auch nicht Kristallrein. "Wollt ihr mir nen Bären aufbinden, habt ihr schon Haare auf der Brust oder wieso könnt ihr so einen Seemannsgern verzapfen." Puh den Sangria merkt man ja doll "Und wie war das mit dem Badehaus. Ein Badehaus , ach was gäb ich dafür, wisst ihr was ich will diese Akagi kennen lernen. Aha, also eher die Schweigsamen Typen, wie heißen die drei Questadores denn und was sind Rabotnici?" Bei den letzen Fragen schaut sie sich schon begierig nach dem Essen der Garküche um. "Ich hab Hunger und ich bin so betrunken. Hahaha!"
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Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.12.2018 10:03

3. Tag, mittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)
Die Jungs sind ob Palas Einwurf erstaunt. „Die Echsen im Sumpf überfallen dauernd die Menschen. Die sind unsere Feinde!“ Vorurteile gegen Echsen ist Pala gewöhnt, und die Gruppe am Nebentisch ergreift auch prompt Partei. „Recht hast Du, Bruderschwester!“ Bevor sich das kleine Trüpplein jedoch in Rage reden kann, taucht ein älterer Zimmermann, ebenfalls Maraskaner auf und beginnt laut zu fluchen und zu lamentieren. „Beim Bruderlosen, hier versteckt ihr euch, faules Pack! Rennt einfach von der Arbeit weg! Die Stunde holt ihr mir heute Abend nach! Hoch! Hoch mit euch! Beine werde ich euch machen!“ Er versetzt der ihm nächstsitzenden eine Ermutigung mit seinem Stiefel und die mault und neckt ihn zugleich. „Elender Menschenschinder, ist mein Hintern Dir nur für einen Tritt gut?“ Ihr Meister und Brötchengeber ist nicht beeindruckt. „Hüte Dein vorlautes Schandmaul! Eher küsse die Kuh wo sie hübsch ist!“ Die Gruppe erhebt sich und verzieht sich unter hin und herfliegenden Beschimpfungen und Verwünschungen.
Piriones schüttelt den Kopf. „Maraskaner. Was für ein nobles Völkchen.“ Er winkt der Wirtin hinter dem Tresen zu, und diese bringt Grillspieße und Teigtaschen, dazu einen weiteren Krug Sangria. Während die Jungs nach einem Kopfnicken eifrig zugreifen, gießt Piriones allen nach und prostet dann Pala zu und raunt ihr ins Ohr. „Was gibt es Schöneres, als mit einer schönen Frau wie Dir zu feiern?“ Die ersten Tropfen des Mittagsregens fallen, aber unter dem Sonnensegel ist das kein Problem, und binnen Sekunden öffent der Himmel alle Schleusen und die Gassen leeren sich in Windeseile bis auf ein paar Kinder, denen der Regen nichts ausmacht.

Tag 9: Früh Morgens, alte Baracken in Portas, Santinera
“Es schlägt an. Das Fieber steigt nicht mehr, und sie behalten zumindest die Brühe und das Fladenbrot drin.” Sumaida ist ihre immense Erleichterterung anzusehen. Alejandro und Marico nicken. Korian und den anderen geht es ein klein wenig besser, aber an Aufstehen ist nicht zu denken. Es entsteht eine kurze Pause, dann macht Alejandro einen Vorschlag. “Einer muss auf sie aufpassen, das machst am besten Du, Sumaida.” Diese nickt. “Marico und ich schauen mal im Gildenhaus, ob wir was einfaches finden, was nicht den ganzen Tag dauert, und bringen dann auf dem Rückweg Feuerholz und was zu Essen mit.” Er sucht nach Widerspruch auf den Gesichtern, findet aber keinen. “So machen wir es. Na dann... auf ins Abenteuer!”

Tag 9: Früh Morgens, Gildenhaus in Portas, Santinera
Im Gildenhaus ignorieren Alejandro und Marico zunächst wieder einmal das Gedränge am Brett und wenden sich an Rijka. Nach den Eingeborenen befragt, zögert sie nachdenklich. “Dort... ich glaube das sind die Ingoa Kauae Korero – Die, die ihren Namen nicht sagen. So nennen die anderen Eingeborenen sie, ich weiss nicht, ob sie so genannt werden wollen. Ist wahrscheinlich ein Tabu.” Sie schaut Alejandro an. “Die sind – für Eingeborene – wohl ganz umgänglich. Aber ausser zur Kräutersuche gibts da nichts, soweit ich weiss.” Sie schaut zu ihrem Vater. Der brummt. “Nicht, dass ich wüßte. Paulson hat da früher öfter gesucht, aber nie tief rein. Seht euch vor, bei Eingeborenen kann man nie wissen. Die ticken einfach anders als wir. Eben noch freundlich, dann auf einmal kochen sie vor Wut. Fremde mögen sie allesamt nicht so, das Konzept der Gastfreundschaft ist den meisten völlig fremd. Andererseits lernen sie unsereins ja auch nicht unbedingt immer von unserer besten Seite kennen, wer will es ihnen also verübeln?” Er zapft ein weiteres Bier und grinst. Rijka wendet sich wieder an Alejandro ud Marico. “Wo ist denn die Kleine, die immer bei euch ist, die Heilerin?” Alejandro kratzt sich am Kopf. “Korian und seine Jungs haben sich beim letzten Auftrag das Reisswasserfieder zugezogen, wir kümmern uns um sie. Sumaida bleibt bei ihnen, ist ja schon was Ernstes.” Rijka macht erschrocken das Zeichen des Ibis. “Das will ich meinen – wollt ihr nicht die Dottora holen?” Alejandro schüttelt den Kopf. “Können wir uns doch gar nicht leisten. Ausserdem kennt sich Sumaida aus, und wir hatten glücklicherweise alles da, was sie braucht. Sie sagt, in vier bis acht Tagen sind sie alle wieder auf den Beinen.” Rijka entspannt sich etwas. “Das freut mich! Kommt ihr klar?” Alejandro nickt, wirft aber einen Blick zum Schwarzen Brett. “Was einfaches, was die Miete und das Essen bezahlt und nur den halben Tag dauert? Wir müssen ja auch Feuerholz sammeln und so.” Rijka lächelt zweifelnd. “Sind Krokodile für euch in Ordnung?” “Wenn's in Laufnähe ist... Wir möchten Sumaida nicht den ganzen Tag allein lassen, meine ich.” Rijka nickt wieder und überlegt. Miguel mischt sich wieder ein. “Schick sie nach Cinque Bandera. Die müssten eigentlich morgen oder übermorgen wieder einen Auftrag haben. Das ist gerade mal eine Stunde weg. Wird aber nur ein paar Oreal geben.” Alejandro deutet seine Verbeugung an. “Das ist vollkommen in Ordnung. Vielen Dank!” Miguel winkt ab. “Schon gut Junge. Rijka, gib ihnen ein Schreiben für Senor Detraves mit.” Seine Tochter nickt.

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Romin Aranthal
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 06.12.2018 21:48

3. Tag, mittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)

"Eure Feinde sind sie sicher", und ihr seid ihre. Doch bevor sie auch nur auf die Idee kommen könnte dem Gedanken weiter Ausdruck zu verleihen, beginnt auch schon das Schauspiel unter den Maraskanern. Und während die Maraskaner noch hinter ihrem Meister ausspucken kommt Pala nicht umhin die Kunstfertigkeit und Feinheit ihrer Gewänder zu bewundern, wo sie in ihrem Auftreten derb erscheinen, bemerkt sie in ihrer handweklichen Kunstfertigkeit äußerste Feinheit.
Das dargebrachte Essen reist Pala aus ihrer Betrachtung, herzhaft greift sie zu, fühlt sie sich doch mitlerweile ganz ausgehungert. "Sie sind doch ganz lustig" geht sie schmatzend auf Piriones ein. Bevor sie ob ihres hemmungslosen Benehmens leicht errötet, sich aufrechter hinsetzt und ihr essen weniger schlingt, um dann über sich selbst zu lachen, "haha, das macht der Alkohol mit einem." Gerade wegen des Ausrutschers in ihrem Benehmen erstaunt sie das Kompliment Piriones um so mehr, wenn sie auch kurz zweifelt, ob es vielleicht irronisch gemeint war. Das Leuchten in seinen Augen lässt sie diesen Gedanken doch schnell wieder verwerfen. "Was gibt es schöneres als zu feiern und frei zu sein!" Damit steht sie auf, tritt unter dem Sonnen segel hervor und tanzt sich drehend unter den ersten Tropfen des Mittagsregens. "Kommt ihr feigen Hunde!" ruft sie den Dreien zu, zieht Piriones auf die Beine und tanzt mit Piriones bevor sie sich lachend auf die Bank unter dem Segel plumsen lässt, auch um sich vor dem jetzt heftig einsetzenden Tratschens in Sicherheit zu bringen. "Was ist mit dir, was hast du hier gewonnen, was verloren, so weit weg von Mirham? Ich weiß wir sind kaum da, aber mir ist heute auf der Terrasse einfach klar geworden, dass ich viel weniger tragen muss."
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.12.2018 15:33

3. Tag, mittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)
Piriones lässt sich mitreißen und sie drehen ein paar Runden unter den amüsierten Blicken der Wirtin und ein paar Nachbarn, bevor der Guss sie vorübergehend unters Sonnensegel zurück treibt. Dort schenkt Piriones allen nach und wendet sich die Jungs. „Wo kann man denn hier ein wenig ungestört die Aussicht genießen?“ Der Größere grinst und weist nach Westen. „Folgt der Hauptgasse und dann dem dritten Bach, dem Abzweig vor dem Palmenhaus, dann links, links, rechterhand über den Platz mit dem Ingerimmschrein die kleine Treppe hoch nach Westen. Da steht oben am Steilhang ein großer Cashewbaum, Der bietet Schutz, und ihr könnt über die Reisfelder hinweg sehen, das ist gerade abends sehr schön, wenn die Glühwürmchen tanzen.“ Piriones lacht. „Dann wollen wir mal! Jungs – verputzt den Rest!“ Bezahlt ist schon, und daher erhebt die Wirtin keine Einwände, als Piriones aufspringt, Pala an der Hand fasst und sie mit sich zieht. „Lass uns laufen! Nass sind wir ohnehin schon!

Tag 9, Kurz vor dem Mittagsregen, Alte Baracken in Portas, Santinera
Sumaida gönnt sich gerade eine kleine Pause, als die beiden durch den Durchgang den Innenhof betreten, jeder von ihnen mit einem Bündel gesammelten Feuerholz auf dem Buckel. “Willkommen zurück!” Sie strahlt und steht auf, um ihnen zu helfen. “Bleib sitzen – wir stellen nur eben den Kram ab – aber Du kannst schon mal durchschauen, was wir gesammelt haben, ob das was taugt. Ohne dich...” Alejandro lächelt.
Sumaida nimmt brav seine Sammeltasche entgegen, und er verstaut sein Holz neben dem Herd, während Marico seinen Packen zum Badehaus trägt. “Wie geht es den anderen?” Sumaida atmet durch, und sortiert das Grünzeug und die Wurzeln. Es ist alles essbar, aber wahrscheinich müssen sie am Markt noch etwas aufstocken, insbesondere beim Mehl und dem Reis. “Den Umständen entsprechend gut. Korian hat es am schlimmsten erwischt, wahrscheinlich weil er sich überanstrengt hat, als er Buki getragen hat.” Alejandro facht das Herdfeuer wieder an und hängt dann den Kessel darüber. “Brauchen wir noch mehr von diesem, wie hiess es...” “Marama Tonu?” “Ja, genau.” Sumaida zögert. “Wahrscheinlich reicht es. Wie lief es bei euch?” Alejandro lacht und steckt sich. “Neun Oreal für ein paar zu klein geratene Alligatoren, aber immerhin. So nah an der Stadt gibts auch kaum Affen, die dumm genug wären, sich von mir abschiessen zu lassen. Marico hat immerhin eine Schlange erwischt. Für eine kräftige Brühe reicht das.” Sumaida hat dank ihrer Erfahrung mit seinen Kochkünsten ihre Skepsis gegenüber Schlangen als Mahlzeit überwunden. Sie seufzt. “Ihr habt so viel gearbeitet, und ich hab nur hier...” Alejandro unterbricht sie. “Von wegen. Ich weiss, wieviel Arbeit Krankenpflege ist, und die vier schafften es heute morgen ja noch nicht mal alleine auf den Pott. Hilf mir ein wenig schnibbeln, dann machen wir Mittagessen.” Sumaida lächelt matt. “Jawohl.. Schön dass ihr wieder da seid. So allein war es doch irgendwie einsam.” Alejandro lächelt.
Marico kommt wieder. “Soll ich Deinen Kram mit hoch bringen? Wie gehts eigentlich den anderen?” Sumaida ist schon eifrig am putzen und schnibbeln. “Schon etwas besser. Eben schliefen sie.” Es fängt an zu regnen, und Marico rettet sich mit ein paar Schritten ins Trockene. “Meint ihr, für heute Abend wär noch Fisch vom Markt drin? Eine Schlange für sieben... Nur von Wurzeln, Bananen und Gemüse...” Alejandro überschlägt im Kopf ihre Barschaft. Eigentlich haben sie innerhalb weniger Tage gute Reserven angelegt. Er nickt. “Das müsste drin sein. Aber dann sollten wir ihn möglichst schnell kaufen. Wird schon jetzt kaum was anderes als Aal übrig sein.” Marico reckt und streckt sich. “Geht ihr beide. Ich passe hier auf.” Er zwinkert.

Der Regen hört schon nach wenigen Minuten wieder auf. Die Sonne kommt heraus und triebt jeden, der seine fünf Sinne beisammen hat, in den Schatten, als die ganze Stadt anfängt zu dampfen. Auch Alejandro und Sumaida kehren zurück, und wirklich ist es Aal geworden – aber immerhin lebend in einem Kübel, den Alejandro in weiser Voraussicht mitgenommen hat. Alejandro kocht das Mittagessen fertig – Eine Gemüsesuppe, eine klare Fleischbrühe für die Kranken, dazu Fladenbrot aus Maismehl sowie Bananen und ein paar Arangen. Diesmal schafft es Alejandro, den Aal ganz von Gräten zu befreien, und erst gedünstet und dann in Maismehl paniert und in Palmöl frittiert, ist das Essen wirklich schmackhaft. Dabei erstatten Alejandro und Marico Bericht über das, was sie in Erfahrung gebracht haben. “Die Eingeborenen kennt man hier eher flüchtig. Sie haben wohl das Glück, dort zu wohnen, wo bislang keiner eine Plantage hinbauen will. Mit einer Liste vom Apotheker ist sicher erst in ein paar Tagen wieder zu rechnen, und Krokodilaufträge hier in der direkten Umgebung sind nur ein paar Oreal wert, die Stadt beschäftigt ja einen eigenen, und die Fischer halten ihr Ufer selbst einigermassen in Ordnung. Aber ich würde mich wohler fühlen, wenn wir wieder was von dem Marama Tonu auf Vorrat hätten.” Er schaut zu Sumaida. “Meinst Du, Du könnest morgen oder spätestens übermorgen wieder mit?” Sumaida zögert. “Besser wäre es schon, wenn wir was hätten.. uh... das stimmt. Es zu kaufen wäre für uns sehr teuer.” Sie schaut Alejandro hilfesuchend an. “Vielleicht haben wir Glück und morgen hängt wieder einer Liste für Kräuter aus?” Marco brummt. “Wie haben schon genug Reserven, damit wir einen Sammeltag für uns allein einlegen können, so ist es nicht. Die ersten beiden Krokodiltage und die Aufträge des Apothekers waren schon sehr einträglich.” Er schaut zur Seite. “Und falls wir die Eingeborenen wieder treffen...” Sumaida muss kichern. Marico wird rot. “Hey, normalerweise muss immer ich den Mädels nachlaufen. War auch mal schön, Hahn im Korb zu sein.” Sumaida kichert nur weiter. “Tut mir leid. Ich lache dich nicht aus. Du bist nur so süss.” Marico muss mitlachen. Alejandro grinst. “Also ich muss Tamaka nicht unbedingt noch mal treffen.” Sumaida schüttelt den Kopf. “War sie so schlimm?” Alejandro wird auch rot. “Schlimm... Nein. Sie war schon... also sie war nicht.. sagen wir, sie hat nicht übertrieben, mein ich.” Nun wird auch Sumaida rot. Alejandro schaut zu ihr. “Aber ich hatte irgendwie das Gefühl, da ging es um mehr ihre Eitelkeit, mein ich.” Sumaida rettet sich in aufgesetzte Welterfahrung. “Sie war schon recht laut.” Sie schaut zur Seite, und sie wechseln in stiller Übereinkunft das Thema. “Wenn man Marama Tonu so schwer findet, dann suchen wir am besten dort, wo wir schon Glück hatten. Schmarotzerpflanzen breiten sich ja doch meist im Umkeis aus, oder?” Sumaida nickt. Alejandro steht auf. “Versuchen wir es also?” Marico und Sumaida nicken.

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Romin Aranthal
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 07.12.2018 20:21

3. Tag, mittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)

Als Pala merkte, was Piriones vor hatte war sie recht aufgeregt, zwar hatte sie schon den ein oder anderen Mann gehabt, aber es war immer irgendwie anders gewesen. Nie hatte er ihr wirklich wirklich gefallen, vielmehr wollte sie etwas von ihm und war auch nicht wirklich frei gewesen. Sie hatte es immer als ihren Weg betrachtet, um sich durch Wissen und den Abschluss an der Akademie von ihrer Stellung als Leibsklavin der Magistra zu lösen. Nicht das es ihr unter der Magistra schlecht ergangen wäre.
Doch nun, nun wollte und konnte sie nichts dadurch erreichen Piriones zu folgen. Sie nahm einen kräftigen Schluck aus ihrer Sangriaflasche, nahm überrascht von der Freiheit ihrer Entscheidung Piriones Hand und folgte ihm durch den Regen, "Machts gut Jungs, hoffe wir sehen uns mal wieder". Glücklich und erregt hackte sie sich unter Pirones Arm ein und hüpfte lachend neben ihm her, als sie einen Torbogen zwischen zwei Häusern sah, zog sie ihn dort hin und lies sich in die Arme nehmen. Sogleich wollte er sie Küssen, doch sie hielt ihn am Ohr und Nacken packend davon ab. Sein Gesicht betrachtend und durch seine Haare fahrend, "du hast mir noch nicht gesagt, was du hier zu gewinnen hoffst und was du in Mirham zurück lässt. Bist du frei?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.12.2018 11:28

3. Tag, mittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)
Piriones lacht. „Frei? Die nächsten zwei Monate sind wir frei. In Mirham lasse ich die schlechte Luft und die stickigen Schreibstuben zurück, mitsamt ihrer Bürokratie und dem Kleinkrieg der Magister. Aber nicht Frau und Kinder, wie sollte ich eine Familie mit meinem Schreibergehalt ernähren? Was ich zu hier gewinnen suche?“ Seine Hände fassen sanft zu, und es fühlt sich, auch wenn es vielleicht etwas zu fix kommt, wunderbar an. „Freude und Aufregung, und vielleicht einen Schatz. Sind wir erfolgreich, schreiben Sie Dir vielleicht einen kleinen Teil Deiner Ausbildungsschulden gut und mir tätschelt die Dekanin den Hintern und sagt 'Vorzüglich, Piripiri, vorzüglich wie immer!' Mit Glück werde ich Oberschreiber und bekomme ein Gehalt, mit dem ich eine vernünftige Wohnung und eine kleine Sklavin bezahlen kann, die mir den Haushalt macht. Aber jetzt...“ Er stiehlt einen schnellen Kuss „...aber jetzt genießen wir den Moment und machen uns keine Sorgen! Komm mit! Der Regen dauert nicht lange!“ Er zieht sie wieder in den Regen, den Weg suchend, den ihm die Jungs beschrieben haben, und sie versteht, dass es ihm gar nicht darum geht, die Gelegenheit zu nutzen, möglichst schnell zwischen ihre Schenkel zu kommen, sondern er mit ihr den Augenblick genießen will. Auch wenn das vielleicht damit endet. Aber es ist ganz anders als die Lehrmeister, die sich einerseits durch ihre Reize manipulieren ließen, andererseits aber auch selbstbewusst absolute Gefügigkeit als Gegenleistung für ihre Bevorzugung einforderten.
Ein oder zweimal vertut sich Piriones im Gassengewirr, aber dann geht es durch einen kleinen Torbogen auf einen vorspringenden Felsen hinaus, der ganz von einem sicher fünfzig oder mehr Jahre alten Cashew-Baum überschattet wird. Eine bestenfalls hüfthohe, aber breite Brüstung aus Feldsteinen sorgt dafür, dass man nicht abstürzt und gleichzeitig wohl als Sitzfläche. Von hier aus hat man tatsächlich einen wunderbaren, wenn auch im Regen vielleicht etwas elegischen Blick über die Landschaft im Westen. Reisfelder, dicht an dicht, soweit das Auge reicht, getrennt durch gut gehaltene Knüppeldämme, Gräben, Kanäle und Hecken, sowie, recht sonderbar, immer wieder kleine Buschinseln und einzelne Bäume mitten im Feld.
Piriones zieht sie bis zur Brüstung, dann legt er von hinten die Arme um sie. „Was für ein Ausblick!“ Der Baum schützt sie vor dem Gröbsten, aber pitschnass sind sie ohnehin schon. Piriones küsst ihren Nacken, und dann macht sich seine Fingerfertigkeit an den Verschlüssen ihrer Kleidung bemerkbar.
DSA_Sanitnera_Cashewbaum.jpg

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Romin Aranthal
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 08.12.2018 15:35

3. Tag, mittags, Sandalia, Santinera (Pala-Strang)

"Auf Freude und Aufregung," wiederholte Pala seine Worte und küsste ihn wild bevor sie ihm in den Regen folgte. Als sie sich ein wenig verliefen musste sie lachen, nicht über ihn sondern über die Ungezwungenheit ihres kleines Abenteuers. So zog sie ihn, als er in einer Seitengasse wieder kehrt machen wollte, an sich und küsste ihn nochmals. Bevor sie ihm wieder nachlief und dabei ein Gefühl der Geborgenheit verspürrte, dass sie an ihren ersten Freund erinnerte.
Der Ausblick und die Idylle unter dem großen Baum verschlug PAla den Atem und sie schmiegte sich ganz in Piriones Arme und genoss seine Körperwärme sowie die Stille des Moments. Bevor ihre Hand an seinem Oberschenkel hochwanderte und ihn zwischen den Beinen packte. Dann drehte sie sich in seinen Armen um, küsste ihn und sprang an ihm hoch.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.12.2018 18:02

3. Tag, nach Mittag, beim Cashew-Baum, Sandalia (Pala Strang)
Der Regen hört tatsächlich recht bald auf. Die Sonne kommt wieder heraus und lässt die Felder und Dächer dampfen, und die Stadt begibt sich für ein paar Stunden zur Ruhe.
Ein kleines Problem ergibt sich: Pitschnasse Kleidung lässt sich zwar mit Enthusiasmus ausziehen, aber gerade Palas raffiniertes Kleid ist überhaupt nicht dafür gedacht, in nassem Zustand angelegt zu werden. Und da hier oben, im Schatten des Baumes und ein Stück weit über der Hitze der Felder, ein schönes Plätzchen ist, um die Siesta zu verbringen, ist baldiger Besuch mehr als nur wahrscheinlich.
Mit der Unterwäsche geht es noch, und Piriones bringt Pala zum Kichern, als er hüpfend und grimassierend vergeblich versucht, seine lederne Hose wieder anzuziehen. Aber es bleibt nichts anderes übrig als ihre Robe, sein Hemd und Hose an den Zweigen des Baumes zum Trocknen aufzuhängen und sich vorzunehmen, etwaigen Spott mit Würde zu ertragen.
Es dauert auch nicht lange, dann tauchen nacheinander ein paar Handwerksgesellen und auch ein paar Alte beiderlei Geschlechtes auf, um sich hier auszuruhen, aber bis auf etwas Getuschel, Gekicher und gutmütig-neugierige oder teilweise vielleicht auch sehnsüchtige Blicke auf sie, geht man ihnen nicht auf die Nerven, sondern legt sich auf mitgebrachten Bastmatten oder auf der Brüstung zur Ruhe. Auch Pala und Piriones erfasst die Müdigkeit der Siesta, und er lehnt sich, ihr seinen Arm bietend, an den Stamm.

Tag 9, Abends, Alte Baracken in Portas, Santinera
Zum Abendessen schaffen es wenigstens Harana und Rando kurz herunter, und mehr als eine Schale Brühe und ein Stück Fladenbrot schaffen auch sie nicht. Korian und Buki bringt Sumaida das Essen hoch, und Korian nutzt die Gelegenheit, sich zu bedanken. “Ohne euch wären wir echt aufgeschmissen.” Er versucht sich aufzurichten, aber Fieber und Durchfall machen selbst das zu einer Anstrengung. Sumaida hält ihn auch mit sanftem Druck unten. “Ach was. Jetzt iss erst einmal, morgen sieht es schon besser aus. Harana und Rando gehts ja auch schon etwas besser. Schlaf ist die beste Medizin.” Korian lächelt. Sie schüttelt Randos Strohsack aus, und als Korian fertig ist, hilft sie ihm auf und macht dasselbe mit seinem. “Hängt ihr jetzt tatsächlich die ganzen Tage wegen uns fest?” “Ach was, mach Dir darum mal keine ...uh... Sorgen. Alejandro und Rico haben ein paar Krokodile gejagt, und morgen suchen wir noch mal nach Heilkräutern.

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Fjolnir Draugertöter Torbrandson
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Fjolnir Draugertöter Torbrandson » 08.12.2018 23:31

3. Tag, vormittags, Hafen in Portas, Santinera (Isna-Inti Strang)

Die Bleichgesichter, sie haben so viele seltsame Regeln und Sitten. Ob es schlau war hierherzukommen, werde ich je die Chance haben jemanden zu befreien. Oder habe ich im Dschungel mehr Chancen durch Spähen und Jagen, da wo ich mich auskenne Erste Zweifel und Ratlosigkeit befallen Isna-Inti sichtbar. Die Anoiha sieht sehr traurig drein, während sie dem Mädchen antwortet. "Ich will Magiere nicht ärgern und belästigen. Nur reden. Ich will dass sie mich mitnehmen, wenn sie gehen in Dschungel. Ihnen helfen als Kundschafterin. Damit sie mir geben runde glitzernde Steine. Die werde ich bestimmt auch wieder brauchen für das was du nennst ROck oder Tunika, oder? Ist das was Isna-Inti anhat, nicht schön?
Fjolnir Torbrandson, Hetmann, Klingensucher, Drakkar-und Unholdsbani, Träger des Widderorden und des Weidener Bärenorden

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