DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.03.2019 10:30

5. Tag, Vormittags in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Der Sumpf gehört wirklich zu der übleren Sorte, man sieht deutlich, dass es in den Regenzeiten auch hier zu ganz anderen Wasserständen kommt, und der widerwärtige Geruch von Fäulnis und Zerfall, die Wolken von Mücken und Fliegen setzen auch ihr zu, auch wenn sie deutlich weniger leidet als ihre Auftraggeber.
Sie folgen einem Kanal etwas weiter nördlich als dem, den Magister Prospero genommen hat. Es geht durch einen im Wasser stehenden Wald von Toschibäumen mit dazwischen wachsenen Schilfinseln, aus denen immer wieder Hügel aufragen. Nach einer Weite kommen sie an eine Kreuzung, wo der sich windendende Kanal, dem sie gefolgt sind, tatsächlich gut fünfzig Schritt geradeaus führt und in der Mitte von einem ebenso geraden Kanal gekreuzt wird, und hier sieht man auch Spuren menschlicher Forschungsaktivitäten, auch wenn sie schon länger zurück liegen. Mauerreste sind vom gröbsten Bewuchs befreit, es gibt sogar einen Torbogen, gehalten durch einen großen Schlangenwurzelbaum. Sie biegen nach links ab, also wahrscheinlich nach Norden, und nach etwa zwanzig Minuten kommen sie an einen ehemals sehr stabilen, nunmehr nur notdürftig reparierten Steg. Hier landen sie an, und Sertudo macht sich auf einen Wink von Jucho hin ans erkunden. Er kehrt nach einige Minuten zurück und winkt. „Keine frischen Spuren.“ „Dann mal los.“
Es geht über eine Trampelpfad zu einer alten Lagerstelle auf einem kleinen Hügel, wo ein Bambusgerüst mit einer Plattform das Rasten ermöglicht. Überall aus dem Bewuchs, der hier vornehmlich aus Sumpfgras, Farnen und Schangenwurzelbäumen besteht, ragen grob von Bewuchs befreite Ruinenreste. Angesichts der Unübersichtlichkeit der Landschaft und dem Zustand der Ruinen ist allerdings nicht ersichtlich, welchem Zweck sie gedient haben. „Das ist unser Taglager, abends fahren wir in die Esplanaden, die sind nachts sicherer.“ Jucho übernimmt die Einweisung, während die Gelehretn ihr Gepäck teilweise auspacken. „Makita, kletter auf den Baum da und halt Ausschau, Sertudi, Du löst sie in einer Stunde ab. Bule, Du und ich klären die Umgebung, Tonna und Boronaya, ihr geht Senor Fortschreitter und Signorina Siana zur Hand.“
Fortschreitter deutet auf einen weiteren, etwas höheren und dichter bewaldeten Hügel, wo ein Tunnel ins Erdreich führt, an dessen Ende Tageslicht zu sehen ist. „Der Tunnel ist mindestens knietief voller Wasser, und wahrscheinlich sind immer noch oder wieder Morfus drin.“ Sertudo nickt. „Und nach vier Schritt, da wo es hell wird, ist die Falle.“ Fortschreitter schaut zu Jucho, und der hat einen Vorschlag. „Wir erklimmen diesmal erst den Hügel und schaun, ob sich abseilen nicht besser ist. Dem Bewuchs nach hat es auf dem Hügel unter Garantie Schlangen.“ Siana macht Brrrr! und schüttelt sich, nickt dann aber. „Machen wir es so.“ Tonarev wendet sich an Boronaya. „Am besten wir machen, wo es gerade einigermaßen trocken ist, ein neues Schilfdach auf die Hütte.“ Sie deutet zum diesigen Himmel, und der Mittagsregen kann ohnehin nicht mehr allzuweit sein.

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Chephren
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 07.03.2019 10:51

5. Tag, Vormittags in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Erstaunlicherweise scheint die junge Magierin sich im Sumpf gut auszukennen und fühlt sich auch sichtlich weniger unwohl hier, als die beiden Al'Anfaner.
"Fast wie zu Hause," meint sie mit einem Zwinkern, bevor sie sich daran macht das Schilf für das Dach zu schneiden. Immerhin hat auch sie selbst Interesse nicht klatschnass zu werden. Dabei behält sie das Wasser im Auge: Krokodilen, Schlangen oder was auch immer dieser Sumpf sonst noch zu bieten hat, muss man nicht unbedingt begegen. Routiniert bindet sie mit ein paar Fasern von Bäumen das Scilf zusammen und bessert so das Dach aus.
"Kann man aus dem Bambus hier nicht eine Art Schild bauen und so den Tunnel räumen oder sind die Morfus zu groß dafür?" fragt sie nach, während sie entspannt flicht.
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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 07.03.2019 11:00

5. Tag, Vormittags in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
Die echsiche Statue erweckt Goldons Neugier, er lehnt sich auf seinen Nachbar und mustert dieses alte Monument.
"Es zeigt Kr'Thon'Chh", bemerkenswert ist, dass Goldon den echsischen Namen relativ gut ausspricht, "der Kriegsgott der Echsen, aber Echsen sind eigentlich nicht bekannt dafür die Aufmerksamkeit der Echsengötter zu erregen, diese Statue spricht eher vom Gegenteil. Entweder handelt es sich hier um einen Platz wo eine große Schlacht stattfand oder es muss einen Tempel hier geben. Hier drunter!" Er deutet ins Wasser.
"Tja, da haben wir wohl Pech gehabt. Oder gab es jemals jemanden der hier runtergetaucht ist? Oder vielleicht hat ja ein Magier mal das Wasser gebannt? Hmm?" Letzteres war eine reine Vermutung, Goldon hatte noch nie zuvor von so etwas wie dem Elementarbann gehört, aber wenn man tödliche Trugbilder erschaffen konnte, warum nicht auch etwas was das Wasser verdrängt.

Als Cusi an "Land" springt, begibt sich Goldon zu Onid: "Gibt es etwas worauf ich heute besonders achten soll? Oder soll ich mich weiterhin um Lifta kümmern?"
Auffallend ist das Goldon, im Gegensatz zu ein paar Gefährten, und das trotz seiner Rüstung und Helm, kaum zu schwitzen scheint. Er steckt die Hitze gut weg. Die schwüle Luft ist aber beileibe nicht etwas das er ignorieren kann, er atmet flach und bewegt sich eher vorsichtig als hektisch. Ein Sumpfbesuch war für ihn keine Routine.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.03.2019 11:18

5. Tag, Vormittags in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
„Die elenden Biester sitzen tief im Schlamm. Da hilft nur mit einer langen Bambusstange stöchern und sie abschiessen, wenn sie auftauchen. Das dumme sind ihre Dornen und dass man sie in dieser Landschaft kaum sieht.“ Es wimmelt gerade am Ufer beim Schilf von Schlangen, wie schon befürchtet, aber Boronaya kennt sich glücklicherweise damit aus und vermeidet die problematischen. Nach einer halben Stunde ist diese Arbeit erledigt, und sie können den nun einsatzbereiten Gelehrten – Fortschreitter schwitzt bereits wie ein angestochenes Selemferkel, und die Malerin hat es geschafft, einmal bis zum Knie in ein Schlammloch zu treten – den Hang hoch, den Juchoi mit einem Seil gesichert hat. Dort gibt es eine steile Kante, aber über den Rand gewachsene Schlangenwurzelbäume ermöglichen mit Hilfe eines bereits befestigten Seiles einen sicheren Abstieg. Der hat es allerdings in sich, es sind gut sechs Schritt.
Die Wände sind von den Baumwurzeln und teilweise blühenden Rankgewächsen bedeckt, an denen es natürlich summt uns brummt. Jucho deutet nach links. „In der Ecke ist ein Wildbienennest, denen sollten wir nicht zu nahe kommen. Ich hab unten in der Pfütze da bereits einen Morfu erledigt, aber ich glaub, im Tunnel sind noch welche.“ „Wunderschön!“ Kommentiert Siana den Anblick, der auch tatsächlich recht hübsch anzusehen ist, besonders, weil man zwischen den teils mannsdicken Wurzeln hindurch Teile eines Wandreliefs erkennen kann. Siana nimmt ein Notizbuch heraus und beginnt zu skizzieren. Fortschreitter seufzt, blickt das Seil und den Abgrund vor ihm an und seufzt erneut. Dann seilt er sich ab. Das geht fixer als es für seine Handschuhe gut ist, und er landet hart. „Verdammt, Verdammt! Verdammt!“ Er schüttelt seine Hände aus und streckt sich dann. Dann schaut er zu Bule, der bereits unten wartet. „Könnt ihr bitte von der linken Ecke den Bewuchs wegmachen, Sertudo?“ „Ich bin Bule. Aber klar.“ Siana protestiert von oben. „Noch nicht! Die blühende Sarafzelia bietet einen tollen Kontrast zum grau der Wurzeln!“ Fortschreitter entschuldigt sich. „Tut mir leid, Bule... heißt ihr wirklich Kürbis?“ „Nein, eigentlich heiße ich Giacometto, aber Bule geht.“ Fortschreitter nickt. „Äh, ja, gut. Also dann erst mal die andere Seite.“ Kooperation erfordert Kompromisse.

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Chephren
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 07.03.2019 12:05

5. Tag, Vormittags in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Boronaya wischt sich ihre Hände nach getaner Arbeit an einem Tuch ab und folgt dann den anderen auf den Hügel. Wartet bei der Malerin und schaut sich selbst ein wenig interessiert um. Besondere Stellen wird es hier nicht geben, aber vielleicht kann man ja etwas spannendes entdecken.
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.03.2019 13:16

5. Tag, Vormittags mit Prospero in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
Rodel, der bei Goldon im Kanu sitzt, dreht sich um. „Vor einem Jahr war ich mit einem größeren Trupp hier, so eine Magierin mit zusammen gekniffenem Arsch und Winzmöpsen hat sich auf die Statue versteift. Die haben am anderen Ufer in vier Schritt Tiefe den Kopf geborgen, waren fette Edelsteine drin. Hatte auf jeder Seite drei Augen, in einer Linie, kein Scheiss. Und ein steinernes Axtblatt mit goldenen Sägezähnen, ein Riesenteil. Drei Arbeiter sind bei der Bergung ersoffen, das gab richtig Ärger, sie musste danach abbrechen, weil sie keine Arbeiter mehr bekommen hat. Die haben gemunkelt, sie habe die Etrunkenen magisch zum Tauchen gezwungen. Aber hinter uns haben sie eine Sonde ins Wasser versenkt, nach dreißig Schritt war noch kein Grund, nur Schlamm. Na, für uns hat sich's gelohnt.

Später, nach der Landung, nickt Onid Cusi zu. „Nahbereichserkundung. Goldon, Du begleitest sie. Jetzt ist wenigstens noch ziemlich sicher, dass kein Zischler da ist. Halt die Augen offen und lern was.“ „Jefe!“ „Schnauze. Er muss es lernen, und lernen kann er's nur von Dir. Bewegt eure Ärsche!“ Cusi nickt und wirft Goldon einen nur mäßig begeisterten Blick zu. „Als ob ich's geahnt hätte. Also. Halt Dich hinter mir. Keinen Mucks. Du kannst mich hinterher fragen was Du willst, aber ich will keinen Ton hören. Tritt nur dahin, wohin ich getreten bin, halt den Kopf unten und mach keine hastigen Bewegungen. Besonders nicht, wenn Du einsinkst! Verstanden?“ Aus irgendeinem Grund scheint Goldon das Primärziel aller Moskitos zu sein.

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Lokwai
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 07.03.2019 15:35

5. Tag, Vormittags mit Prospero in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
"Sechs Augen ... ohweija ... das klingt irgendwie mies. Aha, ein wirklich große Axt ... hmmm ..." vorm geistigem Auge sieht Goldon eine drei Schritt große Kampfechse mit dieser Axt in der Hand, "was ... da geht es noch dreißig Schritt hinunter?" wiederholt er das Gesagte etwas aufgeregt. Schon interessant was er hier ansichtig wird.

Na, das kann ja was werden, denkt Goldon sich als er die Aufgabe erhält Cusi zu folgen. "Ja, habs verstanden", erwidert er, als sie ihm anweist wie er sich zu verhalten hat.
Er wollte sich schon über die Moskitos beschweren, da sie irgendwie nur ihn auserkoren zu haben scheinen, aber wahrscheinlicher ist, dass Cusi irgendein Duft angelegt hat das diese Viecher nicht mögen. Cusis Nase ist ja die wie eines Hundes. Goldon greift sich sein Halstuch und zieht es über die Nase. Jetzt waren nur noch seine Augen und Hände frei von Kleidung oder Rüstung, er hofft auf Besserung.
Ich weiß schon warum Boron dafür sorgt, dass dieses Geschmeiß nur wenige Tage lebt!
Dann folgt er Cusi, dabei setzt er einen Schritt nach dem anderen in ihre Schuhabrücke.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 07.03.2019 19:32

5. Tag, Vormittags mit Cusi tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
Es ist wirklich schwierig, ihr zu folgen, und sogar schwierig, sie nicht aus den Augen zu verlieren, denn ihre Bewegungen haben nun eher etwas von einer sich anschleichenden Katze als der eines Menschen, und hören kann er sie auch kaum. Seine hervorragenden Kampfstiefel sind ganz eindeutig weniger gut zum Schleichen geeignet als die ihren, und bei ihr knackt gund gluckst es kaum. Manche Straßenkinder beherrschen so etwas in der Stadt, die gerade für Straßenkinder nicht weniger gefährlich ist als dieser Sumpf. Ausserdem scheint Cusi deutlich leichter zu sein als er, jedenfalls hat er das Gefühl, deutlich tiefer in den Boden zu sinken als sie, und immer wieder schmatzt es vernehmlich, wenn er seinen Stiefel befreit.
Immer wieder hält Cusi an, und einmal geschieht das so unvorhergesehen, das er sie anrempelt, was ihm einen Blick einträgt, aber sagen tut sie nichts, auch wenn er spürt, dass ihr seine Ungeschicklichkeit massiv auf die Nerven geht.
Immer wieder späht sie vorsichtig oder bückt sich und inspiziert den Boden, dann, als er die Machetenschläge der Arbeiter kaum noch hören kann und sich nicht einmal sicher ist, aus welcher Richtung der Schall zu ihm dringt, inspiziert sie den Boden länger, dann dreht sie sich zu ihm hin, deutet auf den Boden, hält zwei Finger hoch und zeigt dann die Richtung an, aus der die beiden Echsen oder sonstwer wohl ihrer Meinung nach gekommen und gegangen sind. Sie sieht nicht beunruhigt aus, also ist es wahrscheinlich länger her. Dafür spricht auch, dass Goldon rein überhaupt nichts auf dem Boden erkennen kann, was nach Fußspuren oder von ihm aus Krallenspuren aussieht. Dann geht es weiter wie zuvor, und dann sind sie auf einmal wieder im Lager, wo die Arbeiter schon ganze Arbeit geleistet haben. Mehrere große Bambusstämme von beinahe Oberschenkeldicke liegen auf einem Haufen, einiges an dünnerem Bambus nach Länge und Dicke sortiert auf weiteren. Des weiteren sind zwei Flächen freigeräumt – eine etwas näher an einem breiten Tümpel, wo eine Bambusflagge aufgestellt wurde. Hier ist der Magus mit seiner Assistentin dabei, einen siebenstrahligen Stern von etwa drei Schritt Durchmesser in einem Kreis auf den Boden zu zeichnen, umgeben von einem weiteren Kreis und einem kleineren Kreis daneben, wo eine Unmenge Zeichen in den Boden geritzt werden. Es sieht nach konzentrierter Arbeit aus und erinnert Goldon an seine eigene Waffenpflege: Routiniert und entspannt, aber mit Sorgfalt und Respekt vor der Aufgabe. Er hat eine ganz nebulöse Ahnung, was das wird, auch wenn er es noch nie in Natura gesehen hat.
Etwa zwanzig Schritt davon entfernt auf einer kaum zwei Schritt hohen Anhöhe, deren Boden auch nicht fester ist als der unter seinen Füssen, errichten Onid, Rigo und Lifta routiniert eine große Bambushütte, beinahe ein Langhaus, das wohl ihr Nachtlager werden soll. Als Cusi wieder ins Lager kommt unterbricht Onid kurz. „Und?“ Er setzt seine Arbeit fort, während Cusi berichtet, und fordert auch Goldon dazu auf, mit anzupacken. „Viele Hände machen ein geschwindes Ende.“
Cusi fasst kurz zusammen. „Hundertfünfzig Schritt nordwestlich sind gestern zwei Zischler vorbei gekommen, Kundschafter wahrscheinlich. Kamen von Nordosten, gingen recht entspannt nach Süden. Waren jedenfalls nicht auf der Jagd. Sie haben hier bewusst einen Bogen drum gemacht.“ Sie schaut skeptisch zum Magus, sagt aber nichts. Onid brummt. „Hoffentlich bleibts so. Sonst was?“ „Nee. Wenn wir nicht lauter werden, schätze ich, man hört uns frühstens ab dreihundert Schritt.“ „Na, das ist doch mal eine gute Nachricht. Wie hat er sich gemacht?“ Cusi ringt sich zu einem gutmütigen Grinsen durch. „Wenn wir Rahja geopfert hätten, wäre ich jetzt noch Jungfrau. Aber Du hast Recht, Jefe, besser er lernt es.“ Sie wendet sich an Goldon. „Fragen?“

22. Tag, abends, Alte Baracken in Portas, Santinera
Später auf der Kammer muss sie tatsächlich auf Sumaida warten, da diese noch mit Harana die Kräuter durchgeht, die sie in der Küche trocknet. Als sie heraufkommt, wirkt sie müde und ein wenig ungehalten, und Jelinea zögert. Aber es führt kein Weg drum herum. “Du, Sumi, darf ich dich was fragen?” Sumaida bindet sich gerade die Haare zu einem einfachen Pferdeschwanz für die Nacht. Sie gibt sich ganz offensichtlich einen Ruck und lächelt. “Natürlich. Was denn?” Jelinea tastet sich langsam vor, endet dann aber doch mit der entscheidenden Frage. “Korian hat angeboten Janis in seine Partida aufzunehmen. Wir haben ja die letzten Tage keinen roten Heller verdient. Und da wollte ich Dich fragen, ob ich vielleicht bei euch...” Sumaida wird rot und zögert. “Unser Anführer ist eigentlich Alejandro.” “Aber ihr diskutiert das doch sicher zusammen.” Sumaida nickt. “Klar. Wir...uh... sprechen immer alles durch. Aber entscheiden tut er.” Sie zieht ihre Leggins aus und hält dann inne. “Wir könnten sicher eine gute Fechterin wie dich brauchen. Wir wollen ja nicht ewig nur Kräuter sammlen und Krokodile fangen, sondern auch irgendwann in die Ruinen, und so.” Sie zieht auch ihre grüne Tunika aus und greift sich ihre einfache Schlaftunika, zögert dann aber. “Aber..uh... Du müsstest auch... also Du hast einen sehr starken Willen.” Sie wedelt mit den Händen. “Was sehr gut ist...uh...” Jelinea wird rot. “Ich muss nicht immer meinen Kopf durchsetzen. Und im Dschungel kennt ihr euch ohnehin besser aus.” Sumaida schaut auf die Schlaftunika in ihren Händen. “Alejandro kommt auch gut mit Leuten hin. Er bringt die nicht gegen sich auf, und so. Als wir im Busch den Wilden begegnet sind...” “Ihr seid wilden Anoihas begegnet? Echt?” Sumaida nickt. “Ein paar mal schon. Alejandro hat eine Kriegerin im Ringkampf besiegt, die ihn gefordert hat, und dann sind wir sehr gut mit ihnen hingekommen.” Jelinea schaut sie überrascht an, und Sumaida zieht sich ihre Schlaftunika an. “Hätte ich nicht gedacht.” Jelinea bringt ein Lächeln zustande. “Du hast Angst, ich könnte mich nicht einfügen?” Sumaida wird knallrot. “Ich..uh..Du bist halt das Befehlen gewohnt... das merkt man...” Auch Jelinea zieht ihre Lederhose aus. “Glaub mir, als angehende Schwertgesellin hast Du rein gar nichts zu sagen. Ich durfte ab dem dritten Jahr ein paar Übungsstunden leiten, bei den ganz Neuen, aber... Und bei uns zuhause auf der Plantage hat eh Papa das Sagen, und dann Mama, und dann erstmal niemand was.“ Sumaida nickt und entschließt sich. “Wenn Du magst, frage ich die Jungs.” Jelinea lächelt. “Das wäre sehr nett.” Sumaida nickt und steht auf. Jelinea schaut sie erstaunt an. “Jetzt gleich?” Sumaida nickt. “Willst Du Dir nicht wenigstens die Hosen wieder anziehen?” Sumaida errötet wieder. “Ich bin froh, dass ich endlich raus bin aus dem Leder. Und ich hab ja ein Höschen an. Und meine Beine haben die Jungs schon oft genug gesehen.”

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 07.03.2019 21:24

5. Tag, Vormittags in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Boronaya macht sich dann mit an den Abstieg. Es sieht nicht unglaublich elegant aus, aber sie schafft es unbeschadet nach unten, wo sie sich erst einen Moment umsieht, bevor sie Bule dabei hilft das Relief freizulegen, nachdem die Malerin ihr Placet gegeben hat.
Hmm das sind schon seltsame Bauwerke hier.
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 08.03.2019 09:53

5. Tag, Vormittags mit Cusi tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
Cusi berichtet Onid von ihren Einschätzungen und Erkenntnissen. Goldon runzelt respektierend die Stirn. Er ist erstaunt über die Details die Cusi aus den, für ihn angeblichen, Spuren herauslesen konnte. Bisher wusste er von ihr nur von zwei Zischlern die dort im Dschungel waren. Er nickt anerkennend.
Auch er wirft einen Blick auf den Magier und kann die Skepsis in Cusis Augen nachvollziehen.
Als dann Cusi nach der Beurteilung von Goldons Verhalten gefragt wird, schüttelt er leicht den Kopf.
Rahja? ... ähm ...
"Man kann auch Rahja huldigen ohne die Jungfräulichkeit zu gefährden", sagt er trocken und erweckt ein paar levthanische Phantasien, die er natürlich lieber für sich behält. Ohne Frage hatte Cusi einen schönen Hintern, so nah hinter ihr gehend konnte er das nun wirklich gut beurteilen, "aber ich verstehe deine Aussage nicht. Ich bin beeindruckt von deinen Fähigkeiten, jetzt gucke nicht so, ich meine es ernst, ich möchte mich verbessern und dafür brauche ich deine Hilfe. Was kann ich besser machen? ... ach, eine Frage habe ich, die Zischler sind ja nach Süden gegangen, wissen wir, ob ihr Lager eher im Süden oder im Nordosten zu finden ist?"

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.03.2019 14:27

5. Tag, Vormittags, Mit dem Magus Prospero tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
Auf das von ihr durch den Scherz angestoßene Thema rahjanischer Beglückung geht sie nicht weiter ein, nicht ostentativ sondern gefühlt eher, dass sie seine Replik annimmt, aber das Thema nicht erörtern will, weil es halt nur eine Redewendung war. „Bei Dir fehlen eben die Grundlagen. Du läufst herum wie jemand, der gesehen werden will.“ Onid nimmt ihn in Schutz, sich von Goldon Bambus reichen lassend, während sie sich mit einem Klimmzug am Gerüst hochzieht und Lifta beim Dachdecken hilft. „Er ist Gardist.“ „Ist für einen Kundschafter aber Mist. Ein Sumpf ist nun besonders schwer zum Schleichen. Die Kleidung ist auch unpraktisch. Schwere Kampfstiefel, steife Rüstung. Und dann das Schwarz. Boron sei gepriesen, aber Du stichst damit raus wie ein Leuchtfeuer. Von den Mücken, die Du in dem Aufzug anziehst, ganz zu schweigen.“ Die Magierin gestern hatte wohl recht. Onid nimmt seine Frage nach den Dörfern der Achaz auf. „Wo die Zischler wohnen? Ich hab gehört, hauptsächlich im Osten-Nordosten. Ein Gutes Stück weit weg auf jeden Fall.“
Sie arbeiten weiter, und nach einer halben Stunde überprüft Onid die Wachen, findet aber wohl nichts zu beanstanden. Der Magus und seine Assistentin arbeiten weiter konzentriert, scheinen aber fertig zu sein, als auch das Langhaus sich der Vollendung nähert. Es ist kein Luxusgebäude – ein langer Raum mit je einem Eingang vorne und hinten, aber es wirkt sehr solide und Goldon konnte sich dabei zwei oder drei Tricks abschauen, wenn er selber, nur mit einer Machete bewaffnet, mal in die Verdrückung kommen sollte, so etwas aufzustellen.

Als Goldon Lifts das letzte Schilfbündel für das Dach angereicht hat, erklingt von dem Kreis her der Sprechgesang des Magiers.
„...meliora fidelitas, magna patientia et prudentia. Surgete Dharai!“ Aus dem Kreis schießt eine grauschwarze Wasserfontäne hoch und gibt dann den Blick auf eine etwa anderthalb Schritt Durchmesser pechschwarze, glänzende Kugel frei, wie ein riesiger auf Hochglanz polierter, makelloser Onyx, in der sich ein Auge und ein Mund bildet. Abgesehen von der Größe wirkt es eigentlich völlig harmlos, aber der Meinung scheint keiner der Betrachter zu sein, und Goldon ahnt ohnehin, was er da vor sich hat, auch wenn er den Dämon nicht vom Namen her kennt. Der Mund bewegt sich, aber die tiefe, wie aus einem tiefen Brunnen klingende Stimme scheint nicht dort geformt zu werden. „Name?“ „Cthar'Pilar“ „Akzeptabel. Aufgabe?“ „Bauen, Bewegen und die Suche nach Verborgenem.“ „Drei Aufgaben. Im Rahmen. Mission?“ „Dort wo die Bambusflagge steht, befindet sich unter Wasser, Schlamm und sonstigem Kram ein stark magisches Artefakt. Ich möchte, dass Du eine Schutzwand aus Bambus versenkst, drei Schritt Durchmesser, sorgsam abgestützt und verstärkt, bis in den festen Boden. Sodann das Objekt freilegst und es nach meiner Untersuchung sicher und unbeschädigt hinauf beförderst. Meine Mitarbeiter und ich sind dabei die ganze Zeit vor Gefahren zu schützen.“ „Unzureichend. Designiere Mitarbeiter.“ „Die Leute, die ich mitgebracht habe. Ich weiß, dass Du sie allesamt wahrnimmst. Mach nicht auf dummer Gallertklumpen, das passt nicht zu Dir.“ Die Gestalt gibt ein amüsiertes Glucksen von sich. „Akzeptiert. Ich brauche große Mengen Bambus. Die Mission kann in der zur Verfügung gestellten Zeit erledigt werden. Ich begebe mich an die Arbeit.“ Prospero wendet sich an die ziemlich bleichen Rabotnici. „Ihr habt den Herrn gehört. Er braucht Bambus. Jede Menge davon. Das wird die nächsten Stunden eure vornehmste Aufgabe sein.“ Sie nicken und spritzen auseinander, während sich das Wesen wie eine Kugel zum Sumpfloch rollt – der weiche oder gar flüssige Boden scheint es nicht im Mindesten zu behindern. Dort bildet es dünne, tentakelartige Arme aus und ergreift den ersten, beinahe oberschenkeldicken Bambusstab, richtet ihn mühelos senkrecht auf und beginnt dann, ihn in den Boden zu schráuben. „Für den Fall, das ihr unbedingt mit ihm reden müsst, sprecht ihn bitte mit Senor Cthar'Pilar an. Alles andere wäre unhöflich. Und nehmt ernst, was er sagt. Er hat Humor, macht aber keine Scherze.“ Das Wesen gluckst wieder belustigt. „Und nun, meine Herren und Damen, bitte macht euch an die Arbeit.“
Onid schluckt, dann erteilt er seine Befehle. „Ihr habt's gehört! Gamo, Du suchst Dir eine Position auf dem Felsen links dort, Rodel, nach rechts, auf den Felsen da. Pennt mir bloß nicht ein. Wenn ihr einen Zischler vors Rohr bekommt, legt ihn um, danach gebt erst Alarm. Ich will keine entkommenden Kundschafter, die uns einen ganzen Trupp auf den Hals hetzen! Sliff, Goldon, ihr begleitet die Rabotnici beim Bambusschneiden. Achtet auf Krokodile und ähnliches. Lifta, Du bleibst mit mir Lager und setzt Wasser auf. Cusi, Du machst noch eine Runde. Los mit euch!“

5. Tag, Vormittags mit Juchos Partida iim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Den Bewuchs zu beseitigen – abgesehen von den mit ihren Werkzeugen nicht entfernbaren Wurzeln der Bäume – ist einfach nur Arbeit, solange man auf die ganze Fauna acht gibt, die dort nistet und jagt, insbesondere Spinnen. Ähnlich, wie sicherlich auch der junge Gelehrte, fragt sich Boronaya, warum die Achaz einen so großen Raum hierher gestellt haben. Acht mal acht ist ein ziemliches Gebäude, und es wirkt irgendwie nicht repäsentativ, auch wenn noch Reliefs ab einer Höhe von etwa anderthalb Schritt zu erahnen sind. Nach einer Stunden haben sie, vorsichtig arbeitend, um nicht die Reliefs zu beschädigen, etwa drei Rechtschritt Relief frei gelegt und zudem einen weiteren Morfu übers Nirgendmeer geschickt, der arglos aus der Brühe im Tunnel kroch.
Die Reliefs sind wirklich schwer zu entziffern, und der Gelehrte pinselt die Oberflächen vorsichtig mit einem weissen Puder ein, um Konturen hervor zu heben und Zeichen sichtbar zu machen. Da sind Glyphen. Aber auch Bilder, und der Gelehrte versucht sich, sichtbar fasziniert, ein Bild zu machen. Da Boronaya bereits hat durchblicken lassen, dass sie mit der Kultur der Echsen schon Berührung hatte, bittet er sie um Unterstützung. Was haben die Echsische Künstler, was hat Satinav in den Stein geschrieben? Wenn überhaupt, scheint es recht groß zu sein, wie um vom Boden aus noch erkannt zu werden. „Was haltet ihr davon?`Ist das die Ecke einer Namenskartusche oder der obere Teil der Yrsh-shrr-Glyphe? Oder der untere der Fsssr-Hr-shrr-Glyphe?“ Er scheint davon auszugehen, dass sie es mit Chas-Yulay zu tun haben, was nahe liegt. Von drei Schritt weiter rechts kommt nachdenklich von Bule, der weiter am schneiden von Ranken ist: „Irgendwie sieht das hier aus wie Ti... Brüste.“ Er nimmt die Blicke wahr und verteidigt sich. „Ehrlich.“ „Manche Leute sehen überall Brüste.“ „Aber...“ „Echsen haben keine Brüste.“ Der Gelehrte gibt sich Mühe, nur belehrend und nicht beleidigend zu klingen. Das gelingt ihm aber schlecht, und Bule wird rot vor Verlegenheit. „Ich mein ja nur.

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 08.03.2019 16:42

5. Tag, Vormittags mit Juchos Partida iim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Boronaya hat sichtlich nichts dagegen beim Freilegen des Reliefs zu helfen, besieht sich schon einige Reliefs, lässt es dann aber kopfschüttelnd bleiben. Das macht so vereinzelt keinen Sinn...
Als er sie nach ihrer Meinung fragt geht sie einen Schritt zurück, schaut wieder konzentriert, schüttelt dann aber erneut sachte den Kopf. "Für mich ist das ohne Kontext schwierig. Es könnte beides sein. Wenn man wüsste wozu die Halle gut war... Vielleicht.." Sie schaut eine der Stellen genauer an. "Das könnte wirklich ein Name sein..." Vorsichtig zeichnet sie mit den Fingern die Umrisse nach. "Der Erbauer oder der Häuptling zu dieser Zeit vielleicht?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.03.2019 20:56

22. Tag, spät abends, Alte Baracken in Portas, Santinera
Durch Jelinieas Bemerkung sensibilisiert, gesteht sich Sumaida ein, dass ihre Aussage nicht ganz stimmt. 'Schon oft' wäre passender gewesen, vor allem aber sind Alejandro und Marico überrascht, dass sie in ihrer Kammer im Männerflügel auftaucht. “Ich..uh..wollte noch einmal mit euch reden, wegen..uh.. Jelinea.” Alejandro nickt und läßt sich von seinem Etagenbett herab. “Janis hat gefragt, ob er bei Korian mitmachen kann, nicht wahr?” “Ihr wißt das schon?” Alejandro schaut verlegen, unter anderem auch, weil Sumaidas Schlaftunika ziemlich ausgeleiert ist, und ihm sehr gefällt, was ihm geboten wird. “Ja. Schon, mein ich. Ich habs so mit halbem Ohr mitbekommen, nach dem Abendessen beim Waffenpflegen.” Marico nickt. “Sei mir nicht böse, aber ich bin nicht wirklich dafür. Also, Jeli bei uns mitmachen zu lassen. Darum geht's doch, der? Sie kann sicher hervorragend fechten, aber... die kommt aus reichem Haus, das merkt man deutlich. So wie sie Janis rumkommandiert.” Alejandro sieht zu Sumaida, und deutet den stummen Wunsch in ihren Augen richtig. “Ich werd mich schon durchsetzen, keine Sorge. Und egal, welchen Fechter wir aufnehmen, er oder sie wird immer besser fechten können als ich, weil ich gar nicht fechten kann, mein ich.” Marico brummt. “Auch wahr.” Er kratzt sich am Kopf. “Sie ist ja sonst ganz nett. Und sehr hübsch noch dazu.” Sumaida knufft ihn gegen die Schulter. “Klotzkopf! Das kann doch kein Argument sein!” Marico grinst. “Bin halt auch nur ein Kerl.” Sumaida schaut zu Alejandro. “Ich denk schon, das wir mit ihr hinkommen, mein ich. Und falls ich mich nicht durchsetzen kann, dann liegt das an mir, mein ich, und nicht an ihr.” Sumaida lächelt ihn an und schaut wieder zu Marico. Der zuckt mit den Achseln. “Wenn ihr beide euch schon einig seid. Faul ist sie immerhin nicht.” Sumaida wird rot. Marico zieht eine Grimasse. “Ich habs von hier oben gehört. Hara hat schon wieder die Hälfte vergessen, nicht wahr?” Sumaida nickt stumm und schaut zur Seite, nimmt dann wahr, dass ihr Alejandro in den zugegebenermassen nicht zu verfehlenden Ausschnitt schaut. Der wird prompt rot. Marico grinst. “Ich glaub, ich hab unten mein Jagdmesser liegen lassen...” Sumaida muss lachen. “Klotzkopf!” Sie schaut zu Alejandro und meint dann zögernd. “Aber wenn Du es unten vergessen hast, ist es ..uh.... vielleicht besser, Du... uh... suchst es.”

5. Tag, spät vormittags mit Juchos Partida im 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Sie haben noch eine knappe Stunde, bevor sich die Schleusen des Himmels öffnen, aber das reicht, um sich zur Stelle vorzuarbeiten, in der Bule das Diskutierte zu erkennen glaubte. Und es ist wie verhext, nun wo sie darauf hingewiesen wurde, besteht auch ihr Auge darauf, dasselbe zu sehen. Aber das ist ohne Zweifel ein Simulacrum, oder genauer, wie Sefira ihr eingetrichtert hat, die Sturheit des menschlichen Verstandes, einmal bekannte Muster zu entdecken, selbst wenn sie nur zufällig sind. Bei nur bruchstückhaft vorhandenen Reliefs voller meistenteils selbst Koryphäen ihres Faches unbekannten Glyphenligaturen ein ganz gefährlicher Effekt. So wenig, wie hier zu erkennen ist, würde Boronaya nicht einmal schwören können, dass es tatsächlich Chas-Yulay Glyphen sind. Und selbst dann... auch die Echsen hatten offenbar Dialekte und Schriftarten. „Es könnte auch einfach 'oben' statt 'Häuptling' heißen. Es würde mich wundern, wenn in einem derartig großem Sakralzentrum ein archaischer Titel verwendet werden würde.“ Fortschreitter pinselt die gerade von Boronaya gesäuberte und sodann in Augenschein genommene Fläche ein, und sie sieht an einem leichten Erröten und einem verstohlenen Seitenblick, dass er nach Bules Bemerkung mit demselben Effekt wie sie zu kämpfen hat.
„Es geht jeden Augenblick los. Kommen sie besser hoch, Senor Fortschreitter!“ Jucho winkt vom Rand, während Siana bereits zusammenpackt. Bule, der seit seiner Kontribution verschämt die Klappe gehalten hat, bildet offenbar unten die Nachhut, wohl für den Fall, dass Fortschreitter oder Boronaya bei Klettern Hilfe brauchen oder just in dem Moment ein Morfu auftaucht.
DSA_Santinera_Sumpfglyphensimulacrum1.jpg

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 09.03.2019 16:51

5. Tag, spät vormittags mit Juchos Partida im 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Bornaya tut sich jetzt selbst schwer nicht das zu sehen, was Bule gesehen hat, aber tatsächlich wäre es unwahrscheinlich. "Das könnte es auch heißen, aber eigentlich dürften dann diese beiden Striche nicht da sein, wenn man davon ausgeht, dass sie zum Zeichen gehören. Hmm oberster... kennt ihr das Zeichen hier? Vielleicht im Zusammenspiel..." Als dann der Ruf von Jucho ertönt, sieht sie sich um und nickt dann. Sie lässt dem Gelehrten den Vortritt und versucht sich dann selbst am Seil, wirklich gekonnt sieht es wieder nicht aus, wen wundert es, aber zumindest hängt sie nicht am Seil wie ein nasser Sack...
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.03.2019 17:14

5. Tag, spät vormittags mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Der junge Gelehrte schafft den Aufstieg deutlich eleganter als den Abstieg, und Juchos Wetterwarnung war ziemlich punktgenau. Als Bule sich als letzter unter das Schutzdach flüchtet, fallen bereits die ersten Tropfen, und dann – wie immer – pladdert es los, als wolle Efferd einen See erschaffen. Leider ist es auch etwas böig, und da sie auf Seitenwände verzichtet haben, weht doch einiges herein. „Ich frage mich, warum der Raum gerade acht mal acht Schritt Grundmass hat, bei einer angenommen gleichen Höhe.“ Sie hocken zusammen wie Hühner auf der Stange. Tonarev zögert. „Haben Echsen eigentlich dasselbe Mass wie wir Menschen? Also Schritt?“ Fortschreitter schüttelt den Kopf. „Natürlich nicht. Sie haben früher in 'Lanzen' gemessen, jedenfalls wird das Zeichen meist in dieser Bedeutung gelesen. Aber die Ausdehnung bleibt sich ja gleich, egal welches... Maß... hmmm...“ Er fasst sich nachdenklich an die Nase.

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 09.03.2019 19:56

5. Tag, spät vormittags mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Boronaya ist immer noch dabei sich den Schmutz von dem Arm zu wischen, mit dem sie abgerutscht und irgendetwas Verfaultes gegriffen hatte. Als Tonarev das mit den Maßen einwirft schaut sie beeindruckt zu der Söldnerin, nickt ihr anerkennend zu.
"Wie lang ist den eine Lanze? Und passt das vielleicht mir irgendeiner signifikanten Zahl zusammen?" wirft sie weiter ein.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 09.03.2019 20:30

5. Tag, spät vormittags mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Der Gelehrte überlegt. „Wenn es nicht ganz genau acht Schritt sind, dann käme der Raum auf sieben Lanzen. Die Zahl sieben ist dem Hranga Zsssah zugeordnet, unter diesem Namen verehren die Geschuppten die junge Göttin. Aber einen Tempel haben wir eher nicht vor uns – die Tempel der Zsssah wurden gewöhnlich nicht aus unvergänglichen Materialien wie Stein gebaut. Hmmm. Aber die Masse eines Prachtgebäudes sind nie zufällig. Es muss für seine Masse einen Grund geben.“ Das ist der Glaube an die Vernunft.
Eine Bö bringt einen Schlag Regen auf sie, und sie rücken unwillkürlich näher zusammen.

23. Tag, früh Morgens, Alte Baracken in Portas, Santinera
Am nächsten Morgen erledigt Alejandro seine Aufgabe mit bewundernswertem Feingefühl. Beim Frühstück wendet er sich an Jelinea. “Du Jeli, eigentlich könnten wir eine gute Fechterin wie dich ganz gut brauchen, damit wir auch mal andere Aufgaben annehmen können. Und da Korian schon Janis gefragt hat... hättest Du vielleicht Lust, bei uns mitzutun?” Jelinea schluckt ihren Bissen etwas hastig herunter. “Gerne.” Buki will etwas sagen, aber eine Kopfnuss von Korian läßt sie lediglich grinsen. “Du hast es gut, Jeli. Alejandro ist sicher nicht so gewalttätig wie unser Boss.” Korian brummt. “Dein Boss kommt Dir gleich.” Buki grinst und greift ihm zwischen die Beine. “Aber nicht wieder zu früh, bitteschön.” Jelinea läßt die Schultern hängen, aber da alle am Tisch nur lachen, beläßt sie es bei einem dankbaren Kopfnicken in Richtung Sumaida.
Beim Losziehen nimmt Korian Alejandro allerdings unauffällig beiseite. “Du bist zu nett, Bruder. Die macht Dir nur Ärger.” Alejandro hebt die Hände. “Ich komm schon klar, mein ich.” Er bringt sein schon gegenüber Marico geäusserstes Argument. “Wenn ich mich nicht gegen sie durchsetzen kann, an wem liegt es dann?” Korian klopft ihm auf die Schulter. “Auch wieder wahr. Dann mal viel Glück.”

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 09.03.2019 22:24

5. Tag, spät vormittags mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Sie zuckt mit den Schultern. "Ein Geburtshaus?Ein Ort zur Eiablage? Oder vielleicht um sich zu häuten? All das würde ja zu Zssahh passen, wenn mich nicht alle trügt." Der Regen immerhin ist nicht kalt, man muss sich auch über die kleinen Dinge freuen. "Wenn wir länger hier sind oder öfter kommen, würde ich Wände einziehen..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.03.2019 09:20

5. Tag, früher Nachmittag, mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
„Eine richtige Hütte ist richtig Arbeit, da nimmst besser Arbeiter mit. Wir sind hauptsächlich Bedeckung.“ Jucho zuckt mit den Schultern, ihm macht das Wetter offenbar nicht so viel aus. Siana quält ein Lächeln. „Wir haben ein sehr beschränktes Budget, und ob sich ein längerer Aufenthalt lohnt, weiß man immer erst nach ein paar Besuchen.“ Fortschreitter nickt. „Und regelrechte Ausgrabungen sind hier schlichtweg unmöglich, man müsste den Sumpf trockenlegen.“ Er lacht trocken.
Der Regen lässt nach, und mit der herauskommenden Sonne wird es dämpfig und dunstig. Jucho legt seine Pelerine ab. „So, Jungs und Mädels, das ist jetzt die gefährlichste Zeit. Also aufpassen. Sertudo und Bule, schaut euch noch mal um, aber nicht länger als eine halbe Stunde. Makita, wir beide halten Wache oben am Hang, wo man ein einigermaßen vernünftigen Blick hat. Tonna, Boronaya, ihr bleibt bei unseren Auftraggebern.“ Er hat recht, jetzt ist die beste Zeit für die Achaz, und nach dem Regen wird der Sumpf besonders aktiv.
Fortschreitter und Siana einigen sich und klettern beide in den Raum hinunter, was bei der Gelehrten zu einer Punktlandung auf ihren vier Buchstaben führt, als sie irgendwie den Griff am Seil verliert. Sie untersucht zunächst ihre Utensilien, aber die haben das wohl überstanden. Dann lacht sie unsicher und etwas gequält, sich das lädierte Körperteil reibend. „Schön, wenn der Schmerz nachlässt. Wenigstens landet man weich.“ Fortschreitter hat diesmal weniger Schwierigkeiten, aber man merkt ihm an, dass körperliche Arbeiten für ihn eher ungewohnt sind, und er muss etwas verschnaufen. Tonna hingegen hat nicht nur keine Probleme, sondern erblickt auch gleich eins. „Zwei Schritt vor dem Tunnel, links, ein Morfu.“ Anders als Jucho oder Bule hat sie keinen Jagdspieß, und zieht die Balestrina. Allzu nah ran sollte man bei Morfus ja nicht, wenn man nicht gerade Vollplatte trägt. „Jucho! Kannst Du hier unten mal ein Morfu wegmachen?

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.03.2019 20:36

5. Tag, früher Nachmittag, mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Boronaya nickt auf die Einwände hin. "Hmm das klingt aufwändig. Vielleicht mit einem Wasserlementar oder einem Ifrit. Aber das ist auch nicht ohne..." mutmaßt sie.
Als dann der Regen nachlässt schiebt sie sich ihren Hut etwas in den Nacken und schaut etwas nach oben, bevor sie dann ihren Auftraggebern folgt. Dieses Mal etwas vorsichtiger um nicht wieder in etwas Ekliges oder schlimmer etwas Gefährliches zu greifen. Unten angekommen beäugt sie den Morfu misstrauisch, wartet aber auf die beiden QUestadoren, hier magier einzusetzen wäre übertrieben.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.03.2019 20:53

5. Tag, früher Nachmittag, mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Jucho kommt wie gerufen und mustert vorsichtig den Schleim des Anstosses. Dann nähert er sich vorsichtig und langsam, und dann ist mit einem schnellen Stich der Morfu erledigt. „Wenn man sie rechtzeitig sieht, sind sie kein Problem.“ Er wischt die Klinge seines Jagdspießes sauber. Tonna lacht. „Mein Held.“ Jucho grinst ein wenig unbeholfen. „Sind das alle?“ Ein sorgfältiger Rundblick bringt aber keine weiteren Bedrohungen dieser Sorte Zutage. Der Gelehrte seufzt erleichtert, und Jucho klettert wieder nach oben. „Viel Vergnügen.“ Er postiert sich am Rand, und dann passiert nicht mehr viel. Nach einer Weile tauchen Sertudo und Bule auf und geben Entwarnung. „Keine Spuren. Wir sind bis zum großen Baum im Norden, im Osten bis zum Kanal. Keine frischen Spuren.“ Jucho nickt. „In Ordnung.“ Er schaut zum Sonnenstand, wohl abschätzend, wann es Zeit wird, sich zum Standlager in den Esplanaden zurück zu ziehen.
Fortschreitter ist mit lobenswerter Geduld mit dem Abzeichnen des Wandreliefs auf der Südseite beschäftigt, wobei er sich von Boronaya helfen lässt. Siana zeichnet die ganze Szenerie und hat Tonna überredet, ihr dafür Modell zu stehen. Es sieht ganz nach einem ruhigen Nachmittag aus. Wenn der Gestank und die Mücken nicht wären. Nach zwei Stunden macht Fortschreitter eine kurze Pause, um die Augen auszuruhen und bietet Boronaya einen Schluck aus seinem silbernen Flachmann an.

23. Tag, früh Morgens, Gildenhaus in Portas, Santinera
Im Gildenhaus gibt es um die Eskortaufträge ein ziemliches Gedränge, und Onid und Taro geraten sogar aneinander, so dass Miguel einschreiten muss. Korian nutzt die Gelegenheit, sich eine langweilige Plantageneskorte zu greifen, während Miguel schlichtet. Sylla, die mit ihrer durchgängig 'bronzenen' Partida daneben steht, schüttelt den Kopf. “Das geht zum Kr'Tnch'Tonch Tempel. Ihr habt sie nicht alle, euch darum zu schlagen.” “Brauchst ja nicht mit, wenn Du Dein Höschen anfeuchtest.” Sylla läßt Onids Provokation wortlos an sich abperlen. Der Auftraggeber, beziehungsweise seine Frau für die Sicherheit, wendet sich an Sylla. “Ihr kennt den H'Rangar?” Sylla hebt hebt die Hände. “Gut genug, um nicht in seinen Tempeln zu stöbern.” Die schon etwas ältere Kriegerin zuckt mit den Schultern. “Der Gelehrte Herr ist ein erfahrener Magus, und er hat zwei Asisstenten dabei, beide nicht unerfahren. Er zahlt gut.” Sylla lächelt und formt mit ihren Armen ein X, redet aber den Auftrag nicht weiter schlecht, schliesslich wird das nicht gerne gesehen. Die Kriegerin brummt, dann wendet sie sich an Onid und Taro. “Ein paar mehr Klingen schaden nicht. Ihr könnt beide mitkommen. Du da – Taro? - hast das Sagen. In Ordnung?” Taro und Onid mustern sich, tauschen dann einen Kriegerhandschlag aus. “Geht klar, Jefe.” “Na also – Abmarsch in zehn Minuten. Wer eine Fahne hat beim Einsteigen aufs Schiff, bleibt zuhause.” Sie erntet Nicken.
Korian legt derweil seinen Auftrag vor und Rijka vermerkt ihn. “Seid vorsichtig – als einfache Eskorte ist er etwas zu gut bezahlt. Wahrscheinlich gibts Ärger.” Korian grinst. “Ärger ist mein zweiter Vorname, aber Danke für den Tip. Wir sehen uns vor.”

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.03.2019 21:20

5. Tag, früher Nachmittag, mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Boronaya hilft gerne mit bei der Forschung auch wenn das jetzt natürlich nicht ihr zentrales Interesse ist. Der Gestank macht ihr wenig aus, ob man es glaubt oder nciht, ist Selem meist nicht besser. Die Mücken hingegen sind durchaus etwas nervend.
Ich muss nächstes mal mehr Egelschreck besorgen...
Den Schluck aus dem Flachmann nimmt sie dankend an. "Und habt ihr inzwischen eine weitere Idee für das Gebäude?" fragt sie nach und setzt sich dann auf einen Stein, nicht ohne vorher mit dem Stab nach evtl. versteckten Gefahren zu suchen. Sie wischt sich mit einem Tuch kurz die Stirn ab und schaut sich etwas um.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.03.2019 08:37

5. Tag, früher Nachmittag, mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
„Nein, es wird eher unklarer. Ich hoffe, aus der Auswertung der Glyphen, sofern entzifferbar, und den Skizzen von Signorina Siana wird sich ein Anhaltspunkt ergeben, der über blosses Raten hinaus geht. Mist, verschwinde Du elendes Mistvieh!“ Er schüttelt eine handtellergrosse Spinne ab, die wohl angesichts der Entfernung ihres Habitats dasselbe von ihm denken mag.
Einfacher wäre es wirklich, wenn man ein halbes Dutzend Arbeiter hätte, die ein Bambusgerüst aufstellen und den Bewuchs großflächiger entfernen könnten. Aber die in einer eigenen Bruderschaft organisierten Rabotnici sind kaum billiger als einfache Söldner, und die Anzahl kompetenter Tagelöhner, die bereit sind, in den Sumpf zu gehen, ist angesichts des Wachstums der Stadt eher noch überschaubarer als die der Söldner, kann man als Handwerker in Santinera doch auch gutes Geld verdienen, ohne sich die Gesundheit zu ruinieren. Wenn man hier viel erreichen will, muss man sich seine eigenen Arbeitssklaven mitbringen, und das überschreitet das Budget eines Doktoranden ganz ohne Zweifel bei weitem. Also muss man sehen, wie weit man selber kommt und sich mit dem Anheuern von ein paar Söldnern behelfen, die sich nicht zu schade sind, mal mit anzupacken.
Von der anderen Seite ruft Siana herüber, die, wohl weil sie Ablenkung vom Malen braucht, in den die Wände herunterhängenden Wurzeln der Bäume herum klettert. „Leider keine Brüste, Ribaldo, aber hier ist ein Papagei zu sehen. Also im Stein.“ Fortschreitter seufzt, als die unselige Assoziation seine Konzentration ruiniert. „Ein Papagei? Ihr meint einen Ara?“ „Ara, Papagei... ihr wisst was ich meine.“ „Habt ihr eine Vorstellung, Alpacina, wie sehr es ablenkt, wenn man mitten im Grübeln über die mögliche Bedeutung altechsischer Chas-Yulay Glyphen an...“ „Nun habt euch nicht so. Wollt ihr es euch ansehen oder nicht?“ Er seufzt erneut. „Ich komme.

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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 11.03.2019 09:47

5. Tag, Vormittags > Mittags, Mit dem Magus Prospero tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
Die kleine Cusi steht wohl auf mich! Geht es ihm durch den Kopf als sie über seine Untauglichkeit als Kundschafter berichtet. Goldon blickt an sich hinab und Cusi hatte vollkommen recht, seine Rüstung ist übersät von toten Mücken.
"Tja, dann haben ich ein Problem ... ich kann schlecht meine schwarze Tuchrüstung eintauschen oder mir mal eben eine Neue mit dschungelkonformen Farben kaufen. Ich mag Mücken!" lügt er lächelnd. Er würde ohne mit der Wimper zu zucken, sich eine zweite Rüstung zulegen, aber das nötige Kleingeld hatte er nicht zur Verfügung, diese blöden Schulden hocken in seinem Nacken und die musste er zuerst abbauen. Wie lange wollte er noch die Geisel seines Geldgebers sein?

Er mochte die körperliche Arbeit nicht, aber im Moment war es genau das richtige sich abzulenken. Doch eine größere Ablenkung wurde gerade neben ihm beschworen. Wie aus Reflex nimmt er sein Schild auf und stellt diesen schützend vor sich. Dann erhält er Onids Befehl, er nickt ihm kurz zu und begibt sich zu diesen Rabotnici.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.03.2019 10:20

5. Tag, Früher Nachmittag auf der Ausgrabung Prosperos, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
C'Tar Pilar leistet eine Arbeit, die zwanzig kräftige Männer nicht bringen könnten. Die drei Arbeiter kommen kaum mit dem Bambushauen nach, und Onid teilt Goldon zusätzlich zum helfen mit ein und packt auch selbst mit an. Wie bei einem Brückenbau versenkt das Wesen zunächst Pfähle im Boden, der hier offenbar etwa vier Meter tief liegt, und das mit einer Leichtigkeit, als würde man einen Nagel in Butter drücken. Dann fügt es, von Schlamm und allem, was in der Brühe kraucht und taucht unbehelligt, zwischen den Pfählen ein beinahe wasserdichtes Flechtwerk hinzu. Gleichzeitig flechten eine Vielzahl kleiner Arme aus anfallenden Schilfblättern und Bambusstreifen ein gut unterarmbreites, auf gut acht Schritt anwachsendes Rohr. Als dies fertig ist, beginnt er damit, einen Teil von sich als Pumpe umzugestalten und den Schlamm und das Wasser im Inneren der Palisade durch das Rohr nach oben zu drücken.
Als das läuft und der Wasserstand – wenn man die Flüssigkeit einmal euphemistisch so nennen will – langsam sinkt, kommt ein Schutzdach über der Grube hinzu, mitsamt einer Galerie und Geländer auf dem Palisadenrand. Die Wände der Grube sind tatsächlich nahezu dicht, nur alle paar Schritt tropft hier und da Schlamm von außen hinein. Der Arbeitstakt bedingt, dass sie durch den Mittagsregen hindurch schuften müssen, dann wandert auf einmal ein dicker, länglicher Klumpen den geflochtenen Schlauch hoch. C'Tar Pilar bildet einen Arm mit Ausrufungszeichen und gluckst. „Meister. Ich stoße auf magische Objekte. Humaoid. Unbelebt. Feindlich. Anzahl: Fünf.“ Der Schlauch spuckt eine Sumpfleiche aus – ob Mensch oder Echse, ist auf die Schnelle nicht zu erkennen. Der Magus scheucht seine Assistentin nach hinten und nimmt den Stab hoch. „Senor Onid, wenn ich bitten darf: Runter mit dem Kopf!“ Onid steckt seine Machete ein und zieht seinen Sklaventod, dann gibt er fest und sicher seine Befehle. „Goldon rechts, Sliff links, gebt mir Deckung! Kopf ab!“ Aus dem Schlauch kommt der nächste Leichnam, und der erste zuckt bereits und erhebt sich, was ihm schwer fällt, da von seinem linken Bein der Unterschenkel fehlt. Aber dafür glühen seine Augenhöhlen rot, und in seiner Rechten Hand oder Klaue ist etwas, was wie eine Art Schwertkeule aussieht. Der Magus seufzt ohne Anzeichen großer Besorgnis. „Herrje... nun, dann wissen wir wenigstens, dass wir richtig sind. Zu Boron mit dem Gezücht!“ Eine dritte Leiche plumpst aus dem Rohr und holt die sich gerade erhebende zweite wieder von den Beinen, da der Schlauchmund von einem langen schwarzen Ärmchen neu ausgerichtet wurde.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.03.2019 11:15

5. Tag, Früher Nachmittag auf der Ausgrabung Prosperos, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
Goldon stellt schnell fest, dass "Kopf ab!" Keine bloße Redewendung sondern die einzig erfolgversprechende Taktik ist. Onid kämpft überlegt und ruhig. Er braucht für jeden Gegner tatsächlich nur maximal zwei Hiebe: Waffenarm abhauen, anschließend Kopf runterschlagen. Er kämpft entweder nicht zum ersten Mal gegen so … etwas, oder ihm fehlt schlicht die Fähigkeit, sich zu fürchten. Er fängt sich einen Kratzer, aber seine Rüstung hält.
Sliff ist ähnlich effektiv, aber er muss sich sichtlich erst darauf einstellen, dass ein schneller Schnitt mit dem Säbel durch 'wichtige' Sehnen die Gegner überhaupt nicht beeindruckt, und als Goldon bei einem weit ausholenden Schlag ihn beinahe trifft und gerade noch die Waffe stoppen kann, flucht er. „Die da, Rabe, nicht mich! Pass doch auf!“ Aber Goldon macht es gut, entfernt mit dem nächsten Hieb den Waffenarm des letzten Aufrechten, der daraufhin durch Onid den Kopf verliert. Zu dritt beenden sie den Spuk sehr schnell, und nach nicht ganz einer Minute liegen alle fünf Gegner kopflos im Schlamm, noch bevor Lifta und Cusi hinzueilen können..
Prospero lässt den Stab sinken, er hat sich vernünftigerweise im Hintergrund gehalten. „Gute Arbeit, die Herren und Damen, wirklich gute Arbeit! Und das gilt in besonderem Masse auch für euch C'Tar Pilar. Ich bin erfreut!“ „Das Lob des Meisters erfreut den Dienenden!“ Der Dämon gluckst und nimmt wieder seine Arbeit auf. „Mehr Bambus wird benötigt.“ Prospero wendet sich an die Arbeiter. „Ihr habt ihn gehört.“ Die brauchen keine weitere Ermutigung.
Prospero mustert, seinen Stab in Bereitschaft haltend, den ihm nächst liegenden, seines Kopfes beraubt Leichnam. „Hmmm. Hmmm. Odem Arcanum!“ Er konzentriert sich. „Ich verstehe. Sapefacta!“ Er berührt mit dem Stab den Leichnam, und nach ein paar Augenblicken klopft er mit dem Stab dagegen, und aller Schlamm, Dreck und Unrat fällt ab. Nun wird klar, dass sie es mit dem Leichnam eines gepanzerten Achaz-Kriegers zu tun hatten. Der gesamte Körper ist in stark verfärbte Bandagen gehüllt, wie bei einer Mumie, und dort, wo das Herz sein sollte, befindet sich recht deutlich sichtbar ein zugenähtes Loch. Die Bandagen sind mit Glyphen übersät, aber die Schrift ist Goldon fremd. Nicht nur Onid fasst an die Stelle, wo unter seiner Rüstung das Amulett gegen Böse Geister und Krokodilbisse hängt. „Darf ich fragen, was das war, Gelehrter Herr?“ Prospero nickt wie in Gedanken. „Gewiss doch, gewiss doch, mein korgesegneter Freund. Antworten kann ich euch... hmm... jedoch erst, wenn ich mir dazu eine Meinung gebildet habe. Wenn ihr die Güte hättet, den Schädel dieses Verblendeten sauber zu teilen, Senor Onid?“ Onid nickt Sliff zu. Der spuckt aus und spaltet dann den separat liegenden Echsenschädel beiläufig wie eine Wassermelone. Prospero bückt sich und friemelt aus dem... Brei... im Schädel einen gut taubeneigrossen Kristall hervor, blauschwarz und merkwürdig asymmetrisch geschliffen. „Da haben wir es ja. Tsstss. Auf was für Ideen die Leute kommen.“ Er säubert ihn durch Schlenkern im Wasser einer Pfütze. „Maushaber, das Basaltkästchen bitte.“ Die Assistentin nickt erstaunlich gefasst und macht sich am Gepäck zu schaffen. Prospero wendet sich an Onid und die Seinen. „In den anderen Köpfen befinden sich gewiss ähnliche, wahrscheinlich identische Steine. Ihr könnt sie unbesorgt mit Handschuhen anfassen. Wenn ihr euch bitte darum kümmern würdet? Senor Goldon, ist Hochwürden Boroggio bewandert in der Ruhelegung magisch gefesselter Seelen?“ Sliff fällt Wichtigeres auf. „Die Gürtelschnalle von dem Vieh scheint aus Gold zu sein!“

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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 11.03.2019 11:56

5. Tag, Früher Nachmittag auf der Ausgrabung Prosperos, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
"Ich kann eure Frage nicht wirklich beantworten, gelehrter Herr. Gefesselte Seelen ... hm ... ich werde ihm berichten und euch wissen lassen, ob er dazu in der Lage ist diese Seelen zu befreien. Die Leichen sollten vorerst in einem Boronanger verwahrt werden, wäre mein Vorschlag", erwidert Goldon und pflegt gleich danach seine Waffe und wischt das unheilige Blut von seiner Klinge.
Er war überrascht wie wenig Panik diese Leichen bei den Gefährten, wie auch den Leuten, auslöste. Es muss daran gelegen haben, dass sie den Kämpfenden vertrauten. Ein gutes Gefühl.
Zuletzt geändert von Lokwai am 12.03.2019 09:03, insgesamt 1-mal geändert.

Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.03.2019 12:31

5. Tag, Früher Nachmittag auf der Ausgrabung Prosperos, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Goldon)
„Tut das, Guter Mann, Hochwürden weiß mich zu finden. Von einer leichtfertigen Verwahrung im Boronsanger würde ich abraten, die Wirkungsweise der Kristallomantie unserer geschuppten Freunde ist kaum erforscht, und eine Verwahrung der Steine im Bannhaus erscheint mir sicherer. Die Kadaver sollten wir nach sorgfältiger Untersuchung verbrennen, in geweihte Erde gehören diese verblendeten Narren gewiss nicht.“ Sliff hat dem Leichnam bereits die Gürtelschnalle abgenommen. „Tatsächlich Gold, ungefähr eine Dublone vom Gewicht, hehe! Sind diese Steine denn etwas wert, Meister?“ Onid reicht Prospero den letzten, und der legt ihn nach einer schnellen Säuberung zu den anderen in das mit fingerdicken schwarzen Basaltscheiben ausgekleidete Holzkästchen, dass trotz seiner recht geringen Größe sicher einige Stein zu wiegen scheint. „Wert? Als Juwel eher nicht. Onyx ist nur ein Halbedelstein, und ich glaube nicht, dass diese Art von Magie in der Stadt des Raben sich hoher Wertschätzung erfreut, auch wenn es wahrscheinlich keine Nekromantie im Sinne des Gesetzes ist. Das gesagt, dürften sie trotzdem eine kleine Belohnung wert sein. Seine Heiligkeit ist stets erfreut, wenn solche Dummheiten aus dem Verkehr gezogen werden.“ Er klappt das Kästchen zu und ein komplexer Verschluss rastet hörbar ein. Maushaber verstaut es wieder im Gepäck. Prospero schüttelt den Kopf. „Soviel fehlgeleiteter Enthusiasmus. Bemitleidenswert.“ Er reibt sich die Hände. „Aber das soll uns nicht vom Hauptpreis abhalten!“ Er erklimmt die knapp einen Schritt hohe Galerie auf der Palisade und stützt sich auf das Geländer, in die Tiefe schauend. „Ach ja, Senor Onid, stellt Signorina Maushaber bitte zwei eurer tapferen Kämpen zur Seite und behaltet das Fördergut im Auge. Es mag doch die eine oder andere Kleinigkeit im Schlamm stecken, die unsere Aufmerksamkeit wert ist. Neben den Gürtelschnallen vermute ich Armreifen. Wenn sie mit Steinen verziert sind, bedürfen sie einer gesonderten Untersuchung.“ Onid nickt. „Cusi, Lifta, ihr habt's gehört. Macht euch nützlich.“ Die beiden Frauen sind nicht sonderlich begeistert von der Aufgabe, im Schlammfluss zu wühlen, aus dem sich eben noch fünf Untote erhoben haben, aber sie maulen nicht. Onid zieht erneut seine Machete. „Goldon, pack wieder mit an. Der Bambus wartet.“ Sie haben schon eine ziemliche Fläche abgeernet, und langsam müssen sie tatsächlich Wege laufen, um an geeignetes Erntegut zu kommen.
DSA_Santinera_Sumpfausgrabung.jpg

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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 11.03.2019 20:00

5. Tag, früher Nachmittag, mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
Boronaya lässt sich von der Spinne nicht weiter beeindrucken. "Nur nicht hektisch werden. Der Biss ist ganz schön schmerzhaft," meint sie nebenbei. "Aber tatsächlich ist die Kultur der Echsen auch für mich recht spannend, wenn auch wahrscheinlich mit einem anderen Schwerpunkt. Wenn ihr mir eure Gedanken mitteilt kann ich euch vielleicht mit meinen aushelfen, auch wenn ihr wahrscheinlich mehr Expertenwissen habt. Was geht euch denn dahingehend durch den Kopf?", bietet sie ihre Hilfe an, bevor die Malerin sie zu sich ruft. Sie folt dem Doktoranden und versucht die Umgebung im Auge zu behalten, ein solcher Sumpf verzeiht keine Fehler.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.03.2019 20:20

5. Tag, früher Nachmittag, mit Juchos Partida beim 8x8x8, tief in der Grünen Hölle namens Ruinensumpf (Boronaya)
„Das ist leicht gesagt, ich habe es normalerweise eher mit Bücherwürmern als mit Taranteln zu tun!“ Er seufzt erleichtert, als die achtbeinige sich ohne Gegenwehr verflüchtigt. „Und was die Meinung angeht – so unabkömmlich eine Arbeitshypothese ist, sie verführt doch schnell dazu nur das zu sehen, was zu ihr passt. Momentan sehe ich eine gewisse Affinität zur Zssssah, aber keinen Tempel. Nach einem Bruthaus sieht es aber auch nicht aus.“ Der Gelehrte lässt ihr den Vortritt, und sie gelangen mit etwas Hangelei und Gekraxel ohne große Mühe zur der von Siana bezeichneten Stelle, auch wenn es da etwas eng wird. „Ich hoffe, die Wurzel hält.“ Siana wischt noch einmal mit ihrem Handschuh Dreck und Moos weg und deutet auf den Stein. „Sagt selbst.“ Es ist tatsächlich ein Papagaei. Oder Ara. Jedenfalls ein Vogel mit gebogenem Schnabel, ein Bild und keine Glyphe. Er scheint auf einem steinernen Ast zu sitzen. „Und, hab ich Recht?“ „Gewiss... ich denke... mal sehen wie es *Argh!*...“ Er rutscht beim Bemühen, den Zwischenraum zwischen der nächsten herab reichenden Wurzel zu erkunden von seiner Standfläche ab und setzt sich anderthalb Schritt tiefer in den Dreck. „Au!“ Er erhebt sich und versucht sich vom Dreck befreien. „Wieso landet man immer mit dem Hintern auf dem einzigen Stein im Umkreis! Au!“ Er reibt sich die lädierte Köperstelle, aber es scheint erträglich zu sein. „Versucht ihr einmal, Boronaya, ob ihr dort etwas findet.“ „Wenn ihr fallt, dann fallt ihr zumindest weich.“ Siana kichert.

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