DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.06.2020 15:20

Tag 26, Früher Abend, Gildenhaus, → Herberge Arangenbüme, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Tonarev schüttelt den Kopf. „Aber doch nicht so – mach dich erst mal präsentabel! Wenn Du nass geregnet und voller Straßenstaub bei ihm aufschlägt, denkt er ja gleich, es brennt.“ „Außerdem vergiss nicht das Abendessen.“ Stimmt, da war noch was.
Sertudo verabschiedet sich in Richtung seiner eigenen Herberge, sie selber ziehen weiter zum Platz der Helden. In der Herberge sitzt Cusi am Tisch und pflegt ihre Ausrüstung mit der Sorgfalt von jemandem, der sich beschäftigen muss, damit er nicht nachdenken muss. Die Wirtin empfängt sie mit großer Erleichterung, gerade so, als ob Santinera nun auf allen Seiten von feindseligen Achaz umringt wäre.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.06.2020 16:42

Tag 26, Früher Abend, Gildenhaus, Portas Santinera (Boronaya)
"Stimmt auch wieder... Der Tag war doch auch lang," meint sie und schüttelt den Kopf.
Aber zuerst setzt sie sich mit den anderen zu Cusi, aber sie überlässt es den anderen, die sie länger kennen sie anzusprechen, alles andere wäre anmaßend.
Aber ihre Körperhaltung zeigt ihr Mitgefühl deutlich. Gute Götter wie sie sich fühlen musste.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.06.2020 20:32

Tag 26, Früher Abend, Gildenhaus, → Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Cusi schaut auf, als sie kommen. „Jo. Und wie war euer Tag?“ Tonarev stellt die Weinflasche auf den Tisch. „Ach ja, ging so. Hättest dabei sein sollen. Hat zwar nur einen Oreal am Tag gebracht, aber Naya ha hat ein Grandengör in einen Kürbis verwandelt. Bzzzzt! Einfach so.“ Cusi bringt sowas Ähnliches wie ein Lachen zustande. Makita schenkt ein. Zum Weinen ist es offenbar noch zu früh. Außerdem sind ja Questadoren harte Hunde, das gehört dazu. Bloss keine Schwäche zeigen. „Erinnert mich daran, Gabir einen auszutun. Mit ist der Stiefelabsatz gebrochen, nur deswegen war ich bei der Nachhut. Wär ich vorne gewesen... Wir haben uns im Tempel verschanzt. Ich dachte, das wärs. Kor sei Dank hat Taro genug Arsch in der Hose gehabt um einen kühlen Kopf zu behalten.“ Beim Verlassen des Tempels wurden sie in die Zange genommen. „So viele Zischler habe ich noch nie auf einem Fleck gesehen. Nun... sie haben es teuer bezahlt. Hätte unser Magus mal so viel getaugt wie der Prospero. Klettert in ein Loch und tritt in einen Morfu. Nur weil er nicht warten konnte. Beim Prospero wäre das nicht passiert. Immerhin, er hat eine Rettungskasse hinterlegt. Aber ohne den Prospero...“ Tonarev macht. „Miau?“ Cusi lacht trocken. „Oh ja. Miau! Ich glaub nicht, dass die Drecksbande heute Abend feiert. Ich bezweifele, das von denen einer nach Hause gekommen ist. Geschieht ihnen recht. Onid war ein feiner Kerl. Nicht viel Hirn, aber er war grundanständig. Und ein Kerl. Wenn der oben ankommt, schüttelt ihm Kor sicher persönlich die Hand. Aber jetzt erzählt mir was vom Grandenkürbis. Ich war bei Rigos Frau und seinem Sohn, jetzt brauch ich was zu trinken.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.06.2020 21:44

Tag 26, Früher Abend, Gildenhaus, → Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya hört zu und nimmt vieles auf, was sie zwischen den Zeilen sagt. Und das klang schrecklich genug ohne irgendwelchen Details oder so. "Naja, du kannst dir das Gör gar nicht vorstellen. Die war so unglaublich frech die wollte ihrem Onkeö sogar die Garde auf den Hals hetzen... Hilfe ich werde entführt. Und sie hat sogar solange herumgepöbelt, dass Jucho ihr ein paar gelangt hat. Naja und ich habe dann erwähnt, dass ich sie auch in irgendwas verwandeln könnte. Und ihr Onkel hat zugestimmt. Kennst du das schöne Gefühl wenn der Schmerz in den Ohren nachlässt, weil Gekeife aufhört... herrlich," erzählt Boronaya blumiger als sonst.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.06.2020 13:04

Tag 26, Früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Bornoayas Schilderung hellt die Stimmung tatsächlich etwas auf. Eine Anekdote darüber, wie auch eine Zornbrecht auch mal in Schwierigkeiten gerät, tut der Volksseele wohl. Dann heisst es sich säubern, und dann kommen auch schon Jucho und Bule zurück, ersterer mit einem aufblühenden Veilchen. Sie begrüßen Cusi freundlich und haben den Takt, erst nach dem Abendessen zu berichten, als Cusi sich, von Senora Ponches zusätzlich mit einem heißen Kakao versorgt, in Bett legt. „Die Stimmung ist besser als befürchtet. Die Rettungstruppe hat wohl zwei Marus und einen Schamanen erledigt, dazu über zwei Dutzend Achaz, selbst wenn ich etwas Angeberei abziehe. Onid selber hat wohl noch einen Maru mitgenommen, und ein knappes Dutzend Achaz ist da auch drauf gegangen. Der Schamane scheint wichtig gewesen zu sein, der hatte wohl einen Goldenen Gürtel. Den hat der Tiger dem Prospero zurück gebracht, nachdem er ihm den Kopf abgebissen hatte.“ Alle reden immer nur vom Tiger. Bule nickt. „Sollte mich wundern, wenn die noch Leute übrig hätten, die sie losschicken können. Im Gildenhaus schmieden sie zwar große Pläne, dass sie es den Zischlern heimzahlen wollen, aber...“ Daraus wird nichts, das wissen sie alle. Tief in den Sümpfen nach den Achazdörfern zu suchen, dabei wieder Leute verlieren, nur der Rache wegen und ohne Bezahlung... „Es sind auch drei Expeditionen wieder im Sumpf. Allerdings nur See und Kleiner Nordtempel. Nikka, Camiara und die Krabbe. Haben wir Nachricht von Fortschreitter oder Siana?“ Tonarev schaut kurz zu Boronaya, aber schüttelt den Kopf. „Die gehen sicher bei dem Wetter davon aus, dass wir erst morgen zurückkommen.“ „Ein Ruhetag wäre nicht schlecht, Bruderherz.“ „Ausruhen können wir uns, wenn es keine Aufträge gibt.“ Jucho schaut nach oben. „Wie geht’s Cusi?“ Makita kräuselt die Nase. Wie soll's ihr gehen? Ihre ganze Partida ist hin.“ Jucho nickt. „Aber sie lebt. Ich kann's verstehen. Aber die nimmt jeder mit Kusshand. Nach Paco ist sie die beste Kundschafterin der Gilde. Vielleicht sogar die beste.“ Er erntet keinen Widerspruch, und wendet sich an Boronaya. Schick morgen als erstes eine Nachricht an Fortschreitter, dass wir wieder da sind, und wie der Stand ist. Und mit dem Prospero zu reden würde nicht schaden.“

Tag 45, Noch gerade vormittags, Santinera (Capitan)
Am Anleger müssen sie etwas warten, und der Capitan hat etwas Zeit, die Partida näher in Augenschein zu nehmen. Ihr Anführer Korian ist aus dem rechten Holz geschnitzt. Der Junge mit dem Rapier, Janis, ist noch mächti grün. Das Capitan spart sich die beliebte Söldnerfrage 'Schon mal wen zu Boron geshcickt', weil er sich die Antwort denken kann. Rando, der Schütze macht einen soliden Eindruck. Buki, der Rotschopf mit der Ziegenlederpeitsche am Gürtel, ist wohl die Kundschafterin. Zumindest sieht sie nicht so aus, als sei sie nur wegen ihrer Möpse dabei. Bei der Feldscherin, Coraline, muss sich das noch zeigen, beziehungsweise hoffentlich nicht. Aber die doppelt wohl als Schützin, und ihre Waffe ist gut gepflegt. „Also, Jungs und Mädels. Ob's ein heißer Tanz wird, entscheidet sich schon am Steg. Entweder stehen da meine Mädels, um uns abzuholen oder nicht. Wenn sie da stehe, ist alles in Butter. Dann fahren wir zur Plantage, stellen ein Verschärftes Wachregime auf, und schauen dann, was kommt. Wenn wir Glück haben, gibt’s für euch zwei Tage leichten Dienst.“ „Und bei Pech, Capitan?“ „Bei Pech ein halbes Dutzend Halsabschneider, die mir im Morgengrauen ein Schaflied singen wollen. Problem?“ Korian grinst. „Wenn's nur ein halbes Dutzend sind, kein Problem.“
In diesem Moment kommt Emilia mit ein paar Lastenträgern der Tischlerin hinzu, die die Betten für Vecna und Shiri bringen. Der Capitan stellt die Tapferen vor, und wie er beinahe geahnt hat, gibt es sofort eine Gockelei zwischen Emilia und Janis.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.06.2020 16:12

Tag 26, Früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ist denn so etwas schon mal vorgekommen? Das klingt ja nach einer Kriegsexpedition." Sie wirkt besorgt. Mehr als der Al'anfaner kann sie sicher, aber sie kommt nciht mal in die Nähe Prosperos. Und er hat ganz sicher einen Kampfdämon beschworen, den sie hier jetzt wieder feiern. "Ich kann auch bei Ribaldo kurz vorbeigehen und dann den Brief schreiben, falls ich ihn nicht treffe. Soll ich ihm mehr sagen, als das wir wieder da sind und was im Sumpf passiert ist? Und bei Prospero würde ich gleich danach vorbeischauen."
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.06.2020 19:49

Tag 26, Früher Abend, Gildenhaus, → Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Jucho zuckt mit den Schultern. „Kein Problem. Wenn er das mit dem Sumpf echt verpasst hat, dann brauchst ihn aber auch nicht wild machen. Nicht, dass er durchdreht.“ Tonarev nickt. „Wenn er das wirklich nicht gehört hat, dann...“ Sie schüttelt den Kopf. „Und eine Strafexpedition gegen die Zischler? Nicht, dass ich wüsste. Wenn jemand das bezahlt, würden sich wohl genügend Questadoren finden, aber das sehe ich nicht. Und zu holen gibt’s in den Achazdörfern sicher eh nichts. Also von wegen Beute. Und zur Strafe... weiß ja kein Schwein, aus welchem Dorf die jeweils kommen. Würde ja doch nur die Falschen treffen, wenn überhaupt.“ Das ist konsensfähig. Makita grinst. „Wenn Du den Prospero triffst... viel Spaß. Falls Du noch die Ausdauer dafür hast.“ Tonarev grinst ebenfalls und versetzt Boronaya einen Knuff. „Sieben Stunden Fussmarsch und immer noch einsatzfähig. Soll ich nun neidisch sein oder mitleidig?“ Jucho und Bule halten sich lieber raus
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.06.2020 20:41

Tag 26, Früher Abend, Gildenhaus, → Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ich bemühe mich ihn nicht verrückt zu machen, aber wissen sollte er es schon... Allein wegen der Überlegung einer Rettungskasse, oder?" Bei den Kommentaren zu Prospero muss sie den grinsend den Kopf schütteln. Nicht, dass sie keine Lust hätte, aber ihre Oberschenkel fühlen sich ganz sicher nicht danach an. "Ich versuche nur zu reden, ja? Aber wenn lieber jemand anders noch mal durch die Stadt? Nein..." sie streckt Tonarev und Makita die Zunge heraus. "Kann ich so gehen?" fragt sie noch kurz, präsentiert sich in einer ihrer normalen Roben und falls niemand sie schreiend davon abhält schlägt sie erst einmal den Weg in Richtung Ribaldo ein.
Zuletzt geändert von Chephren am 14.06.2020 12:07, insgesamt 1-mal geändert.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.06.2020 10:56

Tag 45, Noch gerade vormittags, Santinera → Anleger von Manana della Suerte (Capitan)
Emilia macht den Anfang. „Das Rapier sieht man selten bei Questadoren.“ Janis deutet eine Verbeugung an, nicht ohne den selbstbewusst-spöttischen Unterton zu kopieren, den Emilia gebraucht hat. „Ich habe bei Mestre Apolonicello die Klinge führen gelernt.“ Der Capitan sieht schon, wohin das führt. „Macht das heute Abend unter euch aus!“ Er besorgt das Vorstellen, dann wendet er sich an Korian. „Also – wenn nicht das richtige Empfangskomitee am Steg wartet, dann wird es aufregend."
Als die Conchita kommt, sucht der Capitan prompt Kontakt zum Schiffer und stellt fest, dass auch der schon Bescheid weiß – offenbar wurde er nach dem Kundschafter befragt, konnte sich aber nicht an ihn erinnern. Müssen sie es also drauf ankommen lassen.
Trotz aller zur Schau gestellten Ruhe fällt dem Capitan doch ein ziemlicher Stein vom Herzen, als er Vecna unbeschadet mit Mero, Lita, Ciro und Mariella am Steg warten sieht. Aber irgendwas ist doch anders. Er erfährt es auch gleich bei der Begrüßung.
„Ihr hattet Recht, Capitan, mit eurem Bauchgefühl. Und wie ich sehe, habt ihr auch noch was läuten hören. Oder wisst ihr es schon?“ Vecnas Blick wandert zu Korian und seiner Truppe, bleibt kurz an Buki hängen. „Sag nicht, dass gerade heute Nacht Besuch hattet, junger Hüpfer? Da ist man mal eine Nacht nicht da...“ Vecna muss lachen. „Oh ja. Besuch. Kann man so ausdrücken.“ Emilia kann nicht an sich halten. „Ist jemand verletzt?“ Vecna zieht eine Grimasse. „Shiri hat sich auf der Treppe den Fuß verstaucht. Von unseren Besuchern sind drei verblutet, vier haben wir gefangen genommen, wobei zwei Schwer verwundet sind. Ihr solltet Inazuna einen Bonus zahlen. Sind das da unsere Betten?“ Der Capitan hebt die Hand. „Ja, Aber nicht so schnell. Bericht!“ Auch die Mannschaft und wenigen Reisenden von der Conchita sind neugierig. Vecna nickt. „Keine Ahnung warum, aber heute in der Frühe wurde ich von irgendwas wach. Ich könnte jetzt sagen, ich hab das Miststück gehört, dass an der Wand hoch geklettert ist, aber das wäre nicht wahr. Aber als ich oben auf der Brüstung Luft schnappte, habe ich gehört, wie sie versuchte, den Fensterladen von eurem Schlafzimmer aufzuhebeln. Da sah ich sie dann auch. Glücklicherweise habe ich meinen Kopf nicht einfach über die Brüstung gesteckt. Ich bin schnell runter und hab Shiri und Inazuna geweckt, dann bin ich hoch. Die Fensterladen haben gehalten, und sie ist hoch zur Brüstung. Muss gut klettern können. Aber als sie sich auf die Brüstung stützte, haben wir sie in Empfang genommen und sie gewürgt, bis sie bewusstlos wurde. Dann hab ich oben von der Brüstung gewinkt, weil ich mir dachte, die ist niemals allein, und richtig, da kamen dann sechs andere aus dm Schatten und gingen nach vorne. Also sollte das Dreckstück ihnen wohl die Tür öffnen. Nun... wir haben dann kurz beratschlagt, aber wenn wir einfach nicht öffneten, wären sie wohl über die noch schlafenden Sklaven hergefallen, also, haben Shiri und ich mit dem Spieß auf der Galerie im Dunklen gewartet, falls jemand die Treppe herauf wollte, und Inanzuna hat die Tür geöffnet.“

Tag 26, Abend, Herberge Arangenbäume → Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Die Statdwache ist etwas sichtbarer unterwegs, aber ansonsten ist die Stadt jetzt wie immer. Ribaldo sitzt bei seinem Hauswirt auf der Veranda beim Licht einer Öllampe über seinen Unterlagen und reagiert hocherfreut, als der Boronaya an der Gartenmauer erblickt.“Boronaya! Wie gut, dass wir nicht im Sumpf waren, nicht wahr? Schreckliche Sache – Du hast schon davor gehört? Komm doch rein.“ Der Hauswirt, der im Lehnstuhl sitzt, einen schon älteren Hund zu Füssen, und an irgendetwas herum schnitzt, grüßt sie freundlich mit einem „Guten Abend, Gelehrte Dame.“ Ribaldo kommt ihr entgegen und nimmt sie erst einmal in die Arme. "Seit wann bist Du wieder da? Ich dachte, ihr kommt erst morgen..."
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 14.06.2020 15:51

Tag 26, Abend, Herberge Arangenbäume → Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Außer du wolltest in den Krr'ton'ch-Tempel, glaube ich hätte uns wenig Gefahr gedroht, Ribaldo," meint sie lächelnd und haucht ihm einen Kuss auf die Lippen, noch schicklich für die Öffentlichkeit. "Seid gegrüßt," antwortet sie dann auch mit einem entschuldigenden Lächeln. "Ja, das war auch so geplant, aber es ging besser als geplant. Das wollte ich dir kurz sagen. Und dich kurz sehen." Sie lächelt und drückt seine Hand.
Aber ich habe leider nicht viel Zeit, ich muss noch mit Prospero sprechen. Er war ja vor Ort und... es wäre gut zu wissen wie schlimm es da draußen ist. Ich kann dir nicht sagen, ob es klug ist morgen direkt zu gehen, vielleicht ja, weil noch alle verschreckt sind... Aber auf jeden Fall wird es gefährlicher sein. Was denkst du? Willst du raus?"
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.06.2020 17:07

Tag 26, Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo zögert. Als Nichtkämpfer, der sich darauf verlassen muss, dass die angeheuerten Questadoren ihn verteidigen, ist die Lage etwas anders als aus der Sicht der Questadoren, die gelernt haben, zu kämpfen. „Bei den Rabotnici ist viel Unruhe. Aber grundsätzlich denke ich, das Säulenfeld sollte in Ordnung sein. Es sind ja auch drei Expeditionen draußen. Die Achaz sollen sehr viele Kämpfer und sogar einen ihrer Schamanen verloren haben.“ Ihr Hauswirt nickt freundlich. „Möge Kor sie alle verzehren!“ Ribaldo nickt ohne besonderen Enthusiasmus, lädt aber Boronaya zum sitzen ein. „Aber wir waren auch nicht untätig. Wir haben uns mit Palandrine geeinigt, Siana und ich. Sie zahlt uns zweiundzwanzig Dublonen für eine Kopie unserer Aufzeichnungen, und dafür werden wir als Mitautoren erwähnt. Gewiss, damit wir keine Fehler hineinschreiben. Diederich scheint ganz erpicht darauf zu sein, möglichst schnell nach Al'Anfa zurück zu kehren. In den Sumpf scheint er jedenfalls nicht mehr zu wollen. Hoffe ich.“ Er seufzt. „Aber obwohl wir jetzt wieder finanziell etwas Luft haben, das löst das Problem noch nicht. Wir können ja nicht alles Gold in Rabotnici stecken. Bei denen scheint es übrigens zu brodeln, wer will es ihnen verdenken.“ Vielleicht ist es da besser, einen oder zwei Tage zu warten, bis die Tagelöhner wieder mehr an den Verdienst als an die Furcht denken. „Siana hatte wohl keinen durchschlagenden Erfolg, sie hat jetzt Magister Prospero um Hilfe gebeten. Aber ich weiß nicht, ob er schon etwas unternehmen konnte...“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 14.06.2020 21:31

Tag 26, Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Die Frage ist dann eher, was ihr im Sumpf machen wollt, wenn wir weder das Relief bergen noch die Statue freilegen sollen," meint sie mit einem Schulterzucken. Boronaya nimmt den Platz an, aber ihre Haltung macht klar, dass sie nicht lange bleiben will "Wie gesagt die Statue wird er nicht bergen können und wenn das, was ich über den Tiger gehört habe stimmt, wird er sich auch ein paar Tage erholen müssen."
Sie lehnt sich zurück, langsam kommen die Kopfschmerzen wieder, der Tag war doch lang. "Wie gesagt wir stehen bereit euch zu helfen, aber natürlich müssten wir wissen wann und ob ihr los wollt. Was haben denn die Rabotnici gesprochen? Wie lange und wie viel bräuchten sie? Und ist es nicht vielleicht besser das Geld für das Relief übrig zu lassen?"
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.06.2020 08:27

Tag 26, Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Fortschreitter nickt. „Wir werden wohl erst wieder fahren, wenn wir zu dem einen oder anderen fähig sind, tut mir leid. Die Rabotnici haben heute erst zwei der ihren begraben, die Leichen waren wohl übel zugerichtet, weitere sind im Krr-Tnch-Tonch Tempel vermisst. Wir müssen ihnen wohl etwas Zeit lassen.“ Er ist selbst unsicher und bedrängt Boronaya nicht. „Die Unterlagen für Diederich zu kopieren wird ohnehin etwas dauern.“

Tag 45, Noch gerade vormittags, Anleger von Manana della Suerte (Capitan)
Vecna streicht sich ein Haar aus dem Gesicht. „War ihr Plan. Wir sollten einfach nur abstechen, was hoch will.“ Wollte glücklicherweise keiner. „Die dachten natürlich, es wäre ihr Kumpan, und dann ging es ganz schnell. Als Inazuna loslegte, waren die völlig überrascht, und die, die sich überhaupt gewehrt haben, haben nur wild um sich geschlagen und sich gegenseitig getroffen. Eine wollte abhauen, aber die hat Curo erwischt, denn die Jungs und Mädels sind natürlich wach geworden. War wohl die Auftraggeberin, die hinten stand und abgehauen ist, sobald schon unten der Kampf begann. In der Eingangshalle ist eine ziemliche Sauerei.“ Vecna zieht erneut eine Grimasse, so gut die abgebrühte Questadorin gebend wie möglich. „Gut gemacht, Curo, nicht nur mitgedacht, auch mitgemacht. Vergesse ich nicht.“ Er schaut wieder zu Vecna. „Tote, Gefangene?“ Die drei Toten liegen hinterm Hof unter Decken, Tarito und Alrik halten da Wache. Die vier Gefangenen sind drei Weiber und ein Kerl. Die eine, die abhauen wollte, war gut gekleidet, die anderen haben alle dieselbe Tätowierung, auch die Toten. Von den Vieren sind zwei schon etwas mitgenommen, Shiri hat sie verbunden. Aber wir haben es ihnen unbequem gemacht, nicht dass sie sich befreien. Inazuna und Shiri halten da Wache.“ Sie atmet tief durch. Der Capitan tätschelt ihr den Kopf. „Sehr gut gemacht. Junger Hüpfer! Dann wollen wir uns die Bande mal anschauen.“ Er nickt Korian zu. „Schön vorsichtig bleiben, für den Fall dass es noch eine Nachhut gibt.“ Das Vecna und die anderen ihnen etwas vorspielen, weil die anderen als Geiseln genommen wurden, erwägt er kurz als theoretische Möglichkeit, aber schließt es sofort aus.
Der Leichter wird recht voll auf die Art, aber sie haben ja noch ein Kanu dazu. Der Capitan geht ins Kanu und nimmt Janis und Vecna mit. „Bei euch echt alles in Ordnung?“ Vecna lässt, nun nahezu allein mit ihm im Kanu, ein wenig die Maske fallen. „Ja. Schon. Aber sobald der Kampf vorbei war, hatte ich auf einmal eine Riesenangst. Hab mir beinahe in die Hose gemacht.“ „Nachher ist nur natürlich. Wenn die Anspannung von einem abfällt, kriegt fast jeder das große Zittern. Das beste Gegenmittel...“ Sie lacht. „Ich kann's mir denken!“ Aber er hat Recht, genau das hat sie sich gewünscht. Sie lenkt sich ab. „Was machen wir mit den Gefangenen?“ „Befragen und dann in der Stadt verklagen. Wenn sie in die Sklaverei verkauft werden, lohnt sich das eventuell ziemlich.“ Der Mittagsregen setzt ein, aber dagegen kann man nichts machen. Vecna schaut an Land. Befragen...
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 15.06.2020 16:24

Tag 26, Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya nickt. "Das muss dir nicht leid tun. Wir müssen ja nur wissen woran wir sind, nicht dass wir auf dich warten und dann ohne Beschäftigung dastehen," meint sie und drückt seine Hand. "Ich weiß noch nicht, ob und was wir morgen machen, aber ich melde mich irgendwie bei dir, ja?" sagt sie zu ihm.

Tag 45 Nachmittag, Hafen Santinera, Anleger Conchita, (Valeria)
Das hatte ja gut angefangen. Nicht nur, dass ihre Familie unfassbar angefressen war. Nein sie war so angefressen, dass man sie auf einen besseren Lastkahn gepackt hat. Mit Kabinen, die diesen Namen nicht verdienen. Bei Boron, wenn das der Ausblick auf ihre Monate in Santinera waren. Es waren hoffentlich nur Monate bis sich ihre Mutter wieder beruhigt hatte. So schlimm war es nun auch nicht gewesen, was passiert war. Und gelitten hatte ja sowieso eigentlich nur sie selbst. Diese Barbaren hatten ja wirklich die Frechheit, nein die Bösartigkeit besessen eine Karinor in einen Kerker zu werfen. Und nein, kein kerker, wie man sich das vorstellt. Allein die Erinnerung an die nassen, engen Wände unter der Erde, die Tiere, die Ketten, die Demütigung machten die Kabine kaum erträglich und sie verbrachte also viel Zeit draußen auf Deck. Auch wenn das hieß sich mit den Fanas abzugeben, die diesen Kahn benutzten. Aber das war zumindest weniger unerträglich als die stickige, enge Kammer.
Santinera, allein der Name ließ sie schaudern. Keine Thermen, keine Orgien, keine Vergnügungen, nein die Stadt war bekannt für ihre Echsenruinen. Bei Borons Gnade nicht mal einen vernünftigen Tempel hatte sie in diesem Nest. Und was sie über ihre Tante wusste, ließ sie auch nicht hoffen. Seltsam, bärbeißig, ja das waren die Beschreibungen, die sie im Kopf hatte. War nicht deren Mann auch unter dubiosen Umständen verstorben? Irgendwas war da gewesen.

Abends und nachts wusste sie nicht so recht, ob sie schreien, weinen oder lachen sollte. Nur zu deinem Besten, viel zu lernen, Gelegenheit sich zu beweisen... Und dann die versteckte, aber unmissverständliche Anweisung im Brief, dass sie besser genau das tat, was ihre Tante von ihr wollte... Ja nicht einmal persönlich war ihre Mutter zur Abreise erschienen und ihre Leibsklavin war immer noch befreit bei den Lackaffen. Befreit, wenn man sich das nur vorstellte.

Als dann Santinera in Sicht kommt, wird sie immer angespannter. War das jetzt so etwas wie eine letzte Chance, bevor man an einen zweitklassigen Plantagero im Nirgendwo verheiratet wurde? Oder Irgendwo in die letzte Kolonie geschickt wurde. Und der Hafen... Das war doch nicht deren Ernst. Das war... ein besserer Anleger. Sie musste tief durchatmen um nicht vor Verzweiflung einfach über Bord zu springen, aber das war nichts, was eine Karinor tat. Diese sahen immer gut und stark aus. Folge deiner Leidenschaft. Pah. Folge der Peitsche, traf es im Moment eher.
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.06.2020 18:13

Tag 26, Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Fortschreitter nimmt es nicht krumm. „Ich schicke Dir auf jeden Fall Nachricht. Vielleicht können wir ja morgen Abend ausgehen?“

Tag 45, Nachmittags, Anleger, Portas, Santinera (Valeria)
Viel los ist wirklich nicht. Und gefühlt an jedem dritten Plantagenanleger hat der Kahn fest gemacht. Kein Wunder, dass es solange dauert
Ein gutes Dutzend Straßenkinder umlagert das Schiff, und die überschaubare Anzahl von Mitreisenden geht von Bord. Fast alle werden von Bekannten oder Familie abgeholt oder scheinen zumindest genau zu wissen, wo sie hin wollen, und auch sie wird erwartet. Während Sikula sich noch geräuschlos darum kümmert, dass ihr Gepäck an Land gebracht wird, strebt eine kräftig gebaute Endvierzigerin entschlossen auf sie zu, was die – eigentlich erstaunlich sauberen - Straßenkinder davon abhält, ihr Gepäckträgerdienste oder Ähnliches anzubieten. „Willkommen in Santinera, Meine kleine Nichte Valeria! Komm an mein Herz! Du da, Mädchen, das Gepäck kommt auf den Wagen, lass dir von ein paar Nichtsnutzen hier helfen.“ Sie deutet mit dem Daumen zu einem leichten Zweiachser, vor den zwei Mulis gespannt sind, und den sie offenbar selbst kutschiert. „Ich bin Deine Tante Martinette!“ Bei der Umarmung bleibt Valeria beinahe die Luft weg. Tante Martinette ist nicht nur ein wenig füllig, sondern auch richtig kräftig, und sie drückt. Sie mustert Valeria wie ein Stück Zuchtvieh. „Ist ja was dran, genau so wie Cousine Malane geschrieben hat. Ich bin sicher, wir werden gute Freunde werden.“ Sie zwinkert. „Aber ich hoffe, Du erwartest keine Sommerfrische. Denn zum einen haben wir gerade Regenzeit, und zum anderen...“ Sie grinst humorlos. „Wird bei mir gearbeitet. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, nicht wahr? Kleiner Scherz, hahaha! Nun komm erst mal mit.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 15.06.2020 18:40

Tag 26, Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie lacht. "Ich verspreche nichts, aber ich würde mich sehr freuen. Wenn ich aber irgendwo im Sumpf stecke, müsstest du mich da rausholen. Oder warten," neckt sie ihn ein wenig. "Ich melde mich, ob ich da bin. Bis hoffentlich morgen," verabschiedet sie sich mit einem Kuss, schaut verschämt kurz zum Hausherren und macht sich dann auf den Weg zu Pospero.

Tag 45, Nachmittags, Anleger, Portas, Santinera (Valeria)
Immer noch etwas missmutig schaut sie sich um, als sie den Anleger erreicht hat. Dass man ihr Gepäck auslädt, steht außer Frage, darum wird sich gekümmert. Die Straßenkinder hingegen... Den Göttern sei Dank kommt da schon ihre Tante und bevor sie irgendetwas erwidern kann, hat sie Valeria auch schon halb zerdrückt, die zwar sehning und trainiert ist, aber allein von der Fülle her höchstens die Hälfte ihrer Tante darstellt.
Es dauert auch einen Moment bis sie nach dem Redeschwall zu einer Antwort kommt, vor allem, da sie die Art ihrer Tante gerade etwas überfordert.
"Ich freu mich auch dich zu sehen Tante," meint sie dann mit einem schmalen Lächeln. Das mit dem Arbeiten um zu Essen tut sie einmal als Scherz ab. Natürlich würde sie bei der Verwaltung helfen. Das hat sie mit Sicherheit gemeint. Auch wenn der einfache Zweiachser. Boron schenke mir Gleichmut. Sänften? Kutschen? Was war denn das?
"Nein, nein, natürlich nicht. Meine liebste Mutter hat mich gebeten dir zu helfen."
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 15.06.2020 21:46

Tag 45, Nachmittags, Anleger, Portas, Santinera (Boronaya)
„Und einer braven Tochter ist ihrer Mutter Wunsch Befehl, nicht wahr? Nun lass uns erst einmal nach Hause traben, damit wir pünktlich zum Abendessen kommen. Außerdem soll es heute Nacht wieder regnen. Gut für die Felder, aber kein Spaß, wenn Du noch auf der Piste bist.“ Sie legt den Arm um Valerias Schulter und dirigiert sie zur Kutsche. Auf dem Bock ist gerade einmal Platz für zwei, jedenfalls wenn eine davon Tante Martinette ist. Ein paar Säcke und eine Kiste sind schon darauf verstaut, wohl Einkäufe, dazu jetzt Valerias Schrankkoffer und Tasche sowie Sikulas Bündel. „Hier, ihr kleinen Ratten, für eure Mühen.“ Tante Martinette schnippt den hilfreichen Kindern ein paar Kupfermünzen zu, von denen keine den Boden berührt. Sie nickt Sikula zu. "Du, Mädchen, Du kannst dich hinten zum Gepäck setzen.“ Sie schwingt sich auf den Bock. „Und hopp! Santinera bewundern kannst Du die nächsten drei Jahre noch oft genug!“

Tag 26, Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribald bringt sie noch bis zum Gartentor und verabschiedet sich da mit einem letzten Kuss. „Falls Du im Sumpf verschollen gehst, suche ich nach Dir, versprochen!“ Er sagt es scherzhaft, aber er würde es sicher tun.
Im Weissen Ara fällt der kleinen Latifa wieder die Rolle der Türsteherin zu. „Der Magister ist bei der Arbeit. Wenn es nicht brennt oder Räuber vor der Tür stehen, will er nicht gestört werden.“ Sie überlegt. “Außer es ist eine hübsche junge Frau mit nichts was an. Aber das war ein Scherz, denn er hat gezwinkert.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 15.06.2020 23:14

Tag 45, Nachmittags, Anleger, Portas, Santinera (Boronaya)
"Nichts anderes," meint Valeria mit einem dünnen Lächeln. Zumindest wenn die Alternativen noch schlimmer sind. Das sie ihre Tante schon wieder in den Arm nimmt irritiert sie dann doch wieder etwas. Warum um alles in Dere musste sie so kumpelhaft sein? Sie nimmt also auf dem Bock Platz und ist mal wieder froh so schlank zu sein. Ein paar Kilo mehr auf den Hüften und sie hätte auch zum Gepäck müssen. "Der Weg lässt vermutlich keine Kutschen zu, oder?" fragt sie vorsichtig nach. Hoffen, bis ihr für einen Moment das Gesicht gefriert. "Drei... Was?"



Tag 26, Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)

"Das beruhigt mich," meint sie lachend und ist doch froh, dass er das gesagt hat. Sie winkt ihm zum Abschied dann noch einmal zu, schaut sich noch mal um und lächelt. Er war tatsächlich ein Schatz. Was ganz kurz für ein schlechtes Gewissen reicht.

Bei Prospero angekommen muss sie schmunzeln, als die Dienerin so aufpasst. "Also du wirst jetzt ja wohl nicht bestreiten, dass ich mehr als nur hübsch bin. Das gleicht das weniger nackt hoffentlich aus, meinst du nicht? Ich meine ich kann auch ein Messer ziehen und Überfall rufen, aber das ist wohl ein wenig übertrieben."
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 16.06.2020 14:52

Tag 45, Nachmittags, Anleger, Portas, Santinera (Boronaya)
„Kutsche? Wozu? Um spazieren zu fahren?“ Tante Martinette schnalz, und die Mulis setzen sich in Trab. „Bei den Wegen hier würde eine Kutsche schon nach hundert Schritt umschmeissen. Aber keine Sorge, Dir wird schon nicht langweilig. Malane schrieb, Du hättest ein helles Köpfchen auf Deinen Schultern. Ich hab genau die richtige Aufgabe für dich.“ Der Karren rumpelt über das steinerne Pflaster durch eine recht hübsche Straße in einen Einschnitt zwischen den Hügeln, die den besseren Teil von Santinera tragen. Erstaunlich sauber ist es hier. Nicht so geleckt wie auf dem Silberberg, natürlich, aber es scheint eine Kanalisation zu geben. Kein Unrat oder Dreck auf den Straßen, und hier, abseits des Hafens, auch kein Gelichter oder Questadorenpack.
Es geht noch an einem größeren, schwer bewachten Anwesen vorbei, an dessen Wand sich ein kleiner, aber eleganter Tsa-Schrein erhebt, offenbar noch recht neu, dann geht es an zwei eher gelangweilt grüßenden Stadtgardisten vorbei durch ein Stadttor. Und dann hat sie die Wildnis. Der Karrenweg ist nicht länger gepflastert und ziemlich zerfurcht. Palmen bieten Schutz vor der Sonne, die Straßengräben stehen voll Wasser. Beiderseits der Straße erstrecken sich Reisfelder, immer wieder unterbrochen durch kleine Bauminseln oder einzelne Baumriesen, die offenbar stehen gelassen wurden, und bei vielen stehen kleine Schreine. „Also, Kindchen, was hat Malane dir schon über Santinera erzählt?“

Tag 26, Abend, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Latifa erwägt ernsthaft Boronayas Ausführungen, und kommt zu dem Schluss, dass da was Wahres dran sein könnte. „Bitte wartet hier, Gelehrte Dame. Ihr dürft euch gerne auf die Stühle da setzen. Und wenn ihr mögt, bringe ich euch auch einen heißen Tee und ein Handtuch.“
Anschließend bittet sie Boronaya zu warten und verschwindet in dem kleinen Durchgang, der zum ehemaligen Schankraum führt. Es dauert tatsächlich ein paar Minuten, dann kommt Prospero, offenbar frisch gewaschen und in Robe. „Welch eine Freude, euch gesund zu sehen, Teuerste. Was verschafft mir die Freude eures Besuches?“ Er sieht frisch und munter aus.

Tag 45, Mittags, Manana della Suerte (Capitan)
Die Gefangenen sind auf dem Hof eingelagert, einfach auf dem Bauch auf dem Boden an jeweils vier eingeschlagene Pflöcke gefesselt, Arme und Beine ausgestreckt, jeweils einen Schritt auseinander und vollkommen entkleidet. Wer Scherge und wer die Auftraggeberin ist, lässt sich so auf einen Blick erkennen – drei wettergegerbte Gestalten, sehnig und mit den gleichen Tätowierungen an den linken Handgelenken, wo offenbar normalerweise ein lederner Armschutz sie bedeckt. Die vierte ist deutlich weniger fit und zudem frei von Hautbildern. Zwei der Schergen, der Mann und eine Frau, haben recht üble Verletzungen, er am Oberschenkel und sie am Bauch, leidlich verbunden. Sie werden von Inanzuna und Shiri bewacht. Der Capitan organisiert erst einmal den Ablauf, gibt den meisten was zu tun. Emilia schickt er mit Shiri zusammen, die Habe der Angreifer zu durchsuchen. Vecna soll schon einmal die Betten aufbauen, und Tarita schickt er, mit ein paar der Jungs Gräber auszuheben. Wenn er der Bande die richtigen Fragen auf die richtige Art und Weise stellt, müssen Emilia, Shiri und Vecna nicht unbedingt dabei sein. Er hat an sowas keinen Spaß, aber es muss sein. Sie müssen wissen, wer recht viel Geld für ihren Tod auszugeben bereit ist. Die noch nicht dreißigjährige ist wohl eher eine Mittelsfrau. Der Auftraggeber wäre schon ein arger Stümper, wenn er sich selbst die Hände schmutzig machen würde. Er beginnt vor Ort. „Also, Jungs, Mädels. Jetzt ist Fragestunde. Ich bin Jorge Bartholomeus Morrigan, Capitan de Navia der Armada, und Herr über Leben und Tod, was euch angeht. Und alles dazwischen. Ihr könnt es euch leicht machen oder schwer, ist mir gleich, ich bekomme meine Antworten. Etwas früher oder etwas später. Die Männer zuerst – solange Du noch einer bist – wer hat euch angeheuert?“ Der Mann ist sicher hart im Nehmen, aber er kennt auch die Regeln und nimmt dem Capitan ab, dass er es ernst meint. „Verhandelt hat die Blasse, mit der Jefe. Hat sich uns als Belrika vorgestellt, aber das Gold kam sicher nicht von ihr. Wir gehören zur Bruderschaft des Borndorns. Ging nur um Gold, nichts persönliches.“ Der Capitan geht neben ihm in die Knie und inspiziert das Hautbild. Ein Borndorn mit vier nachträglich hinzugefügten Kerben. Die beiden Frauen, die bislang den Mund gehalten haben, schauen böse, aber sie haben nur eine beziehungsweise zwei Kerben, er ist von den Überlebenden also der Ranghöchste in der Hackordnung dieser Schurkenbande. Die Bruderschaft sagt ihm nicht viel, außer, dass er mal gehört hat, die Karinors würden zuweilen auf sie zurückgreifen. „Hauptstadt und da der Flusshafen ist doch eher euer Gebiet. Ihr seid weit weg von Zuhause.“ Der Mann widerspricht nicht. „Der schlaue Fuchs jagt nicht zuhause.“ „Auch wahr. Wie viel waren wir wert?“ Der Mann packt weiter aus. Den Verhörenden nur nicht verärgern. „Ihr fünfzig, die Frau fünfundzwanzig Dublonen.“ Der Capitan grinst ein Haifischgrinsen. „Unterbezahlt.“ Der Mann zuckt mit den Schultern. „Ganz eurer Meinung, aber dem Boss hat's gereicht. Ich richte es ihr aber gerne aus.“ Der Capitan lacht, überlegt dann. An sich weiß er jetzt bereits alles, was die einfachen Schergen ihm sagen können. Sie über Bandeninterna auszuquetschen macht wenig Sinn. Das ist nicht seine Baustelle. Zeit, sich näher mit 'Belrika' zu befassen, die vor Angst zittert, gleichzeitig aber auch einen trotzigen Zug um den Mund hat, den viele zeigen, die sich unantastbar glauben. Er schaut zu den beiden anderen Frauen und dem Mann. „Wenn jemand noch was Interessantes weiss, was Belrika betrifft, dann wird’s leichter. Besonders für euch, Mädels.“ Die mittlere scheint zu überlegen, ob sie was sagen soll, entscheidet sich aber dagegen. Der Capitan seufzt. „Wer nicht hören will... Bringt sie in den Schuppen.“ Er zählt auf, was er an Alltagsgegenständen zur Erleichterung der Informationsgewinnung braucht. Weder Inazuna noch Korian haben damit Probleme.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 16.06.2020 15:37

Tag 45, Nachmittags, Anleger, Portas, Santinera (Valeria)
Wieso eine Kutsche? Na um damit gefahren zu werden, wozu denn sonst? Oder eine Sänfte? Das war ja wie eine Dschungelexpedition nur, dass das vermutlich eher die Normalität war. Und die Straßen waren doch gut... bis zum Stadttor. Gut, Kutschen konnte man vergessen.
"Ich korrigiere mich. Sänften, Pferde. Und ja wieso nicht spazieren fahren?" fragt sie nach. Die Schreine draußen irritieren sie etwas und die Baumriesen. Waren das hier animistische Traditionen?
"Was für eien Aufgabe denn, Tante? Auf deiner Plantage? Und besonders viel hat sie mir nicht erzählt. Natürlich dass hier diese Ruinen sind... Aber " sie schürzt die Lippen. "Besonders viel haben wir nicht gesprochen seit ich. Sie war verstimmt." Ja so kann man das auch sagen. "Ich habe mich ein wenig erkundigt, nachdem ich erfahren habe, was sie von mr möchte. Ein paar Namen der wichtigsten Plantageros, dieser besondere Umgang mit dem Sklavenhandel, nur irgendwie scheint das Interesse an Sanitnera außerhalb der Universität eher gering zu sein."

Tag 26, Abend, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Danke ich brauche gerade nichts," meint Boronaya.
Als dann Prospero auftauch muss sie gestehen, dass der Mann sie fasziniert und frustriert. Wie kann man gerade eine Schlacht mit Echsen geschlagen haben und... aussehen als sei nichts passiert. Sie steht auf und nimmt sich heraus ihn zu umarmen. "Nun sie singen Lieder über euch und euren Tiger. Ich wollte sehen wie es dem Helden geht. Und wenn ich euch zu einem Wein verführen kann und es eure kostbare Zeit zulässt vielleicht dazu überreden mir zu erzählen, was da draußen wirklich passiert ist. Die SIchtweise der Questadoren ist doch sehr einseitig." Sie lächelt. "Und ich wollte schon immer einem Helden Gesellschaft leisten."
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.06.2020 08:45

Tag 45, Nachmittags, Anleger, Portas, Santinera (Boronaya)
„Pferde sind ein Luxus, den sich hier nur die wenigsten leisten. Es gibt kaum Wege dafür, jedenfalls nicht auf einer Reisplantage, und das Klima bekommt ihnen nicht. Und Sänften sind etwas für die Metropole. Und ja, mein Kind, Malane hat mich gebeten, dir endlich eine vernünftige Aufgabe zu verpassen. Lass dich überraschen. Also zu Santinera: Es gibt hier drei Familien. Die Salmoranez. Sie haben ein kleines Gewürzimperium aufgebaut, äußerst tatkräftig. Wer ihnen hier in die Quere kommt, stirbt. Sie haben keinerlei Humor.“ Sie lacht, aber es besteht kein Zweifel, das sie das ernst meint. „Die Macalinto. Machen ihr Geld mit Rinderzucht. Der Alte hat über ein halbes hundert Söhne und Töchter mit wer weiß wie vielen Frauen, aber auch wenn er die grobe Linie vorgibt, haben sechs von ihnen seit vielen Jahren das Heft in der Hand. Die Familie hält zusammen wie Pech und Schwefel, samt aller Bastarde, glücklicherweise sind sie ansonsten recht friedlich. Sie verstehen sich aufs Beste mit den Salmoranez. Sorgt für stabile Verhältnisse, führt aber auch dazu, dass keines der großen Häuser in der Stadt einen Fuß auf die Erde bekommt. Nicht, dass der Drang danach groß wäre. Es ist und bleibt ein Nest. Die dritten sind die Gonralas, die einzigen Sklavenhändler hier. Verdienen gut. Der alte Gonralas ist noch im Busch aufgewachsen, mit einem Lendenschurz und Holzspeer, aber sie haben sich ihren Platz erkämpft. Faszinierende Leute. Das sind die drei, deren Wort in Santinera Gewicht hat.
Dann gibt es noch den Club der Pflanzer, wo ich dich beim nächsten Treffen auch vorstellen werde. Eine Reihe ganz interessanter Leute, aber großteils kleine Fische, die es zufrieden sind, auf ihrer Plantage Gott zu spielen. Falls es sowas gibt, sind sie noch am ehesten ein Gegengewicht zu den drei großen Familien.“ Sie fahren ein sehr gemütliches Tempo – wahrscheinlich könnte sie zu Fuß durchaus Schritt halten, trotzdem spürt Valeria schon jetzt trotz Kissen jeden Stein und jede Bodenwelle. „Die Ruinen vergiss erst mal. Das ist was für Glücksritter Questadoren, und die meisten holen sich da nur den Tod. Außerdem ist jetzt Regenzeit, da steht da alles unter Wasser.

Tag 26, Abend, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Über mich und den Tiger? Zuviel der Ehre, wobei der gute Diego sich wacker geschlagen hat. Aber verführen lasse ich mich von euch immer gerne – und sei es nur zu einem Becher Wein.“ Er löst sich mit dem genau richtigen Widerstreben aus ihrer Umarmung und bietet ihr seinen Arm. „Aber vielleicht nehmen wir den auf der Terrasse ein? Wir wollen den eifrigen Sängern nicht noch mehr Strophen liefern.“
So Boronaya darauf eingeht nehmen sie auf der Terrasse im Hinterhof Platz, wo sie sich das erste mal getroffen haben, nur dass sie diesmal den ganzen Hof für sich haben. Maushaber taucht noch einmal kurz auf und verabschiedet sich. „Guten Abend, Gelehrte Dame. Ich habe abgeschlossen, Tadaeus. Schlaft gut und bis morgen.“ „Bis morgen, Tsarabella.“ Latifa bringt einen Krug Wein, Becher und ein paar schnell zubereitete Früchte und kleine Happen und verzieht sich wieder, mit einer Münze zusätzlich bedankt. Prospero schenkt ein und prostet ihr zu. „Was wirklich passiert ist? Ich muss gestehen, der Tod von Senor Onid hat mich ein wenig verstimmt. Es war ein tapferer und aufrechter Streiter, der stets sein Wort gehalten hat. Unsere geschuppten Freunde haben ihn übel zugerichtet. Auch wenn ich ansonsten ein Freund der Mäßigung bin, erlaube ich mir in solchen Fällen, ein klares Signal zu senden. Auch wenn in diesem Fall die Betroffenen wohl keine Lehren mehr daraus ziehen können. Aber die eigentlich Mutigen sind die Questadoren, die ausgezogen sind, ihre Kameraden zu retten. Ich habe nur im Standlager in den Esplanaden gesessen und dann Diego gebeten, jeden Einzelnen der angreifenden Geschuppten zur Wiedergeburt zu verhelfen, wie unsere maraskanischen Freunde es so freundlichen ausdrücken. Diego hat allein einundzwanzig Krieger, drei Marus und einen Schamanen erwischt, und unsere Freunde unter den Questadoren waren ebenfalls nicht faul. Glücklicherweise hat immerhin Signorita Cusi überlebt. Senor Onids Partida hat mir wiederholt als zuverlässiger Schild gedient, möge er eingehen in Kors Paradies.“ Er hebt den Becher.

Tag 45, Mittags, Manana della Suerte (Capitan)
Emilia ist einfach nur froh, bei der 'Befragung' nicht dabei gewesen zu sein und zumindest keine Schreie gehört zu haben. Sie will es gar nicht wissen, und Vecna geht es ebenso. Der Capitan fasst zusammen. „Wir haben hier Angelica Feldmann-Karinor. Geliebte von Jolandrina Bonveccio, jene ist eine Nichte des seligen Don Bonveccio und angeblich seine Erbin.“ „Don Bonveccio ist tot?“ „Es stirbt sich schnell in Al'Anfa. Besonders, wenn man nicht auf seinen Rücken achtet.“ Emilia wird wütend. „Don Bonveccio war ein Ehrenmann, gebildet und freundlich! Hat sie damit was zu tun?“ Der Capitan hebt die Hand. „Habe ich noch nicht erfragt, ist auch nichts, was sie ohne weiteres zugeben würde.“ Emilia verschränkt die Arme. „Und die wollten uns einfach umbringen? Warum?“ „Wohl um wieder an die Plantage zu kommen. Vergiss, dass wir beide Familie und damit Erben haben. Der Plan war, Dich zu einer Unterschrift unter ein Verkaufsdokument zu zwingen und dann dennoch umzubringen.“ Er deutet auf das bei Angelica gefundene Pergament, wo nur noch Emilias Unterschrift fehlt um die Plantage Jolandrina Bonveccio zu überschreiben und zu bezeugen, dass ein gut vierstelliger Dublonenbetrag dafür entrichtet wurde. Emilia schüttelt den Kopf. „Aber das ist doch Schwachsinn. Wir mussten in Santinera auf dem Rathaus gesiegelte Schreiben vorlegen. Das wäre doch sofort rausgekommen.“ Der Capitan lacht. „Kind, den Wisch hätten sie doch nicht hier vorgelegt. In Al'Anfa, bei einem geschmierten Beamten, dem Santinera nichts sagt. Der hätte ihnen dann eine beglaubigte Besitzurkunde ausgestellt, und mit der wären sie dann kommen. Hätte wahrscheinlich auch nicht geklappt, aber in der Metropole denkt man schnell, dass die in einer Kleinstadt das Siegel jedes Schreibens küssen, wenn nur ein Grandenname drauf steht.“ Emilia schüttelt wieder den Kopf. „Das hätte echt funktionieren können?“ „Zumindest bis zu dem Punkt, wo wir beide tot gewesen wären...“ „Ich bring die Schickse um!“ Der Capitan hebt diesmal beide Hände. „Mindert nur ihren Wert.“ Emilia ringt mit sich, zögert dann. „Wie... nachdrücklich...“ „Keine bleibenden körperlichen Schäden. Aber ich musste ihr die Illusion nehmen, als Sonstwie-Karinor könne ihr nichts passieren. Sobald sie das eingesehen hat, hat sie gesungen wie ein Vogel. Schuld ist natürlich angeblich nur die Bonveccio, und sie selber wollte uns gar nicht töten lassen...“ Er zieht eine Augenbraue hoch, und Emilia und Vecna lachen verächtlich. Letztere deutet auf den 'Vertrag', „Taugt der als Beweis gegen die Bonveccio?“ Der Capitan schüttelt den Kopf. „Nur als Indiz für die Absichten Angelicas. Jolandrina Bonveccios Unterschrift und Siegel fehlen ja noch. Wenn wir jetzt Zornbrecht heißen würden, dann könnten wir in der Metropole die feine Dame hochnehmen und mit einem Hellsichtmagier Bekanntschaft schließen lassen. Und wenn der dann die Daumen heben würde, würde man sie solange profan ausquetschen, bis sie das Gewünschte zugibt. Aber so ein Prozess kostet, und ohnehin heißen wir nicht Zornbrecht. Normalerweise regelt man das diskret. Man lässt ein Jahr oder so drüber Gras wachsen und schickt dann wen, der es wie einen Unfall aussehen lassen soll. Zumindest, solange es kein echter Silberberger ist. Da muss man sich vorher absichern...“ Vecna lacht nervös, als er ihre Vorurteile über die Gepflogenheiten in der Hauptstadt bestärkt. „Wie beruhigend.“ Emilia schüttelt den Kopf. „Also sowas ginge bei uns zuhause nicht. Echt nicht.“ Der Capitan legt den Kopf schief und schaut sie nur an. Sie zögert. „Wie?“ Der Capitan lacht. „Zugegeben. In Methumis oder Kuslik selbst vielleicht nicht. Nicht in den besseren Kreisen. Aber wenn Du einem Adligen quer kommst...“ Emilia hält sich die Ohren zu „Lass mir meinen Patriotismus!“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 17.06.2020 17:22

Tag 45, Nachmittags, Anleger, Portas, Santinera (Valeria)
Dass sie eine vernünftige Aufgabe bekommen soll, lässt sie ihre Lippen zusammenpressen. Das heißt ja, dass sie bisher nichts Vernünftiges gemacht hat. Als ob es nichts zählt zu kartographieren oder zu lernen sich zu verteidigen. "Die Salmoranez klingen ja sehr sympathisch. Erinnert mich bitte daran in ihrer Gegenwart auch ernst zu sein." Einen Scherz hat Valeria bisher noch nicht gemacht und man könnte auch vermuten, dass sie nicht gerade bei Gauklern gerlernt hat. "Wieso gibt es nur einen Sklavenhändler? Ich meine ein Monopol in unseren Händen, aber bei anderen?"
Die Bodenwellen versucht sie stoisch zu nehmen. Was bleibt ihr auch übrig? Laufen? Das war jetzt auch nicht besser. "Ein Treffen oder eine formlosere Veranstaltung? Ich vermute jetzt ins Blaue hinein, dass ich mir neben den Ruinen auch die Orgien und andere Vergnügungen der Perle abschminken kann, nicht?" Sie schaut nach hinten zu ihrer Sklavin und zur Stadt, die schon lange nicht mehr zu sehen ist.
"Was baut ihr denn bei euch an Tante?"


Tag 26, Abend, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)

"Nun der Tiger war ein wenig prominenter," antwortet sie ihm schmunzelnd und lässt sich in den Hinterhof führen. "Ihr glaubt wirklich, dass sie darüber noch eine Strophe dichten würden? Ein unschuldiger Besuch einer Kollegin, die einem erfahrenen Kollegen gratulieren will." SIe zwinkert ihm zu. Maushaber nickt sie freundlich zu. "Guten Abend, schön euch zu sehen."
Seine Erzählung dahingegen lässt ihre gute Laune ein wenig schwinden. Diego also... Wieso nannte er den Dämon DIego? "Möge er mit über das Schlachtfeld schreiten" erwidert sie seinen Toast.
"Über dreißig? Vielleicht sogar fünfzig sind dort gestorben?" SIe schüttelt sich. "Solch eine Anzahl ist doch nicht normal, oder? Ist zu befürchten, dass wir jetzt einen wirklichen Krieg haben? Ribaldo will immerhin abwarten. Ich habe ihm nicht davon abgeraten."
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.06.2020 18:22

Tag 45, Nachmittags, Karrenweg in Richtung Grande Serpentina (Valeria)
„Warum es nur einen Sklavenhändler gibt? Weil die anderen gestorben sind, hehe. Nein, kleiner Scherz. Es ist eine Kleinstadt. Die Planatgeros handeln zumeist direkt miteinander, die Macalintos und Salomoranez kaufen direkt in Al'Anfa zu, wenn sie was brauchen, und die Fanas können sich kaum Sklaven leisten, und wenn doch, dann nutzen sie meist die Gonralas als Mittler, um ihnen das Rechte aus Al'Anfa oder von den Plantageros zu besorgen. Die Gonralas sind die einzigen, die von den umliegenden Eingeborenen Kriegsgefangene kaufen dürfen. Sklavenfänger gibt’s hier nicht. Es ist eine kluge Regelung, mein Kind. Es spart den Plantageros eine Menge Kosten, und wenn Du dich mit dem Thema beschäftigt hast, dürftest Du wissen, dass Anoiha-Wildfänge lausige Feld- oder Haussklaven abgeben. Außerdem neigen sie zum Abhauen. Was will ich mit Sklaven, die den Großteil ihres Lebens damit verschwendet haben, zu lernen, wie man im Dschungel überlebt und Leute umbringt? Zuchtsklaven bleiben schön auf der Plantage, ganz ohne Ketten und Palisade.
Als Valeria die Vergnügungen der Perle anspricht, lacht Tante Martinette schallend. „Orgien? Orgien! Woho! Ich sehe schon deutlicher, warum die gute Malane Dich zu mir geschickt hat. Nein, keine Orgien. Obwohl, gesoffen und gevögelt wird hier genug, Auch im Pflanzerclub. Du wirst schon wen finden, wenn Dir der Sinn danach steht, ein paar meiner Jungs im Haus sind nicht unbegabt und können sich benehmen. Und Boris braut recht ordentliches Kürbisbier und brennt einen höllischen Reisschnaps. Beinahe so gut wie der, den es in Santinera gibt. Und das ist es, was wir für den Handel anbauen: Reis. Oh, ich hab auch eine Lehmgrube und eine kleine Ziegelei, sowie eine wasserbetriebene Säge, und unser Gemüse, Schweine und Hühner ziehen wir natürlich auch selber. Aber Reisanbau ist das, was Du hier verstehen musst, wenn Dein Boden nicht für Tee, Tabak oder Kakao taugt. Und der gute Uberto, Travia hab ihn selig, hatte nun einmal eine Reisplantage. Fressen wollen die Fanas immer.“
Sikula hat es sich so bequem wie möglich gemacht und betrachtet ohne sichtliche Gefühlsregung die Landschaft. Es geht über eine Bodenwelle, eigentlich schon eher ein richtiger Hügel, und bergab macht der Weg sogar eine Serpentinenkurve, weil das Gefälle sonst zu stark würde. Dann geht es über eine lange Holzbrücke über einen breiten, schon recht angeschwollenen Fluss und auf der anderen Seite wieder hoch, allerdings deutlich niedriger. Tante Martinette deutet auf eine Abzweigung. „Hier geht es zum ersten unserer drei Nachbarn. Der alte Don Malvosio. Reis und Gemüse. Hat drei Söhne und eine Tochter, die Jungs sind in Al'Anfa, die Tochter wird wohl die Plantage übernehmen. Etwas verstiegen.“ Sie deutet nach vorne. „Uberto hat sich das ganze Land in dem Tal da vorne gesichert. So viel Land urbar zu machen hat ihn weit zurück geworfen, aber es war die richtige Entscheidung – jetzt wäre es nämlich weg. Jedes Jahr wird eine neue Plantage errichtet, gen Westen hin die weiteste liegt fast sieben Stunden weit weg, im Süden noch weiter. Wir hier im Norden sind eingerahmt. Das Land jenseits des Grenzflüsschens hat sich so ein Maraskaner unter den Nagel gerissen, denen liegt der Reisanbau im Blut. War nichts zu machen. Seine ganze Mischpoke hat er aus Al'Anfa hierher geholt. Unmöglicher Kerl. Jilaziber Alrikjsan. Immerhin fleißig.“ Sie nimmt einen Schluck aus ihrem Flachmann und reicht ihn Valeria. Falls die einen Schluck nimmt, dann nimmt es ihr beinahe den Atem. Scharf gebrannt und hochprozentig. Nicht schlecht, aber das genaue Gegenteil eines edlen Tropens. „Die dritte liegt hinter der Hügelkette da. Donna Volantia. Hat sich den Macalintos an den Hals geworfen. Hat auch ordentliche Hanglagen und kann daher zusätzlich zum Reis Tee anbauen. Besseres Wasser hat sie auch, verdammter Glückspilz. Außerdem hat sie einen kleinen Steinbruch. Ihr Mann Guilo steht völlig unter ihrem Pantoffel. Drei Töchter und schon ein paar verzogene Enkel. Haben einen Macalintobastard als Schreiber, charmanter Junge. Mit Donna Volantia müssen wir uns immer gut stellen, denn sie hat den besten Zuchtstier, den Gerüchten nach ein Geschenk vom Alten, von dem auch ihre Jüngste stammen soll.“

Tag 26, Abend, Weißer Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Prospero lacht. „Zu unschuldig hoffe ich doch nicht, wo der Abend noch so jung ist.“ Er prostet ihr zu. „Ich glaube nicht, dass Ribaldo und Alpacina sich darüber Sorgen machen müssen. Solange die Dörfer der Achaz und die Plantagen der Menschen nicht angegriffen werden, gibt es keinen Krieg. Dass jener Schamane die Krieger von drei, eher vier Dörfern ins Verderben geführt hat, werden die jeweiligen Häuptlinge und Ältesten, auch die anderen Schamanen nicht gerade mit Enthusiasmus aufnehmen. Sie haben etwas versucht, und es ist ihnen furchtbar auf die Füße gefallen. Außerdem liegt ihr Fokus auf dem Krr-Tnch-Tonch Tempel. Das Säulenfeld interessiert sie anscheinend nicht. Aber ich schätze, ohne magische Hilfe kann Ribaldo weder seine Statue noch das Relief freilegen.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 17.06.2020 21:42

Tag 45, Nachmittags, Karrenweg in Richtung Grande Serpentina (Valeria)
Ja, das hatte sie bemerkt, aber sie hatte eher damit gerechnet, dass man hier Sklaven kaufte. Aber die Tante hatte auch recht. Es war einfacher sie zu züchten, was sie auch einen kurzen Platz zu ihrer Leibsklavin werfen lässt. Am besten mit einem Magier. Natürlich. Die liefen hier vermutlich einfach so herum.
Als ihre Tante bei den Orgien loslacht, schaut sie erst ohne Verständnis und wird dann rot. "So... Nein ich meinte Feste und ... Ich meine so etwas wird es doch geben? In der Stadt..." Sie seufzt. Eigentlich kann sie Frage selbst beantworten. Eine Erntedankfest vermutlich. Und irgendwelche heimlichen Ecken für die Jugend. Bei Rahja. Man war doch nicht mal eine Woche von Al'Anfa entfernt. Wie war das dann noch weiter weg?
Und als sie die drei Nachbarn beschreibt, ist sie sich sicher. Das war wirklich nicht einfach ein kleiner Denkzettel. Nein, sie hatte ihre Mutter wirklich verärgert. Nun gut zumindest blieben ihr hier die Verehrer erspart, stiernackig, dümmer als Selemer Sauerbrot oder mit nichts anderem als Orgien und Spaß im Sinn. Oder noch schlimmer, die Karrieristen, die in einer Karinor eine Stufe nach oben sahen.
Erstaunlicherweise scheint sie die Erzählung zur Landwirtschaft und den anderen Dingen tatsächlich zu interessieren. Und so nimmt sie ohne groß nachzudenken den Flachmann und setzt zu eine ordentlichen Schluck an, was ihr dann tatsächlich den Atem für einenMoment raubt und sie kurz husten lässt. "Bei Rahja. Ist das der..." sie hustet noch einmal "der Reisschnaps dieses Boris?" Die Beschreibungen der drei Plantagen lassen sei nur nicken, keine wirklich interessant. In Gedanken war sie sowieso schon eher dabei sich die mechanische Säge vorszustellen. Wenn es da einen Fluss gab, dürfte es ja auch kein großes Problem sein ein paar Sachen zu bauen, die einem bei der Arbeit halfen. So sehr sie die Horasier auch hasste, aber ... sie hatten da doch Sachen, die nicht dumm waren. Bastarde. Im letzten Moment unterdrückt sie die Frage nahc dem Zuchtstier und der Frage, wozu sie den den brauchen ohne Rinder. Das direkte Sklavengeschäft oder gar das züchten war ihr dann doch erspart geblieben.



Tag 26, Abend, Weißer Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ihr meint, dass sie euch mehr Strophen widmen, wenn wir noch eine Weile plaudern? Ich denke ihr müsst entscheiden, wie unschuldig der Abend ist und bleibt," bemerkt sie lächelnd. "Was ihnen an dem Tempel so wichtig ist, verstehe ich auch nicht. Aber mit Ribaldo habt ihr recht." Sie zuckt mit den Schultern. "Ich glaube sie setzen viel Hoffnung auf euch. Zumindest was das Relief angeht. Bei der Statue... ich kann sie mit Zauberzeichen unterstützen, aber das Bergen an sich ist nicht mein Schwerpunkt." Ihr Blick wandert in Richtung Sumpf. "Aber es beruhigt mich, dass ihr nicht von einem Vergeltungsschlag ausgeht. Ich... kenne die hieisigen Achaz zu wenig um das zu beurteilen."
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.06.2020 22:19

Tag 26, Abend, Weißer Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Ich bin mir auch nicht sicher. Vielleicht liegt es daran, dass Arena und Tempel noch recht gut erhalten sind. Oder weil es ihr Kriegsgott ist, dessen Zorn sie besonders fürchten.“ Er zuckt mit den Achseln. „Was das Relief angeht, so denke ich, ich habe eine Möglichkeit. Ich kenne da jemanden. Sie ist allerdings ein wenig.. exzentrisch. Aber so nahe am geweihten Grund... es gibt Sachen, die sollte man einfach nicht tun, daher scheiden die meisten meiner üblichen Kontakte rundweg aus. Weder würde es ihnen gefallen, noch das Wohlwollen der Jungen Göttin erregen. Was die Statue angeht... sie steht definitiv auf geweihtem Grund. Ich denke, Prinzessin Catrina könnte da behilflich sein. Ich kann nicht beurteilen, wie geübt sie ist, aber sie repetiert offenbar den Elementarer Diener-Cantus vor dem Schlafen gehen.“ Er lächelt. „Die meisten jungen Damen haben eine Schwäche für Katzen.“ Er beugt sich vor. „Allerdings fürchte ich, dass Prinzessin Catrina sich in Fragen von möglichen Sumpfabenteuern vollständig an die holde Laila hält. Und die bekommt gewiss heraus, wie ihr zu Ribaldo steht.“ Er legt den Kopf schief, und Boronaya hat das Gefühl, dass ihr eine Prüfung gestellt wird. „Ich mache euch ein Angebot, meine Liebe. Ich kümmere mich um das Relief, wenn ihr es schafft, euch mit Laila auszusöhnen. Nun schaut nicht so. Ich kenne die bewundernswürdige Sefira seit bald über zwanzig Jahren. Ihr Credo ist, dass man nur allein auf der Spitze des Turmes stehen kann. Bisher waren alle ihrer Meisterschüler bis aufs Blut miteinander verfeindet. Eine Maga macht aus, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind, und eine wahre Maga ist allenfalls Puppenspielerin, aber niemals Marionette.“ Er zwinkert.
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 17.06.2020 23:48

Tag 26, Abend, Weißer Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ja, manche Dinge sollte man nicht tun. Und sie als Chimärologin... war nun auch nicht gerade das Paradebeispiel dafür, wie man die junge Göttin ehrte. Wobei man in ihren AUgen schon unterscheiden sollte ob man dämonische Kräfte nutzt oder sich ihnen hingibt.
Sein Vorschlag lässt sie Seufzen, vor allem da sie selber nicht so genau weiß, wie sie zu Ribaldo steht. Ob das mehr ist? EIn Zeitvertreib? Und wenn mehr, was das heißt. "Ich habe seit einiger Zeit die Vermutung, dass unsere... Abneigung nicht nur auf unserem Mist gewachsen ist,entschuldigt bitte die Worte. Aber..." sie schaut sich auf die Finger und es sind diese Momente in denen man merkt, dass sie schlicht noch sehr jung ist, wo einiges ihres Bravados abfält. Sich mit Laila aussöhnen? Ging das? Und die andere Frage war, wer im Moment gerade an ihren Fäden zieht.
"ich bin mir nicht sicher ob eine Aussöhnung so leicht gelingen wird, oder überhaupt. Dafür sind einfach zu viele... Dinge vorgefallen." Sie beißt sich auf die Lippen. "Aber auf der anderen Seite teile ich eure Einschätzung und ich wage zu bezweifeln, dass Ribaldo das alleine schafft." Sie kämpft mit sich und es kostet sie sichtlich Überwindung allein den Gedanken zuzulassen. "Gut. Ich werde es versuchen..."
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 18.06.2020 13:23

Tag 26, Abend, Weißer Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Natürlich ist es nicht leicht. Wenn es leicht wäre, bräuchte es keinen Magier.“ Prospero erhebt sich und tritt hinter sie, legt seine Hände auf ihre Schultern. „Aber ich bin sicher, ihr schafft es, einen Anfang zu machen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse reift gerade bei Hochbegabten oft betrüblich spät: Wenn Magier ihre Kräfte vereinen, multiplizieren sie ihre Fähigkeiten.“ Er massiert leicht ihre Schultern, und sie spürt dort die Anspannung des Tages weichen. „Ihr braucht ja nicht nur was, ihr könnt ja auch etwas bieten.“

Tag 45, Nachmittags, Karrenweg in Richtung Grande Serpentina (Valeria)
„Ja, da steckt noch Arbeit drin. Bislang war Boris Berufung eher, irgendeinen Alkohol zu produzieren, wo es keinen gab. Ihn auf Qualität zu trimmen ist nicht einfach. Der Kerl ist wie eine Naturgewalt. Erst, seit ich ihm eine Frau verpasst habe, zieht er langsam eine gerade Furche.“ Das Land wird jetzt flacher, dann kommen sie an einen kleinen Fluss, der wohl normalerweise eher ein Bach ist, und hier gabelt sich der Weg. Tante Martinette biegt nach rechts ab, und hinter einer letzten Bodenwelle erstrecken sich vor ihnen weite Reisfelder, soweit das Auge reicht. Der Karrenweg führt auf ein Hügelchen, wo ein weiß verputztes, mit roten Ziegeln gedecktes Wachhäuschen mit ebenfalls weiß verputzter, niedriger Umfassungsmauer und einem großen gemauerten Torbogen den Beginn der Plantage markiert. Das Haus beherbergt wohl eine Pförtnerfamilie, keine Wachen, und ein Junge läutet eine Glocke, um die Ankunft der Herrin zu verkünden. Der Rest der Familie – Mann, Frau und frei weitere Kinder erwarten sie sauber aufgereiht, auf ein Knie herunter gegangen, die Hand vor der Brust und den Kopf gesenkt. „Willkommen zurück, Donna! Willkommen auf Grande Serpentina, Signorita Valeria!“ Signorita. Nicht Donna. Soso. Hier gibt’s wohl nur eine Donna. Tante Martinette grüßt leutselig durch ein Tippen an ihren Strohhut und hält den Karren an. „Gib es Neues, Benno?“ Der Mann behält seine Haltung bei. „Loris musste wegen Faulheit bestraft werden. Im Westen hat ein Alligator wieder ein Loch in den Schutzzaun gedrückt, allerdings von innen. Es sind ziemlich viele, Donna, Ich zählte zwei Dutzend und drei. Im Norden baut Don Alrjiksan eine Hütte und ein Gerüst am Oberlauf des Flusses, es mutet wie eine Reuse an.“ „Der Hundsfott! Stiehlt mir meinen Fisch! Den kaufe ich mir!“ Martinette schüttelt den Kopf. „Loris, eh? Dachte wohl, nur weil ich einen halben Tag weg bin, kann er die Beine hoch legen. Gut, Benno, weitermachen!“ „Danke Donna.“ Sie schnalzt und es geht weiter.
Der Karrenweg ist hier besser, aber der Grünstreifen auf der linken Seite mutet Valeria unnötig breit an – da würde locker noch ein zweiter weg hinpassen, und hier ist er wieder als Palmenallee ausgeprägt. Die Plantage ist sehr gut in Schuss, geradezu vorbildlich. Nach gut hundert Schritt kommen sie auf eine weitere Insel im Reisfeldermeer an, und hier stehen weitere weiss getünchte, ziegelgedeckte Gebäude. Das längste ist eine anderthalbstöckige Baracke, wohl die Unterkünfte für die Sklaven. Ihnen gegenüber ein erstaunlich grosses Peitschenhaus – was anderes sollte es sein, mit den Pfählen, den Schwitzkästen? Im hinteren Bereich, wo ein kleiner, durch Dämme eingefasster Fluss an der Insel entlang führt, eine Tretmühle, wohl eine Strafstation zum Wasserpumpen, derzeit leer, aber gut in Schuss. Links und rechts des Peitschenhauses sind je ein halbes Dutzend kleine Häuser mit Gärtchen, wohl Freigelassenenunterkünfte. Das letzte Haus auf der linken Seite ist das Wachhaus, wie alle anderen weiss verputzt und ziegelgedeckt, aber unbefestigt.
Beiderseits der Strasse haben sich die Sklaven versammelt, in derselben Pose wie schon die Pförtnerfamilie. Über hundert, schätzt Valeria so auf einen Blick. Sehr viele Schwangere. Verheiratete tragen eine Tunika, unverheiratete nur ein Brustuch und ein Röcklein, bei den Männern gibt es eine ähnliche Kleiderordnung. Ein Dutzend Vorarbeiter, die meisten von ihnen Frauen. Sechs Wachen, bis auf eine recht hübsche, nicht mehr ganz junge Utulu, Männer, aber die Utulu ist ausweislich einer bestickten Weste die Oberaufseherin. Danach schlängelt sich der Karrenweg noch einmal gut fünfzig Meter zu einer höheren Insel in den Reisfeldern. Und da befinden sich wohl das Haupthaus, die Vorratsgebäude, die Destille und das Kontor, schon aus der Ferne recht ansprechend. Nach Westen biegt vor dem Wachhaus ein Palmengesäumter weg ab, der zu weiteren Gebäuden führt, und da Valeria offene Schuppen mit Ziegel und Bretterstapeln erkennen kann, ist das wohl der Werkstattbereich. „Willkommen zurück Donna! Willkommen auf Grande Serpentina, Signorita Valeria!
DSA_Santinera_GrandeSerpentinaSklavenunterkuenfte_iso.jpg
DSA_Santinera_GrandeSerpentinaHaupthausHafenDestille_iso.jpg
(Ist nur ein erster Eindruck - sollte eigentlich viel mediteraner wirken und nicht so barackig)
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 18.06.2020 17:24

Tag 26, Abend, Weißer Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ja, an sich stimme ich euch zu. Es ist nur nicht hilfreich, wenn man bei der Zusammenarbeit immer das Gefühl hat, nach dem Dolch suchen zu müssen," gibt sie zu. "Aber ich denke ein Versuch kann nicht. Wobei ihr mir verraten müsst, was genau ich bei der Statue mit einbringen kann, außer, dass ich weiß wo sie liegt. Lailas und meine Spielart der Magie ist da... wenig zielführend," meint sie bescheiden und genießt seine Hände. "Eigentlich bin ich doch gekommen um dem Helden mit dem Tiger zu verwöhnen." Was vom Ton her ganz und gar nicht heißt, dass er aufhören soll.

Tag 45, Nachmittags, Karrenweg in Richtung Grande Serpentina (Valeria)

Schon von den Feldern war sie zumindest ein wenig beeindruckt. Das sah gar nicht verkehrt aus und ein bisschen etwas verstand sie davon ja auch. Immerhin durfte sie einige "Sommerfrischen" irgendwo auf dem Land verbringen, wenn Mutter mal wieder Wichtigeres zu tun gehabt hatte.
Als sie dann begrüßt wird, lächelt sie freundlich, wobei ihr das fehlende Donna auffällt. Aber weder war es schicklich jetzt hier eine Szene zu machen, noch rechnete sie sich viel Erfolg aus. Aber darüber würde sie dann mit ihrer Tante schon sprechen müssen. Bei allem, was Recht war, sie war keine Pflanzerin sondern eine Karinor.
"Tante, wieso habt ihr denn da links so einen breiten Grünstreifen? Wäre ein breiterer Weg nicht besser," fragt sie daher auf dem Weg zum Haupthaus, auch um ein wenig die Zeit zu vertreiben.
Das riesige Peitschenhaus sticht ihr natürlich ins Auge und sie wirft einen kurzen Seitenblick zu ihrer Tante. War sie von der Sorte Plantagera? Die Gefallen daran fand ihre Sklaven richtig ranzunehmen? Auch vor dem Haupthaus nickt sie den Sklaven freundlich zu. Alveran waren das viele. Naja zum Glück würde sie nur mit ein paar davon zu tun haben. Und dieser Maraskaner war jetzt schon zum zweiten mal aufgefallen. Ein Problem...
Fear cuts deeper than swords.

Jadoran
Moderator/in
Moderator/in
Posts in diesem Topic: 1184
Beiträge: 10705
Registriert: 14.11.2014 10:06

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 18.06.2020 19:07

Tag 26, Abend, Weißer Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Prosperos Hände nutzen die bekannten Einfallstore, und sie spürt trotz des ihr in den Knochen sitzenden Tages einen Erregungsschub. „Oh, das höre ich gerne. Vielleicht verlagern wir unsere Unterhaltung in meine bescheidenen Gemächer?“ Seine Finger sorgen für ein angenehmes Kribbeln. “Außer, dass ihr wisst, wo sie liegt? Das ist bei Ausgrabungen so ziemlich der wichtigste Punkt. Wenn die Prinzessin auf die Schnelle eine aufregende und erfolgreiche Expedition erleben will, die zudem nicht zu gefährlich ist... wer kann ihr das denn momentan bieten?“ Es fällt wirklich schwer, sich zu konzentrieren, wenn man so verwöhnt wird. „Ich fürchte fast, ich muss noch einmal streng mit euch sein. Eure eigene Verhandlungsposition so zu unterschätzen! Und was meint ihr, wie wird die holde Laila reagieren, wenn ihr sie um Hilfe bittet?“ Das ist einfach: Boronaya kennt sie dann doch genug. Sie wird vor Stolz beinahe platzen – sofern sie nicht fürchtet, von ihr in eine Falle gelockt zu werden.

Tag 45, beinahe Abends , Grande Serpentina (Valeria)
„Ein breiterer Weg? Wozu sollte das gut sein?“ Martinette lacht, so als ob sie ein Geheimnis wüsste, das Valeria noch erraten muss. Die Tante hält erst vor dem Wachhaus an, und die Utulu erhebt sich, tritt an den Wagen, und nimmt wieder Demutsposition ein. „Willkommen zurück, Donna Martinette. Willkommen, Signorita Valeria.“ Sie hebt den Kopf. Mehr als nur durchschnittlich kräftig und prächtiges, lockiges Haar. „Das ist Kusu, meine Oberaufseherin. Ein gutes Mädchen. Wie war das mit Loris?“ „Tonku hat ihn gemeldet, er hat Sica von der Arbeit abgehalten und geschwatzt. Ich hab ihm sechs gegeben.“ „Dann gib ihr auch noch drei. Zum Schwatzen gehören zwei. Aber zieh kein Blut.“ „Verstanden, Donna. Soll ich sie holen oder...“ „Du weißt doch, ich will das Geheule nicht im Haus hören. Erledige das drüben.“ Der Daumen zeigt zum Peitschenhaus. „Verstanden, Donna.“
Tante Martinette schnalzt wieder und sie fahren weiter, in Richtung des Haupthauses. „Ich bin wirklich nicht grausam, aber die Sklaven brauchen eine feste Hand, sonst tanzen sie Dir auf der Nase herum. Die kleine Sica ist ganz aufgeweckt, ich stell sie dir vor, sie wird dir noch nützlich sein.“ Sie kommen auf der 'Hauptinsel' an, hier steht ein wirklich großer Baum mit gleich drei Schreinen davor: Peraine, Tsa und, zwar weiter hinten, aber deutlich älter und aus Holz anstatt gemauert, wieder so ein Geisterhäuschen. Zur Linken befindet sich die Destille, ganz eindeutig, und dazu gehört eine veritable, zum Platz hin offene Taverne. Davor warten aufgereiht eine hübsche kleine Anoiha mit drei Kindern, schon auf ein Knie herab, ein Urvieh von einem Bornländer, der erst mit einem Hutschwenken grüßen will, bevor ihn seine Frau am Hemd zupft, ihm scharf etwas zu zischt, was ihn dann auch aufs Knie herab bringt. Martinette tippt an ihren Hut. „Boris, Falls Du raten musst.“
Dreck vorbeischwimmen lassen

Benutzeravatar
Chephren
Posts in diesem Topic: 721
Beiträge: 11980
Registriert: 25.04.2007 11:23
Wohnort: Rottweil

Auszeichnungen

Errungenschaften

Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 18.06.2020 22:09

Tag 26, Abend, Weißer Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ja, aber das... wissen..." Wenn der Molch geht wirklich niemand mehr außer Palandrine. Und die wird vermutlich auch gehen. Sie schaut über die Schultern zu ihm und muss grinsen. "Aber damit habt ihr glaube ich recht. Manchmal muss man mich ganz besonders streng daran erinnern, mich nciht unter Wert zu verkaufen."
Ja, Laila würde sich überschlagen ihr zeigen zu können, was sie kann. Außer sie befürchtet eine fiese Falle. Oder Konkurrenz.
Tatsächlich drängt sich die Frage gerade ein wenig auf, wie viel der Konkurrenz Sefira über die Jahre... selbst gefördert hat. um sie mehr anzutreiben. Um sie dazu zu animieren, den anderen auszustechen. Sie lächelt verschmitzt. "Ja ich denke besonders streng, für das was ich nicht gesehen habe..."


Tag 45, beinahe Abends , Grande Serpentina (Valeria)

"Größere Wägen? Benutzt du eigentlich diese Tretpumpe um das Wasser zu fördern? Wäre ein Aquädukt oder ein Wasserrad mit Saugpumpe nicht einfacher?" Nicht zu wissen, was dieser Grünstreifen soll, fuchst sie sichtlich. Der Oberaufseherin nickt sie zu, ist aber sichtlich in Gedanken über etwas.
Aber zumindest bekommt sie am Rande mit, dass ihre Tante scheinbar doch keine Freude daran hat die Sklaven auspeitschen zu lassen. Dass es notwendig ist, keine Frage, aber irgendwie... hatte sie für die Züchtigung an sich nie den Magen gehabt. Auf dem Silberberg funktionierten die Sklaven einfach, da war das selten notwendig. Oder diskreter auf jeden Fall.
"Wozu nützlich, Tante," fragt sie dann und schaut kurz irritiert zu dem dritten Schrein. "Die sind auch draußen. Ist das von den Eingeborenen?"
Sie muss fast ein wenig grinsen, als Boris sie so begrüßen will. "Das hätte ich wirklich fast nicht erraten. Ich meine den einen Nordländer unter den Sklaven zu entdecken. Hast du ihn gekauft, oder ist er ein Freier?"
Fear cuts deeper than swords.

Antworten