DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
Jadoran
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.05.2020 09:03

Tag 21, Abends, Nahe der Garküche Tulamns an der Brücke zu Magnolia, Sandalia, Santinera
„Ihr überschätzt mich, meine Liebe. Mein Verdienst, wenn es eines ist, liegt allenfalls darin, den Kollegen den gemeinsamen Nutzen aufgezeigt zu haben, wenn wir uns tatsächlich mit dem gegenseitigen Respekt begegnen, den uns die Gilde nahelegt, und zusammenarbeiten, wo es förderlich ist. Auch wenn es von einem Illusionisten kommt, Teuerste, vergesst nie: Macht ist nur eine Illusion. Herrschaft kann langfristig nur im Einvernehmen mit den Beherrschten ausgeübt werden, sonst ist sie dem Untergang geweiht.“ Er lacht. „Aber lasst uns an einem so schönen Abend nicht zu philosophisch werden. Sollte es euch jedoch gefallen, eure Erziehung von mir verbessern zu lassen, so stehe ich euch gerne hilfreich zur Seite.“ Er zwinkert ihr zu und senkt verführerisch seine Stimme. „Wenn es nötig ist, gerne auch noch einmal auf dem Heimweg an einem geeignetem Ort.“ Seine beinahe geflüsterten Worte bewirken bei ihr einen Erregungsschub, den man ihr hoffentlich nicht ansieht. „Und was das zaubern angeht: Auch wenn die weise Hesinde unsere Schutzherrin ist, so schadet es nicht, auch dem Großen Mungo unseren Respekt zu erweisen.“ Man soll sich nicht erwischen lassen. „Hättet ihr ihn weiter vor der Garde fliehen lassen, so hätten sie ihn spätestens im Hafen gestellt und sich gewiss mit ihren Stiefelspitzen dafür bedankt, ihnen so viel Arbeit gemacht zu haben. Santinera ist wie eine Insel, die man nur mit dem Schiff verlassen kann. Jedenfalls, wenn man ein einfacher Schreiber ist. Er konnte rennen, so viel er wollte. Sobald die Garde begann, ihn zu jagen, hatte er schon verloren. Ihr hättet nur zusehen müssen...“ Er teilt den Rest des Kruges auf ihre Becher auf und prostet ihr dann zu.

Tag 42, nachmittags, Manana della Suerte (Capitan)
Schritte auf der Stiege und ein höfliches Klopfen gegen das Geländer lenken ihn ab, und dann taucht Kongou auf, die ihm seinen Kaffee bringt. Sie trägt nur ihre Tunika, und auch wenn die theoretisch alles Notwendige bedeckt, lenkt es trotzdem seinen Blick auf ihre nackten Beine. Sie geht auch nicht in die Knie, um ihm den tönernen Becher mit dem Kaffee zu reichen, sondern beugt sich tief herunter, was ihm durchaus gefällt, denn mit der Schnürung hat sie es wieder nicht so eng genommen. „Danke, meine Schöne. Das ist jetzt genau das Richtige!“ Sie steht ja ohnehin für einen Klaps perfekt, und so bringt er ihn gleich an. Sie kichert, und er stellt fest, dass seine Hand auf ihrem Po liegen geblieben ist und sich nun unter den Saum ihrer Tunika geschoben hat. Er reißt sich zusammen und zieht sie zurück, obwohl es ihr augenscheinlich zu gefallen scheint. „Ist das die Karte des Anwesens, Capitan?“ „Ja. Kannst Du Karten lesen?“ Kongou schüttelt den Kopf. „Ich kann weder lesen noch schreiben, Capitan. Aber ich erkenne die Kanäle und den Fluss. Dann ist das da die Kupfermine der Macalinto?“ Sie kniet sich neben ihn. Lesen und schreiben kann sie vielleicht nicht, abstrakt denken aber schon. Nicht dumm, die Kleine. „Genau.“ „Nahe bei meinem Dorf gab es eine Mine, wo Kupfer und Edelsteine abgebaut wurden.“ Der Capitan merkt auf. „Edelsteine?“ „Beim Kupfererz gab es wohl einiges an Türkisen und Malachit. Und was, was wie Azur klang.“ „Hmm. Danke.“ Er unterstreicht seine Wertschätzung durch einen weiteren Klaps. Sie kichert. „Soll ich die Tunika ausziehen?“ Wieso nicht? Der Vorschlag kommt ja von ihr. „Nur zu.“ Sie kreuzt die Arme vor der Brust. „Azurit vielleicht? Die Steine? Dann ruhig alles.“ Sie gehorcht und legt auch ihr Höschen ab, verschränkt dann die Arme hinterm Rücken, sich perfekt darbietend. „Ja, ich glaube schon. Azurit...“ Sie kaut auf dem Wort herum. „Ja. Ich glaube schon. Es wurde für Farbe gebraucht, wenn ich mich richtig erinnere. Ich war damals noch klein. Man hat immer nur sehr wenig gefunden.“ Für sehr teure Farbe. Seine Hand begibt sich auf Erkundungstour, und Kongou genießt es mit geschlossenen Augen. „Ein nützlicher Hinweis, meine Schöne.“ „Ich bin euch gerne zu Diensten, Gebieter.“ Sie kichert, als er sich einer kritischen Zone nähert. Mit ihm macht es wenigstens richtig Spaß. Er lässt sich Zeit und ist nicht grob. Die rauen Kerle auf dem Schiff hielten sich immer nur irgendwo fest und rammten ihn rein, so fest sie konnten. Und meistens waren sie auch noch besoffen. Gut, sie selbst meistens auch, aber... so ist das viel schöner.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.05.2020 11:54

Tag 21, Abends, Nahe der Garküche Tulamns an der Brücke zu Magnolia, Sandalia, Santinera
"Aber auch eine Illusion ist nur dann erfolgreich, wenn man sie aufrecht erhält und sie glaubwürdig ist, oder? Wir ihr schon zu mir sagtet: Stellt euren Verdienst nicht unter den Scheffel. Einen Haufen Magier zu etwas zu bringen ist vermutlich schwieriger als einen Achaz zum Feqz-Glauben zu bekehren.
Bei seiner Kritik wird sie rot. "Können wir uns darauf einigen, dass ich ein wenig... voreilig war und nicht alles durchdacht habe. Mir fehlt noch ein wenig eure Abgeklärtheit. Aber ich werde mit merken den Mungo auch zu ehren." Eine schöne Umschreibung dafür, dass sie manchmal ziemlich aufbrausend sein kann. Dann beugt sie sich vor. "Ja ich glaube, es würde mir gefallen, wenn ihr bei meiner Erziehung ein wenig nachhelfen könntet. Ich denke ihr habt da ein geeignetes, strenges Händchen," flüstert sie.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.05.2020 13:30

Tag 21, Abends, Durch die Gassen → Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
„Impulsivität ist das Vorrecht und der Schmuck der Jugend.“ Prospero bietet ihr seinen Arm. „Und ich sehe schon, ich werde zuweilen ein wenig Disziplin walten lassen müssen.“ Es ist noch gar nicht so schrecklich spät, aber der sich ankündigende Regen hat bereits die Gassen und Plätze geleert. Sie spazieren geruhsam die großteils dunklen Gassen entlang, und langsam verwandelt sich ihre Erregung in eine wohltuende, zufriedene Müdigkeit. Es war dann doch ein ereignisreicher Tag. Prospero begleitet sie zurück bis zur Herberge Arangenbäume, verabschiedet sich allerdings an der Haustür.

Ihre Partida sitzt noch im Hinterhof am Tisch unter der Veranda, es ist ja auch noch vor der elften Stunde, und beschäftigt sich bei einem Krug Wein mit der Pflege ihrer Ausrüstung und Näharbeiten. Jucho begrüßt sie gleich mit der Nachricht, das Fortschreitter und Siana eine Nachricht geschickt haben, dass er wegen des Wetters erst übermorgen rausfahren wird, und dass er sich darauf eingelassen hat. „Dann wird morgen wohl ein Ruhetag. Wenn's echt schütten sollte, brauchen wir auch gar nicht erst auf Jagd.“ Makita hingegen ist an etwas anderes interessiert, und hat trotz Waschen und Kämmen den richtigen Riecher. „Setz Dich zu uns und erzähl uns von Deiner Bestrafung. Wie wars? Wenn's zu aufregend wird, kann Bule sich ja die Ohren zuhalten.“ Der wird prompt rot, muss dann aber auch lachen. Jucho winkt ab. „Sowas haltet mal schön unter euch Mädels. Wobei..“ „Gucken würdest Du wohl gerne!“ Er bekommt von seiner Schwester eine Kopfnuss.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 10.05.2020 20:31

Tag 21, Abends, Durch die Gassen → Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
"Ja, wenn man es so sieht, kann ich mich über mangelnden Schmuck nicht beklagen..." gibt sie mit etwas Selbstironie zurück. Plaudert noch ein wenig mit ihm, bevor er sich verabschiedet. "Sollen wir morgen das mit dem Geld machen?" fragt sie nach. "Wenn ihr Zeit und Muße habt."

SIe begrüßt die anderen freundlich und mit guter Laune. Beim Hinsetzen gibt sie sich Mühe sich nichts anmerken zu lassen. Eigentlich könnte sie das ja mit einem Handstreich heilen, aber sie musste feststellen, dass sie es genoss. "Das ist doch auch nciht schlecht. Ausrüstung pflegen, ich müsste auch mal etwas schreiben..." Bei der Nachfrage nach der Bestrafung muss sie ein wenig grinsen. "Ich muss euch jetzt aber nicht meinen Hintern zeigen, um zu beweisen, dass ich da war. Ich würde sagen, dass ich es hätte schlimmer treffen können. Aber er weiß schon wie man mit einm Brabaker Rohr umgehen muss..." Die Betonung des Brabaker Rohrs ist vielleicht eine Spur zweideutig aber sie lächelt vollkommen unschuldig.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 10.05.2020 21:44

Tag 21 Abends → 22 früh morgens, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
„Kurz vor Mittag wäre am besten – ich habe mir sagen lassen, es solle gegen Mittag kurz aufklaren.“ Prospero verneigt sich und wünscht ihr dann, als sie sich trennen, eine Gute Nacht.
Ihr Partida wird durch Boronayas Auskünfte nur neugieriger. „Oho, so richtig mit dem Stock? Das hätte ich ja gar nicht gedacht. Nun, warum soll es Magierinnen anders ergehen als uns gemeinem Volk.“ Makita lacht gutgelaunt. „Aber sehen heißt glauben! Ich hab vom Nähen bei Funzellicht eh die Nase voll, und morgen Vormittag haben wir wohl Zeit. Also kannst Du auf Deiner Kammer mal zeigen, was Du erdulden musstest.“ Die Jungs akzeptieren amüsiert, dass sie wieder einmal leer ausgehen. Auch Jucho legt sein Messer, dessen Scheide er mit Wachs und Öl gepflegt hat, beiseite und erhebt sich. „Gehen wir ins Bett. Wir prüfen trotzdem das Schwarze Brett morgen früh – vielleicht ist eine Eskorte drin.“ „Menno!“ Jucho lacht. „Willst Du was zum Vergleichen vorzeigen können, Makita?“ Seine Schwester unterstützt ihn. „Ich halte sie fest!“ Makita lacht, nicht einmal minimal eingeschüchtert. „Bin ja schon brav.“ So trennt man sich. Makita und Tonarev rücken Boronaya auf die Bude, Jucho und Bule ziehen sich auf ihre Kammer zurück. So Boronaya mitspielt, beäugen sie das Ergebnis von Prosperos Anstrengungen kritisch. „Mehr als letztes Mal, aber... Prügel ist was anderes, das ist Dir hoffentlich klar? Das sieht man ja übermorgen schon nicht mehr!“ „Wahrscheinlich altersschwach, der Arme.“ Makita schnüffelt. „Hmm... ich denke, ich hab das mit dem Rohr unten doch richtig verstanden. Wenn das mal keine neun Monate hält.“ Sie grinst breit.
Draußen beginnt es tatsächlich zu regnen, und beim Frühstück sieht es immer noch so aus, als habe sich Efferd entschlossen, Nägeln mit Köpfen zu machen und Aventurien, oder zumindest Santinera absaufen zu lassen. Ein richtiger Regenzeit-Regen.

Tag 42, nachmittags, Nordwestlicher Stichhafen Manana della Suerte (Emilia)
Vecna seufzt. „Wieso haben wir das bei unseren bisherigen Rundgängen am Zaun nicht gesehen?“ Emilia zieht eine Grimasse. Sie war hier noch überhaupt nicht,. Diesen, am weitesten entlegenen Teil hat sie bei ihren Rundgängen bisher immer ausgelassen. Sie bräuchte wirklich ein Pferd. Es dauert ja sonst den ganzen Tag, ihre Ländereien zu umrunden. „Keine Ahnung.“ Es ist schon peinlich. Der Bach, der den Kanal speist, ist eigentlich selber ein kleiner Kanal mit befestigten Rändern. Er hat einen Abzweig, der eine kleine, überdachte Waschanlage speist. Zumindest sieht es danach aus. Nichts für den ernsthaften Abbau, eher um kleinere Menge zu säubern oder zu prüfen. Ein Arbeitsplatz mit einem groben Tisch ist auch dabei. Das Ganze liegt zwar gut verborgen im schnell wachsenden Gebüsch, aber das Gatter im Zaun und die einfache Brücke über den Kanal, und den Kanal anhand seiner Gradlinigkeit hätten sie zumindest sehen müssen. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie geschwatzt haben und einfach am Zaun lang sind, ohne richtig aufzupassen. „Wie gut, dass der Capitan nicht dabei ist. Sonst setzte es jetzt wohl einen Klaps.“ Emilia muss lachen. „Das kann ich ja besorgen. Ich habe immerhin die Ausrede, dass ich noch nicht hier war.“ Inazuna schüttelt den Kopf. „Soll ich euch einen geeigneten Brabaker schneiden, Donna Emilia?“ Vecna protestiert lachend, fragt sich aber dabei, ob es nicht ganz hilfreich wäre, Emilia auf die Art zu signalisieren, dass sie sie weiter als Herrin akzeptiert, auch wenn sie mit ihrem Onkel schläft, der hier, wenn man ehrlich ist, das eigentliche Sagen hat. Hackordnungen sind immer so eine Sache. “Ich könnte es ja auf euren Onkel schieben, der es auch hätte entdecken können... Aber wenn ihr meint – ihr haut hoffentlich nicht so feste wie er.“ Inazuna muss kichern. „Bei allem Respekt, Signorita Vecna...'feste' ist nicht gerade das Wort, das mir in dem Zusammenhang einfällt.“ Emilia lacht ebenfalls. „Du wirst es herausfinden. Aber ich glaube, jetzt schauen wir uns erst einmal sorgsam um. Das hier ist zwar nicht das einzige Gatter im Schutzzaun, aber es sieht mir doch aus wie eines, das für häufigere Benutzung gedacht ist.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 11.05.2020 14:57

Tag 21 Abends → 22 früh mporgens,Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
"Weil wir viel zarter und empfindlicher sind? In Sefiras Palast aufgewachsen?" schlägt sie vor. Und tatsächlich: Prügel hat sie dort nie erhalten und hat so wenig Vergleiche. Mehr hätte ihr auch gut gefallen, wenn sie ehrlich ist, aber vermutlich auch nur bis zu einem Punkt... Nur wo der lag? Müsste man ausprobieren.
"Mir wäre beides recht. Was sich ergibt."
Oben angekommen spielt sie mit und lacht bei dem Kommentar.
"Solange das Rahjalieb, das sie hier verkaufen nicht gerade gefälscht ist, wäre das doch viel Pech," gibt sie zurück. "Und ich muss zugeben, dass ich noch nie richtig Prügel bekommen habe. Also mehr als das. Habt ihr schon einmal? Also so richtig?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.05.2020 17:41

Tag 21 Abends → 22 früh morgens,Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
„Ja, früher, und nicht zu knapp. Das ist was ganz anderes als die Disziplin von meinen grausam veranlagten Großen Bruder. Tut einfach nur weh.“ Tonarev wischt die schlechten Erinnerungen beiseite, streckt sich dann und grinst. „Aber Spaß ist Spaß... tja, Rahja sei Dank für das Kraut. Dann hauen wir uns mal hin.“ Makita grinst. „Also wenn ich das so vergleiche... Unser Jefe ist da, glaube ich, doch etwas weniger streng als der Herr Magister.“ Sie grinst. "Aber ich werfe ja auch nicht auf offener Strasse mit Feuerbällen nach unbescholtenen Bürgern." Sie streckt ihr die Zunge raus.
Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen, und sie sind auch nicht die einzigen, die im Gildenhaus trotz des miserablen Wetters mit tropfenden Lederpelerinen das Schwarze Brett studieren. Aber das wenige, was da ist, geht weg, bevor Jucho an der Reihe ist. Er kommt zurück an ihren Tisch und zuckt mit den Schultern. „Tut mir leid.“ Tonarev schüttelt den Kopf. „Nee, mit Taro oder Onid prügeln musst dich echt nicht. Na ja, schauen wir später noch mal. Vielleicht haben wir Glück. Oder willst Du bei dem Wetter jagen gehen?“ Jucho schüttelt den Kopf. „Bringt ja nichts. Dann mal zurück, oder?“
Prosperos unbekannter Wetterfrosch behält recht, gegen Mittag klart es tatsächlich auf, auch wenn eine neue Wolkenbank am Himmel für den Nachmittag schon neues Unheil androht. Aber es reicht, um trocken zum Weissen Ara zu gehen und dort das Geschäftliche abzuwickeln.

Tag 43 Früh morgens, Alte Baracken -> Dschungel flussaufwärts am Westufer und zurück, Portas, Santinera
Auf der Fahrt mit ihrem Kanu zur ausgesuchten Stelle, wo das Gewünschte erfahrungsgemäß zu finden ist, überrascht sie ein kräftiger Regenschauer, aber immerhin dauert es nur knapp drei Stunden, bis sie alles zusammen haben. Bei der Nässe auf Bäume zu klettern wegen irgendwelcher nutzbringender Schmarotzerpflanzen ist mühsam, und zweimal vertun sie sich zudem und müssen feststellen, dass sie gut vier Schritt hoch für nichts und wieder nichts gekraxelt sind. Aber Firun meint es gut mit Ihnen, und Marico stöbert nach nur einer weiteren halben Stunde ein Wasserschwein auf, das Alejandro nicht entkommen kann, Nunmehr einigermaßen guter Laune kehren sie zum Gildenhaus zurück, dem Mittagsregen so gerade eben entkommend. Dort ist die Stimmung eingemaßen entspannt, und der Spott ist recht gutmütig und schlägt sich nur in „Na, Schwein gehabt?“-Sprüchen nieder. Der Verdienst ist diesmal auch nicht danach, bei sumpferfahrenen Questadoren für Neid zu sorgen.
Korian sitzt mit ein paar ihnen unbekannten Questadoren am Tisch, winkt ihnen auch zu, aber mit mit dem Schwein an der Stange, in den dreckigen und nassen Klamotten zieht es sie nach Hause in ihr Quartier, zumal Marico und Alejandro als Kletterer sich unangenehm bewusst sind, dass sie bei ihren Klettertouren ungebetene Passagiere eingesammelt haben.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 11.05.2020 20:47

Tag 21 Abends → 22 früh morgens,Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
"Ja da müssen wir Rahja danken. Und ich glaube das liegt daran, dass du daran noch mehr Spass hast als er." Dann muss sie auch grinsen. "Also dafür würde ich mir sogar noch mal richtig den Hintern versohlen lassen..."

Dass sie nichts bekommen werden ist eigentlich fast klar. "Wenn ihr Lust habt, kann ich euch noch eine Stunde oder so etwas beibringen. Lesen, Pflanzen erkennen? Und ihr zeigt mir noch ein bisschen etwas wie man sich wehren kann?"
Sie holt auf jeden Fall das Geld und geht dann gegen Mittag zu Prospero. Ungeduldig und neugierig ist sie schon ein wenig...
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 11.05.2020 22:23

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Tonarev geht auf das Angebot gerne ein. „Sparring machen wir besser mal bei vernünftigen Wetter, aber ein bisschen Lesen und Schreiben, da sag ich nicht nein. Und Du Bruderherz...“ Jucho widerspricht nicht.
Gegen Mittag, als der Regen vorübergehend erledigt Boronaya den Ankauf des Artefaktes. Sie wird es einigermaßen vernünftig dokumentieren müssen, bevor sie wieder bei Sefira damit auftaucht... einfach nur kaufen reicht nicht. Aber sie liegt noch gut in der Zeit, sehr gut sogar. Ein paar Monate hat Sefira ihr gegeben, und sie ist noch im ersten.
Der Sonnenschein lässt die Stadt dampfen, taucht sie aber auch in leuchtende Farben, mitsamt einem prächtigen Regenbogen. Der Regen hat die Luft gereinigt, und Boronaya kann sich ganz ihren Schülern widmen. Bule kann erstaunlich gut lesen und schreiben, wenn auch nur Kusliker Zeichen. Makita beherrscht die Kusliker Zeichen und Tulamidya, ist aber holprig im Lesen – beiden merkt man an, dass sie zumindest eine Weile lang zur Schule gegangen sind. Bei Tonarev und Jucho redet man allerdings eher von Buchstabieren und Entziffern. In ihrer Kindheit hat wohl anderes auf dem Lehrplan gestanden. Bornland halt. Sie geben sich Mühe, aber da ist noch viel zu tun Immerhin können sie leidlich kopfrechnen.

Etwas Hartes trifft sie am Kopf, dann klimpert und klungelt es um sie herum, als kleine, blitzende Kugeln über den Tisch rollen und hüpfen. „Da hast Du Deine Glasperlen mit Dank zurück. Miststück!“ Boronayas Schädel brummt etwas, aber sie nimmt auch so wahr, dass ihre Partida, die schon im Hochfahren war, sich bis auf Jucho wieder auf die Plätze sinken lässt. Der Grund ist ihr schon klar. Sie erkennt die Stimme. Und tatsächlich, da steht sie, die Arme in die Hüften gestimmt, wie Seemonds berühmten Bild 'Der Gerechte Zorn' entsprungen. Laila.
„Lilo, bitte!“ Das kommt von einer zweiten jungen Dame, und um eine solche handelt es sich ganz definitiv, und wahrscheinlich ist sie noch mehr der Grund für die Zurückhaltung ihrer Kameraden. Hochgewachsen, langes, hellbraunes Haar mit einer elaborierten Frisur, die man sich nicht selber machen kann. Freundliche braune Augen und ein eigentlich ganz offenes Gesicht, dem eine ausgeprägte Stirnfalte jedoch etwas Einschüchterndes gibt. Wahrscheinlich noch keine zwanzig. Dazu eine aufwendige Robe aus feinstem Leinen, in mehreren Blautönen gehalten und mit weiß unterlegt, großzügig mit goldener Borte besetzt. In den Händen hält sie, halb verlegen, halb bereit, einen langen Zauberstab mit eingelassener Kristallkugel und mondsilbernen Verzierungen. Stab, Kleider, unterstrichen durch deren blütenweiße Sauberkeit, und die vornehme, selbstbewusste Haltung sprechen ganz eindeutig für jemanden, der gewohnheitsmäßig keine finanzielle Sorgen hat. Laila wendet kurz den Kopf. „Tut mir leid, Catrina, das hab ich einfach gebraucht.“ Catrina hebt vorsichtig die Hand mit natürlicher, aber der Situation vielleicht nicht ganz angemessener Fröhlichkeit. „Äh, ja, wo wir das hinter uns haben: Hesinde zum Gruße. Catrina von Klaas-Haisenboerg. Erfreut, eure Bekanntschaft zu machen. Umm...Äh... hoffe ich jedenfalls.“ Sie macht einen perfekten kleinen Hofknicks. Laila atmet tief durch und schüttelt dann den Kopf. „Cati, hier macht man keinen Knicks. Und vor der da schon gar nicht!“ Jucho schaut etwas unsicher von Magierin eins bis drei und überlässt auf Anraten seines Selbsterhaltungstriebes erst einmal Boronaya das Wort.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 11.05.2020 22:46

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Boronaya freut sich schon den ganzen Morgen wie ein Schneekönig auf das Geschäft und das Artefakt und so ist sie auch während des Unterrichts blendender Laune. Bis sich Laila bemerkbar macht. Schmerzhaft. Lautstark. Und es dauert einen Moment bis ihr Kopf realisiert, was passiert ist. Die Zeit im Dschungel lässt sie aber schnell reagieren und mit dem Stab in Händen war sie aufgesprungen. Schaut dann zu den Perlen. Dann muss sie lachen. "Du hast auch Glasperlen? Dann muss ich ein paar Flüche zurücknehmen Laila... " Dann nickt sie der anderen Magierin zu. "Boronaya Sobaranez und die Mitschülerin eurer beherrschten Begleiterin. Darf ich vorstelen, meine Collega Laila. Meine Partida... " Kurz stellt sie alle vor. "Ich nehme an, dass du mir die Schuld gibst, ja?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.05.2020 10:33

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Laila funkelt sie an. „Willst Du etwa behaupten, dass...“ Dann fängt sie sich und atmet durch. „Laila Fiornella. Adepta Minora. Partida?“ Jucho ist bei Catrinas Knicks wohl Kindheitsbedingt aufs Knie herunter gegangen, die rechte Hand vor der Brust, den Kopf gesenkt. Ebenso beinahe Tonarev, die sich allerdings noch im Aufstehen von der Bank fängt und, rot werdend, trotzig, aber nicht unfreundlich nickt und sich dann unsicher wieder setzt. Makita und Bule sind als echte Alanfaner noch nie im Umgang mit Adligen geschult worden und nicken nur freundlich und unverhohlen neugierig. „Ich bin Jucho, meine Schwester Tonarev, unsere Feldscherin. Makita und Giacometto, und eben Naya.... ich meine natürlich Boronaya. Wir sind Mitglieder der Gilde der Questadoren. Ähm... euer Durchlaucht.“ Catrina wird rot und wedelt mit den Händen. „Also wenn schon, dann Gelehrte Dame, Euer Durchlaucht ist mein Papa, ich wäre nur Hochwohlgeboren, aber die Gildenanrede hat im Alltag Vorrang... oh Entschuldigung, hier ja sowieso nicht. In Al'Anfa mit den Al'Anfanern, nicht wahr? Freut mich, euch kennen zu lernen, Jucho!“ Sie strahlt ihn an, was ihn erröten lässt, und er erhebt sich verlegen. Catrina schaut in die Runde. „Was macht denn eine Questadorengilde?“ Jetzt fallen Boronaya noch zwei weitere Leute auf, die mit der nur für geschultes Personal oder erfahrene Meuchelmörder erreichbaren Unsichtbarkeit gut zwei Schritt im Hintergrund warten. Eine Dienerin und ein Diener in teurer Livree, aber während die Dienerin wie eine Mittelländerin aussieht, wirkt der mohastämmige Diener eher wie ein Leibwächter, und am Hals sieht man fein ziselierte, farbige Tätowierungen. Laila hebt die Hände, wahrscheinlich um endlich ins Bild gesetzt zu werden, aber da taucht die Hauswirtin mit einem Tablett Tee und Gebäck auf, wohl weil ihr Instinkt ihr sagt, dass man eine so hochstehende Person, egal woher sie kommt, nicht herumstehen lassen sollte. So werden Catrina und Laila erst einmal ebenfalls an den Tisch gesetzt, und Catrina stellt ihr Gefolge kurz vor. „Meine Zofe Ania, mein Haushofmeister Irwin.“ Beide deuten eine Verbeugung an. Jucho, aber auch Tonarev sind sichtlich eingeschüchtert, und es fällt wieder Boronaya zu, Rede und Antwort zu stehen. Catrinas Handsiegel nach kommt sie aus Grangor.

Tag 42, nachmittags, Nordwestlicher Stichhafen Manana della Suerte (Emilia)
Das Gatter erweist sich als mit Bambusstäben verkeilt, die teilweise ausgetrieben haben, und es dauert ein wenig, bis sie es geöffnet haben. „Das war mal ein Weg.“ Vecna ist die einzige, die das erkennen könnte, und so glauben ihr Emilia und Inazuna erst einmal.
Es war wohl ein Weg. Sie finden am Hang verschiedene alte Grabungsstellen, auch mit Wasser gefüllte Löcher und Hügel, die wie Aushub aussehen. „Probegrabungen?“ „Aber nach was?“ „Wahrscheinlich Kupfererz, nehme ich an. Sie haben halt wohl erst al die ergiebigere Stelle in Angriff genommen. Und der Bach hier ist kaum stark genug für ein Sägewerk.“ Weder Vecna noch Inazuna können widersprechen. Aber die Baracken und eine vernünftige Werkstatt wurden immerhin errichtet. Vecna schaut sich um. „Irgendwie glaube ich nicht, dass das alles ist, Donna Emilia.“ Emilia nickt zögernd. Es passt nicht ganz. „Mag sein. Aber lass uns noch etwas nach Nordwesten gehen, ob man erkennen kann, ob der Kanal weiter vermessen wurde. Und dann sollten wir bei den Fischteichen vorbeischauen.“
Im Nordwesten fällt das Gelände bald ab und, es ist ein richtiger Hang, der sich zudem wie ein Halbkreis nach Norden erstreckt. So eine sanfte Hanglage ist eigentlich ideal für bestimmte, sonnenhungrige Arten, und nach einigem Suchen findet Vecna auch Anzeichen von Planung, schließlich sogar eine Schleuse, die man wohl gebaut hat, bevor man den Kanal erweitert hat. Sie ist völlig überwuchert. Aufgrund des Hanges ist sie deutlich höher als die anderen, fast drei Schritt zur Hangseite hin. Am Fuß des Hanges schlängelt sich der Seitenfluss, der später in den Blauen Hanfla müdet, und man kann von hier aus ein paar üppige Sandbänke erkennen. „Bei dem Hang fehlen noch mindestens zwei Schleusen.“ Emilia überschlägt im Kopf die zu überwindende Steigung und seufzt. „Das ist alles so viel Größer als ich gedacht habe.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.05.2020 19:45

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Wie hat sie nur wieder so eine sympathische Person aufgetan? Das war doch unfassbar. Was sie ihr wohl erzählt hatte. Vermutlich, dass sie die neidische, böse Mitschülerin war. Dumm und nur darauf aus sie auszustechen..
"Nehmt doch erstmal Platz Collegas." Dann schaut sie zur Hauswirtin. "Danke. Ihr seid ein wahrer Schatz!" bedankt sie sich.
Dann setzt sie zu Erklärung an. "Partidas nennt man hier die festen Gruppen der Questadoren. Und diese sind so etwas wie die Leibwächter der Expeditionsgruppen. Mir erging es scheinbar wie dir Laila und ich bin hier mehr oder weniger mittellos gestrandet gewesen. Und da ich nicht stehle... Unsere Meisterin hat da eindeutige Vorstellungen, dass Versagen nicht zu tolerieren ist und als Questador mit einer guten Partida hat man ein gutes Auskommen. Genug um sich dann auch das ein oder ander an Expeditionen leisten kann. Wenn es gut läuft versteht sich." Der Blick zwischendurch zu Laila zeigt einem guten Menschenkenner, dass sie sich wohl nicht ganz so grün sind, aber Boronaya würde das so nie zeigen, zumindest nicht ohne Provokation...
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.05.2020 21:21

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Laila trinkt den Tee und lässt den Blick über die Glasperlen gleiten, die noch überall herumliegen. „Ich fürchte, ich muss mich bei Dir entschuldigen, Boronaya. Und ich war mir so sicher, dass Du hier im besten besten Haus am Platze es Dir mit von meiner Reisekasse gutgehen lassen würdest.“ Sie seufzt. „Und wenn Catrina nicht über Santinera hätte reisen müssen, und ich sie nicht begleiten würde... warum macht die Meisterin sowas? Sie hat nichts gesagt, als ich meine Aufgabe abgeliefert habe! Keinen Ton!“ Catrina hat derweil mit allen Anzeichen von Begeisterung schon drei Kekse verputzt und lobt jetzt Tee und Gebäck der Wirtin, die sich – wer will ihr die Neugier übelnehmen – auch an den Tisch setzt, während die kleine Tora die Glasperlen vom Boden aufliest. „Sie wird schon ihre Gründe haben, Lilo. Vielleicht will sie sehen, wie gut ihr improvisieren könnt?“ Laila seufzt erneut. „Da Du schon mit 'Vielleicht war sie es ja gar nicht' Recht hattest. Ja. Vielleicht. Und ich war mir so sicher!“ Catrina lächelt sie ermutigend an, dann wendet sie sich an Boronaya. „Aber wenigstens ist das Missverständnis ausgeräumt, das hätte ja ewig zwischen euch gestanden! Expeditionen? Ist das diese altechsische Tempelanlage, von der uns auch dieser kleine Tunichgut in Apestos Capestosos erzählt hat? Das muss ja furchtbar aufregend sein, und sicher auch gefährlich. Aber ihr scheint euch ja einer tüchtigen Truppe angeschlossen zu haben. Meiner Treu, diese Kekse sind wirklich hervorragend, Senora Ponches!“ Die Hauswirtin strahlt, genau wie sie sich schon bei Boronayas Lob gefreut hat. „Ich kenne Achaz nur aus Büchern, hier in Santinera gibt es keine, oder?“ Tonarev schüttelt den Kopf. „Die wären hier auch nicht willkommen.“ „Ah. Ja. Wie lange gehen diese Expeditionen denn meistens?“ Die Zofe macht sich bemerkbar. „Prinzessin Catrina! Ihr denkt doch nicht etwa daran...“ Catrina dreht sich zu ihr um. „Keine Sorge, Ania, ich frage doch nur!“
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 12.05.2020 22:20

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Fast hätte Boronaya sich an ihrem Tee verschluckt. Laila hatte isch gerade bei ihr entschuldigt? Was? Sie musste einen ernsthaften Schaden durch den Wurf abbekommen haben.
"Nun, wenn ihr mich fragt ist das eines der besten Häuser. Zumindest wenn man das betrachtet worauf es wirklich ankommt. Was in meinen Augen keine Seidenbetttücher sind." Sie schaut zwischen den beiden hin und her. "Naja, ich könnte mir es vorstellen. Sehen wie man auf eigenen Beinen zurechtkommt. Du hast deine Aufgabe schon abgeliefert?" Streberin, elende.Dann erinnert sie sich an die Frage.
"Eigentlich längstens 3 Tage. Der Sumpf hier lässt längere Expeditionen nicht wirklich zu. Er ist... unwirtlich? Feindlich? Tödlich? Je tiefer man in die Ruinen geht um so mehr. Dann die Echsen..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 12.05.2020 23:31

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Laila nickt stolz. „Mit Bravour!“ Für den Augenblick blitzt da ihr typischer Kampfgeist auf, die ewige Konkurrenz, dann blickt sie allerdings zu Catrina. „Ohne Deine Hilfe hätte ich es nicht geschafft“ Die winkt ab. „Also, mir hat es auch Spaß gemacht und es war eine schöne Herausforderung. So komme ich wenigstens nicht ganz grün hinter den Ohren auf meine neue Stelle. Du hast mir schon so viel beigebracht!“ Laila wird etwas rot. Als Boronaya dann Senora Ponches Haus lobt, neigt Catrina dieser das Haupt zu. „Das will ich gerne glauben, Senora! Wir wohnen wohl die nächsten zwei Wochen bei der Familie Salmoranez, jedenfalls, bis unser Schiff kommt. Das hat Onkel Horatio eingerichtet. Drei Tage? Das klingt tatsächlich nicht einladend.“ Sie schaut zum Himmel, auf die Wolkenwand. „Ich fürchte, wir müssen, sonst kommen wir wohl nicht trocken nach Hause. Vielleicht treffen wir uns einmal auf einen Wein und tauschen uns etwas aus?“ Laila seufzt leise, nickt aber. Catrina erhebt sich und knickst. „Vielen Dank für eure Gastfreundschaft, Senora. Gelehrte Dame, es war mir ein Vergnügen euch kennen zu lernen! Jucho, ich wünsche euch viel Erfolg!“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.05.2020 09:20

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Die Adjektive und Beschreibungen, die ihr gerade durch den Kopf gehen als Laila, wieder einmal vor ihr fertig war und es ihr unter die Nase reiben musste, waren ganz sicher nicht damenhaft und sie lächelte tapfer. "Glückwunsch!"
Und sie nickt auch der anderen Dame zu. "Es war auch mir eine Freude. Vielleicht sieht man sich einmal hier in Santinera."
Als sie dann gehen, atmet Boronaya hörbar aus, sie war doch ein wenig angespannt gewesen. Warum? Warum tauchte sie immer auf? Das war wie ein fieser Fluch in hübscher Gestalt und achso unschuldigem Wesen.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.05.2020 11:33

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Als sie gehen, hört Boronaya noch undeutlich Catrina, die eine sehr klare Stimme hat, sagen. „Ich weiss gar nicht, was Du hast. Sie macht doch einen sehr netten Eindruck!“ Laila erwidert prompt hitzig, wie Boronaya sie kennt. „Lass Dich bloß nicht täuschen! Das dachte ich auch erst, aber die macht immer hintenrum, über andere. Dir ins Gesicht ist sie immer scheissfreundlich!“ „Lilo!“ „Ist doch wahr!
Jucho atmet auf und wird gespürt zehn Jahre älter. „Mein Güte. Meine Güte. Jetzt brauche ich erst mal was zu trinken! Uff!“ Tonarev schauft ebenfalls. „Ich auch, Bruderherz. Du sagst es.“ Makita hingegen grinst. „Das war also Laila.“ Sie hat eindeutig eine Bemerkung bezüglich deren Anatomie auf der Zunge, aber angesichts der Anwesenheit der Hauswirtin beherrscht sie sich. Die ist eher von Catrina angetan. „Eine richtige Dame! Und was für ein schönes Kleid sie hatte!“ Da können Makita und Tonarev ihr zustimmen. Makita hat sogar schon einen Rat. „Wenn ich Du wäre, Naya, ich würde sicherstellen, dass die nicht diesem Schleimbeutel mit seinem Fünf-Heller-Charme in die Finger geraten.“ Bule ist etwas anderes aufgefallen. "Die wollen weiter hochfahen? Klang aber nicht nach einer Expedition."

Tag 43 Nachmittags, Alte Baracken, Portas, Santinera (Crocodileros)
„Schau mal, wer da kommt!“ Marico tippt Alejandro an, und der blickt zur Tür. „Unsere Amazone! Willkommen zurück!“ Auch Sumaida wird aufmerksam und kommt hinzu. Auf Jelineas Gesicht breitet sich bei dem Empfang ein freudiges Strahlen aus, und sie setzt ihr Gepäck erst einmal ab, um ihre Partida zu begrüßen. „Puh, bin ich froh, wieder da zu sein!“ Sie umarmt Sumaida und winkt Alejandro und Marico zu, dann läßt sie sich auf die Bank nieder. „Na, wie wars?“ Jelinea schnauft. „Interessant. Und einträglich. Aber ich kann Dir nicht sagen, Sumi, wie bescheuert man sich in auf Hochglanz polierten Brustschalen und Belhaner Röcklein vorkommt.“ Die kichert. „Der Plantagero war... wie nennt man reiche Leute, die komplett ein Rad ab haben noch mal... exzentrisch?“ Sumaida nickt. Marico und Alejandro kennen das Wort nicht einmal. „Also, wunderlich. Aber sehr geschäftstüchtig. Puh! Aber ich hab Hunger. Was zu trinken hab ich mitgebracht. Gab es als kleine Aufmerksamkeit.“ Sie holt aus ihrem Gepäck einen schwarz glasierten Tonkrug in einem rot und grün gefärbten, grob geflochtenen Korb. „Das ist doch nicht etwa Lotuswein?“ Jelinea schüttelt den Kopf. „Nicht der echte. Aber aus der restlichen Blüte machen die auch einen Wein, der ist... also ich sag euch...“ Sie schnuppert. „Schwein?“ Alejandro bestätigt „Japp.“ „Ich bringe eben mein Zeug hoch und wasche mich. Wie geht’s den anderen?“ Alejandro zögert etwas. „Gut eigentlich. Alle gesund, aber die Auftragslage ist mau, da liegen die Nerven schon mal blank.“ Sumaida nimmt ihr Gepäck. „Ich helfe Dir.“ Jelinea lächelt dankbar.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.05.2020 14:06

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Ja das war das Problem mit Höflichkeit und intriganten Miststücken. Man konnte ihnen das ja schlecht ins Gesicht sagen.
"Wieso sollte ich das sicherstellen? Ich müsste eher dafür sorgen, dass er nicht Laila in die Hände fällt. Die frisst den mit Haut und Haaren. Und die junge Collega müsste man schützen." Dann nickt sie. "Ja etwas zu trinken wäre großartig. Wir haben ja nicht gerade das einfachste Verhältnis. Und wie ihr seht. Sie hat die Gabe sich nett und umgänglich zu präsentieren. Aber das stimmt. Was wollen die da oben? Was gibt es da?"
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 13.05.2020 15:05

Tag 21 früher Nachmittag, Hafen, Santinera
Alondro steht bereits als das Schiff in den Hafen einläuft an der Reeling und beschaut sich neugierig seine neue Heimat. Santinera. Welch klangvoller Name für einen Neuanfang fernab der elterlichen Enttäuschung über einen "Schreiberling" als Sohn.
Pah, mein letzter Roman hat sich doch gut verkauft, ich weiß gar nicht, was Vaters Problem ist.
Mit stolz erhobenem Blick, in jeder Hand einen stabilen Lederkoffer mit seinem gesamten Hab und Gut, schreitet er die Gangway hinunter. Er spricht einen der Hafenarbeiter an. Verzeiht, könnt Ihr mir den Weg zur Plantage de la Reya weisen? Ich bin der neue Besitzer.
Sieht er da Belustigung im Blick seines Gegenüber? Nein, das muss er sich eingebildet haben.
Immer der Straße nach aus der Stadt raus, und dann links halten, so zweieinhalb Stunden Fußmarsch den Weg entlang. Könnt Ihr kaum verfehlen, der Name steht über dem Eingangstor.
Da war doch ... ein Grinsen?
Für einen Moment ist Alondro verwirrt, doch dann fängt er sich wieder, bedankt sich und macht sich auf den Weg. Eine Reisplantage soll es sein, laut Besitzurkunde. Ob der Vorbesitzer das Personal über seine Ankunft unterrichtet hat? Vielleicht hätte er doch einen Brief vorausschicken sollen.

Außerhalb der Stadt hält er sich links, doch schon nach einer kurzen Weile wird aus dem Weg ein überwucherter Karrenpfad, der mit Sicherheit schon mehrere Monate lang nicht mehr benutzt wurde. Er kämpft sich noch ein Stück weiter, aber als der Weg nicht wieder besser wird, dreht er verwirrt um. Bin ich hier doch falsch? Vielleicht sollte ich mir einen ortskundigen Führer suchen, der mir den Weg zeigt ...

Etwas enttäuscht macht er sich erst einmal auf den Rückweg in die Stadt, um sich dort für den Abend ein Gasthaus zu suchen.
Zuletzt geändert von Feuer! am 13.05.2020 18:37, insgesamt 2-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.05.2020 15:26

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Die Partida ersteht bei der Wirtin eine Flasche Rum und einen Krug einfachen Roten zum Selbstkostenpreis, und man rührt Sangira an. Was die Stadt angeht, wagt die Wirtin eine Vermutung, bevor sie sich wieder in die Küche verzieht, um das Abendessen in Angriff zu nehmen. „Da liegt nur Port Schlingerhafen, die Stadt der Salmoranez. Angeblich ist sie größer als Santinera, aber nicht so schön.“ Der Lokalpatriotismus klingt deutlich durch. „Der Faktor da soll ein Horasier sein, habe ich gehört.“ Tonarev nickt. „Aber keiner weiß genau, wo die Stadt liegt. Sylla und Paco sollen mal da gewesen sein, hört sich wild an, von einer hölzernen Stadt auf drei Inseln, mit Kanälen, Brücken und Türmen und so.“ Jucho schüttelt den Kopf. „Ob Prinzessin Catrina da glücklich wird....“ Er bekommt prompt eine Kopfnuss von Makita. „Du hast dich doch nicht etwa verliebt, Jefe?“ Der wird rot. „Gar nicht!“ Er wendet sich praktischen Überlegungen zu. „Uns kann es ja im Endeffekt egal sein, Naya, aber wenn der Diederich Laila oder gar beide für sich gewinnen kann, dann schaut der Forschreitter wahrscheinlich in die Röhre. Die Prinzessin hat sicher Geld wie Heu, und gegen drei Magierinnen auf einmal... ich würde ihn zumindest warnen.“ In diesem Moment frischt der Wind wieder auf und es grummelt am Horizont, dramaturgisch passend zu so düsteren Aussichten.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.05.2020 15:37

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
"Das klingt logisch," meint sie. "SIe schlafen ja auch bei den Salmoranez, oder?" Dann wird sie nachdenklicher. "Ja, da hast du recht. Wobei ich wirklich nicht verstehe, warum sie dem Kerl helfen sollten? Aber ich werde Fortschreitter warnen. Armer Kerl, wirklich..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 13.05.2020 18:12

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
Der Wind frischt erneut auf, und bald geht die zweite Regenwalze über Santinera hinweg. Bule wagt zögernd eine Meinung. „Ich fand, die Laila sah eigentlich ganz nett aus.“ Tonarev bürstet ihn mit einem „Jungs! Sehen große Möpse und denken gleich, Oh, die kann kein Wässerchen trüben!“ „Hab ich doch gar nicht behauptet!“ Bule zieht trotzdem den Kopf ein. Tonarev grinst. „Aber gedacht!“ „Gar nicht wahr!“ Tonarev wendet sich an Boronaya. „Aber Prinzessin Catrina... ihre Ankunft war garantiert auffällig. Bei dem Kleid und den livrierten Dienern. Würde mich nicht wundern, wenn die halbe Stadt bereits Bescheid weiß. Insbesondere Dein Magister Prospero.“ Jucho brummt. „Ich würde vielleicht einen Schirm nehmen und zu Fortschreitter gehen. Wenn Palandrine jetzt pleite ist, dann ist der Diederich sicher auf der Suche nach einem neuen Geldgeber. Das ist doch nicht der Typ, der ohne Not eigenes Geld ausgibt. Wegen ihrer Echsenkunde hat er die doch sicher nicht an Bord genommen.“ Er schaut zu seiner Schwester. „Und wegen ihre Möpse hätte er sie nicht beteiligen müssen.“ „Mein weltgewandter Bruder!“ „Senora Ponches hat sicher keine Einwände, wenn ich Dir in der Waschküche die Hosen stramm ziehe, Schwesterherz!“ Jucho langt spielerisch nach ihr, aber sie ist schneller. „Musst mich erst mal zu fassen kriegen, Bruderherz!“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 13.05.2020 21:11

Tag 22, Mittags, Herberge Zwei Arangenbäume, Sandalia, Santinera
"Ich bin kein UNschuldslamm. Aber gegen sie wirke ich wie eine Tsageweihte. Vielleicht kann Fortschreitter sie ja gewinnen. Auch wenn ... mich das mehr Überwindung kosten würde als ihr euch vorstellen könnt." Sie erhebt sich und bittet die Wirtin um den Schirm, oder die Dienerin. "Würdet ihr mir den Schirm kurz ausleihen? Ich denke Fortschreitter und Prospero wird das interessieren, dass zwei neue Magier vor Ort sind."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.05.2020 07:59

Tag 22, Mittags, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera
„Dann spring mal über Deinen Schatten, das bildet den Charakter, sagt mein Vater immer!“ Das kommt ausnahmsweise von Bule. „Wo er Recht hat, hat er Recht.“ Tonarev grinst.
Gegen einen kleinen Obulus begleitet die kleine Tora Boronaya mit dem Schirm. Erst zur Pension, wo Ribaldo wohnt, der im Lichte einer Öllampe über der Transkribierung seiner Unterlagen sitzt und sich sichtlich freut, als der ältere Hauswirt Boronaya zu ihm durchlässt und fragt, ob er einen Tee machen soll. „Was führt dich her? Nimm doch Platz! Tut mir leid, hier liegt alles herum...“ Er bringt hastig etwas Ordnung, oder genauer... Ordnung herrscht schon, man kann sich nur gerade nirgendwo hinsetzen, weil überall in dem kleinen Zimmer Unterlagen liegen, und jetzt räumt er zumindest das Bett frei – es gibt schliesslich nur einen Stuhl. Tora wartet in der Küche, ebenfalls mit einem Becher Tee versorgt.

Tag 43 Nachmittags, Alte Baracken, Portas, Santinera (Crocodileros)
Oben auf ihrem Zimmer hilft Sumaida Jelinea beim Auspacken und bekommt als erstes eine besorgte Frage ab. „Was meinte Alejandro denn eben damit, daß die Nerven bloss liegen? Habt ihr Ärger?“ Sumaida schüttelt den Kopf. „Nicht wir. Wir haben auch ganz gut verdient, haben sogar für die Regenzeit für einen Tag die Woche was Festes. Nein, Korian ist mit Harana böse, weil sie..“ „Stinkfaul ist und denkt, es reicht, wenn sie dafür die Jungs immer mal wieder ran lässt?“ Sumaida wird knallrot. Jelinea seufzt. „Komm schon, genau das macht sie doch! Das wissen wir doch beide.“ Sumaida drückt sich um eine verbale Antwort und wechselt das Thema. „Wie wars mit den anderen? Nikka hat euch angeführt?“ Jelinea nickt. „Nikka ist in Ordnung. Aber als wir erst mal auf der Plantage waren – der Kerl ist schwer reich und hat so ein Mittelding aus Hügelfestung und Palast, mit thalusischem Bad und allem... na ja, da wurden einige ziemlich stutenbissig. Wollten alle dem Plantagero, Maitre Fontanello, positiv auffallen. Und Trolli hab ich eh gefressen. Wie kann so jemand nur mit richtigem Namen Tsarabella heissen! Aber Nikka hat einen guten Job gemacht. War schon anstrengend. Wie ein Theaterstück. Der wollte tatsächlich nicht einfach nur nackte Haut sehen, sondern Amazonenkönigin vorgespielt bekommen. Er verkauft nur an 'gekrönte Häupter'.“ Sie muss bei der Erinnerung kichern, und das steckt Sumaida an. „Nun, wenn man wirklich eine funktionierende, sortenreine Lotusplantage mit Lotusweinkelterei führt, dann kann man sich solche Mätzchen erlauben. Aber das muss man auch erst einmal hinkriegen.“

Tag 21, früher Abend, Sandalia, Santinera (Alondo)
Den halben Tag ist er auf staubigen Pisten gelaufen, und seine Arme reichen bis auf den Boden. Und wofür? Dieser Betrüger! Nun, Santinera ist eine erfreulich saubere kleine Stadt – er hatte mit Holzhütten und schlammigen Wegen gerechnet, aber hier sind alles weiß getünchte Ziegelhäuser mit roter Ziegeleindeckung, und alle Gassen sind gepflastert. Gegen ein paar kleine Kupferstücke trägt ein kleiner Junge namens Alricio, ausgewiesener Kenner der Stadt und seiner Bewohner, natürlich, ab dem südlichen Stadttor seine Koffer, empfiehlt ihm auch eine Unterkunft. „Die Herberge Candellia am Hang von Sandalia ist erschwinglich und sauber, Senor, und eine gute Garküche liegt direkt daneben. Die Herbergen am Platz der Helden sind billiger, aber da wohnen vor allem Questadoren, denen sitzt die Klinge locker.“ Na ja, dass er kein Kämpfer ist, steht ihm quasi auf die Stirn geschrieben. „Was macht ihr denn von Provession her, Senor?“
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 14.05.2020 14:46

Tag 21, früher Abend, Sandalia, Santinera (Alondro)
Alondro lässt den Jungen keine Sekunde mit seinem Gepäck aus den Augen. Gebranntes Kind, könnte man sagen, aber in Al'Anfa kann man den meisten Straßenkindern auch nur so weit trauen, wie das Geld und die eigene Aufsicht reichen ... Trotzdem verhält er sich Alricio freundlich gegenüber und ist ehrlich dankbar über die Hilfe. Ich bin Schriftsteller. Abenteuerromane. Die Plantage verschweigt er, erst einmal will er herausfinden, was es damit auf sich hat. Der ganze Tag heute verlief so gar nicht wie geplant und ihm schwant, dass er übel reingelegt wurde.
So lässt er sich und seine Koffer dann auch zur Herberge Candellia bringen, wo er sich noch einmal bei Alricio bedankt und dann die Herberge betritt. Hoffentlich gibt es hier noch ein anständiges Zimmer ... und einen guten Wein.

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 14.05.2020 15:17

Tag 22, Mittags, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera
"Wenn ihr wüsstet... Naja ich... werde es ihm vorschlagen. Aber das ist ..." sie schüttelt den Kopf. "Ich hoffe,dass ich weit genug springen kann." Dann schaut sie, dass sie möglichst trocken bei Ribaldo ankommt.

Als sie bei Ribaldo ankommt, lächelt sie dem Hauswirt zu. "Danke, das wäre sehr nett, bei diesem Mistwetter." Oben wehrt sie ab: "Keine Sorge. Was glaubst du, wie es bei mir aussieht, wenn ich arbeite. Ich komme um dich zu warnen und " sie zögert, "dich vielleicht auf einen Gelegenheit aufmerksam zu machen. Meine Mitschülerin und eine adlige Collega sind heute hier aufgeschlagen. Ich glaube sie könnten für dich eine Chance sein, zumindest die Adlige Catrina von Klaas-Haisenboerg. Meine Mitschülerin... würde ich mit Vorsicht genießen. Auf jeden Fall mussts du schauen, dass sie sich nicht dem Molch anschließen."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.05.2020 15:57

Tag 21, früher Abend, Herberge Candelilla, Sandalia, Santinera (Alondo)
„Ah, dann wollt ihr wohl eine Geschichte über die Erkundung der Echsenruinen schreiben, nicht wahr?“ Alondo kann getrost davon ausgehen, dass der Junge kein Wort schreiben oder lesen kann, aber wenn er eine Sammlung wilder Räuberpistolen hören wollte, wäre der Alricio sicher eine gute Adresse.
Eine solche ist auch die Herberge. Sie ist klein und liegt an einer Seitengasse, aber sie ist sauber, und die Garküche daneben sieht tatsächlich recht ordentlich aus und sit zu dieser Tageszeit auch gut besucht. Die Wirtin stellt sich als Senora Druandil vor, wahrscheinlich eine Witwe. Sie hat noch eine Kammer frei, für einen Oreal die Nacht inclusive einem Frühstück, eine ganze Woche würde sechs kosten. Abendessen nach Voranmeldung extra. Ein Bad gibt es nicht, aber es gibt wohl zwei Badehäuser in der Stadt, ein etwas vornehmeres und ein einfacheres.

Tag 22, früher Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Die Nachricht versetzt Ribaldo in helle Aufregung – hat sie ihm doch eben etwas nahegelegt,was fortgeschrittene soziale Interaktion beinhaltet. „Mitschülerin, wer... und adlig? Also eine Ausländerin? Wie rede ich die denn an? Und wo finde... ich meine... was mache ich, wenn... ich muss mit Siana reden!“ Das sieht nicht gut aus.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 14.05.2020 16:02

Tag 21, früher Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie legt ihm die Hand auf die Brust. "Durchatmen." Sie schüttelt den Kopf. "Ja ich würde mit Siana reden. Und sie vielleicht auch mit ihnen reden lassen. Ich selbst... habe nicht das beste Verhältnis zu meiner MItschülerin. Beides sind gelehrte Damen. Gildenrang vor Adelstitel..."
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 14.05.2020 17:10

Tag 21, früher Abend, Herberge Candelilla, Sandalia, Santinera (Alondro)
Wo kann ich dich finden, falls ich etwas über diese Echsenruinen und die Abenteurer in der Gegend hören möchte? fragt Alondro noch, bevor er sich von Alricio verabschiedet. Neue Sagen und Legenden kann man immer brauchen, egal wie erstunken und erlogen sie auch sein mögen.
In der Herberge mietet er sich für die kommende Woche ein. Irgendetwas sagt ihm, dass er wohl nicht wie geplant direkt in seine Plantage ziehen kann, aber er versucht das ungute Gefühl in der Magengegend zu ignorieren und sich einzureden, dass es einfach Sinn mache, zuerst die offiziellen Dinge vor Ort zu klären.
Danach lässt er sich den Weg zum einfacheren der Badehäuser weisen, um sich vor dem Abendessen zumindest frisch zu machen.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 14.05.2020 17:55

Tag 21, früher Abend, Herberge Candelilla → Badehaus Bambusblüte, Sandalia, Santinera (Alondo)
„Fragt nach Alricio dem Struppigen! Wo ihr mich findet, Senor Alondo? Wenn die Schiffe ankommen - im Hafen, ansonsten dort, wo es was zu sehen gibt!“ Der Kleine macht eine recht galante Verbeugung und löst sich in Luft auf.
Das Badehaus liegt recht nahe am Südtor, er stellt fest, dass er sogar daran vorbei gegangen ist. Es ist nicht teuer – nur fünf Kupferstücke, und sauber. Die Kundschaft ist allerdings gemischt, genau wie das große Entspannungsbecken. Und was die Kundschaft angeht – in mehrfacher Hinsicht. Zum einen entspannen sich hier wohl ältere Handwerker von ihrem Arbeitstag. Den größeren Anteil aber bilden kräftige junge Mänenr und Frauen, durchtrainiert und wettergegerbt, zumeist in kleinen Grüppchen. Derbes, lautes Kriegsvolk und Buschläufer. An einem Tisch neben dem Entspannungsbecken sitzen ein paar junge Damen der käuflichen Zuneigung bei einem Krug Rotwein, offenbar guter Dinge, wie die meisten, und wechseln Scherze und Beleidigungen mit Bekannten und prospektiven Kunden.
Man wäscht sich in nach Geschlechtern getrennten Waschräumen, aber das geheizte Becken ist für beide Geschlechter. Für die, die Massagen oder anderweitig Privatsphäre wollen gibt es einen Bambussichtschutz mit mehreren Separees dahinter, und in zumindest einem davon wird offensichtlich gerade Rahja gehuldigt.
DSA_SantineraBambusblüte_Iso1.jpg
Tag 22, früher Abend, Ribaldos Unterkunft, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Ja. Du hast Recht. Also 'Gelehrte Dame'. Siana. Das sollte ich tun. Wie ist... sind sie so? Was hattest Du für einen Eindruck? Muss ich noch was... ob ich schon heute Abend...aber morgen früh wollen wir ja wieder in den Sumpf, da müsste ich...“ Das sieht gar nicht gut aus.
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