DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Chephren
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 16.04.2020 23:02

Tag 20, später Nachmittag, Auf dem Weg zur Herberge Arangenbäume, Sandailia, Santinera (Boronaya)
"Natürlich! Ich freue mich Ribaldo," meint sie zu ihm und haucht ihm einen Kuss auf die Wange. Sie schaut ihm noch kurz hinterher, bevor sie mit den anderen zur Herberge geht. "Natürlich helfe ich euch. Es scheint ja immerhin nichts Schlimmes passiert zu sein. Und wie kommt ihr drauf, dass es Sachen zu erzählen gibt, die nicht an den traviagefälligen Tisch gehören?" fragt sie gespielt unschuldig.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 17.04.2020 11:35

Tag 20, später Nachmittag, Herberge Arangenbäume, Sandailia, Santinera (Boronaya)
„Weibliche Intuition.“ Tonarev grinst. Die Wirtin empfängt sie erleichtert, drückt auch Bornaya gegenüber Erleichterung aus, dass sie offenbar vor Gericht gut weg gekommen ist, und dass ihr bei dem Schmutzfinken auch die Hand ausgeritscht wäre, bei Travia! Santinera ist offenbar … klein.
Tonarev und Makita sind jetzt erst recht neugierig – Bule ist am Brunnen zurück geblieben, um sich dort zu waschen. Kaum in der Waschküche angelangt, wird sie in die Zange genommen. „Also jetzt musst Du auspacken! Du bist verhaftet worden?“

Tag 41, Vormittags, Manana della Suerte (Crocodileros)
Wieder allein sagt der Capitan sich, dass er das Züchtigen von Sklavinnen eigentlich Vecna überlassen sollte. Gerade wenn er einem hübsches Ding wie Kongou persönlich den Popo versohlt, hebt sie das eher heraus, als dass es wie eine echte Disziplinierung wirkt. Ein Fehler, aber sein innerer Schweinehund weist ihn darauf hin, dass er ihn nun einmal gemacht hat, und das durchziehen sollte, weil zurückweichen als Schwäche ausgelegt würde. Natürlich könnte er das an Vecna delegieren.
Er lenkt sich erst einmal ab und geht zu Rumo in die Werkstatt, der zufrieden an der kleinen Schmiede vor sich hin arbeitet. Emilia ist mit Inazuna auf Inspektion des Zaunes, Vecna und die kleine Heilerin sind in den Kräutern. Er ist nur dageblieben, um dann mit Tarito und ein paar Jungs am Anleger den Gerbern die restlichen Häute und Fleisch zu übergeben. Hoffentlich haben Tarito, Ako und Shiri gut aufgepaßt, damit sie sich das nächste Mal den Obulus für die Crocodileros sparen können. Obwohl... einträglich ist es trotzdem.
Einträglich ist es tatsächlich, und als er vom Anleger zurückkommt, ist sein Geldbeutel gut gefüllt. Er hat Ako statt Tarito mitgenommen, und sein Gespür trügt ihn nicht, denn als sie auf der Rückfahrt zeit zum reden haben, da Mita das Maultier führt, nutzt sie die auch prompt. „Capitan, ich habe ein Problem mit Mariella. Sie fängt an, sie aufzuspielen.“ Anders als Tarito bei den Jungs kann sie das nicht einfach durch die Fäuste reglen, so läuft das bei den Mädels nun einmal nicht. Außerdem hat Mariella als Haussklavin einen besseren Zugang zur Herrschaft. „Was für ein Problem denn?“ „Sie tut so, als wäre sie die eigentliche Vorarbeiterin, weil Haus das Geld sticht.“ Das tut es faktisch. „Ich könnte die Küche genau so führen wie Mariella, Capitan. Und ich würde Signorita Shiri dabei nicht dauernd... ihr wisst was ich meine.“ Er weiss es. Und mehr als zwei Vorarbeiter braucht es bei ihrer Kopfzahl nicht. Und wahrscheinlich ist Ako die bessere. „Ich überlege es mir.“ Das bespricht er wohl am besten mit Emilia und Vecna.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 17.04.2020 23:13

Tag 20, später Nachmittag, Herberge Arangenbäume, Sandailia, Santinera (Boronaya)
Sie freut sich auch sichtlich, dass sich die Wirtin mit ihr freut. "Ja, dieser Mistkerl hatte alles verdient."
Im Bad angekommen muss sie schmunzeln, kann das inzwischen auch, erzählt natürlich auch den Vorlauf, spannt sie ein wenig auf Folter. "Naja und auf jeden Fall hat uns der Hund dann tatsächlich zu diesem Lustmolch geführt und der hat Fersengeld gegeben. Der hatte sogar die Nerven einfach über den Platz zu gehen. Da bin ich hinterher und habe mich ihm entgegengestellt. Und ihm erst mal versucht den Stab überzuziehen, aber der ist glitschiger als ein Aal. Naja und dann hab ich ihm einen Zauber verpasst... Der vielleicht ein wenig gefährlich war. Also auf jeden Fall schmerzhaft. Aber der Lurch wäre sonst entkommen! Er wurde dann verhaftet und ich auch gleich angezeigt wegen vorsätzlicher Zauberei und so was. Naja glücklicherweise hat Propsero dafür gebürgt, dass er mich am Morgen bei Gericht abliefert, und so musste ich nicht die Nacht im Gefängnis verbringen, sondern konnte bei ihm auf dem zweiten Bett schlafen."
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 18.04.2020 11:25

Tag 20, später Nachmittag, Herberge Arangenbäume, Waschküche, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Die Geschichte wird als deutlich aufregender als ihre Eskortentätigkeit empdfunden, aber Makita und Tonarev kennen Boronaya jetzt zu gut. „Sein Zweitbett. Aha. Soso. Was sagt denn Ribaldo dazu?“ Der verleugnet die Erkenntnis wohl tapfer, und es ihm reinreiben tut bisher keiner. „Aber da würde ich sagen – Glück gehabt. Ich weiss nicht, wie schlimm der Verlust des Tagebuches ist, aber solange Du keine Verbrechen niedergeschrieben hast... Sechs Dublonen sind ein ordentliches Blutgeld dafür. Meinst Du, Deine Aufzeichnungen reichen Diederich?“ Wohl eher nicht. Fürs Grobe, ja, aber das sollte Diederich eigentlich selber gemacht haben. „Der Fortschreitter meint, die würden das Relief mehr zertrümmern als abnehmen, und allein um es zusammen zu setzen...“ Makita sieht es pragmatisch. „Ich würde ihnen die Aufzeichnungen verkaufen. Teuer. Dann können sie uns auch noch länger für die Ausgrabung dieser widerspenstigen Statue bezahlen.“ Tonarev lässt sich von Boronaya mit dem Haar helfen. „Dafür!“

Tag 41, Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Bei ihrer Rückkehr ins Gildenhaus treffen sie auf Korian und seine, glücklicherweise ebenfalls unverletzte Truppe. Die Laune ist trotzdem nicht die Beste, reicht der Esortensold doch mehr oder weniger gerade mal für Miete und Essen, zudem gab es ein 'Missverständnis' zu klären. Der Goldesel, der seine Armen verwandten hier in Santinera besuchte und dabei wohl auch seine Tochter abladen wollte, 'damit sie mal etwas Landluft schnuppert' – was meist heißt, dass die Hauptstadtluft für den- oder diejenige etwas ungesund geworden ist – wohl auch der Meinung war, das 'weibliche Unterhaltung' zum gebuchten Programm gehöre, und obwohl sowohl Buki als auch Harana kein Kind von Traurigkeit sind, hatten sie in diesem Fall keine Lust, und die Methode, ihnen ein paar Silber zusätzlich anzubieten, verstimmte sie zusätzlich. „Buki hat ihm dann vorgeschlagen, er soll's doch mit seiner Tochter treiben, wenn er es so dringend hat.“ Korian seufzt und verfehlt mit seinem Kopfnussversuch die Schuldige. „Fand er nicht witzig.“ Buki grinst. „Die Tochter wäre wohl nicht abgeneigt gewesen.“ „Erzähl keinen Blödsinn. Die war einfach nur so klein mit Hut. Und wie gesagt, er fand das gar nicht lustig.“ Buki streckt ihm die Zunge raus, wechselt aber das Thema, bevor Korian noch einmal eine Kopfnuss verteilen will. „Und, wo wart ihr?“ Alejandro zuckt mit den Schultern. „Krokodile auf Manana della Suerte. Wird vielleicht sogar was Regelmäßiges draus, einmal die Woche bis auf weiteres.“ Korian knufft ihn. „Glückspilz! So viele Krokodile?“ Alejandro schüttelt den Kopf. „Nee. Die sind im Aufbau, die können Hilfe mit ihrem Kräutergarten gebrauchen und ihre Köchin ist noch ein wenig unerfahren. Na ja... und die haben so viele Kanäle, das war jetzt nur das gröbste an ihren Fischteichen. Für die Beratung allerdings nur zwei Oreal pro Kopf und Tag.“ „Mehr haben wir auch nicht nach Hause gebracht.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 18.04.2020 22:39

Tag 20, später Nachmittag, Herberge Arangenbäume, Waschküche, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ich habe wirklich in seinem Zweitbett geschlafen," meint sie, wobei der Unterton durchaus andeutet, dass da mehr gewesen sein könnte. "Naja, sie werden ihm helfen, aber das meiste davon... müsste er auch so wissen. Und davon abgesehen musst er ja auch noch mal 24 Dublonen zahlen um nicht verprügelt zu werden. Die Kasse meiner speziellen Freundin dürfte jetzt wohl leer sein," erklärt sie während des Haarewaschens... "Ich würde ihnen vielmehr ein paar gefälschte Aufzeichnungen mit an entscheidender Stell falschen Informationen verkaufen. Was wollen sie machen, wenn es herauskommt? Sich beschweren, dass sie gekauftes Wissen als ihr eigenes ausgeben wollten?"
Sie lehnt sich zurück. "Mir sind ja Hiebe erspart geblieben. Unter der Voraussetzung, dass Prospero mir noch einmal eindrücklich unsere Regeln als Magier erklärt..."
Sie schmunzelt. "Und wie war es bei euch?"
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 19.04.2020 12:50

Tag 20, früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Tonarev berichtet. „Bei uns war es recht öde. Sertudo hat eine Schlange erwischt, und abends in den Esplanaden hat der Diederich versucht, sich an so ein hübsches Ding im Gefolge von diesem neuen Magier ran zu machen, ist aber abgeblitzt. Bis auf dass Fortschreitters Ausgrabung wieder abgesoffen ist, war's langweilig. Ich glaub, die haben einfach zu wenig Geld, um das vernünftig zu machen. Oder eben viel Pech. Vielleicht machen sie auch was falsch, ich versteh davon nichts.“
Beim Abendessen hat Jucho mäßig gute Nachrichten. „Es sind gestern ein und heute noch ein Goldesel abgereist. Langsam wird’s schwer. Wenn's das Wetter hergibt, machen wir morgen Jagdtag, Sertudo meint, er hat eine gute Stelle aufgetan. Ist allerdings etwas Paddelei.“ Das trifft auf nur mäßige Begeisterung. Nach dem Essen dann taucht sehr pünktlich Ribaldo auf, immer noch sichtlich niedergeschlagen, aber um Haltung bemüht. Makita verabschiedet sie mit einem gut gelaunten „Viel Spaß!“, was die Wirtin zu einem empörten „Ich muss doch sehr bitten, Signorita Makita!“ bewegt und Ribaldo erröten lässt.

Tag 41, Mittags, Manana della Suerte (Capitan)
Vecna lacht, als der Capitan ihr die Aufgabe überträgt. „Kongou. Ist dann schon das zweite Mal. Sie legt es drauf an, würde ich sagen. Ich mache es dann ein wenig förmlicher, würde ich sagen.“ Der Capitan lacht ebenfalls, dann wird er ernster, und erwähnt Akos Anliegen. Vecna kaut darauf herum. Auch Ako ist durchsetzungsstark, das macht es Shiri kaum einfacher. Besonders, wo der junge Alejandro ihr nun sehr deutlich gezeigt hat, wo sie hin muss – was sie zwar anspornt, soweit kennt sie sie – aber gleichzeitig auch einschüchtert. Aber Ako ist viel höflicher. Die wird Shiri nicht so offensichtlich unterbuttern. „Ako ist immerhin die Vorarbeiterin der Frauen. Das macht ihr Mariella schon streitig.“ Sie lacht erneut, sich durchs Haar fahrend. „Und ihr habt Shiri für heute Abend ebenfalls eine Abreibung versprochen? Nun, das schadet ihr gar nichts.“ So, wie der Capitan das durchzieht, macht es ihr sogar Spaß. Ihr selbst ja auch. Wahrscheinlich schreckt es Kongou auch nicht gerade ab. Und wenn Myra dem Capitan unbedingt alles zeigen will, dann soll sie doch. Seit Tagen lassen sie und Kongou auch noch die letzte Schnürung der Tunika offen, so daß ihnen einahe die Tunika über die Schulter rutscht, wenn sie sich ihm zeigen, sie legen es echt drauf an. Und echte Prügel sieht nun wirklich ganz anders aus. „Wisst ihr was? Vielleicht macht ihr daraus einen großen Aufwasch. Shiri bekommt es von euch. Kongou und Myra bekommen es von mir. Ako wird in die Küche versetzt und Mariella nach draußen. Ist dann ein klares Signal, dass die Küche nicht gut genug war.“ Lässt sich ja leider nicht bestreiten. Sie fährt sich wie beiläufig mit den Finger ihren Ausschnitt entlang. „Sofern die Donna nichts dagegen hat.“ Der Capitan hat seinen Blick irgendwo unterhalb ihres Kinns, reißt sich aber los. „Ja. Ein großes Strafgericht. Besser als mehrere kleine. Und Ako ist sicher die bessere Vorarbeiterin. Ich rede mit Emi.“ Das gibt noch Streit zwischen Ako und Mariella. Aber den gibt es ohnehin.

Tag 41, Früh Abends, Alte Baracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Zuhause in den Alten Baracken steht erst einmal Waschen und Putzen an, eine ungeliebte Arbeit. Dann begibt sich Alejandro zusammen mit Sumaida und Buki ans Kochen, während die anderen mit der Ausrüstungspflege beginnen, eine Arbeit, die unters Vordach verlegt werden muss, weil sich schon wieder die Schleusen des Himmels öffnen. Korian schaut nach draussen.“Ich glaub, es ging heute nur noch eine einzige Partida in den Sumpf, wenn ich das richtig gehört habe. Langsam braucht man da Schwimmhäute.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 19.04.2020 20:30

Tag 20, früher Abend, Herberge Arangenbäume, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ach das wird schon. Mal sehen, was wir morgen erwischen. Vielleicht kann ich diese mal auch mehr beitragen. Erholt euch gut!"
Sie verabschiedet sich von allen und auch ihrer Gastgeberin, als Ribaldo sie abholt. "Schön dass du mich auf einen Wein abholst, Ribaldo," meint sie lächelnd zu ihm und begleitet ihn dann auf die Straße. "Tut mir echt leid, was euch passiert ist. Das war wirklich Pech, oder?" meint sie und drückt seine Hand.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 20.04.2020 10:14

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo ist frisch gewaschen, aber seelisch immer noch im Sumpf, und er muss den Frust erst einmal loswerden. Er lädt sie wieder in die hübsche kleine Weinstube mit dem Hinterhof ein, allerdings wohl diesmal ohne Voranmeldung, sondern einfach an einen der kleinen Tische und schüttet ihr sein Herz aus. Er schließt mit einem Seufzen. „Wenn das beim nächsten Mal auch wieder schief geht, muss ich abbrechen. Unsere Mittel sind erschöpft.“ Klar, Expeditionen sind teuer. Jeder Ausflug kostet ungefähr fünf bis acht Dublonen, je nachdem, wieviele Rabotnici sie mitnehmen. Juchos Truppe schlägt allein schon mit zweien zu Buche. „Und wenn uns das Geld aus geht, sehe ich schon diesen Hundsfott grinsend die Ausgrabung übernehmen. Was soll ich bloß machen?“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 20.04.2020 15:22

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya hört ihm mitfühlend zu. "Das klingt wirklich nicht gut. Die Signorinas hatten die Idee Diederich deine Aufzeichnungen zum Relief zu verkaufen. Er hat Geld, ist dumm und faul, also könnte er darauf anspringen und die Statue ist sowieso spektakulärer. Aber das heißt halt auch, dass du nichts hast, wenn es schief geht." Sie grinst verschlagen. "Und ihm ein falsche Infos unterzujubeln... könnte peinlich für ihn werden. Ansonsten müsstest du dir unter Umständen das Geld leihen und viele Versuche gibt es nicht mehr..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 20.04.2020 18:09

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo überlegt das niedergeschlagen. „Wo er das Relief ohnehin hat. Könnte sein. Aber Fälschungen unauffällig einbauen ist schwer, und leider ist Diederich zwar wissenschaftlich ein Idiot, aber was Verhandlungen und sowas angeht...Lust hätte ich schon.“ Da hat er Recht. Gute Betrüger sind meistens gerade nicht besonders dumm.
Ribaldo seufzt. „Aber bevor ich alles verliere... was nützen meine Aufzeichnungen groß, wenn er das Relief hat? Zuhause kommt er eher an meine Aufzeichnungen als ich an das Relief. Und die Ausgrabung.“ Er reißt sich zusammen. „Wie lief es eigentlich bei Dir?“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 20.04.2020 22:06

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Dann lass Siana verhandeln," meint sie. "Ich habe da auch nicht viel Übung. Aber ein paar falsche Ergebnisse einbauen, dürfte jetzt nicht unmöglich sein. An ein paar kleinen Stellen?? Wäre das nicht eine ... entsprechende Antwort.
"Naja, ich habe mit der Garde und Prospero zusammen den Dieb aufgespürt, er ist geflohen und ich habe ein wenig... überreagiert. Ich habe diesem Lustmolch einen Kampfzauber hinterhergeschickt. Und musste mich dafür verantworten. Zum Glück war die Richterin großzügig, Prospero hat ein gutes Wort eingelegt und ist dafür verantwortlich mir noch einmal eindrücklich zu vermitteln, dass ich ein böses Mädchen war. Was vermutlich auf ein Abendessen rausläuft, was ich ihm auch schulde. Und der Kerl durfte insgesamt mehr als 20 Dublonen an Strafe zahlen. Was wohl bedeutet das Diederichs Signorina jetzt mittellos ist."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 21.04.2020 11:09

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronayas Schilderung heitert Ribaldo spürbar auf. „Dann hat es sich ja gelohnt. Das mit Siana ist eine gute Idee. Aber am besten ist es wohl, ich fange an, meine Unterlagen zu kopieren. Vielleicht baue ich die Brüste ein, die Bule gesehen hat.“ Er lacht. Er überlegt. „Wenn Palandrine pleite ist, wird sich das Partnerschaftsverhältnis mit Diederich ändern. Da ist er knallhart.“ Er lächelt Boronaya an. „Danke. Jetzt geht es mir schon ein wneig besser. Gehen wir noch ein paar Schritte?“

Tag 41, Mittags, Manana della Suerte (Capitan)
Emilia, die rechtzeitig zum Mittagessen eintrifft, lässt sich die Angelegenheit schildern. Natürlich. Sowohl Kongou wie auch Myra hätten in ihren Augen durchaus eine ordentliche Abreibung verdient - allerdings weniger wegen allgemeiner Frechheit sondern wegen ihr unglaublich platten Art, sich Onkel Jorge an den Hals zu schmeißen. Sie hat ja Verständnis dafür, dass sie es tun. Onkel Jorge hat durchaus eine Menge Charme... und abgesehen davon ist er ihr Herr. Aber geht das nicht ein wenig subtiler, als sich einfach soweit die Bluse aufzuknöpfen, dass es fast rausschwappt? Nicht, dass es nicht wirken würde. Wobei sie das wahrscheinlich überschätzen. So empfänglich Onkel Jorge dafür ist, er kennt seine Schwäche auch, und ausnutzen lässt er sich nicht so leicht. Und Mariella durch Ako zu ersetzen... ob das weise ist? Aber Mariella drängt schon sehr, zu sehr nach oben, das könnte lästig werden. Und besser kochen als Shiri kann sie tatsächlich nicht, nur sich besser durchsetzen. Ist vielleicht nicht falsch. Trotzdem schaut ihr das mehr nach einem Gardanzug von Vecna aus, um Shiri zu schützen. „Ich will ja nichts sagen, Onkel Jorge, aber wenn ich meine eigene, kürzlich erfolgte Züchtigung durch Deine Hand als Maß nehme, so verdient sie war“, sie wird etwas rot bei der Lüge, „dann vermute ich mal, dass Shiri das... sagen wir mal... überleben wird.“ Der Capitan lacht. „Soll heißen, ich bin zu milde? Ich bin als ausgemachter Menschenschinder bekannt!“ Emilia lächelt. Wir wissen doch beide, dass ihr das Spaß macht, jedenfalls so, wie Du das machst. Und auch Kongou und Myra werden stöhnen und nicht schreien.
Das eigentlich Unangenehme wird Mariella betreffen. Die kommt schließlich aufs Feld und verliert ihre angenehme Stelle als amtierende Chefköchin, aus der sie Shiri verdrängt hat. Aber gibt es einen Grund das zu verhindern? Ako macht eine gute Arbeit, und sie ist die eigentliche Vorarbeiterin der Frauen. Mariella bedroht auch ihre Position.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 21.04.2020 22:52

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ja, aber du darfst es nicht übertreiben..." meint sie ebenfalls lachend und zuckt bei seiner Einschätzung zu Palandrine hin die Schultern. "Ich denke, dass sie sich das auch ein wenig selbst zuzuschreiben hat. Aber genug davon. Vielleicht kann ich dich auf dem Spaziergang noch mehr den Tag vergessen lassen."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.04.2020 11:11

Tag 42, Früh Morgens, Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Es gibt keine Eskorte. Keine Einzige. Und es regnet, zwar nicht stark, aber der Himmle sieht so aus, als ob es den ganzen Tag so weitergehen könnte. Die Missmut der Questadoren hält sich allerdings in Grenzen, wahrscheinlich stiftet der Umstand Frieden, dass eben überhaupt kein Knochen da ist, um den man sich balgen kann. Einige, wie Korian, ziehen auf die Jagd, aber die meisten legen einen freien Tag ein. Für Alejandro hat Rijka eine Kräuterliste der Dottora, aber auch das ruft bei dem Wetter keinen Neid hervor, ist Kräuersammeln doch ohnehin nicht gerade eine sehr questadorenhafte Beschäftigung. Alejandro ist über den Spott nicht böse, hoffentlich gibt es keinen Neid, wenn sie dann ausbezahlt werden. Er mustert die Liste und reicht sie dann direkt an Sumaida weiter. „Ostufer, nicht wahr?“ Sie nickt. Sie denken wohl alle das gleiche, aber hier im Gildenhaus spricht es keiner an. Erste als sie den Fluss raufpaddeln, während der Regen langsam durch ihre Pelerinen dringt und Pfützen auf dem Boden des Kanus entstehen lässt, schneidet Marico mit einem noch recht neutralen „Ich bin mal gespannt, ob wir sie treffen“ an. Sumaida macht ein zustimmendes Mmh-mmh-Geräusch, und Alejandro widersteht der Versuchung sich umzudrehen. Er lacht statt dessen möglichst unbeschwert. “Ich hoffe mal, das Messer ist nicht zerbrochen.“ Die anderen lachen ebenfalls, und Alejandro atmet durch. „Wir machen das einfach wie immer. Wir suchen unsere Kräuter, und falls sie uns treffen wollen, werden sie das tun. Aber wenn wir sie suchen, würde ihnen das wohl ohnehin nicht gefallen.“ „In der Tat.“ „Ja, umm... das sehe ich auch so.“

Tag 41, Nachmittags, Manana della Suerte (Capitan)
„Immerhin hat sie nicht angeboten, eurem Onkel die Flöte zu blasen.“ Emilia wird rot bei Vecnas Bemerkung. Mariella hat die Strafversetzung schwer getroffen, und sie hat gebettelt und gebeten. Ihr Hauptargument, im Haus viel nützlicher zu sein als beim Zäune reparieren, ist noch nicht einmal falsch. Und sie hat sich wenigstens nicht die Bluse aufgerissen, soviel Würde hatte sie, das macht sie Emilia sympathisch. War das wirklich die beste Lösung? Sie ringt mit sich, ob sie Vecna drauf ansprechen soll, entscheidet sich aber dagegen. Vecna hat das eigentlich gut gemacht, hat die Entscheidung transportiert und sich nicht hinter Onkel Jorge oder ihr versteckt. Und dass sie zu Shiri hält ist ihr nicht vorzuwerfen. Sie geht einen Mittelweg. „Sprich bitte mit Ako und Tarito, dass sie draußen jetzt nicht besonders hart angefasst wird.“ Vecna nickt. „Mach ich, Donna. Aber Mita, Lora und Ako waren die ganze Zeit draußen auf dem Feld. Mariella war immerhin auch Matrosin, also so eine Zumutung ist es auch wieder nicht. Und ich glaub nicht, dass die irgendwelche Rechnungen offen haben.“ So arrogant aufgeführt hat sich Mariella dann auch wieder nicht. Aber vielleicht sieht das wer anders – Froschperspektive fühlt sich anders an, und wer fällt, kriegt gerne noch einen Tritt auf dem Weg nach unten. „Ich rede mit Ako, Donna.“ Emilia nickt, dann muss sie kichern. „Myra und Kongou fühlten sich nicht besonders bestraft, fürchte ich.“ Vecna lacht, mehr weil die Anspannung weicht, als weil es besonders lustig ist. „Ich war doch streng. Und euer Onkel auch.“ „Ich habs gehört.“ Sie lacht erneut, ein wenig verlegen, weil sie sich an ihre Gefühle von Neugier und ein wenig Neid erinnert. Nein, gelitten haben die beiden ganz eindeutig nicht, das konnte man auch anschliessend an ihrem Verhalten sehen. Ob das die richtige Art ist, Disziplin zu halten, ist eine ganz andere Frage, aber bei Onkel Jorge scheint es zu funktionieren.

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldos Miene hellt sich bei Boronayas Worten auf und er spannt sich, durchaus Vorfreude in der Stimme. „Da bin ich mir sicher!“ Sie vertreten sich die Beine ein wenig, dann führt sie der Weg zum Westhang von Sandalia, wo sie schon das erste Mal waren, und wieder wirkt der klare Nachthimmel und die über den abgeernteten Reisfeldern tanzenden Leuchtkäfer beruhigend und gleichzeitig anregend. Ribaldo tut einen kurzen Seitenblick, ob sie auch wirklich ungestört sind, dann nimmt sie in die Arme und küsst sie. „Hier haben wir uns das erste Mal geküsst.“
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Tag 41, Abends, Manana della Suerte (Capitan)
Der Capitan macht mit Vecna vor dem Abendessen noch einen abendlichen Rundgang, und aus einem Impuls heraus fährt er auch mit dem Kanu zum Anleger herunter. Einerseits, um etwas Bewegung zu kriegen, und der Blick aufs Wasser fehlt ihm auch irgendwie. Zum zweiten, um nicht unnötig Ako oder Mariella über den Weg zu laufen. Vecna hat die Sache wie mit ihm und Emi abgesprochen geregelt, und jede Diskussion darüber wäre bestenfalls verfrüht. Außerdem ist er angespitzt nach der Disziplinierung von Kongou und Myra, und freut sich auf etwas Zeit allein mit Vecna. Bis zur letzten Schleuse halten sie durch, beherrscht er sich nach eigenem Ansehen auch vorbildlich, aber dann, als es darum geht, das Kanu wieder anzuheben, stellt sie sich, anders als bei den beiden Schleusen vorher, so günstig, dass ihm die Hand ausrutscht. Sie kichert prompt. „Das hat aber gedauert. Ich hab den Blick auf meinem Po doch die ganze Zeit gespürt.“ „Du kannst den spüren?“ „Bei euch schon.“ Sie grinst. „Bekomme ich jetzt nur dasselbe wie Kongou und Myra, oder neben dem Riemen auch noch die Rute?“ Der Capitan lacht und macht sich an ihrer Tunika zu schaffen. „Letzteres.“ Er küsst sie, und sie legt die Arme um seinen Nacken. „Die hätten die beiden auch gerne gespürt.“ Der Capitan lacht geschmeichelt. Aber etwas beherrschen muss man sich. Er hätte Probleme beim Rasieren, wenn er seine Sklavinnen so einfach besteigt. Die können ja nicht nein sagen. Aber es wäre natürlich schön, wenn Vecna Recht hat.

Sie sind schon 'fertig' und genießen den Moment, als sie doch noch gestört werden – ein Leichter kommt vom Haus, und den Männerstimmen nach ist es wohl der von der Mine. Vecna kichert und flüstert. „Bindet mich los – oder wollt ihr den Ruf eurer Konnetabel vernichten?“ Der Capitan lacht ebenfalls. „Der Anblick würde ihnen wohl gefallen!“ „Das glaube ich.“ Aber er beeilt sich, und Vecna zieht sich eilig wieder an. Sie haben sogar noch Zeit, ins Kanu zu steigen und sich einen Vorsprung zu erpaddeln, damit sie dann am Flussanleger ganz unbeteiligt und überrascht tun können.
Aber ihr Ausflug erweist sich auch als sinnvoll. Nicht nur hat die Conchita offenbar Vorräte für die Mine abgeladen, es steckt auch ein Brief für den Capitan im Postkasten. „Ah, von Don Amatino.“ Der Capitan will schon das Siegel brechen, entscheidet sich aber dagegen. Das macht er zusammen mit Emilia. Aber nun kommt auch der Leichter an, und Georgino, der ihn mit vier Sklaven steuert, begrüßt sie erfreut und überrascht. Auch sein Blick ruht angetan auf Vecna, die das weder fördert noch entmutigt, und der Capitan sieht von eitlen, seinen 'Besitzstand' anzeigenden Gesten wie einem Klaps ab. Die Mine bekommt einiges an Vorräten, und während die Sklaven den Leichter Beladen, hat Georgino Zeit für einen Plausch, und der Capitan lädt ihn prompt auf einen Umtrunk nach dem Abendessen ein.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 23.04.2020 12:33

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie plaudert wenig auf dem Weg, genießt einfach den Spaziergang und die Anwesenheit Ribaldos. Als er sie dann fast stürmisch küsst, grinst sie und erwidert den Kuss leidenschaftlich, bevor sich weiter nach unten küsst. "Ich glaube du hast dir etwas Entspannung verdient," meint sie.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 23.04.2020 18:43

Tag 20, früher Abend, Westhang in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronayas Robe hat dank Al'Anfaner Schnitt den Vorteil, dass man mit nur ein wenig aufschnüren an alles Begehrenswerte herankommen, es gar freilegen kann, ohne das Kleidungsstück ausziehen zu müssen. Ribado lässt sich Zeit, geht auf sie ein, und während seine Hände eifrig dabei sind, etwas zu machen, was ihr gefällt, küsst er sie erneut, hier und dort, bis es dann doch einfacher wäre, die ganze Chose auszuziehen. Er ist zwar deutlich nicht so erfahren wie Prospero, der sie doch noch ganz anders in Wallung zu bringen versteht, aber es ist gut, schön und reicht gerade vollkommen. Dann ist es soweit, und anschließend sind sie beide erschöpft und glücklich, setzen sich auf die steinerne Brüstung und lehnen sich aneinander, die Aussicht genießend und in der Erinnerung an das soeben einander Geschenkte schwelgend. Und Boronaya verspürt Hunger. Schließlich war es.. na ja... anstrengend ist das falsche Wort, aber...
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 23.04.2020 23:45

Tag 20, früher Abend, Westhang in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie genießt die Zeit mit Ribaldo und versucht ihm wie versprochen eine schöne Zeit zu bereiten. Danach die Aussicht, das erfüllte Gefühl, heute war wirklich ein guter Tag gewesen und so lebt sie den Moment. Bis sich mit einem leichten Knurren ihr Magen meldet. "Du meinst nicht, dass wir irgendwo noch einen Straßenhändler mit Essen überfallen können, oder?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.04.2020 11:06

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Ribaldo lacht. „Stimmt.“ Seine Hände streicheln trotzdem erst noch einmal über gewisse Stellen, und ihr Magen wird vorübergehend überstimmt, dass es doch schöner wäre, erst einmal noch ein wenig zusammen sitzen zu bleiben, aber nach einigen Minuten hören sie Stimmen und Gekicher aus einer der engen Seitengassen, und es heißt, sich hastig anzuziehen. Es ist zwar nur ein Pärchen, recht offensichtlich mit denselben Absichten wie sie, und sie bemerken sie nicht einmal mehr, aber es wohl doch besser, jetzt zu gehen.
Sie suchen zusammen eine der kleinen Garküchen auf, die auch zu dieser Tageszeit immer noch geöffnet habe, allein weil viele Wohnungen keine Kochstelle haben, und manch Geselle nach der Arbeit noch zusammen mit seinen Kollegen isst, trinkt. Sie nehmen nicht die erstbeste und lassen den Abend bei einer Schale Nudelsuppe ausklingen. Die Wirtin ordnet sie wohl richtig ein – im Mondlicht war kaum Gelegenheit, sich wirklich salonfähig zu machen, und Ribaldo riecht nach Boronaya und umgekehrt, aber das gibt nur ein mütterliches Grinsen anstatt anzüglicher Bemerkungen.

Tag 41, Abends, Manana della Suerte (Capitan)
Georgino nimmt gerne an. „Nach dem Abendessen gerne, Capitan, Signorita. Wenn ich mir der Treue unseres Koches nicht sicher wäre, ich würde vermuten, er versucht uns alle zu vergiften.“ „So schlimm ist es bei uns nicht, aber wie bei Grandens essen wir auch nicht.“ Der Capitan lacht. „Wenigstens ist eure Köchin hübsch. Das bügelt einiges aus.“ Vecna nimmt Shiri in Schutz. „Unmöglicher Kerl. Aber eben typisch Kerl.“ Georgino verneigt sich. „Ich bitte um Verzeihung, Signorina, ich bin halt meines Vaters Sohn.“ Vecna lacht ebenfalls. „An ihrem Kaffee zumindest hat die Herrschaft noch nichts auszusetzen gehabt.“ „Dann schaue ich ab jetzt öfter vorbei!“ Sie verabschieden sich gut gelaunt, und Der Capitan und Vecna erpaddeln sich erneut einen Vorsprung. An der ersten Schleuse wartet ein Sklave der Macalinto mit einem Pferd zum Treideln des Leichters, sobald er oben angelangt ist, was die Ruderer sicher in den Armen spüren werden.
Vecna wartet, bis sie auch an ihm vorbei sind, dann dreht sie sich um. „Seht ihr, Shiri ist gar nicht einmal so schlecht.“ „Ist weniger ihre Kochkunst, Junger Hüpfer, das weist Du. Sie strengt sich ja an. Es ist ihr Rückgrat.“ Vecna kann ihm nicht widersprechen.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 24.04.2020 23:02

Tag 20, früher Abend, Weinstube in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Was auch sicher daran liegen kann, dass Boronayas Wangen immer noch gerötet sind, davon, dass sie fast erwischt wurden. "Irgendwann habe ich mal noch einen Herzstillstand," meint sie schmunzelnd als sie am Stand sind und sie genüsslich in das Essen beißt. Mal wieder neben dir aufzuwachen wäre auch schön. Aber ich glaube ich muss jetzt dann auch langsam wieder ins Bett. Morgen wollen wir jagen..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.04.2020 13:06

Tag 21, Vormittags, Südlich Sanitnera irgendwo am Westufer (Boronaya)
Am nächsten Morgen geht es zunächst ins Gildenhaus, aber es wird schnell klar, dass es für sie keine Tagesaufträge gibt, und so ziehen sie in den Nieselregen auf die Jagd. Es geht mit einem großen Kanu ein Stück flussabwärts an das Westufer, als Orientierungspunkt dient offenbar ein Bach, der neben einem Felsen einmündet. Hier deutet Sertudo landeinwärts. Die Luft ist besser als im Sumpf, aber es ist anstrengend, und obwohl sie alle erfahren sind, besteht bei sechs Leuten doch dauernd die Gefahr, sich aus den Augen zu verlieren. Mangels Jagdwaffe und -erfahrung ist Boronaya auf eine tragende Rolle reduziert, aber immerhin treiben sie nacheinander drei Wasserschweine auf, die Makita und Sertudo erlegen, obwohl bei einem Bule den Gnadenstich geben muss.Dann ist es auch schon Mittagszeit, und sie müssen sich beeilen, eine improvisierte Schutzhütte zu errichten. Das Gelände ist überraschend felsig, obwohl es vom Fluss aus wie sanft anstiegende Hügel wirkte. Kein gutes Gelände, um Plantagen anzulegen.

Tag 41, Abends, Manana della Suerte (Capitan)
Die Abwechslung durch den Besuch tut Emilia gut, auch wenn Georgionos fröhliche und eher gewohnheitsmäßige Avancen an ihrer horasischen Höflichkeit wirkungslos abprallen. Sofern er nicht übertreibt, dann scheint er zuversichtlich zu sein, die Vorgabe seines Vaters einhalten zu können, allerdings wohl eher dadurch, dass er auf kleiner Flamme einen Testbetrieb etabliert, als die Produktion wirklich anlaufen zu lassen. Als er weg ist, steht noch eine Sache an, bei der sie sich nicht sicher ist, ob sie dabei sein soll, und sie entscheidet sich dann doch dagegen, als der Capitan zu Shiri sagt. „Und wir zwei beiden haben noch etwas zu bereden, junge Dame, wenn ich mich recht erinnere.“ Die wird auch prompt rot und streicht sich verlegen durchs Haar. „Jawohl, Capitan.“ Nicht gerade die Reaktion von jemand, die fürchtet, auf dem Bauch schlafen zu müssen!
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 25.04.2020 23:10

Tag 21, Vormittags, Südlich Sanitnera irgendwo am Westufer (Boronaya)
"Gar keine schlechte Ausbeute," gibt sich Boronaya zuversichtlich. "Ich kann, wenn jemand mitkommt auch versuchen ein paar Heilkräuter zu finden, wenn das Sinn macht. Oder ich kann euch als Panther helfen..." schlägt sie unter dem Regendach vor. "Warst du denn schon mal hier?" fragt sie ihren Anführer, der ja die Stelle kannte.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.04.2020 16:50

Tag 41, Abends, Manana della Suerte (Capitan)
Das 'Gespräch' dauert etwas länger, und Emilia hat sich bereits bettfertig gemacht. Eine gewisse Neugier war da, eventuel hochzuschleichen und etwas zu lauschen, aber sich dabei erwischen zu lassen wäre doch zu peinlich gewesen.
Als er seine Jacke auszieht, raschelt etwas, und er erinnert. Sich. „Ich werde alt.“ Emilia lacht. „Wohl eher hattest Du was anderes im Kopf.“ Der Capitan lacht ebenfalls. „Vielleicht beides. Aber nicht frech werden!“ Emilia zieht die Knie an. „Sonst was? Bekomme ich dann auch was hinten drauf?“ Es kommt weniger locker als sie es beabsichtigt hat. Der Capitan zieht den Brief aus der Manteltasche und hängt ihn auf. „Vielleicht.“ „War's wenigstens schön? Was ist das da denn?“ „Wir haben Post bekommen. Mach mal Licht an.“ Er zögert. Natürlich hat Emilia Dampf im Kessel. Wie sollte das anderes sein, sie ist ja eine gesunde junge Frau. Und da ihr Georgino nicht zusagt, und sie sich kaum mit den Sklaven einlassen kann – das kann er ja verstehen, die können ihr nun kaum was bieten – nun ja. Sie muss ein wenig unter Leute kommen. Und ansonsten... ein paar Klapse sind ja harmlos. Ist ja nicht so, dass er was mit seiner eigenen Nichte anfängt, wie einer dieser Silberberger.
Das klingt selbst mit den Seidenzungen seines inneren Schweinehundes vorgetragen etwas tönern. Bestenfalls ein schmaler Grat. „Ich verbitte mir die Frage, verehrte Nichte. Ich habe nur unsere Köchin gezüchtigt. Na ja... gelogen...“ Emila lacht. „Ich wollte gerade sagen. Ich hab euch bis hier unten gehört. Also sie zumindest. Von wem ist der Brief?“ Sie steht auf und entzündet die Öllampe. „Von Don Amatino. Du erinnerst Dich?“ „Wie könnte ich nicht? Wegen dem Esszimmer und den Hunden? Was schreibt er?“ „Nicht so schnell... Hmm... Er lädt uns beide ein. Übermorgen Abend. “ „Das heißt, wir können endlich mal wieder in einem vernünftigen Bett schlafen?“

Tag 42 Vormittags, am Ostufer im Dschungel bei Nieselregen, (Crocodileros)
Die Suche ist tatsächlich mühsamer im Regen, obwohl sie die Stellen mittlerweile gut kennen. Sie sind trotzdem fast fertig, als Alejandro sich aufrichtet und nach einigem Spähen sagt. „Ich sehe dich.“ Tamaka macht sich sichtbar. „Das hat aber gedauert, Bringt Neues Essen. Ich hätte dich dreimal mit dem Speer treffen können.“ Sie lächelt. „Aber Du wirst besser. Seid gegrüßt, Helles Haar, Ma-Ri-Co.“ Auch eine weitere Eingeborene erscheint, aber es ist nicht Tewaewae sondern eine, die ihnen beim Kochen geholfen hat, und deren Name entweder nicht genannt wurde oder, so peinlich das wäre, er vergessen hat. Alejandro freut sich, Tamaka zu sehen, aber noch während sie den Kriegerhandschlag austauschen, fällt ihm der Verband an ihrem Bein auf. „Hast Du gekämpft? Geht es Dir gut?“ Tamaka nickt stolz. „Wir stießen bei der Jagd auf die gespaltenen Zungen. Mein Speer färbte sich rot! Keiner von ihnen entkam, und keiner von uns ging in die ewigen Dschungel ein. Das ist nur ein Kratzer, es heilt gut. Die Medizin der Schamanin ist stark.“ Sumaida widersteht dem Impuls, den Verband zu kontrollieren. Das wäre wohl eine massive Unhöflichkeit gegenüber der Schamanin, außerdem schien Tamakas Gang nicht beeinträchtigt. „Ich freue mich, dass es Dir gut geht, Tamaka!“ Diese lächelt. „Waren es Kundschafter?“ Tamaka nickt auf Alejandros Frage hin. „Ja, drei. Genau wie wir. Aber wir waren besser.“ Die andere Anoiha, die offenbar davon ausgeht, bekannt zu sein, was sie ja auch ist, nur leider nicht namentlich, nickt. „Tamaka hat zwei von ihnen getötet!“ Alejandro nickt beeindruckt. „Es war kein Maru, wie bei Dir, aber es waren Krieger. Eines Tages töte ich auch einen Maru, dann bin ich genau so gut wie Du, Bringt Neues Essen!“ Alejandro wird rot und winkt ab. „Ich bin dabei beinahe verreckt – lass es lieber. Ich wäre auf eine Wiederholung nicht scharf.“ Nicht nur ihm fällt auf, das er auf Tamakas unbekleideten Oberkörper schaut. Tamaka lächelt erfreut, was sich in ein Grinsen verwandelt, als Sumaida ihn mit einem „Starr nicht so, das ist unhöflich!“ knufft. Sie schaut sich dann aber um. „Ihr sucht wieder Kräuter für eure Sippe?“

Tag 21, Vormittags, Südlich Sanitnera irgendwo am Westufer (Boronaya)
„Ein paar junge Affen wären schön – die geben einen guten Preis. Und die sind hier offenbar schon schlau genug um zu wissen, was eine Balestra ist.“ Jucho kratzt sich am Kopf. Makita grinst. „Na ja, ob die nicht auch schlau genug sind, um zu wissen, wie ein Panther aussieht? Na egal – ich will dich auch mal als Panther sehen, und für die Jungs fällt Dein Anblick im Tsa-Kostüm dabei ab.“ Die weisen die Unterstellung verlegen bis empört von sich. Die Wahrheit liegt wahrscheinich in der Mitte. Sowohl Bule wie auch Jucho haben im Badehaus ihren Anblick ertragen, ohne Nasenbluten zu bekommen, und Sertudo ist eh in festen Händen.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 27.04.2020 23:59

Tag 21, Vormittags, Südlich Sanitnera irgendwo am Westufer (Boronaya)
"Ja wieso denn nicht? Ich muss mich auch noch mehr an die Gestalt gewöhnen, wenn der Zauber mir besser von der Hand gehen soll. Und ich glaube nicht, dass sie mit Menschen und einem Panther rechnen."
Sie legt die Klamotten sorgafältig ab, achtet darauf dass nachher nicht noch Überraschungen darin lauern. Die Verwandlung selbst ist jetzt nichts besonders Ansehnliches und ganz sicher gewöhnungsbedürftig, wie aus der schönen Moha ein schwarzglänzender Panther wird, mit Klauen die einem mühelos aufschlitzen können. Nachdem er sich die Jungs einen Moment angesehen hat, so wie ein Tier Beute betrachtet, dreht er sich um und verschwindet im Dschungel. Vielleicht könnte er ihnen auch ein paar Affen zutreiben und einen erlegen, mal sehen.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 28.04.2020 08:12

Tag 42, Morgens, Manana della Suerte (Capitan)
Akos Regime macht sich schon beim Frühstück bemerkbar. Sie werden jetzt formeller bedient, und – trotz deutlicher Zugeständnisse an den Geschmack des Capitans – bemühen sich Kongou und Myra um ein einheitlicheres Erscheinungsbild. In der Küche ist es ruhiger, und Akos Höflichkeit gegenüber Shiri übertüncht die Tatsache, dass auch sie das Organisieren übernimmt, einfach weil Shiri das sofort jemand anderem überlässt, wenn dieser Anstalten dazu macht. Neue Informationen zum Verlauf hat Vecna auch für Emilia, als sie zusammen mit Inanzuna etwas Sparring machen. Also von Inazuna mit einem Bambusschwert verhauen werden, wie Vecna es beschreiben würde. „Gestern gab es einen massiven Streit zwischen Myra und Mariella.“ Emilia kann es sich denken. Mariella hat ihrer Cousine wohl vorgeworfen, sie im Stich gelassen zu haben und sich bei ihrem Onkel ranzuschmeissen – letzteres stimmt ganz eindeutig. Und Myra wird Mariella vorgeworfen haben, selbst schuld zu sein, zu herrschsüchtig aufgetreten zu sein und sich zu fein gewesen zu sein, auch etwas mit dem Hinterteil zu wackeln. „Haben sie sich wenigstens versöhnt?“ „Denke schon. Sie reparieren jetzt den Zaun bei den Fischteichen und lichten das Unterholz.“ Emilia nickt. Fisch als Ergänzung wäre schön. Vecnas und Shiris Jagderfolg hält sich zunehmend in Grenzen.

Tag 42 Vormittags, am Ostufer im Dschungel bei Nieselregen, (Crocodileros)
Alejandro bejaht, nimmt nebenbei mit, das Marico mit der anderen Anoiha flirtet. „Kommen mehr Echsen in euer Gebiet?“ Tamaka überlegt kurz, vielleicht ob sie über sowas mit ihm reden darf, entscheidet sich aber dafür. „Nein. Nicht mehr. Die Schamanin hat den Ewigen Dschungel bereist und gesehen. Die Schlangen mit den gespaltenen Zungen gingen auch über den breiten Fluss, und dabei ärgerten sie den Großen Wasserbüffel, den Vater unzähliger Kinder. Da wurde er wütend. Er sammelte seine Söhne und ging in ihr Dorf, da stieß er ihre Schamanin und ihren Kriegshäuptling nieder, und er schnaubte dass ihre Hütten fortflogen wie welke Blätter im Wind. Und er verkündete ihnen mit zornbebender Stimme: Wenn ihr noch einmal ein Dorf überfallt, dann komme ich wieder und zertrampele euer ganzes Dorf unter meinen Hufen!“ Alejandro braucht einen Moment, aber dann fällt bei 'Vater unzähliger Kinder' der Heller. Den alten Macalinto verärgert man sicher nicht ungestraft, und ihr Hauswappen ist ein schwarzer Büffelkopf auf gelben Grund. Marico räuspert sich. „Wir gehen dann mal Affen zählen, in Ordnung?“ Die beiden sind sich offenbar einig.
Alejandro wird rot. Du kennst doch nicht mal ihren Namen! Auch Sumaida errötet. „Um... Was ist denn mit Taewaewe?“ Die andere Anoiha ist unbekümmert. „Taewaewe hat sich beim Blütenfest einen Mann ausgesucht. Sie macht jetzt nicht mehr Liebe mit anderen Männern.“ Sumaida nickt. „Ah.“ Marico verschwindet im Busch, seine 'Eroberung' an der Hand. Tamaka berührt Alejandro an der Wange. „Tamaka hat nicht gewählt. Sie will lieber weiter mit Bringt Neues Essen Liebe machen.“ Sumaida hustet. Tamaka streicht sich verlegen eine Strähne aus dem Gesicht. „Helles Haar darf gerne mitmachen. Tamaka will ihr Bringt Neues Essen nicht wegnehmen.“ Alejandro stirbt beinahe vor Verlegenheit.

Tag 21, Vormittags, Südlich Sanitnera irgendwo am Westufer (Boronaya)
Beim Anblick des Panthers so nahe bei ihnen gehen unwillkürlich einige Hände zum Griff der Waffe, nur um sich dann etwas verschämt wieder zu lösen.
So schön es ist, als Panther umher zu streifen, ernsthaft zu jagen ist gar nicht so einfach. Sie kommt sich gar nicht so elegant vor, und vor allem bekommen die Affen sie sehr schnell spitz, schimpfen sie aus und versuchen sogar, sie unter Beschuss zu nehmen. Sie schleicht sich mehrfach vergeblich an, schließlich findet sie einen Dummen, der sich auf einen Baum geflüchtet hat, von dem es kein Entkommen gibt, und alles Geschrei seiner Freunde auf den Nachbarbäumen hilft ihm nicht. Unten am Boden, als die Aufregung und Befriedigung über das erfolgreiche Schlagen ihrer Beute nachlässt, dringt ein anderer Geruch in ihre Nase. Sie kann damit nichts anfangen, aber er ist streng, und dem Panther in ihr gefällt er gar nicht. Er ist nicht ganz frisch, aber auch nicht so alt, dass er zu vernachlässigen wäre, das scheint jedenfalls die Reaktion des Panthers zu sein. Ist da sogar Angst? Lieber weg.
Zurück in der Hütte besieht sich Sertudo den Affen. „Nichts für ungut, aber auf dem Markt verkaufen können wir den so nicht. Sieht halt wie ein Wildbiss aus. Aber wenn wir ihn ausnehmen, nimmt ihn Senora Ponches bei euch sicher.“ Jucho grinst. „Und auch nichts für ungut – aber auf zwei Beinen bist Du mir deutlich lieber, Naya.“ Die Gruppe war nicht faul und hat etwas Grünzeug gesammelt - hauptsächlich für die Küche, aber auch etwas Amuekakave und Donf. „Das Amuekakave können wir waschen und auf dem Markt verkaufen. Den Donf nimmt uns wahrscheinlich der Apotheker ab.“ Zumindest den richtigen Donf. Boronaya muss ungefähr ein Drittel davon wieder aussortieren, weil es eben anderes Schilfgras und kein echter Donf ist. Ihre Kameraden ertragen es mit Fassung.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 28.04.2020 18:11

Tag 21, Vormittags, Südlich Sanitnera irgendwo am Westufer (Boronaya)
Boronayas Jagen war dann doch weniger erfolgreich als gedacht und vor allem schwieriger. Aber immerhin hatte sie doch noch etwas erwischt und irgendwie hatte das auch Spaß gemacht. Als sie sich dann zurückverwandelt hat und wieder angezogen ist, deutet sie mit dem Kopf in die Richtung in der sie ihre Beute erlegt hat.
"Naja, das nächste Mal sammel ich dann wohl lieber mehr Grünzeug," gibt sie zu. "Irgendetwas war auch da hinten. Ein sehr strenger Geruch, irgend etwas vor dem Panther Angst haben. Habt ihr eine Idee, was das sein kann?"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 29.04.2020 08:44

Tag 21, Vormittags, Südlich Sanitnera irgendwo am Westufer (Boronaya)
Sertudo überlegt. „Da kommt eigentlich bei einem Panther nur ein Tiger in Betracht. Kann mir nicht vorstellen, dass die vor was anderem Angst haben.“ Er wirkt nicht sonderlich beunruhigt. „Tiger jagen normalerweise keine Menschen in Gruppen – man kann jahrelang einen Tiger neben der Plantage leben haben, ohne ihn zu bemerken. Aber sie verteidigen ihr Revier natürlich. Und einzeln begegnen oder gar kämpfen gegen einen möchte ich auch nicht.“ Stellt er gleich klar. „Ohne Arbalette ist das nämlich ziemlich aussichtslos. Der stellt sich nämlich nicht, und nachtragend sind die Biester auch. Bei Tigerjagden stirbt fast immer jemand.“ Jucho entscheidet. „Wir haben, was wir wollen – wir gehen. Für eine Tigerjagd sind wir zu wenige und falsch ausgerüstet.“

Tag 42 Vormittags, flussaufwärts am Ostufer im Dschungel bei Nieselregen, (Crocodileros)
Da ein Verzicht besonders nach dem soeben Gehörten wohl eine wirkliche Beleidigung wäre, macht Alejandro mit, obwohl er eigentlich nicht richtig in Stimmung und viel zu verlegen ist. Auch sie schlagen sich etwas in die Büsche, und Tamakas Ortskenntnis führt sie durch ein nahes Bambuswäldchen zu einer kleinen Felskante, wo ein kräftiger Bach einen kleinen Wasserfall speist, der über ein langgestrecktes, flaches, steinernes Becken abfließt, bevor er im Bambus verschwindet. Ein hervorragender Rastplatz, besonders, da in diesem Moment der Regen aufhört. Anders als befürchtet, will Tamaka auch nicht sofort Ernst machen, so dass sie sich erst einmal ausruhen und noch etwas schwatzen können. Sumaidas Mohisch ist immer noch nicht das beste, und Alejandro stellt auch immer wieder fest, dass er zwar die Sprache ganz gut hinbekommt, die Denkweise der Anoihas ihn aber doch immer wieder vor Rätsel stellt. Er kann es schlecht fragen, aber einerseits ist Tamaka wohl die beste Kriegerin, oder zumindest Jungkriegerin, aber welchen Status sie innerhalb der Sippe hat, kann er nicht ermessen. Die beste Kriegerin lässt man doch nicht von einem Fremden öffentlich demütigen – und nichts anderes waren ja die angeordneten Stockschläge. Oder wollte die Schamanin ihn nur in eine Situation manövrieren, wo er ihren Preis akzeptieren würde? Das ist seiner Ansicht nach bisher das wahrscheinlichste.
„Du machst ein Gesicht wie ein Alter Mann, Bringt Neues Essen! Lass uns das Wasser genießen!“ Tamaka legt ihren Lendenschurz ab, was ihn dann doch prompt auf andere Gedanken bringt, und sie schälen sich zuerst aus ihren Rüstungen und Kleidern. Tamaka macht den Anfang und planscht im Wasser, und sie tun es ihr gleich und albern mit ihr herum. Dann wird es doch noch 'ernst', und irgendwie ist das alles nicht so kompliziert, wie Alejandro es sich gemacht hat. Sumaida und Tamaka scheinen zu harmonieren, und er lässt sich einfach darauf ein, wie sie sich gegenseitig die Bälle zuspielen.
Anschließend setzen sie sich erneut ans Wasser und reden. Tamaka deutet es mehr an, als dass sie es wirklich sagt, aber offenbar hat die Schamanin das Dorf an eine besser zu verteidigende Stelle verlegt und dort auch eine Palisade errichten lassen, die nicht nur den Dschungel, sondern auch Angreifer abhalten soll. Wohl weil die Geister geraten haben, länger an einem Platz zu verweilen. „Du würdest es niemals finden, es sei denn, ich zeige es dir!“ Alejandro, der den Kopf auf Sumaidas Schoss hat, widerspricht nicht. Tamaka beugt sich über ihn. „Bringst Du mir noch etwas bei, wie Du kochst und brätst? Tamaka will nicht nur die beste Kriegerin der Sippe sein.“ „Wie, hier?“ „Ich könnte ein paar Fische fangen, das kann Tamaka sehr gut! Sie ist die beste Jägerin ihres Stammes!“ Sie kichert, als Alejandro den niedrig hängenden Früchten nicht widerstehen kann. Alejandro schaut zu Sumaida hoch. Die kichert auch, nickt dann aber. „Ich hab ohnehin Hunger.“ Alejandro fällt sehr spät etwas ein. „Finden die uns eigentlich?“ Tamaka bleibt in Reichweite seiner Hände und ist unbekümmert. „Ngau K'Aute Aroha kennt den Platz.“ Alejandro muss lachen. „Ist ihr Name...“ „Natürlich. Sie beißt dabei.“ Jetzt kichert auch Sumaida. „Armer Marico.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 29.04.2020 22:28

Tag 21, Vormittags, Südlich Sanitnera irgendwo am Westufer (Boronaya)
"Ein Tiger? Das ging dann ja noch mal gut aus. So einem mag ich nicht einfach so begegnen. Hast du mit solchen Tigerjagden Erfahrung," fragt sie Sertudo auf dem Weg zurück.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 30.04.2020 08:49

Tag 21, Vormittags, Südlich Santinera irgendwo am Westufer (Boronaya)
Sertudo zuckt mit den Shcultern. „Tigerjagd ist entweder eine riesige Treibjagd, wo man ihn dem eigentlichen Jägern vor die Arbalette treibt, oder man legt sich auf einem Jagdturm auf die Lauer, wenn er von der Sorte st, die Vieh schlägt. Beides gefährlich, denn Tiger sind schnell, schlau, und im Busch trotz ihres Fells hervorragend getarnt. Du bemerkst sie meistens erst, wenn sie dich anspringen. Und dann bist Du so gut wie tot. Oft greifen sie gezielt den eigentlichen Jäger an, so als wüssten sie instinktiv, der der gefährlichste Gegner ist. Und wenn dann der Schuss nicht sitzt...“
Flussaufwärts zu paddeln, zudem noch mit der Beute im Boot, ist viel anstrengender als mit dem leeren Kanu flussabwärts, ud als sie am frühen Nachmittag in Santinera eintreffen, spüren sie es alle in den Armen. Bei ihrer Rückkehr teilen sie sich auf. Makita und Sertudo übernehmen es, auf dem Markt das Moos los zu werden, die Wasserschweine und der Affe gehen über Senora Ponches in die Nachbarschaft. Für den Donf werden sie sich landfein machen müssen – oder zumindest ordentlich waschen und ihre Ausrüstung säubern, schließlich liegt der Apotheker in Magnolia, da kann man nicht wie ein Buschläufer aufschlagen. Diese Aufgabe bekommen Tonarev und Boronaya zugewiesen.
Dreck vorbeischwimmen lassen

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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 30.04.2020 19:09

Tag 21, Vormittags, Südlich Santinera irgendwo am Westufer (Boronaya)
"Das klingt ja einladend. Gut ich glaube Tiger streichen wir von der Beutliste," meint sie schmunzelnd.
Wieder zurück macht sie sich mit Tonarev präsentabel, ein ausführlichstes Bad ist es zwar nicht, aber sie waschen sich kurz und ziehen frische Kleidung an. Sonst kann man ja kaum dem Apotheker entgegen treten und zumindest die schlimmsten Mitbewohner sollte man bald loswerden.
"Dann schauen wir einmal, ob er den Donf haben möchte. Das dürfte übrigens einträglicher als die Jagd sein, wenn man weiß wo welche Kräuter und Pflanzen wachsen," merkt sie auf dem Weg zu ihm an.
Fear cuts deeper than swords.

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