DSA4 Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Chephren » 20.03.2020 22:04

Tag 19, Abends, Herberge Weisser Ara in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Ich hoffe jetzt einfach das Beste..." gibt sie zurück. "Und ihr habt es immerhin geschafft mir die Hoffnung da wiederzugeben. Das allein ist schon etwas."
Sie füllt die Lücken bei der Erzählung etwas und reicht dem Mann auch das Stück Wäsche, welches sie heute getragen hat.
"Fast hoffe ich, dass er läuft," knurrt sie etwas vor sich. "Signora, Signores. Auf eine erfolgreiche Jagd."
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Die Gilde der Crocodileros und Questadoren in Santinera

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 21.03.2020 10:57

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr nahe der Püschelgasse, beim Zigarrendreher,Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya muss einfach glauben, dass die kleine Zigarrenwerkstatt, wo innerhalb von zwanzig Schritt zwei Stiegen und drei Gassen aufeinander treffen, ein neuralgischer Punkt im Wegegeflecht ist. Aber die Garde wird es wohl wissen. Gardistin Colada ist noch recht jung, wahrscheinlich nicht älter als Boronaya, und es ist nicht ganz klar, ob Boronayas Anwesenheit, die Sanktionsandrohung ihres Vorgesetzten bei Versagen oder die Aussicht auf eine Verfolgungsjagd. Für ihre sichtliche Anspannung verantwortlich sind. Aber gut zu Fuß scheint sie zu sein.
Eine gefühlte Ewigkeit, in der Boronaya wie so häufig die Blicke Vorbeikommender auf sich zieht, passiert gar nichts, dann erklingt weiter oben am Hang der gellende Pfiff aus einer Trillerpfeife und, deutlich schlechter zu hören, ein: „Halt! Halt, Stehenbleiben! Haltet den Dieb!

Tag 33, später vormittags, Manana della Suerte (Capitan)
Es ist schon überraschend, wie abrupt der Übergang von Vertrautem zu Fremden ist. Nach den Gemüsebeeten verläuft der – hier schon instand gestezte Schutzzaun, und durch ein einfaches Gatter geht es... nun, in die Wildnis. Besonders viele Hütten waren es nie, ein halbes Dutzend vielleicht, und der Dschungel hat sich die kleine Siedlung bereits zurück geholt. Die mit Gras gedeckten Dächer sind eingesunken, die kleinen Gemüsebeete verwildert, die wenigen Wege kaum noch zu erahnen, die niedrigen Zäune Stolperfallen im hohen Gras.. Wertvolles wurde nicht zurück gelassen, und die Hütten sind in einem Zustand, dass man sie wohl besser später, wenn man sie braucht, gänzlich neu errichtet. Emilia und Vecna bleiben zusammen, sich immer wieder mit der Machete den Weg frei hauend. Nach etwas Suchen und einem Stolpern Emilias in einen vom Gras verdecken, schlammigen Graben, stoßen sie auf den Schutzzaun, der auch hier die Hütten umgibt, und da es hier die Bäume nicht so dicht stehen, ist er auch in besserem Zustand als die Hütten. Daran entlang gehend, gibt es ein weiteres Gatter, und Emilia und Veca schauen sich an. Emilia deutet auf ihre bis über die Knie reichende Schlammverzierung. „Jetzt kommt es auch nicht mehr drauf an.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 21.03.2020 21:54

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr nahe der Püschelgasse, beim Zigarrendreher,Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronaya wirkt auch nicht viel weniger angespannt. Das ist ihre erste Verbrecherjagd. Und es geht um sie selbst. Aufregend. Im Geiste malt sie sich ein paar Sachen aus, die sie mit den Halunken anstellen würde.
"War das euer Vorgesetzter?", flüstert sie leise bei dem Aufruhr.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.03.2020 08:40

Tag 33, später vormittags, Manana della Suerte (Capitan)
Emilia zögert, dann öffnet sie das Gatter, dessen alte, offenbar brüchig gewordene Lederscharniere prompt reißen, so dass sie es hinter sich gegen die Pfosten lehnen müssen. „Das fängt ja gut an.“ Sie suchen sich ihren Weg durch das Unterholz. Emilia kann nicht anders. „Bist Du sicher, dass wir uns nicht verlaufen?“ Vecna projeziert Zuversicht. „Keine Sorge, Donna.“ Emilia nickt und stellt fest, dass beim nur halb vermiedenen Sturz in den Schlamm des Grabens offenbar doch Wasser in den Stiefel gelangt ist, und - noch unangenehmer – sich etwas auf den langen Marsch ihr Hosenbein hinauf gemacht hat. „Können wir mal halten, ich fürchte, mir ist was ins Hosenbein...“
Es ist tatsächlich nur ein kleiner Tausendfüssler, und Emilia kommt sich unheimlich albern vor, wie sie mit halb heruntergelassener Hose im Busch steht und sich von Vecna helfen lassen muss. Dann aber blickt sie um sich, vielleicht, weil sie unwillkürlich Zuschauer fürchtet. „Äh... ich glaube, wir haben gefunden, was wir gesucht haben.“ Sie zieht sich eilig die Hose hoch. Überwuchert durch Schlingpflanzen und Ranken sehen sie einen hölzernen Torbogen neben sich, im Bogen ausgeformt wie ein zerbrochenes Rad. Und nun, da sie näher schauen, finden sich auch zerstörte Reste eines aus Bambus geflochtenen Eingangstores. Sie gehen vorsichtig voran, vielleicht etwas enger zusammen bleibend, als unbedingt nötig, aber keine spricht es an. Nach und nach finden sie die Gräber, und schließlich spricht Emilia es aus. „Ich hatte nicht mit so vielen gerechnet. Natürlich gibt es den einen oder anderen Unfall bei großen Bauprojekten, das bleibt nicht aus. Aber über drei Dutzend?“ Vecna nickt. „Das sollten wir den Sklaven erst mal nicht erzählen, Donna.“ Emilia nickt. „Was meinst Du, war es Fieber?“ Vecna zögert. Es würde sie wundern, wenn der Erbauer der Anlage, der so durchdacht und geschickt geplant und gebaut hat, als Arbeiter keine dschungelgewohnten Sklaven eingesetzt hätte. „Meint ihr, Don... wie hieß er noch?“ „Bonveccio“ „Er hätte euch was verschwiegen?“ Emilia schaut sich erneut um. Der Ort ist schon irgendwie unheimlich, einfach weil es ein verlassener Friedhof ist. „Ich weiß nicht. Ich glaube nicht, dass er mir übel wollte.“ Sie schüttelt sich unwillkürlich. „Lass uns zurück gehen.“ Vecna hat keine Einwände.

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr nahe der Püschelgasse, beim Zigarrendreher,Sandalia, Santinera (Boronaya)
Colada lacht abgeklärt. „Ich bin die Dienstjüngste. Jeder ist mein Vorgesetzter.“ Dann erklingt die Trillerpfeife und der Ruf, und sie schauen sich um. Augenblicke vergehen, aber niemand kreuzt rennend die Gasse oder sprintet gar durch sie hindurch. Dann flucht Colada. „Da vorne! Das muss er sein.“ Sie legt sich ins Zeug. Sie erreichen die Gasse gerade noch rechtzeitig, um in gut zwanzig Schritt Entfernung gerade noch einen jungen Mann bereits um die nächste Ecke biegen zu sehen. „Verdammt! Er ist einfach ganz natürlich über die Gasse geschlendert als wäre nichts. Der hat Nerven! Aber wir kriegen ihn am... ihr rennt geradeaus, dann die zweite links, über die Mauer beim Töpfer, durch den Hof und auf die Straße. Wahrscheinlich kommt er euch schon entgegen!“ Sie selber folgt dem Flüchtling direkt, selber ihre Trillerpfeife benutzend , was auch irgendwo hinter und vor ihnen aufgenommen wird.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 22.03.2020 16:58

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr nahe der Püschelgasse, beim Zigarrendreher,Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Dieser Sohn einer Seegurke!" flucht auch Boronaya und nimmt die Beine in die Hand. Kurz überlegt sie sich zu verwandeln, aber das würde länger dauern und dann wäre er weg. Also rennen, links, dann die Mauer hoch und weiter, auf die Straße. Jetzt flucht sie ein wenig. Die Kleider für den Dschungel wären besser gewesen und sie hätte weniger Sorge haben müssen irgendwo hängen zu bleiben. Sie schaut sich um. Wo ist der Kerl?!
Da, da kommt er auf sie zu. Sie stellt sich fester hin und greift den Stab fester. Sie müsste ihn nur aufhalten, mehr bräuchte es nicht, und wenn sie ihm dabei noch die Nase brechen konnte. Umso besser...
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 23.03.2020 12:15

Tag 33, spät vormittags, Manana della Suerte (Capitan)
Wie nicht anders zu erwarten, ist der Capitan in der Zwischenzeit zurück gekehrt und vermisst sie bei einer Tasse Kaffee im Schatten auf den Stufe zum Hof. „Ich hab mich schon gewundert. Wo seid ihr denn in den Sumpf gesprungen?“ Emilia überlässt es Vecna, zurück zu geben. „Da wir kein Badehaus haben, dachten wir uns halt... Nein, wir haben uns im Südosten die verfallenen Freigelassenenhütten angeschaut. Sind total hin.“ Myra kommt und bringt Kaffee, und offenbar hat sie sich entschlossen, Vecnas Behauptung auf die Probe zu stellen. Jedenfalls braucht der Capitan nicht groß den Kopf zu verrenken. Vecna beherrscht sich, ihre Stiefel ausziehend. Emilia trennt sich zusätzlich zu ihren Stiefeln auch von ihrer verschlammten Lederhose. „Bring mir von oben die Stoffhose, die über dem Stuhl liegt. Und putze Vecnas Stiefel gleich mit, wenn Du schon dabei bist.“ Myra verneigt sich. Emilia widersteht dem Impuls, sie aufzufordern, wenigstens eine Schnürung des Mieders anzudeuten. Sie hat wirklich alles offen gelassen. Muss die so angeben? Als Myra weg ist, pustet sie über ihren noch heißen Kaffee. „Du hättest ihr ruhig ein Dutzend geben können, Vecna.“ Die lacht. „Das dachte ich mir auch gerade... nun, Gelegenheit verpasst.“ Der Capitan schaut sie beide nacheinander an. „Ein Dutzend? Wofür denn? Doch nicht etwa, weil sie mir die Aussicht verschönert?“ Vecna lacht. „Nein. Doch nicht deswegen. Das ist erlaubt.“ Der Capitan lacht. „Da bin ich ja beruhigt!“ Emilia erklärt. „Sie hat versucht, Rumo herum zu kommandieren.“ Der Capitan seufzt. Rumo ist mit Abstand ihr bester Handwerker. Aber auch ein... wie soll man sagen... Seelchen. Er schaut auf Emilias nackte Beine. „Hast Du keine Sorge, Rumo könnte dich so sehen?“ Emilia pustet wieder über ihren Kaffee, der ist noch immer zu heiß. „Es sind nur meine Beine. Wie sieht es bei den Gräben aus?“ Der Capitan brummt. „Geht voran, aber langsam.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 23.03.2020 22:22

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr nahe der Püschelgasse, beim Zigarrendreher,Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie stellt sich ihm entgegen, Beine fest in den Boden gestemmt und will ihn mit einem Schlag in die Beine auf den Boden befördern. Aber sie hat die Wendigkeit des Aals unterschätzt, der einfach so über den Stab springt und sie dazu zwingt ihm nachzusetzen.
"Haltet den Dieb" ruft sie laut, verfolgt ihn und muss schon bald feststellen, dass er auch noch schneller als sie ist. Schnell muss sie entscheiden, ob sie ihn laufen lässt oder lieber in den Graubereich eintaucht. Welche Frage? "Fulminictus," ruft sie ihm zornig hinterher.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 24.03.2020 12:45

Tag 33, früh Abends, Manana della Suerte (Capitan)
Vor dem Abendessen entgeht dem Capitan nicht, dass Tarito mit Vecna sprechen möchte, sich wohl aber nicht recht traut. Aber gerade, als er sich einmischen will, bemerkt sie es auch und winkt ihn heran. „Was gibt es, Tarito.“ Der druckst und schaut zum Capitan, der sich dann doch noch dazu gesellt. „Heraus damit. Was gibts?“ Der gibt sich eine Ruck. „Will mich nicht beschweren, Capitan, Boss, echt nicht, aber wir brauchen besseres Werkzeug. Die Arbeit ist knochenhart, und das Palmenholz ist so zäh, das mach sofort die Schneiden stumpf.“ Vecna nickt. „Was braucht ihr?“ Tarito atmet etwas auf. „Zwei lange Stemmeisen und ein weiterer Flaschenzug. Und ein drehbarer Schleifstein zum tragen. Und ein weiteres Muli, wobei ein Pferd besser wäre...Ist ja nicht nur das Rücken von umgefallenen Stämmen, sondern auch das Freiziehen der Gräben. Das ginge deutlich schneller.“ Vecna schaut zum Capitan. Der brummt. „Mit dem Pferd wohl eher nicht, tut mir leid. Ich schau mal, ob wir noch ein Muli kriegen können. Was das Werkzeug angeht – habt ihr das ganze Geraffel im Schuppen schon sortiert?“ Vecna wird ein wenig rot, denn obwohl sie genau das getan haben, sieht der Haufen immer noch nach Geraffel aus. Fast alles davon kann man noch teilweise verwenden, und sei es, um die Nägel rauszuziehen. Aber es sieht halt nicht so aus. „Rumo hat eine Liste, was er aufarbeiten soll, zumindest die ersten zehn Teile. Aber Hebezeug... wir haben da so eine komische Dreieckskonstruktion mit Umlenkrollen, aber die ist zu schwer, um sie zu dauernd zu verschieben. Rumo meinte, das wäre ein Aufsatz für eine Grube. Die Rollen sind aber rostig, die müssen erst mal...“ Tarito nickt. „Kann's mir ja mal anschauen, Boss. Vielleicht kommen Rumo und ich gemeinsam auf eine Idee.“ Er deutet einen Salut an, und Vecna und der Capitan gehen ins Haus zurück. In der Halle kommt dann der Klaps. Vecna grinst. „War das jetzt ein 'Gut gemacht' oder ein 'Böses Mädchen'?“ Der Capitan lacht. „Ersteres.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 25.03.2020 10:26

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Boronayas Zauber wirft den Flüchtigen zu Boden, aber er fängt sofort an, Mord zu schreien. „Zu Hilfe! Die Eifersüchtige bringt mich um!“ was die ohnehin aufmerksam gewordenen spärlichen Passanten und Anwohner auf den Plan ruft. Bevor sich irgendetwas entwickeln kann, eilen auch Colada und – aus Richtung Hafen kommen, zwei weitere Gardisten herbei, und wenn sie auch nach Coladas prompter Bestätigung, dass Piriones wegen Diebstahls gesucht wird, diesen festnehmen, geht die Ranghöhere der Gardisten, eine etwa vierzigjährige Serjantin, nach kurzem Sachstandsbericht ihrer Untergebenen auch Piriones schmerzerfüllten Anschuldigungen nach und ruft nach Zeugen. Und – was in Mirham wohl eher selten der Fall wäre – hier kommen tatsächlich die meisten der Leute näher, und 'helfen der Wache bei ihren Ermittlungen'. Es ist eben eine Kleinstadt, wo man sich kennt. Als gleich drei bestätigen, dass 'die Schwarzhaarige' den Flüchtenden zunächst mit ihrem Stab schlagen wollte und danach die Faust ausgestreckt und 'Folmiktos! oder so' gerufen habe wird die Miene der Serjantin deutlich ernster. „Vielleicht Fulminictus?“ Ja, genau das war es! Piriones, nunmehr in Handschellen, steuert bei, es handele sich dabei um einen Mordzauber. Die Serjantin nickt. „Ist mir bekannt, wir leben ja nicht hinter der Mada hier. Und jetzt Schnauze halten, mit Dir haben wir auch noch zu reden. Abführen, den Kerl!“ Sie wendet sich an Boronaya. „Den Flüchtigen mit dem Stab zu hindern stand euch zu, Gelehrte Dame, aber ihr wisst genau, dass in den Mauern der Stadt abseits des Platzes der Helden und des hinteren Hafenbereiches Friedenspflicht herrscht. Ich muss euch leider festnehmen.“ Sie schaut zu Magister Prospero und dem Corporal, die zusammen mit Guilo gerade im eiligen Laufschritt eintreffen und die letzten Worte mitbekommen haben. Prospero deutet eine Verbeugung an. „Würde es der Gerechtigkeit Genüge tun, Serjantin, wenn ich die junge Collega über Nacht in Gewahrsam nehme und bis zur Verhandlung für sie bürge?“ Die Serjantin kaut darauf herum, aber da Prospero tatsächlich höflich fragt, nickt sie. „Gut. So sei es. Die Verhandlung in beiden Fällen findet morgen für um sieben Stadt. Seid pünktlich.“ So Boronaya keine Szene macht, rückt die Wache nun mit dem gefangenen Piriones ab. Wie Boronaya beim Bericht der Gardisten an die Serjantin gehört hat, wurden nicht weniger als sieben Damenhöschen gefunden – auch eines, bei dem der Hund anschlug und ihrer Beschreibung entsprach. Aber kein Tagebuch. Als man ihn stellen wollte, ist Piriones abgehauen, aber Widerstand habe er nicht geleistet.
Prospero wirkt ungewöhnlich ernst, als er Boronaya zurück zum Weissen Ara begleitet. „Ich fürchte, meine Liebe, das wird morgen keine Lappalie. Ihr wisst, wie ein Angriff mit einem Schadenszauber vor Gericht gewertet wird, so er nicht aus klarer Notwehr heraus gesprochen. Wir sind hier nicht im Sumpf oder auf einer Plantage.“

Tag 39, Früh Abends, Alte Baracken in Portas, Santinera (Crocodileros)
Nur zu dritt fühlen sich die Alten Baracken regelrecht leer an. Sie kochen zusammen, jeder ein wenig in seinen eigenen Gedanken gefangen, während es sich draußen einregnet. „Meinst Du, Die bezahlen echt?“ Marico spricht es beim Abendessen in der Küche aus. Sumaida schaut schuldig, aber Alejandro nickt. „Wir lassen es drauf ankommen. Ich denke schon. Camiara gilt als ehrlich.“ Sumaida atmet auf. Marico nickt. „Na ja. Bringt uns ja eh nicht an den Bettelstab. Solange uns die anderen nicht für leichte Beute halten.“ Sumaida nickt, immer noch rot im Gesicht. „Es tut mir leid, wenn ich...“ Alejandor winkt ab. „Es war meine Entscheidung. Wird sich schon ausgehen.“ Marico nickt. „Mach Dir keinen Kopf.“ Er schaut nach draussen, auf ein problemloses Thema wechselnd. „Meint ihr, das bleibt so?“ Alejandro zuckt mit den Schultern. „Würde mich wundern. Aber ein paar Stundne wahrscheinlich schon. Wird morgen ganz schön schlammig. Gehen wir ins Bett?“ Marico nickt. Als er dann Alejandros unwillkürlichen Blick zu Sumaida sieht, grinst er. „Oder der Küchentisch?“ Alejadro droht ihm verlegen lachend mit der Faust, Sumaida tut so, als wolle sie ihren Becher nach ihm werfen. Er hebt die Hände. „Ich bin dann mal weg.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 25.03.2020 22:08

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Zumindest getoppt hatte sie ihn und nun gut vielleicht ein wenig übertrieben, aber das Aufheben war dann doch ebenfalls ein wenig übertreiben. Und MOrdzauber, bei allen gütigen Göttern. Dazu müsste man ihn zwei oder drei mal wirken. Da ist die Gefahr größer jemanden mit einem Bolzen oder dem Stabschlag zu töten...
Aber eigentlich hatte sie es auch gewusst, dass es Ärger geben würde nur die Vorstellung, dass er entkommen könnte... Sie müsste irgendwann wirklich einmla lernen sich ein wenig mehr zu beherrschen.
Den Sereanten zu erklären, dass sie Gildenmagierin... Feqz sei Dank bürgte Prospero für sie, wobei sie sichtlich schlechte Laune hat, aber ihren Mut hat sie gekühlt und den Schmerz nimmt dem Mistkerl auch niemand mehr.
Als sie dann mit Prospero in Richtung des Aras abrückt nickt sie. "Genau wie die weltliche Straftat, aber mit Vorsatz. Allerdings kann ich ehrlich gesagt den Unterschied nicht so genau feststellen. Wir sind uns darin einig, dass es gefährlicher ist ihm den Stab überzuziehen. Mit einem Fulminictus jemanden zu töten, der gesund und unverletzt ist? Das könntet nicht einmal ihr, vermutlich nicht einmal Foslarin. Aber ja... nicht die klügste Entscheidung. Ich hatte" Angst? Niemals... " die Befürchtung, dass er entkommt und ich mit leeren Händen dastehe..."
Sie hatte einen flüchtenden mit einer Waffe aufgehalten und war von der Garde ja genau deshalb hinter das Haus geschickt worden....
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.03.2020 10:45

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr → Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Es bleibt beim Angriff mit einer gefährlichen Waffe. Je nach Laune der Richterin wird das sogar schwerer gewogen werden als der Diebstahl. Ihr dürft nicht vergessen, dass der Hallodri euch nicht bedroht hat und auch noch nicht verurteilt, noch nicht einmal angeklagt ist. Ich fürchte, da sind wirklich die Pferde mit euch durchgegangen, meine Liebe.“ Sie erreichen den Weissen Ara. „Wenn ich die örtlichen Gesetze recht im Gedächtnis habe, dann droht euch neben Wiedergutmachung eine empfindliche Geld- oder Körperstrafe – wobei man letzteres in ersteres umwandeln kann, sofern man zahlen kann. Wenn ihr die Richterin verärgert, zusätzlich die Ausweisung. Bei Piriones kommt es ganz darauf an. Wenn es nur als reiner Diebstahl gewertet wird, dann kommt er mit einer Geldstrafe davon, aber ich könnte mir denken, dass er, da er es an einem Feiertag getan hat, als Störer des öffentlichen Friedens verurteilt wird, was deutlich schärfer ausfallen kann. Den Stadtoberen ist das 'Abkommen' unter uns Magiern durchaus bekannt, und so hoffe ich, dass er nicht so leicht davonkommen wird.

Tag 39 → 40, früh morgens, Alte Baracken → Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Sie schauen ihm hinterher, dann treffen sich ihre Blicke, und Sumaida lächelt verlegen. Also... uh... der Küchentisch... wäre gar nicht so schlecht.“ Sie streift sich den Träger ihrer Tunika über die Schulter, und mehr Einladung braucht Alejandro nicht.
Mit dem Wetter behält er recht. Gerade als sie schließlich im Bett liegen, hört prompt der Regen auf, und als sie am nächsten Morgen direkt nach dem Frühstück zum Gildenhaus streben, ist es zwar feucht und schwül, aber regnet zumindest nicht. Aber sie sind nicht die einzigen, die früh kommen, um noch einen Auftrag zu erhalten, und Alejandro hat es schwer, nach vorne durchzukommen, auch wenn er jetzt nicht mehr einfach zur Seite geschubst wird. Schliesslich zwängt er sich an der Wand wieder aus dem kleinen Pulk, einen Zettel in der Hand.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 26.03.2020 12:18

Tag 19, Abends, Im Gassengewirr → Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Na... ja. Ich weiß. Es war nur einfach so, dass mich die Vorstellung, dass dieser Aal entkommt so wütend gemacht hat..." Sie seufzt. "Wir werden sehen. Vielleicht hat sie ja Verständnis dafür, ich meine ich will mir gar nciht vorstellen, was der Kerl mit meinen ..." Angewidert schüttelt sie sich.
"Ich werde mich bemühen so freundlich wie möglich zu sein." Sie ist sichtlich geknickt. Irgendwie hatte sie sich ihren ersten Forscherausflug anders vorgestellt. Schon von Anfang an, und dann wenn es gerade besser lief. "Vielleicht ist es auch besser ich gehe wieder nach Selem. Das steht wirklich unter keinem guten Stern..:"
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.03.2020 17:20

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Keinen Defätismus, Collega. Ich verstehe zwar nicht wirklich was vom Fachgebiet, für das eure Meisterin so berühmt ist, aber es gilt nicht gerade etwas, was ohne bittere Fehlschläge oder frustrierende Durststrecken daher kommt. Wenn ihr also nicht schon heute Abend von mir die Hosen stramm gezogen bekommen wollt, dann reißt euch am Riemen. Eure Meisterin hat euch sicherlich mit Absicht keine leichte Aufgabe gestellt, ihr sollt euch sicherlich bewähren. Aber nun lasst uns ein kleines Abendessen zu uns nehmen und über etwas anderes reden. Wenn nichts dazwischen kommt, müßte der gute Ribaldo ja heute, spätestens morgen zu Ziel kommen. Dann wird es langsam Zeit, an euch selbst zu denken.“ Boronaya merkt, wie ihr Zorn langsam verraucht. Prospero hat einfach ein Talent, Leute zu beruhigen. Wenn man Beschwörer ist, sicher eine hilfreiche Eigenschaft. Ob das auch auf Dämonen wirkt?
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 26.03.2020 20:26

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Ja, aber dann hat man ein totes Vie und eine verrottende Pflanze im Zirkel und stünde nicht vor Gericht. Schon der Aufseher damals hatte gesagt, dass sie ihr Temperament mal in die Dämons Küche bringen würde.
"Ist es schlimm schon wieder zu sagen, dass ihr recht habt... Musstet ihr euch in eurer Jugend auch mit so etwas herumschlagen?" was auch immer das so etwas jetzt meint. "Ja, das sollte ich. Auch wenn es dieser Vorfall mit Sicherheit nicht leichter macht."
Einen Hauch eines Moment stiehlt sich wieder ein Lächeln auf ihre Lippen, verschwindet dann aber auch schnell wieder. " Ich glaube ihr seid hier jetzt schon der dritte der mir so etwas androht. Das ist mir seit mehr als 10 Jahren gar nicht mehr passiert... Hosen stramm ziehen..."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 26.03.2020 20:56

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Nun... wenn man es in der Beschwörung verbockt, sind die Folgen oft sehr unerfreulich. Aber ich habe mir sagen lassen, dass eine tobsüchtige, der Kontrolle ihrer Erschafferin entglittene Chimäre auch kein angenehmer Zeitgenosse ist. Mein Lehrmeister war zwar streng, aber die Geduld in Person. Und die Vorsicht. 'Es gibt keine gefahrlosen Beschwörungen' war sein Leitsatz.“ Er lässt Boronaya den Vortritt an der Stiege und geleitet sie in sein Zimmer. Der wahrnehmbare Moschusgeruch hat sich verzogen, dafür liegt die große graue Katze majestätisch gelangweilt auf Prosperos Pfostenbett. Der begrüßt sie mit einer Verbeugung, die sie gnädig gähnend entgegen nimmt, dann wendet er sich an Boronaya und weist auf eine mit einem Vorhang verhängte Nische. „Dahinter befindet sich ein recht angenehmes Bett. Da ich für euch gebürgt habe, fürchte ich, ihr müsst heute Nacht mit meiner Gastfreundschaft vorlieb nehmen. Aber nun lasst uns erst einmal frisch machen und dann etwas essen und trinken. Sofern ihr morgen keinen Aufstand macht, wird das schnell erledigt sein. Dass ein Questador auf der Straße seine Waffe zieht kommt oft genug vor. Ihr werdet es überleben. Es sind einfach die Konsequenzen eurer Handlungen.“
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 26.03.2020 23:02

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Schutzkreise, Bannkreise.. Meine Meisterin ist da eurem Meister vermutlich ziemlich ähnlich." Sie ist einen Moment irritiert als er sich vor der Katze verbeugt aber tut es ihm dann gleich. Immerhin haben ihr diese jetzt schon oft genug geholfen. Wer weiß. "Danke für die Gastfreundschaft. Und euer Plan klingt gut. Etwas anderes als abzuwarten bleibt mir ja nciht. Fliehen erscheint mir dann doch ein wenig... überzogen. Wenn ihr mich einen Moment entschuldigt." Sie zieht sich kurz hinter den Vorhang zurück, wobei sie nicht wirklich darauf achtet, ob man sie nun sehen kann und macht sich mit Hilfe von etwas Wasser frisch, bevor sie wieder zu Prospero zurückkehrt. "Worauf habt ihr denn Lust beim Essen?" fragt sie nach.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 27.03.2020 08:53

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Ich lasse mich überraschen – Latifas Tante kocht hervorragend, und leider sind Tsarabella und ich meistens allein am Tisch – meine geschätzten Kollegen speisen in der Regel entweder auf dem Zimmer oder auswärts. Eure Gesellschaft wäre mir daher sehr willkommen.“ Er verneigt sich. Das würde sich ohnehin gut ausgehen, da Boronaya vergessen hat, sich bei der Witwe Ponches wieder zum Abendessen anzumelden. Die Katze ist jetzt verschwunden, wahrscheinlich durch eines der Fenster. Prospero nimmt ihr aufgefrischtes Erscheinungsbild sichtlich angenehm berührt zur Kenntnis. „Erzählt mir am Tisch etwas über eure Pläne, jetzt und Zukunft. Und...“ Die Pferde gehen doch etwas mit ihm durch und er versetzt ihr einen Klaps. „Ein Magier flieht nie. Er zieht sich allenfalls zurück und gewichtet seine Prioritäten neu.“

Tag 40, früh morgens, Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
„Krokodile auf Manana della Suerte. Vernachlässigte Fischteiche, Krokodile bis vier Schritt. Ein Oreal pro Schritt.“ Marico verzieht das Gesicht. „Bis vier Schritt? Weia!“ „Sie schreiben es immerhin dran. Ist auch der einzige Krokodilauftrag. Um die Eskorten prügeln sie sich noch, aber was ich gesehen habe, alles nur ein paar Silber.“ Marico nickt brummend. „Jetzt wo die Regenzeit angefangen hat... Wo liegt das?“ „Halbe Stunde Flussabwärts, dann aber eine gute Stunde rein, die Fischteiche wohl noch eine. Ist ein Zweitagesjob.“ „Wieso? Ach, wegen der Conchita. Na ja...“ Marico schaut zu Sumaida. Die schaut zweifelnd. „Vier Schritt? Das ist schon größer als das, was wir normalerweise machen, nicht wahr?“ „Sind sicher nicht alle so groß.“ Am Schwarzen Brett kommt es zu einer Meinungsverschiedenheit deutlich oberhalb Zimmerlautstärke, so dass Miguel mit seinem Knüppel auf den Tresen hauen muss. Nicht genug Aufträge. Marico schaut auf den Auftrag und bemüht sich, ihn zu entziffern. „Ist Verpflegung und Übernachtung drin?“ Alejandro nickt. „Denke schon. Da steht Kost und Logis inbegriffen. Logis ist doch Übernachtung, oder?“ Sumaida nickt, schaut danach zum Schwarzen Brett, wo sich die Traube nun lichtet, mit Taro als Sieger. „Lass uns lieber gehen, bevor...“ Bevor sich jemand dranhängen will. Alejandro vervollständigt im Kopf ihren Satz und nickt.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 27.03.2020 12:05

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Dann freue ich mich auf ein Essen mit euch und eure Gastfreundschaft," versucht sie das Beste aus der Situation zu machen und muss tatsächlich kurz quieken, als er ihr einen Klaps gibt. "Ich glaube ihr müsst mir dann doch noch einige über das richtige Betragen eines Magiers beibringen. Ich glaube ich habe da ein paar Sachen vergessen, so ohne handfesten Unterricht," gibt sie frech grinsend zurück, wobei sie sogar die Situation für einen Moment vergisst.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 28.03.2020 10:49

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„In diesem Fall sollte ich dass energisch und unverzüglich in die Hand nehmen, meint ihr nicht?“ Er lacht, und – so sie passend steht und aussieht, als würde sie das Spiel ablenken und geniessen – versetzt ihr einen weiteren Klaps, bevor er sie heranzieht und die Arme um sie legt.

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Der Nachmittag ist so eigentlich ganz angenehm. Die Preise sind erschwinglich und die Qualität – zumindest heute – erfreulich. Es wäre zwar netter, ihn mit Kameraden zu verbringen und so jemanden zum Reden zu haben, aber Goldon weiß sich zu beschäftigen, und er ist auch bei weitem nicht der einzige, der seine Ausrüstung pflegt anstatt sich jetzt schon zu besaufen. Der Platz füllt und leert sich immer wieder ein wenig, aber insgesamt wird es fröhlicher, feuchtfröhlicher, und dann spielt auch die erste improvisierte Kapelle auf. Er könnte jetzt Bruder Boroggio begleiten, aber eigentlich hat der ihm frei gegeben, und wenn er ihn zu Madre Speranza begleitet, dann wird die ihn sicher nicht mit an den Tisch bitten. Mit ihrem Akolythen und dem Personal essen und trinken … gut, das wird ruhiger und beschaulicher sein.

Tag 40, früh morgens, Gildenhaus in Portas, Santinera (Crocodileros)
Rijka trägt den Auftrag ein, und Alejandro fragt, was über den Auftraggeber bekannt ist. Sie wiegt ihren Kopf. „Donna Emilia ya Yuzca und Capitan Morrigan. Sind seriös. Der Capitan soll ein ziemlicher Schwerenöter sein, aber nicht zudringlich.“ Sie schaut zu Sumaida, die prompt rot wird und näher an Alejandro rückt. „Die eigentliche Plantage liegt an einem Nebenfluss, genauer an einem Kanal, der in einen Nebenfluss mündet. Müsst ihr mit dem Kanu hoch. Die Macalinto erschließen da auch eine kleine Kupfermine. Ist ein bisschen mysteriös, der Erbauer hat da immense Summen reingesteckt, und dann hat er vor zwei Jahren alles stillgelegt und ist weg. Hat es dann wohl verkauft oder sowas. Jedenfalls ist vor 'nem Monat oder so Donna Emilia hier aufgetaucht und hat die Papiere vorgewiesen. Die Mine haben sie an die Macalinto verpachtet, aber genaueres weiß ich nicht. Und jetzt sputet euch – die Conchita wird kaum auf euch warten! Ach ja – er hat Inazuna über die Regenzeit als Fechtlehrerin für seine Nichte angeheuert, also legt euch nicht mit ihm an!“ Sie zwinkert.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 28.03.2020 22:33

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie lacht und er hat das Gefühl, dass ihr gerade jetzt Ablenkung jedweder Art recht ist. "Aber Magister. Doch nicht vor dem Essen," versucht sie es mit einem leichten Protest.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 29.03.2020 09:37

Tag 40, früh morgens, Gildenhaus in Portas → Conchita, Santinera (Crocodileros)
Die Warnung ist angebracht, und die Laufplanke wird auch prompt eingezogen, sobald sie an Bord gehastet sind. Auch noch aus einem anderen Grund: Es beginnt wie aus Kübeln zu schütten. „Das kann ja heiter werden.“ Vernachlässigte Fischteiche, wahrscheinlich von Unterholz gesäumt. Und dann im Regen.
Der Steg am Fluss ist gut in Schuss, es gibt sogar ein großes, recht neu aussehendes Abdach, fast schon eine Scheune, aber sie lassen trotzdem ihr Kanu zu Wasser und paddeln den kleinen und eher flachen Nebenfluss hoch. Nach der versprochenen halbe Stunde taucht rechter Hand eine Schleuse auf, auch hier wieder mit einer eher kürzlich errichteten oder zumindest Instand gesetzten Hütte mit einem Pferch mit Abdach für ein Muli. Es ist einfacher, ihr Kanu hoch zu tragen anstatt zu schleusen, und nun geht es einen Kanal entlang durch eine abgeerntete Bananenplantage. Es dauert ein wenig, bis das sackt, aber dann brummt Alejandro. „Wer legt denn Kanäle und Schleusen für eine Bananenplantage an?“ „Kannst den Plantagero ja fragen.“ Marico grinst Alejandros Rücken an. Sumaida hat eine Meinung. „Erzählte Rijka nicht etwas von einer Kupfermine der Macalintos?“ „Ach ja, stimmt. Hmm. Dann ist da aber nicht viel los.“ „Na ja – sie werden da ja auch gleich schmelzen – Holz ist genug da. Wieviel Verkehr soll da sein? Rijka sagte doch 'eine kleine Mine'“
Das Haupthaus taucht recht überraschend auf, und offenbar sie für die Bewohner auch. Sie müssen um das recht festungsartige Gebäude herumfahren – es steht auf einer künstlichen Insel, und machen dort an einem großzügig bemessenen Anleger fest. Das Tor zum Hof steht offen, und erst, als Alejandro gegen den Pfosten klopft und 'Hallo!' ruft, taucht erst eine junge Frau in Lederhose und Tunika auf, danach ein massiv gebauter Mann mittleren Alters in einem etwas abgetragenen aber immer noch präsentablen Capitansmantel. Mehr überascht als unfreundlich mustert sie die Frau. „Hola. Wer seid denn ihr?“ Fängt ja gut an. Alejandro stellt sich vor, genau wie Sumaida zur Kenntis nehmend, was dem Mann an ihr als erstes auffällt. Es ist zwar kein Starren, aber doch ein sehr deutliches Bewundern. „Die angeforderten Crocodileros von der Gilde. Ich bin Alejandro, das ist Marico, unsere Heilerin Sumaida.“ Der Mann lacht mit einem tiefen, symphatischen Lachen. „Willkommen. Ich bin Jorge Bartholomeus Morrigan, Capitan der Armada. Das ist Vecna, unsere Konnetabel. Ihr braucht euch vor mir nicht verstecken, Signorita, ich beisse nicht.“ Das gilt Sumaida. Die nickt und bleibt trotzdem in Deckung. Vecna schaut auf den Hof. „Bei dem Wetter?“ „Wir können auch in drei Monaten wieder kommen, Signorita.“ „Auch wahr. Na, dann. Wollt ihr es euch erst einmal anschauen?“Alejando schaut zu Marico und nickt dann. „Dann mal los. Ich ziehe mir eben was passenderes an.“

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Im Gegenteil, meine Liebe.“ Er küsst sie erneut, dann befreit er sie langsam von ihrer Kleidung, und als das gelungen ist, nimmt er tatsächlich auch ihre 'Erziehung' in Angriff. Aber wie schon beim letzten Mal mit so viel Einfühlsamkeit, dass sie stets denkt, er könne ruhig noch ein ganz klein wenig strenger sein, und sie merkt, wie nach und nach alle Anspannung und aller Ärger sich auflöst, sie sich fallen lassen kann. Es ist einfach wunderbar, so begehrt zu werden. Bis zur Erschöpfung beglückt, kommt ihr beinahe belustigt in den Sinn, als sie schließlich nackt neben ihm auf den Bett liegt. Beim Abendessen wird es beim Sitzen schon ein wenig kribbeln – er war diesmal gründlicher - aber offenbar hat es geholfen. Morgen die Gerichtsverhandlung wird sie schon durchstehen. Sie wird sich rechtfertigen, es wird eine Geldstrafe geben – oder zumindest wird es darauf hinauslaufen, und dann geht das Leben weiter. Ob es Ribaldo und Siana wohl gelungen ist, die Statue freizulegen? Und wollte sie Prospero nicht eigentlich nach seinem letzten Artefakt fragen? Ach ja, und sie hat Hunger.
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 29.03.2020 23:57

Tag 19, Abends, Weisser Ara, Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sich fallen zu lassen und nicht zu denken, Hesinde zu vergessen und nur Rahja zu huldigen, ja das war etwas, was sie gebraucht hatte.
Sie fährt ihm sacht über die Brust, als sie neben ihm liegt, zieht beiläufige Kreise. "Wart ihr eigentlich erfolgreicher mit eurem Artefakt als ich mit meinen Sachen?" fragt sie nach einer Weile gemiensamer Stille, die nicht unangenehm war. Zufrieden und erschöpft eher.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 30.03.2020 08:04

Tag 19, Abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Prospero legt den Arm um ihre Schultern. „Unser letzter Fund? Ich bin nicht unzufrieden. Es scheint eine schöne Hutbrosche aus der Späteren Periode zu sein, aber deutlich jüngeren Datums als die angenommene Hochzeit der Anlage. Ich bin sicher, als sie in den Schlamm sank, lag alles hier bereits seit Jahrhunderten in Trümmern. Es ist ein wirklich schönes Stück, ein semipermanentes Artefakt, tatsächlich in der auch heute noch bei unseren geschuppten Freunden gebräuchlichen kristallomantischen Repräsentation. Gespeichert ist ein Attributo-Cantus in der Variante der persönlichen Ausstrahlung. Nicht allzu stark, ich selber könnte tatsächlich einen stärkeren wirken, und meine geschätzte Collega Julia Sinistrae bezeichnet ihn gar als wertlosen Tand. Aber für einen Priester, der seine Schäfchen davon abhalten will, sich kopflos in einen nicht zu gewinnenden Kampf zu stürzen oder ihm zu glauben, dass es wirklich besser ist, ein Gebiet zu meiden, auch wenn dort scheinbar beste Jagdgründe locken, kann es sicher den Unterschied zwischen Erfolg und Versagen bewirken.“ Er breitet die Arme aus. „Erschwerend sieht es so aus, als sei die letzte Trägerin als Totengeist in das Artefakt eingefahren, und der Erstkontakt mit meinem geschätzten Collegus Zeysig verlief aufgrund seines forschen Auftretens ausgesprochen unglücklich, zumal sie von uns Warmblüten augenscheinlich selbst keine .hohe Meinung hat und ebenfalls ein bisschen festgefahren in ihren Ansichten wirkt. Jetzt ist sie ein wenig... unkooperativ.“ Er zuckt mit den Schultern. „Eine Aufgabe für die Regenzeit, wenn nicht gar die nächste, wahrscheinlich eine Frage der Geduld, wie jede Diplomatie.“ Natürlich könnte man mit Hilfe der Boronkirche einfach einen Exorzismus machen und den Geist unsanft hinaus expedieren, aber ihn zu besänftigen und zur Konversation zu bewegen ist natürlich ungleich wertvoller in wissenschaftlicher Hinsicht. „Aufgrund seiner geringen Potenz ist es wohl kaum interessant genug, um seine Spektabilität Savertin damit zu belästigen, und für eine abschließende Meinung ist es ohnehin zu früh.“ Wenn Prospero eine Wendung wie 'ein wenig unkooperativ' benutzt, dann hat der Geist der Priesterin auf Rsssah wahrscheinlich 'Geh Sterben, schuppenloser Wurm!' gefaucht und das Artefakt streiken lassen.
Seine freie Hand streichelt sie sanft, was eine wohlige Erregung aber keinen erhöhten Tätigkeitsdrang auslöst. „Aber ich fürchte, jetzt muss ich mich etwas präsentabel machen und euch zum Abendessen ankündigen, sonst zürnt mir die Köchin.“ Er küßt sie ein letztes Mal auf die Stirn, dann löst er sich mit offenkundigem Bedauern. Offenbar war es nicht nur für sie schön.

Tag 40, morgens, Mana della Suerte (Crocodileros)
Alejandro sieht sich die Bescherung an. Dann versucht er es mit Diplomatie. „Ich will euch nicht zu nahe treten, Signorita Vecna, aber … das sind keine Fischteiche. Das waren mal welche. Und der große da hinten misst mindestens sechs Schritt.“ Vecna legt die Hand über die Augen und späht in die Richtung. „Sicher? Man sieht doch nur Kopf und Rücken.“ Alejandro akzeptiert das als ehrliche Frage, nicht als Beschwichtigung. „Wir machen das schon länger. Traut mir, für den braucht es eine Arbalone – und wenn der erste Schuss nicht sitzt, wird es lange dauern, bis er euch eine Gelegenheit für einen zweiten gibt. Die Biester sind schlau.“ Vecna nickt. „Ich komme auch von einer Plantage... aber so genau hab ich mich mit den Biestern nie beschäftigt. Was heißt das jetzt? Könnt ihr so nicht arbeiten?“ Alejandro schaut zu Marico. „Wir können drum rum arbeiten, bis es ihm mulmig wird. Aber wenn er kräge wird, müssen wir abziehen. Wir brauchen aber mindestens vier Mann zur Unterstützung, die erlegten Biester wegbringen und aufhängen. Normalerweise macht man das gleich am Ufer... aber mit El Gordo in der Nähe sollte es nicht zu sehr nach Blut riechen.“ Vecna nickt. „Gut, ich brauche ein halbe Stunde, bis ich die Leute da habe. Unser Vorarbeiter heißt Tarito – wenn er vor mir da ist, ihr erkennt ihn sicher.“ Das haben Vorarbeiter so an sich. „Eine Frage- was ist eigentlich Konnetabel? Und wer ist der Oberaufseher?“ Vecna grinst. „Der Capitan ist ein alter Eisenfresser, also heißt die Oberaufseherin hier Konnetabel.“ Alejandro nimmt das zur Kenntnis, auch wenn die Oberaufseherin wahrscheinlich nicht älter als er ist. Bisschen jung. Er bemüht sich, sich den Gedankengang nicht anmerken zu lassen, aber Vecna lacht nur. „Keine Sorge, ich mache meinen Job, es ist nicht nur mein überragendes Aussehen.“ Sie rückt ihr eigentlich recht züchtiges Dekolletee zurecht. Alejandro grinst verlegen. „Wollte ich nicht bestreiten, Signorita.“ Vecna winkt ihm zu und verschwindet. Sumaida kichert. „Geschieht Dir recht!
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 30.03.2020 09:58

Tag 18 - Erntedankfest, kurz nach Mittag, Sandalia, Santinera (Goldon)
Goldon widmet sich dem Klatsch und Tratsch, er konnte ja nicht einfach schweigen und die Mitmenschen waren heute redselig. Er benötigt Gesprächsstoff, auch wenn diese belanglos waren, zumindest für ihn, um auch Futter für zukünftige Unterhaltungen zu besitzen. Er war nun mal kein Boroni dem man wichtige Dinge von sich erzählte und ganz klar war das es nicht um den Tausch ging, auch wenn der Sprecher natürlich an den Segen der Götter glaubt und ein gutes Ende für ihn.
Bevorzugte Gesprächspartner waren die, die dem Alkohol schon zusprachen, sie würden ungehemmter reden, aber Grobianen würde er aus dem Weg gehen.
Nun, so langsam war es an der Zeit Boroggio aufzusuchen und ihn zu Madre Speranza zu begleiten. Auch wenn er ihm frei gegeben hatte, würde er sich schäbig vorkommen ihn nicht zu begleiten, was natürlich auch an dem offiziellen Anliegen geschuldet ist.

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 30.03.2020 15:03

Tag 19, Abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"So ein Geist ist doch sogar eher ein Geschenk, wenn er einem hilft," meint sie zum Artefakt. "Da würde ich das Artefakt als solches wirklich eher als Tand abtun, aber das Wissen aus erster Hand zu erhalten, könnte unschätzbar wertvoll sein." Sie zeigt hier wieder einmal, dass ihr Wissen wohl mehr wert ist, als das pure Gold.

Als er sich dann verabschiedet. "Ich laufe nicht weg..." Auf jeden Fall schaut sie ihm noch einen Moment zu, sichtlich angetan und noch immer der Berührung nachspürend. Erst dann macht auch sie sich präsentabel, befühlt leicht den Hintern dabei, aber sorgt dann mit geübter Hand dafür, dass man an ihrem Aussehen nicht mehr sehen kann, was sie gerade getan haben. Frische Wäsche wäre nett, aber vielleicht könnte sie diese über Nacht Waschen und zum Trocknen aufhängen. SIe würde sie hoffentlich nicht brauchen heute nacht.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 31.03.2020 08:05

Tag 40, vormittags, Manana della Suerte (Crocodileros)
Tarito und das Handvoll Sklaven die gut zwanzig Minuten später auftauchen sind erst einmal erstaunt, dass bereits fünf kleinere Krokodile auf Abtransport und Verarbeitung warten. Und etwas überfordert. Als Marico und Alejandro ein sechstes an Land schleppen, stellt sich Tarito erst einmal vor. „Moin. Ich bin der Vorarbeiter – aber offen gesagt: Das hier machen wir zum ersten Mal. Wir waren alles Matrosen. Ich weiß, ausnehmen, abziehen... wenn's Schweine wären...“ Aber Schweine sind es nicht. Marico schaut zu Alejandro. Natürlich können sie den Jungs zeigen,wie man das macht. Aber das kostet Zeit. Wobei 'Jungs' nicht wirklich der rechte Ausdruck ist. Die sind schon alle ein paar Jahre älter als Alejandro und Marico, und Tarito ist ein ziemlicher Brocken von Mensch. Alejandro schaut zu den Teichen. „Das können wir schon machen, aber das wirft uns zurück. Siehst Du den Dicken da? Wenn der sich in Bewegung setzt, dann sind wir für heute hier fertig.“ Aber wenn sie die erlegten Krokodile nicht schnell ausnehmen, verkommt das Fleisch auch.
Marico zuckt mit den Schultern. „Wir haben noch höchstens eine halbe Stunde. Bringt halt die Biester erst mal weg, errichtet ein stabiles Gerüst und setzt zwei große Kessel mit Wasser auf. Wenn wir aber beim Ausnehmen mitmachen sollen, das ist schon extra, nichts für ungut.“ Tarito nickt, ist aber wohl souverän genug um abzuwägen, dass ein paar Oreal extra die Donna weniger kratzen werden als wenn die Hälfte des Fleisches verdirbt oder gar die Häute verschnitten werden. „So machen wir's.“ Er schaut zu Sumaida, die sich wieder einmal wie das fünfte Rad am Wagen vorkommt, aber allein hier Kräuter und Heilpflanzen zu suchen wäre einfach nur sträflich leichtsinnig.

Tag 19, Abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Wäre das Artefakt mit dem Geist vielleicht sogar etwas, was Sefira zufriedenstellen würde? „Im Verhältnis zum Potential habt ihr sicher Recht, meine Liebe, aber in einer Notsituation, wo man darauf angewiesen ist, auf der anderen Seite Verständnis oder guten Willen zu erzeugen, mag es dennoch den Ausschlag geben.“
Prospero verabschiedet sich mit einem scherzhaften „Das hoffe ich doch – sonst müsste ich euch nachher noch anbinden, sonst bekomme ich morgen den Ärger.“ Er zwinkert und ist weg.
Boronayas Eigendiagnose fällt erfreulich aus. Sicher, Makita und Tonarev würden im Bad sofort sehen, dass 'an ihrer Erziehung gearbeitet' wurde, aber das Gefühl geht deutlich mehr in Richtung, 'vielleicht bekomme ich ja noch einen kleinen Nachschlag' anstatt 'hoffentlich ist das morgen nicht mehr zu sehen' – wobei letzteres außer Frage steht.
Prospero kehrt schnell zurück, er musste ja nur Bescheid sagen. Bis zum Abendessen ist es noch eine knappe Stunde, und so stellt sich die Frage, was man mit dieser Zeit sinnvoll anfangen soll.

Tag 18 - Erntedankfest, Abends, Sandalia → Borontempel in Magnolia, Santinera (Goldon)
Der Abend ist dann wieder ein Eintauchen in die aus Al'Anfa bekannte Routine, was sich trotz der damit verbundenen Langeweile der Vertrautheit wegen gut anfühlt. Madre Speranza lädt ihn, genau wie erwartet, natürlich nicht an den Tisch ein, aber er darf dem schon älteren Koch und dem Akolythen Gesellschaft im Hinterhof leisten, von wo man auch ganz gemütlich sitzt. Und ganz offensichtlich wurde der Haushalt von den Planatageros reichlich zum Fest versorgt, an Fleisch, Bier und Rum fehlt es nicht. Die beiden sind allerdings auch eher schweigsam – ein borongefälliger Haushalt eben – auch wenn der Akolyth etwas sehnsuchtsvoll der nun an verschiedenen Stellen aufklingenden Tanzmusik lauscht.
Das Abendessen verläuft wohl auch eher förmlich. Madre Speranze scheint Goldon eher ein Pflichtmensch zu sein, die ihre wohl eingeschliffenen Abläufe hat und keinen Bedarf an theologischen Diskuusionen verspürt. Boroggio ist eher ein Mystiker, und so trennt man sich auch schon um die zehnte Stunde bereits wieder. Jetzt ist deutlich mehr auf den Gassen los, und Boroggio wird zunehmend verlegener, je öfter sie an Pärchen vorbei kommen, die 'eben mal Luft schnappen' gegangen sind. Als sie dann Zuhause angelangt sind, bedankt er sich noch einmal bei Boron für die standesgemäße Begleitung, erneuert dann aber seine Freigabe für den Abend. „Wenn Du Dich noch ein wenig entspannen, mitfeieern willst...“
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Ungelesener Beitrag von Lokwai » 31.03.2020 11:39

Tag 18 - Erntedankfest, Abends, Sandalia (Goldon)
Er hatte sich vorgenommen bei Madre Speranza nicht aufzufallen. Es war ihm wohl gelungen, aber es gibt natürlich auch nichts Neues, eine Information an der man ansetzen könnte. Boroggio hatte ihm auch nichts verraten. Er hatte sich verändert, zuvor hatten sie eine freundschaftliche Beziehung und Boroggio hinterfragte viele profane Dinge im Leben, Goldon war erzählfreudig und teilte seine Erfahrungen. Es machte ihm sogar Spaß ... und doch musste er an seine leidliche Aufgabe denken und nun setzt er das Vertrauen aufs Spiel. Es wird eine Zeit geben wo er keine Schulden mehr hat und es würde nicht mehr lange brauchen.
Er bedankt sich bei Boroggio für den freien Abend. Goldon macht sich frisch und zieht diesmal sein weißes Hemd an, viel Auswahl hatte er ja nicht. Also macht sich der schwarzweiß gekleidete Goldon auf.
Er peilt wieder den Platz der Helden an.

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Ungelesener Beitrag von Chephren » 31.03.2020 15:24

Tag 19, Abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
"Sicher, ich glaube nur, dass der Geist wirklich das interessantere sein könnte. Das andere bekommt man doch auch in Khunchom," meint sie schmunzelnd. Der Geist könnte Sefira interssieren, sie selbst auch. Und in Selem gab es auch genug Echsen, die einem helfen würden.
"Das müsstet ihr wirklich überlegen. Nicht dass ich mich verwandle und auf Rache aus durch die Stadt streife," antwortet sie mit einem AUgenzwinkern.
So also wartet sie nur einem leichten Tuch umgebunden auf Prospero. "Meint ihr ich soll einmal mit dem Geist sprechen? Mein Rssah ist denke ich ganz passabel. Oder wollt ihr die Wartezeit anders... "
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 31.03.2020 16:00

Tag 19, Abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
„Das Artefakt ist leider sicher verwahrt – ihr kennt die Regeln der Stadt, und sie machen ja auch Sinn.“ Ja, das machen sie durchaus. Wer will schon einen feindseligen Totengeist in seinen Mauern haben... „Und bei aller Liebe zur Wissenschaft...“ Sein Zeigefinger hakt sich hinter das Tuch und es gleitet an ihr herunter. „Denke ich, wir nutzten die Zeit zu etwas Schönerem.“ Er zieht sie zu sich heran und küsst sie. Er scheint noch mehr als genug Energie zu haben. „Und vielleicht ist das mit dem Fesseln ja gar keine schlechte Idee...“

Tag 18 - Erntedankfest, Platz der Helden, Nachts, Sandalia, Santinera (Goldon)
Der Platz der Helden hat sich deutlich gefüllt. An drei Stellen sind Feuer entzündet worden, und haben sich Piratenkapellen gebildet, zu deren Musik gesungen und getanzt wird. Im Allgemeinen scheint Grimrigs Devise zu gelten, das Tanzen etwas sei, was Frauen tun und Männer dabei zusehen. Im Dunkel kann man auf die Ferne kaum Leute erkennen, aber die Stimmung ist raubeinig freundlich, und es scheinen fast ausschließlich Questadoren der Gilde zu sein, mit den Bedienungen der umliegenden Schankstuben, die heute wohl ein besonders dickes Fell haben müssen. Aber was das angeht, so sieht Goldon bei seinem ersten Streifzug nichts, was den Eindruck erweckt, jemandem gehe die südländische Herzlichkeit und Nähe gegen den Strich, und eigentlich jede Frau trägt zumindest einen Rock statt der sonst questadorentypischen Lederhose..
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Ungelesener Beitrag von Chephren » 31.03.2020 22:24

Tag 19, Abends, Herberge Arangenbäume in Sandalia, Santinera (Boronaya)
Sie lehnt sich auf dem Stuhl zurück. "Ja, Regeln. Vielleicht bin ich doch manchmal ein böses Mädchen und halte mich nicht an alle Regeln... Ihr?" grinst sie ihn frech und lässt sich ohne Widerstand entkleiden.
"Nun vielleicht solltet ihr so ein böses Mädchen wirklich fesseln. Wer weiß zu was sie in der Lage ist. Schndälcihe Zauberei..." Sie beißt ihm ein wenig in die Lippen...
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